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| Philosophie | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Sprache, Politik, Zugehörigkeit Judith Butler, Gayatri Chakravorty Spivak Broschiert, September 2007 Verkaufsrang: 100958 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Buch vereint zwei der einflußreichsten Theoretikerinnen des letzten Jahrzehnts. Im Streitgespräch erkunden Gayatri Chakravorty Spivak gebürtige Inderin und führende Vertreterin der postcolonial studies und die Philosophin und Feministin Judith Butler gemeinsam Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Staates in Zeiten der Globalisierung. In dem Maß, in dem der Staat im Inneren pluraler wurde, wurden auch seine äußeren Grenzen zunehmend durchlässig. Die Begriffe ¯Staat® und ¯Nation® erscheinen nicht länger als von Natur aus deckungsgleich. In einer Welt kultureller, wirtschaftlicher, kriegerischer und klimatischer Verwerfungen, Krisen und Katastrophen, in einer Welt, die durch Migration, wechselnde Zugehörigkeiten und sich wandelnde Bindungen geprägt ist, werden Staaten immer mehr zu Provisorien und ihre Bewohner zunehmend ¯staatenloser®. Das leidenschaftliche und engagierte Gespräch spannt einen Bogen vom Palästina-Problem zum Denken des Staates in der Aufklärung und der zeitgenössischen Philosophie; von einer kritischen Diskussion der Thesen Hannah Arendts und Giorgio Agambens zu der scheinbaren Detailfrage, ob die amerikanische Nationalhymne wie schon einmal auch mit spanischem Text gesungen werden sollte.
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Gewagte Denkwege: Wissenschaftler im Gespräch mit dem Dalai Lama
Broschiert, Januar 2007 Verkaufsrang: 18436 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine aufregende Begegnung der Kulturen, der Religionen, der unterschiedlichen Denkweisen: Gespräche zwischen dem Dalai Lama, anderen buddhistischen Gelehrten und führenden westlichen Kognitionswissenschaftlern über die "Wissenschaft vom menschlichen Bewußtsein", über den Geist, das Leben und die Zukunft der Menschen.Der XIV. Dalai Lama und Träger des Friedensnobelpreises hat eine weltweite Ausstrahlung als Lehrer und spiritueller Führer.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Revolutionäres Denken 5 von 5 Punkten Der Dalai Lama ist meines Wissens nach der einzige Religionsführer, der sich ernsthaft in einen fruchtbaren Dialog mit der Wissenschaft begibt. Dabei kommt es zu so markanten Aussagen wie (sinngemäß): "Wenn die Wissenschaft eindeutig Aussagen des Buddha widerlegt, muss sich eben der Buddhismus ändern."In diesem Band sind Beiträge dieser interdisziplinären Dialoge mit den Schwerpunkten Neurologie, Experimentalpsychologie, Biologie und Physik versam-melt. Es geht u.a. um die Themen wie Methodik und Validierungsverfahren in der Wissenschaft; Wahrnehmung und Gehirn; Kognitionspsychologie; Ich, Ichlosigkeit und Sinnbewusstsein; Künstliche Intelligenz; Die Entwicklung des menschlichen Gehirns; Die Evolution des Lebens. Wer im wahrsten Sinne des Wortes seinen geistigen Horizont erweitern möchte, dem sei die Lektüre diese Buches sehr ans Herz gelegt. |
Briefe an Lucilius über Ethik. 01. Buch Seneca Taschenbuch, Januar 1977 Verkaufsrang: 143726 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die in der Überlieferung zusammengefaßten Bücher 17 und 18 der Lucilius-Briefe enthalten die Nummern 101-109. Sie behandeln die gewohnten stoischen Maximen in unerschöpflicher Variationsbreite, hier teilweise mit beeindruckenden kosmologischen und materialistischen Akzenten. Die Erörterung der Frage, wieweit der Weise dem Weisen nützen kann (Brief 109), beendet das Bücherpaar.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ohne Philosophieren ist der Geist krank ( Seneca) 5 von 5 Punkten Der Philosoph L. Annaeus Seneca befasst sich in den vorliegenden Briefen, die er an seinen Freund Lucilius schreibt, mit ethischen Fragestellungen.
Als Stoiker empfiehlt er seinem Freund in allen Belangen des Lebens Gelassenheit zu entwickeln und sich selbst zu genügen, um auf diese Weise seinen Seelenfrieden zu erlangen.
Philosophieren möge man ein Leben lang, weil nur derjenige , der philosophiert wirklich gesund sein könne.
Der Römer rät niemals vorzeitig unglücklich zu sein, sondern die Dinge immer auf sich zukommen zu lassen. Man möge sich nicht quälen mit Zukünftigem, weil es keinen sicheren Beweis für zukünftiges Unglück gäbe. Deshalb möge man Angst stets durch Hoffnung mäßigen.
Furcht einflößend für uns Menschen seien nach seiner Beobachtung, Mittellosigkeit, Krankheiten und Gewalttaten eines Mächtigeren. Wie man die diesbezüglichen Ängste verringern kann, erklärt Seneca in der Folge ausführlich.
Der Philosoph hält fest, dass man stets Hass, Missgunst und Verachtung meiden möge und stattdessen zur Philosophie Zuflucht nehmen solle, denn man möge sich um seiner selbst willen nicht gegen die sittlichen Werte verschwören, indem man zulasse, dass Gemeinheit an Macht gewinne.
Philosophie beruhe nicht auf bloßen Worten, sondern auch auf Handlungen. Sie solle den Menschen vor allem schützen, wenn der Zufall die eigenen Angelegenheiten willkürlich antreibe oder durcheinander wirbele.
Wer sich geistigen Interessen widmet, muss nach Ansicht Senecas mittellos sein oder ähnlich einem Mittellosen. Der Stoiker erklärt überzeugend weshalb Anspruchslosigkeit im Leben eines denkenden Menschen von wirklicher Bedeutung ist.
Es sei notwenig schwierige Situationen zu simulieren, um sich auf diese Weise auf schwierige Realsituationen vorzubereiten, damit man Schicksalschlägen gefestigt entgegentreten kann.
Nie möge man sich durch Reichtum und Luxus blenden lassen, denn alles kann genommen werden. Man solle sich darüber klar werden, dass man deshalb nicht sinke, sondern vielmehr emporsteige in eine andere Lebensstufe.
Genau das möge man sich bewusst machen!
Wer sich mit Philosophie ernsthaft beschäftigen, werde im Materiellen sein Seelenheil nicht mehr suchen, sondern Glückseligkeit einzig im ethischen Denken und Handeln finden.
Eine empfehlenswerte Lektüre in einer immer materieller ausgerichteten Welt.
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Friedrich Nietzsche: Gesammelte Werke
Gebundene Ausgabe, Juni 2005 Verkaufsrang: 50765 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Alle wichtigen Schriften in einem Band: Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik Unzeitgemäße Betrachtungen Menschliches Allzumenschliches Morgenröte Die fröhliche Wissenschaft Also sprach Zarathustra Jenseits von Gut und Böse Zur Genealogie der Moral Götzen-Dämmerung Der Antichrist Ecce Homo Gedichte und Sprüche
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Schnell zugreifen! 5 von 5 Punkten Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis ist wohl kaum zu überbieten. Das Buch ist ordentlich gebunden (Blauer Samteinband liegt angenehm in der Hand), gute Papierqualität, stabille Fadenbindung. Über den Inhalt muss man kaum etwas sagen, handelt es sich doch um das Lebenswerk eines der genialsten unter den Philosophen, sprachlich außergewöhnlich künstlerisch und eindringlich, kühn, immer zerstörerisch, gleichzeitig heiter und schwerelos. Ein logisch aufgebautes Gedankenwerk sollte man nier nicht erwarten. Nietzsches Philosophie ist eher ein Ausbruch des Geistes. Aber einige Perlen des Geistes wird jeder darin finden. Wer also bisher nur den Zarathustra im Regal stehen hatte, sollte hier ganz schnell zugreifen! Dieses Ausgabe geht sicher sehr schnell weg.
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Wertecoaching: Beruflich brisante Situationen sinnvoll meistern Ralph Schlieper-Damrich, Petra Kipfelsberger Broschiert, März 2008 Verkaufsrang: 130136 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mega-Stress, permanente Verfügbarkeit, globales Business - Führungskräfte und ihre Mitarbeitenden haben einiges an Stabilisierungsarbeit zu leisten, wollen sie den Forderungen einer beschleunigten Welt gewachsen sein. Wertecoachs ermöglichen ihren belasteten Klienten, eingefahrene Muster zu reflektieren, Widerstände und Krisenerlebnisse zu überwinden und sich neue Sinnmöglichkeiten zu erschließen. Für die Arbeit mit individuellen Wertesystemen stellt dieses Werk erstmalig einen Bezug zum logotherapeutischen Gedankengut von Viktor E. Frankl, her. Auf dessen Fundament findet ein spannender Transfer in acht Praxisbeiträgen mit umfassenden Methodenbeschreibungen und Vorgehensweisen statt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Sinnvoll 5 von 5 Punkten In das Buch, ganz besonders in den Theorieteil muss man sich langsam einlesen, um zu verstehen, warum die Autoren teilweise sehr philosophisch, geistig in das Buch einführen. Spätestens im Praxisteil wird deutlich, warum das so sein muss. Die Arbeit der Coachs mit den Kunden ist praktisch und regt zur eigenen Reflexion an. Die Homepage des Buches, hilft Methoden noch besser zu verstehen.
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Klassiker des politischen Denkens 02. Von Locke bis Max Weber Hans Maier, Horst Denzer Taschenbuch, März 2001 Verkaufsrang: 18228 Nach 30 Jahren legt der C.H. Beck-Verlag die beiden langbewährten Bände Klassiker des politischen Denkens in neuer Aufmachung als Taschenbuchausgabe vor. Da dies bei solchen Unternehmen keine Selbstverständlichkeit ist, sollte man hervorheben, dass wirklich alle Artikel zu diesem Zweck überarbeitet und teilweise von jüngeren Autoren neu geschrieben wurden. Herausgekommen ist dabei ein grundsolides und nützliches Nachschlagewerk: Jeder Artikel wird durch eine Zeittafel eröffnet, und eine Auswahlbibliographie ergänzt die beiden Bände. Auch wenn man den Herausgebern bei der Auswahl der behandelten Autoren keine Einseitigkeit vorwerfen kann, hätte man sich für die Neubearbeitung doch eine Reaktion auf neuere Entwicklungen des politischen Denkens gewünscht: So findet man zwar alle Namen, die man in einer solchen Sammlung ohnehin erwartet, sogar solche, wie zum Beispiel Nietzsche, mit denen man nicht in diesem Kontext rechnen würde. Doch was ist mit dem in den letzten zehn Jahren zu neuer Prominenz gelangten Carl Schmitt? Warum wurde auf John Rawls, der längst zu den Klassikern des politischen Denkens der Nachkriegszeit gerechnet werden kann, verzichtet? Hier haben die Herausgeber, offenbar fixiert auf das Ideal des Klassischen, wie aus der um diese Kategorie müßig kreisenden Einleitung hervorgeht, die Chance verpasst, mit den Bänden Anschluss an die neueren Diskussionen zu suchen. --Jens Kertscher
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Besser geht es nicht! 5 von 5 Punkten Meiner Meinung nach, sind beide Bände absolut empfehlenswert. Mir ist keine bessere Zusammenstellung der wichtigsten Staatsphilosophen bekannt. Wer sich einen Überblick über deren Leben und Werk verschaffen will, ist mit "Klassiker des politischen Denkens" bestens beraten. Besonders die Zeittafeln erleichtern das Einordnen in den geschichtlichen Zusammenhang. Die Darstellungen der Theorien ist absolut verständlich, insbesondere werden auch wichtige Passagen aus den Originalquellen zitiert. Wer sich für Rechts- und Staatsphilosophie interessiert oder sich auf eine Prüfung in diesem Gebiet vorbereitet, ist hier bestens bedient. Auch Schulreferate sollten sich damit relativ leicht bewältigen lassen.
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Denker des Abendlandes: Der Klassiker der Philosophiegeschichte Bertrand Russell Gebundene Ausgabe, Januar 2005 Verkaufsrang: 53480 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Publikationen zur Philosophiegeschichte füllen mittlerweile unzählige Bibliotheken, doch wenn der Literatur-Nobelpreisträger und Philosoph Bertrand Russell eine Geschichte des abendländischen Denkens schreibt, darf man sicher sein, dass es sich um ein Werk ganz besonderer Art handelt: Es verbindet umfassende Information mit von tiefer Humanität geprägter Erzählweise, objektive Beurteilung mit sehr persönlicher und oft pointierter Darstellung. Russell blättert die Entwicklung des philosophischen Denkens anhand der herausragenden Persönlichkeiten der Philosophiegeschichte auf und bezieht dazu stets auch den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrund mit ein. Wer in sachlich bestechender, dabei leicht verständlicher und sehr anschaulicher Weise das Wesentliche erfahren will über Pythagoras, Thomas von Aquin, Spinoza, Descartes, Hume, Galilei, Kant, Leibniz, Fichte, Rousseau, Hegel oder Marx, wird dieses Buch jedes Mal aufs neue gerne zur Hand nehmen. Russell versteht es wie kein anderer, die Leistungen und das Denken großer Gelehrter auf der Grundlage ihrer jeweiligen Gesellschaft zu beschreiben und ihre Bedeutung für unser heutiges Bewusstsein aufzuspüren. Bei aller Gründlichkeit der Darstellung beweist er stets Humor, Witz und einen untrüglichen Blick für das Eigenartige und das Einmalige, so dass man dieses Buch mal mit Spannung, mal mit Schmunzeln - aber immer mit großem Gewinn liest.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Sehr guter und verständlicher Überblick 5 von 5 Punkten Ich halte Russells Bücher "Denker des Abendlandes" oder "Die Philosophie des Abendlandes" für die gelungensten Übersichten über die Geschichte der Philosophie. Russell schreibt flüssig und klar und schafft einen gute Zusammenfassung der Philosphie von Sokrates bis Mitte des 20-ten Jahrhunderts. Für Einsteiger der Philosophie geeignet, aber auch für jeden, der sich mit Geisteswissenschaften befasst, denn Russell ist eine geeignete Quelle, um Dinge nachzuschlagen. Sehr empfehlenswert.
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Kant für Anfänger: Der kategorische Imperativ: Eine Lese-Einführung Ralf Ludwig Taschenbuch, April 1999 Verkaufsrang: 125522 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der kategorische Imperativ: Von ihm gehört haben viele, ihn zu erklären gelingt nur wenigen. Denn Kants ethische Texte zu lesen und zu verstehen ist Schwerstarbeit, und allenfalls Genies brauchen keine Hilfe. Falls Sie nicht zu dieser seltenen Spezies gehören, sollten Sie diesen Wegbegleiter zur Hand nehmen und getrost den Einstieg wagen. Aller Anfang ist leicht mit diesem Buch.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Tolle Starthilfe 5 von 5 Punkten Meine erste Veranstaltung im Philosophie Studium war ausgerechnet das mir zugeteilte Seminar "Kritik der praktischen Vernunft". Als ich mit der Lektüre begann, hatte ich das Gefühl mit dem Kopf gegen eine Mauer zu laufen.
Schon sicher das Seminar zu verlassen und in einem späteren Semester wieder aufzugreifen, habe ich mir trotzdem dieses Buch gekauft und siehe da, mit einer kleinen Starthilfe, mehr will und kann so ein kleines Anfängerbuch auch nicht sein, hat es doch noch geklappt.
Die hier geäußerte Kritik an den als "für Fortgeschrittene"" bezeichneten Kapiteln kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Erstens sind diese genauso gut erklärt wie der Rest des Buches und zweitens halte ich die klare Abtrennung von themenübergreifendem Grundlagenstoff für richtig.
Equipiert mit den Begriffserklärungen, die sowohl wichtiges philosophisches Basisvokabular wie a priori als auch Kants Definitionen von Willkür, kategorisch usw. umfassen und den textnahen, gut verständlichen Erklärungen von Kants Grundgedanken kam ich deutlich besser mit der Lektüre klar. Auch mit der Hilfe dieses Buches bleibt Kant natürlich schwer und komplex. Ein Professor in einem anderen Kant Seminar meinte kürzlich, dass man "Kant lesen"" halt einfach trainieren muss. Dieses Buch ist eine hilfreiche Begleitung für die ersten Schritte.
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Logik des Sinns Gilles Deleuze Taschenbuch, April 2003 Verkaufsrang: 113706 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Paradoxa 5 von 5 Punkten In diesem Buch, einem der vier Hauptwerke, zeigt Deleuze, daß Sinn in der Natur nicht existent ist und erst durch Sprache oder Denken produziert wird. Er entsteht zwischen den Ereignissen, die den Körpern widerfahren, und der Sprache als Ereignis, die sich auf jene bezieht. Wie man hier schon sieht, schleicht sich der Unsinn ein. Körperereignisse werden nur gedacht und durch Sprache beschrieben, sind nicht existent, obwohl es sie doch zu geben scheint. Überall scheint der Unsinn den Sinn zu verteilen. Es gibt kein sinnschaffendes Subjekt bzw. das große Objekt auf den aller Sinn hinausläuft (Entlarvung der Theologie und Tranzendentalphilosophie). Es läuft alles auf die strenge Forderung der Identitätsauflösung hinaus. Im weiteren Verlauf nimmt Deleuze wiedereinmal seine Universalgeschichte der Menschheit auf und gibt diesmal ziemlich genaue psychoanalytische Einsichten. Auch spricht der Autor von der "Großen Gesundheit", insofern könnte man das Buch jenen empfehlen, die mal ein bißchen was praktisch Anwendbares von ihm erfahren wollen. Lebt den Riss, werdet krank. |
Das Prinzip Verantwortung: Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation Hans Jonas Gebundene Ausgabe, Mai 2003 Verkaufsrang: 124911 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kein Buch eines Philosophen hat im 20. Jahrhundert in Deutschland eine derart schnelle und weite Verbreitung erfahren wie dieses. "Das Prinzip Verantwortung", in dem Jonas auf die Versöhnung zwischen Mensch und Natur setzt, ist ein Standardwerk zu den Herausforderungen unserer Zeit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Hochaktueller Klassiker - nach wie vor lesenswert! 5 von 5 Punkten Darf die Menschheit kollektiven Selbstmord begehen? Dass sie technisch dazu in der Lage ist, darüber bestehen bereits seit Jahrzehnten keine Zweifel. Die Philosophie hatte lange Zeit keine Antwort auf diese und andere Probleme des technologischen Zeitalters. Hans Jonas lieferte in seinem Hauptwerk von 1979 die philosophische Theorie zu den Bedrohungen durch die schier unbegrenzte Macht des Fortschritts. In "Das Prinzip Verantwortung" ruft er nach Zügeln, die die Menschheit von der Zerstörung ihrer selbst abhalten. Jonas zeigt auf, wieso die herkömmliche Ethik angesichts der großen Bedrohungen der Zivilisation nicht mehr hinreichend ist. Er kritisiert die Utopie des Marxismus, der genau wie der Kapitalismus auf der Ausbeutung der Natur beruht und die vergebliche Hoffnung auf einen besseren Menschen nährt. Der Philosoph hält diesem irrigen Wunschglauben das hässliche Bild des schlimmstmöglichen Endes entgegen. Nur durch die Furcht vor der Apokalypse könne die Menschheit zur Vernunft gebracht werden. Statt den Menschen mit Ernst Blochs "Prinzip Hoffnung" untergehen zu sehen, nimmt Jonas ihn mit dem "Prinzip Verantwortung" in die Pflicht. Jonas' Verantwortungsethik legte den Grundstein für eine Debatte um die Zukunft der Welt, die bis heute nichts an Aktualität verloren hat.
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Hegel, Hauptwerke in 6 Bänden (im Schuber), Leinen, Fadenheftung. Grundlinien der Philosophie des Rechts. Enzyklopädie der Philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830) Georg Wilhelm Friedrich Hegel Gebundene Ausgabe, März 2008 Verkaufsrang: 141933 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Prachtvolles Werk 5 von 5 Punkten Preiswert, sehr-gut zu hervorragende ausgabe.Wer Hegels lehre kennenlernen will, und keine von seine werke hat, dies ist ein "muss" kauf.
G.W.F.Hegel - Hauptwerke in sechs Bänden 5 von 5 Punkten Die Bücher sind sehr gut für Studenten, denn sie haben viele Informationen in der Fussnote, den Beilagen und dem Anhang, und auch Fragmente. Seitgleich mit dem historisch-kritischen Edition, Meiner. Die Bestellung Kommt schnell an. Bd1 Jenaer k.Schrtn; Bd2 PhG; Bd3 W.L. Sein(1832)/Wesen(1813); Bd4 W.L. Begriff; Bd5 Grundlinien der PhR; Bd6 Enzyklopädie (1830) |
Der utopische Staat: Morus, Utopia / Campanella, Sonnenstaat / Bacon, Neu-Atlantis Francis Bacon, Tommaso Campanella, Thomas Morus Broschiert, 1. Juni 1960 Verkaufsrang: 44970 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden (Zu dem Werke über die beste Staatsverfassung) Ich schäme mich beinahe, liebster Petrus Ägidius, Dir dieses Büchlein über den Staat von Utopia erst nach fast einem Jahre zuzusenden, das Du zweifellos schon nach sechs Monaten erwartet hast, da du ja wußtest, daß in diesem Werke die Mühe des Erfindens für mich wegfiel und ich auch über die Einteilung nicht nachzudenken, sondern nur das wiederzugeben brauchte, was ich mit Dir zusammen genauso wie Du den Raphael erzählen hörte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Für alle, die Originalität und Ingeniosität genießen und lieben! 5 von 5 Punkten In diesem Buch sind 3 der interessantesten Utopien der Renaissance zusammengestellt: "Utopia" von Thomas Morus, "Der Sonnenstaat" von Campanella und "Neu-Atlantis" von Francis Bacon. Interessant ist die Lektüre, weil sie durch und durch originell ist, waren doch zur damaligen Zeit außeropäische Staatsverfassungen noch kaum bekannt. Die Autoren mussten also, um ihre Gesellschaftentwürfe zu entwickeln, ganz auf ihre eigenen Fähigkeiten zu phantasieren und philosophieren vertrauen. Entsprechend fallen ihre Utopien teils ingeniös, teils naiv und zu einem gehörigen Teil auch katastrophal aus. Geradezu revolutionär ist beispielsweise Thomas Morus' Schilderung der sozialistisch anmutenden Besitzlosigkeit der Utopier, naiv hingegen die in allen drei Schriften immer wieder auftauchende Versicherung, die Bewohner der utopischen Gesellschaften seien von Christentum aufs Wärmste angetan und den Aposteln mehr als hold. Katastrophal fällt die utopische Konzeption aus, wenn Menschen im Dienste des Allgemeinwohls unverständliche Reglementierungen auferlegt werden, so etwa bei den Utopiern, denen Morus jegliches Spiel verbieten möchte, das im Sitzen gespielt wird (damit sie zum Zwecke der Leibesertüchtigung nur wirklich sportlichen Zerstreuungen nachgehen). Alles in allem bleibt jedoch bei allen drei Entwürfen ein Eindruck der Hochachtung zurück für drei eigenständige Denker, die, in einer Zeit, in der es weit weniger als ein tausendstel der heute verfügbaren Literatur gab, eigenständig einen ganzen Gesellschafts-Kosmos erfunden haben.
Phantasie volles Werk über eine Utopie 4 von 5 Punkten Dieses Buch zeigt die die Verhältnisse in einem totalitären System auf, alle Details sind brilliant beschrieben. Dieses Wunderbare Werk von einer negativ Utopie lädt zum lesen ein, es sollte zur Pflichtlektüre für den Deutschunterricht werden. Allerdings sind einige Stellen zu finden die einen Hang ins unwirkliche haben. Trotz allem ein sehr interessantes Buch, dass zum nachdenken anregt. Lesen ist Pflicht! |
Ein Bewußtsein von dem, was fehlt: Eine Diskussion mit Jürgen Habermas
Broschiert, April 2008 Verkaufsrang: 10747 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit seiner Friedenspreisrede eröffnete Jürgen Habermas 2001 die Auseinandersetzung mit Vertretern der katholischen Kirche: Er traf sich mit Joseph Kardinal Ratzinger. Unter dem Titel "Ein Bewußtsein von dem, was fehlt" führte er nun ein Gespräch mit renommierten Philosophen der Hochschule für Philosophie der Jesuiten. Habermas betont, daß die moderne Vernunft sich selbst nur verstehen könne, wenn sie ihre Stellung zum religiösen Bewußtsein kläre. Hintergrund für seine Argumentation ist u.a. auch die Verhältnisbestimmung von Glaube und Vernunft, die Papst Benedikt XVI. in seiner Regensburger Rede formuliert hatte. Der Band versammelt den Essay sowie die Beiträge der Debatte. Die Einleitung gibt einen Überblick über Habermas' religionsphilosophische Interventionen.
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Die Zukunft der menschlichen Natur. Auf dem Weg zu einer liberalen Eugenik? Jürgen Habermas Taschenbuch, Februar 2008 Verkaufsrang: 152596 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nach wie vor wird die Debatte über die Gentechnik und ihre Folgen lebhaft geführt. In seinem vieldiskutierten und nun als Taschenbuch vorliegenden Buch Die Zukunft der menschlichen Natur. Auf dem Weg zu einer liberalen Eugenik? bezieht Jürgen Habermas dezidiert Stellung. Er führt die philosophische Auseinandersetzung über den Umgang mit Genforschung und Gentechnik vom weltanschaulichen Streit über den moralischen Status des vorpersonalen menschlichen Lebens weg und...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Zukunft totgedacht. 5 von 5 Punkten Dieses Essay ist ein glänzendes Beispiel dafür, wie ein Intellektueller (siehe das Buch von Roland Baader „Totgedacht“) sich bemüht, uns allen die Zukunft zu verdunkeln. Schon und allein aus diesem Grunde verdient das Buch fünf Sterne. Der Text erhält keinerlei Tabelle, Formel oder graphische Darstellung und hat keinerlei Bezug zu aktueller Wissenschaft und ihren Möglichkeiten und Problemen. Dennoch glaubt der Verfasser, ohne irgendein spezielles fachliches Wissen über Genetik und Humangenetik, von einer erhabenen Position aus auf die menschlichen Ameisen herabblickend, Ihnen vordenken zu können, was sie zu tun und zu lassen haben. Seine Satzbildung ist relativ allgemeinverständlich. Der Text ist deshalb hervorragend geeignet für Theologen, Sozialpädagogen und ähnliche Leser, die in ihrem Berufsleben ohne Mathematik auskommen können und die sich um alles Sorge machen und am meisten um das, wovon sie am wenigsten verstehen. Sie werden nach dem Lesen ihre berechtigte Urangst, daß vielleicht doch der Übermensch und nicht der Mensch der Sinn der Erde sei, bestätigt bekommen haben. - Naturwissenschaftler und die Macher des wirtschaftlichen Lebens können den Text nach raschem Umblättern der Seiten weglegen bzw. ihrem Wahlkreisabgeordneten oder einem öffentlichen Bedenkenträger widmen. Ein weit besseres Buch für diesen Zweck und zu diesem Thema ist aber Steven Pinkers „Das unbeschriebene Blatt“. |
Werkausgabe in 8 Bänden: Tractatus logico-philosophicus. Tagebücher 1914 - 1916. Philosophische Untersuchungen: Bd 1 Ludwig Wittgenstein Taschenbuch, Januar 1984 Verkaufsrang: 80155 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Pflichtlektüre für alle Philosophieinteressierten! 5 von 5 Punkten Die Legenden von Wittgensteins "Mystik" im Tractatus sind Legende, das Werk eine perfekte Überschneidung aus strenger Logik und existenziellem Engagement.Doch der wahre Geheimtip in diesem Band sind die "Philosophischen Untersuchungen", Wittgensteins zweites großes (posthum veröffentlichtes) Werk, in dem er die "schweren Irrtümer" des ersten Werks korrigieren will und Wege einschlägt, die sowohl Metaphysiker als auch Neopositivisten einige Meter zurück auf den Boden bringt. Besonders zu loben ist dabei sein schnippischer Humor und die Methode, Argumentationslücken in den jeweiligen Redearten aufzuzeigen und die Deutung dem Leser zu überlassen. Wunderbar! |
Kritik der praktischen Vernunft Immanuel Kant Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 126659 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der Kritik der praktischen Vernunft (1787) begründet Kant seinen wohl bekanntesten Lehrsatz, den Kategorischen Imperativ: "Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." Der Band bietet Text und Register als unveränderten Nachdruck der von Vorländer herausgegebenen Ausgabe. Die Edition dokumentiert den Wortlaut nach der ersten Auflage von 1788. Bedeutsame Abweichungen späterer Auflagen und die Lesarten anderer Ausgaben (einschließlich der Akademieausgabe) werden angegeben. Beigegeben wurden Vorländers Ausführungen zur Entstehung der Kritik der praktischen Vernunft sowie eine Bibliographie von H. Klemme.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Wahrhaft moralisch handeln ist eine Lebensaufgabe 5 von 5 Punkten Schon Kant muss im 18. Jahrhundert(!) geahnt haben, welche dramatischen Konsequenzen sich aus dem langsamen Niedergang eines von der Metaphysik getragenen Weltbildes für die Begründung der Moral ergeben. Dieser Schwierigkeit kann der wohl bedeutendste deutsche Philosoph, dem bei seinen eigenen Überlegungen selbst "schwindlig" geworden ist angesichts der Tatsache, dass Gott auch "hinweggedacht" werden kann, nur dadurch begegnen, dass er gleichsam a priori ein moralisches Gesetz in uns "wohnen" läßt, dessen Ursprung und Gültigkeit er weder hinterfragt noch einem Rechtfertigungszwang aussetzt. Es ist einfach da.- Wer sich auf diesen Gedankengang einlässt, bleibt allerdings nicht mehr rat- und orientierungslos, sondern begibt sich mit dem großen Denker auf die Suche nach einem Lebensentwurf, dessen Kern die Suche nach dem "Höchsten Gut" ist. Was hat es damit auf sich? Es geht um ein Leben in Sittlichkeit aus Pflicht (mit dem Kategorischen Imperativ im Zentrum), das den wahren Kern der Persönlichkeit ausmacht und auch Glückseligkeit durch sinnliche Freuden im Sinne der klassischen "eudaimonia" keineswegs ausschließt. In diesem Zusammenhang spielt das Gewissen wohl die entscheidende Rolle. Richtschnur ist bei Kant, der deshalb oft als einer der letzten Retter des christlichen Glaubens bezeichnet worden ist, die "moralische Lehre der Evangelii", welcher man sich jedoch im Leben, wie Kant offensichtlich nur zu gut weiß, einzig und allein in "einem unendlichen Progressus zu nähern bestrebt sein" kann. Es ist ergreifend, wie respektvoll und bescheiden der Philosoph der Aufklärung mit den im 18. Jahrhundert vor Verwitterung und Verfall nicht mehr geschützten Säulen der christlichen Tradition des Abendlandes umgeht. Es hat mit Atheismus dann auch nichts zu tun, wenn Kant selbst nur in Verbindung mit seiner Postulatenlehre auf die Verwirklichung seines sittlichen Projektes hoffen kann: Die Existenz Gottes, Unsterblichkeit und menschliche Freiheit müssen einfach gefordert werden, wenn die Nichterreichbarkeit der sittlichen Vervollkommnung "in diesem Leben" jeden einholt. - Ein unglaublich wichtiges philosophisches Werk, dessen Lektüre unbedingt zu empfehlen ist! Kant selbst hat letzterem, weil Vernunft hier "praktisch werde", den Vorrang vor seinen anderen Kritiken gegeben.
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Der Fall Wagner. Götzen- Dämmerung. Der Antichrist. Ecce homo. Dionysos- Dithyramben. Nietzsche contra Wagner. Herausgegeben von G. Colli und M. Montinari Friedrich Nietzsche Taschenbuch, November 1999 Verkaufsrang: 96350 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Friedrich Nietzsche bei dtv
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Gelungene Zusammenfassung 5 von 5 Punkten Die in diesem Buch zusammengefassten Werke sind allesamt Spaetwerke Nietzsches. Nietzsche steht nur wenige Jahre vor seinem Versinken im Wahnsinn, er hat sich von Wagner abgewandt, ist aus seiner naturwissenschaftlichen Phase herausgetreten in seinen letzten Lebensabschnitt, in dem er den Zarathustra dichten wird und bittere Briefe gegen seine Familie und gegen Wagner in Form von kleinen Abhandlungen zusammenfasst. "Der Fall Wagner" beispielsweise ist eine bittere Abrechnung mit dem einst so geliebten Kuenstler und Freund, "Goetzen-Daemmerung" ruft zur Umdefinierung der moralischen Werte auf. In "Ecce Homo" fasst Nietzsche sein Leben zusammen und rechnet sehr hart mit seiner Familie und den Frauen ab, die sein Leben praegten (in ehrlich gesagt so harter Weise, dass ich es kaum vermochte, das Buch ganz zuende zu lesen), "Nietzsche contra Wagner" zuletzt ist wieder eine Streitschrift gegen die Kunst und die Ideenwelt Wagners. Dazwischen aber, wie eine keine Insel, finden sich die "Dionysos-Dithyramben", die tatsaechlich aus spaetesten Lebensjahren Nietzsches stammen, und eine Abhandlung in dichterisch-lyrischer Form darstellen. Hierin verwebt Nietzsche die alte Sage der Ariadne, des Labyrinths, des Minotaurs mit seinem eigenen Leben: Ariadne ist da ploetzlich Cosima Wagner (auch, wenn es nirgends erwaehnt ist, Briefe Nietzsches und das Buch "Nietzsche und Cosima Wagner" bestaetigen diese naheliegende Vermutung) und Nietzsche der Gott, der sich ihr nahen darf. "Ich bin Dein Labyrinth" wird er zur unerreichbaren Geliebten sagen. Diese lyrischen langen Verse Nietzsches sind nicht so bekannt wie sein Zarathustra, verdienen aber meines Erachtens dieselbe Zuneiung und denselben Respekt. Sie sind bezaubernd geschrieben, voller aphorismischer Bilder und malerischer Beschreibungen.Das hier vorliegende Buch also, das mehrere Werke des alten Nietzsche zusammenfasst, moechte ich allen, die an Nietzsches Leben und Entwicklung interessiert sind, empfehlen, aber auch denen, die gerne noch einmal etwas von Nietzsche lesen moechten, das so zauberhaft, dunkel und nachdenklich und dabei so schoen ist wie der Zarathustra. (Ausserhalb dieser Sammlung werden die Dionysos-Dithyramben zur Zeit nicht aufgelegt, dieses Buch allein fuer den Abschnitt der Dithyramben zu kaufen ist meiner Meinung nach bereits lohnenswert). Natuerlich aber sind im Grunde alle in dieser Sammlung enthaltenen Werke lesenswert, sei es aus historischem Interesse, aus Interesse an Nietzsche und Wagner, oder vielleicht auch, weil man selbst Argumente fuer oder gegen Wagner sammeln moechte, oder fuer oder gegen Nietzsches Philosophie. In jedem Fall also ist diese Sammlung absolut lesenswert.
Ein beachtenswerter Schluß in Nietzsches Schaffen 5 von 5 Punkten Dieses Buch stellt eine wunderbare Einführung in das Denken Nietzsches dar. Mit "Ecce Homo" liefert F.N. uns nicht nur ein verklärt - erheiterndes Bild seines Lebens (seines Kreuzganges, welches ihn stählte - wenn man F.N. Glauben schenken darf) oder interessante Einblicke in die Bedingungen und Zustände an denen er so unverkennbar heftig litt, sondern auch eine persönliche Einführung in seine geschriebenen Werke und ihren Zusammenhängen. "Der Antichrist" ist für mein Dafürhalten F.N.'s beste Niederschrift, kurz und knapp stellt er dar, wie das Christentum mißbraucht wurde, um die moralische und psychologische Dummheit der Menschenmassen zu kultivieren und sie in eine illusionäre, heile Welt hineinzulügen. Besonders delikat ist seine Abrechnung mit den Priestern, welche von selbst Aufmerksamkeit erregt, sobald man diesen Typus Mensch mit unseren heutigen Politikern, Rechtsanwälten und Wirtschaftslenkern gleichsetzt, die alle ihre neuen Kirchen so zu beherrschen wissen, wie es F.N. nachlesbar anwiederte. Auch seine beiden "WagnerAbhandlungen" sind lesenswert, und nicht nur bloße Konfliktbewältigungen eines Wagnerschülers, als was sie so gern angesehen werden. F.N. beschreibt eindrucksvoll ,was ihn von dem immer wieder gelobten Wagner trennte, die Verflachung und Instrumentalisierung Wagner's Kunst, die (deutsche)Wagnerianerei, welche er als Décadenzphänomen entblößt, und so wunderbar mit seinen tiefen Gedanken zur Kultur verknüpft. Mit seiner Kritik an den "modernen" Verhälnissen in Kunst, Religion, Moral setzt er in der "Götzendämmerung" fort und radikalilisiert sie schon fast in seinen " Streifzügen eines Unzeitgemäßen". Nicht nur seinen Standpunkt zur Philosophie und Psychologie legt er dar, sondern auch geradezu brutal seine Meinung zu den Deutschen, die für das Verständnis dieses Buches von nicht geringer Wichtigkeit ist. Entäuschend fand ich hingegen F.N.'s "Dionysos-Dithyramben", er hat lyrisch gewiß schon höhere Sphären erreicht, seine "Sprüche und Pfeile" der "Götzendämmerung" aber sind wahre Stimmungskanonen(schüsse), die wahre Leckerbissen in diesem Buch abgeben. |
Machiavelli für Manager: Sentenzen Niccolo Machiavelli Taschenbuch, Oktober 1995 Verkaufsrang: 23603 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Halbgebildet ist schhlimmer als gebildet 3 von 5 Punkten Der Autor bringt in kleinen Kapitelchen Zitate von machiavelli und gibt eine Art Quintessens seines Denkens wieder was das heute beinhalten könnte. Ein typisches Bsp. "Der Fürst muß der Stärkste sein, als lädt er seine Gegner ein und vergiftet sie" so machiavelli. Gespannt laß ich weiter, wie der Autor wohl vorliegenden Tipp in die heutige Zeit umsetzt,leider oder glücklicherweise stand da dann nicht mehr als das der Manager sich auch in der heutigen Zeit durchsetzten muß. Das geht so zu zwei dritteln des Buches dann spinnt der Autor selbst einige Überlegungen zur Firmenführung ein. Ob das Buch daran scheiter das machiavelli und seine Thesen nicht mehr so ganz in unser Demokratisches Staatsystem passt oder der Autor dies nicht vermittelt, ich bin nicht dahintergekommen.
Lediglich Zitatsammlung aus verschiedenen Werken M.'s 2 von 5 Punkten Das Buch wird meines Erachtens dem im Titel geweckten Anspruch nicht gerecht, höchstens dem Untertitel. Es handelt sich hier nicht um einen Ratgeber für Manager, basierend auf dem Gedankengut Machiavellis, sondern lediglich um eine Sammlung von Zitaten aus verschiedenen Werken Machiavellis (u.a. Il Principe, Discorsi, Die Geschichte von Florenz) die einen gewissen Bezug zu Managementaufgaben haben können und sollte daher eher einen Titel tragen wie "Zitatsammlung aus verschiedenen Werken Machiavellis". Es erinnert eher an eine Sammlung von Sprüchen, wie sie in der Kopfzeile von Terminkalendern abgedruckt werden. Nachdem sich Machiavelli in seinem Literarischen Schaffen zu einem großen Teil Macht, Staatsführung, vulgo Management, beschäftigt hat haben viele Zitate aus seinen Werken automatisch einen Bezug zu diesem Thema. Als Management- und Karriereratgeber fand ich das Buch von M.P.Basiliankov deutlich ergiebiger, da dieser Gedanken und Zitate in einen zweckgerichteten Kontext setzt, was bei L.u.E.Spagnol nicht passiert. Einzig der Schlagwortindex für die Zitate mag nützlich sein. Von einem Kauf von Machiavellis bekanntestem Werk "der Füst" hat man meines Erachtens mehr. |
Das Versprechen der Schönheit Winfried Menninghaus Broschiert, 13. September 2007 Verkaufsrang: 72003 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Macht der Schönheit ist die Macht eines ihrer Wahrnehmung eingeschriebenen Versprechens. Menninghaus Studie untersucht elementare Bestimmungen dieses Versprechens und Eckdaten seiner Geschichte bis zum heutigen Kult von styling und shaping. Sie widmet sich aber auch der Kehrseite von Schönheit und deren möglichem Scheitern. Warum müssen die Protagonisten antiker Schönheitsmythen meist früh sterben? Warum ist die Schönheit des Pfaus zugleich ein Hindernis für diesen? Was also verheißt die Schönheit? Was ist ihr Versprechen? Die Studie kombiniert die Lektüre von Schönheitsmythen mit einer umfassenden Sichtung evolutionstheoretischer Studien zur Funktion ästhetischen Unterscheidens, einer Neubestimmung von Theoremen der philosophischen Ästhetik und geschichtlichen Perspektivierungen von Schönheitseffekten. Winfried Menninghaus ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr lesenswert! 5 von 5 Punkten Winfried Menninghaus widmet sich der Schönheit beziehungsweise, wenn man dem etwas irreführenden Titel des Werkes glauben schenken darf dem 'Versprechen der Schönheit'. Was also darf man sich darunter genau vorstellen? Menninghaus untersucht auf Grundlage der Evolutionstheorie einschließlich deren weiterentwicklungen und Freudscher Psychoanalyse die Entstehung, Bedeutung und Auswirkung der Schönheit an sich und ihre Auswirkung auf die heutige Schönheitsrezeption. Formal eingerahmt (durch Kapitel 1 und Ahnung) wird diese Untersuchung durch Betrachtungen der Adonis-Mythe, die auch immer wieder Anlass für Vergleiche ist. Kapitel 2, 3 und 4 widmen sich der detaillierten Betrachtung der evolutionstheoretischen Erkenntnisse zur Ausbildung von Schönheitsmerkmale auf Grund ihrer sexuellen Funktion und der Darstellung der von Freud zum Thema gemachten Annahmen. Nach einem Kapitel über 'Sexuelle >>Wahl<< und philosophische Ästhetik' widmet sich Menninghaus den Ergebnissen einer Fülle von Studien der emprischen Schönheitsforschungen. Danach geht es an die Synthese, quasi die Aufarbeitung der Faktenlage anhand der aktuellen Verhältnisse um im achten und letzten Kapitel den Kreis zu Adonis zu schließen.
Es ist Menninghaus erstaunlich gut gelungen die vielen, relativ unterschiedlichen Theorien in seinem Werk zu verarbeiten. Hervorragend hebt deren Gemeinsamkeiten heraus, scheut aber auch keinen Moment umzulässige Vereinfachungen aufzudecken. Das führt natürlich dazu, dass das Werk keine geschlossenen Darstellung abgibt, was meiner Meinung nach anhand der Breite des Themas schlichtweg auch nicht möglich ist. Besonders gelungen ist meiner Ansicht nach Kapitel 7, in dem Menninghaus mit viel Scharfsinn und großer Exaktheit Phänomene des heutigen Schönheitskultes untersucht und zu einigen sehr interessanten Erkenntnissen kommt.
Die Einrahmung in die Behandlung der Adonis-Mythe erscheint allerings nicht zwingend notwendig. Einem Spiegel-Artikel über Menninghaus habe ich entnommen, dass der frühe Tod des Adonis gerade (oder trotz) seiner überirdischen Schönheit erst Anlass für eine derart detaillierte Beschäftigung mit dem Thema war. In so fern ist der Bezug natürlich verständlich, aber wie erwähnt zwingend notwendig erscheint er kaum (lesenwert ist er allemal).
Wer sich mit dem 'Versprechen der Schönheit' auseinander setzen will, muss allerdings bereit ein bisschen Zeit zu investieren. Es ist zwar sehr angenehm gekonntes Deutsch zu lesen, aber Menninghaus geht hier wenig kompromisslos vor und lässt jeden wissen, dass er Akademiker ist. So verständlich mir der Gebrauch von allerlei Fremdwörtern noch einscheint finde ich es allerdings ein wenig arrogant griechische Ausdrücke stumpf nicht zu übersetzen. In die selbe Richtung geht wohl auch die konsequente Missachtung der neuen Rechtschreibung (wobei ich nicht weiß, ob dies vom Verlag vorgegeben ist). Abgesehen von diesen standesdünkelbedingten kleinen Kritikpunkten kann ich aber jedem, der bereit ist ein wenig Zeit zu investieren die Lektüre nur empfehlen. Eine Investition, die sich lohnt. |
Recht und Moral: Texte zur Rechtsphilosophie
Taschenbuch, Januar 1987 Verkaufsrang: 26621 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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