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| NS-Zeit | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Die Ambivalenz der Moderne im Nationalsozialismus: Eine Bilanz der Forschung Riccardo Bavaj Taschenbuch, 1. Oktober 2003 Verkaufsrang: 584203 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Riccardo Bavaj schlägt erstmals analytische Schneisen in das kaum entwirrbar erscheinende Dickicht, als das sich das Verhältnis von Nationalsozialismus und Moderne darstellt. Die Einsicht in den ambivalenten Charakter der Moderne leitet seine Bilanz, die alle einschlägigen Aspekte der Modernisierungsdiskussion im Zusammenhang mit der Geschichte des "Dritten Reiches" berücksichtigt: so etwa das Konzept der "Volksgemeinschaft", die Sozialpolitik, die soziale Basis der NSDAP, die Familienpolitik und die Stellung der Frau im "Dritten Reich", die Wirtschafts- und Rüstungspolitik, die Entwicklung von Wissenschaft, Technik und Umwelt, von Kunst, Kultur, Städte- und Wohnungsbau und schließlich die Rassenpolitik.
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Der Nationale Sozialismus. Ideologie und Bewegung 1890 - 1933 Karlheinz Weißmann Gebundene Ausgabe, Oktober 1998 Verkaufsrang: 542335
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Hervorragendes Werk 5 von 5 Punkten Der Rezensent der Neuen Zürcher Zeitung, Theodor Wieser, darf sich durchaus als Vertreter einer Bewegung verstehen, die ihren Ursprung in der Aufklärung, ihren entscheidenden Antrieb im Nationalsozialismus in Deutschland und ihr Ziel in einer geistig-politischen Hegemonialstellung hat. Diese Interpretation der Geschichte, besonders der deutschen im Zeitraum 1933-45, im „antifaschistischen" Sinn hat immer auch das Ziel, sämtliche abweichenden Interpretationen vom Diskurs auszuschließen. Dies geschieht dann immer mit dem Hinweis auf die Gefahr einer „Revision" des Nationalsozialismus bis hin zu seiner Verherrlichung, die solche abweichenden Interpretationen angeblich in sich bergen. Vor diesem Hintergrund ist Wiesers Frage „Wo gleitet Verstehenwollen ab in Rechtfertigung?" zu verstehen. Die Durchschlagskraft dieser „antifaschistischen" Bewegung ist anhand von Weißmanns Werk deutlich zu erkennen, da dieser allein dadurch, daß er - was den Nationalsozialismus betrifft - nicht in allgemeine Verurteilungshymnen einstimmt, sondern sich dem Thema wissenschaftlich nähert, ins Kreuzfeuer der Kritik geriet. In diesem Zusammenhang sei auch auf den von Wieser erwähnten Band 9 der Propyläen Geschichte Deutschlands hingewiesen, der laut Wieser „mit seinen revisionistischen Thesen einen Skandal" ausgelöst habe. Dieser Band geriet bereits in scharfe Kritik, bevor der Text des Bandes überhaupt veröffentlicht war - allein, weil der Autor ein Vertreter der „Neuen Rechten" und deshalb als Historiker und besonders als Autor eines Bandes über die NS-Zeit unqualifiziert sei. Als der Band dann schließlich veröffentlicht wurde, war im ganzen Land von einem Skandal die Rede und in Ermangelung von Ansatzpunkten für sachliche Kritik verfiel man darauf, Seitenzahlen zu zählen, die Weißmann bestimmten Themengebieten gewidmet bzw. nicht gewidmet hatte oder zu behaupten, daß der Verfasser all die bösen Dinge, die er eigentlich denke, aus Vorsicht nicht ausspreche. Hinzu kam, daß der für den Band ursprünglich vorgesehene Hans Mommsen, der zum Zeitpunkt von Weißmanns Annehmen des Auftrags bereits mehrere Jahre mit der Abgabe des Manuskriptes in Verzug war, sich plötzlich zu Wort meldete und seine Rechte an dem Verfassen des Bandes geltend machen wollte. Alles in allem ein mehr als lächerlicher Skandal, der dazu führte, daß der Propyläen-Verlag, der sich kurze später teilte, den Band zurückzog, dem Autor die Rechte zurückgeben sowie Schadensersatz leisten musste. Der Band (Titel: „Der Weg in den Abgrund. Deutschland unter Hitler 1933-1945") wurde an anderer Stelle (im Herbig-Verlag) veröffentlicht. Das ursprünglich erste Kapitel dieses Bandes ist nun erweitert worden und liegt unter dem Titel „Der Nationale Sozialismus. Ideologie und Bewegung 1890-1933" vor. Weißmann hat mit diesem Band einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, die Isolation des Nationalsozialismus aufzuheben und diesen in den gesamteuropäischen Geschichtsverlauf einzubetten. Insgesamt ist dieses Buch ein klares Beispiel dafür, daß wissenschaftliche Arbeit heutzutage unter dem Prüfstein der political correctness nur noch von sekundärem Interesse ist. Bezeichnenderweise wurde Weißmanns hervorragendem Werk nie irgendein sachlicher Fehler vorgeworfen.
knappe Darstellung des Inhalts mit Bewertung 5 von 5 Punkten Der in Bovenden bei Göttingen lebende Historiker Karlheinz Weißmann hat nach seinem Buch über die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland eine weitere Arbeit vorgelegt, die sich mit dem Thema auseinandersetzt.„Der Nationale Sozialismus" trägt als Untertitel „Ideologie und Bewegung 1890 - 1933". Es handelt sich hierbei um eine ideengeschichtliche Darstellung, welche die Herkunft jener Ideologie untersucht. Dieses Buch versteht sich als Vorläufer des ursprünglich im 1995 als Band 9 der „Propyläen Geschichte Deutschlands" erschienenen Bandes „Der Weg in den Abgrund", welches alsbald vom Verlag zurückgezogen und mittlerweile beim Herbig-Verlag wieder erschienen ist. Grob untergliedert das Buch sich in zwei Hälften. Zunächst wird die geistesgeschichtliche Situation dargestellt, in der Nationalismus und Sozialismus in Europa die politische Symbiose eingehen konnten. In dem zweiten Teil des Buches wird dann deutschlandspezifisch an der Entwicklung der NSDAP und der Person Adolf Hitlers dessen Weg zur Macht dargestellt. Anfangs wird die geistesgeschichtliche Situation am Ausgang des vom Liberalismus geprägten 19. Jahrhunderts dargestellt. Gruppierungen, die sich von den neuen Strömungen des Sozialismus und Nationalismus gleichermaßen angezogen fühlten, fanden sich vor allem in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Ländern der österreichisch-ungarischen Monarchie. Die Industrialisierung und die Auffassung der Nation als relativ homogenes, seine Mitglieder auch wirtschaftlich sicherndes Ganzes führte zur Idee eines „nationalen Sozialismus", welche in allen Schichten des politischen Lebens Anhänger fand. Auch auf die Rolle des Antisemitismus, die schon in diesem Zusammenhang zu behandeln ist, geht Weißmann ein. Vor dem ersten Weltkrieg, als die Klassengesellschaft alle Länder Europas prägte, konnten sich derartige Ideen jedoch nirgendwo durchsetzen. Erst nach dem ersten Weltkrieg, als die bürgerliche Klassengesellschaft in den Schützengräben ihr Ende gefunden hatte, konnte sich die Massengesellschaft durchsetzen, die unabdingbare Wirkungsvoraussetzung national-sozialistischer Ideen war. Die liberale Demokratie des Westens und der russische Bolschewismus ließen nun den Ruf eines „dritten Weges zwischen Kommunismus und Kapitalismus" laut werden, für die Anhänger eines nationales Sozialismus nunmehr eintraten. In ihren Augen hatte der Krieg den Zusammenhang von nationaler und sozialer Ordnung bestätigt, und der Zerfall der Internationale und der Kriegssozialismus waren den Erwartungen vieler National-Sozialisten entgegengekommen. Der erste Teil des Buches schließt dann mit einer Erläuterung der Bedingungen, unter denen der Faschismus in Italien entstand und erfolgreich werden konnte, so daß Mussolini am 31. Oktober 1922 Chef einer Koalitionsregierung werden und sich so schließlich ein faschistisches System in Italien etablieren konnte. Der zweite Teil der Darstellung konzentriert sich auf die Entwicklung in Deutschland, wobei der Blick auf die Person Adolf Hitlers und die NSDAP fokussiert wird. Zunächst wird eine Übersicht über die Biographie Hitlers bis zu seinem Eintritt in die NSDAP gegeben, anschließend wird seine politische Haltung dargestellt, soweit sie sich schon entwickelt hatte. Bis zum gescheiterten Putsch 1923 trat er offen für einen offenen revolutionären Umsturz der politischen Verhältnisse ein. Nach Scheitern des Putsches wurde Hitler zur Festungshaft verurteilt, in der er nach Weißmanns Auffassung erstmalig sein politisches Weltbild durch ein systematisches Studium verfestigte. In dieser Zeit verfaßte er auch den ersten Teil von „Mein Kampf", welches zwar weite Verbreitung fand, aber offensichtlich nur wenig gelesen wurde. In diesem Buch war Hitlers revolutionäres Programm ausgearbeitet publiziert. Nach der Machtergreifung soll Hitler geäußert haben, daß er dieses Buch wohl nicht geschrieben hätte, wenn er damals geahnt hätte wirklich an die Macht kommen zu können. Nicht wegen seines Inhalts, sonders aufgrund der möglicherweise die Massen abschreckenden Programms, welches er darin entwickelt hatte. Weißmanns Buch behandelt nun die zweite Gründung der NSDAP und ihren politischen Durchbruch Anfang der 30er Jahre, die Aversion Hindenburgs gegen den „böhmischen Gefreiten" sowie die innerparteiliche Entwicklung. Insbesondere Aufstieg und Fall Strassers findet Beachtung. Ausführlich wird das Verhältnis zur KPD dargestellt, welches keineswegs nur von Feindschaft, sondern auch von partieller Zusammenarbeit, etwa beim BVG-Streik 1932, geprägt war. Schließlich endet die Darstellung Weißmanns mit der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933. Im Anhang finden sich ein Abkürzungsverzeichnis, eine ausführliche Bibliographie und ein Personenregister. Vermißt wird ein Sachregister. Weißmanns Buch ist geht sehr ins Detail, bleibt bei allem jedoch stets gut lesbar. Es kann allen am Thema Interessierten nur empfohlen werden, da es sich durch eine durchgehend sachliche Darstellungsweise auszeichnet. Weißmann versucht nicht, längst entschiedene ideologische Schlachten neu zu schlagen. Das Buch hat bei Erscheinen eine Diskussion neu belebt, ob der Nationalsozialismus politisch „rechts" zu verorten sei. Es gibt Gründe dafür (Ablehnung des allgemein als „links" verorteten Bolschewismus, Überbetonung des „nationalen" und Ablehnung jeden „Internationalismus", Schaffung eines Volkssozialismus) wie auch dagegen (politische Herkunft aus dem vieler Nationalsozialisten sozialistischen Lager, Selbstverständnis als revolutionäre Arbeiterpartei, Ablehnung bürgerlicher Kräfte als „reaktionär", Ablehnung der Wiederherstellung der Monarchie). Weißmann entscheidet diese Frage letztendlich nicht. Meines Erachtens ist diese Fragestellung zudem auch falsch, da der Nationalsozialismus seine Wurzeln sowohl „rechts" als auch „links" hat, sich aber jenseits dieser Verortungen sieht. Rezensent: F. Roland A. Richter |
Geisteswissenschaftliche Pädagogik und Nationalsozialismus Wolfgang Klafki, Johanna-Luise Brockmann Gebundene Ausgabe, Oktober 2002 Verkaufsrang: 632980 Der Schwerpunkt dieser aspektreichen, weitgehend auf bisher unbekannte oder unzureichend ausgewertete Quellen gestützten Untersuchung liegt auf der Interpretation und Kritik des Versuchs der "Göttinger Schule", die nationalsozialistische Erziehungskonzeption - mit Nohls Worten formuliert - "an die Leine " der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik zu nehmen. Die Verfasser legen eine mehrdimensionale Analyse unter individual- und gruppenbiographischen, theorie- und mentalitätsgeschichtlichen Gesichtspunkten vor. Die Untersuchung ergänzt und korrigiert den bisherigen Forschungsstand erheblich, u.a. - durch die Auswertung der umfangreichen, archivierten Korrespondenz Nohls mit seinem großen Schüler- und Freundeskreis; - - durch die Interpretation einer scharfen Kontroverse Anfang August 1933 zwischen Nohl, Weniger und einigen Nohl-Schülern, die für das Mitwirken im NS-System plädierten, und zwei jungen Frauen des Kreises, die entschieden widersprachen; - - die erstmals ausführliche, kritische Interpretation der vollständigen, unveröffentlichten Vorlesung Nohls über "Die Grundlagen der nationalen Erziehung" aus den Wintersemestern 1933/34 und 1935/36, eines Textes, der weitgehende Annäherungen an die NS-Ideologie enthält; - - die Nachzeichnung des höchst problematischen Weges Erich Wenigers in die Militärgeschichte, Militärtheorie und Militärpädagogik; - - schließlich die Interpretation der seit 1933 immer wieder aufbrechenden Spannungen zwischen dem Herausgeberkreis der Zeitschrift "Die Erziehung" - Nohl, Fischer, Spranger, Litt und Flitner als Schriftleiter - um dem Verleger Dr. Meyer, der auf deutlichere Zugeständnisse an den NS drängte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Spannend und erhellend 5 von 5 Punkten Es gibt Bücher, die unbedingt geschrieben werden mussten. "Geisteswissenschaftliche Pädagogik und Nationalsozialismus" gehört dazu. Es ist spannend wie ein Krimi zu lesen und sehr erhellend in seiner Hauptthese: Die Pädagogik von Nohl, Weniger und anderen hatte eine deutliche Nähe zum Nationalsozialismus. Dass dies bis heute die Vertreter der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik nicht hinreichend bearbeitet und reflektiert haben, ist schlimm. Dass Wolfgang Klafki und Johanna-Luise Brockmann genau das geleistet haben, ein unschätzbarer Verdienst. Die Geschichte der Pädagogik muss auf Grundlage ihrer detaillierten und so neutral wie möglich durchgeführten Forschungen neu geschrieben werden.Dem Buch ist eine breite LeserInnenschaft unter LehrerInnen und ErziehungswissenschaftlerInnen zu wünschen. |
Utopie als Ideologie: Geschichtsdenken und politisches Handeln im Dritten Reich Frank-Lothar Kroll Gebundene Ausgabe, Mai 1998 Verkaufsrang: 573923 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ideengeschichtliche Analysen des Nationalsozialismus sind rar, obwohl gerade der Ideologie für Erscheinung und Wirklichkeit des Dritten Reiches größte Bedeutung zukommt. Auf um so lebhafteres Interesse darf daher das neue Buch von Frank-Lothar Kroll zählen. Er rekonstruiert die entscheidenden ideologischen Grundprägungen des Nationalsozialismus anhand des Geschichtsverständnisses seiner politisch-ideologischen Hauptakteure. Adolf Hitler, Alfred Rosenberg, Richard Walter Darré, Heinrich Himmler und Joseph Goebbels stehen im Mittelpunkt der Darstellung, also jene ideologischen Repräsentanten des Regimes, die nach 1933 in dessen Spitzenpositionen wirkten und denen der Nationalsozialismus zugleich einen wesentlichen Beitrag zu seiner Weltanschauung verdankte. Das Bild, das sich die 'Meisterdenker' des Nationalsozialismus von der Geschichte - und damit auch von der Zukunft - machten, setzt der Autor eindrucksvoll mit ihrem realen politischen Handeln in Verbindung. Er liefert damit einen neuen, höchster Beachtung werten Beitrag zu der wieder heiß umstrittenen Frage nach dem 'Was' und 'Warum' des Dritten Reiches.
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Mörder unterm Edelweiß. Dokumentation des Hearings zu den Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger
Taschenbuch, Juni 2004 Verkaufsrang: 513934 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Seit über 50 Jahren versammeln sich Gebirgsjäger aus Wehrmacht und Bundeswehr im bayrischen Mittenwald zum größten deutschen Veteranentreffen, um ihrer gestorbenen Kameraden zu gedenken und soldatische Traditionen zu beschwören. Für die Erinnerung an die von Gebirgsjägern im Zweiten Weltkrieg verübten Verbrechen ist dabei kein Platz. Gebirgsjäger ermordeten Zehntausende von ZivilistInnen, brannten Hunderte von Dörfern nieder, plünderten und brandschatzten quer durch Europa. Mit den Kriegsverbrechen deutscher Gebirgsjäger beschäftigte sich zu Pfingsten 2003 ein internationales Hearing in Mittenwald. Seine Beiträge dokumentiert dieses Buch. Im Mittelpunkt stehen Berichte von ZeitzeugInnen, die die Massaker an Frauen, Kindern und alten Männern in den griechischen Dörfern Kommeno und Kephalonia sowie an italienischen Kriegsgefangenen auf der griechischen Insel Distomo überlebten.
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Zwischen Blau und Weiß liegt Grau: Der FC Schalke 04 in der Zeit des Nationalsozialismus Stefan Goch, Norbert Silberbach Gebundene Ausgabe, April 2005 Verkaufsrang: 398656 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Die Erfolge des FC Gelsenkirchen-Schalke 04 in der Zeit des "Dritten Reiches" waren beeindruckend: Die Schalker Fußballer wurden 1934, 1935, 1937, 1939, 1940 und 1942 Deutscher Meister, in der Saison 1937 zugleich Pokalsieger. zwischen 1934 und 1942 stand der Verein in jeder Saison mindestens in einem Pokal- oder Meisterschafts-Endspiel. Wohl gerade wegen dieser Erfolge ist der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 immer wieder einer besonderen Nähe zum Nationalsozialismus verdächtigt worden. Sowohl der Verein als auch Teile der Öffentlichkeit haben dagegen lange das Bild des unpolitischen Fußballclubs gepflegt, dessen Spieler auch im "Dritten Reich" eben nur und vor allem Sportler waren. Das Buch analysiert mit dem erreichbaren überlieferten Quellenmaterial die Verbindung zwischen dem FC Gelsenkirchen-Schalke 04 und dem Nationalsozialismus. Die dargestellten Ereignisse, Entwicklungen, Strukturen und zahlreiche biografische Informationen ergeben ein differenzierteres Bild als die bekannten paus chalen Zuordnungen. Das Verhalten von Verein und Vereinsmitgliedern zeigt alle Formen von Mitwirkung, Anpassung, Unwissenheit und Unverständnis, Indifferenz, Inanspruchnahme persönlicher Vorteile bis zu teilweise widerständigem Verhalten gegen das nationalsozialistische Herrschaftssystem: zwischen Blau und Weiß liegt eben Grau.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
absolut fundiert 5 von 5 Punkten Ein untypisches Buch, und sicher nicht ganz leicht zu lesen (und zu verdauen) für jemanden, der die in den letzten Jahren in Mode gekommene Fussball-Literatur gewöhnt ist. Dies hier ist das mit Abstand beste Buch über die Umstände, in denen sich Revier, Fußball, und Schalke04 im besonderen im Zeitraum von den späten 20igern bis kurz nach dem Krieg bewegten. Hier werden Quellen genannt und kommentiert - leider muss man wegen der Sammlung der Fussnoten am Buch-Ende sehr viel hin- und herblättern, um die wirklich lesenswerten Anmerkungen passend zum Text zu erfassen. Wie zu erwarten war, gelingt es auch diesem mit 60 Jahren Abstand zusammengetragenen Werk nicht, für alles eine klare und eindeutige Bewertung abzugeben - aber allein das Zusammenstellen der verschiedenen Quellen (Gerichtsverfahren, Anträge, Entnazifizierung, Interviews, usw.) ist den Kauf des Buches wert, weil so etwas in dieser Qualität bisher nicht zu haben war. Hier stimmt's wirklich mal: Muss man haben.
Weitere Lesermeinungen |
Die Frauen der Nazis: Die Frauen der Nazis, Tl.2: II Anna Maria Sigmund Gebundene Ausgabe, Oktober 2000 Verkaufsrang: 368934 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im Dritten Reich war die unpolitische, nicht berufstätige Frau das Idealbild. Die nationalsozialistische Ideologie schwor auf Heim, Herd und Nachwuchs. Es gab allerdings einige Frauen, die dem Reich auf andere Weise dienten. Im zweiten Band von Die Frauen der Nazis porträtiert die niederösterreichische Historikerin Anna Maria Sigmund die ungewöhnlichen Frauen Gerda Bormann, Karole Rascher, Lina Heydrich, Unity Mitford, Hanna Reitsch sowie Winifred Wagner, die eifrig für den Aufstieg der NSDAP und Hitler gearbeitet haben -- sich letztlich jedoch frustriert eingestehen mussten, dem Ideal doch nicht entsprochen zu haben. "...Nun gehört sie mir...", berichtet Martin Bormann 1944 in einem Brief seiner Frau Gerda, nachdem er zuvor das Verhältnis zu einer Schauspielerin zugibt. Die schwangere Gerda und Mutter von neun Kindern zeigte Verständnis, wollte die Vielehe gesetzlich verankern. Ihr lag viel am Wohlergehen ihrer Mitmenschen -- aber ebensoviel an der gewaltsamen Lösung der Judenfrage. Ihr Fanatismus spaltete Gerda keinen Augenblick, wohingegen er sich im Fall der kinderlosen Karole Rascher zum Wahnsinn steigerte: Um das Prestige ihres Mannes, eines KZ-Arztes, und auch ihr eigenes, zu heben, entführte sie Kinder und gab sich als deutsche Mutter einer rasch wachsenden Kinderschar aus. Hanna Reitsch wiederum war Fliegerin, die Selbstmordeinsätze für den "Endsieg" plante, Unity Mitford arbeitete als Politagitatorin für Hitler, Lina Heydrich tat alles für die Karriere ihres Mannes und Winifred Wagner verband eine platonische Freundschaft zu Hitler. Wie auch schon im erfolgreichen ersten Band Die Frauen der Nazis hat Anna Maria Sigmund penibel recherchiert, bringt teilweise noch nie Publiziertes und wählte auch das Bildmaterial sehr sorgsam aus. Wer bis jetzt noch nicht wusste, wohin Fanatismus führt, der erfährt es in diesem Buch. --Elfriede Quell
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr gelungene Zeitdoku! 5 von 5 Punkten Mit Porträts von Gerda Bormann, Lina Heydrich, Karoline Katharina Rascher, Hanna Reitsch, Unity Mitford und Winifred Wagner führt uns die Autorin die Lebensläufe von zum Teil fanatischen Frauen vor Augen. Frauen, die all ihre Energie und Lebensphilosphien dem Dritten Reich und Hitler unterordneten.
Unity Mitford und Katharina Rascher versuchten mit einer solchen Entschlossenheit ihre Ziele zu erreichen, dass es auch Zeitzeugen und Parteigenossen kalt den rücken herunter gelaufen sein muss.
Und doch erzählt Frau Sigmund die Geschichte der Frauen nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern legt einfach nur Fakten dar und lässt den Leser sein eigenes Bild über Naivität, bedingungslose Hingabe, Geltungsdrang und kalte Berechung machen!
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Augen aus Auschwitz Hans Hesse Taschenbuch, Oktober 2001 Verkaufsrang: 619243 "Der Biologe darf sich [
] nicht auf sein enges Gebiet beschränken, sondern muß als Vorkämpfer für den rassischen Gedanken, ausgestattet mit dem Material seiner Wissenschaft, vordringen in andere Gebiete, um auch dort zur Weiterforschung mit neuen Erkenntnissen anzuregen."Die Biologie-Lehrerin Dr. Karin Magnussen hat mit ihrem Buch "Rassen- und bevölkerungspolitisches Rüstzeug", das während der NS-Zeit drei Auflagen erlebte und sich explizit an Biologielehrer richtete, die Rassenlehre der Nationalsozialisten propagiert. 1909 geboren, wuchs sie in der Hansestadt Bremen auf, studierte in Göttingen, promovierte und gelangte 1941 schließlich an das renommierte Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik in Berlin-Dahlem, in dessen Gebäude heute das Otto-Suhr-Institut der FU Berlin untergebracht ist. In ihrer wirtschaftlichen Praxis befasste sie sich mit Augen, unter anderem mit verschiedenfarbigen Augen (Heterochromie). Im März 1943 wurde eine Sinti-Familie mit diesem Merkmal in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Dr. Josef Mengele versprach ihr, ihr die Augen der Opfer zukommen zu lassen, wenn sie einmal sterben sollten. Dies geschah dann bald nachdem Magnussen hatte Menschenversuche an diesen Opfern durch Mengele durchführen lassen. Die Familie starb nahezu gleichzeitig; eine Obduktion ergab, dass die Kinder durch eine Herzinjektion getötet worden waren. Kurze Zeit danach hatte Magnussen die Augen in ihrem Institut auf dem Tisch liegen und fertigte von ihnen histologische Schnitte an. Dieses Buch schildert diesen Fall ausführlich und dokumentiert eine rassistische Wissenschaft, die den Tod ihrer Opfer einplante. Magnussen kam nach 1945 wieder nach Bremen zurück. Sie unterrichtete unbehelligt an einem Bremer Gymnasium Biologie.
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Sechzig Jahre danach: Jugendliche und Holocaust: Eine Studie zur geschichtskulturellen Sozialisation Meik Zülsdorf-Kersting Broschiert, Januar 2008 Verkaufsrang: 655561 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sechzig Jahre nach Kriegsende und der Befreiung der Lager lief die Gedenkmaschine auf Hochtouren. Doch was wissen Jugendliche vom Holocaust? Wie erklären sie sein Zustandekommen? Wie stufen sie die Rolle der Täter und der Mehrheitsbevölkerung im Nationalsozialismus ein? Vor allem aber: Wie verändern sich diese Auffassungen innerhalb eines Jahres? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang der Geschichtsunterricht, Gedenkveranstaltungen, Medien, Familiengespräche und Gedenkstättenfahrten? Die vorliegende Untersuchung geht diesen Fragen empirisch nach, indem sie die Ergebnisse einer einjährigen Mittelfriststudie vorstellt und auf dieser Basis eine Theorie der geschichtskulturellen Sozialisation formuliert.
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Dimensionen der Erinnerung: Geschichte, Funktion und Verwendung des Erinnerungsbegriffs im Kontext mit den NS-Verbrechen Claudia Krieg Broschiert, Mai 2008 Verkaufsrang: 656071 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Claudia Krieg stellt begriffsgeschichtliche und politische Aspektedes Erinnerungsbegriffs dar. Sie untersucht, welche spezifischen Funktionen er für nationale Identitätskonstruktionen, für symbolische Repräsentationen wie Gedenkstätten und für kollektive Muster des Erinnerns erfüllt. Des Weiteren zeigt sie, wie im Zuge der europäischen Einigung und der Globalisierung eine Verschiebung der NS-Verbrechen auf eine Ebene allgemein-menschlicher Schicksalhaftigkeit stattfindet. Dies zieht eine diskursgeschichtliche Entsorgung und Verharmlosung nach sich. Claudia Krieg legt die politische Legitimationsfunktion eines solchen Erinnerns offen und beschreibt, wie dabei der Zweite Weltkrieg und seine Opfer mystifiziert und das erfahrene Leid individualisiert werden.
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Dienstbares Begleiten und später Widerstand: Der nationale Sozialist Adolf Reichwein im Nationalsozialismus Christine Hohmann Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 624137 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Sympathie und Verehrung für Adolf Reichwein prägen bis heute Rezeption und Forschung. Danach stand der Pädagoge, der bisher dem linken Spektrum der Sozialdemokratie zugerechnet wird, von "Anfang an" konsequent im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Die vorliegende Untersuchung bricht mit der Reichwein kanonisierenden Forschung. Sie zeigt, dass sich Adolf Reichwein als nationaler Sozialist 1933 mit der "Grundidee der nationalsozialistischen Bewegung nicht im Konflikt" befand. Sein in der NS-Zeit in einer einklassigen Volksschule durchgeführter Unterricht, der konzeptionell nicht auf ihn zurückzuführen ist, kann weder als singulär noch als "heimlicher Widerstand" angesehen werden. Aufgezeigt wird, wie sich Reichwein im NS-Staat zielgerichtet um die öffentliche Anerkennung seiner pädagogischen Arbeit bemühte und die Zusammenarbeit mit diversen NS-Gliederungen, darunter der SS, nicht scheute. Die Autorin resümiert, dass Adolf Reichwein Mitschuld am Funktionieren des NS-Staates trug, wobei der späte Widerstand weder negiert noch verkannt wird. Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich explizit auch mit dem seit 1945 im Wesentlichen ungebrochenen Beharrungsvermögen der tradierten, hagiographischen Reichwein-Rezeption und -Forschung und macht die entscheidenden Bedingungsfaktoren transparent. Das Buch ist mit der Kritik an der bis heute anhaltenden defizitären pädagogischen Historiographie und den spezifischen wissenschaftsmethodischen Forderungen ein über den Einzelfall hinausreichender Beitrag zum aktuellen Diskurs der historischen Bildungsforschung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Reichwein 1 von 5 Punkten Zum Buch von Christine Hohmann Dienstbares Begleiten und später Widerstand - Der nationale Sozialist Adolf Reichwein im Nationalsozialismus
Als Zeitzeugin" der Nazizeit, Mitglied der damaligen Berliner Gruppe Onkel Emil" und heutiges Mitglied der Weiße Rose Stiftung", des Adolf Reichwein Vereins" und des Vereins Gegen Vergessen-Für Demokratie" protestiere ich vehement gegen die in Dr. Christine Homanns in Buchform erschienenen Dissertation erhobene infame Unterstellung, der bereits 1930 der SPD beigetretene, seit 1940 zum Kreisauer Kreis" gehörende, 1944 hingerichtete Reformpädagoge Adolf Reichwein trage Mitschuld am Funktionieren des NS-Staates", weil er sich zielgerichtet um öffentliche Anerkennung seiner pädagogischen Arbeiten bemühte und dabei die Zusammenarbeit mit NS-Gliederungen, darunter auch der SS, nicht scheute".
Die Behauptungen der 1950 geborenen Autorin sind offenbar durch keinerlei Kenntnisse der damaligen minütlich durch Denunzianten bedrohte Lebensumstände getrübt. Ohne eine gewisse, zumindest vorgetäuschte Zusammenarbeit mit den Nazis hätten weder der Judenretter" Schindler noch der bereits 1971 von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern" geehrte Otto Weidt, der die SS mit Besen und Bürsten aus seiner Berliner Blindenwerkstatt belieferte, zahlreiche Juden retten, oder der Diplomat im Auswärtigen Amt, Helmuth Graf von Moltke im Ausland über die Nazigreuel berichten und seinen Widerstandskreis konstituieren können. Die Beispiele lassen sich endlos fortsetzen.
Ob Reichwein dem rechten oder dem linken Flügel der SPD zugerechnet werden kann, ist belanglos. Ab 1933 standen Mitglieder der KPD und der SPD, die sofort verboten wurden, so und so auf der Abschußliste der Nazis.
Wenn Reichwein 1940 bereits von Moltke in die geheimen Treffen des Kreisauer Kreises einbezogen wurde, dann ist das zu einer Zeit als die Deutschen noch an allen Fronten siegten, wahrlich kein später Widerstand".
Bewußt oder unbewußt bedient Dr. Hohmann mit ihrem Buch im Chor mit einigen den Widerstand ähnlich abwertenden, jüngsten Publikationen, die offenbar im Trend einer neuerlichen Geschichtsverfälschung liegen, die rechtsextreme Szene.
Karin Friedrich
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Eine Erdbeere für Hitler. Deutschland unterm Hakenkreuz Carola Stern, Ingke Brodersen Gebundene Ausgabe, Februar 2005 Verkaufsrang: 330771 Dieses Buch erzählt vom Aufstieg und vom Ende des Nationalsozialismus, vom Krieg und vom Alltag, von der Verfolgung und der Vernichtung von Menschen, vom Widerstand und von dem Jahr der Befreiung, als das "Dritte Reich" endlich besiegt war. Diese Zeit ist Geschichte. Aber sie ist auch voller Geschichten, aus denen man lernen kann. Warum so viele Menschen an Hitler glaubten und nur wenige nicht mitmachen wollten, davon erzählen die Autoren dieses Buches: Hans Mommsen, Mirjam Pressler, Hermann Vinke, Ursula Wölfel, Hilke Lorenz und Hartmut von Hentig.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Deutschland unterm Hakenkreuz 5 von 5 Punkten Eine sehr gut gemachte Produktion zur Geschichte Deutschlands zwischen 1933 und 1945 - mit dem Titel EINE ERDBEERE FÜR HITLER von Carola Stern und Ingke Brodersen (Hg.) hat ein Titel zur Jugendbildung im Hörbuchbereich Eingang gefunden, was lange schon überfällig war. Zu interessant ist das Thema und die vielfältigen Einflüsse sind zumeist unbekannt. Hier in dieser Produktion wird systematisch jeder Einfluss von Jahr zu Jahr klar und deutlich geschildert - dies ist ein Versuch der Erklärung, warum so viele Menschen Hitler folgten.
Die im Vorfeld getätigten Weichenstellungen von 1923 bis 1932 stellten die Lichter auf Grün zur Übernahme 1933 - die CDs stellen in vielen Unterpunkten alle Einflüsse und Beweggründe dar, welche dann im 3. Reich kumulierte.
Die CDs sind etwas textlastig, die Sprache sachlich, doch die dargestellten Themen interessant und faszinierend in ihrer komprimierten Darstellung - schließlich wird hier der Stoff eines ganzen Schuljahres innerhalb von guten 8 Stunden abgehandelt.
Hitlers Aufstieg, Querulanten, Abspaltungen, positive wie auch negative Kräfte werden eingängig und informativ dargestellt.
Themen wie der Führerstaat und die Entstehung einer Diktatur zeigen die Macht auf, welche immer stärker auf Hitler gebündelt wurde. Auch die Probleme der NSDAP und die Schwäche einiger Mitglieder werden angesprochen und gut geschildert.
Auch das Thema NSDAP und der Alltag der Bevölkerung, zeigt auf wie einfach es für die Regierung war, sich in die zentralsten Punkte familiären Lebens einzuschalten. Themen wie Soldat und Tod zeigen zudem, die Entmenschlichung des Prozesses der systematischen Tötung.
Doch auch das Thema Widerstand kommt umfassend zur Sprache, ebenso wie das Jahr 1945 umfassend dargestellt und beleuchtet wird.
Was das Hörbuch so interessant macht, ist die Tatsache des umfassenden und totalen Erfolgs dieser Idee, welche um Adolf Hitler und die NSDAP entstand. Adolf Hitler und die NSDAP wird immer mehr zu einem Mythos, einer Ikone des unbedingten Erfolgwillens und dem Drang zur Macht.
Ein Hörbuch der besonderen Art, ein weiteres geschichtliches Dokument, wenn auch ohne die geliebte Erdbeere, welche Hitler gewidmet war.
Sehr empfehlenswert!
Ein sehr kluges Buch 5 von 5 Punkten Dieses Buch gehört absolut in die 5-Sterne-Kategorie, denn... * es erklärt die Entstehung des sog. 3. Reiches sachlich und gut verständlich, * berichtet vom Alltag unter NSDAP-Herrschaft * und natürlich vom Holocaust in eindrücklicher Weise * wichtige Bezeichnungen und Vorgänge werden zusätzlich erklärt. So ist dieses Buch nicht nur für Jugendliche sondern auch für interessierte Erwachsene eine Neuentdeckung in diesem Jahr! |
Architektur der Erinnerung. NS-Verbrechen in der europäischen Gedenkkultur Günter Schlusche Broschiert, Oktober 2006 Verkaufsrang: 610168 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In diesem Buch werden architektonisch bedeutsame Denkmäler und Gedenkstätten aus ganz Europa, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern, vorgestellt und analysiert. Mit zahlreichen Texten von Künstlern, Schriftstellern und Architekten bietet der Band einen Überblick über aktuelle künstlerische Tendenzen und macht Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede in der sich stark verändernden internationalen Gedenkkultur deutlich.
Darüber hinaus enthält das Buch, das im Kontext des 2005 fertig gestellten Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin entstanden ist, Beschreibungen und praktische Informationen zu 50 zum Teil kaum bekannten Gedenkstätten in 21 europäischen Ländern. Die Texte werden von einer Fülle von Abbildungen illustriert, die eindrucksvoll belegen, dass die Architektur des Erinnerns an die nationalsozialistischen Verbrechen in ihrer besonderen ästhetischen Ausformung zu den aufschlussreichsten und innovativsten Kapiteln der europäischen Kulturentwicklung zählt.
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Das Amt Rosenberg und seine Gegner: Studien zum Machtkampf im nationalsozialistischen Herrschaftssystem Reinhard Bollmus Gebundene Ausgabe, 1. Juni 2006 Verkaufsrang: 565421 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Alfred Rosenberg, der Verfasser des "Mythus des 20. Jahrhunderts" galt gleichsam als "Chefideologe" des Dritten Reiches. Reinhard Bollmus legt aufgrund zahlreicher Akten und Briefe der Dienststelle Rosenberg und der Ämter von Ley, Goebbels, Himmler, Rust, Schwarz und Bormann eine Darstellung vor, die zum Teil politische Biographie eines führenden Funktionärs im Staate Hitlers ist, im Wesentlichen aber ein Beitrag zur Frage der Beziehungen zwischen den höchsten Machtträgern. Erschien das nationalsozialistische Herrschaftssystem von außen zwar als Gebilde von monolithischer Geschlossenheit, so waren doch im Innern - wie Bollmus zeigt - die Machtträger zu rationaler Lenkung unfähig, galt auch dort das Erobererrecht als oberste Maxime im Kampf der Funktionäre. Stephan Lehnstaedt diskutiert in seinem bibliographischen Essay ausführlich die Forschungsentwicklungen seit der ersten Auflage. Aus dem Geleitwort von Hans Mommsen: "... das von Bollmus gezeichnete Bild (ist) im Kern bestätigt worden und seine Darstellung für das Studium der Geschichte des Dritten Reiches weiterhin unentbehrlich."
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Der Führer bin ich selbst. Engelbert Dollfuß - Benito Mussolini - Briefwechsel Wolfgang Maderthaner, Michaela Maier Taschenbuch, März 2004 Verkaufsrang: 611686
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| Die Entstehung der faschistischen Ideologie: Von Sorel zu Mussolini Zeev Sternhell Gebundene Ausgabe, September 1999 Verkaufsrang: 560255 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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NS-Unrecht vor Kölner Gerichten nach 1945 Anne Klein, Jürgen Wilhelm Gebundene Ausgabe, Mai 2003 Verkaufsrang: 659280
| Die psychologische Struktur des Faschismus. Die Souveränität Georges Bataille Broschiert, Mai 1997 Verkaufsrang: 475921 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Wissenschaft im Dienst der nationalsozialistischen Politik? Die 'Volksdeutschen Forschungsgemeinschaften' von 1931-1945 Michael Fahlbusch Broschiert, Mai 1999 Verkaufsrang: 664792 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Alternative zu Hitler: Studien zur Geschichte des deutschen Widerstandes Hans Mommsen Taschenbuch, April 2000 Verkaufsrang: 474829 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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