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| NS-Zeit | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Frankfurter Wissenschaftler zwischen 1933 und 1945
Broschiert, Juni 2008 Verkaufsrang: 547182 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden War es möglich, während der Zeit des Dritten Reiches an den Universitäten frei und unabhängig zu lehren und forschen? Auf diese Frage geben die Autoren des vorliegenden Bandes eine Antwort, indem sie den wissenschaftlichen Alltag an der Universität Frankfurt in den Jahren 1930 bis 1945 anhand von Beispielen untersuchen. Behandelt werden Forscher verschiedener Fakultäten und Fächer, ihr persönliches und berufliches Schicksal zwischen Machtergreifung und Kriegsende.Die Autoren zeichnen ein facettenreiches Bild der Frankfurter Universität, ihrer Angehörigen und deren Schicksal zwischen Anpassung und Widerstand, zwischen Unterstützung des Regimes und dem häufig erzwungenen Exil. Die Lebenswege zeigen, dass Wissenschaftler durchaus Handlungsspielräume besaßen und nutzten.Die Aufsätze dokumentieren eine Vortragsreihe zum 90. Jahrestag der Gründung der Universität Frankfurt am Main, die Mitarbeiter des Historischen Seminars in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Universitätsarchiv im Wintersemester 2004/05 veranstalteten.Der Band erscheint in der Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs, in der Beiträge zur Geschichte der Johann Wolfgang Goethe-Universität publiziert werden. Die Schriftenreihe wird herausgegeben von Notker Hammerstein und Michael Maaser.
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Gemeinsam gegen Hitler: Pater Alfred Delp und Helmuth James Graf von Moltke Elke Endraß Gebundene Ausgabe, Februar 2007 Verkaufsrang: 448325 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Jugend von Alfred Delp war vor allem durch die katholische Jugendbewegung "Bund Neudeutschland" geprägt. Unmittelbar nach seinem Abitur trat er in den Jesuitenorden ein und wurde 1937 zum Priester geweiht. Von 1942 an arbeitete Delp offiziell im Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke mit, um ein Modell für eine neue Gesellschaftsordnung nach dem Ende der Zeit des Dritten Reiches zu entwickeln. Nach dem Scheitern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 wurde Delp am 28. Juli 1944 in München verhaftet, obwohl er an den Vorbereitungen des Attentats nicht beteiligt war. Alfred Delp wurde wegen Hoch- und Landesverrats zum Tod durch den Strang verurteilt. Die Gestapo machte ihm das Angebot der "Freilassung gegen Ordensaustritt", was er jedoch ablehnte. Das Urteil wurde am 2. Februar 1945 vollstreckt. Moltke war Jurist und Begründer der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis. Er verzichtete 1935 darauf, Richter zu werden, da er dann der NSDAP hätte beitreten müssen. Als Anwalt für Völkerrecht und internationales Privatrecht konnte er so Juden und anderen Opfern des NS-Regimes helfen. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde Moltke in der völkerrechtlichen Abteilung der Amtsgruppe Ausland/Abwehr tätig. Im Januar 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet, am 11. Januar 1945 zum Tod verurteilt und zwölf Tage später in Berlin-Plötzensee hingerichtet. In dieser Doppelbiografie wird der beiden Widerstandskämpfer zu ihrem 100.Geburtstag in 2007 gedacht. Beide Schicksale werden miteinander verknüpft und parallel dargestellt, bis sich Delp und Moltke im Widerstand gegen Hitler begegnen und von da an gemeinsame Sache machen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Spannend und aktuell... gut geschrieben... 5 von 5 Punkten Elke Endraß, die sich schon durch ihr Buch "Bonhoeffer und seine Richter" als Kennerin des christlich geprägten Widerstandes in der Nazi-Ära erwiesen hat, ist es auch mit diesem Buch gelungen, auf spannende und historisch fundamentierte Weise die Geschichte von Delp und Moltke zu erzählen. Die Autorin stellt nicht nur die Geschichte dieser beiden Männer anschaulich dar, sondern vermittelt auch ein gründliches Bild des Terrors im "dritten Reich" und seiner Justiz sowie des Kreisauer Kreises damals und heute. Dabei schweift die Autorin nicht in den Bereich der Phantasie oder des Romanhaften ab, sondern hält sich an die Fakten. Trotz aller Genauigkeit wird der Leser nicht mit schwer zu lesenden pseudo-wissenschaftlichen Ausführungen malträtiert. Die eingängige, bildhafte und nie trockene Darstellung der Autorin macht es zu einem mühelosen, spannenden Vergnügen, dieses Buch zu lesen. Sehr zu empfehlen! |
Der Fall Montessori: Die Geschichte einer reformpädagogischen Erziehungskonzeption im italienischen Faschismus Helene Leenders Taschenbuch, Oktober 2001 Verkaufsrang: 428398 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Fall Montessori ist eine historisch-pädagogische Studie über die Verbreitung der Montessori-Pädagogik im faschistischen Italien. In dieser Studie wird einbezogen, unter anderem die Korrespondenz, die Maria Montessori zwischen 1920 und 1935 mit Mussolini und seinen Unterrichtsministern geführt hat. Es lässt sich rekonstruieren, wie Montessori die Verbreitung ihrer Methode selbst organisiert hat, wobei sie die politische Situation der Zeit für ihre Zwecke zu benutzen wusste. Sie wurde aber gleichzeitig auch vom faschistischen Regime benutzt. Die Studie zeigt machtpolitische und erziehungstheoretische Erklärungen für den kurzen Erfolgszeitraum von Montessoris Methode unter faschistischer Herrschaft auf. Wichtiger als die Feststellung, dass Montessori selbst auf eine dubiose Art zur Verbreitung ihrer Konzeption beigetragen hat, ist das Ergebnis, dass die Montessori-Methode in der faschistischen Nationalerziehung einsetzbar war. Die Montessori-Pädagogik passte seit ihrer Entstehung stets zu allen - auch politischen - Umständen, ohne dass sie sich ändern musste.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Der Fall Reformpädagogik 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist nicht nur etwas für Studenten, Wissenschaftler etc., sondern für alle, die auch die Schattenseiten von pädagogischen Konzeppten beleuchten wollen. Hélène Leenders regt mit dem "Fall Montessori" an, stärker pädagogischen Konzepte zu hinterfragen. Am Beispiel der Reformpädagagik (hier im besonderen die Montessoris) weißt sie gelungen auf, wie schnell solche Konzepte von (faschistischen) Regimen missbraucht werden können. Vor allem heute, wo die Reformpädagogik wiedereinmal hoch im Kurs steht sollte man auch zwischen den Zeilen lesen. "Der Fall Montessori" beleuchtet sehr gelungen die Montessori-Pädagogik, im (geschichtichen) Zusammenhang mit dem italienischen Faschismus und darüber hinaus wie manipulierbar einige pädagogische Konzepte seien können, die nie - wie in diesem Fall - einen faschistischen Anspruch hatten. Wie gesagt ein sehr gelungenes Buch, das zum Weiterdenken anregt; nicht nur für pädagogik oder geschichts Interessierte. |
Odessa: Die wahre Geschichte: Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher Uki Goñi Broschiert, Juni 2006 Verkaufsrang: 240651 Der Name ¯Odessa® steht für eines der irritierendsten Kapitel der Nachkriegsgeschichte: die massenhafte Flucht namhafter NS-Kriegsverbrecher - unter ihnen Adolf Eichmann, Klaus Barbie und Josef Mengele -, die sich mithilfe eines hoch organisierten Netzwerkes der Gerichtsbarkeit entziehen konnten. Der argentinische Historiker und Journalist Uki Goni hat auf der Basis langjähriger Recherchen in US-amerikanischen, argentinischen und europäischen Archiven bisher unbekannte Quellen erschlossen und durch 200 Zeitzeugeninterviews untermauert. Seine umfassende Untersuchung zeichnet nach, auf welchen - ¯Ratlines® genannten - Fluchtrouten und mithilfe welcher staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen es Tausenden von Nazis, Ustascha-Faschisten und Vertretern anderer europäischer Kollaborationsregime gelang, nach Lateinamerika zu entkommen. Gonis Standardwerk legt erstmals den Blick auf das gesamte Panorama dieser komplexen Operation frei. Hauptaufnahmeland und zentrale Drehscheibe wa r das Argentinien unter Juan Domingo Perón. Die Fluchthilfeorganisation verfügte über Basen in Skandinavien, Spanien und Italien, aktive Hilfe leisteten Schweizer Behörden - und im Vatikan liefen alle Fäden zusammen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Die vergessene Flucht der Nazis 5 von 5 Punkten Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, das der Name "ODESSA" nicht nur für die malerische Stadt am Schwarzen Meer steht, sondern auch die Abkürzung einer Organisation darstellt, mit der die massenhafte Flucht namhafter NS-Kriegsverbrecher organisiert wurde - darunter Adolf Eichmann, Klaus Barbie und Josef Mengele.
Zur Erinnerung: Eichmann gilt als Architekt des Holocaust, Gestapochef Barbie ging als Henker von Lyon in die Geschichte ein und Mengele war KZ-Arzt in Auschwitz, der durch seine berüchtigten Zwillingsexperimente eine fragwürdige Bekanntheit erhielt.
Nicht bekannt war bisher das Ausmaß und die systematische Organisation dieser Fluchtbewegung über die berüchtigten "ratlines", die Rattenlinien, in das sichere Argentinien. Dazu waren drei wichtige Bedingungen erforderlich: einflussreiche Fluchthelfer, ein bereitwilliges Aufnahmeland und viel Geld.
Unter den Fluchthelfern waren nicht nur Schweizer Beamte, die nur wenige Zeit zuvor bedrängte Juden von ihren Grenzen abgewiesen hatten und nun verfolgten Nazis die Flucht über die Schweiz nach Italien ermöglichten. Auch in anderen europäischen Ländern funktionierte das Netzwerk der geschlagenen Nazis bestens. Von Argentinien aus wurde die Einreise Tausender Kollaborateure und Kriegsverbrecher aus dem Büro von Präsident Juan Domingo Peron gesteuert, wenn nötig auf illegalen Wegen. Berüchtigte Kriegsverbrecher, wie Adolf Eichmann, Klaus Barbie und Erich Priebke, erhielten fortlaufende Nummern bei der Planung ihrer Einreise - ein deutliches Zeichen der gezielten Fluchthilfe für erwiesene Kriegsverbrecher. Allein aus Kroatien flohen ca. 2.000 Ustascha-Faschisten nach Argentinien. Die Kontakte für diese Aktionen wurden von Walter Schellenbergs Nachrichtendienst aus dem Berliner Reichssicherheitshauptamt bereits zu Beginn des Krieges geknüpft. Die Fäden des Fluchthilfe-Netzwerkes liefen im Vatikan zusammen. Als Zweifel an der zentral steuerndenden Rolle des Vatikans bei der Nazi-Fluchthilfe nach Erscheinen der ersten Auflage von Goñis Buch aufkamen, belegte der Autor eben diese Rolle an Hand weiterer Recherchen im Anhang der neuen Ausgabe. Die Koordination der Fluchthilfe im Vatikan übernahm der kroatische Priester Draganovic, der vom Leiter der päpstlichen Hilfskommission PCA, Kardinal Montini, eingesetzt und kontrolliert wurde - dem späteren Papst Paul VI. Aus einem Fond des Vatikans stammte auch ein Großteil des Geldes, mit dem die Fluchthilfe finanziert wurde. Schließlich ermöglichte auch der Vatikan den Transfer des gestohlenen kroatischen Staatsschatzes, von dem ein erheblicher Teil von kroatischen Faschisten über die Schweiz nach Italien geschleust wurde. Er bildete die Starthilfe für zahlreiche Nazis in Argentinien, denen die Flucht über den Atlantik gelungen war. Der Historiker und Journalist Uki Goñi hat auf der Grundlage langjähriger Recherchen in argentinischen, US-amerikanischen und europäischen Archiven bisher unbekannte Quellen erschlossen und sie durch 200 Zeitzeugeninterviews untermauert. Er entwirft ein Bild des Netzwerkes der Nazi-Fluchthilfe, das mit Hilfe staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen in ganz Europa über Stützpunkte in Skandinavien, Spanien, Italien und der Schweiz verfügte, während im Vatikan die Fäden zusammenliefen. Für alle, die mit der Verfilmung des Theaterstücks Der Stellvertreter" von Rolf Hochhuth durch Regisseur Costa-Gavra bereits ein Ahnung vom Wegschauen des Papstes gegenüber den Nazi-Verbrechen und der bereitwilligen Fluchthilfe des Vatikans bei Kriegsende hatten, wird das ganze Ausmaß der Flucht europäischer Kriegsverbrecher vor den alliierten und nationalen Gerichten der europäischen Nachkriegstaaten erst in diesem Buch deutlich.
Weitere Lesermeinungen |
Die Zeit des Nationalsozialismus: Eine Gesamtdarstellung Michael Burleigh Gebundene Ausgabe, Oktober 2000 Verkaufsrang: 407434 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Die Geschichte des Nationalsozialismus in einem Buch zusammenzufassen ist eine wirkliche Mammutaufgabe. Daher ist es eigentlich logisch, dass dabei auch ein Mammutwerk herauskommt. Ein einzelner Band immerhin, der dürfte aber mit seinen satten 1.000 Seiten manchen Leser im Vorhinein abschrecken. Was schade ist, denn das Buch ist es wert, "gemeistert" zu werden. Mit analytischem Scharfsinn und profunder Kenntnis der Forschungsliteratur erläutert Michael Burleigh Die Zeit des Nationalsozialismus. Er fördert dabei zwar wenig neue Erkenntnisse zu Tage, fasst aber das bestehende Wissen geschickt zusammen und betrachtet es unter dem Licht seines eigenen politikhistorischen Ansatzes. Burleigh erklärt die Gefolgschaft der deutschen Bevölkerung für das braune Regime aus dem Wesen des Nationalsozialismus heraus, den der britische Historiker als eine totalitär ausgerichtete "politische Religion" sieht. Um seinen inhaltlichen Bogen zu spannen, geht Burleigh weit zurück. Auf fast 200 Seiten widmet er sich zunächst dem Heranwachsen der NS-Bewegung in der Weimarer Republik und der "Zerstörung des Rechtsstaats". Das mag man in der Darstellung als etwas ausufernd empfinden, dient aber dem besseren Verständnis seiner Überlegungen zu den Jahren 1933 bis 1945. Manche Gewichtungen, die Burleigh dabei trifft, sind sicher diskussionswürdig, einen guten Überblick über die unglaubliche Faktenfülle zum Nationalsozialismus, gerade auch im Hinblick auf die damalige europäische Situation, hat man durch seinen Band aber auf jeden Fall. Ein komplexes Thema wie die nationalsozialistische Herrschaft bedarf eines solchen großen Buches. Auch wenn Burleigh manchmal sehr weit ausholt, bleibt sein Band ein Grundlagenwerk, für dessen umfassende Recherche man ihm Respekt zollen muss. Und anerkennend sei hier auch bemerkt, dass Burleigh sich nicht in einer populärwissenschaftlichen, mit Fallbeispielen getränkten Darstellung ergeht, sondern den Spagat zwischen Lesbarkeit und wissenschaftlicher Fundiertheit glänzend meistert. --Joachim Hohwieler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
sehr detailreich, aber einseitig 4 von 5 Punkten Der Autor hat eine große Menge von Details auch aus dem Alltag in halb-erzählerischer Form verarbeitet, so dass das Buch gut und ermüdungsfrei zu lesen ist. Allerdings bekommt man an einigen Stellen trotz der exzellenten Verpackung schon den Eindruck, dass Burleigh gegenüber Deutschland und den Deutschen eine recht feindliche Grundeinstellung besitzt. Die Darstellung der Charaktere und Handlungen ist, so berechtigt das auch zur Darstellung dieses Regimes sein mag, so stereotyp und einseitig schlecht, dass sich in Summe leider auch Zweifel einschleichen müssen, ob hier wirklich ein Zeitbild im Querschnitt geliefert wird oder nur die Extreme gezeigt werden, während das Leben für den normalen Bürger oder "Volksgenossen" doch ganz anders verlief. Leider bleibt auch trotz des relativ weiten Ausholens bis in die Kaiserzeit eine Frage (wie bei allen mir bekannten Büchern zu dieser Zeit) unbearbeitet: der Antisemitismus wird als stark ausgeprägt vorhanden vorausgesetzt, doch wie hat er sich so extrem entwickeln können? Gesamturteil: sehr lesens- und empfehlenswert.
Umfassend, kompetent, lesbar - aufklärend im besten Sinne 5 von 5 Punkten Bücher über das Dritte Reich haben ebenso Hochkonjunktur wie Filme und Fernsehserien. Von der morbiden Faszination, die Faschismus, Zweiter Weltkrieg und Holocaust anscheinend für viele haben, lebt inzwischen eine ganze Industrie, kaut meist dieselben Teilaspekte in immer neuen Variationen mit neuen Filmschnipseln und den letzten noch lebenden Zeitzeugen durch und trägt eher zur Mystifizierung als zur Aufklärung bei. Burleighs Buch fällt aus diesem Rahmen: Es ist kompetent und sachlich geschrieben, vernachlässigt nicht die Vorgeschichte (Weimarer Republik), beschränkt sich nicht auf Deutschland, sondern schildert auch die Geschichte der besetzten oder mit Deutschland verbündeten Länder und der Alliierten. Eine Fülle neuer Fakten und ungewohnter Perspektiven bieten sich für den interessierten Laien, das grauenhafte Geschehen wird nicht durch Melodramatik oder billige Erklärungen trivialisiert oder verharmlost, stattdessen wird der Leser zum selbständigen Nachdenken angeregt. Und das Buch ist nicht nur umfassend, sondern geradezu unverschämt gut lesbar. Uneingeschränkte Empfehlung! |
Zwischen Pflegen und Töten: Krankenschwestern im Nationalsozialismus. Einführung und Quellen für Unterricht und Selbststudium Ulrike Gaida Broschiert, Juni 2006 Verkaufsrang: 452316 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Buch richtet sich an ein interessiertes Fach- und Laienpublikum und ist eine wertvolle Unterrichtshilfe. Es fasst den aktuellen Forschungsstand zu diesem Themengebiet zusammen und bietet langjährig erprobte Quellen für unterschiedlich lange Lerneinheiten zum Themenkomplex der »Krankenpflege im Nationalsozialismus«. Die Einführung gibt Unterrichtenden einen guten Einstieg in das komplexe Thema, und vor dem Quellenteil erhalten die an »Problem-orientiertem-Lernen« Interessierten Anregungen zur Gestaltung von Lerneinheiten. Neben der Analyse der konstitutiven Elemente des Pflegeberufes wird die große Bereitschaft vieler Pflegender, im Nationalsozialismus im Sinne des rassenhygienischen Paradigmas tätig zu werden, neu betont.
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" Nur wir haben überlebt ": Holocaust in der Ukraine. Zeugnisse und Dokumente Boris Zabarko Gebundene Ausgabe, 1. Oktober 2004 Verkaufsrang: 506601 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Boris Zabarko, selbst Überlebender des Ghettos von Schargorod hat 86 ergreifende und erschütternde Berichte von Überlebenden der Ghettos in der Ukraine gesammelt. In jedem der Berichte schwingt die Trauer und Klage mit: "Nur wir haben überlebt". Als Kinder oder Jugendliche wurden sie Zeugen, wie ihre Eltern, Geschwister und alle Familienangehörigen ermordet wurden. In ihren Berichten sagen sie: "Vielleicht erscheint dem einen oder anderen mein Bericht wie eine Aufzählung trockener Tatsachen, aber für mich sind das die Meilensteine meiner hungrigen, zertretenen Kindheit". "Als ich ein Kind war, habe ich von einem Stück Brot und von der Freiheit geträumt. Ich träumte davon, eine echte Puppe im Arm zu halten. Aber mein Traum wurde nicht wahr". Die Berichte enthalten Schilderungen der grausamen Morde. Sie zeugen aber auch vom übermächtigen Überlebenswillen der Kinder. "Mutter hielt mich ganz fest, drückte mich an sich und sagte: 'Wenn wir sterben, dann zusammen, damit du nicht leiden muss t'. Aber ich riss mich los, sprang durchs Fenster in den Garten und entkam". Der Leser erhält Informationen über die Schwierigkeiten der Flucht, des Untertauchens und der Rettung durch Menschen, die ihr Leben und das Leben ihrer Familien riskierten, um diese gejagten, gequälten und verzweifelten Juden zu retten, und sei es nur für eine Nacht. Die mahnende Erinnerung ist die Triebfeder für diese Zeitzeugenberichte. "Möge meine Erzählung dem ewigen und leuchtenden Andenken an die unschuldigen Opfer dienen, die in den Gräbern ruhen. Natürlich lässt sich damit die tiefe Traurigkeit nicht heilen, die für immer in unserem Gedächtnis, in unseren Herzen wohnen wird".
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Entgrenzte Gewalt. Täterinnen und Täter im Nationasozialismus
Taschenbuch, Januar 2003 Verkaufsrang: 560418 Seit dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft hat die Frage nach den Täterinnen und Tätern - wiewohl gerade nicht ihre differenzierte Erforschung oder Kenntnisnahme - den Umgang mit den NS-Verbrechen in Deutschland beherrscht. Antworten haben als juristische und politische Definitionen sowie als öffentliche Repräsentationen das miteinander verbundene Ausblenden und Erinnern der Tat gesteuert. Gerade weil die Täterschft und Gesellschaft wegden der umfassenden Einbindung der Deutschen in das NS-System so präker war, löste sie immer wieder öffentliche Debatten aus. (aus dem Editorial)
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Der Spion Gottes: Kurt Gerstein - ein SS-Offizier im Widerstand? Pierre Joffroy Taschenbuch, Mai 2002 Verkaufsrang: 31681 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kurt Gerstein ist eine umstrittene Gestalt: 1936 aus der NSDAP ausgeschlossen und 1938 in ein Konzentrationslager gebracht wegen "staatsfeindlicher Betätigung' für die bekennende Kirche, wurde er 1941 Mitglied der Waffen-SS und 1943 zum Obersturmführer befördert. Er wollte nach seiner Aussage 'in das Dunkelste hineinsehen' um darüber aufzuklären. Aber er war Teil eines Mordapparates, seine Berichte an Kirchenmänner und Diplomaten bewirkten nichts. Im Frühjahr 1945 stellte er sich den Alliierten. Pierre Joffroy ist den Spuren dieses Lebens nachgegangen. So entstand ein Buch, das sowohl Gersteins Schicksal wie auch die jahrelange Spurensuche durch den Autor schildert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Helm ab zum Gebet, Herr Untersturmführer! 4 von 5 Punkten Herr Joffroy breitet eine verwirrende Biographie vor uns aus. Sie entzieht sich sowieso dem schnellen Urteil - in der Sicherheit des heutigen Rechtsstaates gefällt, den pharisäerhaften Blick gerichtet auf eine Zeit, in der ein im Suff erzählter politischer Witz schon KZ bedeuten konnte! -
Aber auch, wer dieser Falle entgeht, länger nachdenkt und normalerweise zu einem sicheren Urteil findet, wird sich hier schwertun. Gerstein sei "eine um den Scheiterhaufen betrogene Jeanne d Arc" gewesen, so ein für vorliegendes Buch Interviewter, der meiner Ansicht nach der Sache ziemlich nahe kommt.
Das Buch widersetzt sich einfach, Herrn Dr. Gerstein nach dem Schema "Gut/Böse" in eine Schublade zu stecken. Dafür ist der Sachverhalt zu komplex. Von "Heiliger" bis "größter Vergaser" reichen die Einschätzungen. Höchst selten dürfte es auch sein, das jemand die Welt der KZs von beiden Seiten kannte.
Naivität hat man ihm vorgeworfen, weil er als Christ im Nazisystem tätig war, es von innen heraus zu sabotieren suchte. Aber ist das Leben des Dr. Kurt Gerstein nicht auch einer der vielen Spiegel dessen, was Jesus gemeint haben könnte, mit: "Laßt die Kinder zu mir kommen...(Lk. 18. 15 - 17 und par.)
Ebenso verweigert sich das Buch einer all zu flüssig-glatten Lektüre als Unterhaltungsschmöker. Dazu ist der Inhalt zu grauenhaft und auch beim dreitausendsten Lesen solcherlei Veröffentlichungen zum 3. Reich, eigentlich immer noch unvorstellbar.
Gut, das es solche Bücher - dringend notwendige Augenöffner, Wachhalter und Wecker - gibt. Auch als die Fleißarbeit, die sie ist, kann ich dieser Schrift, trotz des sehr sprunghaften Erzählstils, meinen Respekt nicht verweigern.
...ein äußerst faszinierendes und sehr spannendes Buch 5 von 5 Punkten Nachdem ich den Film "Der Stellvertreter" gesehen hatte, war mein Interesse für die Person Kurt Gerstein geweckt. Dieses Buch ist deckungsgleich mit der im Film hinterlegten Person, erläutert aber wesentlich ausführlicher und detaillierter sein Leben. Ich habe selten ein so spannendes und faszinierendes Buch gelesen.Wer hier zu lesen anfängt, wird in einen Strudel von Ereignissen und Eindrücken mitgerissen. Es ist wie ein innerer Zwiespalt zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Kurt Gerstein, bekennender Christ und strikter Anti-Faschist kommt durch den seltsamen Tod seiner Nichte ins Grübeln. Er hat den Verdacht, daß unter aller Verschwiegenheit Menschen vorsätzlich und bewußt vernichtet werden. Im Gegensatz zu vielen Widerständlern geht Gerstein nicht in den Untergrund sondern faßt den Entschluß, in die Partei einzutreten und das System von innen heraus zu sabotieren - dem Bösen direkt in die Augen zu sehen. Es ist faszinierend zu lesen, wie er nach außen den parteitreuen Soldaten mimt und stattdessen mit allen Möglichkeiten das System sabotiert. Aufgrund seiner psychologischen Fähigkeiten spielt er auf der Klaviatur der menschlichen Schwächen und schafft es, überzeugte Faschisten unbewußt für seine Zwecke einzuspannen. Es ist stellenweise wie in einem James Bond Roman. Freunde werden vor der Front gerettet indem diese in sein Institut versetzt werden und dort dann ebenfalls mithelfen, Sand ins Getriebe zu schütten. Parteiobere werden mit Gefälligkeiten geschmiert und gefügig gemacht, amtliche Befehle gefälscht - Gerstein tut alles und benutzt ziemlich jedes Mittel, um gegen das Böse zu kämpfen. Das Buch faßt es teilweise so zusammen: "Ein Mann, der nur gegenüber Gott und seinem Gewissen Rechenschaft ablegen mußte." Es müssen entsetzliche Gewissensfragen gewesen sein, ein System teilweise zu stützen um durch die eigene Präsenz noch schlimmeres zu verhindern. Hunderte Menschen sterben zu sehen aber trotzdem zu schweigen, damit aufgrund gefälschter Befehle der Tod von Zehntausenden verhindert werden konnte. Es sind Entscheidungen, vor dem es jedem Menschen grauen würde. Gerstein, der gegen den Faschismus kämpft, permanent ausländische Botschaften und die Kirche informiert und als Zeuge verhindern möchte, daß sich später die Verursacher herauswinden können, wird tragischerweise als einer der ersten vor dem Kriegsgericht angeklagt und als Nazigröße dargestellt. Ein Buch in dieser Form gibt es kein zweites mal. Wer in die Abgründe der menschlichen Gewissensfragen blicken möchte, in das Seelenleben eines Mannes dessen einzigster Wunsch war, ein ihm von Grund auf widerwärtiges System zu sabotieren und der bereit war bis an die letzte Grenze zu gehen, sein und das Leben seiner Familie zu riskieren, der sollte dieses Buch lesen. Es wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Möge Kurt Gerstein, der so viele entsetzliche Entscheidungen treffen mußte, letztendlich seinen Frieden gefunden haben. |
Die Führer der Provinz: NS-Biographien aus Baden und Württemberg (Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus): NS-Biographien aus Baden und Württemberg
Broschiert, 1. Januar 1999 Verkaufsrang: 556599 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die NS-Führer aus Südwestdeutschland Der Band stellt auf der Grundlage bislang unbekannten Archivmaterials die Biografien dieser NS-Parteielite in Baden und Württemberg, die Gauleiter, Ministerpräsidenten, Fachressortleiter, Gestapochefs, Sondergerichtsvorsitzenden u. a. vor. Der Nationalsozialismus präsentierte sich nach außen als eine streng zentralistisch auf den obersten Führer Adolf Hitler ausgerichtete Herrschaftsform. In den Parteigauen und Reichsländern jedoch dominierten regionale NS-Funktionsträger, die das Bild des Nationalsozialismus im Land prägten. Der Band stellt auf der Grundlage bislang unbekannten Archivmaterials die Biografien dieser NS-Parteielite in Baden und Württemberg, die Gauleiter, Ministerpräsidenten, Fachressortleiter, Gestapochefs, Sondergerichtsvorsitzenden u.a. vor. Damit wird nicht nur ein zuverlässiges biografisches Nachschlagewerk vorgelegt, es werden zugleich auch Einblicke in die spezifischen Strukturen regionaler NS-Herrschaft im deutschen Südwesten möglich. Da die Lebensbeschreibungen über das Jahr 1945 hinaus fortgeführt sind, wird zudem schlaglichtartig die Auseinandersetzung der Bundesrepublik mit dem "personellen Erbe" der NS-Zeit beleuchtet.
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Frauen im Nationalsozialismus. Dokumente und Zeugnisse Ute Benz Taschenbuch, Januar 1997 Verkaufsrang: 419948 Die hier versammelten Dokumente und Zeugnisse über Frauen im Nationalsozialismus machen die offizielle Denkart, z.B. über Mutterschaft, Berufstätigkeit oder über politische Betätigung, deutlich und zeigen Strategien zur Beeinflussung der Frauen. Ferner beleuchten die Texte auch jene Spaltung der Frauen in dazugehörende und ausggegrenzte, die oft übersehen wird und doch für die NS-Zeit so charakterisitsch ist.
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Hier spricht die Saar - Ein Land wird interviewt Theodor Balk, Ilya Ehrenburg, Philippe Soupault, Ralph Schock Gebundene Ausgabe, Januar 2005 Verkaufsrang: 565763 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Die Saar - der letzte Hoffnungsträger gegen den Faschismus. Die Volksabstimmung 1935 im Fokus der internationalen Presse. Zwei Jahre nach der faschistischen Machtergreifung richtete sich das Interesse der europäischen Öffentlichkeit auf das Saargebiet. Durch den Versailler Vertrag für 15 Jahre vom Deutschen Reich abgetrennt, konnte ein kleiner Teil der deutschen Bevölkerung in einer geheimen Wahl über das Naziregime abstimmen. Der aus Deutschland emigrierte Arzt und Schriftsteller Theodor Balk interviewte in Wallraff-Manier die Repräsentanten der beiden ideologischen Blöcke, befragte die Leute auf der Straße, hörte sich in Kneipen um. Sein Buch "Hier spricht die Saar - ein Land wird interviewt" ist seit langem vergriffen. Ilya Ehrenburg war einer der bekanntesten sowjetischen Schriftsteller. Philippe Soupault gehörte zu den Initiatoren der surrealistischen Bewegung. Beide verfassten 1934 mehrteilige Reportagen im Auftrag der Zeitungen "Iswestija" bzw. "L'Excelsior". Der Fotograf Robert Capa war im September 1934 ebenfalls an die Saar gekommen, vier seiner Aufnahmen von damals haben sich im Magnum-Archiv erhalten.
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Einsam war ich nie: Schwule unter dem Hakenkreuz 1933 - 1945 Günter Grau, Lutz VanDijk Taschenbuch, August 2003 Verkaufsrang: 364106 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Motto "Einsam war ich nie" stammt von Gad Beck, einem von elf Männern, deren Leben in Einzelbeiträgen hier erzählt wird. Diese Männer, geboren zwischen 1895 und 1925, durchlebten aufgrund ihrer Homosexualität in der NS-Zeit, aber zum Teil auch noch danach, Diskriminierung und Verfolgung. Im Gegensatz zu anderen verfolgten Gruppen ist der Status homosexueller Opfer des Nationalsozialismus weiterhin prekär (hierzu liefert der Band zwei Dokumente im Anhang), ein Grund für das jahrzehntelange Schweigen vieler schwuler Männer. Der Mitherausgeber Günter Grau spricht in seinem informativen Nachwort von gerade mal einem guten Dutzend authentischer Zeugnisse diesbezüglich. Vor Jahren wurde diese Sammlung erstmals veröffentlicht, nun liegt sie -- in aktualisierter und erweiterter Form -- endlich wieder vor. Nicht nur zeugt dieses Bändchen von einer besonders schrecklichen Phase der Menschheitsgeschichte, es führt implizit auch die vielerorts weiterhin anhaltende Stigmatisierung und Kriminalisierung von Homosexualität vor Augen. So gibt es den Angaben von amnesty international zufolge allein immer noch neun Staaten, die hierfür die Todesstrafe verhängen. Und doch erzählt z. B. der weltweite Erfolg von Gad Becks Autobiografie eine andere Geschichte: Es ist auch für ältere Schwule kein absolutes Tabu mehr, über ihre früheren homosexuellen Erfahrungen zu schreiben und damit in eine weithin sichtbare Öffentlichkeit zu treten. Was die hier zusammengetragenen Porträts auszeichnet, sind -- neben der löblichen Pionierarbeit van Dijks und Graus und den sorgfältig recherchierten, detailreichen und mit weiterführenden Literaturhinweisen versehenen Beiträgen selbst -- die eingestreuten rückblickenden Selbstaussagen der Erinnernden. Die Art, wie sie von ihren ersten sexuellen Erfahrungen berichten und sich ihrer großen Jugendlieben besinnen, ist anrührend und erschütternd zugleich, zeugt dies doch von dem Willen, sich trotz erlittener Grausamkeiten ein Stück erlebten Glückes erhalten zu wollen. --RJ Poole
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Vom Ja zum Nein: Eine schwäbische Jugend 1933-1945. Aus dem Kreis der "Weissen Rose" Susanne Hirzel Sondereinband, Oktober 2000 Verkaufsrang: 444493 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Susanne Hirzel war mit Sophie Scholl befreundet und ist mit der "Weißen Rose" den Weg des Widerstands gegen das Naziregime gegangen. Die schwäbische Pfarrerstochter erzählt ihre Jugend während des Dritten Reiches. Sie beschreibt ihre eigene Begeisterung, dann die erste Kritik, die zu bohrendem Zweifel wurde. Darauf folgte der aufkeimende Wille, auszuscheren, und schließlich der Akt, "dagegen" zu sein. 1943 wurde sie inhaftiert und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt."Wenn man sich fragt, was man selbst getan hätte, wünscht man sich, genauso überzeugt von seinem Gewissen gewesen zu sein." (Süddeutsche Zeitung.)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Erlebnisse einer Ulmer Freundin von Sophie Scholl 5 von 5 Punkten Susanne Hirzel schildert uns ihre persönlichen Erlebnisse als Schülerin und Studentin während der Zeit der Nazidiktatur. Sie lernte Sophie Scholl, eine spätere Angehörige der Widerstandsgruppe "Weiße Rose", bei Aktivitäten in den NS-Jugendorganisationen kennen. Zuerst sind die Mädchen begeistert, doch bald erkennen sie die Gräueltaten der Nazis und verabscheuen das Hitler-Regime. Sie beteiligen sich an Flugblattaktionen der "Weißen Rose"; Sophie wird von den Nationalsozialisten hingerichtet, Susanne erhält eine Haftstrafe unter teilweise üblen Bedingungen. Als Vorspann zu jedem Jahr der eigenen Erlebnisse im Alltag der Nazizeit liefert die Autorin geschichtliche Hintergrundinformationen mit. So wurde mir einmal mehr bewusst, wie schlimm die Verbrechen an den Menschen damals waren und wie brutal und sinnlos der Krieg geführt wurde. Susanne Hirzel versucht auch zu hinterfragen, warum nur so wenige Deutsche Widerstand gegen das Nazi-Regime leisteten und die Diktatur und den Mord an so vielen Verfolgten mit ansahen. Im Anhang gibt es u.a. auch den Text der Fluglätter der "Weißen Rose" zu lesen, ein sehr interessantes Dokument. |
Das letzte Kapitel: Mord an den ungarischen Juden. 1944 - 1945 Christian Gerlach, Götz Aly Broschiert, August 2004 Verkaufsrang: 403232 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Sie hatten kaum eine Chance: Im Frühjahr 1944 beendeten deutsche Besatzer, darunter das "Kommando Eichmann", und die ungarische Rechte in Regierung, Verwaltung und Polizei schlagartig die scheinbar halbwegs sichere Existenz der ungarischen Juden. Von Mitte Mai 1944 an wurden binnen sieben Wochen mehr als 400 000 von ihnen nach Auschwitz deportiert. Wie konnte es so kurz vor der deutschen Niederlage noch dazu kommen? Die Autoren sind der Spur dieses Völkermordes gefolgt und gelangen zu einer Fülle neuer Ergebnisse.
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Formen bürgerlicher Herrschaft I. Liberalismus und Faschismus Reinhard Kühnl Broschiert, Dezember 1995 Verkaufsrang: 475426
| Erinnerungen eines Antifaschisten 1924 - 2004 Fritz Bringmann Gebundene Ausgabe, April 2004 Verkaufsrang: 529745
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Soziale Arbeit und Faschismus Hans-Uwe Otto, Heinz Sünker Broschiert, 1989 Verkaufsrang: 544681
| Stadtgeschichte in der NS-Zeit. Fallstudien aus Sachsen-Anhalt und vergleichende Perspektiven Detlef Schmiechen-Ackermann, Steffi Kaltenborn Broschiert, Januar 2005 Verkaufsrang: 575690
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Genosse Mussolini?. Wurzeln und Wege des Urfaschismus Georg Scheuer Taschenbuch, 1985 Verkaufsrang: 593218
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