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Sämtliche Romane und Erzählungen Voltaire Taschenbuch, 17. Mai 2007 Verkaufsrang: 38480 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Solange es Freunde unabhängigen, weltoffenen Geistes und funkelnden Witzes gibt, werden Voltaires Romane und Erzählungen als literarische Kostbarkeiten ersten Ranges unsterblich sein. Sie entzücken immer neu durch ihren weltkundigen Verstand und die unnachahmliche Brillanz ihres Stils, vor denen sich die menschlichen Vorurteile in Lachen auflösen und die wahre Menschlichkeit sichtbar wird. In dieser Ausgabe sind sie sämtlich vereinigt: die bekannten Romane wie 'Candide oder Der Optimismus', 'Zadig oder Das Schicksal', 'Die Prinzessin von Babylon' mit einer Fülle weniger bekannter, doch nicht weniger witziger, glänzender Meisterstücke. Die Ausgabe ist durch 'Potpourri, die Denkwürdigkeiten aus dem Leben des Herrn de Voltaire. Aufgezeichnet von ihm selbst' und durch sorgfältige Erläuterungen bereichert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
"Wenn Blinde von der Farbe reden" (Voltaire) 5 von 5 Punkten ___
Voltaire, eigentlich François Marie Arouet (1694-1778) war einer der einflussreichsten Autoren der europäischen Aufklärung. In Frankreich nennt man das 18. Jahrhundert deshalb auch >das Jahrhundert Voltaires< (le siècle de Voltaire). Mit seiner Kritik an den Missständen des Absolutismus und der Feudalherrschaft sowie auch am Deutungs- und Machtmonopol der katholischen Kirche war er einer der wichtigsten Wegbereiter der Französischen Revolution. Seine Waffen im Kampf gegen seine Gegner waren ein präziser und allgemein verständlicher Stil sowie Sarkasmus und Ironie.
Dieses vorliegende Werk sämtlicher Romane und Erzählungen ist eine wahre Fundgrube, ein Steinbruch Voltairescher Gedanken, die sich aus den Tiefen jeder Erzählung, jeder Kurzgeschichte, jeden Romans herausholen lassen. Victor Klemperer leitet ein, eine Lobeshymne an den in England Verweilenden, der quasi an den fulminanten Ehrungen nach dem Wiedereintritt in die Pariser Hemmnissphäre erstickt ist. Zerstörer und Bewunderer des Königtums, bester Literat im Schreiben wie im Interpretieren vergangener Werke, Gegenspieler Rousseaus, allein schon dort deutlich, wo Voltaire Glauben und Zweifel zuließ, den Deismus prägte, Komödien mochte und spielte, jedoch niemals Komödiant wurde. Klemperer bezeichnet ihn als Epigonen, wenn er sich an Strukturen der Dramen Großer wie Racine orientierte, aber meines Erachtens nie auf dem Niveau eines Hesses, der ja nicht scheute, Bemerkungen anderer umformuliert sein Eigen zu nennen. Voltaire fand Vorbilder in griechischen Antike, befand den noblen Stil französischer Autoren für höchst angemessen, liebte ebenso das Schöne wie die Könige, doch ebenso und vielleicht sogar mehr: die Vernunft. Ob als Berater in Potsdam, als Bestaunender von Schwetzingen, er war ein kritischer Schöngeist.
Dieses Buch vereinigt die Sichten als Aufklärungsphilosophie. Ob in dem "Mann mit den Vierzig Talern" jeder Gesellschaftsteil seine Hinterfragungen als gerechtfertigt überprüfen kann, wie die Frage, ob Persepolis zu überleben hat, zu beantworten ist oder ob die beste aller möglichen Welten tatsächlich existiert oder nur einer utopistischen Monade entspringt: nur praktische Vernunft nennt Voltaire sein Eigen. Die Leibniz Kritik im "Candide" (siehe separate Rezension) ist eine Geheimwaffe, erst nicht beachtet, dann in Aufsehen erregender Schnelligkeit und Menge verkauft. Die lesende Bevölkerung Frankreichs erlebte die Lutherische Bibelübersetzung nochmals. Voltaire kennt keine Raum-Zeit Komponenten in seinem Werken, allein der Inhalt ist entscheidend, vor allem die dahinterliegende Botschaft, die beißende Kritik, die feine Ironie, der blamierende Sarkasmus.
Da wo ihm hehre Vernunft unterstellt wird, ist er doch auch dem Sinnlichen ebenso zugetan ist. Wie Platons ist auch sein "Memnon oder die menschliche Weisheit" nicht allein Weisheit im Sinne der Vernunft, denn auch er beschreibt die Sinne als feindliche Herrinnen. Sein Memnon entgleist auf diesem Terrain und bringt sich aus Leidenschaft um seine Stellung. Vorbild für Grillparzer ist sein Weiß-Schwarz-Gemälde der Sprache als orientalisches Abenteuermärchen.
Zum Schluss möchte ich nicht wie im "Indischen Abenteuer" dem Pythagoras mein Leid klagen ob der sich zerfressenden Gesellschaften, die sich zwar den Scheiterhaufen der Inquisition erspart aber im globalen Zeitalter sich andere Möglichkeiten geschaffen haben. So wie er Pythagoras Toleranz predigen lässt, so steht für ihn Toleranz über allem. "Rette sich wer kann" sein Credo, wenn Toleranz und Humanität nicht siegt.
Lese wer kann, mein Credo für beste Literatur und zum Verständnis des Weltgeistes im 18. Jahrhundert, prägend bis in die heutige Zeit.
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Die drei Schwestern: Und andere Jugendwerke Jane Austen Taschenbuch, November 2000 Verkaufsrang: 152870 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein wunderbares Buch für Austen-Liebhaber 5 von 5 Punkten ist dieser Schmöker. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Zufällig bin ich darauf gestoßen und ich bereue es nicht! Ich kenne alle Romane von Jane Austen und finde sie wunderbar. Aber wo ihre Romane vollkommen, ausgeklügelt und atmosphärisch unfehlbar und hochunterhaltsam sind, sind diese kleinen Erzählungen - sehr praktisch für unterwegs oder abends vorm Schlafengehen, da kurz und kurzweilig - kleine Ausschnitte ihres Könnens, jedoch nicht weniger amüsant. Da ist zum Beispiel diese Satire auf Briefromane, bei der ich mich schief gelacht habe und die allein den Kauf dieses Buches unentbehrlich macht.Dieses Buch hat mir einige Stunden schöne Unterhaltung beschert. Und ich weiß jetzt auch mehr von Jane Austen und ihrem Werk. Vielleicht die weniger bekannten und unentdeckten, aber nichtsdestotrotz wissenswerten Seiten ihres Könnens. |
Tom Sawyers Abenteuer Mark Twain Taschenbuch, August 2005 Verkaufsrang: 84353 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Tom Sawyer" zählt zu den bekanntesten Jugendbüchern der Weltliteratur, das aber oft wegen seiner vielen gesellschaftskritischen Anspielungen gekürzt und bearbeitet wurde. In der Reihe 'Gerstenbergs visuelle Weltliteratur' erscheint der Roman in ungekürzter Form. Die besondere Ausstattung, die vielen Illustrationen, Fotografien, Abbildungen und informativen Texte werden nicht nur Jugendlichen, sondern auch erwachsenen Lesern großes Vergnügen bereiten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Unsterbliche Kindheitserinnerung 5 von 5 Punkten Der "unsterbliche" Tom Sawyer, der "Lausebengel" schlechthin, der durch Jahrhunderte hindurch immer wieder mitten unter uns aufwächst, so dass wir ihn in jeder Verkleidung wieder erkennen würden; zu alledem ist es Mark Twain aber gelungen, ihn in seiner eigenen Zeit auf ganz besondere Weise lebendig werden zu lassen, weil mit ihm die Zeit der Südstaaten auf eine anrührend autobiographische Weise zum Leben erwacht.
Tom Sawyer - wer denkt da nicht gleich an das große Abenteuer und an den herzensguten Jungen, der es faustdick hinter den Ohren hat! Tante Polly jedenfalls hat ihre liebe Müh mit dem abenteuerlustigen Bengel. Aber man kann eben kein Musterknabe sein, wenn man ein gefürchteter Pirat werden will und sich in den Kopf gesetzt hat, einen echten Schatz zu finden. Doch das richtige Abenteuer beginnt erst, als eines Nachts auf dem Friedhof ein Mord passiert, und nur Tom und sein Freund Huck gesehen haben, wer der Mörder war.
Ein super Buch, das besonders gut für Kinder ab ca. 10-12 Jahren geeignet ist und aus jedem Lesemuffel eine richtige Leseratte werden lässt. Kein Kind darf so ein Werk verpassen!!!
Trotzdem ist es auch ein Buch, das auch Erwachsene mit Vergnügen und Gewinn lesen können - und lesen sollten.
Mark Twain hat es verstanden, uns zu zeigen, wie Kinder denken
Fazit: Wenn von Harry Potter niemand mehr spricht, wird Tom Sawyer noch immer seine Streiche spielen.
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Oben in der Villa W. Somerset Maugham Taschenbuch, November 2005 Verkaufsrang: 181748 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Achtundvierzig Stunden aus dem Leben einer Frau, die sich in eine toskanische Villa zurückgezogen hat, um über einen Heiratsantrag nachzudenken. Doch die geplanten Einkehrtage geraten unversehens zum tollsten, kriminalistischen Liebesabenteuer ihres Lebens."Was Maugham über seine Position in der Literatur zu sagen liebte: Er sei nur ein story-teller, ein Geschichtenerzähler, ein entertainer, ein Unterhaltungsschriftsteller. - Er war es - aber nicht nur. - An diesem Überbleibsel aus einer Zeit, da Geschichtenerzählen und Literatur, da Kunst und Unterhaltung noch nicht geschiedene Begriffe waren (und Pointen noch nicht unfein), bleibt beispielhaft: die nie ermüdende Lebensneugier des Schriftstellers und einstigen Arztes Maugham - Exempel für heutige Literatur-Bastler, die ihre Unlust oder Unfähigkeit, Mitmenschen zu schildern und Geschichten zu erzählen, als Avantgardismus erklären." (Der Spiegel) William Somerset Maugham (Paris 1874 - Nizza 1965) studierte Medizin in Heidelberg und London. Später reiste er viel (u.a. in den Fernen Osten) und nahm am Leben der internationalen Gesellschaft teil. Der Stil seiner Erzählungen lehnt sich an der gesprochenen Sprache an - oft gewürzt mit geistreich-witziger, bisweilen auch zynischer Lebenskritik. Maughams literarische Vorbilder waren Guy de Maupassant und Anton Tschechow.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Männer! 4 von 5 Punkten Somerset Maugham erzählt auf diesen knapp über 100 Seiten eine ereignisreiche Geschichte. Achtundvierzig Stunden im Leben einer jungen Witwe. Mary lebt in der Villa von Freunden mit Blick auf Florenz. Ein väterlicher Freund, der sie schon seit ihren Jungmädchen Jahren verehrt, macht ihr einen Heiratsantrag. Da Mary ihn sehr gerne mag, jedoch nicht liebt, bittet sie um Bedenkzeit. In dieser Nacht macht Mary jedoch die Bekanntschaft eines sonderbarenb jungen Mannes, dessen Verhalten ihr weiteres Leben verändern wird und ihr auch die Entscheidung betreffen einer Heirat abnehmen wird.Somerset Maughams Sprache ist ein Genuß! Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen.
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Der grüne Heinrich Gottfried Keller Gebundene Ausgabe, Juni 2006 Verkaufsrang: 180284 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Keusche und erotische Liebe, Freundestreue und Duell · Einer der großen deutschsprachigen Bildungsromane · Die tragische Lebensgeschichte des Kunstmalers Heinrich Lee Wegen seiner stets grünen Kleidung wird Heinrich Lee in seiner Kindheit "Der Grüne Heinrich" genannt. In München versucht er sich erfolglos als Kunstmaler und verliebt sich in seine schüchterne Cousine bis er der sinnlichen Judith begegnet ... Der in weiten Teilen autobiographische Roman von Gottfried Keller liegt hier in der 2. Fassung vor, die gegenüber der Ersten ein positives Ende hat und als endgültiger Ausdruck der Altersreife des Autors gilt.
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Die schwarze Spinne Jeremias Gotthelf Gebundene Ausgabe, Januar 2007 Verkaufsrang: 34170 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine Mischung zwischen Stephen King und Ludwig Ganghofer 3 von 5 Punkten Zuerst musste ich mich an die alte Sprache gewöhnen. Ist für heutige Zeiten etwas verquer. Außerdem hätte ich mir für einige Worte eine Erklärung/Fußnote gewünscht, z.B. Gotte = Taufpatin, Weinwarm = irgendwas zu essen aber was?,...
Als ich mich dann aber nach ein paar Seiten in die Zeitreise eingelassen hatte, war es doch spannend zu lesen. Alles ist sehr bildhaft und einprägsam beschrieben. Man ist immer mitten drin, nicht nur dabei. Trotz der Grundaussage gottesfürchtig zu sein, hatte ich nie das Gefühl des erhobenen Zeigefingers. Das ganze lässt sich sehr gut symbolisch/märchenhaft sehen. Mit dem Bösen (wie zu viel Macht/Geld) kann man einfach nicht "locker" umgehen. Man muss es immer "in Schach halten" (durch "am Boden bleiben", Einfühlungsvermögen, echtes SELBSTbewusstsein,...).
Gar garstige Dinge geschehen nach dem sich ein kerniges Weib dem Teufel entgegenstellte. Der versprach ihr die Lösung zu einem dörflichen Problem (die Ritter knechteten ihre Bauern und verlangten gar unmögliche Dinge, wie z.B. innerhalb eines Monates einen Schattengang aus großen/alten Bäumen zu pflanzen) doch dafür wollte er das nächste ungetauftet Kindlein und er besiegelte seinen Vertrag mit einem Kuss, bevor die Maid auf 3 zählen konnte. Die Dörfler versuchen natürlich ihre Kinder mit Pfarrers und Gottes Hilfe zu schützen und rechtzeitig zu taufen. Das erzürnt den gefallenen Engel und aus der geküssten Backe wachsen Scharen von Spinnen die über Tier und Mensch herfallen und töten. Später verwandelt sich die Frau gar selbst noch in eine Spinne, die versucht eine Kindlein zu entwenden bzw. die Dörfler an ihre Schuld zu erinnern. Eine tapfere Mutter packt die Spinne und stopft sie in ein Balkenloch. Dort hausst sie lange Zeit zur Mahnung. Doch irgendwann wird das ganze vergessen und übermütige Knechte öffnen wieder das Loch...
Verfilmt wäre es entweder ein Horror (ähnlich wie das Ritual von John Schlesinger USA 1987) oder ein Phantasy-Heimatfilm - so eine Mischung kenne ich aber als Film noch nicht. Hallo Produzenten wir wärs damit? Beim umsetzen bin ich gerne behilflich ;o) |
Die Poggenpuhls Theodor Fontane Broschiert, 1986 Verkaufsrang: 89285 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Seit dem ruhmreichen Schlachtentod des Majors wohnt die Witwe mit den drei Tchtern in einer zwar respektablen Berliner Gegend, aber in rmlichen Verhltnissen. Doch der berhmte Name derer von Poggenpuhl verpflichtet, auch wenn inzwischen der Mangel berall durchscheint und die Interessen der Jugend notgedrungen ganz andere sind. Die Zeit der Heldentaten liegt zurck, selbst das lbild eines kmpfenden Ahnen hlt nicht mehr an der Wand, dafr jagen Tchter und Shne den trgerischen Bildern von Glck und Liebe, Wohlstand und Sicherheit nach. Leo, der jngste Sproá der Familie, das kreuzfidele Leochen, schmiedet zwar Schlachtplne, die aber betreffen Abendunterhaltung und schmackhaftes Essen. Sie alle spielen ihre Rolle, und jeder meint, das Heft noch in der Hand zu haben. Ein hchst amsantes Kabinettstck ber die Verkehrung von Sein und Schein, in dem sich Komik und Kritik auf unnachahmliche Weise durchdringen. Die glorreiche Vergangenheit der Poggenpuhls liegt weit zurck, doch de r verwitweten Majorin mit ihren erwachsenen Tchtern sind Ruhm und Ehre immer noch die hchsten Gter. Nur Leo, der amsable Tunichtgut der Familie, weiá, daá ohne Geld alle Berhmtheit ein Nichts ist. Sein Schwadronieren ber Gott und die Welt, vor allem aber ber die Pfade zum Goldenen Kalb, ist von umwerfender Komik.
Fontane gibt gerade in seinen »Zeitromanen« zu verstehen, daß für ihn das Inhumane dort anfängt, wo die Wandlung und Wandlungsbedürftigkeit der geschichtlichen Wirklichkeit nicht erkannt wird, sieht freilich auch in einem uneingeschränkten Verwerfen des Bestehenden ein Element des Unmenschlichen. Von beiden Grundelementen ist die Erzählung von den Poggenpuhls getragen. Die Vereinigung von beidem ermöglicht die Synthese von hellsichtiger Kritik und...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Nichts geschieht... 5 von 5 Punkten Wie in Fontanes "Meisterstück", dem "Stechlin", geschieht eigentlich in diesem Buch herzlich wenig: Frau Majorin von Poggenpuhl lebt armselig, aber standesgemäß mit ihren drei Töchtern Therese, Sophie und Manon, dem alten, treuen Dienstmädchen Friederike und einer recht mitgenommenen "Ahnengalerie" in einer Berliner Mansardenwohnung, Sohn Wendelin versucht im preußischen Heer Karriere zu machen, Sohn Leo, ebenfalls im Heeresdienst, hält die Mutter in einem fort in Geldsorgen, und wenn nicht der gute alte Onkel Eberhard wäre, so wäre das Geld noch knapper... Der Roman ist wieder eines dieser wunderbaren Gesellschaftsbilder Fontanes, denen ich eigentlich gar keine politische Intention unterstellen möchte, sondern die aus einer Freude am Erkennen, Beobachten und detailgetreuen Schildern heraus entstanden zu sein scheinen, die eine, fast möchte man sagen, kulinarische, Köstlichkeit aus diesen Büchern Fontanes machen. |
Über die Liebe Stendhal Broschiert, Mai 2007 Verkaufsrang: 180927 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als Stendhal die Liebe und ihre Geheimnisse ergründen wollte, war er selbst gerade unglücklich verliebt: die Mailänderin Mathilde Dembowskij erhörte ihn nicht. Sein großer Essay Über die Liebe zeigt seine innere Zerrissenheit und zeichnet sich durch die erstaunlichsten, subtilsten Beobachtungen und Betrachtungen aus.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Eine akribische Analyse des Verliebtheitszustandes ... 5 von 5 Punkten In diesem Buch entwirft Stendhal eine, seine, Theorie der Liebe. Es ist der Grundstock, auf dem seine späteren Romane aufbauen werden. Verschlüsselt, maskiert, handelt es sich um eine Selbst-Analyse der Gefühlszustände, die Stendhal erlitt bei der unerwiderten Verehrung der Metilde Viscontini-Dombrowska während seines Italien-Aufenthaltes. Goethe bemerkte: "Er zieht an, stößt ab, interessiert und ärgert, und so kann man ihn nicht loswerden." Auch Balzac setzte sich natürlich mit Stendhal auseinander. Interessanterweise war Stendhal von NIETZSCHE zudem hoch geschätzt; vielleicht hatte die von Nietzsche umschwärmte Lou Salome im gehemmten, von Mutter und Schwester allzusehr umhegten Philosophen ein nicht zu bewältigendes Liebesleid entfacht, dessen Verdauung ihm dieser STENDHAL aphoristisch perfekt vormachte? "Die Liebe," schrieb Stendhal - "der man in der oberen Gesellschaft begegnet, ist Wettkampf, ist Spiel." Diesen Wettkampf verlor Stendhal bezüglich der von ihm angebeteten Metilde - und Nietzsche verlor seine Lou Andreas-Salome an den Dichter Rilke. "Die Liebe ist eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie am grausigen Rande eines Abgrundes zu pflücken..." - soll wohl heißen: das Scheitern-Können ist wesentlicher Teil einer Verliebtheits-Erfahrung. "Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden..." bemerkte einmal sarkastisch Kafka und umkreist damit die Einsicht, dass Verliebtsein eine aufreibende, gesundheits-strapazierende Angelegenheit ist. Stendhal war mit der akribischen Beschreibung der psychologischen Zustände beim Verliebtsein seiner Zeit weit voraus. Erst später lebende Literaten und Leser erfassten seine denkerische Leistung. Als Stendhal am 23. März 1842 einen tödlichen Schlaganfall mitten auf einer Straße in Paris erlitt, war er ein beinahe unbekannter Romancier.
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Pique Dame Alexander S. Puschkin Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 116503 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vom Leben und den Spielslen der Petersburger Gesellschaft fasziniert, gert ein Offizier in den Bannkreis einer Geschichte um das Geheimnis von drei gewinnbringenden Spielkarten. Von skrupelloser Gier nach Macht und Reichtum besessen, gelingt es ihm, das Kartengeheimnis mit List und Gewalt an sich zu reiáen, um schlieálich selbst das Opfer seiner maálosen, alles auf eine Karte setzenden Spielleidenschaft zu werden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Mehr vom Meister 5 von 5 Punkten Eine ganz gedrungene Geschichte, die andere Russen sicherlich zu einem mehrere hundert Seiten umfassenden Roman aufgebauscht hätten. Nicht so Puschkin. Er verdichtet, er bleibt an der Geschichte. So erhöht er die Spannung und zwingt zum Lesen. Weiterlesen, nicht aufhören! So rauscht die Erzählung an dir vorbei. Aber sie bleibt dir gleichzeitig gegenwärtig. Die Karten bleiben im Gedächtnis und ist es nicht so, daß ein Rausch einen mitzieht, blind macht und man sich deshalb irrt. Daran irre wird, werden muß! Wie Hermann, der Genieoffizier?
Wundervoll, diese Erzählung. Schön, diesen Autor endlich entdeckt zu haben. Weitere Lektüre ist geplant! Ich werde darüber berichten.
Schön gestaltete Ausgabe 4 von 5 Punkten Puschkins Kurzgeschichte "Pique Dame" ist Vorlage der gleichnamigen Oper von Tschaikowsky. Eine düstere Geschichte über das Geheimnis der alten Gräfin Fedotowna und die unglückliche Liebe zwischen dem von der Spielleidenschaft besessenen Hermann und der Pflegetochter der Gräfin Lisaweta. Der Verlag hat ein Büchlein in schöner Ausstattung und mit dekorativem Einband herausgebracht. Die Übersetzung aus dem russischen ist von Gisela Drohla und als durchaus gelungen zu bezeichnen. Illustriert ist das Buch mit sechs fast expressionistischen Holzschnitten von Imre Reiner. |
Lucinde. Studienausgabe Friedrich Schlegel Taschenbuch, Juni 1999 Verkaufsrang: 48479 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Wenn man sich so liebt wie wir, kehrt auch die Natur im Menschen zu ihrer ursprünglichen Göttlichkeit zurück.«
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Klassiker der Romantik 4 von 5 Punkten Mit diesem Roman gab Schlegel ein Beispiel für sein Konzept der Universalpoesie. Eine Theorie des Romans kann nur durch einen Roman vorgestellt werden. Schlegels Text ist nach wie vor eine der besten Einführungen in das Denken und Schreiben der Romantiker. In ihm sind sämtliche Merkmale dieser für die moderne Zeit wohl tiefgreifendsten Denkströmung verarbeitet. Keine leichte, keine Unterhaltungslektüre also, aber für ideengeschichtlich interessierte Literaturliebhaber eine wunderbare Fundgrube.
Entwicklung eines jungen Mannes, gefühlvoll, wenig Handlung 2 von 5 Punkten Friedrich Schlegel: Lucinde„Lucinde" kam im Jahr 1799 heraus. Auf der einen Seite hatte Schlegel Erfolg und auf der anderen Seite wurde ihm angekreidet, dass er vieles aus seinem eigenen Leben hineingebracht hatte. Die beiden Hauptfiguren sind Julius und Lucinde. Schlegel formte Julius` Persönlichkeit durch seine eigene. Lucinde ist Julius` zukünftige Ehefrau, die viel Ähnlichkeit mit Schlegels zukünftiger Ehefrau hat. Der Roman ist in mehrere Kapitel eingeteilt. Im Ganzen zeigt er aber die Entwicklung Julius`. Durch die Einteilung in Kapitel ist es manchmal schwierig, den Zusammenhang zu sehen. Die Kapitel haben einen zeitlichen Abstand. Das erschwert das Zusammenfügen noch mehr. Es kommen in den verschiedenen Kapiteln Dialoge zwischen Julius und Lucinde, Ich-Erzählungen des Julius und Briefe vor. Ich hatte am Anfang das Gefühl, dass der Text nur aus einzelnen Teilen besteht. Es waren für mich einzelne zusammengesetzte Fragmente. Erst nachdem ich ihn fertig gelesen hatte und in Gedanken nochmals durchging, bemerkte ich, dass die Fragmente irgendwie zusammengehören. Schlegel beschreibt die Entwicklung Julius`. Julius lernt viele Mädchen kennen und will sich mit ihnen geistig vereinigen. Bei den meisten klappt das nicht. Am Schluss kommt er mit Lucinde zusammen. Mit ihr kann er sich geistig vereinigen, weil sie sich in der Denkweise ergänzen und sich auch verstehen. Es bleibt aber nicht bei der geistigen Vereinigung, auch die körperliche spielt eine wichtige Rolle. Der Text ist sehr schön und gefühlvoll geschrieben. Er könnte durchaus Realität sein, aber Schlegel hat wahrscheinlich auch ein bisschen eine Traumwelt hineinfliessen lassen und übertrieben. Das ist für die Romantik auch normal. Julius beschreibt als Ich-Erzähler, was er in seiner Entwicklung mit Mädchen und Frauen erlebt, was er fühlt und was das Mädchen, mit dem er zusammen ist, fühlen könnte. Schlegel stellt Julius so dar, wie wenn er ganz genau wüsste, was die anderen fühlen. Er erzählt sehr ausführlich, was er denkt. Als Leser weiss man also genau, was er denkt, und kann für sich entscheiden, ob man in einer ähnlichen Situation auch so denken würde. Dass Schlegel Julius ein trauriges Mädchen fast ausnützen lässt, gefällt mir zum Beispiel nicht. Schlegel zeigt, dass sich Julius nach einer glücklichen Beziehung sehnt. Zuerst findet er keine solche Beziehung. Erst als er mit Lucinde zusammenkommt, hat er eine solche Beziehung. Für mich weiss Julius auf jede Fall zu genau, was die Frauen denken und fühlen. Er kann höchstens aufgrund der Erfahrung, die er mit der Zeit, spekulieren, was sie fühlen. Diese Beschreibungen sind sehr gefühlvoll geschrieben. Die Gefühle schwanken von Traurigkeit und Nachdenklichkeit bis zu grosser Freude. Schlegel ist es gelungen, durch Julius zu zeigen, wie sich ein junger Mann in der Entwicklung fühlen könnte. Er zeigt auch die weibliche Seite durch Lucinde. Trotzdem denke ich, dass Schlegel sein eigenes Leben vielleicht ein bisschen verschönert dargestellt hat. Es kommen allgemein viele Situationen aus dem Leben vor, der Roman hat also keine direkt spannende Handlungen. Spannend ist es aber, wenn man versucht die Gedankengänge von Julius nachzuvollziehen. Ich musste mich sehr konzentrieren, um die Gedanken verstehen zu können, weil sie lange und bis ins Detail beschrieben sind. Erst als ich mich eine Weile eingelesen hatte, konnte ich die Gedanken verfolgen. Die verschiedenen Mädchen und Frauen, die Julius kennen lernt, beschreibt Schlegel eine Weile lang intensiv, später kommen sie nicht mehr vor. Das ist auch logisch, denn Julius lernt während seiner Entwicklung immer wieder andere kennen und vergisst sie wieder. Dazu kommt, dass die Kapitel zeitliche Sprünge haben. Schon aus diesem Grund kommt jede Frau nur an einer bestimmten Stelle im Buch vor. Er kann sich nicht für eine entscheiden. Bis jetzt ist er noch nicht mit der Richtigen zusammen. Einzig Lucinde ist wichtig für ihn. Sie versteht ihn und er versteht sie. Sie können gut miteinander sprechen. Sie philosophieren zusammen über die Liebe. Sie sprechen viel in Bildern. Auch während den Dialogen haben sie eine sehr feine Sprache. Jemand, der Freude an gefühlvollen Texten hat oder sich interessiert, was ein junger Mann in der Romantik, der sich nach einer glücklichen Beziehung sehnt, gefühlt hat, wird sicher viel Freude an diesem Text haben. Adrian Schüpbach, Bündner Kantonsschule Chur |
Die Pickwickier Charles Dickens Taschenbuch, Januar 2002 Verkaufsrang: 191563 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der exzentrische Samuel Pickwick hat einen Klub gegründet, dessen Mitglieder die Aufgabe haben, England zu durchreisen und ihre Entdeckungen der Fachwelt mitzuteilen. Doch die kurligen und naiven Klubmitglieder liefern alles andere als wissenschaftliche Erkenntnisse ab. Sie werden auf ihren Reisen getäuscht und gefoppt: Der Hochstapler Jingle schleicht sich in das Vertrauen der Pickwickier ein..."Ein Buch, das man auf jeden Fall im Hause haben sollte: Die Pickwickier verbinden Schelm- und Episodenroman." (Rheinischer Merkur) "Der Titelheld ist bald nach Erscheinen des Romans in den Volksmund eingegangen und inzwischen zu einer unsterblichen Gestalt geworden." (Kindlers Literatur Lexikon) Charles Dickens (1812 - 1870) hatte eine harte Jugend hinter sich, als er zu schreiben begann und bald zum gefeiertsten Autor seiner Zeit wurde. In fieberhaftem Tempo schrieb er seine sozialkritischen, immer unterhaltsamen Romane, die weltweit gelesen werden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Lachen und Schmunzeln 5 von 5 Punkten Dieses Buch steckt so voller komischer Episoden und voller schräger Charaktere, dass man auf jeder Seite immer wieder Lachen und Schmunzeln muss.
Am Anfang war ich nicht begeistert. Das Buch war erstens sehr dick und am Anfang etwas zäh. Aber je mehr ich lass, um so besser verstand ich die Eigenheiten der verschiedenen Personen. Ich konnte mich immer besser mit dem Witz und Humor in Dickens Sprache anfreunden. Und am Ende war ich traurig, dass ich auf der letzten Seite war.
Ich finde, es ist ein kurioses Buch, genial geschrieben und absolut zu empfehlen.
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Shirley Charlotte Bronte Taschenbuch, 4. Januar 2006 Verkaufsrang: 121513 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Charlotte Brontes zweiter großer Roman erzählt von der Suche nach Liebe und Befreiung. Es ist ein von viktorianischen Konventionen erstaunlich unberührtes Buch, das sich mit großer Offenheit und Kühnheit über verkrustete Vorstellungen hinwegsetzt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Frauenroman 4 von 5 Punkten Auch wenn im ersten Kapitel ausschließlich Männer vorkommen, sollte man sich davon nicht täuschen lassen. „Shirley“ ist ein Frauenroman und zwar einer von der besten Sorte. Charlotte Bronte versteht es ausgezeichnet, die Situation der Frauen in der damaligen –zweifellos von männlichen Vorstellungen geprägte Welt- darzustellen. So lernen wir erst einmal die große Liebe der sanftmütigen Caroline kennen: Mr. Moore, ein Unternehmer mit französischem Blut, der die Gemüter seiner englischen Arbeiter und Nachbarn ziemlich erhitzt, doch im Umgang mit seiner Schwester und seiner Verwandten, Caroline, sanft wie ein Lamm ist (was die verliebte Seele natürlich ihrem guten Einfluss zuschreibt). Doch die unschuldigen Träume werden jäh zerstört, als eine zauberhafte junge Frau mit nicht unerheblichen Vermögen die Bildfläche betritt: eben diese „Shirley“ auf die der ungeduldige Leser schon seit (Lese-)Stunden gewartet hat. Denn was wäre passender als eine Verbindung zwischen fortschrittlichen Unternehmergeist und guter Familie (man beachte den gesellschaftlichen Aufstieg! Dazu noch die hohe Mitgift!)? Mr. Moore teilt die Auffassung seiner Zeitgenossen und auch Miss Shirley scheint nicht abgeneigt zu sein, obwohl ihr unabhängiges Naturell zuweilen schwer zu durchschauen ist... Wie die junge Heldin Caroline, die erkennen muss, dass Schönheit und Jugendkraft vergängliche Tugenden sind, scheint auch die Autorin zu hinterfragen, welche Möglichkeiten unverheirateten Frauen des Mittelstandes im 19. Jahrhundert offen stehen, um ein glückliches Leben zu führen. Tatsächlich scheinen die Aussichten eher dürftig zu sein. Außer dem Lehrerberuf (der ebenfalls in die Abhängigkeit führt) gibt es keine Beschäftigung für junge Ladies und das Schicksal als alte Jungfer zu sterben, ist ebenfalls nicht rosig. Selbst Shirley, die dank ihres Vermögens eine gewisse Unabhängigkeit hat, muss sich fragen, ob sie stark genug ist um die Verachtung der „Gesellschaft“ zu ertragen um ihr persönliches Glück zu finden. In ihrer eindringlichen Schreibweise gelingt es Charlotte Bronte, die Schicksale der einzelnen Personen deutlich werden zu lassen, wenn auch oft zu gefühlsmäßig (fast schon kitschig) und etwas weitschweifig. Vielleicht sollte man beim Lesen die Handlung eher nebensächlich betrachten und sich behutsam den Figuren nähern, um sie wie gute Freunde kennen zu lernen. Dann ist „Shirley“ auf jeden Fall wert „vom Anfang bis zum Ende“ gelesen zu werden.
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Verstand und Gefühl. ( Sinn und Sinnlichkeit) Jane Austen Taschenbuch, 16. Mai 2007 Verkaufsrang: 134627 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Erstausgabe erschien im Jahr 1811. Jane Austen erzählt die Geschichte der beiden Schwestern Elinor und Marianne. Elinor verkörpert Verstand, Selbstbeherrschung und Taktgefühl, Marianne hingegen Impulsivität, Leidenschaftlichkeit und spontane Hingabe.Jane Austen (1775-1817) gilt als die große Dame der englischen Literatur; all ihre Romane erfreuen sich weltweit einer millionenfachen Leserschaft. Warum dies so ist, verrät ihr berühmter Dichterkollege Lord Tennyson: 'Miss Austen erfaßte die Winzigkeiten des Lebens bis zur Vollendung. Sie war eine große Künstlerin und in ihrer begrenzten Sphäre Shakespeare ebenbürtig.
»Verstand und Gefühl« - die Geschichte von Elinor und Marianne Dashwood, den zwei ungleichen Schwestern. Die Darstellung ihrer Gefühlswelt steht im Vordergrund der im ländlichen Bürgertum und Kleinadel spielenden Handlung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 20 Bewertungen)
Wunderschöne Sprache 5 von 5 Punkten Wie auch bei Stolz und Vorurteil besticht auch dieses Buch durch die wunderschöne Sprache und die Atmosphäre, die dadurch geschaffen wird. Die beiden Schwestern lernen voneinander Gefühl und vernunft zu vereinen und suchen ihre große Liebe, was natürlich nicht ohne Komplikationen verläuft. Gewisse Parallelen zu Stolz und Vorurteil sind erkennbar, langweilig wird es jedoch nie. Zwar gefiel mir Stolz und Vorurteil ein bisschen besser, doch dieses buch ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden und in diese stilvolle Zeit abzutauchen und sich in der Sprache zu verlieren! Empfehlenswert!
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Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen Gebundene Ausgabe, September 2003 Verkaufsrang: 197268 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges entwickelt sich die abenteuerliche Lebensgeschichte eines nur scheinbar einfältigen Knaben aus dem Spessart in bunten Episoden: Bei einem Eremiten, als Hausnarr des Stadtkommandanten von Hanau und als Knecht eines Dragoners wächst der Junge heran, stellt sich in den Dienst kaiserlicher Truppen und besteht als »Jäger von Soest« vielfältige Abenteuer. Sein Weg führt ihn nach Paris und Wien und zurück in den Schwarzwald, wo er sich als Bauer niederläßt. Von dort bricht er nach Moskau auf und landet schließlich nach einem Schiffbruch auf einer paradiesischen Insel im Indischen Ozean, wo die Lebensbeschreibung in einer beschaulichen Robinsonade ausklingt. Der bedeutendste barocke Schelmenroman in deutscher Sprache erschien 1668 und gilt als ebenbürtiger Bruder von Cervantes' Don Quijote. »Es hat mir so wollen behagen, mit Lachen die Wahrheit zu sagen«, schrieb der Dichter zu seinem berühmten Werk, das er als humorvolle autobiographische Ich-Erzählung seines Helden präsentiert. Kein anderes Werk des Barock hat dieses Zeitalter zwischen derber Sinnenfreude und vom Kriege gezeichneter Jenseitssehnsucht so plastisch einzufangen vermocht und in unsere Zeit vermittelt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das Durchleben von Höhen und Tiefen eines Menschen 3 von 5 Punkten Als wir im Deutschunterricht, dazu "genötigt", wurden diesen Wälzer von 482 Seiten zu lesen, war niemand begeistert. Auch jetzt bin ich nicht allzu begeistert von diesem Buch, denn in manchen Passagen zieht sich der Roman wie Kaugummi und man fühlt sich dazu gezwungen, ihn wegzulegen. Im Mittelpunkt steht Simplicius, der im Dreißigjährigen Krieg aufwächst, und ihn das erste Mal hautnah spürt, als sein Knan und seine Meuder von Soldaten überfallen werden. Er rennt weg und trifft auf einen Einsiedler, der ihn nach der Bibel erzieht. Als dieser stirbt, kommt er unter Menschen und erkennt, dass diese so ganz anders handeln, als der Einsiedel ihn gelehrt hatte. Er wird zum Narr in Gestalt eines Kalbes, damit er weiterhin die Wahrheit sagen darf, ohne Strafen zu erwarten. Nach und nach wird er selber zu einem von ihnen, wird ein schamloser Dieb und verrät somit alle Ideale, die ihm beigebracht wurden. Ein absoluter Höhepunkt ist die Mummelsee-Episode, in der er mit dem Fürsten der Sylphis spricht und ihm schamlose Lügen über die Menschheit auftischt, die ihm auch geglaubt werden. Dies ist wirklich lesenswert, da man viel über die Menschen aus einer völlig anderen Sichtweise erfährt. Der Autor H. J. C. von Grimmelshausen lässt seine Hauptfigur am Ende wieder zum Einsiedler werden, "damit sich der Leser gleich wie itzt tue, entferne der Torheit und lebe in Ruhe". Dies ist also seine Intension: Die Welt ist so schlecht, dass man sich aus ihr zurückziehen sollte. Was man jetzt für sich an Erfahrung herausnimmt, ist jedem selbst überlassen, aber wer sich zusätzlich auch noch für die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges interessiert und dies nicht nur aus langweiligen Geschichtsbüchern erfahren möchte, sollte sich ebenfalls mit ihm beschäftigen. Anmerkung: Auch die Continuatio ist lesenswert, um das Ganze abzurunden! |
Stark wie der Tod Guy de Maupassant Broschiert, September 2003 Verkaufsrang: 207408 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Guy de Maupassants schönster Liebesroman um den alternden Salonmaler Bertin liegt nun in einer Neuübersetzung vor. Er liest sich als Künstlerroman ebenso ergreifend wie als Meditation über die Vergänglichkeit von Jugend, Schönheit und sinnlichem Begehren.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Guy de Maupassant, der Gigant 5 von 5 Punkten Wieder ein wundervoller Roman dieses außergewöhnlichen Schriftstellers! "Stark wie der Tod" heißt er, und stark ist er, bärenstark!
Dieser Autor kennt das Leben, kennt die Frauen, kennt alle Schliche, alle Beweggründe und Ausflüchte. Ein genauer Beobachter, ein genauer Erzähler, ein genialer Schriftsteller.
Er schildert die Geschichte eines Künstlers. Der Mann hat ein langjähriges Verhältnis zu einer Gräfin, die er als junge Frau porträtierte. Nun ist deren Tochter erwachsen und der Maler verliebt sich in dieses junge Mädchen, das ein Abbild der Mutter ist. Er wird von dieser Liebe aufgezehrt und die Gräfin ebenfalls, denn sie muß diese neue, tiefe Verliebtheit nun spüren. Am Ende gerät der verwirrte unglückliche Maler unter einen Omnibus und stirbt in der Gegenwart seiner Geliebten. Aber erwünscht sich nichts sehnlicher als noch einmal seine Traumfrau, die Tochter der Gräfin sehen zu dürfen.
Wie Maupassant das alles beschreibt, wie er Szenen und Gefühle, Landschaften und Situationen schildert ist meisterhaft. Es gibt nichts dichteres, nichts wahrhaftigeres als diese Erzählung. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman, ich werde ganz schnell mir dieses Werk erschließen. Ach ja, eine Bemerkung noch, an einigen Stellen erinnerte mich dieser Roman an Fontane. Kein schlechtes Kompliment für den märkischen Dichter, wahrlich nicht!
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Die Frau von dreißig Jahren Honoré de Balzac Taschenbuch, Januar 2008 Verkaufsrang: 127926 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 'In jenem schönen Alter von dreißig Jahren, jenem poetischen Gipfel im Leben einer Frau', lernt die unglücklich verheiratete Pariserin Julie D'Aiglement einen Diplomaten kennen, dessen Leidenschaft sie nicht widerstehen kann. Bitter muß sie für ihren Fehltritt büßen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Die Ehe, ein Hort des Unglücks 5 von 5 Punkten Die bezaubernde, junge Julie schlägt die Warnungen ihres Vaters in den Wind, heiratet den Marquis von Aiglemont und ihr lebenslanges Unglück nimmt seinen Lauf. Die Ehe mit dem anständigen, aber erzlangweiligen Offizier wird zum Gefängnis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Zwar lässt sich Julie auf mehrere Liebschaften ein, aus denen z. T. sogar Kinder hervorgehen, doch mehr als vorübergehende Linderung verschafft ihr dies nicht. Sie ist das Opfer ihrer eigenen Glücksbedürfnisse und die Leidtragende einer Gesellschaft, die Frauen in ein enges Korsett aus herzlosen Konventionen steckt. Julie verliert ihre Tochter an einen Verbrecher und wird am Ende ihres Lebens vom Glauben überwältigt, alles falsch gemacht zu haben. Das 1842 erschienene Werk gehört zu Balzacs großartigem Romanzyklus Die menschliche Komödie. Es ist ein vielschichtiges, ergreifendes Psychodrama, das zahlreiche literarische Grundthemen des 19. Jahrhunderts aufgreift und in lose verbundenen Szenen die Stationen eines verzweifelten Lebens schildert. Mit seinen feministischen Zügen ist Die Frau von dreißig Jahren bis heute ein äußerst lesenswertes, modern anmutendes Werk geblieben.
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Die Menschliche Komödie. Die großen Romane und Erzählungen: Vater Goriot Honoré de Balzac Taschenbuch, August 2005 Verkaufsrang: 179803 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im kleinbürgerlichen Milieu der Pariser Pension Vauquer wird der ehemals als Nudelfabrikant zu Wohlstand gekommene Vater Goriot Opfer von Intrigen. Seine Töchter, an denen er in abgöttischer Liebe hängt, pressen aus ihm noch den letzten Sou für ihre Vergnügungen, bis er zuletzt im schlechtesten Zimmer unter dem Dach einsam, verlassen und völlig verarmt stirbt.Honore de Balzac (1799-1850): Mißerfolge als Verleger, Spekulationen und ein luxuriöser Lebensstil stürzten Balzac in hohe Schulden und zwangen ihn zu rastloser literarischer Arbeit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Ein Buch zum nachdenken 5 von 5 Punkten Vater Goriot ist der erste Roman von Balzac den ich gelesen habe und ich finde Ihn fantastisch. Ich denke über die hohe schriftstellerische Kunst Balzacs muss an dieser Stelle nichts mehr gesagt werden, denn diese Dinge sind allgemein bekannt. Die Handlung um den anfänglich naiven Studenten Rastignac, der sich im Laufe der Geschichte immer mehr von Macht und Geld korrumpieren lässt, der eiskalte und undurchschaubare Jacques Collin und nicht zu vergessen der alte Vater Goriot, der sich in der Liebe zu seinen Töchtern schließlich selbst aufgibt. Dies alles sind Schicksale die mich gefangen genommen und berührt haben. Denn wie sich am Ende herausstellt ist die Welt meistens ungerecht und so bleibt bei mir ein fader Nachgeschmack wenn ich bedenke wie wenig sich die Menschen doch geändert haben.
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Mansfield Park Jane Austen Taschenbuch, August 2002 Verkaufsrang: 27924 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Herrensitz 'Mansfield Park' ist der Hauptschauplatz dieses berühmten Familienromans, in dem mit viel Ironie und Witz das Schicksal der armen Fanny im Kreise der reichen Verwandtschaft erzählt wird. Mehrere Heiratsanträge, einen Ehebruch und natürlich Liebe gibt es zuhauf in diesem buntesten Meisterwerk der großen Dame der englischen Literatur.
Als Fanny Price den Heiratsantrag des begüterten Henry Crawford ablehnt, muß sie wieder in die bedrückende Atmosphäre ihres ärmlichen Elternhauses zurück. Der Grund für ihre Ablehnung: Fanny liebt ihren Cousin Edmund, der ihr zunächst auch aufrichtig zugetan ist - bis er in den Bann von Henrys Schwester, der redegewandten Lady Crawford, gerät und für Fanny verloren scheint... Ein Klassiker der englischen Literatur - jetzt erfolgreich verfilmt von...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)
Für Fortgeschrittene... 5 von 5 Punkten Spätestens bei "Mansfield Park" trennt sich die Spreu vom Weizen. Die, die lockere, "romantische" Komödien wie "Stolz und Vorurteil" zu Jane Austen gebracht haben, können (wie man auch hier sieht) sehr enttäuscht werden. Auch die Verfilmungen führen auf eine falsche Fährte, hat sich doch keine der letzten Jahre zugetraut, diese Heldin so darzustellen, wie sie im Buch erscheint: Passiv, kränklich, verängstigt, teilweise sogar heuchlerisch. Eine, die keine frechen Sprüche auf den Lippen hat und den begehrtesten Mann der Gesellschaft mühelos umgarnt.
Genau diesen Unterschied schätze ich an diesem Buch. Hätte Jane Austen tatsächlich nur 6 mal das "Stolz und Vorurteil"-Thema variiert, wäre der Vorwurf der "leichten Frauenliteratur" nicht ganz von der Hand zu weisen.
"Mansfield Park" ist ein sehr reifes, ernstes Werk, mit dem sich die Autorin auf neues Terrain wagt.
Die Hauptfigur Fanny Price muss man nicht sympathisch finde, um das schätzen zu können - leider werden viele Leser von diesem mangelnden Identifikationspotential abgschreckt.
Es geht um so "dröge" Themen wie Ehre, Pflichtgefühl, Treue und Aufrichtigkeit und das Scheitern an den eigenen Ansprüchen. Das mag manchmal trocken erscheinen, wird aber u.a. aufgehellt durch eine der hinreißendsten Karikaturen Jane Austen's - Mrs Norris. Einer schillernden Anti-Heldin (Mary Crawford), die einem teilweise sympathischer ist als die Heldin selbst, und einer ernsthaften Alternative zum anfangs vermuteten (und letztendlich dann doch stattfindenden) "Happy End".
"Mansfield Park" hat sehr viele Schichten und Schattierungen, besonders deutlich wird das im letzten Drittel des Buches in dem sie sich aus der geruhsamen Welt des Landadels herausbewegt in das Marinemilieu von Portsmouth - diesbezüglich ist es vielleicht das reichste Werk Jane Austen's.
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Der grüne Heinrich Gottfried Keller Taschenbuch, Oktober 2003 Verkaufsrang: 150558 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Einige Jahre nach dem Erscheinen von Gottfried Kellers "Der grüne Heinrich" fasste der Literaturhistoriker Emil Kuh den Rang dieses Romans zusammen: "Gewiss ist noch niemals die Poesie der Unreife, gewiss noch niemals Glück und Unglück der halben Begabung so dargestellt worden." Diese Poesie kommt aber daher, dass in der "Unreife" das Glücksversprechen des Lebens noch nicht gebrochen ist. Später, als Keller mit seiner "stillen Grundtrauer" lebte, konnte seine Prosa...
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Frau Jenny Treibel. Neubearbeitung: Textausgabe mit Materialien. 11.-13. Klasse Theodor Fontane Broschiert, März 2007 Verkaufsrang: 136064 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 5 Tagen.
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