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| NS-Zeit | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Geschichte der Arbeiter und der Arbeiterbewegung in Deutschland seit dem Ende des 18. Jahrhunderts: Unterm Hakenkreuz. Arbeiter und Arbeiterbewegung 1933 bis 1939: Bd 12 Michael Schneider Gebundene Ausgabe, Februar 1999 Verkaufsrang: 412817 Die nationalsozialistische Machtübernahme am 30. Januar 1933 markiert den wohl tiefsten Bruch in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung: Binnen weniger Wochen wurden die Gewerkschaften aller Richtungen aufgelöst, die Arbeiterparteien verboten und die Kulturbewegung zusammen mit den Genossenschaften 'gleichgeschaltet'. Für zwölf Jahre wurde die Arbeiterbewegung in den Untergrund oder ins Exil getrieben. Wie konnte das geschehen? Was waren die Erfolgsbedingungen der NSDAP auf dem Weg zur Massenbewegung? Hat sie bereits vor der Machtübernahme nennenswerte Einbrüche in die Arbeiterschaft erzielen können? Was ist aus den Anhängern der 'alten' Arbeiterbewegung nach 1933 geworden? Trug die nationalsozialistische Politik wirklich zur Abschaffung oder zumindest Abmilderung der sozialen Unterschiede zwischen Arbeitern und Angestellten, auch zwischen Männern und Frauen bei? War die 'Volksgemeinschaft' nicht nur propagandistische Täuschung, sondern soziale Realität? Leistete die nationalsozialistische Politik also einen Beitrag zur 'egalitären Modernisierung' der deutschen Gesellschaft? Brachte sie eine 'soziale Revolution'? Konnten die NSDAP und der nationalsozialistische Staat 'die' Arbeiterschaft gewinnen? Wie sahen die Lebensbedingungen und die politischen Aktionsmöglichkeiten im Exil aus? Welche Chancen hatte der politische Widerstand, organisiert im Reich wie im Exil, das nationalsozialistische Regime zu erschüttern? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt die Studie Michael Schneiders, die an das Standardwerk Heinrich August Winklers 'Der Weg in die Katastrophe' anknüpft. Wie in den bereits vorliegenden Bänden werden gleichermaßen soziale Lage sowie politische Handlungsmöglichkeiten und Entscheidungen dargestellt, so daß ein Gesamtbild der gesellschaftlichen Realität des 'Dritten Reichs' entsteht.
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Dokumente zur Psychiatrie im Nationalsozialismus
Gebundene Ausgabe, November 2003 Verkaufsrang: 48832 Erstmalig werden Dokumente veröffentlicht, die sich mit der Entwicklung der Psychiatrie in den provinzialen brandenburgischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1930 und 1945 befassen. Ausgehend von der reformpsychiatrischen Bewegung in den 20er Jahren werden Fotos und Archivalien vorgestellt, die vor allem den Bruch mit bisherigen human-wissenschaftlichen Ansichten in der Psychiatrie deutlich machen. Das Beispiel Brandenburg zeigt die Umsetzung einer rassenhygienisch-eugenischen Erbgesundheitspolitik durch Sterilisation und Euthanasie ebenso wie das Ende bzw. den Neuanfang der psychiatrischen Landesanstalten 1945. Der Band ergänzt die Publikation zur Geschichte der Heil- und Pflegeanstalten in der NS-Zeit. Der Blick in Krankenakten enthüllt individuelle Schicksale, die mehr als alle Statistiken die wahre Dimension der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen erkennen lassen.
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Widerstand in Deutschland 1933 - 1945. Ein historisches Lesebuch Peter Steinbach, Johannes Tuchel Taschenbuch, März 2000 Verkaufsrang: 412666 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Lesebuch versammelt Texte und Bilder aus dem deutschen Widerstand. Von der privaten Tagebucheintragung über den Brief an Vertraute oder Freunde bis hin zur Flugschrift und zum politischen Entwurf.
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Flüchten, Mitmachen, Vergessen: Chemiker und Biochemiker in der NS-Zeit Ute Deichmann Taschenbuch, Juli 2001 Verkaufsrang: 388691 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. "... Das ist ja das Unglück von Deutschland, daß Ihr alle den Maßstab für Recht und Fairneß verloren hattet ... Ihr habt nicht sehen wollen, es war zu unbequem. Ich könnte es Dir an vielen, großen und kleinen, Beispielen beweisen...", schrieb die aus Deutschland vertriebene Physikerin Lise Meitner an ihren ehemaligen Kollegen Otto Hahn im Jahre 1945. Ein Stück Vergangenheit wird lebendig, wenn die Wissenschaftshistorikerin Ute Deichmann auch anhand von...
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Geschichte und Theorie des italienischen Futurismus: Literatur, Kunst, Faschismus Regina Strobel-Koop Broschiert, April 2008 Verkaufsrang: 463437 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Kunst-Bewegung »Futurismus«, in Italien durch das Gründungsmanifest des Dichters Filippo Tommaso Marinetti 1909 äußerst medienwirksam in Szene gesetzt, gilt als eine der wegweisenden Avantgarden des 20. Jahrhunderts.Weshalb setzt Gottfried Benn das Gründungsereignis der modernen Kunst in Europa auf das Jahr 1909 an? Welche Art von Literatur brachte der Futurismus hervor und welcher neuartigen Vertriebssysteme bediente sich die Bewegung? Inwiefern ging der Futurismus eine Allianz mit dem Faschismus ein?Die Autorin Regina Strobel-Koop gibt einführend einen Überblick über die historische Situierung des Futurismus und der Biografie von Filippo Tommaso Marinetti. Darauf aufbauend untersucht sie die Manifeste des Futurismus und analysiert das Verhältnis des Futurismus zum Expressionismus, zum russischen Futurismus, zum Faschismus und zu den Frauen, um abschließend die Frage, ob der Futurismus überhaupt als Avantgardebewegung zu bezeichnen sei, da er so auffällig häufig rückwärts gewandte Tendenzen aufweist, zu erörtern. Das Buch richtet sich an Literaturwissenschaftler, Historiker und Kunsthistoriker sowie Medienwissenschaftler.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Rezension: "Geschichte und Theorie des italienischen Futurismus" 5 von 5 Punkten Einen aktuellen Überblick zum italienischen Futurismus legt die Literaturwissenschaftlerin und Historikerin Regina Strobel-Koop mit ihrer 2008 erschienenen Publikation "Geschichte und Theorie des italienischen Futurismus" vor.
Im Zentrum ihrer Darstellung stehen die literarischen Werke des Begründers des Futurismus, Filippo Tommaso Marinetti, ergänzt durch kunstgeschichtliche und zeitgeschichtliche Exkurse über die 1910er, 1920er und 1930er Jahre. Neben der detaillierten literaturwissenschaftlichen Analyse der ersten vier Futuristischen Manifeste Marinettis (Gründungsmanifest, Tod dem Mondschein, Technisches Manifest, Zerstörung der Syntax) werden der Roman "Mafarka", das Manifest der futuristischen Frau und die Aeropoesie untersucht. Das Verhältnis zwischen Futurismus und Krieg, Futurismus und Faschismus, sowie italienischem und russischem Futurismus wird jeweils präzise erörtert. Abschließend stellt die Autorin die Frage nach der historischen Relevanz des Futurismus: der Futurismus, eine Avantgardebewegung?
Die Publikation bietet gerade Studenten der Literatur- und Kunstwissenschaften einen umfassenden Überblick zu den Anfängen des Futurismus in Italien und beleuchtet klar strukturiert die Verbindungen zwischen den Futuristischen Manifesten, der Kunstbewegung und den historischen Ereignissen.
Regina Strobel-Koop studierte an der Universität Karlsruhe (TH) Literaturwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und promoviert zurzeit über "Die Zweite Phase des Futurismus". |
Die Täter der Shoah. Fanatische Nationalsozialisten oder ganz normale Deutsche Gerhard Paul Gebundene Ausgabe, Juli 2002 Verkaufsrang: 370714 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Debatte über Daniel J. Goldhagens Buch »Hitlers willige Vollstrecker« sowie die Reaktionen auf die Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht« haben erstmals umfassend Fragen nach den Tätern der Shoah aufgeworfen. Handelte es sich bei ihnen um radikalisierte Desperados, wie etwa Eugen Kogon unmittelbar nach dem Krieg vermutete, um »ganz normale Männer« (Christopher Browning) oder um fanatisierte Nationalsozialisten, die einem »eliminatorischen Antisemitismus« huldigten? Hatte sich die wissenschaftliche Forschung in den vergangenen fünf Jahrzehnten eher am Rande und spekulativ mit solchen Fragen beschäftigt, ist in den vergangenen fünf Jahren eine breite und fundierte Täterforschung in Gang gekommen. Erste gesicherte Erkenntnisse zeigen, daß der Kreis der Täter die Kerngruppen des Nationalsozialismus weit überschritt und auch ausländische Kollaborateure einschloß.
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Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland: Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland, Bd.3, Staatsrechtswissenschaft und Verwaltungsrechtswissenschaft ... in Republik und Diktatur 1914-1945: Bd 3 Michael Stolleis Gebundene Ausgabe, März 1999 Verkaufsrang: 458875 Gewöhnlich versandfertig in 7 bis 10 Tagen. Dieser Band der Wissenschaftsgeschichte des Öffentlichen Rechts in Deutschland beginnt mit dem Ersten Weltkrieg, analysiert die besonders kreativen Jahre der Weimarer Republik und beschreibt den 1933 einsetzenden Niedergang des Faches bis zum Zusammenbruch des NS-Staats.
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Nachgelassene Schriften: Feindanalysen: Über die Deutschen: Bd 5 Herbert Marcuse Gebundene Ausgabe, Juni 2007 Verkaufsrang: 393986 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Anläßlich des 100. Geburtstages von Herbert Marcuse am 19. Juli 1998 erschien der Sammelband >Feindanalysenneuen deutschen Mentalitätreeducation< Deutschlands, so lautet Marcuses Fazit, habe diese spezifische Mentalität in ihr Kalkül aufzunehmen. Aus dem Inhalt: Peter-Erwin Jansen: Vorwort Detlev Claussen: Kopf der Leidenschaft. Herbert Marcuses Deutschlandanalysen. Die neue deutsche Mentalität Darstellung des Feindes Über psychologische Neutralität Über soziale und politische Aspekte des Nationalsozialismus Kriegs- und Nachkriegsgeneration 33 Thesen Ist eine freie Gesellschaft gegenwärtig möglich? "In jetzt zum ersten Mal veröffentlichten Memoranden, die der exilierte Philosoph Herbert Marcuse während des Zweiten Weltkriegs für die US-Regierung verfaßte, finden sich erstaunlich moderne Antworten . Im Zusammenhang mit den von der Goldhagen-Debatte neu entfachten Diskussionen über die Deutschen als Hitlers Gefolgsleute verdienen diese Texte weit über den Kreis unbeirrbarer Marcuse-Leser hinaus größtes Interesse." (Lothar Baier)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Historische Quelle und (geschichts-) wissenschaftliche Analyse zugleich. 5 von 5 Punkten Der fünfte Band der neu herausgegebenen und überarbeiteten Nachlassschriften Marcuses enthält nunmehr insgesamt neun, in der Zeit von 1939 bis 1947 entstandene, Texte. Darunter finden sich neben den Arbeiten, die Marcuse für das US-amerikanische Office of Strategic Services (OSS) und das State Department erstellte, auch Entwürfe für wissenschaftliche Forschungsvorhaben ("Kriegs- und Nachkriegsgeneration") und Publikationen ("33 Thesen zur militärischen Niederlage des Hitlerfaschismus"), die diesen vorausgingen oder auf ihnen aufbauten.
Neben dem zentralen Memorandum "Die neue deutsche Mentalität" erscheint mir der Artikel "Staat und Individuum im Nationalsozialismus" von besonderem historischen Interesse, da Marcuse hier seine Analyse des Nationalsozialismus in knapper und prägnanter Form zusammengefasst hat.
Marcuse wendet sich zunächst gegen die Behauptung, der Nationalsozialismus habe in Deutschland eine Revolution, d. h. eine Umwälzung der Herrschafts- und Produktionsverhältnisse, bewirkt. Seiner Ansicht nach habe der Nationalsozialismus vielmehr zu einer Festigung der spätestens seit dem Kaiserreich bestehenden Machtstrukturen geführt. Für Marcuse ist im Zusammenhang mit seiner Kapitalismuskritik die Allianz zwischen Partei und Wirtschaft/Industrie von besonderem Interesse und seiner Ansicht nach von zentraler Bedeutung für den Aufstieg der Nationalsozialisten.
Sodann legt Marcuse dar, dass in Bezug auf die nationalsozialistische Herrschaft nicht von einem totalitären Staat gesprochen werden könne und beschreibt welche Rolle dem Staat im Dritten Reich überhaupt zukomme. Für die Nationalsozialisten sei nach eigenem Bekunden der Staat nur Mittel zum Zweck und keineswegs das Endprodukt ihrer Herrschaft. Schließlich hält Marcuse den Begriff Staat, in seiner liberal-bürgerlichen Interpretation, für eine Beschreibung der nationalsozialistischen Herrschaft für unpassend, da im Dritten Reich keine Trennung mehr zwischen Staat und Gesellschaft - Politischem und Unpolitischem - existiere. "So zeigt sich der nationalsozialistische Staat als dreifache Souveränität von Industrie, Partei und Wehrmacht, die das vormalige staatliche Gewaltmonopol unter sich aufgeteilt haben." (S. 149) Hitler bezeichnet er in diesem Machtgefüge als "konfliktregulierendes Zentrum". Als vierte Säule der nationalsozialistischen Herrschaft führt Marcuse schließlich die (Staats-)Bürokratie an, der als Terrorinstrument entscheidende Bedeutung bei der Beherrschung der Gesellschaft zukomme.
Marcuses Arbeiten für die US-amerikanischen Behörden hatten zum Ziel, die Mechanismen der nationalsozialistischen Herrschaft aufzuzeigen, ihre Entstehung zu erklären, bei der Bekämpfung des Dritten Reiches zu helfen und Zukunftsperspektiven für das besiegte Deutschland aufzuzeigen. Nach Claussens Angaben in der Einleitung des Bandes schätzte Marcuse seinen Einfluss auf die Strategie der Amerikaner als gering ein: "Später hat Herbert Marcuse nur noch abgewunken oder gelacht, wenn er darauf angesprochen wurde, welcher Gebrauch von seinen Analysen für die US-amerikanische Nachkriegspolitik in Deutschland gemacht wurde." (S. 15)
In den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts wurde Marcuse aufgrund seiner Geheimdiensttätigkeiten während des Zweiten Weltkriegs und seiner späteren Arbeit für das State Department (bis 1950) von Rechten und Linken angegriffen und als CIA-Agent verleumdet (siehe zusammenfassend: Der Spiegel, Nr. 27, 1969). Der Band liefert dazu einen kurzen Brief Inge Marcuses an die Redaktion des Spiegels, in dem sie ihr Erstaunen über die "phantasievolle(n) neue(n) Phase der Marcuse-Hetze" zum Ausdruck bringt (S. 28). Gegenüber dem Spiegel stellte Marcuse kurz und knapp fest: "Ich war niemals beim CIA und kenne auch keinen Herrn Gehlen." Die Bedeutung von Marcuses Arbeit beim OSS wollte zu jener Zeit wohl niemand angemessen würdigen.
Der Nachkriegsgeneration und dem heutigen Leser, der sich mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland auseinandersetzten will, hat Marcuse einen unschätzbar wertvollen Dienst erwiesen. Die in diesem Band zusammengetragenen Arbeiten sind sowohl historische Quellen als auch (geschichts-)wissenschaftliche Analysen und somit im Rahmen eines Studiums unverzichtbar.
Juni 1998 auf Platz Eins der Bestenliste 5 von 5 Punkten Der Band stand im Juni 1998 auf Platz 1 der Bestenliste des Börsenblattes des Deutschen Buchhandels, des NDR und der Süddeutschen Zeitung. Lothar Baier schrieb in der Züricher Wochenzeitung: »Ein aufregender Fund. Herbert Marcuses Amerikanische Deutschlandschriften....Im Zusammenhang mit den von der Goldhagen-Debatte neu entfachten Diskussion über die Deutschen als Hitlers Gefolgsleute verdienen diese Texte weit über den Kreis unbeirrbarer Marcuse-Leser hinaus größtes Interesse«. Der Herausgeber Peter-Erwin Jansen steht für Vorträge und Diskussionen zur Verfügung. |
Faschismus in Italien und Deutschland. Studien zu Transfer und Vergleich Hg. von Armin Nolzen und Sven Reichardt Broschiert, 31. August 2001 Verkaufsrang: 405054 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Inwieweit bezog sich das nationalsozialistische Regime auf die faschistische Diktatur in Italien? Und auf welche Weise beeinflußte umgekehrt der NS-Staat das Italien Mussolinis? Die Beiträger untersuchen den kulturellen und politischen Transfer zwischen den beiden Regimen anhand von empirischen Fallbeispielen und erarbeiten damit zugleich weiterführende Erkenntnisse über die europäischen Dimensionen des Faschismus. Inhalt: Wolfgang Schieder: Giuseppe Renzetti als Mittelsmann zwischen Mussolini und Hitler Petra Terhoeven: »Nicht spenden, opfern«. Spendenwerbung Waltraut Sennebogen: Propaganda als Populärkultur? Werbestrategien und Werbepraxis Daniela Liebscher: Das Beispiel der »Opera Nazionale Dopolavoro« und der NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude« Michael R. Ebner: Repression im faschistischen Italien und nationalsozialistischen Deutschland Costantino Di Santo/Amedeo Osti Guerrazzi: Die Konzentrationslager Dachau und Pisticci Thomas Schlemmer: Das königlich-italienische Heer im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion 1941 bis 1943 Dylan Riley: Faschismus, Autoritarismus und post-autoritäre Demokratien Andrew Stuart Bergerson: Die Handlungsspielräume »ganz normaler Deutscher« im NS-Staat
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Verweilen beim Grauen. Essays zum wissenschaftlichen Umgang mit dem Holocaust Harald Welzer Broschiert, Dezember 1997 Verkaufsrang: 446513 Der Holocaust stellt bis heute das am besten erforschte und am wenigsten verstandene Phänomen der neueren Geschichte dar, und noch kein Deutungsansatz konnte des Geschehenen habhaft werden. Könnte das nicht daran liegen, daß die Sozialwissenschaft als Kind der Moderne von einem Gesellschaftsmodell ausgeht, in dem das Grauen keinen Platz hat? Und weiter daran, daß der Holocaust eine Nicht-Linearität der Gesellschaftsentwicklung anzeigt, für die die...
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Die Familie Linde im Dritten Reich: Briefe und Kommentare
Gebundene Ausgabe, 15. September 2007 Verkaufsrang: 484224 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vier seiner fünf Söhne mußte das Münchner Ehepaar Richard und Julie Linde in den Zweiten Weltkrieg schicken, nur zwei kamen zurück. In einer an Ausführlichkeit und Authentizität kaum zu überbietenden Sammlung von Briefen und Tagebucheintragungen der Jahre 1931 bis 1945, versehen mit politischen Kommentaren aus heutiger Perspektive, werden die zunehmende Übergriffigkeit Hitlers (etwa auch auf den privaten Besitz der Familie am Obersalzberg), das drohende Herannahen des Krieges und schließlich die unvermeidliche Katastrophe dem Leser so nahegebracht, daß er mit jedem einzelnen Familienmitglied mitfiebert und mitleidet. Ein Zeitdokument von unschätzbarem Wert, das nicht nur Überlebende des Infernos interessieren wird. Auch nachfolgende Generationen historisch, politisch und soziologisch Interessierter bietet es möglicherweise überraschende Einblicke in die Seele damaliger junger Soldaten im Aufbruch für ihr Vaterland.
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Hinschauen und Nachfragen Barbara Bonhage, Peter Gautschi, Jan Hodel, Gregor Spuhler Taschenbuch, Februar 2006 Verkaufsrang: 435158 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sollte auch außerhalb der Schweiz gelesen werden! 5 von 5 Punkten Ein äußerst ambitioniertes Lehrbuch für den Geschichts- und Sozialkundeunterricht ist in der Schweiz auf den Markt gebracht worden: In übersichtlichen Kapiteln und Dossiers wird der Frage nachgegangen, inwieweit Neutralität und Demokratie die Schweiz davor bewahrt haben, mitschuldig an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkriegs zu werden. Darüber hinaus weist dieses, um via Internet downloadbare Arbeitsblätter zu ergänzende Lehrwerk auf die fortbestehende Aktualität von Vertreibung/Migration, Wirtschaftsinteressen, Gestellung von Transport- und Bankdienstleistungen und damit verbundene moralische Prinzipienuntreue...
Ein hohen Ansprüchen genügendes Literaturverzeichnis rundet dieses Buch ab. |
Ich tat nur meinen Dienst: Zur Geschichte der Krankenpflege in Österreich zur Zeit des Nationalsozialismus Gerhard Fürstler, Peter Malina Taschenbuch, April 2004 Verkaufsrang: 389636 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus hat sich bisher vor allem auf die direkt verantwortlichen Täter konzentriert. Auch das Pflegepersonal war in unterschiedlicher Verantwortung an der Aufrechterhaltung einer Medizin mitbeteiligt, die ganz im Sinne der NS-Ideologie von der Verschiedenwertigkeit der Menschen ausging. In Österreich waren nach dem Anschluss 1938 PatientInnen, die aus der Sicht der NS-Medizin Ballast für die Gesellschaft darstellten, in einer lebensbedrohenden Situation. Was dies konkret bedeutete, zeigt sich in den Nachkriegsprozessen gegen ÄrztInnen und eine ganze Reihe von Pflegepersonen. Die Darstellung dieser Prozesse bildet den Hauptteil der Untersuchung. Ergänzend dazu werden die Grundzüge der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik sowie die Organisation der Krankenpflege bis 1938 sowie von 1938 bis 1945 dargestellt. Ausgewählte Biografien illustrieren die Bandbreite des möglichen Verhaltens im NS-Gesundheitswesen. Zielgruppe: Alle Pflegepersonen, insbesondere Auszubildende in den Schulen des gehobenen Dienstes, LehrerInnen der Gegenstände Berufskunde und Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Studierende der Pflegewissenschaft.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Erschreckend..... 5 von 5 Punkten Ich hab mir dieses Buch vor allem deswegen gekauft, weil ich selbst dipl. Krankenschwester bin und mich dieses Thema bereits in meiner Zeit als Krankenpflegeschülerin sehr interessiert hat. Dieses Buch zeigt auf sachliche, nüchterne Art, wozu Menschen fähig sind - und zwar jene Menschen, deren Berufsziel eigentlich das Heilen und Pflegen sein sollte. Im ersten Teil des Buches wird vor allen die Situation der Krankenpflege vor, während und nach NS-Zeit beleuchtet. Im zweiten Teil werden sechs Prozesse als Beispiele herausgegriffen. Was in meinen Augen an erschütterndensten war (neben der vielen "euthanasierten" Menschen): die Ausreden, warum dipl. Pflegepersonal derartige Dinge tun konnte (sagt schon der Titel), und das Mitleid - das die Angeklagten aber nur mit sich selbst hatten.
Ich tat nur meinen Dienst 5 von 5 Punkten Die Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus hat sich bisher auch in Österreich vor allem auf verantwortliche Ärztinnen und Ärzte konzentriert. Aus dem Blick geriet dabei, dass die NS-Medizin ohne die Vor- und Zuarbeit vieler anderer, die im Gesundheitssystem tätig waren, so nicht funktionieren hätte können. Auch Pflegepersonen waren auf vielfältige Weise und in unterschiedlicher Verantwortung an einer Medizin beteiligt, die ganz im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie von der "Verschiedenwertigkeit" der Menschen ausging. Was dies konkret bedeutete, zeigt sich in der Untersuchung der sechs Nachkriegsprozesse, in denen sich auch beschuldigte Pflegepersonen vor Gericht zu verantworten hatten. Die Prozessmaterialien dokumentieren Anklagen und Urteile und lassen Verantwortungs- und Entlastungsstrategien der vor Gericht gestellten Pflegepersonen erkennen. Die Darstellung der österreichischen Krankenpflege bis 1945 sowie die Beschreibung der NS-Gesundheitspolitik in ihren Grundzügen stellen die Untersuchung in einen historischen Kontext. |
Die radikale Rechte in Großbritannien Arnd Bauerkämper Broschiert, September 1997 Verkaufsrang: 432604
| Die unbegrenzte Auslegung: Zum Wandel der Privatrechtsordnung im Nationalsozialismus Bernd Rüthers Taschenbuch, Februar 2005 Verkaufsrang: 363243 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Als ich Deutsche war 1934 - 1945: Eine Engländerin erzählt Christabel Bielenberg Taschenbuch, Oktober 2000 Verkaufsrang: 355307 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Nationalsozialistischer Terror gegen Homosexuelle. Verdrängt und ungesühnt Burkhard Jellonnek, Rüdiger Lautmann Gebundene Ausgabe, Januar 2002 Verkaufsrang: 428879 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
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Nazis on Speed - Drogen im 3. Reich, Vol. 2
Taschenbuch, Februar 2003 Verkaufsrang: 407471
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| Die Legion 'Erzengel Michael' in Rumänien - Soziale Bewegung und politische Organisation Armin Heinen Gebundene Ausgabe, 1986 Verkaufsrang: 461716
Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
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Mühlberg 1939 - 1948: Ein Gefangenenlager mitten in Deutschland Achim Kilian Gebundene Ausgabe, Oktober 2001 Verkaufsrang: 443608 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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