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Seite 22

Stolz und Vorurteil - Jane AustenStolz und Vorurteil
Jane Austen

Taschenbuch, Januar 1997
     Verkaufsrang: 284580      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen!

"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe.

Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen -- doch es kommt anders.

Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt -- Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 84 Bewertungen)

So spannend kann Liebe sein...      5 von 5 Punkten
Mit diesem Buch ist es Jane Austen eindrucksvoll gelungen eine, nicht ganz einfache, Liebesgeschichte zu erzählen.

Eine aufregende Zeit steht der Familie Bennet bevor, da sich hoher (männlicher) Besuch in der Nachbarschaft angekündigt hat. Wird sich der Wunsch der Mutter, bald eine von ihren Töchtern verheiratet zu sehen, endlich erfüllen?

Mit ein bisschen Fantasie und Sinn für Romantik wird diese Buch zu einem spannenden Lesevergnügen.


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Die Sturmhöhe - Emily BronteDie Sturmhöhe
Emily Bronte

Broschiert, September 2006
     Verkaufsrang: 301850      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Liebe, Haß und Tod - ein Drama spielt sich ab auf dem Gutshof Wuthering Heights in Yorkshires düsterer Nebellandschaft. Vom Dämon der Rache und Eifersucht besessen, richtet der Findling Heathcliff ein Werk der Zerstörung an, dem auch die Angebetete Cathy zum Opfer fällt. Mehrere Generationen werden in einen Strudel rasender Leidenschaften gezogen. Emily Brontes ergreifende Geschichte voll psychologischer Raffinesse löste 1847 einen Sturm der Empörung aus.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Stürmische Geschehenisse      5 von 5 Punkten
Als ich "Sturmhöhe" vor ungefähr einem Jahr zu lesen begann, war es ein düsterer, schwüler Frühsommertag, der sich langsam düster bewölkte und schließlich in Platzregen ausartete. Dies war genau die richtige Atmosphäre, um in diesem Roman zu versinken: Die dumpfe Hitze ging in kühle Frische über, vereinzelte Sturmböen fegten über das Dach, der Regen trommelte gegen die Fensterscheiben und von weit entfernt drang ein bedrohliches Donnergrollen an mein Ohr. Denn genau diese Eindrücke findet man auch in diesem außergewöhnlichen Meisterwerk wieder und bilden eine gelungene Untermalung für die Geschehenisse in den Hochmooren von Yorkshire, wo sich um die altehrwürdigen Anwesen von Wuthering Heights und Toshcross Grange eine kraftvolle Geschichte um verzweifelte Liebe, blinde Leidenschaft und bittere Rache spinnt, eingebettet in die ungezügelte Wucht und wilde Schönheit der Natur, welche dem Leser unwillkürlich einen Schauer über den Rücken laufen lässt, der auch nicht abebben will, wenn sich letztenendlich eine Art sonniges Happy End einstellt - denn die düsteren Schatten der Vergangenheit wollen nicht weichen.

Neben dieser kraftvollen Handlung (welche in ihrer viktorianischen Entstehungszeit übrigens verrufen war) muss auch erwähnt werden, dass dieser Roman auch angemessen großartig verfasst wurde. Emily Bronte versteht es einfach, ebenso wie ihre Schwestern Charlotte und Anne, unglaublich fesselnd und anschaulich zu erzählen. Doch nur ihr gelingt es, ihre Prosa der ungezähmten, energiegeladenen Handlung anzupassen und den Leser mit prächtigen Porträts wilder Landschaften und verblüffend treffenden Metaphern zu verzaubern und an diesen Roman zu binden - bis er zuende gelesen ist, und noch weit darüber hinaus... Und weil solche Bücher leider rar sind, sollte sich niemand dieses Juwel ursprünglicher englischer Erzählkunst entgehen lassen.


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Die Insel Sachalin - Anton CechovDie Insel Sachalin
Anton Cechov

Taschenbuch, 1976
     Verkaufsrang: 30849      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Cechov berichtet - als Arzt und Schriftsteller - über die russische Sträflingskolonie auf der Insel Sachalin. Dieser schonungslose Reisebericht, der Cechov sehr am Herzen lag, sollte Pflichtlektüre werden für alle, die auch nur irgendwo, irgendwie mit dem sogenannten Strafvollzug zu tun haben. (Heinrich Böll)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein Sommer in Sibirien (1890)      3 von 5 Punkten
Dieses Buch beschreibt den Aufenthalt des Arztes Anton Cechov auf der Insel Sachalin, der grössten Strafkolonie Russlands um die Jahrhundertwende. Ein sehr nüchternes, analytisches Buch, in keiner Weise mit Dostojevskij's "Aufzeichnungen aus einem Totenhause" zu vergleichen, das die Missstände in der russischen Kartoga aufzeigt und anklagt.
Cechov beschränkt sich lediglich auf die Beschreibung der Aussenwelt und klammert persönliche Gefühle und Stimmungen gänzlich aus. Leider macht dies, sowie die peinlich genauen Angaben von Einwohnerzahlen, Verteilung des Saatguts, Ackerlands, etc., das Buch zu einer etwas zähflüssigen Lektüre.
Der Autor scheint davon ausgegangen zu sein, dass die von ihm geschilderten Zustände in der Kolonie für sich sprechen.
Er hat sicher recht. Das Buch ist, obwohl umgeben von wissenschaftlicher Kälte, erschütternd und aufwühlend.
Für den Russland-Fan - gelungen. Für Leser, die Bücher mit mehr psychologischem Tiefgang vorziehen, - zu technisch.


Madame Bovary - Gustave FlaubertMadame Bovary
Gustave Flaubert

Taschenbuch, 1980
     Verkaufsrang: 269948      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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»Das Erscheinen von ›Madame Bovary‹ war eine Umwälzung für die gesamte Literatur. Die neue Kunst hatte ihre Grammatik gefunden.« Emile Zola
Die reiche Bauerntochter Emma Rouault – schön, jung und von romantischer Sinnlichkeit – heiratet den biederen Landarzt Charles Bovary und geht mit ihm in ein armseliges Nest. Doch vor der Monotonie des Alltags und der dumpfen Betriebsamkeit ihres Mannes flieht sie in die Scheinwelt der Bücher und Tagträume, die bald zum Lebensersatz wird. Die erste reale Berührung mit der vermeintlich schöneren Welt bei einem festlichen Diner löst denn auch eine Nervenkrise aus. Damit beginnt eine Entwicklung, die Emma in amouröse Abenteuer und zum Ehebruch treibt und vom nur geträumten zum wirklichen Doppelleben führt: Unlösbar in Schuld und Schulden verstrickt, vergiftet sie sich.
Mit ›Madame Bovary‹ schuf Flaubert den modernen realistischen Roman, der bei seinem Erscheinen 1856 den Staatsanwalt auf den Plan rief und noch heute durch seine Radikalität herausfordert.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Sprache, Sprache und nochmals Sprache      5 von 5 Punkten
In diesem Roman geht es nicht um die Lebens- und Leidensgeschichte einer jungen Frau, in diesem Roman geht es um Sprache. Nicht das Was ist entscheidend, sondern das Wie. Wie beschreibt Flaubert die Ereignisse, Gefühle, Stimmungen, Personen, Nebenfiguren eben alles was zum Roman d.h. zum "Romanhaften im Roman" gehört. Es ist das grosse Buch des WIE, die Anleitung zur literarischen Sprache überhauft, eine geniale Etude für alle künftigen Literaten und ein Beispiel dafür, dass nicht der Plot, die Geschichte einen Roman "machen", sondern alleine die Techniken des Erzählens, die Qualität der Sprache, alleine der "Diskurs" des literarischen Kunstwerks bestimmt den Wert des Romans. Beste Übersetzung ins Deutsche von Walter Widmer.


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Harte Zeiten - Charles DickensHarte Zeiten
Charles Dickens

Taschenbuch, 28. April 2004
     Verkaufsrang: 283235      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Jürgen Basedow, gegenwärtig Mitglied der Monopolkommission, fasst in diesem Buch seine Erfahrungen mit der Deregulierung in ganz verschiedenen Wirtschaftsbereichen zusammen. Dabei geht es um Deregulierungspflichten des EG-Rechts, um den Zusammenhang von Deregulierung und Harmonisierung sowie um die Rolle des Wettbewerbsrechts auf deregulierten Märkten.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Hard Times...      3 von 5 Punkten
...im wahrsten Sinne des Wortes.
Sicherlich ist dieses Werk nicht Dickens' bestes, aber diese Übersetzung verschandelt es zusätzlich, so meine Meinung. Das englische Original ist wesentlich besser und teilweise sogar leichter zu verstehen. Außerdem lassen sich zahlreiche Übersetzungsfehler finden. So wird "young woman" mit "Jungfrau" übersetzt...
Trotzdem ist die Geschichte an sich recht gut, und auch die Kritik an den Oberschichten der Gesellschaft zur Zeit der Industriellen Revolution ist sehr gut gelungen. Ferner bekommt der Leser einen relativ genauen Eindruck der Lebensumstände der Zeit.
Daher speziell für dieses Buch nur 3 Sterne.

Beste Buch schlecht hin!      5 von 5 Punkten
He ist das beste Buch das ich je gelesen habe
nichts gegen Harry Potter und Herr der Ringe!
Wenn ihr das nicht lest dann seit ihr echte Kunstbanausen!


Rosie und die Künstler - W. Somerset MaughamRosie und die Künstler
W. Somerset Maugham

Taschenbuch, Dezember 2005
     Verkaufsrang: 235121      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Rosie ist schön, aber vulgär, flatterhaft, aber im Grunde aufrichtig und gutherzig. Und sie war die erste Frau des inzwischen hochberühmten Schriftstellers Driffield, der dunkle Punkt in Driffields tadellosem viktorianischen Lebenslauf. Außerdem war sie die Geliebte von Willie Ashenden, eines anderen Schriftstellers, der sich nun im Auftrag von Driffields Biographen an jene wilden Jahre erinnern soll ..."Als Schlüsselroman bleibt Rosie und die Künstler eines der beachtlichsten Werke Maughams und kann auf eine Stufe mit Silbermond und Kupfermünze und Der Menschen Hörigkeit gestellt werden ... Die funkelnde Ironie und der psychologische Scharfblick erinnern daran, daß Maugham sich an Maupassant und den französischen Realisten geschult hat." (Kindlers Literatur Lexikon)
William Somerset Maugham (Paris 1874 - Nizza 1965) studierte Medizin in Heidelberg und London. Später reiste er viel (u.a. in den Fernen Osten) und nahm am Leben der internationalen Gesellschaft teil. Der Stil seiner Erzählungen lehnt sich an der gesprochenen Sprache an - oft gewürzt mit geistreich-witziger, bisweilen auch zynischer Lebenskritik. Maughams literarische Vorbilder waren Guy de Maupassant und Anton Tschechow.

»Als Schlüsselroman bleibt Rosie und die Künstler eines der beachtlichsten Werke Maughams und kann auf eine Stufe mit Silbermond und Kupfermünze und Der Menschen Hörigkeit gestellt werden... Die funkelnde Ironie und der psychologische Scharfblick erinnern daran, daß Maugham sich an Maupassant und den französischen Realisten geschult hat.« Kindlers Literatur Lexikon
»Der Leser, das hat sich gezeigt, braucht wieder die Form. Er will wieder etwas...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Cakes and Ale or The Skeleton in the Cupboard      3 von 5 Punkten
"Rosie und die Künstler", der deutsche Titel von Somerset Maughams Roman aus dem Jahr 1930, deutet meines Erachtens ein wenig in eine falsche Richtung. Rosie ist nicht die Hauptfigur, um die sich die Welt dreht, sondern einfach eine von vier oder fünf "leading characters". Die Geschichte ist - entsprechend dem englischen Titel - süss und bitter.
Maughams Roman ist eine Gesellschaftssatire, worin ironisch die Literaturszene aufs Korn genommen wird. Der Ich-Erzähler Ashden, auch ein Schriftsteller, berichtet rückblickend aus dem Leben des kürzlich verstorbenen Literaten Driffield. Offenbar wird Thomas Hardy parodiert. Dabei erzählt Ashenden, wie er Driffield als Kind in der Provinz kennen gelernt hat und später in London wieder traf. Später berichtet er von Driffields inspirierenden ersten Frau Rosie, einer Kellnerin, die Driffield betrog, sowie von dessen zweiten Frau, einer Krankenschwester, die ihren Mann in den Literaturolymp hob. Die literarischen Betrachtungen des Ich-Erzählers sind zwar ganz nett, aber aus heutiger Sicht wenig prickelnd. Zudem, da der Roman in einzelne Episoden zerfällt, sind die Charaktere eher etwas skizzenhaft gezeichnet. Insgesamt fand ich den Roman etwas langweilig.


Leben und Meinungen von Tristram Shandy, Gentleman - Laurence SterneLeben und Meinungen von Tristram Shandy, Gentleman
Laurence Sterne

Gebundene Ausgabe, September 1995
     Verkaufsrang: 287567     

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Das Buch der letzten vierhundert Jahre!!!      5 von 5 Punkten
„Sie werden lachen - die Bibel!" soll Bert Brecht auf die Frage nach seiner Lieblingslektüre, nach dem für ihn wichtigsten Buch der Weltliteratur geantwortet haben. Und ich lache tatsächlich, Herr Brecht, wenn man aus ohnehin überschätztem Dichtermund derartige Plattheiten zu hören gezwungen ist, die das Feuilleton zu gerne noch Jahrhunderte nachäfft und vergeblich intellektuell zu adeln versucht. Gut klauen freilich lässt sich aus dem Schmöker, den keiner wirklich kennt, das mag sein; und aus der Warte muss ich dem Bert schon fast wieder recht geben ...

Aber ernsthaft! Wenn mich einer fragen würde, welche drei Dinge ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, käme neben einem unversiegbaren Bierkasten und Kate Beckinsale nur ein Buch in Frage: der unsterbliche Tristram Shandy des unvergleichlichen Lawrence Sterne!

Auf eine Inhaltsangabe kann ich hier verzichten, desgleichen auf eine Darstellung der Wirkungsgeschichte. Seinen Platz innerhalb der Weltliteratur hat das Buch längst eingenommen, wer dazu nachlesen will, der tue das etwa in Kindlers Neuem Literaturlexikon.

Es ist ein Buch, das einfach so anfängt und hunderte Seiten später einfach so aufhört. Es erzählt weniger die Geschichte, die der Titel nahelegen würde, sondern ganz andere, und auch die nicht und dann wieder doch. Es ist voll der skurrilsten Gestalten, der exzentrischsten Ideen und formalen Innovationen; es ist so naiv wie weise; so episch breit wie anekdotisch kurz. Der Autor hält uns zum Narren, belehrt uns und treibt seine Faxen. Nichts ist, wie es scheint; und doch ist alles folgerichtig. Sexualisiert bis ins Mark und gelehrt bis in die Knochen gebärdet sich der selbstherrliche Verfasser - in aller Bescheidenheit natürlich - wie der höchste Schriftsetzer selbst, der allmächtige Vater, der die Welt schrieb und seiner nicht schonte.

Und vor allem, bei aller artistischen Brillianz, ist der Unroman komisch, zum Brüllen komisch, zum Schenkelklopfen und Herausprusten komisch, dass einem zuweilen der Atem stille steht und man sich erholen muss von der fröhlichen Tortur. Neben derber Komik finden sich Stellen, die zum Lächeln reizen, die Passagen, die zum Schmunzeln nötigen, die Konstellationen, die den Mund verbreiterten, die Gespräche gar, die einem die Tränen in die Augen treiben. Komisch, ironisch, sarkastisch, humorig, lustig, zynisch, lächerlich, grotesk ist das Buch; dabei immer hintersinnig und verschmitzt, man liest es mit lachendem und weinendem Auge.

Und wie bei jedem großen Buch spricht die Wahrheit aus allen seinen Zeilen; und neben dem heilsamen Gelächter steht sattsam bekannt die Melancholie. Es ist nur ein Buch für starke Geister und gefestigte Seelen. Wer gewiegt sein will, sollte besser zum Goethe greifen.

Dass man mit literarischer oder sonst wie gearteter Bildung den Tristram erst recht genießen kann, versteht sich von selbst. Es gibt keinen vorurteilsfreien Genuss im Reiche des Geistes.

So steht am eigentlichen Beginn des Romanzeitalters um die Mitte des 18. Jahrhunderts bereits ein Buch auf der Schwelle der Moderne; nimmt alle inhaltlichen, formalen und sprachlichen Schliche der Zukunft vorweg und setzt sich somit anfangs schon selbstsicher und herrlich als großen Schlusspunkt. Wenn mit Joyce die Zukunft begann, kulminierte sie in der Sternschen Werkstatt.

Neben Arno Schmidts „Abend mit Goldrand" und dem „Ulysses" des Iren dürfte der familiäre Reigen um Tristram, Walther und den so sehr guten Menschen Onkel Toby die heilige Trinität auf dem Gebiete der Prosakunst vorstellen. Und wer sich des Lesens scheut, der greife zur Hörkasette, ein unvergleichliches Vergnügen, dass die Lektüre unweigerlich nach sich ziehen wird.

Über die gut verträgliche Leichtigkeit des Seins      5 von 5 Punkten
Eingestellt auf eine sich kontinuierlich entwickelnde Geschichte, fühlte ich mich am Anfang ein wenig vor den Kopf gestossen. Laurence Sterne lässt Geschichten abrupt enden, kommt vom Hundertsten ins Tausendste und wechselt die Zeiten ungeniert. Noch dazu scheint es nicht genug dieses Buch zu lesen. Es entsteht vielmehr ein Gespräch mit dem Autor, das ständiges Wachsein und eine gewisse Eigenaktivität erfordert. Aber beim Weiterlesen stellte ich fest, dass es nicht nur der Inhalt der Geschichten war, der mich fesselte. Es ist mehr die Art wie er mich miteinbezog, wie er mir eine Art interaktiven Lesens abverlangte.

Bei Sterne weiss man nie, was der nächste Absatz bringt, ja man weiss nicht einmal, ob er nicht das nächste Kapitel auslässt, um es später nachzuholen oder auch nicht. Das erzeugt Spannung und erfordert Aufmerksamkeit.

Aber das eigentlich Bezaubernde und Tröstliche an diesem Buch ist die Haltung des Autors. Es zeichnet ihn aus ohne Vorwurf, ohne Klage und ohne wertendes Urteil seine Geschichten zu erzählen. Für mich das eigentlich Eindringliche ist die Freundlichkeit und Gutmütigkeit mit der er menschliche Schwächen, Missverständnisse und Eigenheiten seiner Charaktere sehenden Auges aus tiefem Herzen wertschätzt. Es gibt kein Geziehe und Gezerre an seinen Figuren. Er stellt sie ungeschminkt dar, hilflos, lächerlich und liebenswert.

In einem Buch erzählt er gleichzeitig von mehreren Reisen durch Frankreich. Es ist von erfrischender, scheinbarer Belanglosigkeit und obwohl ich nicht mehr sagen könnte, wovon es handelt, erinnere ich mich daran, mehrfach gelacht und fast immer geschmunzelt zu haben bei der Lektüre. Selbst seine eigenen Schmerzen, sein vor dem eigenen Tod Davonfahren, gestaltet er clownesk und vermeidet jede Tragik. Gerade deshalb spürt man seinen Tiefgang und geniesst die gut verträgliche Leichtigkeit des Seins.

Liebenswert!      5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat schon soviel vorweggenommen, dass es fast so erscheint, als hätte es eine Zeitmaschine 'zurückgebeamt'!Dahinter kann sich fast Joyce' Ulysses verstecken!Lasst Euch verführen von diesem Schelm der englischen Weltliteratur!

Lesereise durch verwirrende, belustigende Handlungsfragmente      5 von 5 Punkten
Jeder Leser, der den "Tristram Shandy" zum ersten Mal zur Hand nimmt, fühlt sich durch das Buch irritiert und gefoppt und es gehört eine gesunde Portion Leselust dazu, sich durch die knapp 700 Seiten hindurchzukämpfen. Zumal man vom Autor auch schon mal ein paar Seiten zurückgeschickt wird, um seine beim ersten Lesen nur unvollkommen aufgenommenen Gedanken durch ein zweites Lesen zu intensivieren. Zum Ausgleich werden einem durch ein (vom Autor) geschwärztes, aber dennoch abgedrucktes Kapitel zehn Seiten "geschenkt". Es gibt keine geschlossene Handlung im üblichen Sinne und damit keine auf den Ausgang bezogene Spannung, sondern nur Fragmente von Handlungen und ein auf die jeweilige Situation oder die gedankliche Kapriole fixiertes Interesse des Lesers. Die Meinungen und Ansichten Tristrams machen nicht den Inhalt des Romans aus, sondern man erfährt vielmehr etwas über die Steckenpferde seines Vaters und Onkels. Ein Gutteil der Verständnisschwierigkeiten, denen man sich bei der Lektüre des Romans gegenübersieht, resultiert aus dem ständigen Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen, auf denen das Geschehen angesiedelt ist So liegt das Ende des Romans (paradoxerweise) zeitlich vor seinem Anfang. Trotzdem, oder gerade deswegen ist das Buch eines von der Sorte, die man gelesen haben muss, wenn man das Lesen von Büchern als eine liebe Beschäftigung schätzt. Manchmal glaubt man, Laurence Sterne habe das Buch nur geschrieben, um seine wunderbaren paradoxen Einfälle, die bei der Lektüre anderer Bücher bekommt, miteinander zu verbinden. Es ist etwas ganz besonderes, wenn man als Leser direkt vom Autor angesprochen wird. Es ist etwas noch viel bedeutenderes, wenn man das Fertigstellungsdatum des Romans im Jahre 1759 bedenkt. Deshalb sind 5 Sterne noch einer zu wenig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Geniales Tohuwabohu      5 von 5 Punkten
Laurence Sterne verfaßte mit diesem Buch eine Parodie der Kunstform des Romans, die noch nicht allzulange zu dieser Zeit gebräuchlich war. Denn es entspricht nichts weniger als einem Handlungsablauf, der relativ klar, da kontinuierlich, zu verfolgen ist. Es wimmelt in diesem Werk von Rückblenden und Vorausblicken, Abschweifungen und Ergänzungen, aufgrund deren der Verfasser es erst ab Seite 200 etwa schafft, die eigentliche Hauptperson, nämlich ihn selbst, Tristram Shandy, überhaupt das Licht der Welt erblicken zu lassen. Selbst dann gelingt es nur unter erheblichen Komplikationen, denn der Autor bleibt immer wieder an den vorausgehenden Ereignissen hängen und schweift ab, so daß sogar der Ritt des Knechtes, der beauftragt wurde, einen Arzt zu holen, zu einem regelrechten Abenteuer wird. Als dann dieser Tristram endlich auf die Welt kommt, wird nicht direkt seine Geschichte erzählt, sondern weiterhin die seiner Mitmenschen, die mit so manchen Schrullen behaftet sind. So ist da zum Beispiel Onkel Toby, ein alter Kriegsveteran, der in der langen Zeit, in der er durch eine Verletzung an das Bett gefesselt ist, sich ausführlich mit Festungsbaukunde beschäftigt und darin zu einem ausgesprochenen Experten heranreift. Als er schließlich genesen ist, stellt er mit der Hilfe seines ausgesprochen erfindungsreichen Dieners sämtliche Schlachten des vorhergegangenen Krieges in seinem Garten nach. Doch auch der Vater Tristrams ist ein gelehrter Mann, der sich mit allerlei Problemen der Menschheit befaßt, so schriebt er einen Essay über Nasen und hat eine Vielzahl wissenschaftlicher Abhandlungen über dieses Thema gesammelt. Das waren nur die zwei bedeutendsten Scheingelehrten, die dieser Roman zu bieten hat, allerdings sind die anderen Personen des Werkes nicht weniger interessant. Also, wer Spaß daran hat, sich mit einer Menge gelehrten Unsinns zu beschäftigen, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)



Klassische Schullektüre: Effi Briest: Text - Erläuterungen - Materialien - Theodor FontaneKlassische Schullektüre: Effi Briest: Text - Erläuterungen - Materialien
Theodor Fontane

Broschiert, Januar 2008
     Verkaufsrang: 296410      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Diese lesefreundlichen Textausgaben sprechen die Schüler/innen schon vom Äußeren her an: durch ihr handliches Format, durch Illustrationen, Worterklärungen und Arbeitsanregungen. Zur Optimierung des Lektüreunterrichts enthalten sie wertvolles Zusatzmaterial zur Erschließung der Primärtexte.

Hervorragendes Merkmal der Reihe: die didaktisierten Handreichungen für den Unterricht. Werkinterpretation und didaktische Analysen führen zu detaillierten Stundensequenzen, Tafelbildern, Schemazeichnungen, Vorschlägen für Hausaufgaben und Lernerfolgskontrollen.




Kriegsgefangen: Erlebtes 1870 - Theodor FontaneKriegsgefangen: Erlebtes 1870
Theodor Fontane

Taschenbuch, Januar 1999
     Verkaufsrang: 297612      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Während des Deutsch-Französischen Krieges wird Fontane am 5. Okrober 1870 "zu den "Füßen der Jungfrau", d. h. des Jeanne-d'Arc-Denkmals in Domrémy, verhaftet. Die Situation ist brenzlig genug, und Fontane bleibt zwei Monate in militärischem Gewahrsam. Über verschiedene Zwischenstationen wird er schließlich auf die Atlantikinsel Oléron gebracht. Hier hält er tagebuchartig das unmittelbar Erlebte fest. Landschafts- und Städteschilderungen wechseln mit der Beschreibung seiner Mitgefangenen und dem Nachdenken über Deutsche und Franzosen. Sein Standardsatz, daß hinterm Berge auch Leute wohnen, findet er in dieser extremen Lage vielfach bestätigt.



Ein unbedeutender Mensch. Erzählungen 1883 - 1885 - Anton CechovEin unbedeutender Mensch. Erzählungen 1883 - 1885
Anton Cechov

Taschenbuch, 2001
     Verkaufsrang: 113430      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Cechovs erste Erzählungen      5 von 5 Punkten
Schon in diesen frühesten Erzählungen wird klar, was den Reiz an Cechovs Erzählungen ausmacht Kurze Abrisse des Lebens, Momentaufnahmen von Menschen wie sie sind in einer knappen, ungeschmückten Sprache erzählt. Der Kern der Erzählungen ist auf das jeweils Wichtige beschränkt, sowie es passiert ist, ist es vorbei. Der Leser kann nicht anders, als sich ins Russland Ende des 19. Jahrhunderts zu versetzen und man wehrt sich auch nicht dagegen, egal, was geschildert wird. Vieles was wir sehen und sofort wieder vergessen steht bei Cechov geschrieben und macht das Lesevergnügen aus.

Meisterhaft      5 von 5 Punkten
Obwohl der Untertitel des Buches "Erzählungen" lautet, handelt es sich größtenteils um Kurzgeschichten und Tschechow ist ein Meister dieses Genres. Er nimmt die menschlichen Schwächen der Spießbürger und einfachen Leute aufs Korn - hauptsächlich Eitelkeit und Dummheit. Und so schreibt er mit viel Witz über einen Nachhilfelehrer, der sein Waterloo erlebt, über die Wirkungen der Homöopathie, darüber wie ein Pastor seine Frau verschachert und welche verheerenden Folgen das Lesen guter Bücher hat.

Die Geschichten sind unterhaltsam geschrieben und sie bieten einen guten Einstieg für Leser, die sich mit russischer Literatur beschäftigen wollen und nicht gleich Tolstojs umfangreiche Romane oder Dostojewkijs philosophische Werke lesen möchten.



Anna Karenina - Leo N. TolstoiAnna Karenina
Leo N. Tolstoi

Taschenbuch, 1985
     Verkaufsrang: 272335      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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"Gestern abend sagte er mir, daß er einen Typ von Frau im Sinn habe, verheiratet, der obersten Schicht zugehörig, die sich aber selbst verloren hat." Hier ist nicht von einem gebeichteten Seitensprung die Rede, sondern es ist dies die allererste Erwähnung von Tolstois Ehefrau über den geplanten neuen Roman ihres Gatten. Sechs lange Jahre hatte er an Krieg und Frieden gearbeitet. Nun hatte sich Leo Tolstoi, müde und enttäuscht über die hämische Reaktion, auf sein Gut zurückgezogen.

Doch bald schon arbeitete er am zweiten großen Roman seines Lebens, Anna Karenina. Zu vielschichtig und psychologisch feinst verwoben ist dieses riesige, 1878 erschienene Werk, um es hier auch nur ansatzweise zu erfassen. Erzählt wird die Geschichte der adligen Familie Karenin, einer dekadenten, in gesellschaftlichen Normen erstarrten Sippe. Die Kälte ihres Gatten treibt die sensible Anna dem wesentlich jüngeren Grafen Wronskij in die Arme. Diese stark sexuell orientierte Beziehung endet im Fiasko. Schließlich richtet Anna sich selbst, aber auch ihren Mann und den Geliebten zugrunde.

In der anderen großen Figur des Romans, dem Gutsbesitzer Lewin, hatte sich Tolstoi selbst verewigt. Dessen Rückzug aus der Moskauer Gesellschaft und seine Selbstbescheidung auf ein bäuerlich schlichtes Leben verkörperten auch Tolstois Ideale.Das Selbstmordmotiv legte den Vergleich mit Flauberts Madame Bovary nahe. Jedoch erreicht Flaubert bei weitem nicht Tolstois Realismus und dessen tiefe psychologische Aufarbeitung von Schuld, Verstrickung, Haltlosigkeit und Verantwortung im Umgang mit seinen Figuren. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 38 Bewertungen)

Meisterwerk der Literatur - Unbedingt lesenswert      5 von 5 Punkten
Der Roman Anna Karenina ist auch in der heutigen Zeit noch absolut lesenswert, da Tolstoi es mit meisterhaftem Gespür versteht, psychologisch tiefgründige, einzigartige Charaktere zu zeichnen. Trotz des sehr großen Umfangs des Romans verliert man nie das Interesse am weiteren Schicksal der Figuren.

Die Hauptfigur Anna wird als ein sehr liebebedürftiger, aufrichtiger Mensch dargestellt, deren Leben mit ihrem gefühlskalten Mann immer unerträglicher wird, besonders dann, als sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben aus tiefstem Herzen verliebt und diese Liebe in gleicher Weise erwidert wird. Anna erträgt das heuchlerische Leben an der Seite ihres Mannes nicht länger, bricht aus ihrer Ehe aus und versucht ein Leben zusammen mit ihrem Geliebten Wronskij zu führen.

Es stellt sich jedoch sehr schnell heraus, dass dieses neue Leben nur vordergründig glücklich ist, da Anna als Ehebrecherin gesellschaftlich fallen gelassen und verurteilt wird. Sie verliert den Boden unter den Füßen, da selbst ehemals gute Bekannte den Umgang mit ihr meiden.
Das zweite Unglück, das Anna nach ihrer Trennung trifft, ist der Verlust ihres über alles geliebten Sohnes, der beim Vater bleiben und dort aufwachsen soll.

Annas Kummer über diese Trennung von ihrem Sohn ist unermesslich, selbst die Liebe zu Wronskij kann sie nicht immer darüber hinweg trösten.
Außerdem leidet sie ständig unter großer Eifersucht, sie kann nicht glauben, dass Wronskij ihr für immer treu ist. Im Laufe der Zeit vereinsamt Anna mehr und mehr, reibt sich durch ihre Eifersucht auf und wird schließlich so unglücklich, dass nur noch der Tod die einzige Möglichkeit ist, allen diesen seelischen Qualen zu entkommen.

Die psychologische Entwicklung Annas bis zu ihrem Freitod wird sehr gut beschrieben, ihre seelische Zerrissenheit wird glaubwürdig und sensibel dargestellt.

Neben diesem Haupterzählstrang werden auch die Lebenswege mehrerer Familienangehöriger sehr detailliert und tiefgründig beschrieben, Tolstoi wechselt während des Romans immer wieder zwischen den verschieden Hauptfiguren.

Alle Personen kommen dem Leser erzählerisch sehr nahe, da sie unglaublich lebendig und realistisch beschrieben werden.

Obwohl ich einige Wochen gebraucht habe diesen Roman zu lesen, bereue ich keine Minute, die ich für die Lektüre benötigt habe. Meiner Meinung nach läßt sich Tolstoi auch heute noch sehr gut lesen, der Roman überzeugt durch seine Tiefe und Substanz und wird daher für mich unvergesslich bleiben.

Ich kann dieses Meisterwerk nur empfehlen und ihm auch zukünftig noch viele Leser wünschen. Die Lektüre von Anna Karenina wird niemand bereuen!


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Wanderungen durch die Mark Brandenburg 3. Havelland. Die Landschaft um Spandau, Potsdam, Brandenburg - Theodor FontaneWanderungen durch die Mark Brandenburg 3. Havelland. Die Landschaft um Spandau, Potsdam, Brandenburg
Theodor Fontane

Broschiert, 1996
     Verkaufsrang: 247068     

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Dritter Teil. Havelland. Die Landschaft um Spandau, Potsdam, Brandenburg




Der Schimmelreiter - Theodor StormDer Schimmelreiter
Theodor Storm

Gebundene Ausgabe, April 2005
     Verkaufsrang: 230550      Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 6 Tagen.

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der Schimmelreiter ist viel mehr als ein klassisches Stück deutscher Literatur - auf knappsten Raum nutzt er eine Gespenstergeschichte, um vom Kampf des Menschen gegen die Natur und gegen den Menschen zu erzählen. Hauke Haiens Versuch, dem Meer neue Grenzen zu ziehen, führt in einen Abgrund, dessen Ausdeutung den Leser verschlingt wie die Sturmflut das neugewonnene Land.



Moby Dick - Herman MelvilleMoby Dick
Herman Melville

Gebundene Ausgabe, März 2006
     Verkaufsrang: 178391      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 26,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Es war eine Zeit, als mächtige Wale die Ozeane durchschwammen. Sie waren ob ihres Fetts und ihres Fischbeins geschätzt. Männer kreuzten mit großen Segelschiffen die Meere, um sie zu jagen. Doch die Wale waren grimmige Widersacher. Und aus diesem Kampf zwischen Mann und Wal entsprangen Geschichten von großem Abenteuer." Die ambitionierte Reihe Illustrierte Kinder-Klassiker bietet international renommierten graphischen Künstlern eine Bühne für ihre Interpretation klassischer Stoffe der Kinder- und Jugendliteratur sowie des Märchens. Für die Comic-Adaption des 1851 in London und New York veröffentlichten Romans Moby Dick (The Whale) von Herman Melville (1819 - 1891) zeichnet mit dem 1917 in New York geborenen Will Eisner der große Altmeister des internationalen Autorencomics verantwortlich: Bereits 1975 erhielt Eisner als bis heute einziger Künstler außerhalb des franzöischen Sprachraums die prestigeträchtigste Auszeichnung der Comic-Welt, den Grand Prix de la ville d'Angoulême. 1994 schließlich verlieh ihm die Stadt Erlangen den Max-und-Moritz-Preis für sein künstlerisches Lebenswerk.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Moby Dick      5 von 5 Punkten
Moby Dick, genau das richtige Buch wenn es um Buchvorstellungen geht oder wenn man etwas über den Walfang wissen will.


 Weitere Lesermeinungen


Lebensbeschreibung der Landstörtzerin Courasche - Hans Jakob Christoffel von GrimmelshausenLebensbeschreibung der Landstörtzerin Courasche
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Sondereinband, 2001
     Verkaufsrang: 242213      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Als Seitenstück zum berühmten Simplicissimus zeichnete Grimmelshausen in der Courasche ein weibliches Schicksal im Treiben des Dreißigjährigen Krieges und schuf mit der »Erzbetrügerin und Landstörzerin« Courasche eine Figur, deren literarisches Nachleben bis zu Brecht reicht.



Kriegsgefangen. Erlebtes 1870 - Theodor FontaneKriegsgefangen. Erlebtes 1870
Theodor Fontane

Taschenbuch, März 1993
     Verkaufsrang: 161726     

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Im Oktober 1870, in der Zeit des deutsch-französischen Krieges, wurde Fontane bei einer Reise durch Nordfrankreich als vermeintlicher Spion verhaftet. Nach vielen Verhören brachte man ihn quer durch Frankreich auf die Atlantikinsel Oleron, wo er zwei Monate gefangengehalten wurde.
Hier begann er seine Erlebnisse niederzuschreiben, von denen er später sagt, daß er an ihnen "zum Schriftsteller" geworden sei. Unter dramatischen Umständen sollte er wieder freikommen.




Kleider machen Leute - Barbara KindermannKleider machen Leute
Barbara Kindermann, Gottfried Keller

Gebundene Ausgabe, Oktober 2004
     Verkaufsrang: 104529      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der arme Schneidergeselle Wenzel Strapinski kommt auf seiner Wanderschaft in das Schweizerische Städtchen Goldach und wird dort wegen seines vornehmen Aussehens für einen polnischen Grafen gehalten. Da er nicht den Mut findet, das Missverständnis aufzuklären, ergibt er sich schließlich ganz in die Rolle des Grafen. Bis sein alter Lehrmeister in Goldach auftaucht und in Strapinski das arme Schneiderlein erkennt ...
Gottfried Kellers berühmte Novelle über das bürgerliche Leben zwischen Schein und Sein wird in der einfühlsamen Nacherzählung von Barbara Kindermann zum märchenhaften Lesespaß für große und kleine Klassikerfans ab 6 Jahre.
Sybille Hein hat zu dieser heiteren Verwechslungsgeschichte herrlich stimmungsvolle Bilder geschaffen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

scheiß drauf      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch Kleider machen Leute von Gottfried Keller gelesen und konnte mir dadurch folgende Meinung bilden:
-Es ist eine Novelle die Spannung als auch Romantik miteinander verbindet.
-ich habe es mit hohem Interesse und engagement gelesen, da es sehr kurz und verständlich geschrieben ist.
-Im Großen und Ganzen kann ich dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen.
LESEN SIE ES ES LOHNT SICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ein Buch mit einer Botschaft      4 von 5 Punkten
In der Novelle geht es um einen armen Schneidermann,namens Wenzel Strapinski,der aufgrund seiner edlen Kleidung für einen Grafen gehalten wird und nicht direkt weiß,wie es sich in einer solch schwierigen Situation zu verhalten gilt.Noch dazu verliebt sich Strapinski in ein Mädchen namens Nettchen aus höheren Kreisen.Ob die Zwei aus unterschiedlichen Schichten zueinander finden und wie sich dieses Thema zu ´´Kleider machen Leute´´ verhält,zeigt sich in dieser Novelle.

Ich finde,die Novelle hat eine interessante Schreibweise,die den Leser zwingt weiter zu lesen.Mich persöhnlich hat das Buch gefesselt,als ich genauer wusste worum es geht und wer welche Person in dem Buch darstellt.Was ich am tollsten fand,ist das selten aufgegriffende Thema ´´Kleider machen Leute´´.Sehr langsam führt Keller den Leser zu diesem Thema und bringt ihm zum Nachdenken,ob Wenzel sich richtig oder doch falsch verhält!Es fällt dem Leser schwer an einigen Stellen der Novelle sich in Strapinskis Denken ud Handeln hineinversetzten zu können.Es ist ein Buch,das sich sehr ausführlich mit der Thematik beschäftigt.Hinter jeder Geschichte Kellers verbirgt sich eine Botschaft.Villeicht eine Aussage!



Mathilde Möhring: (Berliner Frauenromane) - Theodor FontaneMathilde Möhring: (Berliner Frauenromane)
Theodor Fontane

Taschenbuch, September 1995
     Verkaufsrang: 55067      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Als ihr Mann stirbt, gibt Mathilde nicht auf, sondern besinnt sich auf die eigenen Fähigkeiten... Theodor Fontanes Geschichte vom verpaßten sozialen Aufstieg und der Emanzipation der lebenstüchtigen Mathilde Möhring ist eine meisterhafte Milieustudie des Berliner Kleinbürgertums.

»Auf einem am Fenster stehenden Stehpult, das er sich angeschafft hatte, lagen zwar ein paar dicke Bücher umher, aber sie hatten jeden Morgen eine dünne Staubdecke, Beweis genug, daß er sich den Abend über nicht damit beschäftigt hatte. Was er las, waren Romane, besonders auch Stücke, von denen er jeden zweiten, dritten Tag mehrere nach Hause brachte; es waren die kleinen Reclam-Bändchen, von denen immer mehrere auf dem Sofatisch lagen, eingeknifft und...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Schöne Ausgabe, schöne Geschichte      5 von 5 Punkten
Ich bin über diese kleine, aber vielschichtige Geschichte gestolpert - Gott sei Dank, wie ich meine.
Ersteinmal ist das Büchlein schön gestaltet (vielen Dank an Klett!) und die anliegenden Materialien geben einen vertiefenden Einblick "hinter die Kulissen" - und das zu einem günstigen Preis.
Zu dem Werk selber: Gefallen hat mir die Vielschichtigkeit: es geht um Frauen, um Beziehungen, um Emanzipation, um gesellschaftlichen Wandel und gesellschaftliche (Miß-)Stände und um (Zeit-)Geschichte... Zudem ist das Buch in einer schönen Sprache geschrieben, die zwar nicht immer leicht zu verstehen ist, aber die durch entsprechende Fußnoten auf der jeweiligen Seite erklärt wird. Toll fand ich auch die Bezüge und Anspielungen auf andere literarische Werke wie z.B. Schillers oder mir (noch) unbekannter anderer Werke sowie mehrere Verweise auf geschichtliche Ereignisse.
Ich fand, dass das Buch recht spannend war. Die Charaktere waren gut gezeichnet.
Man kann dieses Werk auf vielfältige Weise interpretieren - und deswegen empfehle ich es als privaten Leseschmöker oder als Schullektüre - beide Male dürften Vergnügen, Unterhaltung und Lernen garantiert sein.


 Weitere Lesermeinungen


Anna Karenina - Leo N. TolstoiAnna Karenina
Leo N. Tolstoi

Taschenbuch, 30. September 2003
     Verkaufsrang: 264703      Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 6 Tagen.

Preis: € 16,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"Gestern abend sagte er mir, daß er einen Typ von Frau im Sinn habe, verheiratet, der obersten Schicht zugehörig, die sich aber selbst verloren hat." Hier ist nicht von einem gebeichteten Seitensprung die Rede, sondern es ist dies die allererste Erwähnung von Tolstois Ehefrau über den geplanten neuen Roman ihres Gatten. Sechs lange Jahre hatte er an Krieg und Frieden gearbeitet. Nun hatte sich Leo Tolstoi, müde und enttäuscht über die hämische Reaktion, auf sein Gut zurückgezogen.

Doch bald schon arbeitete er am zweiten großen Roman seines Lebens, Anna Karenina. Zu vielschichtig und psychologisch feinst verwoben ist dieses riesige, 1878 erschienene Werk, um es hier auch nur ansatzweise zu erfassen. Erzählt wird die Geschichte der adligen Familie Karenin, einer dekadenten, in gesellschaftlichen Normen erstarrten Sippe. Die Kälte ihres Gatten treibt die sensible Anna dem wesentlich jüngeren Grafen Wronskij in die Arme. Diese stark sexuell orientierte Beziehung endet im Fiasko. Schließlich richtet Anna sich selbst, aber auch ihren Mann und den Geliebten zugrunde.

In der anderen großen Figur des Romans, dem Gutsbesitzer Lewin, hatte sich Tolstoi selbst verewigt. Dessen Rückzug aus der Moskauer Gesellschaft und seine Selbstbescheidung auf ein bäuerlich schlichtes Leben verkörperten auch Tolstois Ideale.Das Selbstmordmotiv legte den Vergleich mit Flauberts Madame Bovary nahe. Jedoch erreicht Flaubert bei weitem nicht Tolstois Realismus und dessen tiefe psychologische Aufarbeitung von Schuld, Verstrickung, Haltlosigkeit und Verantwortung im Umgang mit seinen Figuren. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 38 Bewertungen)

Meisterwerk der Literatur - Unbedingt lesenswert      5 von 5 Punkten
Der Roman Anna Karenina ist auch in der heutigen Zeit noch absolut lesenswert, da Tolstoi es mit meisterhaftem Gespür versteht, psychologisch tiefgründige, einzigartige Charaktere zu zeichnen. Trotz des sehr großen Umfangs des Romans verliert man nie das Interesse am weiteren Schicksal der Figuren.

Die Hauptfigur Anna wird als ein sehr liebebedürftiger, aufrichtiger Mensch dargestellt, deren Leben mit ihrem gefühlskalten Mann immer unerträglicher wird, besonders dann, als sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben aus tiefstem Herzen verliebt und diese Liebe in gleicher Weise erwidert wird. Anna erträgt das heuchlerische Leben an der Seite ihres Mannes nicht länger, bricht aus ihrer Ehe aus und versucht ein Leben zusammen mit ihrem Geliebten Wronskij zu führen.

Es stellt sich jedoch sehr schnell heraus, dass dieses neue Leben nur vordergründig glücklich ist, da Anna als Ehebrecherin gesellschaftlich fallen gelassen und verurteilt wird. Sie verliert den Boden unter den Füßen, da selbst ehemals gute Bekannte den Umgang mit ihr meiden.
Das zweite Unglück, das Anna nach ihrer Trennung trifft, ist der Verlust ihres über alles geliebten Sohnes, der beim Vater bleiben und dort aufwachsen soll.

Annas Kummer über diese Trennung von ihrem Sohn ist unermesslich, selbst die Liebe zu Wronskij kann sie nicht immer darüber hinweg trösten.
Außerdem leidet sie ständig unter großer Eifersucht, sie kann nicht glauben, dass Wronskij ihr für immer treu ist. Im Laufe der Zeit vereinsamt Anna mehr und mehr, reibt sich durch ihre Eifersucht auf und wird schließlich so unglücklich, dass nur noch der Tod die einzige Möglichkeit ist, allen diesen seelischen Qualen zu entkommen.

Die psychologische Entwicklung Annas bis zu ihrem Freitod wird sehr gut beschrieben, ihre seelische Zerrissenheit wird glaubwürdig und sensibel dargestellt.

Neben diesem Haupterzählstrang werden auch die Lebenswege mehrerer Familienangehöriger sehr detailliert und tiefgründig beschrieben, Tolstoi wechselt während des Romans immer wieder zwischen den verschieden Hauptfiguren.

Alle Personen kommen dem Leser erzählerisch sehr nahe, da sie unglaublich lebendig und realistisch beschrieben werden.

Obwohl ich einige Wochen gebraucht habe diesen Roman zu lesen, bereue ich keine Minute, die ich für die Lektüre benötigt habe. Meiner Meinung nach läßt sich Tolstoi auch heute noch sehr gut lesen, der Roman überzeugt durch seine Tiefe und Substanz und wird daher für mich unvergesslich bleiben.

Ich kann dieses Meisterwerk nur empfehlen und ihm auch zukünftig noch viele Leser wünschen. Die Lektüre von Anna Karenina wird niemand bereuen!


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Gesammelte Werke: Pole Poppenspäler und andere Novellen. (Gesammelte Werke, Bd.3): Bd 3 - Theodor StormGesammelte Werke: Pole Poppenspäler und andere Novellen. (Gesammelte Werke, Bd.3): Bd 3
Theodor Storm

Broschiert, Januar 1983

Verkaufsrang: 99483
Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 6,00
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