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| Kriege und Militär | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Die Truppen des amerikanischen Bürgerkrieges: Konföderierte & Unionisten Philip Katcher Gebundene Ausgabe, 30. November 2004 Verkaufsrang: 17537 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit der Sezession der Südstaaten, die eine eigene Regierung bilden wollten, begann 1861 der amerikanische Bürgerkrieg, der in seinem Verlauf Hunderttausende Tote auf beiden Seiten forderte. Eine der ersten Maßnahmen war auf beiden Seiten die Aushebung und Ausrüstung regulärer Truppen gewesen. Das vorliegende Buch schildert mit großem Detailreichtum und umfangreich bebildert die Historie der Uniformen von Konföderierten und Unionisten, und zwar jeweils der einzelnen Truppenteile Infanterie, Artillerie und Kavallerie. Dabei werden nicht nur optische Unterschiede deutlich, sondern auch die kaum vergleichbaren Ausrüstungsstandards der sich feindlich gegenüber stehenden Armeen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Solide Umsetzung 4 von 5 Punkten Nach einer Reihe bereits veröffentlichter Umsetzungen der englischen Osprey-Hefte zur Militärgeschichte werden nun auch diejenigen bedacht, die sich für den amerikanischen Sezessionskrieg interessieren. Dabei handelt es sich bei "Die Truppen des Amerikanischen Bürgerkrieges" um eine deutsche Lokalisierung der Hefte "American Civil War Armies 1: Confederate Troops" und "American Civil War Armies 2: Union Troops" aus der "Men-at-Arms"- Serie. Diese beschäftigt sich nun vornehmlich mit der Kleidung und Ausrüstung der Soldaten; d.h. wer nach einer Überblicksdarstellung des Bürgerkriegs sucht, wird hier kaum fündig werden. Dies ist allerdings nicht weiter schlimm, denn die Osprey- Hefte trumpfen zumeist nicht gerade mit fundierten Geschichtsdarstellungen auf. Schön also, dass man sich hier auf seine Stärken besonnen hat und dem Leser einen lebhaften Eindruck vom Aussehen der Bürgerkriegstruppen vermittelt. Hierbei stechen nicht zuletzt wieder die farbigen Rekonstruktionstafeln im Mittelteil hervor, die zusammen mit zahlreichen Schwarzweiß- Aufnahmen und dem komprimierten Text einen guten und vor allem lebhaften Einstieg in diese Thematik gestatten. Auf diese Weise bietet sich der Titel natürlich vor allem für Reenactment- Fans oder Miniatur- Sammler an. Doch auch der durchschnittlich Geschichtsinteressierte dürfte mit diesem Bändchen zufrieden gestellt werden. Davon abgesehen hebt sich dieser Titel positiv von den anderen Umsetzungen der Reihe ab, da hier, so glaube ich zumindest, erstmals eine vernünftige Übersetzung ins Deutsche zustande kam. Unteroffiziere bleiben auch Unteroffiziere und werden nicht mit direkten Übertragungen wie "Offiziere ohne Kommando" kryptisch umschrieben. Die englischen Rangbezeichnungen wurden dabei weitestgehend beibehalten, so dass einem der obligatorische Oberst als Regimentskommandeur erspart bleibt. Auch die Satzkonstruktionen sind in sich schlüssig und regen nicht, wie z.B. in dem Band über die Johanniter, zu lebhaften Interpretationsversuchen an. Somit handelt es sich diesmal also um eine gelungene Umsetzung, und es kann nur gehofft werden, dass sich die Qualität auch auf die weiteren Veröffentlichungen von Siegler überträgt.
kurze aber gute Beschreibung 4 von 5 Punkten Hier wird in kurzen Kapiteln ein Überblick über die Ausrüstungs- und Uniformgegenstände beider Armeen gegeben. Für den echten Fanatiker etwas knapp, aber trotzdem informativ, auch wegen der vielen Fotos und Zeichnungen. Für den sehr gpnstigen Preis sehr empfehlenswert. |
Römische Legionäre: Republik (58 v.-69 n.Chr.) und Kaiserreich (161-284 n.Chr.) Ross Cowan, Angus McBride Gebundene Ausgabe, 1. Januar 2008 Verkaufsrang: 46003 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Römische Reich erlebte die größte Expansion in der Zeitspanne von 31 vor bis 43 nach Christus. Im Jahr 31 v. Chr. schlug Octavian die Truppen des Marcus Antonius und wandelte die bislang halbprofessionell organisierte römische Armee in ein stehendes Berufsheer von 28 Legionen um. Octavian wurde der erste Kaiser (Augustus), und unter seiner Führung eroberten die Truppen Nordspanien, ganz Europa südlich der Donau und Deutschland westlich der Elbe. Die Legionäre verkörperten die heroische Kultur der römischen Welt. Der erste Teil dieses Bandes schaut hinter die Kulissen ihres Alltags, ihrer Ausbildung, ihrer Ausrüstung und Taktiken. Auch die blutige Schlacht am Teutoburger Wald wird behandelt. Zwischen 161 und 244 n. Chr. wurden von den Legionen Kriege und Schlachten ausgetragen, wie es sie seit der späten Republik nicht mehr gegeben hatte. Legionen wurden wegen Meuterei und Rebellion aufgelöst, für Eroberungsfeldzüge und Verteidigungseinsätze ausgebildet. Der zweite Teil dieses Bandes setzt sich mit den Erfahrungen der kaiserlichen Legionen auseinander, wobei er sich auf die Legio II Parthica konzentriert. Diese wurde 193/4 n. Chr. von Kaiser Septimus Severus ausgehoben und war in Albanum bei Rom stationiert. Als persönliche Legion des Kaisers wurde sie eine der wichtigsten Einheiten im Kaiserreich.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Übersetzung Grenzwertig 3 von 5 Punkten Die Zeichnungen sind wie immer gut, die Übersetzung immerhin besser als bei anderen Bänden der Reihe, allerdings immer noch hart an der Grenze des erträglichen. Manchmal hat man schon den Eindruck, dass ein Übersetzungsprogramm verwendet wurde. Der Preis ist allerdings im Verhältnis zum englischen Original unschlagbar, ungefähr 1/4. |
Die großen Schlachten der Antike Kelly DeVries, Martin Dougherty, Iain Dickei, Phyllis G. Jestice, Rob S. Rice Gebundene Ausgabe, 25. September 2008 Verkaufsrang: 83918 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die zwanzig bedeutendsten Schlachten der Antike in einem großen Bildband!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Hervorragende Einführung mit guter Visualität 5 von 5 Punkten Das Buch umfaßt die Beschreibung folgender Schlachten: Kadesch 1250 v.Chr. Laschisch 701 v.Chr. Marathon 490 v.Chr. Salamis 480 v.Chr. Syrakus 415 v.Chr. Leuktra 371 v.Chr. Gaugamela 331 v.Chr. Hydaspes 326 v.Chr. Trebia 218 v.Chr. Cannae 216 v.Chr. Pydna 168 v.Chr. Aquae Sextiae 102 v. Chr. Carrhae 53 v.Chr. Alesia 52 v.Chr. Actium 51 v.Chr. Teutoburger Wald 9 n.Chr. Masada 73 n.Chr. Milvische Brücke 312 n.Chr. Adrianopel 378 n.Chr. Katalaunische Felder 451 v.Chr. Jeder Schlacht sind auch in diesem Band (Vorgängerband "Die großen Schlachten des Mittelalters") im DIN A4 Format mindestens acht, höchstens jedoch zwölf Seiten gewidmet. Zu jeder Schlacht ist eine doppelseitige Grafik gegeben, die den ungefähren Schlachtverlauf darlegen soll. Insgesamt finden sich nahezu 200 Abbildungen im Buch. Vertiefende Darstellungen untermauern Kampfweisen in der Antike ("Kampfweise der Peltasten gegen eine Phalanx"), Infoboxen geben einen kurzen Abriss über die Truppenstärken und Verluste her. Des Weiteren werden in solchen Boxen in Verbindung mit einer Grafik Truppengattungen kurz beschrieben ("Hetairenreiterei", "Römische Infanterie"). Das Buch ist besser als der Vorgängerband, sehr gut zur Einführung in das Thema - sofern man sich mehr mit dem Thema beschäftigt allerdings nur am Rande interessant, da vertiefende Einblicke nicht gewonnen werden können.
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Militärgeschichtlicher Reiseführer Normandie 1944: Die Invasion
Broschiert, August 2008 Verkaufsrang: 52332 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 2009 jährt sich zum fünfundsechzigsten Mal die Invasion der Alliierten an der französischen Nordküste – Grund genug, den erfolgreichen Band aus der Reihe der Militärgeschichtlichen Reiseführer in neuer Auflage zu drucken. Im ersten Teil des Buches werden die historischen Ereignisse dargestellt, die zur Eröffnung einer zweiten Front in Westeuropa durch die Alliierten führten. Der Verlauf der Invasion selbst vom 6. bis 13. Juni 1944 wird ausführlich geschildert. er heutige Zustand der damals umkämpf-ten Gebiete bildet, getreu dem Reihenkonzept, einen weiteren Schwerpunkt des Buches. Erhal-tene Überreste des kriegerischen Geschehens oder darauf bezogene Erinnerungsstätten, Denkmäler, Museen und Soldatenfriedhöfe werden erkundet und mit Augenzeugenberichten, Fotos und Kartenskizzen zu einem lebendigen Parcours der Erinnerung verbunden. Reisende, die selbst auf historische Spurensuche gehen wollen, finden hier einen sachkundigen Begleiter nicht nur für unterwegs, sondern auch zur Vor- und Nachbereitung ihrer Tour.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
sehr ordentlich 4 von 5 Punkten Dieser militärgeschichtliche Reiseführer bestätigt in ganz besonderer Weise, daß die Sieger stets eherne Monumente und Denkmäler, die Besiegten hingegen nur zerstörte Befestigungen und Friedhöfe hinterlassen. Der Verfasser hat die abgefahrenen Merk-punkte nach Auswertung vor allem angloamerikanischer Quellen mit Hinweisen auf die jeweiligen Kampfhandlungen, z.T. bis hinab auf Zugebene, sehr detailliert und sach-kundig beschrieben. Keineswegs selbstverständlich, und daher wohltuend empfunden, sind seine objektiven und zeitgeistfreien Schilderungen der Vorgeschichte und Abläufe des Unternehmens Overlord" auf beiden Seiten. Dennoch kann der deutsche Leser nicht ganz zufrieden sein. Denn neben der erwähnten chaotischen deutschen Unter-stellungs- und Befehlsstruktur vor und am ,D-Day', läßt Rohde die ebenso zur nach-haltigen Schwächung der deutschen Abwehr führenden konspirativen Maßnahmen, gezielten Falschinformationen und destruktiven Befehle z.B. des Abwehrchefs ,Frem-de Heere West' in Berlin, der vier Monate später hingerichtet wurde, und des General-stabschefs der Heeresgruppe B, der Vier-Sterne-General der Bundeswehr werden wird, rücksichtsvoll (?) unerwähnt. Und im Gegensatz zu den alliierten Streitkräften findet der Reisende - trotz umfangreich vorhandener deutscher Literatur - nur spärli-che präzise Angaben über deutsche Einheiten und Verbände, ihre Soldaten und Füh-rer, die Lage von Gefechtsständen an der Front und der Stabsquartiere im rückwärti-gen Gebiet - zumal es für sie, außer Trümmer, keine Merkpunkte gibt. Sympathisch ist der im Vorwort bekundete Wunsch des Verfassers, Zwiesprache mit dem Leser zu hal-ten, nur: Kontaktadressen von ihm und dem Verlag fehlen. Einige Satz-, Schrift- und Druckfehler sowie die teilweise unsachgemäße Bindung des erworbenen Exemplars stören.
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Kriege im Mittelalter: Schlachten - Taktik - Waffen Mattew Bennett, Jim Bradbury, Kelly DeVries, Iain Dickie, Phyllis Jestice Gebundene Ausgabe, 26. Februar 2009 Verkaufsrang: 80841 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das erste umfassende Werk zur Kriegsführung im Mittelalter erzählt von Schlachten, Waffen, Heeren und Völkern, von großen Kriegsherren, ritterlichen Idealen und glanzvollen Turnieren. Die Kreuzzüge der christlichen Völker, die Feldzüge der Mongolen, die nicht enden wollenden Kämpfe des Hundertjährigen Krieges, die Überraschungserfolge der Schweizer Eidgenossen oder die Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453: Dieses fundierte, gut lesbare und faktenreiche Handbuch gibt Aufschluss über die Kriegsführung im Mittelalter, von den karolingischen Reiterheeren bis zum Siegeszug des Schießpulvers im Spätmittelalter. Der Kampf zu Fuß, der Kampf hoch zu Ross, Belagerungen und Seeschlachten sowie die militärische Führung werden anhand einer Fülle konkreter Beispiele, anschaulicher Abbildungen und detaillierter strategischer Skizzen verständlich erläutert.
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Militärgeschichte der Antike Leonhard Burckhardt Broschiert, 22. September 2008 Verkaufsrang: 67877 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine Vielzahl von Textzeugnissen und archäologischen Quellen informiert ausführlich über Militärwesen der Griechen und Römer von den Tagen Homers bis zur Spätantike. Auf dieser Grundlage hat Leonhard Burckhardt eine fundierte und anregende Überblicksdarstellung über Militärtechnik, Ausrüstung, Führungsstrukturen, Truppenaufbau, Strategie und Taktik, nicht zuletzt aber auch über die gesellschaftliche Bedeutung des Heerwesens in der Antike verfaßt.
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Die Armeen des 100-jährigen Krieges (1337 - 1453) Paul Knight, David Nicolle Gebundene Ausgabe, 28. Juli 2005 Verkaufsrang: 68593 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im Jahr 1328 fand die Dynastie der Kapetinger ihr Ende. Dies war der Auslöser für den Hundertjährigen Krieg, in welchem die englischen Könige mit Waffengewalt ihren Anspruch auf den französischen Thron geltend machen wollten. Herbe Niederlagen auf den Schlachtfeldern von Crécy und Poitiers erschütterten das französische Königsreich. Zwar trat unter Betrand du Guesclin eine Phase der Ruhe ein, bald darauf aber rüsteten sich die Engländer unter Heinrich V zu einem noch vernichtenderen Angriff. Als der König 1422 starb, wurde er von dem damals neun Monate alten Heinrich VI abgelöst. Zwanzig weitere Jahre sollten ins Land ziehen, bevor die englische Armee aus Frankreich vertrieben wurde. Der Zerfall des Reiches dauerte bis 1429 an. Dieses Werk beschäftigt sich sowohl mit der Rolle der englischen als auch der französischen Armee, beleuchtet detailliert und anhand zahlreicher, teilweise farbiger Illustrationen Aufbau und Organisation, Ausstattung und Waffen. Auch die langsame Regenerierung Frankreichs bis hin zur Erhebung des Reiches zur wichtigsten Kriegsmacht Europas wird beschrieben, ausgelöst unter anderem durch die junge Visionärin Jeanne d'Arc.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Tolle Bilder, mittlerer Inhalt 5 von 5 Punkten Im Großen und Ganzen ein nettes Buch für Mittelalter-Interessierte. Die Bilder sind für Reenactor dieser Zeit recht gut, der Text hat seine Schwächen, ist aber trotz allem interessant (Abgesehen von den Fehlern). Es beschreibt aber fast nur die kriegerischen Aspekte dieser Zeit und kaum den zivilen Bereich (vor allem bei den Bildtafeln). Für MA-"Profis" gibt es hier allerdings nicht neues, was die Bildtafeln aber ein wenig ausgleichen. Trotz Schwächen gebe ich 5 Sterne, da das Preis-Leistungsverhältnis super ist!
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Militärgeschichtlicher Reiseführer. Verdun Horst Rohde, Robert Ostrovsky Broschiert, August 2008 Verkaufsrang: 22639 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Name Verdun steht als Symbol für eine mehr als elfhundertährige deutsch-französiche Geschichte. Diese begann, als dort durch den Vertrag des Jahres 843 das Reich Karls des Großen endgültig aufgeteilt wurde. In ihrem weiteren Verlauf warsie einerseits geprägt durch viele Gemeinsamkeiten, anderseits aber auch durch zahlreiche Gegensätze bis hin zur sogenannten Erbfeindschaft und zur sinnlosen Materialschlacht im Ersten Weltkrieg. Heute sind Frankreich und Deutschland glückerweise freundschaftlich verbunden. Diese gute Nachbarschaft wird nirgendwo so deutlich wie in Verdun, wo sich Deutsche und Franzosen regelmäßig in großer Zahl an den Denkmälern und an den Gräbern beider Länder versöhnlich begegnen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Ein Muss für den Verdun Reisenden! 5 von 5 Punkten Dieses Buch bietet alles, was man an guten, ausführlichen Grundlagen für eine Reise nach Verdun braucht. Zu fast Allem Sehenswürdigem auf dem Schlachtfeld Verdun gibt dieser Reiseführer ein schönes Resume ab. Die Anfahrtswege und die vielen Skizzen sind leicht nachzuvollziehen und erleichtern einem die Navigation. Mehrere sehr schöne Wanderrouten (ich habe einige selbst vor Ort getestet) und sehr schöne Beschreibungen zu den Einzelnen Sehenswürdigkeiten und Gegebenheiten runden dieses Meisterwerk seiner Klasse sehr schön ab. Ein super Buch, sehr schön geschrieben, einfach Klasse!
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Militarismus in Deutschland. Geschichte einer kriegerischen Kultur Wolfram Wette Gebundene Ausgabe, September 2008 Verkaufsrang: 48552 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Dass eine mit Gewalt imprägnierte Gesellschaft zu gegebener Zeit eine Eigendynamik entfalten, dass sie sich sogar als ein Treibhaus für Katastrophen erweisen kann, diese uns heute einleuchtend erscheinende Einsicht musste im 20. Jahrhundert teuer erkauft werden. Der deutsche Militarismus hat seine Ursprünge in der altpreußischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Wolfram Wette, einer der wichtigsten - kritischen - Militärhistoriker, macht mit seinem neuesten Werk deutlich, wie tief das Militär in Struktur und Mentalität der deutschen Gesellschaft verwurzelt war. Einflüsse des Militärs auf die Politik, die Wissenschaft und die Wirtschaft, sozialer Militarismus, Gewaltverherrlichung, Kriegsideologien, Freund-Feind-Denken, nationalistische und rassistische Ideologien, militaristische Erziehung, Interessen der Rüstungsindustrie und andere Erscheinungen sind als Bestandteile eines größeren Ganzen aufzufassen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Ein Tabubruch besonderer Güte 5 von 5 Punkten Von einem deutschen Historiker war ein solches Buch nicht zu erwarten. Es ersetzt Regalwände und sei jedem nachdrücklich empfohlen, der sich bei der Suche nach den Gründen des deutschen Faschismus, auch seiner immer noch aktuellen Nachwirkungen nicht mit allzu bequemen Formeln zufrieden geben will. Er oder sie wird dazu in dem Band reichhaltiges Material finden. Wette vertritt eine sonst kaum zu findende Position, die seit Gründung der Bundesrepublik höchst ungnädig aufgenommen worden ist und auf heute noch weit verbreitete Denkverbote stößt. Es geht darum, ob und in welchem Ausmaß Verbindungslinien vom zweiten deutschen Kaiserreich zum Dritten Reich bestehen. Während die seriöse ausländische Forschung an einer solchen Kontinuität seit langem keinen Zweifel hegt, hat sich die deutsche Geschichtsschreibung von solchen Einsichten abgekoppelt, fokussiert den Blick nach wie vor auf den Zeitraum von 1933 bis 1945 und tut so, als habe z.B. der Erste Weltkrieg mit dem Zweiten Weltkrieg nichts zu tun, spricht von Urkatastrophe, einem neuen Dreißigjährigen Krieg, der in etwa von 1914 bis 1945 gedauert haben soll, oder macht den Ersten Weltkrieg für Hitler verantwortlich und lässt einfach weg, dass die Nazis vor allem deshalb so stark geworden sind, weil die Propaganda von der Unschuld Deutschlands am Weltkrieg und der Revision von Versailles die Deutschen im Kriegszustand beließ. Der deutsche Leser erfährt in der Regel kaum etwas davon, zu welchen Ergebnissen und Antworten die ausländische Historiographie im Zusammenhang mit der Frage Wie konnte es geschehen? gekommen ist. Allenfalls werden solche Arbeiten wie die von Christopher Clark ins Deutsche übersetzt, die ins erwünschte Bild passen, nicht an wohl gehegten Tabus rühren bzw. diesen das Wort reden. Das Buch von Wette hingegen räumt mit solch mehr als fragwürdigen Orientierungen und Vorurteilen auf. Vor allem führt es den Zusammenhang von preußischem Militarismus und deutschem Faschismus eindrucksvoll vor Augen und weist auf verschiedenen Gebieten nach, dass die Menschenverachtung und besondere Grausamkeit, die das NS-Regime auszeichneten, bereits viel früher ausgebildet war, wie es denn auch schlechterdings nicht vorstellbar ist, dass man ein ganzes Volk in wenigen Jahren so umkrempeln kann, wie es den Nazis gelungen sein soll. Vielmehr haben die Nationalsozialisten, selbst vom preußisch-neudeutschen Machtstaatsdenken geprägt, an all die Traditionen einer Kriegsmentalität angeknüpft, die lange vor ihnen vorhanden und vornehmlich in deutschvölkisch und revanchistisch gesinnten Kreisen, aber auch in der Mentalität zahlreicher und einflussreicher Deutscher ausgeprägt waren. Das gilt nicht zuletzt auch für die viele Verantwortliche in Staat, Wirtschaft, Militär, Politik und Gesellschaft. Die Tendenz, Preußen und seinen Militarismus dabei auszuklammern oder gar freizusprechen, ist nach wie vor groß. Die unvoreingenommene Analyse der historischen Fakten aber, wie Wette sie bietet, kommt zu einem anderen Ergebnis. Hervorhebenswert und neu ist, was Wette über die Frauen im Ersten Weltkrieg als psychologische Stützen der männlichen Helden, den Ort der Frauen im NS-Militarismus und die Militarisierung der weiblichen Jugend nach 1933 schreibt. Ebenso scheut sich der Autor am Schluss seines Buches nicht, nach den militaristischen Tendenzen in der Bonner Republik und im wiedervereinigten Deutschland zu fragen. Offenbar ist sein Buch wegen seiner klaren Sprache oder weil es den gängigen Sprachregelungen nicht entspricht und Ross und Reiter beim Namen nennt bislang nicht oder kaum gewürdigt worden. Wenn überhaupt, so fasst man es offenbar mit einer ganz langen Zange an. Man könnte sich ja die Finger daran verbrennen und käme unter Umständen sogar auf den Gedanken, dass man bislang mehr oder minder nichts anderes getan hat, als mit einer Brechstange im Nebel herumzustochern. Denn nichts Geringeres ist das Buch als eine Aufforderung und Einladung an den Leser, das vorherrschende deutsche Geschichtsbild in wichtigen Fragen zu revidieren. Der kleindeutsch-borussifizierten Geschichtsschreibung und ihren bis in unsere Tage reichenden Verästelungen muss es auch ein Dorn im Auge sein, dass Wette gleich mehrere Kritiker des Militarismus preußischer Provenienz in Erinnerung ruft wie Franz Carl Endres, Generalmajor Freiherr von Schoenaich, August Siemsen, Hans Paasche, Georg Michael Pachtler, Ludwig Quidde, Alfons Falkner von Sonnenburg, Friedrich Wilhelm Foerster oder Heinrich Ströbel, über den es seit kurzem eine lesenswerte Biografie gibt. Sie haben die militärstaatliche Tradition Preußens, die sich seit 1870/71 immer mehr in ganz Deutschland ausgebreitet und verankert hat, als Gefahr für Europa erkannt, benannt und vor wie nach 1933 warnend ihre Stimme erhoben vor dem weiteren Weg in die Barbarei weshalb sie nach 1945 von den Sprossen oder Mitläufern des preußischen und protestantischen Bürgertums, Beamtentums und Professorenschaft, wie George W.F. Hallgarten Historiker wie Gerhard Ritter, Hans Herzfeld, Theodor Schieder, Hans Rothfels, Werner Conze und andere einmal charakterisiert hat, vergessen gemacht worden sind. An die frühen und profunden Warner vor dem deutschen Militarismus und Nationalismus zu erinnern und sie zu würdigen, wie Wette es in seinem Buch tut, ist nicht nur ein Verdienst, sondern auch ein Akt der Gerechtigkeit. Denn sie und nicht Leute wie Herzfeld oder Rothfels waren es, die sich gegen Gewalt, Rassenhass, Demokratiefeindlichkeit und Terror engagiert haben und deren Analysen und Prognosen noch heute weit über dem Niveau liegen, das ansonsten erreicht oder geboten wird. Wie gesagt, ein Buch, das so nicht zu erwarten war. Mehr als empfehlenswert!
Krieg und Frieden - Kriegsideologie und Friedensforschung 5 von 5 Punkten "Der ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, und der Krieg ein Glied in Gottes Weltordnung. In ihm entfalten sich die edelsten Tugenden des Menschen, Mut und Entsagung, Pflichttreue und Opferwilligkeit mit Einsetzung des Lebens. Ohne den Krieg würde die Welt in Materialismus versumpfen" - so formulierte der preußische Feldmarschall Graf von Moltke, der Sieger der Schlachten von Königgrätz (1866) und Sedan (1870) sein wirkungsmächtiges, militärisches Glaubensbekenntnis. Zu Recht folgert Autor Wolfram Wette: "Auf dem Humus solcher Kriegsideologien konnte dann auch die Vorstellung gedeihen, im Krieg werde der Mann erst zum Manne." Der deutsche Militarismus hat seine Ursprünge in der preußischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Wolfram Wette macht deutlich, welchen fatalen Einfluss diese kriegerische Kultur auf den Gang der deutschen Geschichte hatte. Der Autor gliedert sein Werk in diese fünf Kapitel: Wege und Umwege der Militarismusforschung, Die Zeit des Deutschen Kaiserreiches, Sozialmilitarismus, Militarismus und Weltkrieg 1914 - 1918, Weimarer Republik, Die Zeit des Nationalsozialismus sowie Militarismus nach 1945 in Westdeutschland? Autor Wette verortet die Entstehungsgeschichte des preußisch-deutschen Militarismus im Kontext der Reichseinigungskriege. Das Prinzip "Eisen und Blut" signalisierte diese militärische Machtpolitik. Auch Graf von Waldersee, der im Buch zu Recht als "reiner Militarist, Reaktionär und Antisemit" vorgestellt wird, war ein Proponent dieser Denkungsart eines Primates des Militärischen über das Politische. Leider erwähnt Autor Wette nicht, dass trotz fundierter Proteste die Bundeswehr in Hohenlockstedt weiterhin am Traditionsnamen "Waldersee-Kaserne" festhält. Dem Autor Wette gebührt auch Dank, dass er den Jesuiten Georg Michael Pachtler aus der Vergessen holt. Pachtler hatte den Militarismus als "Beanspruchung aller lebenden und toten Kräfte des Volkes für den einzigen Zweck des Krieges" gedeutet. Eine sehr dichte und engagierte Sichtweise vermittelt Wolfram Wette, wenn er über den Minister Gustav Noske (SPD) im Januar 1919 berichtet sowie den Einsatz von Militär im Innern historisch deutet. Die Symbolfigur für das Zusammengehen der preußischen Militärelite mit Hitler am Tag von Potsdam (21. März 1933) war der greise Feldmarschall August von Mackensen. Die politische Botschaft von Potsdam war die politische Kontinuität. Leider erwähnt Wolfram Wette nicht, dass die Bundeswehr in Hildesheim trotz erbitterter Proteste und parlamentarischer Anfragen weiterhin am Traditionsnamen "Mackensen-Kaserne" festhält. Noch Mitte November 1944 hatte Mackensen einen Aufruf an die Jugend gerichtet, um vierzehn- bis siebzehnjährige Buben zu "Opferbereitschaft und Fanatismus" zu ermahnen. Mackensen hielt bis zuletzt an Adolf Hitler als "Retter" fest. Autor Wette zeigt auf, wie die NS-Kriegspropaganda dem Mythos von Langemarck eine neue Stoßrichtung gab, indem die jungen Menschen auf "Heldentum" und "freiwillige Opferbereitschaft" eingeschworen wurden. Zu Recht wird die Frage gestellt, ob der "Heroische Untergang" eine Entartung oder eine Konsequenz des Militarismus darstellt. Dieses Pathos vom heldenhaften Sterben reicht zurück zu Theodor Körner, der zur Zeit der Freiheitskriege (1813) den Tod für das Vaterland als höchste Sinngebung des Lebens pries. Am Beispiel von General Adolf Heusinger, dem ersten Generalinspekteur der Bundeswehr, zeigt der Autor die Kontinuitäten militärischer Denkweisen und Handlungsmuster. In vier verschiedenen Armeen hatte Heusinger tapfer und stets treu gedient und auch verdient. Mit großer Zustimmung wird die Forderung von Verteidigungsminister Helmut Schmidt (SPD) aus dem Jahre 1970 angeführt, die Streitkräfte "in das Gefüge von Verfassung und Staat" einzuordnen. Eingangs zitierte ich den "alten Moltke" und seine militaristisches Credo. Die Bundeswehr würdigt auch weiterhin diese Galionsfigur des Militarismus, denn die Kasernen in Dabel und Schleswig sind nach Moltke benannt. Zu guter Letzt bleibt der Wunsch des Rezensenten, dass auch Berufsoffiziere der Bundeswehr zu den Lesern dieser fundierten Untersuchung gehören. Und ich pflichte dem Gelehrten Peter R. Frank bei, wenn er über dieses Buch schreibt: "Ich schätze daran den klaren Stil, den soliden historischen Hintergrund und die schlüssige Argumentation. Das Buch war längst überfällig, es ist nun ein Standardwerk zu dem Thema."
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Höhe- und Wendepunkte deutscher Militärgeschichte: Von Leuthen bis Stalingrad Franz Uhle-Wettler Gebundene Ausgabe, Oktober 2006 Verkaufsrang: 157309 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Unübertroffen 5 von 5 Punkten Der Historiker und Generalleutnant a. D. Franz Uhle-Wettler legt nun bereits in dritter neu überarbeiteter Auflage das Standardwerk zur jüngeren deutschen Militärgeschichte vor. Erweitert um ein Kapitel zur Seeschlacht vor dem Skagerrak 1916, schildert er anhand von neun Schlachten, beginnend mit Leuthen 1757 und endend mit Stalingrad 1942/43, die Höhen und Tiefen des deutschen Soldatentums. Der Autor beschreibt außerordentlich spannend nicht nur das Schlachtengeschehen auf taktischer und operativer Ebene, sondern bettet das Ereignis in seinen historisch-politischen Zusammenhang. Außerdem befaßt er sich mit der wichtigen und leider bei etablierten Historikern selten behandelten Frage nach der Motivation des Soldaten. Dieses Problem beschäftigt den Autor als ehemaligen militärischen Vorgesetzten natürlich besonders und hier befindet sich Uhle-Wettler in seinem Element. Wieso gelang es deutschen Truppen so oft, gegen eine Übermacht von Feinden nicht nur durchzuhalten, sondern sogar zu siegen? Des Autors Antwort ist verblüffend einfach: zur Voraussetzung jeder erfolgreichen Truppenführung gehört zu allen Zeiten eine zeitgemäße innere Führung (41). Ohne eine vorzügliche Ausbildung der Führer, Unterführer sowie Mannschaften und die Bereitschaft der jeweils führenden Schichten, die Soldaten nicht nur in den Krieg zu schicken, sondern die Truppen selbst anzuführen, wäre die ungewöhnliche Motivation der einfachen Soldaten nicht denkbar gewesen. Hinzu kommt die aus der Auftragstaktik resultierende, zuweilen fast unglaubliche Selbständigkeit der Führer und Unterführer (180), was selbst bei Ausfall aller Vorgesetzten den Gefreiten befähigte, den Auftrag in Eigeninitiative auszuführen. Die Auftragstaktik ist es, die nach einhelligem Fachurteil die Überlegenheit deutscher Heere über beinahe 150 Jahre begründet. Hinzu tritt ein fast unglaublicher Ausbildungsstand, die Achtung der Würde des Soldaten und die zeitgemäße Humanität des preußisch-deutschen Disziplinarwesens (337). Dank gebührt dem Verlag, der es möglich machte, diese unverzichtbare Untersuchung in ergänzender Überarbeitung neu herausgebracht zu haben.
Hervorrangender historischer Abriss 5 von 5 Punkten Dem Verfasser muß man hervorrangende Kenntnisse über die oft kritisierte und verleumdete deutsche Militärgeschichte und politische Zusammenhänge bescheinigen. Der Autor spricht eine klare, verständliche Sprache. Seine Gefechtsbeschreibungen entgleisen aber niemals auf ein Landserheftniveau. Seine Ausführungen über die Auftragstaktik bis in unsere Zeit sind richtungsweisend. Dieses Buch sollten gewisse Politiker, die derzeit eine Art der Militärpolitik betreiben, gelesen haben. Dies gilt auch für Journalisten, denn es scheint alles schon einmal dagewesen zu sein. Selten habe ich ein Buch gelesen, daß mich so begeistert hat. |
Das Antlitz des Krieges: Die Schlachten von Azincourt 1415, Waterloo 1815 und an der Somme 1916 John Keegan Broschiert, 8. Oktober 2007 Verkaufsrang: 198088 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Campus Bibliothek Klassiker neu aufgelegt Dieser Klassiker der Militärgeschichte behandelt nicht nur die Strategie und den Verlauf berühmter Schlachten. John Keegan geht es darum, wie sich der einzelne Soldat, der Offizier, die kleine Gruppe und die Masse der Kämpfenden in der tödlichen Konfrontation mit dem Feind verhalten, welche Formen des Kampfes es gibt, wann Mut und Ausdauer und wann das Waffenpotenzial den Ausschlag geben. Keegan beschönigt nicht und klagt nicht an, er lässt die Fakten und die Beteiligten selbst sprechen: Das ist deutlich und schrecklich genug.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Oral history im besten Sinne des Wortes 5 von 5 Punkten Keegan benennt seine Absicht sehr deutlich: "sich die Schlacht als Stück vorzunehmen ... weder über Generäle noch über Feldherrenkunst schreiben ... nicht reden von Logistik oder Strategie und nur sehr wenig von Taktik ... ich strebe kein zweiseitiges Bild der Ereignisse an." Es geht Keegan also um eine pure Darstellung dessen, was Soldaten auf dem Schlachtfeld erleben und keineswegs um das Resultat der Schlacht. Es ist eine Kriegsgeschichte "von unten". Und diesen Ansatz verfolgt Keegan gradlinig und bestechend. Dass er dabei einen britischen Blickwinkel einnimmt, begründet er im Vorwort: Eine zweiseitige Sicht würde, was die Perspektive von unten betrifft, nichts wirklich neues hinzuügen. Wie man das als pro-britische verzerrte Darstellung der Ereignisse deuten kann, bleibt mir schleierhaft. Zumal Keegan im Vorwort deutlich macht, woher die manchmal geradezu sportliche, weniger existenzielle Sicht auf den Krieg, wie sie in England und den USA typisch ist, eigentlich rührt: Die beiden Staaten haben auf eigenem Territorium nie ums Überleben gekämpft. Das erlaubt ihnen einen Abstand, der oft einen Erkenntnisgewinn bedeutet - John Keegans Antlitz des Krieges ist ein gutes Beispiel, nimmt man das Erscheinungsjahr hinzu, sogar der Prototyp einer Oral History des Krieges.
Weitere Lesermeinungen |
Die Bärenfalle. Der Kampf der Mudschaheddin gegen die Rote Armee Mohammed Yousaf, Mark Adkin Gebundene Ausgabe, 1992 Verkaufsrang: 86727
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Der andere Hintergrundbericht über den Afghanistankrieg! 5 von 5 Punkten Hier schreibt kein Historiker, der sich in staubigen Archiven herum getrieben hat und auch kein Journalist, der Geld braucht. Hier schreibt wohl der beste verfügbare Insider, für die Unterstützung der Mudschaheddin im Kampf gegen die sowietischen Truppen. Der pakistanische Geheimdienstoffizier war laut eigenen Angaben maßgeblich involviert und das merkt man auch beim Lesen des Buches. Man ist sehr nah am Geschehen dran. Absolut empfehlenswert als vertiefende Lektüre zu diesem Thema!
Sehr gut. 5 von 5 Punkten Mohammed Yousaf war ein Brigadegeneral der pakistanischen Streitkräften und diente vom Oktober 1983 bis zum August 1987 beim pakistanischen Militärgeheimdienst ISI. In dieser Zeit war er für die Ausbildung, Ausrüstung und Organisation der afghanischen Mudschahedin, welche in Afghanistan seit 1979 gegen die sowjetischen Streitkräfte kämpften, zuständig. Yousaf beschreibt wie er praktisch von heute auf morgen der Roten Armee gegenüber stand und versuchte die Mudschahedin zu organisieren. Dabei wurden ihm, trotz seiner Erfolge, nicht zuletzt vom größten Unterstützer der Mudschahedin, den USA, jedoch immer wieder Steine in den Weg gelegt. Anhand von zahlreichen Beispielen führt er den Leser seine damaligen Probleme, mit eigenen Politikern, anderen Verbündeten sowie den Mudschahedin vor Augen, so weigerten sich bspw. die Mudschahedin sowjetische Treibstofftanks mit Chemikalien zu verseuchen, da sie bei solchen Einsätzen keine Waffen zum Einsatz kamen und zeigt seine Lösungen. Yousaf beleuchtet von seinem Standpunkt aus die damaligen Geschehnisse und kritisiert dort, wo er es für angebracht hält. Die Bärenfalle ist ein interessanter, nicht unbedingt packender, aber lesenswerter Einblick in den Afghanistankrieg der '80er. |
Grundkurs deutsche Militärgeschichte 3. Die Zeit nach 1945: Armeen im Wandel Karl-Volker Neugebauer Gebundene Ausgabe, 1. September 2007 Verkaufsrang: 223964 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der dreibändige Grundkurs verbindet wissenschaftliche Exaktheit auf dem neuesten Stand der Forschung mit anschaulicher Sprache nebst einer Fülle zeitgenössischer Abbildungen zu einem einzigartigen Wegbegleiter durch nahezu tausend Jahre deutscher Militärgeschichte.Überblick, Umfeld, Strukturen und Konflikte sind die Grundlagen für vier verschiedene Zugänge zu jedem der insgesamt zwölf Epochenabschnitte.Namhafte Wissenschaftler zeichnen die grundlegenden Entwicklungslinien vom Mittelalter bis in die Gegenwart nach und beschreiben das mitunter spannungsreiche Verhältnis von Militär, Politik, Staat und Gesellschaft. Eine Vielzahl von Quellentexten, Karten, Grafiken, Tabellen, Biogrammen und Sachtexten belebt die Epochenabschnitte und erfüllt zugleich die Funktion eines militärgeschichtlichen Nachschlagewerkes.Eine ergänzende multimediale, interaktive Lernsoftware bereichert das Werk für Lehre und Studium. Nach neuesten methodisch-didaktischen Erkenntnissen gestaltet, wirft sie Schlaglichter auf Einzelaspekte der deutschen Militärgeschichte und regt zum selbstständigen, entdeckenden Lernen an.Der Grundkurs gibt eine umfassende Orientierung, lädt ein zu einem Streifzug durch die ereignisreiche deutsche Militärgeschichte und kombiniert Leselust mit Lerneffekt.Die Bände 1 und 2 liegen bereits vor..
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Heisse Kriege im Kalten Krieg. Studien zum Kalten Krieg Bernd Greiner, Christian Th. Müller, Dierk Walter Gebundene Ausgabe, März 2006 Verkaufsrang: 236923 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Für den größten Teil der nördlichen Hemisphäre war die Ära des Kalten Krieges eine Phase des Friedens - wenn auch eines unbequemen Friedens, erzwungen durch die Garantie der gegenseitigen nuklearen Vernichtung und gekennzeichnet von ideologischer und materieller Hochrüstung und permanenter Kriegsbereitschaft. Die heißen Kriege des Kalten Krieges aber fanden jenseits des Kernbereichs der beiden feindlichen Blöcke statt. Mehr als 150 größere bewaffnete Konflikte sind zwischen 1945 und 1989 in der Dritten Welt ausgetragen worden. In der Wahrnehmung der Zeitgenossen galten sie mehrheitlich als "Stellvertreterkriege", in denen die Blockkonfrontation meist ohne direkte Involvierung der Streitkräfte der nördlichen Hemisphäre und ohne das Risiko eines Atomkrieges ausgetragen wurde. Dem Erfolg oder Misserfolg im lokalen Konflikt wurden direkte Konsequenzen für die globale Machtbalance zugeschrieben. Aber wird diese Perspektive der Realität der heißen Kriege gerecht? Die Beiträge dieses Bandes fragen nach dem relativen Gewicht der ideologischen und politischen Konfrontation des Kalten Krieges für die regionalen Auseinandersetzungen - verglichen mit anderen Konfliktlogiken wie dem Erbe kolonialer Herrschaftsbeziehungen, globalstrategischen Faktoren und vor allem regionalen und lokalen Bedingungen. Untersucht werden dabei insbesondere die Handlungsspielräume von Akteuren vor Ort, der Charakter der kriegerischen Auseinandersetzung sowie die Kosten und Konsequenzen für die betroffenen Gesellschaften.
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Napoleons Soldaten. Alltag in der Grande Armée. Geschichte erzählt: Bd 12 Karl J. Mayer Gebundene Ausgabe, März 2008 Verkaufsrang: 48985 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Heerführer gehen in die Geschichte ein. Sie leben als Heroen des Untergangs oder des Sieges in der Erinnerung fort. Doch was ist mit den einfachen Soldaten? Sie verblassen oft zu bloßen Komparsen der Geschichte, anonymisiert in Stärkemeldungen und Verlustlisten. Mehr als 500.000 Soldaten fast aller Länder und Nationen kämpften 1812 für die politischen Ziele des französischen Kaisers Napoleon. Karl J. Mayer geht es in seinem spannenden Buch um genau diese Dragoner, Husaren, Kürassiere, Füsiliere, Jäger, Voltigeure, Grenadiere und Kanoniere. Wie sah ihr Alltag in der Grande Armée aus? Wie erlebten sie den Krieg? Aus Tagebüchern und Briefen rekonstruiert Mayer ein authentisches Bild vom Leben der gemeinen Soldaten. Wovon ernährten sie sich? Wie gestaltete sich die medizinische Versorgung? Inwieweit konnten sie sich mit den Zielen ihres Kaisers identifizieren? Mayer gibt in diesem Band den einfachen Soldaten Stimme und Gesicht.
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1000 Uniformen Klaus-Ulrich Keubke Gebundene Ausgabe, 1. Februar 2008 Verkaufsrang: 105818 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Uniformen sind ein wichtiger Teil unserer Geschichte. Mit zahlreichen Abbildungen und detaillierten Beschreibungen von Uniformen, Abzeichen und anderen interessanten Einzelstücken dokumentiert dieses Buch die spannende Entwicklung der Militäruniformen von den Anfängen bis heute. Von den farbigen Kriegstrachten des Altertums über die bunten Uniformröcke historischer Truppen bis zum modernen Kampfanzug der Gegenwart werden die wichtigsten Militäruniformen der Welt vorgestellt. Zu den über 100 Ländern, deren Uniformen in diesem Buch vertreten sind, zählen neben zahlreichen historischen Ländern wie etwa Mecklenburg-Schwerin, Alt-Württemberg oder die Konföderierten Staaten von Amerika auch außereuropäische Staaten wie beispielsweise Japan oder Mexiko.Detaillierte Angaben zu jeder dargestellten Uniform, wie Land, Truppenteil, Waffengattung, Rangbezeichnung und Datierung, machen dieses Buch zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk der Uniformkunde.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Viel Buch für wenig Geld 4 von 5 Punkten Dieses Buch bietet einen interessanten Überblick über die Uniformentwicklung seit dem 17 Jh. (Die Zeit von 1400 v. Chr. - ca 1600 wird mit ein paar Seiten eher unbefriedigend abgedeckt). Jedes der über 800 Bilder mit rund 1200 Uniformen (ich habe nicht nachgezählt) wird kurz beschrieben. Viele Abb. werden dem fachkundigen Leser bereits bekannt sein (z. B. sehr viele Abb. v. Richard Knötel). Das Buch ist ein guter Einstieg in das Thema Uniformkunde, kann aber jede Epoche nur sehr komprimiert darstellen. Einen Punktabzug für die tlwse. recht kleinen Formate der Bilder (man hätte Platz für größere gehabt).
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Zu Tode gesiegt. Der Untergang der U-Boote Lothar G Buchheim Gebundene Ausgabe, 1988 Verkaufsrang: 65107
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Der Titel ist Programm 5 von 5 Punkten Buchheims Buch "Zu Tode gesiegt" zeigt eindrucksvoll den untergang einer wWaffe, den keiner wahr haben möchte. Er fängt ganz am anfang an und hört auch erst am ende auf. Zu keinem Zeitpunkt lässt er zweifel daran Aufkommen, dass er die Taten der U-Boot-Manschaften zwar bewundert, aber zugleich ihren überflüssigen Tot, der zu lasten der Kriegsmarineführung gang, verurteilt. Er zerstört jeglich illusion daran, dass diese U-Bootflotte jemals wirklich eine echte chance hatte und er sagt uns auch wer diese chance zunichte machte: die eigene Seite. Die Texte sind Buchheimmässig und man hört sein Anti-Kries und Anti-Hitler-Deutschland deutlich herraus, er beschränkt sich aber auf das, wovon er ahnung hat: die U-Boote. So kommen viele interessante Informationen gemischt mit verständlicher Kriegskritik(die man in einigen Werken über dieses Thema vermisst). Wer Angst hat ein pazifistisches Werk zu erhalten dem sei gesagt, dass sich diese tendenz in Grenzen hält. Die Bilder sind sehr gut, einigen sieht man es an, dass sie in Kampfsituationen geschossen wurden(leicht verwischt, z.B. bei einem Fliegerangriff). Wer Buchheim nicht mag, die Bilder alleine machen das Buch schon sehr Lohnenswert.
Notwendige Mahnung 4 von 5 Punkten Eine verblendete Generation, der unvorstellbare Horror des U-Boot-Krieges-darüber können nur aufgeklärte Zeitzeugen wirklich umfassend berichten und uns heute glücklich und zufrieden im Wohlstand Lebende mahnen, die Fehler der gar nicht so weit zurückliegenden Zeit zu wiederholen. Ritterkreuzträger und viele andere Veteranen verfluchen ihn-Buchheim ist und bleibt aber DER Mahner und Kämpfer gegen den Wahnsinn Krieg, auch weil er dessen Faszination offen und selbstkritisch beschreibt. Dazu eindrucksvolle Photos. |
Fahnenflucht zur See: Die Volksmarine im Visier des MfS Ingo Pfeiffer Broschiert, Februar 2009 Verkaufsrang: 8638 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Krieg ohne Fronten: Die USA in Vietnam Bernd Greiner Broschiert, März 2009 Verkaufsrang: 156482 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Die Atombombe oder die Geschichte des 8. Schöpfungstages Richard Rhodes Gebundene Ausgabe, 1989 Verkaufsrang: 206523
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