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Nationalsozialistische Täter: Die intergenerative Wirkungsmacht des malignen Narzissmus - Nele ReuleauxNationalsozialistische Täter: Die intergenerative Wirkungsmacht des malignen Narzissmus
Nele Reuleaux

Broschiert, November 2006
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In der modernen NS-Täterforschung sind die tiefenpsychologischen Strukturen der NS-Täter bisher vernachlässigt worden und somit auch die Frage, welche innerfamiliären, psychologischen Folgen NS-Täterschaft auf die nachfolgenden Generationen hat



Die Entwicklung der DAP zur NSDAP - Andreas HönickeDie Entwicklung der DAP zur NSDAP
Andreas Hönicke

Broschüre, 2000
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Seminararbeit aus dem Fachbereich Geschichte - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Benotung: 1,7, Universität der Bundeswehr München (Historisches Institut), Veranstaltung: Proseminar, 11 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch



Historiker im Nationalsozialismus: Deutsche Geschichtswissenschaft und der 'Volkstumskampf' im Osten - Ingo HaarHistoriker im Nationalsozialismus: Deutsche Geschichtswissenschaft und der 'Volkstumskampf' im Osten
Ingo Haar

Taschenbuch, 1. Juli 2002
     Verkaufsrang: 919444      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Volksgeschichte und Politik im Nationalsozialismus
Die Rolle der Historiker im Nationalsozialismus ist Gegenstand heftiger Diskussionen. Ingo Haar untersucht das personelle und institutionelle Netzwerk der "Volksgeschichte", einer einflussreichen Richtung der deutschen Geschichtswissenschaft, und ihre Verflechtung mit staatlichen Instanzen und politischen Kreisen. Im Mittelpunkt steht die "Nord- und Ostdeutsche Forschungsgemeinschaft", ein großer Forschungsverbund, in dem Staat, Partei und...


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Interessante Ansätze, aber...      3 von 5 Punkten
Wie das Bild der Wissenschaften zur Zeit des Dritten Reichs überhaupt hat sich auch das Bild der Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus in den letzten Jahrzehnten beständig gewandelt. Die Annahme, unter Hitler hätte es in Deutschland keinen geregelten Wissenschaftsbetrieb gegeben, ist ebenso überholt wie die These, Wissenschaft und Politik seien im Dritten Reich zwei völlig getrennt operierende Funktionsbereiche gewesen. Die spezielle Debatte um die Rolle der Historiker im Nationalsozialismus ist nicht zuletzt seit dem Historikertag 1998 in Frankfurt am Main wieder aktuell. Einen wesentlichen Beitrag zur Forschungsdiskussion lieferte der Berliner Historiker Ingo Haar mit seinem 2000 in der von Berding, Kocka, Ullmann und Wehler herausgegebenen Reihe Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft erschienenen Buch Historiker im Nationalsozialismus.

Haars Untersuchung zielt vor allem auf das personelle und institutionelle Geflecht der einflussreichen „Volksgeschichte" ab, die Fragen des Volkstums und der völkisch-geographischen Ordnung behandelte und enge Bindungen mit staatlichen und politischen Instanzen einging. Dabei wird hauptsächlich die Arbeit der „Nord- und Ostdeutschen Forschungsgemeinschaft" betrachtet, eines mit NS-Staat und NSDAP eng verflochtenen Forschungsverbunds. Haars zentrale Fragestellungen behandeln dabei den Aufstieg und Fall der völkisch orientierten deutschen Geschichtswissenschaft und die Vernetzung der sogenannten „Volksgeschichte" mit dem Herrschaftssystem der Nationalsozialisten. Dazu untersucht Haar sowohl den Aufbau außeruniversitärer Forschungseinrichtungen unter dem Einfluss völkischer Paradigmen als auch hauptsächliche Akteure sowie ihre Rolle in der Konzeption und Beratung der Politik. Dabei werden v.a. Historiker wie Aubin, Brackmann, Rothfels und Schieder sowie die deutsche Ostforschung und die Beteiligung der Historiker an „Umsiedlungs"- und „Eindeutschungsplänen" beleuchtet.

Haar beginnt seine Arbeit mit einleitenden Informationen über Volkstumsforschung in der durch den Versailler Vertrag gehemmten Weimarer Republik und beschreibt die Entwicklung der Leipziger Stiftung für Volks- und Kulturbodenforschung, die völkisch orientierten Wissenschaftlern ein Forum bot, abseits des universitären Lebens an der Revisionspolitik der politischen Instanzen zu partizipieren und sich in aktiver „Deutschtumsarbeit" üben zu können. Mit dem Erfolg der nationalsozialistischen Ideologie und ihrer totalitären sowie rassistischen Ordnungsvorstellungen wurden auch den bis dato als Spezialforschung angesehenen Wissenschaftsprogrammen und ihrem Begriffsrepertoire um „Volkstum", „Volksboden" und „Lebensraum" größere Möglichkeiten eröffnet. Der Begriff des „eigenständigen Volks" ermöglichte eine Unterteilung in „Volksgenossen" und zu entfernende „Volksfeinde", was die Interpretation der Revisionspolitik in den Kreisen der Volkstumsforschung um eine weitere rassistische und aggressive Nuance erweiterte.
Im Kontrast zu Historikern liberalerer Auffassung griffen z.B. Rothfels und sein Königsberger Schülerkreis den Gedanken einer „Revolution von Rechts" wieder auf. Die „völkischen Nachwuchshistoriker" plädierten bereits 1929 für einen Politikwechsel in Richtung einer ethnischen Neuordnung Europas.
Durch einen Generationenwechsel begünstigte Forscher wie Brackmann, Aubin und Oberländer stellten sich in den Dienst der Nationalsozialisten und ihrem Ostprogramm. Weite Teile Osteuropas wurden von Seiten der völkischen Geschichtswissenschaftler, die sich mittlerweile auf zwei Historikertagen konsolidiert hatten, als Zone germanisch-deutscher Kulturausstrahlung bestimmt. Im Zuge der Gleichschaltung der deutschen Geschichtswissenschaft lehnte Brackmann im Gegensatz zu Oberländer die Leitung der neu gegründeten Nordostdeutschen Forschungsgemeinschaft nicht ab; der Kreis der Königsberger Nachwuchshistoriker rückte in die Historikerelite Deutschlands ein. Die ostdeutsche Geschichtswissenschaft wurde zentralisiert, die Forschungsgemeinschaft kontrollierte zahlreiche Projekte zu Fragen der Grenzziehung und Bevölkerungspolitik. Die Nachwuchshistoriker unterstützen die Ostpolitik der NSDAP, die selber noch nicht in der Lage gewesen war, akademische Eliten herauszubilden.
Nach 1937 erlangte die Nord- und Ostdeutsche Forschungsgemeinschaft endgültig den Status einer staatlich geförderten Großforschungseinrichtung. Die fachlichen und durch Auslandskontakte bzw. -besuche erlangten Kenntnisse der Volkstumshistoriker waren unentbehrlich für die nationalsozialistische Volksgruppenpolitik nach der Niederwerfung Polens. In engster Zusammenarbeit mit dem Planungsstab der Siedlungs- und Bevölkerungspolitik wurden zahlreiche Karten und Statistiken als Grundlage der Bevölkerungspolitik produziert. Dies waren bereitwillig ausgeführte Auftragsarbeiten für den NS-Staat, dem eine eigene akademische Elite noch immer fehlte.
Auch in die konzeptionellen Prozesse, die zur Vernichtung der europäischen Juden führen sollten, waren Historiker und Geographen der Nord- und Ostdeutschen Forschungsgemeinschaft beteiligt und votierten nach Haar offen für eine Politik der „Eindeutschung", die sie auch im Nachhinein zu rechtfertigen suchten. Vordenker des Völkermords waren sie Haar zufolge aber nicht, auch wenn sie das deutsche Volk als kulturell und ethnisch überlegen ansahen.

Alles in allem hat Ingo Haar mit Historiker im Nationalsozialismus eine interessante und v.a. in zahlreichen Einzelbefunden bemerkenswerte Studie vorgelegt, die zahlreiches zuvor nicht untersuchtes Material erschließt und deshalb, wie bereits vielfach angemerkt, wohl zurecht als „Pionierstudie" in diesem Forschungsfeld bezeichnet werden kann. Haars brisante Erkenntnisse und die möglichen Rückschlüsse haben bereits im Vorfeld des Erscheinens des Buches für heftige Diskussionen gesorgt und dem Buch einigen Pressewirbel beschert. Dabei sind Haars ansonsten recht pointierte Folgerungen und Rückschlüsse gerade im Hinblick auf die Frage einer direkten Vorbereitung des Genozid über die konzeptionelle Beteiligung des beleuchteten Historikerpersonals hinaus eher vorsichtig und zurückhaltend, generell sogar mangels weiterer Erkenntnisse verneinend. Nichtsdestotrotz haben sogar namhafte Historiker wie Heinrich-August Wehler oder Hans Mommsen Kritik an Haars Arbeit geäußert. Während die Neue Züricher Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Detailtreue und Quellenfülle der Arbeit loben und die Nachzeichnung mancher personeller Kontinuitätslinien bis in die Bundesrepublik hervorheben, äußern sie dennoch leichte Kritik, z.B. an der fehlenden Definition der als „völkisch" eingestuften Begriffe sowie der mangelnden Lesbarkeit und abschließenden Reflexion. Der nahezu uneingeschränkten Begeisterung der TAZ seinerzeit schloss sich die ZEIT nicht an: Hier wird ein fehlender europäischer Vergleich in Sachen „völkischer" Geschichtswissenschaft bemängelt und Haars Einstufung der Rolle der Historiker im Vergleich zur Rolle anderer Wissenschaftler hinterfragt.
Aber auch angesichts manch vielleicht zu voreiliger Zuspitzungen (z.B. die Motivationen und Denkarten manch genannter Personen wie Rothfels und Schieder betreffend) bleibt Haars Buch sicherlich eine interessante Studie, deren quellennahe Arbeit den Rückschluss zulässt, dass bei näherer Betrachtung auch die Historiker nicht „mit weißer Weste" durch die Zeit des Dritten Reichs gekommen sind.
Was Haars Buch tatsächlich fehlt, sind Lesbarkeit und der Zugang für Leser, die nicht über außerordentliche Vorkenntnisse der Materie verfügen. Haar schreibt in einem sehr formellen Stil, bleibt gleichzeitig aber in der durch die Thematik vorgegebenen Terminologie verhaftet. Zusätzlich verliert er sich oftmals in einer enormen Detailfülle und verpasst dabei über weite Strecken, abgesehen von der Konzentration auf einige Personen einen klareren roten Faden zu etablieren, was der Konsumierbarkeit des zugegebenermaßen komplexen Stoffes leider ebenfalls schadet.
Entgegen der Suggestion des vollmundigen Titels konzentriert sich Haar in seiner Darstellung im Übrigen vollends auf die erwähnten Forscherkasten; Einblicke in die universitären Geschichtswissenschaften liefert sein Buch dagegen nicht.

[Rezension, Uni-Hausarbeit, SoSe 2004]

Überbordendes Wirrwarr      1 von 5 Punkten
Der Autor hat starke Probleme verständlich zu schreiben. Die These des Buches, nämlich die Verstrickung der Historiker im Prozess der Judenvernichtung, wird lediglich behauptet, aber nirgendwo schlüssig belegt. Die "Begleitforschung" der Historiker wird in ihren praktischen Auswirkungen auf den Genozid masslos überschätzt. Man bekommt fast den Eindruck, als sei die Judenvernichtung das Werk von Historikern gewesen. Diese Überschätzung des eigenen Dissertationsthemas ist ein typischer Anfängerfehler. Das macht das wirr erzählte Buch ärgerlich. Unverständlich, dass es in so einer renommierten Reihe Platz finden konnte. Es liegt wohl daran, dass der Autor mehr Staub in der Presse aufwirbelt, als ihm wissenschaftlich zusteht.



Führer der extremen Rechten - Georg Chr. Berger WaldeneggFührer der extremen Rechten
Georg Chr. Berger Waldenegg, Francisca Loetz

Broschiert, Januar 2007
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Bis zum heutigen Tag hat die österreichische Geschichtsschreibung keine Hitler-Biographie vorgelegt. Dass sich nicht nur österreichische, sondern auch Historiker und Historikerinnen anderer Länder schwer tun, die historische Rolle von «Führern» ihrer eigenen Vergangenheit aufzuarbeiten, ist Gegenstand des vorliegenden Sammelbands. Im Zentrum steht damit ein Problem, das die bisherige Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit erstaunlicherweise vernachlässigt hat. Gemeint ist die Frage, welche nationalspezifischen Züge die Geschichtsschreibung der Nachkriegszeit aufweist, wenn sie sich mit Figuren beschäftigt, die sich in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts als Führer ihrer Völker oder Bewegungen verstanden. Hierbei geht es um eine doppelte Perspektive: einerseits um das Problem, ob und inwiefern prominente Vertreter des Faschismus bzw. Nationalsozialismus als historisch gross beurteilt werden können, andererseits um die Frage, wie Historiker und Historikerinnen dabei mit der Geschichte ihres eigenen Landes umgehen. Ausgehend von einem einleitenden Aufsatz von Lutz Niethammer zu den grundsätzlichen Problemen heutiger Biographik im internationalen Vergleich, wird das schwierige Verhältnis der deutschen, italienischen und französischen Geschichtsschreibung zu den historischen Hauptfiguren Adolf Hitler, Benito Mussolini und Henri Philippe Pétain sowie der britischen, niederländischen und norwegischen Geschichtsschreibung zu den historischen Nebenfiguren Sir Oswald Mosley, Anton A. Mussert und Vidkun Quisling exemplarisch vorgestellt. Den Beiträgen liegt ein gleiches Fragemuster zugrunde, so dass eine vergleichende Lektüre der Beiträge erleichtert wird.



Dresden 1933 - 1945 - Der historische Reiseführer - Hartmut EllrichDresden 1933 - 1945 - Der historische Reiseführer
Hartmut Ellrich

Broschiert, 22. September 2008
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Anders als in München, Nürnberg oder Berlin sind die Hinterlassenschaften der NS-Herrschaft in Dresden nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen. Bei genauer Kenntnis tritt jedoch Überraschendes zutage: Da sind das gigantischen Areal der Luftkriegsschule in Klotzsche, das zum Aufmarschplatz umgestaltete Elbufer unterhalb des Rosengartens, der Pavillon am Waldschlösschen und zahlreiche Verwaltungsbauten. Auch in der Kulturstadt Dresden gab es im März 1933 eine Bücherverbrennung, entstanden zahlreiche »Judenhäuser« und wurde die Umgestaltung in eine Garnisons- und Rüstungsstadt vorangetrieben. Hitlers Schwager Martin Hammitzsch drängte darauf, die »Gauhauptstadt« Dresden in eine von sieben Neugestaltungsstädten des Deutschen Reiches zu verwandeln, wozu gegenüber der Altstadt u. a. ein riesiges Gauforum entstehen sollte. 1944 erklärte man Dresden zur »Festungsstadt«, doch konnte dies ihre Zerstörung durch anglo-amerikanische Bombenangriffe im Februar 1945 nicht verhindern. Hartmut Ellrich behandelt dieses oft ausgeblendete Kapitel der Stadt- und Regionalgeschichte mit knappen Darstellungen einzelner Orte der Stadt und mit Hilfe zahlreicher seltener historischer Aufnahmen. Aufklappbare Karten und eine farbige Kapitelgestaltung ermöglichen das schnelle Auffi nden der interessanten Stätten der Geschichte.



Sexualisierte Gewalt. Weibliche Erfahrungen in NS-Konzentrationslagern - Helga AmesbergerSexualisierte Gewalt. Weibliche Erfahrungen in NS-Konzentrationslagern
Helga Amesberger, Katrin Auer, Brigitte Halbmayr

Gebundene Ausgabe, Januar 2005
     Verkaufsrang: 591974     

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Die Problematik »sexualisierte Gewalt gegen Frauen« hat im Zusammenhang mit nationalsozialistischen Themen bisher nur wenig wissenschaftliches Interesse gefunden. Häufig wurde sie als bloße »Randbemerkung« über Zwangsprostitution und Häftlings-/SS-Bordelle abgehandelt. In der Tat liegen dazu nur wenige historische Dokumente und noch weniger ZeitzeugInnen-Berichte vor. Die Verachtung, die diesen Frauen entgegengebracht wurde sowie die nach wie vor existierende gesellschaftliche Stigmatisierung von Prostituierten, machte es nur wenigen Frauen möglich, über diese Form der Zwangsarbeit zu sprechen. Sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen wurde aber nicht erst im KZ ausgeübt - einige Zeitzeuginnen berichten von Vergewaltigungen im Zuge der Verhaftung, aber auch von sexuellen Übergriffen bei Verhören. Ein besonderes Gewicht der vorliegenden Analyse legen die Autorinnen auf die Folgewirkungen sexualisierter Gewalt für das Leben der Frauen nach 1945, da es zu diesem Thema noch keine Studie gibt. Ein weiteres Forschungsinteresse liegt auf anderen Formen sexualisierter Gewalt im Zusammenhang mit anderen frauenspezifischen Aspekten wie z. B. Schwangerschaft oder Menstruation aber auch auf Implikationen des Geschlechterverhältnisses zwischen TäterInnen und Opfern.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Noch nie hat mich ein wissenschaftliches Werk derart berührt      5 von 5 Punkten
Ein akribisch aufbereitetes Buch über sexualisierte Gewalt in NS-Konzentrationslagern, wozu die Autorinnen 43 überlebende Frauen interviewt haben. Dass dieses Thema äußerst heikel und empfindlich ist, versteht sich von selbst. Umso bewundernswerter ist es, wie die drei Autorinnen damit umgehen: obwohl das Buch ein wissenschaftliches Werk ist, fehlt es nicht an Fingerspitzengefühl. Trotz großer Empathie für die Opfer, trotz höchstem wissenschaftlichen Anspruch ist das Buch ausgesprochen gut und leicht lesbar. Ein Beweis, dass ein soziologisches Werk auch ohne Soziologen-Quacksprech auskommt, dass es flüssig und verständlich geschrieben sein kann und trotzdem kompakt und gehaltvoll ist. Ich staunte immer wieder über konzise, treffsichere Formulierungen und die klare Ausdrucksweise. Wie bei wissenschaftlichen Werken üblich, werden erst ausführlich die Begriffe definiert, was bei weitem nicht so langweilig zu lesen ist wie es klingt: Was versteht man unter sexualisierter Gewalt, wie wird sie erlebt und ausgeübt? Welche Arten von Traumata gibt es, wie können die Reaktionen darauf ausfallen? Besonders interessant fand ich das Kapitel über "Die Bedeutung des Faktors Geschlecht für die Situation der Frauen während nationalsozialistischer Verfolgung" angefangen bei Gestapo-Verhören bis hin zur Aufnahme im Konzentrationslager.
Man fragt sich unwillkürlich, ob die SS (oder wer auch immer) tatsächlich eine derart in sich geschlossene, beinah alles umfassende Prozedur planen konnte, um Menschen einzuschüchtern (martialisches Auftreten der Soldaten, Uniformen, Waffen, Hunde, nackter Spießrutenlauf durch Wächterspaliere, dunkle Andeutungen über ihr Schicksal), zu demütigen (Beschimpfung, Wegnehmen der Kleider, gemeinsames Duschen von Männern und Frauen) und vor allem zu entindividualisieren (Nacktheit, Rasur, Tätowieren, einheitliche Sträflingskleidung).
Einen Hauptteil des Buches macht das Thema "Sexuelle Ausbeutung von Frauen in NS-Konzentrationslagern" aus. Dies geschah vor allem durch Zwangs-Sexarbeit in KZ-eigenen Bordellen, die die betroffenen Frauen in kurzer Zeit zugrunde richtete. Dabei gab es strenge hierarchische Unterschiede: Bordelle für (privilegierte) Häftlinge, für die SS, für Wehrmachtssoldaten (Zur Bekämpfung der Homosexualiät). Eine solch enorme Kenntnis der Strukuren und Abläufe in einem Konzentrationslager habe ich bisher nirgens vorgefunden.
Zwei Fallgeschichten werden näher beleuchtet und mit Interviewpassagen belegt. Die wichtigen Kapitel "Schwangerschaft und Mutterschaft während der Verfolgung" und "Auswirkung von Verfolgung und sexualisierter Gewalt auf Partnerschaft und Mutterschaft" klingen theoretisch, haben mich aber so tief berührt und betroffen gemacht, dass ich mehrmals das Buch aus der Hand legen musste. Auch hier werden Interviews wiedergegeben. Beinahe alle befragten Opfer (manche haben sechs Jahre (!) in verschiedenen Konzentrationslagern überlebt) können bis heute nicht ihre konkrete Opferrolle in Worte fassen. Daher haben die Autorinnen haben in bewundernswerter Kleinarbeit und mit viel Feingefühl diese Interviews hermeneutisch interpretiert und damit ein hochauflösendes Puzzle über das Leben von weiblichen KZ-Häftlingen zusammengebaut. Auch wenn von diesen wenigen Frauen nur kurze Gesprächsausschnitte wiedergegeben sind, bekommt man einen erschütternden Einblick in ihr Leben und ihre Situation zur Zeit der Verfolgung. Das ist die Wirkung der wortwörtlich niedergeschriebenen Aussagen, die zwar oft holprig zu lesen sind, unterbrochen und abgehackt, aber soviel persönliches Schicksal erahnen lassen, dass es in Worten nicht zu fassen ist. So ergeht es mir und vor allem auch den befragten Frauen. Den Essay von Elfriede Jelinek halte ich aber für entbehrlich.


Umfassend und gut recherchiert      5 von 5 Punkten
Bei dem schwierigen Thema "Erfahrungen von Widerstandskämpferinnen mit sexualisierter Gewalt während der Verfolgung, Verhaftung und im KZ" gelingt es den Autorinnen ein sensibles Bild zu zeichnen. Mit Hilfe von Interviewausschnitten und deren Interpretationen geben sie nicht nur einen umfassenden Einblick in das Thema, sondern zeigen auch die Schwierigkeiten der Interbviewführung/ Bewertung der Zeitzeuginnenaussagen auf. Die nüchterne und sachliche Sprache ermöglicht sowohl eigene Schlüsse der Leserin/ des Lesers, als auch ein nicht durch Heroisierungen geprägten Blick.
Für alle, die sich mit dem Themenbereich "Sexualität- Nationalsozialismus-Verfolgung" befassen wollen ein absolutes Muß. Der gender Aspekt ist gut eingebracht, Männer und ihre Erfahrungen werden, wenn vom Kontext gefordert, hinzugezogen. Mir als Geschichtsstudentin (Zeitgeschichte)hat dieses Buch sehr viele neue Anregungen gebracht und stellte eine große Hilfe dar.


Der Heilige Stuhl und Hitler-Deutschland. Die Faszination des Totalitären - Gerhard BesierDer Heilige Stuhl und Hitler-Deutschland. Die Faszination des Totalitären
Gerhard Besier, Francesca Piombo

Gebundene Ausgabe, September 2004
     Verkaufsrang: 546214      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Seit zwei Jahren hat die Katholische Kirche die Akten aus dem Geheimarchiv freigegeben, die die Beziehung des Vatikan zum Nationalsozialismus in der Zeit zwischen 1923 und 1939 dokumentieren. Die Autoren haben das Material zum ersten Mal gesichtet und werfen ein neues Licht auf das problematische Verhältnis. Pius XI. (1922 - 1939) und Pius XII. (1939 - 1958) standen unter dem Generalverdacht, zu den Verbrechern der Nazis und zu dem europaweiten Judenmord geschwiegen zu haben. Der geheimnisumwobene Vatikan hat nun die Archive geöffnet. Jetzt wird klar, wie religiös-politischer Machterhalt der Weltkirche und ihr entschiedener Antibolschewismus ihr diplomatisches Handeln bestimmten. Auf der anderen Seite standen seelsorgerische Motive und das Bemühen, Schlimmeres zu verhindern. Noch nie wurde diese Doppelgesichtigkeit der katholischen Kirche gegenüber dem NS-Regime so deutlich belegt.



Der deutsche Kommunismus: Der deutsche Kommunismus, Bd.2 : Gegen Faschismus und Krieg (1933-1939), Buch u. CD-ROM: Bd 2 - Klaus KinnerDer deutsche Kommunismus: Der deutsche Kommunismus, Bd.2 : Gegen Faschismus und Krieg (1933-1939), Buch u. CD-ROM: Bd 2
Klaus Kinner, Elke Reuter

Gebundene Ausgabe, März 2005
     Verkaufsrang: 1040007     

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Der vorliegende Band setzt unmittelbar den 1999 erschienenen Bd. 1: "Der deutsche Kommunismus. Selbstverständnis und Realität", der die Weimarer Zeit zum Gegenstand hatte, für die Jahre 1933 bis 1939 fort. Er steht gleichzeitig als Bd. V in der von Klaus Kinner in loser Folge herausgegebenen Reihe "Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus".



Heidegger: Geschichte einer Täuschung - Hans EbelingHeidegger: Geschichte einer Täuschung
Hans Ebeling

Taschenbuch, 1990
     Verkaufsrang: 1481343     

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Unverschämt dumm      1 von 5 Punkten
Was erfahren wir, wenn wir diesen Text gelesen haben?
1. Der Autor betont mehrfach, dass er Heidegger persönlich viel zu verdanken habe.
2. Der Autor verdammt Heidegger in jeder Hinsicht, nebenbei auch Nietzsche. -- Aber was eigentlich? Dazu müsste man sich wohl viel Arbeit machen, denn der Text allein gibt da nichts her; immer wenn es interessant wird, verweist der Autor auf andere Texte (sehr oft von ihm selbst), die quasi als "Beweis" für sein Urteil herhalten sollen, komisch wird diese Vorgehensweise vor allem, wenn der Autor zum Beweis seiner merkwürdigen bis unverschämten Interpretationen/Behauptungen tatsächlich auf eigene Texte verweist.

Obwohl ich ALLE Texte von Nietzsche mindestens einmal gelesen habe, fällt es mir sehr schwer -- besser: es ist einfach unmöglich -- einen Bezug zwischen den oft nur angedeuteten, quasi als vorausgesetztes Bildungsgut erwähnten "Zitaten" Nietzsches und meiner Lese herzustellen.

Um noch ein bisschen Gewürz hinzuzufügen zur Orientierung: gegen Heidegger ruft der Autor neben sich selbst als "Kronzeugen" mehrfach Kant, Habermas und zuletzt auch die Bibel (Hiob) in den Zeugenstand.



Die Schuld - Konrad LöwDie Schuld
Konrad Löw

Taschenbuch, Mai 2002
     Verkaufsrang: 863335     

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Nie wieder! - lautet zwar die ebenso richtige wie wichtige Parole angesichts der nationalsozialistischen Verbrechen. Und doch drängt sich die Frage auf: Hat die Gegenwart aus dieser Vergangenheit gründlich gelernt? Auf dem Wege zur Durchsetzung der Rassenideologie waren die Katholische Kirche, die Bekennende Kirche sowie kirchentreue Christen in den Augen der Nationalsozialisten die einzigen nennenswerten Gegner. Gleichwohl werden sie beschuldigt, den Holocaust ausgelöst, zumindest geduldet zu haben. Der antichristliche Kampf von damals wird also heute - wenn auch mit anderen Schlagworten - fortgesetzt. Rolf Hochhuths "Der Stellvertreter" und der Film "Amen" sind dafür die bekanntesten Belege. Konrad Löw, Jurist und Politologe an der Universität Bayreuth sowie Zeitzeuge jener Epoche, hat Dokumente und Argumente zusammengetragen, die den Leser befähigen, die früheren Generationen angelastete Schuld sachkundig und moralisch einwandfrei zu prüfen. Dutzende von amtlichen Erklärungen beweisen, dass die Kirchen nicht geschwiegen haben, wie auch die Hilfsbereitschaft ohnehin diskriminierter Christen zugunsten der existentiell gefährdeten Juden nicht nur aus zahlreichen Zeugenaussagen, sondern auch aus unzähligen Schriftstücken belegt werden kann. Nicht ein effekthaschendes Drehbuch führt Regie, sondern exakt belegte Geschichte. Es geht um die Frage: Was war wirklich? Doch letztlich geht es nicht um Geschichte, sondern um Gegenwart und Zukunft. Falls die Christenheit damals schwer versagt hätte, wäre sie dann heute noch legitimiert, gegen die Verletzung der Menschenrechte ins Feld zu ziehen, wäre sie dann immer noch eine glaubwürdige moralische und religiöse Instanz? Deshalb ist dieses Buch mehr als eine historische Replik, es ist unverzichtbar.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Hinter den Masken der Wissenschaft...      1 von 5 Punkten
Löws etwa 300 Textseiten umfassendes Buch besteht aus drei Teilen. Nach einer Einführung will der Verfasser im ersten Teil das Verhältnis von Christen und Juden in der Zeit zwischen dem wilhelminischen Kaiserreich und der frühen Bundesrepublik bestimmen. Im zweiten Teil widmet sich Löw der nationalsozialistischen Sicht auf dieses Verhältnis, wobei er vor allem aus amtlichen und parteiamtlichen Quellen wie Akten der Reichs- oder Parteikanzlei, Lageberichten, nationalsozialistischer Presse und Propaganda und Schriften führender Exponenten des Regimes wie Hitler, Rosenberg, Himmler u. a. zitiert. Im resümierenden dritten Teil seines Buches, das Löw mit "Dem Mord geht der Rufmord voraus" überschrieben hat, weist er die Behauptung, die katholische Kirche und katholische Christen trügen in irgendeiner Weise Mitverantwortung für die Verbrechen die während der NS-Herrschaft in Mitteleuropa begangen wurden, explizit zurück und zeigt auf, worin seiner Ansicht nach die Ursachen für dieses "Fehlurteil" begründet liegen.
Grundsätzlich ist zunächst zu bemerken, daß man theoretisch-methodische Überlegungen zur Vorgehensweise und zum Umgang mit den doch sehr schwierigen Quellen in Löws Buch völlig vermißt. Obwohl das Buch über ein stattliches Literaturverzeichnis und einen umfangreichen Anmerkungsapparat verfügt, wird es schon aufgrund der völlig willkürlich und selektiv anmutenden Auswahl der historischen Zeugnisse als auch der lediglich eklektischen Rezeption und Zitation der Forschungsliteratur den Ansprüchen einer wissenschaftlichen Abhandlung nur bedingt gerecht.
Über die breite Forschungsdiskussion hinsichtlich der Frage nach den möglichen Relationen zwischen traditionellem christlichen Antijudaismus und modernem Antisemitismus - die bei seiner Thematik doch von zentraler Bedeutung ist - geht Löw hinweg, als ob sie nie stattgefunden hätte. Dies mag sich daraus erklären, daß Antijudaismus von Löw in einer nicht näher begründeten begrifflichen Engführung auf "die vorwurfsvolle Klage über die Nichtanerkennung Christi als des verheißenen Messias durch das orthodoxe Judentum" reduziert wird. Daß die "vorwurfsvolle Klage" sich dann mitunter in für die "Beklagten" tödlichen Pogromen niederschlug, kommt damit freilich nicht zum Ausdruck.
Der gesamte zweite Teil des Buches ist methodisch schon deshalb zum Scheitern verurteilt, da mit dem Ansatz, nationalsozialistische Belege für das Nahverhältnis zwischen Juden und Christen heranzuziehen, auch der Beweis geführt werden könnte, daß der Papst im Bündnis mit Stalin stand und die deutschen Bischöfe überzeugte Bolschewisten und Bundesgenossen Moskaus gewesen sind. Denn auch diese uns heute völlig absurd anmutende Unterstellung ist - wie jedem mit der kirchlichen Zeitgeschichte einigermaßen Vertrauten bekannt ist - von der nationalsozialistischen Propagandamaschinerie in diffamierender Absicht vielfach gegen die Kirchen vorgebracht und von einem Teil der Nationalsozialisten wohl auch selbst geglaubt worden. Quellenkritik dieser Art kommt im Buch Konrad Löws aber nicht vor, hingegen breitet er die antikirchliche Propaganda der Nationalsozialisten genüßlich aus und sieht sie als Beleg für die systematische NS-Christenverfolgung.
Mit diesen holzschnittartigen Methoden läßt sich naturgemäß auch trefflich erklären, weshalb deutsche Bischöfe nicht gegen die Reichspogromnacht protestierten. Löw: "Wer die oben geschilderten Fakten vergegenwärtigt, weiß, daß es sich seit 1933 um eine Juden- und Christenverfolgung handelte" Denn es haben ja nicht nur die deutschen Bischöfe und damit die Christen geschwiegen - so Löw - sondern auch die Juden haben (angesichts ihrer Verfolgung respektive Vernichtung) geschwiegen. Doch es liegt Löw fern, daraus "irgendwelche Schuldvorwürfe ableiten zu wollen."
Nicht unerwähnt kann bleiben, daß das gesamte Buch von einem politisch bedenklichen Grundton durchzogen ist. Der Autor ist sichtlich bemüht, sich bei seinen Verstößen gegen die - wie er es nennt - "von der Political Correctness verfügten Tabus", angesehener Juden als Sekundanten zu bedienen, deren dekontextualisierte Äußerungen zur Absicherung seiner Positionen herhalten müssen. Manchmal fällt aber auch diese Maske noch und so sind die Passagen, welche den Holocaust in Relation zu alttestamentarischen (jüdischen!) Szenen setzen, gewiß die peinlichsten. Löw: "Doch die Ermordung ganzer Völker auf Befehl von oben ist leider keine Neuigkeit des 20. Jahrhunderts. Allein schon ein Blick in die Thora beweist es. Die 'Helden' solcher Untaten tragen berühmte Namen, Mose, Josua und David." Aber auch die aktuelle Politik bleibt nicht außen vor, wie Hinweise auf die Vertreibungen der Palästinenser 1947/48 oder die Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila unter Verantwortung des damaligen israelischen Verteidigungsministers und derzeitigen Ministerpräsidenten Sharon zeigen, angesichts derer nicht Erinnern sondern Vergessen gefragt sei. Andere Stellen dieser Art ließen sich anfügen. Was haben sie mit einer historischen Untersuchung über die Rolle der katholischen Kirche während der NS-Zeit zu tun? Man bilde sich selbst ein Urteil darüber.
Konrad Löws "Die Schuld" ist nur vordergründig ein Buch, daß sich mit der Rolle der Katholischen Kirche im Dritten Reich ernsthaft auseinandersetzen will. Der Verfasser konstatiert seine Absichten folgendermaßen: "...letztlich geht es nicht um Geschichte, sondern um Gegenwart und Zukunft." Es geht hier vor allem um die Schuldfrage als solche. Löws Buch ist der allerdings ohne große Mühen durchschaubare Versuch, hinter den Masken eines aufrechten Katholiken und integeren Wissenschaftlers revisionistische Geschichtspolitik zu betreiben. Daß weder der Wissenschaft noch der katholischen Kirche mit solch einem Buch gedient ist, liegt auf der Hand.


"Im Dienst an Volk und Vaterland". Die Jenaer Universtität in der NS-Zeit - Uwe Hoßfeld"Im Dienst an Volk und Vaterland". Die Jenaer Universtität in der NS-Zeit
Uwe Hoßfeld, Jürgen John, Oliver Lemuth

Taschenbuch, April 2005
     Verkaufsrang: 1174634     

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Lange Zeit haben sich die Universitäten in West und Ost schwer getan, ihre NS-Vergangenheit aufzuarbeiten. Aus diesem Grunde porträtieren die Studien dieses Bandes drei Fakultäten, die medizinische, die theologische sowie die rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Jena. Dabei wird in erster Linie deutlich, dass sich die meisten Hochschullehrer nach den personellen Säuberungen 1933 aus Eigeninteresse oder in der trügerischen...



Kredite für NS-Verbrechen: Die deutschen Kreditinstitute in Polen und die Ausraubung der polnischen und jüdischen Bevölkerung 1939-1945 - Ingo LooseKredite für NS-Verbrechen: Die deutschen Kreditinstitute in Polen und die Ausraubung der polnischen und jüdischen Bevölkerung 1939-1945
Ingo Loose

Gebundene Ausgabe, 1. Juli 2007
     Verkaufsrang: 1009971      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 69,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Deutsche Banken, Sparkassen und Genossenschaften wurden bereits kurz nach dem Überfall auf Polen im Herbst 1939 in den annektierten polnischen Gebieten und im Generalgouvernement aktiv. Neben dem Alltagsgeschäft verdeutlicht Ingo Loose besonders die Kooperation der Banken bei der Enteignung und der Germanisierung des Eigentums der polnischen und jüdischen Bevölkerung und deckt ihre Verstrickungen in die Finanzierung der Ghettos, der Siedlungs- und Deportationsprojekte, des Zwangsarbeitereinsatzes, der Rüstungsproduktion sowie des Holocaust auf. Loose zeigt die jeweiligen Handlungsspielräume, aber auch die Perspektive der von der NS-Wirtschaftspolitik betroffenen Opfer von Enteignung, Deportation und Ermordung.
Ausgezeichnet mit dem Prix de la Fondation Auschwitz - Jaques Rozenberg.




Südostforschung im Schatten des Dritten Reiches: Institutionen, Inhalte, Personen - Südostforschung im Schatten des Dritten Reiches: Institutionen, Inhalte, Personen

Gebundene Ausgabe, 1. Juli 2004
     Verkaufsrang: 953126      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 44,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Geschichte der Sdostforschung und ihrer Forschungseinrichtungen ist so gut wie unbekannt - ebenso wie die inhaltlichen und methodischen Grundlagen der in diesem Rahmen betriebenen Forschung und der beteiligten Wissenschaftler. Diese Lcke schlieát der von Mathias Beer und Gerhard Seewann herausgegebene Tagungsband.



Nationalsozialistische Vernichtungspolitik 1939-1945. Neue Forschungen und Kontroversen - Ulrich HerbertNationalsozialistische Vernichtungspolitik 1939-1945. Neue Forschungen und Kontroversen
Ulrich Herbert

Broschiert, Mai 1998
     Verkaufsrang: 460271     

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In diesem Band werden neueste Ergebnisse der NS-Forschung veröffentlicht. Auf dichter empirischer Basis sind vorwiegend jüngere Historiker der Entwicklung in Polen, der Sowjetunion, in Serbien und in Frankreich nachgegangen. Dabei stand die Untersuchung der verschiedenen Antriebskräfte des deutschen Vorgehens in den einzelnen Besatzungszonen im Vordergrund. Die Autoren belegen mit ihren neuen Forschungen, daß die seit zwanzig Jahren mit großem Aufwand geführte Diskussion, ob der Holocaust als 'Vollzug einer Weltanschauung' zu verstehen sei oder als Prozeß der 'kumulativen Radikalisierung', inzwischen überholt ist. Vielmehr ergibt sich ein Gesamtbild, in welchem situative Elemente und allmähliche Radikalisierungsprozesse vielfältig mit variierenden Zielsetzungen und ideologischen Grundüberzeugungen verknüpft sind.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Erschütterndes Gesamtbild deutschen Größenwahns im 3.Reich      4 von 5 Punkten
Gibt ein sehr kompetentes Gesamtbild des mörderischen deutschen Größenwahns im 3.Reich (einschließlich des deutschen Vorgehens in Polen, in der SU, in Serbien und in Frankreich), in welchem, von verschiedenen fachkundigen Autoren aufgezeigt, nicht nur der "Vollzug einer (unmenschlichen) Weltanschauung", sondern maßgeblich auch situative Elemente und verhängnisvolle allmähliche Radikalisierungsprozesse vielfältig mit variierenden (und kontroversen) Zielsetzungen und den ideologischen Grundüberzeugungen verknüpft waren.

Der Herausgeber Ulrich Herbert hat sich schon mit der in Fachkreisen hoch gelobten Biographie über einen (neben Himmler und Heydrich) Hauptvertreter des "SS Staates", den im Nachkriegsdeutschland entsprechend umstrittenen Dr. Werner Best, (der 8000 dänische Juden entgegen dem "Führerbefehl" vor der Deportation gerettet haben soll), einen Namen gemacht.

Unverzichtbare Lektüre für alle an der Geschichte der deutschen Kriegsverbrechen während der Hitler-Diktatur Interessiierten.

Die gründlichste, beste und schärfste Analyse des Holocaust      5 von 5 Punkten
Gehört neben den Tagebüchern von Viktor Klemperer zum besten was über diese Zeit geschrieben wurde. Noch nie hab ich eine so scharfsinnige Analyse - besonders die Beiträge von Ulrich Herbert - über die Katastrophe der Massenvernichtung der Juden gelesen. Nach Lektüre dieses Bandes ist man im Verständniss dieser traurigen Ereignisse wirklich ein erhebliches Stück weiter. Beantwortet so wichtige Fragen wie: Kann es wieder passieren?, Wie kam es dazu?, Was waren die Täter für Menschen? Eine Meisterleistung der deutschsprachigen Holocaustforschung!



Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland - Bernhard BrunnerDer Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland
Bernhard Brunner

Gebundene Ausgabe, 31. August 2000
     Verkaufsrang: 1023927      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Während der nationalsozialistischen Besatzung Frankreichs wurden 75.721 Juden in Konzentrationslager deportiert. Zusätzlich wurden mehrere zehntausend Menschen als sogenannte »Sühnepersonen« erschossen oder bei »Bandenkampfmaßnahmen« getötet. Verantwortlich für diese Taten waren rund 75 Männer, die als sogenannte »Kommandeure der Sicherheitspolizei und des SD« oder als deren Stellvertreter die NS-Terrorpolitik in Frankreich durchsetzten. Bernhard Brunner rekonstruiert die Lebensläufe dieser NS- Funktionäre über den Zusammenbruch des »Dritten Reiches« hinaus und folgt ihnen in die Bundesrepublik. Dabei tritt Erstaunliches zu Tage: Obwohl die deutsche Justiz schon in den sechziger Jahren gut informiert war und mit dem »Frankreich-Komplex« ein gewaltiges Ermittlungsverfahren anstrengte, kam es lange zu keinen Anklagen. Stattdessen gelang einem Großteil der ehemaligen NS-Funktionäre die Rückkehr in die Bürgerlichkeit. Erst 1980 wurden drei dieser Männer zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, der Rest blieb straffrei. Ein genauer Blick auf den »Frankreich-Komplex« erklärt diese schlechte Bilanz. Bis Ende der sechziger Jahre wurden den Ermittlern in der »Zentralen Stelle Ludwigsburg« und anderswo so viele Steine in den Weg gelegt, daß das Verfahren aussichtslos wurde. Doch fanden hartnäckige Juristen einen Weg, die Ermittlungen fortzusetzen: Ein Sonderabkommen mit Frankreich mußte abgeschlossen werden. Doch das Projekt wurde verschleppt. Erst als die »Nazijäger« Beate und Serge Klarsfeld, die für den Band Unterlagen und Abbildungen aus ihrem Privatarchiv zur Verfügung gestellt haben, zu drastischen Mitteln griffen und versuchten, einen der Exkommandeure zu entführen, wurde die Weltöffentlichkeit auf den Fall aufmerksam, und das Abkommen konnte geschlossen werden.



Die Faschismus- Keule - Hans-Helmuth KnütterDie Faschismus- Keule
Hans-Helmuth Knütter

Broschiert, 1993

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Als das Lachen tödlich war. Erinnerungen und Fakten 1933-1945 - Ralph WienerAls das Lachen tödlich war. Erinnerungen und Fakten 1933-1945
Ralph Wiener

Gebundene Ausgabe, 1988

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Die Kunst der Oper Geschichte des Musiktheaters. Band III. Das 20. Jahrhundert: von Verdi und Wagner bis zum Faschismus - Ulrich SchreiberDie Kunst der Oper Geschichte des Musiktheaters. Band III. Das 20. Jahrhundert: von Verdi und Wagner bis zum Faschismus
Ulrich Schreiber

Gebundene Ausgabe, 2000

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Rückkehr zum starken Staat? Studien über Konservatismus, Faschismus und Demokratie - Richard SaageRückkehr zum starken Staat? Studien über Konservatismus, Faschismus und Demokratie
Richard Saage

Broschiert, 1982

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Music and Nazism - Michael H. KaterMusic and Nazism
Michael H. Kater, Albrecht Riethmüller

Gebundene Ausgabe, Februar 2003

Verkaufsrang: 981727
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