Klassiker des 20. Jahrhunderts

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Seite 10

Erfolg. SZ-München Bibliothek - Lion FeuchtwangerErfolg. SZ-München Bibliothek
Lion Feuchtwanger

Gebundene Ausgabe, 5. April 2008
     Verkaufsrang: 7694      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die literarisch wohl eindrucksvollste Beschreibung der Geburt des Nationalsozialismus. Bis heute unübertroffen."Der Roman Erfolg ist mehr als nur das Buch Bayern, er weitet sich zu einer Geschichte der allgemeinen deutschen Zustände in der Epoche des beginnenden Nazismus aus", urteilte Victor Klemperer.



Und sagte kein einziges Wort - Heinrich BöllUnd sagte kein einziges Wort
Heinrich Böll

Taschenbuch, September 1998
     Verkaufsrang: 46993      Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 6 Tagen.

Preis: € 9,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Weil er den bedrückenden Wohnverhältnissen in einem Untermieterzimmer nicht mehr gewachsen ist, lebt Fred Bogner von seiner Frau Käte und seinen drei Kindern getrennt. Er arbeitet als Telefonist bei einer kirchlichen Behörde, streift durch eine zerbombte deutsche Großstadt, trinkt zuweilen und treibt sich regelmäßig an Spielautomaten herum. Nach einem mit seiner Frau gemeinsam verbrachten Wochenende in einem Stundenhotel scheint die Trennung endgültig zu...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Böllsche Meisterleistung...      5 von 5 Punkten
Mit diesem Roman, der Fragmente aus "der engel schwieg" enthält übertraff sich Böll selbst. (meine meinung)
Die Story an sich ist sehr traurig, eben die deutsche Nachkriegslandschaft, aber es ist nicht der Inhalt der Geschichte der so unglaublich fesselt, sondern Bölls einzigartige Gabe zu be- und umschreiben. Man kann den Roman nicht mehr loslassen so bald man begonnen hat, wie meist bei Böll.


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Sexus - Henry MillerSexus
Henry Miller

Taschenbuch, Januar 2003
     Verkaufsrang: 40910      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Unbekümmert um alle moralischen und formalen Schranken und mitgerissen von der Sturzflut der Erinnerung, hat Miller in diesem 'obszönsten seiner Bücher' ein Stück seines chaotischen-turbulenten Lebens reproduziert: ein orgiastischer Hymnus auf die physische Liebe und ein befreites Leben, Zeugnis einer Aufrichtigkeit, die Kompromisse verachtet.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Unbekümmerter Egoist ?      5 von 5 Punkten
Henry Miller hat wahrscheinlich in Amerika die Literatur begründet, die sich keine Schranken mehr auferlegte.

Deshalb war das Buch auch dort lange Zeit verpönt und bei uns in Europa natürlich auch.

Trotzdem hat es nicht nur pikante Enthüllungen, sondern es greift auch in religiöse Themen ein, erwähnt seitenlang das alte Testament (natürlich oft mit pikanten Seitenhieben) und er beschreibt auch den "Schmelztiegel Amerika" sehr ausführlich und treffend.

Außerdem scheint er mir ein Begründer des sogen."Feminismus" zu sein, denn er versetzt sich sehr oft in die Psyche der Frau (auch in deren Körper fast wie ein Gynäkologe!)und außerdem war er lange zusammen mit Anais Nin. Alles in allem ist dieses Buch natürlich lesenswert, auch wiederholtermaßen.

Er hat keinen Nobelpreis bekommen, das ist bekannt und er ist auch sicherlich der Vorläufer aller anderen Schriftsteller aus Amerika, die sich mit der Emanzipation im allgemeinen abgaben bis hin zu Charles Bukowski, was nicht wundert, und daher auch wohl die mannigfache Ablehnung seiner Bücher.

So ist er auch heute noch bei manchen Lesern (Leserinnen) vielleicht schockierend, aber was solls?

Inzwischen ist dieses Buch ein Fels in der Brandung der neueren Literatur und fast schon ein Denkmal.

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Ja - Thomas BernhardJa
Thomas Bernhard

Gebundene Ausgabe, Januar 2006
     Verkaufsrang: 57158      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Aus Anlaß des 75. Geburtstags von Thomas Bernhard erscheint mit Ja ein Prosastück, das sämtliche seiner großen Themen in den weitgespanntesten Denk- und Satzbewegungen präsentiert. Von Tod und Leben, von Wahnsinn und Vernunft, vom Gehen und Denken ist hier die Rede – und damit, wie stets bei diesem Autor, von der Möglichkeit des Überlebens in unseren Zeiten. Die hier erzählte Geschichte läßt sich kurz zusammenfassen: Ein Naturwissenschaftler, der sich wegen seiner Arbeit drei Monate von allem abgeschlossen hat, besucht »urplötzlich«, um sich vor dem Umkippen in den Wahnsinn zu bewahren, einen befreundeten Makler. Die in dessen Haus stattfindende Begegnung mit einem Schweizer Bauingenieur und dessen Lebensgefährtin, einer Perserin, rettet ihn. Allerdings nicht die Perserin: Obwohl der Naturwissenschaftler zunächst als Zuhörer auf gemeinsamen Spaziergängen ihren physischen und psychischen Niedergang aufhält, kann er nicht verhindern, daß sie ihre Ankündigung, sich umzubringen, wahr macht. In kaum einem anderen Buch erfährt der Leser in derart konzentrierter Form die grundlegende Lebens- und Schreibhaltung des Thomas Bernhard: Es kommt stets darauf an, die sich »urplötzlich« einstellenden »lebensrettenden Augenblicke« zu bestehen, damit sich die bloße Existenz in ein geglücktes Leben verwandelt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Der beste Bernhard      5 von 5 Punkten
Für mich ist "Ja" das beste Buch, das Bernhard geschrieben hat. Hier hat die Sprache einen unfassbaren Rhythmus und es schimmert zwischen den Zeilen immer wieder durch, wie sehr Bernhard um die Menschen und um das Gute im Menschen gekämpft hat. Es ging ihm eigentlich immer um das "Ja" und nicht um das Nein, das so oft in seine Texte hineininterpretiert wurde. Wer Bernhard kennenlernen will, sollte mit diesem Buch anfangen. Danach ist man sicher ein Fan. Und wenn nicht, sollte man die Hände von anderen Bernhard-Büchern lassen.


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Das steinerne Herz. Historischer Roman aus dem Jahre 1954 nach Christi. SZ-Bibliothek Band 98: Historischer Roman aus dem Jahre 1954 nach Christi - Arno SchmidtDas steinerne Herz. Historischer Roman aus dem Jahre 1954 nach Christi. SZ-Bibliothek Band 98: Historischer Roman aus dem Jahre 1954 nach Christi
Arno Schmidt

Gebundene Ausgabe, 1. März 2008
     Verkaufsrang: 46900      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Walter Eggers, ein Büchersammler und hervorragender Kenner (bis in die numismatischen Details) der hannoverschen Landesgeschichte, mietet sich im niedersächsischen Ahlden bei Familie Thumann ein. In ihrem Haus vermutet er rare statistische Handbücher. Eggers hat Erfolg: Er fängt ein Verhältnis mit Frieda Thumann an, und er findet die gesuchten Bücher. Mit Karl Thumann fährt er, weiterhin auf Büchersuche, nach Berlin. Er wohnt bei dessen Freundin Line Hübner im Ostteil der Stadt, was ihn veranlaßt, die Folgen der Spaltung Deutschlands zu beobachten und zu bedenken. Nach der Rückkehr bereitet er seinen Abgang vor, aber der Fund eines Goldmünzenschatzes in dem ergiebigen Haus eröffnet ihm Aussichten auf eine Zeit gelehrten Müßiggangs, und er beschließt, einstweilen zu bleiben. »Irgendwann, in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts, wird die Ostzone des Steinernen Herzens für neue Leser gleichberechtigt neben der phantastischen Interzone des Romans Naked Lunch von W. S. Burroughs stehen. Und eine Zeitlang gedeihen dann die Namen aus beiden Büchern in jenem Zwielicht, in jener Dämmerzone, in der die Namenwörter sich der Kontrolle fester Zuschreibung entziehen und ihre Kraft aus Ahnungen und Assoziationen saugen. Dann kommt die große Zeit der Ostzone«, phantasiert Georg Klein (Barbar Rosa). Listig weckt er unsere Lust, doch lieber gleich mit der Lektüre des »historischen Romans« zu beginnen, den Arno Schmidt (1914–1979) vor 46 Jahren veröffentlichte.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Also über Arno Schmidt und über das "steinerne Herz" könnte man ganze Bücher füllen, deshalb hier nur ein paar kurze Anmerkungen:

Der Roman ist der einer der zugänglicheren Texte Schmidts, der Stil ist noch nicht so ausgeprägt, dazu passiert im Vergleich zu anderen Werken Schmidts relativ viel.

Vor allem der zweite der drei Teile gehört zum besten, was die deutsche Nachkriegsliteratur zu bieten hat. Die lakonische Schilderung des Schlesienflüchtlings Line gehört in seiner lapidaren Art zum präzisesten und erschütterndesten, was jemals einer in Prosa fasste. Die ganze ostdeutsche und westdeutsche (in den teilen 1 und 3) Szenerie ist brillant gezeichnet, eindringlicher und genauer ist das Klima der 50er kaum beschrieben worden.

Der Text ist sehr humorvoll und durchsetzt mit Schmidts berüchtigter (koketter) Selbstironie, die dem Autor bis heute fälschlicherweise als Besserwisserei ausgelegt wird. Seine politischen Analysen dagegen sind frei von Ironie. Sie sind hart und hellsichtig.

Die Figuren sind allesamt liebevollst gezeichnet (sogar der ideologische Feind Hoppenstedt). Der Schluss darf natürlich nicht als Traum vom Spießerglück missdeutet werden. Hier begibt sich einer, der mit dieser grauenvollen Gesellschaft nix zu tun haben will, in innere Emigration. Sein Leben im Archiv ist ein Akt politischer Dissidenz.

Eines der besten Bücher Schmidts und damit folgerichtig eines der besten Bücher des 20. Jahrhunderts.

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Rückkehr von den Sternen - Stanislaw LemRückkehr von den Sternen
Stanislaw Lem

Taschenbuch, Januar 2002
     Verkaufsrang: 17429      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Auch wenn sich Stanislaw Lem schon vor geraumer Zeit aus dem Literaturbetrieb zurückgezogen hat, gehören Romane wie Solaris oder Der futurologische Kongress dennoch immer noch zu den unbestrittenen Klassikern der Science Fiction und haben bis heute nichts von ihrer Aktualität und Faszination eingebüßt. Mit Rückkehr von den Sternen ist nun eines der poetischsten Werke des polnischen Autors endlich wieder erhältlich (dieser Roman ist früher auch unter dem Titel Transfer erschienen).

Nach einer zehnjährigen Expedition in die Tiefen des Weltraums kehrt der Sternenfahrer Hal Bregg in seine Heimat zurück. Auf der Erde sind inzwischen allerdings über hundert Jahre vergangen und die Gesellschaft, die Hal vorfindet, scheint nichts mehr mit jener gemein zu haben, die er einst verlassen hatte. Mithilfe einer chemischen Droge ist es den Menschen gelungen, die zerstörerische Kraft der menschlichen Aggressivität zu bannen. Krieg und Verbrechen haben aufgehört zu existieren, Krankheiten, Hunger und selbst das Alter wurden besiegt.

Die Menschheit lebt in Wohlstand und Zufriedenheit -- und dennoch widerstrebt es Hal, sich dieser neuen Erde und ihren sanften Bewohnern anzupassen. Mit ihrer Aggressivität scheint den Menschen auch jeder Lebenswille und Forschergeist verloren gegangen zu sein und Hal begegnet ihnen mit kaum verhohlener Abscheu. Erst die Liebe zu der geheimnisvollen Eri zwingt Hal, sich seiner inneren Zerrissenheit zu stellen.

Lem fragt nach der Möglichkeit von Erkenntnis und dem Sinn und Zweck einer Forschung, die den Menschen von seiner eigenen Welt entfremdet. Mit seiner philosophischen Tiefe, der dichten Metaphorik der Sprache, und nicht zuletzt der Eindringlichkeit, mit der Lem seine utopische Welt vor dem Leser ausbreitet, gehört Rückkehr von den Sternen zweifellos zu seinen Meisterwerken. --Sara Schade

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Ein großartiger Roman, der Kontroversen hervorrufen muss      5 von 5 Punkten
Hal Bregg, ein Astronaut des 20. Jh. kehrt mit weniger Kollegen nach einem Jahrzehnt zur Erde zurück, als er gestartet ist, wobei wegen relativistischer Effekte dort mehr als ein Jahrhundert vergangen ist. Die Gesellschaft hat sich extrem verändert und die Gewalt und Aggression mit künstlich-chemischen Mitteln wie eine Krankheit weggeimpft. Der Protagonist und seine Gefährten fühlen sich wie primitive Höhlenmenschen stigmatisiert und kommen nur schwer mit der Situation zurecht. Im Gegensatz zu seinen Freunden, schafft Hal es durch die Liebe zu einer modernen Frau, die traumatisierenden Erlebnisse seiner Reise zu verarbeiten und einen Zugang zur Gesellschaft zu finden.

Die Alles beherrschende Frage: Ist der Mensch noch Mensch, wenn sein evolutionäres Vermächtnis der Aggression unterdrückt wird? Ist Fortschritt noch möglich? Denn wie kann sich jemand ohne Risikobereitschaft in eine unbekannte, neue Situation begeben? Und man muss lernen, dass es offenbar doch nicht ganz ohne geht, wenn auch anders, als man zunächst denkt. Dies muss geradezu zu Konflikten beim Lesen führen. Und jeder muss für sich die Vor- und Nachteile abwägen. Eine eindeutige und endgültige Antwort liefert das Buch dazu jedenfalls nicht.

Der Schreibstil ist mal wieder brilliant. Allein schon der Beginn, als die Flut von Eindrücken bei der Ankunft auf der Erde den Protagonisten schier zu erdrücken scheint, wird hervorragend vermittelt. Ein Feuerwerk von oft sinnlich unverständlichen Dingen strömt auch auf den Leser ein. Nach dem ersten Teil musste ich das Buch erst einmal weglegen und kräftig durchschnaufen. Auch im weiteren Verlauf kann man sich oft sehr gut in die Situation des Icherzählers einfühlen und die vielen verblüffenden und zunächst unbegreiflichen Situationen miterleben. Wie von Lem nicht anders zu erwarten, wimmelt es nur vor phantasiereichen Einfällen. Die 300 Seiten sind im Nu durch.


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Wem die Stunde schlägt - Ernest HemingwayWem die Stunde schlägt
Ernest Hemingway

Taschenbuch, Januar 2000
     Verkaufsrang: 117274      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Für mich war Ernest Hemingway (1899-1961) immer ein Mann der kurzen Strecken. Short stories wie Die Killer (1927) oder Das kurze glückliche Leben des Francis Macomber (1936) sind Meisterwerke des rasanten Sprints und fulminanten Endspurts, und spätestens seit seiner Schulzeit weiß man, wie sehr es in der deutschen Literaturlandschaft der Nachkriegszeit als sportlich galt, diesem Weltmeister der amerikanischen Kurzgeschichte hinterherzuhecheln.

Auch Hemingways Roman Wem die Stunde schlägt (1940) beginnt mit einem schnellen Glücksstart, der den Helden Robert Jordan im atmosphärischen Stil der Short story auf die Reise schickt: "Er lag der Länge nach auf dem braunen, nadelbedeckten Boden des Waldes, das Kinn in die verschränkten Arme gestützt, und hoch über ihm wehte der Wind durch die Wipfel der Kiefern". Dann genügen zwei, drei Sätze, und man ist mittendrin im Geschehen um die Brückensprengung während des Spanischen Bürgerkriegs, erlebt die Liebesgeschichte des antifaschistischen Protagonisten mit der jungen Partisanin Maria -- und gerät beim Lesen manchmal selbst ganz außer Atem.

Leider kann Hemingway, einst Reporter im Spanischen Bürgerkrieg, dieses Erzähltempo nicht immer beibehaltenhalten: Über lange Distanzen gerät er etwas aus der Puste. Dann wird er allzu langatmig und verliert das Ziel ein wenig aus den Augen. Und mancher Satz ist einfach schlecht geschrieben. Aber dann gibt es wieder Passagen von einer derart versöhnlichen Dichte, die jene der Erzählungen fast noch übertrifft. Der tötliche Spießrutenlauf der Dorffaschisten durch das Dreschflegelspalier der Partisanen etwa, der wahnwitzige Kampf des Guerillaführers El Sordo, der sich seine "Reisegesellschaft" ins Jenseits zusammenschießt, oder die eigentliche Schilderung der Brückensprengung gehören zum Eindrucksvollsten, was Hemingway geschrieben hat.

Irgendwann im Buch macht sich Jordan als Alter ego des Autors auch Gedanken darüber, wie das Erlebte zu verarbeiten sei: "ich vermute, du wirst das alles loswerden, wenn du darüber schreibst", heißt es im Selbstgespräch. "Wenn du es erst einmal niederschreibst, wird es verschwinden. Es wird ein gutes Buch werden, falls du dazu kommst, es zu schreiben. Besser als das andere." Wer das Glück hatte, Hemingways Bürgerkriegsepos mit 14 Jahren zu verschlingen, wird dieses Urteil über weite Strecken teilen. Wer es nach etwa zwanzig Jahren wiederliest, der über kurze Strecken auch. --Thomas Köster

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Literarische Kriegsberichterstattung      5 von 5 Punkten
Unmittelbar im Anschluss an seine Tätigkeit als Kriegsberichterstatter in Spanien verarbeitete Ernest Hemingway seine Erfahrungen und Erlebnisse in diesem Roman, der zu seinen meistgepriesenen und erfolgreichsten Werken zählt. Der junge Amerikaner Robert Jordan nimmt, wie viele Intellektuelle der damaligen Zeit, als Mitglied der Internationalen Brigaden am Kampf gegen die Faschisten Francos teil. Als Sprengstoffexperte ist Jordan ein Einzelkämpfer. Er wird zu bestimmten Einsätzen kommandiert und muss sehen, wie er sich zusätzliche Hilfe bei den Partisanen vor Ort organisiert. Zur Unterstützung einer groß angelegten Offensive soll er mithilfe einiger bäuerlicher Guerilleros eine strategisch wichtige Straßenbrücke sprengen. In den drei Tagen und drei Nächten der Vorbereitung wird die Gruppe, zu der auch zwei Frauen gehören, zur Schicksalsgemeinschaft zusammengeschweißt; Robert und Maria entdecken ihre Liebe. Das Ende ist tragisch, genau wie die historische Realität. Auch wenn das Buch etwas uneinheitlich wirkt und etliche Nebenfiguren blass bleiben, gelingt Hemingway eine sehr spannungsvolle, exemplarische Verdichtung eines weltpolitischen Dramas.


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Vater eines Mörders: Eine Schulgeschichte - Alfred AnderschVater eines Mörders: Eine Schulgeschichte
Alfred Andersch

Broschiert, Oktober 2006
     Verkaufsrang: 54826      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Der vierzehnjährige Franz Kien beschreibt eine Griechischstunde im Mai 1928. Schuldirektor Himmler kommt, um die Klasse zu inspizieren. Bald wird jedoch klar, daß er vorhat, ganz bestimmte Schüler zu examinieren. Nach dem Adligen Konrad von Greiff ist Franz Kien selbst an der Reihe. Der Schuldirektor unternimmt alles, um ihn zu blamieren.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Die Wurzeln einer Bestie      5 von 5 Punkten
In "Der Vater eines Mörders" blickt der Autor Alfred Andersch auf das Ende seiner eigenen Schullaufbahn zurück und lässt an seiner Stelle den Schüler Kien nocheinmal eine Griechisch-Stunde im Jahre 1928 durchleben. So banal dieses Erlebnis auf den ersten Blick auch scheinen mag, so wird es doch durch das Auftreten seines Rektors in dieser einen Schulstunde mit einer großen Brisanz gefüllt. Wer ist dieser Mann? Weshalb ist er von so großer Bedeutung? Der Rektor ist niemand geringerer als ein Herr Himmler, seines Zeichens Vater des Reichsführer-SS Heinrich Himmler.

Trotz dieses Wissens erscheint der Verlauf der Stunde auf den ersten Blick nicht allzu außergewöhnlich: Rektor Himmler prüft unangemeldet Schüler auf ihre Kenntnisse der griechischen Grammatik hin. Streng und mit herrischem Gebahren weist er dabei seine Schüler und ihren Lehrer zu recht, ja wirft schließlich sogar einen besonders vorlauten Schüler von der Schule. Die Grundmotivation die Himmler dabei an den Tag legt, scheint aber zunächst recht humanistisch. Es wird sogar erwähnt, dass er bewusst jegliche politischen Symbole als den Unterricht störend deklariert und aus den Klassenräumen verbannt hat. Was jedoch als Strenge beginnt, schlägt alsbald in puren Sadismus um, in die Freude an der Demütigung und Bloßstellung der Schüler vor der Klasse. Letztlich ruft er den Schüler Kien an die Tafel, quält diesen mit pedantischen Aufgaben, wohl wissend, dass dieser sie nicht zu lösen vermag, nur um ihn dann unter dem noch demütigeren Hinweis auf sein armes Elternhaus von der Schule zu verweisen.


Drei Facetten des Buches tragen dabei entscheidend zur Güte des Gesamtswerkes bei.
Zum einen ist dies die gekonnte Sprachverwendung Anderschs, die vor dem Auge des Lesers ein erschreckend plastisches Bild dieser einen besonderen Stunde zeichnet. Die Liebe zum Detail, die Andersch dabei an den Tag legt, reicht sogar so weit, dass er bewußt orthographische Fehler in den Text einbaut, um so den Eindruck zu verstärken, das Buch sei ein vom Schüler Kien geschriebener Aufsatz.
Die zweite Facette ist die wirklich gelungene Rekonstruktion des damaligen Schulalltags, der weit entfernt war von modernen pädagogischen Idealen. Stattdessen, so macht Andersch eindrücklich deutlich, herrschte ein streng hierachisches Klima in den Klassenzimmern, ja fast schon eine Verpflichtung der Schüler zur Unterwerfung unter den als absolut geltenden Willen des Lehrers.
Als finale hervorzuhebende Seite des Buches ist, wie könnte es anders sein, das Psychogramm des Rektors Himmler nicht zu vergessen. Mit beeindruckend begrenzten Mitteln (nämlich im Zeitraum nur einer Stunde und mit dem Sprachgebrauch eines Jugendlichen) schafft es der Autor dieses so auszugestalten, dass am Ende der Lektüre der Charakter Heinrich Himmlers zumindest etwas weniger verworren erscheint: Der Vater säte mit seiner Pedanterie, seiner Mitleidslosigkeit und seinem Sadismus das ein, aus dem später der Mörder von Millionen erwachsen sollte. Dass Anderschs, obwohl er wichtige Denkanstöße gibt, in der Kürze des Buches keine komplette Erklärung für die "Bestie Himmler" geben kann, versteht sich fast schon von selber.

Was Anderschs mit dieser Schulnovelle liefert, ist ein exellent geschriebenes Psychogramm des Vaters eines Mörders. Ein in jeder Hinsicht lesenswertes Buch!



Literatur die der Mensch nicht braucht.      1 von 5 Punkten
Der Titel verspricht mehr als wirklich im Buch enthalten ist. Man glaubt, etwas über den Hintergrund Himmlers, einer der größten Naziverbrecher und 'Massenmörder', zu erfahren, wie er das geworden ist, was er geworden ist. Leider Fehlanzeige. "Himmler ist Sadist und Nazi weil sein Vater streng und sadistisch war", zu einfach, zu stumpfsinnig. Der Inhalt dieses Buches ist vielleicht eine nette Anekdote Andersch's, aber für ein Buch zu konsistenzlos. Wäre vielleicht nett gewesen, wenn er das Geschichtchen in einer dieser Kriegsreportagen in ein paar Minuten abgehandelt hätte, aber nicht so.


Die einsamen Frauen - Cesare PaveseDie einsamen Frauen
Cesare Pavese, Catharina Gelpke

Broschiert, März 2005
     Verkaufsrang: 66363     

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Nach langer Zeit kehrt Clelia Oitana aus Rom in das winterliche, vom Karneval erfüllte Turin zurück. In der Modebranche zu Ansehen und Geld gelangt, will sie in ihrer Heimatstadt ein Geschäft eröffnen. Doch kaum ist sie angekommen, wird sie im Hotel Zeugin eines Selbstmordversuchs: Rosetta, eine Tochter aus reichem Haus, meint an ihrer inneren Leere zu zerbrechen. Inmitten der schillernden, dekadenten Welt der Turiner Gesellschaft versucht Clelia, den Grund für den...



Demian - Hermann HesseDemian
Hermann Hesse

Gebundene Ausgabe, Februar 2006
     Verkaufsrang: 84305      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Wie alle Hauptwerke Hermann Hesses hat auch der Demian, den der damals 40jährige Autor mitten im Ersten Weltkrieg schrieb, eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Daß dieses im Herbst 1917 vollendete Buch erst im Juni 1919, ein halbes Jahr nach Kriegsende, veröffentlicht wurde, lag an der Unbekanntheit des Verfassers. Denn Hesse hatte das Manuskript dem Verlag als das Erstlingswerk eines kranken jungen Dichters empfohlen, des zeitkritischen Poeten Emil Sinclair, der bisher nur in Zeitungen und Zeitschriften durch pazifistische Mahnrufe und Erzählungen aufgefallen war (die gleichfalls von Hesse stammten). Doch trotz des Inkognitos erlebte das Buch eine geradezu stürmische Aufnahme und wurde noch im Erscheinungsjahr mit dem Fontane-Preis für das beste Erstlingswerk eines Nachwuchsautors ausgezeichnet. Thomas Mann verglich die elektrisierende Wirkung des Buches mit der von Goethes Werther, da es »mit unheimlicher Genauigkeit den Nerv der Zeit traf und eine ganze Jugend, die wähnte aus ihrer Mitte sei ihr ein Künder ihres tiefsten Lebens entstanden, zu dankbarem Entzücken hinriß«. Bis zur Entdeckung des Pseudonyms im Mai 1920 erschienen drei Auflagen, denen dann unter Hesses eigenem Namen zu seinen Lebzeiten noch 93 weitere folgten. Bis heute hat der Demian eine deutsche Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren erreicht und wurde in mehr als fünfzig Sprachen übersetzt. Unsere Ausgabe enthält ein ausführliches und informatives Nachwort von Volker Michels.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 58 Bewertungen)

Ein Meisterwerk (voller [Jugend-]Psychologie und "Lebensphilosophie")      5 von 5 Punkten
"Der Vogel kämpft sich aus dem Ei. Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören. Der Vogel fliegt zu Gott. Der Gott heisst Abraxas."

Mit keinem anderen Buch konnte ich mich bislang derart identifizieren als mit diesem. Und ich bin wohl nicht der einzige, der so fühlt. Hermann Hesses "Demian", kurz nach dem Ende des ersten Weltkrieges 1919 erschienen, blickt auf eine geniale Weise in die Psyche eines jungen Menschen und verfolgt dessen Entwicklung vom vorpubertären Schuljungen bis zum Studenten. Trotzdem dass es in der wilhelminischen Zeit spielt, ist das Buch meiner Meinung nach äusserst aktuell; ich, 1988 geboren, fand darin zahllose Parallelen zu meinem Leben und meiner Psyche.

Dieser Junge, Emil Sinclair, wirkt in der Rolle des Ich-Erzählers besonders authentisch. Wie er selbst (quasi als fiktiver Schriftsteller) am Anfang sagt, ist die Erzählung die Suche nach "sich selbst", nach einer Identität; dementsprechend verläuft der rote Faden durch das Buch und kaum einmal weicht Hesse von diesem Thema ab. Jedoch treten die Handlungen - besonders gegen Ende des Buches - gegenüber Sinclairs Gedanken, psychologischen Selbstinterpretationen bis hin zu deliriumähnlichen Zustandsbeschreibungen zunehmend in den Hintergrund.

Das Stichwort "Lebensphilosophie" - auch im Titel bewusst mit Anführungsstrichen - traue ich mich fast nicht zu verwenden angesichts immer zahlreicherer esoterischer Lebensratgeber - ein Trend, der erst rund fünfzig Jahre nach dem Erscheinen Demians kommt. Damit hat Demian herzlich wenig zu tun. Dennoch hat das Buch einen gewissen philosophischen Inhalt, insofern es auf die Fragen der eigenen Existenz und Identität eingeht. Das Ich zu finden wird demnach nie vollständig gelingen, aber der Weg dazu ist quasi das Ziel. Zentral dabei ist die Anerkennung der "bösen" Seite der Welt, zu der alles Nicht-Bürgerliche, Nicht-Kirchliche, Nicht-Offizielle, auch das Triebhafte und Sexuelle gehört. Der manichäische Gott Abraxas symbolisiert das dualistische Prinzip, das Nebeneinander von der "guten" und der "bösen" Welt.

Das Eindrücklichste am ganzen Buch ist der Punkt, wo der ungefähr achtzehnjährige Sinclair aus der (mit Wein aufgefüllten) Leere, in die er nach dem Zerstören der alten, heilen Kinderwelt geraten ist, - plump gesagt dank Abraxas - einen Weg für sich wiederfindet.

Aus heutiger Sicht gleitet das Buch (im Gegensatz zum Steppenwolf) dann wiederum nicht in Hippie-Sphären und Märchenwelten ab (trotz viel a-realem Text), wenn Demian (Sinclairs Freund und Mentor) z. B. biologische Erklärungen einbringt, in seinem Chemielabor arbeitet (Faust?) oder den reinen Symbolgehalt des Kainszeichens und der dualistischen Religion betont.

Vielleicht ein Buch mit nicht besonders viel literarischem Gehalt, eher schlichter, einfacher Sprache, aber ohne Kitsch, mit umso mehr Nähe zum Leser, mit viel Genie.


 Weitere Lesermeinungen


Demian: Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend - Hermann HesseDemian: Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend
Hermann Hesse

Taschenbuch, 7. Dezember 2006
     Verkaufsrang: 103984      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Frh schon geht dem 10-j„hrigen Lateinschler Emil Sinclair die Ahnung davon auf, dass neben der heilen Welt des Elternhauses auch eine rauhe, kalte besteht. Er ist auf dem Weg zu sich selbst und l”st sich von den unglaubhaft gewordenen Normen, wie Religion und Moral und vom Elternhaus. Der Junge sucht die Berhrung mit der ihm fremden Welt und ger„t durch harmlose Prahlereien in die Abh„ngigkeit von Franz Kromer. Getrieben zu kleinen Lgen und Diebereien sieht er seine heile Kinderwelt zusammenbrechen. Gerettet aus diesen Qualen wird er durch einen Mitschler namens Max Demian, der gerade in seine Schule eingetreten ist. Er ist ein selbstdenkender und freier Mensch, der ihn von Franz Kromer schon bald befreit. Von dieser Abh„ngigkeit gel”st, flchtet Sinclair in seine Kinderwelt zurck und geht somit Demian aus dem Weg. Die Kindheit ist jedoch bald vorbei, und er steht in einer fremden Welt. In der neuen Schule ist er ein Sonderling, gilt als Zyniker und ist innerlich voll Trauer. Du rch die Begegnung mit einem M„dchen findet er zu sich zurck. Als er versucht, sie st„ndig zu malen, bemerkt er, daá das Bild Max Demian gleicht. Voller Sehnsucht schickt er Demian eine von ihm gemalte Zeichnung. "Abraxas" lautet die Antwort, die ihm eines Tages in die H„nde f„llt. Ein junger Orgelspieler, Pistorius, weiht ihn n„her in das Wissen um Abraxas ein. Die Achtung vor sich selbst zu bewahren sei diese Religion. Der Orgelspieler, der ihm seine Tr„ume deutet, erz„hlt ihm von diesem mystischen Gott, der Menschliches und Tierisches, Gutes und B”ses, G”ttliches und Teuflisches in sich vereint. Doch bald l”st sich Sinclair von den Interessen seines Freundes Pistorius und versucht, seinen eigenen Weg zu finden. Er trifft auf Demian, der ihn schon erwartet in dem Bewuátsein, dass sich Sinclair ihm n„hern werde. In Frau Eva, Demians Mutter, erkennt er seine Traumgeliebte, die ihm einen neue Art des Lebens zeigt. Er verbringt ein paar sch”ne Monate, die jedoch mit dem Ausbruch des Kri eges ihr Ende nehmen. Er wird weggerissen von Frau Eva und seinem besten Freund. Noch einmal sieht Sinclair Demian als Schwerverwundeten und empf„ngt von ihm den Kuss von Frau Eva, seiner Mutter.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 58 Bewertungen)

Ein Meisterwerk (voller [Jugend-]Psychologie und "Lebensphilosophie")      5 von 5 Punkten
"Der Vogel kämpft sich aus dem Ei. Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören. Der Vogel fliegt zu Gott. Der Gott heisst Abraxas."

Mit keinem anderen Buch konnte ich mich bislang derart identifizieren als mit diesem. Und ich bin wohl nicht der einzige, der so fühlt. Hermann Hesses "Demian", kurz nach dem Ende des ersten Weltkrieges 1919 erschienen, blickt auf eine geniale Weise in die Psyche eines jungen Menschen und verfolgt dessen Entwicklung vom vorpubertären Schuljungen bis zum Studenten. Trotzdem dass es in der wilhelminischen Zeit spielt, ist das Buch meiner Meinung nach äusserst aktuell; ich, 1988 geboren, fand darin zahllose Parallelen zu meinem Leben und meiner Psyche.

Dieser Junge, Emil Sinclair, wirkt in der Rolle des Ich-Erzählers besonders authentisch. Wie er selbst (quasi als fiktiver Schriftsteller) am Anfang sagt, ist die Erzählung die Suche nach "sich selbst", nach einer Identität; dementsprechend verläuft der rote Faden durch das Buch und kaum einmal weicht Hesse von diesem Thema ab. Jedoch treten die Handlungen - besonders gegen Ende des Buches - gegenüber Sinclairs Gedanken, psychologischen Selbstinterpretationen bis hin zu deliriumähnlichen Zustandsbeschreibungen zunehmend in den Hintergrund.

Das Stichwort "Lebensphilosophie" - auch im Titel bewusst mit Anführungsstrichen - traue ich mich fast nicht zu verwenden angesichts immer zahlreicherer esoterischer Lebensratgeber - ein Trend, der erst rund fünfzig Jahre nach dem Erscheinen Demians kommt. Damit hat Demian herzlich wenig zu tun. Dennoch hat das Buch einen gewissen philosophischen Inhalt, insofern es auf die Fragen der eigenen Existenz und Identität eingeht. Das Ich zu finden wird demnach nie vollständig gelingen, aber der Weg dazu ist quasi das Ziel. Zentral dabei ist die Anerkennung der "bösen" Seite der Welt, zu der alles Nicht-Bürgerliche, Nicht-Kirchliche, Nicht-Offizielle, auch das Triebhafte und Sexuelle gehört. Der manichäische Gott Abraxas symbolisiert das dualistische Prinzip, das Nebeneinander von der "guten" und der "bösen" Welt.

Das Eindrücklichste am ganzen Buch ist der Punkt, wo der ungefähr achtzehnjährige Sinclair aus der (mit Wein aufgefüllten) Leere, in die er nach dem Zerstören der alten, heilen Kinderwelt geraten ist, - plump gesagt dank Abraxas - einen Weg für sich wiederfindet.

Aus heutiger Sicht gleitet das Buch (im Gegensatz zum Steppenwolf) dann wiederum nicht in Hippie-Sphären und Märchenwelten ab (trotz viel a-realem Text), wenn Demian (Sinclairs Freund und Mentor) z. B. biologische Erklärungen einbringt, in seinem Chemielabor arbeitet (Faust?) oder den reinen Symbolgehalt des Kainszeichens und der dualistischen Religion betont.

Vielleicht ein Buch mit nicht besonders viel literarischem Gehalt, eher schlichter, einfacher Sprache, aber ohne Kitsch, mit umso mehr Nähe zum Leser, mit viel Genie.


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Gesammelte Werke: Gesammelte Werke 10. Fahles Feuer: Bd 10 - Vladimir NabokovGesammelte Werke: Gesammelte Werke 10. Fahles Feuer: Bd 10
Vladimir Nabokov

Gebundene Ausgabe, Dezember 2007
     Verkaufsrang: 132905      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 28,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Nabokovs vierzehnter Roman der erste aus der Zeit nach ®Lolita¯ gibt sich als die kommentierte Ausgabe eines 999 Zeilen langen Gedichts mit dem Titel ®Fahles Feuer¯, verfasst von John Shade, einem bedächtigen neuenglischen Lyriker und Professor, der von einem Mörder erschossen wurde, ehe er die tausendste, die letzte Zeile zu Papier bringen konnte. Der Herausgeber ist sein Kollege, Nachbar und angeblicher Freund Charles Kinbote. Dessen Kommentar verfehlt jedoch Shades ernstes Poem, in dem es um den Selbstmord der schwierigen und hässlichen Tochter, umden Tod und die Wahrscheinlichkeit eines Lebens danach geht, auf eine so dreiste wie groteske Weise. Kinbote gibt sich nämlich als der exilierte König von Zembla zu erkennen, Carl der Vielgeliebte, der Shade nicht dazu bringen konnte, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, und der es nun in Form von Anmerkungen zu ®Fahles Feuer¯ selber tut. Ihm galt, so meint er, auch die Kugel, die Shade tötete.



In einem andern Land - Ernest HemingwayIn einem andern Land
Ernest Hemingway

Taschenbuch, Juli 1999
     Verkaufsrang: 48537      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Dieser wohl berühmteste Roman Ernest Hemingways, der auf seinen eigenen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg basiert, erzählt die Geschichte einer hinter der Front aufblühenden Liebe zwischen einer Krankenschwester und einem Offizier. Die Verbindung von männlich empfundenem Fronterlebnis und zartester Verhaltenheit des Eros macht dieses Buch zu einem klassischen Meisterwerk.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Liebe, Krieg und Scheitern      5 von 5 Punkten
Mit diesem Roman stellt Hemingway einmal mehr seine vermutlich unübertroffene Erzählkunst unter Beweis. Er schafft es wie kaum ein anderer, mit einfachen Stilmitteln die Spannung kontinuierlich zu steigern; eine Fähigkeit, die man von ihm in erster Linie von seinen Kurzgeschichten kennt. Wie in praktisch all seinen Werken hat er auch hier "erdige", bodenständige Themen gewählt: Die Liebe, den Krieg und das menschliche Scheitern. Im Laufe der Zeit führt Hemingway dem Leser vor Augen, wie aussichtslos die Suche nach ein bißchen Glück verlaufen kann.
Und dennoch findet sich in der Aussichtslosigkeit ein Funken Hoffnung, so dass dieser Roman keineswegs Pessimismus sondern eher Melancholie verbreitet - eine erstaunliche Tatsache, wenn man sich vor Augen führt, dass Hemingway mit "A Farewell to Arms (In einem anderen Land)" seine traumatische Kriegsvergangenheit des 1. Weltkrieges aufgearbeitet hat - wie der Meister selbst sagt: "Das Leben läßt sich ganz gut einrichten, wenn man nichts zu verlieren hat." (Das 255. Hemingway'sche Gesetz)


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Der Erwählte - Thomas MannDer Erwählte
Thomas Mann

Sondereinband, 1. Januar 1989
     Verkaufsrang: 104927      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die Legende vom Papst Gregorius ist Thomas Mann früher, als er selbst erinnerte, bekannt geworden: Im Wintersemester 1894/1895 als Hospitant in den Vorlesungen des Münchner Germanisten Wilhelm Hertz über Hartmann von Aue. Auf diesen im Inzest gezeugten ¯christlichen Ödipus® mit der ¯Kraft der Reue zur Vergebung jeglicher Sünde® stieß er dann wieder, auf der Suche nach einem Stoff ¯zur Verarbeitung als groteske Puppenspiele® für seinen Helden Adrian Leverkühn, ¯in dem alten Buch Gesta Romanorum ®; erst da, im Oktober 1945, wurde er sich, den Legendenstoff im entstehenden Doktor Faustus zusammenfassend, des Reizes der Eigengestaltung bewußt; der Faust-Tragödie sollte nach antikem Beispiel das Satyrspiel - ¯dieses in Gott vergnügte Büchlein® - folgen. Unter Nutzung aller Mittel, ¯die der Psychologie und Erzählkunst in sieben Jahrhunderten zugewachsen sind®, formte, ja stilisierte er ¯ein zeitlich ziemlich unbestimmtes übernatio-nalabendländisches Mittelalter mit einem Sprachraum, wo
das Archaische und das Moderne, Altdeutsche, Altfranzösische, gelegentlich englische Elemente sich humoristisch mischen®.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Habemus papam      5 von 5 Punkten
Einfach nur wunderbar! Die Kirche lief Sturm gegen dieses 1951 erschienene Spätwerk Thomas Manns. Wie könne man sich nur so an der Schöpfung vergehen. Wie auch immer, für alle Nichtdogmatiker ist dieser Roman ein köstlicher Spaß.
Erzähler ist der Mönch Clemens, der uns diese Geschichte "zur Unterhaltung" berichtet. Protagonist ist Gregorius, das Kind von Wiligis und Sibylla, einem Geschwisterpaar. Als diese das unerhörte Ausmaß ihres Aktes begreifen, legen sie das Baby in ein kleines Schiffchen und setzen dieses auf dem Meer aus, beigelegt ein Bericht über die schändliche Herkunft des Kindes. Ein Abt auf einer kleinen Insel findet das Schiffchen, nimmt den kleinen Gregorius auf, verheimlicht aber vor aller Welt die Geschichte seiner Herkunft und lässt dem Jungen eine theologische Erziehung angedeihen. Als junger Mann erfährt Gregorius jedoch von seinem Makel und beschließt auf Ritterfahrt zu gehen, um seine Sünden zu büßen. Dabei befreit er eine Stadt und heiratet dessen Herrin. Diese Herrin ist, man hält es nicht für möglich, seine Mutter. Nach mehreren Jahren erfahren die beiden durch Zufall von dieser Misslichleit und der gute Gregorius beschließt, den Rest seines erbärmlichen Lebens auf einem kahlen Felsen in Meer zu verbringen. 17 Jahre später, die Kirche ist durch ein Schisma gespalten, haben zwei Kirchenmänner eine Vision, dass der neue Papst seit 17 Jahren sein Dasein auf einem Felsen fristen soll. Sie begeben sich sofort auf die Suche und finden auch tatsächlich Gregorius, der auf wundersame Weise überlebt hat und zum neuen Papst ernannt wird. Als Sibylla von diesem neuen, wundersamen Papst erfährt, begibt sie sich zu ihm, um Absolution von ihren Sünden zu erlangen. Sie erkennen sich gegenseitig, fallen sich in die Arme und dem Happy End steht nichts mehr im Wege.

Das Unterhaltsame an diesem Roman ist die durchweg vorhandene Ironie in der Erzählung Clemens. Er erwähnt zwar ständig, wie schlimm das doch alles sei und wie schwer es ihm doch falle, alles wahrheitsgemäß zu berichten, doch tut er es doch mit einer unverhohlenen Freude am Detail. Zusätzlich dazu macht Manns einmaliges Sprachniveau die Lektüre dieses Romans zu einem großen Vergnügen.

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Dubliner - James JoyceDubliner
James Joyce

Taschenbuch, Februar 2008
     Verkaufsrang: 75246      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"Dublin ist eine so kleine Stadt; jeder weiß, was jeder andere treibt", sinniert der Junggeselle Mr. Doran, der die Tochter seiner Zimmerwirtin in Schwierigkeiten gebracht hat. Und der reiselustige Gallaher seufzt zufrieden: "Ich fühl mich viel wohler, seit ich wieder im lieben schmuddeligen Dublin an Land gegangen bin."
Meisterhaft erzählt Joyce vom Leben in Dublin, von kleinen Angestellten, von der guten Gesellschaft, von Dienstmädchen und Pensionswirtinnen, "die alle ihre Fröhlichkeit durch die Sünde oder den Gedanken an die Sünde bewahren", wie zum Erscheinen des Buches 1914 im Manchester Guardian zu lesen war


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Viel Gefühl      5 von 5 Punkten
Dubliners kann als Einführung zum großen Ulysses gelten. Man begegnet jetzt schon den Personen die später den Ulysses bevölkern, hier werden diese Gestalten jedoch näher betrachtet. Man begegnet also Taugenichtse, Säufer, von Pech verfolgten Menschen und, und, und.
An sich sind die Geschichten nicht anders als die von anderen Autoren und doch sind sie so intensiv erzählt, dass man glaubt, man begegnet diesen Personen tatsächlich. Sehr realistisch beschreibt Joyce z.B. den Abend eines Mannes, der frustriert nach Hause kommt (weil, er obwohl viel getrunken hat, es ihm doch nicht gelungen ist, sich ganz zu betrinken) und seinen kleinen Sohn verprügelt. Schon beim Lesen tut es weh. Oder den Abend eines Ehepaares, wo der Ehemann entdeckt, dass die Ehefrau schon mal von einem Jungen geliebt wurde, und zwar so sehr, dass ihm seine Liebe zu seiner Frau hingegen lächerlich erscheint.
Usw.


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Gruppenbild mit Dame - Heinrich BöllGruppenbild mit Dame
Heinrich Böll

Broschiert, November 2000
     Verkaufsrang: 83249      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Leni Pfeiffer, geborene Gruyten, Jahrgang 1922, lernt während des Krieges den sowjetischen Kriegsgefangenen Boris kennen und lieben, besorgt ihm einen deutschen Paß und muß erfahren, daß er in einem Lager der Amerikaner umkommt. Inzwischen ist sie achtundvierzig und ihr gemeinsamer Sohn sitzt im Gefängnis, weil er auf seine Weise ein an der Mutter begangenes Unrecht korrigieren wollte . . . Ein ironisch als 'Verf.' eingeführter Autor rekonstruiert aus hinterlassenen...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Köln und Umgebung      5 von 5 Punkten
Als die Erzählung erschien, wurden die Ereignisse und Personen sofort mit dem Ende der Gruppe 47 unter der Leitung von Hans Werner Richter verglichen, dem die Erzählung auch gewidmet ist. Verlagert in die Zeit des Westfälischen Friedens treffen sich auch hier Dichter, um sich gegenseitig auszutauschen und die politischen Umwälzungen ihrer Zeit zu diskutieren. Wer die Querverbindungen nicht kennt, wird trotzdem auf eine meisterliche Fabel über das Jahr 1647 stoßen, auf ein Treffen, das von den politischen Meinungsunterschieden, der Bedrohung durch schwedische Truppen geprägt ist. Natürlich hat es diese Treffen nie gegeben, doch es erzählt davon wie Künstler versuchen, Einfluss zu nehmen. Grass ist stets der Chronist seiner Zeit gewesen, hat die Diskussionen und Anfeindungen gegen Ende der Gruppe 47 miterlebt und zeichnet in seiner Erzählung das Bemühen nach, einen gemeinsamen Friedensaufruf zu veröffentlichen. Wie schwierig dies in Gremien, unter eigentlich Gleichgesinnten zu erzielen ist, weiß er aus persönlicher Erfahrung. Das Wort Gemeinsam entpuppt sich dabei oft als Hemmschuh. Auch 1647 muß bis an die Grenze der Erschöpfung, des Streits darum gerangelt werden, diesen Aufruf zustande zu bringen. Selbst die Schlusspointe, wenn das Treffen anders ausgeht, als Grimmelshausen, Reigersfeld, Logau und Kollegen gedacht haben, ähnelt dem abrupten Ende der Gruppe 47. Es ist vor allem jedoch eine Erzählung über Wünschen und Umsetzen und das weite Feld dazwischen.


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Tortilla Flat - John SteinbeckTortilla Flat
John Steinbeck

Taschenbuch, 1987
     Verkaufsrang: 135605      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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John Steinbeck gehört wohl zweifellos zu den einflußreichsten Schriftstellern der neuzeutlichen amerikanischen Literatur. Zahlreiche Veröffentlichungen in gigantischen Auflagen, sowie die Auszeichnung des Nobelpreises für Literatur 1962 sind die Meilensteine seiner schriftstellerischen Karriere.

Keine Arbeit, kein Dach über'm Kopf, keine Versicherung, kein Auto. Die Schreckensvorstellung eines jeden Deutschen. Aber es gibt doch noch so vieles mehr, daß ein Leben lebenswert machen kann: Gute Freunde, der Strand, das Meer, die nächste Flasche Wein. Steinbeck beschreibt ein Leben, daß so arm, und doch so voller Reichtum ist, wie wir es in unseren Plastikburgen und gummibeschuhten Blechkisten nie erleben werden. Leider, und Gottseidank. Für Steinbecks Hauptdarsteller findet das Leben täglich statt. Von einer Flasche zur Nächsten, zu einer schnellen und flüchtigen Berührung mit der Matrone von nebenan, und zurück zum Fuselladen. Das Leben macht allerdings eine unverhoffte Kehrtwendung, wenn einer der liebenswert faulen Truppe der Bewohner von Tortilla Flat ein Strandhäuschen erbt. Jetzt ist er mit einem Male wer! Aber es dauert nicht lange, bis er sich in seinem neuerworbenen Reichtum doch etwas einsam fühlt, und nach und nach findet sich die gesamte Gruppe wieder zusammen: als seine Untermieter.

Leider haben die aber trotzdem noch keine Kohle, und als verantwortungsvoller Kapitalist muß natürlich auf die Miete bestanden werden, da gibt's ja nichts! Also wird geschuldet und Buch geführt -- ganz professionell... Und da ihm ja nun nach kurzer Zeit jede Menge Geld schuldig ist, wird auch sein Kredit beim Fuselladen entsprechend erhöht. So ist das nun mal im Wohlstandsleben: Alles ist ja soviel einfacher, wenn Mann was hat. Allerdings verändert sich nichts wirklich, es wird immer noch versucht, sich gegenseitig übers Kreuz zu legen, es gibt immer noch stundenlange Diskussionen darüber, wer denn nun den nächsten Wein besorgt, wo, und wie. Fast wie in der Studenten-WG nebenan. So bleibt dann nicht wirklich ein Abschiedsschmerz, wenn die Bude dann eines Nachts abfackelt. Wer denn nun im Vollrausch seiner mieterlichen Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen ist, bleibt eigentlich nebensächlich.

Worum es geht, ist die Menschlichkeit und der Zusammenhalt der Truppe in einer Umgebung von aussichtsloser Armut und Bescheidenheit. Es geht ums Überleben, und darum, wie die eigene Würde nur durch die Schaffung einer eigenständigen -- wenn auch isolierten -- (Sub-) Kultur erhalten werden kann. Die Werte werden verschoben, und was bleibt ist das, was in unserem Luxusleben oft verloren geht: Gemeinsam alleinsein koennen, Genuß der winzigsten Kleinigkeiten des Lebens, Herzlichkeit, echter Schmerz, abgrundtiefe Sehnsucht, und -- Freude am bloßen Dasein! Ein sehr humorvolles und lebendiges Buch voller verlorener Träume, voller Respekt und Liebe für ein Leben, das wir nur aus Dokumentarfilmen kennen, aber auch voller Traurigkeit. Sehr empfehlenswert für all diejenigen, die sich -- wie ich -- manchmal fragen "War da nicht noch was?" --Thomas Kaminski

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

WG der Müßiggänger & Habenichtse      5 von 5 Punkten
Steinbecks großer Durchbruch "Tortilla Flat" spielt im Kalifornien der Prohibitionszeit: Ein junger Mann namens Danny, der in seinem Leben noch nicht viel geleistet hat, und auch keine große Lust dazu hat, kehrt aus dem Ersten Weltkrieg zurück, und erfährt, dass ihm sein verstorbener Onkel zwei Häuser hinterlassen hat. Damit ist er auf der sozialen Leiter im Ort Tortilla Flat deutlich aufgestiegen allerdings ist ihm jeder Standesdünkel fremd: Alle seine Freunde und Kameraden, die seine Abneigung gegen jede geregelte Tätigkeit teilen, lädt er ein, bei sich zu wohnen. Keiner von ihnen besitzt mehr als den Inhalt seiner Hosentaschen, aber solange es genug Wein gibt, haben sie doch alles, was sie brauchen. Und da im Haus von Danny auch jeder Besitz brüderlich geteilt wird, nehmen sie es auch mit dem Eigentum der anderen Stadtbewohner nicht allzu genau.
Steinbeck schildert die oft amüsanten, manchmal melancholischen Abenteuer der Freunde in kurzen, in sich geschlossenen Abschnitten, so dass sich "Tortilla Flat" wie ein Kurzgeschichtenband liest. Sein Ton ist bisweilen nicht ganz frei von Ironie, dem liebevollen Umgang mit seinen Figuren tut dies allerdings keinen Abbruch.

Mancher mag dieses schmale Büchlein mit seinem fast schon kindlichen Erzählstil banal finden; auf der anderen Seite halte ich ein Buch das dem Leser einfache aber fundamentale Weisheiten wie Freundschaft, die Freude des Teilens oder der Langsamkeit wieder ins Gedächtnis bringt für allemal überzeugender als auf 400 Seiten aufgeblähte, prätentiöse Psychodramen.
Steinbeck erzählt mit viel Wärme und Humor von unwichtigen, einfachen Charakteren: Auch Menschen, die diese Welt nicht erfunden haben, haben eine Stimme verdient.


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Hotel Savoy - Joseph RothHotel Savoy
Joseph Roth

Taschenbuch, März 2003
     Verkaufsrang: 25123      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Gabriel Dan kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Im Hotel Savoy macht er Station. Es wird für ihn zu einer Welt im Kleinen: glanzvoll von außen, armselig innen. Er begegnet Künstlern, Schiebern, Kommunisten, einem Millionär und einer Tänzerin. Immer mehr gleicht das Hotel einer Wartehalle für bunte Existenzen in einer aus den Fugen geratenen Zeit.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Heimkehr ins Wurzellose      5 von 5 Punkten
Gabriel Dan, Sohn russischer Juden, der in Wien großgeworden ist, betritt im Herbst 1919 nach langem Fußmarsch wieder die europäische Bühne. Er ist Kriegsheimkehrer und kommt aus russischer Gefangenschaft. In der Stadt, in der er anlangt - und die auffallende Züge mit Lodz aufweist -, steigt er im Hotel Savoy ab. Dieses Riesenhotel umfasst 864 Zimmer - je höher gelegen, desto schäbiger. Im Hochparterre wohnen die Herrschaften, im siebten und letzten Stockwerk armselige Menschen, die von der Hand in den Mund leben. Gabriel Dan bezieht Zimmer 703 im 6. Stock. Dieses Zimmer kann er sich allerdings nur deswegen leisten, weil sein reicher Onkel Phöbus Böhlaug, der in einer vornehmen Vorstadtvilla wohnt, es nicht vermeiden kann, ihm mit einer Geldsumme und einem abgetragenen Anzug auszuhelfen. Im Hotel, insbesondere im letzten Stockwerk, lernt Gabriel allerlei Gestalten kennen, die sich irgendwie weiterwursteln, wie etwa die Variété-Tänzerin Stasia, den Clown Wladimir Santschin oder auch den Juden Hirsch Fisch. In der Bar des Hotels verkehren aber auch die reichen Industriellen der Stadt wie der Fabrikbesitzer Philipp Neuner oder der Anilinfabrikant Herr Kanner, deren Angewohnheit es ist, nackt auftretende Tänzerinnen zu zwicken. Indes bricht in der Fabrik des Herrn Neuner ein Streik aus, derweil der Strom der Kriegsheimkehrer nicht abreißt. Die Stimmung in der Stadt wird immer gereizter. Alles scheint nur noch auf Henry Bloomfield zu hoffen, den Sohn des Jechiel Blumenfeld, der es in Amerika zu großem Reichtum gebracht hat und der dann und wann seine alte Heimatstadt zu besuchen pflegt. Als Bloomfield mitsamt Sekretär und Leibfriseur tatsächlich im Hotel Savoy absteigt, wird er sofort von allerlei Besuchern und Bittstellern umlagert. Um derer Herr zu werden, stellt er Gabriel Dan als zweiten Sekretär ein. Die geschäftlichen Angebote und Hilfsgesuche nehmen kein Ende, so dass selbst ein Henry Bloomfield sie nicht alle befriedigen kann. Ernüchterung und Enttäuschung machen sich breit, und viele fragen sich, wozu er eigentlich gekommen sei. Nur einige arme Bettler wissen es, auch Gabriel Dan kommt aus Zufall dahinter: Henry Bloomfield liegt es hauptsächlich daran, das Grab seines alten Vaters Jechiel Blumenfeld aufzusuchen, denn: „Ich bin ein Ostjude, und wir haben überall dort unsere Heimat, wo wir unsere Toten haben". Indes eskaliert der Streik der Fabrikarbeiter, und der weiter anwachsende Strom der Heimkehrer tut ein übriges dazu, die Unzufriedenheit zu schüren, während zu allem Übel Typhus ausbricht. Bald nachdem Henry Bloomfield abgereist ist, kommt es denn auch zur gewaltsamen Entladung, in deren Verlauf das Hotel Savoy abbrennt. Viele Opfer sind zu beklagen. Gabriel Dan, der in der Stadt nichts mehr verloren hat, reist mit dem erstbesten Zug westwärts weiter. „Hotel Savoy", einer der ersten Romane Joseph Roths, erschien 1924. Dem Konzept und dem Stil nach ist er späteren Werken aber bereits so gut wie ebenbürtig. Bemerkenswert ist die Seelenlage des entwurzelten, ehemaligen Frontsoldaten, der sich nicht nur in das Los anderer Heimkehrer, Proletarier, armseliger Menschen und sonstiger Revolutionäre einzufühlen vermag, sondern gleichzeitig und nahezu auf das Selbstverständlichste Sekretär des Millionärs Henry Bloomfield wird. Auch das Leben und Treiben der reichen Industriellen der Stadt sowie das der ärmlichen Kaftanjuden, die versuchen, sich mit Valuta-Geschäften über Wasser zu halten, bleibt ihm nicht fremd. Das eine oder andere Mal verkehrt er in deren jeweiligen Kreisen und teilt, wenn auch nur zeitweilig, hautnah deren Schicksal. Dies machen die Stellung und der Blickwinkel des gesellschaftlich Entwurzelten und des zugleich Feinfühligen möglich. Einem anderen Autor wäre solche sozialkritische Durchleuchtung eher aus dem sicheren Abstand der dritten Person gelungen. Joseph Roth schafft es aufs Glaubwürdigste in der ersten Person. Es ist dabei ein Künststück des Gabriel Dan - und des Joseph Roth -, dass trotz aller Einfühlung kritische Distanz, aber auch kritische Sympathien niemals verloren gehen. Dies nicht zuletzt dank des eigenartigen Stils : knapp und sachlich und zugleich sachte lyrisch. All dies Eigenschaften, die sich in Joseph Roths späteren, bekannteren Werken wiederfinden sollten. Nicht zuletzt die jüdische Thematik, die in solchen Werken wie „Juden auf Wanderschaft" oder „Hiob" noch zu Glanzleistungen kommen sollte, ist in „Hotel Savoy" schon im Keim enthalten.


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Der Seewolf - Jack LondonDer Seewolf
Jack London

Taschenbuch, August 2001
     Verkaufsrang: 28893      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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In einem seiner berühmtesten Romane schildert Jack London das Aufeinanderprallen des weltfremden Schriftstellers Humphrey Van Weyden und des Kapitäns Wolf Larsen, dem sich als Übermensch gebärdenden Seewolf.Warnsignale über der Bucht von San Francisco. Aus den Wellen des Meeres wird der über Bord geschleuderte Schriftsteller van Weyden von einem Robbenfänger gerettet. Ein gespenstischer Schoner, die Ghost, ihr absoluter Herrscher, Kapitän Wolf Larsen, der...

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Gänsehaut      5 von 5 Punkten
Jedem dem die vierteilige Verfilmung dieses Buches noch in Erinnerung ist, wird bei dem Namen "Seewolf" eine Gänsehaut über den Rücken laufen.
Noch eindringlicher wird dieses Gefühl, wenn man sich das zu Grunde liegende Buch zu Gemüte führt.
Wer Abenteuerromane für Fortgeschrittene mag, wird dieses Werk lieben, auch wenn er die Story zu großen Teilen bereits aus dem Film kennt.


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Einladung zur Enthauptung - Vladimir NabokovEinladung zur Enthauptung
Vladimir Nabokov

Taschenbuch, April 1999
     Verkaufsrang: 131399      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"In Übereinstimmung mit dem Gesetz wurde Cincinnatus C. das Todesurteil im Flüsterton mitgeteilt." Ein Mann sitzt im Gefängnis, auf die Hinrichtung wartend; er träumt, phantasiert, erinnert sich, schreibt und hat Angst. Das Verbrechen, das er auf dem Schafott büßen soll, ist seine Existenz als Einzelgänger.
Der große Erzähler Vladimir Nabokov hat mit diesem frühen Roman eine der bittersten Satiren der Weltliteratur geschrieben.


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Zeitloses Meisterwerk      5 von 5 Punkten
In "Einladung zur Enthauptung" von Vladimir Nabokov wird die Geschichte des Angeklagten Cincinnatus C. geschildert, der von einem in sich sinnlosen System im Flüsterton (so schreibt es das Gesetz vor), zum Tode verurteilt wird.
Sein Verbrechen? Er ist nicht transparent so wie die ganzen anderen Menschen, er ist leicht verschlossen und wirkt somit auf seine Mitmenschen wie eine Bedrohung, wie ein Monster und soll deshalb auf dem Schafott sterben.
Ihm begegnen in seiner "Leidenszeit" im Gefängnis etliche irreale und fast schon lächerliche Personen, sei es der Direktor, der rothaarige Wärter (mit dem Cincinnatus in seiner Fantasie auch gerne mal tanzt), das kleine Mädchen oder einzig sonstige Häftling der riesigen Festung und all dies mündet in das überraschende Ende, welches ich hier nicht vorwegnehmen will.

Meiner Meinung nach ist Vladimir Nabokov zu Unrecht immer nur auf das eine Buch Lolita festgelegt, denn dieses Buch übersteigt Lolite meiner Ansicht nach um einiges.
Es ist packend geschrieben, fast schon komisch und an manchen Stellen leidet man wirklich mit dem Protagonisten mit und fragt sich wie eine solche Behandlung zustande kommen kann.
Natürlich werden dem geneigten Lesen sofort parallelen zu "Der Prozeß" von Franz Kafka auffallen und diese Tatsache wird viele auch spalten, jedoch kommt es auf den Geschmack des Erzähl und Schreibstils an, welches dieser beiden Meisterwerke man bevorzugt.
Ich kann jedem "Einladung zur Enthauptung" nur ans Herz legen, allein schon aufgrund der erfrischenden Erzählweise von Nabokov, der beschreiben kann, dass man fast schon die Charaktere des Buches vor sich sieht.

Ich muss auch erwähnen, dass das Buch einen hohen wiederlese Wert hat, denn von Mal zu Mal fällen einem mehr und mehr Hinweise auf, die Nabokov in die Geschichte einfließen ließ und auch mehr Kritik zum Beispiel am Nazionalsozialismus oder am Kommunismus wird einem klar. (Nabokov war ein Exilrusse, was diesen Kritikpunkt auch etwas stärker werdeb lässt, desweiteren lebte und schreibte er dieses Buch in Deutschland kurz bevor die Nazis die Macht übernahmen.)

Alles in allem ein perfektes Buch, wenn nicht wieder das Laster des kleinen Mädchens wäre, was den kennenden Lesen sehr stark an Lolita erinnern dürfte.
Aber dieses Motiv zieht sich, genauso wie das "Tam Tam Tam" Motiv durch viele seiner Bücher. (Das "Tam Tam Tam" Motiv ist im Nachtrag des Buches erklärt!)

Eine klare Kaufempfehlung eines großen Nabokov Fans.


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