NS-Zeit

Inhaltsangaben
Kurzbeschreibungen
Zusammenfassungen
Seite 5

Der Lemberger Professorenmord: und der Holocaust in Ostgalizien - Dieter SchenkDer Lemberger Professorenmord: und der Holocaust in Ostgalizien
Dieter Schenk

Gebundene Ausgabe, 19. September 2007
     Verkaufsrang: 38601      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Der nationalsozialistische Völkermord in Ostgalizien begann 1941 mit dem Mord an 25 polnischen Professoren in Lemberg. Jedes polnische Geschichtsbuch erwähnt dieses Verbrechen als Beispiel für die Skrupellosigkeit und Brutalität der Nationalsozialisten. In der Bundesrepublik ist es hingegen weitgehend unbekannt. Die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft Hamburg wurden sogar mehrfach eingestellt. Hinter ihren Bemühungen ist kein ernster Aufklärungswille erkennbar. Bis Juli 1944 ermordeten die nationalsozialistischen Machthaber in Ostgalizien eine halbe Million Menschen. Im Rahmen der Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes zur Vernichtung der polnischen Intelligenz tötete eine SS-Einsatzgruppe z.b.V. unter Eberhard Schöngarth in Lemberg auf brutalste Weise 25 hochkarätige polnische Wissenschaftler und etwa ebenso viele Familienmitglieder, Freunde und Hausbewohner. Unter Beteiligung der Professorenmörder nahm danach die Vernichtung der galizischen Juden ihren schreckli
chen Lauf. Massenerschießungen, Vergasungen in Belzec, "Vernichtung durch Arbeit", grauenhafte Tötungen im berüchtigten "Janowska-Lager". Das Massengrab der Professoren wurde bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Das Verbrechen ist ungesühnt.




Ordnung durch Terror: Gewaltexzeß und Vernichtung im nationalsozialistischen und stalinistischen Imperium - Jörg BaberowskiOrdnung durch Terror: Gewaltexzeß und Vernichtung im nationalsozialistischen und stalinistischen Imperium
Jörg Baberowski, Anselm Doering-Manteuffel

Broschiert, Oktober 2006
     Verkaufsrang: 188871      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

In den Kriegsimperien Hitlers und Stalins sollten Ordnung und Eindeutigkeit durch Terror und Gewalt erzeugt werden. Mit essayistischem Scharfsinn und wissenschaftlicher Präzision analysieren die renommierten Historiker Jörg Baberowski und Anselm Doering-Manteuffel die Herrschaftskontexte von Stalinismus und Nationalsozialismus, die eine bis dahin unvorstellbare Dynamik totalitärer Gewalt entwickelten. Das Streben nach Eindeutigkeit und homogenen Ordnungen darf als das herausragende Signum der modernen Zeit gelten. Es verschaffte sich vor allem dort mit letzter Konsequenz Geltung, wo totalitäre Systeme gewaltsam versuchten, Vielfalt in Eindeutigkeit zu verwandeln: soziale, ethnische und politische Vielfalt, Vielfalt an Meinungen, Bekenntnissen, Kultur- oder Wirtschaftsformen. Dies war besonders in der stalinistischen Sowjetunion und im nationalsozialistischen Deutschland der Fall. Beide Regime nahmen Vielfalt als Bedrohung wahr. Vor allem während des Krieges schufen sie sich durch
ihre Eroberungszüge jene Uneindeutigkeit und Heterogenität selbst, die sie dann mit Terror und Vernichtung zu überwinden trachteten. Deshalb wurde das ¯Imperium® als Ordnungsraum zum Hort der schlimmsten Gewaltexzesse des 20. Jahrhunderts.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Neue Perspektive      5 von 5 Punkten
Die Neuzeit-Historiker Baberowski und Doering-Manteuffel verlassen in ihrem schmalen aber inhaltlich hochsubstantiellen Band die zwischen "kausalem Nexus" und "Singularität" verlaufende Hauptkampflinie des 1986er Historikerstreits völlig. Wie Nationalsozialismus und Stalinismus - von einer Ordnungsidee der Eindeutigkeit ausgehend - ihre imperialen Herrschaftsräume durchdrangen und strukturierten, wird in eindrucksvoller komparativer Weise untersucht. Die Autoren vergleichen, aber sie setzen nicht gleich. Daß die Nazis ihren Gegnern "rassische" Unterscheidungsmerkmale zuschrieben, ist bekannt. Der stalinistische Kommunismus markierte seine realen und eingebildeten Feinde - durchaus ähnlich - mit ethnischen Zuschreibungen, es waren beispielsweise Polen, Krimtataren, Koreaner, Deutsche. In dem Versuch, eindeutige Ordnungsutopien ohne Ambivalenz mit schrankenloser Gewalt gegen "rassische"/ethnische Minoritäten zu realisieren, gleichen sich Stalinismus und Nationalsozialismus tatsächlich - das ist die neue Perspektive, die Baberowski und Doering-Manteuffel in ihrem großen Essay eröffnen. Fazit: Wer zu Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts mitreden will, muss dieses Buch gelesen haben.


Sex-Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern - Sex-Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

Gebundene Ausgabe, Dezember 2007
     Verkaufsrang: 223353      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die Verquickung sexueller und politischer Gewalt während des NS-Regimes hat in der wissenschaftlichen Forschung über Jahrzehnte hinweg kaum Berücksichtigung gefunden. Dies war insbesondere bei der schwierigen Thematik der Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern der Fall. Die Nationalsozialisten errichteten ein Bordellsystem innerhalb der nationalsozialistischen Konzentrationslager, während Prostitution auf der Straße verfolgt und bekämpft wurde. Ende 1941/Anfang 1942 kam es zu einem Funktionswandel der Konzentrationslager. Die KZ-Häftlinge sollten vermehrt zur Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie eingesetzt werden. Die SS führte zum Zwecke der Arbeitssteigerung ein "Prämiensystem" ein. "Häftlinge, welche sich durch Fleiß, Umsichtigkeit, gute Führung und besondere Arbeitsleistungen auszeichneten" erhielten nach dem fünfstufigen Prämiensystem bestimmte Vergünstigungen, wobei die höchste Vergünstigung der Besuch des Lagerbordells war. Infolgedessen wurden auf Weisung des SS-Reichsführers Heinrich Himmler in zahlreichen Konzentrationslagern Häftlingsbordelle eingerichtet, in denen weibliche Häftlinge Sex-Zwangsarbeit leisten mussten. Die Herausgeber beschreiben in diesem Buch die Entstehung, Funktion und Rahmenbedingungen dieses Bordellsystems, brechen damit ein Tabu und zeigen dabei eine weitere grausame Dimension des NS-Regimes auf.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Artikel der Wiener Zeitung      5 von 5 Punkten
"In einem Schreiben an seinen Intimus, den SS-Obergruppenführer Oswald Pohl, vom 23. März 1942 erläuterte Heinrich Himmler, Reichsführer SS, warum es gut sei, den Gefangenen in den Konzentrationslagern gewisse Vergünstigungen zu gewähren: "Für notwendig halte ich allerdings, daß in der freiesten Form den fleißig arbeitenden Gefangenen Weiber in Bordellen zugeführt werden. Ebenso muß ein gewisser kleiner Akkordlohn da sein. Wenn diese beiden Bedingungen gegeben sind, wird die Arbeitsleistung enorm steigen."

Da KZ-Häftlinge mit fortschreitender Kriegsdauer verstärkt für Arbeitsdienste benötigt wurden, ersannen SS-Granden ein ausgeklügeltes Prämiensystem, um den Arbeitseifer der Gefangenen anzufachen. Mittlerweile hatte man erkannt, dass Schläge und Traktieren alleine nicht geeignet waren, die Produktivität zu erhöhen, weil die physische Belastbarkeit der Zwangsarbeiter dadurch herabgesetzt wurde. Abhilfe versprach ein System, das den Häftlingen bei nachgewiesener Mehrleistung Privilegien zugestand. Da SS-Männer neben den erwähnten Bordellen auch bestimmte Nahrungs- und Genussmittel, ja sogar die Freiheit in Aussicht gestellt hatten, wurde diese Form der Anreizschaffung von den Gefangenen ironisch als "FFF-System" ("Fressen-Ficken-Freiheit) bezeichnet. Allerdings sollte die Entlassung in die Freiheit niemals Teil der Prämienordnung werden. Für die Mehrleistungen an ihrer Arbeitsstätte erhielten die KZ-Zwangsarbeiter "Prämienscheine" , mit denen sie Tabak sowie Lebensmittel einkaufen und den Besuch im Lagerbordell bezahlen konnten.

Das erste KZ-Bordell entstand 1942 auf Anregung Himmlers in Mauthausen. Es befand sich gleich neben dem Haupttor in der Baracke 1 und stellte das Vorbild für andere Lager dar. Die KZ-Sexarbeiterinnen rekrutierte die SS im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Zu Beginn wurden vor allem Frauen ausgewählt, die bereits zuvor als Prostituierte gearbeitet hatten. Allerdings machte die steigende Zahl von Häftlingsbordellen ab 1943 auch die "Selektierung" anderer Frauen erforderlich. Von nun an kommandierte die SS vorwiegend so genannte "Bettpolitische" ins Bordell ab. Es handelte sich dabei um Frauen, die wegen ihrer Beziehungen zu Ausländern oder wegen "Rassenschande" interniert waren. Obwohl sich Frauen auch "freiwillig" für den "Arbeitsdienst" im KZ-Bordell meldeten, kann nicht wirklich von einem freien Willensakt ausgegangen werden, da die Betroffenen meist nur deshalb den Dienst antraten, um ihr Leben zu retten. Nach sechs "Arbeitsmonaten" wurden die meisten Frauen als körperliche und psychische Wracks nach Ravensbrück zurückverfrachtet und durch neue Sex-Zwangsarbeiterinnen ersetzt." [...]

Wiener Zeitung, 10.5.2005

DIE ZEIT, 20.07.2006 , von Peter Roos      5 von 5 Punkten

Der Geschlechtsverkehr durfte maximal 20 Minuten dauern und war ausschließlich in Missionarsstellung zu vollziehen. Damit keine verbotenen Gespräche dabei geführt wurden, ist durch das Guckloch in der nicht verschließbaren Schwingtür die Ausführung observiert worden. Verhütung gab es nicht. Zehn Männer mindestens waren täglich zwischen sechs und acht Uhr abends zu bedienen.

Hunderte der 8500 Frauen, die im österreichischen Konzentrationslager Mauthausen gefangen waren, mussten »Sex-Zwangsarbeit« leisten, nachdem am 11. Juni 1942 das erste Lagerbordell im NS-Reich offiziell eröffnet worden war auf direkten Befehl Himmlers, der »den fleißig arbeitenden Gefangenen Weiber zuführen« ließ. Neun weitere Bordelle von Auschwitz über Buchenwald bis Dachau folgten.

Die erste und europaweit einzige Ausstellung zum Thema »Sex-Zwangsarbeit« geht in Mauthausen behutsam und beherzt das Tabu der Tabus in der Auseinandersetzung mit der Nazizeit an. Völlig unspektakulär und schlicht ziehen die Exponate den letzten Schleier der Verdrängung vor dem Verdrängten herunter: Schon in der KZ-Welt vor 64 Jahren tabuisiert, haben Gesellschaft und Wissenschaft nach 1945 einen großen Bogen um die Bordelle gemacht. Die im Frauen-KZ Ravensbrück dafür selektierten Opfer waren damals schon herabgewürdigt und versteckten, falls überhaupt noch am Leben, nach der Befreiung ihr Schicksal.

Tafeln, Diagramme, Dokumente, Karten, historisches Bildmaterial zeigen in der »Lagerschreibstube« der Baracke1, die gleich nebenan das Bordell beherbergte, wie dort der Alltag organisiert war und welche psycho-soziale Aufgabe diese Sex-Wirtschaft in der Lager-Organisation und für die Rüstungsindustrie hatte.

Denn in erster Linie ist Sex als Belohnung in einem ausgeklügelten Prämiensystem eingesetzt worden. Sex war Teil militärischer und kriegswirtschaftlicher Strategie, war Anreiz zur Erhöhung von Arbeitskapazität und Produktivität der männlichen Gefangenen. Ausschließlich nichtjüdische Häftlinge mit außerordentlichen Leistungen durften für zwei Reichsmark Lagergeld einen »Sprungschein« erwerben, mit dem sie einen registrierten Geschlechtsverkehr erwarben. Vor dem Akt wurden sie untersucht und mit einer Injektion behandelt. Die Frauen hatten sich danach mit einer Kresol-Lösung zu waschen. 45 Pfennige war ihr Lohn, 20 Pfennige davon nur wurden ausgezahlt. Die Gelder flossen direkt in die Reichskasse.

Die SS stellte also nicht nur ihre schwarz uniformierten Männer als Test-Freier, sie fungierte auch als Zuhälter für die übrigens ausschließlich nichtjüdischen Frauen, die aus besonders schweren Arbeitskommandos mit dem Versprechen gelockt wurden, nach sechs Monaten Sex-Arbeit entlassen zu werden. Nicht wenige sahen darin eine Überlebenschance. Aber nach einem halben Jahr kamen sie nach Ravensbrück zurück, zu »Asozialen« heruntergestuft und zu medizinischen Experimenten missbraucht. Zwangsabtreibungen waren an der Tagesordnung. Lesben sollten umgepolt und Schwule in Heteros verwandelt werden. Selbstverständlich herrschte auch bei dieser Dehumanisierung der Frauen die Hierarchie: Die schönsten Frauen des Bordell-Personals wurden der SS zugeführt, andere den Frontsoldaten zur Verfügung gestellt, »die Drittklassigen« kamen in die Häftlingsbordelle. Mit Sonderkleidung, Sonderessen, Höhensonnen ausgestattet, wurden sie zur Attraktion auf Zeit herangepäppelt und verbraucht.

Eine Ausstellung, die den Betrachter stumm und mit trockenem Mund allein lässt. Gerade die karge Ausstattung, der unterkühlte Zugriff auf Archivalien und wissenschaftliche Erkenntnis rufen Fassungslosigkeit und Verzweiflung hervor. Hier trumpft nicht Selbstzweckdesign hochmütig auf mehr als ruhige Sparsamkeit der Präsentation verlangt der Originalschauplatz nicht. Seine stille Leere hat der Wiener Fotokünstler Harald Arnold ruhigen Blicks gebannt; als betrachte er mit den Augen der Opfer den Appellplatz vergewaltigter Körperlichkeit, führt er die Kamera mit großer Empathie und Zurückhaltung ins Bordell, um das Bordell herum, auf das Bordell und durch die Fenstergitter aus dem Bordell heraus keine Blickflucht, sondern eindringliches Hinsehen.

Eindringlich hingesehen haben auch die Ausstellungsmacher. Und darin liegt auch etwas Tröstliches. Denn völlig unabhängig, selbstständig und eigeninitiativ haben elf Studenten und Studentinnen aus der kulturwissenschaftlichen Forschungsgruppe der Wiener Historikerin Carola Sachse neben ihrem Studium diese originäre Feldforschung betrieben und Wissenschaft in Anschauung umgesetzt. Ein Quantensprung ist gelungen...

Für den Jahreswechsel 2006/07 hat die Gedenkstätte Ravensbrück diese Präsentation bereits in ihr Programm aufgenommen.

© DIE ZEIT, 20.07.2006





Alfred Rosenberg: Hitlers Chefideologe - Ernst PiperAlfred Rosenberg: Hitlers Chefideologe
Ernst Piper

Broschiert, Februar 2007
     Verkaufsrang: 253672      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Auch mehr als sechzig Jahre nach Ende des "Dritten Reichs" und des von ihm entfesselten Zweiten Weltkriegs weist die Forschung hinsichtlich der ideologischen Grundlagen des Nationalsozialismus noch immer Lücken auf. Die vielleicht wichtigste hat Ernst Piper nun mit einer bravourösen biografischen Arbeit über Alfred Rosenberg geschlossen!

Während in den vergangenen Jahrzehnten eine Unzahl von Studien das Leben und das Denken Alfred Hitlers bis in die verborgensten Winkel ausgeleuchtet haben, hatte man dessen "Chefideologen" Rosenberg erstaunlicherweise sträflich vernachlässigt. Dabei ist die Bedeutung Rosenbergs für das Denken und Handeln "des Führers" kaum zu überschätzten. Zeitgenössische Beobachter, wie etwa die Autoren einer von Piper zitierten Exilschrift aus dem Jahre 1934, gingen in ihrem Urteil sogar so weit, zu behaupten, dass "Hitler befiehlt, was Rosenberg will". Dass man von Rosenberg gemessen an seiner Bedeutung gleichwohl kaum Notiz nahm, hat vielerlei Gründe. Der wichtigste liegt in Rosenbergs Persönlichkeit selbst. Er drängte sich nie in den Vordergrund. Im Gegenteil, den scheute er. "Er ging am 9. November 1923 nur einen Meter hinter Hitler, doch niemand nahm es zur Kenntnis; er gehörte auch nicht zu den Angeklagten im folgenden Prozess. Zu beschreiben, wie die deutsche Gesellschaft auf sein Auftreten reagierte, wäre nicht möglich, denn Rosenberg trat nicht auf." Außer hier und da auf einem Parteitag wurde er nie als Redner eingesetzt. Auch verkehrte er, anders als Hitler, auch nicht in den Münchner Salons. "Seine Bühne war der Schreibtisch." Alle anderen Naziführer haben zusammen nicht annähernd soviel nazistisches Schrifttum produziert, wie Rosenberg, der mit seinen Kommentaren zum Parteiprogramm sowie der Herausgabe und Redaktion beinahe aller nationalsozialistischen Periodika das ideologische Fundament der Partei immer wieder erneuerte.

Kurzum: Eine längst überfällige Studie, zu der wir dem Autor (und verdienten Verleger), der damit seine Habilitationsschrift vorlegt, von Herzen gratulieren! -- Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Schluss mit Soldaten-Zählen      5 von 5 Punkten
Pipers Darstellung geht weit über eine reine Rosenberg-Biographie hinaus. Er beleuchtet das gesamte nationalsozialistische Umfeld so ausführlich und stilsicher, dass das Buch eigentlich als Standard-Lektüre für den Geschichtsuntericht im Themenbereich Nationalsozialismus zu empfehlen ist. Zuviele Darstellungen haben es bisher dabei belassen, Daten und Fakten zu benennen, und dabei die ideengeschichtlich zu benennenden Motive vernachlässigt.

Es gibt m. E. nur ein kleines Manko: Die wohl zurzeit spannendste Frage, die nach der politischen Religion des Nationalsozialismus, wird von Piper nur gestreift. Da wo er konkreter wird, wird er widersprüchlich. So schreibt er zwar: "Rosenbergs Mythos war ein zutiefst gnostischer Mythos." (206) und: "Die Judenvernichtung war gewissermaßen Arbeit am Mythos, am Mythos des Blutes", aber andererseits zieht er die Conclusio: "Festzuhalten bleibt, dass der Nationalsozialismus, wenn nicht Ersatzreligion, doch mindestens Religionsersatz sein wollte. Lassen wir das letzte Wort einem Zeitgenossen. Konrad Algermissen schrieb 1934: 'Religionspsychologisch bedeutet diese von Rosenberg verkündete Zukunftsreligion die Relativierung des Absoluten und die Entwertung alles Religiösen.'" (231) Zudem bezeichnet er das NS-Feierjahr als "pseudoreligiöse Selbstinszenierung des totalitären Staates". (226) Wenn aber die Judenvernichtung das herausragende Merkmal dieses Staates war, und diese durch den gnostischen Mythos, die Religionsphilosophie der Gnosis, befeuert wurde, dann kann dieser Staat nicht als "pseudoreligiös" bezeichnet werden. Piper hätte hier durchaus in Sachen Gnosis und Nationalsozialismus deutlicher werden können und müssen.

 Weitere Lesermeinungen



Ein Glückskind: Wie ein kleiner Junge zwei Ghettos, Auschwitz und den Todesmarsch überlebte und ein neues Leben fand - Thomas BuergenthalEin Glückskind: Wie ein kleiner Junge zwei Ghettos, Auschwitz und den Todesmarsch überlebte und ein neues Leben fand
Thomas Buergenthal

Gebundene Ausgabe, März 2007
     Verkaufsrang: 137569      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Eine glückliche, behütete Kindheit hätte es für Thomas Buergenthal werden können, damals in Lubochna. Doch dann kamen die Deutschen: Die Familie flieht nach Polen, wird verhaftet und ins Ghetto gesperrt. Es folgt die Deportation nach Auschwitz. Als eines von nur ganz wenigen Kindern überlebt Thomas einen der berüchtigten "Todesmärsche" im eiskalten Winter 1944.
Nach seiner Befreiung aus dem KZ Sachsenhausen erlebt er als "Maskottchen" der polnischen Armee den Kampf um Berlin mit, kommt schließlich in ein Waisenhaus und findet auf wundersame Weise seine Mutter wieder.
Auf bewegende Weise, ganz ohne Bitterkeit, erzählt Thomas Buergenthal seine Kindheitsgeschichte.
In einem Epilog schildert er überdies, wie er in seinem "zweiten Leben" in den USA zu einem der weltweit profiliertesten Anwälte für internationales Recht und für Menschenrechte wurde, gekrönt von seiner Tätigkeit als amerikanischer Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Glück kann man überall haben - man muss es nur sehen      5 von 5 Punkten
Ein erstaunliches Buch. Eigentlich lese ich solche Bücher nicht besonders gerne, oft ist es unerträglich, solches Leid mitzuerleben, und ich weiß oft nicht wie man damit umgehen soll.
Bei Thomas Buergenthal ist es anders: er beschreibt sehr detailliert und eindringlich. Und auf eine ganz subtile Art und Weise doch wieder distanziert und als Beobachter. Grausamkeiten wie eine Erschießung werden manchmal lakonisch in einem Satz abgehandelt. Aber sie bleiben einem trotzdem in Erinnerung. Gerade die scheinbare Distanz ist es, die die Nähe, das Annähern an das Grauen überhaupt ermöglicht. Nicht zuletzt ist dabei aber auch zu fühlen, mitzuerleben, dass der Autor bei seinem Erleben auf eine gewisse Art und Weise selbst innerlich erfroren ist um das Ganze - gerade als Kind - überhaupt bei psychischer Gesundheit überleben zu können. Mitfühlend, leidend, liebend doch irgendwie nur noch Maschine.... bis er irgendwann wieder in den Armen seiner Mutter liegen durfte, die er erst zwei Jahre nach Kriegsende wieder traf und von da an wieder Kind sein durfte - ein "Kind wie Du und ich" - oder etwa doch nicht?
Insgesamt sehr lesenswert weil es Mut macht. Den unbedingten Überlebenswillen schon beim Lesen weckt und klar macht: auch und gerade mit solchen Erlebnissen lässt sich ein lebenswertes erfülltes Leben leben ohne zu verdrängen. Sondern gerade aus dem erlebten Grauen die Kraft dafür zu schöpfen, wozu man sich dadurch berufen fühlt. Dies macht Thomas Buergenthal im letzten Drittel des Buches eindrücklich klar.


 Weitere Lesermeinungen


Der schöne Schein des Dritten Reichs. Gewalt und Faszination des deutschen Faschismus - Peter ReichelDer schöne Schein des Dritten Reichs. Gewalt und Faszination des deutschen Faschismus
Peter Reichel

Gebundene Ausgabe, 1. Oktober 2006
     Verkaufsrang: 118126      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Das NS-Regime hat sich wie kein anderes Herrschaftssystem der Neuzeit sinnlich wahrnehmbar dargestellt und die Massen zu überreden versucht. Wer den zeitweiligen Erfolg der Hitler-Diktatur, wer den inneren Zusammenhalt der damaligen deutschen Gesellschaft verstehen will, ihren Führerglauben, ihre Leidensfähigkeit während des Krieges und ihren Glauben an den Endsieg noch bis zuletzt, der wird sich mit dem schönen Schein des Dritten Reiches auseinandersetzen müssen. Das NS-Regime erzeugte nicht nur Angst und Schrecken. Es beruhte nicht nur auf Verfolgung der Volksfeinde , sondern auch auf den materiellen und symbolischen Gratifikationen für die Volksgenossen . Verheißungsvolle Zukunftsbilder versprachen Ende der 30er Jahre Massenkonsum, Massenmotorisierung (VW) und Massentourismus ( Kraft durch Freude ) in naher Zukunft. Dass Deutschlands Weg ins Verderben längst begonnen hatte und in einen weltanschaulichen Völkervernichtungs-krieg führen würde, mit Massenausbeutung und Massenmord, konnte oder wollte eine Mehrheit jedenfalls nicht oder erst spät erkennen. Der Schöne Schein des Dritten Reiches zählt zu den Standardwerken der Literatur über das Dritte Reich und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Es ist der erste Versuch einer kulturgeschichtlichen Gesamtdarstellung jener Zeit, der in dieser Breite bisher nicht wiederholt worden ist. Diese Neuausgabe erscheint nun mit einem aktualisierten Vorwort und erweitertem farbigen Bildteil.



Die Machtergreifung: Bd. 16 - Martin BroszatDie Machtergreifung: Bd. 16
Martin Broszat

Broschiert, Januar 1984
     Verkaufsrang: 131175     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Wer geglaubt haben sollte, die Geschichte des Dritten Reiches sei bereits erschöpfend erforscht, wurde in den letzten Jahren eines Besseren belehrt. Die hitzige Debatte um Daniel Goldhagens Buch Hitlers willige Vollstrecker und die umstrittene Wehrmachtsausstellung heizten die wissenschaftlich-publizistische Auseinandersetzung erneut an und führten zu einer wahren Flut an Veröffentlichungen zum Staate Hitlers.

Die Forschung der zurückliegenden Jahrzehnte verliert damit aber noch nicht automatisch an Bedeutung. Gerade deutsche Historiker haben in der Vergangenheit zahlreiche Studien vorgelegt, deren Ergebnisse weiterhin Gültigkeit beanspruchen können, und die den Vergleich mit aktuellen Publikationen nicht zu scheuen brauchen. Zu ihnen gehört zweifellos Der Staat Hitlers, Martin Broszats bahnbrechende Arbeit aus dem Jahre 1969, die kürzlich neu aufgelegt wurde.

Mit seiner Verfassungs- und Strukturgeschichte des NS-Regimes gelingt Broszat die zwingend notwendige theoretische Erfassung der Grundstrukturen nationalsozialistischer Herrschaft. Am Beispiel von Beamtentum und Verwaltung sowie von Justiz und Kirchen konkretisiert Broszat seine eher abstrakten Darlegungen und arbeitet die dualistische Natur des Regimes heraus, die in den Gegensätzen zwischen Staat und Partei oder Reichsregierung und Führerabsolutismus -- um nur einige zu nennen -- ihren Ausdruck fand.

Selbstverständlich wurden Broszats Ergebnisse durch neuere Detailstudien wesentlich erweitert, in einigen Punkten sicherlich auch korrigiert; an seinen grundlegenden Aussagen über die Konsequenzen der nationalsozialistischen Herrschaft ändert dies jedoch wenig.

1969 schloß Broszat sein Buch mit der schmerzlichen Erkenntnis, daß in der Bundesrepublik die "lastende Hypothek" des Nationalsozialismus in den "zahlreichen Äußerungsformen gestörten nationalen und politischen Selbstbewußtseins noch täglich spürbar ist". Dieses Fazit hat auch drei Jahrzehnte später nichts von seiner Aktualität eingebüßt. --Stephan Fingerle

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein typisches "Broszat-Buch" eben...      5 von 5 Punkten
"Der Staat Hitlers" von Martin Broszat gibt in gut verständlicher Weise Einblicke in unterschiedliche Themenbereiche der Organisation der NSDAP und der Reichsregierung unter Hitler.
Im Vorfeld werden kurz die Gründe dargestellt, die das Scheitern der Weimarer Republik verursacht und den Aufstieg der NSDAP erst ermöglicht haben.
Im Weiteren wird der NS-Staat unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet. Nach der Erläuterung der Struktur der Partei mit den ihr angehörigen Verbänden und deren Führungsstruktur befasst sich ein großer Teil des Buches mit der Vorgehensweise des Diktators in der Anfangszeit seiner Schreckensherrschaft. Gleichschaltung der Länder, Verbot der Gewerkschaften, Kommunisten und anderer Parteien werden ebenso verständlich geschildert wie die Verflechtung von Staat und Partei.
In den nächsten Kapiteln werden dann die Bereiche Beamtentum, Reichsregierung (u.a. mit den Gebieten Reichsarbeitsdienst, Himmler als Reichsführer-SS und Chef der Polizei, Machtbereich Görings) behandelt.
Ein weiterer Abschnitt befasst sich dann mit den thematisch direkt mit dem Kriegsvorhaben verbundenen Themen, wie etwa Vierjahresplan, Außenpolitik, wirtschaftliche Lenkung, Gliederung der Wehrmacht.
Den Abschluss bildet eine Betrachtung des Bereiches Recht und Justiz in der Vorkriegszeit des Hitler-Regimes.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich dieses Buch wirklich jedem empfehlen kann, der sich eingehender, als es in vielen Büchern zu diesem Thema der Fall ist, mit den oben genannten Bereichen befassen möchte. Die Fachkompetenz des Autors auf diesem Themengebiet ist seit Jahrzehnten bekannt und international anerkannt. Wer bereits andere Bücher von ihm gelesen hat, der weiß, dass Broszats Art des Schreibens gut verständlich ist.

Historisierung des Nationalsozialismus      5 von 5 Punkten
Lange bevor in Deutschland der Historiker-Streit der achziger Jahre ausbrach betrieb Martin Broszat in seinen Veröffentlichungen jene "Historisierung des Nationalsozialismus", welche im Verlauf der Debatte u. a. auf dem Prüfstein stand:
Würde eine von moralischen Kategorien losgelöste Beschäftigung mit der inneren Verfassung des NS-Staates, eine Betrachtung der Nazi-Funktionäre unter sozialhistorischen oder auch poltikwissenschaftlichen Aspekten unter Auslassung der üblichen dämonisierenden Attribute, eine Relativierung der einzigartigen Verbrechen und ein schließliches Vergessen einläuten?
Auch Broszat beteiligte sich unter anderem in Form eines längeren Briefswechsels mit seinem jüdischen Kollegen Saul Freidländer an der Debatte in den Vierteljahresheften für Zeitgeschichte. Seine Antwort las sich solcherart, dass nur eine empirische Untersuchung der NS-Zeit unter sozial- und gesellschaftshistorischen Kategorien, welche eine "Entschlackung" der üblichen, mit metaphysischen Konnotationen belegten Sichtweise nach sich zöge, eine Opfer-Täter-Relationen gebührend darstellende, und damit moralisch gewinnbringende Arbeit wäre. Jedwede Mystifizierung des Nationalsozialismus würde hingegen die Täter aus ihrer Verantwortung entlassen, indem ihre Verbrechen den Charakter kosmisch vorbestimmter Notwendigkeiten annähmen.
Diesen Anspruch Broszats findet sich auch in seinem erstmals 1969 veröffentlichten Buch "Der Staat Hitlers" zur Perfektion verwirklicht. Indem er die innenpolitische Entwicklung Deutschlands von den Präsidialregierungen am Ende der Weimarer Republik bis zur "Endlösung der Judenfrage" mit äußerster Akribie nachzeichnet, gibt er dem Leser einen fulminanten Einblick in den widersprüchlichen Charakter eines Staates, welcher seinen Bewegungscharakter auch in der Institutionalisierung nie verlieren durfte, um jene "Energie-Entfesselung" zu ermöglichen, welche schließlich zu der Ermöglichung des industriellen Massenmordes in den Vernichtungslagern führte.
Verfassung, Partei, Staat, Verwaltung, Beamtentum, Recht und Justiz werden jeweils in eigenen Kapiteln behandelt. Zudem wird der Dualismus zwischen "Polykratie der Ressorts" und dem Führerabsolutismus in einem eigenem Abschnitt beschrieben. Der eigentümliche Charakter der Nazi-Diktatur, welche Elemente der kontrollierten Anarchie und des Chaos mit einer disziplinierten, straff organisierten Staatsführung verband, gewinnt durch Broszats empirische Recherchen hinreichende Plastizität, und hat seine Aktualität noch heute, mehr als dreissig Jahre nach seinem Erscheinen, nicht verloren.



Völkische Bewegung - Konservative Revolution - Nationalsozialismus: Aspekte einer politisierten Kultur - Völkische Bewegung - Konservative Revolution - Nationalsozialismus: Aspekte einer politisierten Kultur

Broschiert, April 2006
     Verkaufsrang: 190938      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 45,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Der Band versammelt Beiträge zur allmählichen Herausbildung kultureller Milieus im Spektrum von der völkischen Bewegung der Weimarer Republik bis zum formierten Nationalsozialismus. Die Vergesellschaftung durch Kultur, also durch gemeinsame Normen und ästhetisierte Praktiken gehört zu den Kennzeichen der Moderne. Der Band bietet exemplarische Fallstudien dazu. Dabei reicht das Spektrum von der Institutionengeschichte bis zu den ästhetischen Repräsentationen.



Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust - Daniel Jonah GoldhagenHitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust
Daniel Jonah Goldhagen

Taschenbuch, September 2000
     Verkaufsrang: 177353      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Mitglieder eines deutschen Fronttheaters, 1942 zu Gast bei einem Polizeibataillon in Polen, äußerten den Wunsch, an einer Massenerschießung von Juden teilnehmen zu dürfen. Die Bitte wurde ihnen gewährt. - Wie konnte es zum Holocaust kommen? Diese Frage wurde oft diskutiert. Doch wer waren die Täter, und wie war es möglich, so viele Deutsche aus allen sozialen Schichten für den Holocaust zu mobilisieren? Was hat sie dazu motiviert, sich an der Massenvernichtung zu beteiligen, auch, wenn die Möglichkeit einer Befehlsverweigerung bestand? Wie sah die Gesellschaft aus, die diese Männer und Frauen hervorbrachte? Diesen Fragen geht der amerikanische Historiker Goldhagen in seinem heftig und kontrovers diskutierten Buch nach.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)

Sehr gut!      4 von 5 Punkten

von Peter Waldbauer (Autor)

Handeln wie ein Jud. Wer von uns hat diesen Spruch nicht schon einmal gehört? Oder: Der ...ist Jude, der würde noch seine Großmutter verkaufen. Häufig auch: das jüdische Kapital bestimmt was in der internationalen Politik geschieht. Äußerungen, über die man lachen müsste, wenn es nicht so viele Leute gäbe, die fest daran glauben. Für kein anderes Volk als das der Juden haben sich derart spezifische Klischees herausgebildet, als festgefügte, meist negative Vorurteile überliefert und gleichzeitig so weit verbreitet. Über alle Ländergrenzen hinweg und durch viele Jahrhunderte hindurch. Mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit halten sie sich in den Köpfen der Menschen, Gebildeten wie Ungebildeten: Juden seien geldgierige Blutsauger und Wucherer, skrupellos Charaktere und verkauften ihre Waren zu Schleuderpreisen.
Wie aber kam es zu solchen Vorurteilen? Wann und woraus sind sie entstanden? Diesen Fragen will das Buch nachgehen.


 Weitere Lesermeinungen


Braunbuch: Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Berlin (West) - Braunbuch: Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Berlin (West)

Gebundene Ausgabe, 1. Februar 2002
     Verkaufsrang: 228635      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

........informatives Nachschlagewerk      4 von 5 Punkten
..........Reprint des vom Staatsverlag der DDR „als Instrument des kalten Krieges" herausgegebenen Buches / Nachschlagewerkes über Funktionsträger und Akteure des dritten Reiches sowie deren Stellung / Funktion nach dem Krieg in Partei, Staat und Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland.
Während die „original Ausgabe" nicht erkennen läßt, wer an diesem Werk mitgearbeitet hat, ist dieser Reprint mit einem sehr guten Vorwort des damaligen „Mitarbeiters" Norbert Podewin versehen, sowie einem „Kommentar" des Leiters der damaligen Arbeitsgruppe, G. Dengler.
Leider ist dieses Werk nicht gerade als „Lesebuch" zu betrachten, auch wenn die darin vorkommenden genannten Personen teilweise „exemplarisch" biographisch beschrieben werden.
Überdeutlich und omnipräsent die staatsgelenkte Absicht, der „alten" Bundesrepublik ihr Versagen bei der juristischen Verfolgung von „Kriegsverbrechern" sowie NS-Funktionsträgern des dritten Reiches zu attestieren. Bei erscheinen des Buches ein „brisantes" Thema, waren doch nicht wenige der in diesem Werk genannten „wieder in Brot und Arbeit", teils in ähnlich verantwortlichen Positionen nunmehr „offen genannt mit „Aufenthaltsort sowie Arbeitgeber". Leider gänzlich ausgelassen, vergessen oder „vergessen lassen" der „östliche Gegenpart". Mir jedenfalls vielen auf Anhieb gleich ein „gutes Dutzend" Ritterkreuzträger sowie div. andere ein, die es in unserem „damals" sozialistischen Nachbarland zu „guten staatlichen Funktionsträgern" gebracht haben. Trotz der Gewöhnung bedürftigen Schreibweise, ein sehr informatives Nachschlagewerk - damals wie heute -, eher etwas für den Spezialisten der ganz gezielt nach bestimmten Personen sucht.

Fast vier Jahrzehnte alt - aber noch immer topaktuell      5 von 5 Punkten
In den 60er Jahren hat man in Ostberlin einige tausend Biographien von Juristen, Militärs, Politikern und Wirtschaftskapitänen zusammengetragen, die an der Wiege der Bundesrepublik standen. Sie prägten dieses Land. Sie waren die Exponenten und Stützen des Staates. Daß sie auch schon das Dritte Reich trugen, verschwieg man im Westen tunlichst. Und weil dieses Buch, das auch dem 68er Aufbruch Argumente lieferte, ein Propagandainstrument des Kalten Krieges war, wurde es in Westdeutschland mit Bannfluch belegt. Doch: Die Fakten stimmen nun einmal. Es ist gut, daß sich ein Verlag jetzt entschlossen hat, einen Reprint dieses Klassikers zu drucken. Damit wir nicht vergessen, woher wir kommen! Norbert Podewin, in den 60er Jahren Mitarbeiter des Buches, hat die Neuauflage mit einem sehr substantiellen Vorwort versehen. Gerhard Dengler, Leiter der Arbeitsgruppe damals, fügt ein sehr erhellendes Interview an. Dadurch wird vieles verständlicher. Auch uns Nachgeborenen.


Die Massenpsychologie des Faschismus - Wilhelm ReichDie Massenpsychologie des Faschismus
Wilhelm Reich

Taschenbuch, Januar 1986
     Verkaufsrang: 19142      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

In dieser vorliegenden Ausgabe der "Massenpsychologie", die Reich 1942 in den USA abschloß, sieht er in ihr den Faschismus nicht mehr auf einzelne Staaten beschränkt, sondern erkennt ihn als Gefahr der modernen Massengesellschaft überhaupt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

EIN MUSS FÜR ALLE!!!      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch schon vor 30 Jahren gelesen, jetzt wieder, und es vielen Leuten empfohlen. Der Grundtenor ist eigentlich ganz einfach: Wenn es einem schlecht geht, oder man meint, dass es einem schlecht geht, sucht man sich Leute, eine Bevölkerungsgruppe (damals die Juden, jetzt ...), die man niedermacht, unterdrückt, um sich selbst, sein ach so kleines "ich" ein wenig, ein klein wenig anzuheben - und dazu ist man grausam gegen diese Leute, und wenn's funktioniert - und es funktioniert fast immer, ist man noch grausamer ... vielleicht wieder bis zum bitteren Ende! Das kann in jedem Land passieren, passiert zur Zeit auch!!! - DAS IST FASCHISMUS! Und wir werden ihn NIE ausrotten können, das liegt in der Natur der Menschen! Lesen Sie dieses Buch, unbedingt!!


 Weitere Lesermeinungen


Die Frauen der Nazis - Anna M. SigmundDie Frauen der Nazis
Anna M. Sigmund

Taschenbuch, September 2000
     Verkaufsrang: 188728     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Er nannte sie "Tschapperl" und sie ihn "Mein Führer": Eva Braun, die verborgene Geliebte, ging als Eva Hitler mit ihrem Idol in den Tod. "Ich kann nicht mehr weiter, zwei sind schon tot", sagte Magda Goebbels nach der Tötung ihrer ältesten Kinder. "Geben sie mir eine Zigarette." Die Historikerin Anna Maria Sigmund verfolgt die Lebensläufe der Frauen, die mit den NS-Granden ihr Leben teilten: Eva Braun, Magda Goebbels, Carin und Emmy Göring, Lina Heydrich, Margarete Himmler, Henriette von Schirach u. a. Die Dokumente und Interviews mit Zeitzeugen und Hinterbliebenen zeigen dabei Schicksale von atemberaubender Dramatik auf, Biographien, die eher einer Wagner-Oper denn der Realität entnommen zu sein scheinen. Darüberhinaus analysiert Sigmund das Frauenbild der NS-Zeit und geht der Frage nach, in welchem Ausmaß Damen der Gesellschaft, Künstlerinnen und Parade-Frauen wie Hanna Reitsch, Leni Riefenstahl, Winifried Wagner im Bannkreis Hitlers seinen Weg nach oben ebneten und seinen R uhm steigerten.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 28 Bewertungen)

Extrem interessant!      5 von 5 Punkten
Ich fand dieses Buch extrem gut und sehr interessant,
leider war ich schon nach 1,2 Tagen fertig mit Lesen weil es mich
einfach nicht mehr losgelassen hat!
Kann es nur empfehlen,schön fand ich auch dass aus keiner bestimmten (politischen) Perspektive geschrieben wurde.
Würde es sofort wieder kaufen!!


 Weitere Lesermeinungen


Die Geliebte des Duce: Das Leben der Margherita Sarfatti und die Erfindung des Faschismus - Karin WielandDie Geliebte des Duce: Das Leben der Margherita Sarfatti und die Erfindung des Faschismus
Karin Wieland

Gebundene Ausgabe, Februar 2004
     Verkaufsrang: 120960      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Für die Biografie eines jeden Mannes sind die Frauen und Geliebten, die "hinter ihm" stehen (oder auch nicht) Maß und Richtung gebende Größen. Das ist bei erfolgreichen und erfolglosen Männern so, bei treuen und untreuen, bei Künstlern und Bankangestellten ebenso, wie bei Dieben, Tenören oder Bäckern. Und natürlich ist das bei Diktatoren nicht anders. Indes ist es schon erstaunlich, wie groß bisweilen der Einfluss ausgerechnet der Frauen im Schatten der vermeintlichen Titanen an der Spitze diktatorischer Regime ist. In Erich Schaakes Die Frauen der Diktatoren konnte man etliche solcher Fall- und Lebensgeschichten nachlesen. Auch die über Clara Petacci, die "Muse" Mussolinis.

Nun hat Karin Wieland eine hochinteressante und lesenswerte Monografie über das Leben einer anderen -- und historisch betrachtet vielleicht bedeutsameren -- Geliebten des "Duce" vorgelegt: Margherita Sarfatti. Darin behauptet die Autorin nicht weniger, als dass Mussolini seine Verwandlung vom politisch ambitionierten aber eher tölpelhaften Volksschullehrer zum charismatischen politischen Führer letztlich seiner heimlichen Gespielin zu verdanken gehabt habe. Demnach stünde Sarfatti nicht nur als Geliebte hinter dem Duce, sondern stecke als dessen "Erfinderin" auch hinter der Erfindung des italienischen Faschismus.

Bei manchen der von Schaake in Die Frauen der Diktatoren porträtierten Frauen war die Partnerwahl auf einen möglichen Stellvertreter für den insgeheim eigenen Karrierewunsch gefallen, den sie für sich selbst als nicht realisierbar erkannt hatten. Dies trifft auf eine sublime Weise wohl auch auf Margherita Sarfatti zu, die darum ihre Liebes-, Lebens- und Leidensgeschichte am Ende als umso tragischer empfunden haben muss. Als nämlich der Duce sich wegen seiner "deutschen Freunde" eine jüdische Geliebte nicht mehr leisten zu können glaubte, verstieß er sie. Wie groß der Anteil der Sarfatti an der Erfindung des italienischen Faschismus auch tatsächlich gewesen sein mag: Ein außerordentliches Leben ist das der schillernden Venezianerin in jedem Fall gewesen. --Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Tragische Biographie über die jüdische PR-Beraterin des Duce      3 von 5 Punkten
Karin Wieland hat eine politische Biographie über eine Frau geschrieben, deren Wirken im Schnittpunkt von Kunstgeschichte und politischer Geschichte stattfand. Frauenemanzipation, Arbeiterbewegung und künstlerische Avantgarde prägten ihre Persönlichkeit. Kriegshetze, Nationalismus und der totalitäre Traum von einer Moderne als faschistischer Staatskunst waren ihre politischen Ziele. Sie stand immer im Schatten ihres Gefährten Benito Mussolini, konnte ihn zeitweilig aber stark beeinflussen. Entscheidende Dienste leistete die großbürgerliche Kunstsammlerin, -Kritikerin und Salonnière Margherita Sarfatti für den Faschismus, indem sie den linkischen Mussolini buchstäblich salonfähig machte, seine Biographie verfaßte, vor allem aber die moderne Kunst für das neue System einzuspannen versuchte. Wieland breitet ein weites Spektrum der künstlerischen und politischen Bewegungen Italiens in den Jahren zwischen 1870 und 1922 aus, verliert sich z. T. in etwas weitschweifigen Paraphrasen und Exkursen. Manche Passagen wirken redundant und man wünschte sich manchmal eine pointiertere und plastischere Darstellung. Überzeugend ist die Aufteilung des Buch in die drei prägenden Lebensstationen Sarfattis: Venedig steht für ihre Herkunft, Mailand für ihren Aufstieg, Rom für den Gipfel und den Verfall ihrer Karriere. Doch bei allem Faktenreichtum bleibt Wielands Protagonistin seltsam unpersönlich und leblos, wirkt maskenhaft, ohne emotionales Innenleben, ohne Zweifel und existenzielle Krisen. Sarfatti erscheint als herrischer und karrieristischer Charakter, sie scheint allein vom Streben nach Macht und öffentlicher Präsenz angetrieben zu werden. Dieses Bild ergibt sich aus Wielands Quellenauswahl. Sie hat hauptsächlich offizielle Publikationen und Erinnerungen Sarfattis verwendet, private Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Zeitzeugenberichte fehlen.



Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute - Stephan PorombkaBöse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung - heute
Stephan Porombka, Hilmar Schmundt

Gebundene Ausgabe, März 2005
     Verkaufsrang: 10977     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Überall in Deutschland findet man architektonische Spuren des NS-Staats und seiner baulichen Selbstdarstellung. "Deutschland ist ein Freilichtmuseum", heißt es im Vorwort, "vollgestellt mit Ausstellungsstücken aus der Zeit des Terrors". Die Geschichte viele dieser Stätten kennen freilich längst nur noch Kundige, weil anders als bei manchem ehemaligen Nazi-Prunkbau, kaum mehr etwas zu sehen ist, das von der Vergangenheit des Ortes, seiner damaligen Nutzung und Bedeutung kündet. Bei manchen hat man an historischer Stätte Orte der Aufklärung über die Diktatur und des Gedenkens an ihre Opfer geschaffen.

Böse Orte haben Stephan Porombka und Hilmar Schmidt die von ihnen herausgegebene Sammlung von Besichtigungsberichten überschrieben, die uns an Orte führen wie die Stelle über dem Führerbunker, in dem Hitler seinen Untergang erlebte (Henrik M. Broder hat hierzu einen glänzenden Aufsatz beigetragen), oder auf den Obersalzberg, zum ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in das Kraft-durch-Freude-Bad in Prora an der Ostsee oder in die Schorfheide nach Carinhall, wo der Waldhof Hermann Görings stand. -"Kein anderes Land verfügt über eine derartige Fülle von zweifelhaften Denkmälern" und das Interesse an ihnen nimmt zu, was mittlerweile auch die Touristikbranche für sich zu nutzen weiß…

"Unproblematisch ist das nicht", wissen die Herausgeber, und geben mit diesem Band zugleich zehn lesenswerte Antworten auf die sich aufdrängende Frage, welche Form des Gedenkens an Orten wie den oben genannten, denn angemessen sein könnte. -- Hasso Greb

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Prima!      5 von 5 Punkten
Zehn Autoren beschreiben zehn "Böse Orte“ - darunter so bekannte Orte wie den Obersalzberg bei Berchtesgaden, das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg oder das Berliner Olympiastadion. Aber auch weniger bekannte Orte, wie Görings Waldhof in der Schorfheide, das Musterdorf Alt Rehse oder die Ruine der „Strecke 46“ –eine nie fertiggestellte Reichsautobahnstrecke in der Röhn sind darunter.

Die Autoren beschreiben die einzelnen Orte jeweils aus ihrer eigenen Sicht, schildern Begegnungen mit Menschen vor Ort, selbst erlebtes und eigene Eindrücke. Es macht Spaß, das Buch zu lesen, hat man doch den Eindruck, den Erzählungen eines Reisenden zuzuhören. Dabei werden keinesfalls nur oberflächliche Informationen vermittelt, sondern auch auch viele Details. Am Ende des Buches findet sich ein Literaturteil mit weiterführender Fachliteratur und Internetlinks zu den einzelnen Orten. Dem Buch wäre ein Fortsetzungsband mit weiteren interessanten Orten – z. B. der ab 2006 wieder zugänglichen Ordensburg Vogelsang, oder weiteren interessanten und geheimnisvollen Orten zu wünschen.

 Weitere Lesermeinungen



Wie wir die Nazizeit erlebten: Steidl Taschenbücher, Nr.97, Bis alles in Scherben fällt: Wie wir die Nazizeit erlebten. 1939 - 1945: Bd. 2 - Bernt EngelmannWie wir die Nazizeit erlebten: Steidl Taschenbücher, Nr.97, Bis alles in Scherben fällt: Wie wir die Nazizeit erlebten. 1939 - 1945: Bd. 2
Bernt Engelmann

Taschenbuch, September 2002
     Verkaufsrang: 232975      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 8,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Zwischen Blitzkrieg und totaler Niederlage. Deutschland hat Europa mit Krieg überzogen und fast über den ganzen Kontinent seine Terrorherrschaft errichtet. Täglich sterben tausende Soldaten an allen Fronten. Nacht für Nacht zerbomben alliierte Flugzeugschwärme Deutschlands Städte. Am Boden geht es zuletzt nur noch ums Überleben. Der Siegesrausch der frühen Jahre ist verflogen.



Vom König zum Führer: Deutscher Adel und Nationalsozialismus - Stephan MalinowskiVom König zum Führer: Deutscher Adel und Nationalsozialismus
Stephan Malinowski

Broschiert, August 2004
     Verkaufsrang: 144954      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die erste umfassende Analyse des Niedergangs der jahrhundertealten Herrschaftselite des deutschen Adels. Die Selbstzerstörung adliger Traditionen und Werte, die im Kaiserreich mit der Annäherung an rechtsradikale Bewegungen beginnt, kulminiert in der widersprüchlichen Mitwirkung in der NS-Bewegung. Ausgezeichnet mit dem Hans-Rosenberg-Preis 2004.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Niedergang des deutschen Adels      5 von 5 Punkten
Selten war ich so fasziniert von einem wissenschaftlichen Buch. Die Materialfülle, die Malinowski vor dem Leser ausbreitet, ist stupend. Der Autor hätte es sich leicht machen können und nur die Grundlinien der Verfallsentwicklung darstellen können. Er hat sich jedoch die Mühe gemacht, die einzelnen Stränge des Niedergangs und der Reaktion des Adels hierauf, gründlich zu recherchieren und uns Lesern darzustellen. Er scheut sich nicht, die Protagonisten der Entwicklung mit Namen zu benennen. Hierbei bleibt kaum eine Untergruppe des vielgestaltig auftretenden Adels außer Betracht, von den königlichen Prinzen, den Standesherren bis zum Briefadel neuester Zeit. Er zeigt auf, wie die Abneigung, insbesondere des preußischen Adels, gegen Erwerbstätigkeiten in Handel und Finanz fast zwingend zum Antisemitismus führt, was von den Verbandsfunktionären des Adels noch geschürt wird. Er zeigt außerdem das Gefälle zwischen dem protestantisch-norddeutschen und dem katholisch-süddeutschen Adel auf. Ganz wichtig für den Hochadel und seiner Verbundenheit mit dem königlichen Hof Preußens war die Debatte über die "Abreise" oder "Fahnenflucht" Wilhelms II. im Gegensatz zum von manchen Adelskreisen geforderten "Blutopfer" des Obersten Kriegsherrn. Übel hat jedoch auch die Klasse der nicht-adligen, aber zum Adel tendierenden großbürgerlichen Eliten, allen voran Ludendorff, den Verfall des Adels befördert. Dieser Aspekt kommt in der Darstellung Malinowskis zu kurz, ebenso wie die Entwicklung in "Deutsch-Österreich". Dennoch dürfen wir dankbar sein, für die Fülle des Materials, das der Verfasser vor uns ausbreitet, und für die Einsicht in eine vorwiegend von ihren Wahrnehmungen der Realität anstatt von der harten Wirklichkeit geprägten Bevölkerungsschicht, die einen überproportionalen Beitrag zum Führerstaat, der Diktatur Hitlers geleistet hat.


Hakenkreuz und rundes Leder. Fußball im Nationalsozialismus - Hakenkreuz und rundes Leder. Fußball im Nationalsozialismus

Gebundene Ausgabe, 17. Juni 2008
     Verkaufsrang: 293880      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 39,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Auch der deutsche Fußball ließ sich vom nationalsozialistischen System mehr oder weniger reibungslos gleichschalten. Wie aber funktionierte diese beschämende Anpassung? Wie verhielt sich der DFB, wie die großen Vereine konkret? Welchen Verfolgungen waren jüdische und linke Fußballer ausgesetzt? Gab es Handlungsspielräume, die nicht genutzt wurden? Gab es andererseits heimliche Obstruktion gegen die allgegenwärtige Diktatur? Und wie hat der DFB nach 1945 seine eigene Vergangenheit aufgearbeitet? An dem vorliegenden Buch arbeiteten zahlreiche namhafte Sporthistoriker und Journalisten unterschiedlicher politischer Couleur mit. Dabei entstand eine umfassende, facettenreiche Darstellung, die weit über jene Studie hinausgeht, die der DFB selbst vor einigen Jahren publizierte.



Porträt des Nationalsozialismus. Ausgewählte Schriften 1930-1934 - Leo TrotzkiPorträt des Nationalsozialismus. Ausgewählte Schriften 1930-1934
Leo Trotzki

Taschenbuch, Juli 1999
     Verkaufsrang: 132199     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Schreiben Sie eine Online-Rezension und teilen Sie Ihre Meinung anderen Kunden mit.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Noch heute eines der besten Bücher zum Rechtsextremismus      5 von 5 Punkten
Leo Trotzkij analysiert in diesem Buch die Wurzeln des Faschismus und entwickelt anhand dessen eine ernsthafte und kritische Perpektiven für den Kampf gegen den aufkommenden Nationalsozialismus. Er deckt dabei schonungslos die verheerende Rolle der von Stalin beeinflussten KPD auf und setzt deren Politik den internationalen Sozialismus entgegen. Ein Buch, das in zweierlei Hinsicht auch heute noch hoch aktuell ist. Zum einen liefert es eine der ernsthaftesten und weitreichensten Analysen des Rechtsextremismus und zum anderen deckt es den Jahrzehnte langen Verrat des Stalinismus am Sozialismus auf. Tatsächlich ein zukunfsweisendes Buch.


Jeder Student ein SA-Mann!: Ein Beitrag zur Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in den Jahren 1933 bis 1939 - Hubert MattonetJeder Student ein SA-Mann!: Ein Beitrag zur Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in den Jahren 1933 bis 1939
Hubert Mattonet

Gebundene Ausgabe, Februar 2008

Verkaufsrang: 294059
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,80
(versandkostenfrei nach D, CH und A,
 Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren



Hotel Bolivia: Auf den Spuren der Erinnerung an eine Zuflucht vor dem Nationalsozialismus - Leo SpitzerHotel Bolivia: Auf den Spuren der Erinnerung an eine Zuflucht vor dem Nationalsozialismus
Leo Spitzer

Gebundene Ausgabe, Januar 2004

Verkaufsrang: 175446
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 21,90
(versandkostenfrei nach D, CH und A,
 Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren





Vorige SeiteSeiten:
 1 2 3 4  5  6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 
Nächste Seite