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| Kriege und Militär | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Soldaten im Dorf Jörg Rathjen Taschenbuch, 1. Oktober 2004 Verkaufsrang: 379725 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Studie beschäftigt sich anhand eines regionalen Fallbeispiels mit den Auswirkungen der Kriege und Konflikte in Schleswig-Holstein. Neben der Rekonstruktion der militärischen Geschehnisse auf lokaler Ebene wird der Frage nach den jeweiligen Kosten und Schäden sowie den demographischen und ökonomischen Folgen und ihrer Bewältigung nachgegangen. Über diese quantitativen Aspekte hinaus richtet sich der Blick der Darstellung auf die Beziehungsmuster von Obrigkeit, Untertanen und Militär in diesen konfliktreichen Zeiten.
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Maritimer Imperialismus: Seemachtideologie, seestrategisches Denken und der Tirpitzplan 1875 bis 1914 Rolf Hobson Gebundene Ausgabe, 1. Juni 2004 Verkaufsrang: 389390 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Hobson hat mit diesem Buch viele und kluge Ansätze zum Überdenken liebgewonnener Deutungen gegeben." (Jost Dülffer in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20.06.2005)
"Für das Buch eine simple Empfehlung auszusprechen ginge an seinem Gehalt vorbei. Es sollte zur Pflichtlektüre werden oder, anders formuliert: Jedes künftige Buch- oder sonstige Medienprojekt über den deutschen Flottenbau, wenn nicht sogar über die 'große Politik' vor dem Ersten Weltkrieg, muß zwingend den 'Hobson' integrieren und zitieren - sonst braucht es nicht ernstgenommen zu werden." (Dirk Nottelmann in: Hamburger Rundbrief 6/2004)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Maritimer Imperialismus 1 von 5 Punkten Es handelt sich nicht wie angegeben um eine Übersetzung ins Deutsche, sondern ca. 10 % des Textes sind in Englisch od. Französich. Der sonst hoch interessante Inhalt ist daher sehr umständlich zu lesen, bzw. setzt hohe Sprachkenntnisse voraus. Dann ist die englische Originalausgabe besser.
Navalismus und Risikoflotte 5 von 5 Punkten Auf breiter Quellen- und Literaturgrundlage wendet sich die Arbeit von Rolf Hobson der Frage nach den maritimen Verteidigungsbedürfnissen des Deutschen Reiches zu und gelangt dabei zu einer neuen Deutung der deutschen Flottenrüstung vor dem Ersten Weltkrieg. Der Autor bezieht die mit dem Zeitalter des 'industrialisierten Volkskrieges' sich rapide verändernden politischen, technologischen, wirtschaftlichen und völkerrechtlichen Bedingungen in seine Untersuchung mit ein. Er richtet ein besonderes Augenmerk auf den Aspekt des Seerechtes, das als Ausdruck des realen maritimen Kräfteverhältnisses in der Dreiecksbeziehung zwischen den beiden Kriegsparteien und den Neutralen dem Gebrauch von Seemacht als Instrument eines Wirtschaftskrieges Schranken auferlegte. Hobson gelingt der Nachweis, daß sich aufgrund einer Rezeption der Theorie des amerikanischen Admirals und bekanntesten Vertreter des Navalismus, Alfred T. Mahan, das ursprünglich militärisch begründete Kalkül der deutschen Flottenrüstung zu einem Abschreckungskonzept der Risikoflotte wandelte, welches mit zuvor schon gewonnenen Einsichten kompatibel war, jedoch nicht berücksichtigte, was es für reale Auswirkungen hätte, wenn die Briten tatsächlich das Risiko scheuten, die Hochseeflotte anzugreifen. Genau das war das Dilemma der deutschen Führung im 1. Weltkrieg. Abhängig von den Heimathäfen in Nord- und Ostsee gelang es der deutschen Admiralität nur einmal, und dann auch noch aus Zufall, die britische "Home Fleet" vor Jütland zu stellen. Trotz gewonnener Schlacht änderte sich an der strategischen Lage nichts: die Seeblockade gegen das Reich wurde wurde nicht aufgebrochen. Der vergleichende Blick auf parallele Ausprägungen des Navalismus in Rußland und in Österreich-Ungarn unterstreicht den Befund, daß das Besondere der Wilhelminischen Seerüstung nicht in einer 'innenpolitischen Krisenstrategie', lag, sondern in der dem Staatssekretär Admiral Tirpitz eigenen 'politischen' Deutung der Seemacht |
Grundkurs deutsche Militärgeschichte 3. Die Zeit nach 1945: Armeen im Wandel Karl-Volker Neugebauer Gebundene Ausgabe, 1. September 2007 Verkaufsrang: 368770 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der dreibändige "Grundkurs" verbindet wissenschaftliche Exaktheit auf dem neuesten Stand der Forschung mit anschaulicher Sprache nebst einer Fülle zeitgenössischer Abbildungen zu einem einzigartigen Wegbegleiter durch nahezu tausend Jahre deutscher Militärgeschichte.Überblick, Umfeld, Strukturen und Konflikte sind die Grundlagen für vier verschiedene Zugänge zu jedem der insgesamt zwölf Epochenabschnitte.Namhafte Wissenschaftler zeichnen die grundlegenden Entwicklungslinien vom Mittelalter bis in die Gegenwart nach und beschreiben das mitunter spannungsreiche Verhältnis von Militär, Politik, Staat und Gesellschaft. Eine Vielzahl von Quellentexten, Karten, Grafiken, Tabellen, Biogrammen und Sachtexten belebt die Epochenabschnitte und erfüllt zugleich die Funktion eines militärgeschichtlichen Nachschlagewerkes.Der Grundkurs gibt eine umfassende Orientierung, lädt ein zu einem Streifzug durch die ereignisreiche deutsche Militärgeschichte und kombiniert Leselust mit Lerneffekt. Das Werk wird ergänzt durch eine mulitmediale, interaktive Lern-DVD (einzeln erhältlich).
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Standard für den Einstieg 5 von 5 Punkten Der "Grundkurs deutsche Militärgeschichte" (GKDM) wird durch das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) in Potsdam herausgegeben. Diese Institution ist zwar beim Bundesverteidigungsministerium aufgehängt und hat einen amtlichen Charakter - einen militaristischen Stallgeruch, einen apologetischen Touch und/oder die applikatorische Methode braucht in den Publikationen allerdings niemand zu befürchten. Das MGFA, das übrigens zu einem großen Teil von zivilen Historikerinnen und Historikern bevölkert wird, ist ganz im Gegenteil eine der Speerspitzen der wissenschaftlich-kritischen Militärgeschichte in Deutschland. Enge Kooperationen mit zahlreichen Universitäten, verschiedenen zivilen akademischen Institutionen und diversen wissenschaftlichen Arbeitskreisen sorgen für eine feste Einbindung in die boomende scientific community der sogenannten Modernen Militärgeschichte. Der große Vorteil einer solchen Institution des Bundes sind natürlich (relativ) große personelle und finanzielle Ressourcen. Daher war das MGFA dafür prädestiniert, ein umfangreiches und arbeitsaufwändiges Werk wie den Grundkurs Militärgeschichte zu entwickeln, umzusetzen und herauszugeben, was in den Jahren 2006 bis 2009 geschah. Der Aufbau zerfällt in mehrere chronologische Großkapitel, die jedem Band seine grobe Struktur geben. In Band 3 sind dies die Kapitel: - "Ein eiserner Vorhang ist niedergegangen" - Militärgeschichte im Kalten Krieg 1945-1968/70 - Zwischen Konfrontation und Entspannung - Militärgeschichte vin 1969/70 bis zur Wiedervereinigung - Vom "Kalten Krieg" zu globaler Konfliktverhütung und Krisenbewältigung - Militärgeschichte zwischen 1990 und 2006 Diese Großkapitel sind jeweils in immer gleichartig strukturierte Unterkapitel aufgeteilt: Zuerst folgt ein extrem knapper Überblick, der eine Zeittafel, weiterführende Literaturtipps und einen Epochenquerschnitt beinhaltet. Über den Nutzen von Zeittafel und Epochenquerschnitt kann man streiten, über die Literaturlisten nicht: Sie sind angesichts (je nach Periode) oft entweder unüberschaubarer oder aber sehr begrenzter und spezieller Literatur eine ausgezeichnete Grundlage, um selbstständig weiterzuarbeiten. Hier erfüllt der GKDM die Aufgabe eines Grundkurses als Basis und Ausgangspunkt für die Einarbeitung in ein Thema ausgezeichnet. Auf den Überblick folgt das Kapitel "Umfeld". In diesem Kapitel wird (nach eigener Aussage Band 2, S.VII) "das komplexe und mitunter spannungsreiche Wechselverhältnis von Militär, Politik, Staat und Gesellschaft thematisiert." Diese multiperspektivische Sichtweise entspricht der unwidersprochenen Lehrmeinung der modernen Militärgeschichte und bezieht klar Stellung gegen die simplifizierende Sichtweise, die gerade populärwissenschaftliche Literatur mit ihrer angeblich "ein militärischen" Perspektive vertreten zu können glaubt. Der GKDM versucht dabei, das Militär als perspektivische Leitlinie jedoch nicht aus den Augen zu verlieren - eine Gefahr, welche dieser Ansatz immer birgt. Und in der Tat geraten die Texte manchmal zu allgemeinhistorischen Texten, bei denen man den direkten Bezug zum Thema Militär ein wenig vermisst. Allerdings gilt, dass derlei Rahmendarstellung nun mal gelegentlich unvermeidlich ist und einfach abgearbeitet werden muss, um dann wieder zum Militär an sich zurückzukehren und es auf der Basis der so gewonnenen Informationen umso differenzierter und besser betrachten zu können. In Band 3 finden sich hier bspw. die Kapitel "Die Integration der Bundesrepublik in den Westen (1949-1957)", "Militär und Landesverteidigung in der Ulbricht-Ära (1956-1970)", "Amerikanische Krise und sowjetische Offensive" oder "Bundeswehr und Multinationalität". Konsequenterweise folgt mit dem Kapitel "Strukturen" dann das Kapitel, das "die Organisation der Streitkräfte im umfassenden Sinne, aber auch verstärkt die "Lebenswelt" der Soldaten" beinhaltet. Hier konzentriert sich der GKDM nun auf das Militär als Objekt sui generis - und kann dies auch tun, weil die Einordnung ja im Kapitel "Umfeld" bereits vorgenommen wurde. Waffengattungen, Kriegsbild, Armeeorganisation, militärische Kultur, Technik, Taktik - all das wird hier en detail besprochen und zwar in einer Art und Weise, welche die Militärgeschichte nicht wie so oft durch Fachsprache zu einer Arkanwissenschaft macht, zu der nur (Ex-)Soldaten Zugang finden, sondern ganz im Gegenteil klar, verständlich und sachlich auf Grundkursniveau - für jeden verständlich und zugänglich. In Band 3 finden sich hier bspw. die Kapitel "Die "Innere Führung"", "Die Konsolidierung der NVA als Bündnisarmee", "Das System der "sozialistischen Landesverteidigung"" oder "Bundeswehr in der Transformation". Das dritte wiederkehrende Kapitel, das normalerweise unter "Konflikte" firmierte, ist in diesem Band nur im letzten Kapitel präsent und läuft nun unter "Einsätze." In diesem Kapitel standen bisher "die militärischen Auseinandersetzungen im Mittelpunkt, sofern sie für die deutsche Militärgeschichte von Bedeutung waren" im Mittelpunkt. Im Kapitel Einsätze findet man nun die Unterteilung in "Hilfseinsätze", "Auslandseinsätze bis zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes 1994" "Urteil des Bundesverfassungsgerichtes und Fürsorgemaßnahmen", Auslandseinsätze nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes", "Kampf gegen den Internationalen Terror" und "Sonstige Einsätze". Die saubere Trennung in diese immer gleichen drei Kapitel hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil besteht in einer geordneten Struktur des Gesamtwerkes. Leserinnen und Leser wissen stets, was sie im folgenden Großkapitel erwarten wird und dadurch fühlt man sich trotz der Masse des Stoffes nie verloren. Gleichzeitig erlaubt es die Strukturierung, sich entlang der Längsschnitte durch die Bücher zu hangeln, wenn man dies will. So wird der Grundkurs plötzlich zu einem spezialisierten "Handbuch der militärischen Strukturen", wenn man stets nur das zweite Kapitel liest. Der Nachteil der Strukturierung hingegen liegt in der Tatsache, dass man gelegentlich bestimmte Themen nur mühsam findet, weil sie in mehrere Bereiche gehören könnten. Oder bestimmte Aspekte werden in allen Kapiteln gleichermaßen aufgegriffen und wiederholen sich so für den Leser. Insgesamt ist dem GKDM aber anzumerken, dass die Macher sich dieser Gefahr bewusst waren und versucht haben, diese Problematik so weit wie möglich zu minimieren. Positiv hervorzuheben ist, dass zentrale historiographische Begriffe oder Theorien namentlich zugeordnet werden. Oftmals kranken Übersichtswerke daran, dass solche Begriffe und Schlagworte, die besonders für Studierende dringend der Zuordnung bedürfen, ohne Urheberschaft verwendet werden. Der GKDM hingegen benennt die Urheber in der Wissenschaft so gängiger Begriffe wie "gezähmte Bellona" (Ritter) und "Teilidentität der Zielvorstellungen" (Messerschmidt). Überhaupt ist das Werk in seiner gesamten inhaltlichen Ausrichtung bemüht, den Forschungsstand möglichst umfassend und so differenziert wie möglich wiederzugeben, soweit der Raum das zulässt. Selbstverständlich gilt, dass bei jedem Thema ein Fachmann ober der gerafften Darstellung die Stirn runzeln kann - aber es handelt sich um einen Grundkurs, nicht um ein Buchregal von Spezialmonographien. In diesem Rahmen erfüllt der GKDM seine Aufgabe ausgezeichnet. Die optische Aufmachung der Bände verdient besondere Erwähnung. Der GKDM ist bunt. Sehr bunt. Extrem viele Bilder und Fotos, Plakate und Pläne, farbig hinterlegte Exkurskästchen und Worterklärungen, historische Stiche, Diagramme und dergleichen dominieren das Buch deutlich. Gelegentlich fühlt man sich an einen Museumskatalog erinnert, der Text zur Unterstreichung der Exponate liefert und weniger an ein Buch, das Bilder zur Unterstreichung des Textes liefert. Man kann darüber geteilter Meinung sein. Einerseits ist es sehr begrüßenswert, dass das Thema durch diese Materialien aufgelockert wird. Gerade bei der Technik und bei bestimmten kulturhistorischen Aspekten gilt eindeutig, dass ein Bild hier tatsächlich mehr als tausend Worte sagt. Andererseits kann man dem Kurs durchaus den Vorwurf machen, es ein wenig übertrieben zu haben.
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Marine Enzyklopädie Jürgen Gebauer, Egon Krenz Gebundene Ausgabe, 30. November 2007 Verkaufsrang: 382626 Mit mehr als 2.500 Stichworten bietet dieses Nachschlagewerk Wissen aus nahezu zweieinhalb Jahrtausenden. Das Spektrum reicht von der Seekriegsgeschichte bis zur Meereskunde, von Bewaffnung und Taktik bis zur Militärpolitik der Seemächte, von Schiffsklassen bis zum Signal- und Funkwesen, vom Leben an Bord bis zum Brauchtum, von Nautik und Navigation bis zur Segelpraxis.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Einfach Genial ! 5 von 5 Punkten Ich besitze die Auflage von 2003 dieses Buches, dass ich einfach jedem ans Herz legen möchte, der bei dem Thema MARINE (und zwar auf allen Gebieten) mitreden möchte. Auf 463 Seiten sind mehr als 2500 Stichworte erklärt, die von den Anfängen der Seefahrt bis in die Gegenwart reicht und es somit zu einem Schatz von Wissen macht. Es ist reichlich mit Bildern, Zeichnungen und Skizzen versehen, dass wirklich keine Fragen offen bleiben und auch nett zum stöbern macht. Es ist für Technik-, Geschichte- und Marine Interessierte einfach unumgänglich. |
Mittelalterliche Kampfesweisen II. Der Kriegshammer, Schild und Kolben: Kriegshammer, Schild und Kolben. Talhoffers Fechtbuch Anno Domini 1467 André Schulze Gebundene Ausgabe, 30. April 2007 Verkaufsrang: 154215 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit diesem zweiten Band wird die Reihe zu den mittelalterlichen Kampfesweisen fortgesetzt. Im Mittelpunkt des Bandes stehen wiederum die reichen mittelalterlichen Illustrationen aus dem Fechtbuch des Meisters Talhoffer. Wie bereits im ersten Band werden in Experimenten und nachgestellten Fotografien von dem bewährten Autorenduo - André Schulze und Sandra Fortner - die Kampfeskünste am Kriegshammer, mit Schild und Kolben und dem Langen Schwert nachempfunden, wie sie der große mittelalterliche Fechtmeister Hans Talhoffer in seinem legendären Fechtbuch von 1467 schildert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Kampfkunst vom Feinsten 5 von 5 Punkten Mit dem zweiten Band über mittelalterliche Kampfesweisen hat der Philipp von Zabern-Verlag in Mainz sein großes Projekt fortgesetzt, die Kampfkunst dieser Zeit in sechs Bänden, geordnet nach Waffenarten, zu verlegen und sie damit Fachleuten und interessierten Laien in Beiträgen kompetenter Autoren und in einer Fülle noch nie gesehenen Bildmaterials zugänglich zu machen. Daß es für den Autoren und Herausgeber André Schulze um die Verwirklichung eines Traumes geht, spürt man schon beim Aufschlagen des Bandes. Hervorragend die Ausstattung durch den Verlag und ein Layout, das dem Leser ebenso wie dem Betrachter der Abbildungen eine Freude ist. Konnte man im ersten Band über Das lange Schwert noch die eine oder andere photographische Ungeschicklichkeit kritisieren, so einen gelegentlich unruhigen Hintergrund oder auch einmal eine mangelnde Schärfe oder Ausleuchtung, haben Herausgeber und Photographen diesen Mangel im vorliegenden Band behoben. Auch wurde gelegentlich moniert, die Kleidung der Kämpfer sei entweder nicht zeitgemäß oder alternativ eben nicht abstrakt-modern; unabhängig, für wie wichtig man diesen Punkt hält, man hat nunmehr darauf geachtet, die Kostüme der Zeit und den Abbildungen Talhoffers anzugleichen. Eine enorme Bildauswahl und ein bewährtes Glossar runden die technische Ausstattung des Buches aufs Erfreulichste ab. Den Reigen der einzelnen Beiträge eröffnet Dr. Sandra Fortner, ihres Zeichens Archäologin, die mit den Rechtsbräuchen der Epochen und Regionen bestens vertraut ist, wie schon ihr Beitrag im ersten Band zeigte. Das Zusammentragen von Beispielen aus ganz Europa machen das Verständnis der Rechtsverhältnisse, die zum Zweikampf führten, besonders spannend, auch durch die Tatsache, daß die Autorin kenntnisreich, fesselnd und in einem angenehmen Stil zu schreiben weiß. Eine für den Laien überraschende Einsicht ist zum Beispiel die Tatsache, daß zum Ordal auch Knechte, Kaufleute und Bauern zugelassen waren, denen zwar 1152 durch kaiserlichen Erlaß dieses Recht genommen werden sollte, sie es aber trotzdem noch für längere Zeit wahrnahmen. Und weniger überraschend, aber in der Kontroverse immer wieder ein Thema, die Segnung der Waffen, die bis in die neueste Zeit von der Kirche bestritten wurde, seinerzeit aber als Selbstverständlichkeit galt; nur die Verwendung des Schwertes wurde verboten und mit der Exkommunikation bedroht, wohl um den tödlichen Ausgang des Zweikampfes zu verhindern. Der Biographie Talhoffers und der Einordnung der Fechtschulen ist ein weiteres Kapitel gewidmet. Die schon im ersten Band vorgestellten, leider recht spärlichen Kenntnisse um den berühmten Meister stellt Schulze gut verständlich formuliert in seine Zeit, wobei ein paar Betrachtungen ex post gestattet sein mögen. Dieter A. Bachmann fügt für Fachleute und Laien interessante Ausführungen und Differenzierungen zu den Fechtschultraditionen an und stellt die sechs Codices vor, die von Thalhoffer bekannt sind. Die Diskussion über gegenseitige Einflüsse der berühmten Fechtmeister, die Traditionen ihrer Schulen und Beziehungen untereinander runden das interessante Kapitel ab. Großen Raum nimmt das Kapitel über Kleidung, Waffen und Rüstkunde ein, ein Gemeinschaftswerk mehrerer Autoren: André Schulze, Andrea Rottloff, Arno Eckhardt, Marcel Dorfer und Roland Warzecha. Der Leser findet eine reichhaltige Zusammenstellung und Interpretation der zeitgenössischen Kleidung mit besonderem Bezug auf den historischen Kontext, besonders aber auf ihre Verwendung im Kampf. Die Tendenz hin zur italienischen Renaissance ist unübersehbar und war schon damals heftig in der Kritik, zumal kirchlicher Stellen, die entsprechende Auswüchse auch beim Klerus einzudämmen versuchten. Nicht nur diese Entwicklung ist sehr schön in der Abfolge der Talhofferschen Codices von 1443 über 1459 bis 1467 zu beobachten, sondern auch die Steigerung der künstlerischen Qualität der Abbildungen. Spannend werden auch die Bemühungen geschildert, die alte Kampfkleidung aus modernen Materialien nachzuschneidern, ein berechtigter Kritikpunkt an Band 1, der damit gegenstandslos geworden ist. Sehr gut herausgearbeitet ist die Entwicklung der Metallrüstungen, gerade im italienisch-deutschen Kontext, fesselnd die Schilderung der Schwertherstellung von der Stahlgewinnung bis zur Bearbeitung aus der Sicht des Waffenschmiedes. Und wer eine allzu romantische Vorstellung von Rittern, Turnieren und ihrem Kriegshandwerk hatte, wird durch eindrucksvolle Schnittests an Tierkadavern eines besseren belehrt, welche die fürchterlichen Verletzungen dokumentieren, die sich die Kontrahenten im Ernstfall beibrachten. Es folgt die Beschreibung von Stechschild und Axt und eine Übertragung des Jeu de la hache darmes, des Axt-Spiels, aus einer Handschrift der Pariser Nationalbibliothek, ein authentisches Beispiel um den Kampf mit der Axt. Das Kapitel über die Fechthandschrift für den Grafen Eberhard im Bart von Württemberg von André Schulze schließt den Textteil des Buches ab. Leben und Wirken des noch heute im Bewußtsein der Schwaben gegenwärtigen Herrschers werden vorgestellt und die Anwerbung des berühmten Fechtmeisters Talhoffer an den Uracher Hof, der hier seine letzten Spuren hinterließ, dann verlieren sich die Nachrichten über sein Leben; allenfalls hat er noch als Mitbegründer der Fechtergesellschaft der Marxbrüder fungiert. In ansprechenden, wenn auch fiktiven Gedanken nähert sich der Autor der Beziehung zwischen Graf Eberhard und dem Meister. Zuletzt stellt er Hans Talhoffers Fechtbuch aus der Bayerischen Staatsbibliothek (Cod. Icon. 394a) vor und analysiert die Darstellungen der Tafeln, die von ihm und seinen Partnern nachgestellt werden. Dasselbe Ziel verfolgt der zweite Teil des Werkes, der Tafelteil. Er ist, wie schon im ersten Band, auf das Prächtigste rekonstruiert und in jeweiliger Gegenüberstellung von den Autoren in ihren Bewegungsabfolgen dokumentiert. Zusammenfassend haben Herausgeber, Autoren und Verlag den zweiten Band eines Werkes geschaffen, das schon jetzt als Standardwerk über die Fechtkunst des Mittelalters gelten kann und das noch mehr als schon der erste Band mit Information, Detailtreue und, nicht zu vergessen, gerade als Augenschmaus der Freude des interessierten Lesers dient. Auf die Folgebände und das Faksimile des Königseggwalder Codex darf man gespannt sein!
Weitere Lesermeinungen |
Der spanische Bürgerkrieg in Augenzeugenberichten
Broschiert, Mai 1986 Verkaufsrang: 426848
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Spannendes Quellenstudium 4 von 5 Punkten Quellenstudium muß nicht trocken und schwer verständlich sein - das zeigt das Werk "der spanische Bürgerkrieg in Augenzeugenberichten". Anhand chronologisch dargestellter Kurztexte von Zeitgenossen wird die Vorgeschichte dieses für Europa so wichtigen Ereignisses, sein Ausbruch und die auf beiden Seiten verübten Grausamkeiten, die militärische Entwicklung, der Enthusiasmus und die entschlossenheit der spanischen Arbeiter und Bauern sowie der Internationalen Brigaden, die Rolle der ausländischen Mächte (Nazi-Deutschland, der "Westen", die Sowjetunion)sowie die Gründe für das Scheitern der ersten spanischen Demokratie dargestellt. Das Buch liest sich stellenweise wie ein spanender Roman. Obwohl nicht unbeteiligt oder "neutral", ermöglicht der Autor doch dem Leser, sich ein eigenes Urteil zu machen über die damals für Europa so schicksalhaften Ereignisse am Vorabend des zweiten Weltkrieges. Für mich trotz des Erscheinungsdatums immer noch ein Klassiker der Literatur über den Spanischen Bürgerkrieg! |
Die US-Kavallerie 1865-1890: Dienst an der Indianergrenze Antonio Mayoralas Broschiert, 31. Dezember 2006 Verkaufsrang: 96802 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Geschichte der US-Kavallerie und ihres Kampfes gegen die nördlichen Prärieindianer und die südlichen Apachen-Stämme. Lückenlos wird das Leben, die Uniformierung und Ausrüstung sowie Taktik der Indianerkämpfer von 1866 bis 1890 beschrieben. Inklusive einer Beschreibung des Little Bighorn Feldzuges und der Jagd auf Geronimo.
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Kriegsherren der Weltgeschichte: 22 historische Porträts: Historische Portraits Stig Förster, Markus Pöhlmann, Dierk Walter Taschenbuch, 1. Februar 2010 Verkaufsrang: 169608 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Gut lesbar, faktenreich und unterhaltsam.Deutschlandradio
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Militär, Staat und Gesellschaft im 19. Jahrhundert Ralf Pröve Broschiert, 1. März 2006 Verkaufsrang: 474118 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "dichter Überblick über den gegenwärtigen Stand der deutschsprachigen Militärgeschichte, (...) durchweg gelungene Einführung in dieses expandierende Forschungsfeld" Dierk Walter in: Neue Politische Literatur 51/2006 "From first page to last, Pröve merits the gratitude of his German and foreign colleagues alike for this model version of a pocket reference." Dennis E. Ehowalter in: sehepunkte 6/2006
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'Hoka Hey!'. Von Skalps zu Coups: Das Pferd in der Kriegsführung der Plainsindianer Colin F. Taylor Gebundene Ausgabe, Februar 2001 Verkaufsrang: 426330 Studie zum Kulturwandel bei den Plainsindianern Nordamerikas Dieses Buch ist eine der sehr wenigen Dokumentationen über die intertribale Kriegsführung der nordamerikanischen Indianer, nachdem sie in den Besitz von Pferden gelangt waren. Der Wandel von zu Fuß gehenden Kriegern zu Reitern veränderte Ethos und Status des Kriegers. Kriegsbeute und Trophäen änderten sich. Die Rolle der Frauen wandelte sich dramatisch: Wurden sie früher als Lastenträgerinnen benötigt und geraubt, konnten sie jetzt selbst zu Kriegerinnen werden und führten in seltenen Fällen sogar Kriegszüge an. Der weltweit angesehene Plainsindianer-Experte Colin Taylor behandelt die militärischen Systeme seit den "Hunde-Tagen", Ausrüstungen, Waffen, Bekleidung, Kriegstaktik, Pferderaubzüge, Trophäen und Frauen im Krieg. Er endet mit einem Abriß des indianischen Kriegerverhaltens im 20. Jh. und belegt, wie ein prominenter Häuptling der Crow als US-Soldat im 2. Weltkrieg deutsche Pferde erbeutete und Coup zählte. Ergänzt durch über 80 Abb, davon ca. 20 in Farbe. Der Verleger.
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Das Heer des Arminius: Germanische Krieger zu Beginn des 1. nachchristlichen Jahrhunderts Andreas Strassmeir, Andreas Gagelmann Broschiert, Juni 2009 Verkaufsrang: 43419 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hier werden zum erstenmal ausführlich Tracht und Bewaffnung sowie Kampfweise und Organisation der germanischen Verbände beschrieben, die Anfang des 1. Jahrhunderts unter Führung des Cheruskerfürsten Arminius zunächst in römischem Dienst standen, schließlich aber den Kern des erfolgreichen Widerstandes gegen die römische Besatzungsmacht bildeten. Unter Berücksichtigung des derzeitigen archäologischen Forschungsstandes und mit Hilfe römischer Bild- und Schriftquellen werden die Krieger der Cherusker, Brukterer, Marser und weiterer verbündeter Stämme so wirklichkeitsnah wie möglich dargestellt. Inhalt: - Einleitung - Das Römische Reich und die Germanen zu Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. - Die Welt der Germanen - Tracht - Waffen und Schutzwaffen - Taktik und Organisation - Arminius, Anführer der Cherusker - Germanen im Dienste Roms - Die verbündeten Stämme - Die Schlacht im Teutoburger Wald - Die Feldzüge des Germanicus - Glossar Literaturverzeichnis
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Alter Mann und Corned Beef. Die andere Kriegsgefangenschaft in Afrika und Kanada
Gebundene Ausgabe Verkaufsrang: 447869
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ungeschminkte Aufrichtigkeit eines couragierten Zeitzeugen 5 von 5 Punkten Je nach einer jeweils aktuell herrschenden spirituellen Gesellschaftsverfassung werden literarische Werke unterschiedlich aufgenommen und verstanden.- Dass vor dem Hintergrund einer heute vorherrschenden materiellen Konsumhaltung und einer 'Hier-komm-ICH'-Mentalität in unserer Kultur Werte wie Mitmenschlichkeit, fürsorgliches Verständnis und Demut gegenüber unserem allseitigen (menschlichen sowie zivilisatorischen) Schicksal zusehends selten befolgte Orientierung und somit "knappe Güter" sind, zeigt die Abhandlung dieses einfühlsam geschriebenen Buchs insofern besonders kontrastreich auf. Der Leser wird über die authentische Schilderung des eigenen Lebens eines Zeitzeugen vor die Kulisse der Vorkriegs- und Kriegszeit sowie der erlebten Kriegsgefangenenzeit über Umwege schliesslich in Kanada geführt. Hier werden die sehr menschlichen, alltäglichen Begleitumstände der jeweiligen Stationen respektive der unterschiedlichen Aspekte vor auch dem Hintergrund der geschichtlichen Ereignisse aus nächster Nähe geschildert. Dabei erscheint die unbefangene und dankenswerterweise wertfreie Schilderung als stilistische Bereicherung für den Leser, sich ein eigenes Urteil bilden zu können. Damit wird diese Zusammenfassung zu einem Dokument von untadeligem Wert. Als Leser erfüllt mich die Lektüre dieser Abhandlung mit grosser Dankbarkeit gegenüber dem Autor, sich die Mühe gemacht zu haben, seine doch sehr persönlichen Momente einem erweiterten Publikum zugänglich zu machen. Da es für mich auch Beleg und Lichtblick ist, dass es in dieser betreffenden Zeit nicht nur die zuweilen mit ausschliesslich dunklen, menschlichen Schreckensbildern assoziierte bzw. dokumentierte Zeit des Menschlichen Daseins beschreibt. Sondern auch beispielhaft herausstellt, dass (zwischen-) menschliche Güte in Momenten grösster Widrigkeiten selbst schwierigste Situationen zu meistern hilft. Mein herzlicher Dank gilt insofern dem Autor persönlich.
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Seelower Höhen 1945
Broschiert, Juni 2000 Verkaufsrang: 375817
| Zerstörer Z 34. Ein Kriegstagebuch vom Alltag des Seekrieges 1943 bis 1945 Rolf Güth Gebundene Ausgabe, November 1996 Verkaufsrang: 375912
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S.M.S. Emden. (1909 bis 1914). Schicksal eines Kleinen Kreuzers Peter Günter Huff Gebundene Ausgabe, 1994 Verkaufsrang: 405752
| Kampfgeschwader 51 Edelweiß. Eine Chronik aus Dokumenten und Berichten 1937/1945 Wolfgang Dierich Taschenbuch, Oktober 1995 Verkaufsrang: 444675
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Scharfschützen-Schiesstechnik: Schiessausbildung der Scharfschützen Siegfried F Hübner Nicht gebunden, 1999 Verkaufsrang: 381291
| Der zweite Manassas-Feldzug Michael Solka Gebundene Ausgabe, 1992 Verkaufsrang: 431185
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Sanitätswesen im Zweiten Weltkrieg Guth Broschiert, 1990 Verkaufsrang: 452653
| Schlachtfeld Atlantik. Der deutsch-britische Seekrieg 1939 - 1945 Dan Van der Vat Broschiert, April 1996 Verkaufsrang: 452679
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