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Die Leiden des jungen Werther Johann Wolfgang von Goethe Gebundene Ausgabe, März 2005 Verkaufsrang: 2980 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Johann Wolfgang Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Jura in Leipzig und Straßburg, wo er auch promovierte, und übersiedelte 1775 nach Weimar. Goethe wurde 1782 durch Kaiser Joseph II. in den Adelsstand erhoben. 1786 bis 1788 und 1790 unternahm Goethe seine Italienreisen, die sein Werk und sein Verhältnis zur Kunst maßgeblich prägten. 1791 übernahm er die Leitung des Weimarer Hoftheaters und ab 1803 zusätzlich die Oberaufsicht über die naturwissenschaftlichen Institute der Universität Jena. 1815 wurde er zum Staatsminister ernannt. Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar. Dass man die Literaturepoche um 1800 auch Goethezeit nannte, ist kein Zufall: Wie kein anderer Autor war Goethe von den frühen Sturm-und-Drang-Texten bis zum Spätwerk die prägEND e Gestalt seiner Zeit. Ob die bahnbrechEND e Erlebnislyrik mit ihrem neuen, individuellen Ton, ob die abgründige Klassizität des "Iphigenie"-Dramas oder des "Faust", ob die immer gewagteren Erzählansätze in den "Wilhelm Meister"-Romanen - in allen Gattungen hat Goethe Maßstäbe gesetzt und thematische wie stilistische Impulse gegeben. Als "Die Leiden des jungen Werther" 1774 erschien, löste der Roman heftige Kontroversen aus: Es kam einerseits zu Verkaufsverboten, andererseits brach ein heftiges Werther-Fieber aus, das in seiner schlimmen Ausprägung eine Selbstmordwelle zur Folge hatte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Tolle Ausgabe 5 von 5 Punkten Das Buch ist hinreichend bekannt und auch gut rezensiert hier.
Ich möchte etwas zur Ausgabe sagen. Ich war etwas skeptisch wegen des Preises. Das Buch ist aber tadellos und schön gestaltet, auch das Cover sieht nicht "billig" aus.
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Reclam Universal-Bibliothek, Nr.67, Die Leiden des jungen Werthers Johann Wolfgang von Goethe Taschenbuch, 1. Januar 2001 Verkaufsrang: 2554 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Es ist interessant zu sehen, mit welchem glücklichen Instinkt alles was dem sentimentalischen Charakter Nahrung gibt, im Werther zusammen gedrängt ist; schwärmerische unglückliche Liebe, Empfindsamkeit für Natur, Religionsgefühle, philosophischer Kontemplationsgeist, endlich, um nichts zu vergessen, die düstre, gestaltlose, schwermütige Ossianische Welt. Rechnet man dazu, . . . wie von außen her alles sich vereinigt, den Gequälten in seine...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 42 Bewertungen)
Werther <>Lotte <> Albert 5 von 5 Punkten ich habe diese Buch in 2 Tagen , an denen ich eigentlich gra keine Zeit hatte, verschlungen! Das damals eine Manie ausgebrochen ist kann ich gut verstehen! Es ist das emotionalste, authentischste und einfach beste Buch, was ich jemals gelesen habe! Es geht einem unter die Haut, die Tränen laufen und Goethe hat als lyrisches Ich den Nagel auf den Kopf getrffen, wenn er schon im Vorwort meint, dass man sich nicht dagegen wehren könne, Aber wollen wir das? Ich nicht! Man muss fühlen können, aber auch Sturm und Drang mögen. Für uns als Jugend kann es hilfreich sein, für gefühllose eventuell etwas aus dem Leben "normaler" Menschen zeigen. Es ist aktuell bis heute und für jeden zu empfehlen, edr sich selbst Hilfe geben will, oder einmal richtig leiden will1 Meine Meinung : Lesen Sie es!!!
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Anna Karenina Leo N. Tolstoi Gebundene Ausgabe, Januar 2007 Verkaufsrang: 2975 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Gestern abend sagte er mir, daß er einen Typ von Frau im Sinn habe, verheiratet, der obersten Schicht zugehörig, die sich aber selbst verloren hat." Hier ist nicht von einem gebeichteten Seitensprung die Rede, sondern es ist dies die allererste Erwähnung von Tolstois Ehefrau über den geplanten neuen Roman ihres Gatten. Sechs lange Jahre hatte er an Krieg und Frieden gearbeitet. Nun hatte sich Leo Tolstoi, müde und enttäuscht über die hämische Reaktion, auf sein Gut zurückgezogen. Doch bald schon arbeitete er am zweiten großen Roman seines Lebens, Anna Karenina. Zu vielschichtig und psychologisch feinst verwoben ist dieses riesige, 1878 erschienene Werk, um es hier auch nur ansatzweise zu erfassen. Erzählt wird die Geschichte der adligen Familie Karenin, einer dekadenten, in gesellschaftlichen Normen erstarrten Sippe. Die Kälte ihres Gatten treibt die sensible Anna dem wesentlich jüngeren Grafen Wronskij in die Arme. Diese stark sexuell orientierte Beziehung endet im Fiasko. Schließlich richtet Anna sich selbst, aber auch ihren Mann und den Geliebten zugrunde. In der anderen großen Figur des Romans, dem Gutsbesitzer Lewin, hatte sich Tolstoi selbst verewigt. Dessen Rückzug aus der Moskauer Gesellschaft und seine Selbstbescheidung auf ein bäuerlich schlichtes Leben verkörperten auch Tolstois Ideale.Das Selbstmordmotiv legte den Vergleich mit Flauberts Madame Bovary nahe. Jedoch erreicht Flaubert bei weitem nicht Tolstois Realismus und dessen tiefe psychologische Aufarbeitung von Schuld, Verstrickung, Haltlosigkeit und Verantwortung im Umgang mit seinen Figuren. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 37 Bewertungen)
Meisterwerk der Literatur - Unbedingt lesenswert 5 von 5 Punkten Der Roman Anna Karenina ist auch in der heutigen Zeit noch absolut lesenswert, da Tolstoi es mit meisterhaftem Gespür versteht, psychologisch tiefgründige, einzigartige Charaktere zu zeichnen. Trotz des sehr großen Umfangs des Romans verliert man nie das Interesse am weiteren Schicksal der Figuren.
Die Hauptfigur Anna wird als ein sehr liebebedürftiger, aufrichtiger Mensch dargestellt, deren Leben mit ihrem gefühlskalten Mann immer unerträglicher wird, besonders dann, als sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben aus tiefstem Herzen verliebt und diese Liebe in gleicher Weise erwidert wird. Anna erträgt das heuchlerische Leben an der Seite ihres Mannes nicht länger, bricht aus ihrer Ehe aus und versucht ein Leben zusammen mit ihrem Geliebten Wronskij zu führen.
Es stellt sich jedoch sehr schnell heraus, dass dieses neue Leben nur vordergründig glücklich ist, da Anna als Ehebrecherin gesellschaftlich fallen gelassen und verurteilt wird. Sie verliert den Boden unter den Füßen, da selbst ehemals gute Bekannte den Umgang mit ihr meiden.
Das zweite Unglück, das Anna nach ihrer Trennung trifft, ist der Verlust ihres über alles geliebten Sohnes, der beim Vater bleiben und dort aufwachsen soll.
Annas Kummer über diese Trennung von ihrem Sohn ist unermesslich, selbst die Liebe zu Wronskij kann sie nicht immer darüber hinweg trösten.
Außerdem leidet sie ständig unter großer Eifersucht, sie kann nicht glauben, dass Wronskij ihr für immer treu ist. Im Laufe der Zeit vereinsamt Anna mehr und mehr, reibt sich durch ihre Eifersucht auf und wird schließlich so unglücklich, dass nur noch der Tod die einzige Möglichkeit ist, allen diesen seelischen Qualen zu entkommen.
Die psychologische Entwicklung Annas bis zu ihrem Freitod wird sehr gut beschrieben, ihre seelische Zerrissenheit wird glaubwürdig und sensibel dargestellt.
Neben diesem Haupterzählstrang werden auch die Lebenswege mehrerer Familienangehöriger sehr detailliert und tiefgründig beschrieben, Tolstoi wechselt während des Romans immer wieder zwischen den verschieden Hauptfiguren.
Alle Personen kommen dem Leser erzählerisch sehr nahe, da sie unglaublich lebendig und realistisch beschrieben werden.
Obwohl ich einige Wochen gebraucht habe diesen Roman zu lesen, bereue ich keine Minute, die ich für die Lektüre benötigt habe. Meiner Meinung nach läßt sich Tolstoi auch heute noch sehr gut lesen, der Roman überzeugt durch seine Tiefe und Substanz und wird daher für mich unvergesslich bleiben.
Ich kann dieses Meisterwerk nur empfehlen und ihm auch zukünftig noch viele Leser wünschen. Die Lektüre von Anna Karenina wird niemand bereuen!
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Der letzte Tag eines Verurteilten Victor Hugo Gebundene Ausgabe, August 2005 Verkaufsrang: 4226 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Leider immer wieder aktuell 5 von 5 Punkten Jeder, der leichtfertig die Todesstrafe für ein abscheuliches Verbrechen fordert, sollte zunächst dieses kleine Buch lesen...
Schrei nach Humanität -LESEN! 5 von 5 Punkten Das Verbrecher verurteilt werden müssen, ist klar. Über das Strafmaß lässt sich streiten.
Auch und gerade über die Todesstrafe. Es gibt wohl kaum eine Strafe die derart kontrovers diskutiert
worden ist und wird. Denn leider werden auch in sogenannten zivilisierten Industrienationen immer noch
Menschen zum Tode verurteilt. Mit welcher Rechtfertigung?
Hugo gibt in seinem Roman die Antwort: Keiner.
Sein Roman ist "ein leidenschaftliches Plädoyer gegen die Todesstrafe".
Er lässt den Leser teilhaben an den Gefühlen des Verurteilten - vom Zeitpunkt der Verkündung des Urteils
bis zu den letzten Minuten vor dessen Vollstreckung.
Es ist ein ständiges Auf und Ab zwischen Hoffen und Bangen, welches sich über einen Zeitraum von mehreren
Wochen erstreckt. Und diese Zeit des Wartens ist grausam, nervenverzehrend und unmenschlich.
Ja, der Mann ist schuldig. Ja, er hat ein anderes Menschenleben auf dem Gewissen.
Aber gibt dieses Verbrechen der Justiz das Recht, einen weiteren Mord unter dem Deckmantel des Gesetzbuches
zu begehen?
Hugos Roman wühlt auf und zwingt dazu, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Im Grunde reicht
sein Vorwort schon dazu aus. Die Geschichte des Verurteilten ist hier quasi "das Tüpfelchen auf dem i".
Sehr erstaunlich ist außerdem der Weitblick des Autors: "Ihr werdet die Vollständige Umformung des Strafgesetztes
erleben. Man wird das Verbrechen als eine Krankheit ansehen. Ihren Krankenhäusern werden eure Zuchthäuser weichen
müssen."
Dieses Buch gehört in jedes Bücherregal - gelesen, versteht sich!
***** lebensbejahend, kraftvoll, ehrlich 5 von 5 Punkten Dank, der sehr guten Rezensionen und dem tollen Preis habe ich dieses Buch gekauft.
Ich möchte mich aus vollem Herzen der hohen Meinung anschließen und es jedem modernem aufgeschlossenem Menschen empfehlen.
Allein das Vorwort von Viktor Hugo hat ausgereicht mich "gefangen zu nehmen". Mit der vollen Kraft des Lebens gibt er seine Empfindungen zum Thema Todesstrafe und Gesellschaft wieder. Recht hat! Recht tut er! Vor allem mit diesem Buch. Später sind es die eher leisen Töne des Gefangenen die einem sehr Nahe gehen. Man spürt mit Ihm. Was er fühlt in den letzten Tagen vor seinem Tod. Man erlebt dass nicht nur der Tod das entsetzliche an der Strafe ist, sondern die Wochen, Tage davor. Wir sind es, die es in dieser Form zulassen. Ein wichtiges, kleines Buch.
Bitte lesen.
Aktuell und gültig 5 von 5 Punkten Das subtilste Plädoyer für die Abschaffung der Todessstrafe kommt nach wie vor von Victor Hugo.
Dieses psychologisch äußerst einfühlsam geschriebene schmale Werk sollte Pflichtlektüre für alle Heranwachsenden sein.
Selbst wenn ab und an einige, durch den Lauf der Geschichte überholte sozial-romantische Schwärmereien aufscheinen, ist die Grundaussage dieses Buches noch immer gültig und aktuell.
Nicht nur ein Plädoyer, es schrieb Zeitgeschichte! 5 von 5 Punkten Ich habe alle deutschen Übersetzungen von Hugo, und auch alle gelesen. Einige seiner Bücher sollten Pflichtlektüre in den höheren Schulklassen werden, und besonders dieses kleine, dünne Buch, denn es war einer der Hauptbeweggründe der damaligen, französischen Justiz, den Begriff der "mildernden Umstände" einzuführen. Bücher können bewegen.
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Aus dem Leben eines Taugenichts Joseph von Eichendorff Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 2989 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie brauchen für Ihre Schullektüre sofort eine ausführliche Inhaltsangabe, ohne womöglich Zeit gehabt zu haben, das entsprechende Werk zu lesen? Sie müssen sich noch ganz schnell über den Aufbau eines Werkes informieren? Bei Königs Erläuterungen bekommen Sie klare und universelle Informationen! 159 Bände umfasst die Reihe Königs Erläuterungen und Materialien, von antiken über klassische bis hin zu zeitgenössischen modernen Werken,...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 20 Bewertungen)
romantische Verklärung 5 von 5 Punkten Für mich ist der Taugenichts die Verkörperung der deutschen Seele. Sie besteht aus Musik, Freude an der Natur und Müßiggang. Es ist eine romantische Verklärung der Welt. In der Natur zu sitzen und seinen Gedanken nachzuhängen. Das ist die Natur des Taugenichts. Es ist ein ironischer Titel, da der Mensch zum glücklich sein nicht mehr braucht, als das was der Taugenichts hat. Es ist die freie Zeit, die man sich einteilen kann. Ihm liegt die Welt zu Füßen. Er findet Unterkunft und Verpflegung. Spielt zu jeder Zeit seine Geige. Man braucht nur im Leben auf die Dinge zu warten. Dann findet man sich schon zurecht. Die Abwesenheit von Zwang ist unsere Freiheit. Diese wird nirgends so schön erzählt wie im Taugenichts. Wie das Schicksal unseren Weg bestimmt, dies hängt nur von Gott allein ab. So ziehen wir mit dem Taugenichts durch die Lande. Ob in Italien oder in deutschen Landen, die Kunst ist dabei stets sein Begleiter. So kommt er zurück und kann von sich sagen, dass er was erlebt hat. Seine Liebe findet er zwar schlussendlich, aber es nicht die endgültige Suche nach dem Glück. Die Unbefangenheit des Taugenichts ist unser Glück. Es ist die Abkehr von der bürgerlichen Gesellschaft. Einen anderen Lebensweg einzuschlagen, als es die bestehenden Normen zulassen. Dies macht den Taugenichts so reich.
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Krieg und Frieden. Sonderausgabe Leo N. Tolstoi Gebundene Ausgabe Verkaufsrang: 2748 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Krieg und Frieden" ist eine Ilias des 19. Jahrhunderts, ein Monumentalroman über die für Rußland und die europäischen Staaten schicksalhafte Epoche der Napoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1812 mit einem Ausblick im Epilog auf die folgenden acht Jahre. Tolstois weitgespannte historische Perspektive, die in der atemberaubenden Schilderung der entscheidenden Schlachten von Schöngraben, Austerlitz und Borodino gipfelt, führt über den ursprünglichen Plan...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 48 Bewertungen)
Wundervoll 5 von 5 Punkten Dieses Buch liest man nicht zu Ende und wendet sich mit "frischen" Gedanken einer anderen Lektüre zu. Es hinterlässt merkliche Spuren, die für das Gefühl sorgen können, Facetten des eigenen Lebens deutlicher erscheinen zu lassen. Für mich sind sowohl Gedankengänge der Romanfiguren als auch der geschichtliche Ablauf keinesfalls abstrakt, sondern in die heutige Zeit größtenteils übertragbar.
Besonders gefällt mir an Tolstoi, wie er es immer wieder versteht, tief in die Seelen der Figuren blicken zu lassen, die zeigen, wie jedes Individuum mit einer gewissen Trägheit, einem gesellschaftlichem, gruppendynamischen Rahmen zu folgen scheint. (Tief ergreifend sei hier die Schilderung einer Hinrichtungsprozedur russ. Kosaken zu nennen - Kein frz. Individuum will töten, doch es passiert aus oben benannten Gründen)
Erzählerisch ist für mich sein Folgeroman "Anna Karenina" deutlich ausgefeilter, jedoch hat "Krieg und Frieden" einen anderen, aufklärerischen Anspruch, so dass beide sicherlich als Meisterwerke nebeneinander ihre Daseinsberechtigung haben.
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Effi Briest. Roman Theodor Fontane Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 5414 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nach einer behüteten Kindheit heiratet die 17jährige Effi, dem Willen ihrer Eltern entsprechend, den fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten, ein Jugendfreund ihrer Mutter, dem sie nach Kessin, einem kleinen Ort an der Ostsee folgt. In dem etwas unheimlich anmutenden Haus des Barons vereinsamt die junge, phantasievolle und lebhafte Effi, der es schwerfällt, in ihrer neuen Heimat Anschluß zu finden. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht über ihre innere...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 46 Bewertungen)
Effis Ehrenrettung 4 von 5 Punkten Von Dutzenden von Rezensenten als sterbenslangweilige und nur zwangsweise durchgelesene Schullektüre abgewatscht - arme Effi! Dabei ist Fontane mit Effi Briest wirklich ein Meisterwerk gelungen.
Viele beklagen sich über die langatmigen Beschreibungen von Landschaften und Charakteren - aber gerade mittels dieser ausführlichen und sprachlich kunstvollen Darstellungen erschafft Fontane nicht nur lebendige Charaktere, sondern gibt auch psychologisch meisterhaft ihre Stimmungen und Gefühle wieder. Und wenn diese Gefühle über einen großen Teil des Buches Langeweile, Melancholie und Resignation sind, kann man nicht erwarten, dass hier ein spannungsgeladenes Ereignis das nächste jagt.
Natürlich ist das Thema selbst in dieser Form veraltet - kein Mensch würde sich heute wegen eines Seitensprunges duellieren - aber die mit einer solchen scheinbaren Leichtigkeit lebensecht dargestellten menschlichen Charaktere, schaffen es immer noch, den Leser in ihren Bann zu schlagen. Obwohl Effi mir manchmal allzu naiv und duldsam war, habe ich auch beim zweiten Durchlesen wieder mit ihr gelitten und gehofft, mich über ihren Mann geärgert, ihn aber auch bemitleidet, und die Auftritte der nicht weniger vollendet charakterisierten und häufig schrulligen Nebenfiguren genossen.
In einer Sache muss ich den negativen Rezensionen allerdings Recht geben: Effi ist nicht die ideale Schullektüre. Die langen Passagen, in denen viel beschrieben wird, aber wenig an Handlung stattfindet, sind für Jugendliche, darunter besonders für diejenigen, die nur alle Jubeljahre mal ein Buch lesen, schwere Kost. Wenn also etwas von Fontane im Unterricht gelesen werden soll, sollte man nicht gleich das schwerste Geschütz auffahren, sondern zum Beispiel mit "Mathilde Möring" oder "Jenny Treibel" anfangen, die beide bündiger geschrieben sind, schneller zur Sache kommen, eine Menge Witz und Komik haben und mir persönlich fast noch besser gefallen als Effi. Mit Hilfe dieser beiden Bücher habe ich jemanden bekehrt, der nach dem Anlesen von "Effi Briest" von Fontane nichts mehr wissen wollte. Und das wäre sehr schade gewesen, denn der Mann war wirklich ein begnadeter Menschenkenner und Schriftsteller! Ein Hoch also auf Effi - raus mit ihr aus der Schule und rein ins Bücherregal!
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Emma Jane Austen Gebundene Ausgabe, September 2006 Verkaufsrang: 2881 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Emma - einfach toll 4 von 5 Punkten Ich habe das Buch gekauft, nicht weil ich Jane Austen-Fan war oder es werden wollte sondern nur weil ich einfach das Buch so schön fand und einfach alles mit Namen Emman haben will:-)
Seit ich dieses Buch gelesen habe bin ich Jane-Austen Fan. Es war mein erstes Buch von ihr und es hat mich total begeistert. Zwar nicht ihr bestes Buch aber eindeutig ein Must-Have das man immmer wieder mit Freude lesen kann
Eines ihrer besten Werke 5 von 5 Punkten Nach "Stolz und Vorurteil" ist dies eindeutig mein Lieblingsroman von Jane Austen.
Es geht natürlich um die Suche nach dem richtigen Ehemann. Doch ausnahmsweise, ist die Heldin nicht arm, sondern selbst sehr reich. Emma ist eine sehr hübsche, selbstsichere und gebildete junge Dame aus gutem Hause, die nicht die Absicht hat, je selbst zu heiraten. Dafür liebt sie es die Hochzeiten anderer anzubahnen, was ihr jedoch nicht immer gelingt. Schließlich, nach einigen Verwicklungen, findet auch Emma ihr Glück.
Diese Geschichte einer jungen Frau, die erst ihre Fehler einsehen muss um glücklich zu werden, hat ihren ganz eigenen Charme und zeichnet sich durch ihren hintergründigen Humor aus.
Da Emma nicht wegen finanzieller Gründe heiraten muss, ist dieser Roman etwas weniger "ernst" als andere Werke der Autorin wie zum Beispiel "Stolz und Vorurteil" oder "Mansfield Park", was ihn allerdings nicht weniger romantisch und ebenso schön macht.
Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
Ihr bestes Buch 5 von 5 Punkten Jane Austen zu mögen oder nicht zu mögen ist vorallem eine Frage der Perspektive. Wessen Geschmack auf zeitgenösische Populärliteratur geeicht ist, findet besonders "Emma "wahrscheinlich zum Gähnen langweilig und legt es nach den ersten paar Kapiteln zur Seite.
Wer bei Jane Austen zuerst an die mittlerweile zahlreichen Filme denkt, wird sich zumindest an der Erinnerung daran entlanghangeln können und so bei der Stange bleiben. Oberflächlich ist alles geboten was ein harmloses Lesevergnügen ausmacht: englisches Landleben, junge und hübsche Leute, zahlreiche Liebesverwicklungen, nicht allzu tiefgreifende Sorgen und ein Happy End zwischen den beiden Hauptfiguren.
Sicher gibt es viele Leute, die Jane Austen genau so lesen und verstehen, nur stellt sich die Frage, warum man dann nicht gleich zu Rosamunde Pilcher greift?
Es steckt mehr hinter dieser Autorin, die nicht umsonst noch heute so populär ist und in ihrem Heimatland oft auf eine Stufe mit Shakespeare gestellt wird. Die absolute Beherrschung der sprachlichen Mittel wird besonders in "Emma" am deutlichsten (und am deutlichsten, wenn man sie im Original liest). Die Rahmenhandlung ist auch hier nicht mehr als das: ein Rahmen. Ein Rahmen für vielfältigste Anliegen, sprachliche Spielereien und Gedanken, die man schnell übergeht, wenn man sich lediglich auf den Verlauf konzentriert. Ein wenig Hintergrundwissen über den gesellschaftlichen und geschichtlichen Kontext kann das Lesevergnügen erheblich steigern, doch auch ohne eine genau Kenntnis der Verhältnisse kann man dieses Buch schätzen. Jane Austen ist zeitlos in ihrer genauen Beobachtung menschlicher Eigenarten, in "Emma" ist sie damit auf der Höhe ihres Könnens.
Während man "Stolz und Vorurteil" zehnmal mit derselben Freude lesen kann, eröffnet sich bei diesem Buch von Mal zu Mal ein weiteres Feld auf dem man neue Einzelheiten entdeckt. Das vermeintlich sinnlose Geplapper von Miss Bates z.B. gibt eindeutige Hinweise zur im Hintergrund ablaufenden Geschichte zwischen Jane und Frank, die Erzählstimme mischt sich so gekonnt mit Emmas eigenen Gedanken, dass man am Schluss genauso verblüfft ist über die Auflösung des Knotens wie Emma selbst.
Was ich persönlich an Jane Austen und an "Emma" am meisten schätze ist die Ökonomie der Mittel. Keine versonnenen Beschreibungen zum bloßen Selbstzweck, keine erzählerischen Ausschweifungen - jeder Satz, beinahe jedes Wort hat eine Funktion die dem "großen Ganzen" dient.
Dazu der versteckte Humor, die Satire, der Wortwitz. Keine Schenkelklopfer, sondern ein kontinuierliches, verstohlenes Schmunzeln.
All das muss man sehen, verstehen und schätzen können - dann ist "Emma" unerschöpflich.
Langweilig 2 von 5 Punkten Dieses Buch ist eines der langweiligsten die ich je gelesen habe und ich kann beim besten Willen keine tiefsinnige Botschaft in diesem Buch erkennen außer einer lächerlich kitschigen Geschichte! Es gibt kaum einen Punkt wo der Leser so gefesselt wird , dass er das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Man fragt sich nie wie es wohl weiter geht.Zudem ist die Geschichte wahnsinnig langatmig. Ich kann es keinem, der sich nicht langweilen will, empfehlen. Ich denke nicht dass es sich lohnt es zu lesen!
Ich möchte es nicht mehr hergeben 5 von 5 Punkten Emma Woodhouse ist wohl eine der schillerndsten Figuren in Jane Austens Romanen. Obwohl jung, reich und intelligent ist Sie doch ebenso verblendet, ein bisschen verbohrt und mit einem Standesdünkel ausgestattet der mich nicht nur einmal zum lachen gereizt hat. Nichtsdestotrotz konnte ich mich der Anziehung Emma}s nicht entziehen und hatte Sie schon bald in mein Herz geschlossen. Emma ist Jane Austen in Bestform. Die spritzigen mitunter spitzen Dialoge, die feinfühligen Beschreibungen sowie die Lebendigkeit der Personen sind einfach unübertroffen. Ich jedenfalls konnte mich nur schwer von der charmanten Emma und dem wundervollen Mr. Knightly trennen.
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Jane Eyre Charlotte Bronte Broschiert, April 2008 Verkaufsrang: 4373 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Einer der berühmtesten Frauenromane der Welt! Als vor rund 150 Jahren Jane Eyre in London erschien, war ein Bestseller der Weltliteratur geboren. Der ergreifende Roman über eine Waise, die allen Widrigkeiten zum Trotz zur selbstbewussten Persönlichkeit heranreift und am Ende das Glück in der Liebe findet, ist seither millionenfach gedruckt, in fast alle Sprachen übersetzt, kürzlich neu verfilmt und von Lesergenerationen ¯verschlungen® worden. Ein prominenter Fan war Queen Victoria.Dieser unbestrittene Klassiker der englischen Frauen-Literatur wird hier in einer Neuübersetzung vorgelegt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Guter Klassiker 4 von 5 Punkten Da Jane Eyre zu den Klassikern der Literatur gehört, muss man den Roman natürlich auch als solchen bewerten.
Daher fallen manche Dinge auch nicht so sehr ins Gewicht, wie zum Beispiel die Perspektive, aus der Jane Eyre geschrieben ist. So erinnert die Ich-Erzählerin (Jane) im Buch immer wieder daran, dass sie die Geschichte erzählt, spricht den Leser manchmal auch direkt an. Das hindert mich persönlich daran, wirklich in die Handlung einzutauchen, weil es mir das Gefühl nimmt, dabei zu sein. Ansonsten ist Jane Eyre stilistisch jedoch ein Meisterwerk, das teilweise ziemlich eindringlich erzählt ist.
Was die Handlung angeht, so gefällt mir die Geschichte des Waisenmädchens und ihres Lebensweges sowie ihrer großen Liebe zwar sehr gut. Zum Teil ist das Ende allerdings für meinen Geschmack zu vorhersehbar, was jedoch durch ein paar unvorhersehbare Veränderungen an Mr. Rochester abgeschwächt wird.
Von Aristokraten, Ehefrauen und Waisenkindern 5 von 5 Punkten Ein Aschenputtelmärchen hat man es genannt. Und nicht selten bedienen sich gerade Märchen des Schauerromans, um Wirkung zu erzielen. Charlotte Bronte weiß, so zu erzählen, dass ihre Leser eine Geschichte unbedingt zu Ende lesen wollen. Das Schicksal der armen Hauslehrerin ergreift von einem Besitz. Man leidet mit ihr, man hofft mit ihr und wenn man hinter Rochesters Geheimnis kommt, ist man wie sie entsetzt. Dies alles wird geschickt aufgebaut, indem wir Jane erst einmal durch ihre armselige Jugend begleiten. Wer auf immer später ihren Weg kreuzt, sie zu verwirren sucht, er wird unsere Sympathien für sie nicht erschüttern. Wie häufig im viktorianischen Roman des 19. Jhr. ist der Titel Programm: Jane Eyre. Die Leidenschaften schlagen hohe Wellen. Sei es nicht eingestandene Liebe, Haß, Eifersucht, Intrigen beschaulich ist das Leben in diesem Jahrhundert nicht. Auch wenn Rochesters Ruf Jane vor einer falschen Heirat bewahrt, sie am Ende ihr Glück vor den ausgebrannten Mauern von Thornfield findet, es sind Wunden zurückgeblieben, die mehr schmerzen als der Verlust des Augenlichts. Große Gefühle. Ein Schmöker, dem man gerne seine Zeit schenkt, um sich mitreißen zu lassen. |
Don Quijote Miguel de Cervantes Gebundene Ausgabe, Januar 2003 Verkaufsrang: 4574 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kaum ein Roman der Weltliteratur hat eine ähnlich anregende, fruchtbare kultur- und geistesgeschichtliche Wirkung gehabt und war gleichzeitig so vielen Deutungen und Missdeutungen ausgesetzt wie dieser. Ohne Don Quijote, dessen weltliterarische Bedeutung außerhalb Spaniens erst im 18. Jahrhundert voll erkannt wurde, ist der neue europäische Roman nicht denkbar.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
Auch für den Leser manchmal ein Kampf - gegen Windmühlen 4 von 5 Punkten Der kleine Landadliger Don Quijote, dessen wahrer Name selbst dem Erzähler nicht genau bekannt ist, lebt in der Mancha und verschlingt Ritterromane. Er steigert sich so sehr in diese, dass er glaubt, er selbst müsse als fahrender Ritter gegen das Unrecht kämpfen. Er sattelt seinen alten Ackergaul, den er fortan Rosinante nenne, und begibt sich im Auftrag der schönen Dulciena von Toboso auf seinen Kreuzzug. Zwar hat er die schöne Dame nie gesehen, aber es gehört sich für einen Ritter, eine Angebetete zu haben. Alles, was der Don fortan tut, tut er für seine Dulcinea.
Alles, was dem verrückten Quijote begegnet, packt er in seine Ritterfantasie. Dass die Zeit der Ritter längst vorbei ist, stört ihn dabei wenig. Ein einfaches Gasthaus wird für ihn zu einer Burg und die dort beschäftigten, käuflichen Damen zu Burgfräulein. Doch dieser Ausritt wird die erste schmerzliche Niederlage und er wird verprügelt und halbtot nach Hause geschafft. Zu seinem eigenen Schutz veranstaltet der Dorfpfarrer eine Bücherverbrennung, bei der seine gesamte Ansammlung an Ritterromanen verbrannt wird. Aber der verrückte Adlige lässt sich dadurch nicht stoppen. Er rekrutiert seinen treuen Knappen Sancho Panza, der, so heißt es, nicht der Hellste sei. Fortan begleitet der treue Knappe ihn auf seinem Esel (denn er besitzt kein Pferd) zu allen Abenteuern.
Das bekannteste Abenteuer ist der Kampf gegen Windmühlen, in denen Don Quijote trotz der Warnungen seines Knappens, furchtbare Riesen sieht, die er bekämpfen muss. Der Ritter von trauriger Gestalt, wie er bald genannt wird, kämpft gegen Hammelherden und ficht einen blutigen Kampf gegen Rotweinschläuche. Er erobert den Helm des Mambrin, eine Barbierschüssel, die er fortan trägt. Übel zugerichtet kehrt er zum Ende des ersten Buches auf einem Ochsenkarren nach Hause zurück, um im zweiten Buch als Löwenritter wieder loszuziehen.
Miguel de Cervantes (vermutlich 1547 geboren) schuf zu Beginn des 17. Jahrhunderts dieses umfangreiche Werk, das vielleicht zur ersten Plagiatswelle führte. Drei Raubdrucke waren bereits wenige Wochen nach Veröffentlichung des Romans in Umlauf.
Die Geschichte des umherirrenden spanischen Adligen zählt zu den wichtigsten Büchern der Weltliteratur und zum wichtigsten Roman Spaniens. Nicht zuletzt gründete dieses Werk erst den Begriff Roman. Bis heute streiten sich die Gelehrten darum, wen der Autor mit seiner Geschichte ansprechen und was er zum Ausdruck bringen wollte. So wird das Werk häufig als Parodie auf die Ritterromane seiner Zeit angesehen, aber auch als Kritik am spanischen Imperialismus gewertet. Einige Literaturwissenschaftler erkannten in zahlreichen Details der Handlung auch Anspielungen auf die Probleme der konvertierten, getauften Juden in der spanischen Gesellschaft des 16. Jahrhunderts.
Viele Künstler fühlten sich von den Geschichten Don Quijotes inspiriert und erschufen Gemälde und Illustrationen, darunter Salvador Dalí und Pablo Picasso.
Die bekannteste Geschichte, der Kampf gegen die Windmühlen, spielte im Roman eine eher untergeordnete Rolle, wurde aber zum zentralen Stoff der Geschichte. Sie stellt den ausweglosen Kampf gegen den technischen Fortschritt und den damit verbundenen Machtverlust der Aristokratie dar und wurde dadurch zum Symbol für einen aussichtslosen Kampf.
Die letzte verfügbare Übersetzung stammt aus dem Jahre 1956 und liest sich etwas schwierig. Man würde sich wünschen, eine modernere Interpretation der Texte zu lesen, damit dieses Stück Weltliteratur auch zu einem Lesevergnügen wird. So kämpft sich der geneigte Leser wie zuweilen Don Quijote durch 1103 Seiten geballtes Literaturwerk aber man soll ja mitleiden, um den Helden zu verstehen.
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Stolz und Vorurteil Jane Austen, Karin von Schwab Gebundene Ausgabe, 31. August 2007 Verkaufsrang: 9105 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Familie Bennet hat fünf Töchter. Eine Heirat mit einem möglichst begüterten Mann ist die einzige Karriere, die ihnen das Leben zu bieten hat. Klar, daß es jede Menge Aufregung gibt, als zwei junge Männer von Vermögen in die Gegend ziehen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Text zum Orginal gekürzt. 3 von 5 Punkten Die vorliegende Ausgabe ist im Vergleich zur englischen Orginalausgabe gekürzt. Leider auch an Stellen die den späteren Verlauf der Handlung erklärend unterstützen würden. Die Übersetztung selbst finde ich manchmal sehr vereinfachend und so geht die Sprache des Orginals an diesen Stellen verloren.Jemand der das englische Orginal gelesen oder auch nur die Verfilmung der BBC gesehen hat wird einiges vermissen. Für Jemand der diesen Roman das erste Mal in der Hand hat wird ihn trotzdem gerne lesen. |
Effi Briest Theodor Fontane Gebundene Ausgabe, März 2005 Verkaufsrang: 8204 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Einer der größten Frauenromane des 19. Jahrhunderts - Effi Briest zwischen Instetten und seinem Herausforderer Crampas, die ergreifende Geschichte einer glücklosen Liebe und Ehe. Nach einer behüteten Kindheit heiratet die 17jährige Effi, dem Willen ihrer Eltern entsprechend, den fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten, ein Jugendfreund ihrer Mutter, dem sie nach Kessin, einem kleinen Ort an der Ostsee folgt. In dem etwas unheimlich anmutenden Haus des Barons vereinsamt die junge, phantasievolle und lebhafte Effi, der es schwerfällt, in ihrer neuen Heimat Anschluß zu finden. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht über ihre innere Vereinsamung hinwegtäuschen. Viel von ihrem Mann alleingelassen, geht Effi, der die Lüge eigentlich zuwider ist, fast gegen ihren Willen eine Liebesbeziehung zu dem neuen Bezirkskommandanten Crampas ein, der sie zuvor lange vergeblich umworben hatte. Diese eher leidenschaftslose Beziehung ist zu Effis Erleichterung beendet, als ihr Mann nach Berlin versetzt wird. Die Zeit in Berlin gestaltet sich harmonisch - bis Innstetten durch Zufall Briefe findet, die Crampas während der Kessiner Zeit an Effi geschrieben hatte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
zum Heulen schön 5 von 5 Punkten Wann ich das letzte Mal am Ende eines Buches geweint habe, weiß ich schon gar nicht mehr.
Die letzten Bücher haben mich entweder zum Nachdenken, Kopfschütteln oder Lachen gebracht.
Am Schluss der "Effi" musste ich erstmal nach einem Taschentuch fischen.
Und das, obwohl, für heutige Verhältnisse, gar nichts Spektakuläres passiert in diesem Roman.
Fontane erzählt die Geschichte der Effi Briest, die, noch nicht ganz aus der Backfisch-Phase heraus,
mit dem um etliche Jahre älteren von Instetten verheiratet wird. Sie zieht mit ihm von Hohen-Cremmen, ihrer
geliebten Heimat, nach Kessin, einem eher öden Ort. Von der Freiheit der Kindheit/Jugend ohne Umweg in
die Erwachsenenwelt. Kessin = gesellschaftliche Verpflichtungen, Steifheit und Grenzen.
Effi arrangiert sich - irgendwie. Von Instetten ist, für seine Verhältnisse, herzlich, zuvorkommend und liebevoll.
So gehen die Jahre in Kessin dahin. Dann taucht Crampas auf, mit dem Effi eine Affäre beginnt. Was Fontane jedoch nur
in zwei, drei Sätzen andeutet. Wer also "Szenen der außerehelichen Leidenschaft" erwartet, wird enttäuscht.
Wichtig ist aber auch nicht, wie diese Affäre sich darstellt, sondern nur, dass Effi dadurch versucht, dem Alltagstrott
für eine Zeit zu entfliehen, sich aber dann zusammenreißt, die Affäre beendet und sich für Mann und Familie entscheidet.
Die Beweggründe kann sich jeder selber zusammenreimen. Denn auch hierzu lässt Fontane, bei aller Liebe zum Detail, dem
Leser Raum. Von Instettens ziehen nach Berlin - beruflicher Aufstieg für von Instetten / für Effi die Chance Abstand von Crampas zu gewinnen.
Ein neuer Abschnitt in Ihrem Leben beginnt. Durch einen dummen Zufall erfährt von Instetten Jahre später von Effis "Ausrutscher" und
zieht seine Konsequenzen: Scheidung.
Effi verliert Mann, Kind, gesellschaftliche Stellung etc. Aber auch von Instetten leidet unter der Scheidung, sieht jedoch - es lebe die
Konvention- keine andere Möglichkeit.
Alle Einzelheiten dieses Romans anzuführen wäre "ein zu weites Feld", wie der alte Briest sagt.
Der Erzählstil Fontanes mag für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig sein. Vor allem für Menschen,
die gerne schnell auf den Punkt kommen ;-)
Aber: ich denke gerade diese Genauigkeit ist es, die den Roman so reizvoll macht. Dank dieser Liebe zum Detail
ist man immer mittendrin im Leben der Effi Briest.
Alles in Allem ein wirklich sehr, sehr schönes Buch mit tragischem Ausgang...
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Aus dem Leben eines Taugenichts Joseph von Eichendorff Gebundene Ausgabe, Juli 2006 Verkaufsrang: 7359 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
so schön kann es sein... 4 von 5 Punkten Ja, wenn man den "Taugenichts" liest, glaubt man wirklich wieder daran,
dass es schön sein kann, das Leben.
Vom Vater quasi rausgeworfen in die "Wirklichkeit", getreu dem Motto
"lieg mir nicht auf der Tasche rum, such dir eine Arbeit, dann wirst du
sehen, wie ernst das Leben ist", zieht Taugenichts in die Welt hinaus.
Mit mehr Glück als Verstand bekommt er eine Anstellung und verliebt sich in die "schöne Fraue".
Aus Liebeskummer "schmeißt" er seinen Job jedoch hin und macht sich stattdessen auf den Weg
nach Italien. Auf seiner Reise lernt er allerlei "lustige Gesellen" kennen und erlebt auch so einiges.
Immer dabei: seine Fidel, die er munter und zu fast jeder Gelegenheit spielt.
Am Ende wird alles gut: Die Liebenden finden zueinander und offene Fragen werden
geklärt. Hat ein bisschen was von einem Shakespeare-Stück, das Ende.
Das Buch ist in einem herrlichen Deutsch geschrieben. Es macht Freude zu lesen.
Man hat das Gefühl, Taugenichts säße einem gegenüber und erzählte von seinen
Erlebnissen. Man hört fast schon sein lustiges Gefidel...
Man kann auch nicht anders als diesen kuriosen Charakter ins Herz zu schließen.
Ein bisschen naiv, ein bisschen zu sorglos, aber immer höflich, mit
Sonne im Herzen und scheinbar grenzenlosem Gottvertrauen schlägt, nein, singt er sich durchs Leben.
Dazu noch ein guter Schuss Romantik. So macht Lesen Spaß.
Und am Ende wünscht sich gewiss mancheiner, auch ein bisschen was von diesem
Taugenichts zu haben. Das Leben kann soooo schön sein.
alle Leichtigkeit des Seins 5 von 5 Punkten Nichts ist ihm so fremd und so verhasst, wie ein Leben, orientiert an Sicherheit und eignem Vorteil. Der Taugenichts verkörpert nichts anderes als die Sehnsucht nach Ferne, die Leichtigkeit des Seins, die sich in Träumereien zeigt und die erst durch den Unmut des Vaters zum Handeln aktiviert wird. "Ich kann dich nicht länger füttern", dieser Satz ist der Startschuss zum Lauf hinaus in die Welt. Eine fröhliche und gesangs- orientierte Wanderung, die dann in erzählender naiver Sprache zu einem Märchen wird, wo nur "holde Frauen" und "weiße Schlösschen" ihm begegnen und letztendlich nur die Unerreichbarkeit der schönen Damen und das Weiter-Sehnen, ihn auf der Wanderschaft zu halten scheinen. Über Wien führt ihn der Weg nach Rom, eine Stadt, die ihn im hellen Schein begrüßt, als ob Engel dort stünden und sängen. Die Stadt, die aber auch ihr säkularisiertes Bild in Form von Verführung zeigte. Der Taugenichts konnte der Verführung widerstehen.
Eichendorffs Novelle könnte in ihrer naiven Art als Revolte gegen das Philistertum der Zielstrebigkeit gesehen werden. In jedem von uns, und der Taugenichts als Mensch ohne Namen scheint jeden von uns als Spiegelbild verkörpern zu sollen, sind beide Seiten. Der Gefahr, ausschließlich der Leichtigkeit des freien Lebens zu dienen oder anderseits der zwecklosen, inhumanen Geschäftigkeit des modernen Lebens sich hinzugeben, dieser Gefahr entgeht er durch die Liebe. Und hier erlebt der Leser Romantik pur, die Liebe entfaltet in der Überhöhung ihre Kraft. Aurelia, die der Taugenichts heiratet, ist ihm eine Offenbarung, "wie ein Engel, der leise durch den tiefenblauen Himmelsgrund zieht."
1826 geschrieben, hier in der Originalausgabe in alter Schreibweise und alten Begriffen. Alles sorgfältig erklärt am Ende des Buches. Ein Schatz. Und der anfänglich noch kritisch beäugte naive Stil Eichendorffs gewinnt zunehmend und integriert den Leser in diese Erlebniswelt der Novelle. |
Stolz und Vorurteil Jane Austen Sondereinband, 1. Januar 1980 Verkaufsrang: 6244 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen! "Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe. Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen -- doch es kommt anders. Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt -- Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 81 Bewertungen)
Danke Jane! 5 von 5 Punkten Eine wundervolle Liebesgeschichte. Ein tolles Portrait von Zeit und Ort. Ein Buch das man immer wieder lesen kann. Eine Bereicherung!
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Sturmhöhe Emily Bronte Taschenbuch, August 1997 Verkaufsrang: 3261 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Liebe, Haß und Tod - ein Drama spielt sich ab auf dem Gutshof Wuthering Heights in Yorkshires düsterer Nebellandschaft. Vom Dämon der Rache und Eifersucht besessen, richtet der Findling Heathcliff ein Werk der Zerstörung an, dem auch die Angebetete Cathy zum Opfer fällt. Mehrere Generationen werden in einen Strudel rasender Leidenschaften gezogen. Emily Brontës ergreifende Geschichte voll psychologischer Raffinesse löste 1847 einen Sturm der Empörung aus.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 31 Bewertungen)
Eine Liebe und Hass Geschichte 5 von 5 Punkten Trotz meiner Jugend bin ich ein riesengroßer Fan der Bronte-Schwestern. Emily ist die Äußergewöhnlichste von den Dreien. Sturmhöhe ist eine tragische Liebesgeschichte, welche von krankhaften Hasswandelung durchzogen ist. Allerdings ist der Schreibstil teilweise etwas kompliziert. ich empfehle dieses Werk nur geübten Klassikliebhabern
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Madame Bovary Gustave Flaubert Gebundene Ausgabe, September 2006 Verkaufsrang: 2299 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Den meisten ist die Tragödie der Madame B. wohl bekannt, einige wollen sie wieder lesen, manche haben, aus welchen Gründen auch immer, noch nichts von ihr gehört und viele waren bis jetzt zu jung, um sie zu kennen. Flauberts Werk zählt zu den zeitlosen Klassikern, die wegen ihrer nicht abreißenden Aktualität immer wieder aufgelegt werden. Bücher, die über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte für gut gehalten werden, haben viele Ebenen, auf denen man sie lesen, verstehen und interpretieren kann. Madame Bovary gehört dazu. Kritiker und Literaturwissenschaftler befinden sich, was die Analyse des Mythos Emma Bovary betrifft, schon immer im Widerstreit. Auch das zeichnet ein universales Werk aus. Es läßt sich in keine Schublade stecken. Wer war Madame Bovary? War sie ein Opfer ihrer Umwelt oder ein Opfer ihrer selbst? War sie sehr einfältig oder besonders gerissen? Was macht Madame für viele noch heute so faszinierend? Vielleicht ist das nicht abreißende Interesse mit den unendlichen Interpretationsmöglichkeiten ihres Charakters und ihres Schicksals zu erklären oder mit den vielen Spekulationsmöglichkeiten über das, was vermeidbar gewesen wäre und das, was unvermeidbar war. Nachdenklich macht auf jeden Fall die Gegenüberstellung von verschiedenen Personen zur gleichen Zeit und am gleichen Ort: während die einen ihren Aufstieg erleben, müssen die anderen unaufhaltsam ihrem Niedergang ins Auge blicken. Madame Bovary ist eine Tochter aus bürgerlichem Hause, die mit einem einigermaßen erfolgreichen Landarzt verheiratet wird. Voller Illusionen und großer Mädchenträume stürzt sie sich in die Ehe, die sie bald bitter enttäuscht. Nachdem sich die Liebesgefühle für ihren angetrauten Mann als oberflächlich und flüchtig erweisen, macht sich statt Leidenschaft, Anbetung und wahrer Liebe nur eine unerträgliche Leere in ihrem Herzen breit. Nicht mal Luxus ist ihr beschert. Ihr Mann arbeitet von morgens bis spät abends, um ihren mäßigen Lebensstandard aufrecht erhalten zu können. Emma Bovary flüchtet sich in lebensferne Romane und durchlebt in Abständen Phasen von Hysterie. Später stürzt sie sich in heimliche Liebesaffären, von denen sie sich ein ewig andauerndes Glück erhofft. Nebenbei versucht sie ihren bohrenden Lebenshunger mit dem Kauf kostbarer Teppiche, wertvoller Möbel und edler Stoffe zu stillen, wobei sie maßlos über ihre Verhältnisse lebt. Emma begreift nicht, daß die Leidenschaft trotz ihrer berauschenden Höhepunkte ein hartes Brot ist, von dem allein man nicht existieren kann. So muß sie am Ende für ihr blindes Umherirren und ihre verzweifelten Ausschweifungen teuer bezahlen. Gustave Flaubert zählt zu den größten Schriftstellern des 19. Jahrhunderts, wie auch George Sand, die etliche Romane unter ihrem männlichen Pseudonym veröffentlichte. Die beiden verband eine siebzehnjährige Freundschaft, in der Flaubert seiner Freundin oft durch Briefe über den Fortgang seines Werkes berichtet. Er beneidet Sand dafür, wie sie Nacht für Nacht ihre Romane einfach, ohne die Feder abzusetzen, auf das Papier niedergießt, während er in minutiöser Kleinarbeit jedes einzelne Wort unzählige Male abwägt, bevor er es gelten läßt. Immerhin, diese akribische Kleinarbeit hat sich gelohnt. Es ist ein Meisterwerk entstanden. Eventuell könnte die Sprache des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wie Flaubert sie verwendet, in den Ohren des einen oder anderen Lesers etwas ungewohnt klingen, aber das ist Geschmackssache. Eher hebt sie die Atmosphäre der Zeit hervor, in der Madame B. gelebt und gelitten hat. Das Thema bleibt brennend: Befreiung oder Untergang? Selbstverwirklichung oder Unterwerfung ? Welcher Pfad wurde an den Scheidewegen des Lebens jeweils eingeschlagen, der Richtige oder der Falsche? Wo liegen die persönlichen Fehler, wo die der Umwelt? Kurz: Wieviel Einfluß hat der Mensch auf seinen Charakter und sein Schicksal? Die Geschichte der Madame Bovary läßt viele Antworten zu. Für jeden eine. --Daphne Großmann
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 30 Bewertungen)
Ein sehr schöner Klassiker! 5 von 5 Punkten Madame Bovary hat mich sehr fasziniert! Flaubert hat meiner Meinung nach sehr gut aufgezeigt, wie die damalige Gesellschaft "getickt" hat! Madame Bovary war mit einem Arzt in einer kleinen Provinzstadt verheiratet, der sie unheimlich geliebt hatte. Er hat und hätte alles für sie getan, aber das hat ihr nicht gereicht. Sie hatte sich sprichwörtlich mit ihrem Leben, das sie geführt hatte, gelangweilt. Und das nur, weil sie ihn eben nicht geliebt hatte und nur aus dem Grund heraus, ein unbeschwertes Leben führen zu können, geheiratet hat. Um ein bisschen Abwechslung ins Leben zu bringen, ist sie fremdgegangen. Ich fand die Szenen, wie z. B. in der Kutsche wunderbar beschrieben, wobei Flaubert nicht auf die Sexszenen eingegangen ist, aber es hat meiner Meinung nach schon ganz schön geknistert und mit viel Phantasie konnte man zwischen den Zeilen lesen, was Flaubert geschrieben hätte, hätte er den Mut dazu gehabt. Ich hatte das Gefühl, dass es ihn schon sehr gedrängt hatte, auf dieses Thema einzugehen, aber er ist nur so weit gegangen, wie man eben zu jener Zeit gehen konnte und kein Stückchen weiter. Aber meines Erachtens hatte er seine Grenzen ziemlich ausgeschöpft. Zur damaligen Zeit galt man wohl eben nur als anerkannter, seriöser Schriftsteller, wenn man den Sex, den zwar jeder praktiziert hatte, nicht in seinen Büchern eingebaut hat. Man sieht ja, dass es sogar in der heutigen Zeit nicht sehr einfach ist, als Autor ernst genommen zu werden, wenn man erotische Bücher schreibt. Nicht umsonst verwenden diese Autoren grundsätzlich Pseudonyme, um unerkannt zu bleiben. Zumindest empfinde ich das so. Ob's stimmt, sei mal dahingestellt. Aber jetzt weiter zum Thema: Madame Bovary ist ein großartiges Buch und ich denke, es wäre mit der Erotik, hätte sie Flaubert ausgebaut, noch um einiges besser geworden. Was Flaubert aber hervorragend geschafft hat, war seine Leser in den Bann zu ziehen. Das ist das Größte, was ein Autor erreichen kann und ich hoffe, dies mit Mariposa und Diagnose: Schizophasie eines Tages auch zu schaffen. Flaubert hat es geschafft und das macht einen guten Roman aus. Nur wenn man mit seinen Figuren mitfühlen kann, ist man mitten im Geschehen. Und das hat er mit seinem Werk auch erreicht. Leider hat die Geschichte kein Happy End, aber ich denke, das liegt nur daran, weil es zur damaligen Zeit ein Skandal gewesen wäre, hätte er Madame Bovary ein "glückliches Leben am Ende mit ihrem Mann und ihren Lovern" leben lassen. Sozusagen war er gezwungen, der "unehrbaren" Frau auch ein schmerzhaftes Ende zu setzen. Ich wäre wirklich neugierig gewesen, wie sich Flauberts Geschichte entwickelt hätte und wie sie geendet hätte, hätte er sie in der heutigen Zeit geschrieben. Wer weiß, vielleicht ja anders. Nichtsdestotrotz, ein großer Klassiker. Flaubert ist in meinen Augen ein großartiger, französischer Schriftsteller und es hat mich begeistert, seine Madame Bovary kennengelernt zu haben, die er aus meiner Sicht leider ein bisschen "an den Zügeln" halten musste. 5 Sterne für dieses großartige Werk.
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Tom Sawyer und Huckleberry Finn Mark Twain Gebundene Ausgabe, Januar 2002 Verkaufsrang: 8789 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Tom Sawyer" und "Huckleberry Finn", die bekanntesten Romane von Mark Twain, zählen zu den zeitlosen Klassikern der Weltliteratur und gelten als Meilensteine in der amerikanischen Literaturgeschichte. Die abenteuerlichen Geschichten um die beiden Jungen aus dem Mississippi-Tal sprechen Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen an. Twain lässt darin lebendig und faszinierend die Erinnerungen an seine Jugend in den amerikanischen Südstaaten wieder auferstehen. Dabei zeigt er jedoch nicht nur die romantische Seite des Südens, sondern auch die oft harte Wirklichkeit. Twains Romane leben von seinem Humor und der Vitalität und Wärme seiner Sprache.
Echte Freundschaft, Abenteuerlust, die erste Liebe und die Suche nach einem richtigen Schatz: Tom Sawyers Abenteuer bringen seine arme Tante Polly fast um den Verstand, denn der Bengel, der ein gefürchteter Pirat werden will und trotzdem herzensgut sein kann, hat es faustdick hinter den Ohren. Richtig spannend wird es, als Tom und sein Freund Huck des Nachts auf dem Friedhof unfreiwillige Zeugen eines hinterhältigen Mordes werden und von nun an in ständiger Angst vor der Rache von...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)
Ein wirklich lesenswerter Klassiker der Weltliteratur! 5 von 5 Punkten Zuerst bekommt der Leser einen Einblick in das Leben von Tom Sawyer. Tom lebt bei seiner Tante Polly, einer wohlhabenen Witwe und deren Sohn Sid. Tom macht seiner Tante und den Einwohnern seiner Stadt mit seinen Streichen das Leben oft nicht leicht. Er ist befreundet mit dem von allen Kindern zu meidenden Huckleberry Finn, der sich allein, ohne Eltern durchschlagen muss und in einem Fass lebt. Zusammen mit Huckleberry erlebt Tom viele Abenteuer rund um den Mississippi. Den Höhepunkt stellt der geborgene Schatz dar, der die beiden reich macht. Im zweiten Teil bekommt der Leser einen Einblick in die Welt des Huckleberry Finn. Dessen alkoholabhängiger Vater kehrt in die Stadt zurück um den Reichtum seines Sohnes zu versaufen. Doch Huckleberry hat Vorsorge getroffen. Dennoch nimmt sein Vater ihn mit, bis Huckleberry schließlich weglaufen kann. Von nun an lebt er auf einem Floß auf dem Mississippi. Dort erlebt er gemeinsam mit seinem Freund Jim - einem geflohenen Sklaven - viele Abenteuer. Als sich schließlich die Wege von Huckleberry und Tom wieder kreuzen, schließt sich der Kreis. Eingebttet in die wunderbare Geschichte der beiden Kinder erfährt der Leser etwas über die raue Realität der damaligen Zeit in den Südstaaten der USA. Nicht umsonst handelt es sich hierbei um den wohl bekanntesten Roman von Mark Twain und einem Klassiker der Weltliteratur. Dieser Roman wird Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene gleichermaßen begeistern. Unbedingt lesen!
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EinFach Deutsch - Textausgaben: Theodor Fontane: Effi Briest: Textausgabe Stefan Volk Broschiert, Januar 2005 Verkaufsrang: 4445 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ziel der Reihe ist es, Schülerinnen und Schülern möglichst benutzerfreundliche Ausgaben traditioneller und neuer Schullektüren vorzulegen. Die Textausgaben enthalten den Primärtext mit Zeilenzählern und einen ausreichend breiten Rand für Notizen; Worterklärungen befinden sich jeweils unten auf den Seiten. An den Primärtext schließen sich einige ausgewählte, im Unterricht einsetzbare Sekundärtexte an, die den Schülerinnen und Schülern das Verständnis des Primärtextes erleichtern. Zum Teil werden auch methodische Hilfen gegeben, zum Beispiel zu Möglichkeiten der Textanalyse, zu Charakterisierungen und anderen Aufsatzformen.
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Der abenteuerliche Simplicissimus Hans J. Chr. v Grimmelshausen Gebundene Ausgabe, März 2004 Verkaufsrang: 8654 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nicht zu allen Zeiten ist Grimmelshausens großer Schelmenroman als Bestandteil des klassichen Kanons deutscher Literatur und deutschen Bildungsguts anerkannt worden. 1876 debattierte der preußische Landtag über diese - so der Redner - "Zusammenstellung von Zoten und Unlauterkeiten aus dem wüsten Leben eines Landknechts des Dreißigjährigen Kriegs", über "Irrfahrten, Liebesabenteuer, Diebstahl, Unzucht, Mord, Bruch des Fahneneids etc." In seiner Empörung über dergleichen Dinge in einem Roman hat der Abgeordnete ein gut Teil dessen getroffen, was Grimmelshausen mit satirischem Blick erfaßt, mit Sinn fürs Groteske schildert, aber auch mit Schärfe geißelt: die Realität einer Zeit, in der die Welt verwildert schien und Katastrophenangst ein Grundgefühl des Menschen war, einer Zeit voller Krisen und Bedrohungen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)
Grandios, saftig, schräg, lehrreich, große Literatur 5 von 5 Punkten Grandios, saftig, schräg, lehrreich, große Literatur, 8. November 2007
Von Nachtpfauenauge (Mainhattan) - alle meine Rezensionen ansehen
Noch nicht gelesen? Dann rate ich unbedingt, sofort das gerade anödende Buch aus irgendeiner Bestsellerliste beiseite zu legen und zu Grimmelshausens Meisterwerk aus dem 17. Jahrhundert zu greifen. Es ist dem Don Quichote wirklich ebenbürtig.
Allein die Sprache ist ein Erlebnis: deftig, saftig, schräg, komisch, tragisch, tief philosophisch, schlau. Das Buch schildert die Welt aus Sicht eines Underdogs, der durch die Wirren des dreißigjährigen Krieges bis nach Frankreich gespült wird. Schon der Anfang ist ein Feuerwerk der Tragikkomik. Er schildert den Überfall und die Zerstörung des Weilers im Spessart, in dem der Held der Geschichte als "Bub" lebt, durch brandschatzende Soldateska - und zwar aus der naiven Sicht des Jungen. Der hat noch nie was von der Welt gesehen und weiß nichts über die Eisenmänner und den furchtbaren Krieg. Durch diese schmerzhafte, zweite "Geburt" wird er in eben jene Welt hinaus getrieben, wächst bei einem Einsiedler auf, wird Hofnarr, erfolgreicher Warlord, Womanizer in Frankreich, holt sich die Blattern und stürzt sozial ab, macht eine fantastische Reise durch das Wasser eines Sees zum submarinen Mittelpunkt der Erde, begegnet dem Sylphenkönig und wird am Schluss wieder weltweiser Einsiedler im Spessart. Kurz: kein Satz ist langweilig, und nebenbei lernt man viel über jene Zeit.
Wer den Simplizius liest stellt auch fest, wie blutleer viele Bücher sind, die gerade in der deutschen Literaturszene hochgejubelt werden (es gibt natürlich auch sehr gute Bücher, letztlich ist das ja Geschmackssache). Die Bäume, die für das Papier von Grimmelshausens Meisterwerk ihr Leben lassen mussten, sind jedenfalls nicht umsonst gestorben. Dieser Urroman der deutschen Sprache war wohl auch einer der Zündfunken für Günter Grass' Sprachgewalt. Nicht umsonst hat Grass in seinem historischen Roman "Das Treffen in Telgte" dem Grimmelshausen ein liebevolles literarisches Denkmal gesetzt. Also: TV abschalten und lesen! Macht echt Spaß!
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Kloster Northanger Jane Austen Broschiert, September 2007 Verkaufsrang: 7215 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Liebst du Stephen King oder hast ihn zumindest gelesen? Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Grusel- und Schauerromane von Matthew Gregory Lewis und Ann Radcliffe der Hit. Der Udolpho von Radcliffe spielt in Jane Austens Kloster Northanger eine wichtige Rolle. In den letzten Jahren wurden einige Romane Jane Austens verfilmt. Da will man auch die originalen Werke lesen. Kloster Northanger war ihr erster Roman, geschrieben 1797, überarbeitet und veröffentlicht nach ihrem Tode 1818, ein guter Einstieg, zumal in diesem Erstling Jane Austen sofort voll da ist. Die siebzehnjährige Catherine Morland wird für mehrere Wochen in den Kurort Bath eingeladen. Sie lernt dort und später in der Abtei von Northanger viele Menschen kennen, die sie bisher nur aus verschlungenen Romanen kannte. Im Laufe weniger Wochen erfährt sie, daß diese Menschen nicht ohne Fehler sind. Wie beim Wetter, wo ein schöner Morgen oft Regen bringt, ein wolkiger aber Besserung verspricht, ist es auch mit Menschen. Der erste Eindruck ist nicht immer der richtige. Aufgesetzte Verhaltensweisen oder hingeworfene Behauptungen müssen überprüft werden. Die gutgläubige Catherine erfährt dies mehrmals. Das alte Urteil: Er ist reich "wie ein Jude", ist keine deutsche Erfindung und zerstört fast das Leben unserer Antiheldin. So sehr Jane Austen die Schauerromane auf die Schippe nimmt, so sehr spricht sie sich aber auch für das Lesen aus. Leute, die kein Vergnügen an einem guten Roman haben, sind unerträglich einfältig. Kurz darauf erteilt sie künftigen Autoren gleich eine Lektion in genauer Wortwahl. Kloster Northanger ist spannend, unterhaltsam, reißt mit. Trotz besten Wetters habe ich die zwei Tage für seine Lektüre nicht bedauert. --Herbert Huber
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Einfach wunderbar! 5 von 5 Punkten Leider kann ich das Original nicht einschätzen, da ich es nicht gelesen habe. Die Übersetzung von Ursula Grawe und Christian Grawe ist auf jeden Fall wunderbar.
Das Buch ist sehr unterhaltsam, herrlich ironisch und es gibt jede Menge hübsche Einfälle, die zumindest zum schmunzeln anregen.
Jane Austen hat hier eine wundervolle Parodie zu den erschütternd schicksalsträchtigen Romanen ihrer Zeit geschrieben - und erstaunlicher Weise wären einzelne Situationen, in denen sich die "Heldin" des Buches befindet, durchaus auch in heutiger Zeit denkbar.
Mir persönlich haben die Passagen besonders gefallen, in denen der "Heldin" ihre Phantasie total durchgeht.
Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
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