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Seite 25

Bergkristall - Adalbert StifterBergkristall
Adalbert Stifter

Gebundene Ausgabe, September 2007
     Verkaufsrang: 267592      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Zwei Kinder besuchen am 24. Dezember ihre Großeltern in einem benachbarten Bergdorf. Auf dem Rückweg werden sie von einem schweren Schneesturm überrascht und müssen die Nacht in einer Eishöhle verbringen. Die zunächst bedrohlichen Kräfte der Natur helfen den Kindern schließlich, die Nacht zu überleben. Am nächsten Tag werden sie gerettet, und ihre Mutter, die stets eine Außenseiterin war, wird endlich in die Dorfgemeinschaft aufgenommen.
"Wenn man von Goethes Schriften absieht (...); was bleibt eigentlich von der deutschen Literatur übrig, das es verdiente, wieder und wieder gelesen zu werden? Lichtenbergs Aphorismen, das erste Buch von Jung-Stillings Lebensgeschichte, Adalbert Stifters Nachsommer und Gottfried Kellers Leute von Seldwyla (...)"
Friedrich Nietzsche, "Menschliches, Allzumenschliches"


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Weihnachtsgeschichte aus den österreichischen Bergen      5 von 5 Punkten
"Bergkristall", erstmals 1845 erschienen, ist eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte und gilt als die ergreifendste Erzählung, die Adalbert Stifter geschrieben hat: eine Erzählung von Drama und Rettung, Auferstehung und Versöhnung, die Menschen in der kalten Zeit zueindander finden lässt. Stifter verknüpft in seiner volkstümlichen Erzählung vom "Bergkristall" naturhafte und religiöse Motive.
Die Geschichte spielt in 19. Jahrhundert in den österreichischen Bergen. Zwei Bergdörfer, Gschaid und Milsdorf, sind durch einen Berg voneinander getrennt, die Einwohner sind sich gegenseitig fremd. Dessen ungeachtet hat der Schuster aus Gschaid die Milsdorfer Färberstochter geheiratet. Das Ehepaar hat zwei Kinder, Konrad und Sanna.
Am Heiligen Abend schickt die Mutter Konrad und Sanna zu den Großeltern in Milsdorf, um ihnen Weihnachtsgrüße und -geschenke zu übermitteln. Dazu gehen die Kinder über den beide Dörfer trennenden Pass. Die Großmutter schickt ihrerseits die Kinder so rechtzeitig auf den Heimweg, dass sie vor Einbruch der Dämmerung wieder daheim sein müssten.
Auf dem Heimweg aber geraten sie in dichten Schneefall, die Kinder verlieren die Orientierung und verirren sich auf dem Berg. Sie finden auch nicht den gewohnten Wegweiser: eine rote Säule, die dort als Mahnmal für einen tödlich verunglückten Wanderer steht. Anstatt talwärts zu gehen, irren die Kinder hinauf in die nackte Fels- und Eisregion. Als es dämmert, steigen sie in eine Eishöhle, um dort zu übernachten. Bruder und Schwester verbringen die Nacht in einer Eishöhle.
Noch in der Nacht sind die Männer aus zwei Bergdörfern aufgebrochen, um die Kinder in einer dramatischen Rettungsaktion zu suchen. Am Morgen des Weihnachtstages werden die Kinder unversehrt gefunden. Die Bewohner der beiden Bergdörfer, die sich bisher gegenseitig als Fremde angesehen und behandelt haben, versöhnen sich aufgrund dieser gemeinsamen Rettungsaktion der auf dem Berg verschollenen Kinder.
Der "Bergkristall" ist eine der schönsten Erzählungen von Adalbert Stifter, in der sich beim Lesen auch ein literarischer Zauber verbreitet. Diese ergreifende Weihnachtsgeschichte ist eine phantasievolle und zeitlose Erzählung nicht nur für Kinder.


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Jedermann: Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes - Hugo von HofmannsthalJedermann: Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
Hugo von Hofmannsthal

Taschenbuch, 22. Juni 2005
     Verkaufsrang: 220313      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Geld regiert die Welt!" Auf diese Weisheit hat Jedermann sich zu Lebzeiten stets verlassen. Als er jedoch vor dem Richterstuhl Gottes steht, muß er erkennen, daß dort andere Maßstäbe angelegt werden - Die Neubearbeitung des mittelalterlichen Mysterienspiels durch Hugo von Hofmannsthal stieß nicht nur bei Erscheinen auf große Resonanz. Alljährlich im Rahmen der Salzburger Festspiele aufgeführt, ist Jedermann bis heute von großer Aktualität und sorgt stets aufs neue für Diskussionen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

"was im Leben wirklich wichtig ist"      5 von 5 Punkten
"Und Jedermann richten nach seinem Teil", nach meinem Vorbild, spricht Gott der Herr zum Tod, "Er muss eine Pilgerschaft antreten / Mit dieser Stund und heutigem Tag / Der er sich nicht entziehen mag."
Eine Pilgerschaft, dass heißt nicht mehr, als auf eine Reise gehen, um sich selbst näher zu kommen. "Verändert kommst Du zurück" verheißt ein Gedicht in einem spanischen Kloster und so gilt das Pilgern der Welt, dem Säkularen und der erlebten Beziehung zwischen Menschen. Menschen, die einst Nachbarn waren und nun in der Ungleichzeitigkeit des Lebens und dessen monetären Reichtums von einander ablassen. "Ich tät mich schämen" sagt der eine und von Jedermann ist nur zu hören: "Mensch, da bist du in der Irr, / Wenn du meinst, ich könnt ohnweilen / Den Beutel Geld da mit dir teilen." Und nichts mehr als christliche Nächstenliebe wird seitens des Armen dem Jedermann als Wunsch vorgehalten, nochmals mit der Aufforderung, sein Geld zu teilen. So bleibt nur noch den Wert einer Schenkung zu rechnen, die mit der Menge auf Alle verteilt, einen Schilling für den einzelnen und seine Seele bringt, also nichts, was dem Wert eines Menschen entspricht, und doch "Ist [es d]ein gebührend richtig Teil."
Mit dem Zusammenspiel von Gott dem Herrn, dem Teufel und dem Tod gelingt es Hofmannsthal (1874-1929) die Sphären des Jenseits und des Metaphysischen zu verbinden mit dem Diesseits des Jedermanns, der als Metapher des Menschen an sich und seinen säkularen Interessen am Mammon seine Rolle findet. Religion im weitesten Sinne trifft auf das Leben, welches in seiner Ganzheit dem Tod entgegensteht und ihn dennoch integrieren muss. Jedermann ist sündhaft, am Golde hängend und doch führt Hofmannsthal dem Leser zur Idee einer christlichen Übung der Reue. Deutlich soll werden, dass bei aller Zwiespältigkeit und vor allem unchristlichen Lebenswandel der Mensch nicht verloren ist. "Jedermanns Ladung vor Gottes Richterstuhl" ist nicht mehr, als eine letzte Chance in einem Märchen, das nicht einer Zeit angehört, einem Märchen, das, so wie der Jedermann an sich, zeitlos ist. Hofmannsthal verweist, wenn man so will, auf die letzte Stunde, aber es scheint, als brauche er sie als Allegorie für das Leben. Ihm will es so scheinen und damit dem Leser, dass das Leben bereits die letzte Stunde ist, damit wird der Begriff nicht zur Messung der Zeit, sondern zur Aufforderung, jede Zeit als die letzte zu begreifen, auch in der Gewissheit, dass ein in vielen Sünden erprobtes Leben in einer bußfertigen Stunde gerechtfertigt werden kann. Der Glaube ringt mit dem Teufel um die Weihe des Lebens, "Reu", so der Glaube, "Die hat eine lohnende Feuerskraft, / Da sie von Grund die Seel umschafft."
So wie Hofmannsthal den Besitz als eine an die Sinnfragen gekoppelte Größe propagiert, geradezu das Stück um das Mammon rankt, steht Jedermann als Gegenspieler nicht der Metaphysik, der Religion, sondern vielmehr dem profanen Geld, dem Besitz gegenüber. Herr und Knecht zeigen sich in dem Sinn, dass "Was wir besitzen sollten, uns besitzt" und so muss im Sinne einer Kunst zu sterben gerade im Augenblick der letzten Stunde die richtige Position erkannt werden. Das Verhältnis des Menschen zu seinem Besitz wird in den artes moriendi verwandelt zum Gespür zu wissen, dass Sterben lernen heißt, mit dem Tod zu leben. Dieses wissen wir seit den platonischen Schriften, und mit diesen wissen wir auch, dass nichts an himmlischen Anleihen durch Geld zu erwerben ist. Glaube und Philosophie sind auch hier bei Hofmannsthal Jedermanns strategische Antworten am Horizont der Frage, was im Leben wirklich wichtig ist.
Dass der Jedermann seinen festen Platz bei den Salzburger Festspielen hat, macht Hofmannsthal in Ewigkeit unsterblich.
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Der Nachsommer - Adalbert StifterDer Nachsommer
Adalbert Stifter

Broschiert, 1. September 2008
     Verkaufsrang: 107281      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Nichts ist langweiliger, als der Literatur immer wieder ihre Langweiligkeit vorzuwerfen. Vor allem Der Nachsommer musste sich diesen Vorwurf von jeher gefallen lassen. Übersehen wird dabei jedoch, wie kühn dieser Roman bereits auf die Moderne verweist. Im gleichen Jahr wie Madame Bovary und Baudelaires Blumen des Bösen erschienen, ist Stifters Nachsommer der erste deutsche Roman, der buchstäblich vor Augen führt, was übrig bleibt, wenn man den großen auch politischen Erzählungen nicht länger glauben kann: die hohe Kunst des Alltags und der Wiederholung.



Suhrkamp BasisBibliothek (SBB), Nr.27, Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand: Ein Schauspiel 1773 - Johann Wolfgang von GoetheSuhrkamp BasisBibliothek (SBB), Nr.27, Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand: Ein Schauspiel 1773
Johann Wolfgang von Goethe

Taschenbuch, 18. Juli 2001
     Verkaufsrang: 233825      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) verbrachte seine Jugend in Frankfurt, zog in seiner Studienzeit nach Leipzig und Straßburg und arbeitete ab 1771 als Anwalt wieder in seiner Heimatstadt Frankfurt. 1775 wurde er an den Hof von Weimar berufen, wo er (mit Unterbrechungen wie der Italienischen Reise) bis zu seinem Tod blieb.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Gutes Buch,schwer zu lesen      4 von 5 Punkten
Ich finde das Buch an sich gut, doch die Erklärungen am Rande lenken eher vom Lesen ab. Ich denke die Leute die dieses Buch vom Inhalt und von der Formulierung her verstehen könnten sich auch herleiten was die einzelnen altdeutschen Wörter bedeuten, auch aus dem Zusammenhang heraus. Für Schulen sicherlich gut geeignet, doch für den privaten Bedarf eher nicht, da wie gesagt die ständigen Kommentare am Rand ziemlich stören. Wer dieses Buch "freiwillig" liest dem würde ich von dieser Version abraten, für schulischen Bedarf perfekt, deshalb 4 Sterne

wesentlich leichter zu verstehen!!!      5 von 5 Punkten
Da der Götz von Berlichingen sehr schwer verständlich ist (altdeutsche Sprache) ist diese Ausgabe wärmstens zu empfehlen, da am Rand die nicht neudeutschen Wörter erklärt werden!
Also von mir gibts 5 sterne!


Klassische Schullektüre, Faust I - Johann Wolfgang von GoetheKlassische Schullektüre, Faust I
Johann Wolfgang von Goethe

Taschenbuch, Oktober 1996
     Verkaufsrang: 143132      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Diese lesefreundlichen Textausgaben sprechen die Schüler/innen durch ihr Format, durch Illustrationen und Worterklärungen an. Zur Optimierung des Lektüreunterrichts enthalten sie Zusatzmaterialien und Arbeitsanregungen für die Erschließung der Primärtexte.
Hervorragendes Merkmal der Reihe: die Handreichungen für den Unterricht. Werkinterpretationen und didaktische Analysen führen zu detaillierten Stundensequenzen und Tafelbildern, zu Vorschlägen für Hausaufgaben und Klassenarbeiten, Projekten und zentralen Prüfungen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Alles nur Sprüche?      5 von 5 Punkten
Neben der allseits bekannten spannungsgeladenen Story überzeugt das Werk durch die sprachlichen Höhepunkte. Ein Sammelsurium von Sprichwörtern und Redewendungen, die heute im Sprachgebrauch alltäglich sind, hat der gute Goethe für uns erfunden. Dafür gebührt ihm der Literatur-Nobelpreis nachträglich.

sehr interresante lektuere die man gelesen haben muss!      5 von 5 Punkten
"faust 1" ist eine lektuere, fuer die man sich zeit nehmen sollte. sie beinhaltet den konflikt eines akademikers, der antworten auf die fragen des lebens sucht. um diese zu erreichen ist er sogar dazu bereit einen packt mit dem teufel einzugehen. goethe ist einer der bedeutensten autoren der klassik, der bis heute nichts an popularitaet verloren hat. schon allein aus gruenden des allgemeinwissens sollte man zumindest "faust 1" gelesen haben, da "faust" das lebenswerk goethes ist. alles in allem ist "faust 1" eine sehr zu empfehlende lektuere, die jeder gelesen haben sollte.


Der Großinquisitor - Fjodor Michailowitsch DostojewskiDer Großinquisitor
Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Taschenbuch, 25. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 185006      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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1894 - wenige Jahre nach der Publikation der Brüder Karamasow - erschien in der Zeitschrift Russkij westnik ein Artikel des bedeutenden russischen Schriftstellers W. Rosanow mit dem Titel "Die Legende vom Grossinquisitor" und begründete damit den legendären Ruf dieses Kapitels.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Dostojewski heute      5 von 5 Punkten

Die Geschichte, die uns Dostojewski im Großinquisitor erzählt, ist an sich schon spannend und stellt ein eigenes philosophisches Menschenbild dar.
Besonders interessant wird es aber, wenn man beginnt, das was der Großinquisitor sagt auf die heutige Zeit zu übertragen. Wenn man den Worten des Großinquisitors glauben schenkt, so gilt das Menschenbild nicht nur für das Mittelalter und die Mächtigen sind nicht nur auf die Kirche beschränkt, sondern unsere gesamte heutige Gesellschaft spiegelt sich im Wekt Dostojewski...


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Fantastische Reisen. Drei Hörspiele: In 80 Tagen um die Welt / Die Reise zum Mittelpunkt der Erde / 20.000 Meilen unter den Meeren - Jules VerneFantastische Reisen. Drei Hörspiele: In 80 Tagen um die Welt / Die Reise zum Mittelpunkt der Erde / 20.000 Meilen unter den Meeren
Jules Verne

Audio CD, 25. Januar 2008
     Verkaufsrang: 136688      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 24,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"20.000 Meilen unter den Meeren": Die Geschichte von Kapitän Nemo, einen Menschen rätselhafter Herkunft, einen kultivierten Wissenschaftler und Ingenieur, der mit einer kleinen Schar Getreuer auf einer abenteuerlichen Reise in seinem Riesen-U-Boot "Nautilus" die Weltmeere unterquert, gehört zu den immer wieder zitierten Meisterwerken von Jules Verne. Der Mitteldeutsche Rundfunk wagt ein unglaubliches technisches Abenteuer und setzt den Klassiker in ein digitales Klangwunder um. Exklusiv für die Mehrkanal-Technik wurde der Stoff von Helmut Peschina neu bearbeitet.
"Die Reise zum Mittelpunkt der Erde": Professor Lidenbrock, kauziger Experte in Sachen Steine und Mineralien, findet in einem alten isländischen Buch eine Wegbeschreibung ins Erdinnere. Mit seinem Neffen Axel steigt er durch einen Vulkankrater hinab und entdeckt eine atemberaubende unterirdischeWelt voll faszinierender Landschaften und Lebewesen. Lauschen Sie dem Herzschlag der Erde: Ein opulenter Chor aus Stimmen und Klängen, Geröllschlag, Wasserrauschen und Höhlenatmosphäre machen das Hörspiel zu einer akustischen Expedition.
"In 80 Tagen um die Welt": Der chaotische Erfinder Phileas Fogg lässt sich auf eine verrückte Wette ein: Er will die Erde in 80 Tagen umrunden. Ein wahnwitziges Unternehmen in Zeiten ohne Auto und Flugzeug. Zum Glück hat der schusselige Forscher seinen Diener Passepartout an seiner Seite. Der hat zwar Dreck am Stecken, aber mindestens genauso gute Ideen wie sein Herr... Ob die beiden wieder rechtzeitig in London eintreffen, wird hier nicht verraten. Wohl aber, dass während dieses zweistündigen Hörspiels herzlich gelacht wird und einige Stars unvergessliche Auftritte haben.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Lange Reise      3 von 5 Punkten
Jules Verne gilt als der Erfinder des Sciencefiction- oder Zukunftsromans, wie es damals hieß. Er selbst betrachtete sich als Autor wissenschaftlich belehrender Romane". So wird der Leser über Flora, Fauna, Geografie und Geschichte der bereisten Gebiete informiert. Auch seine diversen Erfindungen sind keine reinen Produkte seiner Phantasie, sondern sorgfältig recherchierte Möglichkeiten, von denen einige schon realisiert, aber noch nicht allgemein bekannt waren, wie das U-Boot.
Der Hörverlag" hat es sich nun zum Anliegen gemacht diese Reisen als Hörspiel zu bearbeiten und herauszubringen. Auf je zwei CDs kann sich der Hörer auf die Reise begeben in eine andere Welt um die Jahrhundertwende und in die der Fantasie. Für die Bearbeitung und Regie sind verantwortlich: Helmut Peschina, Stefan Dutt, Walter Adler und Leonhard Koppelmann.
Die Erzählungen Vernes sind so phantasievoll, stilistisch so ausgefeilt und so reich an Visionen, dass es schwer ist, diese als Hörspiel umzusetzen. Die vorliegende Umsetzung ist denn auch leider nur gutes Mittelmaß und reicht an die literarische Vorlage nicht heran. Da hat man vom Verlag schon Besseres gehört und es gelingt den Hörspielen nicht immer, den Zuhörer zu fesseln und mitzunehmen auf die Reise.
Bei Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" zieht sich die Anreise zum Krater des Sneffels ewig, bis es dann endlich los geht ins Erdinnere. Uwe Friedrichsen spricht seine Rolle wie erwartet gut, leider nur einige wenige Sätze. Die Kauzigkeit des Professors, gesprochen von Wolf-Dietrich Sprenger, kippt ins Skurrile und Klamaukhafte und wirkt eher angestrengt und überdreht, überzogen und wenig überzeugend. Auch in 80 Tagen um die Welt" glänzt Boris Aljinovic, der den Diener Passepartout spricht, nicht mit seinem vollen Können. Der Ausdruck ist bemerkenswert, aber der französische Akzent fordert denn doch offensichtlich einiges seiner stimmlichen Qualitäten. Am überzeugendsten hinsichtlich der Umsetzung ist noch das Hörspiel zu 20.000 Meilen unter dem Meer", aber es finden sich auch in den anderen Stücken durchaus schöne Stellen.


Weihnachten mit Theodor Fontane - Theodor FontaneWeihnachten mit Theodor Fontane
Theodor Fontane

Broschiert, 2. September 2009
     Verkaufsrang: 245847      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Weihnachten ist ein Familienfest, und Theodor Fontane pflegt die familiären Bande zumindest mit eifriger Feiertagskorrespondenz. Wie in seinen Gedichten und Romanen schildert er dabei nicht nur den Zauber der Jahreszeit, sondern auch die Enttäuschungen überhöhter Erwartungen, falsche Geschenke sowie die wehmütige Sehnsucht, die alle Festtagsstimmung begleitet.



Penthesilea. Erläuterungen und Dokumente - Heinrich von KleistPenthesilea. Erläuterungen und Dokumente
Heinrich von Kleist

Taschenbuch, Juli 2001
     Verkaufsrang: 86524      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Er schlug zunächst die Offizierslaufbahn ein, begann später sein Studium der Rechtswissenschaften und unternahm Reisen durch Frankreich und die Schweiz. In Dresden gründete er 1808 die Zeitschrift "Phöbus", in der einige seiner Dramen und Erzählungen erschienen. Am 21. November 1811 nahm er sich am Wannsee bei Berlin das Leben.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Naja      2 von 5 Punkten
Für Schüler ist das eigentlich nichts. Vielleicht für Germanisten oder aus reinem Interesse. Aber Schüler können daraus keine nützlichen Informationen bezihen. Da empfele ich eher das Buch selbst noch einmal zu lesen!


Die schönsten deutschen Märchen - Theodor StormDie schönsten deutschen Märchen
Theodor Storm, Ludwig Bechstein, Gerdt von Bassewitz

Audio CD, 16. August 2007
     Verkaufsrang: 243812      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wunderschöne deutsche Märchen als Hörbuch - versammelt in einer Box.



Lucinde - Friedrich SchlegelLucinde
Friedrich Schlegel

Taschenbuch, 11. Mai 2006
     Verkaufsrang: 120718      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine "Theorie des Romans würde selbst ein Roman sein müssen", heißt es in den "Athenäums-Fragmenten". So ist die Lucinde im Blick auf Form und Gehalt ein gänzlich modernes Buch, ein Roman des Romans, aber eben auch ein wichtiges Zeugnis für die ethische und moralische Erschütterung, die dieses Werk gegen Ende des 18. Jahrhunderts hervorrief.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

" Das Herz vieler Frauen scheint von Schnee zu sein: Es ist kalt und schmilzt leicht. "      5 von 5 Punkten
Zitat : Dorothea von Schlegel
Der Stoff dieses Romans von Friedrich Schlegel ( 1768- 1834) ist die Liebe, aber nicht nur in einem philosophisch-allegorischen Sinn. Der Schriftsteller geht erkennbar von seinen eigenen Erfahrungen aus. Man erahnt in Julius unschwer ihn selbst und in der Lucinde Dorothea Veit- Mendelsohn, die er 1797 im Salon der Henriette Herz kennengelernt hatte.
Im Mittelteil des überaus unkonventionell-modern angelegten Werks wird unter dem Titel " Lehrjahre der Männlichkeit" die Geschichte des Julius erzählt. Es handelt sich hierbei um Erfahrungen der Sinnlichkeit, die über die Vernachlässigung der gesellschaftlichen Vorurteile hinaus zu deren Verachtung führen.
Die Liebe wird nicht als Mittel der Selbstgewinnung eingesetzt, selbst wenn Julius sein Glück mit Lucinde findet, die mitten im Schoß der menschlichen Gesellschaft Naturmensch geblieben ist. Die Begegnung des Liebespaares wird als " ein unteilbares und einfaches Gefühl" ausgesagt, welches in der Übersteigerung des Selbst kumuliert. Die Aufhebung der geschlechtsspezifischen Rollenzuweisungen, die Erfahrung unlimitierter Lust gehören dazu.
Schlegel lässt in seiner Liebesphilosophie, in seiner Beschwörung eines Friedens der Natur wahrnehmbar antigesellschaftliche Tendenzen wirksam werden.
Im Zusammenhang mit diesem Roman empfehle 'Ich möchte mir Flügel wünschen'. Das Leben der Dorothea Schlegel. . Hier erfährt man mehr über die romantisch- sinnliche Intellektuelle, die Schlegel in seinem Roman verewigt hat.


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Torquato Tasso. Erläuterungen und Dokumente - Johann Wolfgang von GoetheTorquato Tasso. Erläuterungen und Dokumente
Johann Wolfgang von Goethe

Taschenbuch, Oktober 2003
     Verkaufsrang: 220663      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Mit Erscheinen dieser Bände liegen fünfzig der wichtigsten Texte der deutschen Literatur in der -Bibliothek der Erstausgaben- vor. Die einmaligen und kommentierten Editionen bieten nun einen stattlichen Fundus, aus dem sich Literaturfreunde, vor allem aber Universitäten und Schulen bedienen können.Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) verbrachte seine Jugend in Frankfurt, zog in seiner Studienzeit nach Leipzig und Straßburg und arbeitete ab 1771 als Anwalt wieder in seiner Heimatstadt Frankfurt. 1775 wurde er an den Hof von Weimar berufen, wo er (mit Unterbrechungen wie der Italienischen Reise) bis zu seinem Tod blieb.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Die Disproportion des Talentes mit dem Leben      5 von 5 Punkten
Torquato Tasso, Dichter am Hof von Ferrara, ist - so Goethe - ein "gesteigerter Werther"; noch empfindsamer und emotionaler als Werther, unglücklich verliebt und leidend an der gesellschaftlichen Realität. Er ist zwar ein dichterisches Genie, scheitert aber mit seinem Anspruch nach der Verbindung von Leben und Kunst, nach der Aufhebung der Trennung von Leben und Kunst.
Goethe selbst bezeichnet die "Disproportion des Talentes mit dem Leben" als eigentlichen Sinn des Tassos. Trotz seiner künstlerischen Fähigkeiten droht Tasso zu verzweifeln, zu scheitern - nicht an einem Gegenspieler also, dem Staatsmann Antonio etwa, sondern am Leben im Generellen, und im Speziellen an seinem Leben, seiner Lebensform in Ferrara.
Als Tasso, der unglücklich Verliebte, allein am Hof zurück bleibt, zieht er sich zurück und versucht wiederum seinen Schmerz in Dichtung zu verwandeln. Hier ist Tasso endgültig gescheitert; er kann die Trennung von Kunst und Leben nicht aufheben, der Ausbruch ins tätige Leben ist misslungen und so flieht er erneut in die Kunst.
Goethes "Tasso" hat durchaus autobiografische Züge. Denn vor allem die ersten 10 Jahre des Dienst- und Hoflebens in Weimar brachten Goethe an den Rand der Verzweiflung. Erst seine Italienreise, vielmehr seine Flucht nach Italien, konnte Goethes Schaffenslust wieder wecken und ließ ihn über seine Verzweiflung hinwegkommen und half ihm schließlich - im Gegensatz zu Tasso - nicht an der "Disproportion des Talentes mit dem Leben" zu zerbrechen. Um sich ganz von seinen negativen weimarischen Eindrücken und Erinnerungen loszulösen, wählte Goethe schließlich die Geschichte des "wahnsinnigen Genie" Torquato Tasso als Stoff.
Gleichwohl muss aber gesagt werden, dass Goethe am Weimarer Hof wohl eher der Antonio als der Tasso war, weshalb man nicht den Fehler begehen darf, Goethe und Tasso völlig gleichzusetzen. Beiden gemeinsam - Goethe und Tasso - ist das Leiden am Hofleben. So hatte Goethe das Gefühl, "in den ersten zehn Jahren meines weimarischen Dienst- und Hoflebens so gut wie gar nichts gemacht" zu haben. Was die gesellschaftliche Position und das gesellschaftliche Auftreten angeht, sind Goethe und Tasso jedoch keinesfalls zu vergleichen.


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Schläft ein Lied in allen Dingen: Gedichte - Joseph von EichendorffSchläft ein Lied in allen Dingen: Gedichte
Joseph von Eichendorff

Taschenbuch, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 251296      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Joseph von Eichendorff wurde am 10. März 1788 in Oberschlesien (heute Polen) geboren und starb am 26. November 1857 in Neisse. Eichendorff veröffentlichte Romane, Erzählungen und Gedichte und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Romantik. Zum 150. Todestag am 26. November 2007 versammelt dieser Geschenkband seine schönsten Gedichte. Der vertraute Kanon ist darin ebenso zu finden wie viele wunderschöne, aber eher unbekanntere Gedichte Eichendorffs.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Gedichte von Eichendorff      5 von 5 Punkten
Dieser wunderschön gestaltete Gedichtband enthält die schönsten Gedichte von Joseph von Eichendorff.
Alle wichtigen und bekannten Gedichte sind darin enthalten. Aber auch viele weniger bekannte Gedichte kann man noch entdecken.
Eichendorff ist ganz sicher einer der besten deutschen Dichter. Seine Gedichte sind gefühlvoll, romantisch, aber otfmals auch ein wenig melancholisch. Auf jeden Fall sind es Gedichte, die einen tief im Herzen berühren.
Dieses Buch ist eine wundervolle Gedichtesammlung. Schon der Einband ist sehr hübsch anzusehen. Und so macht es immer wieder Spaß, dieses Buch in die Hand zu nehmen und darin zu lesen.


Madame Bovary - Gustave FlaubertMadame Bovary
Gustave Flaubert

Taschenbuch, 22. August 2007
     Verkaufsrang: 81165      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Den meisten ist die Tragödie der Madame B. wohl bekannt, einige wollen sie wieder lesen, manche haben, aus welchen Gründen auch immer, noch nichts von ihr gehört und viele waren bis jetzt zu jung, um sie zu kennen. Flauberts Werk zählt zu den zeitlosen Klassikern, die wegen ihrer nicht abreißenden Aktualität immer wieder aufgelegt werden. Bücher, die über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte für gut gehalten werden, haben viele Ebenen, auf denen man sie lesen, verstehen und interpretieren kann. Madame Bovary gehört dazu. Kritiker und Literaturwissenschaftler befinden sich, was die Analyse des Mythos Emma Bovary betrifft, schon immer im Widerstreit. Auch das zeichnet ein universales Werk aus. Es läßt sich in keine Schublade stecken.
Wer war Madame Bovary? War sie ein Opfer ihrer Umwelt oder ein Opfer ihrer selbst? War sie sehr einfältig oder besonders gerissen? Was macht Madame für viele noch heute so faszinierend? Vielleicht ist das nicht abreißende Interesse mit den unendlichen Interpretationsmöglichkeiten ihres Charakters und ihres Schicksals zu erklären oder mit den vielen Spekulationsmöglichkeiten über das, was vermeidbar gewesen wäre und das, was unvermeidbar war. Nachdenklich macht auf jeden Fall die Gegenüberstellung von verschiedenen Personen zur gleichen Zeit und am gleichen Ort: während die einen ihren Aufstieg erleben, müssen die anderen unaufhaltsam ihrem Niedergang ins Auge blicken.
Madame Bovary ist eine Tochter aus bürgerlichem Hause, die mit einem einigermaßen erfolgreichen Landarzt verheiratet wird. Voller Illusionen und großer Mädchenträume stürzt sie sich in die Ehe, die sie bald bitter enttäuscht. Nachdem sich die Liebesgefühle für ihren angetrauten Mann als oberflächlich und flüchtig erweisen, macht sich statt Leidenschaft, Anbetung und wahrer Liebe nur eine unerträgliche Leere in ihrem Herzen breit. Nicht mal Luxus ist ihr beschert. Ihr Mann arbeitet von morgens bis spät abends, um ihren mäßigen Lebensstandard aufrecht erhalten zu können.
Emma Bovary flüchtet sich in lebensferne Romane und durchlebt in Abständen Phasen von Hysterie. Später stürzt sie sich in heimliche Liebesaffären, von denen sie sich ein ewig andauerndes Glück erhofft. Nebenbei versucht sie ihren bohrenden Lebenshunger mit dem Kauf kostbarer Teppiche, wertvoller Möbel und edler Stoffe zu stillen, wobei sie maßlos über ihre Verhältnisse lebt. Emma begreift nicht, daß die Leidenschaft trotz ihrer berauschenden Höhepunkte ein hartes Brot ist, von dem allein man nicht existieren kann. So muß sie am Ende für ihr blindes Umherirren und ihre verzweifelten Ausschweifungen teuer bezahlen.
Gustave Flaubert zählt zu den größten Schriftstellern des 19. Jahrhunderts, wie auch George Sand, die etliche Romane unter ihrem männlichen Pseudonym veröffentlichte. Die beiden verband eine siebzehnjährige Freundschaft, in der Flaubert seiner Freundin oft durch Briefe über den Fortgang seines Werkes berichtet. Er beneidet Sand dafür, wie sie Nacht für Nacht ihre Romane einfach, ohne die Feder abzusetzen, auf das Papier niedergießt, während er in minutiöser Kleinarbeit jedes einzelne Wort unzählige Male abwägt, bevor er es gelten läßt. Immerhin, diese akribische Kleinarbeit hat sich gelohnt. Es ist ein Meisterwerk entstanden.
Eventuell könnte die Sprache des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wie Flaubert sie verwendet, in den Ohren des einen oder anderen Lesers etwas ungewohnt klingen, aber das ist Geschmackssache. Eher hebt sie die Atmosphäre der Zeit hervor, in der Madame B. gelebt und gelitten hat.
Das Thema bleibt brennend: Befreiung oder Untergang? Selbstverwirklichung oder Unterwerfung ? Welcher Pfad wurde an den Scheidewegen des Lebens jeweils eingeschlagen, der Richtige oder der Falsche? Wo liegen die persönlichen Fehler, wo die der Umwelt? Kurz: Wieviel Einfluß hat der Mensch auf seinen Charakter und sein Schicksal? Die Geschichte der Madame Bovary läßt viele Antworten zu. Für jeden eine. -Daphne Großmann


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 41 Bewertungen)

alt und dennoch modern      5 von 5 Punkten
Mit dem Roman "Madama Bovary" ist Flaubert ein wirkliches Meisterwerk gelungen. Genial an diesem Buch ist die Erzählweise, in der sich der Romancier Flaubert in keiner Zeile des Buches einmischt und weder moralisisert noch seine Protagonistin für ihr Handeln verurteilt. Deswegen kann das Urteil über Emma zwischen einer freiheitsliebenden und emanzipierten Feministin, die der Tristesse der Provinz entkommen will und einer egozentrischen,rücksichtslosen Hedonistin, die ihre Familie in den Abgrund stürzt, schwanken. Aufgrund dieser absoluten Neutralität des Autors war der Roman damals in Frankreich ein Skandal, weil sich , nach Meinung der Kläger, Flaubert nicht angemessen gegenüber dem Ehebruch, wie er im Roman geschildert wird, verhalten habe.Für den Leser macht aber gerade diese Neutralität den Roman so besonders, er bestürzt in seiner Nüchternheit auch heute noch Leser, wenn zum Beispiel das tragische Schicksal der Tochter der Bovarys in den letzten Zeilen des Romans lakonisch abgehandelt wird.
Für mich ein Meisterwerk der Litertur, absolut lesenswert und noch heute modern.


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Vater Goriot. 8 CDs + mp3-CD - Honoré de BalzacVater Goriot. 8 CDs + mp3-CD
Honoré de Balzac

Audio CD, 17. Juli 2006
     Verkaufsrang: 216676      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mit dem Greis Goriot zeichnet Balzac eine Figur, die nach dem Tod seiner Frau nur von einer einzigen Leidenschaft besessen ist: der Liebe zu seinen Töchtern. Als seine zwei "Augäpfel" Delphine und Anastasie heiraten, gibt er sein gesamtes hart erarbeitetes Vermögen als Mitgift und mietet sich in einer schäbigen Pension ein. Doch auch nach der großzügigen Spende des Vaters verlangen die Mädchen und ihre Ehemänner weitere finanzielle Unterstützung für ihren aufwendigen Lebensstil, so daß dieser sich hoch verschuldet und schließlich völlig verarmt stirbt. Staunender Zeuge dieser Entwicklung ist der Jurastudent Rastignac, der durch das Beispiel Goriots in eine Sinnkrise über seine Zukunftsplanung gestürzt wird - denn er muss sich bald entscheiden...
8 Audio-CDs, 1 Bonus-CD im MP3-Format, Laufzeit ca. 10:20 Stunden.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Klassisches Meisterwerk mit erstaunlicher Aktualität      5 von 5 Punkten
Nur wenige Tage schrieb Balzac an diesem Buch aus seiner "Menschlichen Komödie". Hat man sich durch die ersten Seiten mit weit ausschweifenden Betrachtung aller möglichen "Physiognomien" gequält, wird der Leser mit einem Buch belohnt, dass in sich ein Abenteuer, einen Krimi, mehrere Psychogramme und Grundzüge des politischen Denkens birgt und dabei so schön geschrieben ist, dass man es nochmal lesen möchte, sobald man es beendet hat. Zudem ist es kein abstraktes Werk: trotz dass es aus der ersten Hälfte des 19. Jhd. stammt, wird jeder Leser an der ein oder anderen Stelle nicken und zu sich sagen "das stimmt noch heute!".
Besonders schätze ich die Edition Insel Taschenbuch und hoffe, der Verlag möge die blaue Reihe der 1990er Jahre nochmal auflegen: schöne klassische Übersetzung, ausführlicher Anhang und einfach ein dafür unschlagbarer Preis!


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Reisetagebuch aus Ägypten - Gustave FlaubertReisetagebuch aus Ägypten
Gustave Flaubert

Taschenbuch, Februar 2003
     Verkaufsrang: 20800      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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'Man liest dieses Bekenntnis mit Verblüffung - und findet ein Reisetagebuch, das an Aufrichtigkeit, an Vollständigkeit und an 'Objektivität' in der Literatur des 19. Jahrhunderts nicht seinesgleichen hat. Wie widerwillig er auch reiste, es wurde doch die große Reise seines Lebens. Der junge Flaubert blieb über 2 Jahre lang unterwegs. Es war keine leichte Reise, eher eine Expedition, denn Ägypten war noch wenig erschlossen. Das 'Reisetagebuch' gehört zur Naturgeschichte einer exemplarischen Künstlerexistenz, die sich während dieser Reise bis an die Grenzen des Fassungsvermögens mit Sinneseindrücken füllt, ohne sich ihnen je ganz auszuliefern. Mit seinem Überfluß an Details, mit seinen genauen Landschaftsbeschreibungen und seiner fast fiebrigen Raffung von Eindrücken reizt es uns, daran zu denken, daß es in den Jahren der frühen impressionistischen Maler geschrieben ist. Aber es war kein Impressionismus. Die Neugier gegenüber der menschlichen Natur überwog alles' (F. Sieburg / FAZ)



Kleider machen Leute. Erläuterungen und Dokumente - Gottfried KellerKleider machen Leute. Erläuterungen und Dokumente
Gottfried Keller

Taschenbuch, 2004
     Verkaufsrang: 235558      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 3,40 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Nützlich und ohne akademisches Flügelspreizen präsentiert sich ein Bändchen aus Reclams Serie "Erläuterungen und Dokumente" zu Kellers "Kleider machen Leute". Neben Sacherläuterungen, Quellen- und Interpretationshinweisen ist vor allem die Wirkungsgeschichte von Werk und Autor dokumentiert: Von Richard Wagner über die (Keller gegenüber feindlichen) Naturalisten bis hin zu Hofmannsthal, Benjamin, Hesse und Dürrenmatt - für wenig Geld ein facettenreiches Bild des Schweizer Epikers und seines überraschend zerklüfteten, viel- und gegenstimmigen Lesepublikums. 'Frankfurter Allgemeine Zeitung'

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 43 Bewertungen)

Novelle für Leute heute      5 von 5 Punkten
Durch seine vornehme Kleidung und das Gerücht eines Kutschers halten die Bürger eines Schweizer Dorfes den reisenden Schneider Wenzel Strapinski für einen Grafen. Er hat sich die Rolle nicht ausgesucht, macht in Gedanken mehrere Fluchtversuche bis er dem Charme der Dorfschönheit Nettchen erliegt. Jedoch verfängt er sich zunehmend in einem Netzwerk aus Lügen und Scheinheiligkeiten, bis die Wahrheit spektakulär ans Tageslicht kommt. Der enttarnte Graf sehnt sich nach dem Tod. Nettchen stöbert den im Schnee halb erfrorenen auf. Sie sucht eine Aussprache.
Diese Geschichte von Gottfried Keller über die unfreiwillige Rolle eines in Not geratenen Schneiders hat seine Wurzeln in einer wahren Geschichte. Kaum vorstellbar, dass sich in unserer aufgeklärten Zeit heute, Menschen vergleichbar an der Nase herumführen ließen. Dabei zieht sich durch das Stück die Rolle des Gewissens und der Wahrheit wie ein roter Faden. Gemäß dem Spruch "Lügen haben kurze Beine" lässt sich ein falscher Schein immer nur bis zu einer gewissen Grenze aufrechterhalten. Werte zählen auf Dauer mehr als nur der Schein.
Die zeitgemäße Übersetzung durch Diethard Lübke dürfte all denen zugute kommen, die sich mehr mit den Inhalten der Novelle als mit dem nachschlagen außer Mode gekommener Begriffe beschäftigen wollen. Es ist kaum einzusehen, warum schwer verständliche Satzkonstruktionen sowie veraltete Rechtschreibung und Zeichensetzung für die Bildung von Schülern der 8. Jahrgangsstufe entscheidend sein sollte.
Hilfreich finde ich dagegen Worterklärungen zu einzelnen Begriffen wie Märtyrer, Dukaten und Husaren sowie zwischen den Texten eingebundene Fragen. Info-Tafeln geben zudem gute Denkanstöße: z.B.
- Ist der Schneider ein Betrüger?
- Was bedeutet "Jüngling am Scheideweg"?
- Hintergrund vom "Teich Bethesda" in der Bibel.
Wer sich dennoch gerne mit Sprachentwicklung beschäftigt, der findet am Ende des Buches für die erste Seite der Novelle eine Gegenüberstellung des Urtextes mit der Bearbeitung für die Schule. Die Übersetzung durch Diethard Lübke macht den Text leichter verständlich, ohne dabei die literarischen Gepflogenheiten des Autors und seiner Zeit übermäßig zu verfälschen.


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Mark Twains Abenteuer in fünf Bänden 4. Die Arglosen im Ausland - Mark TwainMark Twains Abenteuer in fünf Bänden 4. Die Arglosen im Ausland
Mark Twain

Taschenbuch, 19. November 2008
     Verkaufsrang: 92400      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die fünfbändige Ausgabe Mark Twains Abenteuer präsentiert den großen amerikanischen Erzähler mit seinen Abenteuerromanen Tom Sawyers Abenteuer, Huckleberry Finns Abenteuer und Ein Yankee am Hofe des Königs Artus ebenso wie den Reiseschriftsteller, der aus der Perspektive des Arglosen im Ausland auch einen Bummel durch Europa unternommen hat.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Eine witzige Lektüre, die Spaÿ macht      5 von 5 Punkten
Welch ein Erlebnis: Mark Twain schreibt über eine Europa-Reise - irgendwann vor hundert Jahren. Wer Twain noch nicht kennt, der wird hier seinen Humor kennen lernen und Spaß daran haben. Zum Beispiel daran, wie der Autor bei dem Besuch europäischer Kirchen darüber staunt, dass überall Knochen der Aposteln verehrt werden. Nach mehreren Besuchen wundert er sich darüber, wieviele Knochen so ein Apostel gehabt haben mag... Europa aus der Sicht der Amerikaner. Amüsante Leselektüre mit literarischem und kulturellen Wert.

Ins Schwarze getroffen      5 von 5 Punkten
Die Stimmung eines Sommerabends, die Gerüche einer Küche oder des Schlafzimmers,die Geräusche eines Marktplatzes, die Besonderheiten der Architektur, das oft unerklärliche warum und woher von regionalen Besonderheiten, zu fassen wie ein Griff in den Nebel, zu beschreiben eine fast aussichtslose Aufgabe. Einer, der wie Mark Twain von draussen hereinschaut, tut sich dabei zwar keineswegs leichter, aber wenn, wie hier, das Experiment gelingt, ist alles noch deutlicher, gar noch lebendiger und aufregender. Man kann gar nicht "ernsthaft" reisen, in diesen Gefilden, ohne sich mit der extrem pointierten Lektüre dieses Reisedokuments beschäftig zu haben.


Der Spieler: Aus den Aufzeichnungen eines jungen Mannes - Fjodor Michailowitsch DostojewskiDer Spieler: Aus den Aufzeichnungen eines jungen Mannes
Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Taschenbuch, 2000
     Verkaufsrang: 154958      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die zentrale Thematik dieses 1866 erstmals erschienenen Romans kreist um zwei Pole: die zerstörerische Leidenschaft zum Spiel und die Qual einer komplizierten Liebesbeziehung. Zunächst will Aleksej Iwanowitsch am Spieltisch nur seine ruinöse Finanzlage verbessern, aber wie der berühmte Autor selbst erliegt er der Faszination des Rouletts. Als ihm schließlich seine heimliche Liebe Paulina ihre Zuneigung gesteht, kann er den eingeschlagenen Weg nicht mehr verlassen. Er verliert die Geliebte, die erkennt, dass sie gegen die "Poesie des Spiels" ohnmächtig ist.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Dostojewskij braucht Geld      1 von 5 Punkten
Ich habe fast alles von D. gelesen und muss sagen, dass "Der Spieler" mit Abstand seine schwächste Leistung ist. Das Buch besteht - sehr untypisch für D. - fast ausschließlich aus Handlung und kaum aus Reflexion. Die klischeehaften Charaktere wie der korrekte Engländer, die spießigen Deutschen, die hinterhältigen Franzosen und den klauenden Polen sind an Peinlichkeit nicht mehr zu übertreffen. Von D.s Fähigkeit, eine Handlung wie in "Schuld und Sühne" schlüssig durchzukomponieren, spürt man etwas in den ersten zwei Dritteln des Buchs, aber das Ende ist nicht nachvollziehbar und erscheint nicht zwingend - obwohl gerade das sonst D.s Stärke ist.
Die Geschichte besteht aus zusammengestückeltem autobiographischem Material und wurde innerhalb von drei Wochen zusammengeschustert.

Unterschätztes Meisterwerk des russischen Dichtergenies      5 von 5 Punkten
Von vielen Literaturkritikern als das unbedeutendste - möglicherweise weil auch der "dünnste" - der fünf großen Romane (Schuld und Sühne, Der Spieler, Die Dämonen, Der Idiot, Die Brüder Karamasov), ist "Der Spieler" dennoch ein Meisterwerk, das vor allem einen tiefen Einblick in die Seele des Dichters ermöglicht. Dabei überzeugt - der selbst spielsüchtige - Dostojewski durch eine eindrucksvolle Schilderung von gegenseitigen Abhängigkeiten und immer tieferem Fall. In der Tat werden die Hauptpersonen wie von einem schwarzen Loch immer stärker ins Verderben hineingezogen.


Amphitryon - Heinrich von KleistAmphitryon
Heinrich von Kleist

Taschenbuch, 1986
     Verkaufsrang: 237263     

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Kleist verarbeitet in diesem Lustspiel in drei Akten den antiken Mythos, indem er die - eigentlich tragische - Identitätskrise der handelnden Personen Jupiter, Alkmene und Amphitryon "lustvoll" beleuchtet. Alkmene, die ihren Gatten Amphitryon, den thebanischen Feldherrn, von Herzen liebt, wird ihrer Schönheit wegen gerühmt und erregt die Aufmerksamkeit des Göttervaters Zeus bzw. Jupiters. Jupiter erscheint in der Gestalt Amphitryons bei Alkmene, die den Gott natürlich für ihren geliebten Gatten hält. Was nicht ohne Folgen bleibt - der Halbgott Herakles ist das Ergebnis dieses göttlich-menschlichen "Irrtums". Während Amphitryon begreift, dass Alkmene ihn nicht wirklich betrogen hat, muss der eitle Jupiter erkennen, dass Alkmenes Wahl stets auf Amphitryon fallen wird - egal ob er nun menschlicher oder göttlicher Natur ist. Dieses Verwirrspiel der Gefühle in Blankvers-Form liegt in wissenschaftlich einwandfreier Ausgabe vor.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

"Jedem will ich Misstrauen verzeihen, nur dir nicht, denn für dich tat ich alles, um es dir zu benehmen." ( Kleist)      5 von 5 Punkten
Kleists Komödie " Amphitryon" behandelt das Thema der inneren Spaltung.
Amphitryons Ehefrau Alkmene wird ihrem Gatten untreu, ohne es zu wissen, weil Jupiter sie in Gestalt Amphitryons beglückt.
Der zentrale Gedanke rankt sich hierbei um den Unterschied zwischen dem göttlichen Liebhaber und dem menschlichen Ehemann, genauer um den Unterschied zwischen pflichtgemäßer und freiwilliger Liebe.
Kleist Vorlage für diese Komödie war übrigens Moliéres gleichnamige Komödie und nicht die Komödie von Plautus.
Mit der ödipalen Dreierkonstellation, die im Amphitryon auf die Spitze getrieben wird, indem Jupiter die Gestalt des Feldherrn selbst annimmt, um Alkmene täuschen und besitzen zu können, ist auch das Identitätsmotiv gesetzt.
Es gelingt Kleist aus der ödipalen Struktur eine andere zu entwickeln und zwar die der doppelten Identität.
Wenn Amphitryon und Jupiter im dritten Akt wie Spiegelbilder gegenüber stehen, sind sie sich gleich, wollen es aber eigentlich nicht sein, weil sie nicht so empfinden. Selbst Jupiter, der mit Alkmene in Gestalt des Gatten die Nacht verbringt, weiß morgens sich nur in ausgeklügelten Sophismen zu ergehen. Damit will er Alkmene den abstrakten Unterschied zwischen einem Ehegatten Amphitryon und einem Geliebten Amphitryon verdeutlichen.
Unangekränkelt von solchen Identitätskrisen bleibt Alkmene. Ihr bleibt der Unterschied der beiden Amphitryone unfassbar, denn jeder ist ihr Amphitryon.
Aufgefordert, sich endlich zwischen beiden zu entscheiden, entscheidet sie sich für Jupiter, den Geliebten.
Doch da für Kleist Jupiter eine pantheistische Gottheit ist, die alles Irdische meint und insofern auch Amphitryon, hat Alkmene sich auch für den Gatten entschieden, als sie auf Jupiter deutete.
Witzig ist die Szene als das Spiegelbild erneut gespiegelt wird und Jupiter, der zuvor als Amphitryon erschienen ist, erneut erscheint, um als heimgekehrter Amphitryon die Gemahlin darüber zu beruhigen, dass sie zuvor von ihm betrogen worden sein könnte.
Offenbar will Kleist davon überzeugen, dass es nicht dieses Ich sei, während doch gleichzeitig gewünscht wird, dass es dieses Ich ist.
Dass Alkmene den liebevollen, nächtlichen Amphitryon dem alltäglichen vorzieht, wundert mich eigentlich nicht. Wie schön wäre es, wenn die Facetten beider Personen verschmelzen könnten.


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