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Stolz und Vorurteil - Jane AustenStolz und Vorurteil
Jane Austen, Karin von Schwab

Gebundene Ausgabe, 31. August 2007
     Verkaufsrang: 230      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen!
"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe.
Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen - doch es kommt anders.
Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt - Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. -Ravi Unger


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 122 Bewertungen)

Wunderbar zu lesen!!      5 von 5 Punkten
Ich muss sagen als ich dieses Buch anfing zu lesen hab ich mir nich viel davon versprochen, doch später kontne ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dieses Buch kann man nur weiter empfehlen, denn dieser Inhalt ist auch nach über 200 Jahren noch aktuell und spiegelt öfters wieder was in der heutigen Gesellschaft einige auch noch zu denken pflegen.
Insgesamt ein wunderbares Buch! =)


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Effi Briest - Theodor FontaneEffi Briest
Theodor Fontane

Gebundene Ausgabe, März 2005
     Verkaufsrang: 851      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 2,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Einer der größten Frauenromane des 19. Jahrhunderts - Effi Briest zwischen Instetten und seinem Herausforderer Crampas, die ergreifende Geschichte einer glücklosen Liebe und Ehe.
Nach einer behüteten Kindheit heiratet die 17jährige Effi, dem Willen ihrer Eltern entsprechend, den fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten, ein Jugendfreund ihrer Mutter, dem sie nach Kessin, einem kleinen Ort an der Ostsee folgt. In dem etwas unheimlich anmutenden Haus des Barons vereinsamt die junge, phantasievolle und lebhafte Effi, der es schwerfällt, in ihrer neuen Heimat Anschluß zu finden. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht über ihre innere Vereinsamung hinwegtäuschen. Viel von ihrem Mann alleingelassen, geht Effi, der die Lüge eigentlich zuwider ist, fast gegen ihren Willen eine Liebesbeziehung zu dem neuen Bezirkskommandanten Crampas ein, der sie zuvor lange vergeblich umworben hatte. Diese eher leidenschaftslose Beziehung ist zu Effis Erleichterung beendet, als ihr Mann nach Berlin versetzt wird. Die Zeit in Berlin gestaltet sich harmonisch - bis Innstetten durch Zufall Briefe findet, die Crampas während der Kessiner Zeit an Effi geschrieben hatte.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Der Großmeister der Subtilität      5 von 5 Punkten
Angesichts der neueren Verfilmung des Stoffes, bei der man vermeintlicherweise glauben mag, die Geschichte der Effi Briest von Fontane aufgetischt zu bekommen, lohnt einmal wieder die Lektüre des Originals. Man wird dabei entdecken, dass der Roman eine sehr andere Geschichte erzählt als ihre aktuelle Verfilmung - und zwar nicht nur wegen des geänderten Schlusses.
Fontane orchestriert in großartiger Weise all die unterschiedlichen Stimmen seiner Figuren Effi, Frau und Herr Briest, dem Liebhaber Crampas und dem ältlichen Innstetten. Von einem Distanz haltenden und Überblick bewahrendem Erzähler werden sie alle in ihrer gesellschaftlichen Rolle erfasst und beleuchtet. Aus der erzählerischen Distanz begreift man den gesellschaftlichen Zwang, dem alle hier auftretenden Charaktere unterworfen sind: Das naive Mädchen Effi, die - noch halb Kind - ihren Eltern gefallen will, zugleich aber den preußisch eingeimpften Ehrgeiz in sich kultiviert; die sich selber halb weis machen will, sie könne diesen 30 Jahre älteren Innstetten lieben, der pikanterweise vor vielen Jahren um die Mutter geworben hat. Innstetten, der sich - mitunter sogar rührend - um das ihm doch recht fremde Mädel kümmert, der aber keinerlei Schimmer hat, was eine Beziehung zu einem Menschen neben der gesellschaftlichen Konvention und Rolle noch sein könnte; der schließlich einen Menschen im Duell erschießt, nicht weil er aus den tiefen seiner Verletztheit nicht anders konnte, sondern weil er glaubt, gesellschaftlich wohl so handeln zu müssen - auch wenn ihm selbst leichte Zweifel hieran kommen. Schließlich die Eltern, die ihre eigene Tochter nach dem entdeckten Ehebruch mit Crampas glauben verstoßen zu müssen, weil es sich wohl so geziemt. Ein Haufen Fremdbestimmter, die eigentlich nicht wissen was sie tun, noch was sie tun sollen. Die dem Popanz eines abstrakten Ehrenkodex aufsitzen, aus dem es innerhalb dieser Gesellschaft kein entkommen gibt.
Das soll erzählt werden. Fontane übt an seiner Gesellschaft Kritik, indem er sie in ihrer Beschränktheit zeigt und die Mittel, mit denen er dies tut, sind wunderbar: Die Spannung der Geschichte ergibt sich einzig aus dem Zuschauen der Charaktere in ihrer jeweiligen Zwangsituation. Die psychologische Genauigkeit dabei ist für den Leser schierer Erkenntnisgenuss. Hinzu kommen die vielen Motive und Symbole wie die Schaukel, der reißende Schlon und der exotische Chinese, die - verwoben mit dem gesamten Stoff - die Handlungsgeschichte überhöhen und aufladen. Diejenigen Elemente hingegen, die man auf der Geschehensebene landläufig mit Spannung verbindet wie die Hochzeit Effis, die Affäre mit Crampas oder das Duell mit Todesfolge werden geschickt, ja mit Meisterschaft übergangen. Diese hochgradige, an Lakonie grenzende Subtilität macht einem erst die ganze Wucht der des Erzählten erfahrbar. Wenn es beispielsweise im ersten Satz des 3. Kapitels - nachdem wir Effi bisher nur als kindliches, mit Freundinnen spielendes Mädchen wahrgenommen haben - heißt: "Noch an demselben Tage hatte sich Baron Innstetten mit Effi Briest verlobt." Effi Briest zeigt Fontanes ganze Könnerschaft.
Was macht der Film von Hermine Huntgeburth hieraus? Ich möchte vorwegschicken, dass ich Literaturverfilmungen grundsätzlich für ein spannendes Genre halte. Huntegeburths Film jedoch läuft in allen Bereichen auf eine unentschuldbare Verflachung hinaus. Die Vielschichtigkeit der Charaktere wird gegen ein holzschnitzartiges Gut / Böse vertauscht. Effi ist von Anbeginn die trotzige Kritikerin, die sich dieser Gesellschaft ausgeliefert fühlt und aufbegehrt. Innstetten wirkt in seinem Verhalten wie ein brutaler Waldschrat, der Effi in der Hochzeitsnacht aufs Übelste vergewaltigt. Der Sympathieträger Sebastian Koch hingegen widerspricht dieser Aussageabsicht der Regisseurin. Die Affäre (im Buch gibt es nur einen einzigen erzählten Kuss und bis zur Entdeckung der Briefe weiß man nicht definitiv von der Affäre) wird natürlich weidlich ausgekostet. Und schließlich emanzipiert sich Effi zum Schluss des Films. Sie ist nicht - wie alle anderen Figuren im Roman ebenfalls - das Opfer ihrer Gesellschaft, sondern transzendiert diese. Sie geht als alleinige Siegerin, als erste emanzipierte Frau über ihre Gesellschaft hinaus und lässt alle anderen bedröppelt zurück. Das wiederum verkehrt die Aussage Fontanes ins Gegenteil! Während Fontanes Roman eine zwar unausgesprochene - und daher umso harschere - Kritik an der gründungsbürgerlichen Gesellschaft der Bismarckzeit übt, entlässt der Film sein Publikum in mit dem siegesgewissen Lächeln auf den Lippen, es wieder einmal geschafft zu haben. Jawohl Effi, du hast es all diesen Relikten der Vergangenheit gezeigt.
Natürlich muss das Kino in seiner Zuschauerlenkung anders arbeiten als der Film. Es ist allerdings schade, wenn es ihm nur noch gelingt, die einfachsten und basalsten Gefühle auszudrücken.
Thomas Reuter


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Theodor Fontane: Effi Briest: Textausgabe - Stefan VolkTheodor Fontane: Effi Briest: Textausgabe
Stefan Volk

Broschiert, 2005
     Verkaufsrang: 224      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ziel der Reihe ist es, Schülerinnen und Schülern möglichst benutzerfreundliche Ausgaben traditioneller und neuer Schullektüren vorzulegen.
Die Textausgaben enthalten den Primärtext mit Zeilenzählern und einen ausreichend breiten Rand für Notizen; Worterklärungen befinden sich jeweils unten auf den Seiten.
An den Primärtext schließen sich einige ausgewählte, im Unterricht einsetzbare Sekundärtexte an, die den Schülerinnen und Schülern das Verständnis des Primärtextes erleichtern. Zum Teil werden auch methodische Hilfen gegeben, zum Beispiel zu Möglichkeiten der Textanalyse, zu Charakterisierungen und anderen Aufsatzformen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Der Großmeister der Subtilität      5 von 5 Punkten
Angesichts der neueren Verfilmung des Stoffes, bei der man vermeintlicherweise glauben mag, die Geschichte der Effi Briest von Fontane aufgetischt zu bekommen, lohnt einmal wieder die Lektüre des Originals. Man wird dabei entdecken, dass der Roman eine sehr andere Geschichte erzählt als ihre aktuelle Verfilmung - und zwar nicht nur wegen des geänderten Schlusses.
Fontane orchestriert in großartiger Weise all die unterschiedlichen Stimmen seiner Figuren Effi, Frau und Herr Briest, dem Liebhaber Crampas und dem ältlichen Innstetten. Von einem Distanz haltenden und Überblick bewahrendem Erzähler werden sie alle in ihrer gesellschaftlichen Rolle erfasst und beleuchtet. Aus der erzählerischen Distanz begreift man den gesellschaftlichen Zwang, dem alle hier auftretenden Charaktere unterworfen sind: Das naive Mädchen Effi, die - noch halb Kind - ihren Eltern gefallen will, zugleich aber den preußisch eingeimpften Ehrgeiz in sich kultiviert; die sich selber halb weis machen will, sie könne diesen 30 Jahre älteren Innstetten lieben, der pikanterweise vor vielen Jahren um die Mutter geworben hat. Innstetten, der sich - mitunter sogar rührend - um das ihm doch recht fremde Mädel kümmert, der aber keinerlei Schimmer hat, was eine Beziehung zu einem Menschen neben der gesellschaftlichen Konvention und Rolle noch sein könnte; der schließlich einen Menschen im Duell erschießt, nicht weil er aus den tiefen seiner Verletztheit nicht anders konnte, sondern weil er glaubt, gesellschaftlich wohl so handeln zu müssen - auch wenn ihm selbst leichte Zweifel hieran kommen. Schließlich die Eltern, die ihre eigene Tochter nach dem entdeckten Ehebruch mit Crampas glauben verstoßen zu müssen, weil es sich wohl so geziemt. Ein Haufen Fremdbestimmter, die eigentlich nicht wissen was sie tun, noch was sie tun sollen. Die dem Popanz eines abstrakten Ehrenkodex aufsitzen, aus dem es innerhalb dieser Gesellschaft kein entkommen gibt.
Das soll erzählt werden. Fontane übt an seiner Gesellschaft Kritik, indem er sie in ihrer Beschränktheit zeigt und die Mittel, mit denen er dies tut, sind wunderbar: Die Spannung der Geschichte ergibt sich einzig aus dem Zuschauen der Charaktere in ihrer jeweiligen Zwangsituation. Die psychologische Genauigkeit dabei ist für den Leser schierer Erkenntnisgenuss. Hinzu kommen die vielen Motive und Symbole wie die Schaukel, der reißende Schlon und der exotische Chinese, die - verwoben mit dem gesamten Stoff - die Handlungsgeschichte überhöhen und aufladen. Diejenigen Elemente hingegen, die man auf der Geschehensebene landläufig mit Spannung verbindet wie die Hochzeit Effis, die Affäre mit Crampas oder das Duell mit Todesfolge werden geschickt, ja mit Meisterschaft übergangen. Diese hochgradige, an Lakonie grenzende Subtilität macht einem erst die ganze Wucht der des Erzählten erfahrbar. Wenn es beispielsweise im ersten Satz des 3. Kapitels - nachdem wir Effi bisher nur als kindliches, mit Freundinnen spielendes Mädchen wahrgenommen haben - heißt: "Noch an demselben Tage hatte sich Baron Innstetten mit Effi Briest verlobt." Effi Briest zeigt Fontanes ganze Könnerschaft.
Was macht der Film von Hermine Huntgeburth hieraus? Ich möchte vorwegschicken, dass ich Literaturverfilmungen grundsätzlich für ein spannendes Genre halte. Huntegeburths Film jedoch läuft in allen Bereichen auf eine unentschuldbare Verflachung hinaus. Die Vielschichtigkeit der Charaktere wird gegen ein holzschnitzartiges Gut / Böse vertauscht. Effi ist von Anbeginn die trotzige Kritikerin, die sich dieser Gesellschaft ausgeliefert fühlt und aufbegehrt. Innstetten wirkt in seinem Verhalten wie ein brutaler Waldschrat, der Effi in der Hochzeitsnacht aufs Übelste vergewaltigt. Der Sympathieträger Sebastian Koch hingegen widerspricht dieser Aussageabsicht der Regisseurin. Die Affäre (im Buch gibt es nur einen einzigen erzählten Kuss und bis zur Entdeckung der Briefe weiß man nicht definitiv von der Affäre) wird natürlich weidlich ausgekostet. Und schließlich emanzipiert sich Effi zum Schluss des Films. Sie ist nicht - wie alle anderen Figuren im Roman ebenfalls - das Opfer ihrer Gesellschaft, sondern transzendiert diese. Sie geht als alleinige Siegerin, als erste emanzipierte Frau über ihre Gesellschaft hinaus und lässt alle anderen bedröppelt zurück. Das wiederum verkehrt die Aussage Fontanes ins Gegenteil! Während Fontanes Roman eine zwar unausgesprochene - und daher umso harschere - Kritik an der gründungsbürgerlichen Gesellschaft der Bismarckzeit übt, entlässt der Film sein Publikum in mit dem siegesgewissen Lächeln auf den Lippen, es wieder einmal geschafft zu haben. Jawohl Effi, du hast es all diesen Relikten der Vergangenheit gezeigt.
Natürlich weiß man, dass das Kino in seiner Zuschauerlenkung anders arbeiten muss als der Film. Es ist allerdings schade, wenn es ihm nur noch gelingt, die einfachsten und basalsten Gefühle auszudrücken.
Zur vorliegenden Ausgabe ist zu sagen, dass sie hervorragend ist. Sie hat Zeilenangaben, verfügt über einen Fußnotenapparat und hat einen großen Anhang, angefangen von einem Lebensabriss Fontanes über den historischen Fall zur Vorlage Effis bis hin zur Rezeption, die auch Fassbinders Verfilmung mit einschließt.
Auf das in Zukunft auch weiterhin Fontane gelesen und nicht nur der Film gesehen wird.


Stolz und Vorurteil: Buch zum Film - Jane AustenStolz und Vorurteil: Buch zum Film
Jane Austen

Taschenbuch, 2008
     Verkaufsrang: 1136      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen!
"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe.
Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen - doch es kommt anders.
Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt - Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. -Ravi Unger


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 122 Bewertungen)

Wunderbar zu lesen!!      5 von 5 Punkten
Ich muss sagen als ich dieses Buch anfing zu lesen hab ich mir nich viel davon versprochen, doch später kontne ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dieses Buch kann man nur weiter empfehlen, denn dieser Inhalt ist auch nach über 200 Jahren noch aktuell und spiegelt öfters wieder was in der heutigen Gesellschaft einige auch noch zu denken pflegen.
Insgesamt ein wunderbares Buch! =)


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Irrungen Wirrungen - Theodor FontaneIrrungen Wirrungen
Theodor Fontane

Taschenbuch, 1. Januar 2005
     Verkaufsrang: 476      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 3,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Fontanes Geschichte von Lene Nimptsch, die mit ihrer Pflegemutter in kleinbürgerlichen Verhältnissen lebt und eines Tages dem jungen Botho von Rienäcker begegnet, spaltete seinerzeit die Gemüter. Die kleine Plätterin und der Baron verbringen einen glücklichen Sommer zusammen und wissen doch zugleich, daß ihrer Liebe Schranken gesetzt sind, denn eine Heirat gegen den Stand ist undenkbar. Daß Fontane das Liebesverhältnis der beiden so unbefangen schilderte, nahmen ihm Adlige wie Sittlichkeitsfanatiker übel, gleichzeitig jedoch wurde der Roman zu einem großen Erfolg und machte Fontane für seine Zeit zu einem -Modernen Autor-.Theodor Fontane (1819 -1898) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben.
Mit großer Nüchternheit beschreibt Fontane die Irrungen und Wirrungen einer Gesellschaft, die sich vom Gebot der Menschlichkeit entfernt hat und in der das unstandesgemäße Liebesverhältnis zwischen einem Adligen und einer kleinen Plätterin scheitern muß. Allein in deren Gedächtnis dauert diese "Herzensbindung" an und erinnert beständig an die Notwendigkeit, der Menschlichkeit wieder die Geltung zu verschaffen, die sie im kurzen...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

Leider gibt es nicht mehr als fünf Sterne...      5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist mit das Schönste, was man je lesen kann. Man erwarte bei Fontane keine Spannung, dafür bekommt einen Blick auf die Gesellschaft und auf die Verirrungen der Liebe, der seines gleichen sucht. Fontanes großartigster Roman!


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Die Leiden des jungen Werther, Reclam Universal-Bibliothek, Nr.67 - Johann Wolfgang von GoetheDie Leiden des jungen Werther, Reclam Universal-Bibliothek, Nr.67
Johann Wolfgang von Goethe

Taschenbuch, 1. Januar 2001
     Verkaufsrang: 185      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 3,20 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Es ist interessant zu sehen, mit welchem glücklichen Instinkt alles was dem sentimentalischen Charakter Nahrung gibt, im Werther zusammen gedrängt ist; schwärmerische unglückliche Liebe, Empfindsamkeit für Natur, Religionsgefühle, philosophischer Kontemplationsgeist, endlich, um nichts zu vergessen, die düstre, gestaltlose, schwermütige Ossianische Welt. Rechnet man dazu, . . . wie von außen her alles sich vereinigt, den Gequälten in seine...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 42 Bewertungen)

Werther <>Lotte <> Albert      5 von 5 Punkten
ich habe diese Buch in 2 Tagen , an denen ich eigentlich gra keine Zeit hatte, verschlungen! Das damals eine Manie ausgebrochen ist kann ich gut verstehen! Es ist das emotionalste, authentischste und einfach beste Buch, was ich jemals gelesen habe! Es geht einem unter die Haut, die Tränen laufen und Goethe hat als lyrisches Ich den Nagel auf den Kopf getrffen, wenn er schon im Vorwort meint, dass man sich nicht dagegen wehren könne, Aber wollen wir das? Ich nicht! Man muss fühlen können, aber auch Sturm und Drang mögen. Für uns als Jugend kann es hilfreich sein, für gefühllose eventuell etwas aus dem Leben "normaler" Menschen zeigen. Es ist aktuell bis heute und für jeden zu empfehlen, edr sich selbst Hilfe geben will, oder einmal richtig leiden will1 Meine Meinung : Lesen Sie es!!!


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Die Leiden des jungen Werther - Johann Wolfgang von GoetheDie Leiden des jungen Werther
Johann Wolfgang von Goethe

Gebundene Ausgabe, März 2005
     Verkaufsrang: 1391      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 2,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Johann Wolfgang Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Jura in Leipzig und Straßburg, wo er auch promovierte, und übersiedelte 1775 nach Weimar. Goethe wurde 1782 durch Kaiser Joseph II. in den Adelsstand erhoben. 1786 bis 1788 und 1790 unternahm Goethe seine Italienreisen, die sein Werk und sein Verhältnis zur Kunst maßgeblich prägten. 1791 übernahm er die Leitung des Weimarer Hoftheaters und ab 1803 zusätzlich die Oberaufsicht über die naturwissenschaftlichen Institute der Universität Jena. 1815 wurde er zum Staatsminister ernannt. Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar. Dass man die Literaturepoche um 1800 auch ›Goethezeit‹ nannte, ist kein Zufall: Wie kein anderer Autor war Goethe von den frühen Sturm-und-Drang-Texten bis zum Spätwerk die prägEND e Gestalt seiner Zeit. Ob die bahnbrechEND e ›Erlebnislyrik‹ mit ihrem neuen, individuellen Ton, ob die abgründige Klassizität des "Iphigenie"-Dramas oder des "Faust", ob die immer gewagteren Erzählansätze in den "Wilhelm Meister"-Romanen - in allen Gattungen hat Goethe Maßstäbe gesetzt und thematische wie stilistische Impulse gegeben. Als "Die Leiden des jungen Werther" 1774 erschien, löste der Roman heftige Kontroversen aus: Es kam einerseits zu Verkaufsverboten, andererseits brach ein heftiges Werther-Fieber aus, das in seiner schlimmen Ausprägung eine Selbstmordwelle zur Folge hatte.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Sehr ergreifend      5 von 5 Punkten
Eine wunderbare, trostlose Liebesgeschichte, die zu den ergreifendsten überhaupt zählt, d.h. zur Weltliteratur gehört. Sehr schön auch die gewählte Briefform des Romans, mit der es Goethe gelingt, die Gefühle des jungen Werthers deutlich zu machen.
Sehr zufrieden war ich auch mit Aufmachung und Preis des Buches.


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Sturmhöhe - Emily BronteSturmhöhe
Emily Bronte

Taschenbuch, August 1997
     Verkaufsrang: 2196      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Liebe, Haß und Tod - ein Drama spielt sich ab auf dem Gutshof Wuthering Heights in Yorkshires düsterer Nebellandschaft. Vom Dämon der Rache und Eifersucht besessen, richtet der Findling Heathcliff ein Werk der Zerstörung an, dem auch die Angebetete Cathy zum Opfer fällt. Mehrere Generationen werden in einen Strudel rasender Leidenschaften gezogen. Emily Brontës ergreifende Geschichte voll psychologischer Raffinesse löste 1847 einen Sturm der Empörung aus.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 47 Bewertungen)

Wuthering Heights, ein Klassiker der englischen Literatur      5 von 5 Punkten
Sehr zu empfehlen, für Romantiker und Gothic Novel Fans. Emily Bronte's einziger Roman, der 1847 herauskam, war zunächst ein Skandal, weil Frauen nicht so schreiben könnten. Erst viel später erkannte man die psychologische Raffinesse der Autorin, die auch einen guten Einblick in das kulturelle Leben der Viktorianer gibt. Es sagt auch viel über junge verträumte Frauen aus, die die dunkle Seite der Natur nicht scheuen. Heathcliff ist ein byronischer Held und ein heimlicher Frauenschwarm. Lesen, am besten in stürmischen oder schlaflosen Nächten. Wuthering Heights ist für Frauen eine vergleichbare Erfahrung wie Ulysses für Männer. Männer, die uns Frauen besser verstehen wollen, sollten auch Sturmhöhe lesen, oder wenigstens Charlotte Brontes "Jane Eyre".
Sturmhöhe


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Effi Briest. Roman - Theodor FontaneEffi Briest. Roman
Theodor Fontane

Taschenbuch, 4. Februar 2008
     Verkaufsrang: 2521      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Nach einer behüteten Kindheit heiratet die 17jährige Effi, dem Willen ihrer Eltern entsprechend, den fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten, ein Jugendfreund ihrer Mutter, dem sie nach Kessin, einem kleinen Ort an der Ostsee folgt. In dem etwas unheimlich anmutenden Haus des Barons vereinsamt die junge, phantasievolle und lebhafte Effi, der es schwerfällt, in ihrer neuen Heimat Anschluß zu finden. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht über ihre innere...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 48 Bewertungen)

Der Großmeister der Subtilität      5 von 5 Punkten
Angesichts der neueren Verfilmung des Stoffes, bei der man vermeintlicherweise glauben mag, die Geschichte der Effi Briest von Fontane aufgetischt zu bekommen, lohnt einmal wieder die Lektüre des Originals. Man wird dabei entdecken, dass der Roman eine sehr andere Geschichte erzählt als ihre aktuelle Verfilmung - und zwar nicht nur wegen des geänderten Schlusses.
Fontane orchestriert in großartiger Weise all die unterschiedlichen Stimmen seiner Figuren Effi, Frau und Herr Briest, dem Liebhaber Crampas und dem ältlichen Innstetten. Von einem Distanz haltenden und Überblick bewahrendem Erzähler werden sie alle in ihrer gesellschaftlichen Rolle erfasst und beleuchtet. Aus der erzählerischen Distanz begreift man den gesellschaftlichen Zwang, dem alle hier auftretenden Charaktere unterworfen sind: Das naive Mädchen Effi, die - noch halb Kind - ihren Eltern gefallen will, zugleich aber den preußisch eingeimpften Ehrgeiz in sich kultiviert; die sich selber halb weis machen will, sie könne diesen 30 Jahre älteren Innstetten lieben, der pikanterweise vor vielen Jahren um die Mutter geworben hat. Innstetten, der sich - mitunter sogar rührend - um das ihm doch recht fremde Mädel kümmert, der aber keinerlei Schimmer hat, was eine Beziehung zu einem Menschen neben der gesellschaftlichen Konvention und Rolle noch sein könnte; der schließlich einen Menschen im Duell erschießt, nicht weil er aus den tiefen seiner Verletztheit nicht anders konnte, sondern weil er glaubt, gesellschaftlich wohl so handeln zu müssen - auch wenn ihm selbst leichte Zweifel hieran kommen. Schließlich die Eltern, die ihre eigene Tochter nach dem entdeckten Ehebruch mit Crampas glauben verstoßen zu müssen, weil es sich wohl so geziemt. Ein Haufen Fremdbestimmter, die eigentlich nicht wissen was sie tun, noch was sie tun sollen. Die dem Popanz eines abstrakten Ehrenkodex aufsitzen, aus dem es innerhalb dieser Gesellschaft kein entkommen gibt.
Das soll erzählt werden. Fontane übt an seiner Gesellschaft Kritik, indem er sie in ihrer Beschränktheit zeigt und die Mittel, mit denen er dies tut, sind wunderbar: Die Spannung der Geschichte ergibt sich einzig aus dem Zuschauen der Charaktere in ihrer jeweiligen Zwangsituation. Die psychologische Genauigkeit dabei ist für den Leser schierer Erkenntnisgenuss. Hinzu kommen die vielen Motive und Symbole wie die Schaukel, der reißende Schlon und der exotische Chinese, die - verwoben mit dem gesamten Stoff - die Handlungsgeschichte überhöhen und aufladen. Diejenigen Elemente hingegen, die man auf der Geschehensebene landläufig mit Spannung verbindet wie die Hochzeit Effis, die Affäre mit Crampas oder das Duell mit Todesfolge werden geschickt, ja mit Meisterschaft übergangen. Diese hochgradige, an Lakonie grenzende Subtilität macht einem erst die ganze Wucht der des Erzählten erfahrbar. Wenn es beispielsweise im ersten Satz des 3. Kapitels - nachdem wir Effi bisher nur als kindliches, mit Freundinnen spielendes Mädchen wahrgenommen haben - heißt: Noch an demselben Tage hatte sich Baron Innstetten mit Effi Briest verlobt." Effi Briest zeigt Fontanes ganze Könnerschaft.
Was macht der Film von Hermine Huntgeburth hieraus? Ich möchte vorwegschicken, dass ich Literaturverfilmungen grundsätzlich für ein spannendes Genre halte. Huntegeburths Film jedoch läuft in allen Bereichen auf eine unentschuldbare Verflachung hinaus. Die Vielschichtigkeit der Charaktere wird gegen ein holzschnitzartiges Gut / Böse vertauscht. Effi ist von Anbeginn die trotzige Kritikerin, die sich dieser Gesellschaft ausgeliefert fühlt und aufbegehrt. Innstetten wirkt in seinem Verhalten wie ein brutaler Waldschrat, der Effi in der Hochzeitsnacht aufs Übelste vergewaltigt. Der Sympathieträger Sebastian Koch hingegen widerspricht dieser Aussageabsicht der Regisseurin. Die Affäre (im Buch gibt es nur einen einzigen erzählten Kuss und bis zur Entdeckung der Briefe weiß man nicht definitiv von der Affäre) wird natürlich weidlich ausgekostet. Und schließlich emanzipiert sich Effi zum Schluss des Films. Sie ist nicht - wie alle anderen Figuren im Roman ebenfalls - das Opfer ihrer Gesellschaft, sondern transzendiert diese. Sie geht als alleinige Siegerin, als erste emanzipierte Frau über ihre Gesellschaft hinaus und lässt alle anderen bedröppelt zurück. Das wiederum verkehrt die Aussage Fontanes ins Gegenteil! Während Fontanes Roman eine zwar unausgesprochene - und daher umso harschere - Kritik an der gründungsbürgerlichen Gesellschaft der Bismarckzeit übt, entlässt der Film sein Publikum in mit dem siegesgewissen Lächeln auf den Lippen, es wieder einmal geschafft zu haben. Jawohl Effi, du hast es all diesen Relikten der Vergangenheit gezeigt.
Natürlich muss das Kino in seiner Zuschauerlenkung anders arbeiten als der Film. Es ist allerdings schade, wenn es ihm nur noch gelingt, die einfachsten und basalsten Gefühle auszudrücken.
Thomas Reuter


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Emma - Jane AustenEmma
Jane Austen

Gebundene Ausgabe, September 2006
     Verkaufsrang: 2179      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Und Emma tat was ihr beliebte      5 von 5 Punkten
Die junge Emma aus gutem Hause ist schön, klug, reich, allerdings auch sehr verwöhnt. Emma liebt es zu kuppeln. So hat sie ihre Gouvernante, die gleichzeitig ihre beste Freundin ist mit einem wohlhabenden Mann verheiratet. Nun ist diese allerdings ausgezogen und Emma, die alleine mit ihrem Vater lebt, beginnt sich zu langweilen. Durch den Erfolg bei ihrer Gouvernante, sucht sich Emma ein neues "Opfer", die junge Waise Harriet Smith, die allerdings keinen besonders guten gesellschaftlichen Stand hat. Emma versucht sie zu einer Dame, wie aus bestem Hause zu formen und bringt sie von dem Gedanken ab, den Bauern Mr. Martin zu heiraten. Sie will Harriet mit dem Dorfpfarrer Mr. Elton verkuppeln. Emma selbst möchte allerdings nie heiraten. Sie will ihren Vater nicht verlassen und denkt sie braucht nicht zu heraten, da sie bereits wohlhabend ist. Mit ihrem Bekannten Mr. Knightley verbringt sie viel Zeit. Emma misst oft andere Männer mit ihm, da sie viel von ihm hält. Dabei ist er der einzige der Emma auch einmal offen kritisiert. Er versucht Emma vergeblich von einigen unklugen Entscheidungen abzuhalten, dabei kommt es zu einigen Verwicklungen.
Auch wenn Jane Austen der Meinung war, dass niemand außer sie selbst Emma sympathisch finden würde, gewinnt man sie doch ein wenig lieb, im Laufe der Zeit. Sie entwickelt sich langsam den ganzen Roman über. Emma überschätzt sich allerdings selbst, außerdem ist es sehr amüsant, dass ausgerechnet sie so gerne "Ehen stiftet", wie sie selbst ihre Kupplereien nennt. Emma hat eigentlich keinen Sinn für Romantik, sie glaubt eine Frau braucht nur zu heiraten, wenn sie keinen hohen gesellschaftlichen Rang hat und kein großes Vermögen besitzt. So wundert sie sich des öfteren über die Partnerwahl der Charaktere und denkt stets über die finanziellen und sozialen Vor- und Nachteile nach, die deren Ehen bieten.
Der Roman bietet wirklich liebenswerte, zum Teil auch sehr schrullige Charaktere (z. B. Emmas Vater, der sich stets um die Gesundheit aller sorgt), besonders die unsympatischen Charaktere, z. B. die unverheiratete Nervensäge Miss Bates, die pausenlos redet und Emma in den Wahnsinn treibt, oder die arrogante und selbstverliebte Mrs. Elton, sorgen für Lesevergnügen.
Ich finde es braucht ein bisschen Zeit um sich in den Roman einzulesen. Es passiert zumindest zu Beginn relativ wenig, daher finden manche das Buch vielleicht eher langweilig.


totlangweilig      1 von 5 Punkten
ich hab das Hörbuch gehört und ich musst mich echt durchquälen. Das Thema ist sowas von langweilig und die Begeisterung verstehe ich hier überhaupt nicht. Ein Roman für Rosamunde-Pilcher-Fans...

Sehr lesenswert      4 von 5 Punkten
Etwas schockiert waren sie ja, die vornehmen englischen Leserinnen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als ihnen da in den Romanen der Jane Austen Heldinnen gegenübertraten, die nicht ständig in Tränen ausbrachen oder in Ohnmacht fielen, die sich auch keineswegs überdimensionaler Tugenden oder unirdischer Vollkommenheit rühmen konnten- nein, Frauen, die realistisch und unsentimental geschildert waren, voller Fehler und Schwächen, jedoch mit liebenswerter Natürlichkeit.
Eine dieser Frauen ist Emma Woodhouse- die Heldin des Romans. Gutherzig, verwöhnt, auch ein wenig arrogant, aber bei allen Mängeln sympathisch, wiegt sich in dem selbstgefälligen Gedanken, in ihrer Umgebung Schicksal zu spielen, und versucht, wie es ihr die Phantasie gerade eingeibt, ihre männlichen und weiblichen Bekanntschaften miteinander zu verheiraten.
Das geht natürlich ständig schief, und es gelingt ihr auf diese WEise, das stille, eintönige Highbury gründlich durcheinanderzuwirbeln.
Schließlich kommt auch sie, die nie heiraten wollte, zu Vernunft und Ehemann.
"Emma" ist für mich ein toller Roman, weil er uns eine Heldin zeigt, die vollkommen "normal" ist. Sie versucht ihre Freunde glücklich zu machen, und vergisst sich selbst dabei. Die Geschichte ist interessant geschrieben- aber vorsicht, für manche kann er aufgrund der geringen Handlung leicht langweilig wirken. Dabei unterhalten sich die Menschen wie es jeder von uns tut auch einfach mal stundenlang über ganz alltägliche Sachen. Man hat das Gefühl als würde man sie alle schon jahrelang kennen.
Auf alle Fälle lesenswert, man muss sich aber auf das Buch einlassen, sonst geht der Charme verloren!

Emma - einfach toll      4 von 5 Punkten
Ich habe das Buch gekauft, nicht weil ich Jane Austen-Fan war oder es werden wollte sondern nur weil ich einfach das Buch so schön fand und einfach alles mit Namen Emman haben will:-)
Seit ich dieses Buch gelesen habe bin ich Jane-Austen Fan. Es war mein erstes Buch von ihr und es hat mich total begeistert. Zwar nicht ihr bestes Buch aber eindeutig ein Must-Have das man immmer wieder mit Freude lesen kann

Eines ihrer besten Werke      5 von 5 Punkten
Nach "Stolz und Vorurteil" ist dies eindeutig mein Lieblingsroman von Jane Austen.
Es geht natürlich um die Suche nach dem richtigen Ehemann. Doch ausnahmsweise, ist die Heldin nicht arm, sondern selbst sehr reich. Emma ist eine sehr hübsche, selbstsichere und gebildete junge Dame aus gutem Hause, die nicht die Absicht hat, je selbst zu heiraten. Dafür liebt sie es die Hochzeiten anderer anzubahnen, was ihr jedoch nicht immer gelingt. Schließlich, nach einigen Verwicklungen, findet auch Emma ihr Glück.
Diese Geschichte einer jungen Frau, die erst ihre Fehler einsehen muss um glücklich zu werden, hat ihren ganz eigenen Charme und zeichnet sich durch ihren hintergründigen Humor aus.
Da Emma nicht wegen finanzieller Gründe heiraten muss, ist dieser Roman etwas weniger "ernst" als andere Werke der Autorin wie zum Beispiel "Stolz und Vorurteil" oder "Mansfield Park", was ihn allerdings nicht weniger romantisch und ebenso schön macht.
Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!


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Anna Karenina - Leo N. TolstoiAnna Karenina
Leo N. Tolstoi

Gebundene Ausgabe, 15. Januar 2007
     Verkaufsrang: 5623      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Gestern abend sagte er mir, daß er einen Typ von Frau im Sinn habe, verheiratet, der obersten Schicht zugehörig, die sich aber selbst verloren hat." Hier ist nicht von einem gebeichteten Seitensprung die Rede, sondern es ist dies die allererste Erwähnung von Tolstois Ehefrau über den geplanten neuen Roman ihres Gatten. Sechs lange Jahre hatte er an Krieg und Frieden gearbeitet. Nun hatte sich Leo Tolstoi, müde und enttäuscht über die hämische Reaktion, auf sein Gut zurückgezogen.
Doch bald schon arbeitete er am zweiten großen Roman seines Lebens, Anna Karenina. Zu vielschichtig und psychologisch feinst verwoben ist dieses riesige, 1878 erschienene Werk, um es hier auch nur ansatzweise zu erfassen. Erzählt wird die Geschichte der adligen Familie Karenin, einer dekadenten, in gesellschaftlichen Normen erstarrten Sippe. Die Kälte ihres Gatten treibt die sensible Anna dem wesentlich jüngeren Grafen Wronskij in die Arme. Diese stark sexuell orientierte Beziehung endet im Fiasko. Schließlich richtet Anna sich selbst, aber auch ihren Mann und den Geliebten zugrunde.
In der anderen großen Figur des Romans, dem Gutsbesitzer Lewin, hatte sich Tolstoi selbst verewigt. Dessen Rückzug aus der Moskauer Gesellschaft und seine Selbstbescheidung auf ein bäuerlich schlichtes Leben verkörperten auch Tolstois Ideale.Das Selbstmordmotiv legte den Vergleich mit Flauberts Madame Bovary nahe. Jedoch erreicht Flaubert bei weitem nicht Tolstois Realismus und dessen tiefe psychologische Aufarbeitung von Schuld, Verstrickung, Haltlosigkeit und Verantwortung im Umgang mit seinen Figuren. -Ravi Unger


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 39 Bewertungen)

Meisterwerk der Literatur - Unbedingt lesenswert      5 von 5 Punkten
Der Roman Anna Karenina ist auch in der heutigen Zeit noch absolut lesenswert, da Tolstoi es mit meisterhaftem Gespür versteht, psychologisch tiefgründige, einzigartige Charaktere zu zeichnen. Trotz des sehr großen Umfangs des Romans verliert man nie das Interesse am weiteren Schicksal der Figuren.
Die Hauptfigur Anna wird als ein sehr liebebedürftiger, aufrichtiger Mensch dargestellt, deren Leben mit ihrem gefühlskalten Mann immer unerträglicher wird, besonders dann, als sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben aus tiefstem Herzen verliebt und diese Liebe in gleicher Weise erwidert wird. Anna erträgt das heuchlerische Leben an der Seite ihres Mannes nicht länger, bricht aus ihrer Ehe aus und versucht ein Leben zusammen mit ihrem Geliebten Wronskij zu führen.
Es stellt sich jedoch sehr schnell heraus, dass dieses neue Leben nur vordergründig glücklich ist, da Anna als Ehebrecherin gesellschaftlich fallen gelassen und verurteilt wird. Sie verliert den Boden unter den Füßen, da selbst ehemals gute Bekannte den Umgang mit ihr meiden.
Das zweite Unglück, das Anna nach ihrer Trennung trifft, ist der Verlust ihres über alles geliebten Sohnes, der beim Vater bleiben und dort aufwachsen soll.
Annas Kummer über diese Trennung von ihrem Sohn ist unermesslich, selbst die Liebe zu Wronskij kann sie nicht immer darüber hinweg trösten.
Außerdem leidet sie ständig unter großer Eifersucht, sie kann nicht glauben, dass Wronskij ihr für immer treu ist. Im Laufe der Zeit vereinsamt Anna mehr und mehr, reibt sich durch ihre Eifersucht auf und wird schließlich so unglücklich, dass nur noch der Tod die einzige Möglichkeit ist, allen diesen seelischen Qualen zu entkommen.
Die psychologische Entwicklung Annas bis zu ihrem Freitod wird sehr gut beschrieben, ihre seelische Zerrissenheit wird glaubwürdig und sensibel dargestellt.
Neben diesem Haupterzählstrang werden auch die Lebenswege mehrerer Familienangehöriger sehr detailliert und tiefgründig beschrieben, Tolstoi wechselt während des Romans immer wieder zwischen den verschieden Hauptfiguren.
Alle Personen kommen dem Leser erzählerisch sehr nahe, da sie unglaublich lebendig und realistisch beschrieben werden.
Obwohl ich einige Wochen gebraucht habe diesen Roman zu lesen, bereue ich keine Minute, die ich für die Lektüre benötigt habe. Meiner Meinung nach läßt sich Tolstoi auch heute noch sehr gut lesen, der Roman überzeugt durch seine Tiefe und Substanz und wird daher für mich unvergesslich bleiben.
Ich kann dieses Meisterwerk nur empfehlen und ihm auch zukünftig noch viele Leser wünschen. Die Lektüre von Anna Karenina wird niemand bereuen!


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Verstand und Gefühl. ( Sinn und Sinnlichkeit) - Jane AustenVerstand und Gefühl. ( Sinn und Sinnlichkeit)
Jane Austen

Taschenbuch, März 2000
     Verkaufsrang: 6311      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Bereits in Jane Austens erstem Roman von 1811 dreht sich alles ums "match-making". Elinor Dashwood, eine rationale junge Frau von unerschütterlicher Selbstdisziplin, und ihre impulsive, schwärmerische jüngere Schwester Marianne können über Mangel an Verehrern nicht klagen. Doch der Tod des Vaters droht alle Pläne zunichte zu machen. Jane Austens berühmter Roman zweier ungleicher Schwestern erscheint nun in neuer Übersetzung.
"Verstand und Gefühl" - die Geschichte von Elinor und Marianne Dashwood, den zwei ungleichen Schwestern. Die Darstellung ihrer Gefühlswelt steht im Vordergrund der im ländlichen Bürgertum und Kleinadel spielenden Handlung.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

Zwei Schwestern auf dem Weg ins Glück...      5 von 5 Punkten
...der von Umwegen, Irrtümern und Schwierigkeiten gesäumt ist, beschreibt Jane Austen in ihrem frühen Roman "Verstand und Gefühl".
Bis heute haben die Romane Jane Austens, eine der meistgelesenen Autorinnen Englands, nichts von ihrer Frische und Ironie eingebüßt.
Wir begreifen sie heute vielleicht als nostalgisch und die stets mit Enthusiasmus und spitzer Feder gezeichneten Typen in ihren Geschichten mögen in ihren Moralvorstellungen bisweilen tatsächlich dem frühen 19. Jahrhundert verhaftet zu sein, aus dem sie stammen.
Und doch findet man sie auch heute noch: Die Sittsamen, die Berechnenden, die das Herz auf der Zunge tragenden und nicht zu vergessen die Verstandes- und Gefühlsmenschen, die in "Verstand und Gefühl" dargestellt sind durch Elinor und Marianne, zwei junge Frauen, die trotz prekärer finanzieller Ausgangssituation schließlich jeweils den passenden Mann finden.
In Jane Austens Romanen geht es stets sehr stilvoll zu: Man befindet sich auf dem Land, in schönen, großen Häusern, verbringt die "Saison" in London. Man trifft sich zu Jagdpartien, Picknicks und Hausbällen. Und man pflegt mit den Menschen seiner Gesellschaftsklasse unter sich zu bleiben.
Elinor, Marianne, ihre jüngere Schwester und ihre Mutter haben es schwer: Nach dem Tod des Vaters erbt dessen Sohn aus erster Ehe den Landsitz und seine missgünstige Frau sorgt dafür, dass die Frauen schnell und ohne finanzielle Absicherung verschwinden.
Sie finden einen Landsitz, treffen sich mit den Nachbarn und schon bald scheint Marianne eine gute Partie sicher.
Auch Elinor ist verliebt, aber sie hat sich ausgerechnet den Bruder ihrer missgünstigen Schwägerin ausgesucht.
Ein Liebesreigen beginnt, viele Tränen werden fließen, bis alles ein gutes und glückliches Ende nimmt.
Mit Jane Austens Romanen spürt man eine untergegangene Welt auf.
Doch da ihre Geschichten voller Einfallsreichtum und klammheimlicher Distanz sind, macht es heute noch immer große Freude, sie zu lesen!


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Don Quijote - Miguel de CervantesDon Quijote
Miguel de Cervantes

Gebundene Ausgabe, 2004
     Verkaufsrang: 8081      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kaum ein Roman der Weltliteratur hat eine ähnlich anregende, fruchtbare kultur- und geistesgeschichtliche Wirkung gehabt und war gleichzeitig so vielen Deutungen und Missdeutungen ausgesetzt wie dieser. Ohne Don Quijote, dessen weltliterarische Bedeutung außerhalb Spaniens erst im 18. Jahrhundert voll erkannt wurde, ist der neue europäische Roman nicht denkbar.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Ein alter geheim Tipp      5 von 5 Punkten
Immer dann, wenn von Don Quijote (Quixote oder wie auch immer) die Rede ist, meinen die meisten genau zu wissen, worum es geht. "Das ist doch der, der gegen die Windmühlen kämpft". Diesen Leuten darf gesagt sein, schon wahr, allerdings kann sich jeder, der über die ersten 20 Seiten hinauskommt, ein weit besseres Bild von Don Quijote und Sancho Pansa malen.
'Don Quijote' von Miguel de Cervantes ist ein Buch, dass den Leser in nicht nur eine, sondern gleich mehrere Welten entführt, viele Weisheiten bereithält, zum Lachen zwingt und dem Schwachsinn seine ganz eigene Note verleiht. Ein Buch, welches für jede Lesergeneration seine ganz eigene Anziehungskraft zu entfalten vermag.


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Krieg und Frieden. Sonderausgabe - Leo N. TolstoiKrieg und Frieden. Sonderausgabe
Leo N. Tolstoi

Gebundene Ausgabe
     Verkaufsrang: 5790      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Alle Freunde der großen russischen Literatur des 19. Jahrhunderts müssen sich mit einer traurigen Wahrheit vertraut machen: Krieg und Frieden von Leo Tolstoi hat es nie gegeben! Es existieren nur verschiedene Fassungen, von denen die uns bekannte eine (mehr oder weniger bunte) Mischung ist: Der Text stammt aus den ersten beiden Ausgaben von 1868/69, vermischt mit den Korrekturen und der Kapiteleinteilung der dritten Ausgabe von 1873.
Erstmals aber hatte Tolstoi sein Mammut-Epos 1866 für beendet erklärt und dann doch noch mit Änderungen versehen, die das Opus auf das Doppelte des ursprünglichen Umfangs anschwellen ließen. Zahlreiche Exkurse zur Geschichtsphilosophie und Zeitpolitik wurden aufgenommen, die Napoleon-Begeisterung der Urfassung zugunsten einer politisch legitimeren Darstellung geglättet. Das hat Krieg und Frieden zum einen sicher interessanter und fassettenreicher, zum anderen aber auch vom Erzählstil etwas träger und von der Figurenzeichnung etwas einseitiger werden lassen. Denn viele satirische und groteske Züge kommen in den späteren Druckfassungen nicht mehr zum Tragen.
Was Krieg und Frieden verlor und was es durch die Überarbeitungen gewann, kann nun jeder in der laut Verlagswerbung mühsam "rekonstruierten Urfassung" nachlesen - wobei das Attribut schon ankündigt, dass es sich dabei keineswegs um die einzig autorisierte Urfassung handeln muss. Dennoch bekommt man einen schnellen, überraschenden und ebenfalls nicht gerade dünnen Roman zu lesen, der nicht nur einen klareren Einblick gibt in die Tolstoi'sche Psyche, sondern auch aufwartet mit einem neuen (also eigentlich ja alten) Schluss. Mehr wird aber nicht verraten. -Thomas Köster


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 59 Bewertungen)

Formidable      5 von 5 Punkten
Voilà un livre dont la traduction allemande est parfaite et que je recommande à tous les germanophones et autres germanisants.
Kurz gesagt: AUSGEZEICHNET !!!


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Kloster Northanger - Jane AustenKloster Northanger
Jane Austen

Broschiert, September 2007
     Verkaufsrang: 3048      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Liebst du Stephen King oder hast ihn zumindest gelesen? Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Grusel- und Schauerromane von Matthew Gregory Lewis und Ann Radcliffe der Hit. Der Udolpho von Radcliffe spielt in Jane Austens Kloster Northanger eine wichtige Rolle.
In den letzten Jahren wurden einige Romane Jane Austens verfilmt. Da will man auch die originalen Werke lesen. Kloster Northanger war ihr erster Roman, geschrieben 1797, überarbeitet und veröffentlicht nach ihrem Tode 1818, ein guter Einstieg, zumal in diesem Erstling Jane Austen sofort voll da ist.
Die siebzehnjährige Catherine Morland wird für mehrere Wochen in den Kurort Bath eingeladen. Sie lernt dort und später in der Abtei von Northanger viele Menschen kennen, die sie bisher nur aus verschlungenen Romanen kannte. Im Laufe weniger Wochen erfährt sie, daß diese Menschen nicht ohne Fehler sind. Wie beim Wetter, wo ein schöner Morgen oft Regen bringt, ein wolkiger aber Besserung verspricht, ist es auch mit Menschen. Der erste Eindruck ist nicht immer der richtige. Aufgesetzte Verhaltensweisen oder hingeworfene Behauptungen müssen überprüft werden. Die gutgläubige Catherine erfährt dies mehrmals. Das alte Urteil: Er ist reich "wie ein Jude", ist keine deutsche Erfindung und zerstört fast das Leben unserer Antiheldin.
So sehr Jane Austen die Schauerromane auf die Schippe nimmt, so sehr spricht sie sich aber auch für das Lesen aus. Leute, die kein Vergnügen an einem guten Roman haben, sind unerträglich einfältig. Kurz darauf erteilt sie künftigen Autoren gleich eine Lektion in genauer Wortwahl.
Kloster Northanger ist spannend, unterhaltsam, reißt mit. Trotz besten Wetters habe ich die zwei Tage für seine Lektüre nicht bedauert. -Herbert Huber


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Best of both worlds      5 von 5 Punkten
Ich liebe Gruselgeschichten.
Ich liebe Period Dramas. Kann es ein besseres Buch für mich geben?
Kaum.
Northanger Abbey ist die frech und manchmal garstig erzählte Geschichte eines jungen, etwas naiven Mächen. Die wenig weltgewandte Catherine Morland wird von einigermaßen wohlhabenden Nachbarn, dem Ehepaar Allen, mit nach Bath genommen. Alles hier ist neu und wunderbar für Catherine; am wunderbarsten sind natürlich die neuen Bekannten: Isabella Thorpe, Henry Tilney...
Doch Catherines Kopf ist voll von Gothic Novels, und so bekommt sie nicht allzuviel von dem mit, was um sie herum tatsächlich passiert. Das nämlich die schöne und achso freundliche Isabella nur um Catherines Bruder buhlt, weil sie auf eine reiche Heirat hofft.
Und noch ein paar wesentliche Dinge entgehen unserer kleinen Heldin - und das tollste an diesem Buch ist, daß Jane Austen uns recht unverblümt erzählt, was sie von solcherlei Verhalten hält - herrlich! Hier ist ihr Humor fast noch genauso zickig wie in "Lady Susan". Ha!


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Der Schimmelreiter - Theodor StormDer Schimmelreiter
Theodor Storm

Taschenbuch, 1. Januar 2005
     Verkaufsrang: 3560      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 3,10 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Storms letzte vollendete Novelle ist zugleich sein Meisterwerk. Bereits von tödlicher Krankheit überschattet, gelang Storm, wie Thomas Mann schrieb, eine "Verbindung von Menschentragik und wildem Naturgeheimnis, etwas Dunkles und Schweres an Meeresgröße und -mystik", das "die Novelle, wie er sie verstand, als epische Schwester des Dramas auf einen seither nicht wieder erreichten Gipfel führte".

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Kopfkino vom Feinsten, Stephen King kanns auch nicht besser!      5 von 5 Punkten
Schade, dass man die Perlen der deutschen Literatur in der Schule durchleiden muss. Dank meiner überaus "kompetenten" Deutschlehrerin ist deutsche Literatur bis heute ein Gebiet, dass mir immer ein mulmiges Gefühl vermittelt. Verstehst Du eh nicht. Wer hat denn nun was zu wem in welcher Szene gesagt?
So mit 20, 21, nachdem der Schulschock etwas nachgelassen hatte, fiel mir also der Schimmelreiter in die Hände. Als Nachwehe des Bildungsanspruchs (zumindest das hatte man mir vermittelt, man hat ja Abitur!) habe ich also das kleine Reclamheftchen gekauft (macht sich ja auch gut im Bücherregal) und machte also den Fehler ;-) die ersten zwei Seiten zu lesen.
Ich war gefesselt. Ganz primitiv: Da ist Wetter und jemand flüchtet sich in die Geborgenheit eines Gasthauses und ein alter Mann erzählt eine alte Geschichte. Spätestens da stellt sich die erste Gänsehaut ein. Und plötzlich hört man den Nordseewind heulen, zittert mit Hauke und Elke, und weiß viel früher als alle, dass nur Hauke es richten kann. Das Leben ist oft grausam zu diesen Zeiten, doch es gibt Hoffnung.
Ehrlich gesagt, nachdem ich hier gelesen habe, dass Ihr das im Unterricht wahrscheinlich zerflückt habt, war ich froh, dass ich mit dem Schimmelreiter allein fertig werden durfte.
Bis heute einer meiner alsoluten Favourites, sammel inzwischen alte Ausgaben, weil ich ihn einfach unendlich liebe.
Heute spricht man ja oft von Kopfkino. Ich sag nur: Plötzlich fühlst den Wind, chillst mit im Deichgrafenzimmer, und Du weisst genau, wie der Schimmel drüben auf der Insel aussieht...
King kann Spannung kaum besser aufbauen. Wenn noch ein paar Trolle dabei wären, hätte Jackson einen Oscarfilm draus gemacht. Eminem hat ähnliche Kämpfe zu bestehen. Na, und ne tote, erschlagene Katze ist auch drin...
Veraltet? Neverever!!


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Stolz und Vorurteil - Jane AustenStolz und Vorurteil
Jane Austen

Sondereinband, März 2006
     Verkaufsrang: 2874      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen!
"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe.
Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen - doch es kommt anders.
Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt - Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. -Ravi Unger


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 122 Bewertungen)

Wunderbar zu lesen!!      5 von 5 Punkten
Ich muss sagen als ich dieses Buch anfing zu lesen hab ich mir nich viel davon versprochen, doch später kontne ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dieses Buch kann man nur weiter empfehlen, denn dieser Inhalt ist auch nach über 200 Jahren noch aktuell und spiegelt öfters wieder was in der heutigen Gesellschaft einige auch noch zu denken pflegen.
Insgesamt ein wunderbares Buch! =)


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Mansfield Park - Jane AustenMansfield Park
Jane Austen

Taschenbuch, März 2002
     Verkaufsrang: 5936      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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In "Mansfield Park", dem Herrenhaus des reichen Sir Thomas Bertram, leben nicht weniger als drei junge Ehekandidatinnen. Maria und Julia, die beiden Töchter des Hauses, gefährden durch Arroganz und Eitelkeit ihr zukünftiges Glück. Zugleich machen sie ihrer Cousine Fanny, Tochter verarmter Eltern, die bei den Bertrams aufwächst, das Leben schwer. Fanny, die eigentliche Heldin des Romans, trotzt kraft ihrer Unbestechlichkeit und Menschenkenntnis allen Anfechtungen. Und sie wird damit belohnt, daß sie letzten Endes doch noch den Mann heiraten darf, den sie lange Zeit ohne Hoffnung geliebt hat. Jane Austens wie immer von feiner Ironie und scharfer Charakterzeichnung getragener Roman erfreut sich seit seines ersten Erscheinens im Jahr 1814 ungebrochener Popularität. Erst im vergangenen Jahr war eine Neuverfilmung mit Frances O'Connor und Jonny Lee Miller im Kino zu sehen.
Als Fanny Price den Heiratsantrag des begüterten Henry Crawford ablehnt, muß sie wieder in die bedrückende Atmosphäre ihres ärmlichen Elternhauses zurück. Der Grund für ihre Ablehnung: Fanny liebt ihren Cousin Edmund, der ihr zunächst auch aufrichtig zugetan ist - bis er in den Bann von Henrys Schwester, der redegewandten Lady Crawford, gerät und für Fanny verloren scheint... Ein Klassiker der englischen Literatur - jetzt erfolgreich verfilmt von...


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

Ausdrucksstarker & feingeschliffener Roman!      5 von 5 Punkten

Auf diesen Roman habe ich mich riesig gefreut - war jedoch aufgrund der Kritiken, auf komplexeren Stoff gefasst, als beispielsweise "Stolz & Vorurteil". Zugegeben, der Anfang war etwas langatmig: Da wird ein Ausflug in einen nicht besonders aufregenden Park unternommen und über 40 Seiten hinweg beschrieben. Oder die akribische Inszenierung eines Theaterstückes über 50 Seiten, das dann doch nicht aufgeführt wird. Das ist aber nur im ersten Drittels der Fall. Danach steigert sich die Geschichte stetig, sodass ich das Buch schliesslich nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Jane Austen ist eine wundervolle Erzählerin. Sie besitzt eine ausdrucksstarke, feingeschliffene Sprache, die jede noch so kleine Facette aufnimmt und benennt. Bei ihr sitzt einfach jedes Wort dort, wo es hingehört, und sie hat ihre Geschichte an jeder Stelle fest im Griff. Ihre Beobachtungsgabe geht weit über Oberflächliches hinaus, obwohl sie eine Meisterin ist, gerade diese Oberflächen zu beschreiben. So gibt sie ein lebhaftes Bild der Konventionen ihrer Zeit wieder und ermöglicht dem Leser einen Blick auf die Menschen, ihr Leben und das soziale Korsett. Und: immer mit einem kleinen Zwinkern im Auge.
Sie dringt tief in ihre Figuren ein, und lässt den Leser an ihren zahlreichen Gemütsverfassungen und Empfindungen teilhaben. Es war eine solche Freude am Familienleben in Mansfield Park teilzunehmen und die Entwicklung und das Erblühen der Protagonistin, Fanny Price, zu erleben.
Die Wende, die mit Mr. Crawfords Sinneswandel eintrat, Fannys unerwartetem Verehrer, brachte dann noch einmal einen ganz neuen Schwung in die Geschichte, und von da an war es mir nicht mehr möglich mit dem Lesen aufzuhören. Er, der eigentlich Fanny einen bösen Streich spielen wollte, sitzt nun selber in der Falle, und so wird aus der Katze plötzlich die Maus.
Ich finde es sehr bedauerlich, dass der Klappentext bereits den ganzen Inhalt der Geschichte enthüllt, denn gerade mit den vielen Wendungen der Ereignisse, hat sich die Autorin viel Mühe gegeben. Als Leser weiss man nicht wie es ausgehen wird, denn es werden mehrere Wege offengehalten, die die Spannung aufrecht erhalten und immer mehr steigern. Ich würde jedem Interessierten raten, den Klappentext zu meiden, denn mit einem offenen Ende ist die Spannung wirklich riesig.
Für mein Gefühl ist dies der reifste Roman der Autorin. Ihr Fingerspitzengefühl ist unglaublich. Ich war vollkommen fasziniert von der Art und Weise, wie sie noch die kleinste Regung beschreibt, wie sie Positionen klärt und Hintergründe darlegt. Die Figuren werden auf diese Art sehr transparent, ohne jedoch durchschaubar zu sein. Herrlich!
Dieses Buch kann ich nicht nur Jane Austen Lesern ans Herz legen. Es ist einfach ein Vergnügen sich von Jane Austen in eine Zeit entführen zu lassen, in der Konventionen galten, die wir uns heute nicht mehr vorstellen können, und ihre Figuren zu treffen, die kennenzulernen eine echte Freude ist.


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Moby Dick - Herman MelvilleMoby Dick
Herman Melville

Taschenbuch, 25. November 2008
     Verkaufsrang: 3664      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Die Geschichte des sagenumwobenen weißen Wales und seines von grenzenlosem Hass getriebenen Jägers Kapitän Ahab ist ein moderner Mythos. Der besessene einbeinige Walfänger und der geisterhafte Wal liefern sich einen geradezu archaischen Kampf auf Leben und Tod. Die Neuübersetzung, für die Matthias Jendis mit dem renommierten Rowohlt-Preis ausgezeichnet wurde, erfasst Melvilles Sprache erstmals in ihrer unendlichen Vielstimmigkeit, in ihrem Pathos und in ihrer Präzision. Auch der sorgfältige wissenschaftliche Apparat dieser Ausgabe setzt Maßstäbe.
"Lest dieses ungeheure Buch."
Joachim Kalka, Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Matthias Jendis' gelungene Übersetzung, die sich erstmals auf einen gesicherten Originaltext bezieht, stellt sich auf die Seite der Lesbarkeit - aber nicht in einem trivialen Sinne der Nivellierung des Fremden ... Sie beeindruckt durch eine genaue Herauspräparierung der vielen Einzelformen und Sprachfelder, derer sich Melville bedient, der chronikalischen, theatralischen, juristischen, theologischen und so weiter; zu den Einzelheiten findet man noch einen wertvollen, über hundert Seiten langen Kommentaranhang von Daniel Göske, dem Herausgeber der Werkausgabe."
Joachim Kalka, Frankfurter Allgemeine Zeitung


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Vielleicht etwas mehr zur vorliegenden Ausgabe...      5 von 5 Punkten
Ich möchte mich an dieser Stelle nicht über das Werk "Moby Dick" selbst auslassen. Dieses sollte jeder selbst erfahren und selbst interpretieren. Lesen Sie dieses Buch, es ist großartigste Literatur!
Was mir jedoch wichtig zu erwähnen scheint ist die Tatsache, dass es sich bei der vorliegenden Paperback Variante in der Übersetzung des kürzlich verstorbenen Matthias Jendis um ein wunderbares "Gesamtpaket" handelt. Man verzeihe mir diesen greulichen Ausdruck im Bezug auf dieses Werk, allerdings wird nicht jeder geneigte Leser ein beflissener Kenner der maritimen Ausdrucksweise sein.
In Anbetracht dieser Tatsache hat der Verlag dieser Ausgabe des Klassikers ein sehr ausführliches Glossar (ebenfalls von M. Jendis) spendiert, welches auf den ersten ein-zweihundert Seiten viele Verständigungs-schwierigkeiten beseitigt und es dem Leser in der Folge immer besser gelingt der Welt der Pequod in seiner Vorstellung zur Wirklichkeit zu verhelfen. Schnell gewöhnt man sich an die nautische Mundart und findet Vergnügen daran die selbige zu verstehen ohne permanent ein Lexikon bemühen zu müssen.
Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die sehr ausführlichen Anmerkungen von Daniel Göske, die immerhin 120 Seiten umfassen und eine sehr wertvolle Versständnis- und Interpretationshilfe darstellt. In kurzen literaturwissenschaftlichen, wie auch historischen oder biografischen Anmerkungen trägt Göske hier zum Gesamterlebnis "Moby Dick" bei. Mit ihr gelingt es dem Leser viele scheinbar rätselhafte Formulierungen, Anspielungen, Deutungen Melvilles erst zu verstehen, und selbst zu bewerten. Ohne diese Anmerkunge läse man schlichtweg an der Hälfte des Buches vorbei.
Abgerundet wird dies von einem recht ausführlichen Lebenslauf Melvilles, der meiner Meinung nach in jedes "Standardwerk" gehört und hier sehr schön zusammengefasst wurde.
Alles in allem weiß diese Ausgabe mit seiner Vollständigkeit sowie dem Druck und der Klebung (es ist und bleibt dennoch ein Paperback) wunderbar zu überzeugen. Im Vergleich zu vielen anderen Ausgaben (ich tat mich bei der Entscheidung wirklich schwer) ist es hier dem Leser möglich dieses Buch zunächst einmal zu erfassen. Ein gewisses Maß an Allgemeinbildung vorausgesetzt macht es schlichtweg Spaß sich von Kapitel zu Kaptitel zu lesen. Es ist ein wunderbares Vergnügen.
Ich kann diese Ausgabe jedem "Moby Dick" Interessiertem uneingeschränkt empfehlen. Sollte darüber hinaus der Wunsch nach einer schönen gebundenen Ausgabe bestehen kann man dann nach der ersten verständ-nisvollen Lektüre des Werkes unängstlich zugreifen.
Viel Spaß auf dieser Reise!


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Stolz und Vorurteil - Jane AustenStolz und Vorurteil
Jane Austen

Taschenbuch, 1986
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Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen!
"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe.
Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen - doch es kommt anders.
Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt - Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. -Ravi Unger


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 122 Bewertungen)

Wunderbar zu lesen!!      5 von 5 Punkten
Ich muss sagen als ich dieses Buch anfing zu lesen hab ich mir nich viel davon versprochen, doch später kontne ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dieses Buch kann man nur weiter empfehlen, denn dieser Inhalt ist auch nach über 200 Jahren noch aktuell und spiegelt öfters wieder was in der heutigen Gesellschaft einige auch noch zu denken pflegen.
Insgesamt ein wunderbares Buch! =)


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