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Insel Taschenbücher, Nr.58, Gullivers Reisen Jonathan Swift Taschenbuch, Januar 1996 Verkaufsrang: 24695 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Swifts beliebte Satire auf die Gesellschaft, Politik und Wissenschaft seiner Zeit gehört zum Kernbestand der Weltliteratur. Der zivilisierten Welt wird hier schonungslos der Spiegel vorgehalten. Die grotesk überspitzten Schilderungen etwa im Zwergenstaat Liliput oder auf der Rieseninsel Brobdingnag dienen als schonungsloser Zerrspiegel für die kultivierte Welt. Die höchst originelle Verschmelzung von wirklichen und phantastischen Elementen ließ Swifts unheimliche Satire auf den Zustand der Welt bis heute nicht altern.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
gnadenlos scharfsinniger Verstand 5 von 5 Punkten Gullivers Reisen besteht aus vier Teilen, den Reisen ins Land der Lilliputaner, der Riesen, nach Laputa sowie ins Land der vernunftbegabten Pferde, die sich wilde Menschen als Haustiere halten.
Die ersten beiden Teile dieses unvergleichlich hellsichtigen und von einem gnadenlos scharfsinnigem, wenn auch misanthropischen Verstand gestalteten Beitrags zur Weltliteratur werden erstaunlicherweise auch heute immer wieder als Kinderliteratur verkauft. Während dies in vergangenen Jahrhunderten aus Gründen der Zensur geschah bzw., um dem Werk die satirische Schärfe zu nehmen, ist es heute nicht mehr zu rechtfertigen.
Vordergründig mag es noch in Ordnung gehen: der Verfasser strandet auf mehreren Schiffsreisen an diversen Stränden und muss sich auf unbekannten Inseln mit Lilliputanern, Riesen und seltsamen Mitmenschen auseinander setzen, erlebt auch allerlei merkwürdige Abenteuer in der Fremde.
Aber den Hohn und Spott, den Swift über Fürsten, Könige, Minister und Priester wie das gesamte Britannien seiner Zeit ausgießt, den kann kein Kind verstehen und auch mancher Erwachsene wird sich ohne Kommentar schwer tun.
Dabei liefert der Autor am Beispiel des Landes Lilliput einen kompletten gesellschaftlichen Gegenentwurf zum England des 18. Jahrhunderts, präsentiert Gedanken über Erziehungsmodelle, wie sie sich aktuell in der Presse finden und einen staunen machen.
Die Gesellschaft der Riesen nimmt er zum Anlass, Kriegstreiberei und Rüstungsunwesen sowie den Kampf des Empire um die Weltherrschaft zu karikieren.
Die Insel Laputa dient ihm zu einer politischen Kritik der englischen Politik gegenüber Schottland und Wales und kulminiert in einer derben Wissenschaftssatire sowie mit einer Abrechnung der fast 2000jährigen abendländischen Geschichte sowie schließlich einer satirischen Reflexion der Unsterblichkeit. Auch "Weiber" kommen als emotional und triebhaft gesteuerte Wesen ganz schlecht weg - da scheint der Autor einen tiefen Blick in die weibliche Psychologie getan zu haben.
Swifts weitere Verachtung gilt Moden und Trends, die ausschließlich den Zweck haben, das althergebrachte und funktionierende unter allen Umständen zu zerstören mit dem alleinigen Ziel, etwas neuem zum Durchbruch zu verhelfen - und sei es auch noch so sinnlos. Anhand der Zerstörung der laputanischen Kultur macht er auch diesen Ansatz lächerlich.
In der letzten Reise zu den vernunftbegabten Pferden schließlich präsentiert Swift - man versteht bis dahin schon sehr gut, warum das Buch zunächst unter Pseudonym erschien - eine Generalabrechnung mit der menschlichen Kultur und Zivilisation, Rechts- und politischem System und am Ende des Kolonialismus in einer bis dahin und seither kaum mehr dagewesenen ätzenden Weise.
Kurz: das ist kein Jugendroman, sondern einer der scharfsinnigsten und intelligentesten englischen Beiträge zur Weltliteratur.
Swift, der sich dabei als strenger Idealist outet, hält seinen Zeitgenossen den Spiegel vor, indem er deren Fehlentwicklungen in unbekannte Kulturen projiziert und sie durch Überzeichnung lächerlich macht oder seine eigene Kultur auf verächtliche Weise bloßstellt.
Das erstaunliche dabei ist, dass der Roman noch heute so frisch wirkt, dass man ganze Abschnitte davon als Argumente für in der Öffentlichkeit aktuell geführte Debatten nehmen könnte - insbesondere was die Erziehung angeht. Swift mokiert sich beispielsweise darüber, dass der weibliche Teil einer Kultur sich zuhause ausschließlich der Kindererziehung widmet - mit dem Argument, eine Zivilisation, die ausgerechnet dem dümmeren Teil die Erziehung überlasse, könne nur als lächerlich bezeichnet werden. |
Tolldreiste Geschichten. Klassiker der erotischen Weltliteratur Honore de Balzac Gebundene Ausgabe, 4. April 2006 Verkaufsrang: 16892 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Balzac schrieb sie, um sich zu erholen, neben seinen großen Romanen, und es gibt wohl kein Werk von ihm, in dem seine unerschöpfliche Phantasie und Erfindungsgabe so schlackenlose erzählerische Meisterschaft erreicht hat wie in diesem fröhlichen Buch der Geschichten außer Rand und Band.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
ein erotischer klassiker 5 von 5 Punkten Dies Buch mit seinen vielen kleinen erotischen Geschichten kann man einfach nur empfehlen! Wer ein Klassiker sucht, wo er einfach mal abschalten kann und trotzdem nicht auf eine geistreiche, witzige und lebensnahe sprache verzichten will, ist mit diesem Werk gut bedient! |
Die drei Musketiere Alexandre Dumas Taschenbuch, Juni 2002 Verkaufsrang: 130695 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im Jahre 1625 verläßt der junge, aus verarmten Landadel stammende d´Artangnan seine gascognische Heimat und zieht nach Paris, um sich in den Dienst König Ludwigs XIII. zu stellen. In dessen Garde schließt er Freundschaft mit den drei unzertrennlichen Musketieren Athos, Porthos und Aramis. Gemeinsam bestehen sie im Kampf gegen den machhungrigen Kardinal Richelieu gefährliche Abenteuer. Als die Ehre der Königin durch eine infame Intrige des Kardinals und der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Immer wieder lesenswert 5 von 5 Punkten Eine spannende Geschichte vor historischem Hintergrund, gepaart mit Liebe, Intrigen, Duellen, überraschenden Wendungen und weiteren guten Zutaten. Es ist immer wieder ein Genuss, dieses Buch zu lesen. Ein Klassiker!
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Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer: Zwanzigtausend Meilen unterm Meer 1: Bd 1 Jules Verne Taschenbuch, Dezember 2002 Verkaufsrang: 66497 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die ebenso abenteuerliche wie folgenreiche Geschichte vom stolzen Kapitän Nemo und seiner -Nautilus-, dem ersten U-Boot der Welt. Beim Erscheinen des Buches war der Architekt des Suezkanals, Lesseps, so begeistert, daß auf seine Empfehlung hin Jules Verne zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen wurde. Der Konstrukteur der Tauchkugel, William Beebe, bekannte, Jules Verne sei der Vater des Gedankens gewesen. Auguste Piccard fühlte sich bei seiner ersten Tauchfahrt -in eine Szene aus Zwanzigtausend Meilen unter Meer versetzt-. Simon Lake, der U-Boot-Erbauer, sagte von seiner Schöpfung, sie sei -Stück für Stück die Nautilus-. Und -Nautilus- nannten die Amerikaner ihr erstes Atom-U-Boot, das Kapitän Nemos Reise unterm Packeis zum Pol dann tatsächlich unternahm.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Super Ausgabe 5 von 5 Punkten Nach langer Suche endlich gefunden. Diese Ausgabe von 20000 Meilen unter dem Meer(Zusammen mit Bd.2) ist einfach Klasse. Der ungekürzte und im Wesentlichen unveränderte Text garantiert großen Lesespaß.
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Die Nase / Der Mantel Nikolaj Gogol Gebundene Ausgabe, Januar 2006 Verkaufsrang: 69754 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Russische Literatur vom Feinsten 5 von 5 Punkten In dieser Ausgabe kann man gleich zwei von Gogols berühmtesten Erzählungen genießen; Die Nase und Der Mantel. Thematisch passen die Geschichten bereits gut zusammen; in beiden verliert der Protagonist etwas für ihn wichtiges und versucht es wieder zu finden. Die Menschen und Behörden die er dabei jedoch um Hilfe bittet, erweisen sich als inkompetent und korrupt.
Die Nase handelt von einem Offizier der eines Morgens aufwacht und feststellen muss, dass sein Riechorgan verschwunden ist. Schockiert über diesen unerklärlichen Vorfall setzt er nun alles daran seine Nase wieder zu finden, selbst vor einer Anzeige in der Zeitung schreckt er nicht zurück. Dann begegnet er seiner Nase auf offener Straße, die wie ein feiner Herr gekleidet ist und zudem noch eine bessere Stellung inne hat als er selbst.
Die Geschichte strotzt nur so vor Ironie und skurrilem Humor. Die Sorgen des Protagonisten und seine Versuche seine Nase zurück zu erlangen, sind absurd und in gewisser Hinsicht logisch zu gleich. Oftmals bricht man über der Lektüre in Gelächter aus. Langeweile kommt mit Sicherheit keine auf. Da die Erzählung zudem nicht besonders umfangreich ist, lässt sie sich sehr schnell durchlesen (dies gilt für beide Erzählungen).
Der Mantel hingegen greift ein ernsthafteres Thema auf. Ein armer aber fleißiger Beamter, dessen Leben nur aus Arbeit besteht, ist gezwungen sich einen neuen Mantel fertigen zu lassen, da sein alter nicht mehr zu retten ist. Anfangs sehr unglücklich über diese Idee, muss er allerhand Entbehrungen auf sich nehmen, um das Geld zusammen zu sparen. In dieser Zeit der Entbehrung blüht er jedoch regelrecht auf, hat er nun ein Ziel auf das er hinarbeitet und das er erreichen möchte; den neuen eleganten Mantel. Schließlich gelingt es ihm genug Geld bei Seite zu legen und sein Vorhaben zu verwirklichen. Lange kann er sich jedoch an seinem Mantel nicht erfreuen; bereits am folgenden Tag wird ihm dieser von Dieben gestohlen.
Auch diese Erzählung enthält viel des für Gogol typischen Humors. Dennoch regt sich im Leser Mitleid wenn er von den verzweifelten Versuchen des Protagonisten liest, der nichts weiter will als seinen Mantel zurück zu erlangen.
Jedem der sich für Russische Literatur oder Weltliteratur im allgemeinen Interessiert kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei dieser Ausgabe ebenfalls optimal, da es sich hiebei um eine Version mit Hardcover handelt und nicht um ein gewöhnliches Taschenbuch. Ein Buch, das die fünf Sterne auch wirklich verdient.
recht verschiedene Erzählungen 3 von 5 Punkten Diese beiden Erzählungen sind von ihrer Wirkung her recht verschieden. Während es sich bei der "Nase" um eine eher läppische Geschichte handelt, bei der einem Offizier aus unerfindlichen Gründen seine Nase abhanden kommt, die später aus genauso unerfindlichen Gründen wieder an ihrem Platz ist, einer Geschichte also, die fast schon dadaistische Züge trägt, ist der "Mantel" von ganz anderem Gewicht.
Nicht nur Dostojewskis Aussage "Wir sind alle Kinder des Mantels" wegen ist diese Geschichte an den Wurzeln der großen russischen Erzählungen anzusiedeln. Ein armer Beamter, nicht besonders helle, fleißig, aber von geringem Verdienst, muss sich einen neuen Mantel anschaffen, da der alte nicht mehr repariert werden kann. Nach langen Entbehrungen und harten Sparmaßnahmen hat er das Geld schließlich beisammen und kauft sich den Mantel, der ihm aber auf dem Heimweg von einem Feste, das einer seiner Vorgesetzten ausgerechnet aus diesem Anlass gibt, von Räubern gestohlen wird. Seine Apelle an die korrupten, unfähigen und unwilligen Rechtsinstanzen verhallen ungehört und - ohne Mantel - verkühlt er sich und stirbt kurz darauf unbeachtet. Da Gogol in seinen Erzählungen nicht ganz vom Phantastischen lassen kann, verfolgt darauf hin noch sein Geist einen der Schuldigen an seinem Tode.
In ihrer Lakonie ist diese Geschichte symptomatisch und - abgesehen vom metaphysischen Ende - hätte sie auch Tolstoj geschrieben haben können.
Ohne Zweifel ist sie in ihrer Schilderung des Elends der unteren Schichten, ihrem Mitleiden mit den Bedrückten und der detaillierten Schilderung des sozialen Hintergrunds der damaligen russischen Gesellschaft stilbildend. Der "Mantel" ist zugleich eine Satire auf das kleine Beamtentum und auf die Dummheit, aber auch ein ernsthafter Spiegel der Eitelkeit und Ineffizienz des russischen Beamtenapparats.
Gogol fügt - im Gegensatz zu seinen großen Erben - noch ein metaphysisches Element hinzu, das an Kafka erinnert. |
Die geheimnisvolle Insel Jules Verne Broschiert, Juli 2007 Verkaufsrang: 48918 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der amerikanische Bürgerkrieg: Cyrus Smith und einigen Mithäftligen gelingt die Flucht in einem Ballon aus einem Gefangenenlager. Nach einem langen Irrflug stranden sie auf einer scheinbar verlassenen Pazifikinsel. Cyrus und seine Gefährten richten sich auf dem Eiland ein. Doch sie sind nicht alleine. Ein Unbekannter rettet ihnen mehrfach das Leben. Wer ist dieser Fremde, und was führt er im Schilde? Wird Cyrus und seinen Freunden jemals die Flucht von der Insel gelingen?
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Wiederentdeckung eines Klassikers der Abenteuerliteratur 4 von 5 Punkten Jules Vernes "... geheimnisvolle Insel" ist eines der meist publizierten Werke des Autoren. Durch eine Vielzahl von Verfilmungen wurden und werden gerade auch Jugendliche ständig auf diesen Stoff aufmerksam gemacht. Hier kann die Neugier an die Romanvorlage gestillt werden. Mit der vorliegenden Ausgabe erhält der Leser den ungekürzten Lesespaß des Originals, mit leichten Retuschen zur verbesserten Lesbarkeit, zu einem moderatem Preis. Ideal für eine Rückbesinnung an Jugendlektüre oder zum Appetitholen für "Neueinsteiger" in die Welt Jules Vernes. Was den Herausgeber des Buches allerdings bewog, auf dem Buchtitel eine Illustration aus dem Roman "Die Kinder des Kapitän Grant" darzustellen, scheint ebenfalls ein Geheimnis zu sein ...
Zum Inhalt: Die Grundfabel ist ziemlich bekannt, daher nur die nachfolgende Kurzfassung. Als Gefangene der Südstaatler während des amerikanischen Bürgerkrieges, geling es einigen inhalftierten Nordstaatlern mit einem bereitstehenden Erkundungsballon das Lager zu verlassen. Doch ein aufkommender Orkan macht die nur zur Überwindung der feindlichen Reihen gedachte Luftreise zu einer Odyssee im Luftmeer. Nach vielen tausenden Kilometern strandet die Gruppe der FLüchtlinge auf einer einsamen Insel im Pazifik. Hier beginnt die eigentliche "Super-Robinsonade". Völlig auf sich gestellt, ihrem Optimismus, ihrer Kameradschaft und dem Genius ihres Vordenkers und Führers Cyrus Smith vertrauend, gelingt es, die Insel zum Ernährer und zur Wohnstätte zu machen. Schon bald fühlen sie sich nicht als Getrandete, sondern als Kolonisten. Doch dann bemerken sie, dass es noch eine gehiemnisvolle Macht im Untergrund gibt... Bedrohung oder Rettung? Die Ereignisse beginnen sich zu übeschlagen ...
Gäbe es noch ein Vorwort oder eine Nachbetrachtung zur Stellung des Werkes im Gesamtschaffen des Autoren, zum geschichtlichen Hintergrund oder zur Romantriologie "Die Kinder des Kapitän Grant", "20.000 Meilen unter den Meeren" und des vorliegenden Abschlussbandes "Die geheimnisvolle Insel", dann währe die Publikation noch perfekter gewesen.
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Die Elenden / Les Misérables Victor Hugo Gebundene Ausgabe, Januar 2006 Verkaufsrang: 38084 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "O Frühling, du bist ein Brief, den ich ihr schreibe... Wie groß ist es, geliebt zu werden! Und um wieviel größer, zu lieben! Das Herz wird heldisch durch seine Liebe. Es ist einzig aus Reinheit zusammengesetzt, nichts ist in ihm als Ewiges und Erhabenes. Ein unwürdiger Gedanke vermag in ihm sowenig zu keimen wie eine Brennessel auf Gletschereis. Die hohe und lautere Seele, unzugänglich den niederen Leidenschaften und Erregungen, wohnt im Himmelsblau. Beherrschend die Wolken und die Schatten dieser Welt, den Wahnsinn, die Lüge, den Haß, die Eitelkeit, die Not, empfindet sie nur noch die tiefen, unterirdischen Erschütterungen des Schicksals, wie die Gipfel der Berge das Beben der Erde empfinden... Wäre niemand mehr, der liebte, die Sonne würde erlöschen." Wer kann die Liebe ergreifender schildern als Victor Hugo? Wer vermag es, all ihre Erhabenheiten und Abgründe perfekt in Worte zu kleiden? Wenn das überhaupt möglich ist, hat Victor Hugo es vollbracht. Sein Werk wird von den größten Gefühlen, zu denen ein menschliches Wesen fähig ist, getragen, ob sie sich nun in Helligkeit entfalten bis aufs Äußerste oder die weitesten Dimensionen annehmen in ihrer Düsternis. Schonungslos und mit erschreckender Plastizität führt er uns das Dasein der Ärmsten unter den Armen im Frankreich des 19. Jahrhunderts vor Augen. Er beschreibt ihren erbitterten Kampf, den tiefsten Sümpfen des Jammertals zu entrinnen und eine gerechtere Welt zu schaffen. Und doch wird dort nicht nur gekämpft und geweint. Hugo entblättert unsere Existenz in seiner ganzen Bandbreite, ob wir von unserer Bestimmung her begnadigt sind oder nicht. Jedes Leben durchzieht ein kleines Glück, auch wenn es einem erbarmungswürdigen Schicksal folgt und an unwürdigen Klippen zerschellt. Hugo befreit die Erniedrigten von ihrem Schmutz und stellt sie zurück in das Licht ihrer Würde, die jedem Menschen, egal wie sehr er beleidigt wurde, innewohnt. Ich halte Hugos Werk hoch über meine kleine Bibliothek, weil es lebensspendenden Idealen folgt, weil es sich einer Moral verpflichtet, die mächtiger ist als die gesellschaftliche Moral, weil es den Blick auf die Welt komplett umdreht und die Sicht darauf freimacht, wie schön sie aussehen könnte, und letztlich, weil das Edle über das Gemeine im Menschen siegt. Und ich liebe es wegen seines hohen Gehaltes an Wahrheit, der gelungenen Mischung aus Realismus und Absurdität. Viel Gutes muß der Grausamkeit des Lebens zum Opfer fallen, ehe das wirklich Erhabene seinen glänzenden Sieg davontragen kann. Hugo beschönigt nichts. Trotzdem ist sein Weltbild nicht pessimistisch. Er beschreibt die Kluft zwischen Arm und Reich. Er zeigt, daß Armut böse machen kann und Reichtum blind. Dennoch siegt am Ende die Weisheit über die Dummheit und die Liebe über den Haß. Abgestumpft von vielen Jahren auf der Galeere und als gefährlicher Mensch von der Gesellschaft geächtet, nimmt der Bischof von Digne Jean Valjean, den ehemaligen Galeerensträfling, auf und bewirkt bei ihm durch einen peinlichen Vorfall und durch seine beispiellose Güte, eine wundersame Verwandlung. Jean Valjean, durch 19 Jahre Gefangenschaft vom Bösen zersetzt und verdorben, erkennt sein ganzes Elend in einem Schlüsselerlebnis und entwickelt sich daraus zu einem Beschützer der Schwachen und Bedürftigen. Doch unerbittlich bleibt ihm seine Vergangenheit auf den Fersen. Sie verfolgt ihn in der Gestalt des Polizeiinspektors Javert, der als Reinkarnation von seelenloser Spießbürgerlichkeit und menschenverachtender Gesetzestreue bis an sein Lebensende versucht, ihn wieder hinter Schloß und Riegel zu bringen. Rein stilistisch ist Victor Hugos dreibändiger Roman eine Schöpfung erster Güte. Wie eine Pyramide baut sich die Geschichte um Jean Valjean auf. Scheinbar völlig unabhängig voneinander beginnen hier und dort Steinwälle aus dem Boden zu wachsen, um sich irgendwann ganz unerwartet aneinanderzufügen und in einer einzigen Spitze zusammenzulaufen. Genauso entspinnt sich in Hugos Roman hier und da eine von der bisherigen Handlung unabhängige Geschichte, die sich irgendwann ganz plötzlich und zur Überraschung des Lesers nahtlos in das Gesamtbild einfügt. Am Anfang finden wir lauter einzelne geheimnisvolle Fragmente, am Ende ein klares, in sich perfekt geschlossenes Kunstwerk. Keinem Film wird es jemals gelingen, die tausend Ebenen und haarfeinen Verästelungen dieses Romans darzustellen, ohne Wesentliches auszulassen. Keinem Theater. Und keiner Oper. Zu viele Geschichten in einer Geschichte. Zu viele wichtige Botschaften. Zu viele große Gedanken. Zu viele Feinsinnigkeiten. Zu viele grandiose Beschreibungen. Zu viele komplizierte Zusammenhänge. Sicher, man kann sich auf die leidenschaftliche Liebe zwischen Mario und Cosette konzentrieren oder auf die Geschehnisse während der Julirevolution oder auf das haarsträubende Katz- und Mausspiel zwischen Valjean und Javert. Doch man wird immer nur einen Ausschnitt erfahren, der die wahre Größe des Gesamtwerkes nicht zu erfassen weiß. Der stürmische Kampf zwischen Gut und Böse, in dem das Gute trotz aller Tragik triumphiert, die unvergleichliche Komplexität des Werkes und die Art, wie es geschrieben ist, nämlich nicht nur mit der Vernunft des Kopfes und der Allwissenheit des Geistes, sondern auch mit inniger Anteilnahme der Seele und dem Blut des Herzens, machen dieses Werk zu meinem Lieblingsbuch seit ich sechzehn bin, und und kein anderes Buch konnte ihm in den folgenden zwölf Jahren den Rang ablaufen, obwohl ich in der Zwischenzeit bestimmt tausend andere Bücher gelesen habe. --Daphne Großmann
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)
Der beste Roman der französischen Literatur 5 von 5 Punkten Zu den Größten der Literatur, wie Shakespeare, Goethe oder auch Hugo ist schon fast alles gesagt worden. Also: Warum soll man sich durch ein 1350 Seiten starkes Buch "arbeiten" (denn damit hat es zu tun)? Die Antwort soll klar und eindeutig ausfallen: Mir ist kein literarisches Werk bekannt, in dem auf so einfühlsame Weise deutlich wird, wie große Vorbilder Menschen inspirieren und verändern können. Für den Ex-Sträfling Jean Valjean wird der Bischof von Digne zu solch einer Inspiration. Die durch diesen alten Mann wirkende Kraft der Menschlichkeit macht aus einem Menschen, der 19 Jahre in Gefangenschaft verbracht hat, nicht nur einen der angesehendsten Geschäftsleute in dem kleinen Städtchen Montreuil. Monsieur Madeleine, wie er nun respektvoll genannt wird, wird selbst zu einem Inbegriff menschlicher und moralischer Integrität, der sich am Ende selbst sein ehemaliger Erzgegner und Polizeiinspektor Javert nicht mehr entziehen kann. Wer die entsprechende Geduld und Muse zum Lesen aufbringt, wird reichlich belohnt. Er (oder sie) taucht ein in eine komplexe Welt zwischenmenschlicher Beziehungen, in der eindringlich deutlich wird, was Menschen einander geben, aber auch sich gegenseitig antun können. Als Kulisse dient die äußerst gegensätzliche französische Gesellschaft des unruhigen 19. Jahrhunderts.
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Moby Dick Herman Melville, Hertha Lorenz Gebundene Ausgabe, April 2001 Verkaufsrang: 50450 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das gewaltige Epos vom großen weißen Wal und Kapitän Ahab, abenteuerliche Reisen durch alle stürmischen Meere und die Geschichte von Ismael, der sich, des Festlands müde, auf den Ozean der Möglichkeiten begibt, indem er auf dem Walfänger Pequod anheuert. Nach abenteuerlichen Reisen durch alle stürmischen Meere findet er als einziger der Mannschaft nach Hause zurück - im Sarg seines Freundes Queequeg.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Ausgabe ungenügend! 1 von 5 Punkten Der Inhalt des Buches ist ungenügend! Die Übersetzung entspricht nicht dem Original und es sind Textstellen, ja sogar ganze Kapitel, weggelassen worden. Ich ärgere mich über den Kauf dieser Ausgabe; also mein Tip: Finger weg!
Gute Literatur 5 von 5 Punkten Vielfach als reine Abenteurgeschichte oder besseres Kinderbuch angesehen, ist "Moby Dick" ein ausgezeichnetes, doppeldeutiges Werk. Wie Don Quijotte schildert es die letztendliche Sinnlosigkeit allen Fanatismus, ist aber niemals belehrend, zeigt nie den in Deutschland so beliebten erhobenen Zeigefinger, sondern lässt den Leser miterleben und von selbst zum Nachdenken kommen. Spätestens seit Captain Jean-Luc Picard in "STAR TREK - First Contact" aus diesem Buch zu zitieren begann, weil er erkannte, dass er sich ähnlich wie Captain Ahab in eine aussichtslose Situation verrannt hatte, hat dieses Buch seine zeitlose Aktualität bewiesen und es ist sehr schade, dass es heutzutage so wenig bekannt ist. Kaufen und lesen, das ist alles, was man dazu noch sagen kann. |
Die russische Weltliteratur: Dostojewski, Der Idiot / Tolstoi, Anna Karenina / Turgenjew, Väter und Söhne / Gontscharow, Oblomow: 4 Bde Leo N. Tolstoi, Dostojew Fjodor M., Iwan A. Gontscharow, Leo N. Tolstoj, Ivan Goncarov, Fred Ottow, Arthur Luther, Josef Hahn Gebundene Ausgabe, Januar 2007 Verkaufsrang: 5071 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Eintauchen in die Seele Russlands: Eine einmalige Auswahl der bedeutendsten Meisterwerke russischer Erzählkunst Dostojewskis "Der Idiot", Tolstois "Anna Karenina", Turgenjews "Väter und Söhne" und Gontscharows "Oblomow" gehören weltweit zu den größten und beliebtesten Meisterwerken russischer Erzählkunst. Mit suggestiver Sprachkraft entführen uns diese Dichter in die glanzvolle Welt des russischen Adels und die erbärmlichen Zustände der Unterschichten, erzählen von den Seelenabgründen der Einsamen und dem Liebeswahn aussichtsloser Beziehungen …
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Tolle Sammlung 5 von 5 Punkten Diese Sammlung bietet nicht nur ein Klasse Preis-Leistung-Verhältnis, sondern auch tolle Bücher, diese sind wie folgt:
Gontscharow - Oblomow:
Nur wenige Figuren der Weltliteratur sind so populär geworden wie der "Oblomow", nur wenige auch so kontrovers gedeutet. Er ist zweifellos der faulste Mensch, den je ein Dichter erfunden hat. Die Argumente, mit denen er seine Tatenlosigkeit verteidigt, ob gegen das ärgerliche Verlangen des Hausbesitzers, die Wohnung zu räumen, oder selbst um den Preis einer Glück verheißenden Liebe, sind so fest mit seinem Gemüt verwachsen, dass sie ihm niemand ausreden kann. Gerne würde er anderen Menschen helfen, doch es ließe sich nur bewerkstelligen, wenn er sich und alles, was ihm teuer ist, vergäße- ein Ding der Unmöglichkeit also.
Mit Oblomow wurde Gontscharow über nacht berühmt, kaum eine Gestalt der Weltliteraut ist nur durch ihr nichtstun so berühmt geworden.
Turgenjew- Väter und Söhne
In seinem bedeutendsten und bekanntesten Roman konfrotiert Turgenjew den Idealismus einer Vätergeneration mit dem revolutionären Nihilismus des Helden. Diese Hauptfigur Bazarow lehnt alle herkömmlichen moralischen Vorstellungen ab. Selbst in der Liebe sieht er nichts weiter als die Hilflosigkeit vereinsamter Menschen und distanziert sich von ihr, bis er sich schließlich selbst verliebt...
Ein wirklicher Klassiker der russischen Literatur von zeitloser Qualität. Ein Werk, das trotz oder gerade wegen seines brisanten Stoffes zeitnah geblieben ist.
Dostojewski- Der Idiot
Im Mittelpunkt von Dostojewskis Roman steht der an Epilepsie leidende russische Fürst Myschkin, der wegen seiner Krankheit und seines demütigen, introvertierten Wesens als "Idiot" bezeichnet wird. Und dennoch auf seine Umgebung eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt. Im Zug nach Petersburg lernt Myschkin seinen Rivalen Rogoschin kennen, der ihn in ein tragisches Dreiecksverhältnis mit der schönen Nastaja hineinzieht. Seelisch gebrochen und unheilbar geisteskrank muss er am Ende ins Schweizer Sanatorium und steht abermals wie ein "Idiot" da- ein heiliger Narr, der seiner Umwelt den Tiefschwarzen Spiegel vorhält.
Tolstoi- Anna Karenina
Nach langer, glückloser Ehe kann Anna die Gefühlslosigkeit und frostige Vornehmheit ihres Gatten nicht mehr ertragen. Eine schicksalhafte Begegnung mit dem jungen Grafen Wronskij auf dem Moskauer Bahnhof löst eine Kette von Ereignissen aus, an deren Ende eine Katastrophe steht.Der Kampf um eine Liebe entgegen allen gesellschaftlichen und religiösen Konventionen wendet sich schlißlich gegen diese Liebe selbst, verkehrt in Eifersucht, Hass und Hoffnungslosigkeit.
Mit scharfem Beobachtungssinn und meisterhafter Beherrschung der Mittel charakterisiert Tolstoi in diesem Roman die vielfältigen Formen des menschlichen Handlens. |
Oblomow Iwan A. Gontscharow Taschenbuch, 1980 Verkaufsrang: 70005 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Lebenszentrum für den jungen Gutsbesitzer Oblomow ist das Bett, sein wichtigstes Kleidungsstück der Schlafrock. Passiv und entschlußlos hängt er seinen Ideen nach, zu deren Verwirklichung er nicht im Stande ist. Nur kurze Zeit erwacht er aus seiner Trägheit, als ihn Olga, deren Liebe Oblomow gerührt erwidert, vor der Verkümmerung bewahren möchte. Doch Olga heiratet schließlich de tüchtigen Geschäftsmann Stolz, die tatkräftige Gegenfigur im Roman. während Oblomow um der ungestörten Bequemlichkeit willen seinen ihm ergebene Haushälterin Agafja ehelicht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
Es ist unglaublich... 5 von 5 Punkten ...aber jeder von uns, vor allem ich selbst, ist ein "Oblomow"! Das ist der epische Roman über einen trägen, weltfremden, lebensunfähigen und energielosen, aber träumerischen Kleinadeligen mit einem grundguten Herz und der dazugehörigen Naivität. Von seinem besten Freund Stolz wird er in die Hände der jungen Olga getrieben, die ihn "zum Leben erwecken soll". Als das nicht funktioniert, bleibt Oblomow bei seiner neuen Wirtin, die sich mütterlich in ihn verliebt und deren Bruder ihn, zusammen mit einem vermeintlichen Freund des dickwerdenden Oblomow, auszusaugen versteht wie ein Parasit. Mehrere Versuche Stolzens, seinen Freund aus dem vergiftenden Trott des Nichtstuns herauszuzerren, scheitern trotz einiger Erfolge und Oblomow stirbt bald nach dem zweiten Schlaganfall. Das ist ein wahrlich großer und teils langatmiger Roman, der sich wie viele realistische russische Klassiker mit den grundlegenden Fragen des Lebens auseinandersetzt. Er lässt einen nachdenken über sich selbst, seine eigene Beziehung zu Oblomow und ist die "gesunde"(also kürzere) Alternative zu Tolstoi und Dostoevskij. Etwas besonderes ist auch die Schilderung einiger Szenen, wie z.B. zu Anfang Oblomows Tagesablauf oder später die Trennung von Olga.
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Wahlverwandtschaften Johann Wolfgang von Goethe Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 34065 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eduard und Charlotte leben in zweiter Ehe zusammen auf ihrem Landgut und erfüllen sich damit ihre Jugendliebe. Die Zweisamkeit wird gestört, als Eduard seinen alten Freund Otto, einen in Not geratenen Hauptmann, als Berater und Gartenvermesser auf sein Gut einlädt und Charlotte ihrerseits ihre auf dem Internat unglückliche Pflegetochter Ottilie als häusliche Gehilfin zu sich nimmt. Die Harmonie zwischen Eduard und Charlotte ist durch das Eindringen der Freunde gestört: Charlotte fühlt sich zu dem praktisch denkenden Hauptmann hingezogen, der sensible Eduard empfindet eine innige Neigung zur empfindsamen Ottilie. Während Charlotte und der Hauptmann ihren gegenseitigen Neigungen entschlossen entgegenzutreten versuchen, lassen Eduard und Ottilie die langsam entstehende Liebe zu. Aus dieser 'Wahlverwandtschaft', die sich mit der unabwendbaren Kraft eines Naturvorgangs entwickelt, gibt es kein Zurück, aber auch keinen anderen glücklichen Ausgang.Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) verbrachte seine Jugend in Frankfurt, zog in seiner Studienzeit nach Leipzig und Straßburg und arbeitete ab 1771 als Anwalt wieder in seiner Heimatstadt Frankfurt. 1775 wurde er an den Hof von Weimar berufen, wo er (mit Unterbrechungen wie der Italienischen Reise) bis zu seinem Tod blieb.
»Und was denn also 1809, nach zweijähriger Arbeit, nachdem der Sechzigjährige "was er vermochte, daran gewendet", bei Cotta in Tübingen ans Licht kam, war ein Kapitalwerk des Dichters, ein wohlausgewachsener Roman in zwei Teilen und Bänden, - der größte nicht, aber der höchste der Deutschen.« Thomas Mann
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ein Anspruch auf Ganzheit 5 von 5 Punkten Im Wesentlichen handelt der Roman über die Liebe, dieses große, wenn nicht sogar größte Naturgeheimnis. Gewiss hat sie unzählige Erscheinungsformen. Doch in Goethes Roman "Die Wahlverwandtschaften" erscheint sie auf einen Kern geführt, der sich in Natur, Wissenschaft, Kunst, Philosophie, Religiosität, vor allem im Zwischenmenschlichen zeigt, oft nur erahnen lässt.
Solche Liebesbeziehungen wie in dem Roman, wo sich Wahl- bzw. Seelenverwandte finden, kenne ich aus meinem Leben leider nicht. Möglicherweise auch deshalb liegt mein Augenmerk besonders auf der wissenschaftlichen Seite des Werkes. Zu einer Zeit als viele heute große Wissenschaften noch klein waren, im frühen 19. Jahrhundert, lässt der Dichter Ahnungen sprechen, wie Liebe von Natur her aufgebaut sein könnte, was zweifellos noch heute zu den größten wissenschaftlichen Entdeckungen gehören würde.
Kürzlich habe ich einen Wissenschaftler, einen forschenden Psychologen sagen hören, dass wir heute immer noch nicht wüssten, warum Menschen einander lieben. Meiner Vorstellung nach, die ich mir, unter anderem, mithilfe der "Wahlverwandtschaften" gebildet habe, müsste man von Psycho- und Soziologie über Biologie und Chemie bis in Quantenphysik gehen und hätte wahrscheinlich die Liebe immer nur ungenügend erklärt - eben erklärt.
Womöglich nicht viel mehr als Liebende voneinander wissen, warum sie lieben, weiß es dieser bedeutende Roman. Mang ungeheurer Fülle sehen wir manch Kräfte für die Liebe walten, andere ihr zuwider; Sehnsüchte allzu großer Liebe erwachsen, jedoch auch Hoffnungen schimmern auf eine lebbare.
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Edgar Allan Poe Edgar Allan Poe Gebundene Ausgabe, Juni 2004 Verkaufsrang: 9353 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses umfassende Werk enthält viele phantastische Erzählungen, Gedichte und Verse des großen Dichters Edgar Allan Poe in denen er exemplarisch seine Begabung, Scharfsinn mit Phantastik zu verbinden, und seinen außergewöhnlichen Hang zum Unheimlichen beweist. Nicht umsonst gilt er als Inkarnation der Schwarzen Romantik.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Top Poe Sammlung 5 von 5 Punkten Diese Sammlung von Poes Kurzgeschichten bildet einen sehr schönen (und Umfangreichen) Einblick in das Schaffen von Edgar Allan Poe (Dichtungen werden hier jedoch leider nicht abgedruckt)
Das Preis-Leistungsverhältnis ist trotz zahlreicher Druckfehler einwandfrei! |
Der Tod des Iwan Iljitsch Leo N. Tolstoi Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 77674 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden » "Und der Tod? Wo ist er?" Und er suchte nach seiner früheren, so gewohnten Todesangst und konnte sie nicht finden. Wo war sie? Und was denn für ein Tod? Es war keine Angst da, weil auch kein Tod mehr da war. An Stelle des Todes war ein Licht da. "So ist das also!" sagte er plötzlich laut. "Welch eine Freude!"... "Es ist zu Ende!" sagte jemand über ihm. Er hörte diese Worte und wiederholte sie in seinem Geiste. Zu Ende ist der Tod", sagte er sich. "Er ist nicht mehr."«
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Ganz groß ! 5 von 5 Punkten Diese für einen russischen Erzähler bemerkenswert kurze Geschichte bringt mit unnachahmlicher Meisterschaft auf den Punkt, wie hilflos der Mensch angesichts seiner Vergänglichkeet doch in Wahrheit ist und wie verlogen und leer die Scheinwelt, die er sich darum herum aufbaut um dies nicht sehen zu müssen.
"Der Tod des Iwan Iljitsch" ist ganz große Literatur im kleinen Format und der perfekte Einstieg in die Gedankenwelt Tolstois.
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Madame Bovary: Sitten der Provinz Gustave Flaubert Taschenbuch, April 2005 Verkaufsrang: 128272 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die begeisterte Romanleserin Emma Bovary hat den Kopf voller romantischer Träume. Wie langweilig muß ihr dagegen ihr Leben als Frau eines Arztes in einer Provinzstadt erscheinen! Ihr Mann Charles versteht ihre Wünsche und Nöte nicht. So sucht die leidenschaftliche junge Frau ihr Glück in fremden Armen - und wird bitter enttäuscht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
tiefe Einblicke in die weibliche Psyche 5 von 5 Punkten Emma Bovary ist eine junge Frau, die sich aufgrund falscher, romantischer Vorstellungen in eine Ehe gestürzt hat die Sie nicht glücklich zu machen vermag. Zu spät erkennt Sie das Ihr Mann kein Romanheld ist, das Sie Ihn weder liebt noch wirklich achtet. Um Ihre innere Leere auszufüllen stürzt Sie sich in Affären oder erliegt dem Kaufrausch, immer auf der Suche nach Ihrem inneren Gleichgewicht. Flaubert beschreibt sehr anschaulich die Seelenqualen der Madame Bovary. Jedoch ohne über Sie zu urteilen sondern vielmehr als Beobachter. So kann der Leser selbst entscheiden ob Emma nun einfältig und selbstsüchtig, eine sensible, missverstandene Frau oder von Beidem etwas ist. Der Roman liest sich alles in allem sehr gut, auch wenn Er an manchen Stellen einige Längen aufweist. Ein sehr empfehlenswertes Buch vor allem wegen der tiefen Einblicke in das Seelenleben der Protagonistin.
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Insel Taschenbücher, Nr.41, Robinson Crusoe Daniel Defoe Taschenbuch, 21. September 2006 Verkaufsrang: 32851 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 6 Tagen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein Klassiker 5 von 5 Punkten Wer hat es sich nicht schon einmal gewünscht. Einsam wie Robinson Crusoe auf einer Insel abseits der Zivilisation. Doch was es heißt dort zu überleben, wie viel Mühe es kostet selbst einfachste Dinge herzustellen, das zeigt dieses Buch. Es ist und bleibt der Klassiker des Abenteuerromans. Geschrieben 1719 fasziniert dieses Buch noch immer. Auch ich wurde in seinen Bann gezogen, und kann es somit nur jedem weiterempfehlen. |
Bartleby, der Schreiber: Eine Geschichte aus der Wall Street Herman Melville Taschenbuch, März 2008 Verkaufsrang: 30528 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Herman Melvilles subversive Geschichte einer Verweigerung ist eines seiner Meisterwerke und einzigartig in ihrer absurden Komik. Jürgen Krug hat seine Neuübersetzung mit einem umfangreichen Kommentar versehen. Die Geschichte spielt in der New Yorker Geschäftswelt um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein seltsamer, rätselhafter Mann wird in einer Kanzlei als Kopist eingestellt: Bartleby. Während er zunächst durch ungewöhnlich große Zurückhaltung und Schweigsamkeit auffällt, geht er mehr und mehr dazu über, die Ausführung bestimmter Tätigkeiten mit dem Satz »Ich möchte lieber nicht« abzulehnen. Schließlich verweigert er sich jeder Art von Tätigkeit. Sein Arbeitgeber erliegt immer mehr dem Einfluß Bartlebys
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
engl. Titel: "Bartleby the Scrivener" - tragische und teils humorvolle Geschichte 5 von 5 Punkten Eine Kanzlei auf der Wall Street im New York der Mitte des 19.Jahrhunderts. Ein Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei stellt Bartleby als Schreiber ein. Der Anwalt schätzt Bartleby zunächst als eine wertvolle Erwerbung ein, ist er doch fleißig und abgesehen von gelegentlichen Träumereien stetig in der Anfertigung von Abschriften. Bartleby wird vom Rechtsanwalt als sanftmütig und zurückhaltend, mit stiller Art, gleichbleibendem schicklichen Benehmen und natürlicher Rechtschaffenheit beschrieben. Bartleby ist da, aber nicht sehr präsent, er wirkt anders und hat "nichts im gewöhnlichen Sinne menschliches" an sich.
Mit der Formel "Ich möchte lieber nicht"/"I would prefer not to" verweigert Bartleby dem Rechtsanwalt mit der Zeit immer mehr Hilfsdienste, Aufträge, Botengänge, Durchsichten und schließlich auch die Abschrift von Dokumenten. Für den Anwalt stellt sich das Problem, was zu tun sei. Er versucht zunächst, sich Bartlebys Verhalten zu erklären und ihn zur Angabe von Gründen zu bewegen, was dieser jedoch stoisch und sanftmütig verweigert. Der Anwalt kommt zu dem Schluß, dass Bartleby in der Seele krank sein müsse, unfreiwillig handele und empfindet Mitleid mit ihm. Er versucht Bartleby zunächst mit Argumenten, später mit Taktik, zum Gehen zu bewegen, was der wiederum verweigert, ja er bewohnt sogar die Kanzlei durchgängig. Schließlich bleibt dem Anwalt nichts anderes übrig, seine Kanzlei an einen anderen Ort zu verlegen, Bartleby bleibt zurück. Die Nachmieter werfen Bartleby schließlich aus den Räumlichkeiten der ehemaligen Kanzlei heraus, die Polizei bringt ihn ins Gefängnis (in die "Tombs")...
Die Verweigerung Bartlebys bleibt bis zum Schluß der Erzählung unerklärlich. Seine Motive, soweit er welche besitzt, bleiben verborgen.
Der Rechtsanwalts berichtet die Geschehnisse, er beschränkt sich darauf, seine Überlegungen und Reaktionen (sowie die anderer) auf Bartlebys Verhalten zu beschreiben. Zum Teil ist der Bericht recht humorvoll, etwa wenn beschrieben wird, wie sich der Rechtsanwalt und die anderen Angestellten (Turckey, Nippers, Ginger Nut) die Formel "Ich möchte lieber" zu eigen machen. Letztlich endet die Erzählung jedoch tragisch. Durchgängig steht die Frage, wie das Handeln Bartlebys zu erklären sei.
Eine kurzweilige, zum Teil humorvolle, Lektüre, die die Erklärung des Handelns Bartlebys offenlässt.
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Bildnis einer Dame Henry James Taschenbuch, Dezember 2003 Verkaufsrang: 113120 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Bildnis einer Dame (The Portrait of a Lady) ist die Geschichte der jungen Amerikanerin Isabel Archer, die nach dem Tod ihres Vaters zum ersten Mal in ihrem Leben nach Europa kommt und mit ihrem Charme, ihrem Wissensdurst und ihrer selbstbewußten Offenheit die Sympathie ihrer Verwandten dort erringt. Sie wird zur Haupterbin ihres Onkels. Doch obwohl ihr ihre Unabhängigkeit zunächst über alles geht, heiratet sie schließlich und merkt zu spät, daß sie einer Intrige zum Opfer gefallen ist. Dabei wird kein Herz gebrochen, kein Schurke triumphiert. Isabel Archer kommt zur Einsicht, reift an ihrem Irrtum und wird schließlich zu jenem Bildnis einer Dame, deren Gesicht Züge des Leidens und der Erfahrung trägt und dessen Schönheit nicht nur an der Oberfläche haftet. Dieses Gesicht ist bedeutend geworden. James gelingt es meisterhaft, Anteilnahme am Schicksal der Protagonistin und die Neugier auf den weiteren Verlauf ihres Lebens zu wecken. Ein Meisterwerk. Die Verfilmung von Jane Campion mit Nicole Kidman in der Titelrolle war 1996 ein großer Erfolg in den Kinos.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Unersetzlicher Klassiker 5 von 5 Punkten In diesem Gesellschaftsroman von Henry James stellt der Autor eine junge Amerikanerin in den Mittelpunkt, die als unbeschriebenes Blatt nach Europa kommt und dort tiefgreifende Erfahrungen macht, welche sie zu einer gereiften Dame werden lassen.
Welche Wirkung die Lady jedoch auf ihr Leben haben sollte, dies ahnen die drei Gentlemen nicht, die auf dem behaglichen Landsitz des Bankiers Touchett ihren Tee einnehmen. Der alte Herr Touchett versucht, den jüngeren Herren klarzumachen, was für ein Segen eine geeignete Ehefrau für einen Mann sein kann. Da er jedoch in seinem Fall bekanntermaßen die falsche Entscheidung getroffen hat, bleibt sein Rat etwas theoretisch für seine Tischgenossen. Und dennoch bleibt eine Ahnung zurück, als der Sohn des Hauses seiner bezaubernden Cousine begegnet, die seine Mutter aus Amerika mitgebracht hat. Auch der Freund des Hauses, Lord Warburton, ist von der jungen Dame hingerissen. Schon nach kurzer Zeit legt er Isabel Archer die Welt zu Füßen. Die junge Frau möchte aber das eben entstandene Bild von Unabhängigkeit und Freiheit nicht zerstören und lehnt den Heiratsantrag ab. Ralph Touchett beschließt schließlich seinen Vater dazu zu überreden, einen großen Teil seines Vermögens seiner Nichte zu hinterlassen, um ihr die gewünschte Bewegungsfreiheit zu garantieren. Er selbst hat die Schwindsucht und sieht daher sein Leben als zu kurz an, um eine Familie zu gründen und das ganze Erbe seines Vaters zu verwenden. Und so erhält Isabel überraschenderweise schon bald ein Vermächtnis ihres Onkels, den sie nur eine kurze Zeit kannte. Da zu dieser Zeit bereits eine Freundschaft mit einer guten Bekannten ihrer Freundin entstanden ist, lässt sie sich gerne überreden, mit dieser nach Italien zu reisen. Dort soll ihr Schicksal auf sie warten. Denn ihre Freundin, Madame Merle, macht sie dort mit einem guten Freund bekannt, der die junge Amerikanerin in seinen Bann schlägt.
Mit der Heirat Isabels Archer verändert sich die Stimmung der Erzählung. Die Ehe der Osmonds wird nicht glücklich. Sie scheinen keine gemeinsamen Interessen zu haben. Nach außen geben sich die Eheleute den Anschein eines etablierten Paares, aber Isabels Freunde machen sich Sorgen. Isabel versucht, das Liebesglück ihrer Stieftochter Pansy voranzutreiben, aber Mr. Osmond hat ganz andere Pläne für seine Tochter. Isabel erfährt, dass auch sie einer Intrige zum Opfer gefallen ist. Kurz zuvor hatte sie ein Telegramm aus England erhalten, welches sie an das Sterbebett ihres geliebten Cousins ruft. Ist dies vielleicht das Ticket für die Freiheit? Eine Möglichkeit, vergangene Fehler auszulöschen und noch einmal von vorne zu beginnen?
Die junge Dame steht vor einer schweren Entscheidung und diese kann sie nur alleine treffen.
Der Autor lässt dem Leser keine Chance, dem Sog seiner Erzählung zu entkommen. Zunächst amüsiert er mit gegensätzlichen amerikanischen und englischen An- und Einsichten, verwirrt mit dem Ablehnen eines perfekten Lebensbildes und stürzt den mitfühlenden Menschen in die Ängste und Sorgen gescheiterter Illusionen. Obwohl er selbst darauf hinweist, dass die Nebenfiguren nur zwingendes Beiwerk bei der Herausstellung der Hauptfigur sind, kommt doch der Verdacht, dass diese ein für den Schriftsteller nicht unliebsames Eigenleben zu führen pflegen. Auf jeden Fall stellt die politisch völlig unkorrekte aber sehr unterhaltsame amerikanische Freundin der zunehmend melancholischen Hauptperson einen unersetzlichen Gegenpol da. Und darf am Ende gar verkünden, für welchen Weg sich die tapfere Dame entschieden hat.
Persönlich erfahrenes Leid und Unglück scheinen für Henry James unabdingbar mit Charakterbildung verbunden zu sein. Auch wenn man diese Ansicht nicht uneingeschränkt bejaht, ist die eindringliche Art der Erzählung doch sehr beeindruckend. Und man stellt das Buch in nachdenklicher Stimmung ins Regal zurück.
Vielleicht der beste Roman eines großen Romanciers 5 von 5 Punkten Das ist der vielleicht beste Roman eines brillianten Romanciers. James erzählt von der spirituellen Vergewaltigung einer jungen Frau und von ihrem verzweifelten Versuch, in einer von Männern - und was für Männern - dominierten Welt ihre Würde zu bewahren. "Portrait of a Lady" ist große Literatur. Unter allen anglophonen Autoren des 19. jahrhunderts schreibt James das vielleicht eleganteste, sonorste Englisch, was die Lektüre zu einem nachhaltigen Genuss werden lässt. Die deutsche Übersetzung kann dem zwar nicht völlig gerecht werden, deutet die Schönheit des Originals aber an. |
EinFach Deutsch - Unterrichtsmodelle: Heinrich von Kleist 'Michael Kohlhaas' Annegret Kreutz, Heinrich von Kleist Broschiert, 2005 Verkaufsrang: 115401 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| EinFach Deutsch - Unterrichtsmodelle: Theodor Fontane 'Effi Briest' Stefan Volk, Theodor Fontane Broschiert, 2006 Verkaufsrang: 12944 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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EinFach Deutsch - Unterrichtsmodelle: Johann Wolfgang von Goethe 'Die Leiden des jungen Werthers' Hendrik Madsen, Rainer Madsen, Johann W. von Goethe Broschiert, 2004 Verkaufsrang: 37134 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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