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| Klassiker des 20. Jahrhunderts | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Vater eines Mörders: Eine Schulgeschichte Alfred Andersch Broschiert, Oktober 2006 Verkaufsrang: 105244 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der vierzehnjährige Franz Kien beschreibt eine Griechischstunde im Mai 1928. Schuldirektor Himmler kommt, um die Klasse zu inspizieren. Bald wird jedoch klar, daß er vorhat, ganz bestimmte Schüler zu examinieren. Nach dem Adligen Konrad von Greiff ist Franz Kien selbst an der Reihe. Der Schuldirektor unternimmt alles, um ihn zu blamieren.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Die Wurzeln einer Bestie 5 von 5 Punkten In "Der Vater eines Mörders" blickt der Autor Alfred Andersch auf das Ende seiner eigenen Schullaufbahn zurück und lässt an seiner Stelle den Schüler Kien nocheinmal eine Griechisch-Stunde im Jahre 1928 durchleben. So banal dieses Erlebnis auf den ersten Blick auch scheinen mag, so wird es doch durch das Auftreten seines Rektors in dieser einen Schulstunde mit einer großen Brisanz gefüllt. Wer ist dieser Mann? Weshalb ist er von so großer Bedeutung? Der Rektor ist niemand geringerer als ein Herr Himmler, seines Zeichens Vater des Reichsführer-SS Heinrich Himmler.
Trotz dieses Wissens erscheint der Verlauf der Stunde auf den ersten Blick nicht allzu außergewöhnlich: Rektor Himmler prüft unangemeldet Schüler auf ihre Kenntnisse der griechischen Grammatik hin. Streng und mit herrischem Gebahren weist er dabei seine Schüler und ihren Lehrer zu recht, ja wirft schließlich sogar einen besonders vorlauten Schüler von der Schule. Die Grundmotivation die Himmler dabei an den Tag legt, scheint aber zunächst recht humanistisch. Es wird sogar erwähnt, dass er bewusst jegliche politischen Symbole als den Unterricht störend deklariert und aus den Klassenräumen verbannt hat. Was jedoch als Strenge beginnt, schlägt alsbald in puren Sadismus um, in die Freude an der Demütigung und Bloßstellung der Schüler vor der Klasse. Letztlich ruft er den Schüler Kien an die Tafel, quält diesen mit pedantischen Aufgaben, wohl wissend, dass dieser sie nicht zu lösen vermag, nur um ihn dann unter dem noch demütigeren Hinweis auf sein armes Elternhaus von der Schule zu verweisen.
Drei Facetten des Buches tragen dabei entscheidend zur Güte des Gesamtswerkes bei.
Zum einen ist dies die gekonnte Sprachverwendung Anderschs, die vor dem Auge des Lesers ein erschreckend plastisches Bild dieser einen besonderen Stunde zeichnet. Die Liebe zum Detail, die Andersch dabei an den Tag legt, reicht sogar so weit, dass er bewußt orthographische Fehler in den Text einbaut, um so den Eindruck zu verstärken, das Buch sei ein vom Schüler Kien geschriebener Aufsatz.
Die zweite Facette ist die wirklich gelungene Rekonstruktion des damaligen Schulalltags, der weit entfernt war von modernen pädagogischen Idealen. Stattdessen, so macht Andersch eindrücklich deutlich, herrschte ein streng hierachisches Klima in den Klassenzimmern, ja fast schon eine Verpflichtung der Schüler zur Unterwerfung unter den als absolut geltenden Willen des Lehrers.
Als finale hervorzuhebende Seite des Buches ist, wie könnte es anders sein, das Psychogramm des Rektors Himmler nicht zu vergessen. Mit beeindruckend begrenzten Mitteln (nämlich im Zeitraum nur einer Stunde und mit dem Sprachgebrauch eines Jugendlichen) schafft es der Autor dieses so auszugestalten, dass am Ende der Lektüre der Charakter Heinrich Himmlers zumindest etwas weniger verworren erscheint: Der Vater säte mit seiner Pedanterie, seiner Mitleidslosigkeit und seinem Sadismus das ein, aus dem später der Mörder von Millionen erwachsen sollte. Dass Anderschs, obwohl er wichtige Denkanstöße gibt, in der Kürze des Buches keine komplette Erklärung für die "Bestie Himmler" geben kann, versteht sich fast schon von selber.
Was Anderschs mit dieser Schulnovelle liefert, ist ein exellent geschriebenes Psychogramm des Vaters eines Mörders. Ein in jeder Hinsicht lesenswertes Buch!
Literatur die der Mensch nicht braucht. 1 von 5 Punkten Der Titel verspricht mehr als wirklich im Buch enthalten ist. Man glaubt, etwas über den Hintergrund Himmlers, einer der größten Naziverbrecher und 'Massenmörder', zu erfahren, wie er das geworden ist, was er geworden ist. Leider Fehlanzeige. "Himmler ist Sadist und Nazi weil sein Vater streng und sadistisch war", zu einfach, zu stumpfsinnig. Der Inhalt dieses Buches ist vielleicht eine nette Anekdote Andersch's, aber für ein Buch zu konsistenzlos. Wäre vielleicht nett gewesen, wenn er das Geschichtchen in einer dieser Kriegsreportagen in ein paar Minuten abgehandelt hätte, aber nicht so. |
Brief einer Unbekannten Stefan Zweig Taschenbuch, Oktober 2006 Verkaufsrang: 119570 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Mit einem einzigen Brief kann man keine Meisternovelle erschaffen? - Man kann! 5 von 5 Punkten Der "Brief einer Unbekannten" erschien erstmals 1922 in der Sammlung "Amok. Novellen einer Leidenschaft". Und wahrlich, mit Leidenschaften kannte sich Stefan Zweig bestens aus. Er besaß sie nicht nur, er beobachtete sie, formte sie in seinem Innern und bannte sie wie wohl kein Zweiter in stilistisch feinster Manier auf Papier.
Leidenschaften reißen mit, aber sie bergen auch den Kontrollverlust in sich. Der Mensch läuft Gefahr, seiner Leidenschaft dergestalt ausgeliefert zu sein, dass sie sein Leben willkürlich lenkt.
Und eine solche Form der Leidenschaft entblättert sich in dieser Novelle vor dem Leser eines Briefes. Er, ein berühmter, oberflächlicher und durchaus libidinöser Schriftsteller, liest die Zeilen einer Verehrerin. Dabei tritt nicht nur die hingebungsvolle Passion einer jungen Frau, sondern auch das damit im Zusammenhang stehende menschliche Versagen zutage.
"(...) Was war mir Freundschaft, was meine Existenz gegen die Ungeduld, wieder einmal Deine Lippen zu fühlen, dein Wort weich gegen mich gesprochen zu hören. So habe ich Dich geliebt, nun kann ich es dir sagen, da alles vorbei ist und vergangen. Und ich glaube, riefest Du mich von meinem Sterbebette, so käme mir plötzlich die Kraft, aufzustehen und mit Dir zu gehen."
Diese Form der leidenschaftlichen Liebe, die in ihrer Absolutheit und Unbedingtheit, wie sie die Protagonistin vorträgt, etwa an die zwischen Catherine und Heathcliff in Emily Brontes "Stürmhöhe" erinnert, trägt nur ein Manko: Sie blieb einseitig.
"Dir, der du mich nie gekannt" lautet die Überschrift des Briefs. Und in der Tat muss der Leser des Briefes - wie auch der Leser der Novelle - am Ende eine zweite Form falscher Leidenschaftlichkeit erkennen: oberflächliche.
Fazit: Die Form der Psychologisierung, die Zweig seinen Novellen einzuhauchen wusste, fesselt den Leser auch heute noch. Sein Stil, fließende und kunstvolle Satzgebilde, ist überragend. Die im Brief angelegte stufenweise Entblößung stellt einen kleinen Kunstgriff dar, eingeklammert mit den Reaktionen des Schriftstellers vor und nach dem Öfnnen des Briefes. Ohne Zweifel reiht sich "Brief einer Unbekanntem" nahtlos in die großen Novellenschöpfungen Zweigs ein.
Meisterwerk 5 von 5 Punkten "Brief einer Unbekannten" ist das Beste, was ich von Stefan Zweig gelesen habe (neben "Ungeduld des Herzens").
Als der Schriftsteller ahnungslos den Brief öffnet, in dem es heisst, das gemeinsame Kind sei gestorben, begreiftd er Leser ebensowenig wie er, was das bedeuten soll. Genial, wie allmählich - in dem langen Brief - enthuellt wird, in welcher Beziehung die Unbekannte zu dem Schriftsteller steht:
Als sie ein Kind war, waren sie Nachbarn, und sie hat sich unsterblich in ihn verliebt. Die Liebe zu ihm bestimmt fortan ihr gesamtes Leben, und immeer wieder kreuzen sich ihre Wege im Laufe der Jahre, ohne dass er sie wiedererkennt.
"Brief einer Unbekannten" ist der Brief einer Hörigen, einer Besessenen, die nur fuer einen einzigen Menschen gelebt hat - den Schriftsteller - und dann noch fuer das, was sie von ihm hatte, nämlich das gemeinsame Kind. Als das Kind stirbt, ist auch ihr Leben zu Ende.
Fesselnd und beklemmend.
Mitreißende innere Berührung 5 von 5 Punkten Nichts ist persönlicher als ein Brief. Goethes Werther, Kafkas "Brief an den Vater", Oriana Fallacis "Brief an ein nie geborenes Kind" und auch der überaus lesenswerte Brief "Fast ganz die Deine" einer kränkelnden Frau an ihren Fast-Mann von Marcelle Sauvageot geben hiervon beredtes Zeugnis.
Sprachlich tief und berührend schreibt Zweig von der gelebten Liebe einer Frau, die unerkannt ihrem Geliebten gegenüber ihre Liebesbeweise in einem letzten Brief offenbart. Nicht mit freudiger Erwartung beginnend wie Sauvageot es dem Leser offeriert, sondern hart und direkt beginnt in Zweigs Novelle diese Frau ihren Brief an den "Dir, der du mich nie gekannt": "Mein Kind ist gestern gestorben". Und die Verwirrung der Gefühle scheint perfekt, denn wie kann eine Unbekannte damit beginnen, wenn nicht tiefer Bezug in die Erwartung kommen soll. Und die Spannung beginnt von diesem Moment, der Wunsch, das Schicksal aufgeklärt zu sehen, fesselt den Leser zusehends und man spürt die Verzweifelung dieser Frau wachsen, die in ihrem Leben von der Hoffnung des Erkannt-Werden-Wollens lebt und letztendlich mit dem Tode des dann tatsächlich gemeinsamen Kindes alles verliert. Solang ich atme, hoffe ich, mag ihre Wahl gewesen sein. Die Konsequenz: Bewusst wählt sie den Freitod, der eintritt mit dem Ende des Briefes, in dem nun alles gesagt ist.
Gesagt ist Alles. Alles aus der immerwährenden Leidenschaft: Von den Momenten der Nachbarschaft in Kindertagen, von den drei wunderbaren Tagen einer Liebesbeziehung, der die Schwangerschaft folgt, das Kind, das dem Geliebten ähnelt, gleicht und immerfort Antrieb und sichtbares Dokument ihrer Liebe ist, von dem Sturz in das Schicksal wie in einen Abgrund, von allem, was aufbrach, "wusste nur Dich, den Traum von Dir". Bis hin zu der Begegnung, die in eine spontane Affäre ohne Widerspruch und vollendeter Hingabe zweier vermeintlich Fremder mündet, aber niemals zu einem Zeichen des Erkennens seitens des Mannes oder des Bekennens seitens der schönen Frau führt. Die Zurückhaltung der Frau, ihr Wunsch, nur erkannt werden zu wollen von ihrem im Stillen Geliebten führt zur erhöhten Qual der Leidenschaft durch die vom Mann dann bezahlten Liebe dieser einen Nacht. Letztendlich bleibt sie, die Absenderin des Briefes in den Gedanken des Empfängers wie entfernte Musik, körperlos, aber leidenschaftlich.
Zweig ist ein Meister der Sprache, die Leidenschaft, die in dieser kleinen Novelle wohnt, bricht in wunderbarer Weise spannend, mitreißend und in gewisser Hinsicht atemberaubend heraus und berührt den Leser auf unfassbare Weise. Ein Beschwörungszauber ist in Zweigs Sprache. Die Offenbarung der menschlichen Seele ist sein Werk, nicht nur hier, sondern in vielen seiner Werke, weil er die Beobachtung des Unsichtbaren beherrscht.
Diese wunderbare Novelle ist Teil der Meistererzählungen (Meisternovellen), die allesamt in den Kanon der Leidenschaften passen.
Typisch genial 5 von 5 Punkten Stefan Zweigs Novelle „Brief einer Unbekannten" fesselt den Leser in einer atemlosen Kurzgeschichte mehr denn je.Typisch für Stefan Zweig ist es, dass es zwei Handlungsebenen und mehrere Perspektiven gibt, aus denen erzählt wird. In einer sehr kurz gefassten Rahmenhandlung berichtet ein unbekannter allwissender Erzähler von einem Schriftsteller, der zu seinem Geburtstag einen anonymen Brief bekommt. Durch diesen Brief, geschrieben aus der erzählerischen Perspektive des Absenders, kommen die Charaktere des weiblichen Absenders sowie des Schriftstellers und eine unfassbare Handlung zum Vorschein. Die Frau erzählt in einer Verzweiflung, die beim Lesen spürbar ist, von ihrer krankhaften Sucht, die ihr Leben von Kind auf geprägt hat, nach dem Schriftsteller. Dabei kommt sie immer wieder, mit fühlbarer Trauer, auf ihr gerade verstorbenes Kind zurück, welches ihr eine Verbindung zu dem unerreichbaren Geliebten war. Der Schriftsteller nämlich, ein bekannter hektischer Mann, vergaß sie und seine Affäre mit ihr nach einer Reise und erinnerte sich auch nach einer zweiten Affäre nicht wieder an sie. Das Wissen, ihr Lebensziel, mit ihm jemals glücklich zu werden, nicht erreichen zu können, ließ sie letztlich Selbstmord begehen. Das tat sie jedoch nicht, bevor sie diesen genialen Brief noch nicht abgeschickt hatte. Als währe noch nicht genügend Tragik vorhanden, überfällt den Schriftsteller beim Beenden des Briefes eine gewisse Sehnsucht, was zumindest vermuten lässt, dass die Geschichte bei weniger Zurückhaltung der Frau ganz anders ausgefallen wäre. Diese geniale und sehr kurze Novelle lässt sich gut und schnell in einem Rutsch lesen, ist aber auch ideal um sich mit dem Geschehen um einiges länger auseinanderzusetzen. Zurecht, meiner Meinung nach, wird diese Novelle als eine seiner „Meisternovellen" gehandelt.
Kritik zu Stefan Zweigs "Brief einer Unbekannten" 4 von 5 Punkten â¬~Unser Kind ist gestern gestorbenâ¬S â¬" man mag sich wohl vorstellen, wie verdutzt der renommierte Schriftsteller R. ausgesehen hat; beachtet man, dass dieser nie etwas von einer Vaterschaft gewusst hat, geschweige denn von der vermeintlichen Mutter. Ja, so manches ist an dem berühmt-berüchtigten Frauenheld, dem Lebemann von Wien vorbeigegangen. Wie hätte er nur erahnen können, dass sich unter der morgendlichen Post ein Brief befinden könnte, ein Brief, der sein Leben so einschneidend verändern würde, ihn aus dieser sprunghaften, ungebundenen Leichtigkeit herausreiÃxen und ihn im Angesicht seiner eigenen Ignoranz erschaudern lassen würde? Nein, nicht in seinen wildesten Träumen hätte er sich vorstellen können, was ihn sogleich in unruhiger, fremder Frauenschrift erwartete. â¬~Mein Kind ist gestern gestorbenâ¬S â¬" mit diesen Worten beginnt die unbekannte Verfasserin ihr Schreiben. Sie fährt fort, den erbitterten Todeskampf ihres Sohnes zu schildern, in einer Art und Weise, wie es nur eine Mutter, der das Liebste genommen worden ist, zu vermögen weiÃx. AnschlieÃxend wendet sie sich an den Adressierten, unseren notorischen Jungessellen R. , nennt ihn â¬~Du der mich nie gekannt und den ich immer geliebtâ¬S und macht sich daran, ihr Leben, â¬~das immer das deine gewesen und das du nie gewusstâ¬S niederzuschreiben. Sie habe sich als dreizehnjährige Nachbarin nach und nach unsterblich in den Fünfundzwanzigjährigen, der sich trotz seiner Leichtlebigkeit durch so glanzvolle Tugenden, wie Pflichtbewusstsein und Bildung auszeichnete, verliebt und die zwei Jahre der Trennung, die sie in einer fremden Stadt verbracht habe, ausschlieÃxlich in ununterbrochener Wiederholung jeder noch so kleinen Erinnerungen an ihn, existiert. Zurückgekehrt in der Heimatstadt habe sie Tag für Tag vor seinem Mietshaus gestanden, bis er eines Tages auf sie aufmerksam geworden sei und sie über Nacht mit nach Hause eingeladen habe, ohne das ehemals benachbarte Mädchen in ihr wiederzuerkennen. Aus dieser kurzen Affäre sei das Kind hervorgegangen, in das die Mutter all ihre Liebe injizierte, all die unerwiderte Liebe, die sie für dessen Erzeuger hegte: â¬~Aber dieses Kind war alles für mich, war es doch von dir, aber nicht mehr du, den ich nicht zu halten vermochte, sondern du für immer, mir gegeben, verhaftet in meinem Leibe, verbunden in meinem Leben.â¬S Rund zehn Jahre später habe er sie ein zweites Mal zu sich genommen, erneut ohne Kenntnis, wer diese Frau sei. Er habe in ihr nicht die Liebende, sondern nur â¬~das Namenslose, die heiÃxe Stundeâ¬S gesehen. Wieder habe sie ihn nicht über ihre wahre Identität aufgeklärt und erst, als sie den Tod in ihre Glieder steigen spürt, verfasst sie dieses Manuskript, lässt den Unwissenden von ihrer â¬~hingebungsvollen, hündischenâ¬S Liebe, von einer Frau, â¬~die dich mehr geliebt als alle und die du nie erkannt, die immer auf dich gewartet und die du nie gerufenâ¬S, wissen. Trotz dieser Offenbarung ist unser Weiberheld nicht fähig sich an dieses Gesicht zu erinnern, doch regt sich etwas in ihm, â¬~als sei plötzlich eine Tür unsichtbar aufgesprungenâ¬S: er empfindet â¬~unsterbliche Liebeâ¬S für die tote Unbekannte. Mit â¬~Brief einer Unbekanntenâ¬S (1922) hat Stefan Zweig eine Novelle geschaffen, die tief unter die Haut geht, die dem Leser - genau wie bei seiner â¬~Schachnovelleâ¬S (1942) â¬" ein präzises Bild des Seelenlebens eines Menschen malt, ihn an all seinen Gefühlen teilnehmen, all seine Regungen nachvollziehen lässt. Obwohl dieses Werk fiktiv ist und die geschilderte Begebenheit für den normalen Menschenverstand auf den ersten Blick völlig unrealistisch wirkt - eben ein dramatisches Liebesmärchen darstellt - erscheint dies bei näherer Betrachtung doch nicht so weit hergeholt - beachtet man unsere moderne â¬~Popkulturâ¬S. Millionen Jugendliche - besonders die weiblichen scheinen für diese Art der Geistesverwirrung extrem anfällig zu sein - eifern Idolen, ihren â¬~Starsâ¬S hinterher, den Göttern der Moderne, würden alles für eine kurze Begegnung mit ihren Angebeteten tun. Jedoch unterscheidet sich dieser moderne Fanatismus von dem unserer unbekannten Verfasserin: wo dieser erbärmlich wirkt, hat der ihrige etwas Erhabenes, Ehrfurchterweckendes - und das ist nur der grandiosen Fähigkeit des Autors zu verdanken, der wie kein anderer versteht, die menschliche Psyche und all ihre Gefühlsregungen so zu schildern, dass es einem den Atem raubt.
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Tortilla Flat John Steinbeck Taschenbuch, 1987 Verkaufsrang: 32316 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden John Steinbeck gehört wohl zweifellos zu den einflußreichsten Schriftstellern der neuzeutlichen amerikanischen Literatur. Zahlreiche Veröffentlichungen in gigantischen Auflagen, sowie die Auszeichnung des Nobelpreises für Literatur 1962 sind die Meilensteine seiner schriftstellerischen Karriere. Keine Arbeit, kein Dach über'm Kopf, keine Versicherung, kein Auto. Die Schreckensvorstellung eines jeden Deutschen. Aber es gibt doch noch so vieles mehr, daß ein Leben lebenswert machen kann: Gute Freunde, der Strand, das Meer, die nächste Flasche Wein. Steinbeck beschreibt ein Leben, daß so arm, und doch so voller Reichtum ist, wie wir es in unseren Plastikburgen und gummibeschuhten Blechkisten nie erleben werden. Leider, und Gottseidank. Für Steinbecks Hauptdarsteller findet das Leben täglich statt. Von einer Flasche zur Nächsten, zu einer schnellen und flüchtigen Berührung mit der Matrone von nebenan, und zurück zum Fuselladen. Das Leben macht allerdings eine unverhoffte Kehrtwendung, wenn einer der liebenswert faulen Truppe der Bewohner von Tortilla Flat ein Strandhäuschen erbt. Jetzt ist er mit einem Male wer! Aber es dauert nicht lange, bis er sich in seinem neuerworbenen Reichtum doch etwas einsam fühlt, und nach und nach findet sich die gesamte Gruppe wieder zusammen: als seine Untermieter. Leider haben die aber trotzdem noch keine Kohle, und als verantwortungsvoller Kapitalist muß natürlich auf die Miete bestanden werden, da gibt's ja nichts! Also wird geschuldet und Buch geführt -- ganz professionell... Und da ihm ja nun nach kurzer Zeit jede Menge Geld schuldig ist, wird auch sein Kredit beim Fuselladen entsprechend erhöht. So ist das nun mal im Wohlstandsleben: Alles ist ja soviel einfacher, wenn Mann was hat. Allerdings verändert sich nichts wirklich, es wird immer noch versucht, sich gegenseitig übers Kreuz zu legen, es gibt immer noch stundenlange Diskussionen darüber, wer denn nun den nächsten Wein besorgt, wo, und wie. Fast wie in der Studenten-WG nebenan. So bleibt dann nicht wirklich ein Abschiedsschmerz, wenn die Bude dann eines Nachts abfackelt. Wer denn nun im Vollrausch seiner mieterlichen Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen ist, bleibt eigentlich nebensächlich. Worum es geht, ist die Menschlichkeit und der Zusammenhalt der Truppe in einer Umgebung von aussichtsloser Armut und Bescheidenheit. Es geht ums Überleben, und darum, wie die eigene Würde nur durch die Schaffung einer eigenständigen -- wenn auch isolierten -- (Sub-) Kultur erhalten werden kann. Die Werte werden verschoben, und was bleibt ist das, was in unserem Luxusleben oft verloren geht: Gemeinsam alleinsein koennen, Genuß der winzigsten Kleinigkeiten des Lebens, Herzlichkeit, echter Schmerz, abgrundtiefe Sehnsucht, und -- Freude am bloßen Dasein! Ein sehr humorvolles und lebendiges Buch voller verlorener Träume, voller Respekt und Liebe für ein Leben, das wir nur aus Dokumentarfilmen kennen, aber auch voller Traurigkeit. Sehr empfehlenswert für all diejenigen, die sich -- wie ich -- manchmal fragen "War da nicht noch was?" --Thomas Kaminski
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Ein Leben sorgenfreien Müßiggangs 4 von 5 Punkten Auf dem Bucheinband meiner Ausgabe von "Tortilla Flat" steht genau, worum's geht: Um ein paar Männer, die ein Leben sorgenfreien Müßiggangs führen. Steinbeck beschreibt auf sympathische Weise ein paar arbeitsscheue, moralisch haltlose Gestalten, deren Leben Tag für Tag nur darum kreist, woher sie den Wein ergaunern, um sich nachts zu besaufen. Erleben Sie als Leser mit, wie die "Helden" von Reichtum oder ihrer Besserung träumen, was beides natürlich nicht eintritt, wie sie einfallsreich ihre Schwächen kaschieren und vorgeben, Gutes im Schilde zu führen und wie eine Art "Freundschaft" entsteht, weil in einer Hütte zusammen wohnen können. Das Buch ist lesenswert, weil es Humor hat. Zum Weiterlesen: Steinbeck schildert in 3 verschiedenen Romanen 3 verschiedene Formen und Leistungen menschlichen Zusammenlebens: In "Tortilla Flat" : Durch äußere Umstände zusammengewürfelte Einzelgänger, in "Von Mäusen und Menschen": Ein Stärkerer kümmert sich uneigennützig um einen Schwächeren, in "Früchte des Zorns": Ein Familienverband aus 3 Generationen muß zum Fortbestand der Familie enorme Leistungen vollbringen
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Dubliner James Joyce Taschenbuch, Februar 2008 Verkaufsrang: 86534 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Dublin ist eine so kleine Stadt; jeder weiß, was jeder andere treibt", sinniert der Junggeselle Mr. Doran, der die Tochter seiner Zimmerwirtin in Schwierigkeiten gebracht hat. Und der reiselustige Gallaher seufzt zufrieden: "Ich fühl mich viel wohler, seit ich wieder im lieben schmuddeligen Dublin an Land gegangen bin." Meisterhaft erzählt Joyce vom Leben in Dublin, von kleinen Angestellten, von der guten Gesellschaft, von Dienstmädchen und Pensionswirtinnen, "die alle ihre Fröhlichkeit durch die Sünde oder den Gedanken an die Sünde bewahren", wie zum Erscheinen des Buches 1914 im Manchester Guardian zu lesen war
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Viel Gefühl 5 von 5 Punkten Dubliners kann als Einführung zum großen Ulysses gelten. Man begegnet jetzt schon den Personen die später den Ulysses bevölkern, hier werden diese Gestalten jedoch näher betrachtet. Man begegnet also Taugenichtse, Säufer, von Pech verfolgten Menschen und, und, und. An sich sind die Geschichten nicht anders als die von anderen Autoren und doch sind sie so intensiv erzählt, dass man glaubt, man begegnet diesen Personen tatsächlich. Sehr realistisch beschreibt Joyce z.B. den Abend eines Mannes, der frustriert nach Hause kommt (weil, er obwohl viel getrunken hat, es ihm doch nicht gelungen ist, sich ganz zu betrinken) und seinen kleinen Sohn verprügelt. Schon beim Lesen tut es weh. Oder den Abend eines Ehepaares, wo der Ehemann entdeckt, dass die Ehefrau schon mal von einem Jungen geliebt wurde, und zwar so sehr, dass ihm seine Liebe zu seiner Frau hingegen lächerlich erscheint. Usw.
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Suhrkamp Taschenbücher, Nr.47, Frost Thomas Bernhard Taschenbuch, 22. März 2007 Verkaufsrang: 44181 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Medizinstudent wird während seiner Famulatur in Schwarzach von einem Assistenzarzt beauftragt, dessen Bruder, den einstigen Kunstmaler Strauch, zu beobachten. Dieser lebt zurückgezogen in einem verkommenen Gasthaus des abgeschiedenen, düsteren Gebirgsdorfs Weng im Salzburger Land. Von seiner Umwelt wird der Aussenseiter für verrückt gehalten. Er selbst wiederum lebt mit dem Gefühl permanenter Bedrohung, fürchtet sich vor dem Weiblichen und menschlichen...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Schmerzzustände in Schnee und Eis 5 von 5 Punkten In Thomas Bernhards radikalem Romandebüt werden die österreichischen Alpen nicht als beschauliche Idylle besungen, sondern als Hölle auf Erden. Ein Student wird in ein vereistes Bergdorf geschickt, um einen Maler zu beobachten. Wie sich herausstellt, ist der Mann schwer depressiv und von einem morbiden Zorn auf die Welt getrieben: Die Bauern im Dorf hält er für vom Schwachsinn gezeichnete Schnapsnasen, Österreich nach dem Krieg für ein gespenstisches Leichenfeld, die Künstler des Landes für lächerliche Dilettanten. Der Maler leidet an der Eiseskälte seiner Gedanken, die sich in düsteren Monologen entladen und sich zu einem obsessiven Abgesang auf das eigene Leben und die Welt als Ganzes steigern. Für den Studenten, aus dessen Protokollen das Buch besteht, sind die Tiraden des Malers schließlich unerträglich. Wie in keinem seiner späteren Werke hält Bernhard in "Frost" seinen Humor zurück und blendet jeden Hoffnungsschimmer aus. Bei der Veröffentlichung 1963 schockierte das handlungsarme, abgründige Buch mit seinem Pessimismus, und auch heute ist der radikale Roman wohl in erster Linie für hartgesottene Bernhard-Fans verdaulich.
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Die Reise nach Sofia Angelika Schrobsdorff Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 133960 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Reise beginnt nicht mit dem gebuchten Flugzeug und die Landung auf einem winzigen Flughafen am Schwarzen Meer ist unplanmäßig. Wie die Passagiere aus Paris dennoch irgendwann nach Sofia gelangen, ist abenteuerlich. Doch Angelika Schrobsdorff trägt das alles mit Humor. Sie kennt die Verhältnisse, hat sie doch als Kind mit ihrer Mutter, einer deutschen Jüdin, acht Jahre als Eminrantin in Bulgarien gelebt. Sehnsüchtig wird sie von ihrer Jugendfreundin Ludmilla erwartet, die alsbald zu einem Gegenbesuch nach Paris aufbricht. Die Begegnungen zwischen den beiden Jugendfreundinnen werden zum Ausgangspunkt amüsant geplauderter, aber mit analytischer Ironie erfasster Beobachtungen über Konsum und Liebe, Freiheit und Glück in Ost und West. Simone de Beauvoir hat das Vorwort zu diesen interessanten Gesprächen geschrieben.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Hintergründig, tragisch und amüsant 5 von 5 Punkten Geboren im Erscheinungsjahr des Buches, bekam ich als behütetes, westdeutsches Kind nicht mehr viel mit vom Kalten Krieg und den unversöhnlichen Ideologien von Ost und West. Daher war es besonders gewinnbringend für mich ein Buch zu lesen, das beide Parteien kritisch beleuchtet.
"Die Reise nach Sofia" habe ich bisher zweimal gelesen, einmal im Stillen für mich und ein zweites Mal, da ich die Geschichten derart köstlich fand, las ich sie meinem Freund vor. Er, ebenfalls 1983 geboren, stammt aus Ost-Berlin und hat durchaus noch eigene Erinnerungen an die Zeit des Eisernen Vorhangs, auch für ihn war "Die Reise nach Sofia" ein Gewinn.
Die drei unvoreingenommen erzählten Geschichten ermöglichten uns ein distanziertes Nachdenken und Diskutieren über Dinge, die ganz alltäglich und nicht wegzudenken scheinen in unserer globalisierten Überfluss & Wegwerf-Gesellschaft, obwohl sie im Großteil der Welt vielfach unnormal sind.
In der ersten Geschichte wird die Hinreise von Paris nach Sofia beschrieben. Ein Schneesturm zwingt das klapprige Flugzeug des einzigen Reiseunternehmens, welches von Frankreich nach Bulgarien fliegt, zu einem nächtlichen Zwischenstopp in Burgas und der anschließenden achtstündigen Bahnreise mit einem Bulgarischen Expresszug nach Sofia. Ohne Bargeld und in unbeheizten Abteilen, dafür aber von gesprächigen, zahlreichen Mitreisenden umgeben, verbringt die Autorin eine amüsante bis katastrophale Reise nach Sofia.
Im gewohnt ironisch und zugleich ernsten Tonfall erzählt Frau Schrobsdorff von den zwei Welten, in der sie sich als privilegierte, im Westen lebende Künstlerin und ihre Freundin Ludmila, als Bulgarische Ärztin, zu Recht finden müssen.
Seit ihr Ehemann, samt der grässlichen Schwiegermutter und dem gemeinsamen Sohn, nach Griechenland verschwunden ist lebt Ludmila alleine. Sie ist eine ehemalige "Höhere Tochter" deren reicher Familienbesitz vom kommunistischen Regime enteignet wurde. Weil ihr Einkommen nicht ausreicht, bewohnt sie in ihrer Wohnung die schäbigste Kammer, da sie den schöneren Teil an Gäste untervermieten muss.
An ihrem ersten Morgen in Sofia erlebt Frau Schrobsdorff die aufregende Installation eines neuen Boilers in Ludmilas chaotischer Küche. Gemeinsam mit ihren hektischen Jugendfreundinnen, Sofioter Handwerkern und deren - mal hoffnungslosen, mal bissigen - Betrachtungen über das Dasein der Bulgaren im Allgemeinen sowie das persönliche Schicksal im Besondern, beschreibt Angelika Schrobsdorff mit großer Herzlichkeit und Mitgefühl das Leben in Bulgarien.
Im Gegensatz zu Ludmila lebt Angelika, mit Ehemann und Heißgeliebter Perserkatze, in einer schönen Pariser Wohnung.
Vorfreudig schmiedet Frau Schrobsdorff Pläne für den, von der Freundin, vor der Bulgarischen Bürokratie, lang erkämpften Urlaub im Westen.
Ludmila ihrerseits schwankt zwischen Angst und Neugierde, zudem leidet sie unter starken Schlafproblemen. Ihre Anreise beginnt dann auch mit aufgekratzter Übermüdung und ihrer Angst vor Paris.
Davon ausgehend, dass jeder, der dem düsteren Kommunismus für ein paar Wochen entkommen ist, nach quietschbunter Konsumfreude und ästhetischen Bauwerken lechzt, gestaltet Frau Schrobsdorff das touristische Programm.
Ludmila hingegen reagiert unerwartet: Anstelle die Sehenswürdigkeiten und prallgefüllte Geschäfte zu genießen, rennt sie panisch in die Wohnung zurück. Sie fühlt sie auf dem Friedhof Montparnasse wohler, als beim Einkaufsbummel. Das Bordell-Viertel mit öffentlichen Piepshows und unzähligen Sexshops findet sie beachtlicher als den Champs d'Elysee oder den Louvre.
Mit erfrischendem Unverständnis beobachtet Ludmila das ganz gewöhnliche Leben einer Konsumgesellschaft.
Ob sie ein Ratgeberbuch für reife Frauen entdeckt, das die üblichen Tipps bzw. eher entwürdigende Verhaltensnormen vorgibt, wie eine Frau "im Herbst des Lebens" z.B. ihr Sexualleben gestalten soll. Oder sich durch das Überangebot an Nahrungsmitteln unbeeindruckt zeigt, stattdessen nur trocken bemerkt, dass sie satt ist und nichts weiter braucht; Ludmila legt mit scharfem Auge offen, zu welch merkwürdigen, bisweilen tragischen Verhaltensweisen die Menschen unserer Gesellschaft neigen und dass der "Goldene Westen" eben so wenig nur golden, wie der "Graue Kommunismus" nur grau war.
Sowohl inhaltlich als auch stilistisch ist "Die Reise nach Sofia" herrlich zu lesen.
Insbesondere Lesern, die die Ära der Ost/West-Teilung nicht mehr bewusste miterlebt haben, sei dieses Buch empfohlen. Es ist in der Tat überraschend und lehrreich, vor allem die Erkenntnis, wie wirksam viele der alten Propagandastereotype von Ost und West noch heute sind.
Angelika Schrobsdorff selbst, sagte - im Interview mit der Berliner Zeitung im Februar 2007 - über "Die Reise nach Sofia": "Ich glaube, es ist das Beste, was ich je schrieb."
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Finnegans Wake: Gesammelte Annäherungen James Joyce Taschenbuch, 15. Februar 2007 Verkaufsrang: 107215 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Nice story 5 von 5 Punkten You will probably consider this novel to be difficult. I agree with anybody who thinks so. It is very difficult. It certainly is hard to grasp, but once you get into it, that is it. James Joyce stretched the language and brought the book to a far higher form of writing that is uncommon around. Uncommon in the sense that you have to get into it to love it. For easier, compelling reads, I recommend the works of Janvier Tisi.Also recommended: Disciples of Fortune, Parsifial Mosaic, union Moujik
Joyce's Weg aus der Moderne in die Postmoderne 4 von 5 Punkten Mit "Finnegans Wake" brach Joyce sein Schaffen als Autor der Moderne ab und widmete sich dem Ironischen der Postmoderne. Das konstruktivistische Weltbild und die ironischr Reflexion vorhandener Thematiken wird in diesem Roman in ihren Gründzügen perfekt umgesetzt, zwar noch lange nicht so ausgereift, wie bei Pynchon oder Borges, aber dennoch sehr eloquent und phantasievoll. Man könnte sich jetzt in literaturwissenschaftlichen Dissertationen über den Gebrauch von nordischen Begriffen, die Identitätsfindung und Ähnlichem vergehen, doch Joyce würde einen dabei nur auslachen. Mein Tip für alle, die sich mit Finnegans Wake befassen, lest das Buch drei oder viermal und lest bitte den ersten Satz kurz nach dem ihr den letzten Satz beendet habt, es wird euch überraschen! Die Totenwache jedoch als postmodernes Äquivalent zu Ulysses zu bezeichnen wäre falsch, denn es ist ein "Schwellenwerk". Was diesem Werk hoch anzurechnen ist, ist, dass der Spaßfaktor beim Lesen auf jedenfall höher ist, als bei Ulysses(rein subjektiv). |
Tea-Bag Henning Mankell Taschenbuch, Mai 2005 Verkaufsrang: 76692 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als Verfasser von Lyrikbänden hat es Jesper Humlin zu einigem literarischen Ruhm gebracht. Dennoch droht die ultimative Sinnkrise. Dauerfreundin Andrea, ein Derwisch mit Haaren auf den Zähnen, plant die Veröffentlichung ihrer Memoiren, wenn Jesper ihr nicht endlich ein Kind mache. Die Aktien dümpeln im Keller und der Verleger fordert statt Lyrik einen wesentlich verkaufsträchtigeren Krimi. Es ist zum Verzweifeln. Halb Schweden scheint im Krimi-Fieberwahn, Jespers schärfster Konkurrent hat bereits das Genre gewechselt, selbst Mutter Humlin, fast neunzig, sinnt über Mord und Totschlag. Jespers Vernichtung scheint besiegelt. Nun ist auch noch Tea-Bag in sein Leben geraten. Kennen gelernt hatte er das schwarze Flüchtlingsmädchen und ihre Freundinnen auf einer Lyriklesung, die ihn in die Boxschule eines ehemaligen Freundes verschlagen hatte. Kurz entschlossen hatte der vierschrötige Pelle ein Fest zu Ehren des Promidichters organisiert, zu dem seine Boxschüler plus Anhang, Einwanderer sämtlicher Nationen, geladen waren. Nicht nur, dass der Ehrengast das anschließende Fest als schwer komatöse Alkoholleiche beendete -- er hatte auch das unter Boxern nicht leichtfertig zu nehmende Versprechen abgegeben, Tea-Bag und ihre zwei Freundinnen zu Schriftstellerinnen auszubilden. So lässt sich Kommissar Wallanders Rückzug verschmerzen. Der abwechselnd in Mosambik und Schweden beheimatete Mankell verdichtet hier, was als Subtext stets auch seine Krimiproduktion durchzog: das Schicksal illegaler Einwanderer in Schweden. Wer nun aber annimmt, ein dröges Sozialdrama in Händen zu halten -- weit gefehlt. Triefend vor (Selbst)Ironie, mit bitter-satirischen Schüssen auf den Literaturbetrieb, dabei die eigene Wallander-Karriere gehörig rückbespiegelnd, zeigt sich Mankell witzig (und wichtig!) wie nie. Unversehens wird der snobistische Dichterling, bislang an wenig mehr als seinem Wohlstand und einer gleichmäßigen Sonnenbräune interessiert, hineinkatapultiert in eine Welt der Entrechteten und Entwurzelten. Tea-Bags (den Namen hatte sie im Flüchtlingslager nach einem Blick auf die Teetasse eines Beamten kurzerhand erfunden) wie auch Leylas und Tanjas magische Schilderungen ihres Flucht- und Leidenswegs entziehen Jesper schlagartig den Boden seiner Wertevorstellungen. Langsam erkennt er seine wahre Bestimmung: Er würde das Leben der drei erzählen, sie unvergesslich machen. Es wurde ein wunderbares Buch daraus, das seine früheren Gedichte garantiert schnell vergessen macht. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 33 Bewertungen)
Lesenswert 5 von 5 Punkten Wissen wir Europäer eigentlich noch, was gespielt wird. Natürlich ist dies kein Afrikabuch. Es ist ein Buch über uns. Es ist ein Buch, das relativiert. Dieses Buch sagt: Hartz IV ist ein Witz gegen das, was sich sonst in der Welt abspielt.
Dieses Buch muss Pflichtlektüre werden.
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Heimatmuseum: Roman Siegfried Lenz Taschenbuch, Februar 2006 Verkaufsrang: 144807 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Warum? Schicht um Schicht enthüllt der Erzähler die Motive der Brandstiftung. Er erzählt von der masurischen Kindheit und Jugend, von den Schrekken der beiden Kriege, die seine Heimat zerstört haben, von der Flucht und Vertreibung.
Äußerlich betrachtet, ist dieser Roman die Geschichte eines masurischen Heimatmuseums durch etwa sechzig Jahre. Davon ausgehend, daß Weltkunde mit Heimatkunde beginnt, erzählt Siegfried Lenz von dem unausrottbaren Wunsch, die krummen Pfade masurischer Herkunft zu verfolgen, von der sonderbar Leidenschaft, entlegenes Leben dem Zufall zu entreißen, von politischem Machtanspruch selbst gegenüber der Vergangenheit, von Flucht und Lebensgründung und von der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Wenn ein Museum im Mittelpunkt steht . . . 5 von 5 Punkten Siegfried Lenz hat mit seinem Werk "Heimatmuseum" ein Meisterwerk geschrieben.. fesselnde Sprache, vorgetäuschte Dialoge . . und eine wunderbare Aufarbeitung der Geschichte im Sinne der Geschichte . . .ein Autor und sein Masuren !!Lesenswert hoch drei
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Der ewige Spießer. SZ-München Bibliothek Ödön von Horvath Gebundene Ausgabe, 24. Mai 2008 Verkaufsrang: 35568 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ziel der Kritik Horváths ist der nach dem Ersten Weltkrieg entstandene ¯neue Mittelstand®, charakterisiert durch Dummheit, Egoismus, Habgier, Amoralität und Unterwürfigkeit. Parallel dazu erzählt der Roman das Schicksal einer Arbeitslosen, die zur Prostituierten wird, aber dank eines Verehrers die Rückkehr ins bürgerliche Dasein schafft.
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Der Schaum der Tage. (Wagenbach SALTO) Boris Vian Gebundene Ausgabe, August 1998 Verkaufsrang: 19956 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Colin hat seinen Freund Chick zum Essen geladen - alles ist bestens vorbereitet: blaßblaues, zum Teppich passendes Tischtuch, als Tafelaufsatz ein Glasgefäß, in dem zwei in Formalin schwimmende Hühnchen das Spectre de la Rose von Nijinski darstellen; als Aperitif gibt es einen Drink aus dem Pianococktail (jeder Note ist ein Getränk oder Gewürz zugeteilt, man muß nur noch die Melodie bestimmen). Nicolas, der Koch, serviert Pastete von einem Aal, den er mit Ananas-Zahnpasta aus der Wasserleitung gelockt hat. Die beiden Freunde unterhalten sich über Schielston, den neusten Modetanz, und natürlich über Jean-Saul Partre, den Chick mehr liebt als seine Freundin Alise und für dessen in Stinktierleder gebundene Ausgabe von Moder oder Erbrechen er sein ganzes Geld ausgibt. Als Colin endlich die süße Chloe kennenlernt - sie sieht aus, als wäre sie von Duke Ellington arrangiert -, wird gleich geheiratet, mit allem, was dazugehört: Ehrenpäderasten, einem schneeweißen Automobil und Unmengen von weißen Gladiolen und roten Rosen, mit denen die Zimmer ausgelegt werden. Der kleine Zwischenfall in der Kirche (der erste Kapellmeister war zu nahe an den Rand der Empore getreten und ins Leere gestürzt) wird nicht weiter beachtet, genausowenig wie einige nur von den Mäusen mit den netten Schnurrhaaren bemerkten Veränderungen in der Wohnung: die Sonnen scheinen nicht mehr so hell, die Kacheln erblinden, und die Ecken der Zimmer verschwinden. Noch auf der Hochzeitsreise hat Chloe ein rätselhaftes Gefühl. Professor Frißtfrist läßt zwar den Goldpegel in Colins Tresor immer weiter sinken, weiß aber keinen rechten Rat ...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Eines der schönsten Bücher... 5 von 5 Punkten ...die ich je gelesen habe. Ein wunderschöner Liebesroman mit vielen tollen Metaphern!!! - hier wird Gefühl durch märchenhaft schöne Elemente des Erzählens ausgedrückt.
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Die Vollendung des Königs Henri Quatre Heinrich Mann Taschenbuch, Oktober 1994 Verkaufsrang: 135579 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Während seiner ersten Frankreichreise (1893) begegnete Heinrich Mann dem Thema seines Lebens, das ihn vier Jahrzehnte beschäftigen sollte: die Lebensgeschichte von Henri Bourbon, König von Navarra, der - freilich um den Preis mehrfachen Konfessionswechsels - unter dem Herrschernamen Heinrich IV. zum großen Einiger Frankreichs wurde. Nachhaltiger noch als mit dem von ihm erlassenen Toleranzedikt von Nantes, mit dem er einen Ausgleich zwischen den Hugenotten und den Katholiken seines Reiches zu schaffen suchte, ging er mit der Sentenz in die Geschichtsbücher ein: »Paris ist eine Messe wert«. Menschlichkeit ging ihm vor Doktrin. Heinrich IV. (1553-1610) war eingebunden in die frühe Phase der Aufklärung als Folge der kalvinistischen Reformation, ihm stand der Sinn wenig nach Gottesgnadentum, ihm ging es vielmehr darum, Frankreich zum »Vorposten der menschlichen Freiheiten« zu gestalten. Und jeder Franzose sollte es sich leisten können, am Sonntag »ein Huhn im Topf« zu haben. Zwar beginnt Heinrich Mann die Niederschrift dieses mehr als 1500 Seiten umfassenden, zweibändigen Romans noch vor seiner Flucht aus Berlin - die Heraufkunft der Nazis war bereits zu ahnen -, aber der überwiegende Teil dieses riesigen Werks entsteht im französischen Exil. In seinen Henri-Quatre-Romanen bedient sich Heinrich Mann des historischen Romans als Mittel der politischen Kritik. Die feudalistisch-reaktionäre, katholische »Liga«, die mit Gewalt und Terror ihre Macht zu erhalten sucht, steht metaphorisch für die Nazis; einzelne Figuren im Roman tragen Züge von Hitler und Goebbels.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Von der Macht, die den Menschen liebt. 5 von 5 Punkten Beginnt man dieses Buch, hat man eigentlich schon einiges hinter sich. Was meine ich damit? Ich will sagen, daß man bei beginnender Lektüre dieses Werkes den guten König Henri (in "Die Jugend des Königs Henri Quatre") schon eine ganze Weile hat begleiten dürfen. Dort lernten wir einen flinken, aufstrebenden Edelmann kennen, edel in seiner wahrsten Bedeutung. Uns wurde ein Liebender vorgestellt, dessen Liebe nicht nur den Frauen, sondern überhaupt dem Menschen an und für sich gilt. Aufgewachsen in einem Frankreich der Religionskriege (wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts), kann er nun als König seine Visionen von friedlichem Miteinander verwirklichen. In seine Regierungszeit fällt das Edikt von Nantes, in dem den Protestanten Religionsfreiheit zugesichert wird. Er schafft ein Nationalbewußtsein, er steht für Ausgleich und Friede, bis zuletzt doch einer der vielen Attentäter Erfolg hat und seinem Leben und seiner Herrschaft ein Ende setzt.Warum sollte man dieses Buch lesen? Weil man es einersetis als Abenteurroman verstehen kann, andererseits aber nie die eigentliche Botschaft aus den Augen verliert: Die Mächtigen haben Verantwortung, sie sollen den Menschen dienen und sie glücklich machen. Nicht umsonst beginnt das Buch mit dem Aufruf, sich nicht von finsteren Mächten einschüchtern zu lassen. Man sollte auch einen Blick auf die Zeit der Entstehung werfen: In Europa etabliert sich der Faschismus. Mann stellt Henri als Mahnmal der Menschlichkeit auf, er erweckt einen Gegenpol zur Unmenschlichkeit der Zeit. |
In einem andern Land Ernest Hemingway Taschenbuch, Juli 1999 Verkaufsrang: 134720 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieser wohl berühmteste Roman Ernest Hemingways, der auf seinen eigenen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg basiert, erzählt die Geschichte einer hinter der Front aufblühenden Liebe zwischen einer Krankenschwester und einem Offizier. Die Verbindung von männlich empfundenem Fronterlebnis und zartester Verhaltenheit des Eros macht dieses Buch zu einem klassischen Meisterwerk.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Liebe, Krieg und Scheitern 5 von 5 Punkten Mit diesem Roman stellt Hemingway einmal mehr seine vermutlich unübertroffene Erzählkunst unter Beweis. Er schafft es wie kaum ein anderer, mit einfachen Stilmitteln die Spannung kontinuierlich zu steigern; eine Fähigkeit, die man von ihm in erster Linie von seinen Kurzgeschichten kennt. Wie in praktisch all seinen Werken hat er auch hier "erdige", bodenständige Themen gewählt: Die Liebe, den Krieg und das menschliche Scheitern. Im Laufe der Zeit führt Hemingway dem Leser vor Augen, wie aussichtslos die Suche nach ein bißchen Glück verlaufen kann. Und dennoch findet sich in der Aussichtslosigkeit ein Funken Hoffnung, so dass dieser Roman keineswegs Pessimismus sondern eher Melancholie verbreitet - eine erstaunliche Tatsache, wenn man sich vor Augen führt, dass Hemingway mit "A Farewell to Arms (In einem anderen Land)" seine traumatische Kriegsvergangenheit des 1. Weltkrieges aufgearbeitet hat - wie der Meister selbst sagt: "Das Leben läßt sich ganz gut einrichten, wenn man nichts zu verlieren hat." (Das 255. Hemingway'sche Gesetz)
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Josephus-Trilogie: Der jüdische Krieg / Die Söhne / Der Tag wird kommen: 3 Bde Lion Feuchtwanger Taschenbuch, März 2002 Verkaufsrang: 103450 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Feuchtwanger macht schtig." Sddeutscher Rundfunk. Diese spannungsvolle Trilogie gehrt in die erste Reihe der Weltliteratur. Mit den Freiheiten eines historischen Romans erzhlt Feuchtwanger das Leben des jdischen Geschichtsschreibers Flavius Josephus (37 - 100 u.Z.), der vom brennenden Ehrgeiz erfllt ist, beides zu sein: Jude und Rmer, Israelit und Weltbrger. Doch die Gegenstze drohen ihn zu zerreiáen und zerstren seine Familie. Er verlát das einst so umworbene Rom und kehrt zurck an seinen Ursprung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
** und 2 dazu 5 von 5 Punkten Der jüdische Krieg - ein Gigant von einem Roman.
Was ist Geschichte? Für mich lange Zeit abstrakt, Zahlen, Namen, die nichts mit dem Heute zu tun hatten.
Feuchtwanger hat mich Geschichte gelehrt und Lügen und Wahrheiten aufgedeckt.
Der jüdische Krieg macht mir Lust weiter zu machen: Was war das Römische Reich wirklich? Wer sind die "Juden"?
Feuchtwangers Bücher sollten Pflichtlektüre in allen Schulen werden.
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Der falsche Nero Lion Feuchtwanger Taschenbuch, Juli 2002 Verkaufsrang: 118222 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein genialer Streich, ein hintergründiger Racheakt, vielmehr war es nicht, als Senator Varro in den römischen Ostprovinzen den Kaiser Nero, elf Jahre nach dessen Tod, auferstehen läßt. Und sein Coup gelingt. Terenz, der Töpfer, der aussieht wie Nero, spielt seine Rolle erfolgreich. Bis er, eitel und machtbesessen, angestachelt von seinen Vertrauten, Staatssekretär Knops und General Trebon, vergißt, daß er nur eine Marionette ist. Eine der großen politischen Betrugsaffären der Weltgeschichte wird für Lion Feuchtwanger - im dritten Jahr der Nazidiktatur - zur Vorlage für eine grandiose Parodie auf das Triumvirat Hitler, Göring, Goebbels.Lion Feuchtwanger wurde 1884 in München geboren. Nach vielseitigen Studien gab er die Kulturzeitschrift "Der Spiegel" heraus, schrieb Theaterkritiken und arbeitete an Siegfried Jacobsohns "Schaubühne" mit. Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde Feuchtwanger in Tunis interniert, konnte jedoch fliehen. In München vom Wehrdienst suspendiert, nahm er die Übersetzung und Bearbeitung indischer, griechischer und spanischer Dramen wieder auf, zudem entstanden eigene Stücke und Antikriegsdichtung. 1925 siedelte er nach Berlin über. Als die Nazis die Macht übernahmen, befand er sich auf einer Vortragsreise in den USA. Seine Bücher wurden verboten, Haus und Vermögen konfisziert. Sanary-sur-mer, Feuchtwangers neuer Lebensort, war zeitweilig ein Zentrum deutscher Emigranten. 1940 internierten ihn die Franzosen. Ab 1941 lebte er in Kalifornien, wo weitere große historische Romane, Erzählungen, Stücke und Essays entstanden. Feuchtwanger starb 1958 in Pacific Palisades.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ein Schlüsselroman der Meisterklasse 5 von 5 Punkten Im dritten Jahr der Nazidiktatur schreibt der 1884 in München geborene Lion Feuchtwanger, in seinem französischen Exil Sanary-sur-Mer, den Roman Der falsche Nero", als Parodie auf das deutsche Triumvirat Hitler, Göring und Goebbels.
Eine der großen politischen Betrugsgeschichten des alten Rom, hundert Jahre nach Christi Geburt, die weit entfernt von Rom im Zweistromland zwischen Babylon und Euphrat spielt, diente ihm dabei als Vorlage. Dort in den Ostprovinzen lässt Senator Varro, elf Jahre nach Neros Tod, den Töpfer Terenz, der schon zu Neros Lebzeiten diesen immer parodiert und kopiert hatte, auferstehen und behaupten, er wäre gar nicht umgebracht worden. Terenz genießt die ihm zugedachte Rolle, dabei werden seine Eitelkeit und Machtbesessenheit von den vertrauten Gefolgsleuten, dem General Trebon und dem Staatsdiener Knops, angestachelt. Die verwegene Unternehmung gelingt dem Senator, denn die Nero - Dublette" vergisst die Tatsache,in Wahrheit nur eine Marionette zu sein.
Es ist ein Schlüsselroman, weil man erst hinterher merkt, wer mit den Figuren gemeint ist. Mit Nero meinte Feuchtwanger Hitler und die beiden anderen hinterhältigen, lästigen, mörderischen Figuren sind auch leicht zu erkennen. Der General verkörpert den Orden geschmückten, dicken Göring, der Staatssekretär ist der kleine, schmächtige, humpelnde Goebbels. Hat man das erkannt, dann macht der Roman noch viel mehr Spass. Ein sehr interessantes Buch, das dem Leser Sternstunden der Lektüre beschert.
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Die Panne: Eine noch mögliche Geschichte Friedrich Dürrenmatt Broschiert, April 2006 Verkaufsrang: 56436 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Weil sein Auto eine Panne hat, gerät Alfredo Traps, Zyniker und herzloser Profiteur, in eine Villa, in der vier ältere Herren ein Gerichtsspiel abhalten, das ihnen - ehemaligen Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern - zum Zeitvertrieb dient. Traps übernimmt die Rolle des Angeklagten, und man versichert ihm, eine Schuld werde sich schon finden lassen."Ich halte "Die Panne" für eine der besten deutschen Erzählungen nach 1945. Ein Meisterwerk sondergleichen." (Marcel Reich-Ranicki)
Leichte Schlagermusik. Ein fahrendes Automobil. TRAPS Dieser Wildholz! Der soll was erleben. Junge, Junge! Rücksichtslos gehe ich nun vor, rücksichtslos. Dem drehe ich mal den Hals um. Wird sich wundern. Unnachsichtlich! Kein Pardon, keine Gnade. Nee. Mir nicht. Meint wohl, ich sei bei der Heilsarmee. Fünf Prozent will er mir abkippen. Fünf Prozent! Ich rieche den Braten. Zum Glück, daß es mit Stürler klappte. Das ist ein Gewinnchen, den habe ich schön...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Angetrunkene Herren mimen einen Strafprozess 5 von 5 Punkten Alfredo Traps gerät durch eine nächtliche Autopanne unfreiwillig in die gesellige Runde einiger pensionierter Juristen. In einem gespielten Gerichtsverfahren, in der er bereitwillig die Rolle des Angeklagten übernimmt, begibt sich die angeheiterte Herrenrunde auf die enthusiastische Suche nach Schuld und Unschuld, und in deren Verlauf sieht sich Traps mit wachsenden Zweifeln an seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Eine tiefsinnige Kurzgeschichte, gewürzt mit feinem Humor, hinterfragt unser modernes Verständnis von Gerechtigkeit. Ideale Lektüre um mit einem Glas Wein den Abend ausklingen zu lassen.
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Rasender Roland: Nacherzählt von Italo Calvino Ludovico Ariosto, Italo Calvino Broschiert, Juni 2008 Verkaufsrang: 174774 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ariosts berühmtestes Werk entführt in eine faszinierende Ritterwelt, deren Gestalten sich auf die vergebliche Suche nach dem Glück begeben. Die Ritter zerstreuen sich in alle Winde und erleben in Märchen- und Zauberwelten vielfältige Abenteuer. Liebe, Wahnsinn und Tapferkeit sind Bestandteile dieses fein gesponnenen Erzähllabyrinths.
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Schall und Wahn: Mit einer Genealogie der Familie Compson William Faulkner Taschenbuch, 1996 Verkaufsrang: 14140 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Benjamin Compson, schwachsinniger Sohn von Jason III und Caroline Compson, wird 33 Jahre alt. Er beschreibt, was er von seinem Geburtstag wahrnimmt und erinnert sich an bedeutende Ereignisse in der Geschichte der Familie. Am Beispiel der Compsons aus Jefferson, Mississippi, erzählt Faulkner vom Niedergang des alten amerikanischen Südens.
William Faulkner - Schall und Wahn Am Beispiel der Familie Compson aus Jefferson, Mississippi, erzählt Faulkner vom Niedergang des alten amerikanischen Südens. William Faulkner über Schall und Wahn: »Es ist dasjenige meiner Bücher, das ich am meisten liebe.« »Faulkner hatte eine Welt sich aus dem Himmel reißen wollen, einen Ort zu leben, den nur er sich zu schaffen vermochte: Paris am Mississippi.« Fritz J. Raddatz / Zeit Magazin, Hamburg ...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Eine schwierige Sternstunde der Weltliteratur 5 von 5 Punkten Wer es vermag, sollte den Roman im Original lesen.
Die Form macht ihn schwer verständlich. Das erste Kapitel wird aus der Sicht eines Idioten erzählt.
Faulkner hat seine Botschaft verschlüsselt.
Sie lautet etwas so:Ein Idiot hat sein Herz, seine ganze Liebe, seiner Schwester gegeben. Die ist weg und gibt sich vielen Männern hin. Da er ein Idiot ist, kann er weder Raum noch Zeit gedanklich überbrücken. Seine Liebe und sein Schmerz sind unbegrenzt und ungefiltert durch den Verstand.
Außerdem muss sie auch deshalb unerreichbar sein, weil sie seine eigene Schwester ist.
Faulkner hat diese Erzählung in seiner tiefsten Not jeden Morgen lange vor Sonnenaufgang mit seinem ganzen Herzblut geschrieben.
Seine anderen Werke sind Versuche, das zu wiederholen.
Obwohl William Faulkner den Literaturnobelpreis bekommen hat, ist er bei uns kaum bekannt und wenig gelesen.
Leider sind auch die Übersetzungen veraltet und lieblos.
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Afrikanische Tragödie Doris Lessing Broschiert, Oktober 2004 Verkaufsrang: 81550 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Farmersfrau Mary Turner ist von ihrem schwarzen Hausdiener ermordet worden. Der Fall wird als typisches Verbrechen eines »minderwertigen Schwarzen« heruntergespielt. Erst im Lauf der Erzählung, die in den dreißiger und vierziger Jahren in Rhodesien spielt, erfährt man, wie es unausweichlich zu diesem Mord kommen mußte. Mary ist in sehr ärmlichen Verhältnissen großgeworden. Enge Freundschaften, emotionale Bindungen geht sie nicht ein. Sie merkt nicht, daß sie dazu gar nicht fähig ist. Um nicht zur alten Jungfer zu werden, heiratet sie mit Dreißig den Farmer Richard Turner und geht mit ihm auf seine einsame Farm. Sie stellt fest, daß ihr Mann nie aus seiner finanziellen Misere herauskommen wird. Mary verfällt schließlich zunehmend in Apathie. Eines Tages wird der schwarze Farmarbeiter Moses, dem sie einmal jähzornig mit der Peitsche ins Gesicht geschlagen hat, als Diener ins Haus geholt. Mary hat Angst vor ihm. Sie ahnt, daß er sich für den Peitschenhieb, der ihn zutiefst gekränkt hat, rächen wird.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
schon mit 30 auf dem Weg zum Nobelpreis... 5 von 5 Punkten Afrikanische Tragödie
Die Farmersfrau Mary Turner wird ermordet auf der Veranda aufgefunden. Für Polizei und Nachbarn ist die Tat schnell aufgeklärt, der Hausboy wird als Täter verhaftet, er gesteht die Tat. Fragen nach dem Warum werden gar nicht gestellt, da es bei dieser Konstellation offensichtlich nur eine Antwort geben kann.
Doch Doris Lessing fragt nach und nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Apartheit der 1930 - 40 ger Jahre im damaligen Rhodesien. Mary lebt ein unabhängiges und zufriedenes Leben in der Stadt; für sie hätte es immer so weitergehen können, aber bald gilt sie als Sitzengeblieben. So heiratet sie den Farmer Dick Turner, ohne eine Vorstellung davon zu haben, was es für sie bedeuten wird, als "arme Weisse" ihr Leben auf der Farm, isoliert von allen menschlichen - weissen - Kontakten mit ihrem zunehmend ungeliebten Ehemann zu fristen. Einzig die rasch wechselnden Hausboys bieten ihr eine Projektionsfläche für ihre Frustration. Erst Moses, den Mary einst zutiefst demütigte, erkennt ihre Leere und wagt es sie als Mensch und als Frau anzusprechen. Mary findet sich wieder im Widerstreit zwischen Ekel, Faszination udn Angst, die dieser Mensch, der für sie kein Mensch ist, bei ihr auslöst. Als sie ihn, der in ihrer zerbrochenen Existenz der einzige menschliche Kontakt ist, verrät, eskaliert die Situation.
Doris Lessing sieht bereits die schier unlösbar scheinenden Probleme auf dem Wege, die Apartheit abzuschaffen, voraus. In dem bereits 1950 veröffentlichtem Roman stellt sie die süd-afrikanische Gesellschaft in ihrem absurden Rassenwahn dar. Man ist zutiefst von der Überlegenheit der weissen Rasse überzeugt. Erste aus Europa überschwappende Zweifel an dieser Idee werden nihiliert, Neuankömmlinge von der Notwendigkeit, sich an ihre Sichtweise "zu gewöhnen", überzeugt. Doch das gezielte Dumm-halten und die brutale Unterdrückung der Eingeborenen, aber auch die Verachtung der "armen Weissen", die durch ihren niedrigen Lebensstandard zu nahe an den Lebensbedingungen der Eingeborenen leben, um ihre Überlegenheit eindeutig zu demonstrieren, deuten an, dass die Überlegenheit der weissen Rasse angreifbar sein könnte.
Doris Lessing analysiert mit einer einfühlsamen Sprache diese Spirale des Wahnsinns, ein beindruckender und berührender autobiographisch gefärbter und bis heute moderner Roman.
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Einladung zur Enthauptung Vladimir Nabokov Taschenbuch, April 1999 Verkaufsrang: 16903 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "In Übereinstimmung mit dem Gesetz wurde Cincinnatus C. das Todesurteil im Flüsterton mitgeteilt." Ein Mann sitzt im Gefängnis, auf die Hinrichtung wartend; er träumt, phantasiert, erinnert sich, schreibt und hat Angst. Das Verbrechen, das er auf dem Schafott büßen soll, ist seine Existenz als Einzelgänger. Der große Erzähler Vladimir Nabokov hat mit diesem frühen Roman eine der bittersten Satiren der Weltliteratur geschrieben.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Zeitloses Meisterwerk 5 von 5 Punkten In "Einladung zur Enthauptung" von Vladimir Nabokov wird die Geschichte des Angeklagten Cincinnatus C. geschildert, der von einem in sich sinnlosen System im Flüsterton (so schreibt es das Gesetz vor), zum Tode verurteilt wird.
Sein Verbrechen? Er ist nicht transparent so wie die ganzen anderen Menschen, er ist leicht verschlossen und wirkt somit auf seine Mitmenschen wie eine Bedrohung, wie ein Monster und soll deshalb auf dem Schafott sterben.
Ihm begegnen in seiner "Leidenszeit" im Gefängnis etliche irreale und fast schon lächerliche Personen, sei es der Direktor, der rothaarige Wärter (mit dem Cincinnatus in seiner Fantasie auch gerne mal tanzt), das kleine Mädchen oder einzig sonstige Häftling der riesigen Festung und all dies mündet in das überraschende Ende, welches ich hier nicht vorwegnehmen will.
Meiner Meinung nach ist Vladimir Nabokov zu Unrecht immer nur auf das eine Buch Lolita festgelegt, denn dieses Buch übersteigt Lolite meiner Ansicht nach um einiges.
Es ist packend geschrieben, fast schon komisch und an manchen Stellen leidet man wirklich mit dem Protagonisten mit und fragt sich wie eine solche Behandlung zustande kommen kann.
Natürlich werden dem geneigten Lesen sofort parallelen zu "Der Prozeß" von Franz Kafka auffallen und diese Tatsache wird viele auch spalten, jedoch kommt es auf den Geschmack des Erzähl und Schreibstils an, welches dieser beiden Meisterwerke man bevorzugt.
Ich kann jedem "Einladung zur Enthauptung" nur ans Herz legen, allein schon aufgrund der erfrischenden Erzählweise von Nabokov, der beschreiben kann, dass man fast schon die Charaktere des Buches vor sich sieht.
Ich muss auch erwähnen, dass das Buch einen hohen wiederlese Wert hat, denn von Mal zu Mal fällen einem mehr und mehr Hinweise auf, die Nabokov in die Geschichte einfließen ließ und auch mehr Kritik zum Beispiel am Nazionalsozialismus oder am Kommunismus wird einem klar. (Nabokov war ein Exilrusse, was diesen Kritikpunkt auch etwas stärker werdeb lässt, desweiteren lebte und schreibte er dieses Buch in Deutschland kurz bevor die Nazis die Macht übernahmen.)
Alles in allem ein perfektes Buch, wenn nicht wieder das Laster des kleinen Mädchens wäre, was den kennenden Lesen sehr stark an Lolita erinnern dürfte.
Aber dieses Motiv zieht sich, genauso wie das "Tam Tam Tam" Motiv durch viele seiner Bücher. (Das "Tam Tam Tam" Motiv ist im Nachtrag des Buches erklärt!)
Eine klare Kaufempfehlung eines großen Nabokov Fans.
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