Klassiker des 20. Jahrhunderts

Inhaltsangaben
Kurzbeschreibungen
Zusammenfassungen
Seite 19

Ein süßer Traum - Doris LessingEin süßer Traum
Doris Lessing

Taschenbuch, Februar 2006
     Verkaufsrang: 62710      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Eine weibliche Familiensaga um drei Generationen von Frauen. Drei Frauen aus drei Generationen in einem Haus – die disziplinierte und harte Schwiegermutter, Frances, die ihren Lebenstraum, Schauspielerin zu werden, für Mann und Kinder aufgegeben hat und nun ohne Mann und ohne Ziel zurückgeblieben ist, und deren Stieftochter Sylvia, die Missionsärztin in Afrika werden wird. In diesem Haus der Frauen versammeln sich in den 60er Jahren junge Leute am Küchentisch. Sie werden versorgt, sie streiten, lachen und lernen, frei und selbständig ihr Leben in die Hand zu nehmen.
„Lessings fesselndstes Buch seit Jahren.“
TIMES LITERARY SUPPLEMENT
„Ein Muss für Fans und eine Einladung für alle, Doris Lessing neu zu entdecken.“
JOURNAL FÜR DIE FRAU


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Eine große, warme Umarmung über Geschichte und Psychologie      5 von 5 Punkten
Wunderschön!
Ein wunderschönes Buch über das Leben und seine Hauptdarsteller...
Ein zart gemaltes Bild des Geistes jeder Zeit (von den 40er bis heute)...
Menschen, dessen Seele in uns eindringt, weil sie so zart und jedoch klar beschrieben wird, dass wir uns denken müßen
"so war ich / bin ich auch, immer wieder..."
Ein Spiegel der Seele und der Zeit, also. Mit einer objektiven Darstellung der Sinnlosigkeit der Mode und verschiedener Diktaturformen...
Ein weibliches, tiefgehendes Buch!


 Weitere Lesermeinungen


Radetzkymarsch - Joseph RothRadetzkymarsch
Joseph Roth

Gebundene Ausgabe, März 2005
     Verkaufsrang: 177739      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Joseph Roths erster internationaler Erfolgsroman - jetzt als Sonderausgabe
"Ich habe die merkwürdige Familie der Trottas, von denen ich in meinem Buch Radetzkymarsch berichten will, gekannt und geliebt, die Spartaner unter den Österreichern. An ihrem Aufstieg, an ihrem Untergang glaube ich den Willen jener unheimlichen Macht erkennen zu dürfen, die am Schicksal eines Geschlechts das einer historischen Gewalt deutet."
In diesem großen Roman, der 1932 zum ersten Mal erschienen ist und ihn international berühmt machte, erzählt Joseph Roth vom Untergang der k.u.k.-Monarchie Österreich-Ungarn am Beispiel der Familie Trotta - das wechselvolle Schicksal dreier Generationen und den Niedergang einer ganzen Familie.




Schlechte Verlierer: Short Stories - Charles BukowskiSchlechte Verlierer: Short Stories
Charles Bukowski

Sondereinband, Juni 1992
     Verkaufsrang: 24274      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Kurzweilige Geschichten von einem fantastischen Autor      4 von 5 Punkten
12 kurze Geschichten von Bukowski, die insgesamt sehr gefällig zu lesen sind. Dabei sehr viel Ironie und Zynismus und was bei Bukowski natürlich nie fehlen darf eine gehörige Portion Sex und Alkohol. Teilweise alles nicht besonders hochtrabend, aber das erwartet man auch nicht zwingend von diesem Autor.
Am besten gefiel mir die Story: Das liederliche Leben und Treiben im Landeskrankenhaus.
Sehr empfehlenswertes Buch für Bukowski-Liebhaber, aber auch solche die diesen Autor einfach einmal kennen lernen wollen.

Kruzweilige Geschichten von einem fantastischen Autor      4 von 5 Punkten
12 kurze Geschichten von Bukowski, die insgesamt sehr gefällig zu lesen sind. Dabei sehr viel Ironie und Zynismus und was bei Bukowski natürlich nie fehlen darf eine gehörige Portion Sex und Alkohol. Teilweise alles nicht besonders hochtrabend, aber das erwartet man auch nicht zwingend von diesem Autor.
Am besten gefiel mir die Story: Das liederliche Leben und Treiben im Landeskrankenhaus.
Sehr empfehlenswertes Buch für Bukowski-Liebhaber, aber auch solche die diesen Autor einfach einmal kennen lernen wollen.

Storie-Band-Highlight      5 von 5 Punkten
Es ist ein schlankes Band, aber das Beste, was Bukowski an Kurzgeschichten je veröffentlicht hat. Wer anderer Meinung ist, der wird jedoch nicht abstreiten, dass dieses Buch seine bunteste und charkteristischte Zusammenstellung von Shortstories ist. In keinem anderen Band sticht einem Bukowskis grober Stil ins Gesicht, wie in diesem Buch - toll!!! Vulgär, unverwechselbar, nicht trivial, sondern durchaus mit hochgeistigem Beigeschmack. Bukowski pur.


Heimatmuseum - Siegfried LenzHeimatmuseum
Siegfried Lenz

Gebundene Ausgabe, Januar 1978
     Verkaufsrang: 142819      Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen.

Preis: € 23,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Äußerlich betrachtet ist dieser Roman die Geschichte eines masurischen Heimatmuseums durch etwa sechzig Jahre. Davon ausgehend, dass Weltkunde mit Heimatkunde beginnt, erzählt Siegfried Lenz von dem unausrottbaren Wunsch, die krummen Pfade masurischer Herkunft zu verfolgen, von der sonderbaren Leidenschaft, entlegenes Leben dem Zufall zu entreißen, von politischem Machtanspruch selbst gegenüber der Vergangenheit, von Flucht und Lebensgründung und von der Gleichgültigkeit der Geschichte, die viele unserer Entwürfe widerlegt.
Worauf es dem Autor besonders ankam: die Äußerungsformen eines verlorenen Landes und seiner Menschen noch einmal zu sammeln und aufzuschreiben: Sprache, Brauchtum, gewachsene Eigenart, frei vor aller Pronvinz-Mystik und mit dem erklärten Wunsch, einigen belasteten Begriffen ihre Unverfänglich wiederzugeben. So gesammelt und bewahrt, wird das Erzählte auf seine Weise zum Inventar eines erschriebenen Heimatmuseums.Siegfried Lenz, am 17. März 1926 in Lyck (Ostpreußen) geboren, begann nach dem Krieg in Hamburg das Studium der Literaturgeschichte, Anglistik und Philosophie. Danach wurde er Redakteur. Seit dem Erscheinen seines ersten Romans "Es waren Habichte in der Luft" im Jahre 1951 zählt er zu den profiliertesten deutschen Autoren. Seit 1951 lebt Lenz als freier Schriftsteller in Hamburg.

Äußerlich betrachtet, ist dieser Roman die Geschichte eines masurischen Heimatmuseums durch etwa sechzig Jahre. Davon ausgehend, daß Weltkunde mit Heimatkunde beginnt, erzählt Siegfried Lenz von dem unausrottbaren Wunsch, die krummen Pfade masurischer Herkunft zu verfolgen, von der sonderbar Leidenschaft, entlegenes Leben dem Zufall zu entreißen, von politischem Machtanspruch selbst gegenüber der Vergangenheit, von Flucht und Lebensgründung und von der...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Wenn ein Museum im Mittelpunkt steht . . .      5 von 5 Punkten
Siegfried Lenz hat mit seinem Werk "Heimatmuseum" ein Meisterwerk geschrieben.. fesselnde Sprache, vorgetäuschte Dialoge . . und eine wunderbare Aufarbeitung der Geschichte im Sinne der Geschichte . . .ein Autor und sein Masuren !!

Lesenswert hoch drei

 Weitere Lesermeinungen



Tod am Nachmittag - Ernest HemingwayTod am Nachmittag
Ernest Hemingway

Taschenbuch, Juli 1999
     Verkaufsrang: 190645      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Hemingways berühmtes Buch über die Kunst des Stierkampfes. Der Dichter der männlichen Bewährung analysiert hier präzise und engagiert Zeremoniell und Kampfritual eines zuchtvollen Spiels mit dem Tode.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

von Afficionado bis Veroica.....Spanien, wie man es nie wieder sehen wird!      5 von 5 Punkten
Wer den Hintergrund des Buches nicht kennt und den Inhalt nur grob überfliegt, dem wird sich schnell ein falsches Bild ergeben.
Natürlich widmet sich Hemingway in diesem "Fachbuch" dem spanischen Stierkampf, mehr noch wird jedoch klar, dass es für ihn mehr ist als das bloße Spektakel. Es ist die tiefe Liebe zu einem Land und seinen Menschen, die Hemingway hier an den Leser weitergibt. Der Stierkampf, als etwas urspanisches ist ihm dabei so vertraut und geliebt, dass er anhand seiner das ganze Land schildert. Von dem einzigartigen Himmel über Madrid bis zu den gründen Hügeln um Pamplona beschreibt Hemingway ein Land und seine Menschen.
Man hat das Gefühl dort zu sein, man schmeckt den Staub auf den Strassen, spürt die Hitze der Nacht und die Kühle des Morgens. Fast wie die Eigenschaften einer geliebten Frau schildert er ländliche Eigenarten und Gegebenheiten.
Nie habe ich eine schönere Liebeserklärung an ein Land gelesen. Neben all dem erklärt Hemingway als ein wirklicher " Afficionado" den spanischen Stierkampf und seine Geschichte. Ein wirklich großartiges Buch.


 Weitere Lesermeinungen


Der Laden: Romantrilogie: 3 Bände - Erwin StrittmatterDer Laden: Romantrilogie: 3 Bände
Erwin Strittmatter

Broschiert, August 2003
     Verkaufsrang: 74396      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Erwin Strittmatters Romantrilogie "Der Laden" hat mittlerweile eine Gesamtauflage von 670000 Exemplaren erreicht. Das Meisterwerk des großen Epikers, das über drei Jahrzehnte deutsche Kriegs- und Nachkriegsgeschichte bündelt, wurde nun als Gemeinschaftsproduktion von ORB, WDR, MDR, SWF, BR und ARTE verfilmt. In den Vorweihnachtstagen im Ersten zur besten Sendezeit ausgestrahlt, wird die atmosphärisch dichte Verfilmung unter der Regie von Grimme - Preisträger Jo Baier,...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Der Loaden      5 von 5 Punkten
Was mich an diesen Büchern besonders fasziniert hat, ist nicht nur die mitreißende Erzählkunst Erwin Strittmatters, sondern besonders auch der Bezug zu meiner Heimat.
Bohsdorf (im Buch Bossdom) liegt nicht weit entfernt und man kann mits Rad zu den Orten der Kindheitserzählung trämpeln (siehe www.strittmatter-verein.de). Viele Orte kommen einem sehr bekannt vor, wie Grodk (Spremberg), Chosebuz (Cottbus), Däbern (Döbern)...
Insbesondere die Sprache hat es mir angetan. Für manchen mag es schwer sein, die wendschen Dialoge zu verstehen - ich habe sofort Menschen aus meinem Umfeld im Ohr, die heute noch genau so reden. Ob Loofen, ausheessen oder schloafen - meine Oma hat auch so gesprochen.
Beantworten kann man sich mit diesem Buch auch die Frage, warum denn damals keiner was gegen den aufkommenden Nationalsozialismus getan hat. Jeder lese selbst, wie die einfache Bevölkerung mehr mit sich selbst beschäftigt war, bzw. die politische Lage als verworrene Nebensache betrachtete. Meinungen, die man von jemandem, den man achtet, gehört hat, wurden als eigene Meinung übernommen und als bewiesen erachtet. Ich hoffe, wir sind da etwas weiter?!
Teilweise anstrengend zu lesen, insbesondere auch wegen der Länge, aber sehr empfehlenswert. Und nicht das Buch "Grüner Juni" verpassen!


 Weitere Lesermeinungen


Phantom der Lust: Erotischer Roman - Colette GalePhantom der Lust: Erotischer Roman
Colette Gale

Broschiert, August 2008
     Verkaufsrang: 99335      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die Geschichte vom Phantom der Oper , wie sie noch nie erzählt wurde!
Die junge Sängerin Christine, aufsteigender Stern an der Pariser Oper, hat schon oft von dem mysteriösen Phantom gehört. Doch sie selbst kennt den dunklen Geist der Oper wie niemand sonst: als ihren Engel der Musik , der sie das Singen lehrt und die Liebe. Im Schutz der Dunkelheit verführt er Christine mit seiner Stimme und sinnlichen Berührungen. Aber nicht alle gönnen Christine ihren Erfolg.




Franz Werfel. Gesammelte Werke in Einzelbänden - Taschenbuch-Ausgabe: Stern der Ungeborenen: Ein Reiseroman. (Gesammelt Werke in Einzelbänden) - Franz WerfelFranz Werfel. Gesammelte Werke in Einzelbänden - Taschenbuch-Ausgabe: Stern der Ungeborenen: Ein Reiseroman. (Gesammelt Werke in Einzelbänden)
Franz Werfel

Taschenbuch, November 1992
     Verkaufsrang: 85514      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Meisterwerk der Phantasie      5 von 5 Punkten
Warum ist dieser Roman so wenig bekannt? Ein Mann, wohl der Autor selbst, wie die Initiale F.W. vermuten lassen, wird in einer 100000 Jahre entfernten Zukunft reinkarniert, um als Gast einer Hochzeit beizuwohnen. Langsam führt er den Leser in eine fremde und doch auch irgendwie vertraute Welt. Die Beschreibung dieser schönen, neuen Welt, in der die Menschen die brennendsten Probleme gelöst zu haben scheinen ( Krieg, Krankheit, Tod) ist faszinierend und atemberaubend. Der Text sprengt jede vertraute Dimension, ist eine exotische Mischung aus Science Fiction, Philosophie, Psychologie, Metaphysik und allem Möglichen mehr. Dabei reflektiert der Autor Fragen und Themen, die auch heute ganz oben auf der Agenda stehen: die Dialektik des Fortschritts, den Kampf zwischen Barbarei und Zivilisation, das Wesen von Makrokosmos und Mikrokosmos u.s.w. Ich persönlich habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen und finde es faszinierend, dass ein deutschsprachiger Autor vor über 60 Jahren eine so zeitlose und einzigartige Erzählung schreiben konnte. Es war wohl die Katastrophe des 2. Weltkriegs und auch das Exil in Amerika die Franz Werfel zu dieser Phantasiereise in die Zukunft beflügelten.

Abgefahren      5 von 5 Punkten
Ich habe in meinem Leben wirklich schon so einiges gelesen, aber dieser Roman ist mit Sicherheit das Abgefahrenste, was mir je unter die Augen gekommen ist.
Lässt man sich erst mal auf diese eigenartige Mischung aus Roman, Science Fiction, philosophischer Abhandlung und wortgewaltiger Fabulierlust ein, gibt es für den Leser kein Entrinnen mehr aus dieser futuristischen Reisebeschreibung. Unglaublich, dass das Werk fast 50 Jahre alt ist. Wem Franz Werfel ansonsten etwas zu bieder und altmodisch ist, sollte das hier mal versuchen und wird dabei feststellen, dass der Mann Geschichten erfinden konnte, wie kaum ein anderer.

Absolutes Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Ich muss sagen, dass mich kaum ein Buch bisher so fasziniert hat wie dieses. Werfels "Opus ultimum", er vollendete es zwei Tage vor seinem Tode, ist eigentlich die Quintessenz seines Schaffens. Werfels Genie für Sprache und Ausdruck, seine Humanität, sein Einfallsreichtum und seine mystischen Neigungen vereinigen sich hier zu einem Meisterwerk sui generis. Insbesondere die Episode des "Wintergartens" ist von solcher Sprachgewalt und Ingeniösität, dass man den Vergleich mit den allerbesten Werken der Menschheitsgeschichte kaum zu scheuen braucht (wie übrigens auch Thomas Mann feststellte).
Als Einschränkung möchte ich allerdings anmerken, dass das Buch verständlicher und daher lesbarer wird, wenn man schon andere Romane Werfels gelesen und mit sich mit seiner Gedankenwelt vertraut gemacht hat. Ähnlich wie Thomas Manns "Doktor Faustus" strotzt "der Stern der Ungeborenen" vor mehr oder minder offenen Verweisen auf die Literatur und die Menschheitsgeschichte, sodass es ungemein viel zu entdecken gibt.

Sein letztes Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Der Roman handelt von einer futuristischen
Gesellschaft mehrere hunterttausend Jahre
nach unserer Zeit. Die Menschheit hat alle
ihre Schwächen überwunden und lebt in nahezu
völlger Vergeistigung.

Stinkende und lärmende Motoren zur Fortbewegung
sind abgeschafft. Man bewegt stattdessen mittels
eines Reisegeduldsspieles, dem sogenannten Mentelebol,
das Ziel im Geiste auf sich zu. Nur die allerträgsten
Menschen dürfen politischer Führer werden, weil die
agilen Macher ohnehin nur Schaden anrichten und es
sich in der Vergangenheit gezeigt hat, daß es besser
gewesen wäre, wenn ein Politiker überhaupt nichts
unternommen hätte.

Unglaublich phantasievoll werden Alltag,
Wissenschaft und Religion (Judentum und Katholizismus
haben die jahrhunderttausende überlebt) dieser Kultur
in einem vielschichtigen Roman ausgebreitet.
Kaum ein Buch hat mich so fasziniert wie dieses.

Geschrieben hat Werfel es in Erwartung seines Todes
durch ein Herzleiden. Es ist das Vermächtnis
des großen jüdischen Romanciers und Humanisten
Franz Werfel für die Menschheit.

Ein faszinierendes, tiefsinniges Werk      5 von 5 Punkten
Die Sprache Werfels und ihre unglaubliche Tiefe fesseln den Leser, der mit dem Autor in eine fremde Welt der Zukunft geworfen wird und das unerträgliche Glück des irdischen Paradieses ertragen muß - Krieg, Arbeit und Leid existieren nicht mehr. Doch stets scheint diese "menschliche Konstante des Leids" erhalten, denn auch hunderttausend Jahre nach den Anfängen der Menschheit kann ein einziges Blutvergießen das Ende Edens bringen.

 Weitere Lesermeinungen



Das Blut der anderen - Simone de BeauvoirDas Blut der anderen
Simone de Beauvoir

Taschenbuch, April 1963
     Verkaufsrang: 192689      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Dieser Roman der großen, mit dem "Prix Goncourt" ausgezeichneten französischen Autorin schildert mit dramatischer Spannung die Zeit der Resistance, in der die junge Intelligenz in tragischer Verstrickung das Bewußtsein der Verantwortung für die anderen gewann.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Verantwortlich für alles      5 von 5 Punkten
In Simone de Beauvoir's Werk Das Blut der anderen" geht es um die Zeit des Zweiten Weltkrieges aus Frankreich's Perspektive. Der Faschismus überrollt Europa und auch Frankreich wird Opfer. Der bürgerliche Sohn Blomart und seine Freunde wollen nicht Rädchen in einer Maschinerie sein und lehnen sich auf, gegen die Bewegung des Terrors, gegen die Vergasung tausender Juden. Dabei muss aber offenbar unweigerlich weiteres Blut vergossen werden - das Blut der anderen. Indem Blomart und seine Freunde sich zu terroristischen Akten entschließen, die Aufmerksamkeit erzeugen sollen, entschließen sie sich auch dafür, dass noch mehr Blut fließt. So heißt es auch immerzu: entscheide dich. Gehe vorwärts, handle.

Der Roman erzählt von geistigen Gewissensbissen, erzeugt durch die, die zu Schaden kommen, die, die sterben müssen. Eine der Protagonistinnen, Hélène, liebt Blomart, er sie zunächst aber nicht. Er entscheidet sich aber, an ihrer Seite zu leben, weil er sie damit glücklich machen kann. Irgendwann entscheidet Hélène, auch bei den gewalttätigen Aktionen mitmachen zu wollen. Blomart erlaubt es ihr - sie stirbt durch eine Aktion. Teils etwas verwirrend zappt das Buch durch die Zeit, geht immer wieder vom Sterbebett aus, auf dem Hélène gerade liegt, lässt Blomart über seine Schuld nachgrübeln, zitiert Dostojevski, dass jeder Mensch für alle und alles verantwortlich sei. Am Ende beteuert Hélène, dass sie nichts bereue und es ihre eigene Entscheidung gewesen wäre. Blomart will ihr glauben und entschließt zuletzt, weiter morden zu wollen - weil er muss, und obwohl seine bürgerliche Mutter ihn innerlich verflucht. De Beauvoirs Sprache macht es einem leicht, im Kopf Bilder von einem zerbombten Frankreich erstehen zu lassen, inmitten dem Hélène sitzt, steht, geht, sich nicht mehr am Leben fühlt, nicht mehr am Leben sein will, aber immer noch lebt, weil ihr Herz weiterschlägt, ob sie nun will oder nicht.

Dies ist nach Sie kam und blieb" der zweite Roman, den ich von Simone de Beauvoir las. In ähnlichem Tonfall schreibt diese von jungen Personen, die versuchen, ihren Platz im Leben zu finden, mit dem nahenden oder schon real da seienden Krieg als Kulisse. Die ewige Frage nach dem Sinn des Seins, sozusagen Existenzialismus at its best. Die Frage nach dem Sinn der Liebe. Obwohl ich keine alten französischen Filme kenne - diese müssten in etwa so sein. Simone de Beauvoir erzählt nachdenklich und benutzt ihre Figuren, um Ideen über die Welt zu veranschaulichen. Die Figuren bleiben dabei aber kein Beiwerk, sondern die Romane sind rund und authentisch. Gutes Buch!


 Weitere Lesermeinungen


Mein Name sei Gantenbein - Max FrischMein Name sei Gantenbein
Max Frisch

Taschenbuch, August 2008
     Verkaufsrang: 146016      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Der Erzähler erfindet mögliche Lebensgeschichten dreier Personen: Da ist Gantenbein, der einen Blinden spielt, um so genauer seine Umwelt beobachten zu können. Oder da ist Enderlin, der immer "ein fremder Herr" bleibt. Auch Svoboda muß die Erfahrung machen, daß Liebe und Ehe endlich sind. Übrig im Spiel der erdichteten Rollen bleibt: Gantenbein.Max Frisch, am 15. Mai 1911 in Zürich geboren, starb dort am 4. April 1991. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)

Wer bin ich, und wenn ja, wieviele?      5 von 5 Punkten
Frisch mag bekannter sein durch sein konventionelleres "Biedermann und die Brandstifter". In "Mein Name sei Gantenbein" spielt er hingegen virtuos mit Rollen und Personen auf der Meta-Ebene.
Ist ein imaginiertes Leben denkbar - ist der Mensch gar Meister seiner selbst, frei entscheidender Erzähler seines Lebens? Gewisse Lifestyle-Bücher mögen es in teils amerikanischer Manier einfach behaupten; Max Frisch macht die Probe aufs Exempel. Gantenbein ist nur eine der Identitäten des Autors. Blind ist er scheinbar, um die anderen besser zu beobachten. Die Handlung verdient den Namen kaum; komplex geht es zu, doch zieht Frisch den Leser immer mehr in den Bann.

Lesen und genießen, das Nachdenken kommt automatisch.


 Weitere Lesermeinungen


Das Bildnis des Dorian Gray. SZ-Bibliothek Band 44 - Oscar WildeDas Bildnis des Dorian Gray. SZ-Bibliothek Band 44
Oscar Wilde, Hedwig Lachmann, Gustav Landauer

Gebundene Ausgabe, 15. Januar 2005
     Verkaufsrang: 140753     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Der junge Dorian Gray spürt heftiges Verlangen nach ewiger Schönheit - dem Garanten für andauernde Sinnesfreuden. Zur Erfüllung seines Traums schließt Gray einen Teufelspakt: Er verpfändet seine Seele. Statt seiner wird in Zukunft ein Porträt von ihm altern.
Doch der Vertrag ist befristet, und am Ende fordert die gestundete Vergänglichkeit ihren bitteren Preis.
Mit seinem gewagten Roman provozierte der Publikumsliebling Oscar Wilde seine gesamte Fangemeinde und beeinflußte die Literatur des 20. Jahrhunderts maßgeblich.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Unglaublich fesselnd!      5 von 5 Punkten
Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray" hat mich schlichtweg überwältigt! Stundenlang war es mir schier unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, ich habe es förmlich verschlungen. Die rhetorischen Künste des Lord Henry, der in so vielen Aussagen zahlreicher Charaktere als "scheußlich und gemein" bezeichnet wird und trotzdem nicht so recht gehasst werden kann, haben mich tief beeindruckt, teils auch sehr zum Nachdenken angeregt. So ist der Grundstein der Geschichte - Lord Henrys negativer Einfluss auf den schönen, braven Knaben Dorian Gray - mehr als nachvollziehbar für den Leser, sieht er sich doch selbst einer wahren Gedankenflut gegenüber, der er sich kaum entziehen kann.

Überdies wartet "Das Bildnis" auch mit zahlreichen schockierenden Höhepunkten auf. Schrecken um Schrecken reiht sich aneinander und verspricht wunderbare Schmökerstunden. Dem Leser wird in unvergleichlicher Weise der grässliche Verfall einer einst reinen, unbefleckten Seele vor Augen geführt. So äußert Dorian sich einmal selbst: "Ich will dir meine Seele zeigen. Du sollst das Ding sehen, von dem du dir einbildest, nur Gott könne es sehen." Fast scheint es, als würde er mit diesen Worten den Leser selbst ansprechen.

Fazit: Eines der wenigen Bücher, die ich als absolutes Muss weiterempfehlen kann!


 Weitere Lesermeinungen


Der Weg ins Freie - Arthur SchnitzlerDer Weg ins Freie
Arthur Schnitzler

Taschenbuch, Oktober 2000
     Verkaufsrang: 151844      Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 6 Tagen.

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Schnitzlers großer Zeitroman entwirft ein breitgefächertes Panorama vom Leben in der Wiener Gesellschaft des Fin de siecle. Im Rahmen einer höchst modernen Wahrnehmung des Nebeneinander, die sich jeder eindeutigen Bewertung der Figuren und ihres Verhaltens verweigert, werden die Aussichten der Liebe und der Kunst am Beginn der Moderne erkundet. Am Beispiel des allgegenwärtigen Antisemitismus verfolgt Schnitzlers Zeitporträt aber auch den sich dramatisch...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Zeitloser Zeitroman      5 von 5 Punkten
Arthur Schnitzlers erster Roman "Der Weg ins Freie" (1908) ist ein atmosphärisch dichtes und facettenreiches Panorama der bürgerlichen und jüdischen Gesellschaft einschliesslich des politischen Lebens in Wien in den Jahren 1898/99, also am Fin de Siècle. Der Roman bietet einen etwas nostalgischen, aber nicht altmodischen Blick auf eine untergegangene Gesellschaft des kaiserlichen Wiens, worin die Menschen und ihre Beziehungen untereinander im Zentrum stehen. Das Buch beschreibt auch den alltäglichen Antisemitismus und die verschiedenen Reaktionen der jüdischen Protagonisten darauf, und zeigt so die Wurzeln des Nationalsozialismus des Österreichers Hitler auf. Nach dem Erscheinen wurde der Roman als Schlüsselroman mit Skandalpotenzial gelesen. Tatsächlich wollte Schnitzler keinen Enthüllungsroman schreiben, selbst wenn er sich bei der Figurengestaltung auf lebende Personen der Wiener Gesellschaft abstützte. Diese veränderte er allerdings so in seinem Sinne, so dass moderne Charaktere entstanden sind, zeitlose und allgemein gültige Idealtypen. Bei Schnitzler muss schliesslich immer wieder auf die Sprache hingewiesen werden. Das österreichisch geprägte Hochdeutsch ist der pure Wohlklang in den Ohren der Leser.
Im Zentrum steht das Verhältnis zwischen Georg und Anna, das sich an die eigene Biographie Schnitzlers anlehnt. Der junge Adlige Georg Freiherr von Wergenthin betätigt sich nach dem frühen Tod seiner Eltern als Komponist und ist auf der Suche nach einer Stelle als Kapellmeister. Wirklich erfolgreich ist er allerdings nicht, ihm fehlt das Können, der Ehrgeiz und die Selbstdisziplin. So erstaunt es nicht, dass er äusserst unproduktiv ist. Er ist eine schwache Persönlichkeit, der Entscheidungen aus dem Weg geht. Er mogelt sich irgendwie durch die bessere Gesellschaften, surft herum und hält sich immer raus, bezieht nie richtig Stellung, geht unbeteiligt und distanziert durchs Leben. Als ambivalente Persönlichkeit ist er ein völlig moderner Charakter. Ganz anderes ist übrigens sein Bruder Felician, der sehr zielstrebig seine Karriere als Diplomat verfolgt. Bewegung kommt erst ins Spiel, wie Georg auf die eher bodenständige und gewissenhafte Anna Rosner trifft. Diese wird von ihm schwanger, aber er kann sich nicht für sie entscheiden. Er ist nicht liebesfähig und völlig beziehungsschwach. Nach einer Reise nach Lugano kommt das Kind tot auf die Welt. Die existenziellen Erlebnisse bringen Georg zwar persönlich weiter, aber wirklich geläutert ist er nicht. Er bleibt die gleich handlungsschwache Person wie am Anfang und die Suche nach dem Sinn des Lebens geht weiter. Der Weg ins Freie mündet darin, dass er sich der Wiener Gesellschaft entzieht und wegzieht.


 Weitere Lesermeinungen


Ludmilla - Siegfried LenzLudmilla
Siegfried Lenz

Taschenbuch, März 1998
     Verkaufsrang: 203260      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Eine abgeschriebene Frau und andere Denkwürdigkeiten: Wie hier ein Schriftsteller aus Hamburg, eine junge Frau aus Tomsk, ein Steuerprüfer und ein Tonbandgerät in Szene gesetzt werden, ist einfach genial.Siegfried Lenz, am 17. März 1926 in Lyck (Ostpreußen) geboren, begann nach dem Krieg in Hamburg das Studium der Literaturgeschichte, Anglistik und Philosophie. Danach wurde er Redakteur und lebt seit 1951 als einer der profiliertesten deutschen Schriftsteller in...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ludmilla - Erzählungen      5 von 5 Punkten
Siegfried Lenz betört wieder einmal den Leser mit seiner einzigartigen Kunst des Erzählens. Wer braucht die ganzen destruktiven, neurotischen Allesablehner wie Stuckrad-Barre, Kracht und Co., wenn das Lesen der Geschichten von Lenz glücklich macht?


Kommentierte Werkausgabe. Romane und Erzählungen: Die Schlafwandler - Hermann BrochKommentierte Werkausgabe. Romane und Erzählungen: Die Schlafwandler
Hermann Broch

Taschenbuch, Januar 2007
     Verkaufsrang: 195030      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Im ersten Teil, Pasenow oder die Romantik, geraten unter dem Einfluss des Kaufmanns Eduard von Bertrand die religiösen Überzeugungen und das patriotische Pflichtgefühl des Gutsbesitzersohns Joachim von Pasenow ins Wanken. Dennoch entzieht er sich der unglücklichen Affäre mit dem Animiermädchen Ruzena, um in der Ehe mit der zum Tugendideal verklärten Elisabeth von Baddensen einen den starren gesellschaftlichen Konventionen entsprechenden Ersatz für die...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Werte sind überflüssig geworden.      4 von 5 Punkten
Der Radikale Wandel der Werte beim Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft wird sowohl im Inhalt als auch in der Form der drei Teile beschrieben bzw. auch sinnlich erfassbar gemacht.
Dieser Satz hört sich jetzt nach einer belehrenden oder oberlehrerhaften Haltung des Autors an, das ist aber nicht.
Vielmehr versteht Broch es auch durch die Unterschiedlichkeit der Stile und Beibehaltung immer mindestens 1er Person die auch in einem der anderen beiden Teile vorkommt, sich aber zwischenzeitlich selbst verändert hat, ein sehr interessantes und trotz der über 1000 Seiten nie langatmiges Ganzes zu schaffen.
Ich habe das Buch sozusagen auf "Anraten" Milan Kunderas gelesen, der in seinem literaturkritischen Buch "Verratene Vermächtnisse" Broch als einen zu wenig rezipierten "Großen" darstellt, und ich habe es nicht bereut.

Nicht jedermanns Sache      3 von 5 Punkten
In seiner Romantrilogie unternimmt Broch die Verquickung von erkenntnistheoretischer Analyse und Romanhandlung. Doch je stärker die einzelnen Bereiche voneinander abgegrenzt dargestellt werden, desto mehr verliert der Text die überzeugende Einheitlichkeit. Dies trifft insbesondere auf den dritten Teil "Huegenau" zu. Dort überkreuzen sich die ursprüngliche Romangeschichte um Huegenau, in der sowohl v. Pasenow aus dem ersten Roman als auch Esch aus dem zweiten auftreten, die Geschichte des Heilsarmeemädchens und die theortischen Darstellungen unter der Überschrift "Zerfall der Werte". Die Erzählperspektive wechselt genauso wie die Textform: Prosa wird von Lyrik und Schauspiel unterbrochen. Insofern gibt insbesondere der dritte Teil, der alles Vorhergehende aufnehmen und dialektisch zur Synthese bringen soll, ein sehr uneinheitliches Bild ab. Dies geht zu Lasten der Überzeugungskraft.

Die in der Romanhandlung portraitierten Personen sind den theoretischen Ansätzen Brochs zu stark unterworfen, so daß sie der Intention Brochs entsprechend zwar Beispiele und Belege für seine Auffassung sind. Auf der anderen Seite erscheinen die Personen jedoch zu hölzern. Das tatsächliche Leben in seiner Komplexität wird nicht überzeugend dargestellt. Der Anspruch Brochs, genau diese Komplexität darzustellen, ist aber unschwer erkennbar. Diese Diskrepanz schadet dem Text.

Bei durchaus interessanten und erhellenden theoretischen Analysen verfällt Broch insbesondere gegen Ende des "Zerfalls der Werte" in eine unangemessen absolute Argumentation: Der absolute Nullpunkt wird erreicht von dem die Entwicklung wieder in höchste Höhen bis zum nächsten Kulminationspunkt steigt, und in der Revolution wird die höchste Entwicklungsstufe erreicht, gleichzeitig aber wird die primitivste der neuen Stufe aktiv u. ä. Eine solche Argumentation erfasst m. E. die tatsächliche Welt falsch.

Am überzeugendsten ist Broch dort, wo er seinen theoretischen Überbau zu Gunsten einer exakten Wirklichkeitssicht vergißt. Dies ist passagenweise im ersten Roman "Pasenow" der Fall. Seine Analyse und Darstellung der Familienverhältnisse ist gut gelungen.

Ansonsten sind die bereits oben erwähnten erhellenden theoretischen Analysen positiv zu würdigen. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung der Entwicklung vom gesellschaftlich orientierten Menschen zum Individualisten, dem sämtliche gesellschaftlichen Normen fehlen im letzten Roman.

Zusammenfassend sind die Schlafwandler nur bedingt zu empfehlen. Sie gehören wohl in den Kanon literaturwissenschaftlich relevanter Werke. Einige gute Ideen sind durchaus enthalten. Vergnügen bereitet die Lektüre aber auf keinen Fall.



Buddenbrooks. Sonderausgabe: Verfall einer Familie - Thomas MannBuddenbrooks. Sonderausgabe: Verfall einer Familie
Thomas Mann

Gebundene Ausgabe, Oktober 1997
     Verkaufsrang: 87285     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

"Es ist eine hervorragende Arbeit, redlich, positiv und reich", urteilte S. Fischers Lektor Moritz Heimann nach der Lektüre des Manuskripts über Thomas Manns, ersten Roman, seinen wohl am meisten gelesenen, am meisten verbreiteten. >Verfall einer FamilieBuddenbrooksGroße kommentierte Frankfurter Ausgabe< der Werke Thomas Manns.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 63 Bewertungen)

Klassiker der Weltliteratur      5 von 5 Punkten
Wer kennt Thomas Mann nicht .... ?
Dieser 1875 geborene Lübecker verließ 1933 Deutschland und lebte in der Schweiz am Zürichsee und dann in den USA, wo er 1938 eine Professur an der Uni Princeton annahm. Danach lebte er in Kaliformien und wieder in der Schweiz, wo er am 12. August 1955 starb.

Die Buddenbrooks - die verschlüsselte Geschichte seiner eigenen Familie und ihrer Stellung in Lübeck -

Vielfach verfilmt und im Theater aufgeführt ist dieses Buch immer wieder ein Genuß.

Erstausgabe des Buches im S. Fischer Verlag: Berlin 1901

Ich finde diese Taschenbuchausgabe sehr ansprechend gestaltet.

Gliederung und Einteilung:
=====================

11 Teile

Thomas Mann selbst hat 1932 gesagt, dass er sich sicher ist, dass in Deutschland der Name Thomas Mann immer mit den Buddenbrooks in Verbindung gebracht wird.

kurze Inhaltszusammenfassung:
=============================

Die in Lübeck beheimatete Kaufmannsfamilie Buddenbrook wird über 3 Generationen verfolgt, die Höhen und Tiefen dieser Dynastie wird bildhaft und ausschweifend in die Mangel genommen.

Der Urgroßvater Johann Buddenbrook ist die erste Gestalt zu Beginn der Handlung, damals 70 Jahre ...

Konsul Johann Buddenbrook ist der Sohn von Johann, er hat 4 Kinder, davon ist eines der Thomas. Christian, Thony und Clara sind die anderen.

Es gäbe noch viel mehr zu berichten, aber ich kann ja nicht den gesamten Roman und deren handelnde Personen hier aufführen.

Thomas Mann kritisiert in seinem Roman sowohl die Menschen ansich, die für viele Situationen, so auch den Verfall dieser Familie im Zusammenhang mit dem Unternehmen, verantwortlich sind, er kritisiert aber auch die Gesellschaft und das schafft er auf vorzügliche Art und Weise. Der Leser wird in die Handlung involviert, man kann sich sehr gut in die einzelnen Personen und jeweiligen Zeitabschnitte hineinversetzen und durchlebt die Höhen und Tiefen, wobei es immer mehr Tiefen gibt, ständig mit, man leidet, liebt und freut sich mit den im Roman aufgeführten Personen. Das Großbürgertum wird in seiner ganzen Pracht auch wie es dem Untergang geweiht ist, dargestetllt.

Aber auch mit Witz ist dieses so beeindruckende Werk gesprickt, sodass es wirklich eine Freude ist, dieses Buch zu lesen, es ist trotz der doch recht vielen Seiten nie langweilig und der Leser fühlt ständig Spannung und möchte wissen, wie es mit dieser Familie weitergeht.

Leben pur - so könnte man diesen Roman umschreiben - das Leben von drei Generationen, die miteinander verwoben sind - die Zeit vom Beginn des Romans1835 bis zum Ende 1877 wird dargestellt.

Glück und Unglück liegen im realen Leben so nah beeinander und auch hier im Leben der Familie Buddenbrook wird dies klar deutlich und zum Ausdruck gebracht, wie schnell man vom Sieger zum Verlierer werden kann. Wie viele Faktoren da mit reinspielen und wie es auch schon zu damaligen Zeiten Aufstieg und Untergang einer Familie und ihres Geschäftest - ihres Daseins gab, wie schnell das auch heute der Fall sein kann, wird dem Leser auch hier immer wieder deutlich. Daher finde ich - hat diese Geschichte, dieser Roman wohl schon immer Richtigkeit gehabt und ist auch gerade in heutigen Zeiten noch immer von hohem Stellenwert.

Thomas Manns Buddenbrooks werden wohl nie in Vergessenheit geraten und das ist gut so.

Ich habe das Buch bisher dreimal gelesen und immer wieder erkenne ich neue Details und Kleinigkeiten, die mir vorher nicht aufgefallen sind, wie Thomas Mann einzelne Geschehnisse verarbeitet, wie er Personen charakterisiert, sodass man sie direkt bildhaft vor Augen hat, wie er die Lübecker Dynastien in das Geschehen einbindet und die Zeit wieder aufleben lässt, in der sich die Handlung abspielt.

TOP LESEEMPFEHLUNG für diesen Klassiker der Weltliteratur !!!


 Weitere Lesermeinungen


Der Engel schwieg - Heinrich BöllDer Engel schwieg
Heinrich Böll

Taschenbuch, November 1997
     Verkaufsrang: 104963      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Dieser Roman Heinrich Bölls entstand in der Zeit zwischen 1949 und 1951. Die Handlung beginnt am 8. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation. Ein Soldat, mit falschen Papieren desertiert, kehrt in seine zerbombte Heimatstadt zurück und begibt sich auf die Suche nach einer Bleibe. "Die Handlung zeigt die Menschen dieser Zeit, ihren Hunger", schrieb Heinrich Böll, "sie berichtet von einer Liebesgeschichte, klar und spröde, die der Phrasenlosigkeit der heimkehrenden Generation entspricht, die weiß, daß es keine Heimat auf dieser Welt gibt."Heinrich Böll, 1917 in Köln geboren, nach dem Abitur Buchhandelslehre, 1939-45 Soldat, dann Gefangenschaft; nach dem Krieg Student und Hilfsarbeiter in der Tischlerei des Bruders; seit 1950 freier Schriftsteller in Köln; für sein Werk erhielt er u.a. 1967 den Büchner-Preis und 1972 den Nobel-Preis für Literatur, war Präsident des bundesdeutschen und des internationalen PEN-Clubs. Er starb am 16. Juli 1985. REASON: review already exists

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Frühwerk aus dem Nachlaß      5 von 5 Punkten
Mai 1945: Der Deserteur Hans Schnitzler kehrt in seine in Trümmern liegende Heimatstadt zurück, die unschwer als Köln zu erkennen ist. Er trifft auf Regina Unger, die soeben ihr Kind verloren hat. Beide sind verzweifelt und laufen Gefahr, in das bodenlose Loch der Lebenssinnkrise abzustürzen. Sie entdecken, daß ihre scheue, von tiefer Trauer unterlegte Liebe zueinander Stärke verleiht, die auf ein mögliches Morgen hoffen läßt. Zugleich müssen sie jedoch erfahren, daß es auch nach dem Kriegsinferno keine Stunde Null geben wird. Die Opportunisten und Karrieristen haben ihre Fahnen bereits wieder in die "richtige" Windrichtung gehängt. Ein Dr. Dr. Fischer z.B., typischer Vertreter des von Böll stets bekämpften Verbandskatholizismus, entpuppt sich als mieser "Geldfischer", wo er "Menschenfischer" hätte sein sollen.

Neben der Liebe und dem basisorientierten Glauben verleiht die Wut Kraft zum Überleben. Wut auf diejenigen Menschen, die nichts verstanden haben, noch jemals verstehen werden. Wenn diese Wut in Haß umzuschlagen droht, greift Böll zum Mittel der Satire.

In seinem postum veröffentlichten Frühwerk ist bereits alles angelegt, was den Weltautor und Nobelpreisträger Heinrich Böll ausmacht. Viel gelernt hat er von Hemingway und Faulkner. In kühler, bis zur Lakonie reduzierter Sprache läßt er die kaputte Welt der unmittelbaren Nachkriegszeit vor dem Leser entstehen. Natürlich hat "Der Engel schwieg" noch Schwächen. Er ist kein abgerundeter Roman, sondern eher eine Sammlung von Skizzen, Episoden und Kurzgeschichten, die nur mühsam miteinander verzahnt werden. Auch verfällt Böll schon hier seiner später häufig monierten Schwarz-Weiß-Typisierung.

Dennoch ist die Lektüre sehr zu empfehlen, denn es handelt sich um ein Schlüsselwerk, mit dem Böll seine Auseinandersetzung mit Nachkriegsdeutschland einleitete.


 Weitere Lesermeinungen


Jahrestage: Jahrestage I. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl: Bd 1 - Uwe JohnsonJahrestage: Jahrestage I. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl: Bd 1
Uwe Johnson

Taschenbuch, April 1993
     Verkaufsrang: 172327      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die Johnson-Forschung befindet sich seit jeher in einem Dilemma: Kaum ein Schriftsteller muss so hart darum kämpfen, dass seine fiktionale Prosa nicht gleichsam durch die ihr immanente Faktizität erdrückt wird. Eifrige Indiziensucher spüren Orte und Namen in Mecklenburg auf, wandeln auf den Spuren der Protagonistin Gesine Cresspahl durch New York, recherchieren in den Archiven alte Ausgaben der New York Times -- alles vor dem Hintergrund, Nachweisbares darzulegen. Hinzu kommt, dass dieser Ansatz von Johnson selbst in seinen Poetik-Vorlesungen thematisiert wird, habe er doch aus seinem Studium der deutschen Literatur "eine Vorliebe für das Konkrete, eine geradezu parteiische Aufmerksamkeit für das, was man vorzeigen, nachweisen, erzählen kann", mitgenommen. Vor diesem Hintergrund mag es kaum verwundern, dass sich die gebundene Ausgabe von 1983 eines Adressbuches erfreut und der jüngst erschienene Kommentar von Holger Helbig über 1.100 Seiten umfasst, die alles zu dokumentieren suchen. So wichtig diese Ansätze auch sein mögen, hier entsteht eine Gefahr, Johnson als Regionalschriftsteller (mit Augenmerk auf interkontinentale Beziehungen) zu missbrauchen.

Kaum gerecht wird man damit jedoch diesem Werk, das 365 Tage aus dem Leben der Gesine Cresspahl und ihrer Tochter Marie erzählt. Doch diese Aufzeichnungen vom 21. August 1967 bis zum 20. August 1968 brauchen mehr an Raum und Zeit: Es geht hier um deutsche Geschichte, um nazideutsche, westdeutsche, ostdeutsche und amerikanische Geschichte. Um zeitgeschichtliche Ereignisse, die ihrerseits in der New York Times berichtet werden -- also ohnehin schon vorgegeben sind. Doch hinter diesem Lauf der deutschen und der amerikanischen, der Weltgeschichte, verbergen sich Einzelschicksale, die das Personal des Romans darstellen. Es geht um die Interaktion dieser Subjekte mit dem Verlauf der Zeitgeschichte, deren Determiniertheit durch den sozialen Kontext, in dem sie sich befinden, dargelegt wird. Diese äußere Determination freilich kann nicht ohne Auswirkungen auf formale und strukturelle Merkmale dieses Romans bleiben: So liest man eine Art Berichterstattung, gleichsam eine Geschichtsschreibung, die sich der Auswertung von Dokumenten, von Quellen verpflichtet hat. Diese auktoriale Erzählsituation steht antithetisch zu der subjektorientierten, die die Romanpersonen kennzeichnet.

Hieraus ergibt sich etwas Bedeutendes: Genau wie die fiktiven Romanfiguren an die realen Gegebenheiten der Zeitgeschichte unausweichlich gebunden sind, ist auch der Erzähler dieser Situation (formal) ausgeliefert, er befindet sich in einer analogen Situation. Das verschafft der Lektüre einen doppelten Boden, der sich erhebt über eine Ebene der Prüfbarkeit von Faktizität. --Kristina Nenninger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Nachbeben      5 von 5 Punkten
Als die Jahrestage in vier Bänden nacheinander erschienen, war man sich der Kraftanstrengung dieses Autors kaum bewußt, man war vielmehr fasziniert davon, wie er die Erinnerungen der Gesine Cressphal mühelos mit dem Weltgeschehen der späten Sechziger Jahre verküpfte und sich dabei des Kunstgriffs der New York Times bediente. Was nun wie ein monumentales Werk dasteht, war ein in sich äußerst fragiles Unternehmen, das den Autor an sich band. Selten wurde ein Teil der deutschen Geschichte so kunstvoll von leichter Hand erzählt.

Die Jahrestage stehen in der Tradition der großen Erzähler wie Zola oder auch einem Tolstoi. Ein zerrisenes Panorama. Uwe Johnson hat seiner Heimat damit einen literarischen Ort erschrieben, zu dem seine Leser immer wieder zurückfinden, und in Gesine Cressphal und ihrer Tochter Marie, zwei Menschen geschaffen, die für vieles stehen, was Deutschland am Ende des 20. Jahrhunderts nach den Verbrechen der Nazis ausmacht und uns über die Zeiten an unsere Geschichte bindet. Wie Politik in unser aller Leben seinen Platz einnimmt, es mitbestimmt, selbst wenn wir von Politik nichts wissen wollen, davon erzählen die Jahrestage und werfen einen Blick auf die bleierne Zeit danach.


 Weitere Lesermeinungen



Dreigroschenroman - Bertolt BrechtDreigroschenroman
Bertolt Brecht

Taschenbuch, Juli 1991
     Verkaufsrang: 147304      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

"Brechts Hauptwerk", eine "der wesentlichsten Leistungen Brechts", "Bericht über die Kulturinhalte unserer Epoche", ein "Kompendium der Zeit von wahrhaft homerischen Ausmaßen", verfaßt von einem "Epiker von hohen Graden" mit der "Bitterkeit und Schärfe Swifts". Solche und ähnliche Superlative finden die Kritiker 1934/35 nach Erscheinen des Dreigroschenromans, der ersten großen Arbeit, die Brecht im dänischen Exil fertigstellt. Nachdem das deutschsprachige...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Großartiges und extrem unterhaltsames Werk      5 von 5 Punkten
In der Schule bin ich aus mir unbekannten Gründen komplett an Brecht vorbei geschlittert und ich habe ihn erst aus persönlichem Interesse als Erwachsene kennengelernt. Dieses Buch habe ich aus Neugier vor Jahren in die Hand genommen und war sofort begeistert.

Im Gegensatz zu den anderen Rezessenten möchte ich betonen, daß dieses Werk ein pures Lesevergnügen ist, auch wenn man KEINE speziellen Vorkenntnisse hat. Die Lehren aus dem Leben reichen meines Erachtens völlig aus, um die Machenschaften der Herren Peachum und Macheath gleichzeitig unerhört und beeindruckend zu finden.

Die Messages: Kriminalität und Wirtschaft gehen Hand in Hand, der kleine Mann wird ausgebeutet und macht auch noch gerne mit, Faschismus ist immer ums Eck und Liebe ist ein materialistisches Ding kommen auch ohne Sekundärliteratur beim Leser an. Dabei ist das Buch aber stilistisch so unterhaltsam und der moralische Zeigefinger ist charmant und oft so zynisch und ironisch in den Gedankengängen der Protagonisten verpackt, daß es einfach Spaß macht das Buch zu lesen.

Ich kann es wirklich nur empfehlen!


 Weitere Lesermeinungen


Die Panne: Eine noch mögliche Geschichte - Friedrich DürrenmattDie Panne: Eine noch mögliche Geschichte
Friedrich Dürrenmatt

Broschiert, April 2006
     Verkaufsrang: 27265      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Weil sein Auto eine Panne hat, gerät Alfredo Traps, Zyniker und herzloser Profiteur, in eine Villa, in der vier ältere Herren ein Gerichtsspiel abhalten, das ihnen - ehemaligen Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern - zum Zeitvertrieb dient. Traps übernimmt die Rolle des Angeklagten, und man versichert ihm, eine Schuld werde sich schon finden lassen."Ich halte "Die Panne" für eine der besten deutschen Erzählungen nach 1945. Ein Meisterwerk sondergleichen." (Marcel Reich-Ranicki)

Leichte Schlagermusik. Ein fahrendes Automobil.
TRAPS Dieser Wildholz! Der soll was erleben. Junge, Junge! Rücksichtslos gehe ich nun vor, rücksichtslos. Dem drehe ich mal den Hals um. Wird sich wundern. Unnachsichtlich! Kein Pardon, keine Gnade. Nee. Mir nicht. Meint wohl, ich sei bei der Heilsarmee. Fünf Prozent will er mir abkippen. Fünf Prozent! Ich rieche den Braten. Zum Glück, daß es mit Stürler klappte. Das ist ein Gewinnchen, den habe ich schön...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Angetrunkene Herren mimen einen Strafprozess      5 von 5 Punkten
Alfredo Traps gerät durch eine nächtliche Autopanne unfreiwillig in die gesellige Runde einiger pensionierter Juristen. In einem gespielten Gerichtsverfahren, in der er bereitwillig die Rolle des Angeklagten übernimmt, begibt sich die angeheiterte Herrenrunde auf die enthusiastische Suche nach Schuld und Unschuld, und in deren Verlauf sieht sich Traps mit wachsenden Zweifeln an seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Eine tiefsinnige Kurzgeschichte, gewürzt mit feinem Humor, hinterfragt unser modernes Verständnis von Gerechtigkeit. Ideale Lektüre um mit einem Glas Wein den Abend ausklingen zu lassen.


 Weitere Lesermeinungen


Windmühlen - Arno SchmidtWindmühlen
Arno Schmidt

Taschenbuch, August 1989
     Verkaufsrang: 227845      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 2,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Neun Kurzgeschichten und Erzählungen von Arno Schmidt: Schlüsseltausch, Die Vorsichtigen, Seltsame Tage, Was soll ich tun?, Schulausflug, Sommermeteor, Er war ihm zu ähnlich, Kühe in Halbtrauer, Windmühlen.



Vorige SeiteSeiten:
 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18  19  20 21 22 23 24 25 26 
Nächste Seite