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Wir fliegen: Erzählungen - Peter StammWir fliegen: Erzählungen
Peter Stamm

Broschiert, 5. August 2009
     Verkaufsrang: 95414      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Man sollte ihn lesen. Noch heute." (Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Auffällig gut gelingen ihm die kurzen Formen, einfühlsame Beschreibungen innerer Zustände, überschaubare, emotional angespannte Konstellationen." (Helmut Böttinger, Süddeutsche Zeitung)




Helden des Alltags - Wladimir KaminerHelden des Alltags
Wladimir Kaminer, Helmut Höge

Taschenbuch, 1. November 2004
     Verkaufsrang: 35083      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Nachdem ich ein Buch mit dem Titel Schönhauser Allee herausgebracht habe", notiert Wladimir Kaminer amüsiert, "genieße ich verstärkt die Aufmerksamkeit der Einwohner rund um die Schönhauser Allee. Unbekannte sprechen mich auf der Straße an und geben mir gute Ratschläge und Tipps, worüber ich noch berichten sollte." Manche von seinen neuen Bekannten fühlten sich nun selbst animiert, etwas über ihre Umgebung zu Papier zu bringen, und sammelten bereits eifrig Material dafür. Er sehe diesen Versuchen gelassen entgegen, bekundet Berlins berühmtester Russe: Stoff für Geschichten sei schließlich ausreichend da.
Die kleine Geschichte, in der Kaminer über seine Position als Kiez-Chronist im Prenzlauer Berg von Berlin reflektiert, trägt den bezeichnenden Titel "Menschen, die einander was erzählen". Auch in Kaminers neuester Sammlung literarischer Alltagsminiaturen geht es wieder ausschließlich um die merkwürdigen Zweibeiner und ihre mitunter absonderlichen Verhaltensweisen - ganz gleich, ob diese nun in Berlin oder Krasnojar/Sibirien zum Tragen kommen.
Und weil der Mensch also das Maß aller Dinge ist, ist es nur konsequent, dass dieses anthropozentrische Weltbild schon in den Überschriften seinen Niederschlag findet. Schließlich wurde jede der 36 kurzen Erzählungen in seinem Namen geschrieben: Da geht es um "Menschen, die einkaufen", "Menschen, die spielen", "Menschen unter Tannenbäumen", und selbstverständlich auch um "Menschen, die einander überzeugen". Feinsinnig unterscheidet der Autor zwischen "Menschen" und "Einheimischen" und berücksichtigt auch Sonderfälle wie "Menschen mit Datschen" oder "Menschen, die lesen". Natürlich sind diese Menschen meist Bekannte des Autors, oder er ist ihnen zumindest einmal begegnet.
Kongenial illustriert wird das Ganze mit Schnappschüssen aus Helmut Höges Dia-Sammlung. Ende der 80er-Jahre begann der ehemalige Weltenbummler und heutige taz-Autor damit, auf Trödelmärkten alte Dias aus den 50er- bis 70er-Jahren zu kaufen. Fotos, auf denen häufig Menschen zu sehen sind (meistens Ehefrauen), die der Fotograf (meist der knipsende Ehemann) eigentlich nur als Vordergrund für eine historische oder landschaftliche Kulisse dort hingestellt hat. Im Nachhinein, sagt Höge (im Gespräch mit Kaminer: "Menschen, die einander interviewen"), interessierten die Urlaubs-Highlights keinen mehr. Während die Beschäftigung mit Menschen, wenn man - wie die Herren Höge und Kaminer - etwas davon versteht, nie langweilig wird. Auch wenn sie immer wieder die gleichen Fehler machen.
"Noch in der Pubertät beginnt der Mensch nach den Gründen seines Unglücks zu suchen und wird dann schnell in seiner Umwelt fündig. Das verfluchte Land und die idiotischen Zeitgenossen sind schuld. Er will weg; neue unbekannte Welten entdecken ... Dort wird er aber jedes Mal mit Eingeborenen konfrontiert. ... Höflich, freundlich und unkonventionell zeigen sie dem Neuankömmling wie dumm es von ihm war, auf die Idee zu kommen, dass es anderswo anders sein könnte." -Axel Henrici


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

einfach witzig      5 von 5 Punkten
Ein weiteres wundervoll heiteres und philosophisches Buch von Kaminer. Wie ein Blick in den Spiegel der Vielfalt der menschlichen sympathischen Macken und Schwächen. Auch die Fotos sind sensationell und runden die Geschichten schön ab.


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Kleines Arschloch - Walter MoersKleines Arschloch
Walter Moers

Gebundene Ausgabe, 1990
     Verkaufsrang: 104832      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das KLEINE ARSCHLOCH besitzt die geistige Potenz eines pensionierten FAZ-Herausgebers. Und die sittliche Reife eines achtzigjährigen Sittenstrolchs. Fleischgeworden ist es in der Gestalt eines pubertierenden Knaben.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Der Klassiker!      5 von 5 Punkten
Was kann man darüber überhaupt noch schreiben? Wer schwarzen Humor wider jegliche Political Correctness nicht verträgt, sollte die Finger davon lassen. Wer es jedoch genießen kann, wie jede Menge Tabus gesellschaftlicher Etikette gebrochen und einfach umwerfend in Bild und Wort parodiert werden, liegt bei den moersschen Comics genau richtig.
Den Band hatte ich mit ca. 17 Jahren erstmals besessen; leider war er mir ein paar Jahre später abhanden gekommen, aber viele Zitate haben mich seitdem treu begleitet. Mein Leben wäre vermutlich ohne das Kleine Arschloch nicht wirklich anders verlaufen, zumindest aber haben mir die Geschichten durch viele, ansonsten eher humorlose Erlebnisse hindurch geholfen. Auch jetzt, nachdem ich mir den Band nach über 10 Jahren Abstinenz wieder angeschafft habe, haben die Geschichten für mich nichts von ihrer Brillanz verloren.
Mein Favorit: Die Geschichte über die Tropfsteinhöhlen-Führung - dank Moers kann ich seitdem endlich fehlerfrei Stalagmiten von Stalaktiten unterscheiden! ;-)


Süden und der Luftgitarrist - Friedrich AniSüden und der Luftgitarrist
Friedrich Ani

Taschenbuch, 1. November 2003
     Verkaufsrang: 42692      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Bei der deutschen Ausscheidung zur Weltmeisterschaft der Luftgitarristen steht Südens Kollege Martin Heuer im Finale. Da ist plötzlich sein härtester Konkurrent unauffindbar. Gemeinsam mit Süden und dem Team vom Dezernat 11 macht sich Heuer auf die Suche - und findet mehr als einen Menschen, dem die Wirklichkeit abhanden gekommen ist.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Unspektakulär, aber dennoch spannend      5 von 5 Punkten
Bei der deutschen Ausscheidung zur Weltmeisterschaft der Luftgitarristen steht Tabor Südens Kollege und Freund Martin Heuer im Finale. Leider ist sein härtester Konkurrent unauffindbar. Gemeinsam mit Süden und dem Team vom Dezernat II macht sich Martin Heuer auf die Suche nach TheVagabond. Und wieder schafft es Friedrich Ani auf eine sehr unspektakuläre Art und Weise den Leser mitzunehmen auf die Suche. Hier fließt kein Blut, es gibt keine Verfolgungsjagden, es wird nicht geschossen und nicht gestochen, gemeuchelt oder sonst wie gemordet. Und dennoch ist das extrem spannend, was Friedrich Ani hier veranstaltet. Tabor Süden stellt Fragen, aber noch lieber hört er zu. Und kratzt damit eine Schicht nach der anderen von der Makulatur des Lebens, und zwar so lange, bis er fündig wird.


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Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär: Roman: Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären; mit zahlreichen Illustrationen. Unter Benutzung des 'Lexikons ... Umgebung' von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller - Walter MoersDie 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär: Roman: Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären; mit zahlreichen Illustrationen. Unter Benutzung des 'Lexikons ... Umgebung' von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller
Walter Moers

Taschenbuch, 1. März 2001
     Verkaufsrang: 126206      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Seemannsgarn vom Feinsten: ein Feuerwerk bäriger Ideen
Daß Walter Moers mehr als das Kleine Arschloch zeichnen kann, hat er längst bewiesen. Sogar in den Sprechblasen ist er hervorragend ohne Worte ausgekommen, als der Pinguin zweimal klopfte. Und nun sein erster Roman: Eine genial dicke Schwarte von 720 Seiten, in der ein Geistesblitz den nächsten jagt. Grün und gelb möchte man vor Neid werden: Wo hat der Mann bloß die vielen Ideen her? In seinen dreizehneinhalb Leben begegnet der Blaubär gehässigen Stollentrollen, unangenehmen Nattifftoffen, quasselnden Tratschwellen, durch die Wüste ziehenden Gimpeln, dem Wahnsinn, Fredda, der Berghutze ?- eine Figur skurriler als die andere. Ab und an illustriert der Zeichner Moers die Gestalten des Erzählers Moers, ein Glücksfall natürlich, aber im Vordergrund steht der Text, unerschütterlich. Und hier entfaltet sich in vollen Zügen, was der eine oder andere bereits geahnt haben mag: Moers ist ein begnadeter, ironischer Erzähler.
Mit wieviel Sprachwitz er arbeitet, wie er an Ausdrücken feilt, Begegnungen verschachtelt komponiert, Satzrhythmen herstellt und wieder auflöst, das nötigt Respekt ab. Und man freut sich über die irrwitzigen Inhalte der Abenteuer. Ob er mit dem Rettungssaurier Mac als Navigator fliegt, eine Fata Morgana am Wüstenboden verklebt, durch Dimensionslöcher stürzt oder sich ein Duell mit dem Lügengladiator liefert: die Spannung bleibt ungebrochen (außer beim sechsten Kapitel), die unzähligen Geschichten sind unglaublich. Münchhausen entpuppt sich als blutiger Lehrling im Vergleich zu Moers.
Auch wenn sich beim Lesen gelegentlich Assoziationen zu Texten von Michael Ende oder Janosch einstellen mögen: Der Roman ist kein Kinderbuch, sondern nachdenklich machende (haben Sie schon mal über eine Tornado-Haltestelle nachgedacht?) Literatur, die bestens unterhält. Das vielgesuchte Leichte, das so schwer zu machen ist: hier ist es. -Sophie Thoma


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 253 Bewertungen)

ich habs nie gelesen, aber....      5 von 5 Punkten
... mein Mann kichert jeden Abend neben mir rum und erzählt ständig "phantastische" Abenteuer von Tornados, Zwischenwelten und weißgottwas...
Schön, dass man auch die Großen noch mit sowas begeistern kann - also Mädels... wenn ihr nen gut gelaunten Mann wollt, schenkt ihm dieses Buch :-)


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Klage - Rainald GoetzKlage
Rainald Goetz

Gebundene Ausgabe, 13. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 126450      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Einer eigenen, allgemeinen Programmschrift gegen die Verzweiflung von Herbst 2006 folgend, trat KLAGE Anfang Februar 2007 auf der Internetseite der neu gegründeten Zeitschrift Vanity Fair als aktuelles Weblog an und konkretisierte seine Themen im ersten Eintrag folgendermaßen:
"Beim Heben des Kopfes wird der Dunkelraum sichtbar, den ich in letzter Zeit in verschiedene Richtungen hin auszumessen versucht habe, notierte Kyritz, vielleicht vergeblich.
1 Text 2 Politik 3 Geschichte 4 Liebe 5 Familie 6 Justiz ((Liste kann bei Platzbedarf fortlaufend notiert werden!))
Ein Gewitter zieht auf. Kurze Zeit später setzte heftiger Regen ein. Kyritz wollte hier eigentlich nur in Frieden dasitzen, ohne an Leid und Tod erinnert zu werden."
KLAGE versuchte dabei, an einigen neueren Üblichkeiten der Weblogs, speziell an der Ichfigur, eher vorbeizugreifen, ohne jedoch ganz auf sie zu verzichten. So ergab sich die Form des Denkpartikels, der kurzen Argumenterzählung, der polemischen Intervention, des eiligen Tagesgedichts manchmal auch. Eine Form, wie man sie eigentlich aus den Reflexionstagebüchern der Tradition schon kennt. Für das Weblog KLAGE war der Weg dorthin ein Experiment - das man im Buch KLAGE jetzt nachvollziehen kann.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Der Geisteszustand      5 von 5 Punkten
Cool is auch, was danach passiert.
"Die Politiker wissen real nichts vom Leid, vom Warten, vom Abgestellt- und Ausgesetztsein, ausgeliefert der Stille und der Angst, dass das große Nichts eintritt", schreibt Rainald Goetz in seinem Internet-Tagebuch namens "Klage".
"Woher weiß er das? Es gibt, wenn man diese These vertritt und man im Regierungsviertel unterwegs ist, eine ebenso bewährte wie literarisch und publizistisch produktive Methode, den Politikern nahezukommen: Man fragt sie", schreibt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Die FAS bedient sich eines leicht durchschaubaren rhetorischen Tricks. Mit ihrer Frage, woher der Autor seine Behauptung denn wisse, suggeriert sie, er würde es nicht wissen, um sogleich ihre eigene Weisheit aufdrücken zu können. Der Quark wird von der FAS weiter getreten: "Und was antwortet dann wohl ein Franz Müntefering, dessen Frau gegen die Krankheit kämpft, ein Peter Struck, der einen Schlaganfall überlebt hat, ein Horst Seehofer, der zwischen Leben und Tod schwebte, was schließlich ein Oskar Lafontaine und Wolfgang Schäuble auf die Frage nach der Angst vor dem großen Nichts? Einfach schon mal festzustellen, dass die real nichts wissen." Unvorstellbar ist für den Rezensenten der FAS, dass Rainald Goetz es wissen könnte. Der Wissende ist dem Nichtwissenden suspekt.
Ein weiteres schönes Beispiel ist eine kleine Anekdote über Joschka Fischer, mit der Goetz so viel erzählt über die Mentalität der führenden Köpfe von Rot-Grün. "Fischer, der sogenannte Außenminister a. D., kam um 19 Uhr 19 allein in die Akademie und war davon irritiert, dass das Erscheinen seines kleinen, tönchenhaft voluminösen Körpers hier überhaupt keine Reaktion hervorrief. Er stand da mitten in der Eingangshalle, Bauch rausgestreckt, Kopf nach hinten ins Kreuz gehängt, Missmut im Gesicht, und keiner reagierte. Niemand kam auf ihn zu, niemand war bei ihm, hinter ihm, nichts. Auch die Frau am eigens rechts aufgebauten Kartentisch sah den Minister a. D. zwar, stürzte aber nicht sofort zu ihm. Sie war der eher ruhigere Typ Mensch und außerdem gerade noch mit einem anderen Kunden im Gespräch. In die Leere des Raums vor sich, in Richtung dieser Frau sagte Fischer ziemlich laut:
- wo finde ich denn jemand von den Organisatoren?
- sie: hja, hm?, äh
- da muss doch irgendjemand da sein?!
- wen meinen Sie denn?
- na, den Herrn Malchow zum Beispiel!
- sie: hm, ja
Die Frau wurde immer ruhiger, umso ruhiger, je heftiger Fischer seinem Unwillen Ausdruck gab. Er war von den Widrigkeiten der Situation hier jetzt schon richtig enragiert, offen empört und herrisch sagte er:
- wo sind die denn?!
Die Frau sagte jetzt nichts mehr, in totaler Zeitlupe kam sie hinter ihrem Tresen hervor, null aktiviert oder gar alarmiert von Fischers absurder Hysterie, gerne hilfreich, ganz gelassen ratlos, vielleicht von einem schwachen, nicht ganz zu Ende gedachten Nebengedanken angeweht wie: was hat denn der kleine Dicke da für ein Problem? Als hätte Fischer diese unverschämte Frage körperlich empfangen, als würden ihm hier gemeinerweise und absichtlich bestimmte Hintergrundinformationen vorenthalten, rief er wütend aus:
- die müssen doch irgendwo sein!, wo sind die denn?! "
Goetz eigener Kommentar zu dem am 6. März 2008 ins Netz Gestellten und zwei Tage zuvor Erlebten geht an die Substanz: "Das ist der traurige Geisteszustand in dem sich unsere rot-grünen Politrentner befinden", stellt er lakonisch fest.
Die veröffentlichten Reaktionen in den sogenannten deutschen Leitmedien sprechen Bände über die Befindlichkeiten in diesem Lande. Da der Schriftsteller Rainald Goetz sein Tagebuch im Internet führte, also quasi öffentlich, provozierte er diese Reaktionen, die nun die gedruckte Fassung von "Klage" erst als Kunst erstrahlen lassen. Plotten wir wieder die FAS mit ihrer Rezension gegen das elektronische Diarium aus Berlin-Mitte.: "Jeder ist anders, aber ich für meinen Teil vermag in Joschka Fischer, der uns nicht nur in Tausenden von Interviews, sondern auch mit bestverkauften Memoirenbänden über jede Windung seines Lebens, seiner Politik und seiner Leibesfülle informiert hat, keinen opaken Dunkelmann der Macht zu sehen. Ich weiß schon jetzt viel zu viel über ihn", schreibt Nils Minkmar, uns über allerlei belehrend. Wir erfahren nicht nur, dass jeder anders ist (aha), sondern auch, dass der Journalist Joschka Fischer genau kennt (hört hört). Damit nicht genug: Er kennt ihn aufgrund seiner zahlreichen Interviews und Bücher. Das ist interessant. Wahrscheinlich beherrscht Minkmar eine spezielle spirituelle Technik des Chanelns, um zwischen den Zeilen das Ungesagte zu entdecken. Dass man, insbesondere als Außenminister, sehr viel redet, ohne etwas zu sagen, scheint ihm dagegen noch nicht aufgefallen zu sein.
"Klage" ist ein Versuch gewesen, Literatur noch im Bereich des Möglichen zu produzieren. Vor zwanzig Jahren sah Goetz die Form des Theaters als die potenziell mögliche an, vor zehn Jahren arbeitete er mit DJs. Dieses Tagebuch, das Goetz auf der Internet-Seite von Vanity Fair auf Veranlassung des damaligen Chefredakteurs Ulf Poschardt geführt hat, erscheint nun gediegen gebunden. Suhrkamp hat daraus ein Buch gemacht, obwohl es so gar keines sein will. Was könnte deutlicher diese Widersprüchlichkeit zuspitzen als der schwer seriös daherkommende dunkelblaue Leineneinband.
Die heftige Reaktion der Kritiker ist die beste Bestätigung vom Projekt und den Goetzschen Notaten über den grenzdebilen Alltag in der postmortalen Welt am Anfang des 21. Jahrhunderts. Die FAS kommt zum Ergebnis: "Es kommt erschreckend wenig raus bei diesem Angriff auf die gesellschaftlichen Subsysteme mit disparaten Mitteln" und will sich eigentlich nur verteidigen. Denn worum es der Zeitung wirklich geht, erfährt der FAS-Leser nach einer langen Aufzählung von in "Klage" Kritisierten nebenbei: Das alles sei "noch gar nichts gegen das, was Goetz für so gut wie alle Kollegen dieses Feuilletons bereithält". Aha. Deswegen der ausführliche Verriss.
Wesentlich differenzierter die Besprechung der Süddeutschen Zeitung, die Goetzens elektronische Notate ausführlich zitiert. Rainald Goetz regt sich über eine Schlagzeile der taz auf, in der diese den Rücktritt Steinmeiers fordert: "Die ressentimentabgesicherte Verhöhnung derer, die in den Apparaten Entscheidungen treffen und dabei wirklich Verantwortungslast übernehmen, ist reaktionäre Antiaufklärung, so gesellschaftsschädlich und verblödet wie die Autoritätsfixierung und Apparategläubigkeit von vor 68." Goetz sieht die linke Tageszeitung hier in Augenhöhe der Bildzeitung. Die Süddeutsche setzt sich davon ab. Sie hingegen kürt Goetz zum "Zeitgenossen des Jahres". Vielleicht als prophylaktischen Angriffs-Schutz.
Lieber Rainald Goetz, deshalb schlage ich vor, die Klage fortzusetzen - vielleicht unter dem Titel "Berufung". Hier könnte die Kritik mit einbezogen werden: Wie ein Bild, bei dem jemand in den Spiegel schaut und sich dabei in einem Spiegel sieht und in einem Spiegel und in einem Spiegel.


Liebesbrand - Feridun ZaimogluLiebesbrand
Feridun Zaimoglu

Broschiert, 2. September 2009
     Verkaufsrang: 130150      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Feridun Zaimoglu, lange schon in der ersten Reihe deutscher Schriftsteller, ist ein Roman gelungen, dessen Sog fortreißt, so wie es Literatur heute selten vermag. Und die Liebe höret nimmer auf: Wessen Herz noch schlägt, der wird sich in dieses Buch verlieben." (Alexander Cammann, Die Tageszeitung)

"Pure Leidenschaft. Feridun Zaimoglu ist ein deutschsprachiger Romancier, der mit diesem Buch endgültig zur Spitze gehört." (Hajo Steinert, Die Welt)

"Traumsicher und poetisch ... herrlich zu lesen!" (Volker Weidermann, FAS)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Wenn die Liebe dich ruft      5 von 5 Punkten
der Titel des Gedichts von Khalil Gibran könnte auch über diesem Roman stehen, denn die Liebe ist das Leitmotiv, das Zaimoglu auf vielfältige Weise variiert, während er seinem Protagonisten folgt.
Der dreißigjährige David, ein ehemals sehr erfolgreicher Finanzmakler, der sich aus dem Geschäft zurück gezogen hat und von seinen Rücklagen lebt, wird bei einem Busunfall schwer verletzt. Eine Frau leistet ihm erste Hilfe, gibt ihm zu trinken und verschwindet wieder. David kann sie nicht vergessen und macht sich auf die Suche, die ihn von Kiel (dem Rand der Welt, wo er lebt) über Prag nach Wien führen wird, immer dieser einen Frau hinterher, die sich ihm immer wieder entzieht. Auf seiner Reise begegnen ihm andere Liebende, glückliche, wie unglückliche und auch er verliebt sich, ohne es zuzugeben ein zweites Mal - vielleicht.
Diese Begegnungen, die in der Kürze der Schilderung platt erscheinen, sind so geschickt in die Erzählung eingeflochten, dass sie nicht im mindesten aufdringlich wirken, sondern logischer Bestandteil der Geschichte werden. Denn natürlich ist der, der selber auf der Suche seiner großen Liebe ist, besonders empfänglich und empfindsam für die Beziehungen anderer.
Das Buch ist in einem schnörkellosen Stil geschrieben, der gelegentlich ein wenig außer Atem wirkt und ist nicht im mindesten kitschig, schwülstig oder schmalzig.
Eine sehr lesenswerte Geschichte.


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Wer lebt, stirbt: Kriminalroman: Der Seher - Friedrich AniWer lebt, stirbt: Kriminalroman: Der Seher
Friedrich Ani

Taschenbuch, 1. April 2007
     Verkaufsrang: 18656      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein vielschichtiger Roman, den Friedrich Ani dialogisch hält und dessen Protagonist richtig neu ist in Anis Ahnengalerie der Kommissare.Kulturland

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Der Beginn einer neuen hoffentlich langen Krimireihe eines begnadeten Autors      5 von 5 Punkten
Eigentlich wollte der Mann, der mit einem Dutzend engagierter Romane um den Münchner Kommissar Tabor Süden die deutsche Krimilandschaft entscheidend geprägt und um ein ganzes Stilelement bereichert hat, keine Kriminalromane mehr schreiben. Doch Friedrich Ani kann es Gott sei Dank nicht lassen. Für ihn handeln Kriminalromane von Menschen in Not, und diesem Bekenntnis trägt er auch in diesem neuen Roman Rechnung. So wie auch in seinen bisherigen Romanen stehen hier nicht der Thrill und die Action oder etwa gnadenlose Spannung im Vordergrund, sondern die Auseinandersetzung mit Menschen und ihrer Vergangenheit, der er mit ihren zum Teil bis in die Kindheit reichenden Wurzeln für die Bewältigung oder Nichtbewältigung der Gegenwart nachspürt. Dies gilt sowohl für die Menschen, die er im Rahmen eines Falles als Täter, Opfer, Zeugen oder Rahmenpersonen auftreten lässt, als auch für die Menschen seines Polizeiteams in München. Dabei hat er ausnahmslos interessante und sympathische Figuren ausgewählt, die für hoffentlich baldige Fortsetzungen der begonnenen Reihen nur das Beste hoffen lassen.
Ich spreche von Reihen. Denn neben dem ersten, hier vorliegenden Band des Sehers", hat Ani vor einiger Zeit im Zsolnay Verlag in Wien den ersten Band einer sehr anspruchsvollen, und mit philosophischen Betrachtungen gespickten Reihe um den Münchner Kommissar Polonius Fischer, einem ehemaligen Mönch, vorgelegt.
Das hier im DTV als Originalausgabe erschienene erste Buch der Reihe um den Hauptkommissar Jonas Vogel und seinen Sohn Max, der ebenfalls bei der Kripo arbeitet, ist knapper angelegt und weniger tiefgründig. Doch auch hier geht es neben der Lösung eines Falles um die Lebens- und Familiengeschichte von Jonas und Max Vogel, beides Polizisten mit Leib und Seele mit den entsprechenden Folgen für Familie und Partnerschaft.
Jonas Vogel wird in seinem Dezernat seit langem schon der Seher" genannt, weil er ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen besitzt und Stimmen sezieren kann wie ein Pathologe eine Leiche. Als er auf dem Weg ins Polizeipräsidium einer Frau helfen will, erleidet er einen schlimmen Unfall, der ihn auf Dauer erblinden lässt. Monate später, als er wieder auf die Beine gekommen ist, löst er den Fall, an dem er zusammen mit seinem Sohn Max vor dem Unfall gearbeitet hatte, auf seine Weise.
Sein Vorgesetzter Schumacher denkt, Jonas würde nun in Rente gehen, aber der kommt ins Dezernat um dort eine Kuckucksuhr aufzuhängen, "damit ich bei Vernehmungen das Gefühl für die Zeit nicht verliere."
Wir werden mit Sicherheit noch mehr von diesem schrulligen Kommissar lesen und auch von der besonderen Zusammenarbeit zwischen ihm und seinem Sohn Max.
Ein absolut empfehlenswertes Buch.


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Der alte Sack, das kleine Arschloch und andere Höhepunkte des Kapitalismus - Walter MoersDer alte Sack, das kleine Arschloch und andere Höhepunkte des Kapitalismus
Walter Moers

Gebundene Ausgabe, 1993
     Verkaufsrang: 71188      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Walter Moers, Jahrgang 1957, Comiczeichner und Drehbuchautor, lebt in Hamburg. Fotografieren läßt er sich nicht mehr, denn seit er seinen Comic-"Adolf" in die Welt setzte, ist er persona non grata für die rechte Szene. Und in Kirchenkreisen gilt er seit seinem "Kleinen Arschloch" als Abgesandter der Hölle. Walter Moers ist zusammen mit Professor Doktor Nachtigaller Begründer der Zamonischen Nachtschule, einer Akademie, die ausschließlich im Internet existiert und von jedermann besucht werden kann.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Wirklich schick..      5 von 5 Punkten
Das Buch gefällt mir sehr gut, so stellt doch der alte Sack eine weitaus offensivere, aber auch teilweise subtilere Form des kleinen Arschlochs dar. Die Antworten sind schlagfertig, die Dialoge nahezu genial. Gefaellt mir wirklich verdammt gut, hab mich herrlich amuesiert...


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Dies ist kein Liebeslied: Roman - Karen DuveDies ist kein Liebeslied: Roman
Karen Duve

Taschenbuch, 1. Mai 2004
     Verkaufsrang: 69970      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Anne Strehlau, die Icherzählerin in Karen Duves Roman, weiß es genau: "Wenn du dir von einem Mann eine Kassette aufnehmen lässt, erfährst du mehr über ihn, als wenn du mit ihm schläfst." Heutzutage, der Rezensent beklagt dies aus tiefstem Herzen, sind liebevoll selbstgebastelte Tapes leider ein Auslaufmodell. In den Jahren, von denen Duve uns erzählt, war CD eine Seife und sonst nichts.
Sechs Kassetten von sechs Liebhabern hat Anne Strehlau im Gepäck, als sie nach London reist, um Peter Hemstedt, ihre unerwiderte Jugendliebe, ein letztes Mal zu treffen. Vor wohl 20 Jahren hatte Hemstedt sein Desinteresse musikalisch bekundet; auf dem Tape für Anne ließ er Ex-Pistols-Chef John Lydon "This Is Not A Lovesong" nölen. Auch die restlichen fünf Bänder dokumentieren vor allem eins: missglückte Liebesversuche.
Wenn Duve hier Popmusik zum Erzählanlass einer Frauenbiografie macht, liegt sie einigermaßen im Trend: Sentimentalische Jugenderinnerungen aus den 70er- und 80er-Jahren boomen in Ost wie West, die Sache mit der Musik läuft ohnedies bestens: Verschwende deine Jugend, der Doku-Roman des Journalisten Jürgen Teipel über die frühen Tage von Punk und New Wave in Deutschland, avancierte zum Bestseller und wird eben verfilmt; die Düsseldorfer Kunsthalle zeigt unter dem Titel Zurück zum Beton eine Ausstellung zum Thema. Das alles ist mehr oder weniger männerdominierte Heldengeschichtsschreibung; Anne Strehlau weiß anderes zu berichten: "Kate Bush!", muss sie sich etwa von einem entsetzten Lover vorhalten lassen. "Du hörst Kate Bush?" Anne ahnt: "Wenn Diedrich Diederichsen mit mir schlief, würde ich in Hemstedts Augen an Wert gewinnen."
Bisweilen drastisch und mit ausgeprägtem Sinn für Situationskomik begleitet Karen Duve das Erwachsenwerden ihrer von Selbstzweifeln geplagten Heldin, würdigt sie aber nie zur bloßen Karikatur herab. Mit Anne erleben wir die Demütigungen des ersten Sportunterrichts, Diätterror und Schokoladenrausch, Liebeskummer, später erste Ausbruchsversuche als Tramperin und Taxifahrerin. Seine zweifellos stärksten Passagen hat das Buch in der Beschreibung von Annes Kindheit und Jugend im "späten Wirtschaftswunderhaus" der Familie in Hamburg-Barnstedt: Die grieseligen TV-Bilder der Mondlandung, das "Froschhospital", in dem die Kinder die von Nachbars Rasenmäher verstümmelten Tiere mit Tesaband heilen wollen, verrutschte Küsse von Jungs, aus deren Jeansweste der Plastikstiel einer Haarbürste ragt: "Wie Rotkreuzsanitäter die leichter Verwundeten von einem Schlachtfeld, führten uns die Jungen ins Partyzelt und legten uns auf den Matratzen ab."
Leider hält Duve dieses erzählerische Niveau nicht über alle 280 Seiten ihres Buchs durch; Annes spätere Erlebnisse in Therapiegruppen und Sado-Maso-Clubs bieten kaum mehr als mäßige Kolportage und bereichern den Roman nicht wirklich; auch Peter Hemstedt hätten wir am Ende lieber als jugendlichen Helden und Kassetten-Virtuosen in Erinnerung behalten. Dass dieser Ritter vom guten Geschmack nun Die Nebel von Avalon und das Große Sommer-Reise-Lesebuch im Regal stehen hat - wirklich zu dumm. -Niklas Feldtkamp


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 43 Bewertungen)

Suchtpotential      5 von 5 Punkten
Dieser Roman hat Suchtpotential, er beginnt gar nicht leise mit grotesken Kindeheitserinnerungen an das Froschhospital im Garten und endet mit der Erkenntnis, dass ein verkorkstes Leben nicht ohne Grund verkorkst ist und auch bleibt. Karen Duve hat mit "Dies ist kein Liebeslied" ein grandioses Buch geschrieben, so ernsthaft und zugleich doch amüsant reisst es den Leser heraus aus seinem Alltag hinein in ein Leben voller Diäten, Neurosen und der Suche nach dem ganz persönlichen Glück. Die Hauptprotagonistin gewährt Einblick in ein Leben voller "Ups an Downs", ohne dass Langeweile oder Wiederholungen den Leser ermüden.
Und wenn sie es gelesen haben, können sie wie ich die Erscheinung von "Taxi" im Mai 2008 kaum erwarten.


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Meine russischen Nachbarn - Wladimir KaminerMeine russischen Nachbarn
Wladimir Kaminer

Audio CD, 17. August 2009
     Verkaufsrang: 108792      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Es ist fast schon ein Reflex, wenn man einen neuen Kaminer in die Hand bekommt. Man betrachtet den Titel, liest den Klappentext und kann sich einfach nicht wehren gegen den Gedanken: "Also schon wieder ein Buch mit Kurztexten über Russen in Deutschland. Na ja. Der reitet sein Pferd auch, bis es tot umfällt." Und mit einem leisen Seufzen fängt man an zu lesen.
Doch dann ist man nach wenigen Zeilen wieder drin in der ganz eigenen Welt und der ganz eigenen Sprachmelodie des Wladimir Kaminer. Und schämt sich sofort seiner ketzerischen Gedanken. Denn es ist nun einmal Kaminers Lebensthema: Russen, die sich in Deutschland zurechtfinden müssen und deren Lebensart oft so gar nicht zu den deutschen Wohn-, Arbeits- und Seins-Gepflogenheiten passt. Woraus Kaminer immer und immer wieder hochkomische Funken zu schlagen und zugleich die Melancholie der fern der Heimat Lebenden durchschimmern zu lassen weiß. Das ist richtig gut, und das ist richtig lustig. Warum also sollte er über etwas anderes schreiben?
Ein Abriss des Inhalts ist hier so müßig wie in allen Kaminer-Büchern, daher nur kurz: Roter Faden sind die Erlebnisse des Erzählers mit zwei jungen Russen, die in seinem Haus eine WG aufmachen. Von Trompetenspiel am frühesten Morgen, vom Selbstversuch des Deutschlernens per Hypnose oder von einer im Wodkarausch falsch herum gestochenen Tätowierung ist da die Rede, und von vielem mehr. Wenn man das hier so hinschreibt, klingt es ein wenig lahm, abgedroschen, auf eine Pointe hin konstruiert. Doch wer schon einmal einen Kaminer gelesen hat, der weiß, dass seine Miniaturen genau das nun eben nicht sind. Sie sprühen vor Esprit und Witz, und auch wenn man beim nächsten Buch vielleicht erneut denken wird: "Ach, es geht wieder um Russen in Deutschland..." ? wenn man ehrlich ist, kann man gar nicht genug davon bekommen. - Christoph Nettersheim


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Kaminer ist einfach gut!      4 von 5 Punkten
Wenn ich an einem Schriftsteller Gefallen gefunden habe, lese ich in der Regel so ziemlich
alles, was der so geschrieben hat. Bei Kaminer kommt da schon was zusammen...
Er hat mich aber noch nie wirklich enttäuscht, und auch die russischen Nachbarn
waren wieder einmal mit Genuß zu lesen.
Sehr zu empfehlen!


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Gebrauchsanweisung für Kathmandu und Nepal - Christian KrachtGebrauchsanweisung für Kathmandu und Nepal
Christian Kracht, Eckhart Nickel

Gebundene Ausgabe, April 2009
     Verkaufsrang: 82762      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wer mit Christian Kracht und Eckhart Nickel nach Nepal reist, wird zum Zeitzeugen und Zivilisations­forscher zugleich. Er ist mit den beiden vor Ort, als der letzte König mit einem Coup d'État die Macht ergreift – und kurz darauf die Monarchie ihr Ende findet. Der Leser erlebt die Reinkarnation Buddhas unter dem Geburtsbaum des Gottes. Trinkt Tee mit dem maoistischen Premier­mi­nister Prachanda. Erfährt, wie der All­tag berühmter Hippies in der Freak Street aussah, wa­rum mit Barney Kessel der Jazz nach Kathmandu kam und was man heute braucht, um preiswert eine eigene Fluglinie zu gründen. Warum man einmal im Jahr das Annapurna-Massiv umrunden und zur heiligen Quelle von Muktinath pilgern sollte und wie der Geist von Hermann Hesse in Nepal fortlebt. Namaste!

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

ein wunderbares buch!      5 von 5 Punkten
ohne diesen titel hätte ich meine letzte nepalreise ganz auf mich gestellt antreten müssen. ein ganz hervorragendes buch, mit wertvollen anregungen, tipps und hinweisen - nicht nur in bezug auf nepal, sondern auf das leben, ganz allgemein, im großen und ganzen. ich habe es mir sogar zweimal gekauft. die "gebrauchsanweisung für nepal" kann ich guten herzens jedem empfehlen.


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Leyla - Feridun ZaimogluLeyla
Feridun Zaimoglu

Broschiert, 1. Januar 2008
     Verkaufsrang: 91063      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Besser ist es, erst den Pfirsich und dann die Melone zu essen. Das weiß Leylas Mutter. Denn die Melone ist süßer, das ist der nicht weiter hinterfragbare Grund. Wie nach einem festgefügten Ritual zerschneidet sie die Melone, und bestimmt von Ritualen, göttlichen Regeln, ist alles im Leben des jungen Mädchens, das Feridun Zaimoglus Roman seinen Namen gab. Wenn man vor den Spiegel tritt, misst sich Schönheit daran, ob der Mund an jener Stelle sitzt, wofür Gott ihn bestimmt hat. So wächst Leyla auf, in einer anatolischen Kleinstadt, unter einem Vater, der seinen Job verliert, unter Brüdern, die gegen den Erzeuger rebellieren, unter Schwestern, die darauf warten, verheiratet zu werden. Aber Leyla will mehr, erobert sich Freiheiten, die sie aber wieder zu verlieren droht. Bis der Umzug der Familie nach Istanbul die große Liebe bringt, alles zu verändern scheint - und doch alles nur noch komplizierter macht ...
Der 41-jährige Autor Feridun Zaimoglu (Kanak Sprak, Zwölf Gramm Glück, Abschaum )lebt seit 35 Jahren in Deutschland, wo er Kunst und Humanmedizin studierte. Geboren wurde er im anatolischen Bolu, und da wären auch schon die drei Grundpfeiler beisammen, die sein Schreiben bestimmen: Der präzise, sezierende Blick auf seine Figuren und ihren ärmlichen Alltag ist der des Mediziners, die raffinierte Handlung und eine literarisch anspruchsvolle Sprache verraten Zaimoglus Hang zu kunstvoller Ästhetik. Die Geschichte von Leyla führt zurück ins Land seiner Kindheit, in dem der Glauben stark und der Vater noch stärker ist, in dem Frauen einen fest gefügten (und nicht von ihnen bestimmten) Platz im Leben zugewiesen bekommen - und in dem die Dämme der alten Welt, von den Männern beargwöhnt oder mit ungläubigem Schrecken beobachtet, durch die hereinflutende neue Zeit langsam zu zerbrechen drohen. Stark, genau und auf anrührende Art exotisch. -Stefan Kellerer


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Wunderbar poetisch - schonungslos direkt      5 von 5 Punkten
Diese Buch hat mich total begeistert. Es ist meiner Meinung nach keine leichte Kost. Der Stil war für mich ungewohnt - sehr blumig, aber nachdem ich ein paar Seiten hinter mir gelassen habe, kam ich gut damit klar und fand ihn wunderbar poetisch. Und dies obwohl das Thema alles andere als harmonisch ist. Schonungslos und knallhart schildert Feridun Zaimoglu das Leben im Anatolien der 50er Jahre. Als Tochter eines arbeitsscheuen, brutalen und menschenverachtenden Vaters ist das Leben nur selten ein Freund. Trotz aller Poesie schafft es Zaimoglu Leylas Geschichte authentisch und z. T. grausam dem Leser nahe zu bringen. Für mich ein Meisterwerk!


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Abfall für alle: Roman eines Jahres - Rainald GoetzAbfall für alle: Roman eines Jahres
Rainald Goetz

Broschiert, 5. September 1999
     Verkaufsrang: 145354      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Auf Sendung
Rainald Goetz notiert ein Jahr
Die Arbeiten von Rainald Goetz suchen nach etwas Unmöglichem: sie wollen sich die Gegenwart einverleiben. Das Jetzt, der Augenblick, die Unmittelbarkeit - sie sollen in seinen Büchern keinen "Ausdruck" finden, sondern sich gleichsam von selbst in Szene setzen. Goetz will nicht darstellen, nicht porträtieren, nirgends in Distanz zum Moment geraten, vielmehr soll der geheime Moment, in dem "alles stimmt", sich seine eigenen Sprach-Szenen schaffen, unverwechselbar, treffend.
Die von Goetz erlebte Gegenwart, könnte man sagen, spricht sich in seinen Büchern selbst aus, und damit wäre angedeutet, warum Goetz nicht "literarisch" werden will. In den Formen der "Literatur", in ihren Sprechweisen und Gattungen, lauert für ihn die Kontrolle der Objekte, ihre Beherrschung und Glättung. Goetz jedoch will diesen Objekten einen freieren Raum erhalten, einen Raum, in dem sie aus sich selbst Konstellationen eingehen können, die keinen Vorgaben folgen.
Für die Arbeit am Text bedeutet das: immer von neuem anfangen, keine Methode, keine Sprache haben, nie in ein "Werk" hineinfinden, es dauernd belauern. Diese Unruhe wirkt auf den Autor zurück, nervös, überanstrengt, immer wieder zur Strecke gebracht, tanzt er vor seinem Werk, mit dem er sich nicht anfreunden kann. Lange Zeit bedeutet "Arbeiten" nur Notieren, Sammeln von Momenten, kurzes Protokoll, bis sich aus all dem Notierten so etwas wie eine vage Andeutung von Spuren ergibt. Die aber dürfen nicht ausgezogen werden, sie ähneln denen einer offenen Topographie, in der das Material selbst dominiert.
1998 hat man Rainald Goetz gebeten, das alles genauer zu erklären, in Frankfurt. Und Goetz hat eingewilligt, in Frankfurt Poetik-Vorlesungen zu halten, fünfmal, Woche für Woche. Wie nicht anders zu erwarten, wurde es zu einer Tortur besonderer Art, für den Autor und seine Zuhörer. Denn für Goetz musste von Anfang an klar sein, dass es in Frankfurt nicht darum gehen konnte, von einem Katheder aus Poetik zu lehren. Auch hier galt das Gebot, das Unmögliche in Szene zu setzen, und das bedeutete in diesem Fall: Kein Abstand, weder zu den Zuhörern noch zum Text!
Der Text sollte sich aus dem Augenblick heraus herstellen, als gleichsam im Sprecher durch Ort, Moment und Publikum gezeugtes Sprechen, als Selbstaussprache der Gegenwart. Das alles aber nicht als "Performance" und auch nicht als "Vorführung des Nachdenkens", sondern als Sprechen aus dem Moment, als Installation eines Sprechenden, der das Publikum einschaltet in den unermüdlichen Kreislaufprozess seines Arbeitens.
Die erste Vorlesung misslang, und sie warf den Autor zurück auf den Halt und den Vorratsspeicher, den er sich bereits seit Monaten zugelegt hatte. Am 4. Februar 1998 hatte Goetz damit begonnen, täglich Aufzeichnungen ins Netz zu stellen. Fast ein Jahr lang wurden diese Notate dann weitergeführt, über den Zeitraum der Frankfurter Vorlesungen, für die sie als Reservoir von Ideen dienen sollten, hinaus. Jeder Internet-Kundige konnte diese Aufzeichnungen Tag für Tag lesen, sie wurden vor den Augen eines imaginären Publikums und im Blick auf seine Gegenwart geschrieben. Später wurden diese Texte dem Netz entzogen und liegen jetzt als Buch vor, als "Roman eines Jahres".
Auch die Tagesnotizen folgen in ihrer ursprünglichen Form dem Anspruch der Unmittelbarkeit und des Spontanen. Daher unterscheiden sie sich fundamental von Tagebuchaufzeichnungen. Statt ein Tagebuch zu führen, installiert sich Goetz als eine Art Empfangsstation. Aus Fernsehen und Zeitungen, den flüchtigsten und vergänglichsten Medien überhaupt, empfängt diese Station ganz konsequent ihre zentralen Impulse. Das Diktat lautet: Jetzt, im Augenblick des Empfangs, reagieren, knapp, das Gesehene und Gelesene auf den Punkt bringen, im Bild, im Satz.
Das kann scheitern und führt dann unweigerlich zum Abbruch, zur Unterbrechung oder zur Blödelei. Oder es kann, wie ein Durchbruch in die "Echtzeit", zu völlig überzeugenden, konzisen Treffern führen, die so dicht am Gesehenen sind, dass sie es fast auslöschen. In der Sprache von Goetz:
. . . nicht die vom mündlichen Erzählen schon ganz abgeschliffenen, fertig gemachten Geschichten auftischen und verzapfen wollen, im Schriftlichen, im erzählenden Text - aber eben umgekehrt auch nicht aus den finster geheimnisvollen Tiefen des ganz und gar Stummen der Dinge und den menschenfernen freien Höhlen der Abstrakta her sprechen wollen - sondern so einen Mittelort suchen, wo das ausgesprochene Wort sensationell ist, Diskretionsgrenzen berührt, das Denken verändert, Bilder schafft und präzisiert - wo also die gesprochene Sprache als etwas Tolles erlebt wird . . .
Wenn dieser "Mittelort" getroffen wird, strahlen die Goetzschen Notate kurz auf, und man liest Passagen, die man mehrmals lesen muss, weil etwas so gesagt wurde, dass man sich an eigene, ähnliche Wahrnehmungen erinnert. Alles andere aber ist Arbeit, harte Spracharbeit, ununterbrochenes Abtasten, Suchen, Vergleichen. Auch der Leser steht mit der Zeit unter einer Art Dauerstrom, eine nervöse, aber hellwache Aufmerksamkeit entsteht, eine Aufmerksamkeit dafür, wie etwas genauer, einzigartiger und unverstellter gesagt und betrachtet werden könnte.
Indem sie sich ausschliesslich der "Arbeit" verschreiben, kennen diese Notate - wieder ganz konsequent - keine Privatheit und erst recht nichts "Intimes". Es gibt keine "Geschichten", auch Freundschaften formulieren sich in Telefongesprächen, Faxen, also in Sende-Angeboten. Der Leser verbindet sich eben nicht wie sonst bei der Lektüre von klassischen Tagebüchern von Eintragung zu Eintragung mehr mit dem Autor, er fügt die Eintragungen nicht zu einem Puzzle (einer "Lebensgeschichte") zusammen, und er gerät erst recht nicht in den starken Sog einer sich die Welt zurechtrückenden Betrachtung. Was von ihm verlangt wird, ist etwas ganz anderes: mitarbeiten, einsteigen, der Einladung zum momentanen Sprechen/Denken folgen!
Daher sind die Tagesnotate (mit exakten Stunden- und Minutenangaben) so etwas wie eine Kleinform der Frankfurter Poetikvorlesungen, deren Text das geheime Zentrum dieses Internet-Tagebuchs bildet. Denn auch in diesen Notaten wird vor den Augen eines Publikums die Spracharbeit installiert. Was dem Projekt fehlt, sind die Antworten, das Mitsprechen des Publikums. Dafür hat Goetz in Frankfurt eine Form gesucht, um am Ende dann aber doch zurückzufinden zum monologischen Sprechen, zum Vortrag, dem man höchstens noch Spuren von Improvisation beimengen konnte, um ihn nicht erstarren zu lassen.
Die Buchform von "Abfall für alle" ist ein entsprechender Schritt zurück, fort, aus den Augen des Publikums. Denn mit der Zeit hat der Autor Goetz die imaginären Blicke von draussen zu spüren bekommen. Ein Jahr lang vor den Augen anderer Notizen zu machen bedeutete schliesslich: dem Diktat ausgeliefert sein, sich in einem selbstgezimmerten Käfig aufhalten, in dem die Begrenzung eine Macht wird. "Abstrakte Nähe" nennt Goetz diese Annäherung an den Leser, der nicht zu nah herangelassen wird, aber doch immer wieder eingefangen werden soll, täglich von neuem.
Und so endet das Ganze in der Stummheit, beim Leser, wo es neue Texte hervorrufen soll: "Meine Lieblingsvorstellung vom Effekt der Täglichkeit einer so abstrakten Nähe ist das Verschwinden des Texts im Leben des Lesers . . ." Genau, verstanden, vollkommen begriffen, das Schreiben geht weiter, schon hier, als Kritik.
Hanns-Josef Ortheil


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

 Lesermeinungen


Die Schimauski-Methode: Und andere sensationelle Entdeckungen des erstaunlichen Prof. Dr. Albert Schimauski - Walter MoersDie Schimauski-Methode: Und andere sensationelle Entdeckungen des erstaunlichen Prof. Dr. Albert Schimauski
Walter Moers

Audio CD, 25. Januar 2010
     Verkaufsrang: 26980      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Was hat es mit dem geheimnisvollen Schellemännchen auf sich? Dies erfahren wir ebenso wie das Prinzip der Zeitmaschine oder die der Wolkenfabrik. Und außerdem lernen wir, was im Kühlschrank passiert, wenn das Licht ausgeht. Herrlich verrückte Interviews zwischen Lydia Lindmaus und Prof. Dr. Schimauski erklären uns die letzten Rätsel dieser Welt." -Hörbuchbestenliste hr2, April 1, 2010

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Das war etwas enttäuschend      3 von 5 Punkten
Mit dieser CD wollte ich die lieben Kleinen an den Moersschen Humor heranführen, da sie für die "grossen" Geschichten noch nicht alt genug sind. Das hat leider nicht geklappt. So fein- bis scharfsinnig W.M. z.b. in den 13 1/2 Leben ist, hier kommen die kurzen Stories betulich bis bräsig daher.

Die Schimauski Methode      4 von 5 Punkten
Das Hörspiel besteht aus Interviews mit dem Wissenschaftler Schimauski und der Maus Frau Lindmaus.
Zuerst gibt es immer eine kleine Einleitung vor jedem Interview, die auf Schimauskis neuste Entdeckung bzw. Erfindung hinweist.
Es wird zum Beispiel die Schimauski- Methode erklärt, daher auch der Name der CD, die Tosterinsel wird entdeckt, es wird geklärt, was im Kühlschrank passiert, wenn das Licht aus ist, usw.
Die Stimmen sind gut gewählt. Die Handlung ist ganz originell und witzig, aber nicht so, dass ich mich vor Lachen ausgeschüttet habe. Daher nur 4 Sterne.


Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Aus dem Zamonischen übertragen und illustriert von Walter Moers - Walter MoersDie Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Aus dem Zamonischen übertragen und illustriert von Walter Moers
Walter Moers

Gebundene Ausgabe, 21. November 2009
     Verkaufsrang: 148396     

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"Es ist die größte, schönste Liebeserklärung an das Lesen und die Literatur, die zu haben ist." Die Welt

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Eine Achterbahnfahrt der Fantasie und der Emotion!!      5 von 5 Punkten
Ein Buch, welches den Vergleich zu deutschen Fantasie - Klassikern, wie z.B. der unendlichen Geschichte standhalten kann!!
Das Werk besticht durch seine sehr gut skizzierten Zeichnungen, sowie durch die (experimentier freudige) Erzählform, die einen in eine Welt schickt, wo einem der Atem stockt und die Fantasie zu fliegen beginnt!
Die Welt, welche hierbei beschrieben wird ist klar verständlich und steigert sich in seinem Spannungsfaden immer weiter!! Oft kam es mir vor, wie ein Spiel, in dem die Hauptfigur sich durch mehrere Spielstufen durcharbeiten muss, um an sein Ziel zu gelangen. Aber schafft er es hierbei auch? Bis zum Schluss ist es die größte Frage!
Eine Geschichte für jeden, der/die gerne aus der eigenen Welt ausbrechen wollen und gerne neue Länder, neue Wesen und neues Denken erleben möchten!!!
Ganz große Lektüre, zwar eher für die älteren, junggebliebenen Leseratten gedacht, aber sehr einfallsreich und anschaulich!! Bitte mehr davon Herr Moers!!


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LiteraNova. Unterrichtsmodelle mit Kopiervorlagen: Zoe Jenny 'Das Blütenstaubzimmer' - Andrea RuhligLiteraNova. Unterrichtsmodelle mit Kopiervorlagen: Zoe Jenny 'Das Blütenstaubzimmer'
Andrea Ruhlig, Zoe Jenny

Broschiert, September 2004
     Verkaufsrang: 40157      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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LiteraNova stellt mit abwechslungsreich gestalteten Unterrichtsmodellen wichtige Werke der Gegenwartsliteratur vor. Die Materialien greifen Lektürevorschläge in den neuen Lehrplänen verschiedener Bundesländer auf und zeigen auf exemplarische Weise, wie die neueste Literatur Gegenstand des Unterrichts ab Klasse 10 werden kann.

Unterrichtsmodelle für die Praxis:
- Die LiteraNova-Hefte orientieren sich in Anlage und Aufbau an den Bedürfnissen der Unterrichtspraxis
- In der Regel umfassen sie 6-8 thematische Sequenzen, die als Bausteine konzipiert sind und eine flexible Reihenplanung ermöglichen.
- Die Sequenzen sind nach dem Doppelseitenprinzip angelegt: auf der linken Seite Arbeitsblätter mit Text- und Bildmaterialien, Grafiken sowie Aufgabenvorschlägen für methodisch variablen Unterricht; auf der rechten Seite Lehrerkommentare mit didaktisch-methodischen Hinweisen sowie Lösungshilfen in Form von knappen Skizzen, Tafelbildern oder tabellarischen Übersichten.
- Im Anhang finden Sie Zusatzmaterialien zur Ergänzung und Vertiefung einzelner Kapitel, außerdem Vorschläge für Klassenarbeiten und Klausuren, Referate und Projekte.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

gelungene Erzaehlung      4 von 5 Punkten
Ich habe dieses Buch eigentlich nur gekauft, weil wir es im Deutschunterricht gelesen haben und hatte dementsprechend keine besonders hohe Erwartungen an das Buch.
Muss nun aber zugeben, dass es mir schlichtweg sehr gut gefallen hat.
Der Erzaehlstil der Autorin, hat etwas an sich auf das nicht all zu oft trifft.
Obwohl man sich gut mit der Hauptcharakterin in bestimmten Punkten ididentifizieren kann,
oder vielleicht gerade deswegen, ist man anderen Stellen wieder komplett verwirrt.
Zumindest ging es mir so, als ich das Buch gelesen habe.


Am kürzeren Ende der Sonnenallee - Thomas BrussigAm kürzeren Ende der Sonnenallee
Thomas Brussig

Gebundene Ausgabe, 5. Oktober 2009
     Verkaufsrang: 157392      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Micha liebt Miriam. Nur ist er da leider nicht der Einzige. Denn Miriam ist "das Ereignis" schlechthin, was sich vor allem daran zeigt, daß auf der Straße "ein ganz anderer Rhythmus" einsetzt, wenn sie das Haus verläßt: Ehrfürchtig stoppen die Autofahrer, Bauarbeitern fallen die Preßlufthammer aus der Hand, und die Grenzsoldaten auf dem Wachtturm im Todesstreifen reißen ihre Ferngläser herum. Thomas Brussigs von Erinnerungen an die früheste Jugend inspiriertes Werk spielt nämlich Am kürzeren Ende der Sonnenallee; und damit sind jene sechzig Meter der kilometerlangen Straße gemeint, die zu Mauer-Zeiten in der DDR-Hauptstadt lagen. Michas Eroberung der "Schulschönsten" vollzieht sich daher unter der demütigenden Beobachtung durch westdeutsche Abiturklassen, die von ihrem Aussichtsturm am längeren Straßenende aus auf den Osten herunterspotten.
Dort ziehen neben Miriam, Micha und dessen Clique eine subversive Existentialistin, dubiose Schallplattenhändler, ein angstbesetzter Westonkel und lästige Staatsdiener ihre Kreise; dort wird man zu linientreuen Diskussionsbeiträgen verdonnert, hört verbotene Songs und bewerkstelligt mit Asthma-Medikamenten astreine Drogen-Exzesse. Mit anderen - nämlich Michas - Worten: "Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert".
Und prächtiges Amüsement stellte sich auch auf seiten der Rezensentin ein: Wie schon in seinem Erfolgsroman Helden wie wir erweist sich Thomas Brussig als begnadeter Komiker; treibt er Personal und Ereignisse in eine schrille Groteske. Bei alledem aber klingt der Ton in den Geschichten vom kürzeren Ende der Sonnenallee leiser: Brussigs Ost-Topographie kommt - zehn Jahre nach dem Mauerfall - trotz aller Schrägheit, nicht unzärtlich daher.
Übrigens will der Autor sein Werk keinesfalls als "Buch zum Film" verstanden wissen. Zwar basiert es auf dem preisgekrönten Sonnenallee-Drehbuch, das er gemeinsam mit dem Regisseur Leander Haußmann verfaßte. Aber die cineastische Mauerkomödie erlebte an Brussigs Schreibtisch noch einmal die eine oder andere Akzentverschiebung und wurde um etliche Episoden reicher. -Christine Wahl


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 83 Bewertungen)

Gute Schullektüre      5 von 5 Punkten
Das Buch ist gut geschrieben und eignet sich als Schullektüre. Gerade in der 9. Klasse bietet sich auch fächerübergreifender Unterricht zusammen mit dem Fach Geschichte an.


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Mitsukos Restaurant: Roman - Christoph PetersMitsukos Restaurant: Roman
Christoph Peters

Gebundene Ausgabe, 26. Januar 2009
     Verkaufsrang: 91051      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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"Delikater und raffinierter als auf diese schwungvolle Weise lässt sich gehobene leichte Kost kaum zubereiten - ein Genuss!" (Frankfurter Rundschau )

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Yakuza am Mittelrhein      5 von 5 Punkten

Der letzte Roman des Autors "Ein Zimmer im Hause des Krieges" handelt von einem Deutschen der zum Islamiten wird, sich eine fremde Kultur einverleibt und dann noch fanatischer wird als die Islamiten. In seinem neuen Roman "Mitsukos Restaurant" haben wir neben dem plastischen Chirurgen Wolf Erben vor allem den Gelegenheitsschauspieler Achim Wiese, der seit seiner Schulzeit so eine Art Japanbegeisterung hat und darauf brennt die japanische Kultur und Küche kennenzulernen. Zufällig entdeckt Achim bei einer Wanderung das urige Vereinsheim der Wanderfreunde Gurschebach e.V. am Mittelrhein. In diesem japanischen Spezialitätenrestaurant bereitet die schöne und geheimnisvolle Köchin Mitsuko delikate japanische Gerichte. Achim ist begeistert, informiert seinen Freund Wolf und so beginnen die beiden bei ihren regelmäßigen Besuchen Lokal, Küche und Kultur zu erkunden. Bei dem Auseinandersetzungsprozess mit der fremden Kultur geht es Achim allerdings vornehmlich darum, mit seinem Halbwissen über japanische Kultur und Teezeremonie der Köchin zu imponieren und ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Während die beiden Freunde, vor allem Achim, die Hauptfigur, immer mehr über Japan lernt, lernt man das als aufmerksamer Leser gleich mit. Es steckt enorm viel Wissen in dem Roman das spielerisch vermittelt wird, so insbesondere über die Teezeremonie, einem großen Ritual, das sich über mehrere Stunden hinzieht.
Eine Teeschale spielt eine wichtige Rolle, über die eigentlich die Geschichten des Romans miteinander verbinden werden. . Die Innengeschichte, die die Zentralphase der japanischen Teezeremonieentwicklung spiegelt, wird immer wieder als atmosphärische Explosion in den Roman eingestreut, wo ein Töpfer eine entscheidende Rolle spielt, all das Reminiszenz des Autors an seine Japanliebe. Ein wahrer Japanreigen, der mit allen möglichen japonistischen Klischees spielt und als gekonnte Einsprengsel Szenen spiegelt, die sich vor einigen hundert Jahren ereignet haben könnten. In der Verwebung dieser Geschichten, in dem das alte abgeschottete Japan verzahnt ist, erkundigt sich Achim in einem Geschäft nach einer wertvollen Teeschale, erwähnt dabei "Mitsukos Restaurant" und richtet damit ungeahnt Schreckliches an. Erstmals fällt jetzt das Wort "Yakuza" und schon spielt die japanische Mafia eine Rolle. Bald darauf kollabiert und stirbt ein japanischer Geschäftsmann in dem Lokal.
Über die unterschiedlichsten Zeremonien des Genusses nähern sich die Kulturen an, denn nicht nur Achim und Wolf setzen sich damit auseinander, sondern auch Mitsuko muss sich auch mit der deutschen Kultur auseinandersetzen, denn sie ist mit einem Wirt verheiratet, der im Sommer immer die Bratwürste auf dem Grill zubereitet. Am Ende hat man dann doch den Eindruck, dass der Dialog zwischen den Kulturen nicht so richtig gelingt. Jeder glaubt so an das Klischee, oder an das was er meint, was die andere Kultur wirklich sein möchte. Und so ist Mitsuko schließlich auch davor weggelaufen, weil auch sie sich im Spiegel der anderen Kultur nur selbst gesehen hat, einer Selbsttäuschung erlegen, ist sie eigentlich in Wirklichkeit wie alle, mehr dazwischen geblieben, in einem Restaurant wo sinnbildlich Sushi und Bratwurst nebeneinander liegen. Der Roman versucht eigentlich auf wahnsinnig komische Art die groteske Seite des eigenen in der grotesken Seite des anderen widerzuspiegeln.
"Mitsukos Restaurant" ist ein unglaublich leichtfüßiger, routinierter, skurriler und sensueller Roman, ein Buch das leicht und elysisch zu lesen ist.


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Satt. Sauber. Sicher - Dirk BernemannSatt. Sauber. Sicher
Dirk Bernemann

Gebundene Ausgabe, 14. Februar 2008
     Verkaufsrang: 106905     

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Gnade uns sonst wer: Diesmal gibt es kein Entrinnen vor Dirk Bernemanns scharfzüngigen, schmerzvoll ehrlichen und schonungslos demontierenden Geschichten. [...] Empfehlenswerte, weil ungeschminkte Lektüre!

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Bernemann, wie man ihn kennt und liebt      5 von 5 Punkten
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern begrüßt den Leser Satt. Sauber. Sicher." mit einem recht harmlosen Cover. Der Titel ist schlicht in schwarzen Relief-Lettern gehalten, auf neongrünem Untergrund, verziert mit weißen, schwarzen und pinken Farbklecksen.
Der Inhalt hingegen übertrifft seine beiden Vorgänger um Längen. Noch bissiger, noch schonungsloser beschreibt Bernemann in Satt. Sauber. Sicher." das Leben in der heutigen Gesellschaft. Besonders aufdeckend wird dieses Mal das Familienleben dargestellt. Oder eben das, was kein Familienleben ist. Mit Liebe zum Detail und seinem ganz eigenen Humor zeigt Bernemann ganz klar, welche Meinung er zum scheinheiligen Getue der Menschheit hat und wie tief die Abgründe selbst in der eigenen Familie sein können.
Sprachlich hat Bernemann einen wieder erkennbaren, für ihn typischen Stil, den es immer wieder aufs Neue zu entdecken gilt. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern haben sich hier allerdings eine Hand voll Fehler eingeschlichen, die den Leser kurz stocken und/oder schmunzeln lassen.
Besonders auffällig sind einige fehlende Kommata, bei denen man anfangs annehmen könnte, dass es sich hier um einen beabsichtigen Fehler handelt, um die Aussage zu verstärken. Da sich diese aber häufen, ist es zum Ende eher nervig und hemmt den Lesespaß ein wenig.
Man findet insgesamt recht schwer ins Buch, da die ersten Kapitel sehr langwierig und trocken erscheinen. Wenn man sich durch diese aber mit zusammen gebissenen Zähnen durchgekämpft hat, offenbart sich einem die ganze Pracht von Bernemanns Schriftstellerkunst - vorausgesetzt, man kann etwas damit anfangen.
Fazit:
Wer Ich hab die Unschuld kotzen sehen" und Und wir scheitern immer schöner" mochte, wird Satt. Sauber. Sicher." lieben. Wer allerdings mit den Vorgängern nichts anfangen konnte, sollte besser die Finger von diesem Buch lassen - oder sich endlich davon überzeugen lassen, dass mit Bernemann ein Gesellschaftskritiker der besonderen Art den Buchmarkt erobert hat.
Bewertung:
Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5
Lesespaß: 5/5
(Originalrezension für Literatopia.de)


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