NS-Zeit

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Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen - Sabine BodeDie vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen
Sabine Bode

Taschenbuch, Januar 2010
     Verkaufsrang: 2148      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Ein fundiertes Buch über ein Tabu, das über ein halbes Jahrhundert auf seine Aufarbeitung wartete." (Welt am Sonntag)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Nicht für jeden, aber für Betroffene Eltern wie Kinder vielleicht eines der wichtigsten Bücher      5 von 5 Punkten
Dieses Buch erreicht eine objektive, detaillierte Analyse der psychologischen Folgen von Kriegserlebnissen im Kindheitsalter und deren Auswirkungen auf den Erwachsenen. Primär ist Die vergessene Generation" geschrieben für Menschen, die zwischen 1930 und 1945 in Deutschland geboren wurden. Aber, und das erscheint mir noch wichtiger, auch für deren Kinder. Ich bin Kind von Kriegskindern, und habe mich lange Jahre gefragt, warum meine Eltern so sind wie sie sind. Erst mit diesem Buch, erst mit dieser psychologischen Deutung von habe ich verstanden, woher ich komme und wie sich die Kriegserlebnisse meiner Eltern in mir manifestieren. Aus der Perspektive des Kindes von Kriegskindern kann dieses Buch dem gewillten Leser der erste Anstoß sein, den wichtigsten aller Schritte zu vollziehen: mit seinen Eltern endlich ins Reine zu kommen und endlich zu verstehen, warum sie sind, wie sie sind. Und obwohl es eben nur der erste Anstoß sein kann, so ist es für mich eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe - auch wenn das für andere Menschen anders sein mag. Eben ein Buch, das nur für eine bestimmte Zielgruppe geschrieben wurde.


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Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute - Stephan PorombkaBöse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute
Stephan Porombka, Hilmar Schmundt

Gebundene Ausgabe, 2005
     Verkaufsrang: 11832      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Überall in Deutschland findet man architektonische Spuren des NS-Staats und seiner baulichen Selbstdarstellung. "Deutschland ist ein Freilichtmuseum", heißt es im Vorwort, "vollgestellt mit Ausstellungsstücken aus der Zeit des Terrors". Die Geschichte viele dieser Stätten kennen freilich längst nur noch Kundige, weil anders als bei manchem ehemaligen Nazi-Prunkbau, kaum mehr etwas zu sehen ist, das von der Vergangenheit des Ortes, seiner damaligen Nutzung und Bedeutung kündet. Bei manchen hat man an historischer Stätte Orte der Aufklärung über die Diktatur und des Gedenkens an ihre Opfer geschaffen.
Böse Orte haben Stephan Porombka und Hilmar Schmidt die von ihnen herausgegebene Sammlung von Besichtigungsberichten überschrieben, die uns an Orte führen wie die Stelle über dem Führerbunker, in dem Hitler seinen Untergang erlebte (Henrik M. Broder hat hierzu einen glänzenden Aufsatz beigetragen), oder auf den Obersalzberg, zum ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in das Kraft-durch-Freude-Bad in Prora an der Ostsee oder in die Schorfheide nach Carinhall, wo der Waldhof Hermann Görings stand. ?"Kein anderes Land verfügt über eine derartige Fülle von zweifelhaften Denkmälern" und das Interesse an ihnen nimmt zu, was mittlerweile auch die Touristikbranche für sich zu nutzen weiß?
"Unproblematisch ist das nicht", wissen die Herausgeber, und geben mit diesem Band zugleich zehn lesenswerte Antworten auf die sich aufdrängende Frage, welche Form des Gedenkens an Orten wie den oben genannten, denn angemessen sein könnte. - Hasso Greb


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Teils gut      4 von 5 Punkten
Es sind in diesem Buch nicht sonderlich viele Fakten über die Orte beschrieben, allerdings kann meist durch die gute Beschreibung der Autoren die Orte gut vor dem Inneren Auge sehen. Besonders gut gelungen ist der Beitrag über das Reichsparteitagsgelände meiner Meinung nach. Da der Autor dort eine persönliche Bindung zum Ort darstellt. Und auch der Beitrag über das Olympia Station ist gut gelungen. Da es sehr interessant geschrieben ist. Allerdings finde ich den Teil über Ladoe wenige gut gelungen. Es wirkt meiner Meinung nach so als sei der Autor vom Ort "gelangweilt" oder zumindest nicht sonderlich interessiert oder naja Begeistert kann man nicht sagen, aber als würde es in nicht sonderlich interessieren.
Insgemat kann man sagen für interessiert zu empfehlen .


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Die Bruderschaft der Glocke: Ultrageheime Technologie des Dritten Reichs jenseits der Vorstellungskraft - Joseph P. FarrellDie Bruderschaft der Glocke: Ultrageheime Technologie des Dritten Reichs jenseits der Vorstellungskraft
Joseph P. Farrell

Broschiert, März 2009
     Verkaufsrang: 42070      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein ausführlich recherchiertes Werk über die Dunkelwelt der Nazi-Geheimforschungen und deren Überleben nach dem Krieg. Besonderes Augenmerk legt der Autor dabei auf das Projekt "die Glocke", die als einziges Forschungsprojekt im Dritten Reich die Sicherheitsstufe "kriegsentscheidend" erhielt. Joseph Farrell spekuliert über die mögliche (Skalar-) Physik hinter diesem Projekt, den Ursprung dieser Physik und über die Frage, wohin diese Physik und deren Protagonisten nach dem Krieg verschwanden.Was hat es mit der geheimnisumwobenen Glocke auf sich?
1945 verließ ein geheimes Hightech-Waffenprojekt mit dem Decknamen die Glocke seinen unterirdischen Bunker in Niederschlesien und mit ihr Hans Kammler, Viersterne-General der SS. An Bord eines riesigen sechsmotorigen Ultralangstreckenflugzeugs vom Typ Junkers 390 verschwanden die Glocke, Kammler und sämtliche Projektunterlagen für immer von der Bildfläche.
Ging dieser Flug nach Amerika oder nach Argentinien? Der Großteil der Wissenschaftler und Techniker, die an diesem Projekt gearbeitet hatten, wurden im Vorfeld von der SS kaltblütig ermordet. So verschwand eine Geheimwaffe, die laut einem deutschen Physik-Nobelpreisträger die Einstufung als kriegsentscheidend erhalten hatte eine Sicherheitseinstufung, die höher lag als alle anderen Geheimwaffen des Dritten Reichs, höher sogar als die Atombombe.
Welche bahnbrechenden physikalischen Geheimnisse waren mit der Glocke verbunden? Um sie zu schützen, scheuten überlebende Nazis jedenfalls auch nach dem Krieg keine Mittel.
Dr. Joseph P. Farrell, spezialisiert auf die Erforschung wenig dokumentierter Aspekte in Wissenschaft und Geschichte, enthüllt in diesem Buch eine unfassbare Reihe exotischer Technologien, die im Dritten Reich erforscht wurden. Er wirft damit ein neues, verstörendes Licht auf die gängige Sichtweise über den Ausgang des Zweiten Weltkrieges aber auch auf den Roswell-Vorfall und MAJIC-12, das mysteriöse Geheimteam der amerikanischen Regierung zur Untersuchung von UFOs.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Sehr interessantes Buch.....      5 von 5 Punkten
.......wenn auch manchmal ein wenig schwer zu verstehen wenn es in technische Details. Es zeigt wieder einmal mehr was uns deutschen die letzten 60 Jahre alles verschwiegen und verheimlicht wurde was die überlegene Waffen - und Technologieforschungen der deutschen vor und im 2. Weltkrieg betrifft. Alles wurde uns nach dem Krieg geraubt und als ihre Erfindungen auf den Markt gebracht.


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Ein Glückskind: Wie ein kleiner Junge zwei Ghettos, Auschwitz und den Todesmarsch überlebte und ein neues Leben fand - Thomas BuergenthalEin Glückskind: Wie ein kleiner Junge zwei Ghettos, Auschwitz und den Todesmarsch überlebte und ein neues Leben fand
Thomas Buergenthal

Broschiert, 12. August 2008
     Verkaufsrang: 30313      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Glückskind'ist ein Buch, das einen umhaut: den, der noch nie ein Buch über den Holocaust gelesen hat, ebenso wie den, der sie alle gelesen hat. Überall, solange es Kinder gibt, Menschen essen müssen und leben möchten, wird man die Geschichte von Thommy, den der damals mächtigste Staat Europas umbringen wollte, verstehen und nicht mehr vergessen. (...) Indem sich'Glückskind'auf die Perspektive eines Kindes verlässt, gewinnt das Buch eine ganz besonders direkte, schlichte und ergreifende Qualität, beim Lesen spürt man aber auch die unmittelbare Energie und Lebensgier des kleinen Jungen." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 1.4.2007)

"Buergenthal schreibt die Geschichte seines ersten Lebens, seines vielfachen knappen Überlebens sachlich, aber nicht trocken auf. Er vermeidet Pathos, er klagt nicht an. Die Geschichte eines Kindes mitten in der Menschheitskatastrophe." (Süddeutsche Zeitung, 14.5.2007)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Glück kann man überall haben - man muss es nur sehen      5 von 5 Punkten
Ein erstaunliches Buch. Eigentlich lese ich solche Bücher nicht besonders gerne, oft ist es unerträglich, solches Leid mitzuerleben, und ich weiß oft nicht wie man damit umgehen soll.
Bei Thomas Buergenthal ist es anders: er beschreibt sehr detailliert und eindringlich. Und auf eine ganz subtile Art und Weise doch wieder distanziert und als Beobachter. Grausamkeiten wie eine Erschießung werden manchmal lakonisch in einem Satz abgehandelt. Aber sie bleiben einem trotzdem in Erinnerung. Gerade die scheinbare Distanz ist es, die die Nähe, das Annähern an das Grauen überhaupt ermöglicht. Nicht zuletzt ist dabei aber auch zu fühlen, mitzuerleben, dass der Autor bei seinem Erleben auf eine gewisse Art und Weise selbst innerlich erfroren ist um das Ganze - gerade als Kind - überhaupt bei psychischer Gesundheit überleben zu können. Mitfühlend, leidend, liebend doch irgendwie nur noch Maschine.... bis er irgendwann wieder in den Armen seiner Mutter liegen durfte, die er erst zwei Jahre nach Kriegsende wieder traf und von da an wieder Kind sein durfte - ein "Kind wie Du und ich" - oder etwa doch nicht?
Insgesamt sehr lesenswert weil es Mut macht. Den unbedingten Überlebenswillen schon beim Lesen weckt und klar macht: auch und gerade mit solchen Erlebnissen lässt sich ein lebenswertes erfülltes Leben leben ohne zu verdrängen. Sondern gerade aus dem erlebten Grauen die Kraft dafür zu schöpfen, wozu man sich dadurch berufen fühlt. Dies macht Thomas Buergenthal im letzten Drittel des Buches eindrücklich klar.


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»Grüße und Küsse an alle«: Die Geschichte der Familie von Anne Frank - Mirjam Pressler»Grüße und Küsse an alle«: Die Geschichte der Familie von Anne Frank
Mirjam Pressler

Gebundene Ausgabe, 5. Oktober 2009
     Verkaufsrang: 21616      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine Sensation: Die ganze Geschichte von Aufstieg und Schicksal der Familie Anne Franks über drei Jahrhunderte, erzählt auf der Grundlage tausender unbekannter Briefe und Dokumente
Sommerfrische hoch über dem Silser See in den Schweizer Bergen: Alljährlich traf sich hier die Familie Frank, die sonst über ganz Europa verstreut war. Noch Anne Franks Ur-Ur-Großvater hatte als kleiner Junge in der engen Frankfurter Judengasse leben müssen; doch schon eine Generation später wurde ein Vorfahr Anne Franks zum ersten jüdischen Professor in Deutschland berufen; ihre Großmutter Alice führte als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus in Frankfurt, bis die Familie nach London, Basel und Amsterdam übersiedelte, das dann zum Schicksalsort der Familie werden sollte. Der letzte noch lebende Verwandte Anne Franks, ihr Cousin Buddy Elias, wurde schließlich berühmt als Eiskunstläufer und Schauspieler.
Wie durch ein Wunder haben zahllose Briefe, Dokumente und Fotos der Familie auf dem Dachboden des Hauses der Familie in der Baseler Herbstgasse überlebt und wurden dort vor einiger Zeit entdeckt ein Sensationsfund. Die wunderbare Erzählerin Mirjam Pressler hat daraus die so einzigartige wie exemplarische Geschichte der deutsch-jüdischen Familie Frank zusammengefügt, die sich liest wie ein großer schicksalhafter Familienroman.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Schmerzhafter Eindruck davon, welche Lebenswelten, welche Kultur und Tradition durch den Holocaust vernichtet worden ist      5 von 5 Punkten

Ihr Buch "Ich sehne mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank" ist eines der besten Bücher über Anne Frank auf dem Markt. Zahlreiche weitere Bücher, die sich literarisch mit Anne Frank beschäftigen, hat sie aus verschiedenen Sprachen übersetzt und kann so als ausgewiesene Kennerin der Geschichte dieser durch ihre Tagebücher bekannt gewordenen jungen jüdischen Frau gelten.
Die Rede ist von Mirjam Pressler, einer außergewöhnlich produktiven Schriftstellerin und Übersetzerin, die nun im S. Fischer Verlag eine über 400 Seiten umfassende Geschichte der Familie von Anne Frank vorlegt.
Das Buch ist entstanden unter der Mitarbeit von Gerti Elias, der Ehefrau jenes Buddy Elias, eines Cousins von Anne Frank. Auf dem Dachboden seines Basler Hauses wurde eine Sammlung von Tausenden von Briefen, Dokumenten und Fotos gefunden, die für die Rekonstruktion der Familiengeschichte von Anne Frank von höchst wichtiger Bedeutung sind. Beide Autorinnen haben diese Quellen gesichtet und ausgewertet und zu einem beeindruckenden Buch verarbeitet.
Ein Buch, das nicht nur eine einzelne Familiengeschichte erzählt, sondern auch die jüdische Welt des 19. Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts bis zum Holocaust wieder auferstehen lässt.
Mirjam Pressler versteht es mit ihrer außergewöhnlichen und fesselnden Erzählkunst, die so viele ihrer Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsenen auszeichnet, auch hier, aus dem Sensationsfund von Basel und seinen einzelnen Fundstücken eine Familiengeschichte zu schreiben - die exemplarische Geschichte der deutsch-jüdischen Familie Frank.
Das reich bebilderte Buch ( viele Bilder stammen aus dem jüngsten Fund in Basel) liest sich wie ein großer schicksalhafter Familienroman, mit dem einen Unterschied, dass dieses Geschichte nicht ausgedacht ist, sondern wirklich so geschah. Auch beim Lesen dieses Buches hatte der Rezensent einen schmerzhaften Eindruck davon, welche Lebenswelten, welche Kultur und Tradition durch den Holocaust vernichtet worden ist.
Diese Geschichte sollte Mahnung und Ansporn sein, allen gegenwärtigen Antisemitismen bei uns und in vielen anderen Ländern der Welt (insbesondere im islamischen Raum) mutig entgegenzutreten.


Die Familie hinter Anne Frank      5 von 5 Punkten
Das Tagebuch der Anne Frank" dürfte den meisten Menschen ein Begriff sein. Die junge Jüdin Anne berichtet über ihr Leben im Hinterhaus, in dem sie sich mit ihrer Familie und vier weiteren Menschen zwei Jahre lang vor den Nazis versteckt hielt, bevor sie deportiert wurden. Anne, ihre Schwester Margot und ihre Mutter Edith überlebten das KZ nicht. Annes Vater Otto Frank veröffentlichte die Tagebücher seiner Tochter und schrieb damit ein Stück Literatur-, Theater- und auch Filmgeschichte.
Grüße und Küsse an alle" schenkt uns einen Einblick in das Leben der Verwandten von Anne Frank. Mirjam Pressler hat in Zusammenarbeit mit Buddy Elias, dem Cousin Annes, sowie seiner Frau Gerti, aus vielen tausend Briefen, die vor, während und nach dem Krieg zwischen den Familienmitgliedern geschrieben wurden, sowie aus Erinnerungen von Buddy Elias ein Werk geschaffen, das den Leser teilhaben lässt an der Geschichte der Familien Frank und Elias. Man erhält Informationen über wichtige Persönlichkeiten dieser Familie, etwa Annes Großmutter Alice, ihre Tante Leni, den Vater Otto, aber auch den berühmten Cousin Buddy.
Im Buch befinden sich Drucke der Originalbriefe sowie Gemälde und Fotos. Man hat das Gefühl, durch das Fotoalbum eines guten Freundes zu blättern, so tief und intim sind die Einblicke, die dem Leser gewährt werden.
An manchen Stellen liest sich die Geschichte wie ein Familienroman, doch man wird immer wieder daran erinnert, dass sie real ist und dass der Familie wirklich so viel Leid widerfuhr. Spätestens ab dem Punkt, an dem Otto Frank aus dem KZ freikommt und in seinen Briefen von der Suche nach seiner Frau und seinen Töchtern berichtet, wird man die Beklemmung nicht mehr los. Ich fand es sehr heftig, den Brief zu lesen, in dem er seiner Familie schließlich erst mitteilt, dass seine Frau im KZ verstorben ist und schließlich berichten muss, dass auch Anne und Margot nicht überlebt haben. Die Geschichte Otto Franks wird bis zu seinem Tode 1980 zu Ende erzählt.
Grüße und Küsse an alle" berichtet auch über die Entstehung des Buches Das Tagebuch der Anne Frank" sowie des Theaterstückes und des Films. Man erfährt viele Details, die man vorher nicht wusste (ich zumindest nicht), z.B., dass Otto Frank 50 000 Dollar an einen Drehbuchautor zahlen musste, weil dieser ihn verklagt hatte, oder dass es Gerichtsverhandlungen gab, weil Rechtextreme Annes Tagebücher als Fälschungen deklarierten. Auch über die Gründung der Anne Frank Stiftung und des Anne Frank Fonds erhält man Informationen.
Der Autorin ist es mit diesem Buch gelungen, dem Leser die Familie der Anne Frank so nahezubringen, dass man das Gefühl hat, diese Menschen persönlich zu kennen. Ich finde es sehr schön, durch Grüße und Küsse an alle" so viel über sie erfahren zu dürfen und kann es jedem, der sich für die Geschichte Anne Franks interessiert, dieses Buch nur ans Herz legen. Es ist sicherlich nicht einfach und schnell weg" zu lesen, dieses Buch verdient es, dass man sich ihm in Ruhe und mit Zeit widmet. Aber für die Leser, die bereit sind, sich darauf einzulassen, wird es eine Bereicherung sein


Hitlers Volksstaat - Götz AlyHitlers Volksstaat
Götz Aly

Broschiert, 20. Juli 2006
     Verkaufsrang: 29837      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Im sechzigsten Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist an neuer (Forschungs-)Literatur über das Dritte Reich gewiss kein Mangel. Hitlers Volksstaat jedoch gehört zweifelsfrei zu den beachtenswertesten historischen Arbeiten dieses Jahres!
Den Deutschen, so Aly, ging es in diesem Krieg - vom Ende freilich abgesehen - besser denn je. "Deutschland wird dann am größten sein, wenn seine ärmsten seine treuesten Bürger sind", wusste der Führer. Und deshalb wurde das Volk mit Wohltaten gezielt korrumpiert - auf Kosten des enteigneten Judentums und der geplünderten Völker in den besetzten Gebieten. Schmuck, Gold und Waren aller Art wurden von dort im großen Stil zur Hebung der Moral an die Heimatfront verbracht. Auch die Soldaten durften sich in der Fremde billig eindecken und an ihren Einsatzorten billig "einkaufen": "Selbst noch während der extrem unwirtlichen Monate Januar, Februar und März 1943 schafften es die Soldaten nach der Statistik des zuständigen Feldpostamtes, von der Leningradfront mehr als drei Millionen Feldpostpäckchen in die Heimat zu schicken - gefüllt mit Beutestücken, Schnäppchen und überschüssigen Lebensmittelzuteilungen." Und allein im besetzten Frankreich summierten sich die aufgrund des wie überall zum Vorteil der Reichsmark festgesetzten Wechselkurses ausgesprochen günstigen Privateinkäufe der deutschen Besatzer auf 125 Millionen Reichsmark, was laut Aly den Wertverlust des Franc eingerechnet mehr als einer halben Milliarde Euro entspricht.
Von all dem, aber auch von mancher anderen Wohltat für die Nutznießer des NS-Sozialstaats, für die die Völker des geplünderten Europas im wahrsten und im übertragenen Sinne bluten mussten, berichtet Götz Aly kenntnisreich und gut belegt. Eine äußerst erhellende Lektüre! - Andreas Vierecke


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)

Missverstandene Geschichtsstunde      5 von 5 Punkten
Ich beziehe mich auf die durchgesehene und erweiterte Ausgabe von 2006.
Götz Alys Buch gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten der neuesten Geschichtsforschung, verschiebt es doch den Focus von der sicher vorhandenen "Verblendung" der deutschen Bevölkerung in Nazideutschland (wohlgemerkt nicht Hitlers Verlendung)auf das dunkle Kapitel des Nutznießertums weiter Bevölkerungsgruppen auf Kosten der Minderheiten und später der besetzten, ausgeplünderten Länder.
Aly vorzuwerfen, dass sein Buch populärwissenschaftlich sei, halte ich bei der Fülle von neuen Fakten falsch (Man beachte den gut gefüllten Anhang).
Als Fazit bleibt: Ein gut lesbares, unbequemes Buch!


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NSCI: Das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten 1920-1945 - Andreas KoopNSCI: Das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten 1920-1945
Andreas Koop

Gebundene Ausgabe, 15. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 68575      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Siebzig Jahre nach der Reichskristallnacht ist es immer noch eine Gratwanderung, ein Buch zur Corporate Identity der Nationalsozialisten zu machen. In sachlicher Distanz setzt sich Autor und Designer Andreas Koop seit Jahren mit der Gestaltung der Macht und dem Erscheinungsbild des Nationalsozialismus auseinander. Im vorliegenden Buch dokumentiert er nüchtern eine der am gründlichsten durchdeklinierten CIs: von den gesellschaftlichen Trends und dem Nährboden der "Blut- und Boden"-Mentalität über die Sprache bis hin zum Logodesign; von den Medien über Organigramme und Gruppierungen bis hin zu den Uniformen; von Großereignissen über die Architektur bis zu den Zeichen der Macht in Form von Schrift, Typografie und Farbe. Aus der Gleichschaltung in allen Bestandteilen der Corporate Identity des Schreckens kann und sollte man lernen. -designaustria, 1/09

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

In die Höhle des "Wolfs"...      5 von 5 Punkten
Als halbwegs anständiger Grafiker, mit etwas Interesse an seinem Fach, kommt man nicht am Thema des "visuellen Erscheinungsbildes der Nationalsozialisten" vorbei. Glücklicher Weise gibt es dieses aufschlussreiche und grafisch sehr ansprechende Buch.
Wie auch im Vorwort des Verlages, muss man sich, selbst nach Jahrzehnten, mit einem distanzierenden Vorsatz den Weg bahnen, um überhaupt Gehör zu finden. Oft wird eine objektive und nüchterne Betrachtung von Themen dieser Epoche mit dem Zeigefinger abgewunken. Was man aber für interessante Erkenntnisse verpasst, wenn man sich vor lauter oktruiertem und vererbten schlechtem Gewissen blockieren lässt. Koop geht mit seinem Buch in die Höhle des "Wolfs", und eröffnet der Leserschaft ein Thema, dass oft absichtlich ignoriert bzw. übersehen wird: Den Ursprung der CI.
Ein sehr interessantes Thema, nicht nur für Grafiker.


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Opa war kein Nazi: Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis - Harald WelzerOpa war kein Nazi: Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis
Harald Welzer, Sabine Moller, Karoline Tschuggnall

Taschenbuch, 18. April 2002
     Verkaufsrang: 13879      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In der Buchreihe Die Zeit des Nationalsozialismus des Fischer Taschenbuch Verlags erscheinen regelmäßig wissenschaftliche Beiträge und Untersuchungen zum dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Der neueste Band beschäftigt sich mit den Ergebnissen eines Forschungsprojekts, das sich mit der Frage befasst hat, wie in deutschen Familien über die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust gesprochen wird - und welche Auffassungen, Bilder und Vorstellungen vom Dritten Reich in Gesprächen zwischen den Generationen weitergegeben werden.
Man könnte annehmen, dass eine solche Untersuchung nicht viel Neues zu Tage fördert, denn die Erinnerung an die Grausamkeit der Nazi-Zeit und insbesondere an die unfassbare Tatsache der Judenvernichtung sollte sich eigentlich im Familiengedächtnis verankert haben. Doch das ist keineswegs der Fall. Die Herausgeber konnten in Gesprächen und Interviews feststellen, dass die von Generation zu Generation transportierte Sichtweise und Darstellung der Nazi-Vergangenheit von den Schilderungen und Berichten in Schulen, Gedenkstätten, Filmen und Büchern in bedenklicher Weise abweicht. In allen der 40 befragten Familien war zwar die Bereitschaft vorhanden, über "die schlimme Zeit" zu sprechen, doch oftmals wurden Familienmitglieder entweder als Opfer oder als Helden geschildert.
Von Täterschaft oder Verantwortung hingegen war wenig zu hören. Verharmlosungen und das wohl bekannte "Davon haben wir nichts gewusst" tauchen oft auf. Mit zunehmender Lesedauer gewinnt man den Eindruck, dass es mit der deutschen Vergangenheitsbewältigung nicht weit her ist. Die Schlussfolgerung der Verfasser ist erschreckend: Der Holocaust kommt im deutschen Familiengedächtnis nicht vor. Angesichts dieser "vererbten" Verdrängung kann das Wiederaufleben rechtsradikaler und antisemitischer Strömungen innerhalb der deutschen Gesellschaft auch nicht wirklich verwundern.
"Opa war kein Nazi" ist ein spannendes und zugleich schockierendes Buch, das eine fast vergessene Diskussion wieder in den Mittelpunkt rückt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung belegen eindrücklich, wie schlecht es heute - fast 60 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches - um die Auseinandersetzung und Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit im intergenerationellen Dialog steht. -Christoph Reudenbach


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Erkundungen zu unserer Familien-Geschichte      5 von 5 Punkten
Das zentrale Thema der deutschen Nachkriegskultur ist - spätestens seit Adorno - noch immer die 'Vergangenheitsbewältigung', oder wie es seinerzeit hieß: 'Aufarbeitung' der NS-Vergangenheit. Zu erinnern sind die zahlreichen, wohlmeinenden Versuche von Institutionen quer durch die gesamte Gesellschaft, die, wenn man Welzer glauben darf, nur partiell erfolgreich waren. Auf offizieller und öffentlicher Ebene war man in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten darum bemüht, mit diesem Kapitel deutscher Geschichte ins Reine zu kommen. Über den Erfolg scheiden sich die Geister - nicht zuletzt angesichts des Neonazismus in der Gegenwartsgesellschaft. Nun gibt es hierfür die verschiedensten sozialökonomischen und sozialpsychologischen Erklärungsmodelle. Nur eines scheint bisher außer Acht gelassen: die Tradierung der Vergangenheit in der Familie. Wie werden Geschichten über Großväter (und Großmütter) im Familienverband weitergegeben? Was wird beschönigt? Und warum? Und auf welch merkwürdige Weise wird heroisiert? Opa war kein Nazi - oder doch? Zugegeben, er war auch ein Mitläufer, der aber auch irgendwie 'gegen Hitler' war. Über die Mechanismen der Vergangenheitsbewältigung in der Familie (vornehmlich in Westdeutschland) gibt Harald Welzer und seine Forschungsgruppe (Sozialwissenschaftler und Psychologen aus Hamburg und Hannover) hier Auskunft. Die Analyse ist erarbeitet anhand von Interviews mit Zeitzeugen sowie zwei Generationen von Nachgeborenen. Das Ergebnis: ein ungemein wichtiges Buch. Und nicht zuletzt ein für jeden historisch Interessierten (vom Schüler bis zum Akademiker) lesbares Buch.


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Euthanasie im NS-Staat: Die Vernichtung lebensunwerten Lebens - Ernst KleeEuthanasie im NS-Staat: Die Vernichtung lebensunwerten Lebens
Ernst Klee

Taschenbuch, 1. Juni 1985
     Verkaufsrang: 42320      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Jede Gesellschaft hat kranke oder behinderte Mitbürger. Menschen, auf die man besonders eingehen muss, die der Hilfestellung bedürfen. In der nationalsozialistischen Ideologie jedoch wurden solche Personen schlicht und Menschen verachtend als "lebensunwert" deklariert, da sie für die NS-Welt keinen produktiven Beitrag darstellten. Die widerwärtige Konsequenz solchen Denkens war die Euthanasie. Diese Tötung behinderter, kranker oder alter Personen (sowie angeblich "Arbeitsscheuer") ist eines der abstoßendsten Kapitel des Nationalsozialismus, wurde hier doch in vermeintlichen Heilanstalten und unter Mitarbeit der Ärzte und Schwestern Massenmord an denen begangen, um die man sich hätte kümmern sollen.
Vielleicht deshalb, vielleicht aber auch weil so viele vom medizinischen Personal später unbehelligt weiterarbeiteten, wurde nach 1945 das Thema Euthanasie im NS-Staat eher unter den Tisch gekehrt. Ernst Klees Buch, das man ohne jedes Zögern ein Basiswerk hierzu nennen kann, wirkt dadurch oftmals wie ein Schock. Was der Autor darin an Erkenntnissen über diese Praxis der Massentötung im NS-Regime zusammengetragen und analysiert hat, ist in der Kombination von Gesamtübersicht und Detailinformationen nicht zu überbieten. Ein Exkurs über die generelle Geschichte der Euthanasie führt zu den propagandistischen und juristischen Vorbereitungen im NS-Regime (die Verabschiedung entsprechender Gesetze begann bereits 1933). Dem Aufbau einer Euthanasieorganisation folgten dann im Spätjahr 1939 die ersten Tötungen. Klee beschreibt anhand von Originalunterlagen und Augenzeugenberichten Täter und Opfer, Organisation, Methoden und Orte dieser Verbrechen. Und er belegt, dass auch nach Hitlers offiziellem Euthanasie-Stopp 1941 das Morden weiterging.
Ein aufrüttelndes Buch darüber, wie kaltblütig man im Hitler-Reich mit Menschen umging, die man in nationalsozialistischer Dumpfheit als "lebensunwert" titulierte - ein Begriff, der einen erschauern lassen sollte. -Joachim Hohwieler


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Ungesehen, unerhört, Mahnung, die keiner haben will      5 von 5 Punkten
Klees Report - Trilogie ist ein Muß für die Geschichtsaufarbeitung. In iener nüchternen Art wird ein Mordkapitel dargestellt, bei dem Deutschalnd schuldig wurde, durch Wegsehen, durch Ignorieren durch Entwerten. Die Schuld reichte lange nach dem zweiten Weltkrieg hinein, noch heute sind Massenmörder unter uns udn viele konnten in einem "Rechtsstaat" unbehelligt untertauchen. Dies ist nicht nur ein Kapitel für Ärzte sondern auch für Juristen, die ihre Geschichte weiter bearbeiten wollen.


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Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte: Die Pläne der Nazis nach dem Endsieg - Ralph GiordanoWenn Hitler den Krieg gewonnen hätte: Die Pläne der Nazis nach dem Endsieg
Ralph Giordano

Taschenbuch, August 2000
     Verkaufsrang: 115256      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Der Plan von der deutschen Weltherrschaft
"Die nordische Rasse hat ein Recht darauf, die Welt zu beherrschen, und wir müssen dieses Recht der Rasse zum Leitstern unserer Außenpolitik machen. Glauben Sie mir, der ganze Nationalsozialismus wäre nichts wert, wenn er sich auf Deutschland beschränkt und nicht mindestens 1000 bis 1200 Jahre lang die Herrschaft der hochwertigen Rasse über die ganze Welt ausübt." Dieser Satz Hitlers aus dem Jahre 1930 zeugt nicht nur von Größenwahn und Fantasterei. Er war Programm. Und auch das nicht nur. Denn in den Parteiämtern und Behörden des "Dritten Reichs" arbeiteten wenig später intelligente und willfährige Köpfe an der Ausfüllung dieses Programms, an detaillierten Plänen für die Zeit nach dem Endsieg. Wie Deutschland, wie Westeuropa, wie die Welt nach dem gewonnenen Krieg aussehen würde, das war beschrieben in zahlreichen Denkschriften, Direktiven, Verordnungen, die nur darauf warteten, aus der Schublade gezogen zu werden...
Ralph Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren und arbeitet als Journalist, Fernsehdokumentarist und Schriftsteller.
Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen unter anderem "Israel, um Himmels willen, Israel" (1991), "Wird Deutschland wieder gefährlich?" (1993), "Ostpreußen ade" (1994) und "Mein irisches Tagebuch" (1996).
Für seine publizistische Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Entlarvung von Hitlers Größenwahn      5 von 5 Punkten
Ich verstehe nicht, warum dieses Buch so schlechte Kritiken bekommen hat. Ich kenne keines, das besser den Größenwahn Hitlers und seiner Gefolgsleute in seinen Weltherrschaftsplänen und Architektur-Vorhaben sichtbar macht - und wie weit er auf dem Weg zu deren Verwirklichung schon war.
Außerdem arbeitet Giordano sehr gut heraus, daß und warum so viele Deutsche sich mit diesen grandiosen Visionen von deutscher Weltbeherrschung identifizieren konnten - obwohl das alles ja nicht einmal im Ansatz zu finanzieren gewesen wäre - nicht einmal durch Einsatz von Zwangsarbeitern (der ja in genügenden Ausmaß bereits erfolgte).
Ich kann jedem, der sich ein Bild von der Realität des Dritten Reichs ein klares Bild machen möchte und vor den durch das Ende der Nazi-Herrschaft gestoppten Nachkriegs-Plänen Hitlers dieses Buch nur dringend empfehlen.
(In romanhafter Form hat Robert Harris in "Vaterland" durchgespielt, was Hitlers "Erfolg" bedeutet hätte!)


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Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus - Nicholas Goodrick-ClarkeDie okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus
Nicholas Goodrick-Clarke

Gebundene Ausgabe, 10. September 2004
     Verkaufsrang: 125649      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"An der Verläßlichkeit des Historikers Goodrick-Clarke ist nicht zu zweifeln." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Das Standardwerk über die verschiedenen völkisch-okkulten Personen, Sekten und Organisationen, die eine Rolle in der Frühgeschichte der nationalsozialistischen Vorstellungswelt spielen." (Zeitschrift für Politikwissenschaft)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Schwere Kost!      5 von 5 Punkten
Aufschlussreiche Literatur, ein sachliches, neutrales Buch über ein schwieriges Thema.
Einzigartige Einblicke in die erschreckende und auch faszinierende Ideologie eines mystischen Polikultes.


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Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945 - Ernst KleeDas Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945
Ernst Klee

Broschiert, 20. Oktober 2005
     Verkaufsrang: 15936      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Buchnotiz zu : Die Zeit, 23.10.2003
Willi Jasper ist mit Ernst Klees "Personallexikon zum Dritten Reich" im großen und ganzen zufrieden. Mit Respekt vor der "enormen Fleißarbeit" des Autors sieht er über die wenigen Schwachstellen und Lücken hinweg, möchte mit seinen Anmerkungen die "Gesamtleistung des Autors nicht schmälern". In Systematik und Begrifflichkeit werde nicht ausreichend eingeführt, bemängelt der Rezensent, einzelne Personengruppen werden zu stark (Mediziner), andere zu wenig (Geisteswissenschaftler) berücksichtigt, Querverweise fehlen. Nichts desto trotz liefere Klee eine "erschreckendes Gesamtbild", gelingt es ihm doch mit den 4300 Kurzbiografien manch unliebsame These zu bekräftigen. So wird bald offensichtlich, dass der "mörderische Antisemitismus" seinen Ursprung nicht in erster Linie innerhalb der "benachteiligten Volksschichten" habe, wie Jasper erörtert, sondern in der "Mitte der Gesellschaft".
© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 19.09.2003
Einiges werde hier endlich "zurechtgerückt", "ergänzt" und richtiggestellt, lobt Rudolf Walther. Das Projekt von Ernst Klee, ein Personenlexikon mit 4.300 Kurzbiografien zum Dritten Reich zu erstellen, sei also bis auf kleine, verzeihbare Mängel vorzüglich gelungen. Bei Stichprobenvergleichen mit dem Herder-Lexikon von 1937 und verschiedenen Brockhaus-Ausgaben stellten sich im Vergleich zu Klees Arbeit erstaunliche Lücken heraus: so werde in den anderen Lexika zum Beispiel bei manchen Wissenschaftlern deren "braune" Forschungsarbeit vor 1945 komplett ausgeklammert (Paul Althaus), oder Kriegsverberbrechen überhaupt nicht erwähnt (Theodor Oberländer). Der entscheidende Vorteil von Klees Herangehensweise läge also vor allem in der Zeitspanne, die er genauestens beachte: die Karrieren werden laut Walther sowohl während als auch nach der Nazi-Zeit verfolgt. Außerdem lobt er den übersichtlichen Aufbau, das ausführliche Register und die ausführlichen Quellenangaben. Zudem sei es auch noch "unübertroffen vollständig" resümiert Walther angetan. Sein Urteil: "Von außerordentlichem Nutzen"!
© Perlentaucher Medien GmbH


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Fleißarbeit      4 von 5 Punkten
Über die Auswahl der hier im Lexikon beschriebenen Personen und über die Qualität der Lebensläufe kann man wirklich streiten. Sucht man nach Einträgen, die für sich allein kaum einen Sinn ergeben, wird man schnell fündig. Aber mindert das den Nutzwert dieses Buches? Hier ist es der Untertitel, der für Klarheit sorgt. Intention von Klee war es offenbar, hier aufzuzeigen, welche persönlichen Kontinuitäten zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland gegeben hat. Im Ergebnis sind deshalb hier vor allem Mitglieder der mittleren Führungsebene des Dritten Reiches vertreten. Aber genau damit füllt Klee eine Lücke. Die Prominenz nämlich, die wird bei Guido Knopp doch schon bis zum Erbrechen abgehandelt. Wer dieses Regime aber wirklich am Funktionieren gehalten hat, das sind aber oft genug die, die dann nach 1945 eben doch als Mitläufer eingestuft wurden. Und dann im Nachkriegsdeutschland wieder schnell zu Ruhm und Ehren kamen.
Ärzte und Juristen, das waren die zwei Berufsgruppen, die sich über die Katastrophen der deutschen Geschichte offenbar am besten retten konnten. Liest man das Buch mit seinen 4.300 Einträgen einfach mal quer, erhält man einen guten Eindruck, wie sich Eliten sich nach dem verlorenen Krieg schnell wieder fanden. Auch die Diskrepanz zwischen den durch Urteil verlangten Haftstrafen und der tatsächlichen Haftdauer überrascht in vielen Lebensläufen. Als Täter war man offenbar 1953 in der Regel schon wieder frei. Als Opfer war man 1953 in der Regel schon fast ein Jahrzehnt tot. Es stimmte halt etwas nicht, nach dem Krieg, im Deutschland des beginnenden Wirtschaftswunders.
Wenn man das Buch kritisieren kann, dann sicherlich nicht aufgrund einzelner Fehler in der Masse von 4.300 Lebensläufen. Ich hätte mir eher gewünscht, dass mehr einzelne Lebensläufe exemplarisch herausgehoben und näher beschrieben worden wären. Dadurch wäre das Bild einer deutschen Elite, die Schreckliches angerichtet hat, noch genauer, verständlicher und für die Zukunft warnender geraten. Denn auch heute haben wir genug Karrieristen, die durchaus bereit sind, auch schlechte Weisungen gut und professionell umzusetzen, wenn es denn nur dem eigenem Erfolg dient. Und diese Freiheit von humanistischen Werten ist genau das, was den Verbrechern an der Spitze dann den Erfolg erst ermöglicht.
Für mich ist das ein wertvolles Buch, dessen Lektüre ich hier empfehlen möchte.


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Die Massenpsychologie des Faschismus - Wilhelm ReichDie Massenpsychologie des Faschismus
Wilhelm Reich

Taschenbuch, 1986
     Verkaufsrang: 65220      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In dieser vorliegenden Ausgabe der "Massenpsychologie", die Reich 1942 in den USA abschloß, sieht er in ihr den Faschismus nicht mehr auf einzelne Staaten beschränkt, sondern erkennt ihn als Gefahr der modernen Massengesellschaft überhaupt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Analyse der autoriären Familienstruktur in der Massenpsychologie des Faschismus,      5 von 5 Punkten
Das Wort Masse hat alles andere als einen guten Klang. Man verbindet damit die Vorstellung von etwas Primitivem, Rohem und Gewalttätigen, etwas das man fernhalten möchte. In der abschätzigen Meinung über die Masse steckt eine umfangreiche Erfahrung, denn wo Menschen Massen bilden, ereignet sich selten etwas Erfreuliches, dafür scheinen jedoch Kritikfähigkeit, Verantwortungsgefühl und der Sinn für das Maß weitgehend suspendiert. Freud vergleicht die Masse mit einer "Unhorde", Jung präzisiert genauer:"Eine große Gesellschaft, aus lauter vortrefflichen Menschen zusammengesetzt, gleicht an Moralität und Intelligenz einem großen, dummen und gewalttätigen Tier" und Kurt Tucholsky beginnt eines seiner Gedichte mit folgenden Worten:"O hochverehrtes Publikum, sag mal: bist du wirklich so dumm.?"
Das Umgekehrte jedoch gilt nicht. Man kann keineswegs sagen, dass die einzelnen Menschen, die eine Masse bilden, für sich betrachtet roh, dumm und primitiv sein müssten. Sie scheinen es offenbar erst dann zu werden, wenn sie in die Masse hineinstrudeln. Die grundsätzliche Fähigkeit, Masse zu werden, kann man praktisch unterstellen.
Die Enstehung einer Masse ist stets gebunden an eine besondere geschichtliche Situation. Es gibt geschichtliche Merkmale, die sehr suggestiv wirken und eine große praktische Bedeutung erlangen. Sie treten zutage als Ideen oder Ideale oder Leitmotive der Masse. Sie schaffen das magische Kraftfeld, obschon die Zeitsignaturen weder die obersten noch die hervorstechensten Merkmale der Epoche zu sein brauchen. Allerdings entstehen durch die Zeitsignaturen jene Gebilde, die sich im Bewusstsein einer Epoche ausweiten und zu säkulären Anliegen zu werden drohen. Am eindrucksvollsten kann man das an der Entstehung inhumaner Gesellschaftsysteme verfolgen, so wie der Psychanalytiker Wilhelm Reich es tat.
Wie konnte man in Deutschland glauben, ein Volksgemeinschaft zu verwirklichen durch ein Herrschaftssystem, das das Recht, das Fundament jeder Gemeinschaft mit Füßen zu trat und sich unterfing jenes Volk auszurotten, das die stärkste Gemeinsschaft war und ist, die es je als Volk gegeben hat, die Juden?
Reich analysiert die autoriäre Familienstruktur in der Massenpsychologie des Faschismus, fokussiert dabei die Massenpsychologie des Kleinbürgertums, die Familienbindung und nationalistisches Empfinden, aber auch das nationalistische Selbstgefühl, bei dem der Führer immer recht hat und die Masse ihm auch dort
folgt, wo er faktisch Unrecht hat oder Unrecht tut. Reich verdeutlicht den Zusammenhang zwischen autoritärer Triebunterdrückung und faschistischer Ideologie, nachdem er sich nachhaltig mit Rassentheorie und der Symbolik des Hakenkreuzes auseinandergesetzt hat und erklärt wie sich ganz allmählich die Sexualängste in mystisches Denken verschoben haben, das durch vier Phasen gekennzeichnet ist, die Reich sehr gut erklärt und die letztlich in eine Abhängigkeit führen, die schließlich im bedingungslosen Gehorsam gegenüber dem Führer dokumentiert wird.
Ein Lesemuss für alle, die sich mit Massenpsychologie intellektuell befassen.


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Persilscheine und falsche Pässe. Wie die Kirchen den Nazis halfen - Ernst KleePersilscheine und falsche Pässe. Wie die Kirchen den Nazis halfen
Ernst Klee

Broschiert, September 2005
     Verkaufsrang: 34826      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen kirchenkritische Fernsehsendungen haben sich jüngst Vertreter aus den beiden deutschen Großkirchen verabredet. Anlaß sind 'besonders unangenehme' Dokumentationssendungen des Publizisten Ernst Klee, die im Hessischen Rundfunk gesendet wurden und werden. Klee legt ohne jedwede Beschönigung das Fehlverhalten der Kirchen im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus bloß: Verwicklungen in Aktivitäten der Euthanasie und des Antisemitismus bis hin zu der organisierten Fluchthilfe für Nazi-Bonzen nach Lateinamerika nach Kriegsende. Die Kirchen werden mit dieser unbewältigten Vergangenheit dargestellt, was dazu führt, daß das in Jahrzehnten emsig und mühsam geglättete Geschichtsbild vom geschlossenen offiziellen Widerstand der Kirchen zerstört wird ...
Spötter in höheren Kirchenrängen sprechen von einer neuen 'hoffnungsvollen' Phase, der zwischenkirchlichen Zusammenarbeit, von einem Minimalkonsens, den sie 'Reinwasch-Ökumene' nennen." (Publik-Forum. Zeitung kritischer Christen, 17.5.1991).
Das Manuskript für dieses Buch war die Grundlage des Fernsehfilms "Persilscheine und falsche Pässe".


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

unheimliche Details      5 von 5 Punkten
Ein sehr gutes und sehr empfehlenswertes Buch,
Das Buch enthüllt wie sich die zwei Hauptkirchen in Deutschland für Kriegsverbrecher des Dritten Reiches einsetzen aus Angst vor den roten Heiden".
Die Enthüllungen die der Autor ans Tageslicht bringt sind schon sehr erschreckend genauso wie einige Karieren die von vermut. Kriegsverbrechern. Nach ihrer Haft. Genauso werden die Fluchtwege und Fluchtnetzwerke nach Südamerika etwas beleuchtet.
Mich hat das Buch sehr gefesselt und ich muss dem Autor für seine guten und sachlichen Recherchen ein großes lob aussprechen


Hitler: 1889-1945 - Ian KershawHitler: 1889-1945
Ian Kershaw

Broschiert, 3. August 2009
     Verkaufsrang: 109281      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Kershaws Biographie ist ein Produkt profunder Gelehrsamkeit, ein Kompendium des Wissens nicht nur über Hitler, sondern über den Nationalsozialismus und den Führerstaat." (Die Zeit)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Hier nur technische Anmerkung: Buch ist Paperback!      3 von 5 Punkten
Ich habe nur eine technische Anmerkung: Das Buch wird als gebundenes Exemplar angeboten. Es ist aber nicht "Hard Cover" sondern ein Paperback. Bei einem so umfangreichen Buch habe ich Zweifel an der Haltbarkeit und schicke es deshalb zurück. Vielleicht ist es doch besser die zweibändige! gebundene Ausgabe zu wählen.

Gekürztes, leider nicht aktualisiertes Großwerk      4 von 5 Punkten
Ich möchte auf eine inhaltliche Kritik des Werks verzichten. Kershaw ist eine unbestrittene Koryphäe der NS-Forschung, seine Hitlerbiographie wird allgemein als eine ungeheure Forschungsleistung gewürdigt und gilt vielen Historikern unter den großen Deutungen Hitlers (v.a. Alan Bullock, Joachim Fest, Ian Kershaw) als die bedeutsamste und analytisch schärfste.
Detaillierte wissenschaftliche Besprechungen der Bücher Kershaws können bei Interesse über das Rezensionsportal clio-online.de recherchiert werden. Auch wurden auf Amazon bereits einige Besprechungen zu Kershaws Hitlerbiographie verfasst, in denen sich Interessenten über inhaltliche Schwerpunkte informieren können.
Stattdessen sollen hier nur die wichtigsten Informationen zu dieser gekürzten Neuausgabe gegeben werden, mit der Absicht, Interessenten damit die Kaufentscheidung zu erleichtern:
Wurde die Darstellung inhaltlich aktualisiert?
Kershaw hat sein Werk nur gekürzt, nicht aber überarbeitet. Im Vorwort stellt er klar, alle Deutungen und Thesen der Originalausgabe unverändert beibehalten zu haben. Die Notwendigkeit einer Überarbeitung bestehe nicht, jedenfalls nicht dringend. Neue Forschungsergebnisse zu Hitler und NS-Staat aus den letzten zehn Jahren wurden von Kershaw also ausdrücklich nicht in die Darstellung mit eingearbeitet.
Was wurde gekürzt?
Kershaw hat für diese Ausgabe vor allem den kompletten wissenschaftlichen Apparat (Fußnoten & Quellen- sowie Literaturverzeichnis) gestrichen. Außerdem viele Zitate, denen in erster Linie illustrativer Charakter zukommt. Weiterhin zahlreiche Exkurse zum politischen, sozialen und kulturellen Kontext des Lebensweges seines Protagonisten. Soll heißen: Die Darstellung fokussiert sich noch stärker auf Hitler als Person und geht weniger stark auf dessen Umgebung ein.
Gerade die Streichung des kompletten wissenschaftlichen Apparates und die Zurückstellung "struktureller" Faktoren gegenüber der Persönlichkeit Hitlers, lässt es ratsam erscheinen, im wissenschaftlichen Umfeld weiterhin die zweibändige Originalausgabe zu benutzen. Auch Studenten sollten in ihren wissenschaftlichen Arbeiten die Originalausgabe heranziehen.
Wer jedoch auf einen stärker personenzentrierten Zugriff Wert legt, weiterführende Kommentare (etwa zu Forschungskontroversen) durch Fußnoten nicht vermisst und sich vor allem zur persönlichen Weiterbildung mit der Person Hitlers auseinandersetzen will, kann getrost zu dieser Ausgabe greifen. Zumal bei diesem vergleichsweise attraktiven Preis.


Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust - Daniel Jonah GoldhagenHitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust
Daniel Jonah Goldhagen

Taschenbuch, 1. September 2000
     Verkaufsrang: 37948      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kaum ein Buch löste in den letzten Jahrzehnten eine heftigere Debatte aus als Goldhagens Studie über den Holocaust. Wer waren die Täter? Was hat so viele Deutsche veranlaßt, sich an der Massenvernichtung zu beteiligen? Über 200.000 verkaufte Exemplare im Hardcover!

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

übertragbar auf heute      5 von 5 Punkten
Der Charakter des gewöhnlichen Deutschen hat sich nicht geändert, nur weil Hitler besiegt wurde. Die Mittäterschaft der Bevölkerung und Justiz ist nie aufgearbeitet worden. Hinter dem damaligen Antisemitismus steht eine geistige Bereitschaft zur Diskriminierung, die umso mehr zum Ausdruck kommt, je schwieriger die wirtschaftliche Lage ist. Diese Bereitschaft besteht in der Bevölkerung, der Regierung und der Justiz bis heute fort. Deshalb sollte man Goldhagen aufmerksam lesen und seine Schilderung des Verhaltens der gewöhnlichen Deutschen nicht nur auf das 3. Reich beziehen.


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Der NS-Staat: Geschichtsinterpretationen und Kontroversen im Überblick - Ian KershawDer NS-Staat: Geschichtsinterpretationen und Kontroversen im Überblick
Ian Kershaw

Sondereinband, April 2009
     Verkaufsrang: 32118      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Literatur zum Nationalsozialismus und zum Holocaust füllt ganze Bibliotheken, und selbst Fachleuten fällt es schwer, einen Überblick zu wahren. Diese unübersichtliche Situation stellt sich dank der Arbeit des britischen Sozialhistorikers und Hitler-Biographen Ian Kershaw verändert dar. Sein Buch, das nun in einer erweiterten und überarbeiteten Fassung vorliegt, ist ein Wegweiser durch das Bücherdickicht zum Ursprung und Wesen des Nationalsozialismus. Der Autor informiert über die unterschiedlichen Erklärungsmodelle, kommentiert einsichtig die großen Kontroversen und Debatten, die sie begleiten, und zeigt dabei den aktuellen Forschungsstand.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Brillantes Buch      5 von 5 Punkten
Das Werk Ian Kershaws überzeugt nicht nur durch seine brillante Aufarbeitung des äußerst kontroversen Inhalts, sondern auch durch die sachliche und klare Strukturierung.
Nicht nur für (angehende) Historiker, sondern auch für den Laien durchaus verständlich wird eine der wohl komplexesten Forschungskontroversen der deutschen Geschichte behandelt. Eingehend wird dabei auf verschiedene Foschungsrichtungen eingegangen und diese sehr verständlich und in präzisen Formulierungen (ein Faktum, an welchem es manchen Fachbüchern mangelt)dargelegt.


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Gigantische Visionen: Architektur und Hochtechnologie im Nationalsozialismus - Michael EllenbogenGigantische Visionen: Architektur und Hochtechnologie im Nationalsozialismus
Michael Ellenbogen

Gebundene Ausgabe, Oktober 2006
     Verkaufsrang: 84155      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Fällt der Begriff "Gigantismus", dann löst er in der Regel Assoziationen wie "Monumentalität" oder "Maßlosigkeit" aus. Häufig ist dieser Begriff im Zusammenhang mit den Großbauten des Nationalsozialismus zu hören.
Dass sich der "Gigantismus" keineswegs in der Architektur erschöpfte, verdeutlichen die verkehrs- und waffentechnischen Projekte des Nationalsozialismus. Auch hier fällt der Befund zwiespältig aus, stehen doch auch heute noch beeindruckende, zukunftsweisende ingenieurstechnische Leistungen neben Verstiegenheiten, die zu keinem Zeitpunkt eine realistische Aussicht auf Verwirklichung hatten.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Gigantisch      5 von 5 Punkten
Wie es der Titel schon sagt das Buch gibt einen kleinen aber sehr guten Einblick in den Gigantismus des dritten Reiches.
Es behandelt nicht nur bereits begonnen Großbauprojekte des Reichs" sondern gibt auch einen Einblick in die gigantischen Waffenvorhaben. Die zum teil in Bau waren die andren nur auf den Reißbrett entstanden wie die "Midgard-Schlange"
Es werden auch zivile Großprojekte behandelt wie die Reichsautobahnen oder die geplante Breitspurbahn
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es jeden nur empfehlen der sich einen kleinen hauch über den Gigantismus dieser Zeit holen will.


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Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind: Über zwei NS-Erziehungsbücher - Sigrid ChamberlainHitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind: Über zwei NS-Erziehungsbücher
Sigrid Chamberlain

Broschiert, 1. Januar 2000
     Verkaufsrang: 55310      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Chamberlain arbeitet den latenten Haß in der NS-Gesellschaft auf die Kinder heraus, der vermutlich von Neid durchzogen ist. ... kommt schlüssig zu dem Ergebnis, daß eine tiefe Bindungslosigkeit und die Lust am ‚Verschwinden' oder am Eintauchen ins Kollektiv zusammengehören. ... Höchst lesenswert ist die Auseinandersetzung mit den tiefenpsychologischen Hitler-Deutungen im furiosen Schlußkapitel." Tilmann Moser, Süddeutsche Zeitung

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Chamberlain eröffnet neue Blickwinkel!      5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist eines der tiefsinnigsten und differenziertesten Werke, die ich je gelesen habe. Chamberlain beschäftigt sich mit einem Thema, das für viele immer noch tabu ist: Den Folgen der nationalsozialischen Erziehung für die betroffenen Kinder. Sie rückt damit die Vergangenheit wieder in unsere Gegenwart und erläutert wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aneinander gekoppelt sind. Eindrücklich erläutert sie die Erziehungsmethoden der Nazis und weist auf bis in unsere Zeit hinein reichende Folgen hin. Überdies zeigt sie auf, wie ein ganzes Volk diese Erziehung in sein privates Leben integrieren konnte, ohne selbige zu hinterfragen.
Dabei bversucht sie immer möglichst objektiv zu bleiben, keine Tat zu rechtfertigen, sondern lediglich Hintergründe aufzudecken. Dies gilt auch für ihre tiefenpsychologische Herangehensweise gegenüber Hitlers Biografie.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, das uns hilft zu verstehen, wieso die Dinge heute so sind wie sie sind und was wir erzieherisch tun können, damit Auschwitz nie wieder passiert.


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Hitlers Eliten nach 1945: Das Buch zur ARD-Fernsehserie - Hitlers Eliten nach 1945: Das Buch zur ARD-Fernsehserie

Taschenbuch, 1. Dezember 2003
     Verkaufsrang: 68055      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Albträumen erwachte, die ihm die nationalsozialistische Terrordiktatur bereitet hatte, war das Land ein einziger Trümmerhaufen. Doch auf dessen westlichem Teil blühte bald schon die Demokratie der Bundesrepublik Deutschland. Die Welt war des Lobes voll. Auf die Wiedergeburt der Demokratie folgte das Wirtschaftswachstum, Adenauer verankerte das Land fest in der westlich-demokratischen Werte- und Verteidigungsgemeinschaft und alle waren glücklich. Was aber war aus den ganzen Nazis geworden, die vor 1945 die deutsche Kulturnation in die tiefste Barbarei gestürzt hatten? Alle tot? Oder aus lauter Scham in der Versenkung "verschwunden"? Keineswegs. Viele setzten ihre unter und mit dem Nationalsozialismus begonnene Karriere nach dem Krieg im Dienste der Demokratie fast bruchlos (und nur zu oft ganz ohne Scham) fort. Widerwärtig!
In fünf sehr aufschlussreichen Einzeluntersuchungen über Nachkriegskarrieren von Medizinern, Unternehmern, Offizieren, Juristen und Journalisten sowie einer Bilanz des Herausgebers geht der Band der Frage nach, was aus der Elite des "Führers" nach 1945 geworden ist. Eine alles in allem sehr ernüchternde Bilanz, die man heute nur deshalb mit nur mäßigem Grausen lesen kann, weil die verstrichene Zeit dafür gesorgt hat, dass wir diese teils erbärmlichen Gestalten, von denen hier berichtet wird, am Ende doch noch losgeworden sind. Soweit sich dies beurteilen lässt, beruhen die aufschlussreichen Beiträge allesamt auf sorgfältigen Recherchen, sind dabei aber wohltuend ungeschwätzig. Was allerdings leider ausgeblendet bleibt, ist die Frage, was eigentlich aus den Eliten in der anderen Hälfte Deutschlands (oder auch in Österreich) nach dem Krieg geworden ist. Eine sicherlich nicht minder interessante Frage! Further research is necessary. -Andreas Vierecke


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Richtig und wichtig      5 von 5 Punkten
Ich habe mich in meiner Jugend immer gefragt, warum manche der Alteren die komische Redewendung auf hart arbeitende Zeitgenossen verwendeten: "Der arbeitet ja bis zur Vergasung".
Später wußte ich es dann und noch später war mir nach Studium dieses und anderer Werke des Autors auch noch klar, wie sehr nach dem Krieg auf Kontinuität gesetzt wurde. Die Masse der Täter wandelte sich schlagartig zu überzeugten Demokraten und deckten sich sodann gegenseitig. Offensichtlich kann man eine Demokratie auch mit Leuten gründen, deren Ausrichtung ganz und gar undemokratisch ist. Begreifen kann ich diese Menschen wie Globke, Kiesinger etc. immer noch nicht, aber die Mechanismen der Macht und des Verbergens echter Überzeugungen lassen mich in Diskussionen nun hellhöriger sein. Lesenswert.


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