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Der Ursprung des Kunstwerkes Martin Heidegger Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 8806 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
bisweilen ein (rar gesähter) interessanter Gedanke, mehr aber auch nicht... 2 von 5 Punkten Immer wenn ich ein Büchlein Heideggers zur Hand nehme, drängt sich mir das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern auf. Damit maße ich mir freilich nicht an, eine entsprechende Diagnose erstellen zu können -insbesondere Heidegger betreffend nicht, aber die völlige Ratlosigkeit, in der die Lektüre dieses seines Vortrags mich hinterlässt, legt so etwas nahe:
kurzum, hie und da äußert Heidegger durchaus interessante Gedanken, wobei diese nie ausgeführt werden (zumindest nicht in einer mir verständlichen Weise) noch das Raunend-Nebulöse je verlassen.
Immer wieder fragte ich mich: Was will er mir eigentlich mitteilen -ohne je eine Antwort zu finden.
Als (zugegebenermaßen nicht gerade üppige) Inspirationsquelle für eigene Gedanken taugt das Buch sicherlich, für alles weitere erachte ich es als wertlo und vergeudete Zeit...
Das Kunstwerk entspringt aus der Dichtung! 4 von 5 Punkten Das Ding, das Zeug und das Werk. Heidegger bildet Kathegorien wie diese um so alles "seiende" zu differenzieren. Er schafft den Gegensatz vom Welt und Erde, um daran den Streit um die Wahrheit (Unverborgenheit des Seins)aufzuhängen. Ein spannender Aufsatz, der mich in meinem Kunstverständnis vorangebracht hat!
Gewohnte Heidegger - Präzision mit fruchtbarem Gedankengang 5 von 5 Punkten In diesem Werk vollzieht Heidegger einen durchgängig nachvollziehbaren Gedankengang und vermittelt so dem Leser präzise ein Ästhetikverständnis, das dennoch Möglichkeiten zum Weiterdenken offenlässt. Für mich war dieses Buch sehr fruchtbar und ich lege es auch jedem ans Herz, der sich mit Kunst und Kunstgeschichte beschäftigt. Obwohl es durch die Genauigkeit des Gedankengangs extremste Ausdauer und hohe Denkleistungen verlangt, wird man doch durch das zunehmende Verständnis belohnt. Jedoch eignet sich dieses Buch kaum als Erstlektüre von Heidegger. Ich empfehle als Einstieg in die komplexe Sprache Heideggers "Frage nach der Technik" (Reclam). |
Upanishaden
Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 44157 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Toleranz der Gedanken: Die Suche nach der Wahrheit 5 von 5 Punkten Entstanden 2000 Jahren vor Christus sind die Upanischaden die ersten Versuche der menschlichen Vernunft sich mit den ewigen Fragen auseinanderzusetzen. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Was ist die Seele? Was ist die Wahrheit?
Bis heute können diese Fragen nicht beantwortet werden. Die Suche nach dem Sinn des Lebens droht für immer unbeantwortet zu bleiben. Wissenswert wie die Gedanken, die hier entstanden, auch später in allen Weltreligionen zu finden sind. Es ist interessant zu sehen wie mancher dieser Gedanken Zugang z.B. ins Christentum gefunden hat. Der ungeborene Gott führt zu der sophistischen Konstruktion eines geborenen Gottes: Jesus. Wenn man den Gedanken weiter führt, kann man sehen, dass Christus nur eine gedankliche Konstruktion ist. Zum Beispiel: In den Upanischden glaubte man an die magischen Kräfte der Wahrheit. Wer die Wahrheit wisse sei unsterblich. Analog: Jesus sagte: Ich bin die Wahrheit, der Weg und das Leben. Wer zu mir kommt wird ewiges Leben haben. Usw.
In den Upanischaden gibt es allerdings auch Beweise, die das Leben nach dem Tode leugnen, wie die moderne Philosophie und Psychologie behaupten: Das Selbst ist nur eine Funktion des Gehirns. Ohne Gehirn und ohne Sinne, um das Selbst zu erfassen, kann man nicht mehr über ein Selbst reden.
Was auffällt ist die Toleranz der Meinungen: man sucht nach der Wahrheit. Eine Meinung wird nicht dogmatisch verteidigt oder aufgezwungen. Es wird auch kein Gott verehrt sondern das Wissen selbst.
Spüre die Weisheit und Erfahre diese 5 von 5 Punkten in wenigen Worten alte Weisheit leicht zugängig gemacht. Ein Gefühl der Einfachheit und Klarheit des Lebens entsteht. Eine sehr gute kurze Basisliteratur für den Bereich der indischen Philosophie. Für jeden der göttliche" Bilder in sein Leben in der komplexen globalen Kapitalistischen Gesellschaft schaffen will. Kann helfen Ruhe und Überblick für sich zu erfahren.
Nur kleine Auswahl... 5 von 5 Punkten Dieser Text bietet nur eine kleine Auswahl an Texten aus den Upanischaden. Den Inhalt könnt Ihr anderen Rezensionen entnehmen. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass der Text meines Erachtens recht gut kommentiert ist. Ausserdem lernt man, dass dieser heilige Text des Hinduismus nicht etwa ein Monolith ist sondern genauso einer historischen Entwicklung unterworfen war wie etwa die Bibel. Beispielsweise der Wandel der Jenseitsvorstellungen von einer Art Himmel zum Konzept der Wiedergeburt. Der Übergang vom Konzept der "Hauchseele" zur "Lichtseele" (oder so ähnlich). Auch bemerkenswert ist, dass im Lehrtext des Yajnavalkya die Behauptung aufgestellt wird "nicht gibt es ein Bewusstsein nach dem Tode...". Zwar wusste ich auch schon vorher, dass "Hinduismus" nur ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche philosophische Standpunkte und Schulen ist, aber dass man nach Ansicht zumindest eines Ausschnitts der Upanischaden auch gewissermaßen automatisch durch den Tod erlöst werden kann (aus der leidhaften Welt), war mir neu.
Kleiner Überblick über die Upanischaden 5 von 5 Punkten Diese kleine Reclam Büchlein bietet einen kleinen Überblick über die Upanischaden Litaratur. Verschiedene Themen sind in einzelen kurzen Kapiteln zusammengefasst worden:- Die Kraft der Wahrheit und Erkenntnis - Der Brahmane, die Wahrheit und ihre Verkündigung - Das Geheimnis der heiligen Silbe om - Das Geheimnis des Brahman - Das Geheimnis des Selbst (Atman) - Prajapatis Lehre - Die Erlösung - Aus den Gesprächen des Uddalaka Aruni mit seinem Sohn Svetaketu - Wiedergeburt und Erlösung - Seelenwanderung und Erlösung - Antworten des Yajnavalkya - Das Gleichnis vom Baum - Yajnavalkya über das Selbst und die persönliche Unsterblichkeit - Die Isa-Upanisad Die Upanischaden bilden die Grundlage der Literatur des Buddhismus und Hinduismus. |
Der Staat (Politeia) Platon Taschenbuch, 1982 Verkaufsrang: 53371 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dass Philosophen oder überhaupt Intellektuelle ein problematisches Verhältnis zum politischen Aktivismus haben, ist im 20. Jahrhundert eindringlich klar geworden. Platon musste schon Jahrtausende zuvor die Erfahrung des Scheiterns als Politiker machen, nämlich beim Versuch, die in seinem großangelegten Dialog Politeia, der Staat, dargestellten staatspolitischen Idealforderungen in die Realität umzusetzen. Nicht zuletzt wegen dieser Staatsutopie mit ihren ebenso spektakulären revolutionären Forderungen -- man denke an die Abschaffung des Privatbesitzes oder die Gleichstellung von Mann und Frau -- ist Platon von Karl Popper einer vehementen Kritik unterzogen worden: Die Idee, Philosophen mögen über das Staatswesen herrschen, gehört nach Popper zu den Kernstücken, antiliberalen und autoritären Denkens. Wie immer man sich zu dieser Kritik stellen mag -- gewiss ist sie selbst nur vor dem Hintergrund der Erfahrung des Totalitarismus zu verstehen --, so ist die Politeia auch ein Grundbuch abendländischer Metaphysik. Die im Zentrum des Werkes stehenden drei Gleichnisse: Das Sonnen-, Höhlen- und Liniengleichnis, in denen Platon seine Ideenlehre, Wissenschaftstheorie und Ethik darstellt, gehören nicht nur zu den literarisch eindrucksvollsten Zeugnissen des antiken Denkens, sondern auch zu den Texten, von denen man sagen kann, dass sie den Gang der westlichen Zivilisation mitbestimmt haben. --Jens Kertscher
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Herrschaft des Philosophen 5 von 5 Punkten Platons "Politeia" gehört ohne zweifel zu den Klassikern der politischen Theorie- und Ideengeschichte.
Sinn und Zweck (télos) der menschlichen Existenz sieht er in der "Vervollkommung der Seelen" im Sinne der Entfaltung und Steigerung ethischer Fähigkeiten und Anlagen.
Hierzu dient das politische Gemeinwesen, die Polis, die entsteht, da der Mensch sich nicht selbst genügen kann.
Die Hauptfrage der Politeia besteht darin, die Instituionen und Einrichtungen zu nennen, die dem Sinn und télos dienen. Platon geht hierbei von der "Seelenpflege" aus, die im Bild einer "vollkommenen Seele" dargestellt werden: Die Psyche setzt sich aus Begierden und Leidenschaften, den Tugenden und der Vernunft zusammen, die sich organisch verbinden und eine Einheit bilden.
Ebenso stellt die Polis ein Abbild dieser vollkommenen Seele dar:
Den drei Teilen der Psyche entspricht eine arbeitsteilige Stängegesellschaft. Die Vernunft wird durch die Herrscher vertreten. Die Tugen durch die Wächter und die Begierden und Leidenschaften durch die Handwerker (als Synonym für das Volk). Hierbei soll nicht jeder Bürger der Polis seine Fähigkeiten entfalten, sondern die seinem Stand entsprechenden Fähigkeiten ausbilden.
Insbesondere die Wächter, die entweder den Regenten stellen (können) oder für die innere Ordnung verantwortlich sind, widmet sich Platon, da sie eine besonderen Erziehung benötigen. Diese besteht in der gleichgewichtigen Ausbildung der vier Grundtugenden (Tapferkeit, Besonnenheit, Gerechtigkeit, Einsicht) um das Ziel des Gemeinwohl für die Polis zu verwirklichen.
Die Polis zeichnet sich durch zwei Besodnerheiten aus: Frauen und Kinder gehören allen gemeinsam, wodurch die Erziehung der Kinder eine Kollektivaufgabe darstellt. Und es gibt keine Form von Privateigentum, sondern allgemeinen Besitz. Damit einhergehend sollen der Tausch und seine Werkzeuge Geld und Vertrag abgeschafft werden.
Insgesamt gesehen soll eine gemäßigte Aristorkratie und die kosntitutionelle Monarchie als beste Regierungsform herrschen, wobei entweder die Philosophen Könige oder die Könige Philosophen sein sollen.
Davon ausgehend zeichnet Platon eine Theorie des Verfalls der Verfassungen: Aus der Aristokrtaie erwächst die Timokratie, daraus die Oligarchie und darauf die Demokratie, aus der schliesslich die Tyrannis entsteht, womit der Kreislauf von vorne beginnt.
Insgesamt gesehen bereitet Platon den Weg für Aristotles. Trotz problematischer Fragen wie die Anwendung der Eugenik für den Nachwuchs der Wächter sollte jeder dieses Werk gelesen haben, der sich für politische Theorie- und Ideengeschichte interessiert. Auch wenn sich wie bei Aristoteles die Gebundenheit an kulturelle Standarts offenbart, da die attische Polis nicht mit modernen Demokratiemodellen verwechselt werden darf. |
Der Wille zur Macht: Hauptwerke der großen Denker Friedrich Nietzsche Gebundene Ausgabe, August 2007 Verkaufsrang: 66921 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Unter dem Titel "Der Wille zur Macht", den Nietzsche für das geplante, aber unvollendet gebliebene Hauptwerk seiner letzten Schaffensperiode vorgesehen hat, versammelt dieser Band Aufzeichnungen Nietzsches aus den Jahren 1883-1888. Sie enthalten die grundlegenden Ergebnisse nietzscheanischen Denkens zur Heraufkunft des europäischen Nihilismus, zur geistigen Lage seiner Zeit, zur Moral- und Religionskritik und zum Entwurf einer neuen Wertsetzung. Die von Elisabeth Förster-Nietzsche und Peter Gast vorgenommene Anordnung der Fragmente wurde in dieser Ausgabe als historisches Dokument beibehalten; auf der Ebene der Sätze und Einzelstellen wurde im Vergleich mit der Colli/Montinari-Ausgabe ein kritischer Text hergestellt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Nietzches Nihilismus und das Dynamit 5 von 5 Punkten Kaum besser ist der Begriff des europäischen Nihilismus von Nietzsche beschrieben worden als in diesem Buch. Wer Nietzsche kennt, wird ihn hier mit Sicherheit wieder begegnen, denn so kann man Nietzsche nicht fälschen. Soviel Explosives auf so kleinem Raum ist noch nie jemanden in dieser Form gelungen. Dies haben schon viele öffentlich und für sich allein versucht und sind kläglich gescheitert. Lesenswert also, weil schon die geweckten Widersprüche, ein muss für jeden Ästhetiker sind.
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Das Böse: Oder Das Drama der Freiheit Rüdiger Safranski Taschenbuch, Februar 1999 Verkaufsrang: 70885 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wer vom Bösen spricht, muß sich auf die theologische und philosophische Tradition dieses Begriffs einlassen. Wenn das Böse denn als Begriff firmieren darf und nicht viel eher als Deckwort zu gelten hat für die nicht zu sistierende Frage nach der Natur des Menschen. Denn die Möglichkeit des Bösen verweist auf den Abgrund der menschlichen Freiheit. Safranski zeigt in seinem Buch, daß nicht der Teufel bemüht werden muß, um das Böse als Drama der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Sind wir böse weil wir böses tun oder tun wir böses, weil wir böse sind? 5 von 5 Punkten Safranksis Abhandlung ist eine der (zur Zeit des Erscheines als Hardcover) aktuellsten zum Thema Willensfreiheit. Er zeigt auf wunderbar ausführliche und zitatenreiche Weise, wie das Böse ein wichtiger Part auf der Suche nach der Freiheit ist und wer sich in der Vergangenheit mit diesem Thema schon befasste.
So führt Safranksi durch die Geschichte der Philosophie und kommt schließlich sogar mit der modernen Hirnforschung in Berührung, um schließlich sein eigenes Fazit zu bilden. Informativ und als Übersicht über ein komplexes Thema uneingeschränkt zu empfehlen!
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Das sockenfressende Monster in der Waschmaschine. Eine Einführung ins skeptische Denken Christoph Bördlein Taschenbuch, März 2002 Verkaufsrang: 7341 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Christoph Bördlein führt uns anhand vieler Beispiele aus Wissenschaft und Alltag ins skeptische, wissenschaftliche Denken ein. Allgemeinverständlich und unterhaltsam erklärt er, wie Wissenschaft als Methode Thesen zu überprüfen, funktioniert. Ausführlich werden Möglichkeiten, sich zu täuschen, vorgestellt und Strategien, nicht in solche Fallen zu tappen, aufgezeigt. Auch die (relativistische) Kritik an Wissenschaft wird erörtert; letztlich plädiert der Autor jedoch für skeptisches Denken als brauchbare Grundlage, um richtige Entscheidungen zu treffen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)
Pflichtlektüre 5 von 5 Punkten Eine hervorragende Hinführung zu kritischem Denken, für alle, die sich kein X für ein U vormachen lassen wollen. Dieses Buch sollte in jeder Schule ab der 5. Klasse zur Pflichtlektüre gemacht werden.
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Von der Kunst, das Leben zu lieben Michel de Montaigne Broschiert, November 2007 Verkaufsrang: 102550 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Montaigne lesen heißt leben lernen - die schönsten Essais in der gefeierten Übersetzung von Hans Stilett. Montaigne lesen heißt leben lernen - die schönsten Essais in der gefeierten Übersetzung von Hans Stilett Montaigne zählt mit seinen Essais zu den bedeutendsten Philosophen Frankreichs. Die Neuübersetzung seiner Schriften durch Hans Stilett im Jahre 1998 machte Furore. Aus dem umfangreichen aphoristischen Werk Montaignes hat der Übersetzer nun die schönsten und treffendsten Passagen zur Lebenskunst herausgefiltert. Das Resultat ist dieses wunderbare Buch, das den Witz und Charme des späthumanistischen Philosophen wiedergibt. Seine Weisheiten haben über die Jahrhunderte nichts von ihrer Frische und Treffsicherheit verloren.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
... Kaufempfehlung ... 5 von 5 Punkten Dieses Buch enthält in liebevoller, edler Aufmachung (Schuber, Lesebändchen !) eine Auswahl von Montaigne's Texten über die Freude am Leben in Bezug auf verschiedenste Situationen (von Essen und Trinken über Reisen, Lesen bis zu Gedanken über den Tod). Die Texte sind meines Erachtens hochmodern, obwohl schon ein paar Jahrhunderte alt. Absolut lesenswert und auch ein schönes, stilvolles Geschenk. |
Die Philosophie der Stoa: Ausgewählte Texte
Taschenbuch, April 2001 Verkaufsrang: 14686 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr guter Einblick in die stoische Philosophie 5 von 5 Punkten "Die Philosophie der Stoa" aus dem Reclam-Verlag ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Buch, wenn man sich für die stoische Philosophie interessiert. Der erste Teil handelt von der Geschichte der Stoa und ihren wichtigsten Vertretern (Zenon, Chrysipp, Seneca, Epiktet usw.). Danach wird der Philosophiebegriff der stoischen Philosophen näher erläutert. Der zweite Teil handelt das komplette Spektrum der stoischen Philosophie ab. Dabei ist er eingeteilt in Naturphilosophie, Sprachlehre und natürlich die stoische Ethik. In jedem der drei Bereiche wird zur Einleitung ein kurzen Überblick über das Gebiet gegeben und dann werden ausgewählte Texte verschiedener Stoiker zu diesem Thema vorgelegt. Dabei kommen vor allem Epiktet, Seneca, Musonius, Marc Aurel und Cicero zur Sprache. Das Buch ist ca. 320 Seiten dick und wie bei Reclam gewohnt zu einem guten Preis zu haben. Ich bin von diesem Buch sehr angetan und vor allem die Beiträge zur Ethik sind sehr lehrreich. Fazit: Für jeden, der sich für praktische Philosophie interessiert, sehr zu empfehlen. |
Cicero: Und die römische Republik Manfred Fuhrmann Taschenbuch, Juni 2005 Verkaufsrang: 15247 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der bedeutende Altphilologe Manfred Fuhrmann, der Anfang des Jahres verstorben ist, hat mit seiner Cicero-Übersetzung auch internationale Maßstäbe gesetzt. Mit dieser Biographie des berühmten römischen Staats-manns und Philosophen krönt Fuhrmann seine langjährige Beschäftigung mit Cicero. Übersichtlich und allgemeinverständlich stellt er nicht nur den Lebenslauf selbst dar, sondern lässt auch den Voraussetzungen von Ciceros Denken und Handeln die notwendige Aufmerksamkeit zuteil werden: dem römischen Staat und seiner Geschichte, der griechischen Rhetorik und Philosophie und den handelnden Personen, die damals die Geschicke Roms bestimmten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
sehr gut lesbare Biografie von Cicero 4 von 5 Punkten Wer sich für römische Geschichte interessiert, wird an diesem Buch nicht vorbeikommen. Ein wenig Vorwissen wird wohl vorausgesetzt, die lateinischen Zitate werden nicht immer oder nur sinngemäß übersetzt. Die Beschreibung der politischen Rahmenbedingungen zur Zeit Ciceros - das Ende der Republik - gelingt gut, aber zu Lasten der Details in der Biografie. Es handelt sich eher um eine Mischung aus Politik und Biografie. Zielgruppe des Buches sind interessierte Laien. Es regt zu weiterem Studium an. Ältere Biografien - z.B. die Biografie im Rowolt-Verlag - haben mir besser gefallen. Jedenfalls korrigiert das Buch den sehr negativen Eindruck, den Mommsen in seiner "Römischen Geschichte" hinterlassen hat. Allerdings kommt keiner an die sprachliche Brillanz Mommsens heran, auch Fuhrmann nicht als Kind seiner Zeit. Geschichte ist heute leider nicht literarisch zu sehen. Meine Empfehlung: unbedingt lesen, auch Schüler ab 16 J. werden Spaß beim Lesen haben. Die Aussagekraft der lateinischen Sprache kommt in den Zitaten gut rüber, auch wenn man nur rudimentäre Kenntnisse hat.
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Edition Suhrkamp, Nr.28, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit: Drei Studien zur Kunstsoziologie Walter Benjamin Taschenbuch, Dezember 2006 Verkaufsrang: 16407 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In seinem Kunstwerk- Aufsatz beschreibt Walter Benjamin die geschichtlichen, sozialen und ästhetischen Prozesse, die mit der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks einhergehen. Dabei entwickelt er eine Begrifflichkeit, die, so sein Programm, "für die Zwecke des Faschismus völlig unbrauchbar", dagegen "zur Formulierung revolutionärer Forderungen in der Kunstpolitik brauchbar" ist. Benjamins Einsicht in das "auratische" Wesen der Kunst etwa ist gerade deshalb ein Meilenstein der philosophischen Ästhetik, weil sie der Betrachtung der Kunst in ihrem jeweiligen Kontext erwächst. Dies ist im Einzelfall anhand der beiden weiteren Studien dieses Bandes nachzuvollziehen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Aura vs. Convenience 5 von 5 Punkten "Die gesamte Wirklichkeit ist die Welt. Das Bild ist so mit der Wirklichkeit verknüpft; es reicht bis zu ihr. Es ist wie ein Maßstab an die Wirklichkeit angelehnt". Soweit Ludwig Wittgenstein im Tractatus zum Verhältnis Bild und Realität. Und weiter: "In Bild und Abgebildeten muss etwas identisch sein."
Grundsätzlich, sagt Benjamin, ist das Kunstwerk immer reproduzierbar gewesen. Alles vom Menschen gemachte konnte und kann von Menschen nachgemacht werden. Die technische Reproduzierbarkeit jedoch ist etwas Neues. Über Guss und Prägung, vom Holzschnitt der Graphik zum Druck der Schrift, vom Kopierer zum Scanner zum Brenner. Paul Valery hat bereits in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts gemutmaßt, dass wir mit Bildern und Tonfolgen versehen werden wie mit Wasser, Gas und Strom. Auf ein Zeichen werden sie sich einstellen, kommen und uns wieder verlassen. Welch ein Weitblick, weit in das Jahr des Internets, der Zeichen von "@ und www".
Und doch fehlt etwas, auch wenn die Reproduktion höchstvollendend ist: "das Hier und Jetzt des Kunstwerks - sein einmaliges Dasein an dem Ort, wo es sich befindet." Diese Aura, diese wirkliche Echtheit ist nicht zu reproduzieren, das Einmalige entfällt und damit der Wert, die Wertschätzung. Es ist ein Gefühl, nicht einer Zuwendung mit Bedacht, sondern ein Wissen um Wiederholung und Wiederbeschaffung. Und diese Haltung gegenüber dem Einmaligen, der Aura schwindet zu Gunsten einer Massensicht mit Reproduzierbarkeit. Jedoch: Die Echtheit einer Sache ist der Inbegriff des Tradierten, sie berichtet von der Dauer und enthält eine "geschichtliche Zeugenschaft." Das Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit lässt eben genau diese Aura verkümmern. Eine Gesellschaft im 21. Jahrhundert verschließt sich der Erinnerung und noch neuen Werten, ihr Ziel scheint Convenience zu sein.
Der Verfall dieser Aura beruht auf zwei Umständen, die beide mit dem Phänomen der Massen im heutigen Leben zusammenhängen: einmal: das Anliegen, die Dinge räumlich und menschlich (Einebnung der gesellschaftlichen, bildungsrelevanten Unterschiede) näherzubringen und zweites gelingt dieses durch die Überwindung des Einmaligen durch die Aufnahme von deren Reproduktion. Das Bedürfnis, die Dinge im Bild, im Abbild habhaft zu werden, ist ungebrochen. Mit der Konsequenz, das "Dauer und Einmaligkeit ersetzt werden durch Flüchtigkeit und Wiederholung." Die Folge ist, dass der Mensch sich nicht mehr zu einem Kunstwerk bewegt, sondern dieses zu ihm als Abbild. Der Mensch lässt sich vereinsamen, allerdings organisiert, wie Hanna Arendt es mal formulierte. Sind Bilder aus der technischen Reproduzierbarkeit allzeit und für jedermann vorhanden, so kann man nach Hobbes folgern, dass dieser Fortschritt Feindschaft gebären muss, da die Unterscheidbarkeit aufgehoben wird in der Gleichheit der Fähigkeiten und der Gleichheit der Hoffnungen. (vgl. Sloterdijk, 2000: Die Verachtung der Massen).
Feindschaft wird in der letzten Stufe Krieg bedeuten können, der dann jedoch in der Ästhetik der Schlacht vorgedacht wurde in der immer besseren technischen Reproduzierbarkeit von Abbildern der Kriegsgeschichten am PC. Der Mensch hat durch den Verlust des Einmaligen die Aura desselben nicht kennengelernt, er identifiziert sich mit der Wiederholung und mit den Scheinwelten, die eo ipso ohne Wert sind. Dieser fehlende Wert definiert den Menschen, der dann seinen Spiegelneuronen das Feld überlässt, auf der Suche nach eigenen erhofften Werten.
Benjamins kurzes Essay wurde im Jahre 1936 veröffentlicht. Es ist ein Meilenstein in der Kunstgeschichte und gehört mit zum Inhalt seiner Aufsätze: Illuminationen. Es verbindet Ästhetik der Kunst mit der Philosophie des Lebens. Andre Breton sagte: "Das Kunstwerk hat Wert nur insofern als es von Reflexen der Zukunft durchzittert wird." Dieses ist deutlich aus dem Essay Benjamins zu hören. Zu den zitternden Reflexen gehört auch das bewegte Bild als Film, in der Kombination Bild und Bildung: "Ich kann schon nicht mehr denken, was ich denken will. Die beweglichen Bilder haben sich an den Platz meiner Gedanken gesetzt", konstatierte Georges Duhamel bereits 1930. (s. a.: Menasse, 2006: Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung)
Denken Sie an den 11.September. Sie werden spüren, was gemeint ist. Das Bild: ein Maßstab an die Wirklichkeit angelehnt.
Ein, wenn man sich öffnet, nachdenklich machendes, nicht nur die Kunst betreffendes Werk des W.B.
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Glauben und Wissen Jürgen Habermas Taschenbuch, November 2006 Verkaufsrang: 12300 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Wie ist die Religion in der postsäkularen Gesellschaft einzuschätzen ? 5 von 5 Punkten Der Begriff postsäkulare Gesellschaft ist eine Wortschöpfung des bekanntesten deutschen Philosophen der Gegenwart, Jürgen Habermas. In seiner hier dokumentierten, um die Laudatio von Jan Philipp Reemtsma ergänzten Preisrede Glaube und Wissen zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2001, denkt Jürgen Habermas, an die gerade erst geschehenen Terroranschläge auf die Twin Towers in New York anknüpfend, der Frage nach, wie Religion und Vernunft in einer postsäkularen Gesellschaft zusammenzubringen und philosophisch redlich beschrieben werden können. Er schreibt:
Säkulare Sprachen, die das, was einmal gemeint war, bloß eliminieren, hinterlassen Irritationen. Als sich Sünde in Schuld, das Vergehen gegen göttliche Gebote in den Verstoß gegen menschliche Gesetze verwandelte, ging etwas verloren. Denn mit dem Wunsch nach Verzeihung verbindet sich immer noch der unsentimentale Wunsch, das anderen zugefügte Leid ungeschehen zu machen. Erst recht beunruhigt uns die Irreversibilität vergangenen Leidens jenes Unrecht an den unschuldig Misshandelten, Entwürdigten und Ermordeten, das über jedes Maß menschenmöglicher Wiedergutmachung hinausgeht. Die verlorene Hoffnung auf Resurrektion hinterlässt eine spürbare Leere.
Man spürt, Habermas und die Philosophie sind noch lange nicht fertig mit diesem Verlust. Er mahnt aber nicht nur an die eigene Seite, sondern fordert die Menschen, die religiös denken und die Theologen auf, an diesem Diskurs teilnehmen unter den Bedingungen eines Commonsenses.
Wer mehr von diesem Dialog lesen möchte, sei auf das Gespräch von Jürgen Habermas mit Josef Ratzinger in Tutzing verwiesen, nur kurz bevor jener zum Papst gewählt wurde: Dialektik der Säkularisierung. Über Vernunft und Religion, Herder-Verlag 2005
Glauben und Wissen - kein Gegensatz? 4 von 5 Punkten Religion, ein Begriff, der in aktueller Zeit zu neuer Dimension erwachte, seit die Terrorangriffe in NY und der Islamismus als negative und gewalttätige Ausprägung sich breit machte und in einer Intoleranzwelle westlicher Zeitungen gegenüber religiösen Gefühlen ihren Höhepunkte hatte. Glauben und Wissen sucht daher einen neuen Diskurs, den Derrida auf Capri bereits initiierte.
Habermas beginnt auch mit dem Hinweis, dass aktuelle (9/11/ 2001) Dimensionen und Geschehnisse den Begriff der Säkularität neu beleuchten und die Gesellschaft bewegen, in eine so wie er sagt, postsäkulare Struktur hineinzugehen. Die Diskussion um Gentechnik und die Stammzellenforschung zuvor hat diese Dimensionen bereits hervorgerufen. "Nach seinem Bilde erschuf er sie" so die Bibel über Gott im Erschaffungsprozess, so würde heute die Erschaffung im Reagenzglas ebenso zu betiteln sein. Die Frage, welche Anmaßung sich der Mensch aussetzt, weil die mögliche Freiheit unter religösen Gesichtspunkten nicht von Belang wäre.
Religion und Glauben gewinnt damit in der neuen postsäkularen Gesellschaft an Bedeutung, auch deswegen, weil ein Sinnvakuum aufzuheben ist. Nicht aufgehoben ist dadurch die Trennung von Kirche und Staat, die mit Canossa im Jahre 1077 beginnend vollzogen wurde.
Habermas schafft es auf kurzer Strecke manigfaltige Ideen dem Leser auf dem Weg zu geben, so dass die Verzweigungen zu Kant (Religion und Vernunft), Hegel, Derrida (Die Religion)und den Religionkritikern Feuerbach und Marx interessante Exkurse sind, die zum interessierten Weiterlesen anhalten. Insbesondere für den wunderbaren Zusammenhang in der Geschichte von Philosophie und Religion sei ergänzend Heinrich Heine empfohlen, sicherlich auch Voltaire, der den Deismus im Zuge der Aufklärung vorangetrieben hatte.
Wirklich eine neue religiöse Epoche? 5 von 5 Punkten Die Rede von der "postsäkularen Gesellschaft" (Habermas) wurde in der Öffentlichkeit mit großer Aufmerksamkeit bedacht. Sie deutet auf einen epochalen Wandel, einen Wandel hin zu einer Gesellschaft, in der Religion neu an Bedeutung gewinnt. Doch trifft diese Beobachtung auch zu? Wenn Habermas von der post-säkularen Gesellschaft spricht, muss sie vorher säkular gewesen sein. Ein postsäkulares Zeitalter setzt ein säkulares voraus, andernfalls macht der Begriff keinen Sinn. An dieser Stelle hat die Rede von Habermas eine neue Debatte in Gang gesetzt, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Gab es in den letzten Jahrzehnten nicht sehr viel "Religion" in der Gesellschaft? Hat sich lediglich der (öffentliche) Blick darauf verändert? Es steht an, über "Religion" in modernen Gesellschaften neu nachzudenken, ihre jeweiligen Formatierungen neu zu beschreiben, ohne plakativen Thesen (etwa: Religion und Moderne schlössen sich zwingend aus u.a.) nachzulaufen. Habermas hat - ob so gewollt oder nicht - die Rede vom Bedeutungsverlust der Religion ins Wanken gebracht und das bisher weit verbreitete Paradigma der Säkularisierung in ein anderes Licht gesetzt. |
Wissenschaftstheorie, philosophische Grundlagen und Geschichte der Psychologie: Ein Lehrbuch Harald Walach Taschenbuch, April 2005 Verkaufsrang: 41761 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
wahnsinnig grosser Ueberblick 5 von 5 Punkten Ich habe die 1-Jahr Vorlesung,die die Quelle dieses wunderbaren Buchs ist,gehoert.Das war sehr reizvoll.Psychologie fasst viele grosse Wurzeln auf andere Wissenschaften,besonders Philosophie. Psychologe muss nicht vergessen,dass Psychologie aus einem grossen Interesse an die Menschheit stammt.daher muessen Psychologe versuchen,den Hintergrund dieses Interesse an Menschen zu haben. Durch den Ueberblick der Wissenschaften,besonders Philosophie,bekommen wir jetzt erst ein richtiges Interesse an Menschen und Verstaendnis fuer Existenz der Menschheit.
sehr empfehlenswert 5 von 5 Punkten Zuerst einmal erscheint Harald Walachs Buch sehr unzugänglich: ein Motto, dessen Relevanz anfangs nicht so recht einleuchten mag („Wer eine Erfahrung gemacht hat, hat täuschungsfreie Kenntnis") und eine unübersichtliche 6-seitige Inhaltsangabe. Doch bereits im hervorragenden Vorwort stellt der Autor ungewöhnlich offen seine Vorannahmen und Zielsetzungen hervor und betont, dass es sich um „ein subjektives und auch ein notwendigerweise einseitiges Buch" handelt, was sich beim Durchlesen im Aufbau, in der Schwerpunktsetzung, in der Informationsauswahl und in mehr oder weniger subjektiven Anmerkungen und Kommentaren zeigt. Der Schreibstil ist schön eloquent und gut verständlich, abgesehen von einigen seltsam anmutenden Formulierungen, wie z.B. dem „rauflustigen Weltbild(es)" des Mittelalters auf S.114 oder dem Hang des Autors, fast jeden theoretischen Ansatz zumindest einmal mit dem Wort „(wirk-)mächtig" zu beschreiben. Nach dem ersten Teil, der programmatisch-prägnant mit „Das Wesentliche" übertitelt ist und wunderbar kurz und stichhaltig eine Übersicht über postmoderne Wissenschaftstheorie gibt, sowie den Grundgedanken des Autors über eine Wissenschaftstheorie der Psychologie, die sogenannte Komplementarität, vorstellt, folgt ein Crashkurs durch die Philosophiegeschichte, angefangen von der Antike bis hin zu Kant, dessen Gedanken gemäß dem Autor den Dunstkreis für die Entstehung der Psychologie als eigener Disziplin markieren. Dieser Teil ist einer der Glanzstücke des Buches und für jeden zu empfehlen, der verstehen will, wie ein spirituell-religiöses Nachdenken über die Welt zu den Grundfragen der Erkenntnis führt und aus diesen die Philosophie und in der Nachfolge die Wissenschaft erwächst. Jeder Denker und jede Strömung wird prägnant und auf wenige Oberpunkte, das Wesentliche eben, reduziert, so dass es sich leicht merken lässt, Querverbindungen werden gezogen, Gegensätze zwischen Philosophien aufgezeigt, alles überzeugend, beredet und gut verständlich dargestellt unter Berücksichtigung der heutigen Relevanz und untermauert durch viele klare Beispiele. Auch der Rest des Buches, vor allem die Darstellung über Wissenschaftstheorie, ist sehr gelungen und empfehlenswert. Der breite Kontext gibt dem Leser ein Gefühl für die Einbettung der Psychologie als junge Wissenschaft in die Wissenschafts- und Philosophiegeschichte und ist auch nötig für das zentrale Anliegen des Autors, die Grundrisse einer Wissenschaftstheorie der Psychologie zu skizzieren, die er von einem „historische(n) Standpunkt" (S.15) erarbeitet.. Das, sowie die Themenauswahl, die nur die Psychologiegeschichte in Deutschland berücksichtigt, und die vielen Querverweise und Kommentare führen jedoch dazu, dass das Buch einen sehr subjektiven Charakter hat. Das erkennt man z.B. daran, dass der Autor einerseits das Übertragen von Wissenschaftstheorien, die die Physik oder Chemie betreffen oder die blinde Übernahme von Methoden aus diesen Disziplinen für nicht fruchtbar hält (z.B. S.15), andererseits aber die „grundlegende Beschreibung der (materiellen) Welt" wie sie in der Quantenmechanik betrieben wird, in ihrer Struktur, „auch auf anderen Ebenen" für wichtig hält (S.64). Diese Ansicht zeigt sich daran, dass Teile dieser Quantentheorie zur Untermauerung seiner Komplementaritätsthese dienen, welche, meiner Meinung nach, eine gute Idee ist, aber überverhältnismäßig viel Platz in dem Buch für sich beansprucht. Alles in allem handelt es sich bei Harald Walachs „Psychologie, Wissenschaftstheorie, philosophische Grundlagen und Geschichte" um ein sehr, sehr interessantes Buch, das auf Grund seiner weiten Perspektive wohl jedem Psychologiestudenten zu empfehlen ist, und nicht nur dem; das einen relativ unkonventionellen Standpunkt einnimmt, versucht Neues aufzuzeigen, das aber von der dauernden subjektiven Präsenz des Autors überschattet ist, mit der es sich auch auseinander zusetzen gilt. |
Philosophische Untersuchungen Ludwig Wittgenstein Gebundene Ausgabe, Juni 2006 Verkaufsrang: 43966 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ludwig Wittgenstein (18891951) schrieb zwei Hauptwerke, früh die strenge Logisch-philosophische Abhandlung (BS 1322), spät die offeneren, lebendig in immer neuen Anläufen vorgetragenen Philosophischen Untersuchungen, mit denen der Begriff des »Sprachspiels« in die Welt gekommen ist: »Man kann für eine große Klasse von Fällen der Benützung des Wortes Bedeutung wenn auch nicht für alle Fälle seiner Benützung dieses Wort so erklären: Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache.« In der Bibliothek Suhrkamp erscheint nun die erste Leseausgabe der Philosophischen Untersuchungen, die sich nach der definitiven, 2001 von Joachim Schulte herausgegebenen »kritisch-genetischen« Edition richtet.
»Es ist ziemlich sicher, daß sowohl Wittgensteins Werk als auch seine Persönlichkeit in der Zukunft zu wechselnden Beurteilungen und unterschiedlichen Interpretationen Anlaß geben werden. Der die Sätze schrieb Das Rätsel gibt es nicht und Was sich überhaupt sagen läßt, läßt sich klar sagen, war seinerseits ein Rätsel
Man hat gesagt, er sei zugleich Logiker und Mystiker gewesen. Keiner dieser beiden Ausdrücke ist angemessen, aber jeder von ihnen deutet auf etwas Wahres
Ich habe manchmal gedacht, daß das, wodurch das Werk eines Menschen klassisch wird, oft nichts anderes ist als ebendiese Vielfältigkeit, die unser Verlangen nach klarem Verständnis erregt und sich ihm zugleich widersetzt.« Georg Henrik von Wright
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Wittgensteins spätes Hauptwerk 5 von 5 Punkten Als Ludwig Wittgenstein die "Philosophischen Untersuchungen" schrieb, war er durch seinen "Tractatus logico-philosophicus" in Fachkreisen bereits ein berühmter Mann. Nach jahrelanger Abstinenz vom philosophischen Denken wandte er sich ab 1929 wieder der Materie zu - um schließlich in 693 Paragrafen seine frühere Theorie zu korrigieren. Sein Interesse richtete sich nun nicht mehr auf eine formal logische, konstruierte Idealsprache, sondern auf die normale, gesprochene Alltagssprache. Was macht das Wesen unserer Sprache aus? Woran lässt sich die Bedeutung eines Wortes oder Satzes erkennen? Wie lernen Kinder ihre Muttersprache? Aufgrund welcher Regeln und Vereinbarungen gelingt es Menschen überhaupt, miteinander zu kommunizieren? In immer neuen Anläufen umkreist Wittgenstein diese Fragen, leidenschaftlich, akribisch und ohne dabei fertige Antworten zu liefern. Die vielen Beispiele und Situationen aus dem Alltag, mit denen er seine Argumentation untermalt, sind gerade durch ihre Banalität erhellend und dabei sogar oft erheiternd. Wittgensteins Spätwerk ist ein schwieriges, aber sehr lohnenswertes Buch, weil es zum Nachdenken über etwas für uns so Selbstverständliches wie unsere Sprache anregt.
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Die Kunst Recht zu behalten: Praktische Rhetorik mit einem Leitfaden zum Überleben im Alltag und im Internet. Mit vielen praktischen Anwendungsbeispielen ... Anwenden der Schopenhauerschen Kunstgriffe Arthur Schopenhauer Broschiert, September 2007 Verkaufsrang: 25637 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was meinen Sie zu diesem Artikel?:
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Sorgenfrei in Foren talken 5 von 5 Punkten Endlich mal was Hilfreiches für alle, die sich gern in Foren tummeln.
Man kennt das da ja zur Genüge. Alle haben die besten Absichten, aber Trolle machen einem so manches Gespräch kaputt und die rhetorischen Tricks von Stänkerern blickt man auch nicht immer. Mich hat das so manches Mal davon abgehalten, einen Beitrag zu posten. Rhetorik habe ich immer für eine schwierige Sache gehalten. Jeder hat wohl ein intuitives Gespür dafür, wenn ein anderer einen rhetorischen Trick benutzt, aber so recht kann man den Finger nicht drauf legen und weiß auch längst nicht immer, wie man darauf am besten antwortet.
Jetzt weiß ich es aber dank dieses Buches hier. Philosophen wird's jetzt wohl etwas mulmig, wenn ich sage, dass für mich das Wichtige an der Kunst Recht zu behalten nicht der Schopenhauertext ist. Der ist sicher wichtig und hier auch vollständig abgedruckt, aber für Laien ist Schopenhauer schon nicht gerade leicht zu lesen und erst recht nicht umzusetzen. Ne, was hier echt richtig gut ist, das sind die vielen Beispiele zu den rhetorischen Kunstgriffen von Gitta Peyn. Endlich verstehe ich das besser, was ich vorher nur erahnen konnte. Begeistert haben mich die einfachen Beschreibungen der Kunstgriffe und dass man sie wirklich erkennen kann. Mit so einem Buch wird's easy, auf miese Tricks zu reagieren, Trolle auszuhebeln und Stänkerern Paroli zu bieten. Aber, das ist nicht alles. Jeder wendet rhetorische Tricks an, und meistens sind die ziemlich simpel gestrickt. Da so ziemlich jeder darauf mit einem mulmigen Gefühl reagiert und schnell mal sauer wird, driften vielversprechende Gespräche schnell mal in belanglosen Schlagabtausch ab. Wenn man aber weiß, was man tut und weiß, was der andere tut, kann man einfach besser reagieren. Man muss sich nicht mehr ärgern, sondern kann wirklich etwas tun, um die Forenatmosphären zu verbessern. Ich finde, die Autorin hat vollkommen Recht damit, Forenadministratoren den Schopenhauer ans Herz zu legen. Wenn die wissen, wie man die Leute zu besseren Gesprächen motiviert, fühlt man sich doch gleich besser.
Also kann ich das Buch echt allen Internetusern empfehlen. Auch beim mailen oder chatten wirds hilfreich, die rhetorischen Kniffe zu kennen!
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Die Kräuterkunde des Paracelsus: Therapie mit Heilpflanzen nach abendländischer Tradition Olaf Rippe, Margret Madejsky Gebundene Ausgabe, 1. Oktober 2006 Verkaufsrang: 88006 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit der enormen Breite seines Wissens und Forschens und seiner philosophischen Tiefe ist der Arzt und Naturforscher Paracelsus auch nach 500 Jahren immer noch eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für die Naturheilkunde. Sein Heilpflanzenwissen beruht nicht nur auf dem alten Erkenntnisweg der Signaturenlehre, auch Metaphysik, Alchimie, Astrologie und Magie ebenso wie Überlieferungen von Bauerndoktoren,Volksmedizinern und Zigeunern sind darin eingeflossen. In diesem Buch werden sie auf ihre heutige Gültigkeit überprüft. In seinem Werk finden sich auch viele fast vergessene Heilpflanzen, welche die Naturheilkunde heute noch bereichern können. Zahlreiche Tabellen, Rezepte und Hintergrundinformationen zeigen das ganze Spektrum seines heilkundlichen Wissens und machen das Buch zu einem verständlichen und nützlichen Nachschlagewerk für jeden an Kräuterheilkunde Interessierten ebenso wie zu einem wertvollen Werkzeug für die tägliche Praxis. Das Buch ist reich illustriert mit Pflanzenfotos, Stichen und Kunstdrucken. Den Autoren gelingt es, den Heilkräuterschatz des Paracelsus aus der Geschichte in die Gegenwart zu holen und für unsere Zeit nutzbar zu machen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein Buch über das Licht der Natur 5 von 5 Punkten Nach allgemeiner Meinung ist Paracelsus der größte Arzt deutscher Sprache; vor allem von Fachleuten aus fremdsprachlichen Ländern hört man sogar öfter, er sei der größte Arzt, den die Menschheit bisher hervorgebracht hat. In den knapp fünfzig Jahren seines Lebens hat er die praktische Heilkunde und die hermetische Medizin unglaublich bereichert. Einer breiten Öffentlichkeit blieb sein Werk aber bisher verschlossen. Erst jetzt, fast fünfhundert Jahre nach seiner Lebensspanne, haben die Autoren Margret Madejsky und Olaf Rippe die erste gründliche Bearbeitung zum Thema seines Umgangs mit Heilpflanzen in Buchform herausgebracht. Sie schließen damit an ihr zuvor erschienenes Buch Paracelsusmedizin an. Die Bearbeitung dieses schwierigen Themas haben sie blendend gemeistert. Dabei bleiben sie nicht bei der historischen Aufarbeitung stehen, sondern haben seine Therapieideen in unsere Zeit übertragen und die Rezepte auch den gegenwärtigen Liefermöglichkeiten angepasst. Es ist ihnen damit gelungen, das alte Wissen auf anschauliche und praktische Weise in die heutige Heilkunde zu integrieren. Dies sicher nicht zuletzt deshalb, weil sie seit vielen Jahren in ihrer Praxis- und Lehrtätigkeit das Wissen des Paracelsus einfließen lassen. Auch die hermetischen Sichtweisen dieses bedeutenden Denkers der Renaissance wurden in dem Werk konsequent beachtet: Die Signaturenlehre; das System der Vier Elemente; die Alchimie und insbesondere die Astrologie. Keiner unter euch, der keine Kenntnisse der Astronomie besitzt, kann es in der Arznei zu etwas bringen, schrieb Paracelsus.
Ihren Lesern ersparen die Autoren langjährige Studien im oft schwierig zugänglichen Werk dieses großen Arztes. Viele interessante Tipps für die Praxis kann man bereits beim ersten Durchblättern entnehmen. Das umfangreiche Buch ist zudem hervorragend illustriert und der Preis daher wirklich günstig. Es nützt nicht nur dem Therapeuten, sondern ist auch eine Hilfe für jeden, dem seine Gesundheit und Lebensfreude wichtige Themen sind.
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Die Geschichte der Häßlichkeit Umberto Eco Gebundene Ausgabe, 15. September 2007 Verkaufsrang: 38991 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Zu allen Zeiten haben Philosophen und Künstler Definitionen des Schönen gesucht. Das Hässliche dagegen ist meist nur als Gegensatz zum Schönen verstanden worden, fast nie wurde es für sich selbst betrachtet. Umberto Eco hat nun in seiner Geschichte der Häßlichkeit ein wunderbares Panoptikum versammelt: von Hölle und Teufel zu Monstern und Märtyrern, von den Hexen zu den Satanisten, vom Grotesken zur Obszönität, von der Apokalypse bis zum modernen Kitsch. Ein phänomenales Buch, das mit einem überwältigenden Reichtum an Abbildungen und Textstellen die faszinierende Nachtseite jener Schönheit zeigt, in welcher sich die abendländische Kultur so gerne sonnt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Was ist hässlich? 5 von 5 Punkten Nachdem die "Geschichte der Schönheit" eins der Bücher ist, die ich oft zur Hand nehme, musste ich Ecos "Geschichte der Hässlichkeit" auch besitzen. Wieder sind hier viele Texte versammelt, die dem Wesen der Hässlichkeit auf die Spur kommen, es gibt Bilder zum Anschauen, und Eco nähert sich der Hässlichkeit von vielen Seiten. Ein wertvolles Buch, das zu besitzen sich lohnt.
Was nicht schön ist... 4 von 5 Punkten Nach der Geschichte der Schönheit, die im Jahr 2004 ein überraschender Erfolg wurde, kommt nun ein vom Format her identischer Band über das Gegenteil in die Buchläden: Die Geschichte der Hässlichkeit, wieder herausgegeben von Umberto Eco, der sein enzyklopädisches Wissen über die menschliche Kulturgeschichte erneut präsentieren darf. Dabei sind die von Eco geschriebenen, kurzen Texte über das Thema Hässlichkeit allerdings fast schon etwas Nebensache. Denn eigentlich fällt es schwer, Hässlichkeit wirklich überzeugend zu beschreiben. Ist es nicht viel mehr die bloße Abwesenheit von Schönheit, also nur die Negation von etwas anderem? Und dann fällt ja noch auf, dass sich Schönheit und Hässlichkeit im Lauf der Jahre wandeln. Ist die Schönheit von gestern nicht der Kitsch, und damit die Hässlichkeit, von morgen? Vieles wird hier relativiert.
Eco beantwortet die Frage nach dem Wesen der Hässlichkeit mit Synonymen. Er erläutert Hässlichkeit durch Krankheit, als Kennzeichen des Bösen und des Teufels, als körperliche oder sexuelle Deformation, als Element wider die Natur und damit als Begleiter der Industrialisierung oder auch als Witz, der das Opfer der Lächerlichkeit preisgibt. Aber letztendlich haben seine Texte - wie im Band über die Schönheit auch - etwas Theoretisches, Verkopftes. Und noch schlimmer: Oft scheinen sie durch die abgebildeten Kunstwerke auch noch widerlegt zu werden. Denn diese erscheinen fast ausnahmslos als ästhetisch faszinierend und oft genug als schön.
Stark sind auch die Texte, die hier auch aus der Literatur zum Thema versammelt sind. Lovecraft beschreibt seine Ungeheuer. Gläubige schreiben über die Hölle. Kafka schreibt über die Hässlichkeit des Lebens. Wir lesen von Folter, hässlichen Frauen, Dekadenz, von Tod und Krankheit und natürlich von Kitsch. Der Leser begibt sich hier auf eine Reise quer durch die Weltkunst und Weltliteratur. Oft sind die Texte und Bilder so eindringlich, dass der begleitende Text des Herausgebers dagegen völlig untergeht. Viele Texte stellen Gewalt und Sex explizit dar, das Buch ist also nicht gerade jugendfrei. Insgesamt hat man am Ende den Eindruck, dass die dem Hässlichen gewidmete Kunst aber möglicherweise die stärkeren Gefühle auslöst, als dies die Kunst der Idealisierung, des Schönen jemals erreichen kann. Und so ist auch dieser Band der spannendere der beiden Bände von Eco.
Wie beim anderen Band auch frage ich mich allerdings, warum man für die Darstellung der vielen, schönen Werke nicht ein größeres Buchformat gewählt hat. Viele der Bilder hätten hier schlicht mehr Platz verdient. |
Denker des Abendlandes: Der Klassiker der Philosophiegeschichte Bertrand Russell Gebundene Ausgabe, Januar 2005 Verkaufsrang: 12204 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Publikationen zur Philosophiegeschichte füllen mittlerweile unzählige Bibliotheken, doch wenn der Literatur-Nobelpreisträger und Philosoph Bertrand Russell eine Geschichte des abendländischen Denkens schreibt, darf man sicher sein, dass es sich um ein Werk ganz besonderer Art handelt: Es verbindet umfassende Information mit von tiefer Humanität geprägter Erzählweise, objektive Beurteilung mit sehr persönlicher und oft pointierter Darstellung. Russell blättert die Entwicklung des philosophischen Denkens anhand der herausragenden Persönlichkeiten der Philosophiegeschichte auf und bezieht dazu stets auch den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrund mit ein. Wer in sachlich bestechender, dabei leicht verständlicher und sehr anschaulicher Weise das Wesentliche erfahren will über Pythagoras, Thomas von Aquin, Spinoza, Descartes, Hume, Galilei, Kant, Leibniz, Fichte, Rousseau, Hegel oder Marx, wird dieses Buch jedes Mal aufs neue gerne zur Hand nehmen. Russell versteht es wie kein anderer, die Leistungen und das Denken großer Gelehrter auf der Grundlage ihrer jeweiligen Gesellschaft zu beschreiben und ihre Bedeutung für unser heutiges Bewusstsein aufzuspüren. Bei aller Gründlichkeit der Darstellung beweist er stets Humor, Witz und einen untrüglichen Blick für das Eigenartige und das Einmalige, so dass man dieses Buch mal mit Spannung, mal mit Schmunzeln - aber immer mit großem Gewinn liest.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Sehr guter und verständlicher Überblick 5 von 5 Punkten Ich halte Russells Bücher "Denker des Abendlandes" oder "Die Philosophie des Abendlandes" für die gelungensten Übersichten über die Geschichte der Philosophie. Russell schreibt flüssig und klar und schafft einen gute Zusammenfassung der Philosphie von Sokrates bis Mitte des 20-ten Jahrhunderts. Für Einsteiger der Philosophie geeignet, aber auch für jeden, der sich mit Geisteswissenschaften befasst, denn Russell ist eine geeignete Quelle, um Dinge nachzuschlagen. Sehr empfehlenswert.
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Poetik Aristoteles Taschenbuch, Januar 1982 Verkaufsrang: 4968 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Tragödie besteht nach Aristoteles aus den sechs qualitativen Elementen Handlung (Mythos), Charakter (Ethe), Sprache (Lexis), Schau (Opsis), Gedanke / Absicht (Diánoia) und Gesang (Melopoiia). Die Handlung besteht aus einer Verknüpfung von Begebenheiten zu einem einheitlichen Ganzen. Innerhalb des Handlungsverlaufs des Dramas muss ein Wendepunkt, die Peripetie, eintreten. Dieser Umschlag vom Glück ins Unglück wird durch das Handeln des Protagonisten erzeugt, der ein...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Eines der wichtigsten Werke überhaupt 5 von 5 Punkten Die aristotelische Poetik ist eines der wichtigsten Werke der westlichen Kulturgeschichte und sicherlich das wichtigste, weil grundlegende theoretische Werk der westlichen Literaturgeschichte. Daß der aristotelische Text dabei eine "dornige Lektüre" sei, wie Manfred Fürmann im ansonsten sehr gelungenen und informativen Nachwort schreibt, ist allerdings so nicht zutreffend. Tatsächlich läßt Aristoteles sowohl in den vermittelten Inhalten als auch im Modus der Vermittlung, in seiner Art der Argumentation, eine den Leser immer wieder überraschende Modernität erkennen. Freilich hat diese Modernität zwei Seiten: Unter Umständen kommt uns der Text heute noch so modern vor, weil sich auch heutzutage Literaten und Autoren, Dramaturgen und Drehbuchautoren auf den griechischen Text berufen und somit unsere gesamte Kultur, sei es nun in den Formen Roman, Film und Fernsehen oder Theater oder den anderen, von der Aristotelischen Poetik durchwirkt ist und der Originaltext so immer durch diese Medien modern gehalten wird. Das zeigt aber gleichzeitig, wie wichtig dieses Werk für das Verständnis unserer heutigen Kultur ist. Dafür, daß wir hingegen den antiken Text selbst verstehen, dafür sorgt das bereits angesprochene vorzügliche Nachwort. Mit anderen Worten: Die aristotelische Poetik ist Weltliteratur und selbst unter der restlichen Weltliteratur sticht sie hervor, da sie gerade erst die Grundlage geschaffen hat für diesen Rest. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Philosophie der Freude: Briefe. Hauptlehrsätze. Spruchsammlung. Fragmente Epikur Taschenbuch, 14. Juni 2007 Verkaufsrang: 17736 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Epikurs Lehre lebenskluger Gelassenheit, die den Gefühlen von Lust und Schmerz einen realistischen Stellenwert zubilligt, wird hier in ihren Quellen dargeboten. Die Ausgabe enthält die beiden Briefe Epikurs an seine Schüler Menoikeus und Herodotus, die "Hauptlehrsätze" sowie Aphorismen und Fragmente.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Ein Übel ist der Zwang.Doch wer zwingt uns , unter Zwang zu leben? Epikur 5 von 5 Punkten Epikur( 341-v. Chr.- 306 v. Chr.) ist der Begründer einer der bekanntesten griechischen Philosophieschulen.
Grundlage seiner Philosophie war die atomistische Welterklärung Demokrits, der alle Erscheinungen als von Naturgesetzen hervorgerufen darstellt und damit den Einfluss übernatürlicher Kräfte ausschließt.
Epikur betrachtete es als seine Aufgabe den Menschen die Furcht vor dem Tod zu nehmen und sie zu einer irdischen Glückseligkeit zu führen.
Ihm geht es bei allem nicht um ein zügelloses Jagen nach Sinneslust, sondern er sieht das Ziel des Menschen im Gewinnen von Lust und im Vermeiden von Unlust - dies nämlich ist für ihn Ausdruck erstrebenswerter Glückseligkeit, wie er in seinen hier vorliegenden Texten und Sentenzen deutlich macht.
Der Philosoph weiß, dass auf Ausschweifungen jeder Art schmerzliche Rückschläge zu folgen pflegen. Insofern muss Vernunft das Streben nach Glück leiten und zügeln. Die Vernunft aber lehrt, dass das eigentliche Glück viel eher in heiterer Beschaulichkeit als in ausgeglichener Ruhe des Geistes zu finden ist.
Folgende Sentenz soll darauf verweisen, was Epikur im Sinn hatte:
An alle Begierden sollten wir die Frage stellen: Was wird mir geschehen, wenn erfüllt wird, was ich begehre und was, wenn es nicht erfüllt wird?
Epikur rät zurückgezogen zu leben und sich darüber im Klaren zu werden, dass man keine Angst vor der Gottheit zu haben brauche, dass der Tod Empfindungslosigkeit bedeute, Gutes leicht zu beschaffen und das Schlimme einfach zu ertragen sei, wenn man sich seine Philosophie zu eigen gemacht habe.
Empfehlenswert.
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Philosophische Vitamine: Die Kunst des guten Lebens Theo Roos, Nikolaus Heidelbach Taschenbuch, April 2005 Verkaufsrang: 9182 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Mensch lebt nicht vom Brot allein - Philosophische Vitamine für ein gutes Leben Kann man lernen, mit sich befreundet zu sein, die eigenen Wünsche und Ziele von fremden zu unterscheiden und seinen Rhythmus zu leben? Kann man Gelassenheit erlernen, schlechte Gewohnheiten verlernen und sich gegen Schicksalsschläge wappnen? Seit Sokrates lehren Philosophen die Kunst, ein gutes Leben zu führen. Diese Tradition der Philosophie als Lebensanleitung und praktische Ratgeberin reicht bis heute. Theo Roos stellt einige der wichtigsten Philosophen der Lebenskunst vor: Heraklit, Diogenes, Diotima, Michel de Montaigne, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche, Albert Camus, Hannah Arendt, Michel Foucault, Gilles Deleuze. Er erzählt von deren Lebensweise und Lebensweisheit, veranschaulicht ihre zentralen Gedanken, zeigt ihre Haltung, ihre Art zu philosophieren und zu sein. Am Ende jedes Porträts sprudeln die Vitamine, und der jeweilige Philosoph wird zum Coach, der seine Lebensregeln und Maxime n mit konkreten Übungen verbindet. Denn so, wie wir unseren Körper fit halten, indem wir Rad fahren, Tanzen, zum Yoga oder Joggen gehen, gibt es auch klare Anleitungen für Geist und Seele, einen Trainingsplan für alle Breitensportler des Lebens. In Theo Roos' philosophischen Vitaminen steckt das Basiswissen für alle, die Orientierung im eigenen Leben suchen. Ein Buch wie ein Energieriegel für den Hunger nach Sinn und Lebensglück! Wir kooperieren mit 3sat. Theo Roos' TV-Serie "Philosophische Vitamine" läuft zum Erscheinen des Buches in "Kulturzeit".
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Musikalische Philosophie 4 von 5 Punkten Theo Roos liefert Kostproben lebenspraktischer Philosophie und ruft dazu auf, sein Leben philosophisch zu gestalten. Er zeigt Möglichkeiten, wie man sich verändert, wie man seine innere Stimme wieder hört. Er zeigt die Tauglichkeit großer Philosophie zur bewussteren Lebensgestaltung. Der Ton ist musikalisch locker, modern, lässig. Einer seiner Lieblinge ist Nietzsche und genau hier wird es etwas problematisch. denn in diesem anregenden Buch finden sich zahlreiche Zeichnungen, die alle so weit ganz nett sind - bis auf die im Kapitel über Nietzsche: Dieser Held der Philosophie wird in einen hautengen Anzug mit Ballettschüchen getütet, in dem er t muskulös und tuckig über die Seiten tänzelt. Das erscheint mir vermessen, auch wenn Nietzsche ausdrücklich eine Philosophie des leichtfüßigen Tanzes entwickelte. Meine Machohaftigkeit verbietet es mir, Nietzsche als Ballettänzer zu akzeptieren. Tanz muss nicht gleich rosa eingefärbt sein. Schon gar nicht Nietzsches Tanz.
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