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Bushido Biografie - BushidoBushido Biografie
Bushido, Lars Amend

Gebundene Ausgabe, 8. September 2008
     Verkaufsrang: 10      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Edles Profil, abgelichtet in stilvollen Schwarz-und Grautönen. Ausgezehrtes, stoppelbärtiges Boxergesicht. Der Blick nach innen gerichtet, in sich ruhend. Und doch brandgefährlich. Jederzeitige Ausbruchsgefahr möglich. Darunter der Namenszug in fettestem Gold. Die prollige Seite. Suggeriert wird: „Ich habs gepackt, ihr Opfer!“ Ein Lieblingsausdruck für all jene, die es in ihrem Leben nicht an die Spitze geschafft haben. Und so lernen wir recht bald: „Auch wenn in Afrika Menschen verhungern, baumeln Brillanten für 230.000 Euro an meinem Handgelenk“. Der Klappentext bellt dazu unmissverständlich: „Wer die Wahrheit nicht verträgt, soll mir nicht meine Zeit stehlen“. Ziehen wir uns also warm an, wenn Bushido, Deutschlands Rapper No. 1, mit seiner Version der Wahrheit über uns kommt!

Am allerwenigsten, so der zunehmende Leseeindruck, wird man in diesem Lebensbericht eines Musikers mit Musik behelligt. Fast scheint es, als würde der Deutsch-Tunesier Anis Ferchichi zusehends zu einer Art One-Man-Freakshow der krassen Tabubrüche verkommen. Und der Boulevard bedient sich scheinheilig und hemmungslos. Talkmaster vergießen seinetwegen literweise Angstschweiß, nicht ohne nach der Quote zu schielen. Sprengt er nun ihre Sendung mit seinen ständigen F…Wörtern, den abseitigen Gewaltfantasien, krassen Schwulen- und Frauenbildern, die eine Alice Schwarzer in den Suizid treiben könnten? Seit Wochen schon verkündigt BILD das Erscheinen des Buches und seiner heißen Themen wie die Niederkunft eines dunklen Messias. Was ist mit dem verhassten Vater? Wie lief das mit der Mafia? Und dem Puff? Keine Sorge, Bushido liebt die „klare Ansage“. Hier kriegt jeder sein Fett weg.

Lauschen wir also dem, der als Erster „diesen asozialen Gangster-Lifestyle an eine breite Öffentlichkeit herangetragen hat“. Bereits die ersten Lebensstationen schienen dafür zu prädestinieren. Zwei prügelnde Väter, die je ein Kind hinterließen und sich dann verdrückten (das Wiedersehen mit dem krebskranken tunesischen Vater war in letzter Zeit ja regelrecht Gegenstand nationalen Interesses). Die über alles geliebte Mama, die große Lebensmeisterin. Bushidos jüngerer Halbbruder, für den er Vaterersatz war. Frühe Karrierestationen als Ladendieb und Drugdealer. Gangsterauftrieb am heimischen Herd. Jugendgericht. Was moderne Soziologen als „Prekariat“ identifizieren würden, gilt in Bushidos Wertewelt als prägende, starkmachende Erfahrung fürs Leben. Auffällig, wie große Gefühle regelrecht weggebissen werden. Tritt die junge Selina in Bushidos Leben, wird diese erste große Liebe als eher verstörende Empfindung wahrgenommen. Nachdem Selina ihn verlassen hat (eine erste schlimme Erfahrung), beginnt der große Rachefeldzug am weiblichen Geschlecht.

Ein merkwürdiges Buch, ein merkwürdiger Mensch. So anziehend wie abstoßend. Mal spielt Bushido den urbanen Robin Hood, dann wieder tritt er als talibanhafter Erzreaktionär auf, unfähig zu Toleranz und differenzierteren Sichtweisen. Oder sehen wir uns einem Schlitzohr ausgesetzt, das die Medienklaviatur einfach perfekt beherrscht? Einem düster rappenden Joker, der uns Opfern genüsslich und gnadenlos seine 6.000 EURO teure Breitling-Uhr unter die Nase reibt. -Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Tolles Buch      5 von 5 Punkten
Ja, ich kann die postiven Rezensionen nur unterstützen.
+ umgangssprachlich
+ fesselnd
+ einmalig
+ Qualität

- nichts


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Fleisch ist mein Gemüse: Eine Landjugend mit Musik - Heinz StrunkFleisch ist mein Gemüse: Eine Landjugend mit Musik
Heinz Strunk

Taschenbuch, Oktober 2004
     Verkaufsrang: 464      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Wer beispielsweise über Populärmusik aus Vittula gelacht hat, dem kann auch Fleisch ist mein Gemüse wärmstens empfohlen werden: traurige Jugend in den 80ern, pubertäre Sexualnöte, schaurige Provinzgestalten und trotz allem der Traum von einer Musikerkarriere. Nur ist Fleisch ist mein Gemüse doch noch etwas härtere Kost. Weil erstens offenbar alles selbst erlebt ist. Und zweitens die Pubertät mit ihren Qualen überhaupt nicht enden will. Denn Heinz ist schon 23, hat immer noch schwere Akne, wohnt bei Muttern und „schraubt“ in seinem Heimstudio im Keller Playbacks zusammen, auf dem Weg zum Hitproduzenten. Und sein Erfolg bei Frauen rangiert auf einer Skala von 1 bis 10 eher im Minusbereich. Der Alltag ist geprägt vom Daddeln an Spielautomaten, exzessiver Selbstbefriedigung und Musikunterricht, bei dem Heinz seine Schüler mit Fragen nach der „enharmonischen Verwechslung von ges“ quält. Doch auch als der talentierte Hobby-Saxophonist einen Job bei der Tanzband „Tiffanys“ bekommt, ist das keineswegs die Wende zum Besseren. Statt „Sex, Drugs and Rock'n'Roll“ und willigen Groupies bedeutet das nächtelange Auftritte bei Hochzeiten, Dorfjugendveranstaltungen und Schützenfesten in Garlstorf oder Moorwerder: eine „drittklassige Rumpelband“ in erbarmungswürdig schlecht sitzenden Sakkos und mit einem grauenerregenden Repertoire von G.G. Anderson bis zur „Schützenliesel“. Ein Millionenpublikum brachte Heinz Strunk zum erstenmal bei seinen Gastauftritten in der SAT1-Wochenshow zum Lachen, mit seinen genial verhaspelten Beiträgen des „offenen Kanal Hamburg-Harburg“. Eigentlich heißt er Mathias Halfpape, trat zwischendurch auch als Jürgen Dose auf und verdutzte zuletzt die VIVA-Zuschauer mit seinem „Fleischmann TV“. Und mit seiner CD Einz -- absurde Songs und Minihörspiele -- muss man ihn zweifellos mit Helge Schneider vergleichen. Schräg ist Fleisch ist mein Gemüse auch, und sehr lustig, zugleich aber todtraurig. Dass seine Geschichte diese Balance zu halten vermag, ist vielleicht das Bemerkenswerteste an Heinz Strunks Buch. Und natürlich, dass eine fürchterliche „Landjugend mit Musik“ zumindest zum perfekten Stoff für ein tragikomisches Lesevergnügen taugt. --Christian Stahl

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 132 Bewertungen)

Ein Kultbuch      5 von 5 Punkten
Will man nicht ins ziemlich einhellige Triumpfgeheul der Vor-Rezensenten einstimmen, bleibt einem zu diesem Buch wirklich ausgesprochen wenig zu sagen.
Heinzers schrullige Band auf ihrer Tour durch die nord-niedersächsische Ödnis zu bgleiten, ist schonmal ein äußerst lustiges Unterfangen. Zudem gelingt es Strunk vortrefflich, die traurigen Atmosphären rund um die jeweiligen Auftritte zu zeichnen - so plastisch, dass einem beim Lesen der Duft von altem Parkett und zu viel Bratfett um die Nase wabert.
Strong Buy!


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Das Ding  Kultliederbuch - Andreas LutzDas Ding Kultliederbuch
Andreas Lutz, Bernhard Bitzel

Taschenbuch, April 2000
     Verkaufsrang: 675      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 21,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das kultige Liederbuch wirkt mit seiner Spiralbindung und dem einfarbigen, olivgrünen Einband wie eine Produktion aus dem Selbstverlag einer studentischen Fachschaft oder einer Schülermitverwaltung. Tatsächlich bestätigen die Herausgeber, dass Jugendliche den Inhalt des über 400-seitigen Buches bestimmt haben, deren Vorschläge auf diversen Jugendfreizeiten gesammelt wurden.

In der Praxis zeigt sich auch, dass Das Ding gegenüber ähnlich gemachten Songbüchern einen gewaltigen Vorsprung hat -- es enthält nämlich nicht nur die üblichen Volks- und Wanderlieder in der Art von "Hoch auf dem gelben Wagen" (welches zwar auch enthalten ist), sondern es ist ungleich moderner. Ohne auf stilistische Einheitlichkeit zu achten, ist einfach von allem etwas dabei: Von Rocksongs, die sich besonders gut auf der akustischen Gitarre machen, wie Bruce Springsteens "The Ghost Of Tom Joad" oder Alanis Morissettes "Hand In My Pocket" bis zu solchen Rocknummern, die sich auf der Lagerfeuergitarre eher albern anhören, wie Stiltskins "Inside" oder "Black Hole Sun" von Soundgarden. Popsongs wie Whitney Houstons "I Will Always Love You" (na, wer traut sich, das zur Klampfe zu singen?) bis zu "Eternal Flame" von den Bangles. Jede Menge Schlager, bei denen "Aber bitte mit Sahne" genauso wenig fehlt wie "You're My Heart, You're My Soul" oder "Ein Bett im Kornfeld". Falls jemandem danach ist, kann er seine Zuhörerschaft sogar mit "Guildo hat euch lieb" oder "Maschendrahtzaun" quälen.

Manche der Songs stellen an den/die Gitarristen/in durchaus höhere Anforderungen, wobei die ausführliche Grifftabelle am Ende des Buches ein wenig Abhilfe schafft. Einen Nachteil hat das Songbuch leider: da weder die Taktanzahl noch das Schlagmuster für die Songs angegeben sind und auch die Melodie nicht abgedruckt ist (Notenkenntnisse sind überhaupt nicht erforderlich, Tabulatur reicht völlig aus), kann man keine neuen Songs damit lernen. Ansonsten aber eine wahre Fundgrube und absolut tauglich für jedes Lagerfeuer! --Albrecht Volk

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 43 Bewertungen)

Besser kann man kein Liederbuch machen!      5 von 5 Punkten
Unglaublich wie viele Lieder in diesem Buch sind. Auch längst vergessene kann man hier drin wieder neu entdecken! Ich war völlig fasziniert! Auch schön für Anfänger ist, dass die Lieder relativ einfach gehalten wurden sind... Die meisten Akkorde sind auch als Anfänger zu bewältigen!! Wer das F nicht draufhat kann trotzdem noch einige Lieder finden... Für dieses Buch lohnt sich jeder Cent!! Also, wer auf der Suche nach einem guten Songbook ist, um mal am Lagerfeuer oder im Freundeskreis ein bisschen spielen und singen möchte, der ist mit diesem Buch bestens versorgt!!
Das tollste: Es gibt eine Fortzetzung Das Ding 2 :-)


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Lemmy - White Line Fever: Die Autobiographie - Janiss GarzaLemmy - White Line Fever: Die Autobiographie
Janiss Garza, Klaas Ilse

Broschiert, Dezember 2006
     Verkaufsrang: 1181      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Ein Leben voller Exzesse: Die Memoiren des Sängers der härtesten Rockband der Welt
Heilig ist bei Ian Fraser Kilmister, in der Welt bekannt unter dem Namen Lemmy, nur der Geburtstag: der 24.12.1945. Ansonsten hat der Mann mit dem prägnanten Backenbart im Laufe seiner über 40-jährigen Musikerkarriere nichts ausgelassen - rein medizinisch gesehen, müsste er längst tot sein. Bevor er 1975 die bis heute wegweisende Band Motörhead gründete, arbeitete er für Jimi Hendrix und spielte bei der Space-Rock-Legende Hawkwind. Heute ist Lemmy einer der letzten echten Rockstars, der in "White Line Fever" aus einem Leben voller Exzesse erzählt.


Natürlich bedient sich Lemmy einer einfachen Sprache, gerade heraus, Rock n Roll - aber die Auszüge, die ich aus dem Original kenne, schlagen diese Version um Längen. Dies auch schon der größte Schwachpunkt des Buches.

Ansonsten erfährt man alles zum Werdegang Mr. Kilmisters von seiner Schulzeit, über erste musikalische Versuche, Mitgliedschaft in obskuren Bands bis zum Aufstieg in den untergrund-Olymp mit Hawkwind und Motörhead, Wohnen in besetzten Häusern - später in L.A. Es gibt vielerlei Geschimpfe über Produzenten und Manager, endlose Aufzählungen von Betthäschen und Drogen, Geschichten über die Band und die Crew, Häppchen aus der Straßenphilosophie von The Lem - teils naiv, teils hoch intelligent, aber stets menschlich.
Nachteil: Je näher der Verlauf der Geschichte an die Gegenwart rückt, umso kürzer fasst sich unser Held - die Zeit seit 1992 (also fast die zweite Hälfte der Existenz von Motörhead) nimmt lediglich die letzten 50 Seiten in Anspruch - ein Zeichen, dass Lemmy doch schön langsam alt wird?

Nett und hilfreich ist die Diskögrafie am Buchende, wo die offiziellen Alben mit Playlist aufgeführt sind, die Liste ist lobenswerterweise am Stand von 2006 (Das Buch wurde 2002 verfasst.)

Auch wenn ich ihm nie verzeihen werde, dass er 'aus gesundheitlichen Gründen' vor 7 Jahren ein Konzert platzen ließ, für das ich Karten ergattern konnte (mein Beitrag zu seiner Bio - er schreibt, er hatte auf dem Weg von Polen nach Österreich einen Zusammenbruch, 'aber es war das Ende der Tour, also war es schon egal' - grr), gibts noch 4 Punkte für dieses Stück geschriebener Unterhaltung, auch wenn ich mir eher das englische Pendant krallen würde.



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

sehr unterhaltsam      5 von 5 Punkten
Mal eins vorweg: Dass einige von Euch 1-2 Sterne weniger verteilen, weil dieses Buch stilistisch nicht unbedingt zur Hochliteratur zählt finde ich ziemlich beschämend. Was erwartet Ihr denn? Wäre Euch Franz Kafka als Co-Autor denn lieber gewesen? Meiner Meinung nach ist dieses Buch, gerade wegen der einfachen Erzählweise, sehr unterhaltsam und leicht verdaulich geschrieben. Es gibt keine unnötigen Verschachtelungen und pseudointellektuelle Wortspielchen, die lustig erscheinen sollen. Alles schön geradeaus und direkt. Lemmy nimmt kein Blatt vor den Mund... verteilt und steckt auch selbst ein. Klar wurden einige Sachen verschwiegen ( z.B. der Tod von Wendy O. Williams )und manchmal wird er auch etwas dick aufgetragen haben, mit seinen ganzen Weibergeschichten, aber was solls?! Interessant sind die Stellen an denen er ne halbe Seite vom Thema abkommt, dann aber wieder auf elegante Weise dort weitermacht wo er aufgehört hat. Das Buch hätte ruhig noch doppelt soviele Seiten haben können.....


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Der einarmige Pianist. Über Musik und das Gehirn - Oliver SacksDer einarmige Pianist. Über Musik und das Gehirn
Oliver Sacks

Gebundene Ausgabe, 2. Juni 2008
     Verkaufsrang: 763      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Oliver Sacks ist berühmt für seine brillanten
Geschichten, die uns tief in die Welt des menschlichen
Geistes und Gehirns führen und unser Verständnis des
menschlichen Wesens erweitert haben und dies mit
seiner einzigartigen Mischung aus empathischer
Erzählkunst, wissenschaftlicher Gelehrsamkeit und
dem Blick für das Kuriose.
In seinem neuesten Buch erzählt Sacks von Menschen,
die nach einer Hirnverletzung ihre Musikalität verlieren,
und von anderen, die durch eine solche Verletzung
erst Musikalität entwickeln, ja von Musik geradezu
besessen sind.
Sacks erweist sich wieder als Meister der Menschenbeschreibung
und entdeckt an scheinbaren Defekten
die besonderen Qualitäten der Menschen wie beim
einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein, für den die
großen Komponisten Benjamin Britten, Paul
Hindemith, Richard Strauss und Maurice Ravel eigens
Stücke für die linke Hand schrieben.
Musik, so zeigt Sacks, hat die einzigartige Kraft, das
Gehirn in ganz bemerkenswerter und komplexer
Weise zu verändern, und wir Menschen sind eine
musikalische Spezies nicht nur eine sprachliche.
Musik zieht uns unwiderstehlich in ihren Bann.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

"Papa schnäuzt sich in G-DUR"      5 von 5 Punkten
- Oliver Sacks berichtet über die ganz besondere Wirkung von Musik und was sie mit unserem Gehirn anstellt -

"Stellen Sie sich vor, Sie gehen auf den Wochenmarkt und bemerken, dass die Bananen infolge einer vorübergehenden Störung Ihrer visuellen Verarbeitung alle orangefarben, der Kopfsalat gelb und die Äpfel lila aussehen.", schreibt der gebürtige Londoner und heute in New York lebende Neurologe und Schriftsteller in seinem Buch. Mit orangefarbenen Bananen könnte man sich wohl noch anfreunden, den gelben Salat würde man als welk abtun, aber lila Äpfel, das geht überhaupt nicht (reicht es doch schon, wenn man seinen Kindern das Nichtvorhandensein von lila Kühen in freier Natur erklären muss ;-).
Derartige Farbverwirrungen würde Ihnen also mehr als ungewöhnlich vorkommen, Sie gar erschrecken und einen Schauer des Missbehagens erzeugen. Warum erwähnt Oliver Sacks diese optischen Disharmonien? Er wählt den Vergleich, um dem Leser das Missempfinden von Menschen mit absolutem Gehör beim Hören eines vertrauten Musikstücks in einer falschen Tonart zu vermitteln. Absolutes Gehör? "Menschen mit absolutem Gehör können augenblicklich angeben, was für einen Ton sie hören. Dazu müssen Sie weder überlegen noch einen äußeren Vergleichsmaßstab heranziehen.", so der Autor. Beneidenswert, möchte man meinen. Doch in unserer mitunter lauten und "misstönenden" Welt scheint diese Gabe nicht immer von Vorteil zu sein.

Dieser besonderen Anlage ist eines von 29 Kapiteln in Oliver Sacks neuestem Werk gewidmet. Der Mediziner und Autor, der bereits einige publizistische Treffer landen konnte, nimmt den Leser auf eine überaus spannende und interessante Reise durch die neurologischen "Besonderheiten" unseres Gehirns mit. Töne, Klangfarben, melodische Figuren, Harmonien und Rhythmus - zusammengefasst unter dem einheitlichen Begriff Musik - bilden dabei den roten Faden.

Aus welchem Grund übt auf uns gerade Musik, egal ob wir nun besonders musikalisch sind oder jeden Ton schief singen, so eine große Macht aus? Weshalb kann sie uns derart beeinflussen, uns beruhigen, beleben, trösten, erregen, uns organisieren oder synchronisieren? Vor allem jedoch, warum hat sie solch großen therapeutischen Wert bei Patienten mit den verschiedensten neurologischen Befunden?

Sacks schreibt über Hirnwürmer und musikalische Halluzinationen. Er berichtet von Anfallsleidenden, Tourette-Patienten, Savants, Blinden, Amusischen und Alzheimer- oder Demenzkranken, die durch Musik bzw. eine gezielte Musiktherapie aus ihrer Apathie "aufgeweckt" wurden: zur Wachheit, wenn sie lethargisch waren, zu normalen Bewegungen, wenn sie erstarrt waren. Oder die seltene angeborene Erkrankung namens Williams-Syndrom, in der die betroffenen Menschen geistig völlig zurückgeblieben sind, aber eine außergewöhnliche musikalische Begabung offenbaren, in der sie mühelose jedes Musikstück bereits nach dem ersten Hören wiedergeben können.
Der 75-Jährige erzählt von Menschen, die nach einer Hirnverletzung ihre Musikalität verlieren und von anderen, die durch eine solche Verletzung erst Musikalität entwickeln.
Sacks ist sich sicher, dass neben dem Defekt auch fast immer ein Gewinn existiert, zumindest die Chance auf einen Gewinn.

Faszinierend, erhellend und ergreifend sind Oliver Sacks Fallbeispiele aus über vierzig Jahren Praxistätigkeit, die er überaus unterhaltsam darzubieten versteht, denn es gelingt ihm großartig, Literatur und Wissenschaft unter einen Hut zu bringen: er würzt seine detaillierten, von großem Fach- und Allgemeinwissen zeugenden "Geschichten" mit Sensibilität, Einfühlungsvermögen sowie seiner ausgezeichneten Beobachtungsgabe - eine wunderbar ganzheitliche Herangehensweise, die auch ihn selbst als Untersuchungsobjekt nicht ausschließt. Außerdem schwingt in jedem Kapitel seine eigene große Liebe zur Musik mit.

All dies macht dieses Buch - trotz gelegentlichen Einstreuens von Fachtermini und vielen tiefer erläuternden wissenschaftlichen Erklärungen, die jedoch mittels Fußnoten an den unteren Buchrand verbannt werden - locker und leicht zu lesen. Ein ausführliches Literaturverzeichnis im Anhang ergänzt den durchweg positiven Eindruck des Sachbuches, welches durch Hainer Kober flüssig und leger ins Deutsche übertragen wurde.

Fazit:
Einfühlsam, sensibel und klug schildert der 74-jährige Neurologe die geheimnisvollen Wechselwirkungen zwischen dem menschlichen Gehirn und dem manchmal krankmachenden, aber vor allem heilenden Einfluss der Musik anhand von verschiedenen Fallstudien aus seiner langjährigen Praxis.
Daher zeigen seine Geschichten vor allem, dass eigentlich noch viel mehr wissenschaftliche Aufmerksamkeit erforderlich ist. Denn die neurologische Untersuchung von Musik kann sich als grundlegend für das Verständnis und die Heilung des Gehirns als Ganzes erweisen.


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Das Ding 2 - Andreas LutzDas Ding 2
Andreas Lutz, Bernhard Bitzel

Broschiert, März 2005
     Verkaufsrang: 2009      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 21,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Unglaublich aber wahr. Das Ding hat Nachwuchs bekommen namens: Das Ding 2. Das wohl erfolgreichste Kultliederbuch im Taschenformat, Ringgebunden und voll mit ueber 400 Titel. Ein weiteres Werk das auf keiner Party, Lagerfeuer, in der Huette oder im Zeltlager fehlen darf. Über 400 Songs, u.a. von:
Herbert Grönemeyer, Phil Collins, The Beatles, Limp Bizkit, Eagels, ABBA, Toto, Blues Brothers, Jimmy Hendrix, Cat Stevens, Bob Dylan, Elvis Presley, Eros Ramazzotti, Oasis, Bon Jovi, Santana, Queen, Deep Purple, U2, STS, Seal, Simon & Garfunkel, Simple Minds, The Rasmus, Tina Turner, Smokie, Echt, The Doors, Roy Orbison, Sting, The Who, Wolfgang Petry, Dire Straits, Stevie Wonder, Janis Joplin, Lionel Richie, Beach Boys, Robbie Williams, Billy Joel, Elton John, Falco, R. Kelly, Bananafishbones, Celine Dion, Bangels, Nena, Bryan Adams, Westernhagen, Sasha, Chris de Burgh, Udo Lindenberg, Boston, Genesis, Boney M., Green Day, Anastasia, Eurythmics, Reamonn, Dido, Billy Joel, Metallica, Donocan, Pur, Tom Jones, Aphaville, America, Bloodhound Gang, Aerosmith, Höhner, Bob Marley, AC/DC, The Cure, Lenny Kravitz u.v.m.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

einfach super für anfänger und liedersuchende!!!      5 von 5 Punkten
ich hab sehr lange nach einem passenden liederbuch mit entsprechenden akkorden gesucht und da ich erst angefangen habe mit dem gitarre spielen, bin ich sehr froh dieses buch gefunden zu haben. es beinhaltet einfach sehr viele bekannte lieder aus allen möglichen genren. es ist also für garantiert jeden etwas dabei! durch die bekannten lieder macht das üben noch mehr spaß :)
was ich mir jedoch noch wünschen würde, wäre eventuell eine CD, auf der alle lieder kurz angespielt werden, um auch unbekannte lieder üben zu können bzw. vergessene melodien wieder in erinnerung zu rufen.
alles in allem ist es sehr gut für anfänger geeignet, zumal im anhang griffe erklärt werden und diese leicht anzueignen sind.


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Liebesbriefe großer Männer: Ewig dein, ewig mein, ewig uns - Katharina MaierLiebesbriefe großer Männer: Ewig dein, ewig mein, ewig uns
Katharina Maier, Sabine Anders

Gebundene Ausgabe, 15. August 2008
     Verkaufsrang: 2694      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Liebesbriefe handeln von Glück, Sehnsucht, Traurigkeit oder Abschied. Doch alle sind stete Versuche, die drei Worte "Ich liebe dich" so auszudrücken, dass der andere die Verzückung dieses großen Gefühls spüren und glauben kann. Auch berühmte Männer der Weltgeschichte, wie zum Beispiel Beethoven, Goethe, Napoleon, Lord Byron und Kafka stellten sich der Herausforderung, die Liebe in Worte zu fassen und die Herzen ihrer Angebeteten zu erobern. In dem vorliegenden Buch sind die schönsten Liebesbriefe großer Männer gesammelt, und erzählen Geschichten von Glück und Unglück, vom Ver- bis zum Entlieben, von Eifersucht, Schwärmerei, Verzweiflung und Euphorie - und von der ewigen Liebe. Herzergüsse finden sich genauso wie kleine Alltäglichkeiten; die Briefe sind so unterschiedlich wie die Männer hinter den Worten. Sie zelebrieren die Liebe in all ihren Schattierungen, loten ihre Höhen und Tiefen aus, dokumentieren ihr Scheitern oder beweisen, dass ein Happy End möglich sein kann.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Großes Thema      5 von 5 Punkten
Sind Liebesbriefe von großen Männern unerhört? Ist ihre Liebe einzigartig, wie ihre Werke? Werden sie durch die Liebe in ihrer Wortgewalt eingeschränkt, wie andere Männer dies gewöhnlich erleben?
Oder geht es in Wahrheit um den Unterschied zu Liebesbriefen großer Frauen? Frauen ganz allgemein sagt man eine größere Lust nach, mehr zu schreiben, grundsätzlich und in Briefen im Besonderen. Liegt die Würze in der Kürze?
Als Leser wird man zu Beginn einige dieser Fragen im Kopf haben und nicht nur zwischen den Zeilen findet man interessante Antworten darauf.
Die Liebe als Thema ist in Büchern und Filmen klassisch, wenn nicht allgegenwärtig, von der Bibel bis zu "Sex and the City", da bedarf es schon einiger inhaltlicher und kategorischer Konkretisierungen, wenn man im Titel so ausdrücklich darauf zu sprechen kommt.
Die Herausgeber liefern diese, indem sie anderweitig auf das bewährte Mittel der Vielfalt zurückgreifen: die "großen Männer" stammen aus der Zeit zwischen dem ersten und dem zwanzigsten Jahrhundert und ihre Empfänger gehören -entsprechend- den verschiedensten Epochen, Nationen, Gesellschaftsschichten, Bildungsschichten und auch beiden Geschlechtern an. Dem großen Thema werden somit umfangreiche Abwandlungen entgegengesetzt. Das chronologisch angelegte Inhaltsverzeichnis ermöglicht ein unbeschwertes Vorgehen bei der Auswahl der einzelnen Briefe. Für ein paar angeregte Leseabende reicht das jederzeit. Meine Empfehlung!


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Garantiert E-Gitarre lernen, m. 2 Audio-CD - Bernd BrümmerGarantiert E-Gitarre lernen, m. 2 Audio-CD
Bernd Brümmer

Taschenbuch, August 2004
     Verkaufsrang: 875      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 23,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)

Als Grundlage einfach super      5 von 5 Punkten
Wenn man bedenkt, dass dieses Buch tatsächlich füt blutige Anfänger gestrickt ist, finde ich einige Bewertungen hier irreführend negativ. Wenn ich tatsächlich zum ersten Mal eine E-Gitarre in die Hand nehme und keine Ahnung von Noten etc. habe, benötige ich keine Informationen über die Einstellungsmöglichkeiten an meiner Gitarre oder dem Verstärker bzw. vertieftes Noten- oder Harmoniewissen. Wenn man gleich beim ersten Anschlag des Plektrums den Sound von Rammstein genereieren will, ist zum einen dieses Buch nicht geeignet (aber auch kein anderes) und zum anderen das Vorhaben autodidaktisch Gitarrespielen lernen sowieso zum scheitern verurteilt.
Dieses Buch vermittelt dem Anfänger wie er aus seinem Instrument harmonische Töne "hervorzaubert". Mehr kann Bernd Brümmers Anspruch auch nicht sein ! Denn einen Gitarren-Virtuosen wie Lukather kann man mit zwei CD's und 130 Seiten nicht generieren.
Es wird an dem Buch zu oft kritisiert, dass Grundlegendes fehlt und nur Wert auf das Auswendig-Lernen gelegt wird.
Wer mal in einer durchschnittlichen deutschen Musikschule Gitarren-Unterricht genommen hat (so wie ich vor über 20 Jahren), wird festgestellt haben, dass genau dieses Grundlagenwissen im Überfluss den Spaß am Instrument verdirbt.
Wer also dieses Buch zur Hand nimmt und ab und zu mal Bernd Brümmers Internet-Forum besucht, wird mit Sicherheit sehr schnell einigen Spaß am Gitarrespielen finden.
Wer dann - ggf. auch paralell - etwas Interesse an den Grundlagen der Musik entwickelt, sollte sich mit weiterführender Literatur (z.B. die Fit for Guitar-Serie von Michael Morenga) beschäftigen.
Auch darf man von Gegl nicht erwarten, dass man danach ein fertiger Band-Gitarrist ist. Im Anschluss muss man das Erlernte mit weiteren Büchern (z.B. der Blues you can use-Reihe oder Brümmers Einfach E-Gitarre spielen) vertiefen.
Zusammenfassend ist dieses Buch für mich der ideale Einstieg und eine motivierende Grundlage mit Freude ein Instrument zu erlernen, dessen Faszination mir 25 Jahre fast ein Mysterium blieb. Bei aller Kritik muss man nämlich auch bedenken, dass ein Buch für die Allgemeinheit nicht auf Bedürfnisse Einzelner eingehen kann. Wer diese Anforderungen an das Erlernen des E-Gitarren-Spiels stellt, benötigt einen Privatlehrer und keine Literatur zum autodidaktischen Erlernen.

Wirklich nur für Einsteiger      3 von 5 Punkten
Bei der heutigen Menge an Lehrbüchern für Gitarre muss man schon lange suchen, bis man das richtige gefunden hat, zumal, wenn man Umsteiger von Folkgitarre auf E-Gitarre ist bzw. beides machen möchte. Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist nur für absolute Beginner. Für diese Leser ist es zu empfehlen, wenn auch überflüssige Seiten vorhanden sind. Zum Beispiel Inhaltsverzeichnisse neun Seiten mit übergroßen Bildern, zwei Kreuzworträtsel (wozu?). Und da man sich als Neueinsteiger über Technik im Internet informieren kann, könnte man sich die Technikseiten auch sparen. Der Einsteiger will das Spielen lernen. Lauter verschenkte Seiten. Wenn man sich, wie ich, noch ab und zu die alten DM-Preise vor Augen führt, ist der Verkaufspreis in etwa der 50-DM-Grenze für die paar Seiten ziemlich deftig. Aber wie gesagt, für Einsteiger kein schlechtes Buch.
Jörg Wernicke, Berlin

No-nonsense Lehrgang      5 von 5 Punkten
Ich habe zwar als Kind ein paar Jahre Geige gespielt (mit Notenlesen), aber was die E-Gitarre angeht, bin ich blutiger Anfänger. Dieses Lehr- und Uebungsbuch führt den Anfänger Schritt für Schritt in die Praxis des E-Gitarrenspiels. Es ist didaktisch hervorragend strukturiert, wirklich kleine und sinnvolle Schritte ergeben bei fleissigem Ueben eine sehr solide Basis. Von Anfang an wird auf das Rhythmusgefühl und die richtige rhythmische Ausführung enormes Gewicht gelegt (Metronom, Mitzählen). Im ersten Kapitel geht es schon um das richtige Greifen von einzelnen Tönen inklusive Dämpfen für Viertel- und Achtelpausen. Das allein zeigt die solide Ausrichtung von Anfang an. Als Motivationsschub dient in jedem Kapitel eine sogenannte "Spielwiese", in der ein Stück eines bestimmten Musikstils mit einer ganzen Band eingeübt wird. Die Leadgitarre (Melodie) und die Rhythmusgitarre werden manchmal separat geübt und können ab CD mit der ganzen Musik gespielt werden. Dabei wird Wert gelegt auf diejenigen Techniken, die im entsprechenden Kapitel geübt wurden. Falls man schon früher als im Buch vorgegeben zB Akkorde lernen will, kann man das parallel ohne weiteres tun, ohne den Lernprozess zu verwirren, indem man in einem hinteren Kapitel übt. Das ganze Buch wendet konsequent nur Tabulaturschreibweise an, was für einen Anfänger wahrscheinlich gar nicht schlecht ist, weil der ganze Uebungsverlauf so einheitlich ist und schlank bleibt. Da ich persönlich auch die Notenschreibweise mitlernen möchte, lade ich Uebungsbeispiele vom Internet runter, wo sie tonnenweise vorhanden sind. Parallel lerne ich zum Beispiel die C Bluestonleiter, aber immer schön in der Technik, die im Brümmer-Buch grad angesagt ist (zB. mit Viertel- und Achtelpausen). (Weiter hinten im Buch wird der Blues natürlich auch geübt). Sehr empfehlenswerter, "no-nonsense" Lehrgang für Autodidakten, blutige Anfänger und andere, die sich der korrekten Spieltechnik versichern wollen. Falls man später einmal Individualunterricht nehmen wird, hat man mit diesem Buch sicher die Grundlage, für die man sich nicht schämen muss.

Super Buch für alle E-Gitarren-Neulinge      4 von 5 Punkten
Ein klasse Buch für Anfänger, allerdings sollte man ein paar Vorkenntnisse in der Musiktheorie haben. Meiner Meinung nach sind alle Techniken sehr verständlich erklärt und auch die Aufmachung mit Tipps und Tricks am Seitenrand finde ich sehr gelungen. Die einzelnen "Übungshäppchen" die schrittweise zum finalen Song führen finde ich auch klasse.
Einziger Nachteil: Für meinen Geschmack fehlen dem Buch ein paar bekannte Songs, die wesentlich zur Motivation beitragen würden.
Ich habe mir Abhilfe verschafft, indem ich zusätzlich das Buch "Rock & Pop Gitarrenschule für Einsteiger" gekauft habe und mit beiden Büchern parallel arbeite.

Für den Einsteiger geeignet      3 von 5 Punkten
Als wesentliches Problem sehe ich bei diesem Buch den vermeindlichen Vorteil, keine Noten- bzw. Musiktheoretischen Kenntnisse besitzen zu müssen. Dies führt dazu, dass Musikstücke größten Teils nur "auswendig" gelernt und die Zusammenhänge nicht erkannt werden.(Wobei ich anmerken will, das ich für mich solche Zusammenhänge im Lernprozess benötige)

Akkorde werden nur grob vorgestellt, da auf Theorie verzichtet wird. So bleibt auch der logische Zusammenhang zwischen Klangeigenschaft(Konsonanz/Dissonanz), Akkordaufbau und den daraus resultierenden Akkordbild am Griffbrett verborgen. Akkordfunktionen im harmonischen Kontext werden nicht erwähnt.

Beim Melodiespiel hatte ich vor allem jenes Problem, mehr oder minder "vogelwild" zu greifen, da der Bezug zur entsprechenden Skala fehlte, was den Effekt, jedes Stück von grund auf "neu" auswendig zu lernen noch verstärkte.

Nichts desto trotz hatte mir dieses Buch anscheidend doch ausreichend Begeisterung mitgegeben, mich nun mit eben jenen Lücken intensiver zu beschäftigen und somit eine Bindung und meinen Willen zum Gitarrenspiel gefestigt.

Es gilt abzuwägen, ob dazu die allemal kompaktere Buchform oder doch das Internet genügt. Da mir diesen Buch den Einstieg jedoch irgendwie doch erleichtert hat, gibts 3 Sterne.

Fazit: (einfache) Lieder Spielen lernt man, Musiker wird man nicht.


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Ronnie: Die Autobiographie - Ronnie WoodRonnie: Die Autobiographie
Ronnie Wood

Gebundene Ausgabe, August 2008
     Verkaufsrang: 2415      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Musikkenner schätzen den Gitarristen mit dem pfiffigen Frettchengesicht schon seit den Sechzigern und wussten immer schon um seine musikalische Bedeutung. Anderen wiederum galt er lediglich als ewige Begleiterscheinung solcher Rockgrößen wie Jeff Beck, Rod Stewart und den Faces. Spätestens jedoch seit dem Jahr 1974, als die Stones ihn in ihren Reihen aufnahmen, wurde eine größere Weltöffentlichkeit auf ihn aufmerksam. Nun, nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit von 38 Jahren stellt Ron Wood sich seinem Publikum endlich einmal ordentlich vor. Ordentlich? Nun ja. Wie man dies bei Ronnie eben so kennt!

Erwarte bitte niemand das säuberlich chronologische, tief reflektierte Erinnerungswerk eines altersweisen Rockstars. Ronnie, jüngster Spross einer Familie von „water gypsies“ - Menschen, die auf Londons Lastkähnen lebten und arbeiteten -, ist immer noch ein sympathischer Derwisch und Chaot - großspurig zuweilen und, naja - der Mann hat eben ALLES hautnah miterlebt. Wer also nachempfinden möchte, wie in den Anfangsjahren der Popmusik Hits entstanden, die heute noch jeder Spatz vom Dach pfeift; wer staunend erleben will, wie zum Soundtrack von The Who und den Small Faces, den Stones und Yardbirds, Instrumente, Bühnendeko und Hotelzimmer in ihre Kleinstbestandteile zerlegt wurden; wer aber auch die bittere Erfahrung machen möchte, wie die besten Musiker durch Drogen und Suff zugrunde gingen -, Ronnie Wood ist Ihr kenntnisreicher, launiger und keineswegs moralisierender Führer.

Mit Jimi Hendrix die Bude geteilt. Ihm am Vorabend seines frühen Ablebens ein letztes Mal die Hand gereicht. Gejammt mit einem maulfaulen Bob Marley. Eric Clapton vom Heroin abgehalten, dafür Patty Harrison, die berühmte „Layla“, vernascht. Zu Rod Stewarts „Maggie May“ geniale Riffs beigesteuert. Das Ganze hochbrisant gewürzt mit Speed, Heroin, Koks, Alkohol. Ein Leben als ewigwährender, aber brandgefährlicher Kindergeburtstag. Seriösere Naturen werden den schnoddrig hedonistischen Tonfall und das immer wieder aufblitzende Rock'n'roll -Großmannsgehabe nicht immer schätzen. Naturgemäß nimmt die Zeit bei den Stones an der Seite seines Bruders im Geiste, Keith Richards, den breitesten Raum ein und liefert die spannendsten Innenansichten. Eine Anekdote jagt die nächste in dieser wilden Hatz auf der Überholspur. Macht Spaß, erschöpft aber letzendlich. Ein Wunder, dass man so etwas überleben kann. Freuen wir uns mit Ronnie! -Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gute Unterhaltung und viel Spaß      4 von 5 Punkten
Zugegeben, das Buch ist nicht gerade in der Weltliteratur angesiedelt, aber das ist auch sicherlich nicht die Idee gewesen.
Ronny Wood erzählt flüssig sein recht farbenfrohes Leben als Mensch, Musiker und Maler. Auch seine Tiefpunkte werden ausgiebig dargestellt. Dazwischen immer wieder von Wood erlebte Gags und slapstick-artige Erlebnisse.
Für mich sehr unterhaltend und spannend.
Was habe ich daraus gelernt: "Neben Keith Richards werden nach einem Atomkrieg nicht nur Kakerlaken überleben sondern auch Ronny Wood".


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Die Zwillinge: oder Vom Versuch, Geist und Geld zu küssen - Gisela GettyDie Zwillinge: oder Vom Versuch, Geist und Geld zu küssen
Gisela Getty, Jutta Winkelmann, Jamal Tuschick

Gebundene Ausgabe, 25. Februar 2008
     Verkaufsrang: 4516      Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.

Preis: € 22,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Zwei Mädchen aus Kassel, Zwillinge, brechen nach 68 auf, um in Rom ihr Glück zu suchen. Gisela Getty und Jutta Winkelmann erzählen, wie es gewesen ist, als die Girls und der Getty aufeinandertrafen, was aus dem Traum von einer schönen Welt, von Ruhm, Geld und Geist, dem Roman einer Vision, geworden ist.
Zwei Mädchen, hübsch, unzertrennlich, begabt, die Sterntaler genannt. Sie wirbeln durch das Kassel der Fünfziger, studieren Kunst, machen Filme in den Sechzigern, gewinnen Preise, stürzen sich in die Politik und ziehen weiter nach Rom, Anfang der Siebziger. Dort tauchen sie ein in die Tempel der High Society und in Abbruchhäuser, die der Mafia gehören. Sie sind die Musen von Künstlern und selbst Künstlerinnen, ergriffen von der Vision, Geld und Geist zu küssen. Da begegnen die beiden ihrem amerikanischen Traum: Paul Getty, dem Enkel eines Milliardärs. Sie ziehen mit ihm zusammen, aber bald danach wird der junge Getty entführt, ihm wird, um die Zahlung von Lösegeld zu beschleunigen, das Ohr abgeschnitten, und das Leben der Zwillinge ändert sich über Nacht ...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Einfach richtig gut      5 von 5 Punkten
Zugegeben: Ich hatte kein Bock auf dieses Buch. Schon wieder die 68er, dachte ich. Aber dann siegte die Neugierde und ich habe das Buch doch gekauft.
Und nun bin angenehm überrascht. Der Einstieg - die Zwillinge am Strand - ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man über diese ersten Seiten hinweggelesen hat, wartet eine rasante Geschichte auf den Leser, spannend, lustig und - was ich nicht erwartet hätte - sogar selbstkritisch. Ein tolles Buch.


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Das dunkle Spiel - C. S. MahrendorffDas dunkle Spiel
C. S. Mahrendorff

Gebundene Ausgabe, September 2003
     Verkaufsrang: 811      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 3,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die düsteren Intrigen der Geheimloge „Die schwarze Hand“ schildert C. C. Mahrendorff im Gewand eines breit angelegten, psychologisch raffiniert verdichteten Kriminalromans. Der antisemitischen Verschwörung ist Gustav Mahler, der Direktor der Wiener Hofoper, ein besonderer Dorn im Auge. Es gelingt ihr, den ebenso gefeierten wie umstrittenen Komponisten ins amerikanische Exil zu vertreiben. Doch die mysteriöse Organisation verfolgt noch ein ganz anderes Ziel, wie der Wiener Nervenarzt Dr. Leonhard Heydinger, der Mahlers Aufstieg und Fall aus nächster Nähe miterlebt, herausfindet: Sie will nicht nur jeglichen jüdischen Einfluss auf das kulturelle Leben in Wien ausmerzen – sie scheint die Politik des Hauses Habsburg im Visier zu haben. In der aufgeheizten Atmosphäre politischer und musikalischer Leidenschaften erlebt Heydinger eine bittersüße Liebesgeschichte mit der schönen Lena von Rother. Die Sopranistin ist Mahler nach New York vorausgefahren – so dass auch der Arzt sich auf den Weg über den großen Teil macht. Doch die Ereignisse in Wien ziehen schließlich nicht nur Gustav Mahler in einen zuletzt tödlichen Strudel – sie wirken wie ein Fanal des Untergangs ...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gelungene Mischung      5 von 5 Punkten
Das Buch hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen. Hier stimmt einfach alles: Guter Stil, geschichtlicher Hintergrund, gelungene Mischung aus Wahrheit und Dichtung, und ganz nebenbei wird auch noch das Interesse geweckt an bekannten Persönlichkeiten und die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Buch, das unterhält und Wissen vermittelt. Da lohnt es sich, zu lesen! Mir hat schon vor Jahren Mahrendorffs Buch "Und sie rührten an den Schlaf der Welt" wunderbare Lesestunden bereitet. Solche Bücher bleiben in Erinnerung, auch nach Jahren. Solche Bücher holt man auch wieder mal heraus, um sie ein zweites Mal zu lesen. Ganz sicher werde ich demnächst den "Walzer der gefallenen Engel" lesen und freue mich darauf.


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Songtexte schreiben. Handwerk und Dramaturgie im Songwriting: Handwerk und Dramaturgie - Masen Abou-DaknSongtexte schreiben. Handwerk und Dramaturgie im Songwriting: Handwerk und Dramaturgie
Masen Abou-Dakn

Broschiert, 29. April 2006
     Verkaufsrang: 4375      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das Leben ist ein Song, der uns überall begegnen kann. Die Anleitung, um ihn aufzuschreiben, erhalten Sie hier von einem professionellen Songwriter, der Sie in die handwerklichen Grundlagen des Songtextens einführt und Ihnen das dramaturgische Grundwissen vermittelt. Dazu werden Songtexte analysiert und ihr Aufbau und ihre Elemente erläutert. Der Autor schlägt verschiedene Kreativtechniken vor und zeigt an praktischen Beispielen und Übungen, wie Songtexter Ideen finden...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

Songtexte schreiben      5 von 5 Punkten
Das beste, was mir passieren konnte. Ein erstklassiges Buch für alle, die Liedertexte schreiben, gekennzeichnet von Sachverstand und Einfühlungsvermögen. Unbedingt empfehlenswert!


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ABC Musik. Allgemeine Musiklehre: 446 Lehr- und Lernsätze - Wieland ZiegenrückerABC Musik. Allgemeine Musiklehre: 446 Lehr- und Lernsätze
Wieland Ziegenrücker

Musiknoten, Januar 1997
     Verkaufsrang: 2168      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Dieses Buch führt in die Grundlagen der Musik ein und möchte den Lernenden Schritt für Schritt beim Aneignen des notwendigen Wissens unterstützen, darüber hinaus dem Fortgeschrittenen zur Wiederholung und zum Nachschlagen dienen. Deshalb stand im Vordergrund das Bemühen, den reichhaltigen, oft nicht leicht verständlichen Stoff in knapper, übersichtlicher Form methodisch geordnet und in numerierten Lehr- und Lernsätzen aufbereitet darzubieten.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Erstklassiges Buch zum Neulernen, Wiederholen, Üben      5 von 5 Punkten
Dieses Buch von Wieland Ziegenrücker ist für mich ein wirklich gutes Buch zum Selbststudium der Allgemeinen Musiklehre, denn es ist (1) sehr übersichtlich aufgebaut,(2) erklärt kurz und doch detailliert alle Einzelheiten und bietet (3) ebenfalls übersichtlich gegliederte Fragen zur Wiederholung sowie (4) Übungsaufgaben. Ich kann es nur jedem Musiker, jeder Musikerin empfehlen, die sich wie ich auf eine Aufnahmeprüfung an einer Hochschule vorbereitet, altes Wissen auffrischen und selbiges erweitern will. Dieses Werk verdient eindeutig fünf Sterne!


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Harmonielehre und Songwriting: Professional Music Musikarbeitsbuch. Geschichte des populären Songs, Songwritingtechniken, Notationsgrundlagen, Rhythmik, ... Songformen, Business Tips, Songwriterkatalog - Markus FritschHarmonielehre und Songwriting: Professional Music Musikarbeitsbuch. Geschichte des populären Songs, Songwritingtechniken, Notationsgrundlagen, Rhythmik, ... Songformen, Business Tips, Songwriterkatalog
Markus Fritsch, Andreas Lonardoni, Peter Kellert

Taschenbuch, Januar 1995
     Verkaufsrang: 2895      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Endlich verständlich-auch für Einsteiger-stellen die Autoren die Harmonielehre und die Praxisübertragung für das Songwriting in übersichtlichen Einzelschritten dar. Die Nutzanwendungen des musikalischen Gefüges und der Akkordzusammenhänge werden an den Songbeispielen gezeigt. Mit einem Stilistik-und Songwriterkatalog. Ein Song wird komplett dargestellt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Verständlich und Übersichtlich      5 von 5 Punkten
Das Buch ist übersichtlich aufgebaut und auch sehr verständlich geschrieben. Den Songwriting Teil konnte ich sehr gut gebrauchen, er zeigt die verschiedenen Möglichkeiten, die es gibt um einen Song zu komponieren.
Beim Komponieren benutze ich das Buch als Nachschlagewerk.
Bis jetz konnte ich mit dem Buch immer meine Fragen beantworten, es hat ein sehr gutes Stichwortverzeichnis.
Auch für Leute die keine guten Kenntnisse haben ist noch einmal alles von den Notationsgrundlagen beginend an erklärt.

Esist ein sehr umfangreiches, verständliches und gegliedertes Buch- ich kann es wirklich weiter empfehlen.


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Powervoice. Mit CD: Die praxisorientierte Methode für den Rock-/Pop-Gesang - Andrés BalhornPowervoice. Mit CD: Die praxisorientierte Methode für den Rock-/Pop-Gesang
Andrés Balhorn

Taschenbuch, 1996
     Verkaufsrang: 1998      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Andres Balhorn
Rock-Sänger (Live/Studio) und Autor führender Musikzeitschriften, ist seit 20 Jahren einer der erfolgreichsten Coaches für Rock-/ Pop-Gesang in Europa. Mit seiner Schule "POWERVOICE" wie auch als Dozent an verschiedenen Universitäten und Gesangsakademien hat "The Artistmaker" den Gesangsunterricht in den letzten Jahren revolutioniert. Sein Bestseller POWERVOICE ist das Resultat aus zwei Jahrzehnten Unterrichtspraxis, entstanden in enger Zusammenarbeit mit Logopäden, Ärzten und Produzenten.
POWERVOICE - die revolutionäre Methode für den Rock-/Pop-Gesang! Auch wenn dem klassisch ausgebildeten wie dem Rock-Sänger anatomisch gesehen das gleiche Instrument - der menschliche Körper - zur Verfügung steht, so klingt das Ergebnis doch völlig unterschiedlich. Hätten Robbie Williams, Christina Aguilera, Tina Turner, Anastasia, Freddie Mercury, Joe Cocker oder Jon Bon Jovi eine rein klassische Ausbildung genossen - ihre markanten Stimmen wären uns niemals zu Ohren gekommen.
POWER VOICE zeigt, wie Rock-/Pop-Sänger eine kraftvolle und ausdrucksstarke Stimme erlangen und sie mühelos beherrschen. Ein speziell für den Unterricht wie für das Selbststudium entwickeltes Trainingsprogramm bietet ausführliche Informationen, Übungen, Tipps & Tricks. Fortschritte in kürzester Zeit, wie sie in jahrelangem Gesangstraining mit anderen Methoden nicht erreicht werden, sind bei POWERVOICE-Workshops und im Unterricht der Normalfall.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 47 Bewertungen)

Meine Stimme klingt besser als vorher      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch aufgrund vielen guten Rezensionnen gekauft. Und ich habe es nicht bereut!
1.Die Übungen sind klasse! Ich kan z.B.jetzt nach ungefähr 5 Min.Warmsingen 3 Töne höher mi der Stimme greifen!!! Tolles Gefüll.
2.Die Erklärungen, wie tiefe und hohe Töne nimmt sind auch sehr verständlich. Bei mir klappte alles.
3.Ich habe bloß eine kritische Einwendung.Die Einatmung.
Bei den Übungen wird es rasch und kurz eingeatmet. Ich finde es irgendwie nicht richtig. Man atmet beim Singen schon schnell ein, bei den Übungen ist es allerdings extrem schnell.

Auf jeden Fall sehr empfehlenswertes Buch!
Gruss
Goguga


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Die neue Jazz-Harmonielehre: Verstehen, Hören, Spielen - Frank SikoraDie neue Jazz-Harmonielehre: Verstehen, Hören, Spielen
Frank Sikora

Taschenbuch, Januar 2003
     Verkaufsrang: 2828      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 32,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Harmonielehre hat nur ihre Berechtigung, wenn sie der Gehörbildung dient, denn die analytische Beschäftigung mit Klängen bleibt eine tote Wissenschaft, solange sie nicht die praktische Anwendung zum Ziel hat. Um nicht in einem abstrakten Sumpf stecken zu bleiben, stellt diese neue Harmonielehre eine enge Beziehung zwischen Theorie, Gehör und Instrument her. Allzu häufig trifft man auf den Virtuosen ohne persönliche Ausstrahlung, den Intellektuellen ohne intuitiven Funken, den Leidenschaftlichen ohne instrumentales Handwerk. Diese Harmonielehre wendet sich deshalb nicht einseitig an den Intellekt, sondern bezieht ebenso Gefühl und Aktion in die Überlegungen mit ein. Hier einige Stichpunkte aus dem Inhalt: Aufbau von Jazzakkorden
Skalentheorie
Harmonien finden
Begleitung von Jazzstücken
Improvisation und vieles mehr.Frank Sikora, geboren 1956 in London, studierte am Berklee College of Music und am New England Conservatory in Boston. Es unterrichtet an der Musikhochschule Stuttgart Arrangement, Gehörbildung und Komposition und ist seit 1989 Leiter der Abteilung Komposition/Arrangement an der Swiss Jazz School in Bern.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Statt Studium.      5 von 5 Punkten
Wie schon andere Rezensenten schrieben: ein Standardwerk, das nichts ausspart und - wenn man es schafft, alles durchzuarbeiten - ein Berklee-Studium ersetzt (na ja, jedenfalls zum Teil). Und der Preis ist dabei wirklich erstaunlich niedrig. Auf jeden Fall empfehlenswert!


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Die Mundorgel. Textausgabe - Die Mundorgel. Textausgabe

Taschenbuch, Januar 2001
     Verkaufsrang: 5162      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 3,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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die mundorgel erschien erstmalig im Jahre 1953. Keiner hat ahnen können, welch weite Verbreitung und Anerkennung dieses Buchlein finden würde Die Geschichte der "mundorgel" und ihrer Bearbeitungen ist ein lebendiges Bild vom Wandel unseres Liedgutes. Die neue "mundorgel" hat wieder '`den Leuten aufs Maul geschaut". Aber wir möchten nicht allen Leuten nach dem Mund reden. So wurde gesichtet, verworfen und ausgewählt. Vielleicht fehlt einigen da der rechte "Pfeffer". Gut ein Drittel des Inhalts sind christliche Lieder, weil die "mundorgel" von Anfang an für christliche Jugendgruppen gedacht ist. Es sind diesmal auch kritische Lieder und eine Reihe von Kanons aufgenommen worden. Sicher ist es manchmal gut, wenn man schweigt. wenn andere singen. Schweigen kann nachdenkliches Hinhören bedeuten oder auch Protest. Gedankenlos sollte man nie singen. Vielleicht aber können wir dazu helfen, daß junge Menschen über dem Singen und Musizieren zusammenfinden und einander verstehen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Lagerfeuerfeeling wie eh und je!      5 von 5 Punkten
Prima Liederwerk, das in jede Hosentasche passt. Liedauswahl ist querbeet alles dabei- Einfach klassisch gut!


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Kontrapunkt - Anna EnquistKontrapunkt
Anna Enquist

Gebundene Ausgabe, August 2008
     Verkaufsrang: 5384      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Hörte sie nicht den Schmerz in dieser schlichten Melodie?
Eine Mutter will die Erinnerung an ihre tragisch verstorbene Tochter lebendig erhalten. Sie stemmt sich gegen die verstreichende Zeit - und verzweifelt fast daran. Erst als sie, die ausgebildete Pianistin, wieder beginnt, Bachs Goldberg-Variationen am Klavier einzustudieren, erkennt sie, dass ihr die intensive Auseinandersetzung mit der Musik eine Brücke zu ihrer Tochter sein kann.
Nichts ist schmerzlicher als der Verlust eines geliebten Menschen. Und nichts ist schrecklicher als das allmähliche Verblassen der Erinnerung an ihn. Nach dem tragischen Tod ihrer Tochter will sich die Mutter nicht damit abfinden, dass ihr die verstreichende Zeit die Erinnerungen nimmt oder verfälscht, dass sie mit der Vergangenheit abschließen und in die Zukunft blicken soll. Nein, sie will die Vergangenheit, in allen Einzelheiten will sie ihre geliebte Tochter sehen, lebendig, als Baby, als Mädchen, als junge Frau. Dann nimmt sie sich zum ersten Mal seit ihrer Zeit am Konservatorium die Goldberg-Variationen von Bach wieder vor, kauft Partituren, schreibt Fingersätze, beschäftigt sich mit Bachs Leben. Spielt und interpretiert. Dreißig Variationen, eine Aria am Anfang und am Schluss. Und das Wunder geschieht: Die Harmonie, die Vielstimmigkeit, die verschiedenen Formen und Klänge von Bachs Musik evozieren und begleiten Szenen aus dem Leben mit ihrer Tochter, von der Geburt bis zum Studienabschlussfest, Familienferien zu viert mit Mann und Sohn, Meinungsverschiedenheiten und Augenblicke größter Nähe. Selten wurden bisher so intensiv und klar Leben und Musik in eins gesetzt, und selten berührte ein Buch so tief.


Ihre Profession kommt ihr dabei sehr zu Gute - die Niederländerin ist ausgebildete Konzertpianistin und arbeitete lange Jahre als Psychoanalytikerin.

Mit der Einstudierung der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach, eines der schwierigsten und einen unglaublich hohen Grad an Virtuosität fordernden Klavierkompositionen, versucht sie, die langsam zu blassen Gemeinplätzen geschrumpften Erinnerung an ihre Tochter wieder neu zu beleben. Durch die Auseinandersetzung mit den dreißig Variationen, die von einer solchen musikalischen Komplexität sind, dass sie einem mehr oder weniger versierten Hörer den Verstand rauben, gleichzeitig aber auch für das Seelenheil eines kranken bzw. leidenden Geistes sorgen können, gelingt es der Protagonistin, eine Brücke zu bauen und letztendlich ihre Erinnerungen zu Papier zu bringen. Der Druck der immer stärker an ihr ziehenden Zukunft wird gemindert und der Vergangenheit die notwendige Nähe gestattet. "Durch das Klavierspiel baute man eine Laufbrücke, einen wackligen Steg, der es zumindest erlaubte, inmitten der Verwüstung umherzugehen und das lädierte Gebiet zu besichtigen."

Wie dies Anna Enquist stilistisch und kompositorisch gelingt, ist großartig und ungemein einfallsreich. Sie hat ihr komplettes Romankonstrukt in das spätbarocke Stück Bachs eingewebt. An den Beginn ihrer einzelnen Kapitel stellt sie die jeweiligen Satzüberschriften des Originalwerks sowie die ersten Takte. Den nachfolgenden Text verknüpft sie virtuos zu einer Melange aus persönlichen Reminiszenzen, Stückinterpretationen sowie biografischen Einflechtungen aus dem Leben Johann Sebastian Bachs. Hierbei lässt sie ihren auktorialen Erzähler von "der Frau" sprechen, wenn sie die Musik analysiert und von "der Mutter" wenn eigene Familienerlebnisse aufflammen.

Ihre Erinnerungen sind kein chronologischer Gedankenfluss, sondern so wie die Bilder in ihrem Kopf auftauchen - angeregt durch die Auseinandersetzung mit Bachs Musik -, lässt sie ihnen freien Lauf. Überraschenderweise entstehen somit grandiose Dualitäten: keine makellose Einstimmigkeit von Melodielinien, sondern eine wechselseitige Auseinander- und wieder Zueinanderbewegung, ein Gespinst einander durchdringender Stimmen, die dennoch Individualität erkennen lassen; ein harmonisches Gewirr, das trotzdem Akkorde bildet.

Sie denkt an die schwere Geburt der Tochter, an Familienurlaube, den ersten Schultag, das bestandene Examen, das enge Verhältnis der beiden Geschwister (es gibt noch einen jüngeren Sohn), an Unfälle, Missgeschicke, besondere Ereignisse oder auch nur alltägliche Erlebnisse einer innigen Mutter-Tochter-Beziehung.
Enquist mischt Bachs und die Töne der Erinnerung virtuos zu einer "sich kontinuierlich fortbewegenden Klangwolke zusammen, in der das Verschiedenartige" verschmilzt und dadurch ein harmonisches Gefüge entsteht.

Der Horizont der immer mehr verblassenden Erlebnisse, der Vergangenheit, wird nach und nach erweitert und liegt letztendlich klar und als komplettes Bild vor ihr. Die Wut weicht einer distanzierten Gelassenheit, "der aufgeregte Herzschlag hatte sich dem besonnenen Tempo angepasst. Das Gemüt hatte sich beruhigt (...) Die Zeit bläst ihren heilenden Atem über die Wunde, die allmählich zu einer Narbe verwachsen wird." Bachs Musik hat ihr wieder Leben eingehaucht und den Mut gegeben, Zuflucht zur Sprache zu finden: "Das Einprägen der Noten und das Entwirren der Melodien hatte ihr lädiertes Hirn in Beschlag genommen. Im Takt der Musik hatte sie jeden Tag für eine Weile unbefangen atmen können. Durch die Hintertür hatte Bach ihr Zugang zu ihrem Gedächtnis verschafft: Jede Variation hatte Erinnerungen an das Kind wachgerufen, die sie in dem Heft notiert hatte."

Zum uneingeschränkten Lesegenuss trägt gleichfalls die herausragend einfühlsame und stilsichere Übersetzung durch Hanni Ehlers bei, die schon seit fast zwanzig Jahren Literatur aus dem Niederländischen für das deutschsprachige Publikum zugängig macht und auf ein großes Übersetzungsoeuvre zurückblicken kann. Neben Werken Connie Palmen, Nelleke Noordervliet und Leon de Winter, übersetzte sie zum Beispiel auch Anna Enquists vorangegangen Roman "Letzte Reise".

Fazit:
Anna Enquist gelingt ein kleines Meisterwerk, das den Leser wie in Trance hineingleiten und am Ende beinahe fiebrig und nur schwer wieder auftauchen lässt. Noch lange nach dem Zuschlagen der letzten Seite ist man gefangen und emotional bewegt. Ohne überbordende Empathie verarbeitet sie die Tragödie ihrer Familie mit alltäglichen - mal heiteren, mal traurigen - Erinnerungen aus der Vergangenheit und der Auseinandersetzung mit Musik.
Gleichzeitig führt sie auf unglaublich faszinierende und einfühlsame Weise an ein beeindruckendes Werk - die Goldberg-Variationen - und vor allem seinen grandiosen Schöpfer - Johann Sebastian Bach - heran.
Eine Empfehlung, dieses Buch ein zweites Mal, dann jedoch unbedingt gemeinsam mit der unglaublichen Intensität der Goldberg-Variationen zu "fühlen", wird unbedingt gegeben.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Zerrissene Verbindungen      5 von 5 Punkten
"Musik setzt im Chaos die Ordnung instand, namentlich die Beziehung des Menschen zur Zeit." Diese Aussage des russisch-französisch-US-amerikanischen Komponisten Igor Strawinsky kann als Leitmotiv über dem neuen, tief beeindruckenden Roman der 1945 in Amsterdam geborenen Anna Enquist stehen. Denn mit Musik versucht die Autorin den Verlust eines Menschen aufzuarbeiten: den Tod ihrer Tochter.
Ihre Profession kommt ihr dabei sehr zu Gute - die Niederländerin ist ausgebildete Konzertpianistin und arbeitete lange Jahre als Psychoanalytikerin.

Mit der Einstudierung der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach, eines der schwierigsten und einen unglaublich hohen Grad an Virtuosität fordernden Klavierkompositionen, versucht sie, die langsam zu blassen Gemeinplätzen geschrumpften Erinnerung an ihre Tochter wieder neu zu beleben. Durch die Auseinandersetzung mit den dreißig Variationen, die von einer solchen musikalischen Komplexität sind, dass sie einem mehr oder weniger versierten Hörer den Verstand rauben, gleichzeitig aber auch für das Seelenheil eines kranken bzw. leidenden Geistes sorgen können, gelingt es der Protagonistin, eine Brücke zu bauen und letztendlich ihre Erinnerungen zu Papier zu bringen. Der Druck der immer stärker an ihr ziehenden Zukunft wird gemindert und der Vergangenheit die notwendige Nähe gestattet. "Durch das Klavierspiel baute man eine Laufbrücke, einen wackligen Steg, der es zumindest erlaubte, inmitten der Verwüstung umherzugehen und das lädierte Gebiet zu besichtigen."

Wie dies Anna Enquist stilistisch und kompositorisch gelingt, ist großartig und ungemein einfallsreich. Sie hat ihr komplettes Romankonstrukt in das spätbarocke Stück Bachs eingewebt. An den Beginn ihrer einzelnen Kapitel stellt sie die jeweiligen Satzüberschriften des Originalwerks sowie die ersten Takte. Den nachfolgenden Text verknüpft sie virtuos zu einer Melange aus persönlichen Reminiszenzen, Stückinterpretationen sowie biografischen Einflechtungen aus dem Leben Johann Sebastian Bachs. Hierbei lässt sie ihren auktorialen Erzähler von "der Frau" sprechen, wenn sie die Musik analysiert und von "der Mutter" wenn eigene Familienerlebnisse aufflammen.

Ihre Erinnerungen sind kein chronologischer Gedankenfluss, sondern so wie die Bilder in ihrem Kopf auftauchen - angeregt durch die Auseinandersetzung mit Bachs Musik -, lässt sie ihnen freien Lauf. Überraschenderweise entstehen somit grandiose Dualitäten: keine makellose Einstimmigkeit von Melodielinien, sondern eine wechselseitige Auseinander- und wieder Zueinanderbewegung, ein Gespinst einander durchdringender Stimmen, die dennoch Individualität erkennen lassen; ein harmonisches Gewirr, das trotzdem Akkorde bildet.

Sie denkt an die schwere Geburt der Tochter, an Familienurlaube, den ersten Schultag, das bestandene Examen, das enge Verhältnis der beiden Geschwister (es gibt noch einen jüngeren Sohn), an Unfälle, Missgeschicke, besondere Ereignisse oder auch nur alltägliche Erlebnisse einer innigen Mutter-Tochter-Beziehung.
Enquist mischt Bachs und die Töne der Erinnerung virtuos zu einer "sich kontinuierlich fortbewegenden Klangwolke zusammen, in der das Verschiedenartige" verschmilzt und dadurch ein harmonisches Gefüge entsteht.

Der Horizont der immer mehr verblassenden Erlebnisse, der Vergangenheit, wird nach und nach erweitert und liegt letztendlich klar und als komplettes Bild vor ihr. Die Wut weicht einer distanzierten Gelassenheit, "der aufgeregte Herzschlag hatte sich dem besonnenen Tempo angepasst. Das Gemüt hatte sich beruhigt (...) Die Zeit bläst ihren heilenden Atem über die Wunde, die allmählich zu einer Narbe verwachsen wird." Bachs Musik hat ihr wieder Leben eingehaucht und den Mut gegeben, Zuflucht zur Sprache zu finden: "Das Einprägen der Noten und das Entwirren der Melodien hatte ihr lädiertes Hirn in Beschlag genommen. Im Takt der Musik hatte sie jeden Tag für eine Weile unbefangen atmen können. Durch die Hintertür hatte Bach ihr Zugang zu ihrem Gedächtnis verschafft: Jede Variation hatte Erinnerungen an das Kind wachgerufen, die sie in dem Heft notiert hatte."

Zum uneingeschränkten Lesegenuss trägt gleichfalls die herausragend einfühlsame und stilsichere Übersetzung durch Hanni Ehlers bei, die schon seit fast zwanzig Jahren Literatur aus dem Niederländischen für das deutschsprachige Publikum zugängig macht und auf ein großes Übersetzungsoeuvre zurückblicken kann. Neben Werken Connie Palmen, Nelleke Noordervliet und Leon de Winter, übersetzte sie zum Beispiel auch Anna Enquists vorangegangen Roman "Letzte Reise".

Fazit:
Anna Enquist gelingt ein kleines Meisterwerk, das den Leser wie in Trance hineingleiten und am Ende beinahe fiebrig und nur schwer wieder auftauchen lässt. Noch lange nach dem Zuschlagen der letzten Seite ist man gefangen und emotional bewegt. Ohne überbordende Empathie verarbeitet sie die Tragödie ihrer Familie mit alltäglichen - mal heiteren, mal traurigen - Erinnerungen aus der Vergangenheit und der Auseinandersetzung mit Musik.
Gleichzeitig führt sie auf unglaublich faszinierende und einfühlsame Weise an ein beeindruckendes Werk - die Goldberg-Variationen - und vor allem seinen grandiosen Schöpfer - Johann Sebastian Bach - heran.
Eine Empfehlung, dieses Buch ein zweites Mal, dann jedoch unbedingt gemeinsam mit der unglaublichen Intensität der Goldberg-Variationen zu "fühlen", wird unbedingt gegeben.


Im Bett mit den Rockgöttern: Die intimsten Bekenntnisse der Supergroupies - Pamela Des BarresIm Bett mit den Rockgöttern: Die intimsten Bekenntnisse der Supergroupies
Pamela Des Barres

Broschiert, 1. September 2008
     Verkaufsrang: 6034      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Sex, Groupies & Rock 'n' Roll
In 24 intimen und wunderbar unterhaltsamen Bekenntnissen der legendärsten Rock-'n'-Roll-Groupies erfährt der neugierige Fan, was sich hinter verschlossenen Hotelzimmertüren abspielte. Das Über-Groupie Pamela Des Barres entlockte ihren Kolleginnen im Gespräch von Frau zu Frau manch unglaubliche Enthüllung, die sonst ganz sicher nie ans Tageslicht gekommen wäre. Und sie bekommen alle ihr Fett weg: Elvis, Marilyn Manson, Robert Plant, Tom Jones, Kurt Cobain, Bob Dylan, Iggy Pop, u. v. a. · Wie Elvis zu seinem unwiderstehlichen Hüftschwung kam? · Was es mit Cat Stevens' geheimnisvoller Lady D'Arbanville auf sich hat? · Welche Rockstar-Penisse in Gips gegossen wurden? · Woher Kurt Cobains Vorliebe für Feinstrumpfhosen stammt? · Welche Musik Al Green beim Liebesakt bevorzugte? · Mit über 80 Privatfotos aus den Archiven der Groupies

»Ich liebe Groupies, sie halten einen jungen Mann auf Trab.«
Steven Tyler, Aerosmith
»An manchen Abenden schaue ich ins Publikum und will die ganze erste Reihe flach legen.«
Robert Plant, Led Zeppelin
»Groupies sind die Freiheitskämpferinnen der sexuellen Revolution.«
Frank Zappa


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Belanglos und oberflächlich      3 von 5 Punkten
Ich finde es zwar nicht total schlecht in der Gesamtwertung würde ich noch 3 Sterne vergeben. Die Grundidee ist wirklich toll, die Schreibe mag ich auch sehr. Aber nach 5 Kapiteln kennt man alles, und spätestens am dem 8. langweilt es nur noch. Ich habe mich bis zum 10. durchgegähnt (von 24!!) und das Buch dann beiseite gelegt.
Es wäre deutlich spannender gewesen, wenn Frau des Barres sich auf 5-7 der interessantesten Groupies beschränkt hätte und diese Stories etwas ausführlicher geschildert hätte. So aber verläuft jedes der 24 Kapitel (zumindest der 10, die ich gelesen habe) gleich: Gutbürgerliches kleines Mädchen liebt die Rockmusik und besucht Konzerte. Irgendwie lernen sie dann die Band kennen und aus der keuschen Jungfrau wird ein Luder, das reihenweise Rocker abschleppt. Im Grunde ändern sich in jedem Kapitel nur immer die Namen, aber das Schema ist bis auf minimale Abwandlungen stets das gleiche und langweilt daher schnell.
Ich schätze, mit diesem Buch ist es ein wenig so wie mit fremden Fotoalben: Für die, die dabeigewesen sind und die Personen kennen, ist es toll, in die Vergangenheit abzutauchen und Hachja, GENAU SO wars! zu seufzen. Für die, die ansonsten keinerlei Bezug zur Materie haben, ist maximal ein freundliches Interesse drin.

Ein bisschen nervig fand ich auch, dass Frau des Barres so abgehoben ist und gerne in allem Kunst sieht. Ob das Penisabdrücke aus Gips sind oder das Schreiben einer Autobiographie, das Sichdurchschlagen ohne je was Gescheites gelernt oder gemacht zu haben oder ganz vor allem natürlich das Groupiesein als solches - alles wahnsinnig phantasievoll und kreativ, alles Kunst.
Und Groupies unter sich sind alle befreundet und haben sich ganz doll lieb, die Rocker werden schwesterlich untereinander aufgeteilt. Das war mir alles ein bisschen zu oberflächlich und zu eiteitei. Gefühle der Groupies zu den Rockstars haben entweder nicht existiert oder wurden einfach nicht zur Sprache gebracht, weil 372 Seiten für 24 Kapitel plus Vorgeplänkel halt doch recht knapp sind: Es ging uns immer nur um die Musik, so der Tenor - was ich nicht glaube, aber ist nur meine persönliche Meinung.

Nach den 10 Kapiteln habe ich nur noch einige Kapitel über mir bekannte Namen wie zB Bebe Buell (Mutter von Liv Tyler) überflogen, habe aber nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Das einzig RICHTIG gute (und viel zu kurze) Kapitel war eigentich eh das erste, das über Elvis.
Schade, ich hatte mir deutlich mehr davon versprochen!

So lala...      3 von 5 Punkten
Dieses Buch macht natürlich neugierig und es gibt auch viele interessante und spannende Anekdoten darin zu lesen. Leider erweist sich die Autorin aber als außerordentlich langweilig in ihrem Stil und beschränkt sich auf die Beweihräucherung und Rechtfertigung ihres "Berufstandes" in dem sie ihre Kolleginnen anhimmelt und ständig versucht, sie als einzigartige, heute natürlich beruflich erfolgreiche Supermamas darzustellen, während in Wahrheit einige der Damen einfach nur peinlich sind. Ständig wird die These wiederholt, dass die Groupies ja ach so emanzipiert waren weil sie sich ja alles genommen haben, was sie wollten und soo viel Spaß dabei hatten und irgendwann kauft man es ihr nicht mehr ab... Zwischendurch vergisst sie auch nie zu erwähnen, wie toll sie selber ist (oder war). Alles in allem ein recht unterhaltsamer Streifzug durch die Rockgeschichte, aber wer hier eine intelligente Auseinandersetzung mit dem Thema erwartet, sollte nicht allzu enttäuscht sein...


Der Fall Romy Schneider: Eine Biographie - Michael JürgsDer Fall Romy Schneider: Eine Biographie
Michael Jürgs

Broschiert, August 2008
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»Ich werde weiterleben und richtig gut!« Das sagte Romy Schneider 1981 am Ende des letzten großen Interviews, das sie Michael Jürgs gab. Beide waren befreundet bis zu Romys mysteriösem Tod. Im Geiste dieser Freundschaft schrieb Jürgs seine Biographie über den Weltstar ein sehr persönlicher, behutsamer, ja zärtlicher Versuch der Annäherung.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Wunderbar      5 von 5 Punkten
Ein wunderbares Buch, sehr informativ und spannend geschrieben. Vieles was ich noch nie gelesen habe.
Dieses Buch ist absolut zu empfehlen ...


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