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Kurswechsel an der Börse - Kapitalmarktpolitik unter Hitler und Mussolini: Wertpapierhandel im deutschen Nationalsozialismus (1933 - 1945) und im italienischen Faschismus (1922 - 1945) - Patrik HofKurswechsel an der Börse - Kapitalmarktpolitik unter Hitler und Mussolini: Wertpapierhandel im deutschen Nationalsozialismus (1933 - 1945) und im italienischen Faschismus (1922 - 1945)
Patrik Hof

Broschiert, Juni 2008
     Verkaufsrang: 686263      Gewöhnlich versandfertig in 10 Tagen.

Preis: € 59,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Während des Zweiten Weltkriegs zählten die Börsen in Deutschland und Italien zu den wichtigsten Säulen der nationalen Volkswirtschaften, die bei der Kriegsfinanzierung eine wichtige Rolle einnahmen. Hierfür bauten die Faschisten und Nationalsozialisten die ursprünglich privatwirtschaftlich arbeitenden Börsen zu"Staatsbörsen"um.Die hier vorliegende wirtschaftshistorische Studie zeigt erstmals diesen Wandel in der Kapitalmarktpolitik des nationalsozialistischen Deutschlands (1933-1945) und des faschistischen Italiens (1922-1945). Sie thematisiert nicht nur die Staatseingriffe und Turbulenzen an den Börsenmärkten, sondern beleuchtet auch die Rolle der Börsen als Handelsplatz für Staatswerte und für geraubte jüdische Wertpapiere. Diese Analyse ist somit nicht nur ein neues Kapitel in der Börsengeschichte Deutschlands und Italiens. Sie leistet zudem einen wichtigen Beitrag in der Erforschung der europäischen Wirtschaftsgeschichte.



Die Machtergreifung: Bd. 16 - Martin BroszatDie Machtergreifung: Bd. 16
Martin Broszat

Broschiert, Januar 1984
     Verkaufsrang: 124270     

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Wer geglaubt haben sollte, die Geschichte des Dritten Reiches sei bereits erschöpfend erforscht, wurde in den letzten Jahren eines Besseren belehrt. Die hitzige Debatte um Daniel Goldhagens Buch Hitlers willige Vollstrecker und die umstrittene Wehrmachtsausstellung heizten die wissenschaftlich-publizistische Auseinandersetzung erneut an und führten zu einer wahren Flut an Veröffentlichungen zum Staate Hitlers.
Die Forschung der zurückliegenden Jahrzehnte verliert damit aber noch nicht automatisch an Bedeutung. Gerade deutsche Historiker haben in der Vergangenheit zahlreiche Studien vorgelegt, deren Ergebnisse weiterhin Gültigkeit beanspruchen können, und die den Vergleich mit aktuellen Publikationen nicht zu scheuen brauchen. Zu ihnen gehört zweifellos Der Staat Hitlers, Martin Broszats bahnbrechende Arbeit aus dem Jahre 1969, die kürzlich neu aufgelegt wurde.
Mit seiner Verfassungs- und Strukturgeschichte des NS-Regimes gelingt Broszat die zwingend notwendige theoretische Erfassung der Grundstrukturen nationalsozialistischer Herrschaft. Am Beispiel von Beamtentum und Verwaltung sowie von Justiz und Kirchen konkretisiert Broszat seine eher abstrakten Darlegungen und arbeitet die dualistische Natur des Regimes heraus, die in den Gegensätzen zwischen Staat und Partei oder Reichsregierung und Führerabsolutismus - um nur einige zu nennen - ihren Ausdruck fand.
Selbstverständlich wurden Broszats Ergebnisse durch neuere Detailstudien wesentlich erweitert, in einigen Punkten sicherlich auch korrigiert; an seinen grundlegenden Aussagen über die Konsequenzen der nationalsozialistischen Herrschaft ändert dies jedoch wenig.
1969 schloß Broszat sein Buch mit der schmerzlichen Erkenntnis, daß in der Bundesrepublik die "lastende Hypothek" des Nationalsozialismus in den "zahlreichen Äußerungsformen gestörten nationalen und politischen Selbstbewußtseins noch täglich spürbar ist". Dieses Fazit hat auch drei Jahrzehnte später nichts von seiner Aktualität eingebüßt. -Stephan Fingerle


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein typisches "Broszat-Buch" eben...      5 von 5 Punkten
"Der Staat Hitlers" von Martin Broszat gibt in gut verständlicher Weise Einblicke in unterschiedliche Themenbereiche der Organisation der NSDAP und der Reichsregierung unter Hitler.
Im Vorfeld werden kurz die Gründe dargestellt, die das Scheitern der Weimarer Republik verursacht und den Aufstieg der NSDAP erst ermöglicht haben.
Im Weiteren wird der NS-Staat unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet. Nach der Erläuterung der Struktur der Partei mit den ihr angehörigen Verbänden und deren Führungsstruktur befasst sich ein großer Teil des Buches mit der Vorgehensweise des Diktators in der Anfangszeit seiner Schreckensherrschaft. Gleichschaltung der Länder, Verbot der Gewerkschaften, Kommunisten und anderer Parteien werden ebenso verständlich geschildert wie die Verflechtung von Staat und Partei.
In den nächsten Kapiteln werden dann die Bereiche Beamtentum, Reichsregierung (u.a. mit den Gebieten Reichsarbeitsdienst, Himmler als Reichsführer-SS und Chef der Polizei, Machtbereich Görings) behandelt.
Ein weiterer Abschnitt befasst sich dann mit den thematisch direkt mit dem Kriegsvorhaben verbundenen Themen, wie etwa Vierjahresplan, Außenpolitik, wirtschaftliche Lenkung, Gliederung der Wehrmacht.
Den Abschluss bildet eine Betrachtung des Bereiches Recht und Justiz in der Vorkriegszeit des Hitler-Regimes.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich dieses Buch wirklich jedem empfehlen kann, der sich eingehender, als es in vielen Büchern zu diesem Thema der Fall ist, mit den oben genannten Bereichen befassen möchte. Die Fachkompetenz des Autors auf diesem Themengebiet ist seit Jahrzehnten bekannt und international anerkannt. Wer bereits andere Bücher von ihm gelesen hat, der weiß, dass Broszats Art des Schreibens gut verständlich ist.

Historisierung des Nationalsozialismus      5 von 5 Punkten
Lange bevor in Deutschland der Historiker-Streit der achziger Jahre ausbrach betrieb Martin Broszat in seinen Veröffentlichungen jene "Historisierung des Nationalsozialismus", welche im Verlauf der Debatte u. a. auf dem Prüfstein stand:
Würde eine von moralischen Kategorien losgelöste Beschäftigung mit der inneren Verfassung des NS-Staates, eine Betrachtung der Nazi-Funktionäre unter sozialhistorischen oder auch poltikwissenschaftlichen Aspekten unter Auslassung der üblichen dämonisierenden Attribute, eine Relativierung der einzigartigen Verbrechen und ein schließliches Vergessen einläuten?
Auch Broszat beteiligte sich unter anderem in Form eines längeren Briefswechsels mit seinem jüdischen Kollegen Saul Freidländer an der Debatte in den Vierteljahresheften für Zeitgeschichte. Seine Antwort las sich solcherart, dass nur eine empirische Untersuchung der NS-Zeit unter sozial- und gesellschaftshistorischen Kategorien, welche eine "Entschlackung" der üblichen, mit metaphysischen Konnotationen belegten Sichtweise nach sich zöge, eine Opfer-Täter-Relationen gebührend darstellende, und damit moralisch gewinnbringende Arbeit wäre. Jedwede Mystifizierung des Nationalsozialismus würde hingegen die Täter aus ihrer Verantwortung entlassen, indem ihre Verbrechen den Charakter kosmisch vorbestimmter Notwendigkeiten annähmen.
Diesen Anspruch Broszats findet sich auch in seinem erstmals 1969 veröffentlichten Buch "Der Staat Hitlers" zur Perfektion verwirklicht. Indem er die innenpolitische Entwicklung Deutschlands von den Präsidialregierungen am Ende der Weimarer Republik bis zur "Endlösung der Judenfrage" mit äußerster Akribie nachzeichnet, gibt er dem Leser einen fulminanten Einblick in den widersprüchlichen Charakter eines Staates, welcher seinen Bewegungscharakter auch in der Institutionalisierung nie verlieren durfte, um jene "Energie-Entfesselung" zu ermöglichen, welche schließlich zu der Ermöglichung des industriellen Massenmordes in den Vernichtungslagern führte.
Verfassung, Partei, Staat, Verwaltung, Beamtentum, Recht und Justiz werden jeweils in eigenen Kapiteln behandelt. Zudem wird der Dualismus zwischen "Polykratie der Ressorts" und dem Führerabsolutismus in einem eigenem Abschnitt beschrieben. Der eigentümliche Charakter der Nazi-Diktatur, welche Elemente der kontrollierten Anarchie und des Chaos mit einer disziplinierten, straff organisierten Staatsführung verband, gewinnt durch Broszats empirische Recherchen hinreichende Plastizität, und hat seine Aktualität noch heute, mehr als dreissig Jahre nach seinem Erscheinen, nicht verloren.


Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Herausgegeben im Auftrag des ... Deutschland 1933-1945 Band 2 - Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Herausgegeben im Auftrag des ... Deutschland 1933-1945 Band 2

Gebundene Ausgabe, 7. Oktober 2009
     Verkaufsrang: 522980      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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"ausgezeichnete Einleitung" (Rainer Blasius, FAZ, 9.11.2009)

"Wer kompetente Aufklärung über diese Schreckenszeit anhand authentischer Dokumente sucht - hier ist sie." (Tagesspiegel Berlin, 04.10.2010)


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

When documents speak for themselves      5 von 5 Punkten
This is a remarkable book, in fact the concept for the whole series is remarkable. Historians normally want to write and promulgate their own opinions and theories, but here we have a volume of raw documentary research, composed of many and very varied documents which (apart from the introduction) remain uncommented by the authors. The rawness and variety of the documents contained in this book form a loose jigsaw puzzle, which is for example extremely useful for me in my work as a documentary film maker. I can make my own connections and draw my own conclusions, but the documents are sequenced and juxtaposed in such a way as to make the book an exceedingly good read in itself. It is a criminal drama. There is genuinely high drama, tragedy, insights into the official and private correspondence of perpetrators and victims alike. There is even humour to be found here, albeit very dark.
The book is a revelation, providing deep insights into both the subtle and unsubtle methods the Nazis used to prepare the whole German nation to first persecute, then rob, and finally to attempt to annihilate the European Jews. I look forward to the forthcoming volumes in this series, I will certainly be ordering them before they are published.


Bankiers unterm Hakenkreuz - Christopher KopperBankiers unterm Hakenkreuz
Christopher Kopper

Gebundene Ausgabe, 4. August 2005
     Verkaufsrang: 555535      Gewöhnlich versandfertig in 2 bis 3 Wochen

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Es ist ein dunkles Kapitel, wie sich die großen Banken aus eigenem wirtschaftlichen Interesse in die Dienste der Nationalsozialisten stellten. Kompetent und auf der Basis vieler Originalquellen analysiert Kopper, wie es so weit kommen konnte - und sieht einen der Gründe dafür in der Bankenkrise der frühen 30-er Jahre. Viele große Banken trudelten damals an den Rand des Abgrunds, das Reich musste helfen und sanieren. Durch die Krise konnte das Reich Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der Bankvorstände nehmen. Vor der Machtergreifung der Nazis hielt sich die große Mehrheit der Bankiers auf Distanz gegenüber den Nationalsozialisten, Antisemitismus galt als Absurdität. Doch als Hitler ans Ruder kam, hatten die Bankiers wenig Probleme mit dem neuen politischen Kurs ? und entfernten in vorauseilender Anpassung an die Politik der Reichsregierung jüdische Top-Leute aus ihrem Unternehmen. "Schon im ersten Jahr der NS-Herrschaft wurden fast alle jüdischen Vorstandsmitglieder aus ihren Ämtern gedrängt?, berichtet Kopper. "Damit ging eine lange Tradition deutsch-jüdischer Bankiers zu Ende.?
In vielen einzelnen Porträts, spannend, aber ohne Historikerjargon, erzählt Kopper, was damals geschah (leider ausschließlich auf die Vorstände der Banken konzentriert ? der kleine Bankangestellte ist für ihn kein Thema.) Es ist eine Lektüre, die wütend macht. Die jüdischen Mitglieder der Geschäftsleitung wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, oft auf kränkende Weise zum Rücktritt gezwungen, Solidarität oder Mitgefühl waren rar. Manche der jüdischen Spitzenbanker schafften es, ins Ausland zu entkommen, andere wurden deportiert und kamen in Konzentrationslagern um. Derweil finanzierte allein die Dresdner Bank zahlreiche Enteignungen jüdischen Eigentums und gründete sogar eine spezielle "Arisierungsabteilung?, was heute wie eine grausige Parodie des Business-as-usual erscheint. Die SS wurde einer der Großkunden der Dresdner Bank, und auch von den anderen Banken lehnte es keine ab, Geschäfte mit den neuen Machthabern zu machen. Im Gegenteil, denn die Rendite stimmte. Viele Bankiers, die im Dritten Reich eifrig mitgemischt hatten, konnten ihre Karriere nach dem Krieg erschreckend problemlos fortsetzen: die "Entnazifizierung? der Bankenelite durch die aliierten Besatzungsmächte und die deutschen Behörden war widersprüchlich, oft inkonsequent und stellenweise, so Kopper, eine Farce. Poetische Gerechtigkeit gibt es eben doch nur im Roman. - Nina Hesse


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Informativ, aber umständlich geschrieben      3 von 5 Punkten
Kopper beschreibt ausführlich den Wandel innerhalb der Bankvorstände, offen und ohne Umschweife. Was mich an dem Buch gestört hat ist die eher eckige Schreibweise - zwar lesbar, aber nicht unbedingt angenehm (was sicherlich auch durch die Thematik entsteht). Wirtschaftliche Vorkenntnisse sind von Vorteil, einerseits zum Verständnis, andererseits auch um Parallelen zum Thema Staatseinfluß / Verstaatlichung zu analysieren.
Dieses Buch ist gut für Interessierte, die dieses Wissen für Studium / Beruf benötigen. Andererseits muß man ein gehöriges Eigeninteresse mitbringen, in diesem Fall lohnt sich die Lektüre dann aber auch.


Maskerade. Die Memoiren eines Überlebenskünstlers - Tivadar SorosMaskerade. Die Memoiren eines Überlebenskünstlers
Tivadar Soros

Taschenbuch, Februar 2005
     Verkaufsrang: 553130     

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"Mein Vater Tivadar Soros war immer ein ungewöhnlicher und origineller Mensch. Er besaß ein treffliches Urteilsvermögen, das sich auf ein tiefes Verständnis der Welt und der Natur des Menschen gründete", erinnert sich Paul Soros. Bruder George schwärmt: "Ich hatte einen Vater, den ich vergötterte, der die Lage im Griff hatte, der wusste, was zu tun war, und der anderen half."
Die beinahe schon ehrfurchtsvollen Worte, die die beiden Söhne Soros den Memoiren ihres Vaters voranstellen, lassen keinen Zweifel: Bei dem 1894 in Ungarn als Sohn säkularisierter Juden geborenen Tivadar Soros muss es sich um einen außergewöhnlichen Menschen gehandelt haben. Seine Erinnerungen verstärken das Bild. Das charakterliche Rüstzeug hatte sich der charmante und einfallsreiche Pragmatiker und Lebemann im Ersten Weltkrieg geholt. Bereits im russischen Kriegsgefangenlager war Soros als Organisationsgenie aufgefallen. Seine abenteuerliche Flucht, die ihn auf einem Floß fast ins Nördliche Eismeer getrieben hätte und die Verwicklung in die russischen Revolutionswirren formten ihn endgültig zu jenem Überlebenskünstler, der später selbst zahlreiche Leben rettete.
Maskerado, 1965 in der Welthilfssprache Esperanto (Soros großer Leidenschaft), zum ersten Mal erschienen, berichtet vom zehnmonatigen Überlebenskampf, in dem Soros sein strategisches Genie unter Beweis stellte. Nach der Besetzung des Landes durch die Deutschen im März 1944, gelang es ihm dank unglaublicher Raffinesse und komplizierter Täuschungsmanöver, seine Familie und viele Freunde vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu retten. Als die russischen Befreier im Januar 1945 in Budapest einmarschierten, hatte Tivadar Soros den Rang eines Schindler des Ostens erlangt.
Die beigefügten Fotos zeigen einen stets lachenden, kraftstrotzenden Vater und Ehemann. "Das Leben ist schön." Eine simple Botschaft, mit der Soros seine Memoiren einleitet. Doch schon der Nachsatz "nur muss man das Glück auf seiner Seite haben", zeigt den schlitzohrigen Tatmenschen mit dem Herzen eines Riesen. Soros dem Tüchtigen, hatte es in überreichem Maße zur Seite gestanden. Wundervolles Erinnerungswerk! -Ravi Unger


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein Lehrbuch des richtigen Lebens im falschen.      5 von 5 Punkten
Ich kann meinem Vorposter nur ganz und gar zustimmen - ein wunderbares Buch, voller Lebensklugheit und Lebensfreude, aus dem man lernen kann, zu welchem Guten Menschen eben auch in der Lage sind. Faszinierend finde ich die Parallelen in den Persönlichkeiten von Oskar Schindler und Tividar Soros, beides Männer, die ich als 'erotische' Charaktere bezeichnen würde, Menschen also, die eine intensive, erotisch-ästhetisch geprägte Gefühlsbeziehung zu ihren Mitmenschen hatten. Beide waren durchaus auch Egoisten, aber welche mit großer Empathie und großen Werten; für sie war Geld nur Mittel zum Zweck, nicht aber Selbstzweck. Ich wünsche mir viele Schindlers und Soros'!

Eindrucksvoll      5 von 5 Punkten
Der jüdische Anwalt Tividar Soros, Vater des Finanzmagnaten George Soros, schildert in diesem Buch seine Erlebnisse während der Besetzung Budapests durch die Nazis von März 1944 bis Anfang 1945. Eine eindrucksvolle Persönlichkeit nimmt uns mit auf die Reise seiner Abenteuer, wie er es nennt. Mit gefälschten Dokumenten rettet er, als 'Christ' getarnt, nicht nur sich und seine Familie, sondern auch zahlreiche Freunde und Bekannte. Das Faszinierende: trotz der tragischen und traurigen Ereignisse verliert er doch nicht seinen Humor, und vielleicht gerade das macht sein Buch so mitreißend! Wirklich eines der wichtigsten Bücher, die ich zu diesem Thema, und überhaupt, gelesen habe!!!


"Mein Vater war ein großer Schweiger": Erziehung und Jungenarbeit in gesellschaftlichen und historischen Bezügen - Annemarie Schweighofer-Brauer"Mein Vater war ein großer Schweiger": Erziehung und Jungenarbeit in gesellschaftlichen und historischen Bezügen
Annemarie Schweighofer-Brauer, Gabriela Schroffenegger

Taschenbuch, 13. Januar 2009
     Verkaufsrang: 682245      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Erstmalig wird in diesem Buch die Jungenarbeit und deren Entwicklung in derart umfassender Weise dargestellt. Die Autorinnen setzen sich mit Entstehung, Anliegen, Zielen, Inhalten und Methoden auseinander und machen die vielfältigen Tätigkeiten anhand konkreter Arbeitsbereiche anschaulich. Mit dem Blick auf Männerberatungen, Jugendzentren und Streetwork sowie Schulen, konfessionelle Institutionen und Kinderschutzzentren werden Herangehensweisen und Wirkungen von Buben- und Burschenarbeit erläutert. Die gezielte Analyse der österreichischen Bedingungen in diesem Bereich mit einer ausführlichen Exkursion nach Deutschland liefert wichtige Anregungen für politische Entscheidungen. Mit der Frage, inwieweit die Männerbewegung sowie die Männer- und Jungenarbeit in Österreich und Deutschland das Erbe faschistischer Männlichkeitserziehung und (Kriegs)Erfahrungen von Männern reflektiert und verarbeitet, betreten die Autorinnen ein brisantes und spannendes Feld.

Mit je einem Beitrag von Olaf Jantz, Hans Joachim Lenz und Esra Schroffenegger.




Heilpflanzenkunde im Nationalsozialismus: Stand, Entwicklung und Einordnung im Rahmen der Neuen Deutschen Heilkunde - Gunther SchenkHeilpflanzenkunde im Nationalsozialismus: Stand, Entwicklung und Einordnung im Rahmen der Neuen Deutschen Heilkunde
Gunther Schenk

Broschiert, 10. März 2009
     Verkaufsrang: 701460      Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 11 Tagen.

Preis: € 39,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Heilpflanze eignete sich aus nationalsozialistischer Sicht in hohem Maße dafür, als Allegorie für die mit volksgesundheitlichen Zielen verwobenen ideologischen Bestrebungen nach einem „rassereinen“, aus „Blut und Boden“ sich erhebenden, auf seine Selbstheilungs- und Selbstreinigungskräfte vertrauenden Volk zu stehen. Ferner stand die Heilpflanze auch dafür, wehrpolitisch Unabhängigkeit von der Einfuhr ausländischer Drogen durch Selbstversorgung zu erreichen, wirtschaftspolitisch durch Deviseneinsparung Handelsüberschüsse zu erzielen und sozialpolitisch durch Eröffnung von Beschäftigungsmöglichkeiten die anfänglich hohen Arbeitslosenzahlen zu senken. Dieses Buch zeichnet die Förderung der Heilpflanzenkunde im nationalsozialistischen Staat seit den Anfängen nach: Zunächst handelte es sich um einen Versuch der Mobilisierung einer Volksbewegung unter Nutzung bereits bestehender regionaler Verbände und staatlicher bzw. halbstaatlicher Einrichtungen wie auch sich gründender Arbeitsgruppen in den verschiedenen gesellschaftlichen Gliederungen des „Dritten Reiches“. Dann erfolgte im Rahmen einer beginnenden Konsolidierungsphase die ordnungspolitische Aufgliederung und Zuweisung der verschiedenen Aufgaben im Anbau-, Sammel-, Verarbeitungs-, Forschungs- und Anwendungsbereich an zentrale, staatlich gelenkte Arbeitsgemeinschaften und Institutionen. Schließlich wird die Bedeutung der Heilpflanzenkunde für kriegswirtschaftliche Notwendigkeiten und die entsprechenden Entwicklungen analysiert. Die intensiven Förder- und Werbemaßnahmen mit Verwendung unterschiedlicher Medien und die Mobilisierung der relevanten gesellschaftlichen Gruppen wie Ärzte, Apotheker und Lehrer werden dargestellt. Verglichen zur immer breiteren Verankerung der Heilpflanzenkunde in der Bevölkerung blieb die Entwicklung an den Hochschulen randständig, und notwendige Reformen unterblieben. Die Frage, inwieweit die Heilpflanzenkunde bzw. Pflanzenheilkunde in die bei der Etablierung der ‚Neuen Deutschen Heilkunde' maßgeblichen Strömungen eingeordnet werden kann, wird untersucht und bewertet.



Die Tötung Geisteskranker in Deutschland - Alice Platen-HallermundDie Tötung Geisteskranker in Deutschland
Alice Platen-Hallermund

Taschenbuch, 1. Januar 2005
     Verkaufsrang: 573897      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Das Buch ist ein wertvoller Beitrag zur Bewältigung der deutschen Vergangenheit."



Vergessen, verdrängt, abgelehnt - Zur Geschichte der Ausgrenzung im Sport: Tagungsbericht der 10. Hoyaer Tagung zur Sportgeschichte vom 10. bis 12. Oktober 2008 - Arnd KrügerVergessen, verdrängt, abgelehnt - Zur Geschichte der Ausgrenzung im Sport: Tagungsbericht der 10. Hoyaer Tagung zur Sportgeschichte vom 10. bis 12. Oktober 2008
Arnd Krüger, Bernd Wedemeyer-Kolwe (Hg.)

Broschiert, 5. September 2009
     Verkaufsrang: 717364      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Im Gegensatz zu seinem humanistischen und friedlichen Selbstbild erwies und erweist sich der Sport oft als eine Geschichte ausgegrenzter Menschen, abgelehnter Ethnien, verdrängter Außenseiter, geschundener und missbrauchter Körper und vergessener Werte und Normen. In diesem Sammelband, an dem sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen, aber auch Sportfunktionsträger beteiligt haben, wird der Frage nachgegangen, wie Sportorganisationen mit Personen, Vereinen und Ereignissen umgegangen sind, die zu anderen Zeiten nicht mehr der Norm entsprachen.



Alltag im Dritten Reich. So lebten die Deutschen 1933 - 1945 - Frank GrubeAlltag im Dritten Reich. So lebten die Deutschen 1933 - 1945
Frank Grube, Gerhard Richter

Gebundene Ausgabe, 2005
     Verkaufsrang: 662613     

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Hitlers totalitärer Staat begnügte sich nicht mit der Besitzergreifung der offiziellen Machtpositionen, sondern verlangte von jedem zu jeder Zeit Gefolgschaft und aktive Mitarbeit. Freizeit und Freiheit, wie wir sie verstehen, gab es zwischen 1933 und 1945 kaum.
Eine Fülle von Parteiveranstaltungen, Unterhaltungsangeboten, Gruppen- und Schulungsabenden "organisierten" den Feierabend und die Wochenenden.




Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Der Nazistaat. 7 CDs - Golo MannDeutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Der Nazistaat. 7 CDs
Golo Mann

Audio CD, November 2007
     Verkaufsrang: 401737      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 34,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Es hat nämlich", schreibt Tacitus, "noch keiner, der die Macht durch Verbrechen erlangte, sie zu guten Zwecken ausgeübt." Die Rede ist hier von Adolf Hitler und vom dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Nach Quellen und aus eigenen Erinnerungen schildert Golo Mann die zwölf Jahre der Nazi-Herrschaft, von Hitlers Machtergreifung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Klar und engagiert legt er die politischen Entwicklungen dar, die den Zweiten Weltkrieg entfesselten, und analysiert die Ideologie, die zum Holocaust führte. "Mir scheint die Frage, ob so etwas sich wiederholen kann, bedeutungslos. Wollen wir, daß es sich wiederholt, wollen wir es nicht - das wäre eine sinnvollere Fragestellung", mahnt Golo Mann und beschließt seine "Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts" mit einem Ausblick auf die Entstehung der Bundesrepublik.



Die verlorene Liebe der Ilse Stein. Deportation, Ghetto und Rettung - Johannes WinterDie verlorene Liebe der Ilse Stein. Deportation, Ghetto und Rettung
Johannes Winter

Broschiert, Oktober 2007
     Verkaufsrang: 594180      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Als dramatische Begegnung zweier Menschen in ihrer Zeit fügt sich die dokumentarische Erzählung zum Abbild einer Epoche von Massenmord und Vernichtungskrieg. Sie hallt nach und geht nicht zu Ende. Eine Atem beraubende Biographie einer jüdischen Frau inmitten des mörderischen 20. Jahrhunderts. Eine wunderbare Erzählung über Mut und Menschlichkeit.Als Hitler an die Macht kam, war Ilse Stein keine zehn Jahre alt. Den Prozess der Aussonderung stand sie durch, die Gewalt im heimatlichen Dorf im Vogelsberg, die Vertreibung und Flucht nach Frankfurt am Main, die Demütigungen, die Gesetzmäßigkeit von Beraubung und Verelendung. Sie wurde nach Minsk in Belorussland deportiert, ins Ghetto ein Wartesaal des Todes für tausende deutscher Juden. Dort begegnete sie dem Hauptmann Willi Schulz. Dass Ilse Stein überlebte, ist auch sein Verdienst, der Parteigenosse, aber kein Nazi war. Dem Paar gelangdie Flucht zu den Partisanen. Ilse Stein gerät in dieHände der sowjetischen Geheimpolizei. Ein zweites Mal deportiert, erlebte sie das Kriegsende in Sibirien. Bis zu ihrem Tod lebte Ilse Stein in Rostow am Don im Süden Russlands. Den Hauptmann verlor sie für immer aus den Augen.



Frauen gegen Hitler. Schicksale im Nationalsozialismus - Martha SchadFrauen gegen Hitler. Schicksale im Nationalsozialismus
Martha Schad

Taschenbuch, Januar 2003
     Verkaufsrang: 455058     

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Die Vorstellung vom Widerstand gegen Adolf Hitler ist geprägt von Offizieren wie Graf Stauffenberg oder einsamen Attentätern wie Georg Elser, von Männern also, die sich dem NS-Regime entgegenstellten. Selten denkt man beim Widerstand an Frauen, meist kommt einem nur Sophie Scholl in Erinnerung. Die Mitbegründerin der Weißen Rose hat auch ihren Platz in Martha Schads Abhandlung über Frauen gegen Hitler, sie steht aber ganz hinten in diesem beeindruckenden Band.
Bevor wir auf Scholl und ihre studentische Widerstandsgruppe stoßen, lernen wir zunächst über ein Dutzend andere Vertreterinnen der Opposition gegen Hitler kennen. Da mögen Namen wie Marion Gräfin Dönhoff noch bekannter sein, von anderen wiederum hat man (traurigerweise) noch nicht viel gehört. Schad stellt uns Frauen wie die Pazifistin Constanze Hallgarten vor oder Elfriede Scholz, Schwester des Autors Erich Maria Remarque (Im Westen nichts Neues).
All diesen bekannten und unbekannten Widerständlerinnen widmet Schad jeweils ein Kapitel, in dem sie auf deren Leben und Schicksal eingeht. Mit am beeindruckendsten (und durch Schads Buch hoffentlich einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht) sind die Geschehnisse um den "Frauenaufstand in der Rosenstraße": Mehrere hundert Frauen verhinderten 1943 mit dem Ruf "Gebt uns unsere Männer wieder!" die Deportation ihrer jüdischen Angehörigen. Man muss den Mut sowohl dieser anonymen als auch der im Buch namentlich aufgeführten Frauen bewundern, die ihre Stimme gegen das NS-Regime zu erheben wagten.
Martha Schads Buch bewahrt die Geschichte des weiblichen Widerstandes im Dritten Reich vor dem Vergessenwerden. Allein hierfür gebührt der Historikerin schon Anerkennung. Dass ihre Arbeit dann auch noch sorgfältig recherchiert und gut geschrieben ist, macht das Buch rundherum empfehlenswert. -Joachim Hohwieler


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Wahre Emanzipation und kein Frauenfaschismus.      5 von 5 Punkten
Allgemein ist nur Sophie Scholl der breiten Masse der Bevölkerung als weibliche Widerstandskämpferin bekannt. Aber auch detaillierte Informationen um Gräfin Ballestrem sowie Gräfin Dönhoff geben einen interessanten Einblick wie das faschistoide System vor allem auch mit Hilfe der katholischen Kirche hier staatliche Inquisition betrieb. Der Erfindungsreichtum eines eigenen Morsealphabets der Frauen um von Zelle zu Zelle kommunizieren zu können ist für mich sehr beindruckend gewesen ebenso wie der gewaltige Druck dieser häufig jungen Mütter Ihre Kinder niemals wieder sehen zu können. Die perversen und abartigen Methoden des Polizeistaates haben sich bis heute weitestgehendst nicht geändert und diese Erkenntniss ist das schmerzlichste was dieses Buch mitzuteilen hat. Mögen diese Frauen posthum alle das große Bundesverdienstkreuz am Bande bekommen für ein Leben voll Schneid Zivilcourage und Mitgefühl und vor allem gegen den Krieg in körperlicher aber vor allem auch in geistiger Form.


 Weitere Lesermeinungen


"... Allerlei für die Nationalbibliothek zu ergattern ...": Eine österreichische Institution in der NS-Zeit - Murray G Hall"... Allerlei für die Nationalbibliothek zu ergattern ...": Eine österreichische Institution in der NS-Zeit
Murray G Hall, Christina Köstner

Gebundene Ausgabe, 1. September 2006
     Verkaufsrang: 709141      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 59,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Nationalbibliothek in Wien war nach dem "Anschluss" im März 1938 nicht nur die größte wissenschaftliche Bibliothek im Lande, sondern auch die drittgrößte im Deutschen Reich. Ihre Stellung bzw. ihr Einfluss als Institution in der Bibliothekslandschaft wurde durch die Person des neuen Generaldirektors und engagierten Nationalsozialisten Dr. Paul Heigl noch verstärkt. Im Zeitraum 1938 bis 1945 sind bis zu einer halben Million geraubte Bücher in die Bibliothek gelangt. Die vorliegende Arbeit räumt mit der Tabuisierung der eigenen Geschichte der Nationalbibliothek bzw. dem Verschweigen der Verstrickung in NS-Verbrechen in offiziellen Publikationen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf und schildert erstmals die aktive Rolle, die die Bibliothek bei Erwerbungen spielte, bei der Errichtung der "Bücherverwertungsstelle", der größten Bücherbeschlagnahme, -sichtungs und -vernichtungsaktion der Nazis in Österreich, beim Raub privater und institutioneller Bibliotheken im In- und Ausland. Diese Geschichte will nicht nur auf unrechtmäßige Erwerbungen fokussieren, sondern auch den Versuch unternehmen, den Alltag in der Bibliothek in der NS-Zeit einzufangen. Um den Bücherraub besser darstellen zu können, wird in Form von Falldarstellungen auf die einzelnen geraubten Bücherbestände ausführlich eingegangen und die Bemühungen der Nationalbibliothek - sowohl in den Nachkriegsjahren als auch in jüngster Zeit - um die Ausforschung und die Restitution von geraubten Objekten dokumentiert. Sie versteht sich als Beitrag zur bislang kaum behandelten Geschichte des Bibliothekswesens in Österreich in den Jahren 1938 bis 1945 und spiegelt gleichzeitig auch die politische Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert sehr gut wider. Innerhalb von wenigen Jahren gab es drei verschiedene politische Systeme, in denen die Nationalbibliothek eine politische Rolle spielte - jedes Mal unter anderen Vorzeichen, aber nach ähnlichen Methoden. Die Arbeit wird durch zwei Register - ein Namen- und ein Sachregister - erschlossen.



Erinnerungskulturen im Dialog. Europäische Perspektiven auf die NS-Vergangenheit - Claudia LenzErinnerungskulturen im Dialog. Europäische Perspektiven auf die NS-Vergangenheit
Claudia Lenz, Jens Schmidt, Oliver von Wrochem

Taschenbuch
     Verkaufsrang: 704207     

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Derzeit wird intensiv darüber diskutiert, wie es angesichts der wachsenden zeitlichen Distanz gelingen kann, die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus lebendig zu halten. In der schulischen und außerschulischen Bildung, in Gedenkstätten und Museen, aber auch in den Medien und in der Politik wird nach zukunftsweisenden Wegen des Erinnerns und Gedenkens gesucht. Dieser Band bietet einen Überblick über diese Versuche im europäischen Kontext.



NS-Täter aus interdisziplinärer Perspektive - NS-Täter aus interdisziplinärer Perspektive

Broschiert, Dezember 2006
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"[...] Hans Mommsen [...] weist überzeugend auf zentrale 'Probleme der Täterforschung' hin." "[Die Beiträge] bieten interessante Facetten der Täterforschung."



Scham - Beschämung - Anerkennung Erinnern und Lernen. Texte zur Menschenrechtspädagogik 3 - Dan Bar-OnScham - Beschämung - Anerkennung Erinnern und Lernen. Texte zur Menschenrechtspädagogik 3
Dan Bar-On, Leon Wurmser, Micha Hilgers, Maria Spychiger, Ingrid Riedel, Bianca Wenzel, Stephan Marks, Prof. Meckenberg

Broschiert, Februar 2007
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Wer sich schämt, will im Boden versinken, sich den Blicken der Anderen entziehen. Scham ist eine versteckte Emotion, die so schwer erträglich ist, dass sie häufig abgewehrt wird: Um sich nicht selbst schämen zu müssen, werden Andere beschämt, verhöhnt, verachtet, wie Dreck behandelt, ausgeschlossen oder vernichtet. Scham ist ein sozialer Affekt, der in allen zwischenmenschlichen Beziehungen akut werden kann. Daher ist es für alle, die mit Menschen arbeiten, wichtig, Scham und Schamabwehr zu erkennen und mit ihr umgehen zu können.



'Wir waren die Juddebube': Eintracht Frankfurt in der NS-Zeit - Matthias Thoma'Wir waren die Juddebube': Eintracht Frankfurt in der NS-Zeit
Matthias Thoma

Gebundene Ausgabe, 1. April 2007
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Buchautor Matthias Thoma beleuchtet detailgenau und kenntnisreich die Geschichte von Eintracht Frankfurt in der NS-Zeit. Jahrelang wühlte sich der Autor durch Archive, wälzte Akten und befragte eine Vielzahl von Zeitzeugen. Herausgekommen ist eine auch sprachlich ansprechende Übersichtsdarstellung, in der sich Thoma erfolgreich bemüht, ein Sittenbild vom Mikrokosmos des Frankfurter Großvereins in der NS-Zeit zu entwerfen. -Frankfurter Rundschau, 25. April 2007

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Wissenswertes über Eintracht Frankfurt im Nationalsozialismus      3 von 5 Punkten
Eintracht Frankfurt galt während der NS-Zeit als Judenklub. Daher war der Vereine auch stärker als andere von der Gleichschaltung der Gesellschaft durch die Nationalsozialisten betroffen. Thoma, der u.a. das Vereinsmuseum der SGE aufbaut, beleuchtet in seinem Buch die perfiden Taktiken der Nazis aus der Binnenperspektive des Vereins. In akribischer Arbeit hat der Autor wichtige Zeitzeugenaussagen zusammengetragen, dennoch fehlt dem Buch leider so etwas wie ein historisch korrekter narrativer Faden. Dennoch ist die Studie ein wichtiger Beitrag zur Eintracht-Vereinsgeschichte, der entsprechende Aufmerksamkeit verdient.


'Denn Angriff ist die beste Verteidigung'. Die KPD zwischen Revolution und Faschismus - Mischa Aschomeit'Denn Angriff ist die beste Verteidigung'. Die KPD zwischen Revolution und Faschismus
Mischa Aschomeit, Andreas Bodden, Glenn Jäger, Matthias Grzegorczyk, Alex Feuerherd

Gebundene Ausgabe, Juni 2001
     Verkaufsrang: 564433     

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"Nach dem Motto 'Angriff ist die beste Verteidigung' war für die KPD die proletarische Revolution zunächst die zentrale Perspektive im antifaschistischen Kampf. Für sie spielte die Bourgeoisie mit dem Faschismus ihre letzte Trumpfkarte aus, so kündigte sich damit für die KPD gleichsam der Vorabend der Revolution an. Kommunismus schien zum Greifen nahe." (Aus dem Buch.) Für die Jahre 1918 bis 1933 will das Buch im ersten Teil einen Überblick über das politische Profil wie über Faschismusanalyse der KPD im Rahmen der Weimarer Republik geben. Im zweiten Teil wird danach gefragt, was für die Partei die Kategorie Volk bedeutete, wie sie zu Nationalismus und Antisemitismus sowie zur Frauenbewegung stand. Das Werk schließt mit fünf prägnanten Thesen zur KPD.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Gut verständliche Einführung in die Geschichte der KPD      5 von 5 Punkten
Als am 30. Januar 1933 der deutsche Reichspräsident, Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte und ihm so die Macht übertrug, hatten die Nazis gesiegt und der deutschen Arbeiterbewegung die verheerendste Niederlage ihrer Geschichte beigebracht. Was folgte, ist bekannt. Die beiden großen Arbeiterparteien, KPD und SPD, hatten den Triumphzug des deutschen Faschismus nicht verhindert. Beide wurden verboten, ihre Mitglieder verfolgt, vertrieben, vernichtet. Nachdem sich die revolutionären und die reformistischen Teile der organisierten Arbeiterschaft jahrelang zum Teil schärfer gegenseitig bekämpft hatten als gegen die Nazis vorzugehen, merkte man plötzlich gemeinsam in den Konzentrationslagern, wie schwer dieser Fehler gewesen war.
Die KPD agierte in der Weimarer Republik dabei wie nach dem Motto "...denn Angriff ist die beste Verteidigung!", ständig in der Erwartung, die nächste Krise des Kapitalismus würde seine letzte sein. Die sozialistische Revolution schien nur eine Frage der Zeit - denn daß die Massen unweigerlich nach Links tendieren würden, stand außer Frage.
Die SPD mutierte zunehmend zur Hauptgegnerin der KPD, verzögerte sie mit ihrer Politik den Tod des Kapitalismus doch nur. Sie hatte bereits die Novemberrevolution blutig niedergeschlagen und die junge Republik im Bündnis mit den alten kaiserlichen Eliten aufgebaut. Die These vom Sozialfaschismus brach sich Bahn. Umgekehrt setzte die SPD-Führung unversehens Kommunismus und Faschismus gleich.
Die Autoren analysieren, warum ein Bündnis zwischen KPD und SPD nicht zustande kommen konnte. Sie untersuchen Theorie und Praxis der KPD in der Weimarer Republik und stellen dabei deren Faschismusverständnis in den Mittelpunkt. Ihr Standpunkt ist dabei einer, der revolutionären Antifaschismus für notwendig und unabdingbar hält und trotzdem (oder gerade deshalb) ausführlich auf fatale Fehler der KPD eingeht. So finden sich neben einer chronologischen Darstellung der KPD-Geschichte Betrachtungen dazu, wie diese Partei mit Nationalismus, Antisemitismus und der Frauenbewegung umgegangen ist und inwieweit sie Kriterien emanzpatorischer Politik erfüllt. Das Buch stellt sich deutlich gegen Versuche, kommunistische Politik per Totalitarismusthese dem Faschismus gleichzustellen. Gleichzeitig hebt es sich von Publikationen orthodoxer Prägung ab. Insofern - und weil es durchweg leicht verständlich ist - eignet es sich vor allem für LeserInnen, die sich bislang nicht oder kaum mit der Thematik auseinandergesetzt haben und die zwischen Links und Rechts noch unterscheiden können und wollen.


Das Ende der Weimarer Republik und die nationalsozialistische Machtergreifung - Hartmut SoellDas Ende der Weimarer Republik und die nationalsozialistische Machtergreifung
Hartmut Soell, Dietmar Rothermund, Detlef Junker, Volker Sellin, Eike Wolgast, Ulrich Engelhardt, Wolfgang Eckart, Wolfgang Michalka

Gebundene Ausgabe, 1994

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