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Suhrkamp Taschenbücher, Nr.11, Erziehung zur Mündigkeit: Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959 - 1969 Theodor W. Adorno Taschenbuch, April 2008 Verkaufsrang: 46101 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Grandioses Buch 5 von 5 Punkten Das grandiose an Adorno und an diesem Buch ist seine alleinstehende Feinsinnigkeit, Tiefgründigkeit und seinem übergreifendem und zu einem Ende Denken, das eine solche Wirkung hat, mit heutigen Augen betrachtet - auch gerade die missglückte Aufarbeitung der Deutschen Nazigeschichte und des Antisemitismus - dass man heute noch erschrickt, weil er die Geschichte, Mentalität und geistige Taten bloß legt.
Faszinierendes Wiederlesen 5 von 5 Punkten Beim Wiederlesen nach über 30 Jahren bemerkt man erstaunt, wie modern, wie richtungsweisend die Zeit vor 1968 war und wie vieles dann seit 1968 kaputt gemacht wurde. Wie innovativ (frühkindliche Bildung der 3-5 Jährigen, Spache als Basiskompetenz, kontroverse Bildungsziele, Aufklärung,Emanzipation, gebildete Lehrer und Lehrerinnen, und nicht Spielereien von eitlen Bildungsaposteln, die sich Gefolgschaften heranzüchten und dafür auch noch von Bildungsministerien und Gewerkschaften als Berater herangezogen werden. Mit Adorno, mit Becker, mit dem Deutschen Ausschuss hätten sich viele gegenwärtige Bildungsproblme nicht eingestellt.
Heute (wieder) wichtig 5 von 5 Punkten Den Texten meiner Vorrezensenten ist wenig hinzuzufügen. Das Buch ist nicht einfach geschrieben. Will man Adorno verstehen, dann liest man an dem dünnen Bändchen verhältnismäßig lange. Noch länger ist man aber nachdenklich. Heute - in der Zeit von Skandalen und Vertrauenskrisen der Politik - ist Adorno aktueller den je. Ich habe mich in meiner Verantwortung für meine unmittelbare Umgebung bestätigt gefühlt. Ich empfehle das Buch jedem. Besonders Eltern.
DiesesBuch sollte Pflichtlektüre für "Erziehende" sein... 4 von 5 Punkten Theodor W. Adorno, Gerd Kadelbach (Hg.) Erziehung zur Mündigkeit Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959- 1969 Frankfurt: Suhrkamp Verlag, 1971, 147 S., (ISBN: 3518365118), "Es war ihm wichtig, daß man ihn recht verstand..." so Gerd Kadelbach über den weitbekannten Professor für Philosophie und Soziologie Theodor W. Adorno, der am 11.09. 1903 in Frankfut a. M. geboren wurde. Er sagte dies in Zusammenhang mit den Gesprächen und frei gehaltenen Vorträgen Adornos mit Hellmut Becker, welche in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk entstanden sind und unter anderem im "Abendstudio" mit Lotte Lenya und einigen kritischen Hörern ausführlich diskutiert wurden. "Erziehung zur Mündigkeit" gibt jene Vorträge und Gespräche wieder, welche vorher auf Tonband fixiert waren und so mit den Worten Adornos:"...ein Symptom jener Verhaltensweisen der verwalteten Welt ist....,das seine Wahrheit an der eigenen Vergänglichkeit hat, festnagelt, um die Redenden darauf zu vereidigen..." Die Reihe der Vorträge und Gespräche finden mit dem plötzlichen Tod Adornos am 06. August 1969 in Wisp( Wallis, Schweiz)ein jähes Ende.Dem vorliegenden Buch liegen acht zeitlich gegliederte Themen (1959- 1969) zu Grunde, die brisante Kernfragen philosophisch beleuchten und verblüffend nah am Puls der heutigen Zeit liegen. Das Buch verkündet eine zentrale Botschaft die sich indirekt in den Gesprächen wieder findet. Einleitend geht es um die Frage:" Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit?" Es wird die Bedeutung einer abgeschlossenen Aufarbeitung der Folgen des Nationalsozialismus und dessen Hinterlassenschaft, auf unsere heutige Gesellschaft diskutiert. Wie wird in unserer gegenwärtigen, demokratischen Gesellschaft Verarbeitung definiert? Ist es eine Form der Verdrängung, die erfolgreich angewandt wurde und auch noch wird, um unangenehmen Fragen auszuweichen? Der Holocaust wird als ebensolche "unangenehme" Sache verurteilt und sollte vielmehr von der Basis ausgehend und in seinen individuellen Ursachen erkannt werden. Nicht entschuldigt werden kann an dieser Stelle die verkannte Position einer lückenlosen, ausführlichen Erziehung. Einer Erziehung nach Auschwitz! Angefangen bei der Ent-nazifizierung der Hochschulen, weiterführend auf ALLE für die menschliche Entwicklung relevanten und einflussnehmenden Faktoren, wie auch z.B. der Medien. Wie verarbeitet der Mensch innerhalb von allgemeinen, festgefahrenen, gesellschaftlichen Strukturen? Hauptanliegen dieses Buches ist vor allem die Erziehung. Die Forderung und der Wunsch bewußte Erziehung durchzuführen, die auch das "unbewußte" berücksichtigt. Das könnte nach Adorno bedeuten: 1. das zugänglich machen potentieller Gefahren die vom Individuum selbst ausgehen. Und 2. die Kraft das ÜBER-ICH durch "Reflexion, Selbstbestimmung und Nicht-mitmachen"aufzubringen. Dies ist kein Patentrezept, kann eventl. ein Ansatz sein, um ein zweites Auschwitz unmöglich zu machen. Mit Adornos Worten: " Eine Erziehung zur Mündigkeit!" Dieser Anspruch an alle uns folgenden und schon existenten Generationen von Eltern, Großeltern, Kindern, Lehrern, Schülern, also all jenen, die immer und immer wieder Erfahrungen und Verantwortung durch Erziehung weitertragen, sollte dieses Buch die Zeit wert sein, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Es ist sicherlich keine "leichte" Lektüre, dennoch lohnt sich die Mühe, schon deshalb, weil es auch Spaß macht, Adornos imposanten und durchaus logischen Wortspielen zu folgen. Susanne Diester Magdeburg, im Oktober 2001
Ein Buch über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft 4 von 5 Punkten Titel: Erziehung zur Mündigkeit Autor: Theodor W. Adorno Verlag: Suhrkamp Verlag Frankfurt Das Buch, ein besonderer Beitrag für die poltische Bildung der BRD in den Nachkriegsjahren. Die Demokratie, sie leidet an einem unterentwickelten Zustand. Die Menschen in der noch jungen Bundesrepublik begreifen sich nicht als Subjekte innerhalb von politischen Prozessen. Viele identifizieren sich immer noch mit dem Bestehenden, leiden an Mangel autonomer Subjektivität und verspüren Ohnmacht gegenüber gesellschaftlichen Dis-Verhältnissen. Umerziehung und Entnazifizierung finden nur träge Zugang zur Öffentlichkeit und ziehen sich über Jahrzehnte hin. 1959 gab es in dem noch jungen Deutschland erneute rechtsgerichtete Aktivitäten in Anlehnung an den jüngsten Judenmord sowie antisemitische Provokationen wie die ,,Auschwitzlüge". Erst im 10. Nachkriegsjahr ist die politische Bildung ernsthafter an der Auseinandersetzung mit diesem brisanten Thema interessiert. Das Buch ,,Erziehung zur Mündigkeit" ist entstanden durch Bemühungen eines Theoretikers, der seine Kritik an die poltische Bildung der Nachkriegsjahre der breiten Öffentlichkeit keineswegs vorenthalten will.Ein Wissenschaftler, der darauf Wert legte, dass man ihn gut verstand, beteiligte sich beim hessischen Rundfunk an dessen Reihe "Bildungsfragen der Gegenwart", welche zwischen 1959- 1969 einmal jährlich stattfanden. Begonnen hatte die Serie, die ein wichtiger Grundstein für die Entwicklung der poltischen Bildung wurde, mit der Frage:" Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit?". Die gesamten Disputationen endeten 1969 mit einem Gespräch, dessen Titel " Erziehung zur Mündigkeit" lautete. Es stellte sich heraus, dass es Adornos letzte Forderung an die Gegenwart werden sollte. In dem Buch wird ein außerordentlicher Bildungsauftrag erläutert, der sich an die gesellschaftliche Praxis und hier vorrangig an die Familie, Schule, Jugendarbeit und Kulturpoltik richtet.Bisherigen Erziehungsidealen gilt es zu widersprechen. Sie sind nicht mehr zu verantworten, wenn man bedenkt wie Auschwitz überhaupt sein konnte. Hier versucht er sich besonders darin, Ursachen für die Entstehung des Nationalsozialismus in vorherrschenden autoritären Potentialen, und einer weit verbreiteten Autoritätsgläubigkeit zu begründen. Zu welchen Auswirkungen blinde Identifikation mit einem System führen kann, (Adorno spricht hier von einem Defekt im geistigen Zustand bzw. schuldige Naivität), hat der Holocaust bewiesen. Während des gesamten Werkes plädiert er für eine lebendige Bildung. Diese bedeutet nach seiner Philosophie:" sich nie mit Gegebenheiten abzufinden, sondern nachzudenken". Hier zieht er eine Parallele zur Praxis, in der er das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden beobachtet und von beiden Seiten Widerspruch und Widerstand innerhalb der Erziehung fordert. Des weiteren kann man etwas über Ursachen und Voraussetzungen der Geringschätzung des Lehrberufes in Erfahrung bringen und Möglichkeiten finden, wie man doch noch zum Erfolg als "ungeliebter Akademiker" kommen kann. Dieses Buch richtet sich weiterhin an die Medien und dessen Aufgabe in der Zukunft. Der Öffentlichkeit wird dargestellt, was für ihn "Fernsehen als Ideologie" bedeutet. Im zweiten Teil des Buches beschäftigt er sich hauptsächlich mit dem Begriff der Erziehung. Adorno fordert von der Erziehung neben den bisherigen Aufgaben zusätzliche und bedeutende Aufträge. Eine seiner wichtigsten Bestrebungen aus den Lehren nach Auschwitz, auf die er sich während des gesamten Werkes immer wieder besinnt, ist für ihn:"...die Herstellung eines richtigen Bewusstseins". Denn, so Adorno:" will man eine Demokratie tatsächlich verwirklichen, braucht man eine Gesellschaft von Mündigen!". Theodor W. Adorno (1903- 1969) lehrte als Professor für Philosophie und Soziologie in Frankfurt und war Direktor des Instituts für Sozialforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität. Seine Position bestand in seinen Bemühungen um Verbreitung politischer Bildung, die für ihn identisch mit der Erziehung zur Mündigkeit war. Der Autor verfügt über eine außerordentliche philosophische Sprache, die dem Leser besonders in der ersten Hälfte des Buches eine hohe Konzentration abverlangt. Ihm gelingt es während des gesamten Textes, den Bezug zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft herzustellen. Im ersten Kapitel hat der Leser den Eindruck, als ahne der Autor schon in den 60-iger Jahren, wie schwer sich die BRD zu ihrer Vergangenheit und dessen Aufarbeitung in der Zukunft stellen wird. In den folgenden Kapiteln fühle ich mich in meiner Rolle als Erwachsende, Studentin und zukünftiger Sozialpädagogin besonders angesprochen. Die Inhalte haben mich in Bezug auf meine Verantwortung um das Wissen, was das gesamte deutsche Volk über seine Vergangenheit hat und wie wir damit umgehen, aufmerksam gemacht. Sofern ein jeder Leser dieses Buches über eine konstruktive, selbstkritische Persönlichkeit mit einem richtigen Bewusstsein verfügt, stellt man auch 38 Jahre nach Erscheinen des Werkes fest, dass es der politischen Bildung immer noch nicht gelungen ist, sich der Forderung Adornos ausreichend zu stellen. Adornos Werk stellt im 21. Jahrhundert immer noch eine Herausforderung für die Gesellschaft der BRD dar. Der Inhalt aktuell und brisant, seine zentrale Aufforderung an die "mündigen" Bürger Deutschlands immer noch nicht ausreichend verstanden. Dieses Buch ist gut geeignet für Menschen mit einem hohen Anspruch an die eigene Moral. Lesenswert für Lehrer, Studenten, Pädagogen, Politiker und welche die es werden wollen. Kurzum für alle die Verantwortung tragen, für das was wir über unsere Vergangenheit wissen, und was wir unseren Nachkommen davon erzählen. Ein außerordentlicher Bildungsauftrag des 20. Jahrhunderts. Wir nehmen ihn mit in das 21. Jahrhundert, als zentrale These der Zukunft. |
Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben: Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod Sogyal Rinpoche Gebundene Ausgabe, März 2003 Verkaufsrang: 40692 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In einer auf den westlichen Menschen abgestimmten Auslegung der buddhistischen Lehren, auf denen das berühmte 'Tibetische Totenbuch' basiert, führt Sogyal Rinpoche an eine Lebenspraxis heran, durch die der Tod seinen Schrecken verliert und der Alltag an Authentizität und Lebensfreude gewinnt. Mit Hilfe von jahrtausendealten, bewährten meditativen Übungen lernen wir, uns unserer eigenen Vergänglichkeit zu stellen, das Sterben schon mitten im Leben zu lernen und dadurch die Furcht vor dem Tod zu verlieren.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 24 Bewertungen)
die Quintessenz der Lehren von Sogyal Rinpoche 5 von 5 Punkten Mir wurde das Buch von einer Redakeurin der Deutschen Buddhistischen Union empfohlen ich mediterte bereits seit sieben Jahren und wollte mit diesem Buch meine Meditationspraxis vertiefen.
Ich teile die Kritik derer, die die Meisterverehrung in diesem Buch kritisieren. Andererseits bietet dieses Buch hervorragende Anleitungen zur schrittweisen Karmareinigung durch die Meditation. Von einem Pseudo-Buddhismus kann keine Rede sein, da Rinpoche ein enger Vertrauter des Dalai Lama XIV ist. die Lehren sind identisch.
dieses Buch behandelt gleichzeitig alle Themen die Rinpoche in seinen anderen Büchern beschrieben hat. Somit bekommt man alle Lehren dieses großartigen Lehrers in einem Buch.
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Vom Geist der Übertretung und Vernichtung. Der Ursprung der Gewalt im Denken des Marquis de Sade Heinz-Günther Stobbe Taschenbuch, April 2002 Verkaufsrang: 64396 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine sittenlose Phantasie ohnegleichen und ein fanatischer Atheismus das sind die beiden Grundpfeiler de Sadeschen Denkens. Diese beiden Säulen stehen keineswegs unverbunden nebeneinander, sondern der Geist der Übertretung, aus dem sich die zügellose Phantasie speist, treibt mit erbarmungsloser Logik den Geist der Gewalt und Vernichtung aus sich hervor. De Sade malt nach seinen eigenen Worten mit dem Pinsel der Natur ein naturgetreues Bild...
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KybernEthik Heinz von Foerster Taschenbuch, Oktober 1993 Verkaufsrang: 48820 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Heinz von Foerster erzählt von einer glücklichen Kindheit in Österreich zwischen den Kriegen, von seinen Freunden und der Jagd auf antiquarische Bücher, von Rechenkunststückchen und der Bekanntschaft mit Josef Matthias Hauer, er erzählt vom Krieg und von seiner Ankunft in Amerika, und wie von selbst ergibt sich die Begründung einer Ethik, die der Kybernetik zweiter Ordnung, einer Wahrnehmung der Wahrnehmung folgt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Köstlich 5 von 5 Punkten KybernEthik ist eines jener herrlichen Büchlein, die man immer wieder gerne in die Hand nimmt. Heinz von Foerster legt in diesem Buch jene Haltung dar, die sich durch sein gesamtes Werk zieht: die Frage nach Erkennen und Verantwortung in "dieser" Welt. Der Leser wird mitgenommen auf eine wunderbare Reise in Heinz von Foersters frühe Vergangenheit und darf ihn begleiten bei einer Reihe von Vorträgen quer durch sein Leben. Kybernethik ist nicht nur ein erkenntnisreiches und spannendes Buch, sondern zudem ein höchst unterhaltsames.
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Die Menschen stärken, die Sachen klären: Ein Plädoyer für die Wiederherstellung der Aufklärung Hartmut von Hentig Taschenbuch, Januar 1985 Verkaufsrang: 100771 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Konsequenzen der Aufklärung für die Erziehung der Menschen 3 von 5 Punkten Im ersten der drei Teile dieses Buches widmet sich der Autor den Prinzipien der Aufklärung und auch den Bereichen, in denen die Pädagogik angeklagt wird „aufklärerisch geirrt" (S.40) zu haben und daher desorientierte, unselbstständige, staatsfeindliche, kritikunfähige Jugendliche geschafften zu haben - etwa durch antiautoritäre Pädagogik, zu starker Pädagogik von Kinde aus oder ausschließlicher wissenschaftsbasierender Bildung etc. (vgl. S.40ff.). Die Pädagogik sollte, seiner Meinung nach, die Aufklärung neu bestimmen bzw. sich auf ihre ursprünglichen Merkmale rückbesinnen: Der Mensch ist freiheitsfähig, vernunftfähig, als Kind unverdorben und kann sich die Welt verständlich machen (weitere vgl. S.22ff.). Der zweite Teil behandelt die „Konsequenzen für die Erziehung heutiger Menschenkinder", die sich daraus ergeben: die Menschen zu klären und die Sachen zu stärken. Die Schule soll neu gedacht und bewertet werden, falsche Stützen weggerissen und Menschen selbstbestimmt gemacht werden. Dabei ist ihm besonders die Aufklärung des Bewusstseins ein Anliegen. Weiter plädiert er für ganzheitliches Lernen, dafür, Belehrung durch Erfahrung zu ersetzen und stellt 13 Lernbedingungen auf (darunter: Zuversicht ermöglichen, Zeit haben, Arbeiten mit Sinn, Medien dienstbar halten, dem Therapismus widerstehen etc.). Die Menschen sollten mit Zuversicht, Selbstbewusstsein und Solidarität ins Leben gehen. Im dritten Teil erklärt von Hentig, warum Aufklärung oft nicht Ergebnis einer an Aufklärung orientierten Erziehung ist. Obwohl die Menschen prinzipiell gut aufgeklärt sind - etwa über Gott, Autoritäten, Sexualität, Gewalt, Rassen, Tod, Fortschritt - stammt die Aufklärung nicht aus ihrem Bewusstsein. Kant meinte schon, die Menschen sollten sich aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien und das funktioniert nur, wenn sie ihre Abhängigkeiten erkennen und es selbst tun. Zusätzlich nennt von Hentig sogenannte „aufklärerische Mittel und Merkmale" (S.137ff.), die durch ihre absolute Anwendung nicht mehr förderlich für die Aufklärung sind, sondern sie „behindern oder gar verhindern"(ebd.). Mir persönlich hat die Erkenntnis, dass Wissenschaft Wissen (und nicht Sinn) schafft, gut gefallen und die Tatsache, dass sie uns keine Führung geben kann, aber Kritik ermöglicht und neue Chancen eröffnet. Deswegen müssen sich die Menschen auch selbst aufklären und selber Skepsis aufbringen, mitdenken und kritisch sein. Ich bin grundsätzlich skeptisch gegenüber der allgemeinen Auffassung, dass Vernunftfähigkeit eine der wichtigsten Eigenschaften der Menschen ist, aber von Hentig hat mir gezeigt, dass wir in einer Vernunftkultur leben und sie deswegen Berechtigung und Potenzial für unsere Welt hat. |
Die Technik und die Kehre Martin Heidegger Taschenbuch, Oktober 2007 Verkaufsrang: 58455 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Unter dem Titel "Einblick in das was ist" hielt Martin Heidegger am 1. Dezember 1949 im Club zu Bremen vier Vorträge, die im Frühjahr 1950 (25. und 26. März) auf Bühlerhöhe unverändert wiederholt wurden. Die Titel lauteten: Das Ding. Das Gestell. Die Gefahr. Die Kehre. Die vorliegende Schrift gibt zwei dieser Vorträge unverändert wieder: "Die Frage nach der Technik" und "Die Kehre".
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Versuch, im Sein zu wohnen. 5 von 5 Punkten Der Mensch darf eben nicht das Maß aller Dinge sein. Weil er es nämlich nicht ist. Maßt er sich diese Hybris an, so begibt er sich in Gefahr.
Wer "Sein und Zeit" grundsätzlich verstanden hat, hält mit dieser kleinen Schrift gewissermaßen eine Anwendung der grundsätzlichen Gedanken Heideggers in der Hand. Aber selbst in Unkenntnis des Hauptwerkes ist der Text Lesern zugänglich, die sich konzentriert auf Heideggers Gedanken einzulassen vermögen und mit der typischen heideggerschen Eigenart zurechtkommen, denkerischer Präzision mit neu generierten Begriffen aufzuhelfen - nicht selten im etymologischen Lotungsverfahren.
Mindestens wird man einer Grundkenntnis zur "ontologischen Differenz" zwischen Sein" und Seiendem" bedürfen und sollte verstehen können, was Heideggers Forderung, nicht aus dem Seienden, sondern aus dem Sein heraus zu leben, meint.
Heidegger fragt zunächst nach dem Wesen der Technik. Sie liegt für ihn im "Versuch des Entbergens" von Sein. Dabei reicht sie in das Entbergen des Verborgenen nicht hinein, meint aber im Sinne moderner Naturwissenschaft fatalerweise, die Welt schon als Ganzes erfasst zu haben.
Wesentlich erscheint der Begriff des "Gestells": Es handelt sich dabei nicht um das Technische der Handhabung selbst, sondern das gedankliche und dazu technische Instrumentarium oder eher Verfahren, mit dem der Mensch die Welt sachlich und versachlicht, gleichsam säkularisierend ausforscht, ihre Tiefe, das verborgene Sein, aber gerade nicht zu erschließen vermag. Das Gestell verstellt in seinem technisch-rechnenden Vorstellen das sich verbergende Sein. Allenfalls moderne Physik mag dazu einen gewissen Zugang entwickeln: Heidegger erwähnt in diesem Zusammenhang Heisenberg.
Im Entbergen des Eigentlichen, des Seins, mindestens im Weg dahin liegt nach Heidegger Freiheit.
Im Gegensatz dazu sieht Heidegger im "Gestell" vor allem Gefahr: Sobald das Unverborgene nicht einmal mehr als Gegenstand, sondern ausschließlich als Bestand den Menschen angeht und der Mensch innerhalb des Gegenstandslosen nur noch die Bestellung des Bestandes ist, - geht der Mensch am äußersten Rand des Absturzes, dorthin nämlich, wo er selber nur noch als Bestand genommen werden soll. Indessen spreizt sich gerade der so bedrohte Mensch in Gestalt des Herren der Erde auf. Dadurch macht sich der Anschein breit, alles was begegne, bestehe nur, insofern es ein Gemächte des Menschen sei. Dieser Anschein zeitigt einen letzten trügerischen Schein. Nach ihm sieht es so aus, als begegne der Mensch überall nur sich selbst. Indessen begegnet der Mensch heute in Wahrheit gerade nirgends mehr sich selber, d. h. seinem Wesen." Das Gestell also verbirgt das Entbergen" und leistet damit einer technoiden, fragmentarischen, apparathaften, pragmatischen und säkularisierten Weltsicht Vorschub, die den Menschen von seinem eigenem Wesen und dem eigentlichen Sein entfernt. Aber: Wenn das Gestell in seinem Wesen und Verfahren einerseits die Gefahr darstellt, so liegt in ihm andererseits Rettung: Indem sich der Mensch nämlich auf die Gefährdung durch das Gestell mindestens besinnt, diese erkennt, insofern also wohl demütig oder kritisch damit umgeht, wächst ihm Rettung zu: Je mehr wir uns der Gefahr nähern, um so heller beginnen die Wege ins Rettende zu leuchten, um so fragender werden wir. Denn das Fragen ist die Frömmigkeit des Daseins." Abschließend verweist Heiddeger auf die Kunst: Sie bringe das Wesen im Akt besonderen Entbergens hervor: "... dichterisch wohnet der Mensch auf dieser Erde."
Die Kehre besteht nun in der Überwindung der Seinsvergessenheit. Sie ermöglicht dem Menschen, "in die Weite seines Wesenraumes zurückzufinden." Schon die klare Sprache öffnet ein Tor zum Sein. Ebenso das Denken: "Solange wir nicht denkend erfahren, was ist, können wir nie dem gehören, was sein wird." Eigentümlich: Nach Heidegger ereignet sich die Kehre plötzlich, blitzartig, jäh. Die Gefahr, wesend, im Gestell, scheint ihm Vorbote dessen zu sein.
Die Erkenntnisse Heideggers verbinden sich also mit konservativen Konsequenzen; sie offenbaren eine Beziehung zum Platonismus und zur philosophischen Mystik, sind also wohltuend unmodern und jedem Allmachtsanspruch des Menschen, allen simplen Pragmatismen und dem Ökonomismus bzw. Konsumismus entgegen, mithin kulturkritisch und von warnender Diktion. Das erinnert an Hans Jonas, hat aber einen metaphysischeren Hintergrund. Heidegger erteilt allem technischen Positivismus eine Absage. Alle Versuche, das bestehende Wirkliche morphologisch, psychologisch auf Verfall und Verlust, auf Verhängnis und Katastrophe, auf Untergang zu verrechnen, sind nur ein technisches Gebaren. (...) Kein historisches Vorstellen der Geschichte als Geschehen bringt in den schicklichen Bezug zum Geschick und vollends nicht zu dessen Wesenherkunft im Ereignis der Wahrheit des Seins." Es gilt also, sich dem Verstellen zu verweigern, sogar "Funk und Film", also den Medien. Primär bleibt die Konstellation des Seins, das aus sich wirkt, aber so eben auch den Menschen trägt, der im Seienden versteht, aber im Sein Wohnung hat.
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Ästhetik des Performativen Erika Fischer-Lichte Taschenbuch, Juni 2008 Verkaufsrang: 13403 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Spätestens seit den 60er Jahren lassen sich zeitgenössische Kunstwerke nicht mehr in den Begriffen herkömmlicher Ästhetiken erfassen. Anstatt Werke zu schaffen, bringen die Künstler zunehmend Ereignisse hervor, die in ihrem Vollzug die alten ästhetischen Relationen von Subjekt und Objekt, von Material und Zeichenstatus außer Kraft setzen. Um diese Entwicklung verstehen zu können, entwickelt Erika Fischer-Lichte in ihrer grundlegenden Studie eine Ästhetik des Performativen, die den Begriff der Aufführung in den Mittelpunkt stellt. Dieser umfaßt die Eigenschaften der leiblichen Kopräsenz von Akteuren und Zuschauern, der performativen Hervorbringung von Materialität sowie der Emergenz von Bedeutung und mündet in eine Bestimmung der Aufführung als Ereignis. Die Aufhebung der Trennung von Kunst und Leben, welche die neueren Ausdrucksformen anstreben, wird hier ästhetisch auf den Begriff gebracht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Nicht nur für TheWis 5 von 5 Punkten Kunstwerke sind keine Werke im alten Sinn mehr. Seit den späten 60ern sind Performances, politische Manifeste oder auch (traditionelle) Theateraufführungen nicht länger nur als "Text" lesbar, in dem diese oder jene Bedeutung zu stecken hat. Vielmehr sind sie darauf angelegt, als performative Vorgänge die Wahrnehmung des Rezipienten vom "Werk" fort und auf sich selbst zu lenken, auf ihre Materialität, ihre Entstehungsbedingungen etc.
Der alte Satz "Was will uns der Regisseur sagen" ist somit quasi ungültig geworden. Erika Fischer-Lichte stellt die Aufführung an sich ins Zentrum performativer Ãsthetik und meint damit den tatsächlichen Moment, in dem wir alle in einem Raum sitzen und somit erst "Bedeutung" entsteht.
Dieses Buch hilft jedem Theaterwissenschaftler, Aufführung als Entstehungsmoment durch leibliches Aufeinander-Reagieren zu verstehen. Aufführungsanalysen können unter performativen Folien mehr "entdecken", als das eingliedrige semiotische Analysemuster. Wobei das Performative das Semiotische nicht destruiert, im Gegenteil: wenn eine Geste nur bedeutet, was sie eben bedeutet - anstatt als Zeichen auf etwas anderes zu verweisen -, dann kann sie letzlich vielmehr, eigentlich alles mögliche bedeuten, was der Zuschauer in diesem ästhetischen Freiraum zu assoziieren vermag.
Performativität kann helfen, die Bedingungen von Sinnstiftung und Wahrnehmungskonditionen besser kennen zu lernen. Und es hilft dabei, sich selbst als aktives Element zu begreifen und die Sinne für die nÃchste (Massen-)Veranstaltung wie Theater, Rockkonzert, Fussballspiel o.ä. entsprechend zu schärfen. |
Philosophie der Technik. Eine Einführung Peter Fischer Broschiert, Mai 2004 Verkaufsrang: 122437 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Von der Wiege bis zur Bahre das war einmal eine Wendung, die unsere Zeit auf Erden beschrieb. Heute könnte es heißen: vom Genzeugnis der Eltern bis zum Ganzkörperplastinat. Zugleich wird durch Satellitenkommunikationstechnik und E-Commerce das globale Dorf geschaffen. Die Technisierung der Lebenswelt ist selbstverständlich geworden. Der Autor thematisiert als Philosophie den Begriff der Technik, Gestaltung des Technischen, Technik und Gesellschaft sowie Technik und Moral.
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Derrida, ein Ägypter Peter Sloterdijk Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 111225 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kurz bevor er starb, gab Jacques Derrida zwei paradoxe Überzeugungen zu Protokoll: Zwar sei er sicher, noch am Tag seines Todes vergessen zu werden, gleichzeitig würde jedoch das kulturelle Gedächtnis etwas von seinem Werk bewahren. Dazu tut die Rede, die Peter Sloterdijk am ersten Todestag des französischen Philosophen hielt, das Ihre. Sloterdijk nähert sich dem Dekonstruktivisten, indem er das Gebirge des Denkens vermißt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Über das, was ist, und was es immer sein wird. 5 von 5 Punkten Alles was zusammenfällt, wird am Ende die Form einer Pyramide haben. Eine Pyramide ist damit in der Konstruktion auf Ewigkeit angelegt, sie ist bereits das, was sie sein wird, damit fällt Ursprung und Zerfall in eines. Derrida, der in der Komplexität seines Denkens Unvereinbares versuchte in sich zu vereinen, trifft posthum auf Sloterdijk, der zu nichts anderem sich veranlasst sieht, als von Ferne auf eben diese Komplexität zu sehen und sie mit den Mitteln eines Derrida zu de-konstruieren. Ziel ist, diesen hervorragenden, dennoch komplex mehrdeutigen Denker in der Dialektik Ich und Tat (Werk) zu synthetisieren durch die Betrachtungsweisen unterschiedlicher Details. Diese werden in Miniaturen im Vergleich von Stellvertreterpositionen zu erhellen versucht, Illumination, um einen Benjaminschen Ausdruck zu verwenden, könnte man dieses denkende Sehen nennen. Auf dem Wege wird Sloterdijk begleitet von (1) Luhmann, ebenso Vollendungsarbeiter des Denkens, (2) Freud, der mit Moses, der Ägypter die Vorlage zum Titel gab, (3) Thomas Mann, der mit Joseph und seinen Brüdern die alttestamentarischen Ideen ebenso bewegte, (4) Borkenau mit seiner psycho-historischen Kulturbetrachtung zum Tode, (5) Debray, der den Migration fähigen Gott in seiner Wandlung und Interpretation beleuchtet unter dem Gesichtspunkt der Transportabilität; (6) Hegel, der die Verbindung von Willkür der Zeichen und Freiheit des Geistes herzustellen weiß; (7) Groys, der die Interpretation des Phänomens Pyramide aus Sicht der Innenkammer neu beleuchtet und den musealen Raum als den re-installierten toten Raum einer Pyramide betrachtet.
Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen; dieses ist die wittgensteinsche Vorgabe für Derrida, der allem außerhalb von Texten seine Bedeutung verweigert. Der Mensch wird so zum Abhängigen der Sprache, dem anfänglichen Wort. Nur muss dieses in seiner Bedeutung zu einem allgemeinen und gültigen Begriff säkularisiert werden.
Sloterdijk will mit diesem Essay der Sorge Derrida entgegenwirken, auf eine bestimmte Identität festgelegt zu werden. Dennoch beanspruchte Derrida für sich, im Spotlight der höchsten Intelligenz zu stehen, der intellektuellen Sichtbarkeit. Und so bleibt Sloterdijks Entscheidung, von Ferne auf Derrida zu sehen, wenn man will, auf Distanz zu gehen, ein hervorragender Verdienst gerade gegenüber Derrida, da er mit seiner Mannschaft keine bessere Wertschätzung dem großen Denker hätte vermitteln können. So stellt er in der Wahrung der souveränen Unentschiedenheit fest, dass Derrida Körper im kritisch beäugten Heimatland seit 2004 beerdigt liegt, seine Tat, sein Werk jedoch in der wortgebauten Pyramide am Rande der Buchstaben Ewigkeit verspricht.
Dass Sloterdijk wie immer ein interkontextuelles Verständnis erwartet und es auch selbst gewährleistet, muss nicht gesagt sein. Positiv anzumerken ist jedoch, dass er sich der Attitüde, neue Wortgebilde zu kreieren, fernhalten konnte und so der Hauptperson Derrida ein deutliches Tribut zollte.
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Wege der Wissenschaft: Einführung in die Wissenschaftstheorie Alan F. Chalmers Taschenbuch, Dezember 2006 Verkaufsrang: 46019 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Chalmers stellt einfach und anschaulich die Grundlagen der Wissenschaftstheorie sowie die wichtigsten Richtungen dieses Fachgebiets dar. Zum Verständnis sind keine spezifischen Vorkenntnisse nötig. Dem Autor gelingt es hervorragend, seine Leser an die klassische und neue wissenschaftstheoretische Diskussion heranzuführen. Im Mittelpunkt seiner Darstellung stehen die Bedeutung des Experiments, die naturwissenschaftlichen Gesetze und die aktuellen Trends der Debatte zwischen "Realisten" und "Antirealisten".
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Kritisch reflektierte Übersicht 5 von 5 Punkten Der etwas trockene Titel der deutschen Ausgabe kann nicht die Tatsache verstellen, dass hier jemand mit einem Enthusiasmus zu Werke gegangen ist, wie er im akademischen Betrieb seines Gleichen sucht. Der australische Professor Alan F. Chalmers hat gleichsam DAS Standardwerk geschrieben, wenn es um wissenschaftstheoretische Propädeutik geht. Seine rege weltweite Verbreitung verdankt dieses gut lesbare (und nach einiger Kritik an der Übersetzung in der 6. Auflage merklich verbesserte) Buch vor allem dem Gelingen, eine komplexe Thematik in eine unkomplizierte, beispielreiche und Laien verständliche Form zu bringen. Über eine Darstellung der verschiedenen Ansätze wissenschaftlicher Theorien hinaus geht der Autor auf aktuelle Entwicklungen ein.
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L'étranger: Texte et documents. Sekundarstufe 2 Albert Camus Taschenbuch, März 2005 Verkaufsrang: 52460 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Camus' Bestseller in neuem Gewand: Die neue Klett-Ausgabe enthält den vollständigen Text des Romans mit Worterklärungen sowie einigen Zusatztexten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
L'absurdité de l'existence ... mal schauen, ob das auf Französisch veröffentlicht wird 5 von 5 Punkten L'idée maîtresse d'Albert Camus est la découverte d'un désaccort complet et irrémédiable entre le monde et l'homme. Le monde, dans lequel l'homme est prisonnier, n'a pour lui aucun sens. Ni connaissance, ni action ne conduisent à une certitude sur l'essence du monde. Mais cet homme porte en lui un désir insatiable de clarté, de sûret}t, de bonheur, de justice. Cette contradiction entre un monde absurde et l'homme raisonnable est insoluble. Il n'y a donc au monde aucune sécurité, aucun bonheur durable, aucune immortalité pour l'homme. Mais pourtant, celui-ci ne doit pas s'abandonner à l'inaction et à désespoir passif. Au contraire, il doit protester contre l'absurdité de son existence.
Les impressions sensorielles sont tout-puissantes et bivalentes: Meursault aime le soleil mais à cause de ceci, il mourra! ...
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Das Primat der Wahrnehmung Maurice Merleau-Ponty Taschenbuch, November 2003 Verkaufsrang: 146736 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In drei erstmalig übersetzten Selbstdarstellungen aus den Jahren 1933, 1934 und 1946 entwirft Maurice Merleau-Ponty das Programm einer dezidiert phänomenologischen Wahrnehmungsphilosophie. Beginnend mit vorausschauenden Andeutungen über seine zukünftigen Absichten, Kritiken seiner philosophischen Gegner und Beschreibungen seiner angestrebten Methoden, endet er mit einer faszinierenden Verteidigung seiner berühmten These vom Primat der Wahrnehmung. In der Perspektive der epochalen Phänomenologie der Wahrnehmung erscheint das Phänomen der Wahrnehmung mehr als nur ein mögliches Thema der Phänomenologie zu sein: Das Primat der Wahrnehmung impliziert Konsequenzen für die Philosophie in all ihren Erscheinungsformen. Merleau-Pontys Entdeckung der Wahrnehmung wird zu einem gleichermaßen aktuellen wie radikalen Programm für das phänomenologische Philosophieverständnis.
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Theorie des kommunikativen Handelns (2 Bände) Jürgen Habermas Taschenbuch, 2006 Verkaufsrang: 56418 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Theorie des kommunikativen Handelns dient der Klärung der Grundlagen einer kritischen Gesellschaftstheorie. Der Grundbegriff des kommunikativen Handelns erschließt den Zugang zu drei Themenkomplexen, die miteinander verschränkt sind: zum Begriff der kommunikativen Rationalität, zu einem zweistufigen, die Paradigmen von Handlung und System verknüpfenden Gesellschaftskonzept und zu einem theoretischen Ansatz, der die Paradoxien der Moderne mit Hilfe einer Unterordnung...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Eine Fortführung der Kritischen Theorie 4 von 5 Punkten Habermas möchte mit diesem riesigen Buch vor allem die Kritische Theorie weiterführen. Er selbst war Schüler von Adorno und Horckheimer, die diese Theorie kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt erschufen und deren Ziel eine Anlehnung an die Thesen von Karl Marx war. Habermas möchte also die Gesellschaft kritisieren. Er meint, es gäbe wirklich soziale Pathologien in der westlich-kapitalistischen Gesellschaft. Na sowas. Sein Buch ist zweigeteilt. Auf der einen Seite versucht er die Leser davon zu überzeugen, dass die Zukunft nicht mehr dem zwecktätigen, sondern dem verständigungsorientierten Handeln gehört. Auf der anderen Seite liefert er Argumente, mit denen die zukünftigen Leiter der verständigungsorientierten Gesellschaft, die Meinungsmacht behalten sollen. Da wäre vor allem der Kerngedanke der "Kolonialisierung der Lebenswelt". Habermas meint, im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung hätte sich eine Spaltung in System und Lebenswelt vollzogen. Damit erinnert er schwer an Ferdinand Tönnies und dessen Konzept von Gemeinschaft und Gesellschaft. Habermas auf jeden Fall ist auf der Seite der Lebenswelt und er sagt, die dürfe eben nicht kolonialisiert werden, das heißt zum Beispiel, dass in Lebensweltbereiche Marktmechanismen nicht eingreifen sollten. Somit ist Habermas ein Gegner der Privatisierung. Mir kommt dieser ganze Text ein bisschen veraltet vor. Er klingt noch nach kaltem Krieg und Rot-Grün. Irgendwie zu zeitgebunden. Trotzdem vier Punkte, weil es doch ein ziemlich einflussreiches Buch und der Autor ein angesehener Denker ist.
Habermas Hauptwerk 5 von 5 Punkten Die Theorie des kommunikativen Handelns kann man mit Fug und Recht als das Hauptwerk des Philosophen Jürgen Habermas bezeichnen. Hierin entwickelt Habermas seine eigene Theorie der Gesellschaft, die versucht, Ansätze der modernen Sprachphilosophie, der Systemtheorie, der Rationalisierungstheorie Webers und der soziologischen Lebensweltanalyse zu verbinden. Im Zentrum steht dabei die Erkenntnis, dass sich durch zunehmende gesellschaftliche Rationalisisierung und Arbeitsteilung Subsysteme aus der kommunikativen Lebenswelt des Individuums herausdifferenzieren, diese Systeme wiederum aber mit ihrer spezifischen, vom Individuum unabhängigen Eigenlogik die Lebenswelt kolonisieren. Das bietet für Habermas zum Schluß den Anknüpfungspunkt an die Kritische Theorie, für die seines Erachtens die Analyse dieser Kolonisierung der Lebenswelt im Vordergrund stand. Habermas Buch ist sehr umfangreich und strotzt vor philosophischer und soziologischer Quellenkenntnis. Jedoch erscheint mir persönlich der Ablauf der Untersuchung etwas "zusammengesetzt": Detaillierte Studien verschiedener philosophischer und soziologischer Theorien wechseln sich ab, und manchmal fragt man sich während des Lesens, was der jetzige Abschnitt mit dem vorigen gemein hat. Meiner Meinung erschließt sich der Sinn mancher Untersuchungen erst gegen Ende des Buches. Dann aber macht das Ganze einen Sinn, und die Theorie erweist sich als überraschend überzeugend. |
Also sprach Zarathustra Friedrich Nietzsche Taschenbuch, Januar 1978 Verkaufsrang: 36265 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Durch den "Umsturz aller Werte" sollte, so Nietzsche, ein neues Menschentum entstehen. In seinem 1883 veröffentlichten Hauptwerk "Also sprach Zarathustra" wird Philosophie zur Dichtung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 21 Bewertungen)
preiswerte Philosophie (auch für nicht-Philosophen) 5 von 5 Punkten
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich im Vorfeld nicht
ein Stück mit Leben und Werk Nietzsches beschäftigt habe.
Ich habe auch mit Sicherheit nicht alles verstanden, was Nietzsche/Zarathustra
uns sagen will. (Deswegen werde ich mich auch in keinster Weise zum Inhalt
äußern oder einen Interpretationsansatz wagen).
Ich habe teilweise während der Lektüre derbe geflucht, weil sich mir der Sinn
in verschiedenen Kapiteln nicht sofort/gar nicht offenbart hat.
Ganz oft musste ich Sätze 2 oder 3x lesen - was mich grundsätzlich schonmal
wahnsinnig macht und mehr als einmal hatte ich das Gefühl "ich verstehe was er sagt,
aber ich weiß nicht, was er meint".
Und trotzdem finde ich dieses Buch GROßARTIG! Schon allein der Sprache wegen.
Sätze wie Musik. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll.
Das Buch ist wunderschön geschrieben, der Text toll gegliedert und der Preis
unschlagbar. Bücherwurmherz, was willst du mehr.
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Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens Humberto R. Maturana, Francisco J. Varela Taschenbuch, Dezember 1990 Verkaufsrang: 91585
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Richtungweisendes Werk 5 von 5 Punkten Das Buch ist - anders als viele andere Veröffentlichungen der Autoren - angenehm zu lesen. Außerdem werden die Texte durch zahlreiche Bilder und Tabellen aufgelockert. Maturana und Varela ist mit dem Begriff der Autopoiesis eine konstruktivistische Definition für Lebewesen gelungen. Musste man sonst immer alle möglichen Eigenschaften aufzählen, die charakteristisch für das Leben sind (so dass nie ausgeschlossen werden konnte, dass noch ein paar fehlten), so wird hier im wesentlichen gesagt, dass sich Lebewesen selbst konstruieren: Produzent und Produkt sind identisch. Diese rekursive Definition wird sicherlich nicht auf Anhieb leicht verständlich sein, trotzdem lohnt es sich sehr, den Argumenten der Autoren zu folgen.
Etwas problematisch erschien mir die Erklärung für die eigentliche Fortpflanzung. Gemäß der Definition der Autopoiesis ist ein Lebewesen auch dann ein Lebewesen, wenn es sich nicht fortpflanzt. Das ist einleuchtend, weil auch der übliche Sprachgebrauch das so sieht. Der Nachteil ist nur: Aus der Autopoiesis lässt sich dann nicht erklären, warum sich Lebewesen fortpflanzen.
Wegweisend auf dem Gebiet des Konstruktivismus 5 von 5 Punkten Was ich allgemein zum Buch sagen soll... naja. Zum einen gibt es viele umständliche Erklärungen und Fachbegriffe(Das ist bei Biologen wohl normal). Zum anderen gibt es sehr viele graphische Darstellungen, sodass das Buch durch so wenig Text und so viel Bild etwas einem Bilderbuch ähnelt(In keinster Weise abwertend gemeint).
Auf jeden Fall gibt es viele tiefgreifende Denkanstösse, die der Autor verständlich vor zu bringen vermag. Zunächst war ich mir auch nicht sicher, ob ich mir dieses Buch trotz des vielen positiven Feedbacks kaufen soll. Mit Biologie habe ich nämlich wirklich garnichts am Hut und ich wußte nicht, welchen Inhalt dieses Buch birgt.
Ich wurde auf jeden Fall sehr zum Guten hin überrascht, wie ich es nicht geahnt hätte. Der Autor greift sehr tief und denkt(vor allem für einen Biologen!) erstaunlich praktisch und philosophisch.
Absolut empfehlenswert. Streckenweise anstrengend, aber mitreissender geschrieben und schöner gestaltet als alle mir bekannten Bücher zum Thema Konstruktivismus.
Brilliant 4 von 5 Punkten Zumindest die ersten 8 Kapitel dieses Buches sind von bestechender Stringenz und vermitteln ein übersichtliches und klar aufgebautes Bild der Theorie autopoietischer Systeme und des entsprechenden Evolutionskonzeptes. Danach gehen die Autoren leider - und relativ knapp - in das Gebiet der Sprachentwicklung und Kulturgenese über und versuchen am Ende auch noch, die dargestellten Prinzipien als Grundlage einer Ethik einzuführen. Das ist schade und widerspricht eigentlich dem in den ersten 8 Kapiteln aufgebauten Grundkonzept. Ich empfehle bei vertieftem Interesse, ab Kapitel 9 hinsichtlich Semantik, Sprache, Gesellschaft und vor allem: Ethik Niklas Luhmann hinzuzuziehen. Der ist zwar (erheblich) sperriger, aber die Themen sind dort besser aufgehoben.
Maßgeblich 5 von 5 Punkten für jede Diskussion über Erkennen. Natürlich wird hier ein Fokus gesetzt(die Biologie) und anderes ausgeklammert(die Philosophie zB, die Gehirnforschung, die zT ja angrenzt), aber was will man erwarten? Seine Vorlesungen sind überfüllt, er wird gefeiert wie ein Popstar. Und das obwohl er GEGEN die MATRIXTHESE arbeitet, indem er nicht philosophiert, sondern bloß davon ausgeht, das herausarbeitet: was wir wahrnehmen können, ohne über eine wahrere Wirklichkeit zu räsonieren. Ein Albumtitel von Fettes Brot heißt:" auf einem Auge blöd.
Autopoiesis und Konstruktivismus 5 von 5 Punkten H. Maturana und sein Schüler F. Varela fassen in diesem Werk die wichtigsten Erkenntnisse ihrer (neuro)biologischen Forschungen für ein breites Publikum zusammen. Die ungemein gute Lesbarkeit steht dabei im Gegensatz zu den sonst sehr anstrendenden Werken H. Maturanas, dessen komplexe Darstellung die Sprache des öfteren in die Knie zwingt. Nicht so im "Baum der Erkenntnis"! Die wichtigsten ihrer bahnbrechenden Konzepte der autopoietischen Organisation lebender Systeme und der Gedanken zu einer konstruktivistischen Erkenntnistheorie sind klar und faszinierend dargestellt und machen das ausder Hand legen dieses Buches schwierig!
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Aristoteles Otfried Höffe Broschiert, März 2006 Verkaufsrang: 80342 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Aristoteles gebührt selbst im kleinen Kreis der großen Denker ein besonderer Rang. Die Spätantike spricht vom "göttlichen Aristoteles" (Proklos). Das Mittelalter nennt ihn, von al-Farabi über Albert den Großen bis Thomas von Aquin, schlicht "den Philosophen". Und noch Leibniz sagt von den Aussagen über die naturphilosophischen Grundbegriffe, sie seien "zum großen Teil vollkommen wahr". Daß Hegel ihm große Achtung zollt, ist bekannt; ähnliches gilt für Brentano und Heidegger, für Lukasiewicz und für die Analytische Philosophie. Und während bis vor kurzem die Kritik an Aristotelischen Positionen - vom Essentialismus über die Teleologie bis zum Prinzip Glück - vorherrschte, gibt es neuerdings Aristoteles-Freunde in der philosophischen Handlungstheorie und der Ethik, in der Topik und Rhetorik, der Politischen Philosophie, der Sozialtheorie, selbst der Ontologie. "Alle Menschen streben von Natur nach Wissen. Dies zeigt ihre Liebe zu den Sinneswahrnehmungen. Denn sie leiben diese Wahrnehmungen unabhängig vom Nutzen."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Der Gigant der Antike 5 von 5 Punkten Das vorliegende Buch ist eine souveräne und geschickt strukturierte Einführung in das Werk des Aristoteles, die ganz unprätentiös daherkommt. Doch nach den knapp 300 Seiten hat mein einen guten ersten Eindruck dieses immensen Werkes, das Aristoteles vor über 2300 Jahren verfasste.
Der Autor, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie der Eberhard Karls Universität Tübingen, breitet das ganze Spektrum von Wissenschaftstheorie, Naturwissenschaften, Logik, Metaphysik und Ethik bis hin zur Sprachphilosophie aus. Die Schriften des Aristoteles beeinflussten etliche römische Denker, dann die Neuplatoniker, überlebten sogar die vielfältigen Umarmungen der Scholastik und bildeten einen dauerhaften Quell der Inspiration für die Renaissance. Kant stellte den Aristoteles dann jedoch ins Archiv der Geschichte, einzig die Sprachphilosophie scheint noch Aristotelischem Gedankengut verpflichtet zu sein.
Trotz allen Lobes verschweigt der Autor auch das teils bedenkliche Menschenbild des Aristoteles nicht, der gegenüber Barbaren, Frauen, Sklaven aber auch beispielsweise Handwerkern ein völlig unakzeptables Gedankengut vertrat. Auch seine Staatstheorie wirkt merkwürdig unvollkommen, da sie an den Grenzen der damaligen Polis endete - regional-nationale oder gar globale Ansätze fehlen.
Die Rezeptionsgeschichte des Aristotelischen Werkes hätte ich mir persönlich etwas umfangreicher gewünscht. Abaelard scheint dem Aristoteles teils recht nahe gekommen zu sein, liest man bei Clanchy, doch hier fehlt Abaelard - ein Hinweis auf ihn steht in einem anderen Zusammenhang.
Ein Anhang hält eine Zeittafel bereit, Bibliographie, Personen- und Sachregister. Die Quellenverweise sind in den Text eingearbeitet.
Trotzdem stellt dieses Buch einen hervorragenden Einstieg zu Aristoteles dar.
Umfassender Überblick 5 von 5 Punkten "Aristoteles" von Otfried Höffe ist eine Vorzeige-Einführung in die aristotelische Philosophie. Nein, mehr: Auch seine nicht-philosophischen Schriften werden behandelt (Poetik, Zoologie). Der Schwerpunkt liegt aber doch klar bei der Philosophie, vom Organon über die drei Ethiken hin zur Metaphysik, Kosmologie, etc., wobei hinter jedem Kapitel das aristotelische Denken auf seine heutige Haltbarkeit überprüft, bzw. es einer Kritik unterzogen wird. Und auch wenn es viel Kritik gibt, die Bedeutung von Aristoteles zeigt sich doch sofort, wenn Kant von Kategorien spricht, im Thomismus natürlich, bei Heideggers vielen Zitaten, sogar in der Schule wenn Dramen auf dem Unterrichtsplan stehen.Insgesamt eine absolut überzeugende Einführung in einfacher Sprache, die mit den griechischen Begriffen(wie telos, tyche, praxis, techne, theoria etc. pp.) vertraut macht. |
Kunst und Sehen. Eine Psychologie des schöpferischen Auges Rudolf Arnheim Taschenbuch, 11. September 2000 Verkaufsrang: 103033 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Kunst der Bildanalyse ist so alt wie die Kunst selbst. Arnheims Anleitung zum Sehen ist aber immer noch so jung wie bei ihrem ersten Erscheinen 1954. Arnheim ist in seinen Schriften ein immer verständlicher Vermittler. Sein psychologischer Ansatz der Kunstbetrachtung überwältigt, aber vergewaltigt den Leser nicht. An einfachen Beispielen beleuchtet er behutsam und kritisch das Wechselspiel von Form und Farbe, Raum und Licht, Bewegung und Gleichgewicht. Am Ende der Lektüre wird der Leser kaum bemerkt haben, wie viel Material ihm präsentiert worden ist: von der Steinzeit bis zu Picasso. Fast spielerisch entfaltet sich so ein breites Panorama der Kunst.
"Dieses Buch kann in der Tat zur Falle werden". Rudolf Arnheim
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Perception Theory - Rückübersetzt 5 von 5 Punkten "Theory of Perception" klingt doch viel moderner als Wahrnehmungspsychologie! Was Rudolf Arnheim, geb. 1904 in Berlin mit diesem Buch vollbrachte, ist nichts weniger als eine vollständige Übersetzung seiner gestaltpsychologischen Kenntinsse - bis 1933 in Deutschland gesammelt - mithilfe von refugee scolarships angehäuften Kenntissen angereicherten Übertragungen - bis zu einer neuen Zusammenfassung und Übertragung gestaltpsychologischer Leistungen zu einer Theorie der Wahrnehmung v.a. für künstlerische Interessen. 14 Jahre (1940-54)brauchte er, um dieses Buch zu schreiben. Es beeinflusste Generationen von KünstlerInnen und TheoretikerInnen nachhaltig, da er am Thema, am Stoff die Wirkungsweisen aufzeigt. Hoc est translatio! Das Minimum ist nicht die message. Übrig bleiben conzepts. Wo bleiben die Aufträge, ja die waren mit gemeint. Das haben die Jungen verstanden, doch wen haben sie erreicht? Lebendige Kultur ist das Credo dieses Buches, so zumindest verstehe ich es.
Interesanter Einblick 4 von 5 Punkten In diesem Buch erhält man einen doch sehr interesanten und auch hilfreichen Blick über das gewohnte, im Sehen und Betrachten, hinaus. Für Künstler (die Klärung dieses Begriffes überlasse ich anderen) können die Erkenntnisse in diesem Buch überaus hilfreich sein und auch für den Laien der wissen will warum Bilder so sind wie sie sind. Alles in allem gibt es einen Einblick in das Denken hinter der Kunst und wie die Kunst mit der sozialen Kultur verwebt ist. Einige Behauptung in diesem Buch sind aber auch störend, da sie fragwürdige Erkenntnisse überbewerten und Fragen im Raum stehen lassen -vor allem wenn man selbst in diesem Metier arbeitet.Ansonsten eignet es sich aufgrund seiner über 500 Seiten hervorragend um damit nach Kunstkritikern zu werfen. |
Was ist der Mensch? Die Entdeckung der Natur des Geistes.: Die Entdeckung der Natur des Geistes Michael Pauen Broschiert, Februar 2007 Verkaufsrang: 123296 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was die Neurowissenschaft wirklich zu sagen hat - und was nicht Die Fortschritte der Wissenschaft scheinen unser Welt- und Selbstbild immer wieder zu erschüttern. Waren es in den vergangenen Jahrhunderten die Lehren von Kopernikus, Darwin oder Freud, die für fundamentale »Kränkungen« des Menschen verantwortlich gemacht wurden, so sind es heute die Erkenntnisse der Neurowissenschaft, die unser menschliches Selbstverständnis nachhaltig in Frage stellen. Doch worum geht es bei diesen Auseinandersetzungen wirklich? Erliegen die Teilnehmer der aktuellen Debatte um das Bewusstsein und den freien Willen, den uns manche Hirnforscher absprechen möchten, nicht einem grundlegenden Missverständnis? Michael Pauen erzählt die spannende Geschichte eines Jahrhunderte alten Scheinkonflikts und zeigt, dass die Erkenntnisse der Neurowissenschaften uns nicht bedrohen, sondern - ganz im Gegenteil - das Verständnis für zentrale menschliche Fähigkeiten verbessern. · Warum die aktuelle Hirnforschung kein neues Menschenbild erzwingt · Widerlegung der Mythen von der »Kränkung« des menschlichen Selbstverständnisses durch Ergebnisse naturwissenschaftlicher Forschung · Auswege aus einem vermeintlich unlösbaren Widerspruch zwischen Natur- und Geisteswissenschaften
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Gedankenfutter satt 5 von 5 Punkten Wer von der Modernen Philosophie erwartet, dass sie uns (momentan) plausible Sichtweisen für immer komplexer werdende Welt- und Sinnzusammenhänge und somit Modelle des "Mensch-Seins" anbietet, dem liefert dieses Buch Gedankenfutter satt.
Die Ergebnisse der Neurobiologie und aktuellen Hirnforschung stellen unser Menschenbild in Frage - die "Seele" als materialistisch determiniertes Synapsengeflacker? Wir sind verunsichert, ob wir weiterhin von einem Ich, einem Selbstbewusstsein oder von Willensfreiheit sprechen können.
Der Wissenschaftsphilosoph Michael Pauen bringt Klarheit in die verwirrende Debatte. Er erzählt die spannende Geschichte eines Jahrhunderte alten Scheinkonflikts und zeigt, dass die Erkenntnisse der Neurowissenschaften uns nicht bedrohen, sondern - ganz im Gegenteil - das Verständnis für zentrale menschliche Fähigkeiten verbessern und warum die aktuelle Hirnforschung kein neues Menschenbild erzwingt.
Auch ohne Philosophiestudium und naturwissenschaftliches Spezialwissen lassen sich Pauens Argumentationsketten nachvollziehen, weil er sie, ähnlich wie seinerzeit Hofstaetter, in einen dialektischen Diskurs stellt und seine Positionen daraus nicht als Glaubensbekenntnisse, sondern als (vorläufige) Denkergebnisse destilliert.
Die im ersten Teil des Buches gewährten ausführlichen Einblicke in die historischen Diskussionen um unser jeweiliges Daseinsverständnis in Philosophie, Religion und Psychologie tragen sehr viel dazu bei, die Wechselwirkungen zwischen naturwissenschaftlichem Fortschritt und humanem Selbstverständnis zu erhellen.
Was natürlich auch, wie am Ende des Buches dargestellt, ethische Konsequenzen hinsichtlich der Manipulationsmöglichkeiten des menschlichen Gehirns hat (operative Eingriffe, Psychopharmaka, Implantate, Neuroenhancement).
Und gerade weil wir in diesen Fragen abwägen können, spricht Nichts dagegen, dass wir uns selbst nach wie vor als frei und verantwortlich handelnde Wesen begreifen können.
Der Autor:
Michael Pauen, Jahrgang 1956, ist Professor für Philosophie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zum Verhältnis von Neurowissenschaften und Philosophie und zu Fragen des Bewusstseins. 1997 erhielt er den Ernst-Bloch-Förderpreis.
Pauen, Philosophie und Neurowissenschaften 4 von 5 Punkten Das Buch versucht zentral das sog. "naturalistische Missverständnis" zu widerlegen, d.h. dass die Naturwissenschaften zur Revidierung unseres Menschenbildes führen. Im ersten Teil versucht Pauen historisch zu argumentieren. Wie er allerdings selber zugibt ist eine historische Argumentation unzureichend, wodurch dieser Teil ohne größere Erkenntnisse eher eine Einführung in die Entwicklung des Menschenbildes innerhalb der letzten 250 Jahre ist. Der zweite, brauchbarere und eigentliche Kernteil bildet Pauens systematische Argumentation.
Das gesamte Buch ist sehr klar strukturiert, durchdacht und alles sehr verständlich erklärt. Es ist sicherlich für Natur-/Neurowissenschaftler geeignet, die sich erst seit kurzem mit philosophischer Thematik befassen. Oder überhaupt für Neu-Einsteiger in das Thema. Eingefleischte Philosophen selbst werden aber vieles lesen, das sie nicht zum ersten mal hören.
Allgemein sei dieses Buch - mit einem zukunftsträchtigen Thema - jedem Interessierten empfohlen. |
Das neue Philosophenportal: Ein Schlüssel zu klassischen Werken Robert Zimmer Broschiert, Oktober 2007 Verkaufsrang: 33269 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit dem ersten »Philosophenportal« ist Robert Zimmer auf begeisterte Zustimmung gestoßen. Hier eröffnet er den Zugang zu weiteren zentralen Werken der Philosophiegeschichte, von der Metaphysik des Aristoteles bis zur Dialektik der Aufklärung von Horkheimer und Adorno. In einer Art Kurzbesichtigung beschreitet er die Räume dieser Klassiker, stellt die Kerngedanken einer jeden Schrift vor, beschreibt ihren Entstehungsrahmen und stellt den Bezug zu Leben und Denken des Autors her. Eine unterhaltsame und informative philosophische Bildungsreise!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Schnupperkurs Philosophie, Teil 2 5 von 5 Punkten Nach "Das Philosophenportal" ist "Das neue Philosophenportal" das zweite Buch, in dem Robert Zimmer Werke bedeutender Denker von der Antike bis zur Gegenwart vorstellt. An seiner Vorgehensweise hat sich nichts geändert. Die achtzehn Kapitel beginnen alle mit einer Einleitung, die den Leser neugierig machen soll, dann wird das behandelte Werk in einer auch für den Laien verständlichen Sprache vorgestellt, wobei Zimmer auch kurze Einblicke in das Leben des betreffenden Philosophen gibt, zusätzlich erläutert er die politischen und gesellschaftlichen Umstände, die zu dessen Lebzeiten herrschten. Abgesehen davon, dass Zimmer hier über andere Philosophen spricht als im Vorgängerband, z.B. über Aristoteles, Marc Aurel, Spinoza, Rousseau, Hegel, Feuerbach, Spengler, Sartre, Adorno und Gadamer, ist eigentlich alles beim Alten. Dennoch erscheint mir dieses Buch etwas trockener geschrieben als das erste. Das mag daran liegen, dass mir die Philosophen in "Das Philosophenportal" mehr zusagen als die in desem Buch versammelten, vielleicht liegt es aber auch daran, dass Zimmer sich mehrfach wiederholt und er tatsächlich nicht mehr so spritzig und unterhaltsam schreibt. Doch wie sein Vorgänger ist auch "Das neue Philosophenportal" informativ und für jeden Interessierten verständlich und das ist schließlich bei einem Buch über Philosophie die Hauptsache.
" Ich glaube nämlich, dass den Menschen ein widriges Geschick mehr als ein günstiges nützt. 5 von 5 Punkten Dieses lügt nämlich immer unter dem Schein der Glückseligkeit, während es zu schmeicheln scheint; jenes ist immer wahr, da es in seiner Veränderung die Unstetigkeit zeigt; dieses täuscht, jenes belehrt. Dieses bindet die Seelen der Genießenden mit dem Scheine lügnerischer Güter, jenes löst sie durch die Einsicht in die Gebrechlichkeit jener Glückseligkeit." ( Boethius).
Dr. Robert Zimmer stellt in diesem Buch 18 zentrale Texte der Philosophie und deren Kerngedanken vor. Er berichtet vom Entstehungsrahmen der Werke und zeigt wie die einzelnen Schriften mit dem Leben und Denken ihrer Verfasser in Beziehung stehen.
Zimmer beginnt mit Aristoteles und dessen " Metaphysik ". Für diesen Philosophen hatte die Welt der sinnlich wahrnehmbaren Dinge einen höheren Stellenwert als für seinen Lehrer Platon, auf dessen Ideenlehre Zimmer kurz eingeht.
Die Metaphysik ist kein einheitliches Buch, sondern ein Konvolut aus Vorlesungsnotizen, die sich mit den Ursachen des Seins befassen. Diese werden durch den Autor verständlich aufgezeigt.
Auch Marc Aurels " Selbstbetrachtungen " sind kurz zusammengefasst. Aurel war überzeugt, dass es dem einzelnen Menschen darum geht, die individuelle Vernunft mit der kosmischen in Einklang zu bringen. Dies ereignet sich dadurch, dass der Mensch eine bestimmte Haltung gegenüber der Welt entwickelt: Wohl lassen sich die Dinge und Ereignisse nicht verändern, jedoch das Licht in denen man sie betrachtet.
Für Marc Aurel liegt das Glück genau in dieser Haltung, aber nicht im Erwerb äußerer Güter. Der Römer versucht in seinem Text den Weg zu dieser Einstellung , die für ihn der Weg zur Weltvernunft ist, in unterschiedlichen Lebens- und Alltagssituationen dazustellen
Die zentralen Gedanken der bedeutender Schriften von Boethius , Thomas von Aquin und Nikolaus von Kues aber auch der " Leviathan " von Thomas Hobbes ( Rezension Helga König) werden in der Folge gut nachvollziehbar dargestellt . Zimmer skizziert u .a . den Begriff Naturzustand von Hobbes und macht klar , dass das was den Menschen bewegt den Zustand des Fressens und Gefressenwerdens zu verlassen und sich auf ein gesetzmäßiges Verhalten, sowie sich auf soziales Verhalten einzulassen für Hobbes die Einsicht in die Notwendigkeit ist. Es handelt sich um die Erkenntnis, dass Selbsterhaltung mithin nur in der Gemeinschaft denkbar ist. Friedliches Zusammenleben aber ist nur dann möglich, wenn der Einzelne bereit ist auf egoistische Handlungsweisen zu verzichten und auch die Interessen seiner Mitmenschen bejaht. Zimmer erklärt übrigens sehr eingängig den Stellenwert des Souveräns in Hobbes philosophischen Betrachtungen.
Die Ethik Spinozas (Rezension Helga König) wird knapp aber verständlich dargelegt und es wird die bemerkenswerte Schrift " Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand" des Philosophen David Hume kurz erläutert. Hume analysierte hier das Zustandekommen von Erkenntnis aus der Erfahrung. Seine Schriften wurden zum Ausgangs- und Bezugspunkt für alle Bemühungen des Empirismus im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Sehr gut zusammengefasst sind auch die Kerngedanken des Werkes von Charles de Montesquieu " Vom Geist der Gesetze " ( Rezension Helga König) , in denen sich der Philosoph drei verschiedenen Themen widmet :- den verschiedenen Regierungsformen und den in ihnen verwirklichten Beziehungen zwischen Bürger und Staat; den sozialen und natürlichen " Umweltfaktoren ", die die Bildung einer Verfassung beeinflussen, schließlich der Frage, welche Verfassungsmodelle es in der Geschichte gab und welche Lehren man aus ihnen in der Gegenwart ziehen kann- (vgl. S. 123)
Rousseaus " Emile " lernt man ebenfalls kennen. "Emile" zeigt, was aus einem Menschen werden kann, wenn man ihn von den schädlichen Einflüssen der Gesellschaft fernhält. Der Leser lernt den Naturmenschen gewissermaßen im Laborversuch kennen und zwar von der Geburt bis zur Eheschließung. Rousseaus Werk wurde zur einflussreichsten Erziehungstheorie in er Geschichte er Philosophie.
Hegels " Phänomenologie des Geistes " ist ,wie Zimmer schreibt, harte Kost für einen Anfänger und ohne Hilfestellung nur mit Mühe lesbar. Offenbar hängt dies mit Hegels verschachtelten Sätzen und ungewöhnlichen Wortprägungen zusammen. Bei der "Phänomenologie " handelt es sich im Kern um eine Metaphysik, genauer um eine Lehre vom Absoluten als dem letzten Grund der Wirklichkeit, in die auch erkenntnistheoretische und kulturphilosophische Erörterungen eingebaut sind.
Zimmer erwähnt, dass sich im 20.Jahrhundert vor allem unorthodoxe westliche Marxisten wie Ernst Bloch , Georg Lukacs und die Frankfurter Schule um Theodor W. Adorno und Max Horkheimer immer wieder auf die " Phänomenologie " bezogen haben, aber auch von Georg Gadamer , dem Neubegründer der philosophischen Hermeneutik übernommen wurden.
Ein weiteres Werk , das der Autor dem Leser nahe bringt, ist Ludwig Feuerbachs : " Das Wesen des Christentums". Feuerbachs Auffassung vom Menschen beeinflusste u. a. Friedrich Nietzsche aber auch den Psychoanalytiker S. Freud.
John Stuart Mills " Über die Freiheit " verteidigt das Kostbarste an der Demokratie : das Recht anders sein zu dürfen. Gerade der Umgang mit den in jeder Generation neu entstehenden " alternativen " Lebensformen, so Zimmermann, bestätigt die Auffassung Mills , dass eine Gesellschaft genau so frei ist wie ihre Minderheiten und Außenseiter.
Es folgen im Buch kurze Betrachtungen zu den Werken Oswald Spenglers " Der Untergang des Abendlandes ", Jean-Paul Sartres " Das Sein und das Nichts " ,in dem die einmalige Rolle des Menschen in der Welt herausgearbeitet wurde. Sartre verdeutlicht , dass unsere Rede von der Würde und Verantwortung oder der Kreativität des Menschen nur dann Sinn hat, wenn man dahinter den Einzelnen sieht, der in Freiheit sein Leben gestalten kann. Zimmermann unterstreicht, dass es Sartres Verdienst ist , dieser Freiheit einer philosophische Grundlage gegeben zu haben.
Die " Dialektik der Aufklärung " von Horkheimer und Adorno ist eine umfassende Zivilisationskritik. Es wird begründet weshalb, Vernunft, Aufklärung und Fortschritt, die dem Glück der Menschheit dienen sollten, zum Instrument ihres Unglücks geworden sind. "Die vollends aufgeklärte Erde ", so liest man zu Anfang dieses Werkes, " strahlt im Zeichen triumphalen Unheils". Leider!
Zimmermanns Buch endet mit der Zusammenfassung der Gedanken Gadamers in " Wahrheit und Methode " und Paul Feyerabend : " Wider den Methodenzwang ".
Ein hochinformatives Taschenbuch, das zum Weiterlesen anregt.
Empfehlenswert!
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Probleme der Philosophie Bertrand Russell Taschenbuch, 14. Juni 2007 Verkaufsrang: 68544 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Auch bei Russell ist das Ziel der Philosophie die Erkenntnis ! 5 von 5 Punkten Sir Bertrand Russell (1872-1970), der dritte Herzog zu Bedford, war Mathematiker, Sozialkritiker und Friedensaktivist. Im vorliegenden Buch befasst es sich mit den Problemen der Philosophie, dabei versucht er unmittelbare Erfahrung mit dem Weltbild der Physik zu vereinen. Der Philosoph hinterfragt Begriffe wie Erscheinung und Wirklichkeit und verdeutlicht, dass Substanz, Materie und die Gegenstände keine Realität darstellen, sondern vielmehr logische Konstruktionen sind. Dieses begründet er in der Folge dezidiert. Nicht nur Farben und Geräusche haben keinen Platz in der materiellen Welt der Wissenschaft, sondern auch der Raum , den man durch Gesichts- und Tastsinn in Erfahrung bringt, gehört dazu. Russell empfiehlt von daher zwischen Sinnesdaten und materiellen bzw. physikalischen Gegenständen zu unterscheiden. Diese Betrachtung ist notwendige Vorraussetzung für seine Erkenntnistheorie und seine Kritik an den traditionellen philosophischen Fragestellungen, wie man im Klappentext belehrt wird.
Russell setzt sich in seinem Buch mit dem Begriff des Idealismus auseinander und reflektiert einzelne Erkenntnisformen. Er resümiert, dass unser gesamtes Wissen- die Erkenntnis von Dingen, ebenso wie die von Wahrheiten - die " Bekanntschaft " zur Grundlage haben. Diese herauszufinden macht Russell sich ans Werk.
Quelle unserer Erkenntnis geistiger und seelischer Phänomene ist das Selbstbewusstsein. Sie ist die Bekanntschaft mit unseren Bewusstseininhalten bzw. unseren Gemütsbewegungen. Russell definiert :" Das Bewusstwerden von Universalien ( auf diese geht er näher ein) nennt man " begreifen" und ein " Universale, das uns bewusst ist, nennen wir Begriff."
Durch Begriffe und Beschreibung wird man in die Lage versetzt die Grenzen der persönlichen Erfahrung zu überschreiten. Wissen, welches uns auf der Grundlage der Erfahrung etwas über Dinge aussagt, die wir persönlich nicht erlebt haben, so Russell, beruht auf einer Überzeugung, die von der Erfahrung weder bestätigt noch widerlegt werden kann.
Der Philosoph erläutert anschließend wie man bei allem zur Erkenntnis allgemeiner Prinzipien gelangt , wo dabei Schwierigkeiten auftreten und zeigt schließlich die Grenzen der philosophischen Erkenntnis auf.
Ich kann nicht behaupten, dass ich Russell wirklich begriffen habe, aber er hat mir zumindest verdeutlichten können, dass in einer Welt, in der die Naturwissenschaften Vorrang vor der Philosophie besitzt, sie dennoch ihren Sinn nicht verloren hat, weil wir durch die Größe der Welt, die die Philosophie betrachtet, selber zu etwas Größerem gemacht und zu jener Einheit mit der Welt fähig werden , die das größte Gut ist, das man in ihr finden kann " (vgl. S. 142)
Aber bitte, lesen Sie selbst!
"Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel" (Russell) 5 von 5 Punkten Russell (1872-1970) wurde als Sohn einer adligen Familie, die ihren Stammbaum auf Heinrich VIII. zurückführte, geboren. Im Alter von drei Jahren verwaist, wurde er von seiner Großmutter erzogen. Von 1890 bis 1894 studierte er Mathematik und Philosophie am Trinity College in Cambridge. Wegen seiner ausgezeichneten Leistungen wurde er 1895 zum College - Mitglied gewählt, 1910 avancierte er zum Dozent. Zu dieser Zeit beschäftigte er sich überwiegend mit logisch-mathematischen Arbeiten und veröffentlichte 1910 bis 1913 zusammen mit Alfred North Whitehead die Principia mathematica, eines der wichtigsten Werke der modernen Logik. 1912 eben diesen Band der Probleme der Philosophie. Und dieser Erörterung kann man eines vorausschicken, nämlich, dass es Russell gelang, eingängig und unterhaltsam Grundideen und Fragestellungen der Philosophie ohne Verlust an Sachbezug darzustellen. Gesunder Menschenverstand und Bereitschaft, den Bahnen Russells zu folgen, ist einzige Voraussetzung des Lesers, sich den Problemen zu nähern und Erkenntnisgewinn zu erlangen.
Anschauliche Darstellung für den Leser heißt, von verständlichen und bekannten Gegenständen und Empfindungen ausgehend, ein System von Fragen und Antworten bereitzustellen, von dem aus man die philosophische Sicht erprobt, erfragt, verwirft und schlussendlich in eine Logik oder Metaphysik zur Anschauung, zur Wirklichkeit, zur transzendenten Wirklichkeit oder zum notwendigen Denksystem führt. Und in der Folge der Begriffe erkennt der Leser, wie aus Universalien (allgemeine Ideen), begreifen und Begriff entsteht, wie Materie aus Natur oder aus dem Geiste zu betrachten ist und in ihrer physikalischen wie philosophischen Existenz deutlich wird. Ihm gelingt es nahezu spielerisch, zwischen Akt des Wahrnehmung, und der Wahrnehmung an sich zu unterscheiden, so wie die Wirklichkeit in ihrer subjektiven Betrachtungsweise ebenso keine feste Größe ist und erst in der Relation zwischen Dingen der Erscheinung oder den Dingen an sich neue Erscheinungen und dahinter liegende Wirklichkeiten sich manifestieren. So wie der Tisch ein Tisch der Erscheinung ist im Sinne des Betrachtes, gelingt es Russell dennoch aufzuzeigen, das im Begriff des Tisches zwischen Menschen und ihrem Bewusstsein sich Übereinstimmungen ergeben, die es möglich machen, ungesehen darüber zu sprechen..
Farben dienen zur Anschauung ebenso, sind sie doch nur Folge reflektierter Wellenlängen des Lichtes und man kommt so leicht zu dem Standpunkt, dass es die Farbe an sich vielleicht nicht gibt, jedoch deren Erscheinung im subjektiven Standpunkt. Zumindest wird hier Bekanntschaft und Beschreibung ebenso deutlich und man wird sich wundern, inwieweit Sinnesdaten von Außen durch Introspektion zu Gegebenheiten des inneren Sinnes werden. Und während diese Rezension nun von Ihnen, liebe(r) Leser(in), gelesen wird, ist zu bedenken, dass das Wissen durch Beschreibung letzten Endes auf ein Wissen durch Bekanntschaft zurückführbar ist. Bekanntschaft kann in der Anschauung oder durch Gedanken gemeint sein, Erkenntnis durch Beschreibung ersetzt die persönliche Erfahrung und erweitert somit den erlebten Horizont. Da nun diese Einführung nah an noch spürbarer Erfahrung gelungen ist, wendet er oder Sie sich den Schlüssen zu, nämlich aus den Gegebenheiten der Erfahrungstatsachen allgemeine Prinzipien der Überzeugungstatsachen abzuleiten, die zu Schlüssen gemäß dem Prinzip der Induktion (hohe Wahrscheinlichkeit der Wiederkehr führt zum allgemeinen Gesetz), dann zu den Erkenntnissen, die von Prämissen abgeleitet, axiomatischen Charakter haben bis hin zu den Fragen der Erkenntnis a priori, die seit Kant eben nicht mehr nur analytisch (Prädikat des Subjekts) zu sein hat, sondern eben synthetisch sein kann. Es bedarf keiner Analyse des Subjekts, um zum Prädikat zu kommen.
Spätestens hier in der Frage, wie die Beweisführung in der reinen Mathematik ist und ob eine erhöhte Anzahl von Beispielen höheren Erkenntnis ermöglicht, taucht der Einfluss Cantors Mengenlehre und in gewisser Weise, wenn es um geometrische Beispiele geht, Euklids more geometrico (Elemente) auf. Die an sich einfache Sachlage wird beleitet vom Gefühl der Notwendigkeit. Man bewegt sich nicht wie in der verallgemeinerten Empirie entlang bloßer Tatsachen, die nur in dieser Welt womöglich gelten, sondern das Erlebnis, dass 2x2=4 ist, ist die besondere Art von notwendiger Ewigkeit, geltend in jeder aller möglichen Welten. Dieser Notwendigkeit muss sich alles Wirkliche und Mögliche anpassen, die Erhabenheit der Mathematik als höchste Form der Philosophie wird erlebbar.
Das Kantsche Ding an sich hält der Königsberger für unerkennbar, man könne meinen, er sei agnostisch in der Betrachtung des Unsichtbaren und ergänzt es deswegen um die Erfahrung aus der Erscheinung des Dings und vereint beide Gedanken zum Phänomenon, welches dann nicht mehr objektiv allein, sondern subjektiv besetzt wird durch die beigesteuerte Erfahrung, des apriorischen Wissens. Kant verbindet Empiristen und Rationalisten zum ewigen Frieden, und dennoch gelingt es Russell insofern es sich um Denkgesetze handelt, Kant in die Zwickmühle zu bringen, weil er den Satz vom Widerspruch wie jedes andere apriorische Urteil anwendet auf das zum Bewusstsein Gehörende wie auf das Bewusstsein selbst und findet damit die bei Kant fehlende Größe, nämlich die Welt der scholastischen Universalien oder des platonisches Ideenhimmels. Wenn Beziehungen ein Sein zukommt, ist es welches Sein? Diese Frage findet man in Annäherung beantwortet bei Platon. Aus den Aspekten vieler Handlungen werden gleiche eliminiert und diese dann dem Begriff z.B. der Sophrosyne (vgl. Rez Platon: Charminides) zugeordnet. Jede Handlung mit gleichen Aspekten hat nun Teilhabe am Wesen, das die zuvor gefundenen gemeinsamen Aspekte vereint. Dieses Wesen ist damit die Besonnenheit selbst. Ein Sein, welches zeitlos und ewig existiert im Gegensatz zur Existenz, welche mit Zeitbezug Gültigkeit hat. Sein ist das Vollkommende; Existenz ist im Fluss, also werdend.
Sollten Zweifel übrig bleiben, führt Russell den Leser in die Welt der Wahrheit und der Falschheit, lässt uns erkennen, das Meinungen in Bezug auf Wahrheit eine andere Ebene darstellen und das Wahrheit letztendlich eine aus dem subjektiven Meinen und Empfinden herausgenommene Instanz mit allgemeiner Gültigkeit ist. Es ist dasselbe, dass Erkennen ist und der Gedanke, dass Sein ist. (Parmenides) So wird dem Leser das Wissen um etwas deutlicher, zumal Irrtum und Wahrscheinlichkeit, die die Frage nach dem Wie? der Erkenntnis begleiten und in Intuition oder logischer Ableitung erhellend sein können. Die vermutet widersprüchliche Aussage der hypothetischen Wahrheit gelangt zu neuer Klarheit und zum allgemeinen Verständnis.
So wie die Grenzen der philosophischen Erkenntnis insbesondere in der Metaphysik zu allerlei Spekulationen und interessanten Beweisführungen vieler Philosophen jeder Couleur Anlass geben konnten und mussten, so zeigt sich das Überwinden wollen der Grenzen im Streben der Menschen nach absoluter Wahrheit gerade auch in den metaphysischen Ebenen. Galt noch Hegels Sichtweise vom Teil und seinem Komplement anlog des getrennten Kugelmenschens des Aristophanes im Symposion als wegweisend in der philosophischen Neuzeit, erweist sich Russell als Logiker des 20. Jahrhunderts, um am Ende die Grenzen und die übertrieben erhofften Vorstellungen der Philosophie wieder zu erkennen, auch wenn Raum und Zeit in ihrer unendlichen Teilbarkeit zu unendlichen Mengen im Cantorschen Sinne führen mussten und sich der illusorischen Unwirklichkeit der bisherigen Philosophie entziehen konnten. Es wird der Wert der Philosophie gerade in der hoffenden Ungewissheit zu sehen sein, denn nur diese erzeugt Fragen und lässt den Ausbruch der Gedanken aus dem Kerker des Körpers in eine Kontemplation zu, die den unparteiischen Blick auf das Ganze ermöglicht. Wie einst Parmenides mag man erschrecken bei dem Gedanken: Alles ist eins. Und gerade aus der einen Sicht gewinnt man die Perspektive eines Gottes und spürt aus der Büchse der Pandora die verbliebene Hoffnung als Rettung.
Dieses Buch sollte in keiner Bibliothek eines philosophisch Interessierten fehlen. Russell streift und vertieft die philosophischen Erkenntnisse und Denkmuster der bekannten Philosophen und Philosophien, erhellt zudem die zur Weisheitsliebe führenden Fragestellungen, wie es in so einer brillanten Kürze und Prägnanz nur noch Nagel gelingen konnte. Nichts anderes als eine Empfehlung gilt damit für Russell mit diesem Abriss der Probleme der Philosophie, seine in Gedanken gefasste Zeit.
Ein Klassiker des philosophischen Denkens des 20.Jahrhunderts 5 von 5 Punkten Als Bertrand Russell 1912 seine Problems of Philosophy publizierte, lagen seine mit A.N.Whitehead geschriebenen Principia Mathematica schon vor. Die in der Mathematik dadurch entstandenen und ihre Grundlagen betreffenden Probleme vor allem auf dem Gebiet der Mengentheorie bilden auch in gewisser Weise den Hintergrund der "Probleme der Philosophie". - Russell selbst ist darauf nicht weiter eingegangen.
Die "Probleme der Philosophie" sind auch heute noch ein Klassiker: ein kleines Buch das in meisterhafter Kürze so ziemlich alle Zweige der Philosophie von der Logik bis zu metaphysischen Fragen abdeckt - ein Buch, für das andere dicke Bücher benötigen, um nur einen Teil dieser Philosphie abzuhandeln.
Russell, der ja einer der fruchtbarsten Philosophen der Neuzeit und der Moderne gewesen ist - von ihm stammen rund 75 Monographien - hat die "Probleme der Philosophie" in einer für ihn typischen Weise geschrieben: anschaulich, jederzeit klar und präzise, ohne den heutzutage öfter festzustellenden Drang, Probleme durch eine unangemessene Art der Popularisierung zu trivialisieren.
Dieses Buch steht,obwohl von einem logischen Empiristen und Analytiker geschrieben, in keiner Schultradition. Russell zeigt auch in diesem Zusammenhang die seltene Fähigkeit, philosophische Probleme und Fragestellungen aus dem Kleinen zu entwickeln, anschaulich zu machen und ihre Relevanz auch für unsere Gegenwart unter Beweis zu stellen.
Dieses Buch sollte in keiner philosophischen Bibliothek fehlen.
Klasse! 5 von 5 Punkten Wie sehr R. geschätzt wird erkennt man auch an dem Skandal an der Universität Köln. Man entdeckte damals, ich glaube in den 70er Jahren, daß
die Habilitationsschrift einer Kölner Philosophieprofessorin zum großen Teil einfach von Bertrand Russell abgeschrieben war. Diese Frau wurde von
Johannes Rau damals vom Dienst suspendiert.
Verständlicher und lesenswerter Klassiker 4 von 5 Punkten Russell diskutiert in diesem Buch eine Reihe grundlegender philosophischer Probleme: Wie nehmen wir etwas wahr, und wie kommen wir zu dem Schluß, es gäbe eine materielle Außenwelt? Sind Namen versteckte Beschreibungen? Wie erkennen wir Wahrheiten, Irrtümer und Wahrscheinliches? Was kann und was nützt Philosophie? - Das Buch stammt von 1912 und ist in den meisten Punkten nicht mehr aktuell - als Klassiker ist es lesenswert, leicht verständlich und regt zum Selberdenken an - empfehlenswert. |
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