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| NS-Zeit | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Die NS-Zeit als Gewinn für Hilfsschullehrer Dagmar Hänsel Broschiert, September 2006 Verkaufsrang: 572168 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der Auseinandersetzung mit der Hilfsschulentwicklung in der NS-Zeit, mit der gemeinsamen Sonderschullehrerausbildung und mit der verbandsnahen Geschichtsschreibung wird gezeigt, dass die NS-Zeit einen Gewinn für die Hilfsschullehrerschaft darstellt, der bis in die Gegenwart reicht.Das deutsche Sonderschulsystem ist durch die Erfahrung mit den Verbrechen der NS-Zeit zutiefst geprägt. Diesen Verbrechen fielen nicht zuletzt Hilfsschülerinnen und -schüler und von Hilfsschullehrern Ausgeschlossene im Rahmen der Zwangssterilisation und der Euthanasiemaßnahmen zum Opfer. Die Auseinandersetzung mit diesem Zusammenhang wird bisher fast ausschließlich von der Sonderpädagogik geführt und von Geschichtsinterpreten dominiert, die dem Hilfsschulverband nahestehen. Der Band entwickelt eine neue Sicht. In der Auseinandersetzung mit der Hilfsschulentwicklung in der NS-Zeit, mit der gemeinsamen Sonderschullehrerausbildung und mit der verbandsnahen Geschichtsschreibung wird gezeigt, dass die NS-Zeit einen Gewinn für die Hilfsschullehrerschaft darstellt, derbis in die Gegenwart reicht. Der Band wird durch amtliche Dokumente aus der NS-Zeit abgerundet, auf die sich die Darstellung bezieht.
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Die Tötung Geisteskranker in Deutschland Alice Platen-Hallermund Taschenbuch, Januar 2005 Verkaufsrang: 499632 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 1946 wurde eine Ärztekommission unter der Leitung von Alexander Mitscherlich beauftragt, den Ärzte-Prozess" vor dem Nürnberger Militärgericht zu beobachten. Das Buch ist die erste Dokumentation dieser Prozesse.
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Kristallnacht: Der Novemberpogrom 1938 und die Verfolgung der Berliner Juden Sven F Kellerhoff Gebundene Ausgabe, 15. Oktober 2008 Verkaufsrang: 718643 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kristallnacht: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Berlin zwei Dutzend Synagogen aus. Angeblich spontaner Volkszorn, in Wirklichkeit jedoch Befehle von Hitler, Goebbels und Heydrich führten zum schlimmsten Pogrom der mitteleuropäischen Geschichte. Besonders wüteten die SA- und HJ-Horden in der Reichshauptstadt, wo sehr viele der deutschen Juden lebten
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Die Putbusser: Kadetten unter dem Hakenkreuz. Ein Napola-Schüler erzählt Klaus Montanus Taschenbuch, November 1995 Verkaufsrang: 526744 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Männer machen die Geschichte. Und wir machen die Männer«, war ein Spruch, den August Heißmeyer, der Inspekteur der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten des Dritten Reiches im Munde führte. Diese Anstalten, auch NPEAs oder Napolas genannt, waren Internatsschulen, auf denen die Zöglinge streng militärisch im Geiste preußischer Kadettenanstalten und im Sinne des Nationalsozialismus zur Führungselite des Landes herangebildet werden sollten. Eine dieser Schulen war die NPEA Rügen in Putbus. Sie besuchte Klaus Montanus, der Autor dieses Buches, von 1943 bis zum bitteren Ende 1945. Seine Erlebnisse, von gnadenlosem Drill, Indoktrination und unbarmherzigem Leistungsdruck ebenso geprägt wie von spannenden und die jugendliche Begeisterungsfähigkeit anspornenden Begebenheiten, schildert der Autor romanhaft als Zeitzeuge einer zum Untergang bestimmten Welt. Dem Untergang entgegen ging auch das rügensche Rittergut, dessen in einer Nebenhandlung geschildertes Schicksal mit dem Einmarsch der Russen besiegelt war. Das Buch zeigt beispielhaft und anschaulich, wie die ideologische und militärische Erziehung des Napola-Nachwuchses nach dem Willen der braunen Machthaber funktionierte, und ist insofern ein wichtiger Beitrag zur Aufdeckung der Machtmechanismen in totalitären Staaten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
die Geschichte wird lebendig 5 von 5 Punkten Dieses Buch hat mich bis heute nicht losgelassen. Immer noch denke ich darüber nach, wie die Schulzeit in solch einem Elite-Gymnasium war. Einerseits war man doch etwas Besonderes, wenn man solch eine Schule besuchen durfte, andereseits gab es dort den Drill und das Hin- und Herschwanken zwischen fast schon unmenschlichen und unendlich menschlichen Lehrern, fairen Lehrern und solchen, die ein wenig Freiheit lebten, so weit es eben ging. Und so ganz nebenbei erfährt man auch noch, wie es den Menschen ging, nachdem die Russen einmarschiert waren. Die Zerstörung eines wunderbaren Lebensraumes, die Angst, aber auch der plötzliche menschliche Zusammenhalt. So viele Gefühle, so ganz andere Seiten. Ich habe nach dem Lesen endlich eine Einsicht in das Leben der Zivilbevölkerung bekommen. Und auch in das Leben der damaligen Jugend. Sicherlich hätte ich viele andere Bücher lesen können, aber ich habe dieses gewählt und ich möchte diese Lese-Erlebnis nicht missen. |
Graue Wölfe heulen wieder: Türkische Faschisten und ihre Vernetzung in der BRD Fikret Aslan, Kemal Bozay Taschenbuch, Januar 2000 Verkaufsrang: 511542 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Buch beschreibt die Entwicklung des türkischen Nationalismus von der jungtürkischen -Revolution- bis zum heutigen Tag.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
Sehr gute Darstellung der MHP 5 von 5 Punkten Dieses Buch gehört zu den sehr wenigen Titeln, die sich fundiert mit der MHP, der ultrarechten Partei in der Türkei, beschäftigt. Das Werk ist aus der Perspektive eines türkischen Linken verfasst, beinhaltet aber eine ganze Menge Informationen, die auch sachlich korrekt sind. Auf fast 100 Seiten werden die Wurzeln der Grauen Wölfe, die Geschichte der Partei und die Aktionen der Partei in den letzten Jahren dargestellt. Letztlich war die MHP eine Partei, die für ein diktatorisches, ultranationalistisches Regime in der Türkei eintratt. Lange Jahre prägte Alparsan Türkesch die MHP und deren Ideologie, die vom Nationalismus in den letzten Jahren in Richtung Islam und Osmanisches Reich sich bewegte. Es gibt in diesem Werk eine ganze Reihe von Fakten und Geschichten, die nochmal die dunklen Jahre des Kampfes der PKK gegen den türkischen Staat darstellt. Während Fikret Aslan und Kemal Bozay die Sünden der MHP und Sicherheitsdienste sehr gekonnt erzählen, verlieren sie kein einziges Wort über Verbrechen und Taten der PKK oder anderer extremer Gruppen. In diesem Sinne sind diese Episoden mit Vorsicht zu lesen. Sie scheinen aber sehr sorgfältig aufgearbeitet zu sein. Es gab sogar mal eine sehr bedenkliche Einschätzung des deutschen Staates, als es schien, die gesamte Türkei sei in die Hände von Verbrechern, ehemaligen Grauen Wölfen und Mafiosi gefallen. Das arbeiten die Autoren sehr schön heraus. Also für alle, die sich für die MHP, die Mafia und ein Stück türkischer Geschichte interessieren ein gute Lektüre.
Weitere Lesermeinungen |
Alfred Rosenberg: Der Ideologe des Nationalsozialismus. Eine politische Biografie Andreas Molau Broschiert, Dezember 1993 Verkaufsrang: 605557 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Erstmals wird das Leben, Denken und Wirken des NS-Chefideologen, der mit seinem Hauptwerk "Der Mythos des 20. Jahrhunderts" die nationalsozialistische Weltanschauung entscheidend geprägt hat, von seinem frühen Eintritt in die NSDAP 1919 über seine Tätigkeit als Hauptschriftleiter des Völkischen Beobachters, als Leiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP und als Minister für die besetzten Ostgebiete bis zu seinem Todesurteil in Nürnberg 1946 umfassend dargestellt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Kritik zu Molaus Buch über Rosenberg 1 von 5 Punkten Alle von Andreas Molau aufgezählten Autoren, die sich bisher mit Rosenberg beschäftigt haben, hätten den »Fehler begangen, persönliche Wertmaßstäbe vor eine sachliche Auseinandersetzung zu setzen«. So beginnt Molau in seiner durchaus wertorientierten Einleitung. – Den Begriff »Ideologie« lehnt Molau zur Bezeichnung von Rosenbergs nationalistischen und rassistischen Denksystem ab (S. 31 ff.). Er möchte ihn durch den Begriff »Weltanschauung« ersetzt wissen und bezieht seine Defintion von »Weltanschauung« unter anderem aus einem Buch des Rechtsideologen Armin Mohler. Sein Mangel an philosophischer Bildung gibt Molau zu erkennen, indem er eine Kant-Definition von »Weltanschauung« mit dem »Ding an sich« gleichsetzt (S. 32). – Selbstverständlich kann seiner Ansicht und dualistischen Weltsicht nach auf eine »marxistische Faschismustheorie« zur Erfassung der Grundlagen des Nationalsozialismus, insbesondere der »Weltanschauung« von Molau, verzichtet werden und plädiert mit dem Rassisten Rosenberg für Sozialtugenden wie »Sittlichkeit, Ehrlichkeit und Treue« (S. 37). – Schließlich stellt Molau die streng dualistische und säkulare apokalyptische Ideologie von Rosenberg so dar, als hätte er ein pluralistisches Geschichtsbild (vgl. S. 68), räumt aber verhüllend ein, daß Rosenberg dem Topos »europäische Völker« den des »Bolschewismus« (den Rosenberg als eine »Verkörperung des jüdischen Geistes« aufgefaßt hat) entgegengesetzt hätte. – Insgesamt berücksicht Molau keineswegs die Perspektive der Opfer des Nationalsozialismus, sondern schreibt vor allem gegen seine paranoide Welt von angeblich nicht wertneutralen Nachkriegs-autoren, die bisher über Rosenberg geschrieben haben. So erscheint der Ideologe Rosenberg in Molaus Darstellung insgesamt schon fast als »human«, aber vor allem dann, wenn er Rosen-bergs Ideologie mit der von anderen führenden Nationalsozialisten vergleicht und auf Rosen-bergs »letzte Aufzeichnungen«, mit denen Rosenberg in Nürnberg schließlich auch seinen Kopf retten wollte, besonders häufig zur Stützung seiner Thesen über Rosenberg heranzieht. – Rosenbergs Verantwortung für die begangenen Schwerverbrechen in Osteuropa wird von ihm schließlich dadurch ausgeblendet, indem Molau zum Schluß seines Buches - nach all seinen eigensten perspektivischen Darstellungen - seinen Leser »unaufgefordert« dazu auffordert, selbst über das Urteil im Nürnberger Prozeß zu urteilen. – Für den Leser dürfte aber auch von Interesse sein, daß der Rechtsintellektuelle Molau beispielsweise Mitglied in der Burschenschaft DHG Trutzburg-Jena war, sich 1994 zu dem rechtsradikalen Sänger Frank Reinnike bekannt hat (Junge Freiheit, Nr. 36/94, 2. September 1994) und im Mai 1995 einen Vortrag bei der rechtsgerichteten GfP gehalten hat. Daß Molau in seinem Buch indes auf eine Kurzbiographie »verzichtet« hat, beschwört gegebenenfalls um so mehr Nachforschungen herauf. Es wäre als ein Ausdruck des Wunsches nach Kritikfähigkeit bei seinen Lesern zu werten gewesen, wenn er ihnen biographische Daten mitgeteilt hätte. Das hat er aber nicht. Zudem erscheint für die Zukunft wünschenswert, daß sich ein Autor für Rosenbergs Biographie interessiert und eine solche schreibt, der sich weder dem »linken« noch dem »rechten Lager« (so wie Molau) zugehörig fühlt und für den sich eine säkulare dualistisch-apokalytische Weltsicht, die eine »säkulare Religion« begründen soll, als »faschistisch« und im Kern »menschenverachtend« und »selbstverachtend« erwiesen hat. Denn für diese Strukturen moderner Ideologien liefert Rosenbergs Biographie genügend Belege, welche Molau überhaupt nicht zum Thema gemacht hat. Opfer des Nationalsozialismus, wie z.B. Anne Frank, würden diesem fiktiven Autoren vermutlich danken, wenn sie könnten.
Ein aufschlußreiches Buch über Pressezusammenhänge des 3. Re 4 von 5 Punkten Ein äußerst gutes Buch über die Pressezusammenhänge der Top-Nazipresse. Sehr gut wird hier auch dargestellt, das ebenso die Presse wie insgesamte Machtstrukturen des Dritten Reiches kein monolithischer Block war, sondern von polykratischen Strukturen und Menschen getragen wurde. Sehr interessant auch die Durchleuchtung des Konfliktes des völkischen Beobachters(Alfred Rosenberg)mit dem Kampf-Verlag (die Brüder Otto und Gregor Strasser)sowie der SA-Presseleitung. Wie gewohnt ist dieses Buch ein Glücksgriff für den verleger S. Bublies, da er damit wieder mal unter Beweis stellt, das sein Verlag in Deutschland führend ist, wenn es um zeitgeschichtliche richtige Darstellung geht, ohne sich um "politische Korrektheit" zu scheren.Einen großen Lob auch an den Autor, Herrn Andreas Molau, der ein solch gutes Buch durch genaue Zeit-und Geschichtsforschung erst möglich macht. Dies zeigt auch das ausführliche Quellenverzeichnis. |
Hingeschaut und weggesehen: Hitler und sein Volk Robert Gellately Taschenbuch, Dezember 2004 Verkaufsrang: 484914 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Eine Neuauflage der Goldhagen-Debatte dräute manchem Kritiker, als der kanadische Historiker Robert Gellately sein neuestes Buch Backing Hitler. Consent und Coercion in Nazi Germany vorstellte. Denn obwohl sich der am Zentrum für Holocauststudien der Clark University in Massachusetts lehrende Gestapo-Experte ausdrücklich von der Generalanklage eines zum Völkermord drängenden kollektiven deutschen Antisemitismus distanzierte, hatte man bei der Lektüre seiner Thesen von einer breiten Mitwisserschaft und moralischen wie aktiven Unterstützung der Naziverbrechen in der Bevölkerung so manches Déjà-vu-Erlebnis. Nun ist bei DVA die deutsche Ausgabe des Buches unter dem fragwürdigen Titel Hingeschaut und weggesehen. Hitler und sein Volk erschienen. Gemessen an der erstaunlichen Resonanz bietet Gellatelys zugegebenermaßen gut lesbares und auch informatives Werk indessen wenig Sensationelles. Dass Hitler beim Aufbau seiner Macht primär auf Populismus setzte -- etwa bei der Bewältigung der Arbeitslosigkeit oder durch selektiven Terror gegen Kommunisten, Kriminelle, Homosexuelle, "Asoziale", "Arbeitsscheue" oder sonstige "Volksfeinde" und "Volksschädlinge", die er angeblich in ihrem eigenen Interesse vor dem Volkszorn in "Schutzhaft" nehmen, öffentlichkeitswirksam in Konzentrationslager stecken oder exemplarisch hinrichten ließ --, wird heute noch an Stammtischen besungen. Dass er durch jahrelange Beschwörung von Rassenhygiene und Herrenmenschentum seine in dieser Frage eher indifferenten Untertanen auf die Verfolgung von Juden und "Untermenschen" aller Art einstimmen ließ und dabei das mehrheitlich gut geheißene "Euthanasie"-Programm als Toleranzbarometer für die "Endlösung" nutzen konnte, ist evident. Und dass es in Diktaturen nie an Denunzianten mangelt, die zum eigenen Nutzen bereitwillig Polizei und Justiz zuarbeiten, ist beileibe kein Spezifikum Nazideutschlands. Bei alledem muss sich Gellately als Wissenschaftler zu Recht den Vorwurf gefallen lassen, dass er sich bei seiner Studie allzu sehr auf Stichproben stützt, deren Repräsentativität er nirgendwo belegt. Durch die holzschnittartige Wiederbelebung altbekannter Klischees trägt der Autor mit seiner Forschungsarbeit allenfalls zu einem Rückfall in die 68er Sichtweise von der "Tätergeneration" bei. --Roland Detsch
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Neue Perspektive auf die NS-Diktatur 5 von 5 Punkten Robert Gellately gelingt es, mit diesem Buch eine neue Sichtweise auf ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte zu werfen, die rechtliche, soziale und rassenideologische Ausgrenzung von Randgruppen, insbesondere aber von Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Er betont dabei besonders zwei Aspekte der Verfolgung: Erstens die Bekanntheit und das Wissen der Deutschen über die unmenschliche Politik der Nationalsozialisten. Zweitens die offene oder latente Unterstützung der deutschen Bevölkerung für die Ausgernzugspolitik des NS-Rgimes. Beides sei fester, verinnerlichter Bestandteil der deutschen Lebenswelt zwischen 1933 und 1945 und nicht von der Funktionsfähigkeit des Regimes zu trennen. Insgesamt stellt das Buch eine aufschlußreiche und überzeugende Interpretation des vieldiskutierten Verhältnisses der nationalsozialistischen Führung zu der Masse der "normalen" Deutschen dar. In seiner Konzentration auf die Eigenlogik der Prozesse umgeht er die Frage nach der Verantwortung, eröffnet aber neue Fragenkomplexe, die eventuell den Charakter und das Funktionieren der NS-Diktatur besser erklären können. |
Kurze Geschichte der Konzentrationslager Hermann Scharnagl Gebundene Ausgabe, Mai 2004 Verkaufsrang: 618010 Das vorliegende Buch behandelt die Vor- und Frühgeschichte der Konzentrationslager, die Terror- und Vernichtungslager der Sowjetunion, die Vernichtungsmaschinerie während des Dritten Reiches einschließlich wesentlicher Aussagen von Zeitzeugen in Bild und Text sowie die literarischen Auseinandersetgzungen mit der KZ-Wirklichkeit. Was bleibt, ist die Einsicht in das Gewesene und der Schauder vor dem Möglichen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Geschichte? 1 von 5 Punkten Wer ein Buch fast ohne Inhalt sucht und nur mal eben einen kurzen Wimpernaufschlag über die deutschen und nichtdeutschen Konzentrationslager nachdenken möchte, der kann dieses Buch kaufen. Wer aber eine wissenschaftliche Sprache, einen redlichen und verständlichen Quellennachweis und vor allem eine etwas in die geistige Tiefe gehende Arbeit sucht, die sich nicht darauf beschränkt, "es war alles ganz schrecklich" zu rufen, dem muss vom Kauf abgeraten werden. Um die wahrhafte Monstrosität der deutschen Vernichtungslager und des Holocaust zu erfassen, reicht eine journalistsiche Badewannenfahrt auf dem Fluss der Geschichte nicht aus. Einen Stern für den couragierten Ansatz und die teilweise interessanten Dokumente. |
Günzburg und der Fall Josef Mengele: Die Heimatstadt und die Jagd nach dem NS-Verbrecher Sven Keller Taschenbuch, 20. August 2003 Verkaufsrang: 481432 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Josef Mengele (1911-1979), Spross einer Gnzburger Unternehmerfamilie, war einer jener Mediziner, die auf der Rampe von Auschwitz Abertausende in die Gaskammern schickten, und er nutzte seine Verfgungsgewalt ber die Gefangenen zu grausamen Menschenversuchen mit meist tdlichem Ausgang. Als "Todesengel" von Auschwitz war er jahrelang der meistgesuchte NS-Verbrecher der Welt. Da er 1949 mit Hilfe seiner Familie nach Sdamerika geflohen war, wo er sich erfolgreich verbarg, musste er sich jedoch nie fr seine Taten verantworten. Ein erster Haftbefehl erging 1958, aber erst im Zuge des Frankfurter Auschwitzprozesses (1963-1965) wurde eine breite ffentlichkeit auf Josef Mengele aufmerksam. Schnell rckte damit auch seine Heimatstadt Gnzburg in den Fokus von Ermittlern und Medien. Es entstand der "Gnzburg-Mythos": Die soziale und konomische Vorrangstellung der Unternehmerfamilie Mengele nhrte die Vorstellung, der ganze Ort sei in eine Verschwrung zum Schutze des flchtigen Massenmrd ers eingebunden. Sven Keller analysiert im Kontext der Biographie Mengeles und der Entwicklungsphasen westdeutscher Vergangenheitsbewltigung die Projektionen, mit denen die schwbische Kleinstadt von auáen belegt wurde, und die Reaktionen von Brgern und Kommunalpolitik auf den "Gnzburg-Mythos" - ein Mythos mit immerhin einem wahren Element: Als 1985 bekannt wurde, dass Josef Mengele sechs Jahre zuvor beim Baden ertrunken war, erfuhr die ffentlichkeit auch, dass der engste Familienkreis bis zuletzt Kontakt mit ihm gehalten und noch seinen Tod verschwiegen hatte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Für Schwaben Pflichtlektüre 5 von 5 Punkten Magisterarbeiten sind normalerweise langweilig, uninteressant für Fachfremde meistens unlesbar, für die Professoren oft eine Zumutung und sprachlich eine Katastrophe.Dieses Buch, das auf einer Magisterarbeit basiert, ist eine ganz außergegewöhnliche Ausnahme. Es ist auch für Nichthistoriker eine geradezu spannendes Erlebnis. Den Namen "Josef Mengele" kennt man natürlich. Die Stadt Günzburg eigentlich nicht: eine biedere schwäbische Provinzstadt. In der dortigen Gegend ist der Name Mengele nicht gerade selten. Josef Mengele verbrachte dort seine ersten 19 Lebensjahre. Aber das war auch schon alles. Der Autor zeigt in sehr differenzierter Weise, dass Günzburg weder eine NS-Hochburg war, noch dass das Verhalten dieses möglicherweise widerlichsten aller deutschen Kriegsverbrecher etwas mit diesem Ort zu tun hat. Dargestellt wird der Lebenslauf Josef Mengeles, einschließlich seiner schrecklichen Verbrechen. Günzburg geriet wiederholt in die Schlagzeilen der nationalen und internationalen Boulevardindustrie. Doch hatte die Herkunft "Günzburg" Auswirkungen auf die grauenhafte Biografie Josef Mengeles? Vermutlich nicht. Es gab außer den Mengeles wohl nur eine Familie, deren Name ebenfalls in der Günzburger Gegend häufig ist, die über seinen späteren Aufenthalt Bescheid wusste. Die Familie Mengele - mit Ausnahme seines einzigen leiblichen Sohnes - hat ihn gedeckt, die internationale Presse und die Justiz an der Nase herumgeführt, indem erst über fünf Jahre nach seinem Tod bekannt gegeben wurde, dass man davon ja längst gewusst habe. Die Landmaschinenfabrik Mengele gibt es nicht mehr. In der tristen Straße befinden sich billige Supermärkte. Josef Mengele aber bleibt mit dem Begriff "Günzburg" verbunden, wie Hitler mit dem Obersalzberg. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Also: Trotz Magisterarbeit unbedingt lesen - für bayerische Schwaben Pflichtlektüre! |
Die Frauen der Nazis: Die Frauen der Nazis, Tl.1: I Anna M. Sigmund Gebundene Ausgabe, Oktober 1998 Verkaufsrang: 536398 Er nannte sie "Tschapperl" und sie ihn "Mein Führer": Eva Braun, die verborgene Geliebte, ging als Eva Hitler mit ihrem Idol in den Tod. "Ich kann nicht mehr weiter, zwei sind schon tot", sagte Magda Goebbels nach der Tötung ihrer ältesten Kinder. "Geben sie mir eine Zigarette." Die Historikerin Anna Maria Sigmund verfolgt die Lebensläufe der Frauen, die mit den NS-Granden ihr Leben teilten: Eva Braun, Magda Goebbels, Carin und Emmy Göring, Lina Heydrich, Margarete Himmler, Henriette von Schirach u. a. Die Dokumente und Interviews mit Zeitzeugen und Hinterbliebenen zeigen dabei Schicksale von atemberaubender Dramatik auf, Biographien, die eher einer Wagner-Oper denn der Realität entnommen zu sein scheinen. Darüberhinaus analysiert Sigmund das Frauenbild der NS-Zeit und geht der Frage nach, in welchem Ausmaß Damen der Gesellschaft, Künstlerinnen und Parade-Frauen wie Hanna Reitsch, Leni Riefenstahl, Winifried Wagner im Bannkreis Hitlers seinen Weg nach oben ebneten und seinen Ruhm steigerten. Anna Maria Sigmund, geboren in Waidhofen a. d. Thaya/Niederösterreich. Studium der Geschichte und Kunstgeschichte in Wien, Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 28 Bewertungen)
Extrem interessant! 5 von 5 Punkten Ich fand dieses Buch extrem gut und sehr interessant,
leider war ich schon nach 1,2 Tagen fertig mit Lesen weil es mich
einfach nicht mehr losgelassen hat!
Kann es nur empfehlen,schön fand ich auch dass aus keiner bestimmten (politischen) Perspektive geschrieben wurde.
Würde es sofort wieder kaufen!!
Weitere Lesermeinungen |
Hitlers Künstler: Die Kultur im Dienst des Nationalsozialismus
Gebundene Ausgabe, Oktober 2004 Verkaufsrang: 470001 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das nationalsozialistische Regime konnte auf viele zählen - nicht nur auf die Mitglieder der NSDAP. Ärzte, Juristen, Militärs oder Großindustrielle wurden - freiwillig oder unfreiwillig - zu Erfüllungsgehilfen der Diktatur. Zu diesen Verflechtungen sind in den letzten Jahren einige grundlegende Untersuchungen erschienen. Dagegen fehlt eine umfassende neuere Dokumentation über die Rolle der Künste in der NS-Zeit. In den einzelnen Essays dieses Bandes wird die Vereinnahmung der Künste und ihrer Urheber, von der Literatur bis zur Unterhaltungsindustrie, durch die nationalsozialistische Ideologie und Politik detailliert dargestellt. Ob sie anpassungsbereit waren oder unter Druck gesetzt wurden, die Künstler unter der Naziherrschaft hatten die Ziele des Regimes zu propagieren, die Kunst sollte vom täglichen Unrecht ablenken, die Schrecken des Krieges zumindest für Stunden vergessen machen und die Einsatzbereitschaft der Menschen erhöhen. Neben Hanns Johst, Arno Breker, Albert Speer, Heinri ch George und Emil Jannings, die dem Regime ergeben waren, wurden auch Künstler wie Gerhart Hauptmann und Gottfried Benn, Gustaf Gründgens und Heinz Rühmann, Carl Orff, Richard Strauss, Wilhelm Furtwängler und viele andere instrumentalisiert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Lesenswert! 4 von 5 Punkten Hans Sarkowicz, der bereits mehrere hochinteressante Biographien vorgelegt hat, widmet sich in diesem Buch in Gänze dem Kunstbetrieb der Nazis. Nicht nur Goebbels und Goering, die 'ja stets um Künstler aller Couleur buhlten, auch Hitler selbst gab sich gerne den Anstrich des Kulturbeflissenen. Recht schnell und mit der der Nazis eigenen grausamen Effizienz gelang es ihnen, die allergrößten Teile des Kunstbetriebs gleich zu schalten und Stars zu machen, die bis heute unvergessen geblieben sind. Den Malern, Bildhauern, Schauspielern, Musikern und Schriftstellern war allen eines gemein: Sie profitierten von den Lücken, die durch das Vertreiben der Juden entstanden, und konnten plötzlich Karriere machen. Wer mag es ihnen verübeln? Viele witterten und nutzten eine einmalige Chance und blendeten eben all das Schauerliche, was z.T. unmittelbar um sie herum geschah, aus. So unterschiedlich die Wege der Künstler waren, so unterschiedlich war auch ihre persönliche Verstrickung in die Politik, es gab durchaus viele hochanständige Leute unter den Künstlern, die ihre exponierte Stellung nutzten um sich für verfolgte Kollegen einzusetzen. Der Autor bemüht sich sehr darum, den einzelnen Künstlern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und sie so fair wie möglich zu behandeln. Manche Wege bleiben aber im Dunkeln. Das große Verdienst dieses Buches ist, neben den schlaglichtartigen biographischen Skizzen, das Hans Sarkowicz sehr genau aufzeigt, wie der Kunstbetrieb in seinen unterschiedlichen Sparten funktionierte und sich gegenseitig kontrollierte. Ein Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung der besonderen Art. |
Die Beteiligung von Fürsorgerinnen an der Bildung und Umsetzung der Kategorie "minderwertig" im Nationalsozialismus Esther Lehnert Taschenbuch, November 2003 Verkaufsrang: 736414 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vor dem Hintergrund der Analyse umfangreichen und in Teilen bisher unbekannten Quellenmaterials stellt die Autorin Handlungsspielräume der Fürsorgerinnen heraus und beleuchtet gängige nationalsozialistische Praktiken wie z. B. Zwangssterilisation und dauerhafter Freiheitsentzug als Teil fürsorgerischen" Alltags.
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Des Führers heimliche Vasallen. Die Putschisten des Juli 1934 im Kärntner Lavanttal: Die Putschisten des Juli 1943 im Kärntner Lavanttal Christian Klösch Gebundene Ausgabe, Mai 2007 Verkaufsrang: 472985 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Der Juliputsch 1934, der im Lavanttal zu einem regelrechten Bürgerkrieg ausartete, wurde in der NS-Zeit zum identitätsstiftenden Mythos und in der Zweiten Republik zum Tabu. Wer waren die heimlichen Vasallen des Führers, die hinter dem rasanten Aufstieg der NSDAP in Unterkärnten und dem blutigen Umsturzversuch standen? Als der nationalsozialistische Putschversuch am Abend des 25. Juli 1934 in Wien bereits zusammengebrochen war, stand der Aufstand in Kärnten noch bevor. Innerhalb weniger Stunden konnte ca. 1.300 Putschisten das gesamte Lavanttal für wenige Tage unter ihre Kontrolle bringen. Nirgendwo in Österreich beherrschten die Nationalsozialisten ein Territorium von einer vergleichbaren Größe. Anhand der Lebensgeschichten der Protagonisten des Putsches versucht dieses Buch die Geschehnisse des Bürgerkriegs, die Folgen für die Bevölkerung, die Karrieren der Putschisten, die persönliche Netzwerke und die Kontinuität der lokalen Eliten über die verschiedenen politischen Systeme hi
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Gründlich und objektiv recherchiert 5 von 5 Punkten Wenige Geschichtsinteressierte werden wissen, dass das Lavanttal im Juli 1934 für die Nazis große Bedeutung hatte. Es gelang ihnen damals, vier Jahre vor dem "Anschluss" Österreichs an das deutsche Reich, zwei Tage lang die politische Macht im südlichen Österreich zu übernehmen, bevor die Dollfußregierung Truppen aus Wien schickte, die den Widerstand brachen. Zu den damals aus Lavanttal geflohenen Nazis gehörte unter anderem Franz Novak, ein Mitarbeiter Eichmanns, der später als "Transportexperte" für die Vernichtung der Juden verantwortlich zeichnen würde.
Christian Klösch ist im Lavanttal geboren und ist in Wien Historiker geworden. Im Laufe der letzten Jahre hat er sich als Zeitgeschichtler im Land einen Namen gemacht. Dieses erste Buch, eine tiefgehende und sich von keiner Seite vereinnahmen lassende Arbeit über ein heikles Thema, war seine Dissertationsarbeit und ist zugleich ein Meisterstück geworden. Es ist zu hoffen, dass man von diesem Autor bald weitere wissenschaftliche Ausflüge in noch wenig erforschte Bereiche der Zeitgeschichte lesen wird. |
Verführung, Distanzierung, Ernüchterung. Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus (Book on Demand)
Broschiert, Juli 1999 Verkaufsrang: 617468
| Die Juden in den geheimen NS-Stimmungsberichten 1933-1945
Gebundene Ausgabe, Oktober 2004 Verkaufsrang: 575745 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Die Verfolgung von NS-Tätern im geteilten Deutschland: Vergangenheitsbewältigungen 1949 - 1969 oder eine deutsch-deutsche Beziehungsgeschichte im Kalten Krieg Annette Weinke Gebundene Ausgabe, Dezember 2002 Verkaufsrang: 641110 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.
| Von der Weimarer Republik zum Faschismus: Die Auflösung der demokratischen Rechtsordnung Otto Kirchheimer Taschenbuch, 1981 Verkaufsrang: 583214 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.
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Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates
Gebundene Ausgabe, Juli 1997 Verkaufsrang: 800348
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| Die Doriot-Bewegung. Ein Beitrag zur Geschichte des französischen Faschismus Dieter Wolf Gebundene Ausgabe, 1967 Verkaufsrang: 798014
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Kalkül zwischen Macht und Ideologie. Der Hitler- Stalin- Pakt : Parallelen bis heute? Andreas Hillgruber, Klaus Hildebrand Broschiert, 1980 Verkaufsrang: 755684
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