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| NS-Zeit | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Wie wir die Nazizeit erlebten: Steidl Taschenbücher, Nr.96, Im Gleichschritt marsch: Wie wir die Nazizeit erlebten. 1933 - 1939: Bd. 1 Bernt Engelmann Taschenbuch, September 2002 Verkaufsrang: 361274 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wie erlebten die 65 Millionen Deutschen den Beginn der Naziherrschaft? Marschierten alle im Gleichschritt mit oder standen zumindest ergriffen am Straßenrand, -Heil- schreiend und die Hand zum Hitlergruß erhoben? Wurden tatsächlich die allermeisten Deutschen in den sechs Jahren zwischen -Machtergreifung- und dem Beginn des Krieges zu gläubigen, von den Ideen der -Bewegung- begeisterten Anhängern Hitlers? Oder waren das alles nur Mitläufer, die im Innersten von Anfang an das Regime ablehnten und lediglich aus Angst vor Gestapo und Konzentrationslagern strammstanden? Natürlich weder das eine noch das andere. Bernt Engelmanns Perspektive ist nicht die des Politik-Historikers, der von weit oben herabschaut. Engelmann schreibt hier, wie auch in den beiden Folgebänden, Geschichte von unten. Er stellt Menschen inmitten ihres Umfelds, ihrer Bedingungen dar und löst so das Massenbild von den Deutschen in Einzelschicksale auf.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Geschichte aus der Sicht des "Normalsterblichen" 4 von 5 Punkten In diesem Buch beschreibt der Autor aus der Sicht des Normalbürgers die Jahre von 1933 bis 1939. In anderen Darstellungen erhielt man lediglich einen Ablauf der Geschichte vermittelt. Hier ist dies anders. Es wird das "normale" Leben während dieser Zeit anschaulich dargestellt und darüber hinaus aufgezeigt, dass man gegen die Nazis auch etwas unternehmen konnte. |
General Motors und die Nazis: Das Ringen um Opel Henry Ashby Turner Gebundene Ausgabe, März 2006 Verkaufsrang: 320313 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Opel gehörte von 1929 bis zum Zweiten Weltkrieg zu General Motors. Die amerikanischen Eigner und Aktienbesitzer verdienten also daran, daß Opel Nutzfahrzeuge und militärisches Gerät für den Krieg herstellte, die gegen die Alliierten eingesetzt wurden: Der Opel Blitz etwa war der Standard-LKW der deutschen Truppen. Und die in Rüsselsheim hergestellten Baukomponenten für Landminen und das Aufklärungsflugzeug JU88, laut Göring das Rückgrat der Luftwaffe, dürften so manchen amerikanischen Soldaten das Leben gekostet haben. Der renommierte NS-Forscher Henry Ashby Turner hat in den Archiven Erstaunliches zutage gefördert: Er berichtet von personalpolitischen Kabalen, entwirrt die Steuerungsprozesse zwischen General Motors und den NS-Behörden und stellt das System der Zwangsarbeit in den Rüsselsheimer Werkhallen dar.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Geschäft ist Geschäft! 3 von 5 Punkten Ebde der 1920er Jahre erwarb General Motors den größten deutschen Automobilhersteller Opel, und 1933 kamen die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht. Eine explosive Mischung, vor allem in den Jahren des Zweiten Weltkriegs, als Opel zu einem bedeutenden Lieferanten der Armee wurde.
Auf 300 erklärt der Historiker Turner die schwierige Situation, die GM zwischen den kriegsführenden Parteien einnahm. Allerdings ist in dem Buch sehr of vom "Zwang der Verhältnisse" die Rede und was GM alles nicht gewusst hat. Es scheint, dass der Autor wesentlich wohlwollender mit GM abrechnet als beispielsweise Edwin Black in seinem Buch mit gleicher Thematik über die Firma IBM. |
Mussolini, Hitler und die Mafia im Krieg Tim Newark Gebundene Ausgabe, September 2007 Verkaufsrang: 374735 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Haben die USA im Zweiten Weltkrieg einen geheimen Pakt mit der Mafia abgeschlossen und sich ihrer Mithilfe im Kampf gegen das faschistische Italien versichert? Mit der Versenkung eines Schiffes im Hafen von New York im Jahre 1942 machte die Mafia jedenfalls klar, daß ohne sie und die von ihr kontrollierte Gewerkschaft der Dockarbeiter die befürchteten Sabotageakte deutscher Agenten nicht nur nicht verhindert werden konnten, sondern überhaupt an ein reibungsloses Funktionieren der Heimatfront nicht zu denken war. Gleichzeitig hatten die vor Mussolinis Druck aus Italien nach Amerika geflohenen namhaften Mafiosi ebenso wie der jüdische Teil der Mafia großes Interesse an einem Sieg der Alliierten. So kam es zumindest in New York zu einem Waffenstillstand zwischen den Behörden und dem organisierten Verbrechen, wofür sich die Mafia bereit erklärte, die Häfen vor Sabotageakten zu schützen und Jagd auf deutsche Agenten und Propagandisten zu machen. Eine weitergehendere Zusammenarbeit wurde bisher immer wieder ins Reich der Legende verwiesen, etwa das Angebot der Mafia, ein Attentat auf Adolf Hitler zu organisieren oder der angeblich große Anteil der Mafia an der raschen Eroberung Siziliens und Süditaliens durch die Alliierten, insbesondere durch die amerikanischen Truppen, wofür im Gegenzug die großen Bosse nach dem Krieg ihre alte Machtstellung unangefochten wieder etablieren durften. Tim Newark geht diesen Geschichten und Legenden anhand von Akten aus alliierten Archiven nach und fördert Erstaunliches über die Zusammenarbeit von Lucky Luciano, Meyer Lansky, Frank Costello und Vito Genovese mit Franklin D. Roosevelt und seiner Regierung zutage.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Zur Kollaboration der West-Alliierten mit den Mafiapaten 5 von 5 Punkten Der aus dem Englischen - "Mafia Allies: The True Story of America's Secret Alliance with the Mob in World War II" nur mit gebremstem Schaum übersetzte deutsche Titel trügt: Es geht weniger um Hitler und Mussolini, sondern um den Pakt mit satanischen Gangstern, den die westlichen Führer Roosevelt, Churchill, Eisenhower und Konsorten schlossen, um beim Angriff auf Europas Süden leichter Fuß zu fassen.
Tim Newark hat bisher verschlossene Dokumente wie den Herland Report (1954) ausgewertet, bringt Augenzeugenberichte und Insiderreports der CIA-gestützten US-Mafia-Kollaboration und demaskiert damit die alliierte Murder inc. recht gnadenlos. Dabei bemüht er nicht die bekannten Klischees wie das "L" als Wimpel-Signatur des Mafiapaten Lucky Luciano auf den in Italien einrückenden Army-Fahrzeugen. Ihn hatte "man" aus amerikanischer Haft für bessere Verwendung in Bella Italia freigelassenen.
Der Autor, britischer Historiker und Herausgeber der renommierten englischen Zeitschrift "Military Illustrated", steigt tiefer ein und verweist auch den Mythos, Mussolini hätte Italien von der Mafia befreit, ins Reich der faschistischen Märchen. Nein, die Italo-Mafia, die Cosa Nostra und die Camorra waren aktiv wie eh und je und konnten nach Fürsprache ihrer US-Familienmitglieder erreichen, daß nahezu kein italienischer Schuß auf die US-Invasoren abgefeuert wurde. Die deutschen Truppen mußten folglich Italien alleine gegen die Paten verteidigen.
Im amerikanischen Militärregime in Süditalien durften dann Typen wie Vito Genovese - mit Schutzbriefen der Granden der Troops reich ausgestattet - die unmschränkte Herrschaft über den Schwarzmarkt entfalten. Handelsware waren amerikanische Rüstungsgüter, die im Einverständnis mit den uniformierten Bossen aus den Truppenlieferungen abgezweigt wurden. Die böse Konkurrenz in heimischen Gefilden ließ Genovese durch seine Amifreunde niedermachen und bekam für seine diesbezügliche Anschwärzung Extralob seiner Patrone. So konnte die Mafia ihr Vorkriegsregime mit alliierter Hilfe neu entfalten - bis heute, wie jeder weiß.
Die uns als Lichtgestalten verkauften Führer des Westens - wer kennt nicht Churchill mit Knarre, Zigarre und Bowlerhat? - fädelten den Pakt mit der Mafia hintergründig ein und hielten mit den Gangster-Paten und deren Helfershelfer auch ihre eigenen streikwilligen und kriegsunwilligen Werft- und Rüstungsarbeiter in Schach. Daß dabei scharf geschossen wurde, versteht sich. Auch die nahezu allmächtige Kosher Nostra mit ihrem Boss Meyer Lansky durfte sich als ebenfalls alliierte Kampftruppe einbringen. Ihre Lobby ist auch heute noch sehr wirksam ...
Die Gegner der stillschweigend vor sich gehenden und von höchsten Führungskreisen organisierten und geförderten Machtübernahme der Mafiapaten im besetzten Europa wurden still- oder gleich kaltgestellt.
Ja, der Zweck heiligt die Mittel. Wer zu diesem traurigen Kapitel der Kriegsgeschichte mehr wissen will, wird an dem packend geschriebenen und bestens dokumentierten Werk von Tim Newark nicht vorbeikommen.
Konrad Fischer
Hochstadt am Main |
Kontinuitäten und Zäsuren: Rechtswissenschaft und Justiz im »Dritten Reich« und in der Nachkriegszeit
Gebundene Ausgabe, Oktober 2008 Verkaufsrang: 439682 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Autoren hinterfragen die historischen Zäsuren der Jahre 1933 und 1945 anhand von Themen wie z.B. den Netzwerken der Kieler Schule, der Fortdauer juristischer Konzeptionen in der Nachkriegszeit und dem Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Die Beiträge beruhen zum Teil auf bisher unzugänglichem Archivmaterial.
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Nazis on Speed - Drogen im 3. Reich, Vol. 1
Taschenbuch, Juli 2002 Verkaufsrang: 338692 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Deutsche Drogengeschichte 3 von 5 Punkten Der Titel der umfangreichen Artikelsammlung "Nazis on Speed", herausgegeben von Werner Pieper, beschränkt sich auf das reisserische Thema des Drogenkonsums der Nazis. Tatsächlich befassen sich die Beiträge auch ausführlich mit der Vorgeschichte (Kaiserreich und Weimarer Republik), mit dem Eingang der neuen Drogen in die Literatur (lesenswert: Essays von Mann, Fallada, Brod!) sowie der Drogenpolitik der Alliierten. Dazu ausgezeichnet illustriert mit Fotos und Grafiken der damaligen Zeit. Abgedeckt wird ein breiter Themenbereich: Literatur und Literaten, gezielte Forschung, Amphetamin-Tests für die Front, War on Drugs während des 3.Reiches, Polizeiberichte sowie Drogenkarrieren von Nazi-Größen - oft spannend, manchmal witzig, selten platt oder langweilig.Größter Mangel: problematisch beim Lesen ist manchmal der Wechsel zwischen verschiedenen Stilen. Einerseits wissenschaftliche Abhandlungen, Schriften der Nazipropaganda oder politische Bewertungen, andererseits erschreckend öde literarische Experimente z.B. von Wolfgang Neuss oder Seyfried. Hier wäre eine fachlich nüchternere Haltung des Herausgebers - und damit ein Herauslassen dieser Artikel - erfreulich gewesen. |
Erfolgsgeschichte Bundesrepublik?: Die Nachkriegsgesellschaft im langen Schatten des Nationalsozialismus
Broschiert, April 2008 Verkaufsrang: 386904 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Entwicklung der frühen Bundesrepublik wird oft undifferenziert als rechtsstaatlich-demokratische Erfolgsgeschichte dargestellt. Doch die Hypothek des Nationalsozialismus wog schwerer, als lange Zeit angenommen - und beeinflusste Justiz, Wissenschaft, Kultur, Politik und Öffentlichkeit.
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Hitlers Arzt Karl Brandt: Medizin und Macht im Dritten Reich Ulf Schmidt Gebundene Ausgabe, Dezember 2008 Verkaufsrang: 408658 Noch nicht erschienen. Karl Brandt (geb. 1904), der ursprünglich als Arzt im Umfeld Albert Schweitzers tätig sein wollte, gehörte seit 1934 zu Hitlers Führungszirkel. Der talentierte Chirurg und Organisator setzte mit mörderischer Konsequenz Vorstellungen vom gesunden Volkskörper um. Bis zu seiner Hinrichtung bekannte sich der enge Freund Albert Speers entrüstet als »nicht schuldig« und verteidigte überzeugt die Euthanasie. Ulf Schmidts fesselnde Darstellung erschließt über den vielschichtigen Charakter Karl Brandts die Hintergründe für die Normalität des Inhumanen im Nationalsozialismus und führt hin zu aktuellen Debatten über die Ethik der Medizin. »Schmidt zeigt, wie Brandt sich vom Anhänger der Philosophie der »Ehrfurcht vor dem Leben« eines Albert Schweitzer zu dem Mann entwickelte, der für Massenmord verantwortlich war.« BBC History Magazine
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Dimension des Völkermords. Die Zahl der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus Wolfgang Benz Taschenbuch, Mai 1996 Verkaufsrang: 357470 Eine wichtige Quellensammlung und Dokumentation für den Geschichts- und Politikunterricht Über die Zahl der ermordeten Juden wird seit dem Ende des NS-Staates diskutiert, und die Dimension des Völkermordes wird unter apologetischer Tendenz interessierter Kreise immer noch in Frage gestellt. Einer mathematisch-exakten Beweisführung, die in der Feststellung genauer Zahlenangaben münden würde, stehen erhebliche methodische Schwierigkeiten gegenüber, die gewöhnlich unterschätzt, aber als Beweis für vermutete politische Absichten oder für die Unfähigkeit der Historiker gerne benutzt werden. Absicht dieses Bandes ist es deshalb, nicht nur streng wissenschaftlich und möglichst exakt die Zahl der jüdischen Opfer der NS-Herrschaft zu ermitteln, sondern auch die Probleme aufzuzeigen, die der Bestimmung einer absoluten Zahl der Opfer entgegenstehen. Die hier anhand einer regional gegliederten Darlegung der gesicherten Erkenntnisse gezogene Bilanz ermittelt die Größenordnung des Völkermords jenseits aller Spekulationen.
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Grafeneck 1940. Die Euthanasie-Verbrechen in Südwestdeutschland Thomas Stöckle Taschenbuch, Januar 2002 Verkaufsrang: 377973 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In Grafeneck auf der Schwäbischen Alb begannen die Nazix, systematisch Menschen zu ermorden. 1940 brachten sie hier mit Gas mehr als 10 000 Behinderte und psychisch Kranke um. Sachlich und doch eindruücklich beschreibt Thomas Stöckle die Hintergründe und Vorgänge, die zu den menschenverachtenden Verbrechen in Grafeneck geführt haben.
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Der organisierte Massenmord an Kindern und Jugendlichen in der Ostmark 1940-1945: Gedenkdokumentation für die Opfer der NS-Euthanasie Waltraud Häupl Gebundene Ausgabe, Juni 2008 Verkaufsrang: 423671 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nach dem Gnadentod-Erlass A. Hitlers im Jahre 1939 setzte ab sofort und intensiv die Vernichtung lebensunwerten Lebens ein. Niemand durfte durch anderes Aussehen, Krankheit, Behinderung, Arbeits- und Bildungsunfähigkeit das Idealbild der arischen Herrenrasse stören. Viele willfährige Helfer im ganzen Land unterstützten diese Wahnsinnsideologie des Dritten Reiches mit Begeisterung, blindem Gehorsam und kreativer Eigeninitiative. Es entstanden Tötungszentren u. Menschenversuchsabteilungen, die als Spezialkliniken oder Erholungsheime deklariert wurden.Dieses Buch ist eine Gedenkdokumentation für die Opfer des organisierten Massenmordes an Kindern und Jugendlichen. Sie wurden mit Sammeltransporten in Bussen, Zügen, Schiffen oder einzeln in die Tötungsanstalten gebracht. Ihre Zahl kann nie mehr genau erfasst werden. Trotzdem gelang es aus den noch erhaltenen Unterlagen (Krankengeschichten, Briefen, Aussagen von noch lebenden Zeitzeugen, usw.) stellvertretend für alle Opfer, viele Namen
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Die Ausleseschulen als Grundpfeiler des NS-Regimes Dirk Gelhaus, Jörn-Peter Hülter Taschenbuch, Januar 2003 Verkaufsrang: 375510 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Buch geht der Frage nach, in wie weit die Ausleseschulen den nationalsozialistischen Machthaber gedient haben, den Bedarf an qualifiziertem Führernachwuchs in allen Bereichen von Staat und Gesellschaft zu decken. Mit diesem Anspruch wurden die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten 1933, die Parteischule in Feldafing 1934 und die Adolf-Hitler-Schulen 1937 gegründet. Sie stellten die Basis eines ganzen Auslesesystems dar, aus dem schließlich sogar der Nachwuchs für die Reichsführung hervorgehen sollte. Die aufzunehmenden Schüler wurden neben ihrer schulischen Leistung vor allem nach ihrer Führernatur ausgewählt. Den ausgelesenen Jungen sollte eine nationalsozialistische Grundhaltung vermittelt werden, die sie befähigte nach dem Abschluss das NS-Gedankengut gegen alle Andersdenkenden im Sinne der Machthaber erfolgreich zu vertreten. Die Untersuchung konzentriert sich auf die qualitative und quantitative Komponente der Ausbildung an den Ausleseschulen des Dritten Reichs. Es wird aufgezeigt wie und unter welchen Bedingungen die Machthaber versuchten, ein NS-Eliteschulsystem in Deutschland zu etablieren und wie der Ideentransfer im Unterrichtsalltag stattgefunden hat.
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Willy Messerschmitt: Zwölf Jahre Flugzeugbau im Führerstaat Martin Pabst Gebundene Ausgabe, August 2007 Verkaufsrang: 413049 Eine Erinnerungstafel für den Absolventen und Honorarprofessor der TU München Willy Messerschmitt (1898-1978) im neuen U-Bahnhof Garching Forschungszentrum führte 2006 zu einer monatelangen öffentlichen Kontroverse. Unterstützte der Flugzeugkonstrukteur die nationalsozialistischen Ziele, war er skrupelloser Kriegsgewinnler und Ausbeuter von Zwangsarbeit? In den Jahren 1933-45 entwarf und baute Willy Messerschmitt berühmt gewordene Flugzeuge wie das Schnellreiseflugzeug Bf 108 Taifun, den leichten Jäger Bf 109 und das erste strahlgetriebene Jagdflugzeug der Welt Me 262. Die deutschen Luftfahrtfirmen profitierten von Rüstungsaufträgen, gleichzeitig engte der nationalsozialistische Staat die unternehmerische Unabhängigkeit immer stärker ein. Dieses Buch des Historikers Dr. Martin Pabst sucht das politische Verhalten von Willy Messerschmitt in der NS-Zeit auf möglichst breiter Quellengrundlage darzustellen und zu bewerten. Dabei entsteht ein differenziertes Bild des bekannten Flugzeugkonstrukteurs und Unternehmers.
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Rodin, Breker, Hrdlicka Hermann Leber Broschiert, August 2000 Verkaufsrang: 402367 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Hervorragend 5 von 5 Punkten Dieses Buch stellt eine exzellente Zusammenfassung des zerzeit verfügbaren Informationsstandes dar! Ich werde es meinen Studenten empfehlen! |
Hitlers Spionin. Das Leben der Stephanie von Hohenlohe Martha Schad Gebundene Ausgabe, Mai 2002 Verkaufsrang: 363953 Stephanie von Hohenlohe hielt es immer mit den Mächtigen. Sie stand in Beziehung zu Nazigrößen und gelangte in die unmittelbare Nähe Adolf Hitlers. Später intrigierte sie in höchsten politischen Kreisen der USA. Das facettenreiche Porträt einer politischen Opportunistin von der renommierten Historikerin Martha Schad.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Hohe Qualität 5 von 5 Punkten Den wenigsten Lesern ist heute Staphanie von Hohenlohe ein Begriff, nicht einmal denjenigen, die sich eigehender mit der Zeit des Dritten Reichtes befasst haben. Es erstaunt, welches politische und gesellschaftliche Netzwerk damals zwischen England und Deutschland bestand. Oft denkt man während des Lesens, was für eine "Wettefahne" Staphanie von Hohenlohe war, wie anpassungsfähig an die jeweiligen politischen Umstände, wie souverän in schier unmöglichen Situationen - man ist geradezu auch etwas verstört darüber. Das Buch ist kompetent, recherchiert und detailreich, ein Lob an die Autorin, die hier wissenschaftlich gearbeitet hat und dabei das Buch flüssig und gut lesbar geschrieben hat. Hohe Qualität! |
Der schöne Schein des Dritten Reiches - Faszination und Gewalt des Faschismus Peter Reichel Gebundene Ausgabe, 1991 Verkaufsrang: 389598 Dieses Buch ist eine klarsichtige Analyse der Verführbarkeit des Menschen durch das Bündnis von Macht, Gewalt und Schönheit, die Kitsch zu nennen eine verhängnisvolle Banalisierung bedeutet. Zudem macht es klar, daß das NS-Regime der Dämonisierung und Verharmlosung entzogen werden muß, damit es wirklich begriffen werden kann.
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Die NS-Gaue: Regionale Mittelinstanzen im zentralistischen "Führerstaat"?
Broschiert, Oktober 2007 Verkaufsrang: 387697 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wenn in der NS-Forschung der letzten Jahrzehnte von Gauen und Gauleitern die Rede war, richtete sich das Interesse vornehmlich auf die Parteistrukturen. Oder sie dienten als Fallbeispiele für regionalhistorische Detailstudien. Es fehlt hingegen bis heute eine systematisch-vergleichende Erforschung der NS-Gaue als konstitutive Elemente der "neuen Staatlichkeit", wie sie sich im nationalsozialistischen "Führerstaat" seit Mitte der 1930er Jahre herausbildete. Hier setzt der vorliegende Band an. Das Ergebnis bietet erhellende Einblicke nicht nur in die regionalen Strukturen des NS, sondern in das Herrschaftssystem insgesamt. Themenfelder sind: Rassenpolitik und Euthanasie ; Arisierung und Gegnerbekämpfung ; Wissenschaft, Bildung, Kultur; Gauverwaltung; Gaue des Altreichs ; Die Reichsgaue .
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Entfernte Verwandtschaft: Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal. 1933-1939 Wolfgang Schivelbusch Broschiert, 1. Januar 2008 Verkaufsrang: 349204 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Krise der 1930er-Jahre weckte Zweifel an den Segnungen der Moderne. Nationalsozialisten und Faschisten nutzten diese Stimmung. Aber auch in den USA setzte Franklin D. Roosevelt mit dem New Deal eine Politik durch, die sich zwar der modernen Technik bediente, aber die Rückkehrzu "traditionellen" Werten propagierte. Nationalsozialismus, Faschsmus und New Deal sind - bei allen Unterschieden - entfernte Verwandte. Der Autor deutet diesen Zusammenhang aus einer verstörend neuen Perspektive.
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Moderne und Gewalt. Eine europäische Genealogie des Nazi-Terrors Enzo Traverso Taschenbuch, Juni 2003 Verkaufsrang: 390637 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Moderne Deutsche Geschichte (MDG): Das nationalsozialistische Deutschland 1933 - 1945: Die Entfesselung der Gewalt: Rassismus und Krieg. (Neue Historische Bibliothek) Ludolf Herbst Broschiert, Januar 1996 Verkaufsrang: 326248 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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München und der Nationalsozialismus: Menschen. Orte. Strukturen
Broschiert, April 2008 Verkaufsrang: 448712 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
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