NS-Zeit

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Seite 9

Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus - Uwe DankerSchleswig-Holstein und der Nationalsozialismus
Uwe Danker, Astrid Schwabe

Gebundene Ausgabe, 24. November 2005
     Verkaufsrang: 323478      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe Danker vom Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte legt die Autorengruppe 60 Jahre nach der deutschen Kapitulation eine umfassende Überblicksdarstellung zum Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein vor. Der auf dem aktuellen Forschungsstand basierende, populär verfasste Band wird eine Lücke in der Landesgeschichte schließen, das Aufkommen, die Herrschaftsphase und die Nachgeschichte des Nationalsozialismus behandeln sowie Handbuch, Lehrbuch und attraktives Lesebuch zugleich sein.



Sommerfest mit Preisschießen: Die unbekannte Geschichte des NS-Putsches im Juli 1934 - Hans SchafranekSommerfest mit Preisschießen: Die unbekannte Geschichte des NS-Putsches im Juli 1934
Hans Schafranek

Gebundene Ausgabe, 25. Mai 2006
     Verkaufsrang: 321436      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die unbekannte Geschichte des NS-Putsches im Juli 1934
Bislang unveröffentlichte Dokumente werfen ein zum Teil neues Licht auf den Juliputsch, seine Organisation und seine führenden Akteure.Welche NS-internen Strukturen lagen dem Juliputsch 1934 zugrunde? Wer organisierte und initiierte die Aufstandsbewegungen in den Bundesländern? Worauf ist die regionale Ungleichzeitigkeit der einzelnen Erhebungen zurückzuführen? War die Besetzung des Bundeskanzleramtes eine"isolierte"Aktion der SS-Standarte 89? Welche Verbindungslinien und Befehlsketten existierten zwischen den Aufständischen und den Exilführungen der österreichischen NSDAP, SA und SS in München?
Die Antworten auf solche Fragen führen uns in ein Labyrinth unterirdischer Grabenkämpfe, Konflikte und Bündniskonstellationen von verschiedenen NSFraktionen, die mit allen Mitteln eine Hegemonialstellung in -sterreich zu erlangen versuchten - mit potenziell weit reichenden Konsequenzen für das Machtgefüge im Deutschen Reich.
Das vorliegende Buch schließt nicht bloß eine zeitgeschichtliche Forschungslücke, sie wirft in mancherlei Hinsicht ein gänzlich neues Licht auf die blutigen Ereignisse um den 25. Juli 1934. Der Band enthält einen umfangreichen Anhang mit bisher unveröffentlichten Dokumenten von Organisatoren und führenden Akteuren des Juliputsches.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Kriminalistischer Spürsinn      5 von 5 Punkten
Hans Schafranek versteht es, die Ereignisse rund um den Juliputsch 1934 mit ebenso viel kriminalistischem Spürsinn wie historischem Sachverstand darzustellen. Das Buch bietet eine detailgenaue historische Analyse, die eine neue Sicht auf die Ereignisse des Juli '34 wirft, ist aber darüber hinaus einfach auch eine spannende Lektüre für zeitgeschichtlich Interessierte.


 Weitere Lesermeinungen


Ausgeschlossen und entrechtet: Raub und Rückgabe - Österreich von 1938 bis heute - Ausgeschlossen und entrechtet: Raub und Rückgabe - Österreich von 1938 bis heute

Gebundene Ausgabe, September 2006
     Verkaufsrang: 191886      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dieser Band der Reihe Raub und Rückgabe - Österreich von 1938 bis heute illustriert anhand ausgewählter Beispiele jene diskriminierende Politik, welche der Vertreibung und Ermordung der aus der "Großdeutschen Volksgemeinschaft" ausgeschlossenen Gruppierungen voran ging. Zu nennen sind hier zunächst antijüdische Maßnahmen, wie die Verhängung von Berufsverboten, der Entzug von Mobilien und Immobilien ("Jüdisches" Liegenschaftseigentum in Wien zwischen Arisierungsstrategien und Rückstellungsverfahren) sowie der Entzug der Staatsbürgerschaft ("Logik des Blutes" - Nürnberger Gesetze und Staatsbürgerschaft). Der Band versammelt darüber hinaus weitere Beiträge, die sich mit anderen vom NS-System marginalisierten Gruppen beschäftigen. Zum einen steht dabei die konkrete und bis zur Deportation reichende Verfolgung der betroffenen Personen (Roma und Sinti, politisch Verfolgte, Homosexuelle) im Mittelpunkt. Zum anderen zeigt sich, dass es hier beim "Vermögensentzug" überwiegend um den Entzug von immateriellen Werten ging, wie beispielsweise der Sprache im Fall der Kärntner Slowenen oder der Bildungsmöglichkeiten im Fall der burgenländischen Roma und Sinti.



Die Wahrheit über Oskar Schindler: Weshalb es Legenden über ""gute Nazis"" gibt - Jitka GruntovaDie Wahrheit über Oskar Schindler: Weshalb es Legenden über ""gute Nazis"" gibt
Jitka Gruntova

Broschiert, 15. März 2010
     Verkaufsrang: 285808      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Film "Schindlers Liste" zog weltweit und hierzulande Millionen in die Kinos. Schindler wurde postum in Israel als "Gerechter unter den Völkern" geehrt. John Rabe ("der Schindler von China") wurde 2009 entdeckt und auf die Leinwand gebracht. Die tschechische Historikerin Jitka Gruntová hat Legenden und Fakten über Schindler, den Prototyp des angeblich "guten" Nazis, zusammengetragen und beweist mit Dokumenten: Er war ein Faschist wie andere auch.



"Machtergreifung" in Augsburg: Anfänge der NS-Diktatur 1933-1937 - "Machtergreifung" in Augsburg: Anfänge der NS-Diktatur 1933-1937

Broschiert, 15. September 2008
     Verkaufsrang: 289747      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Auch fünfundsiebzig Jahre nach der nationalsozialistischen Machtübernahme bleibt deren Geschichte ein dauerhaft aktuelles und wichtiges Thema der historisch-politischen Bildung und Erinnerungskultur. Das Jahr 1933 markiert dabei die "Trennlinie zwischen Demokratie und Diktatur, zwischen Rechtsstaat und Gewaltherrschaft, zwischen Völkerverständigung und Vernichtungskrieg" (Andreas Wirsching). Diesen Prozess beleuchtet das Stadtarchiv Augsburg aus zahlreichen Blickwinkeln auf der Grundlage von neueren Forschungen und größtenteils unveröffentlichtem Quellenmaterial. Der zur Ausstellung "Machtergreifung in Augsburg. Anfänge der NS-Diktatur 1933-­1937" vorgelegte, umfangreiche Katalogband zeigt, wie und warum der Nationalsozialismus sich mitten in der Stadtgesellschaft festsetzen und sie zur "Volksgemeinschaft" umwandeln konnte.



Auslieferung auf Verlangen: Die Rettung deutscher Emigranten in Marseille 1940/41 - Varian FryAuslieferung auf Verlangen: Die Rettung deutscher Emigranten in Marseille 1940/41
Varian Fry

Broschiert, 7. Juli 2009
     Verkaufsrang: 400315      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mehr als tausend von der Gestapo verfolgte deutsche Emigranten, unter ihnen die Schriftsteller Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Heinrich und Golo Mann, Franz Werfel, Walter Mehring und Siegfried Kracauer, der Hitler-Biograph Konrad Heiden und der Maler Max Ernst, wurden 1941 von dem amerikanischen "Emergency Rescue Committee" mit Geld, Pässen und Visa versehen und illegal aus Frankreich herausgebracht. Die Bedeutung des Komitees und die Dringlichkeit einer raschen Hilfe für die Verfolgten wurden schlagartig deutlich, als am 22. Juni 1940 das deutsch-französische Waffenstillstandsabkommen bekannt wurde: Im Artikel 19 dieses Vertrages verpflichtete sich die französische Vichy-Regierung, "alle in Frankreich sowie in den französischen Besitzungen befindlichen Deutschen, die von der deutschen Reichsregierung namhaft gemacht werden, auf Verlangen auszuliefern". Das südliche, noch nicht besetzte Frankreich war damit für die deutschen Emigranten zu einer gefährlichen Menschenfalle geworden. Varian Fry, Organisator des Hilfskomitees in Marseille, berichtet in diesem Erinnerungsbuch von seiner legalen und illegalen Arbeit und den Fluchthilfeaktionen, die stets vor den Augen deutscher Spitzel, mißtrauischer amerikanischer Konsulatsbeamter und französischer Vichy-Polizisten abgewickelt werden mußten. Er schildert den Aufbau der Organisation und die Rettung der Emigranten, schreibt über die Zusammenarbeit mit prominenten Helfern wie André Gide, mit den Kreisen der Unterwelt von Marseille, und erzählt vor allem von den von Hitler Verfolgten, von ihren Ängsten, ihrem entwürdigenden Anstehen vor den Polizeipräfekturen, ihrem Gefühl des Ausgeliefertseins, dem "staatlos im Nirgendwo" (Walter Mehring9. "Auslieferung auf Verlangen" liest sich wie ein Kriminalroman. Seine Authentizität ist von zahlreichen Beteiligten bestätigt worden. Zusammen mit den im Anhang angeführten Dokumenten und Fotos kann es als zentrales Buch über diese Jahre gelten.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

mutiger Amerikaner      5 von 5 Punkten
Varian Fry: Auslieferung auf Verlangen Die Geschichte Varian Frys gehört nicht nur in eine Reihe mit Geschichten wie denen von Schindler, sondern gehört eigentlich noch wesentlich darüber eingeordnet. Nicht nur, weil Fry mehr Menschenleben gerettet hat, sondern auch, weil der Einsatz dieses jungen Amerikaners sehr viel selbstloser und engagierter war als der des deutschen Fabrikanten. Fry wird 1940 vom "Emergency Rescue Committee" damit beauftragt, ca. 100 berühmte Flüchtlinge aus dem von Deutschland besetzten Frankreich herauszuholen. Aus dem geplanten einmonatigen Aufenhalt werden fast eineinhalb Jahre. In seiner Autobiographie berichtet Fry, wie er mehr als tausend Menschen hilft, zumeist heimlich die Pyrenäen zu überqueren und über Lissabon in die USA auszuwandern. Die Liste der Geretten liest sich wie das Who ist who der bekannten Namen dieser Zeit: Chagall, Werfel, Heinrich und Golo Mann, Hertha Pauli, Walter Benjamin, etc. Das Buch liest sich außergewöhnlich spannend und läßt ein gutes Bild der Zeit und insbesondere der Schwierigkeiten der tausenden von deutschen Emigranten in Marseille entstehen. Schade eigentlich, daß dieser mutige Mann so stark in Vergessenheit geraten ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

mutiger Amerikaner      5 von 5 Punkten
Varian Fry: Auslieferung auf Verlangen Die Geschichte Varian Frys gehört nicht nur in eine Reihe mit Geschichten wie denen von Schindler, sondern gehört eigentlich noch wesentlich darüber eingeordnet. Nicht nur, weil Fry mehr Menschenleben gerettet hat, sondern auch, weil der Einsatz dieses jungen Amerikaners sehr viel selbstloser und engagierter war als der des deutschen Fabrikanten. Fry wird 1940 vom "Emergency Rescue Committee" damit beauftragt, ca. 100 berühmte Flüchtlinge aus dem von Deutschland besetzten Frankreich herauszuholen. Aus dem geplanten einmonatigen Aufenhalt werden fast eineinhalb Jahre. In seiner Autobiographie berichtet Fry, wie er mehr als tausend Menschen hilft, zumeist heimlich die Pyrenäen zu überqueren und über Lissabon in die USA auszuwandern. Die Liste der Geretten liest sich wie das Who ist who der bekannten Namen dieser Zeit: Chagall, Werfel, Heinrich und Golo Mann, Hertha Pauli, Walter Benjamin, etc. Das Buch liest sich außergewöhnlich spannend und läßt ein gutes Bild der Zeit und insbesondere der Schwierigkeiten der tausenden von deutschen Emigranten in Marseille entstehen. Schade eigentlich, daß dieser mutige Mann so stark in Vergessenheit geraten ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Germany: Jekyll und Hyde. 1939 - Deutschland von innen betrachtet - Sebastian HaffnerGermany: Jekyll und Hyde. 1939 - Deutschland von innen betrachtet
Sebastian Haffner

Taschenbuch, 1. Juli 2001
     Verkaufsrang: 330435     

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Sebastian Haffner berichtet über die Methoden Hitlers und der Naziführer, die Macht zu ergreifen und für sich zu sichern. Er beschreibt die vielen kleinen Nazis und ihre loyalen Mitläufer, erklärt die Gründe für das Stillhalten der nicht-loyalen Bevölkerung, analysiert den Zustand der Opposition und skizziert mögliche künftige Aufgaben der Emigranten. So entsteht ein authentischer Querschnitt der Bewußtseinslage der deutschen Bevölkerung während der ersten Jahre der Naziherrschaft in Deutschland.Sebastian Haffner, geb. 1907 in Berlin, emigrierte 1938 nach England, wo er mit 'Germany: Jekyll & Hyde' eine scharfsinnige Analyse zum zeitgenössischen Deutschland schrieb. 1954 kehrte er nach Deutschland zurück. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die 'Anmerkungen zu Hitler', 'Von Bismarck zu Hitler', 'Der Verrat-Deutschland 1918/1919'. Sebastian Haffner starb sechs Tage nach seinem 91-jährigen Geburtstag 1999 in Berlin.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Germany. Jekyll und Hyde. 1939 - Deutschland von innen betrachtet      5 von 5 Punkten
Gerade als Geschichtslehrer, der sehr an dieser Zeit interessiert ist, ist das vorliegende Werk von essentieller Bedeutung, füllt es doch Lücken aus, die auch das intensivste Quellenstudium nie schließen könnte.
Gerade psychologische Befindlichkeiten lassen sich aus Quellen schwerlich erfahren, oftmals gelangt man hierdurch sogar zu Fehlinterpretationen. Hier aber hilft uns Haffner, da er durch seine eindrucksvolle Analyse der Lage von 1940 ein prägnatnes Bild über die deutsche Verfasstheit dieser Zeit liefert.
Haffner leistet aber nicht nur das. Durch Quer- und Rückverweise stellt er das Verhalten der Menschen und ihre Beziehung zu den Nazis auf historische Grundlagen, zeigt die Wurzeln des Übels minutiös aus und macht das weitgehende Ausbleiben von aktivem Widerstand bis hin zu dem fanatischen Kampf 1945 verständlich und plausibel.


 Weitere Lesermeinungen


Mühlberg 1939 - 1948: Ein Gefangenenlager mitten in Deutschland - Achim KilianMühlberg 1939 - 1948: Ein Gefangenenlager mitten in Deutschland
Achim Kilian

Gebundene Ausgabe, 1. Oktober 2001
     Verkaufsrang: 320975      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 35,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Der Leser erfährt das Lager als Ort des Leidens, der Abschirmung bis hin zur Isolierung, das Sterben der Gefangenen und solidarische Hilfe von innen und außen. Er lernt das Denken und Handeln der Gefangenen und ihrer Wärter verstehen und erkennt kopfschüttelnd, wie viele Schicksale, ja Leben oder Tod, oft von Zufälligkeiten abhingen. Der Autor, der eher distanziert schreibt und sich erlebnisbetonter Berichterstattung weitgehend enthält, mahnt dennoch unverhohlen zur Nächstenliebe, zur weltweiten Achtung der Menschenrechte." (Mitteldeutsche Zeitung)

"Der Weinheimer Achim Kilian, der seit 1990 im Fachbereich des emeritierten Professors und DDR-Wissenschaftlers Hermann Weber an der Universität Mannheim forscht, hat ein Buch über das Lager geschrieben. (...) nüchtern trägt der Verfasser zahlreiche Berichte, Zeugenaussagen, Bilder, Dokumente und Archivalien zusammen, um sie zu einer lückenlosen Geschichte des Gefangenenlagers Mühlberg zusammenzufügen. Es ist eine Nüchternheit, die dem Verfasser eine wissenschaftliche Darstellung und eine Distanz zum selbst Erlebten ermöglicht. Denn Kilian war von 1945 bis 1948 Häftling im Lager Mühlberg. (...) In Kilians Buch gibt es Sätze, die man vor diesem Hintergrund nicht einfach überlesen kann." (Björn Hengst, Mannheimer Morgen und Weinheimer Nachrichten, 15. Februar 2002, 09.04.2002)

"Achim Kilians Darstellung bietet zum ersten Mal die gesamte Geschichte des Lagers Mühlberg in den beiden Epochen als deutsches Kriegsgefangenen- und sowjetisches Speziallager. Sie ist die Frucht einer zehnjährigen Forschungsarbeit, die der Autor (...) seit dem Zusammenbruch des Sowjetsystems und damit auch der DDR geleistet hat. Kilian (...) war unter 'Werwolf'-Verdacht im Oktober 1945 ins Lager Mühlberg gekommen, wo er bis August 1948 festgehalten wurde. Er ist also ein 'Betroffener'. Doch bereits sein erstes (...) Buch über das Speziallager Mühlberg unterscheidet sich deutlich von der gemeinhin üblichen Erinnerungsliteratur. Kilian hat seine detaillierten Erinnerungen von Anfang an nicht nur durch Kontakte mit Historikern und Leidensgenossen - sehr bald auch mit ehemaligen Insassen des Kriegsgefangenenlagers -, sondern auch und vor allem durch hartnäckig betriebene, umfangreiche eigene Recherchen in einschlägigen, nicht zuletzt russischen Archiven unterfüttert. Seine eigene Leidensgeschichte tritt dabei ganz in den Hintergrund. So ist aus dem Zeitzeugen ein Zeithistoriker geworden, dessen vorurteilsfreie Sachlichkeit und wissenschaftliche Gründlichkeit in der vorliegenden Gesamtgeschichte des Lagers Mühlberg beeindrucken." (Peter Jochen Winters, Deutschland Archiv 3/2002, 21.06.2002)




Verbrechensbekämpfung und soziale Ausgrenzung im nationalsozialistischen Köln: Kriminalpolizei, Strafjustiz und abweichendes Verhalten zwischen Machtübernahme und Kriegsende - Thomas RothVerbrechensbekämpfung und soziale Ausgrenzung im nationalsozialistischen Köln: Kriminalpolizei, Strafjustiz und abweichendes Verhalten zwischen Machtübernahme und Kriegsende
Thomas Roth

Gebundene Ausgabe, März 2010
     Verkaufsrang: 429834      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 36,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der "Kampf" gegen "Verbrecher" und gesellschaftliche Randgruppen war ein wichtiges Politikfeld des NS-Regimes. Das Buch zeigt am Beispiel Kölns, welche Bedeutung "Verbrechensbekämpfung " und soziale Ausgrenzung für die Herausbildung der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" hatten und welche Rolle Kriminalpolizei und Strafjustiz in der NS-Diktatur spielten. Es untersucht das Verhältnis der Bevölkerung zur NS-Kriminalpolitik, beleuchtet die Perspektive der Betroffenen und wirft einen genaueren Blick auf die verschiedenen Formen von Kriminalität im "Dritten Reich".



Der Fall Rechnitz: Das Massaker an Juden im März 1945 - Der Fall Rechnitz: Das Massaker an Juden im März 1945

Broschiert, September 2009
     Verkaufsrang: 369568      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mit einem eignes für das Buch verfassten Text zu Rechnitz von Elfriede Jelinek
Das Buch zum Thema Endphasenverbrechen in Österreich beschäftigt sich mit dem Mord an etwa 200 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern im burgenländischen Rechnitz und in Deutsch-Schützen, wenige Tage vor Einmarsch der Roten Armee im März 1945. Der Holocaustforscher Walter Manoschek unternimmt unternimmt zusammen mit jungen Wissenschafterinnen die fundierte Aufarbeitung eines Verbrechens, das bis heute von vielen totgeschwiegen, geleugnet oder als Einzelfall abgetan wurde, in Wahrheit aber den Auftakt zu einer Serie von Massenverbrechen an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern in Österreich bildet.
Mit einem hochaktuellen und brisanten Beitrag zum aktuellen Fall "DEUTSCH-SCHÜTZEN" und und um Adolf Storms, den mutmaßlichen Naziverbrecher aus Duisburg, gegen den im November 2009 die Staatsanwaltschaft Dortmund Mordanklage erhoben hat. Mehr als 60 Jahre lang lebte der frühere Angehörige der 5. SS-Panzer-Division "Wiking" unbehelligt und unerkannt in der Nähe von Duisburg, bis er im Zuge der Forschungsrecherchen zu vorliegendem Buch als mutmaßlicher Täter von Endphasenverbrechen ausfindig gemacht wurde.




Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg - Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg

Broschiert, 23. April 2010
     Verkaufsrang: 43086      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Band beschäftigt sich mit der Bedeutung des Ersten Weltkriegs für Aufstieg und Konsolidierung der nationalsozialistischen Bewegung und des Regimes nach 1933.Der Erste Weltkrieg hat Hitler überhaupt erst möglich gemacht daran besteht heute kein vernünftiger Zweifel mehr. Umstritten und in vieler Hinsicht ungeklärt ist hingegen, welche eigentliche Bedeutung der Krieg von 1914 1918 sowie die militärische Niederlage und ihre politischen Folgen (Novemberrevolution, Versailler Vertrag) für den Aufstieg und die Durchsetzung des Nationalsozialismus nach 1933 hatten. Dieses Buch erörtert die vielfältigen und oftmals überraschenden Verknüpfungen zwischen dem verlorenen Weltkrieg und der NS-Diktatur. Die Palette der Themen reicht von der Instrumentalisierung und Medialisierung des Großen Krieges durch Indoktrination und Propaganda, aber etwa auch in Literatur, Film und Malerei, bis hin zu den politischen, ökonomischen, militärischen sowie anderen Lehren , die der Nationalsozialismus aus dem Ersten Weltkrieg für einen neuen, weitaus totaleren Krieg zog.
Wie extrem auch immer die innere Motivation war, die Hitler aus dem Krieg und der Revolution zog, und wie radikal die Botschaft, die er in den Münchner Bierkellern und später dann auf der nationalen Bühne verkündete: er hätte nicht allzu viele Zuhörer gefunden, wenn es nicht Millionen gegeben hätte, die bereit waren, wenigstens partiell seiner Diagnose des deutschen Missgeschicks und der seiner Ansicht nach notwendigen Abhilfe zuzustimmen. Der Band macht deutlich, wie sehr diese Bereitschaft auf die zahllosen Methoden und Praktiken zurückzuführen ist, mit denen die Nationalsozialisten das Trauma des Ersten Weltkriegs ausbeuteten. (aus dem Vorwort von Ian Kershaw)




Odessa und das Vierte Reich: Mythen der Zeitgeschichte - Heinz SchneppenOdessa und das Vierte Reich: Mythen der Zeitgeschichte
Heinz Schneppen

Broschiert, 30. Januar 2007
     Verkaufsrang: 369121      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Heinz Schneppen zerstört die Mythen, indem er zeigt, wie es zur Mythenbildung kam. Das Buch ist ein Lehrstück für einen kritischen Umgang mit den Quellen. Es ist spannend im Inhalt, flüssig im Stil, umfassend in der Recherche, überraschend im Ergebnis.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Die Demontage eines Mythos      4 von 5 Punkten
Als Zeitgeschichtler und Botschafter a. D. bringt Heinz Schneppen nicht nur theoretisches, sondern auch praktische Erfahrung aus dem diplomatischen Dienst mit und rollt mit "ODESSA und das Vierte Reich" nicht nur die Entstehungsgeschichte des Mythos einer SS-Fluchthilfe für Kriegsverbrecher auf, sondern setzt auch zu einer umfassenden Kritik an bisher erschienen Werken wie Uki Gonis "ODESSA: Die wahre Geschichte" oder Frederick Forsyths mit Unterstützung Simon Wiesenthals entstandenen Thriller "Die Akte ODESSA" an. Das Ergebnis ist ein informatives Werk und Musterbeispiel für Quellenkritik, in dem die Verschwörungstheorie nicht nur widerlegt, sondern auch keine neue an ihre Stelle gesetzt wird.
Den Nazis zu schwarz, der Kirche zu braun, war es der großdeutsche Bischof Adolf Hudal, den seine Furcht vor dem Bolschewismus, trotz zweitweise scharfer Kritik am Nationalsozialismus schließlich in eine bedenkliche Nähe zu diesem führte und zu einem der Hauptakteure und Verantwortlichen für die Fluchthilfe werden ließ. Nach dem Wegfall der nördlichen Fluchtrouten, wie etwa über Dänemark verlagerte sich der Strom flüchtiger Kriegsverbrecher schließlich über Tirol, Südtirol, die Schweiz und Italien, wo man unter Vortäuschung falscher Tatsachen von kirchlichen Stellen die nötigen Dokumente zur Ausreise erhalten konnte. Die überforderten Ämter sahen sich kaum im Stande die Identitäten jedoch zu prüfen und aufgrund des Abzugs der alliierten Truppen musste in der Menge der Flüchtlinge auch kaum jemand seine Enttarnung fürchten.
Glaubt man dem Journalisten Uki Goni gingen die meisten Nazis nach Argentinien, wo Gegner Juan Perons, diesen schon in den 50er-Jahren in Verbindung mit Nazis brachten, doch erst Goni gelang mit seiner aufsehenerregenden Publikation eine breite Öffentlichkeit damit zu erreichen und auch international Anerkennung zu erreichen. (S. 202) "Gonis Verdienste als Forscher sind unbestritten. Er hat Quellen erschlossen, die andere unbeachtet ließen. Wer sich mit dem Thema befasst, wird von Gonis profitieren, sofern er mit der notwendigen Umsicht verfährt. Denn Gonis Interpretation der Quellen ist von seinen Prämissen bestimmt. Quellenkritik ist nicht seine Stärke. Geheimdienstberichte werden zum Nennwert genommen, zeitgenössische Zitate nicht auf ihre Authentizität befragt. Zu schnell fügt sich alles zu einem schlüssigen Bild. Manches ist bekannt, anderes neu. Aber vieles wirkt spekulativ, konstruiert oder überzogen." Denn (S. 197-198) "alle argentinischen Beiträge zu diesem Thema sind immer auch als Teil einer innenpolitischen Auseinandersetzung zu verstehen."
Trotz seiner beachtenswerten Entdeckungen gelingt es Goni nämlich anhand der Fakten nicht nur den ODESSA-Mythos zu widerlegen, sondern ihn durch den Mythos von einer Fluchthilfeorganisation Perons, einer Art joint-venture mit den Nazis, zu ersetzen, dessen Ziel es war, Argentinien zur führenden Nation Südamerikas zu machen. Es ist auch problematisch wenn Goni dazu neigt (S. 203) "Behauptungen Dritter ungeprüft zu übernehmen, sofern sie ihm plausibel erscheinen. Das von ihm zitierte geheime "Manifest" vom 3. Mai 1943, in dem Peron und seine Mitverschwörer sich angeblich als Anhänger Hitlers bekennen, ist längst als Fälschung entlarvt. Wenn Goni von Tomas Eloy Martinez Perons apokryphe Äußerung aus dem Jahre 1970 übernimmt, dass Argentinien Deutschland im März 1945 den Krieg nur deswegen erklärt habe, um die geplante Fluchtbewegung der Nazis vor den Alliierten abzuschirmen, mutet er dem Historiker einiges zu."
Indem Schneppen Gonis Theorie relativiert, widerlegt er den ODESSA-Mythos endgültig und holt den Leser nach einer möglichen intellektuellen Hyperventilation wieder auf den Boden der Tatsachen, wo sachliche Fehler deutlich machen, dass es den Mythos zwar gibt, die Realität aber nicht so einfach ist. Man stimmt dem Autor gerne zu, wenn er abschließend formuliert (S. 217): "Als Mittel eines geheimen Weltverständnisses werden die Mythen ihre Faszination behalten. Man kann sie zwar im Detail ad absurdum führen. Aber die Stärke der Verschwörungsmythen besteht im Paradox, dass man das, was nicht existiert, auch nicht widerlegen kann." Allerdings kann man es ihm zum Vorwurf machen, dass die Essenz seines Werkes auf Kritik basiert, er erzählt weniger selbst, als er Bezug und Stellung nimmt.
Fazit:
Ein Werk das zwar unter dem Eindruck steht, dass der Autor sich allein durch Kritik zu profilieren versucht, dennoch öffnet es einem gerade deshalb die Augen für die Verklärung der komplexen Zusammenhänge, welche zum Mythos geführt haben.


Faschismus: Texte, Bilder, Dokumente - Ernst NolteFaschismus: Texte, Bilder, Dokumente
Ernst Nolte

Taschenbuch, Juli 2003
     Verkaufsrang: 338817      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 39,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ernst Nolte, Jahrgang 1923, Studium bei Martin Heidegger, 1952 Promotion, 1964 Habilitation, 1965-1973 Professor für Neuere Geschichte in Marburg, 1973-1991 am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin, Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte u. a. an der Yale University, in Wassenaar, Cambridge und Jerusalem.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Eine Summe der Faschismusforschung      5 von 5 Punkten
Natürlich: 40 Euro sind eine Menge Geld, aber auf der anderen Seite: Manchmal, ganz selten, bekommt man für viel Geld auch gute Qualität: Ernst Noltes Werk ist keine historische Ergänzung zu der vielleicht schon vorhandenen Büchersammlung: Hier beginnt vielmehr erst das wahre Verständnis. In diesem Buch werden sämtliche faschistischen Bewegungen Europas vorgestellt, analysiert und mit viel Fotomaterial umfangreich dokumentiert. Die große Menge Primärdokumente ist dabei die Stärke des Buchs: Die Fotos in diesem Buch wurden zu einem Großteil noch in keiner Fernsehdokumentation verwendet; Zeittafeln, Texte und Dokumente sind ebenfalls überreichlich vertreten.
Von den erfolgreichen Vorreitern Italien und Deutschland bis zu den immer noch einflussreichen Organisationen in England ("British Union of Fascists") und Frankreich ("Croix de Feu") bis hin zu Rumänien ("Eiserne Garde"); selbst der historisch schon Versierte wird hier noch bereichernde Informationen entdecken.
Ich hatte während des Preises gezögert; aber nun vergeht keine Woche in dem ich nicht das Buch nicht einmal aus dem Regal nehme, und auch bei diversen Aufsätzen hat es mir gute Dienste geleistet.
400 Seiten und Ziegelsteinformat: Aber maximaler Erkenntniswert: Nur nach diesem Buch darf man es sich als nicht-Akademiker eigentlich erst erlauben, das Wort "Faschismus" wertend in den Mund zu nehmen.


überwältigendes anschauungsmaterial      5 von 5 Punkten
Verdienstvoll, dass dieser Band wiederaufgelegt wurde von der Edition Antaios. Tolle Photos, überwältigendes Anschauungsmaterial zur Geschichte der faschistischen Bewegungen in Europa. Faszinierende Einführung - aber auch für Kenner unzählig Neues. Fünf Sterne!


Architektur der Erinnerung. NS-Verbrechen in der europäischen Gedenkkultur - Günter SchluscheArchitektur der Erinnerung. NS-Verbrechen in der europäischen Gedenkkultur
Günter Schlusche

Broschiert, 16. Oktober 2006
     Verkaufsrang: 415338     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

In diesem Buch werden architektonisch bedeutsame Denkmäler und Gedenkstätten aus ganz Europa, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern, vorgestellt und analysiert. Mit zahlreichen Texten von Künstlern, Schriftstellern und Architekten bietet der Band einen Überblick über aktuelle künstlerische Tendenzen und macht Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede in der sich stark verändernden internationalen Gedenkkultur deutlich.

Darüber hinaus enthält das Buch, das im Kontext des 2005 fertig gestellten Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin entstanden ist, Beschreibungen und praktische Informationen zu 50 zum Teil kaum bekannten Gedenkstätten in 21 europäischen Ländern. Die Texte werden von einer Fülle von Abbildungen illustriert, die eindrucksvoll belegen, dass die Architektur des Erinnerns an die nationalsozialistischen Verbrechen in ihrer besonderen ästhetischen Ausformung zu den aufschlussreichsten und innovativsten Kapiteln der europäischen Kulturentwicklung zählt.




" Nur wir haben überlebt ": Holocaust in der Ukraine. Zeugnisse und Dokumente - Boris Zabarko" Nur wir haben überlebt ": Holocaust in der Ukraine. Zeugnisse und Dokumente
Boris Zabarko

Gebundene Ausgabe, 1. Oktober 2004
     Verkaufsrang: 303292      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Boris Zabarko, selbst Überlebender des Ghettos von Schargorod hat 86 ergreifende und erschütternde Berichte von Überlebenden der Ghettos in der Ukraine gesammelt. In jedem der Berichte schwingt die Trauer und Klage mit: "Nur wir haben überlebt". Als Kinder oder Jugendliche wurden sie Zeugen, wie ihre Eltern, Geschwister und alle Familienangehörigen ermordet wurden. In ihren Berichten sagen sie: "Vielleicht erscheint dem einen oder anderen mein Bericht wie eine Aufzählung trockener Tatsachen, aber für mich sind das die Meilensteine meiner hungrigen, zertretenen Kindheit". "Als ich ein Kind war, habe ich von einem Stück Brot und von der Freiheit geträumt. Ich träumte davon, eine echte Puppe im Arm zu halten. Aber mein Traum wurde nicht wahr".
Die Berichte enthalten Schilderungen der grausamen Morde. Sie zeugen aber auch vom übermächtigen Überlebenswillen der Kinder. "Mutter hielt mich ganz fest, drückte mich an sich und sagte: 'Wenn wir sterben, dann zusammen, damit du nicht leiden muss t'. Aber ich riss mich los, sprang durchs Fenster in den Garten und entkam".
Der Leser erhält Informationen über die Schwierigkeiten der Flucht, des Untertauchens und der Rettung durch Menschen, die ihr Leben und das Leben ihrer Familien riskierten, um diese gejagten, gequälten und verzweifelten Juden zu retten, und sei es nur für eine Nacht. Die mahnende Erinnerung ist die Triebfeder für diese Zeitzeugenberichte.
"Möge meine Erzählung dem ewigen und leuchtenden Andenken an die unschuldigen Opfer dienen, die in den Gräbern ruhen. Natürlich lässt sich damit die tiefe Traurigkeit nicht heilen, die für immer in unserem Gedächtnis, in unseren Herzen wohnen wird".




Wissenschaft an der Grenze: Die Universität Kiel im Nationalsozialismus - Wissenschaft an der Grenze: Die Universität Kiel im Nationalsozialismus

Gebundene Ausgabe, 13. November 2009
     Verkaufsrang: 376566      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Im "Dritten Reich" bildete die Universität Kiel einen wichtigen Stützpfeiler des nationalsozialistischen Wissenschaftsbetriebs im Norden Deutschlands. Weite Teile der Kieler Akademikerschaft engagierten sich nach Kräften, dem "Führer" entgegenzuarbeiten. Der Sammelband "Wissenschaft an der Grenze" rückt zum einen verschiedene Disziplinen und Institutionen in den Fokus, die bislang noch nicht kritisch vermessen worden sind. Zum anderen wirft er ein neues Licht auf die Idee der "Führeruniversität" sowie auf die schleichende Transformation wissenschaftlichen Arbeitens. Die Analysen des vorliegenden Sammelbandes zu den intellektuellen Grenzüberschreitungen bieten damit einen wichtigen Referenzpunkt für neuere Debatten zur Geschichte wissenschaftlicher Institutionen und Disziplinen in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts.



Faschismus: Eine Weltgeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute - Wolfgang WippermannFaschismus: Eine Weltgeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute
Wolfgang Wippermann

Gebundene Ausgabe, März 2009
     Verkaufsrang: 383338      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"...Angesichts der Produktivität des Berliner Historikers ist allerdings zu hoffen, dass dies nicht sein letztes Buch zum Thema bleiben wird. Eine kompakte Übersicht der wichtigsten Personen und Ereignisse rund um einen global verstandenen Faschismus - also auch in Afrika, Asien und Amerika - bietet es jedoch allemal..." -Zeitschrift für Politikwissenschaft, online 20.5.2009



Karrieren im Zwielicht: Hitlers Eliten nach 1945 - Norbert FreiKarrieren im Zwielicht: Hitlers Eliten nach 1945
Norbert Frei

Taschenbuch, 22. Oktober 2001
     Verkaufsrang: 319728     

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Dieselbe Person macht Karriere im Terrorregime der Nazis und im rechtsstaatlichen System der Bundesrepublik? Wie das - gab es nach dem Zusammenbruch des NS-Systems nicht umfassende Entnazifizierungsbemühungen? Die historische Realität sah allzu oft anders aus: Viele erfolgreiche Karrieren wurden nahezu nahtlos vom Dritten Reich ins Nachkriegsdeutschland überführt.
Dies ging meist einfacher als man es sich heute vorstellt. Der bekannte Historiker Norbert Frei (Der Führerstaat) beschreibt in Karrieren im Zwielicht "die Nachgeschichte des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik". Im Zentrum seiner ernüchternden Studie stehen fünf gesellschaftspolitisch relevante Gruppen und ihre berufliche Situation nach 1945: Mediziner, Offiziere, Juristen, Unternehmer und Publizisten. Sie hatten alle ihre ganz eigenen Wege der "Vergangenheitsbewältigung", selbstkritische Auseinandersetzung blieb dabei die Ausnahme. Die Regel war ein Geflecht aus Vertuschen, Totschweigen, Schönreden und angeblichem Befehlsnotstand. Dies sicherte angesichts einer halbgaren alliierten Entnazifizierungspolitik sowie langwährendem bundesrepublikanischen Justizstillstand Laufbahn inklusive Vermögen, etwa bei den Familien Krupp oder Neckermann.
Der Leser kann sich nur angewidert schütteln angesichts von Karrieren wie der eines bis 1960 unbehelligt arbeitenden Universitätsprofessors für Kinderheilkunde, der behinderte Patienten als "Monstren" oder "seelenlose Wesen" ansah. Frei und seine Mitautoren (nur das Schlusswort stammt von Frei selbst) öffnen den Giftschrank der deutschen Geschichte - herausgekommen ist ein Buch, das den "Nachkriegskonsens der Schweigekartelle" endgültig brechen dürfte.
Eine große Leistung für einen Band, der "nur" Begleitmaterial einer TV-Dokumentation ist. Die Autoren vermieden jedoch das genretypische Anheften ihrer Erkenntnisse an wenige plakative Einzelschicksale, sie erstellten einen aussagekräftigen Gesamtüberblick. Dessen schieres Erscheinen belegt eine zentrale - und ermutigende - Aussage des Buches: "Trotz kollektiven Beschweigens und Vertuschens erfüllte sich die Hoffnung auf das große Vergessen nicht". -Joachim Hohwieler


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Unbedingt empfehlenswert      5 von 5 Punkten
Wissenschaftlich fundiert UND verständlich, sachlich UND fesselnd verfasste Geschichtsliteratur - gibt es die? Ja! Prof. Dr. Norbert Frei und seinen CoAutoren gelingt dies beeindruckend. Beispielsweise bei der Schilderung von Unternehmerkarrierien vor und nach 1945 oder Journalisten, die den Vernichtungskrieg propagierten und nach dem Ende des Nationalsozialismus als "Verteidigungskrieg" verharmlosten. So z.B. der NS-Pressesprecher Ribbentrops und SS-Obersturmbannführer Paul Karl Schmidt alias Paul Carell, der noch 1944 Tipps für die propagandistische Rechtfertigung der Deportation und Vernichtung der Juden in Ungarn gab (S.268ff.). Aber auch alle anderen Fallbeispiele sind lesens- und nachdenkenswert. Das Werk ist unbedingt zu empfehlen!
Wigbert Benz


Das Guayana-Projekt: Ein deutsches Abenteuer am Amazonas - Jens GlüsingDas Guayana-Projekt: Ein deutsches Abenteuer am Amazonas
Jens Glüsing

Broschiert, 17. März 2008
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Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Es ist Glüsings Verdienst, einen wenig bekannten Aspekt deutscher Geschichte in Südamerika zu erhellen. Darüber hinaus bietet er ein aktuelles Porträt der Amazonas-Region mit dem von Zersiedelung und Abholzung bedrohten Regenwald. (dpa)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Kampf um den Regenwald      5 von 5 Punkten
"Die beiden größten bevölkerungsarmen und hervorragend nutzbaren Reserveräume der Erde sind Sibirien und Südamerika....."
(Otto Schulz-Kampfhenkel)
Nach einer kleinen Übersichtskarte, dem Inhaltsverzeichnis und einer Hochspannung erzeugenden Einleitung beginnt Jens Glüsing mit der Schilderung eines deutschen Abenteuers am Amazonas. Der Autor bedient sich hierbei geschickter Weise von Kapitel zu Kapitel des Wechsels zwischen zwei Zeitebenen.....
.....wobei er auf der gegenwärtigen, als Spiegel-Korrespondent für Lateinamerika, zusammen mit dem Fotografen Michel, selbst vor Ort präsent ist. Zusammen mit Christoph Bernhard Jaster gehen sie in dessen Revier, das so groß wie Holland ist, auf Tour. Der deutschstämmige Beamte der brasilianischen Naturschutzbehörde "IBEMA" wurde mit dem Aufbau des Nationalparks "Montanhas do Tumucumaque" an der Grenze zu Französisch Guayana beauftragt. Mit einer Mischung aus Erzählungen und Fakten gelingt es dem Politologen, Romanistiker und Journalisten Glüsing sofort die Leser in seinen Bann zu ziehen. Angefangen beim Mythos "El Dorado", über das von einem Deutschstämmigen in Belem gebrauten "Cerpa-Bier", Ökotourismus, Wildwasser, illegale Goldgräber, "Fitzcarraldo" bis hin zum World Wildlife Fund, "zweibeinigen, langhaarigen Piranhas" und Tapiren als besonderer Delikatesse zeichnet er ein faszinierendes Bild des größten Tropischen Regenwald-Nationalparks der Erde. Am Ende des ersten Kapitels zeigt Jaster dem Autor ein Buch, das er im Bücherschrank seiner Mutter gefunden hatte. Das 1938 in Berlin erschienene "Rätsel der Urwaldhölle" beschreibt eine Expedition, die sein Autor Otto Schulz-Kampfhenkel in den 1930er Jahren auf dem Rio Jary bis zur Grenze von Französisch Guayana unternommen hatten.
Mit dem Kapitel "Das Dschungel rief" wird der Leser auf die historische Ebene geführt, als die Expeditionstruppe um Schulz-Kampfhenkel auf dem Dampfschiff "Agira" in die Amazonasmündung einläuft, um 17 Monate ohne Satellitentelefon, Hightech-Außenborder und Aluminiumboote in der tropischen Flusslandschaft unterwegs zu sein. Als Gepäckmeister, Vorarbeiter und Nachschubleiter wird in Rio noch ein junger Seemann namens Joseph Greiner angeheuert. Nach der Vorstellung der anderen Forscher (Gerd Kahle und Gerhard Krause) und einer von Schulz-Kampfhenkel gezeichneten Skizze über den Verlauf der "Deutschen Jary Expedition 1935 - 1937" wird deutlich, dass geographische und ethnographische Studien, die Erforschung von Fauna und Flora, sowie die Produktion von Dokumentationsfilmen nicht ihre alleinigen Gründe waren. Neben der Erlaubnis des deutschfreundlichen Präsidenten Getulio Vargas' konnte sich die Exploration auch der politischen Unterstützung Berlins und namhafter Sponsoren erfreuen. Die Firma Heinkel und das Reichsluftfahrtministerium steuerten den neuen zweisitzigen Doppeldecker "Heinkel Seekadett 72" bei, Leica spendierte Kameras und die Ausrüstung für Luftbildaufnahmen, Bayer stattete die Reiseapotheke mit neuen Medikamenten gegen Malaria und andere Tropenkrankheiten aus, Agfa half mit Tausenden Metern Filmmaterial. Daneben war mit Hilfe der UFA eine Vermarktung als Medienspektakel geplant. Zur geheimen Erprobung einer neuen Technik für Luftaufklärung, die zur Erschließung von Bodenschätzen und für militärische Zwecke nützlich war, hob erstmals ein Wasserflugzeug vom Amazonas ab. Der Doppeldecker mit der Kennzeichnung D-EFON des bereits 1933 in die NSDAP eingetreten Schulz-Kampfhenkel, trug mit einem Hakenkreuz am Heck das "Hoheitszeichen des Dritten Reiches".
Das Kapitel "Im Dschungel der Hilfsorganisationen" beschäftigt sich mit den NGO/ONG (Non-Governmental-Organizations), als Greenpeace, WWF, Conservation International etc. der Gegenwart. Nachdem Steffen Haug und Kameramann Sami Karim von Spiegel TV zum Team um den Autor Glüsing hinzugestoßen sind, machen sie im Grenzstädtchen Oiapoque die Bekanntschaft mit einem mit roten Lendenschurz und Jaguarzahnhalskette bekleideten Indio, der sie mit "Bonjour" begrüßt. Ein Bürger eines überseeischen Territoriums der "Grande Nation", der pünktlich zum Monatsende Kindergeld bezieht und seine Rechungen in Euro bezahlt..
In "Karl May am Amazonas" beschreibt Glüsing das Verhältnis Schulz-Kampfhenkels zu den Indianer. Zum Vormarsch seiner Expedition war dieser auf die örtlichen Indianerstämme der Aparaí, Wayana und Wayapi angewiesen. Sein taktisches Hauptziel war daher auf "Indianersuche" gerichtet. Das rassistische Weltbild des baldigen "SS-Unterstürmführers" offenbart sich in Anmerkungen wie "ein prächtiger Waldmensch....... strömt den charakteristischen strengen, aber nicht hässlichen Indianergeruch aus", seinem Plan "Afrikaner als Arbeitskräfte" einzusetzen und die Rede von der "Herrenrasse". Den Eingeborenen Pitoma beschreibt er schwelgend als Inbegriff des "selbstherrlichen, Freien Indianers" und nennt ihn "Winnentou".
Bei einem Besuch im "Dorf der Euro-Indianer" wird deutlich, dass die Indios Französisch Guayanas ihre Hütten nicht mehr selbst, sondern von brasilianischen Zimmerleuten bauen lassen. Neben dem Bier, als "Kerosin der Indianer", einer Quecksilber verseuchten Mondlandschaft und dem 50 Euro teuren "Programm bei Madame" werden andere zweifelhafte Errungenschaften der Zivilisation betrachtet.
Die Kapitel "Der Große Vater Wissenschaft und die Indios" (1935) und "Lagerleben im Tumucumaque Nationalpark" (2007) schildern das Wesen und die Schwierigkeiten der Forschungsarbeiten. Die folgenden 57 Seiten bilden mit dem "Traum von Deutsch Guayana" das Herzstück des Buches (Zur Wahrung der Spannung soll hier nichts Näheres über Strategien, Pläne, Möglichkeiten usw. verraten werden!) Nach der "weiteren Verwendung im Zweiten Weltkrieg und Entnazifizierung" Schulz-Kampfhenkels bietet das letzte Kapitel "Der Kampf um den Regenwald" ein hochbrisantes und aktuelles Thema. Ein Epilog befasst sich mit Schulz-Kampfhenkels weiteren Werdegangs bis zu seinem Tode 1989. Anmerkungen, ein Abbildungsnachweis der zahlreichen Farb- und SW-Fotos und ein kurzes Portrait Jens Glüsings bilden den Abschluss.
Anders als die NS-Propaganda um "Neu-Schwabenland" und den Vorbereitungen für ein deutsches Kolonialreich in Zentralafrika, unterlag "Das Guayana-Projekt" zur Schaffung eines amerikanischen Brückenkopfes der Geheimhaltung. Jens Glüsing ist es gelungen, eine abenteuerliche historische Fußnote ans Licht zu bringen, ohne die Darstellung ihres menschenverachtenden Weltbildes vor dem Hintergrund eines verbrecherischen Expansionskrieges außer Acht zu lassen. Auch auf die "Freundschaft des NS-Staates" zu lateinamerikanischen Länder, in die eine nicht unerhebliche Zahl von Nazigrößen fliehen konnte, wird hingewiesen. Daneben bietet das Sachbuch eine aktuelle Reportage über die Bedrohungen des Regenwaldes. Sehr empfehlenswert mit 5 Amazonsternen zu bewerten.


Unser Faschismus nebenan. Griechenland gestern, ein Lehrstück für morgen - Günter WallraffUnser Faschismus nebenan. Griechenland gestern, ein Lehrstück für morgen
Günter Wallraff, Eckart Spoo

Broschiert, Februar 1990

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