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In 80 Tagen um die Welt Jules Verne Broschiert, März 2007 Verkaufsrang: 29755 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit Schiff, Bahn und Elefanten - kurz, mit jedem sich bietenden Transportmittel - jagen Mr. Phileas Fogg und sein Diener Passepartout um die Erde. Aufgrund einer Wette stehen Mr. Foggs Ehre als pünktlich korrekter Gentleman und sein Vermögen auf dem Spiel. Dabei begegnen sie einer indischen Prinzessin - und allerhand Gaunern, die um jeden Preis verhindern wollen, dass Mr. Fogg seine Wette gewinnt
Gentleman Phileas Fogg schließt in seinem Londoner Klub eine folgenschwere Wette ab: Er wettet um 20.000 Pfund, dass er es schafft, in 80 Tagen um die Erde zu reisen. Ein unglaubliches Abenteuer beginnt. Noch am selben Abend brechen Fogg und sein Diener Passepartout zu einer Jagd um den Globus auf. Per Schiff, Bahn, Pferdekutsche und Elefant beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn genau am Sonnabend, dem 21. Dezember 1879 um acht Uhr fünfundvierzig abends will Fogg wieder bei seinen...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)
Kommen Sie mit zum Mittelpunkt der Erde! 5 von 5 Punkten Ich musste doch tatsächlich 27 Jahre alt werden, um zum ersten Mal Jules Verne zu lesen. Und das auch nur, weil ich dieses Buch zu Weihnachten bekam. Aber was soll ich sagen? Ich bin überwältigt!!
Da findet ein kauziger Professor für Mineralogie ein altes, rätselhaftes Dokument in einem ebenfalls sehr alten Buch. Durch besagtes verschlüsseltes Dokument erfährt der Professor von einer Reise zum Mittelpunkt der Erde, welche bereits von dem isländischen Alchimisten Arne Saknussemm unternommen wurde. Der wissbegierige Professor und sein eher skeptischer Neffe machen sich also auf nach Island, um mit einem stoischen isländischen Eiderentenjäger in den Krater des Vulkans Sneffels Jökull zu steigen. Und dort lauern so einige Überraschungen auf die drei.
Ich war von Beginn an gefesselt von diesem Roman. Immer wollte ich Wissen wie es weitergeht und Jules Verne hat es sehr geschickt eingerichtet, dass auch immer etwas passiert, immer etwas Neues auftritt. Urzeitliche Tiere, knappe Wasservorräte, labyrintische Gänge, in denen man sich schnell mal verläuft sind nur einige Punkte auf dieser abenteuerlichen Liste. Und es ist auch in keinster Weise verwerflich, dass hier nicht alles immer ganz realistisch von statten geht. Die Reise zum Mittelpunkt der Erde lebt definitv von der Freiheit und der Fantasie des Autors und das ist auch gut so, denn diese scheint, verbunden mit faktischem Wissen, grenzenlos zu sein. Auch aus geologischer und paläontologischer Sicht ist der Roman hoch interessant, da Verne mit Fakten und Theorien diesbezüglich um sich wirft. Es entspricht schon durchaus dem damaligen Wissensstand. Heute wird man ihm den einen oder anderen Fehler, auf die auch im Anhang Bezug genommen wird, verzeihen, den heutzutage wird wohl kaum noch jemand zu diesem Buch greifen, wenn er aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sucht. Man würde speziell dieser Ausgabe von dtv aber Unrecht tun, wenn man nur den Romaninhalt rezensieren würde, denn es geht ja noch gut 120 Seiten weiter mit zusätzlichen Materialien zum Werk. Zuerst einmal die durchaus notwendigen Anmerkungen zu den vorkommenden Namen und Begriffen. Hier merkt man aber auch, dass der ein oder andere Literaturwissenschaftler hinter jedem Wort etwas zu entdecken vermutete. Da werden dann Namen einfach verändert, damit man bloss eine großartige Bedeutung dafür hat. Es folgt ein Nachwort, welches sich genauer mit der Wissenschaftlichkeit in Vernes Werk beschäftigt. Danach eine Zeittafel, die ausführlich alle Daten samt Erläuterungen parat hat, die sich auf dieses Buch beziehen. Beginnend 1691 (E. Halley hält Vortrag über drei Hohlkugeln mit heissem Kern im Innern der Erde) und abschließend mit 2005 und der Ankündigung einer neuen Verfilmung. S e h r ausführlich wie man sieht. Wem das noch nicht reicht, der kann noch nach weiterführender Literatur im Verzeichnis suchen, einen Bericht über die Plagiatsaffäre zwischen Verne und René de Pont-Jest samt Urteil, ein Rundschreiben von John Cleve Symmes (eine Aufforderung ihn bei der Erkundung des Erdinneren zu unterstützen), einen Textauszug von Alexander von Humboldt mit dem Titel "Naturgemälde. Allgemeine Übersicht der Erscheinungen", einen Beitrag von Michel Jules Verne mit dem Titel "Unter der Erde" und zu guter Letzt eine Art Essay des Übersetzers Volker Dehs zum Theme "Jules Verne und das Hamburger Johanneum", lesen. Dies sei durchaus noch erwähnt, sollte man zwischen verschiedenen Ausgaben schwanken.
Aber auch wenn dies alles nicht dabei wäre hätte dieses Buch 5 Sterne verdient, da es spannend, fesselnd und an einigen Stellen auch sehr lustig ist. Ganz nett sind hier auch noch die Illustrationen der französischen Originalausgabe. Lesen Sie das Buch und werden sie zum Abenteurer!
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Der letzte Tag eines Verurteilten Victor Hugo Taschenbuch, Februar 2006 Verkaufsrang: 189090 Es ist dies ein vehementes Plädoyer gegen die Todesstrafe, das nach wie vor gänzlich unverstaubt daherkommt, nichts von seiner dramatischen Kraft eingebüßt hat.Victor Hugo (1802-1885), der große Literat der französischen Hochromantik, musste 1851 Frankreich verlassen und lebte bis 1870 in Belgien, Jersey und Guernsey. Die Jahre im Exil wurden zu seiner literarisch fruchtbarsten Zeit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
zum Tode verurteilt 5 von 5 Punkten Das Buch schildert die letzten Tage bzw. Wochen eines zum Tode Verurteilten. Seine Gedanken, seine Erinnerungen, seine Eindrücke und Ängste. Dabei bleibt der Verurteilte namenlos und auch sein Verbrechen bleibt ungenannt.
Sehr genau werden auch die Gefühle der Verzweiflung und der Machtlosigkeit geschildert. Auch das Gefühl der Hoffnung, die Möglichkeit einer Begnadigung. Der Verurteilt will leben, aber er muss sterben.
Victor Hugos Buch ist ein einzigartiges Plädoyer gegen die Todesstrafe. Ein tolles und sehr empfehlenswertes Buch. Ich habe es an einem Nachmittag verschlungen, leider viel viel zu kurz.
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Die schönsten Erzählungen Leo N. Tolstoi Taschenbuch, März 2008 Verkaufsrang: 67677 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Mit Recht die schönsten Erzählungen 5 von 5 Punkten Tolstois Werke sind durchzogen von immer gleichen und wiederkehrenden Grundthemen. Materieller Besitz, Reichtum und Wohlstand sind keine Faktoren für Glückseligkeit im Leben. In Tolstois Erzählungen sind es am Ende meist die armen, mitleiderregenden Protagonisten, die sich in Liebe zur Welt und zu Gott, als wahre Gewinner herauskristallisieren. Dieser Band enthält sieben Erzählungen des großen russischen Dichters. In "Die Kerze" läßt ein übler Gutsherr seine Knechte zu Ostern auf dem Felde hart arbeiten, diese sind dabei den Aufstand zu planen, doch einer spricht von großer Sünde, man solle das Böse nicht mit dem Bösen austreiben, statt dessen geduldig sein, denn Gott erkennt die wahre Sünde. Der weise Bauer soll Recht behalten, denn am Ende siegt die Gerechtigkeit. "Herr und Knecht" geraten in einer weiteren Erzählung in einen großen Schneesturm nachdem sie sich hoffnungslos verfahren haben. Im Angesicht des Todes scheinen alle gesellschaftlichen Unterschiede zwischen den Menschen zu schwinden. "Leinwandmesser", eine wunderschöne Geschichte aus der Sicht eines alten Wallach erzählt. Die Frage "Wieviel Erde braucht der Mensch?" stellt sich der Leser, nachdem ein Gutsherr vor lauter Gier nach Landbesitz im wahrsten Sinne des Wortes in den Tod gerannt ist. Die weiteren Erzählungen sind "Der Schneesturm", "Der Überfall" und "Wofür?". |
Der Hochwald Adalbert Stifter Broschiert, 1986 Verkaufsrang: 216148 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Hochwald ist eine Geschichte von überwältigender Menschlichkeit und Naturliebe, die in der Zeit der Schwedenkriege handelt und die Liebe zweier Schwestern zueinander nachzeichnet. In poetischen Bildern beschreibt der südböhmische Dichter Adalbert Stifter (18051868) seine Heimat, das Städtchen Friedberg und seine Umgebung. Er erzählt von der sanften Annäherung an den Zauber des Waldes, er spricht von erwachender Leidenschaft, und vor der Farbenpracht der Wälder träumt er den Doppeltraum von Jugend und erster Liebe. Doch der Harmonie der inneren und äußeren Landschaft tritt die Härte des Krieges schroff gegenüber.
»Ein Gefühl der tiefsten Einsamkeit überkam mich jedesmal unbesieglich, sooft und. gern ich zu dem märchenhaften See hinaufstieg. Ein gespanntes Tuch ohne eine einzige Falte liegt er weich zwischen dem harten Geklippe, gesäumt von einem dichten Fichtenbande, dunkel und ernst, daraus manch einzelner Urstamm den ästelosen Schaft emporstreckt, wie eine einzelne altertümliche Säule ... «
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Die Aspern-Schriften Henry James Taschenbuch, Juni 2005 Verkaufsrang: 139454 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 1875 machte Henry James England endgültig zu seiner neuen Heimat und vertiefte sein vorrangiges literarisches Thema - Porträts von im Ausland lebenden Amerikanern und den Gegensatz der Lebensweisen und Kulturen - u. a. auch in der vorliegenden Erzählung. Damit versicherte sich der wohl tiefsinnigste Psychologe unter den bedeutenden Romanautoren des späten 19. Jahrhunderts seiner Modernität und wurde immer wieder ins heutige Bewusstsein gehoben.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Wenn die Bedrohung ansteigt 5 von 5 Punkten Henry James hat "Das Durchdrehen der Schraube" geschrieben - die Aspern-Schriften sind mit diesem Meisterwerk vergleichbar. Natürlich eine ganz andere Handlung, aber der schleichende Handlungsaufbau, die allmählich wachsende Bedrohung und die düstere Stimmung sind typisch für James, der andererseits viele romantische Geschichten geschrieben hat.
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Die mißbrauchten Liebesbriefe Gottfried Keller Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 106794 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die mißbrauchten Liebesbriefe aus Kellers Novellenzyklus Die Leute von Seldwyla sind Literatursatire und Läuterungsgeschichte in einem. Der satirische Bloßstellungen des Möchtegern- Poeten Viggi kontrastiert die Entwicklung des eher träumerisch veranlagten Schulmeisters Wilhelm zum lebenstüchtigen, selbstbewußten Menschen.
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Die Liebe der Anne Elliot oder Überredungskunst Jane Austen Taschenbuch, Oktober 1996 Verkaufsrang: 219847 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Trotz familiärer Nöte hatte Anne Elliot den Heiratsantrag von Frederick Wentworth abgelehnt. Nun, acht Jahre später treffen sich die beiden wieder..."Die brillanteste Satirikerin des frühen 19. Jahrhunderts."(Der Spiegel) "Jane Austens Bücher sind durchsetzt mit Witz, Ironie und feiner Gesellschaftskritik. Sentimentalität ist ihr fern. Denn Jane Austens Motivation, zur Feder zu greifen, war auch die Frustration über die herrschenden gesellschaftlichen Zustände im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Die unanständige Eitelkeit der Reichen und die Herabsetzung der Armen sind ein stets wiederkehrendes Thema."(SonntagsZeitung) "Jane Austen war kein zahmes Huhn, das in seinem literarischen Vorgärtchen pickte, sondern das eleganteste satirische Talent des ausgehenden 18. Jahrhunderts."(Die Zeit) Jane Austen (1775-1817) gilt als die große Dame der englischen Literatur; all ihre Romane erfreuen sich weltweit einer millionenfachen Leserschaft. Warum dies so ist, verrät ihr berühmter Dichterkollege Lord Tennyson: 'Miss Austen erfaßte die Winzigkeiten des Lebens bis zur Vollendung. Sie war eine große Künstlerin und in ihrer begrenzten Sphäre Shakespeare ebenbürtig.
Jane Austen Die Liebe der Anne Elliot oder Überredungskunst Sir Walter Elliot, Vater von drei Töchtern, Mary, Anne und Elizabeth, lebt auf Kellynch Hall in Somersetshire. Eitelkeit und Adelsstolz haben den Witwer den nahenden finanziellen Ruin ignorieren lassen. Als die Familie den Herrensitz verlassen muß, zieht Anne zu ihrer mütterlichen Freundin Lady Russell, bei der sie Captain Frederick Wentworth wiedersieht. Vor acht Jahren hatte Anne seinen Heiratsantrag...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Für Jane Austen Fans sehr unterhaltsam 4 von 5 Punkten Die Handlung kann man in den obigen Rezensionen nachlesen, auch wenn diese wie immer bei Jane Austen eine eher untergeordnete Rolle spielt. Für Jane Austen Neulinge: eher für Frauen geeignet, da es hier ausschließlich um gesellschaftliches Geplänkel geht, auch wenn sehr interessantes gesellschaftliches Geplänkel. Eignet sich bestens als entspannende Gute Nacht Lektüre für kalte Winterabende. Für Jane Austen Kenner: Persuasion bietet formal keine Überraschungen im Vergleich zu den anderen Austen Romanen, man kann sich wie immer auf eine feine Charakterisierung und ein spannungsvoll gezeichnetes Innenleben der Hauptdarstellerin verlassen. Besonders die Auflösung zum Schluss ist diesmal besonders gut gelungen. Obwohl die Heldin Anne Elliot Austen's anderen Romanheldinnen in nichts nachsteht, finde ich, dass die anderen Charaktere in Persuasion etwas blass wirken. Während Pride & Prejudice noch jede einzelne Nebenfigur gekonnt und witzig charakterisiert, scheint sich Persuasion ausschließlich auf Anne Elliot zu versteifen. Ihre Meisterwerke Pride & Prejudice und Emma konnte Jane Austen mit diesem Roman nicht toppen, daher nur 4 von 5 Sternen.
Beeindruckend und Zeitlos 5 von 5 Punkten Ein beeindruckendes Buch,so wie auch die anderen Werke der Jane Austen. Anne ist als junges Mädchen nicht imstande, sich ihrer Freundin Lady Russel zu widersetzen und trotz aller widrigen Umstände ihre grosse Liebe Frederic Wentworth zu heiraten. Acht Jahre später lässt ein Zufall sie aufeinander treffen. Die Frage, werden sie zueinander finden oder nicht, das Wechselspiel der Gefühle ist so anschaulich geschildert, ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, ich wäre hautnah dabei. Dieses Buch ist sehr komplex und schildert uns die Situation zu Jane Austens Zeit, aber gleichzeitig ist sie ungewollt übertragbar auf Heute.Dieser Roman ist der vierte Roman von Jane Austen, den ich gelesen habe und mit jeder Zeile Ihrer Bücher, besonders diesem, muss man sie einfach mehr lieben.Für jeden Fan und jeden, der es noch werden wird, dieses Buch ist eins der besten, das ich je lesen durfte. Sehr empfehlenswert auch der Film dazu! |
Die Kameliendame Alexandre, d. Jüng. Dumas Gebundene Ausgabe, Juni 2003 Verkaufsrang: 225971 "Ich habe mit Ergriffenheit diesen schönen Roman zu Ende gelesen, der nur einen Fehler hat, nämlich daß er zu kurz ist." George Sand Marguerite Gautier, vom Luxus verwöhnte Mätresse zahlungskräftiger Herren der Gesellschaft, lernt mit dem jungen Armand Duval die echte Liebe kennen. Um seinetwillen ist sie bereit, ihr unmoralisches Leben aufzugeben, um mit ihm ein einfaches Leben auf dem Lande zu beginnen. Wäre da nur nicht Armands Vater, der um die Familienehre fürchtet ... Mit seinem 1848 erschienenen Roman setzte Alexandre Dumas dem Typus der sündigen, aber edelmütigen Kurtisane ein literarisches Denkmal: Marguerite hat neben Zolas "Nana", Clelands "Fanny Hill" und Prevosts "Manon Lescaut" ihren festen Platz im Kanon der großen Kokotten der Weltliteratur. Giuseppe Verdis Oper "La Traviata" sowie zahlreiche Verfilmungen verhalfen der Kameliendame schließlich zu ihrer außerordentlichen Popularität, die bis heute anhält.
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Die Kameliendame Alexandre, d. Jüng. Dumas, Walter Hoyer Taschenbuch, Januar 2004 Verkaufsrang: 234766 "Ich habe mit Ergriffenheit diesen schönen Roman zu Ende gelesen, der nur einen Fehler hat, nämlich daß er zu kurz ist." George Sand Marguerite Gautier, vom Luxus verwöhnte Mätresse zahlungskräftiger Herren der Gesellschaft, lernt mit dem jungen Armand Duval die echte Liebe kennen. Um seinetwillen ist sie bereit, ihr unmoralisches Leben aufzugeben, um mit ihm ein einfaches Leben auf dem Lande zu beginnen. Wäre da nur nicht Armands Vater, der um die Familienehre fürchtet... Mit seinem 1848 erschienenen Roman setzte Alexandre Dumas dem Typus der sündigen, aber edelmütigen Kurtisane ein literarisches Denkmal: Marguerite hat neben Zolas "Nana", Clelands "Fanny Hill" und Prevosts "Manon Lescaut" ihren festen Platz im Kanon der großen Kokotten der Weltliteratur. Giuseppe Verdis Oper "La Traviata" sowie zahlreiche Verfilmungen verhalfen der Kameliendame schließlich zu ihrer außerordentlichen Popularität, die bis heute anhält.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine unmögliche Liebe 5 von 5 Punkten Armand und Marguerite lieben einander, doch ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern. Denn er ist ein junger Mann aus gutem Haus und sie eine stadtbekannte Mätresse, die meistens mehrere reiche Liebhaber gleichzeitig hat, um ihren luxuriösen Lebensstil zu bestreiten. Marguerite gibt ihr altes Leben zwar Armand zuliebe auf, aber dessen Vater stört sich an der Beziehung. Er setzt Marguerite so lange unter Druck, bis sie einwilligt, sich von Armand zu trennen. Der ist bitter enttäuscht. Marguerite stirbt bald darauf, und erst nach ihrem Tod erfährt ihr Liebhaber, wer wirklich hinter der Trennung steckte. Alexandre Dumas "Kameliendame" hat auf den ersten Blick einige Ähnlichkeit mit einem Trivialroman: eine unglückliche Liebesgeschichte mit Schmerz und Entsagung, ein tragisches Ende. Doch der Roman ist nicht so einfältig, wie es scheint. Die leichtsinnige, aber gutherzige Marguerite ist ebenso ein gebrochener Charakter wie Armands Vater, der aus Sorge um die Zukunft seines Sohnes das Leben einer Frau ruiniert. Dumas verpackt in seine Geschichte subtile Kritik an einer Gesellschaft, die mehr Wert auf Abstammung und Besitz legt als auf den Menschen selbst. "Die Kameliendame" war sein größter Erfolg. |
Bergkristall. Großdruck Adalbert Stifter Taschenbuch, November 2004 Verkaufsrang: 58847 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Stifters rührende Geschichte über die Rettung zweier Kinder in den österreichischen Alpen Konrad und Sanna gehen am Tag vor Weihnachten von ihrem abgelegenen Bergdorf ins dahinterliegende Tal, um die Großmutter zu besuchen. Das Wetter ist schön, und der Gang ist ihnen vertraut. Auf dem Heimweg aber beginnt es plötzlich heftig zu schneien: sie verlieren die Orientierung und suchen in einer Eishöhle Zuflucht. Das ganze Dorf bricht zur Suche auf und rettet die Kinder. Die rührende Erzählung erschien 1845 in der 'Wiener Zeitung' unter dem Titel: 'Der heilige Abend', 1852/53 in seiner Sammlung 'Bunte Steine' als 'Bergkristall' und 1864 in einer illustrierten Sonderausgabe als 'Der Weihnachtsabend'. Stifters Geschichte dient als Vorlage für Joseph Vilsmeiers Film 'Bergkristall'.
Stifter formulierte in der Vorrede zu seiner Erzählungssammlung Bunte Steine, zu der auch Bergkristall gehört, jenes berühmte »Sanfte Gesetz«, einen ontologischen Entwurf, der nicht im Einseitigen, Sensationellen, sondern im Allgemeinen und Gesetzlichen, im Gleichmäßigen und Stetigen das Natur- und Menschenerhaltende sieht. Bergkristall ist wohl die vollkommenste Einlösung der Forderungen dieses »Sanften Gesetzes«, das gerade dem Unscheinbaren...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Sehr schöne Weihnachtserzählung 5 von 5 Punkten Gibt es zu Weihnachten etwas Schöneres, als in einer schneebedeckten Alphütte vor dem Feuer zu sitzen, den glitzernden Tannenbaum anzuschauen und dabei Geschenke auszutauschen? Adalbert Stifters Meistererzählung "Bergkristall" verheißt dem Leser zunächst genau so ein beschauliches Weihnachtsfest. Aber es kommt anders, als man denkt: Die beiden Kinder Konrad und Sanna verbringen den Tag vor dem Heiligen Abend bei ihren Großeltern, doch auf dem Nachhauseweg zu den Eltern setzt heftiges Schneetreiben ein. Der Weg ist lang, denn die beiden Alpdörfer, in denen Eltern und Großeltern leben, sind nicht nur durch unterschiedliche Sitten und Gebräuche getrennt, sondern auch durch einen mächtigen Berg. Auf ihn geraten die Geschwister hinauf und, so scheint es zunächst, sie finden nicht mehr herunter - bis doch noch das Weihnachtswunder geschieht. Stifter brilliert mit eindringlichen Beschreibungen der winterlichen Natur und einer herzerwärmenden Geschwisterliebe. Nicht nur zu Weihnachten eine der schönsten Erzählungen der deutschsprachigen Literatur.
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Wanderungen durch die Mark Brandenburg: Die Grafschaft Ruppin: Wanderungen durch Mark Brandenburg 1 Theodor Fontane Broschiert, Mai 2005 Verkaufsrang: 41984 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Band 1 der "Wanderungen durch die Mark Brandenburg": "Es ist mit der märkischen Natur wie mit manchen Frauen. "Auch die hässlichste" - sagt das Sprichwort - "hat immer noch sieben Schönheiten". Ganz so ist es mit dem "Land zwischen Oder und Elbe"; wenige Punkte sind so arm, dass sie nicht auch ihre sieben Schönheiten hätten. Man muss sie nur zu finden verstehn. Wer das Auge dafür hat, der wag es und reise" - meint Fontane. Tatsächlich bietet die einst verrufene "Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches" ungezählte landschaftliche und architektonische Kleinode. Schloss Rheinsberg ist immer eine Reise wert. Die mittealterlichen Tortürme und das Luisen-Dekmal in Gransee, die klassizistischen Bauten in der Schinkel- und Fontane-Stadt Neuruppin, das Zietensche Herrenhaus in Wustrau, aber auch die Ruppiner Schweiz und der geheimnisumwitterte Stechlinsee lohnen einen Ausflug.
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Der Heilige Conrad Ferdinand Meyer Sondereinband, 2004 Verkaufsrang: 105020 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Mit Jenatsch eine der besten Charakterstudien Meyers 5 von 5 Punkten Die Novelle "Der Heilige" von dem Schweizer C.F. Meyer ist meiner Ansicht nach eines seiner besten Werke. Er hält sich weitgehend an die historischen Begebenheiten, der Geschichte Heinrichs II und Thomas Beckets wird Leben eingehaucht.Manche Novellen Meyers sind auf Dauer etwas beschwerlich oder nur mit einer gewissen Mühe zu verfolgen. Nicht so aber "Der Heilige", denn Meyer brilliert hier mit einer sehr interessanten und spannenden Geschichte, hervortretenden Figuren, die psychologisch meisterhaft für diese Zeit ausgeleuchtet werden. Gerade die ungewöhnliche Freundschafts-Konstellation zwischen dem cholerischen, launischen, kräftigen Heinrich und dem zarten, gebildeten und etwas kühlen Thomas Becket ist sehr gut dargestellt und der Leser verfolgt die Handlung gerne, da die Figuren sehr "lebendig" dargestellt werden. Meiner Ansicht nach: sehr empfehlenswert für Meyer-Kenner, sowie Neulinge! Inhaltsangabe: Die Rahmenhandlung bildet Hans der Armbruster, der im Rückblick die Lebensgeschichte Thomas Beckets erzählt. Hans dient Heinrich II und lernt dadurch auch dessen Kanzler Thomas Becket kennen. Er bewundert ihn, seine Schönheit und sein umfassendes Wissen und seine Gebildetheit- mit einem Hauch des sarazenischen Charmes. Heinrich und Thomas ergänzen einander und Heinrich kann sich auf seinen Kanzler verlassen. Eines Tages wird jedoch die heimlich vom Hofe fern gehaltene Tochter Beckets durch tragische Umstände getötet. Heinrich hatte eine Liäson mit ihr begonnen, die eifersüchtige Königin Heinrichs wollte das junge Mädchen töten lassen und bei einem Fluchtversuch wird sie von einem Pfeil getroffen. Danach stirbt Thomas Becket innerlich und sein Wandel vom "Lebemann" mit Prunk und Pomp zum Asketen wird deutlich. Er will nicht mehr die schwierigen Söhne Heinrichs unterrichten, die Thomas sehr bewundern und ihren eigenen Vater mitunter beinahe verachten. Nachdem Heinrich Thomas die Stelle des Bischof von Canterbury quasi aufzwingt und Thomas darüber eine Warnung ausspricht, nimmt das tragische Ende seinen Lauf. Thomas wird nun zum Märtyrer: er kasteit sich, setzt sich für die unterdrückten Sachsen ein und wird auf ein im Unmut gesprochenes Wort Heinrichs von vier dessen Vasallen in der Kathedrale von Canterbury getötet. |
Robinson Crusoe: Erster und zweiter Band Daniel Defoe Gebundene Ausgabe, August 2001 Verkaufsrang: 212545 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schreiben Sie eine Online-Rezension und teilen Sie Ihre Meinung anderen Kunden mit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Top Buch das man einfach lesen sollte 5 von 5 Punkten Zuallererst einmal ist diese Fassung Ungekürzt. Das Buch bleibt eigentlich immer spannend bis auf ein Paar Textstellen wo es sich doch etwas lang hinzieht. Es ist realistisch geschrieben, Robinson ist kein Alleskönner und auch nicht mit allen Wassern gewaschen. Er braucht z.B. einmal 26 Tage um ein einfaches Brett zu zimmern. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, der Nachteil daran ist das seine Gedanken oft mehrere Seiten lang sind und man ganz plötzlich wieder ins Geschehen zurückkommt.Das zieht sich wie oben schon geschrieben manchmal länger hin. ABER alles in allem ein Super Buch das man einfach lesen sollte.Ich hoffe ich konnte (wenigstens ein bisschen) helfen |
Stolz und Vorurteil Jane Austen Broschiert, November 2006 Verkaufsrang: 114227 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen! "Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe. Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen -- doch es kommt anders. Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt -- Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 81 Bewertungen)
Danke Jane! 5 von 5 Punkten Eine wundervolle Liebesgeschichte. Ein tolles Portrait von Zeit und Ort. Ein Buch das man immer wieder lesen kann. Eine Bereicherung!
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Paris im zwanzigsten Jahrhundert Jules Verne Gebundene Ausgabe, Mai 1999 Verkaufsrang: 198014 Das Manuskript zum vorliegenden Roman hat rund fünfundachtzig Jahre in einem verschlossenen Koffer gelegen; jetzt ist Jules Vernes verschollene Science-Fiction-Geschichte aus dem Jahr 1863 wieder aufgetaucht und macht international Furore. Der Autor malt sich aus, wie Paris in hundert Jahren aussehen würde: Es gibt eine vollautomatisierte Stadtbahn, gasbetriebene Personenkraftwagen, elektronische Musik. Die Gemüsesorten stammen vom Äquator, die Pariser Luft ist bis in die Vorstädte hinaus verschmutzt - eine in vielen Punkten zutreffende literarische Utopie, die dem heutigen Leser viel Vergnügen bereiten wird.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
... kein typischer Verne-Roman 2 von 5 Punkten in diesem Roman beschreibt eine düstere Zukunft. Von Anfang an liegt eine depressive Stimmung über dem Buch, die das Ende vorwegnimmt. Ich mag vor allem Vernes Reiseromane, die Beschreibung von neuesten technischen Erfindungen und die mit Ironie gespickten Dialoge. Deshalb hat mir dieses Buch nicht gefallen. Als Sammler habe ich mir dieses Buch trotzdem gekauft.
"Ach! Lucy!" murmelte er und sank bewußtlos in den Schnee. 5 von 5 Punkten Mit 186 Seiten eins wohl der kürzesten Werke Jules Vernes. Und das tut dem Buch gut: Vollbepackt bis zur letzte Seite mit Erstaunlichem, Philosophischem und Tragischem. Anno 1863 geschrieben schildert der Altmeister des Scifi-Romans geradezu perfekt die Welt des 20. Jahrhunderts, so wie sie heute vielerorts wirklich ist. Automatisierung und Überwachung von allem und jedem beschrieben mit beängstigender Detailtreuen, lange bevor George Orwell seinen berühmten Satz "Big brother is watching you" auch nur denken konnte. Jules Verne, der wahre Erfinder von Tiefkühlkost, elektrischen Garagentoren und Straßenbeleuchtungen, der Pariser Metro, des Faxes, elektronischer Musik, der allseits gegenwärtiger Überwachung und der Frage nach dem Werteverfall der Jugend ("Was ist bitteschön ein Buch?"). Hierfür hat Jules Verne mit Michel eigens einen Prostagonisten kreiert, der wie ein Zeitreisender aus dem letzten Jahrhundert durch eine gefühlose, vom ewigen Winter beherrschte Pariser Stadtwelt taumelt, sich unsterblich verliebt, in eine Dame die genauso kalt ist wie die Stadt in der sie lebt, und er letztlich an Melancholie und gebrochenem Herzen stirbt. Ein sehr nachdenkliches Buch...großartig geschrieben, lässt sich an einem langen veregneten Nachmittag wie nichts weglesen, hinterlässt aber seine Spuren. 85 Jahre nachdem das Buch verfasst wurde ist es erst von Nachfahren Vernes veröffentlicht worden. Wer die Chance hat, dieses Buch zwischen die Finger zu bekommen sollte es auf jedenfall lesen. Ein Meisterwerk! |
Irrungen Wirrungen Theodor Fontane Taschenbuch, Oktober 1998 Verkaufsrang: 236034 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieser durchaus zeitkritische Gesellschaftsroman spielt im Kleinbürgertum Berlins und in Offizierskreisen. Ein adliger Rittmeister verliebt sich in ein einfaches, aber liebenswürdiges und intelligentes Mädchen. Doch die gesellschaftlichen Schranken bescheren dieser Verbindung keine Dauer, zumal der Offizier durch finanzielle Schwierigkeiten der Familie gezwungen wird, eine reiche Frau zu heiraten.
Das Bemerkenswerte an diesem Roman ist nämlich das, was n i c h t passiert: Die unstandesgemäß verliebte Lene wird nicht unehrenhaft schwanger, sie stirbt auch nicht an gebrochenem Herzen oder der Schwindsucht, sie stürzt sich nicht verzweifelt in den Landwehrkanal, endet nicht in Schimpf und Schande, entpuppt sich aber auch nicht im letzten Moment als verloren geglaubte Herzogstochter, sondern macht eine "gute Partie" -- Fontane streut zwar immer wieder Hinweise, die diese und ähnliche Entwicklungen hätten einleiten können (und sie bei einem schlechteren Autor auch eingeleitet hätten), aber das sind falsche Fährten, deren Bedeutung sich erst vor dem zeitgenössischen Hintergrund klärt. Enttäuschte Lesererwartungen als das eigentliche Spannungsmoment, so könnte man es vielleicht formulieren. Die Liebesgeschichte zwischen dem für einen preußischen Offizier der 1870er Jahre erstaunlich geistreichen und unarroganten Botho von Rienäcker und seiner Lene endet vordergründig so, wie man es erwartet: Am Ende heiratet jeder in seinem Stand und trauert der einzigen Liebe nach. Es sind nämlich die vielen kleinen Pointen, die Fontane immer wieder einbaut und die den Roman lesenswert machen: Botho, der sich der Familienfinanzen wegen standesgemäß vermählt, bekommt als Frau genau die Sorte hübscher Kleiderständer, die er zuvor im Kreise der "kleinen Leute" noch wunderbar parodiert hat. In einer anderen Szene nimmt er die Mittagspause der Borsig-Arbeiter von ferne (!) als Idyll wahr -- zu einer Zeit, als Adolph Menzel schon sein "Walzwerk" gemalt hatte! Szenen wie diese gibt es einige -- ihnen gemeinsam ist die verschobene Perspektive der "Besseren Gesellschaft", der der realistische Blick der niederen Stände gegenübergestellt wird. Klar, wen die Militärordnung dazu verdonnert, sich vornehmlich unter seinesgleichen aufzuhalten, dem verstellen am Ende die Klischees den Blick, und er kann einer Borniertheit nicht entgehen, die etwa die Werke von Humboldt und Ranke nassforsch als "reine Abschreibesache" klassifiziert. Und der damals sakrosankte Bismarck bekommt freilich auch sein Fett weg -- wie bei Fontane nicht anders zu erwarten. Aber das nur am Rande. Man kann also sagen, dass Fontane die vielen falschen Fährten in diesem Roman für die Angehörigen eben jener Offizierskaste gelegt hat, deren Borniertheit er ins Visier nimmt, und der Trick ist ihm gelungen: Die zeitgenössische Kritik übersah die Pointe und nannte "Irrungen Wirrungen" allen Ernstes eine "gräßliche Hurengeschichte"... Irrungen und Wirrungen eben, wohin man nur schaut. Vordergründig also eine tragische Liebesgeschichte von der Stange -- die Spitzen gegen die wilhelminische Ständegesellschaft sind gut versteckt. Aus diesem Grund dürfte "Irrungen Wirrungen" auch heute noch oft als trivial eingestuft werden, denn ohne Kenntnisse über die gesellschaftlichen und historischen Hintergründe bleibt einem die Stoßrichtung verborgen. Vielleicht sollte man auch deswegen einen anderen Roman von Fontane als Schullektüre wählen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 20 Bewertungen)
Eine nicht standesgemäße Liebe 5 von 5 Punkten Irrungen Wirrungen erzählt die Geschichte einer nicht standesgemäßen Liebe. Einen Sommer lang haben der Baron Botho und die Büglerin Lene ein Liebesverhältnis, das sie schließlich wegen des unüberwindbaren Klassenunterschieds zugunsten von Vernunftehen aufgeben. Ihr persönliches Glück ist damit für immer verloren, die gesellschaftlichen Konventionen sind zu stark. Zu seiner Zeit sorgte der Roman mit seiner unverblümten Darstellung einer nicht standesgemäßen Beziehung für Zündstoff. Das Aufeinanderprallen von Liebesideal und gesellschaftlicher Realität war zwar auch vorher schon in der Literatur thematisiert worden, etwa in Schillers Kabale und Liebe. Doch anders als dort lehnen sich Fontanes Liebende nicht auf, sondern akzeptieren die äußeren Gegebenheiten widerstandslos. Heute fällt es schwer, dem Roman etwas Anstößiges abzugewinnen. Der Widerstreit zwischen individueller Selbstverwirklichung und den bestehenden Wertvorstellungen einer Gesellschaft ist aber nach wie vor ein Thema.
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Uli, der Knecht: Wie Uli der Knecht glücklich wird. Eine Gabe für Dienstboten und Meisterleute Jeremias Gotthelf Sondereinband, 1978 Verkaufsrang: 259137 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die hindernisreiche Liebesgeschichte vom tüchtigen, aber widerborstigen Knecht Uli und vom braven Bernermeitschi Vreneli ist der klassische Bauernspiegel der Schweiz und ein Entwicklungsroman von hoher Qualität.Bis die beiden Dickköpfe zueinanderfinden, muss Uli viel lernen. Die unterschiedlichsten Menschen greifen in sein Leben ein. Da ist vor allem der Bodenbauer, ein aufrechter Landmann, mit seiner klugen, großherzigen Frau; aber da sind auch der ewig unzufriedene Bauer Joggeli, dessen gute Bäuerin nicht gegen ihn aufkommt, und ihre nichtsnutzigen Kinder. Wer das Landleben nicht durch die rosarote Verklärungsbrille, sondern durch die klaren Augengläser des Pfarrers von Lützelflüh sehen will, wird an dieser so hintersinnigen wie frommen Darstellung aus dem Jahr 1840 seine helle Freude haben."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Aufstieg eines Bauern - psychologisch faszinierend gezeichnet 5 von 5 Punkten "Uli der Knecht", im Jahr 1840 geschrieben, ist ein bäuerlicher Bildungsroman. Zu Beginn ist der Titelheld versoffen und pflichtvergessen; die Vorwürfe und Ermahnungen seines Meisters schlägt er bedenkenlos in den Wind. Doch dessen väterliche Güte und uneigennützige Humanität führen Uli allmählich auf den Weg der Besserung. Er wird zu einem genügsamen, fleißigen Musterknecht, der zwar immer wieder in Versuchung gerät, aber alle inneren und äußeren Prüfungen besteht und am Ende dank der Heirat mit dem ebenso rechtschaffenen Vreneli sein verdientes Glück findet: Er kann den Hof, auf dem er zuvor jahrelang geschuftet hat, als Pächter übernehmen. Der erste Teil von Jeremias Gotthelfs Doppelroman (zweiter Teil: "Uli der Pächter") ist trotz seines belehrenden Anspruchs mehr als bloße bieder-beschauliche Erbauungsliteratur. Es ist ein auch heute noch ein hinreißendes, ergreifendes, zutiefst menschliches Werk, das durch die hervorragende psychologische Zeichnung seiner Figuren, durch die wortmächtigen und kenntnisreichen Schilderungen bäuerlichen Lebens und durch einen teilweise umwerfend komischen Mutterwitz überzeugt.
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Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha Miguel de Cervantes Saavedra Taschenbuch, August 1997 Verkaufsrang: 188612 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Wohl ist's ersichtlich", schnauzt der erregte Junker seinen Knappen an, "daß du in Sachen der Abenteuer nicht kundig bist; es sind Riesen, und wenn du Furcht hast, mach dich fort von hier und verrichte dein Gebet, während ich zu einem grimmen und ungleichen Kampf mit ihnen schreite". Lesen kann verhängnisvoll sein. Wer wüßte nicht, mit wem es der "Ritter von der traurigen Gestalt" (wie Ludwig Tieck ihn genannt hat) hier tatsächlich zu tun hat. Don Quijote ist ausgeritten, "um sich nach dem zu richten, was er in seinen Büchern gelesen". Da kann der kluge Knappe Sancho Pansa sagen, was er will. Was weiß das Gesindel schon von den hohen Versprechungen der Literatur! Don Quijote hat zu viele Ritterromane gelesen, Cervantes variiert das Motiv eines Irrtums. In allen möglichen niederen Gestalten sieht der glücklose Abenteurer hohe Herren und Damen, denen er seine Wehr- und Ehrhaftigkeit beweisen muß -- eben so, wie er es aus den Büchern kennt. Eigentliches Thema ist also der Unterschied von Leben und Lesen. Cervantes' Jahrtausendwerk, 1605-15 erschienen und laut Kindlers Literatur-Lexikon leicht "das wirkungsmächtigste Werk nach der Bibel", markiert damit eine Schwelle in der europäischen Mentalitätsgeschichte: Buch und Welt, diese noch in der vorangehenden Renaissance innige Einheit, fällt in zwei grundsätzlich verschiedene Erfahrungsbereiche auseinander. Die Konsequenzen sind bekannt: Quijote wird verhöhnt, verprügelt, vertrieben. Wie später an Werther-Lesern zeigt die Disziplinierungsgeschichte des Geistes schon hier, wie wichtig die Umschaltkompetenz von Leben und Lesen ist. Eine Fähigkeit, die sich an der Schwelle zum 3. Jahrtausend möglicherweise als ebenso nützlich herausstellen könnte, da erneut ein grundlegender Wandel der Medien und zugleich unserer Wirklichkeitserfahrungen in vollem Gange ist. --Nikolaus Stemmer
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Ritterlicher Traumtänzer 5 von 5 Punkten Seit 400 Jahren behauptet sich ein fahrender Ritter in der Weltliteratur, der eigentlich gar keiner ist: Don Quijote de la Mancha, der Ritter von der traurigen Gestalt, besteht Abenteuer, wo es nichts zu bestehen gibt. Er hält Windmühlen für Giganten, Hammelherden für feindliche Armeen, Weinschläuche für Riesen, Herbergen für Schlösser und ein einfaches Bauernmädchen für seine vornehme Herrin. Don Quijote ist ein Opfer seiner Literatursucht, seiner übersteigerten Lesefreude an Ritterromanen. Jedes Kind kennt zumindest eine der zahlreichen Episoden; der „Kampf gegen Windmühlenflügel" ist zum Sprichwort geworden. Doch was macht aus dem vermeintlich närrischen und immerhin über 1000 Seiten fassenden Roman nicht nur ein Meisterwerk der spanischen Literatur, sondern sogar den „besten Roman der Welt", wie das Osloer Nobelinstitut ihm im Jahr 2002 bescheinigte? Es sind die zwischen den Zeilen vermittelte Weisheit, die parodistische Treffsicherheit, das riesige Figuren- und Themeninventar und die meisterlich miteinander verknüpften Erzählebenen, die Cervantes' Werk zum Universalroman im besten Sinne machen. "Don Quijote" wird von allen phantasiebegabten Menschen geliebt, die sich in die Welt der Bücher oder Filme hineinträumen - und zeigt gleichzeitig, wie närrisch diese Weltflucht sein kann.
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Reineke Fuchs / Hermann und Dorothea / Achilleis / Die Geheimnisse Johann Wolfgang von Goethe Broschiert, Dezember 1984 Verkaufsrang: 194506
| Mit Fontane auf Reisen
Audio CD, Februar 2008 Verkaufsrang: 146993 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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