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| Klassiker des 20. Jahrhunderts | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Der Prozess Franz Kafka Gebundene Ausgabe, Januar 2006 Verkaufsrang: 376 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet." So beginnt die Geschichte des Josef K., dem an seinem 30. Geburtstag von einer mysteriösen Behörde der Prozeß gemacht werden soll. Und je mehr er seine Unschuld verteidigen will, um so tiefer sinkt er ins Gestrüpp undurchschaubarer Gesetze und menschlicher Verwirrungen. Josef K. muß schließlich erkennen, daß der "Sinn dieser großen Organisation, dieser korrupten Bande", der Sinn dieses geheimnisvollen Prozesses die "Sinnlosigkeit" ist. Der Prozeß, der erste Roman Franz Kafkas, zwischen 1914 und 1915 entstanden und 1925 zum ersten Mal erschienen, ist zwar Fragment geblieben, aber dennoch ein großes Werk der Weltliteratur. Die Bedeutung für das 20. Jahrhundert kann nicht überschätzt werden: Denn der Prozeß, den Josef K. über sich ergehen lassen muß, ist auch ein Prozeß, den er - unschuldig-schuldig - sich selbst macht und verlieren muß.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 36 Bewertungen)
Schullektüre 5 von 5 Punkten Da ich wusste, was ich kaufen musste, war ich nicht auf eine besondere Beschreibung des Artikels angewiesen. Aber die Lieferung erfolgte schnell und problemlos, war sehr zufrieden.
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Die Verwirrungen des Zöglings Törleß Robert Musil Taschenbuch, 10. Mai 2008 Verkaufsrang: 173 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die oft gelobte Kühnheit Musilscher Psychologie zeichnet schon dies erste Werk aus. Es ist die ungewöhnliche, subtile Pubertätsstudie, in der Musil seine Erfahrungen als Kadett einer k. u. k. österreichischen Militärerziehungsanstalt auswertete. Eine scharfsichtig genaue, glasklare Interpretation jugendlichen Wachstums, die zugleich das Bild kommender Diktatur und der Vergewaltigung des einzelnen durch das System visionär verzeichnet.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)
Einfache Kost? Nein. Von der Suche nach sich selbst und einer Welt, in die man passt. 5 von 5 Punkten Ich habe, wie auch viele meiner Genossen, das Buch in der Schule lesen müssen. Da der Inhalt mittlerweile oft genug erläutert wurde, komme ich direkt zu meinen Eindrücken. Es verlangt sehr viel Konzentration von einem ab, die Gedankengänge des Törleß nachzuvollziehen, da dessen Verwirrung und verzweifelte Suche nach einem Platz in der Welt sehr ausführlich und durchgehend reflektiert und analysiert beschrieben ist. Tatsächlich wird das Spektrum der jungen Psyche aufgebröselt und der Erzähler berichtet auf einer distanzierten Ebene von Törleß Entwicklung und Veränderung. Was mich an dem Buch fasziniert hat, ist jedoch was anderes. Es ist zum einen die gelungene Personenkonstellation von Beineberg, Reiting, Törleß und Basini, die meiner Meinung nach das Buch durch diese Gruppendynamik gewissermaßen belebt. Der Zwiespalt zwischen den einerseits selbstbewussten und ihre eigene Rolle erkennenden Beineberg und Reiting und auf der anderen Seite des zweifelnden und sich selbst anfangs keinen Charakter zuschreibenden Törleß. Er ist unbearbeitet von festen Moralansprüchen und ergründet seine eigenen Werte im Verlauf des Romans selbst. Auf der Suche nach sich selbst kommt er auch nicht daran vorbei begreifen zu wollen was die Welt und einen menschlichen Charakter an sich ausmacht. Und das ist nun die zweite Sache, die mich an dem Buch fasziniert. Die unkonventionelle Sichtweise von Törleß, zu der er gelangt, nachdem er Basinis Missbrauch und andere Erfahrungen gemacht hat, und die schließlich dazu führt dass auch Törleß an Selbstbewusstsein gewinnt und eine ganz eigene Weltsicht entwickelt. Zwar ist der Roman stellenweise ein bisschen schleppend, so gibt es auch bewegende, spannende und nachdenklich stimmende Szenen. Es ist ein Roman, dem ich trotz der Makel eine Menge abgewinnen konnte. Allerdings ist dies wohl nur möglich, wenn man auch selbst unkonventionell an diesen herangeht ohne sich von den darin vertretenen Themen wie Gewalt, Sadismus, Sexualität abschrecken zu lassen.
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Buddenbrooks: Verfall einer Familie. Roman Thomas Mann Taschenbuch, 1. November 1989 Verkaufsrang: 362 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Mein in Deutschland populärstes Buch sind ja ohne Zweifel die Buddenbrooks, und es kann sein, daß in meinem eignen Lande mein Name immer vorzugsweise mit diesem Werk verbunden bleiben wird." Thomas Mann an Bedrich Fucik, 15. April 1932
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 78 Bewertungen)
Thomas Mann - Buddenbrooks 5 von 5 Punkten Buch ist pünktlich und in sehr gutem Zustand geliefert worden. Es beschreibt hervorragend den Aufstieg und Verfall einer Lübecker Kaufmannsfamilie. Thomas Mann arbeitet mit hervorragenden Bildern und stilistischen Mitteln. Dieses Buch zeigt, dass es sehr schwierig ist, ein Unternehmen über mehrere Generationen hinweg erfolgreich im Familienbesitz zu führen und zu erhalten.Ein zeitloser Klassiker
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Die Verwandlung Franz Kafka Gebundene Ausgabe, März 2005 Verkaufsrang: 388 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt".
Welch ein Satz! Ich erinnere mich, ihn in den 60er Jahren zum ersten Mal gelesen zu haben. Kafka galt in unserer Clique eine Zeitlang als jemand, den man gelesen haben mußte, um mitreden zu können. Verstanden habe ich damals eigentlich nichts. Oder fast nichts. Nur, daß etwas Ungeheuerliches geschehen war. In diesem Buch und mit mir. Da erwacht also dieser Gregor, ein junger Handlungsreisender, der unter seinem Beruf und der Lieblosigkeit seiner Umwelt leidet, eines Morgens als riesiges Insekt. Zur Arbeit zu gehen, macht in seinem Zustand wenig Sinn. Schon taucht der erboste Prokurist auf und verlangt wütend eine Erklärung für Gregors Fernbleiben. Diese Szene, in der Gregor hinter verschlossener Tür sein Verhalten entschuldigt, seinen Käferkörper zur Tür quält und sich schließlich zu erkennen gibt, ist so haarsträubend kafkaesk, daß spätestens jetzt dieser Begriff jedem einleuchten dürfte. Gregors Familie ist angewidert, läßt den Sohn aber bei sich wohnen, bis schließlich - nun, Sie werden es erfahren. Keine Erklärung, nur dieser Hilfeschrei! Solche Radikalität war neu in der Literatur. Deutungen gab es viele. Gregor, wie Kafka, ein schwacher Mensch, der Tag für Tag mitansehen muß, wie diese Welt mit Schwachen umgeht, droht daran zugrundezugehen und vollzieht Die Verwandlung. Das ist seine "Rettung". Im Jahre 1912 geschrieben, wurde Die Verwandlung noch zu Kafkas Lebzeiten veröffentlicht. Ein literarisches Jahrhundertereignis. Wie nachhaltig die Wirkung noch heute ist, läßt sich am Werk solcher Regiegrößen wie David Lynch und Polanski, um nur einige zu nennen, ablesen. -Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 95 Bewertungen)
Vorbild nicht nur für den Expressionismus! 5 von 5 Punkten Bereits die ersten Sätze von "Die Verwandlung" werfen den Leser in eine neue Welt. Kafka braucht keine langwierigen Beschreibungen, die Erwähnung des Zustands macht die Situation klar und erzeugt eine Spannung die über die gesamte Erzählung beibehalten wird. Gregor Samsa, der erfolgreiche und schwer arbeitende Mann, der mit einem Mal wie mit einer göttlichen Strafe belastet wird, um als Schabe sein Dasein zu fristen. Auf Interpretationen einzugehen, wäre überflüssig, das soll sich jeder selbst schon erarbeiten. Eines steht jedoch fest. Kafka schafft es mit einem beklemmenden Zynismus die Ästhetik des Hässlichen so auf den Leser zu projezieren, dass dieser beginnt mit Gregor Samsa zu fühlen um dennoch die nötige Distanz zur Geschichte zu behalten. Das Buch ist somit in jedem Fall auch als Prüfungsvorbereitung für angehende Abiturienten zu empfehlen um neben der Lyrik auch einmal die Epik des Expressionismus zu beleuchten. Interessant ist außerdem zu beobachten, inwieweit das Motiv der Verwandlung in heutigen Büchern und Filmen aufgegriffen wird. Vielleicht sollte man sich nach Lesen der Lektüre einen Film wie "Die Fliege" noch einmal genauer ansehen.
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Homo Faber Max Frisch Taschenbuch, 1. April 2009 Verkaufsrang: 216 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Der Zusatztitel "Ein Bericht" des wohl bekanntesten, 1957 erschienenen Romans von Max Frisch ist symptomatisch: Er charakterisiert den Ich-Erzähler als rationalitätsgläubigen Menschen. Und er bezeichnet die Form seiner sachlichen Erinnerung. Walter Fabers Leben bestimmt ein technologisch-mathematisches Weltbild. Durch eine Reihe von 'Zufällen' wird die Identität des Ingenieurs erschüttert: Zuerst lernt er den Bruder seines Jugendfreundes kennen. Joachim hatte Hanna, damals Fabers Freundin, geheiratet. Dann trifft Faber auf einer Schiffspassage die junge Sabeth. Er begleitet sie auf ihrer Reise durch Südfrankreich und Italien bis nach Griechenland. Er will das junge Mädchen heiraten. Geschickt gelingt es ihm immer wieder, seinen Verdacht wegzuwischen. Doch Sabeth ist seine Tochter. Zum Inzest kommt am Ende auch noch, dass er den tödlichen Unfall Sabeths nicht verhindern konnte. Max Frisch, 1911 bis 1991, wurde berühmt durch "Stiller, "Mein Name sei Gantenbein", "Montauk" und "Biedermann und die Brandstifter". Fabers Bericht wird von Felix von Manteuffel, einem der großen deutschen Schauspieler der Gegenwart, im kargen, trockenen Stil des Ingenieurs vorgetragen. Seine Stimme trifft die Sachlichkeit und Distanz zu allem, was den Helden selbst betrifft. Eine glaubwürdige Interpretation von unschuldiger Schuld und schicksalhaftem Verhängnis. Vollständige Lesung, Spieldauer: ca. 450 Minuten, 5 MC. Erhältlich auf 7 CD oder 5 MC. Mit Booklet. - culture.text
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 40 Bewertungen)
Mann und Ingenieur - Homo Faber, ein packender Bildungs-"Bericht" der anderen Art 5 von 5 Punkten (gelesen: die vorherige Suhrkamp-Ausgabe) Walter (!) Faber (!) ist staubtrockener Schweizer Ingenieur. Bei seiner Geliebten Elisabeth lässt er sogar den (Gottes-)Bestandteil Eli- als störend fort. Doch er öffnet sich, ja muss sich öffnen dem, was an Nicht-Rationalem, Menschlichen vorgeht. Anspielungen auf Ödipus und andere Mythen sind kaum versteckt. Sonst sei hier nichts verraten. Lässt sich ein solches Buch lesen, auch wenn man es nicht gerade in der Schule tut und auch nie tun musste? Ja, durchaus, es liest sich eindringlich. Max Frisch komponiert es folgerichtig. Fast, wie der hyperrationale Ich-Erzähler Faber es wohl tun könnte, wenn er denn aus seiner Haut herauskönnte. Etwas kann er es schließlich mit seiner neugewonnenen Erkenntnis. So hat selbst das Leiden des Helden Faber etwas Versöhnliches.
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Das siebte Kreuz. Ein Roman aus Hitlerdeutschland Anna Seghers Taschenbuch, 2008 Verkaufsrang: 636 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im Zentrum des 1937 spielenden Romans steht die Flucht von sieben Häftlingen aus einem deutschen Konzentrationslager. Sechs der Häftlinge werden im Lauf der sieben Tage umspannenden Handlung zu Tode gejagt oder gefangen. Im Lager stellt der KZ-Kommandant die Opfer an eigens errichteten >>Kreuzen
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
Unter Nazis 5 von 5 Punkten Politisch engagierte Literatur hat es zu Zeiten des Mainstream nicht einfach. Außer sie wird historisch betrachtet und katalogisiert. Anna Seghers Roman hat sich den weiten Weg über Amerika und Mexiko zurück in den deutschsprachigen Roman erkämpfen müssen, um dort erst einmal hinter der Mauer zu landen. Der Makel, dass seine Autorin Kommunistin sei, haftete lange an ihm. Mit der Flucht von sieben Häftlingen aus einem Konzentrationslager hat die Autorin nicht nur eine spannende Geschichte geschrieben, die sich als Pamphlet wider die Geschehnisse liest, als Fanal, dass solches in Deutschland nie wieder geschehen darf, vor allem jedoch verlieh sie nackten Fakten ein menschliches Gesicht. Mag der Stil teils spröde wirken und nicht darauf ausgelegt sein, es einem leicht zu machen, versprüht er doch jene fesselnde Wirkung, deren Sog den Leser hoffen und bangen läßt, dass die Flüchtlinge durchkommen, ein Zeichen setzen, dass sie dem Terror entfliehen. Anna Seghers nimmt uns mit ins Boot, rudern müssen wir selber. Aufgeben gilt nicht. Sieben Bäume werden gekappt, um Kreuze aufzustellen. Und es ist nicht zum ersten Mal, dass Kreuzigungen der Abschreckung dienen, den Genickbruch des Widerstands erreichen sollen. Sechs der Entflohenen überleben diese Flucht nicht. Das siebte leere Kreuz wird zum Symbol, dass sich Widerstand nicht nur lohnt, sondern dass er vor allem eines braucht, die Hilfe und Solidarität anderer. Dies mag bei jenen, die dem sozialistischen Gedanken nicht zugeneigt sind, Ablehnung hervorrufen. Vor allem wegen ihrer politischen Heimat ist die Autorin oft angefeindet worden. Doch eine Geschichte bewährt sich nur dann, wenn sie auch ohne die Biographie einer Autorin, eines Autors auskommt. Nur dann erfüllt sie sich mit Leben. Georg Heislers verzweifelte Flucht vermag das. Doch wäre sie ohne Anna Seghers Widerstand kaum vorstellbar.
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1984 George Orwell Taschenbuch, 1. Juli 2006 Verkaufsrang: 1216 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden b BIG BROTHER IS WATCHING YO s George Orwells 1984 ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Mit atemberaubender Unerbittlichkeit zeichnet der Autor das erschreckende Bild einer durch und durch totalitären Gesellschaft, die bis ins letzte Detail durchorganisierte Tyrannei einer absolute autoritären Staatsmacht. Seine düstere Vision hat einen beklemmenden Wirklichkeitsbezug, dem sich...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 147 Bewertungen)
1984 5 von 5 Punkten Ich habe Orwell's Polit-Vision, die sich bis jetzt, sei es gedankt, noch nicht bewarheitet hat bereits zweimal gelesen. Einmal vor dem Jahr 1984 und einmal danach. Das zweite Mal sprang der Funke der Erzählung noch eindringlicher über und ich bin froh, dass wir hier in Europa tatsächlich in einem geordneten Staat leben dürfen. Der ganze Druck, der auf die Menschen von dieser in der Geschichte des Buches beschriebenen Staatsmaschinerie erzeugt wird geht auf den Leser sehr eindringlich über. Ich habe mit der Romanfigur, Winston Smith sehr mit gefühlt.
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Schachnovelle Stefan Zweig Taschenbuch, Dezember 1997 Verkaufsrang: 705 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires unterwegs ist, fordert ein Millionär gegen Honorar den mit einer Art mechanischer Präzision spielenden Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein österreichischer Emigrant, greift beratend ein und erreicht so ein Remis für den Herausforderer. Er hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen,...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 79 Bewertungen)
Atemlos 5 von 5 Punkten Weiß nicht, wie oft ich die "Schachnovelle" schon gelesen habe, weiß genau, was als nächstes passiert, kenne die handelnden Personen, die Schachpartien ..., aber jedesmal wieder halte ich vor Spannung bis zum letzten Wort die Luft an!
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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne: Lebensstufen Hermann Hesse Gebundene Ausgabe, 31. März 2009 Verkaufsrang: 550 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten. An keinem wie an einer Heimat hängen. Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen. Er will uns Stuf` um Stufe heben, weiten.Hermann Hesse, am 2. Juli 1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen geboren, starb am 9. August 1962 in Montagnola bei Lugano. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin. Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Verzaubernd 5 von 5 Punkten Hermann Hesses Buch "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" verzaubert in der Tat. Die Geschichten Hesses sind aus seinem Leben gegriffen, er lässt den Leser an diesen Erfahrungen und Gedanken teilhaben. An vielen Stellen erkennt man menschliche Entwicklungen, die wir alle erleben und die uns wachsen lassen. Hesse beweist in seinem Schreiben philosophische Qualitäten. Ein Buch, das Philosophie und Sinnieren über das Leben unterhaltsam übermittelt. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ist keine Philosophie von oben herab, sie ist verständlich und unterhaltsam, und dennoch weder platt noch undifferenziert. 5 Sterne.
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Siddhartha: Eine indische Dichtung Hermann Hesse Gebundene Ausgabe, 25. August 2008 Verkaufsrang: 502 Nach den erfolgreichen Sonderausgaben von Das Glasperlenspiel und Unterm Rad, die im vergangenen Jahr das Hesse-Jubiläum begleiteten, folgt nun Hesses weltberühmte, u.a. aus den Eindrücken einer Asienreise geborene Legende in gleicher Ausstattung: in transparentem Folienumschlag und mit einem Lesebändchen. "Für mich bleibt Hesses Siddhartha eines der einfachsten, schönsten und tiefsten Bücher, die ich je gelesen habe. C. G. Jung langweilt mich zuweilen...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 128 Bewertungen)
Hesses Siddhartha: immer noch maßgebend 5 von 5 Punkten Sowohl für Liebhaber des kunstvollen Wortes oder der perfekt aufgebauten Geschichte wie auch des Buddhismus aus Sicht des abendländischen Philosophen ist dieses Werk ein Muss!
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Schweigeminute Siegfried Lenz Gebundene Ausgabe, 5. Mai 2008 Verkaufsrang: 1082 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Stella Petersen war zweifellos eine der beliebtesten Lehrerinnen am Lessing-Gymnasium. Ihre Lebensfreude, ihre Intelligenz und Belesenheit verschafften ihr die Anerkennung und den natürlichen Respekt des Kollegiums wie den ihrer Schüler. Und gewiss führte die Liebe zu ihrem Schüler Christian, die über das ungleiche Paar am Ende der Sommerferien hereinbrach, zu jener Verwirrung der Gefühle deren Intensität und Kraft beide überwältigt. Siegfried Lenz hat eine großartige Novelle geschrieben über die Liebe eines Gymnasiasten zu seiner Englischlehrerin, eine Geschichte über das Erwachsenwerden und das Erwachsensein, eine Geschichte, in der unbeschreibliches Glück neben tief empfundener Trauer steht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 47 Bewertungen)
verbotene Liebe 5 von 5 Punkten Schweigeminute Siegfried Lenz Die große, wahrscheinlich erste, Liebe des Schülers Christian zu seiner Englischlehrerin, die von dieser offensichtlich erwidert wird, darf natürlich niemals offiziell bekannt werden, denn Konsequenzen für die Lehrkraft drohen. Christian plant, allerdings völlig realitätsfern, schon für die Zukunft. Diese Pläne werden aber durch ein Schiffsunglück, bei dem die Lehrerin zu Tode kommt, vereitelt. Der junge Mann bleibt, wie der Leser auch, fassungslos und traurig zurück. Diese Novelle von Siegfried Lenz beweist wieder einmal wie er große Gefühle, mit einfachen Worten, dem Leser nahe bringen kann.
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Schöne neue Welt, Fischer Taschenbücher, Bd.26, Aldous Huxley Taschenbuch, 1. Februar 1953 Verkaufsrang: 2063 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die schöne neue Welt, die Huxley hier beschreibt, ist die Welt einer konsequent verwirklichten Wohlstandsgesellschaft "im Jahre 632 nach Ford", einer Wohlstandsgesellschaft, in der alle Menschen am Luxus teilhaben, in der Unruhe, Elend und Krankheit überwunden, in der aber auch Freiheit, Religion, Kunst und Humanität auf der Strecke geblieben sind. Eine totale Herrschaft garantiert ein genormtes Glück. In dieser vollkommen "formierten" Gesellschaft...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 81 Bewertungen)
Ein Klassiker mit Zukunft 5 von 5 Punkten Der Bekanntheitsgrad von "schöne neue Welt" spricht schon für sich. Aldous Huxley's Utopie feiert bereits ihren 70-ten Geburtstag und hat an Realitätsbezug nichts eingebüßt - ein Klassiker eben. Die Hauptthemen wie Gentechnik, Individualität und psychisch motivierter Massenkonsum sind kontinuierlicher Bestandteil unserer Alltagswelt und werden es vermutlich auch in Zukunft bleiben. Nicht nur für Science-Fiction-Fans sondern auch für alle Freidenker ist diese Buch Pflichtlektüre! Kritik an einem 70-jährigen Buch mit dieser Aktualität zerschmilzt wie Butter in der Sonne. Deshalb auch fünf Sterne.
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Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann Heinrich Böll Taschenbuch, 1. Januar 1900 Verkaufsrang: 1405 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Katharina Blum ist eine junge hübsche Haushälterin, die sich eine kleine Eigentumswohnung und einen Volkswagen leisten kann. Sie hat ein heiter-bescheidenes Wesen und wird, weil sie Zudringlichkeiten der Männer verabscheut, in ihrer Umgebung die "Nonne" genannt. Diese Frau verliebt sich spontan in einen jungen Mann, einen von der Polizei gesuchten radikalen Rechtsbrecher. Sie verhilft ihm zur Flucht und gerät in den Mittelpunkt der Sensationsmache einer großen...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 39 Bewertungen)
Ein immer noch aktuelles Pamphlet 5 von 5 Punkten In der Schule blieb mir die Lektüre dieses Buches erspart, und wahrscheinlich war das auch gut so. Es mag ein paar Seiten dauern, bis man sich in den Rhythmus der Sprache eingelesen hat, und das dramatische Ende der kurzen Handlung wird früh erzählt. Dennoch hat mich das Buch begeistert, und ich habe es innerhalb von drei Tagen verschlungen. Böll selbst nannte das Buch ein Pamphlet. Dieses Pamphlet also, das sich gegen den menschenverachtenden Boulevardjournalismus richtet, war nicht nur in den 70ern aktuell.
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Der Steppenwolf Hermann Hesse Broschiert, 11. August 2008 Verkaufsrang: 1146 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Es war einmal einer namens Harry, genannt der Steppenwolf. Er ging auf zwei Beinen, trug Kleider und war ein Mensch, aber eigentlich war er doch eben ein Steppenwolf." Der erstmals 1927 erschienene Roman Der Steppenwolf vor allem begründet den Weltruf Hermann Hesses und ist dasjenige Buch, das die internationale Renaissance seines Autors in den sechziger und siebziger Jahren ausgelöst hat. Der Steppenwolf ist die Geschichte von Harry Haller, der sich im Zustand völliger Entfremdung von seiner bürgerlichen Welt "eine geniale, eine unbegrenzte furchtbare Leidensfähigkeit herangebildet" hat. Die innere Zerrissenheit Hallers spiegelt die Erscheinungen der modernen Massen- und Industriegesellschaft wider und reflektiert kultur- und zivilisationskritische Strömungen des 20. Jahrhunderts.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Ein Spiegel der Moderne 5 von 5 Punkten Der Steppenwolf von Hermann Hesse, das klingt für viele vermutlich nach trockener Schullektüre. Doch weit gefehlt, der Steppenwolf ist eine meisterhaft erzählte Studie über Sinn und Unsinn des Lebens. In sehr düsterer Atmosphäre gehalten durchlebt die Hauptfigur Heinrich Haller hier die Tiefen seiner Seele, die Mannigfaltigkeit der verschiedenen Charaktere die in jedem von uns stecken und stellt sich selbst die Frage nach dem Sinn seines Lebens, dessen er nur allzu überdrüssig geworden ist. Aus tiefster Jenseitssehnsucht heraus wird ihm aufgezeigt, welch oberflächliche Freuden das Leben neben tiefgehenden Themen auch bieten kann. Gleichzeitig zeigt sich hier eine Art Gesellschaftsanalyse, die nach wie vor aktuell ist, zeigt die Entfremdung des modernen Menschen von sich selbst und dem Gefühl von Glück jenseits kurzfristiger Freuden. Ein Buch, dass sehr zum nachenken anregt, allerdings eine sehr depressive Grundstimmung verbreitet. Nichts für Leute also, die nach einem "Gute Laune-Buch" suchen ;-)
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Der Fänger im Roggen Jerome D. Salinger Taschenbuch, 2. Januar 2004 Verkaufsrang: 1153 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Beim ersten Mal Lesen konnte ich ihn auf Anhieb nicht ausstehen: Holden Caulfield, der Held in Jerome David Salingers Der Fänger im Roggen ging mir mit seinen naseweisen, altklugen Lebensbetrachtungen ziemlich auf den Wecker. Ein paar Jahre später fiel mein Urteil anders aus: Holden durchschaut und schildert in seinem schnodderigen Jugendjargon die oft so verlogene Welt der Erwachsenen. Und weil er merkt, daß er auf der Schwelle zu eben dieser Erwachsenenwelt steht, wehrt er sich dagegen, sich dort einzufügen. So ist er gerade aus dem vierten Internat geflogen, weil seine schulischen Leistungen in fast allen Fächern ungenügend waren. Zurück in New York steigt er zunächst in einem zwielichtigen Hotel ab, da er sich nicht gleich bei seinen Eltern sehen lassen will. Die nun folgenden Begegnungen und Gespräche mit den verschiedensten Leuten machen seine Sensibilität und seine Gefühlsverwirrung deutlich, die er hinter einer coolen Fassade nur sehr unzureichend zu verstecken vermag und gipfelt schließlich in dem berühmt gewordenen Satz "Ein Pferd ist doch wenigstens menschlich". Holden träumt von einer einsam gelegenen Blockhütte irgendwo im sonnigen Westen, in der er seine Kinder vor den Erwachsenen verstecken möchte. Doch im Gespräch mit seiner kleinen Schwester Phoebe wird deutlich, daß er nicht weiß, was er mit sich und seinem Leben tatsächlich anfangen soll. Und genau das ist es, was Salingers Roman auch fünfzig Jahre nach seinem Erscheinen noch so aktuell sein läßt - denn diesem Problem müssen sich die Heranwachsenden jeder Generation aufs Neue stellen. -Elisabeth Lang
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 118 Bewertungen)
Eine zeitlose Erzählung 5 von 5 Punkten Wenn es eine wirkliche zeitlose Erzählung gibt, dann ist es J.D. Salingers "Catcher in the Rye". Holden Caulfield, zweit ältester Sprössling einer wohlhabenden New Yorker Familie, erzählt wie er ein Jahr zuvor kurz vor Weihnachten (mal wieder) von einer Schule geflogen ist und sich auf den Weg nach Hause macht. Er trifft Mitschüler und Lehrer zum letzten Mal, reist nach New York und wandert verloren durch die Stadt. Er bewundert seinen älteren Bruder, vermißt seinen verstorbenen kleineren Bruder und verehrt seine kleine Schwester, die er schließlich heimlich trifft. Holden beobachtet und schwinkt zwischen einer idealistischen Verachtung und feinfühligem Mitgefühl. Liest man diese Erzählung (vorzugsweise im amerikanischen Original) kann man kaum glauben, dass sie bereits über 50 Jahre alt ist. Das Thema ist so zeitlos, dass man sich auch einen Jugendlichen aus gutbürgerlichem Haus in einer Großstadt unserer Zeit als Protagonisten dieser Erzählung vorstellen könnte (wenn sich auch ein solcher etwas mehr als Holden anstrengen müßte, um von einer Schule zu fliegen). Für den Leser ist es sicherlich amüsant den Text im Wissen zu lesen, dass nach der Erstveröffentlichung ein Sturm der Entrüstung aufgrund des recht intensiven Gebrauchs des F-Wortes und anderer Flüche entbrandete. Ein faszinierendes Buch, welches es umso Bedauernswerter macht, dass J.D. Salinger seit Jahrzehnten keine Texte mehr veröffentlich hat. In der Musik würde man ihn als "One-Hit-Wonder" bezeichnen, aber immerhin ist er mit diesem einen Hit unsterblich geworden.
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Der Zauberberg. Roman Thomas Mann Taschenbuch, 1. Oktober 2000 Verkaufsrang: 2597 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wenn irgendwann einmal ein Preis für den besten Buchtitel vergeben werden sollte, würde für mich Thomas Manns Zauberberg ganz oben auf die Liste gehören. Noch bevor ich das Buch gelesen hatte, weckte schon das Wort Neugier auf eine magische Welt. Nun, wer den Zauberberg kennt, weiß, daß dies kein Buch von fremden Feenwelten ist, und doch waltet hier eindeutig Magie. Die erste magische Leistung besteht darin, eine Handlung, die in einem Satz zusammengefaßt werden kann, auf 1.000 Seiten zu packen: Der junge Hamburger Hans Castorp, Sproß einer Patrizierfamilie lebt bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs sieben Jahre in einem Schweizer Luxussanatorium für Lungenkranke, ohne selbst krank zu sein. Die zweite magische Leistung ist Thomas Manns Sprache, die auch in tausend Jahren nichts von ihrer Kraft verloren haben wird. Die dritte magische Leistung ist die Behandlung der Figuren, die alle mehr mehr sind als bloße Protagonisten. Sie sind Exponate ihrer Zeit, jede für sich repräsentiert einen Teil geistigen Lebens in einer Ära, deren Ende sich vollzog während Thomas Mann am Zauberberg saß und schrieb. Die vierte magische Leistung schließlich, die zauberbergigste vielleicht, ist das Spiel mit dem Leser. Oder besser: das Spiel mit der Geschwindigkeit des Lesers. Thomas Mann erreicht, daß dem Leser zehn Minuten Lesen wie eine halbe Stunde Lesen vorkommen, und zwar genau dann, wenn Hans Castorp denkt, er habe eine halbe Stunde geträumt. Wie sich herausstellt, waren es zehn Minuten. Elf Jahre hat Thomas Mann an dem Buch geschrieben, das doch eigentlich nur eine Weiterführung des Themas aus Tod in Venedig sein sollte. Es wurde einer der meist gelesenen deutschen Romane. Zu recht. -Bettina Albert
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 70 Bewertungen)
Der Zauberberg ist ein Drama der Hoffnungslosigkeit 5 von 5 Punkten Der Zauberberg ist ein Drama auf einem sprachlichen Niveau, wie es heute leider nicht mehr anzutreffen ist. Das virtuose Spiel mit der Sprache ist allein die Lektüre wert. Doch wenn es nur das wäre. Zugleich wohnen wir gemeinsam mit dem Protagonisten Hans Castorp dem Niedergang der Fortschrittshoffnungen des aufgeklärten Bürgertums, verkörpert durch Herrn Settembrini, bei, welcher folgerichtig Hans Castorp am Schluss des Buches in der Katastrophe des 1. Weltkrieges wiederfindet. Thomas Mann geht mit einer atemberaubenden Tiefgründigkeit an die Entwicklungslinien des abendländischen Denkens und der Entwicklung des humanistischen Gedankens heran, die dem Leser einiges an Widerstandskraft abverlangt, angesichts der gegenwärtigen Erschöpfung der abendländischen Traditionen nicht in tiefe Melancholie zu verfallen. Welch eine Hoffnung in den Jahren vor dem Beginn des 1. Weltkrieges auf das Aufblühen einer humanistischen und aufgeklärten Bürgergesellschaft und welcher schon damals hineingesäte Zweifel angesichts der unabänderlichen conditio humana. Wir Postmodernisten haben angesichts unseres verfügbaren Wissens gegenüber den Protagonisten des Buches einen uneinholbaren Vorsprung, und gerade dieser Vorsprung ist es, der einen bei der Lektüre des Buches die Tränen der Hoffnungslosigkeit in die Augen treibt. Schade, es hätte eine so schöne Welt werden können.
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Der Richter und sein Henker Friedrich Dürrenmatt Taschenbuch, Juli 2000 Verkaufsrang: 823 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses ist die Geschichte eines Mordes. Mit den reißerischen Mitteln einer Detektivstory erzählt er die Aufklärung einer Gewalttat an einem Polizeileutnant, den letzten Fall des todkranken Kommissärs Bärlach- die Geschichte einer hintergründigen Pointe.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 68 Bewertungen)
Der Dichter und sein Lenker 5 von 5 Punkten Dürenmatt.... ein bekannter Name in der Deutschen Literatur. In Erwartung auf einen in altmodischer Sprache verfassten Kriminalroman habe ich mir das Buch im Laden mitgenommen und an zwei Abenden durchgelesen. Überraschend spannend und modern geschrieben zählt das Werk zu einem der spannendsten Kurzwerke die ich bisher gelesen habe. Realistisch und schnörkellos.
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Buddenbrooks. Sonderausgabe: Verfall einer Familie Thomas Mann Gebundene Ausgabe, 1. Oktober 1997 Verkaufsrang: 1389 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Es ist eine hervorragende Arbeit, redlich, positiv und reich", urteilte S. Fischers Lektor Moritz Heimann nach der Lektüre des Manuskripts über Thomas Manns, ersten Roman, seinen wohl am meisten gelesenen, am meisten verbreiteten. >Verfall einer FamilieBuddenbrooksGroße kommentierte Frankfurter Ausgabe< der Werke Thomas Manns.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 78 Bewertungen)
Thomas Mann - Buddenbrooks 5 von 5 Punkten Buch ist pünktlich und in sehr gutem Zustand geliefert worden. Es beschreibt hervorragend den Aufstieg und Verfall einer Lübecker Kaufmannsfamilie. Thomas Mann arbeitet mit hervorragenden Bildern und stilistischen Mitteln. Dieses Buch zeigt, dass es sehr schwierig ist, ein Unternehmen über mehrere Generationen hinweg erfolgreich im Familienbesitz zu führen und zu erhalten.Ein zeitloser Klassiker
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Die Straße Cormac McCarthy Broschiert, 2. Juni 2008 Verkaufsrang: 2650 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee grau. Sie haben nur noch ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe und einen Revolver mit zwei Schuss Munition. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Ihre Geschichte ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißenden Liebe eines Vaters zu seinem Sohn.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 32 Bewertungen)
Unbedingt lesenswert 5 von 5 Punkten Der Gedanke, unsere Spezies ließe sich so weit verbessern, dass jedermann in Harmonie mit seinem Nächsten auskommen kann, ist gefährlich", bemerkte McCarthy einmal. Noch bevor er seine Leser auf die Strasse" - hinausschickte. Vielleicht mit der Absicht, diese Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen zu lassen? Auf die Strasse, zusammen mit den Protagonisten jedenfalls. Mit Vater und Sohn. In die Welt nach unserer Welt. Die trostlos und grau ist, und kalt, denn es ist Winter. Ohne Sonne, denn die scheint nicht mehr. Eine Welt, in der sich eben "der Mann" und "der Junge", so nennt sie McCarthy, durch das verbrannte Amerika schleppen. Getrieben von dem Ziel, ans Meer zu gelangen. Ohne zu wissen, was sie dort eigentlich erwartet. Nur, blau wird es sein. Das verspricht der Vater dem Sohn. Lediglich die eigenen Kleider tragen sie am Leib und den Wagen mit ihrer Habe schieben sie vor sich her. Die Suche nach etwas Essbarem und einem Schlafplatz, sowie die Furcht vor der Begegnung mit dem Bösen im Menschen kennzeichnen ihren Weg. Bis sie schließlich dem Bösen, ausgerechnet in sich selbst, begegnen. Und darum geht es hier. Um die Vater-Sohn-Beziehung, die sich um das Böse herum weiter entwickelt. Ist doch der Sohn zunächst nur das Kind, das den Vater als solchen braucht und der Mann derjenige, der sich väterlich um seinen Sohn kümmert. Doch das Verhältnis wandelt sich. Der Leser erfährt, wie der Sohn reifer wird, nachdem in ihm etwas kaputt gegangen ist". Wie er seinem Vater gar auf die Finger klopft, als dieser sich nicht so verhält, wie es zwischen den beiden doch gedacht war? Immer wieder bringt die Begegnung mit dem Bösen ihr Verhältnis in eine Schieflage. Beide hüten sie sich dennoch davor, zu viel zu hinterfragen. Warum vieles so ist wie es ist. Sie nehmen es hin, bleiben in ihren Gesprächen an der Oberfläche. Mit ihrem wortkargen Ich weiß nicht" bringen sie Unstimmigkeiten immer wieder in die Balance bis es dem Mann schließlich auffällt. Sag doch nicht immer, ich weiß nicht", mahnt er den Jungen. Eine Art Sogwirkung zieht den Leser durch die Strasse" und lässt ihn nicht mehr los. Szenen, die etwas Positives erwarten lassen, halten den Leser solange fest, bis er schließlich genauso arglos im Nichts stehen gelassen wird wie Vater und Sohn. Die Trostlosigkeit ist dem Leser somit immer auf den Fersen. Er wird gezwungen, ihr ständig ins Auge zu sehen. Das Öde wird zur Normalität. Bunte Welten kommen aber ohnehin nur noch in den Träumen des Mannes vor. Von denen ihm aber dann, wenn er wieder wach wird, immer bloß der unheimliche Nachgeschmack eines Pfirsichs aus einem Phantomobstgarten" bleibt. Ein außergewöhnlicher Roman, aus dem der Leser nicht so einfach entlassen wird. Ein erstaunliches Werk. Cormac McCarthy, eigentlich Charles Joseph McCarthy jr., geboren 1933 und bekannt als Mister No Show", der selbst der Verleihung seines Putlitzerpreises fernblieb, Interviews kategorisch ablehnte und keine Lesungen gab wurde in Deutschland durch seinen Roman Suttree (1979; Verlorene) bekannt. Erst zu die Strasse" gab McCarthy das erste TV-Interview seines Lebens.
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Der Meister und Margarita Michail Bulgakow Broschiert, 16. Januar 2009 Verkaufsrang: 1991 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Teufel persönlich stürzt Moskau in ein Chaos aus Hypnose, Spuk und Zerstörung. Die Heimsuchung für Heuchelei und Korruption trifft alle - ausgenommen zwei Gerechte ... Bulgakows Hauptwerk ist, in der Tradition von Goethes "Faust", Dostojewskis "Die Brüder Karamasow" und Thomas Manns "Doktor Faustus" längst ein Klassiker der literarischen Moderne. "Dieses Buch ist wie ein Rausch" Die Weltwoche
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 54 Bewertungen)
eigenwillig und genial 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber man sollte es unbedingt lesen um herauszufinden, welchen Effekt es auf einen hat. Ich habe mich die ganze Zeit gefühlt, als wäre ich im Rausch und eine unbekannte Kraft zöge mich durch die Geschichte. Eine Beschreibung erspare ich mir, keine Zusammenfassung könnte dem Buch je gerecht werden. Sie können/müssen es einfach ausprobieren!
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