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Hyperion - Friedrich HölderlinHyperion
Friedrich Hölderlin

Gebundene Ausgabe, März 2005
     Verkaufsrang: 21403      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 2,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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»Ich verspräche gerne diesem Buche die Liebe der Deutschen. Aber ich fürchte, die einen werden es lesen, wie ein Kompendium, und um das fabula docet sich zu sehr bekümmern, indes die andern gar zu leicht es nehmen, und beede Teile verstehen es nicht.
Wer bloß an meiner Pflanze riecht, der kennt sie nicht, und wer sie pflückt, bloß, um daran zu lernen, kennt sie auch nicht.«
Hölderlin


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Eine der schönsten Liebesgeschichten der Deutschen Literatur      5 von 5 Punkten
Selten wurde in der Deutschen Literaturgeschichte eine erotische Liebe so sinnlich und so gefühlsvoll wie die Liebe zwischen Hyperion und Diotima geschildert. Hölderlin beschwört mit einer gewaltigen Sprache voller Bildlichkeit und Emotionalität, eine Beziehung voller Höhen und Tiefen herauf. Dieses Buch empfiehlt sich für alle Verliebten und Paare, aber auch für alle nach Liebe sich sehnenden. Friedrich Hölderlin lehrt uns Liebe neu zu begreifen.


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Die Elenden / Les Misérables - Victor HugoDie Elenden / Les Misérables
Victor Hugo

Gebundene Ausgabe, Januar 2006
     Verkaufsrang: 18651      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"O Frühling, du bist ein Brief, den ich ihr schreibe... Wie groß ist es, geliebt zu werden! Und um wieviel größer, zu lieben! Das Herz wird heldisch durch seine Liebe. Es ist einzig aus Reinheit zusammengesetzt, nichts ist in ihm als Ewiges und Erhabenes. Ein unwürdiger Gedanke vermag in ihm sowenig zu keimen wie eine Brennessel auf Gletschereis. Die hohe und lautere Seele, unzugänglich den niederen Leidenschaften und Erregungen, wohnt im Himmelsblau. Beherrschend die Wolken und die Schatten dieser Welt, den Wahnsinn, die Lüge, den Haß, die Eitelkeit, die Not, empfindet sie nur noch die tiefen, unterirdischen Erschütterungen des Schicksals, wie die Gipfel der Berge das Beben der Erde empfinden... Wäre niemand mehr, der liebte, die Sonne würde erlöschen."

Wer kann die Liebe ergreifender schildern als Victor Hugo? Wer vermag es, all ihre Erhabenheiten und Abgründe perfekt in Worte zu kleiden? Wenn das überhaupt möglich ist, hat Victor Hugo es vollbracht. Sein Werk wird von den größten Gefühlen, zu denen ein menschliches Wesen fähig ist, getragen, ob sie sich nun in Helligkeit entfalten bis aufs Äußerste oder die weitesten Dimensionen annehmen in ihrer Düsternis. Schonungslos und mit erschreckender Plastizität führt er uns das Dasein der Ärmsten unter den Armen im Frankreich des 19. Jahrhunderts vor Augen. Er beschreibt ihren erbitterten Kampf, den tiefsten Sümpfen des Jammertals zu entrinnen und eine gerechtere Welt zu schaffen. Und doch wird dort nicht nur gekämpft und geweint. Hugo entblättert unsere Existenz in seiner ganzen Bandbreite, ob wir von unserer Bestimmung her begnadigt sind oder nicht. Jedes Leben durchzieht ein kleines Glück, auch wenn es einem erbarmungswürdigen Schicksal folgt und an unwürdigen Klippen zerschellt. Hugo befreit die Erniedrigten von ihrem Schmutz und stellt sie zurück in das Licht ihrer Würde, die jedem Menschen, egal wie sehr er beleidigt wurde, innewohnt.

Ich halte Hugos Werk hoch über meine kleine Bibliothek, weil es lebensspendenden Idealen folgt, weil es sich einer Moral verpflichtet, die mächtiger ist als die gesellschaftliche Moral, weil es den Blick auf die Welt komplett umdreht und die Sicht darauf freimacht, wie schön sie aussehen könnte, und letztlich, weil das Edle über das Gemeine im Menschen siegt. Und ich liebe es wegen seines hohen Gehaltes an Wahrheit, der gelungenen Mischung aus Realismus und Absurdität. Viel Gutes muß der Grausamkeit des Lebens zum Opfer fallen, ehe das wirklich Erhabene seinen glänzenden Sieg davontragen kann. Hugo beschönigt nichts. Trotzdem ist sein Weltbild nicht pessimistisch. Er beschreibt die Kluft zwischen Arm und Reich. Er zeigt, daß Armut böse machen kann und Reichtum blind. Dennoch siegt am Ende die Weisheit über die Dummheit und die Liebe über den Haß.

Abgestumpft von vielen Jahren auf der Galeere und als gefährlicher Mensch von der Gesellschaft geächtet, nimmt der Bischof von Digne Jean Valjean, den ehemaligen Galeerensträfling, auf und bewirkt bei ihm durch einen peinlichen Vorfall und durch seine beispiellose Güte, eine wundersame Verwandlung. Jean Valjean, durch 19 Jahre Gefangenschaft vom Bösen zersetzt und verdorben, erkennt sein ganzes Elend in einem Schlüsselerlebnis und entwickelt sich daraus zu einem Beschützer der Schwachen und Bedürftigen. Doch unerbittlich bleibt ihm seine Vergangenheit auf den Fersen. Sie verfolgt ihn in der Gestalt des Polizeiinspektors Javert, der als Reinkarnation von seelenloser Spießbürgerlichkeit und menschenverachtender Gesetzestreue bis an sein Lebensende versucht, ihn wieder hinter Schloß und Riegel zu bringen.

Rein stilistisch ist Victor Hugos dreibändiger Roman eine Schöpfung erster Güte. Wie eine Pyramide baut sich die Geschichte um Jean Valjean auf. Scheinbar völlig unabhängig voneinander beginnen hier und dort Steinwälle aus dem Boden zu wachsen, um sich irgendwann ganz unerwartet aneinanderzufügen und in einer einzigen Spitze zusammenzulaufen. Genauso entspinnt sich in Hugos Roman hier und da eine von der bisherigen Handlung unabhängige Geschichte, die sich irgendwann ganz plötzlich und zur Überraschung des Lesers nahtlos in das Gesamtbild einfügt. Am Anfang finden wir lauter einzelne geheimnisvolle Fragmente, am Ende ein klares, in sich perfekt geschlossenes Kunstwerk.

Keinem Film wird es jemals gelingen, die tausend Ebenen und haarfeinen Verästelungen dieses Romans darzustellen, ohne Wesentliches auszulassen. Keinem Theater. Und keiner Oper. Zu viele Geschichten in einer Geschichte. Zu viele wichtige Botschaften. Zu viele große Gedanken. Zu viele Feinsinnigkeiten. Zu viele grandiose Beschreibungen. Zu viele komplizierte Zusammenhänge. Sicher, man kann sich auf die leidenschaftliche Liebe zwischen Mario und Cosette konzentrieren oder auf die Geschehnisse während der Julirevolution oder auf das haarsträubende Katz- und Mausspiel zwischen Valjean und Javert. Doch man wird immer nur einen Ausschnitt erfahren, der die wahre Größe des Gesamtwerkes nicht zu erfassen weiß.

Der stürmische Kampf zwischen Gut und Böse, in dem das Gute trotz aller Tragik triumphiert, die unvergleichliche Komplexität des Werkes und die Art, wie es geschrieben ist, nämlich nicht nur mit der Vernunft des Kopfes und der Allwissenheit des Geistes, sondern auch mit inniger Anteilnahme der Seele und dem Blut des Herzens, machen dieses Werk zu meinem Lieblingsbuch seit ich sechzehn bin, und und kein anderes Buch konnte ihm in den folgenden zwölf Jahren den Rang ablaufen, obwohl ich in der Zwischenzeit bestimmt tausend andere Bücher gelesen habe. --Daphne Großmann

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)

Der beste Roman der französischen Literatur      5 von 5 Punkten
Zu den Größten der Literatur, wie Shakespeare, Goethe oder auch Hugo ist schon fast alles gesagt worden. Also: Warum soll man sich durch ein 1350 Seiten starkes Buch "arbeiten" (denn damit hat es zu tun)? Die Antwort soll klar und eindeutig ausfallen: Mir ist kein literarisches Werk bekannt, in dem auf so einfühlsame Weise deutlich wird, wie große Vorbilder Menschen inspirieren und verändern können. Für den Ex-Sträfling Jean Valjean wird der Bischof von Digne zu solch einer Inspiration. Die durch diesen alten Mann wirkende Kraft der Menschlichkeit macht aus einem Menschen, der 19 Jahre in Gefangenschaft verbracht hat, nicht nur einen der angesehendsten Geschäftsleute in dem kleinen Städtchen Montreuil. Monsieur Madeleine, wie er nun respektvoll genannt wird, wird selbst zu einem Inbegriff menschlicher und moralischer Integrität, der sich am Ende selbst sein ehemaliger Erzgegner und Polizeiinspektor Javert nicht mehr entziehen kann. Wer die entsprechende Geduld und Muse zum Lesen aufbringt, wird reichlich belohnt. Er (oder sie) taucht ein in eine komplexe Welt zwischenmenschlicher Beziehungen, in der eindringlich deutlich wird, was Menschen einander geben, aber auch sich gegenseitig antun können. Als Kulisse dient die äußerst gegensätzliche französische Gesellschaft des unruhigen 19. Jahrhunderts.


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Frau Jenny Treibel - Theodor FontaneFrau Jenny Treibel
Theodor Fontane

Broschiert, Januar 1973
     Verkaufsrang: 81543      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die Berliner Kommerzienrätin Jenny Treibel, seit ihrer Heirat der wohlhabenden Bourgeoisie angehörig, lädt zum Diner. Unter den geladenen Gästen ist Corinna, die mit Charme und Esprit die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nicht zuletzt ihr Vetter Marcell verehrt sie. Ins Auge faßt Corinna an jenem Abend allerdings den jungen Leopold Treibel, den sie der gesellschaftlichen Position wegen heiraten möchte. Als Jenny Treibel, die sich selbst für eine sentimentale Idealistin hält, von diesen Intentionen erfährt, vergißt sie jedoch jeden Idealismus.Theodor Fontane (1819 -1898) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben.

Für seine Gesellschaftskritik wählt Fontane in der 1892 veröffentlichten Frau Jenny Treibel einen satirisch- humorvollen Ton. Zwar entlarven sich die Hauptfiguren in ihren egoistischen Intrigen deutlich genug als sentimental, dünkelhaft oder bieder- pragmatisch, aber dennoch kann man schmunzelnd sympathisieren mit Gestalten, die letztlich zu so "erfrischenden" Schlüssen kommen: »Geld ist Unsinn, Wissenschaft ist Unsinn, alles ist Unsinn... Wer es...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Humorvolles Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Jenny Treibel hat es geschafft: Durch die Heirat mit einem Fabrikanten ist sie aus einfachen Verhältnissen ins Berliner Großbürgertum aufgestiegen. Stolz trägt sie den Pomp ihrer Klasse zur Schau und schwärmt gleichzeitig verklärt von der romantischen Liebe und vom einfachen Leben. Diese Ideale vergisst sie allerdings ganz schnell, als sich die kluge Professorentochter Corinna mit Jennys willenlosem Sohn Leopold verlobt. Die Mutter wirft ihr ganzes Gewicht in die Waagschale, um die nicht standesgemäße Verbindung zu verhindern. Der lebhaften Corinna bleibt trotz ihres Charmes der gesellschaftliche Aufstieg verwehrt, sie muss sich den bürgerlichen Konventionen fügen. Theodor Fontane hat mit "Frau Jenny Treibel" im Alter von 72 Jahren seine Höchstform erreicht. Voller Humor zeichnet der Meister des poetischen Realismus ein lebendiges Bild der Berliner Gesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts. Der Roman besitzt alle Qualitäten, für die Fontane verehrt wird: Lächelnd und voller Menschenliebe schildert der Autor unterschiedliche Charaktere, deren Gespräche er mit ironischen Seitenhieben auf die konservative Gesellschaft spickt. Die Lektüre von Fontanes witzigstem Werk ist eine Zeitreise in eine andere Welt, in der die Suche nach dem Glück aber offenbar ebenso dramatisch und komisch war wie heute.


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Candide oder Der Optimismus - VoltaireCandide oder Der Optimismus
Voltaire

Taschenbuch, November 2005
     Verkaufsrang: 12074      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 6,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Satire auf Optimismus und Pessimismus      3 von 5 Punkten
"Candide" basiert eigentlich nur auf einer simplen Grundidee - der Widerlegung des Leibniz'schen These, dass in der Welt notwendigerweise alles zum besten arrangiert ist, welche der Lehrer des Candide seinem Schüler auf dem Schloss, auf welchem letzterer erzogen wird, vermittelt.
Dazu lässt er seinen Helden vom Schloss vertreiben und rund um die Welt reisen und nicht nur das europäische Elend seiner Zeit inklusive sozialem Elend, Kriegeswirren und Inquisition hautnah erleben, sondern auch in Südamerika die überseeischen spanischen Besitzungen der Jesuiten kennenlernen und schließlich das sagenhafte Eldorado finden, wo er unermessliche Schätze erhält, um die er dann aber bald wieder betrogen wird.
Wie in Diderots "Jakob" philosophieren Candide und seine wechselnden Begleiter dabei immer über die Ausgangsthese, was der Geschichte satirische Würze verleiht und diese auch intellektuell unterhaltsam werden lässt.
Am Ende steht die Geschichte für eine Satire sowohl auf den Optimismus wie auch auf den Pessimismus, ist aber zugleich auch eine recht spritzige Literaturkritik der zeitgenössischen bis römisch-griechischen Literaturgeschichte, die Voltaire von seinen Protagonisten satirisch aufspießen lässt.
Finalement wird Candide schließlich nach allen Abenteuern und misslungener philosophischen Suche von einem alten Mann bekehrt zu dem Motto: "Schweigt und arbeitet", womit er und seine Getreuen letztlich ihr Glück finden.
Auch wenn das erzählerische Talent Voltaires wie sein Witz, seine Phantasie und sein Einfallsreichtum nicht ganz den fehlenden Tiefgang der Geschichte verbergen können, kann der Dichter und Aufklärer dennoch auch heute noch den großen Erzähltalenten der Aufklärung zugerechnet werden.

Geniale Schrift      5 von 5 Punkten
Mit Candide landete einer der genialsten Schriftsteller aller Zeiten die genialste philosophische Erzählung überhaupt. Mit viel Humor und wunderbarem Schreibstil erzählt Voltaire die Reise von Candide und seinen immer wechselnden Begleitern, in der es mal zu Glück und mal zu Pech kommt.
Einfach lesen und selbst Meinung bilden!
Gruß

Gipfel der Satire!      5 von 5 Punkten
Es ist kaum zu glauben dass diese Geschichte vor über 200 Jahren geschrieben wurde. Voltaire schreibt auf sehr unterhaltsame Weise und platziert dabei seine Kritik auf intelligenteste Weise. Es ist schon zu genüge zu diesem Buch gesagt worden. Was mir noch zu sagen bleibt: Kaufen, lesen und das Meisterwerk in Sachen Satire schlechtin mit all seinen Facetten genießen. Lesespass auf höchstem Niveau!!!

Scharfsinnige Satire      5 von 5 Punkten
Der sympathische, junge "Held" dieses Romans, Candide, glaubt an die Lehren seines Hauslehrers Pangloß, der darüber doziert, dass diese Welt die beste aller möglichen sei und hier alles den besten Sinn hat. Doch gleich im ersten von dreißig episodenhaft kurzen Kapiteln muss Candide feststellen, dass dies so eigentlich nicht stimmen kann, denn hier wird er gleich, nur wegen eines hamrlosen Küsschens, vom Baron per Fußtritt aus dem Schloß gejagt. Doch Candide wäre nicht Candide, wenn er nicht seinen Optimismus seine Geliebte Kunigunde irgendwann wiederzusehen und sogar zu ehelichen strikt beibehalten würde und so macht er sich auf den Weg die Welt zu erkunden. Allerdings muss er erkennen das diese, so wie sie ist, ganz bestimmt nicht die beste aller Welten ist. Er erlebt Naturkatastrophen, Morde, Vergewaltigungen, Kriege, Betrug, Schiffbruch, einmal wird er fast gegrillt und verspeist usw.
Voltaire lässt seinen Protagonisten auf den knapp 170 Seiten eine unglaubliche Vielzahl an Übeln und Schlechtigkeiten erleben, dass dem Leser kaum Zeit für Mitgefühl bleibt. Und das alles unter dem Deckmantel eines humoristischen Romans, mit Anzeichen eines barocken Schelmen- und/oder Abenteurromans. Zu lachen gibt es hier wirklich viel, zumindest aber zu schmunzeln. Und auch die Überraschungsmomente jagen sich, wenn noch nicht mal der Tod manchen Figuren etwas anhaben kann.
Trotzdem weiß der Leser aber, das es unter besagtem Deckmantel um Kritik an Politik und Gesellschaft geht. Hervorragend! Kritik gepaart mit viel Witz und Ironie in einem wirklich temporeichen, Spass machenden, gut zu lesenden Roman. Die Überschrift des wirklich interessanten Nachwortes sagt schon einiges: "Weltironie im Taschenformat".

Wir müssen unseren Garten bestellen, .......      5 von 5 Punkten
so die letzten Worte von Candide im längsten Roman von Voltaire. Candide gibt damit Antwort auf Pangloß' letzte - in Anbetracht der erlebten schlechten Umstände - ironischen Ausführungen über "die beste aller Welten", die soviel Überraschungen hervorbringt, wenn man sich nur hinter dem Ofen hervorwagt. 1759 kommt dieses Werk an die Öffentlichkeit, in einem Jahrhundert, das den 7-jährigen Krieg (1756-63) noch nicht beendet sieht, dem Lissabon (1755) durch Erdbeben und Feuer zum Opfer zu fallen droht und in dem die Fragen der Theologie und der Philosophie neu zu bestimmen sind. Naturwissenschaft und Empirie dominieren den Glauben hin zur Vernunft und doch scheint nur das wirklich, was auch Tatsache ist. ("Nur das, was man selbst erlebt hat, kann man verstehen.") Voltaire lässt seinen Helden Candide (wie auch Eichendorff seinen Taugenichts) durch die Welt sausen, Zufall und Notwendigkeit (als zureichender Grund nach Leibniz) steht allerorts Pate für die nächsten Wege und ganz beiläufig erkennt man die Wirren der Zeit in den unterschiedlichen und doch verflochtenen Kontinenten. Die Figuren sind wie in einem Marionettentheater aufgestellt, Voltaire lässt sie kommen und gehen, ganz nach belieben, der Tod kann diesen nun wirklich nichts. Über allem schwebt als helfende Hand und als begleitender Berater Pangloß, der große Philosoph aus dem frühen Westfalen, der gleichzeitig Erzieher von Candide war.

Voltaire beginnt hier vielleicht ohne Absicht den Weg der Aufklärung. Mit dem Erdbeben in Lissabon ist der Glaube an die Kirche nicht mehr gefestigt. Ein Totenmeer von über 30.000 Menschen lädt ein zum Zweifel und der Gedanke, die Vernunft und das Erfahrene zu priorisieren, nimmt beständig zu. Daher lässt Voltaire seinen Protagonisten Candide Menschen "an sich" nur im Eldorado erleben, Menschen, die ihren Reichtum mit Ehre tragen und diesen nicht als zureichenden Grund für Missgunst sehen. Alle Liebe Candides jedoch gilt Kunigunde, seiner noch im Geiste schönen Geliebten, die er bereits in Westfalen küsst und damit Anlass für ihren Vater bietet, ihn mit Fußtritten in die Welt zu jagen. Nichts hält ihn auf, immer ist sein Optimismus in der besten aller Welten nach Pangloß so groß, dass sein Glaube, Kunigunde wieder zu treffen, niemals schwindet. Alles wird gut, alles ist gut dieses an Leibniz angelehnte Motto in "prästabiler Harmonie" schwebt über allem, als Anweisung und als Ironie, wo doch die Welt im Erleben Candides mehr und mehr aus den Fugen gerät. Am Ende treffen sie (Candide und Kunigunde) sich und finden zusammen, doch nicht wie im Märchen, sondern eher ohne Reichtum, in schnörkelloser nur puristischer Schönheit aber mit viel Arbeit. "Die Arbeit hält drei große Übel von uns fern: die Langeweile, das Laster und die Not." Damit ist für Voltaire und Candide klar, dass eben der Garten des Lebens für jeden zu bestellen ist, um zur besten aller Welten zu werden.


Voltaires Übertreibung und Beliebigkeit aller Dinge und Erlebnisse ist ein Seitenhieb auf die Leibnizsche Theodizee, in der er in Anlehnung an den mittelalterlichen islamischen Gelehrten al-Ghazali diese Welt zur "besten aller möglichen Welten" erklärt, da aus der Weisheit und Güte Gottes folge, dass er durch seine Allmacht die Beste erwählt und verwirklicht habe. (meilleur des mondes possibles). Der Streit um die Allmacht Gottes führte schon bei Epikur zu folgendem Dilemma: "Wenn er es will und nicht kann, ist er unfähig, was für Gott nicht zutrifft; wenn er kann und nicht will, ist er bösartig, was Gott auch fern liegt; wenn er weder will noch kann, ist er sowohl bösartig als auch unfähig und deshalb nicht Gott; wenn er es aber will und kann, was allein Gott zukommt, woher kommt dann das Übel? Oder warum behebt er es nicht?"

Conclusio: der große Roman Voltaires, wunderbare Zeitgeschichte, absolut lesenswert.


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Bartleby, der Schreiber: Eine Geschichte aus der Wall Street - Herman MelvilleBartleby, der Schreiber: Eine Geschichte aus der Wall Street
Herman Melville

Taschenbuch, März 2008
     Verkaufsrang: 57045      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Herman Melvilles subversive Geschichte einer Verweigerung ist eines seiner Meisterwerke und einzigartig in ihrer absurden Komik. Jürgen Krug hat seine Neuübersetzung mit einem umfangreichen Kommentar versehen. Die Geschichte spielt in der New Yorker Geschäftswelt um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein seltsamer, rätselhafter Mann wird in einer Kanzlei als Kopist eingestellt: Bartleby. Während er zunächst durch ungewöhnlich große Zurückhaltung und Schweigsamkeit auffällt, geht er mehr und mehr dazu über, die Ausführung bestimmter Tätigkeiten mit dem Satz »Ich möchte lieber nicht« abzulehnen. Schließlich verweigert er sich jeder Art von Tätigkeit. Sein Arbeitgeber erliegt immer mehr dem Einfluß Bartlebys …

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

ich möchte lieber nicht      5 von 5 Punkten
Die Geschichte einer leisen und umso konsequenteren Verweigerung. Kein lautes Rebellieren gegen dieses oder jenes, sondern ein vollkommen unprätentiöses "ich möchte lieber nicht" gegen alles. Heute da jede Auflehnung längst integrierbar ist, ist diese Geschichte umso wertvoller: Nicht mehr mitmachen- das kann wie bei Bartleby den Tod bedeuten, doch vielleicht ist es die einzig verbliebene Freiheit: ich möchte lieber nicht.


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Die Kreutzersonate - Leo TolstoiDie Kreutzersonate
Leo Tolstoi, Raphael Löwenfeld

Gebundene Ausgabe, 20. Januar 2006
     Verkaufsrang: 18452     

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Geniale Beobachtung und brilliante Beschreibung einer zerrütteten Ehe      5 von 5 Punkten
Messerscharf beobachtet Tolstoi wie eine Beziehung ab dem ersten Tag, an dem sie eingegangen wird, verfällt und wie aus anfänglicher Zuneigung Abneigung bis hin zu Hass wird. Dazu kommt rasende Eifersucht, die - wie man so schön sagt - mit Eifer sucht was Leiden schafft. Ohne je einen Beweis für Untreue bekommen zu haben, zergeht der Protagonist vor Eifersucht aufgrund der Freundschaft und dem gemeinsamen Hobby seiner Frau mit einem anderen Mann. Zum Ende der Beziehung hat der Protagonist den Glauben an die menschliche Verbindung völlig verloren und sieht Mann und Frau nur als zwei sich gegenseitig hemmende Pole, die fälschlicherweise versuchen, in Form von sexuellen Gepflogenheiten, Liebe zu finden. Er vertritt letztendlich die These, daß die sexuelle Verbindung von Mann und Frau nur einen Zweck habe, nämlich Kinder zu zeugen, und daß diese sonst enthaltsam und respektvoll miteinander leben sollten und dadurch viel Unheil abwenden könnten.

Altmodisch? Aber ganz und gar nicht! Tolstoi schreckt in seinem Buch vor keinem Tabu zurück, er beschriebt - ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen - die Beziehung zwischen Mann und Frau als ein von Anfang an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Sicher ist das Thema in der Kurzgeschicht sehr verdichtet und entspricht dadurch nicht dem täglichen Erleben, aber Hand auf's Herz, wer hat nicht schon einmal erlebt, daß er seinen Partner mit echter Abneigung angeblickt hat? Wer hat sich nicht schon einmal in eitler Eifersucht gesuhlt, die nichts mit der Liebe zum Partner zu tun hat sondern rein aus der verletzten Eitelkeit kommt? Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, welchen Sinn die Beziehung, in der er lebt, eigentlich hat?

Tolstois Nachwort ist natürlich sehr moralistisch, aber zu seinem Lebensende hin hat Tolstoi sich von der Kirche abgewandt und einen extreme gelebte christliche Moral gepredigt. Das ist die Basis seiner Gedanken und der Geschichte. Diese Moral entspricht vermutlich den Grundsätzen der wenigsten Leser, aber in sich betrachtet ist das Nachwort schlüssig und hochinteressant und gibt noch einmal einen Schlüssel zum Geschehen in der Kreutzersonate.

Außerdem: mich fasziniert es sehr, so pointierte Gedanken von einem Menschen zu lesen, der vor 130 Jahren gelebt hat und der die universelle Natur des Menschen in all seinen Werken so zeitlos beschreibt. Wer sich nach diesem Buch an etwas größeres wagen möchte, dem kann ich Anna Karenina wärmstens empfehlen. Besser kann auch ein moderner Ehebruch nicht beschrieben werden.



Pure Leidenschaft      5 von 5 Punkten
Im Zug, Tee wird gereicht, die Herrschaften unterhalten sich. Plötzlich ein seit langer Zeit sehr ruhiger Fahrgefährte beginnt zu erzählen. Die Frauen, Sie treiben einem zum Wahnsinn. Wie er in seinem so aristokratischen Leben die Damen behandelt und gehandelt hat. Wie er sich in eine Dame verliebte und es zur Hochzeit kam. Doch dann, ja dann von seiner Liebe, Eifersucht, Leidenschaft es zu schrecklichen ja sehr schrecklichen Szenen, Taten, Handlungen kam. Die Liebe und die Leidenschaft die Herausforderung Frau für den Mann werden hier teilweise hart, teilweise erschreckend dargestellt. Tostij in voller Leidenschaft wird hier erlebt.

Fazit: Die Thematik Mann und Frau, die Leidenschaft, die schönen Seiten, die Liebe und die unkontrollierte rasend machende Eifersucht eines Suchenden, Wahnsinnigen. Eine Hochschaubahn der Gefühle.


Psychogramm einer zerrütteten Ehe      5 von 5 Punkten
Ein Reisender trifft in einem Zug einen Herrn mit Namen Posdnyschow, welcher im Lauf eines sich entwickelnden Gespräches zugibt, seine Frau ermordet zu haben. Im nun folgenden, langen Dialog (zeitweise hat die Erzählung auch monologisierenden Charakter) entwickelt Posdnyschow die Motive für seine Tat, die er im damaligen russischen Zeitgeist, der Ehe an sich und der Gesellschaft sieht.

Auch wenn viele Ansichten von Tolstoj gemessen an heutigen Verhältnissen nicht mehr zeitgemäß zu nennen sind, so zum Beispiel seine Forderung nach geschlechtlicher Askese. so wirft das Buch doch viele interessante Fragen auf und ist stilistisch durchaus fesselnd geschrieben. Vor allem die letzten Seiten, welche den Mord an der Ehefrau behandeln, gingen mir als Leser sehr nahe. Sicher hat Tolstoj noch bessere Werke verfasst, aber ihm ist mit dieser Erzählung dennoch ein grandioses Psychogramm einer zerrütteten Ehe gelungen.
Das Nachwort, welches Tolstoj wohl später erklärend für seine Zeitgenossen verfasst hat, kann man als Leser hingegen getrost ignorieren, da es nicht mehr dem Zeitgeist entspricht und teilweise sehr dogmatisch klingt.

Kreutzersonate      3 von 5 Punkten
Tolstoi. Er zieht über die Liebe her, über die Ehe. Predigt Keuschheit, sowohl vor als in der Ehe. Sieht den Ehebruch vollzogen schon in der Andeutung von einem freundlichen Umgang miteinander. Sein Held tötet die eigene Frau, ob sie ihrem Mann untreu geworden ist, was den Mord nicht rechtfertigen würde, bleibt unklar. Tolstoi hat ein ganzes Kapitel als Erklärung für diese Erzählung nachgeschoben, die mir von seiner Einstellung her zu verschroben ist, die aber brillant geschrieben ist und die auch das menschliche Verhalten sehr genau beschreibt.


Oliver Twist - Charles DickensOliver Twist
Charles Dickens

Taschenbuch, Oktober 2005
     Verkaufsrang: 87219      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der Held, Sohn unbekannter Eltern, wächst im Armenhaus einer Kleinstadt unter dem harten Regiment des selbstgefälligen Mr. Bumble auf. Er kommt zu einem Leichenbestatter in die Lehre, flieht ohne einen Pfennig nach London und gerät in die Fänge des Hehlers Fagin, der eine Bande jugendlicher Taschendiebe anführt. Und es gibt jemanden, der ein ganz bestimmtes Interesse daran hat, Oliver ins Verbrechen zu verwickeln und dadurch zu vernichten ...
Charles Dickens (1812 - 1870) hatte eine harte Jugend hinter sich, als er zu schreiben begann und bald zum gefeiertsten Autor seiner Zeit wurde. In fieberhaftem Tempo schrieb er seine sozialkritischen, immer unterhaltsamen Romane, die weltweit gelesen werden.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Ein sehr unterhaltsames Stück Literaturgeschichte!      5 von 5 Punkten
Charles Dickens Geschichte über den Weisenjungen Oliver Twist, der in den jämmerlichen Verhältnissen eines Armenhauses aufwächst und nach seiner Flucht in die Großstadt London einer Diebesbande in die Finger geht, dürfte fast jedem etwas sagen und sollte auch in keiner Sammlung fehlen!

Die in diesem Buch enthaltene Übersetzung von Gustav Meyrink ist wie die Geschichte selbst sehr gelungen. Was mir vor allem gefallen hat war, dass die Textpassagen mancher Personen mit Akzent geschrieben wurden und dem ganzen so noch etwas mehr Atmosphäre geben. Besonders gut kommt das meiner Meinung nach bei dem Jiddischen Akzent von Fagin (dem Jude) rüber.

In dieser DTV Ausgabe sind außerdem noch die 25 Illustrationen (Zeichnungen) der Erstausgabe enthalten. Außerdem gibt es ein Ausführliches Nachwort mit allerlei interessanten Fakten rund um Oliver Twist und eine Zeittafel mit den wichtigsten Stationen des Charles Dickens.
Wer Oliver Twist also noch nicht in seiner Sammlung hat, der macht mit dieser Ausgabe nichts Falsch.


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Anna Karenina - Leo TolstoiAnna Karenina
Leo Tolstoi, Hermann Röhl

Gebundene Ausgabe, 20. Mai 2005
     Verkaufsrang: 45352      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"Gestern abend sagte er mir, daß er einen Typ von Frau im Sinn habe, verheiratet, der obersten Schicht zugehörig, die sich aber selbst verloren hat." Hier ist nicht von einem gebeichteten Seitensprung die Rede, sondern es ist dies die allererste Erwähnung von Tolstois Ehefrau über den geplanten neuen Roman ihres Gatten. Sechs lange Jahre hatte er an Krieg und Frieden gearbeitet. Nun hatte sich Leo Tolstoi, müde und enttäuscht über die hämische Reaktion, auf sein Gut zurückgezogen.

Doch bald schon arbeitete er am zweiten großen Roman seines Lebens, Anna Karenina. Zu vielschichtig und psychologisch feinst verwoben ist dieses riesige, 1878 erschienene Werk, um es hier auch nur ansatzweise zu erfassen. Erzählt wird die Geschichte der adligen Familie Karenin, einer dekadenten, in gesellschaftlichen Normen erstarrten Sippe. Die Kälte ihres Gatten treibt die sensible Anna dem wesentlich jüngeren Grafen Wronskij in die Arme. Diese stark sexuell orientierte Beziehung endet im Fiasko. Schließlich richtet Anna sich selbst, aber auch ihren Mann und den Geliebten zugrunde.

In der anderen großen Figur des Romans, dem Gutsbesitzer Lewin, hatte sich Tolstoi selbst verewigt. Dessen Rückzug aus der Moskauer Gesellschaft und seine Selbstbescheidung auf ein bäuerlich schlichtes Leben verkörperten auch Tolstois Ideale.Das Selbstmordmotiv legte den Vergleich mit Flauberts Madame Bovary nahe. Jedoch erreicht Flaubert bei weitem nicht Tolstois Realismus und dessen tiefe psychologische Aufarbeitung von Schuld, Verstrickung, Haltlosigkeit und Verantwortung im Umgang mit seinen Figuren. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 37 Bewertungen)

Meisterwerk der Literatur - Unbedingt lesenswert      5 von 5 Punkten
Der Roman Anna Karenina ist auch in der heutigen Zeit noch absolut lesenswert, da Tolstoi es mit meisterhaftem Gespür versteht, psychologisch tiefgründige, einzigartige Charaktere zu zeichnen. Trotz des sehr großen Umfangs des Romans verliert man nie das Interesse am weiteren Schicksal der Figuren.

Die Hauptfigur Anna wird als ein sehr liebebedürftiger, aufrichtiger Mensch dargestellt, deren Leben mit ihrem gefühlskalten Mann immer unerträglicher wird, besonders dann, als sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben aus tiefstem Herzen verliebt und diese Liebe in gleicher Weise erwidert wird. Anna erträgt das heuchlerische Leben an der Seite ihres Mannes nicht länger, bricht aus ihrer Ehe aus und versucht ein Leben zusammen mit ihrem Geliebten Wronskij zu führen.

Es stellt sich jedoch sehr schnell heraus, dass dieses neue Leben nur vordergründig glücklich ist, da Anna als Ehebrecherin gesellschaftlich fallen gelassen und verurteilt wird. Sie verliert den Boden unter den Füßen, da selbst ehemals gute Bekannte den Umgang mit ihr meiden.
Das zweite Unglück, das Anna nach ihrer Trennung trifft, ist der Verlust ihres über alles geliebten Sohnes, der beim Vater bleiben und dort aufwachsen soll.

Annas Kummer über diese Trennung von ihrem Sohn ist unermesslich, selbst die Liebe zu Wronskij kann sie nicht immer darüber hinweg trösten.
Außerdem leidet sie ständig unter großer Eifersucht, sie kann nicht glauben, dass Wronskij ihr für immer treu ist. Im Laufe der Zeit vereinsamt Anna mehr und mehr, reibt sich durch ihre Eifersucht auf und wird schließlich so unglücklich, dass nur noch der Tod die einzige Möglichkeit ist, allen diesen seelischen Qualen zu entkommen.

Die psychologische Entwicklung Annas bis zu ihrem Freitod wird sehr gut beschrieben, ihre seelische Zerrissenheit wird glaubwürdig und sensibel dargestellt.

Neben diesem Haupterzählstrang werden auch die Lebenswege mehrerer Familienangehöriger sehr detailliert und tiefgründig beschrieben, Tolstoi wechselt während des Romans immer wieder zwischen den verschieden Hauptfiguren.

Alle Personen kommen dem Leser erzählerisch sehr nahe, da sie unglaublich lebendig und realistisch beschrieben werden.

Obwohl ich einige Wochen gebraucht habe diesen Roman zu lesen, bereue ich keine Minute, die ich für die Lektüre benötigt habe. Meiner Meinung nach läßt sich Tolstoi auch heute noch sehr gut lesen, der Roman überzeugt durch seine Tiefe und Substanz und wird daher für mich unvergesslich bleiben.

Ich kann dieses Meisterwerk nur empfehlen und ihm auch zukünftig noch viele Leser wünschen. Die Lektüre von Anna Karenina wird niemand bereuen!


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Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer: Zwanzigtausend Meilen unterm Meer 1: Bd 1 - Jules VerneZwanzigtausend Meilen unter dem Meer: Zwanzigtausend Meilen unterm Meer 1: Bd 1
Jules Verne

Taschenbuch, Dezember 2002
     Verkaufsrang: 41025      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die ebenso abenteuerliche wie folgenreiche Geschichte vom stolzen Kapitän Nemo und seiner -Nautilus-, dem ersten U-Boot der Welt. Beim Erscheinen des Buches war der Architekt des Suezkanals, Lesseps, so begeistert, daß auf seine Empfehlung hin Jules Verne zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen wurde.
Der Konstrukteur der Tauchkugel, William Beebe, bekannte, Jules Verne sei der Vater des Gedankens gewesen. Auguste Piccard fühlte sich bei seiner ersten Tauchfahrt -in eine Szene aus Zwanzigtausend Meilen unter Meer versetzt-. Simon Lake, der U-Boot-Erbauer, sagte von seiner Schöpfung, sie sei -Stück für Stück die Nautilus-. Und -Nautilus- nannten die Amerikaner ihr erstes Atom-U-Boot, das Kapitän Nemos Reise unterm Packeis zum Pol dann tatsächlich unternahm.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Super Ausgabe      5 von 5 Punkten
Nach langer Suche endlich gefunden. Diese Ausgabe von 20000 Meilen unter dem Meer(Zusammen mit Bd.2) ist einfach Klasse. Der ungekürzte und im Wesentlichen unveränderte Text garantiert großen Lesespaß.


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Unterm Birnbaum - Theodor FontaneUnterm Birnbaum
Theodor Fontane

Broschiert, 1998
     Verkaufsrang: 92316      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 3,10 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Unterm Birnbaum findet der Krämer und Schankwirt Abel Hradschek beim Umgraben die verweste Leiche eines französischen Soldaten. Der Fund wird zum Anlaß, einen raffinierten Mordplan auszuführen. Doch die Untat wird dem geldgierigen Hradschek und seiner Frau zum Verhängnis.
Fontanes Kriminalerzählung aus dem Oderbruch erfreut sich noch heute besonders großer Beliebtheit als Klassenlektüre.Theodor Fontane (1819 - 1898) ist und bleibt der berühmteste Repräsentant des bürgerlichen Realismus. Seine Romane und Novellen, die vielfach verfilmt wurden, allen voran 'Effi Briest', zählen zu den meistgelesenen Klassikern des 19. Jahrhunderts.

Sorgfältige Psychologie, genaue Milieuschilderungen, der in der Schwebe gehaltene Kampf zwischen Aberglauben, Religion und Aufgeklärtheit dies sind die literarischen Vorzüge, die sich in Fontanes kleinem Roman Unterm Birnbaum, den Ernst Bloch einen »halben Detektivroman« nannte, mit einem kriminalistisch-spannenden Handlungsablauf effektvoll verbinden.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Unterm Birnbaum      4 von 5 Punkten
"Unterm Birnbaum" hat Theodor Fontane diese Novelle genannt, die er ursprünglich "Es ist nichts so feingesponnen" nennen wollte. Der letzte Satz dieser Novelle beginnt mit diesem Halbsatz und fährt fort `s kommt doch alles an die Sonnen!". So ist es natürlich in diesem "Krimi" auch. Hradscheck weiß nicht ein noch aus. Der Wirt und Krämer ist hochverschuldet und so erschlägt er den Schuldeneintreiber und mit Hilfe seiner Frau gelingt es ihm, die Bewohner seines Dorfes hinters Licht zu führen. Zwar fällt der Verdacht auf ihn, aber schließlich wird er rehabilitiert. Allein die Gewissensbisse und das ständige Gerede seiner alten Nachbarin werden ihm zum Verhängnis. Die Geschichte soll nach wahren Begebenheiten niedergeschrieben worden sein. Sie ist gleichwohl eine Geschichte Fontanes. Er erzählt und seine Andeutungen sind meisterlich, seine Dialoge - zumal im Oderplatt - sind dem Volke vom Maul geschaut und so kann diese kurze Geschichte durchaus den einen oder anderen Leser zu Fontane führen.


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Wieviel Erde braucht der Mensch?: Erzählungen und Legenden - Leo N. TolstoiWieviel Erde braucht der Mensch?: Erzählungen und Legenden
Leo N. Tolstoi

Taschenbuch, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 19085      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Wahre Worte      5 von 5 Punkten
Tolstoj der ewig Suchende und Gottgläubige zeigt hier in wunderbar einfacher Art die Verblendung, die Kraft des Egos, das Ziel soviel als möglich haben zu wollen. Am Ende des Tages zeigt uns das Leben wie viel der Mensch am Ende seiner Tage braucht.

Fazit: Wissen und Weisheit aus der Feder Tostojs, zum Lesen zum einfachen nachvollziehen fürs tägliche Leben!


Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Dieses Buch mit seinen Kurzgeschichten ist ein Meisterwerk.

Geschichten über Habgier, Eifersucht, Neid usw., wie es Sie auch in Dickens "Weihnachtsgeschichte" gibt.

Dieses Buch "erdet" einen Menschen. Nickend und voll Hoffnung legt man dieses Buch beiseite, und hat wieder Hoffnung.

Danke Tolstoi.

(Als Film danach sollte man sich Akira Kurosawa's "Träume" anschauen.


menschliche Habgier      5 von 5 Punkten
Ein ganz hervorragendes Werk über die Habgier und deren Folgen. Ein Bauer soll soviel Land geschenkt bekommen, wie er an einem Tag umrunden kann - zufuss. Natürlich macht er das im Dauerlauf... Das muss man einfach gelesen haben.


Die Nase / Der Mantel - Nikolaj GogolDie Nase / Der Mantel
Nikolaj Gogol

Gebundene Ausgabe, Januar 2006
     Verkaufsrang: 9336      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 2,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Russische Literatur vom Feinsten      5 von 5 Punkten
In dieser Ausgabe kann man gleich zwei von Gogols berühmtesten Erzählungen genießen; Die Nase und Der Mantel. Thematisch passen die Geschichten bereits gut zusammen; in beiden verliert der Protagonist etwas für ihn wichtiges und versucht es wieder zu finden. Die Menschen und Behörden die er dabei jedoch um Hilfe bittet, erweisen sich als inkompetent und korrupt.

Die Nase handelt von einem Offizier der eines Morgens aufwacht und feststellen muss, dass sein Riechorgan verschwunden ist. Schockiert über diesen unerklärlichen Vorfall setzt er nun alles daran seine Nase wieder zu finden, selbst vor einer Anzeige in der Zeitung schreckt er nicht zurück. Dann begegnet er seiner Nase auf offener Straße, die wie ein feiner Herr gekleidet ist und zudem noch eine bessere Stellung inne hat als er selbst.

Die Geschichte strotzt nur so vor Ironie und skurrilem Humor. Die Sorgen des Protagonisten und seine Versuche seine Nase zurück zu erlangen, sind absurd und in gewisser Hinsicht logisch zu gleich. Oftmals bricht man über der Lektüre in Gelächter aus. Langeweile kommt mit Sicherheit keine auf. Da die Erzählung zudem nicht besonders umfangreich ist, lässt sie sich sehr schnell durchlesen (dies gilt für beide Erzählungen).

Der Mantel hingegen greift ein ernsthafteres Thema auf. Ein armer aber fleißiger Beamter, dessen Leben nur aus Arbeit besteht, ist gezwungen sich einen neuen Mantel fertigen zu lassen, da sein alter nicht mehr zu retten ist. Anfangs sehr unglücklich über diese Idee, muss er allerhand Entbehrungen auf sich nehmen, um das Geld zusammen zu sparen. In dieser Zeit der Entbehrung blüht er jedoch regelrecht auf, hat er nun ein Ziel auf das er hinarbeitet und das er erreichen möchte; den neuen eleganten Mantel. Schließlich gelingt es ihm genug Geld bei Seite zu legen und sein Vorhaben zu verwirklichen. Lange kann er sich jedoch an seinem Mantel nicht erfreuen; bereits am folgenden Tag wird ihm dieser von Dieben gestohlen.

Auch diese Erzählung enthält viel des für Gogol typischen Humors. Dennoch regt sich im Leser Mitleid wenn er von den verzweifelten Versuchen des Protagonisten liest, der nichts weiter will als seinen Mantel zurück zu erlangen.

Jedem der sich für Russische Literatur oder Weltliteratur im allgemeinen Interessiert kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei dieser Ausgabe ebenfalls optimal, da es sich hiebei um eine Version mit Hardcover handelt und nicht um ein gewöhnliches Taschenbuch. Ein Buch, das die fünf Sterne auch wirklich verdient.

recht verschiedene Erzählungen      3 von 5 Punkten
Diese beiden Erzählungen sind von ihrer Wirkung her recht verschieden. Während es sich bei der "Nase" um eine eher läppische Geschichte handelt, bei der einem Offizier aus unerfindlichen Gründen seine Nase abhanden kommt, die später aus genauso unerfindlichen Gründen wieder an ihrem Platz ist, einer Geschichte also, die fast schon dadaistische Züge trägt, ist der "Mantel" von ganz anderem Gewicht.
Nicht nur Dostojewskis Aussage "Wir sind alle Kinder des Mantels" wegen ist diese Geschichte an den Wurzeln der großen russischen Erzählungen anzusiedeln. Ein armer Beamter, nicht besonders helle, fleißig, aber von geringem Verdienst, muss sich einen neuen Mantel anschaffen, da der alte nicht mehr repariert werden kann. Nach langen Entbehrungen und harten Sparmaßnahmen hat er das Geld schließlich beisammen und kauft sich den Mantel, der ihm aber auf dem Heimweg von einem Feste, das einer seiner Vorgesetzten ausgerechnet aus diesem Anlass gibt, von Räubern gestohlen wird. Seine Apelle an die korrupten, unfähigen und unwilligen Rechtsinstanzen verhallen ungehört und - ohne Mantel - verkühlt er sich und stirbt kurz darauf unbeachtet. Da Gogol in seinen Erzählungen nicht ganz vom Phantastischen lassen kann, verfolgt darauf hin noch sein Geist einen der Schuldigen an seinem Tode.
In ihrer Lakonie ist diese Geschichte symptomatisch und - abgesehen vom metaphysischen Ende - hätte sie auch Tolstoj geschrieben haben können.
Ohne Zweifel ist sie in ihrer Schilderung des Elends der unteren Schichten, ihrem Mitleiden mit den Bedrückten und der detaillierten Schilderung des sozialen Hintergrunds der damaligen russischen Gesellschaft stilbildend. Der "Mantel" ist zugleich eine Satire auf das kleine Beamtentum und auf die Dummheit, aber auch ein ernsthafter Spiegel der Eitelkeit und Ineffizienz des russischen Beamtenapparats.
Gogol fügt - im Gegensatz zu seinen großen Erben - noch ein metaphysisches Element hinzu, das an Kafka erinnert.


Große Erwartungen - Charles DickensGroße Erwartungen
Charles Dickens

Taschenbuch, April 1993
     Verkaufsrang: 94976      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Während seiner allwöchentlichen Besuche bei der reichen Miss Havisham verliebt sich der kleine Pip in die Adoptivtochter der alten Dame und beginnt von Reichtum und Bildung zu träumen - schier unerfüllbare Wünsche für einen Waisenjungen und Schmiedelehrling. Plötzlich will ihn ein unbekannter Gönner zu einem Gentleman erziehen lassen. Bald hat Pip sein einfaches Leben vergessen und führt in London ein verschwenderisches Dasein. Unversehens gerät...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Ein zeitloser Klassiker!      5 von 5 Punkten
Charles Dickens' Meisterwerk "Große Erwartungen", welches Mitte des 19. Jahrhunderts erschien, handelt von dem Weisenjungen Pip und seiner unsterblichen Liebe zu der schönen, aber kaltherzigen Estella. Um ihren Ansprüchen gerecht zu werden, setzt Pip sich in den Kopf, eines Tages ein angesehener Gentleman zu werden. Und tatsächlich schafft er es mit Hilfe eines ihm unbekannten Gönners, aus seinen bescheidenen Verhältnissen zu fliehen und nach London zu gehen. Doch der Weg zum feinen Herrn ist hart und steinig.....
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es trotz der Länge von über 700 Seiten nicht langweilig wird. Die Lernmaterialien helfen außerdem, die Geschichte besser zu verstehen.
Fazit: Ein Klassiker, der im Regal nicht fehlen darf.


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Die Herrin von Wildfell Hall - Anne BronteDie Herrin von Wildfell Hall
Anne Bronte

Taschenbuch, Dezember 1993
     Verkaufsrang: 76488      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Anne Bronte, die jüngste der Bronte-Schwestern, starb mit 29 Jahren an Tuberkulose. "Wildfell Hall", ihr jetzt erstmals ins Deutsche übertragener Roman, erzählt eine Liebesgeschichte, in der es um Leidenschaft und Verzicht geht.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Eleganter und eindringlicher Frauenroman mit einer starken Heldin      5 von 5 Punkten
In Anne Brontes Roman "Die Herrin von Wildfell Hall" wird eine starke Frau in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt, die sich gegen das vorgegebene Rollenbild als Ehefrau auflehnt und sich schließlich sogar von ihrem verkommenen Ehemann trennt, um sich und ihren Sohn zu schützen. Die bitteren Erfahrungen lassen ihr Herz jedoch nicht ganz erhärten und so öffnet sie sich zögerlich für eine neue Liebe. Wird diese jedoch überhaupt eine Chance haben, sich zu bewähren?

Eine wunderschöne Fremde ist die neue Herrin von Wildfell Hall. Die Nachbarn, allen voran die Familie Markham, ist sehr darauf bedacht, die junge Dame kennen zu lernen. Gilbert Markham ist der Beau der Grafschaft und hat eigentlich bereits ein Auge auf die jüngste Tochter des Pfarrers der Gemeinde geworfen, sehr zum Missfallen seiner geliebten Mutter, die sich für ihren Lieblingssohn eine bessere Partie wünscht. Nun aber ist sein Interesse ganz auf die geheimnisvolle Helen Graham gerichtet, um deren Gunst er und sein Freund Lawrence ringen. Doch dann machen boshafte Gerüchte über Mrs. Graham die Runde. Gilbert ist empört und versichert Helen, alles in seiner Macht stehende zu tun, um ihren Ruf zu retten. Als Helen erkennt, welch starke Gefühle der junge Mann für sie entwickelt hat, gesteht auch sie sich ihre Liebe zu Gilbert ein. Doch eine Beziehung zwischen den Liebenden ist unmöglich. Um Gilbert ihre Lage zu erklären, vertraut sie ihm ihr Tagebuch an.
In diesem Tagebuch enthüllt sich die jüngste Vergangenheit. Helen ist behütet bei ihrem Onkel und ihrer Tante aufgewachsen und findet in ihrer ersten Saison gleich mehrere Verehrer. Ihr Herz aber schenkt sie dem verwegenen Schönling, Arthur Huntigdon. Trotz der Warnungen und Ratschläge ihrer Tante und den Bedenken ihrer Freunde wil-ligt sie in die Verlobung mit ihm ein. Sie glaubt fälschlicherweise mit ihrer Liebe das Herz des wilden Mannes zu bezwingen und ihn auf den Pfad der Tugend zu führen. Die ersten Ehejahre belehren sie eines Besseren. Arthur ist ausgelassen, trunksüchtig und schließlich sogar untreu. Als auch noch der gemeinsame Sohn unter den Eskapaden seines Vaters zu leiden hat, entschließt sich Helen zu einem mutigen Schritt: Sie verlässt ihr Heim und findet unter falschem Namen eine Zuflucht in einem abgelegenen Anwesen, das ihr Bruder ihr zur Verfügung stellt.
Gilberts Liebe und Verehrung werden durch die Lektüre der Aufzeichnungen noch gestärkt. Doch seine Gefühle finden kein Ventil, da Helen ihm für ein halbes Jahr die Anwesenheit in ihrer Gegenwart untersagt hat. Dann erfährt er auch noch, dass Helen zu ihrem Ehemann zurück gekehrt ist, da dieser schwer krank geworden ist. Allein auf die Berichte ihres Bruders angewiesen, glaubt Gilbert daran, seine große Liebe mehr und mehr zu verlieren. Kann es überhaupt noch eine Hoffnung für die Liebenden geben, oder werden sich die Seelen, wie Helen vermutete, erst nach dem Tode miteinander verbinden?

Der tief verwurzelte und unerschrockene Glaube der Anne Bronte ermöglichte es ihr, eine starke Heldin zu erschaffen, die frei von den Vorstellungen der damaligen Gesellschaft, unabänderlich ihrem eigenen Gewissen folgt und durch die gelebten moralischen Grundsätze die Scheinheiligkeit und die Grausamkeit der dominant männlichen Gesellschaft entlarvt. Junge Damen wachsen behütet auf und werden nicht auf die raue Wirklichkeit vorbereitet. So folgen sie wie Schlachtlämmer dem Rat der Mutter und machen eine sogenannte gute Partie. Eine gut gefüllte Börse oder ein hochtrabender Titel nützen der gequälten Ehefrau aber recht wenig, die den Entgleisungen des egoistischen Ehemannes wenig entgegenzusetzen hat. So verblüht so manch englische Rose schnell dahin und wird zu einer verhärmten Frau. Obwohl Helen selbst nicht in eine Ehe verkauft wird, geht es ihr ähnlich wie vielen ihrer Leidensgenossen. Ihre große Liebe ist nicht der treu sorgende Ehemann, den sie sich in ihren Träumen vorgestellt hat. Während der ihr Angetraute sein Verhalten als völlig normal betrachtet, begehrt Helen auf und kämpft entschieden gegen ihr Schicksal an.

Anne Bronte hat einen mutigen, schonungslos entlarvenden Roman geschrieben, der ihre Mitmenschen bei Veröffentlichung ihres Werkes nicht wenig schockiert haben muss. Es ist für den heutigen Leser ein großes Glück, dass er ein so offenes Zeugnis der damaligen Lebensumstände in den Händen halten darf. Auch der Schreibstil ist so eindringlich, schwungvoll und dabei so elegant, dass es die reinste Freude ist, diese Lektüre zu genießen. Anne Brontes Werk muss sich wahrlich nicht hinter den berühmten Werken ihrer Schwestern, Charlotte und Emily, verstecken. Mit ihrem Roman hat sie sich selbst ein unvergessliches Denkmal gesetzt.


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Die schwarze Spinne - Jeremias GotthelfDie schwarze Spinne
Jeremias Gotthelf

Taschenbuch, 1986
     Verkaufsrang: 35370      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 3,10 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Diese Meistererzählung von Alfred Bitzius alias Jeremias Gotthelf (1797 - 1854) hat einen festen Platz in der Reihe zeitüberdauernder deutschsprachiger Werke des 18. und 19. Jahrhunderts. Gotthelf, predigender Didaktiker, wollte belehren und erziehen. Er schrieb über bäuerliches Leben für Bauern und wurde deshalb eine Zeit lang als ,Heimatdichter' verkannt. Die einzigartige mythisch-gewaltige Geschichte "Die schwarze Spinne" ist aus heutiger Sicht die bedeutsamste Erzählung des schweizer Pfarrers aus dem Berner Land und darüber hinaus ein Dokument dichterischen Realismus' von einer in der deutschen Literatur nicht wieder erreichten Wucht.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Eine unheimliche Novelle!      5 von 5 Punkten
Die Novelle "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf besteht aus einer Rahmen- und einer Binnenhandlung. In der Rahmenhandlung wird zunächst eine Taufe geschildert. Beim Essen fragt dann jemand, was es mit einer schwarzen Säule am Haus auf sich hat, da sie äußerst hässlich wirkt. Das veranlasst den Großvater dazu, die Geschichte über die schwarze Stimme zu erzählen, welche es wirklich in sich hat.
Aus Verzweiflung nehmen die Bauern, die vor vielen Jahren in dem Ort gelebt haben, die Hilfe des Teufels an, der in Gestalt eines grünen Jägers zu ihnen kommt. Er fordert ein ungetauftes Kind; er besiegelt den Pakt mit einen Kuss, den er Christine, einer Bauersfrau, gibt. Die Leute weigern sich aber, ein ungetauftes Kind herzugeben. Schließlich verwandelt sich Christine in eine Tod bringende Spinne, die das ganze Dorf heimsucht. Der Schrecken im Dorf vor der Spinne, die immer ohne Ankündigung auftaucht und tötet, ist auf den Seiten 80-88 (Reclam) wirklich ausgesprochen unheimlich beschrieben und gehört zu dem Gruseligsten, was ich je gelesen habe, und da sind viele Horrorromane darunter! Eine mutige Frau sperrt die Spinne ein.
Gottesfurcht tritt nach Einfangen der Spinne im Dorf ein, doch 200 Jahre später sind die guten Vorsätze längst vergessen, die Sitten verfallen. Ein dummer Knecht befreit die Spinne, die weiter mordet. Wieder wird die Spinne eingefangen, Gottesfurcht kehrt erneut ein. Der Schrecken, den die Spinne bereitet, bekehrt die Menschen zu einem gottesfürchtigen Leben. Die Botschaft der Novelle ist demnach, dass man sich nicht mit dem Teufel einlassen und gottesfürchig, bescheiden leben soll.
Oftmals wurde von einigen Renzensenten angemerkt, dass eine sehr alte Schreibweise gewählt wurde. Das habe ich nicht als schlimm oder störend empfunden, die Novelle ließ sich wirklich leicht. Eine schöne Sage, die man ruhig lesen kann!


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Wilhelm Meister: Die Lehrjahre / Die Wanderjahre - Johann Wolfgang von GoetheWilhelm Meister: Die Lehrjahre / Die Wanderjahre
Johann Wolfgang von Goethe

Gebundene Ausgabe, Januar 2005
     Verkaufsrang: 107326      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Goethes Wilhelm Meister-Romane haben in der Geschichte der deutschen Erzählprosa Epoche geschrieben. Heute gelten sie als bahnbrechend für die literarische Moderne. Bereits kurz nach ihrer Veröffentlichung im Jahr 1774 wurden sie mit einem Schlag zur Weltliteratur. Es heißt, Napoleon habe Wilhelm Meister siebenmal gelesen und in seiner Feldbibliothek mitgeführt. Erzählt wird die Geschichte von Wilhelm Meister, der gegen den Willen seiner Eltern die individuelle Erfüllung in der Welt des Theaters sucht. Meisterhaft demonstriert Goethe über seine autobiographische Figur das Ringen des Individuums um Erfüllung, Glück und Freiheit im Korsett von Schicksal und Gesellschaft.
Goethes bedeutender zweiteiliger Sozialroman in einem Band.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Einer der ganz großen Romane der Weltliteratur!      5 von 5 Punkten
Lange Jahre war es nicht möglich, zu einem günstigen Preis eine Komplettausgabe der Wilhelm-Meister-Romane zu kaufen. Auch in mancher Goethe-Werkauswahl wurden die "Lehrjahre" und die "Wanderjahre" auseinandergerissen, obwohl erst der Gesamtzusammenhang die Geschichte richtig zu Geltung bringt. Ich las die Bücher erstmals am Ende meiner Teenagerzeit und wollte sie gern haben, dieses kleine dicke Buch mit festem Einband habe ich mir kurz nach Erscheinen gleich gekauft.
Es geht um die Selbstfindung romantisch veranlagter Menschen in Deutschland und Italien zur damaligen Zeit, die kultivierte Sprache ist über jeden Zweifel erhaben. Die Handlung ist gut nachvollziehbar, die Personen kann man schnell kennenlernen und kaum verwechseln. Nur für Leute geeignet, die auch mal ein paar Seiten ohne Krimispannung und Klamauk lesen können. Von der Titelgestalt her eng verwandt ist Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts", ein dünneres Büchlein mit weniger Philosophie.


Die Watsons: Ein anonym vollendeter Roman - Jane AustenDie Watsons: Ein anonym vollendeter Roman
Jane Austen

Taschenbuch, August 1998
     Verkaufsrang: 29078      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Bis die Hochzeitsglocken für die schöne Emma Watson läuten, müssen mancherlei Verwicklungen gelöst werden. Doch Jane-Austen-Fans lieben das, zumal dieses Werk der erste Roman der berühmten Autorin ist oder vielmehr werden sollte. Durch tragische Umstände blieb er unvollendet, wurde aber nach Entwürfen der Nachkommen ihrer Familie anonym zu Ende geführt.Jane Austen (1775 - 1817) gilt als die große Dame der englischen Literatur, der es als erster gelang, die Komik des Alltäglichen zu gestalten. Nach außen hin führte sie ein ereignisloses Leben im elterlichen Pfarrhaus, mit ihren Romanen erobert sie jedoch bis heute ein Millionenpublikum.Eine Vielzahl an Hintergrundinformationen bietet die Jane Austen Information Page

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Romantisch - Spannend      5 von 5 Punkten
Im Alter von 28 Jahren schrieb Jane Austen die ersten 5 Kapitel zu diesem ihrem wahrscheinlich 5. Roman, welchen sie selbst nie vollendete. Ein anonymer Jane Austen Liebhaber hat das Fragment dieser vielversprechenden Story in ein Austens Erzählkunst gerechtes Lesevergnügen verwandelt.

Emma Watson, jüngste Tocheter eines verarmten Landpfarrers, und liebenswerte Heldin, wächst bei reichen Verwandten auf, muss jedoch nach dem Tod ihres Onkels und der Wiederverehelichung ihrer Tante zurück in die ehrenwerte Armut ihres Vaterhauses kehren.
Obwohl eine Fremde für ihre eigene Familie, wird Emma liebevoll von ihrer älteren Schwester Elizabeth aufgenommen und gewinnt durch ihre aufrichtige, herzliche und mitfühlende Art das Herz ihres Vaters.
Auf dem Ball einer reichen Nachbarsfamilie lernt Emma die ansässigen und arroganten Adeligen Lady Osborn, nebst Sohn Lord O. und Tochter kennen. Emma, die unüberwindlichen Standesschranken wahrnehmend fühlt sich von dem grossen Interesse Lord Osborns an ihr ganz und gar nicht geschmeichelt sondern sieht sich vom ersten Moment an zu dem ruhigen, sympathischen und klugen Edward Howard, Hauslehrer der Familie O. und Pfarrer des Ortes, hingezogen.
Es ist ein romantisches Vergnügen auf jeder weiteren Seite die leise wachsende Zuneigung zwischen Emma und Mr. Howard mitzuverfolgen. Nur zu deutlich erkennen wir ihre Verliebtheit, welche auf Grund ihrer Schüchternheit, Unsicherheit und einigen Zweifeln von den beiden zu verbergen und unterdrücken getrachtet wird.
Es gibt einige Missverständnisse, Eifersüchteleien, Schicksalsschläge und Missgünste zu überwinden ehe die Hochzeitsglocken für mehr als nur ein Paar leuten.
Besondere Spannung wird dadurch aufrecht erhalten, dass Lord Osborn (ignorant und etwas naiv-plump wie er ist) Mr. Howard seine Liebe zu Emma gesteht, woraufhin dieser, in der Annahme dass Emma die Gefühle des jungen Adeligen erwidere, sich ihr gegenüber kühl und zurückhaltend gibt.
Während Emma ihrerseits von einer missgänstigen weiblichen Nebenfigur (der zickigen Miss Carr) daraufhingewiesen wird, dass Lady Osborn längst ein Auge auf den hübschen Mr. Howard geworfen hat (was diese übrigens trotz 15-jährigem Altersunteschied wirklich tut!!).
Als Mr. Howard, Emma im Ungewissen lassend überstürzt abreist, ihr Vater plötzlich verstirbt und die mittellosen Schwestern als Aschenputtel in der Familie ihrers Bruders aufgenommen werden, scheint es, dass Emma alle Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Mr. Howard und eine glückliche Zukunft aufgeben muss.
Dieser heitere Roman ist unbedingt empfehlenswert. Man verfolgt gespannt mit wie sich leise zärtliche Bande zwischen Emma und Edward knüpfen, leidet mit ihnen unter den Missverständnissen und Einmischungen anderer und hofft darauf, dass sie schliesslich doch zueinander finden werden. Die witzigen, teils überzogen dargestellten Nebenfiguren bieten eine amüsante Ergänzung.


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Romeo und Julia auf dem Dorfe - Gottfried KellerRomeo und Julia auf dem Dorfe
Gottfried Keller

Taschenbuch, März 1998
     Verkaufsrang: 11321      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Eine Liebesgeschichte? - Zweifellos. Die zärtliche Zuneigung der Bauernkinder Sali und Vreneli ist voller Poesie, voller Licht und Sonne. Die Sehnsucht, die sie weckt, hat ihre Wurzel jedoch nicht in der Erfüllung. Denn von Habsucht ist die kleine Welt der Kinder bestimmt, von der Besitzgier ihrer sich auf den Tod verfeindenden Väter.Gottfried Keller (1819 - 1890) gilt als Schweizer Pendant zu Theodor Fontane. Weltberühmt ist vor allem sein Novellenzyklus 'Die Leute aus Seldwyla'.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

Sinnvoll für Schüler!      5 von 5 Punkten
Die "Königs Erläuterung" zu "Romeo und Julia auf dem Dorfe" von Gottfried Keller ist, wie alle "Könige", eine super Lektüreerläuterung, die vor allem Schülern bei Hausaufgaben und Klausuren hilft. Sie ermöglicht es, sich schnell und trotzdem umfassend über die Lektüre zu informieren. Die Erläuterung ist schlüssig gegliedert. Hintergründe zum Autor werden gut dargestellt und beziehen sich dabei immer wieder auf das Werk. Die zusammenfassende Inhaltsangabe ist für ein umfassendes Textverständnis der Novelle hilfreich. In der Charakteristik werden die Figuren bildhaft erläutert. Der Aufbau ist nachvollziehbar und wird durch eine in Stufen aufgeteilte Strukturskizze veranschaulicht. Auch die Analyse von Stil und Sprache und die verschiedenen Interpretationsansätze sind sehr nützlich. Auf jeden Fall eine sinnvolle Anschaffung, besonders für Schüler!


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Herr und Knecht - Leo N. TolstoiHerr und Knecht
Leo N. Tolstoi

Taschenbuch, 1986
     Verkaufsrang: 18664      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 2,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Zwei Menschen im Angesicht des Todes
Der neureiche Kaufmann Vasilij Andreic Brechunov, von Profitgier getrieben, verirrt sich mit seinem Knecht Nikita auf einer Geschäftsreise in einem Schneesturm. Als die Gefahr des Erfrierens droht, reagieren die beiden Männer sehr unterschiedlich auf die Konfrontation mit dem Tod. Der Herr in Panik, der Knecht mit gottergebener Gelassenheit. Die 1895 erschienene Erzählung schildert, wie im Angesicht des Todes eine tiefe, die unterschiedlichen sozialen Stände überbrückende Bindung zwischen Herrn und Knecht entsteht. Eine Parabel über die Kraft der Nächstenliebe.

Tolstoi erzählt die Wandlung eines Menschen vom Besitzegoismus zu tätiger Nächstenliebe: Der Kaufmann Brechunow, dessen Leben bis dahin dem Zusammenraffen von Reichtümern gewidmet war, wächst angesichts des nahenden Endes in einem Schneesturm über sich hinaus und rettet unter Aufopferung seines Lebens seinen Knecht Nikita vor dem Tode. »Er begriff, daß sein Ende nahe war, aber das machte ihn nicht im geringsten traurig oder ärgerlich ... Nikita...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Ein Kleinod      5 von 5 Punkten
Diese CD hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Traugott Buhre liest wunderbar vor und hat mich von der ersten Minute an gefangen genommen, so dass ich die Augen geschlossen und versucht habe, mir das Geschehen vorzustellen.

Die Erzählweise von Tolstoi hat mir auch sehr gut gefallen. Nicht zu episch breit (langatmig), aber auch nicht zu schörkellos erzählt er das Schicksal von Herr und Knecht auf einer gemeinsamen Dienstreise.

Am schönsten ist der Schluss (den ich hier nicht verrate).

Besonders im Winter zur Weihnachtszeit ist das, finde ich, eine passende und spannende Geschichte.


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Les Miserables. Die Elenden - Victor HugoLes Miserables. Die Elenden
Victor Hugo

Taschenbuch, Januar 2001
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Woran erkennt man ein literarisches Meisterwerk? Zunächst natürlich an der Qualität von Stil und Inhalt. Ein einfacherer Indikator ist die Zahl der Umsetzungen, die das Werk erfahren hat. Je mehr, desto höher ist wahrscheinlich sein Stellenwert. Die Elenden von Victor Hugo hat da einiges aufzuweisen: Rund 20 Verfilmungen, zudem ein erfolgreiches Musical, 2001 dann sogar noch die Fernsehproduktion Les Misérables - Gefangene des Schicksals. Und in Begleitung dieses Mehrteilers erscheint Hugos Buch in einer Neuauflage -- der Kreis schließt sich.

Aber drehen wir die Schraube wieder zurück und betrachten das Originalwerk: Entstehungsdatum? Zwischen 1845 und 1862. Stil? Epochentypisch ist er durch ausführlichste Beschreibungen und viele Akteure für heutige Leser eher ungewohnt. Zeit und Ort der Handlung? Das beginnende 19. Jahrhundert in Frankreich. Inhalt? Nach 20 Jahren Haft wegen Brotdiebstahls wird Jean Valjean entlassen, die Rückkehr ins normale Leben fällt ihm schwer. Unter neuer Identität wird er Bürgermeister und bewirkt viel Gutes in seiner Stadt. Doch der Polizeiinspektor Javert lässt ihn nicht in Frieden, er will Valjean unbedingt wieder in einer Zelle sehen.

Dies ist aber lediglich die Rahmenhandlung. Darin eingebettet prangert Hugo die sozialen Missstände in Frankreich an, das doch mit der Revolution von 1789 eben diese ausmerzen wollte. Hugos Werk handelt von Grundwerten wie Menschlichkeit, Moral, der Möglichkeit einer zweiten Chance. Letztlich ist nicht Valjean der Verbrecher, es sind vielmehr jene, die ihn am Wiedereintritt in ein geregeltes Leben hindern. Diese Thematik ist zeitlos und wird auch in Zukunft für weitere Verfilmungen sorgen. --Joachim Hohwieler

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Eindrücklich und wundervoll geschrieben      5 von 5 Punkten
Victor Hugos Meisterwerk versteht es, einem sofort zu fesseln. In eindrücklichen Worten und in einem wundervollen Schreibstil gelingt es Victor Hugo den Leser in das Frankreich des beginnenden 19. Jahrhunderts zu entführen und man kann sich die Figuren, die Handlungsorte und auch das Elend der Leute damals sehr gut vorstellen. Die Geschichte von Jean Valjean und seinem Gegenspieler Javert sowie seiner Schutzbefohlenen Cosette ist erschütternd, dann aber auch wieder sehr romantisch. Die Geschichte ist glaubhaft, auch wenn es dann und wann Zufälle von Begegnungen der wichtigsten Protagonisten gibt, die schon etwas zu sehr zufällig sind. Aber alles in Allem ein Stück (Welt)Literatur, dass nur zu empfehlen ist.


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