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Hitlers Weg begann in München 1913 - 1923 - Anton JoachimsthalerHitlers Weg begann in München 1913 - 1923
Anton Joachimsthaler

Gebundene Ausgabe, März 2000
     Verkaufsrang: 401931      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Diese Arbeit räumt mit vielen Ungereimtheiten über Hitlers Weg in die Politik auf - u.a. mit Lügen, die dieser selbst in die Welt gesetzt hatte - und korrigiert Fehler und Missdeutungen zahlreicher Hitler-Biographen. Als eine der wichtigsten Erkenntnisse ist dabei festzuhalten, dass Hitlers Weg in die Politik nicht in Wien, sondern erst in München nach dem Ersten Weltkrieg begann. Der Autor stützt sich bei seinen Untersuchungen auf umfangreiches und zum Teil sogar neues Quellenmaterial.



Blitzkrieg gegen den Krebs: Gesundheit und Propaganda im Dritten Reich - Robert N. ProctorBlitzkrieg gegen den Krebs: Gesundheit und Propaganda im Dritten Reich
Robert N. Proctor

Gebundene Ausgabe, 2002
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Preis: € 25,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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War die Moral der Nationalsozialisten doch vielschichtiger, als wir glauben? Kann gute und nützliche Forschung aus einem Terrorregime kommen? Was könnte dies über die Gesundheitspolitik in unserer heutigen Gesellschaft verraten? Proctor ist der Ansicht, dass wir das Dritte Reich differenzierter betrachten müssen, als wir dies bisher taten. Aber das bedeutet auch, dass die fortschrittliche und weitblickende Gesundheitspolitik der Nationalsozialisten im Grunde derselben Ideologie entstammte wie ihre medizinischen Verbrechen: dem Ideal eines rassisch reinen Utopia, das nur den gesunden Deutschen vorbehalten war. Nach der Veröffentlichung einer früheren bahnbrechenden Arbeit über die Greueltaten der Nazi-Ärzte verfasste Proctor dieses Buch, denn er hatte Dokumente entdeckt, wonach die Nationalsozialisten die aggressivste Anti-Raucher-Kampagne in der modernen Geschichte führten. Weitere Forschungen ergaben, dass die Regierung des Dritten Reiches eine breite Palette von Massnahmen zur Volksgesundheit beschloss, darunter gegen Asbest- und Strahlenbelastung, Pestizide und Lebensmittelfarben. Die Gesundheitsbehörden erliessen strikte Vorschriften für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und förderten bestimmte Nahrungsmittel wie Vollkornbrot und Sojabohnen. Diese praktischen Massnahmen gingen Hand in Hand mit Gesundheitspropaganda, die zum Beispiel den Körper des Führers und dessen Lebensstil als Nichtraucher und Vegetarier zum Ideal erhob. Proctor zeigt auf, dass 'Krebs' auch zur gesellschaftlichen Metapher gewählt wurde. Die Nationalsozialisten zeichneten die Juden und andere 'Volksfeinde' als 'Krebsgeschwür', das aus dem deutschen Volkskörper herausgeschnitten werden musste.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Keine Verklärung, keine Verdrängung - Geniale AUFKLÄRUNG !      5 von 5 Punkten
Im Zuge der schlagzeilenträchtigen US-Prozesse gegen die dortige Zigarettenindustrie kam - wenn auch nur am Rande - eine bis dato selbst in Fachkreisen vergessene Tatsache ans Licht:
Dass nämlich der ursächliche Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs schon Anfang der 1940er Jahre nachgewiesen wurde. Das geschah in Nazi-Deutschland, im Zuge der Kampagne zur "Stärkung der Volksgesundheit", eindeutig im Kontext der nationalsozialistischen Ideologie. Es waren deutsche Wissenschaftler, die diese Pionierleistung vollbrachten, die meisten davon überzeugte Nazis.
- "Ausgerechnet die?!" möchte man fragen ...
- Wenn man Robert N. Proctors ausgewogene, sorgfältig recherchierte Analyse der NS-Sozialmedizin gelesen hat, lautet die reichlich erschütternde Antwort: "JA, ausgerechnet DIE!"
Denn wie der Autor auf spannende und sympathische (weil bisweilen auch seinen Selbstzweifeln Raum gebende) Art ausführt, waren die häufig verdrängten *Erfolge* der NS-Medizin untrennbar mit den übrigen (Schatten-)Seiten des Nazisystems verbunden - oder um einen treffenden Ausdruck aus dem Buch zu verwenden: Die mitunter heute noch "vorzeigbaren" Resultate der damaligen Wissenschaft bilden die "B-Seite des Nationalsozialismus".
Damit leistet Proctor einen unschätzbaren Beitrag zur Richtigstellung des verständlichen, historisch aber unhaltbaren Grundfehlers gängiger Deutungen. Denn es gab (natürlich!) nicht die "bösen Nazis" auf der einen Seite und die "schweigende Mehrheit" der Nation (hier: der Wissenschaftler) auf der anderen.
Statt dessen waren die Übergänge mindestens fließend, und etliche hochrangige Personen vereinten beide Seiten in sich - es könnte sogar gut sein, dass dies praktisch auf ALLE deutschen Forscher jener Jahre mehr oder weniger zutraf. Nicht im Sinne von "außen vorsichtshalber Nazi, innen Wissenschaftler" - auch mit dieser Fiktion rechnet Proctor ab - sondern als Gemeinschaft Gebildeter, die sich großenteils durch NS-Gedankengut bzw. -überzeugungen definierte! Man muss bedenken, dass dies bestimmt in ähnlicher Art und Weise auf die gesamte Gesellschaft zutraf.
Dabei war das Spektrum breit gefächert: Von Naturheilkunde-Anhängern über Gesundheitserziehungs-Pioniere und Tabakgegner ... bis eben hin zu den Euthanasie-Verfechtern.
Es gab real *KEINE* "typische Nazi-Medizin" oder durchgängig angewandte NS-Gesundheitspolitik; folglich gab es keine abgegrenzte, "beschränkte NS-Forschung" (-> obwohl viele Akteure nach dem Krieg zwecks persönlicher Entlastung bewusst Fakten verzerrten; ein Beispiel: die behauptete "Nazigegnerschaft" von Medizin-Außenseitern, "Heilern" etc., weil NS-Führer - z.B. Goebbels - zeitweise gegen "Scharlatane" vorgingen || das Gegenbeispiel: der Geistheilungs-, Erdstrahlen-Wahn usw. von Heß und anderen).
- Vielmehr galt der Nationalsozialismus den allermeisten Menschen, d.h. auch der deutschen Medizin-Elite, als "Sieg der Vernunft", als "höchste Stufe der Aufklärung" (= daher der Name des Goebbels-Ministeriums!). Eine gruslig-faszinierende Parallele zur offiziellen "Weltanschauung" des späteren SED-Staats DDR: Die Ideologie galt v.a. wegen ihrer *Wissenschaftlichkeit* als ZWINGENDE Anleitung zum umfassenden Handeln, individuell und im Kollektiv (= der Volksgemeinschaft, deren "Volkskörper" die NS-Medizin zuvorderst zu sanieren suchte).
Ich werde gewiss nicht der einzige Leser sein, der nach dieser Lektüre Proctors Argumentation folgt - denn der Autor weiß zu überzeugen. Und das völlig ohne den "erhobenen Zeigefinger", der bei NS-Themen oft ins Spiel kommt, speziell wenn hiesige Autoren sich der Dinge annehmen.
Interessant ist, dass die erwähnte Verkürzung der deutschen Gesellschaft (und Forschung) jener Zeit auf "Nazis vs. unbeteiligte Mehrheit" wohl auch in den USA üblich ist. Denn anders lässt sich Robert N. Proctors Motivation nicht erklären, wenn er an einem berühmten Beispiel (das angesichts des Themas naheliegt) diese Mechanismen nachweist:
Nämlich an den Schattengefechten um die "mit barbarischen Methoden gewonnenen Erkenntnisse der NS-Medizin", worunter sich die Öffentlichkeit (evtl. in Amerika mehr als hierzulande?) "bedeutende Resultate" vorzustellen scheint, die "wegen der Umstände ihres Zustandekommens" - z.B. durch Menschenexperimente in KZs - nicht verwendet werden (dürften).
Dazu Proctors nüchterne Bilanz: Es gibt einige wenige Fälle, wo solche inhumanen Versuche tatsächlich Erkenntnisse erbrachten, die sich auf irgendeine Art verwerten ließen. Das Entscheidende daran: Sie WURDEN nach 1945 auch verwertet! Das betrifft z.B. die "flugmedizinischen Untersuchungen" in Dachau, derer sich Engländer und Amerikaner bedienten, oder andere Forschungen, die (Stichwort "Operation Paperclip") ins Arsenal der CIA und anderer Geheimdienste einflossen.
Ein Beispiel aus dem deutschsprachigen Raum ist die aufgedeckte Entstehungsgeschichte des mittlerweile berüchtigten "Pernkopf-Atlas" der Anatomie, welcher unter Verwendung der Leichen von Naziopfern erstellt wurde.
Dass der Autor weitere unentdeckte Fälle (verständlicherweise) nicht ausschließen kann - was er mit entwaffnender Direktheit formuliert - mutet ggf. wie ein Fehler seiner Argumentation an. Doch gäbe es gemessen an der Dimension der allgemein bekannten Nazi-Verbrechen schwerlich Raum für Spekulationen, welche Grausamkeiten "noch in Archiven schlummern" sollten oder ggf. der "Verwertung" harren.
Proctor erörtert also diese wenigen, halbwegs populären Fälle - und bald zwangsläufig kommt der Leser zur selben Frage wie der Autor:
Da mit diesen speziellen Verbrechen nicht etwa die "Spitzen eines Eisbergs" bekannt wurden, sondern eher konkrete Auswüchse, was hat dann die NS-Medizinforschung sonst in jenen 12 Jahren getrieben?
Die Antwort sollte nun klar sein: Die NS-Mediziner verfolgten die damals üblichen Ansätze - oft *Fehlentwicklungen* (bspw. begann die "Rassenlehre" ihren Aufstieg beileibe nicht 1933, sondern fand dann ihre radikale _Umsetzung_ ... durch NS-fanatisierte Wissenschaftler (!) im Verein mit Polit-Verbrechern, die sich ebenso auf die vermeintliche "Wissenschaft" beriefen).
Im Endeffekt liefert uns Robert N. Proctor mit diesem jederzeit exzellent lesbaren Werk, seiner bestechenden Argumentation, den unzähligen (> gekonnt eingesetzten) Fußnoten mit streckenweise einzigartigen Quellen eine unvergleichliche und fraglos sehr empfehlenswerte Darstellung eines perfiden totalitären Systems.
Dieses erschien weder "plötzlich" auf der Bildfläche noch existierte es "neben"/"außerhalb" der deutschen Bildungselite, sondern nahm diese wie wohl fast das gesamte Volk für sich ein - weil sich die Ideologie aus den Wünschen der Masse nach "Gewissheit", "Klarheit" und den brutalen, aber scheinbar unausweichlichen Antworten der schon zuvor nie hinterfragten Technokratie speiste.
Somit ermöglichte nicht nur das gesellschaftliche Klima der 1930er Jahre, sondern zumindest ebenso das Selbst-Bewusstsein der Deutschen als damals "führende Wissenschaftsnation der Welt" die fatale Machtergreifung der Nazis samt der absehbaren Vereinnahmung aller Lebensbereiche durch rücksichtslose, fanatische - totalitäre - Maßnahmen im Namen des "Fortschritts".
Genauso brach sich der im Rückblick schier unfassbare Führerkult Bahn, und in der Konsequenz gleichfalls die noch unfassbareren Greueltaten - darunter quasi *folgerichtig* die industrielle Menschenvernichtung ab ca. 1939 ("Euthanasie") bzw. 1941/42 ("Endlösung der Judenfrage").
Für ein Buch, das sich primär mit der NS-Krebsbekämpfung befasst, sind das absolut frappierende Einsichten. Sie schälen sich schlussendlich klar heraus, ohne dass der Verfasser dozierte oder gar einen allseitigen Erklärungsanspruch verträte. Diese Meisterleistung von Robert N. Proctor wird durch den leider misslungenen deutschen Titel nicht wirklich geschmälert.


Odessa und das Vierte Reich: Mythen der Zeitgeschichte - Heinz SchneppenOdessa und das Vierte Reich: Mythen der Zeitgeschichte
Heinz Schneppen

Broschiert, 30. Januar 2007
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Heinz Schneppen zerstört die Mythen, indem er zeigt, wie es zur Mythenbildung kam. Das Buch ist ein Lehrstück für einen kritischen Umgang mit den Quellen. Es ist spannend im Inhalt, flüssig im Stil, umfassend in der Recherche, überraschend im Ergebnis.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Die Demontage eines Mythos      4 von 5 Punkten
Als Zeitgeschichtler und Botschafter a. D. bringt Heinz Schneppen nicht nur theoretisches, sondern auch praktische Erfahrung aus dem diplomatischen Dienst mit und rollt mit "ODESSA und das Vierte Reich" nicht nur die Entstehungsgeschichte des Mythos einer SS-Fluchthilfe für Kriegsverbrecher auf, sondern setzt auch zu einer umfassenden Kritik an bisher erschienen Werken wie Uki Gonis "ODESSA: Die wahre Geschichte" oder Frederick Forsyths mit Unterstützung Simon Wiesenthals entstandenen Thriller "Die Akte ODESSA" an. Das Ergebnis ist ein informatives Werk und Musterbeispiel für Quellenkritik, in dem die Verschwörungstheorie nicht nur widerlegt, sondern auch keine neue an ihre Stelle gesetzt wird.
Den Nazis zu schwarz, der Kirche zu braun, war es der großdeutsche Bischof Adolf Hudal, den seine Furcht vor dem Bolschewismus, trotz zweitweise scharfer Kritik am Nationalsozialismus schließlich in eine bedenkliche Nähe zu diesem führte und zu einem der Hauptakteure und Verantwortlichen für die Fluchthilfe werden ließ. Nach dem Wegfall der nördlichen Fluchtrouten, wie etwa über Dänemark verlagerte sich der Strom flüchtiger Kriegsverbrecher schließlich über Tirol, Südtirol, die Schweiz und Italien, wo man unter Vortäuschung falscher Tatsachen von kirchlichen Stellen die nötigen Dokumente zur Ausreise erhalten konnte. Die überforderten Ämter sahen sich kaum im Stande die Identitäten jedoch zu prüfen und aufgrund des Abzugs der alliierten Truppen musste in der Menge der Flüchtlinge auch kaum jemand seine Enttarnung fürchten.
Glaubt man dem Journalisten Uki Goni gingen die meisten Nazis nach Argentinien, wo Gegner Juan Perons, diesen schon in den 50er-Jahren in Verbindung mit Nazis brachten, doch erst Goni gelang mit seiner aufsehenerregenden Publikation eine breite Öffentlichkeit damit zu erreichen und auch international Anerkennung zu erreichen. (S. 202) "Gonis Verdienste als Forscher sind unbestritten. Er hat Quellen erschlossen, die andere unbeachtet ließen. Wer sich mit dem Thema befasst, wird von Gonis profitieren, sofern er mit der notwendigen Umsicht verfährt. Denn Gonis Interpretation der Quellen ist von seinen Prämissen bestimmt. Quellenkritik ist nicht seine Stärke. Geheimdienstberichte werden zum Nennwert genommen, zeitgenössische Zitate nicht auf ihre Authentizität befragt. Zu schnell fügt sich alles zu einem schlüssigen Bild. Manches ist bekannt, anderes neu. Aber vieles wirkt spekulativ, konstruiert oder überzogen." Denn (S. 197-198) "alle argentinischen Beiträge zu diesem Thema sind immer auch als Teil einer innenpolitischen Auseinandersetzung zu verstehen."
Trotz seiner beachtenswerten Entdeckungen gelingt es Goni nämlich anhand der Fakten nicht nur den ODESSA-Mythos zu widerlegen, sondern ihn durch den Mythos von einer Fluchthilfeorganisation Perons, einer Art joint-venture mit den Nazis, zu ersetzen, dessen Ziel es war, Argentinien zur führenden Nation Südamerikas zu machen. Es ist auch problematisch wenn Goni dazu neigt (S. 203) "Behauptungen Dritter ungeprüft zu übernehmen, sofern sie ihm plausibel erscheinen. Das von ihm zitierte geheime "Manifest" vom 3. Mai 1943, in dem Peron und seine Mitverschwörer sich angeblich als Anhänger Hitlers bekennen, ist längst als Fälschung entlarvt. Wenn Goni von Tomas Eloy Martinez Perons apokryphe Äußerung aus dem Jahre 1970 übernimmt, dass Argentinien Deutschland im März 1945 den Krieg nur deswegen erklärt habe, um die geplante Fluchtbewegung der Nazis vor den Alliierten abzuschirmen, mutet er dem Historiker einiges zu."
Indem Schneppen Gonis Theorie relativiert, widerlegt er den ODESSA-Mythos endgültig und holt den Leser nach einer möglichen intellektuellen Hyperventilation wieder auf den Boden der Tatsachen, wo sachliche Fehler deutlich machen, dass es den Mythos zwar gibt, die Realität aber nicht so einfach ist. Man stimmt dem Autor gerne zu, wenn er abschließend formuliert (S. 217): "Als Mittel eines geheimen Weltverständnisses werden die Mythen ihre Faszination behalten. Man kann sie zwar im Detail ad absurdum führen. Aber die Stärke der Verschwörungsmythen besteht im Paradox, dass man das, was nicht existiert, auch nicht widerlegen kann." Allerdings kann man es ihm zum Vorwurf machen, dass die Essenz seines Werkes auf Kritik basiert, er erzählt weniger selbst, als er Bezug und Stellung nimmt.
Fazit:
Ein Werk das zwar unter dem Eindruck steht, dass der Autor sich allein durch Kritik zu profilieren versucht, dennoch öffnet es einem gerade deshalb die Augen für die Verklärung der komplexen Zusammenhänge, welche zum Mythos geführt haben.


München und der Nationalsozialismus: Menschen. Orte. Strukturen - München und der Nationalsozialismus: Menschen. Orte. Strukturen

Broschiert, April 2008
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Stefanie Hajak ist Slawistin und Studienleiterin in der Offenen Akademie der Münchner Volkshochschule.Jürgen Zarusky ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin. Redakteur der Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Redakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Lehrbeauftragter an der Katholischen Universität Eichstätt.



Geschichte des Faschismus - Stanley G. PayneGeschichte des Faschismus
Stanley G. Payne

Gebundene Ausgabe, 2001
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Jedermann führt ihn im Munde, doch keiner kann ihn erklären. Was Faschismus eigentlich genau bedeutet, darüber streiten selbst die Experten. War er der gewalttätige Agent des bürgerlichen Kapitalismus, der radikalisierten Mittelklassen oder eine Abart des Sozialismus? War er eine Kulturrevolution gegen die als dekadent empfundene Moderne oder nur ein Auswuchs derselben? War er die Folgeerscheinung einzigartiger nationaler Geschichtsabläufe, oder bleibt er als Archetypus totalitärer Herrschaft global virulent? Ordnung in das babylonisch anmutende Sprachgewirr über diese letzte nennenswerte ideologische Innovation seit dem Marxismus bringt Stanley G. Payne in seinem 1995 erschienenen Buch A History of Fascism 1914-45, das nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt und eine popularisierte Erweiterung seiner theorielastigen Schrift Fascism: Comparison and Definition darstellt.
Der an der Universität Wisconsin lehrende Historiker stellt die von einer vitalistisch-idealistischen Philosophie und einer ausgeprägten Metaphysik des Willens geleitete Bewegung trotz ihres Irrationalismus und Antiegalitarismus in die Tradition von 1789 und zieht dabei eine Linie vom Jakobinertum über den Bonapartismus, Garibaldis autoritärem Patriotismus und Lenins Bolschewismus zu Mussolinis stilprägendem Faschismus und Hitlers Nationalsozialismus, dessen mörderische Entartung er freilich für einzigartig auf der Ultrarechten erachtet. Von D'Annunzios Operettenrepublik von Fiume bis zu Paradiesvögeln wie den ungarischen Pfeilkreuzlern oder rumänischen Legionären des Erzengels Michael behandelt er die zahlreichen Vorreiter und Epigonen und grenzt sie sorgfältig von - oberflächlich betrachtet - ähnlichen rechtsradikalen und rechtskonservativen Strömungen ab, die seinerzeit zusammen mit dem Faschismus oder in dessen Windschatten weite Teile Europas im Würgegriff hielten und selbst in etablierten Demokratien Sympathisanten fanden. Und in Erweiterung des "faschistischen Minimums" Ernst Noltes arbeitet der Autor einen ganzen Katalog weiterer typologischer Merkmale heraus, mit denen der einigermaßen beliebig verwendete Sammelbegriff "Faschismus" beträchtlich an Konturen gewinnt.
Trotz formaler Mängel wie dem fehlenden Sachregister ist Stanley Paynes ebenso unprätentiöses wie analytisch brillantes Werk, das auch eine Einschätzung aktueller Spielarten des Neofaschismus nicht vermissen lässt, ein absolutes Muss für jeden politisch und zeitgeschichtlich Interessierten. -Roland Detsch


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Besprechung der ersten englischsprachigen Ausgabe von 1995      5 von 5 Punkten
Paynes umfangreiches Buch ist fraglos die bisher bedeutendste monographische Darstellung der verschiedenen Spielarten des klassischen Faschismus der Zwischenkriegszeit und ein Meilenstein in der vergleichenden Zeitgeschichtsschreibung generell. Es liefert nicht nur detaillierte Darstellungen des Aufstiegs und Niedergangs der wichtigsten europäischen Faschismen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (Italien, Deutschland, Österreich, Spanien, Ungarn und Rumänien, S. 7l-289) sowie einen prägnanten Überblick über die Entwicklung der kleineren klassisch faschistischen Parteien in- und außerhalb Europas (Japan, China, Südafrika, Lateinamerika, USA, S. 290-354). Einleitend stellt der Autor ebenfalls eine erhellende Typologie des rechten antidemokratischen politischen Spektrums des Zwischenkriegseuropas vor (S. 3-19) und skizziert facettenreich den spezifischen sozialen, kulturellen und politischen Hintergrund des Aufkommens protofaschistischen Denkens um die Jahrhundertwende sowie die Entstehung von organisiertem Faschismus als ein Ergebnis des Ersten Weltkrieges (S.23-79). Zudem faßt ein kürzerer, zweiter Teil, "Interpretation" (S. 441-495), den heutigen Stand in der Faschismusforschung, insbesondere in bezug auf die Beziehung von Faschismus zu Modernisierungsprozessen, die im Laufe der Jahrzehnte entwickelten verschiedenartigen Konzeptionalisierungen und kausalen Erklärungen, zusammen und stellt kurz Paynes "retrodiktive Theorie des Faschismus" vor. In einem Epilog überfliegt der Autor abschließend die Entwicklung des deutschen, italienischen und französischen Neofaschismus und bespricht kurz einige Spielarten von heutigem afrikanischen, japanischen, mittelöstlichen, indischen und russischen Ultranationalismus (S. 469-520). Payne kommt zu dem Schluß, daß zwar "der spezifische historische Faschismus niemals wiedererschaffen werden kann. Jedoch wäre es möglich, daß wir am Ende des Zwanzigsten Jahrhunderts Zeugen eines Aufstiegs neuer und teilweise ähnlicher Formen von autoritärem Nationalismus, insbesondere in Osteuropa, Afrika und Asien, werden". (S. 520). Wie anschließend noch einmal in der über fünfzigseitigen Bibliographie deutlich wird, stellt dieses Buch die eindrucksvolle Bilanz der jahrzehntelangen Studien eines der bedeutendsten Faschismustheoretiker und Erforschers des südeuropäischen Faschismus dar. Der Leser verfügt damit über "eine Art Enzyklopädie des Faschismus" (A. James Gregor), die noch lange die wissenschaftliche Diskussion entscheidend mitbestimmen wird.
Trotzdem Payne alle wichtigen Aspekte von Faschismus und seiner bisherigen Historiographie erschöpfend bespricht, erscheinen einige seiner Ausführungen insofern nicht voll befriedigend, als deren Interdisziplinarität, Umsicht und Vielseitigkeit teilweise mit einem Mangel an Konkretheit, Präzision und Falsifizierbarkeit erkauft werden. Ein Beispiel ist Paynes knappe, jedoch umfassende "retrodiktive Faschismustheorie". Der Autor listet zwar offenbar lückenlos sämtliche kulturellen, politischen, sozialen, ökonomischen und internationalen Faktoren, die Faschismus begünstigen, auf (S.489). Allerdings hätte die Theorie noch an Informationsgehalt gewonnen, wenn notwendige und ausreichende Bedingungen hierarchisiert, gemäß ihrer funktionalen Äquivalenz klassifiziert und in einem explanatorischen Schema synthetisiert worden wären.
An anderer Stelle hat der Autor die zuvor schon in seiner kurzen, früheren richtungsweisenden Monographie "Fascism: Comparison and Definition"(l980) entwickelte Checkliste zur Identifizierung von Faschismus um eine kürzere Definition ergänzt. Faschismus ist demnach "eine auf nationale Wiedergeburt zielende Form von revolutionärem Ultranationalismus, die sich auf eine primär vitalistische Philosophie stützt, durch extremen Elitismus, Massenmoblisierung und das Führerprinzip strukturiert wird, Gewalt sowohl als ein Ziel als auch als ein Mittel positiv bewertet und dazu tendiert Krieg und/oder militärische Tugenden zu normativieren (to normatize)" (S.14). Damit scheint der Autor teilweise einem Ansatz des von ihm häufig affirmativ zitierten britischen Faschismustheoretiker Roger Griffin zu folgen (was in einer Fußnote hätte bemerkt werden können). Obwohl diese Definition die wichtigsten Charakteristika von Faschismus beispielhaft komprimiert, wäre eine ergänzende, explizit definierte Taxonomie betreffs solcher Ultranationalismen, die nicht alle, jedoch einige wesentliche der aufgeführten Kriterien erfüllen, zu begrüßen gewesen. In diesem Falle hätte, zusätzlich zu den klassfikatorischen Schemata für das rechte Zwischenkriegsspektrum und die faschistischen Regime, eine weitere nomothetische Typologie von Prä-, Proto, Semi-, Krypto-, Quasi-, Post- und/oder ParaFaschismen beziehungsweise von ideologischen Hybriden entwickelt werden können. Dies hätte zum Beispiel Paynes Betrachtungen zu Neofaschismus mehr Klarheit verliehen. So bleiben seine Einschätzungen von nicht-neonazistischem Nachkriegsrechtsextremismus, unter anderem der französischen "nouvelle droite" (S. 510) oder von Saddam Husseins Regime (S. 516-517), stellenweise vage.
Unverständlich ist, daß Payne an einer Stelle ausdrücklich eine scharfe Trennlinie zwischen Variationen von rechtem (rightist) Autoritarismus einerseits und Faschismus andererseits zieht (S. 18). Wenn Payne dabei "rightist" als Synonym für "konservativ" versteht, wäre seine Zwischenkriegskategorie "Conservative Right" eine Tautologie. Wenn er auf der anderen Seite die quasi-linken (leftist) Elemente in der faschistischen Ideologie, wie Kollektivismus und Pseudosozialismus, im Auge hat, so wäre darauf zu verweisen, daß beispielsweise russischer Konservatismus spätestens seit dem Aufkommen des Slawophilentums ebenfalls derartige scheinbar "linken" Züge trägt. (Die Konstruktion "linker Konservatismus" wiederum ist - zumindest außerhalb eines wohlfahrtsstaatlichen Kontexts - ein contradictio in adjecto.) Faschismus sollte als eine spezielle Form von Rechtextremismus konzipiert werden, wie unter anderem die von Payne beschriebenen häufigen Allianzen zwischen faschistischen und anderen antidemokratischen rechten Gruppierungen und deren gelegentliche Verschmelzung zu indizieren scheinen.
Insbesondere aus deutscher Sicht schließlich ist zu kritisieren, daß Payne seine Beschreibung und Interpretation des Holocaust auf weniger als drei Seiten beschränkt (S. 380-382). Zwar könnte der Autor auf die in seinen Fußnoten aufgeführte umfangreiche Sekundärliteratur verweisen. Es wäre jedoch auch aus faschismustheoretischer Sicht sinnvoll gewesen, hier mehr Raum zu opfern. Das, wie Payne selbst andeutet, enorme militärische und andere Ressourcen verschlingende Vernichtungsprogramm stellt eine schauerlich klare Illustration dafür dar, welche Bedeutung Ideologie für das einzige voll entwickelte faschistische Regime bis in die letzten Tagen seiner Existenz hatte.


 Weitere Lesermeinungen


Eisenbahner gegen Hitler: Widerstand und Verfolgung bei der Reichsbahn 1933-1945 - Alfred GottwaldtEisenbahner gegen Hitler: Widerstand und Verfolgung bei der Reichsbahn 1933-1945
Alfred Gottwaldt

Gebundene Ausgabe, 15. Juli 2009
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Die Funktion der Reichsbahn in Eroberungskrieg und Judenmord gehört zu den Schattenseiten der deutschen Technikgeschichte zwischen 1933 und 1945. Doch es gab unter einer Million deutscher Eisenbahner immer auch Männer, die ihren Eigensinn behielten und widerstanden: Durch den Druck von Flugblättern, durch Hilfe für Verfolgte, durch Weitergabe geheimer Informationen und sogar durch Sabotage. Viele von ihnen wurden ertappt und hingerichtet. Der Band stellt erstmals Hunderte von Namen aus dem Widerstand bei der Deutschen Reichsbahn zusammen. In 25 biografischen Einzelstudien werden zudem die Lebensläufe von bekannten wie von unbekannten Gewerkschaftern, Sozialdemokraten, Kommunisten und engagierten Christen bei der Staatsbahn exemplarisch beschrieben. Ihre Taten waren höchst unterschiedlich und wurden mit Zuchthaus oder Fallbeil geahndet.

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Ein wichtiger Anfang      5 von 5 Punkten
Die Rolle der Reichsbahn im Nationalsozialismus ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus gerückt. Dabei ist ein öffentliches Urteil entstanden, das sich zugespitzt so zusammenfassen lässt: Kein Holocaust ohne die Reichsbahn. Widerstand? Fehlanzeige. Räder rollten, weil sie mussten; die Lokführer blickten nach vorne, nicht auf die Viehwaggons hinter ihnen.
Gewiss: Die Reichsbahn war Teil des Nazi-Machtapparats und Hunderttausende Reichsbahner waren funktionierende Rädchen im Getriebe. Das Verdienst des Forschungsprojektes, das in diesem Buch dargestellt wird, ist aber, dieses festgefügte Bild ein Stück weit zu revidieren. Die Autoren präsentieren 25 Biografien von Eisenbahnern, die zeigen, dass es Möglichkeiten des Widerstandes oder zumindest des Nicht-Mitmachens auch bei der Reichsbahn gab.
Das war nicht immer spektakulär. Da wurden z.B. illegale Schriften verfasst und verbreitet (gerade für Kurierdienste waren Reichsbahner die idealen Akteure!). Hauptanliegen vieler Eisenbahner, vor allem der in die Illegalität getriebenen Gewerkschafter, war die Vorbereitung auf die Zeit danach. Es gab aber, kaum bekannt, im südwestdeutschen Raum Pläne für einen Eisenbahnerstreik, der zum Nukleus eines Generalstreiks hätte werden sollen. Wohl gab es auch gezielte Verzögerungen des Betriebsablaufes oder gar Sabotageakte. Oder es wurde Zwangsarbeitern Essen zugeschoben. Auch solche kleinen Widerstandsaktionen brachten ein wenig Licht in das Dunkel der Barbarei, sie erforderten Mut und hatten, wenn sie entdeckt wurden, brutale Konsequenzen.
Das Buch Eisenbahner gegen Hitler ist keine Schlussbetrachtung des Themas, sondern ein Auftakt. Es zeigt, dass es selbst in der historiografisch scheinbar vollständig ausgeleuchteten Epoche des Nationalsozialismus noch einiges zu entdecken gibt.


Der Lemberger Professorenmord: und der Holocaust in Ostgalizien - Dieter SchenkDer Lemberger Professorenmord: und der Holocaust in Ostgalizien
Dieter Schenk

Gebundene Ausgabe, 19. September 2007
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Der nationalsozialistische Völkermord in Ostgalizien begann 1941 mit dem Mord an 25 polnischen Professoren in Lemberg. Jedes polnische Geschichtsbuch erwähnt dieses Verbrechen als Beispiel für die Skrupellosigkeit und Brutalität der Nationalsozialisten. In der Bundesrepublik ist es hingegen weitgehend unbekannt. Die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft Hamburg wurden sogar mehrfach eingestellt. Hinter ihren Bemühungen ist kein ernster Aufklärungswille erkennbar. Bis Juli 1944 ermordeten die nationalsozialistischen Machthaber in Ostgalizien eine halbe Million Menschen. Im Rahmen der Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes zur Vernichtung der polnischen Intelligenz tötete eine SS-Einsatzgruppe z.b.V. unter Eberhard Schöngarth in Lemberg auf brutalste Weise 25 hochkarätige polnische Wissenschaftler und etwa ebenso viele Familienmitglieder, Freunde und Hausbewohner. Unter Beteiligung der Professorenmörder nahm danach die Vernichtung der galizischen Juden ihren schrecklichen Lauf. Massenerschießungen, Vergasungen in Belzec, "Vernichtung durch Arbeit", grauenhafte Tötungen im berüchtigten "Janowska-Lager". Das Massengrab der Professoren wurde bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Das Verbrechen ist ungesühnt.



Flüchten, Mitmachen, Vergessen: Chemiker und Biochemiker in der NS-Zeit - Ute DeichmannFlüchten, Mitmachen, Vergessen: Chemiker und Biochemiker in der NS-Zeit
Ute Deichmann

Taschenbuch, 2001
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Wissenschaftler unter Hitler - dabei denkt man zunächst an die Physik. Dabei stellten die Chemiker auch damals die weitaus größte Berufsgruppe unter allen Naturwissenschaftlern und bildeten - nach den Ärzten - die zweitgrößte Gruppe unter den aus Deutschland emigrierten. Auf Grund ihrer wirtschaftlich-industriellen Bedeutung stand die Chemie zudem im Schnittpunkt der Interessen von Staat und Wirtschaft. Gleichwohl ist das Thema Chemie im nationalsozialistischen Staat - von Themen wie IG Farben, Synthesekautschuk und der (meist überbewerteten) "Deutschen Chemie" abgesehen - bisher von der Forschung vernachlässigt worden.
Die Wissenschaftshistorikerin Ute Deichmann, die sich durch Arbeiten zur Biologie der NS-Zeit bereits ausgewiesen hat, nimmt in ihrer hier vorliegenden Habilitationsschrift nun die Gesamtheit der habilitierten Chemiker oder Biochemiker aller deutschen und österreichischen Hochschulen sowie der promovierten Wissenschaftler an Kaiser-Wilhelm-Instituten unter die Lupe. Insgesamt sind an die 800 Personen erfasst.
Im ersten Teil des Buches geht es um Vertreibung, Entlassung und Emigration jüdischer und nichtjüdischer Chemiker, um die Reaktionen ihrer akademischen Umwelt und um die Auswirkung der Vertreibung auf die Forschung in Deutschland sowie in den Aufnahmeländern. Im zweiten Teil werden Parteimitgliedschaft und Karrieremuster untersucht und der Erfolg opportunistischen Verhaltens anhand der Forschungsförderung durch Forschungsgemeinschaft, Reichsforschungsrat oder die Industrie überprüft. Der dritte Teil präsentiert am Beispiel der Biochemie institutionelle Entwicklungen und Forschungserfolge auf den einzelnen Arbeitsgebieten vor dem Hintergrund der internationalen Entwicklung. Im vierten Teil schließlich geht es um Kontinuitäten und Diskontinuitäten über die NS-Zeit hinaus.
Auf diese Weise entsteht eine vielfältige Innenansicht einer Wissenschaft. Auf viele Fragen gibt es neue und gut belegte Antworten. Der industrielle Sektor ist nicht vertreten, wäre freilich mit den von Ute Deichmann verwendeten Methoden nicht zu erfassen gewesen. Die inhaltliche Entwicklung des Faches ist lediglich für die Biochemie im Detail dargestellt; von der physikalischen Chemie beschreibt die Autorin im Wesentlichen nur die makromolekulare Chemie, und von analytischer und anorganischer Chemie erfährt man wenig.
Beeindruckend und in diesem Ausmaß bisher nicht bekannt war, dass 26 Prozent aller Chemiker in akademischen Positionen entlassen wurden und/oder emigrierten - in der gleichen Größenordnung wie in der Physik und von ähnlich weit reichenden Auswirkungen auf die Forschungslandschaft! Unbekannt war auch der hohe Anteil von Chemikern jüdischer Abstammung unter den Entlassenen. Auf eine junge Wissenschaftslandschaft wie die Israels nahmen die Emigrierten maßgeblichen Einfluss; hingegen wurden wichtige Arbeitsgebiete insbesondere der Biochemie und der physikalischen Chemie in Deutschland durch das Verschwinden der führenden Köpfe nachhaltig geschwächt.
Gleichwohl trat ein allgemeiner Niedergang der chemischen Forschung in Deutschland nicht ein. Vielmehr stieg die Förderung durch Forschungsgemeinschaft und staatliche Stellen an, wovon kriegsbedingt vor allem anwendungsorientierte Gebiete profitierten; aber auch die Grundlagenforschung wurde weiter unterstützt, insbesondere im Gebiet der Naturstoffchemie und des Stoffwechsels. Interessant ist dabei, dass die öffentlichen Mittel im Wesentlichen nach Kriterien der wissenschaftlichen Qualität und keineswegs vorrangig nach Parteizugehörigkeit vergeben wurden.
Neben diesen auch quantitativ gut untermauerten Befunden gelingt es der Autorin, mit Hilfe von Quellenzitaten und Fallstudien die Motive und Mentalitäten der Akteure innerhalb der vielfältigen Kollaborationsverhältnisse zwischen Wissenschaft und Politik herauszuarbeiten - am subtilsten vielleicht bei der Behandlung der unmittelbaren Nachkriegszeit. Als Grundlage dienten Briefwechsel zwischen Emigranten und in Deutschland gebliebenen Chemikern - auch wenn es unter Ersteren nur wenige gab, die kurz nach Kriegsende schon wieder zu solcher Korrespondenz bereit waren, wie etwa den Biochemiker Otto Meyerhof. Auf diese Weise entstehen nicht nur faktische, sondern auch psychologische Innenansichten von Chemie und Biochemie.
Ute Deichmanns Buch legt in überzeugender Weise Binnenstrukturen in der deutschen Wissenschaft des Nationalsozialismus offen, stellt diese in ihren historischen Kontext und zeigt Kontinuitäten über das Jahr 1945 hinaus auf. Damit wird ein wichtiges Teilgebiet der Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts erstmals aufgearbeitet und eine seit langem beklagte Forschungslücke geschlossen.
Rezensent: Christoph Meinel




Starke Mütter - ferne Väter. Über Kriegs- und Nachkriegskindheit einer Töchtergeneration - Ulla RobertsStarke Mütter - ferne Väter. Über Kriegs- und Nachkriegskindheit einer Töchtergeneration
Ulla Roberts

Broschiert, 6. Juni 2005
     Verkaufsrang: 319574     

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Die Sozialwissenschaftlerin Ulla Roberts befragte für dieses Buch 40 Frauen der Jahrgänge 1933-1944 zu ihren Kindheitserlebnissen während des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit. Die Gemeinsamkeit der Befragten ist, dass sie in der nahezu ausschließlichen Gesellschaft ihrer Mütter und anderer Frauen aufwuchsen, somit also eine eindrucksvolle Beispielgruppe für weiblich dominierte Sozialisation sind. Besonders interessiert war die Autorin daran herauszufinden, ob sich dieses Aufwachsen im fast ausschließlichen Frauenumfeld bemerkbar macht hinsichtlich der Teilnahme und Durchsetzungsfähigkeit dieser Töchter bei der Gestaltung ihrer privaten Lebenskonzepte und/oder ihrem Auftreten und ihrer Teilhabe am Aufbau öffentlich-politischer Räume. Die Erinnerungen und Gersprächsprotokolle lesen sich zum Teil spannender als jeder Krimi und sind sowohl Anknüpfung als auch Weiterführung eines für alle späteren Generationen überaus wichtigen Dialoges, denn auch das Erinnern will (und muss) gelernt sein. (Lesbenring-Info-Brief)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Kriegskindheit: Folgen des zweiten Weltkriegs      5 von 5 Punkten
Die Autorin legt mit ihrer Untersuchung über die innerseelischen Abbildungen von Kindheitserlebnissen im Deutschland der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit, ihrer Verarbeitung und ihrer Auswirkung auf die Identitätsentwicklung an vierzig Frauen der Jahrgänge 1933 bis 1943 ein engagiertes und wichtiges Buch neu vor. Sie hat es ergänzt um ein aktualisiertes Vorwort und neuere Forschungen zur Geschichte des Nationalsozialismus und der "Unbegreiflichkeit des Holocaust".
Aus der Unfassbarkeit der Faszination, welche Hitler auf große Teile der damaligen Müttergeneration ausübte, und natürlich - wie die Autorin treffend analysiert - aus einer Sprachlosigkeit über die Verwicklungen der Eltern in das damalige Geschehen ist auch die hohe Ambivalenz mancher Töchter in der Nachkriegszeit ihren damaligen Müttern gegenüber zu verstehen. Einerseits war da ein dankbares und zärtliches Erinnern an Geborgenheit und Schutz, welche die Kinder unter schier unsagbaren Bedingungen im Chaos des Krieges durch ihre "starken Mütter" erfuhren, andererseits die bange und oft unbeantwortete oft gar nicht zu stellen gewagte Frage nach der Teilhabe der Mütter an den verbrecherischen Geschehen des Nationalsozialismus. >>Auf welches Mutterbild kann ich mich stützen?> Könnte sich aber nicht gerade diese Stärke der Mütter in der Erfüllung der Lebensaufgaben, ihrer Tüchtigkeit in lebenspraktischen Dingen, für uns Töchter deshalb ambivalent dargestellt haben, weil sie nicht aus einem Emanzipationsbewusstsein heraus getragen und gewachsen waren? ... "
Einfühlsam sind auch die Abschnitte über die Rolle der während der Kindheit lange abwesenden Väter in der Identitätsentwicklung der Frauen der Töchtergeneration. Die Autorin leitet sie im biografischen Teil ihres Vorwortes mit zwei Träumen ein, in denen sie sich einmal als selber Betroffene ihre liebevolle Beziehung zu ihrem eigenen Vater vor Augen führt und., im zweiten Traum, ein sehr eindrucksvolles Bild findet für die Verletztheit der Vatermänner, welche durch die Höllen dieser Zeit gingen. Sie schreibt: "Auf die Erscheinung der später heimkehrenden Väter, von denen die meisten wohl hungrig, schmutzig und erschöpft aussahen, reagierten viele Kinder verunsichert, mit Scheu oder gar mit Ablehnung des ihnen meist völlig fremden oder in den Jahren der Trennung fremd gewordenen Mannes." Auch die heimkehrenden Väter waren durch die lange Abwesenheit und ihr oft lebenslang nicht verarbeitetes Kriegserleben ihren Frauen und Kindern entfremdet. Noch unauflösbarer als die Frage nach dem Anteil der Mütter am Zeitgeschehen schien daher für viele Töchter später die Frage nach der Beteiligung der Väter an den Kriegskämpfen. Eine von ihnen sagt: "Nie hätte man die Frage gewagt und das kann man eigentlich auch gar nicht aussprechen: >Warum hast du mir das angetan? Warum muss ich jetzt mit dem Bewusstsein durch die Welt laufen, dass mein Vater vielleicht ein Mörder ist?< Erst heute kann ich sehen, wie wichtig diese Frage gewesen wäre. Durch die Studentenbewegung 1968, in der es ja zuerst um den Vietnamkrieg ging, wurde auch die Auseinandersetzung mit den Eltern über die NS Vergangenheit in Gang gebracht, und da nahm man die Position eines Stellvertreters für die Opfer und eines Anklägers gegen die Eltern ein."
In einigen sehr authentischen Abschnitten setzt sich die Autorin kritisch teilnehmend mit dem inneren Erleben der 68er-Generation auseinander. Nach den schrecklichen biedermännischen, auf Restauration setzenden Gründerjahren der Bundesrepublik brach eine revoltierende Jugend die lähmende Verdrängung und das Schweigen über die Vergangenheit auf. Die Autorin gibt aber auch zu bedenken dabei eine der von ihr befragten Frauen zitierend -, dass die kritisch die Elterngeneration befragenden Jugendlichen ja vielleicht auch autoritäre Gedankenmuster der Elterngeneration verinnerlicht hätten.
Der Leser wird Zeuge einer Fülle von individuellen Erinnerungen an Kindheit sehr unterschiedlicher Art in denen sich aber immer die Bruchlinien einer zerfallenden, teilweise chaotischen und vom elenden Wirken des Nationalsozialismus und des Krieges gezeichneten Welt abbilden. Die Erinnerungen von früh in diese Welt hineingeborenen Frauen, welche die bedrohliche Atmosphäre einer autoritären Diktatur der Vorkriegszeit als Kinder - von Nazieltern, Mitläufern, welche nur die Augen zu machten, Gegnern und gar Verfolgten des Regimes - erfuhren, spiegeln oft Atmosphärisches, Unsicherheiten, ambivalentes Schwanken zwischen Innen und Außenwahrnehmung, aber auch Angst und direktes Bedrohtsein. Bei den später Geborenen stehen die schrecklichen Geschehnisse der Bombennächte, der Flucht, der aktuellen Bedrohung, der Zeugenschaft von Vergewaltigungen und Verlust im Vordergrund.
Für beide Gruppen hat die Abwesenheit der Väter natürlich unterschiedliche Bedeutung, die einen tragen noch ein inneres Vaterbild - ein gutes oder böses oder ambivalentes - in sich, sie haben Erinnerungen, für die anderen ist er unbekannt, ihr Bild des Vaters formt sich aus Mitteilungen der zurückgebliebenen Frauen und aus Phantasien. Auch die Rolle der Mütter wird unterschiedlich erinnert. Diese waren für die Älteren manchmal Vertraute, die sie mit in die Pflicht des Überlebenskampfes nahmen und ihr Wertgefühl stärkten, für die Jüngeren waren sie eher die Schutzgebenden oder manchmal auch in ihrer eigenen Angst nicht Schutz geben Könnenden, die starken oder die versagenden Mütter.
Darin liegt der Wert des Buches, dass es ein lange auch in der Individualpsychologie nicht genügend beachtetes Thema - die Folgen der Traumatisierungen, welche der Kulturbruch des Nationalsozialismus und der daraus entstehende Krieg in den Seelen noch der folgenden und nachfolgenden Generation hinterließ - an vielen eindrucksvollen Bildern ganz deutlich macht. Darum sei es zur Lektüre dringend empfohlen.
Rainer Schmidt, Dr. med., Internist, Facharzt für psychotherapeutiche Medizin, Psychoanalyse, Lehranalytiker (DGIP, DGPT), Alfred-Adler-Institut Aachen-Köln


 Weitere Lesermeinungen


Der deutsche Gruß: Geschichte einer unheilvollen Geste - Tilman AllertDer deutsche Gruß: Geschichte einer unheilvollen Geste
Tilman Allert

Gebundene Ausgabe, September 2005
     Verkaufsrang: 37331      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Zeige mir, wie du grüßt, und ich sage dir, wer du bist
"Das Grüßen gehört zu jenen Bekundungen der Humanität, die dem Zugriff des Politischen grundsätzlich entzogen sein müssen. Tilmann Albert zeigt, wie der politische Gruß zum Abzeichen des Bürgerkriegs wird: Er teilt ein Volk in Freund und Feind." Dr. Asfa-Wossen Asserate
Keine Geste hat mehr Unheil angerichtet als diese. Kein anderes politisches Regime der Welt hat je eine Grußformel so radikal zur Nivellierung gesellschaftlicher Unterschiede und zum Umbau einer Gesellschaft eingesetzt wie der Nationalsozialismus. Dem italienischen Duce-Gruß entlehnt (und damit eine gewaltige Debatte über sein "Deutschsein" oder nicht "Nichtdeutschsein" auslösend), wurde der "deutsche Gruß" zum Wahrzeichen des Hitlerfaschismus - und schied die Geister. Denn anhand des Grußes wurde bald klar erkennbar, wer wie zum Faschismus stand - auf der Straße, im Büro, im Freundeskreis und auch zu Hause.
Tilman Allert zeigt, wie der "deutsche Gruß" erfunden und verbreitet wurde, wie plötzlich Prinzen aus Märchenbüchern und Zinnfiguren aus Regalen den Arm reckten, wie kleine Kinder im Kindergarten mit auf den Arm gehängten Brotbeuteln das "richtige" Grüßen lernten - aber auch wie und wo der Gruß verweigert und verballhornt wurde, wie kreativ der Geist des Widerstands mit ihm verfuhr und was Menschen, denen das Armheben in Fleisch und Blut übergegangen war, anstellten, um ihre Gliedmaßen im Zaum zu halten, nachdem der Krieg verloren war.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Subtile Form der Gehirnwäsche!      4 von 5 Punkten
Tilman Allert befasst sich in diesem Buch mit der Pervertierung des Grußes in Deutschland während der NS- Zeit. Dabei geht er zunächst ausführlich auf die Bedeutung eines Grußes im Allgemeinen ein, welcher jeder Begegnung eine Form verleihen und vor allem dokumentieren soll, wie eine Beziehung untereinander wahrgenommen wird. Beim sogenannten Nazi-Gruß ging es wohl primär darum, sich bereits während der Grußhandlung dem fiktiv immer anwesenden " Führer" unterzuordnen. Wer sich verweigerte hatte mit erheblichen Strafen zu rechnen. Wann wurde dieser Gruß internalisiert, sprich innerlich aufgenommen? Was gibt es hinsichtlich der Geltungsweite und Allgemeingültigkeit der marionettenhaften Geste anzumerken? Und weiter: War der Hitler-Gruß möglicherweise ein verkleideter Schwur? Diese Fragen beantwortet Professor Allert ausführlich und zeigt dadurch dezidiert, wie die Urform humanen Austausches zur Strecke gebracht worden ist.
Man sollte sich aufgrund des betont trögen Stils des Autors nicht vom Lesen seiner bemerkenswerten Untersuchung abhalten lassen. Der Inhalt ist wirklich hochinteressant, denn er macht deutlich, wie subtil bei Gehirnwäsche vorgegangen werden kann!


Politik mit der Erinnerung: Gedächtnisorte im Streit um die nationalsozialistische Vergangenheit - Peter ReichelPolitik mit der Erinnerung: Gedächtnisorte im Streit um die nationalsozialistische Vergangenheit
Peter Reichel

Gebundene Ausgabe, 1. August 1995
     Verkaufsrang: 318301      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Macht hat mindestens drei Gesichter. Neben der Durchsetzungsmacht und der Macht, etwas zu verhindern, zeigt sich ihr drittes darin, Themen zu "besetzen" und Interpretationen vorzugeben. Letzteres spielt bei der Politik mit der Erinnerung die Hauptrolle.
Der Politikwissenschaftler Peter Reichel, unter anderem bekannt geworden mit seiner Untersuchung Der schöne Schein des Dritten Reiches. Faszination und Gewalt des Faschismus, deckt am Beispiel des Nationalsozialismus die Zerrissenheit und tiefen Klüfte der deutschen Erinnerungslandschaft auf. Erinnerung, so weiß man nach der Lektüre des Buches, ist auf ebenso vielerlei Weise möglich wie es "Erinnerungsvirtuosen" gibt. Wissenschaftler, Pädagogen, Psychologen, Künstler und Politiker sind dabei mehr oder weniger verwoben in ein Netz aus Kommerzialisierung, Trivialisierung und Fiktionalisierung der Vergangenheit. Über den Nutzen kollektiver Erinnerung für die demokratische Kultur herrscht jedoch kein Konsens. Wie umstritten diese Fragen sind, belegen immer wieder aufs neue Auseinandersetzungen um den richtigen Weg der Erinnerung. Der Streit um die adäquate Einbeziehung der stalinistischen Verbrechen im "Speziallager 2" als Fortsetzung des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Buchenwald steht hierfür genauso wie die Kontroverse um die nationale Holocaust-Gedenkstätte in Berlin.
Immer wieder streift Reichel das schwierige Zusammenwachsen der heterogenen westdeutschen mit der ostdeutschen Erinnerungskultur. Denn dort, wo die nationalsozialistische Vergangenheit kategorisch negiert wurde und Gedenkstätten verbindlich als antifaschistische Widerstands- und Befreiungsdenkmäler interpretiert und instrumentalisiert wurden, vollzog sich nach der Wiedervereinigung im Zeitraffer dieselbe Entwicklung, für die die Altbundesrepublik 40 Jahre Zeit hatte.
Peter Reichel gelingt es, dem Leser die verschiedenen Facetten des Themas scharfsinnig im Inhalt und ausgefeilt im Stil nahezubringen und damit eine verworrene aktuelle Diskussion nachhaltig aufzuhellen. -Manfred Schwarzmeier


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

50 Jahre Erinnerungskultur      4 von 5 Punkten
27. Januar, 8. Mai, 20. Juli und 9. November. Diese Daten stehen stellvertretend für den bundesdeutschen Kalender des Gedenkens an die nationalsozialistische Vergangenheit und an die unsäglichen Verbrechen, die sich im deutschen Namen ereignet haben. In den vergangenen 50 Jahren Bundesrepublik wurden diese Gedenktage in den unterschiedlichsten Dimensionen und Formen wahrgenommen, je nachdem, ob es sich um "einfache" oder "runde" Jahrestage handelte. Sie wurden stets begleitet von einer interessierten Öffentlichkeit, wenn auch mit unterschiedlichen Bewertungen im In- und Ausland. Nicht selten entwickelten sich daraus jedoch heftige politische Komplikationen, manchmal sogar mit weitreichenden Folgen. Und genau die Untersuchung der öffentlichen Diskussionen, die sich im Vorfeld oder im Anschluß an diese Gedenktage ereigneten, hat sich Peter Reichel in seinem Buch zur Aufgabe gemacht. Der Besuch Ronald Reagans auf dem Soldatenfriedhof in Bitburg, die Rede Richard von Weizsäckers zum vierzigsten Jahrestag des Kriegsendes, die Nicht-Einladung deutscher Veteranen zum D-Day-Gedenken oder auch die Jenninger-Rede - alle diese Versuche, sich von politischer Seite der jüngsten deutschen Vergangenheit zu stellen, beleuchtet der Autor in ihren deutschen und ausländischen Facetten. Aber nicht nur die Gedenktage und ihre Gedenkkultur werden von Reichel untersucht, sondern er wendet sich auch den (an)faßbaren Hinterlassenschaften der NS-Zeit zu. Da sind es zunächst einmal die architektonischen Relikte, die mehr oder weniger erkennbar in deutschen Städten an die braune Vergangenheit erinnern und der Umgang der kommunalen Verwaltungen damit. Daneben haben aber auch die sichtbarsten Denkmale für den Terror, die ehemaligen Konzentrationslager,wie Reichel nachweist, eine wechselvolle Nachkriegsgeschichte erfahren müssen, die einen Blick auf 50 Jahre Vergangenheitsbewältigung in Deutschland werfen läßt. Peter Reichel bietet in diesem Werk einen kompakten Einblick in das politische Selbstverständnis des Nachkriegsdeutschlands und stellt sich - Stichwort: Holocaust-Mahnmal - den Diskussionen, welche die jüngste Vergangenheit präg(t)en. Deshalb: Sehr empfehlenswert ! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Jasenovac, das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan - Vladimir DedijerJasenovac, das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan
Vladimir Dedijer

Broschiert, 2001
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Preis: € 18,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Umfassendes Dokumentationsmaterial über eines der unebkanntesten Massenverbrechen während des Zweiten Weltkrieges: die Ausrottung von 800.000 orthodoxen Serben, Juden, Sinti und Roma im 'Reich Gottes', Ustascha-Kroatien, durch Handlanger der katholischen Kirche. Dieses Buch belegt die historische Wahrheit über die Verbrechen des Klerus und der vatikanischen Hierarchie bis hinauf zu Pius XII. und entlarvt gerade in jüngster Zeit wieder aktuelle Geschichtslügen. Damit bietet es auch einen Schlüssel zum Verständnis der aktuellen Ereignisse in Jugoslawien.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Sehr gut      5 von 5 Punkten
Das einzige Buch seiner Art.
Aufpassen, dieses Buch ist kein typisches Propaganda-Machwerk, sondern beinhaltet Dokumente mit Listen, und ist voll von Beweisen.
Jeder der sich mit diesem Thema konfrontieren will kommt an diesem Buch nicht vorbei.
Dieses Werk ist dazu gemacht worden den einen oder anderen Nationalisten zu demaskieren oder ihn gar zu bekehren.
Jeder der das abstreitet, hat keinen Sinn für Realität, aber solche Leute werden sich ohnenhin dieses Buch nicht kaufen, denn sie streiten von Anfang an jede Beteiligung ab.
Die Wahrheit schmerzt.
Ich gebe eine klare Kaufempfehlung ab !


 Weitere Lesermeinungen


Medizin und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus: Einsatz und Behandlung von "Ausländern" im Gesundheitswesen - Medizin und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus: Einsatz und Behandlung von "Ausländern" im Gesundheitswesen

Taschenbuch, 10. November 2004
     Verkaufsrang: 328665      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 7 Tagen.

Preis: € 39,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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07.01.2005 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Von Glück sogar mußte reden, wer noch lange schuften konnte "Der Sammelband bietet erstmals eine übergreifende Darstellung der Situation von Zwangsarbeitern im Gesundheitswesen des Dritten Reiches."



Das BDM-Werk ' Glaube und Schönheit': Die Organisation junger Frauen im Nationalsozialismus - Sabine HeringDas BDM-Werk ' Glaube und Schönheit': Die Organisation junger Frauen im Nationalsozialismus
Sabine Hering, Kurt Schilde

Taschenbuch, 15. Dezember 2003
     Verkaufsrang: 424683      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 08.01.2001
So richtig gut hat Dagmar Pöpping der Band der Siegener Historiker Sabine Hering und Kurt Schilde nicht gefallen. Es gibt einen großen Nachholbedarf bei der Frage nach der Rolle der Frauen im Nationalsozialismus. Daher würdigt die Rezensentin auch das Projekt der Autoren, die Struktur des 1938 von Reichsjugendführer Baldur von Schirach gegründeten BDM-Werks zu rekonstruieren und Zeitzeuginnen darüber zu befragen. Pöpping vermisst jedoch bei den Interviews eine kritische Distanz oder eine Kommentierung der Autoren. Denn die ehemaligen BDM-Führerinnen glühen auch heute noch vor Begeisterung für diese Organisation, berichtet Pöpping. Beständig blenden sie jede negative Seite der NS-Frauenschaft aus und lehnen die Verantwortung für ihre aktive Teilnahme am NS-Staat ab, stellt die Rezensentin fest. Trotz dieser Kritik hält sie das Buch für einen wichtigen Beitrag zu einem kaum erforschten Thema.
© Perlentaucher Medien GmbH




Hitler, 1936-1945 - Ian KershawHitler, 1936-1945
Ian Kershaw

Gebundene Ausgabe, 1. August 2000
     Verkaufsrang: 96095      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 49,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Das Warten hat sich gelohnt. Mit einem Jahr Verspätung hat Ian Kershaw sein 1998 erschienenes, viel gelobtes Buch Hitler 1889-1936 durch einen zweiten Band ergänzt, der die Jahre 1936-1945 behandelt. Auf gut 1000 Seiten (zuzüglich 300 Seiten Anhang) schildert der britische Historiker den Aufstieg des Diktators zum Zenit der Macht und seinen jähen Absturz bis zum bitteren Ende im Bunkerlabyrinth unter der Berliner Reichskanzlei. "Nemesis" lautet der Untertitel des englischen Originals - nach der griechischen Rachegöttin, die die Hybris von Krieg und Holocaust unbarmherzig verfolgt haben würde.
Kershaws grandioses Meisterwerk stellt eine beträchtlich erweiterte Synthese seiner auch fürderhin unbedingt lesenswerten Bücher Der NS-Staat, Hitlers Macht und Der Hitler-Mythos dar. Der international anerkannte NS-Experte, Jahrgang 1943, besticht dabei einmal mehr durch seine erfrischend unbefangene Sicht der Dinge bei einem Thema, das gerade für deutsche Kollegen mit einer Vielzahl tückischer Fußangeln behaftet ist.
Welcher Biograf könnte es sich hierzulande etwa erlauben, den Initiator des größten Völkermordes nicht als Monstrum, sondern als Mitleid heischende, tragische Figur darzustellen, die gefangen in der selbstinszenierten Rolle des sagenumwobenen Führers in wohlkalkulierter Weltentrücktheit das deprimierende Leben eines einsamen Wolfes fristete? Wer aus dem Volk der Täter könnte wie Kershaw daran zweifeln, dass Hitler ein perverser Psychopath war und ihn nur als wirrköpfigen Sonderling abtun? Wer könnte gar ungestraft den persönlichen Anteil des Chefideologen des Rassenwahns an den ungeheuren Verbrechen gegen die Menschlichkeit relativieren und diese als dynamische Exzesse, der um die Gunst des Führers buhlenden Lehensträger deuten? Ganz zu schweigen vom Aufschrei der Empörung, wenn ein Deutscher behaupten würde, Hitler habe sich bei seinen Herrenrasse-Fantasien vom Auftreten der britischen Kolonialherren in Indien inspirieren lassen.
Ian Kershaw ist mit seinem monumentalen Werk über Adolf Hitler der ganz große Wurf gelungen. Er kann nun mit Fug und Recht beanspruchen, die ultimative Monografie über die unheilvollste Gestalt der Neuzeit verfasst zu haben. -Roland Detsch


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

Hitler, Politiker und Vabanquespieler      5 von 5 Punkten
Nach schon recht umfangreichen Hitlerbiographien von Werner Maser, Joachim Fest, John Toland legte der bekannte englische Historiker und Professor für neuere Geschichte, Ian Kershaw, als Letzter sein zweibändiges Standardwerk in hervorragender deutscher Übersetzung mit nicht weniger als gut 2000 Seiten und einem Registerband vor. Das umfangreiche Werk, gut lesbar, überzeugt selbst in den noch nicht bekannten Details und läßt den geschichtlich Interessierten den ganzen Umfang des Dramas in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ungeschminkt nachempfinden. Bei aller Genauigkeit der Darstellung jener Zeit, fehlt aber völlig der Hinweis, dass bei Beginn des Rußlandfeldzuges 1941
das deutsche Heer auf ein in Angriffsposition gegliederte "Rote Armee"
stieß, die noch nicht voll abgeschlossen war, aber die Absicht des Diktators Stalin schon zuverlässig erkennen ließ. (Joachim Hoffmann, "Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945, Planung, Ausführung und Dokumentation, erschienen bei Herbig. Walter Post, "Unternehmen Barbarossa", deutsche und sowjetische Angriffspläne 1940/41, Verlag ES Mittler)


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Schwarze Sonne. Entfesselung und Mißbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik - Rüdiger SünnerSchwarze Sonne. Entfesselung und Mißbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik
Rüdiger Sünner

Taschenbuch, Februar 2006
     Verkaufsrang: 121049     

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Ein spannendes Sachbuch zur Wirkmächtigkeit der nordischen Mythen, über ihre ambivalenten Kräfte und Möglichkeiten.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Mutiger Einstieg in ein dunkles deutsches Kapitel      5 von 5 Punkten
Die Kritik an der Arbeit von Rüdiger Sünner kann ich, ehrlich gesagt, nur teilweise nachvollziehen. Ich bin ebenfalls im Rahmen einer Recherche auf das Material gestossen und war sofort fasziniert. Immerhin liefert das Buch eine bahnbrechende Erkenntnis. Nicht nur die Köpfe des NS-Regims waren der Mischung aus wirren Tagträumereien und verwaschenen Legenden erlegen, nein, ein ganzes Volk hat sich in díesen schwarzen Strudel aus okkultem Popanz hineinsaugen und elektrifizieren lassen. Bei aller Verwaschenheit in den Details muss man Rüdiger Sünner zugestehen, dass ein Einzelner nicht im Handstreich nachholen kann, was aus kleinlauter Schuldigkeit jahrzehntelang wissenschaftlich einfach liegengeblieben ist, nämlich die fachkundige Erforschung der riesigen Projektionsfläche der deutschen Identität. Wer sich auch noch die DVD gleichen Titels anschaut, wird erschüttert sein über die verworrenen Statements langhaariger und offensichtlich bekiffter New-Age Karnevalisten, die sich jedes Jahr zur Sommensonnenwende treffen, um Gitarre zu spielen und Kerzen anzuzünden. Ich habe das Buch benutzt, um mich mir die Frage zu stellen, ob wir jemals wieder einer mit Rassenhass verbrämten okkulten Bewegung erliegen könnten, wenn die politischen Verhältnisse nur chaotisch genug und eine Bedrohung durch innere Feinde glaubhaft darstellbar wären und bin in Diskussionen mit vielen Menschen zu der Erkenntnis gelangt, dass nur ein charismatischer Anführer fehlt, um zu ähnlichen Ergebnissen zu gelangen, wie im dritten Reich. Von daher gebührt dem Autor Lob ein derart unappetitliches Thema so sachlich aufgeriffen zu haben. Respekt für die Arbeit, die er sich gemacht hat. Nun sind Alle gefordert, hier weiterzuforschen und ich hoffe, diese Arbeit wird manchen ermutigen im Schlamm der Geschichte oder im Schlamm seiner eigenen verführbaren Seele zu wühlen.


 Weitere Lesermeinungen


Wiliguts Geheimlehre. Weisthor - Fragmente einer verschollenen Religion. Die geplante Geheimlehre fuer die neue Ordnung in Europa - Karl-Maria Wiligut Rudolf J. MundWiliguts Geheimlehre. Weisthor - Fragmente einer verschollenen Religion. Die geplante Geheimlehre fuer die neue Ordnung in Europa
Karl-Maria Wiligut Rudolf J. Mund

Taschenbuch, 2002
     Verkaufsrang: 390976      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 35,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Das tut weh!      1 von 5 Punkten
Das Gefühl für nicht gerade wenig Geld mindere Qualität bekommen zu haben hatte ich nach den ersten Seiten schon.
Quälendes, langatmiges, okkultes Gekritzel, dies noch in miserabler Druckqualität, angefangen von fehlenden Buchstaben über fehlende Worte und Sätze bishin zu wohl ganzen Passagen, mit denen aber dieses Geschreibsel (um es höflich auszudrücken) auch nicht mehr Sinn gehabt hätte.
Hier der Beweis dass man selbst ein interessantes Thema kaputtschreiben kann.
Irgendwie erinnerte mich dieses "Buch" an die Hitler-Tagebücher denen einst der Stern auf den Leim ging!
Willigut würde freiwillig in die Psychiatrie zurück gehen wenn er mitbekommen würde welche seiner angeblichen Offenbarungen hier als "Geheimwissen" verramscht werden.
Weniger als ein Stern gab es leider nicht und ich empfinde es als Frechheit solch einen Unfug für derart teueres Geld zu verkaufen!

WILIGUT      5 von 5 Punkten
Wiligut-Weisthor der grosse Mystiker des 20.Jahrhunderts,der "Mann der der Elite Ihre Ideen gab", der Mann der die Wewelsburg fand und die "Schlacht an der weissen Birke" prophezeite, ein apokalyptisches Ereignis der Zukunft in der am "Hellweg" (alte Handelsstrasse Westfalen-Baltikum) ein gewaltiges Heer auf dem Osten vom Westen endgültig geschlagen wird: die weisse Birke färbt sich rot vom Blut! Dieses Buch gent der Geheimüberlieferung Wiliguts auf den Grund: die mysteriösen "HALGARITHA"-Sprüche werden dargestellt und erläutert, die Sprüche sind in Runen geschrieben.
Das Buch öffnet eine Tür in eine geheime Welt uralter Mythen und
Traditionen die Wiligut im 20. Jahrhundert wiederbelebte und damit die Welt erschütterte und fast "aus den Angeln hob".
Ein geheimes Erbe dass jederzeit neu aufblühen kann, deshalb ist es besonders wichtig sich -schon heute- damit zu beschäftigen!!
Weitere Literatur zum Thema auch: Ernst Betha: Urkreuzigung in Deutschland und Mund/Wiligut: Mythos Schwarze Sonne!

Begeistert!! 1A!!      5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen. Es erschliesst eine
geheime Welt hinter dem offiziellen Zeitgeschehen. Die Ziele und Pläne der "Elite" waren ganz andere als gemeinhin gedacht.
Auch in allen Fernsehsendungen zum Thema fehlt dieser "esoterische Hintergrund" völlig. Wird uns absichtlich etwas verschwiegen? In diesem wegweisenden Werk finden sich endlich die wahren Hintergründe. Besonders die Halgaritha-Sprüche Wiliguts haben mich tief bewegt, sind sie nicht "das Licht", so bleiben sie eine Lichtquelle die uns mit der fernsten Vorzeit verbindet. Dieses uralte Geheimwissen der Überlieferung Wiliguts kam im letzten Jahrhundert wieder hervor und setzte ganz Europa in Brand, erst wenn man sich dies klarmacht wird einem die ganze "Macht der Runen" und Mythen bewusst. Dieses Geheimwissen lebt fort und es sollte sich jeder zeitgeschichtlich interessierte damit intensiv beschäftigen, auch um dieses Wissen in segensreichem Sinne neu zu verstehen und zu gebrauchen. "Die Macht der Runen ist ungebrochen", es bleibt unsere Aufgabe sie im positiven Sinne zu gebrauchen, im sinne einer "besseren Welt für unsere Kinder". Wer hat nicht "Star Wars" und die Jedi-Ritter gesehen?, dort gibt es einen Jedi-Tempel, Jedi-Orden,... Auch dort ist von einer "Macht" die Rede: "Die Macht wird mit dir sein!", vielleicht liegt diese "Macht" in den Runen und Runensprüchen verborgen, dieses Buch kann helfen diese Kräfte zu aktivieren! In der Realität!

Geheimlehre???      1 von 5 Punkten
Es ist schön, wenn der Verleger seine eigenes Lob anstimmt,
und sich mit 5 selbstverliehenen Sternen auf die Schulter klopft. Dies ist mit Verlaub etwas unappetitlich und wird den komplexen Zusammenhängen nicht gerecht. Das die Schrift nur am Rand etwas mit Wiligut (genannt Weisthor) zu tun hat, wird aus Vermarktungsgründen genauso verschwiegen, wie der Autor. Überzogener Preis. Jetzt hier, statt als Dauerladenhüter bei Ebay. Alles andere als eine "Geheimlehre" für das neue Europa.
Aber jeden Tag wacht ein neuer Dummer auf.

Die Geheimlehre der "Elite", sehr lesenswert!!      5 von 5 Punkten
Zehntausende Bücher sind über die "Elite" geschrieben worden, doch was war deren wirkliche Geheimlehre? Wer war der esoterische Ideengeber und Hintergrundmann? Was waren die religiösen Pläne für die "Neue Ordnung" in Europa? Was ist das wirkliche Geheimnis der Wewelsburg und der Schwarzen Sonne? Wie sollte die "Neue Religion" für ganz Europa aussehen?? Dieses Buch gibt zum erstenmal Einblick in die geheime Welt des esoterischen Hintermannes der geplanten Umgestaltung Europas:
Karl Maria Wiligut,genannt "Weisthor". Dies macht dieses Buch zu einem einmaligen und für jeden Forscher UNVERZICHTBAREN Standartwerk. Es wurde zusammengestellt von Rudolf J. Mund,dem letzten Eingeweihten in die Geheimnisse: am 5. Januar 1985 verstarb überraschend Rudolf J. Mund, kurz bevor er dieses Buch publizieren konnte, es ist so zu seinem Vermächtnis geworden. Mund hatte ein bewegtes Leben hinter sich: Kriegsheld,Schriftsteller und letztes Ordensoberhaupt. Dieses Buch beschäftigt sich mit dem wohl geheimnisvollsten Mystiker des gesamten Weltgeschichte: Karl Maria Wiligut. Wiliguts Geheimlehre wird einschliesslich der mysteriösen "HALGARITA-Sprüche ausführlich dargestellt. Wiligut war der Mann der die Wewelsburg fand und den Umbau leitete,er entwarf die "Schwarze Sonne" im Nordturm und den Runenring,er leitete das vorgeschichtliche Forschungsamt. Das Bild der Gesamt-Lehre Wiliguts wird sichtbar,einer Geheimlehre die fast Realität geworden wäre - in ganz Europa! Eine weitere Quelle zum Verständnis von Wiligut ist auch das Buch das "Wiliguts Geheimquelle" darstellt: Ernst Betha: Urkreuzigung in Deutschland? Die Erde und unsere Ahnen. Entstand das Christentum in Deutschland? ISBN: 3831127190 das ebenfalls sehr zu empfehlen ist!


Benito Mussolini (1883 - 1945): Duce des Faschismus und Diktator Italiens - Wolfgang AltgeldBenito Mussolini (1883 - 1945): Duce des Faschismus und Diktator Italiens
Wolfgang Altgeld

Broschiert, Oktober 2009
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Naturschutz und Nationalsozialismus (Geschichte des Natur- und Umweltschutzes) - Naturschutz und Nationalsozialismus (Geschichte des Natur- und Umweltschutzes)

Taschenbuch, 16. Juni 2003
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Naturschutz heute: "Insgesamt ein spannendes und für einen wissenschaftlichen Sammelband auch sehr lesbares, unbedingt empfehlenswertes Buch."



Hammer, Zirkel, Hakenkreuz. Wie antifaschistisch war die DDR? (Edition Ost) - Detlef JosephHammer, Zirkel, Hakenkreuz. Wie antifaschistisch war die DDR? (Edition Ost)
Detlef Joseph

Broschiert, 1. September 2006

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