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Nikomachische Ethik Aristoteles Gebundene Ausgabe, 27. Februar 2009 Verkaufsrang: 69571 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jedes Handeln und Denken strebt nach dem Guten das ist die Grundvoraussetzung für die "Nikomachische Ethik" des Aristoteles. Das ethische Vermögen des sozialen Menschen liegt für ihn im Vermeiden jedes Übermaßes, in jener "Mitte", die allein Tugend und Glück hervorbringt. Dabei zielt er nicht auf einen starren Moralkodex mit konkreten Handlungsanweisungen, sondern auf das Erreichen des höchsten Gutes im Sinne eines möglichst tugendhaften und somit glücklichen Lebens im menschlichen Miteinander. Die Klarheit und Kraft seiner Gedanken sind bis heute ungebrochen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Sehr genaue Übersetzung 5 von 5 Punkten Für das wissenschaftliche lesen dieses Werks, ob in Universität oder im Oberstufenkurs, ist die Gigon-Übersetzung sehr zu empfehlen. Am Ende des Buches ist sogar für jeden Abschnitt eine kleine Zusammenfassung dargelegt.
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Der Sinn des Lebens Terry Eagleton Gebundene Ausgabe, 1. November 2008 Verkaufsrang: 31067 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ein unmögliches und aufregendes Buch ... Es ist großartig. Es hat das Zeug zum Bestseller ... Eagleton ist demütig und deshalb heiter und ironisch. Das sind die drei Erzählhaltungen, mit denen ein Buch über den Sinn des Lebens funktioniert, auf jeder Seite lesbar bleibt ... Dass es bei der Frage nach dem Sinn des Lebens etwas zu lachen geben könnte, halten nicht ganz urteilsfeste Menschen für eher unwahrscheinlich, die glauben, ein Text über den Lebenssinn habe es mit Verquältheiten zu tun. Goldt und Eagleton überzeugen vom Gegenteil." FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG/ Christian Geyer/ 28.11.08 "Eagleton surft geistreich und kritisch durch Glücksentwürfe der Vergangenheit und Gegenwart. Glück? ... Antworten finden sich in diesem intellektuellen Schelmenstück." -STERN/ 16.10.08
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Wer vom Weg abkommt, bleibt nicht auf der Strecke. 5 von 5 Punkten "Von der Menschheit - du kannst von ihr nie groß genug denken; Wie du im Busen sie trägst, prägst du in Thaten sie aus." (Friedrich von Schiller, 1795) Welch interessantes, intelligentes und humorvolles Buch uns Lesern hier gereicht wird, ist wirklich einmalig. Zwischen Komik und Verrücktheit den Sinn des Lebens zu suchen, kann nur einem einfallen, der Humor, Ironie und eine hervorragende Komik hat. Komiker sein im weitesten Sinne wird als Voraussetzung sofort offensichtlich. Allein das Buchcover beweist, was einen erwartet. Ist nicht diese bunte Vielfalt der Buchstaben "S I N N L E B E N S" Anlaß genug zu denken, eine pointierte Aufmischung des Lebens und der Ansichten darüber zu erfahren? Sicher, wird man denken, und doch wird mehr als die Aufmachung der Gedanke in unsicheren Zeiten reizen, was wohl dem Sinn des Lebens immanent sein wird. Denn, so wie der Titel allgemein und gültig verheißt, könnte es einen Sinn des Lebens geben, der nicht einem subjektiven entspricht. Nicht der subjektive Sinn könnte hier geboten werden, sondern DER Sinn und diese vermutete Eindeutigkeit in aller Ernsthaftigkeit wird karikiert in einer frohen Farbenpracht. Steigt man ein ins Buch, begegnet dem Leser eine leichte, humorvolle Sprache, die zwischen den Leben der Allgemeinheit, der Literatur, der Philosophie und dem eigenen Erleben inhaltlich hin und her springt und letztendlich den Zusammenhang in Spiralen konisch auf die hohe Spitze zu bewegt, auf dem der Sinn des Lebens entdeckt werden könnte. Terry Eagleton (1943-), Professor für englische Literatur in Manchester, lässt somit alles kreisen, von Stufe zu Stufe höher, von Kreis zu Kreis enger, doch das Erreichen einer wirklichen Beschreibung und Definition wird nicht erreicht, auch das Erleben einer Höher-Entwicklung nicht. Vielmehr sind seine Gedanken ein Meer von Ideen aus der Geschichte aller Leben, allen Wissens, aller Vermutung. Seine kluge Art einer beiläufigen Kulturkritik macht das Lesen zu einem absoluten Vergnügen. Nichts und niemandem geht er aus dem Weg. Es mutet gar an, die Frage nach dem Sinn sei als rhetorisch zu entlarven und doch ist sie es nicht. Wie in Shakespeares König Lear gilt für diesen Autor gleiche Botschaft: "Ich werde euch die Unterschiede lehren." So gelangt man leicht zu dem, der die Fragen allen Sinns in sich vereint: Kafka. Für diesen galt die Gewissheit, dass Fragen bereits die Antwort in sich tragen oder dass es keine Antwort gibt. Was ist der Sinn des Lebens? ist so eine Frage, auf die keine Antwort passt. Die Antwort zu suchen erscheint vielmehr als evolutionäre Notwendigkeit, vielleicht sogar mit dem geheimen Wissen, dass darin eine hypothetische Gewissheit steckt. Wenn der wahre Sinn als zu schrecklich erdacht wird, wie Nietzsche vermutete, gibt es dennoch kein Halten. Schon die antike Tragödie hatte keine andere Absicht, als diesen Sinn zu suchen. In diesen wunderbaren Stücken kam letztendlich immer eines zum Vorschein: Sinn steckt in einer Entscheidung. Diese vorgespielten Lebenswahrheiten sind Anreicherung der Phantasie, um die Realität am Stillstand zu hindern. Damit der Mensch nicht auf der Strecke bleibt, muss er andere Wege gehen oder denken. Anreize mögen helfen, sich glücklich zu machen, wie es Sophokles seinem Chor immer wieder singen lies: Glücklich zu preisen sei nur der, der am Lebensende festzustellen hat, Unglück nicht erfahren zu haben. Hier entdeckt man das Individuelle, das Unteilbare als eigenes Lebensgefühl, wie es Odysseus verkörperte, während Hamlet es immer suchte. Kein Sein oder Nicht-Sein; der Sinn als Ganzes wird vom Ganzen abgeleitet, eine Teilnahme an den platonischen Ideen. Glück und Sinn haben etwas mit Glauben zu tun, damit mit Zuversicht auf etwas, was über sich selbst hinausweist. Dieses Etwas kann eine verborgene Wahrheit sein, die durchaus religiöser Art sein mag. Damit eine Art von Sein, welches außer Frage steht. Zuversicht als ein Seil, auf dem wir gehen, um diesem Sinn nahe zu kommen. Wer nachdenkt, stürzt ab. Diese Seil-Allegorie findet sich u.a. bei Nietzsche, Kafka und auch Sloterdijk. Kann es sein, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens, dass die Veröffentlichung von Büchern darüber und dass die Suche des Menschen danach an eine enge und abhängige Beziehung geknüpft sind? Ist die Verknüpfung auf ein dialogisches Erleben des eigenen Lebens in Beteiligung zum Ganzen zu sehen? Immer dann, wenn Tod und Zukunftsangst die Gesellschaft tangieren, erscheint das Leben entwertet. Der Sinn der Lebens wird hinterfragt genau in diesen Zeiten und so bleibt am Ende im ewigen Zyklus die Frage: Was ist der Sinn des Lebens? Also eine Frage, die zum Leben gehört, wie das Leben selbst. Kein Mensch kann die Aufgabe, seine Existenz zu rechtfertigen, auf andere abwälzen, so J.P. Sartre Um diese Gedanken über den Sinn im Allgemeinen und im Persönlichen und seine vice versa Bedeutung zu ventilieren, ist Eagletons Buch eine große Empfehlung. Der vollmundige Titel, als Aussage und Bestimmung definiert, verleitet, eine ewig wahre Antwort zu erhoffen. Nein, es gibt sie nicht schwarz auf weiß. Jedoch wird diese Antwort in einem selbst sein. Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst, weil der Tod das Leben beendet. Sinnsuche ist Lebenssuche fernab des Todes. Jeder gibt seinem Leben den persönlichen Sinn unter dem Verzicht auf eine vorgefertigte Zufriedenheit. Die Zufriedenheit im eigenen Leben hat den Sinn, auf den Tod vorbereitet zu sein. ~~
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Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik (insel taschenbuch) Friedrich Nietzsche Taschenbuch, 18. April 2000 Verkaufsrang: 74101 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nietzsches frühe Schrift Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik ist eine kunstnahe Rede über Kunst, ein Manifest über die Polarität der dionysischen und apollinischen Kunstkräfte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
" Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit" 5 von 5 Punkten
Endlich mal ein Werk Nietzsches, das mir wirklich gefällt! Die "Geburt der Tragödie" steht unter dem Eindruck der Pariser Commune. Im Blick auf die drohende proletarische Revolution entwirft sie eine ästhetische Ordnung, in welcher die anarchischen Gewalten der dyonisischen Natur durch die apollinischen Formkräfte verzögert und verhüllt, besänftigt und bewertet werden. Es soll keine der beiden die jeweils andere unterwerfen, jede vielmehr die Bedingung der anderen sein, so dass das Ideal ihrer Darstellung ein ästethisch hergestelltes Gleichgewicht ist: die symbolische Kultur der Gleichnisse und Parabeln, Metaphern und Mythen, in denen die wilden Triebmächte als ästhetische Energien auf das Leben wirken. Dabei handelt es sich um eine bürgerliche Kunstrevolution anstelle der realen proletarischen. Offenbar angetan von Wagners Musikdramen, entwickelte Nietzsche eine Theorie der Tragödie, der zufolge sich der Zuschauer im kollektiven Visionär des verzückten Chors wiederfinde, für den der Staat und die Gesellschaft, überhaupt die Klüfte zwischen Mensch zu Mensch einem übermächtigen Einheitgefühl weichen, welches an das Herz der Natur zurückführt. Der dithyrambrische Chor sei ein "Chor der Verwandelten", die "ihre bürgerliche Vergangenheit ihre soziale Stellung", vergessen hätten zugunsten des Dionysos-Dienstes" über den sie in appollinischen Traumgebilden Mitteilung machten. Die Bildprojektion des Dionysischen auf die Wände der appollinischen Künste bewirken das Fluidum eines neuen Kollektivgefühls. Die hier ästhetisch produzierte Gemeinschaft soll nicht nur antibürgerlich sein, sondern jenseits aller Klassen. Die orgiastische Wildheit der von Nietzsche konzipierten Dithyramben möchte offenbar einerseits die Radikalität der proletarischen Revolution in der Verneinung überbieten, andererseits ihre brandstiftende Wut in mythenbildenden Phantasien ableiten.
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Apologie des Zufälligen: Philosophische Studien Odo Marquard Taschenbuch, 1986 Verkaufsrang: 75376 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Die 'Apologie des Zufälligen' ist nach außen hin unscheinbar, wie alle gelben Reclam-Broschüren (und überdies deshalb sehr erschwinglich); von innen betrachtet ist die Sammlung ein Vergnügen, eine Erfrischung, eine Denk-, Mit- und Nachdenklust." - SFB Hörfunk
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Französisch Interpretationshilfen: Huis clos · Geschlossene Gesellschaft. Interpretationshilfe Französisch/Deutsch Jean-Paul Sartre Taschenbuch, 23. Oktober 2009 Verkaufsrang: 29151 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Diese Interpretationshilfe in deutscher Sprache erleichtert die Lektüre und vertieft das Verständnis des Dramas. Da alle Zitate auf Französisch und Deutsch vorliegen, eignet sie sich zur gezielten Vorbereitung auf Klausuren und Prüfungen in beiden Fächern. Mit Hintergrundinformationen zu Autor und Werk, einer ausführlichen Inhaltsangabe und einer systematischen Interpretation des Dramas unter folgenden Gesichtspunkten: Aufbau und Textstruktur; Charakterisierung der drei Hauptpersonen; Zentrale Themen und Aspekte; Sprache und Gestik; Interpretation von Schlüsselstellen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
für Klausurvorbereitung geeignet? 3 von 5 Punkten Ich habe die Interpretationslektüre als zusätzliche Klausurvorbereitung gekauft, musste aber feststellen, dass keine wirklich neuen Aspekte, die nicht im Unterricht aufgetaucht sind, vorkommen. die Zusammenfassungen und Übersichten zu Sartres Philosophie sind aber gelungen und bieten einen guten Überblick, doch bieten sie keine Formulierungshilfen, da alle Texte auf deutsch verfasst sind. Fraglich ist nun also, warum eine Interpretationslektüre für den Französischunterricht überhaupt auf deutsch verfasst ist, da so weder das Sprachverständnis noch Vokabelwissen besser geschult wird, und eben vorschläge zur formulierung der abstrakten philosophischen gedanken. |
Der utopische Staat: Utopia. Sonnenstaat. Neu-Atlantis: Morus, Utopia / Campanella, Sonnenstaat / Bacon, Neu-Atlantis Thomas Morus, Tommaso Campanella, Francis Bacon Broschiert, 1. Juni 1960 Verkaufsrang: 69090 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden (Zu dem Werke über die beste Staatsverfassung) Ich schäme mich beinahe, liebster Petrus Ägidius, Dir dieses Büchlein über den Staat von Utopia erst nach fast einem Jahre zuzusenden, das Du zweifellos schon nach sechs Monaten erwartet hast, da du ja wußtest, daß in diesem Werke die Mühe des Erfindens für mich wegfiel und ich auch über die Einteilung nicht nachzudenken, sondern nur das wiederzugeben brauchte, was ich mit Dir zusammen genauso wie Du den Raphael erzählen hörte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Erasmus von Rotterdam war ein Freund dieses Humanisten, den Heinrich VIII einst köpfen lies. 5 von 5 Punkten
Der Autor von Utopia, Sir Thomas More, latinisiert: Morus,( 7.2.1478-6.7.1535) , war ein englischer Staatsmann und Humanist, der nach seinen humanistischen, theologischen und juristischen Studien von 1503-29 Mitglied und seit 1523 Sprecher des Unterhauses, seit 1529 Lordkanzler unter Heinrich VIII war. Nach der Trennung der englischen Kirche von Rom durch den König , die Morus ablehnte , trat er 1532 zurück und verweigerte zwei Jahre später den Suprematseid; daraufhin wurde er wegen Hochverrat angeklagt, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Morus verfasste zahlreiche Schriften und hielt seit 1499 engen Kontakt zu Erasmus von Rotterdam. Sein Hauptwerk: " De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia ( 1516) ist der Entwurf einer idealen Gesellschaft. Der Text ist in der äußeren Form eine dichterisch-unverbindliche Erzählung, jedoch in der Sache von tiefem Ernst und revolutionärer Haltung, das Bild eines idealen sozialistischen Gemeinwesens, das er in allem dem Staats- und Gesellschaftszustand seiner Zeit gezielt entgegenstellte. Er forderte das Ende der Ausbeutung der unteren Klassen, gemeinschaftliche Produktion durch Teilnahme aller an der Arbeit, gemeinschaftliches Eigentum, Altersversorgung, freien Zugang aller zur Bildung und geistigen Gütern. Morus Ungereimtheiten nachzuweisen ist nicht schwer. Obgleich man in Morus Utopia keinen Geldverkehr kennt, ist die Insel aber eine potente Handelmacht. Sklaven gibt es eine Menge , jedoch keine erbliche Sklaverei. An diesen gedanklichen Patzern sollte man sich jedoch nicht festbeißen, denn Morus ist einer der frühesten Kritiker des Kapitalismus, wenn man so will. Nachsicht also ist geboten, sofern nicht alle seine Gedanken ausgereift erscheinen. Empfehlenswert!
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Atmosphäre: Essays zur neuen Ästhetik (edition suhrkamp) Gernot Böhme Broschiert, 27. Februar 1995 Verkaufsrang: 128306 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Empfindsame Ästhetik upj. Unter dem etwas erklärungsbedürftigen Titel "Atmosphäre" verhandelt Gernot Böhme, Professor für Philosophie in Darmstadt, die gegenwärtig zu beobachtende Re-Ästhetisierung der Natur, die den (wieder empfindsam gewordenen) Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts in allen Lebensbereichen begleitet: Ökologie, Landschaftsbetrachtung, Umwelt, Körper . . . - die "Natur" schlechthin wird nicht durch eine neue Ethik, sondern durch das Wiedererstarken einer ästhetischen Aura vor drohender Verletzung bewahrt. Das "Schauen" selbst wird zu einer Form des Bewahrens; das "Atmosphärische" einer ruhigen Abendstimmung zu einem Paradigma für die "Prävalenz des Seienden" vor jeder zerstörenden Invasion. In zwei weiteren Teilen wendet sich Böhme der Physiognomie und schliesslich den "Ekstasen" zu: Damit sind neue "Dingmodelle", neue Konzeptionen des Seins von Dingen, gemeint, die nicht mehr einfach "ausserhalb" des menschlichen Körpers stehen (etwa wie ein "toter" Flügel auf einem Konzertpodium), sondern zu einem "ekstatischen" Teil des menschlichen Körpers selbst werden - man denke etwa an eine Violine, die beim Spiel zum Klang"körper" und schliesslich zum "Körper"teil des Violinisten selbst wird.
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Die Krankheit zum Tode Sören Kierkegaard Taschenbuch, 1997 Verkaufsrang: 24949 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der äKrankheit zum Tode durchdenkt Kierkegaard mit der ihm eigenen Dialektik das Verhältnis des einzelnen zu Gott. In der Entwicklung der verschiedenen Gestalten der Verzweiflung, in denen das menschliche Selbst sein Mißverhältnis zu Gott und zu sich erlebt, wird der Weg zur Vergebung der Sünde gebahnt. Kierkegaards christlicher Existentialismus tritt in dieser Abhandlung ebenso wie in der Schrift äDer Begriff der Angst`` exemplarisch zutage, und seine Aussage über den Menschen vor Gott erweist sich als bis heute überzeugend. Die drei Reden über den Hohenpriester, den Zöllner und die Sünderin, die in dieser Ausgabe ebenfalls enthalten sind, wurden von Kierkegaard selbst zur Begleitschrift der Krankheit zum Tode bestimmt. Sie gelten als religiöser Kommentar zu den dialektischen Bestimmungen der Hauptschrift.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Existentieller kann Philosophie nicht sein 5 von 5 Punkten Dieses Werk von Kierkegaard betrifft alle, ob sie nun wollen oder nicht. Es handelt von der Verzweiflung als Grundgegebenheit im menschlichen Leben, von ihren Ursachen und Erscheinungsformen sowie möglichen Auswegen daraus. Kierkegaard bestimmt den verzweifelten Menschen als Person, die entweder verzweifelt sie selbst oder jemand anders sein will. In einer Gesellschaft, in der Religion zur kalten Konvention geronnen ist und in welcher der moderne Mensch (hier spricht ein Zeitgenosse des 19. Jahrhunderts - erstaunlich!) in Selbstgefälligkeit nur noch der Unmittelbarkeit sinnlicher Bedürfnisse sowie der Vergänglichkeit seiner irdischen Belange hinterherjagt, droht Geistlosigkeit (Kierkegaard). Die in dieser verfahrenen Lage sich entwickelnde Verzweiflung liegt in der Natur des Menschen, da dieser ein Wesen ist, das prinzipiell über sich hinaus will. Der Zustand der Verzweiflung kann oft lange latent bzw. unbewußt bleiben, bevor er dem Betreffenden in einer beliebigen Lebenssituation, z.B. bei schwerer Erkrankung, dem Verlust eines geliebten Menschen oder materieller Not schlagartig zu Bewußtsein kommt. Einen Ausweg sieht Kierkegaard ausschließlich in der bewußten Entscheidung jedes Einzelnen für eine Neubesinnung, in deren Verlauf er sich als Geistwesen erkennt und lernt, aus der Kraft dessen zu leben, der sein "Selbst" in die Welt gesetzt hat. Nur in dem Maße, in welchem der Mensch sich darauf besinnt, auf die Beherrschbarkeit von allem durch ratio zu verzichten um stattdessen das scheinbar umögliche Paradoxon zu glauben: dass Gott als der Zeitlose sich in Christus "selbst gebar" und damit zeitlich wurde um die Menschheit zu erlösen, kann er der Verzweiflung entrinnen. In diesem Horizont geht es vordergründig um ein authentisch gelebtes Christentum, dessen Botschaft dem Verzweifelten zur "Existenzmitteilung" wird, die ihn aus der Erdrückung durch die Sünde befreit. Der sich seiner wahren Bestimmung als geistiges Wesen bewußt gewordene Mensch weiß sich als in "dem Ganzen" in letzter Konsequenz aufgehoben und muss nicht mehr verzweifeln. Er erkennt sich aus den Abgründen des Daseins durch die Gnade desjenigen herausgehoben und geborgen, der ihn in die Welt gestellt hat.- Das zweifellos hellste Kapitel der gesamten Existenzphilosophie. An Kierkegaard kommt kein philosophisch Interessierter vorbei.
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Basis Bibliothek Philosophie: Hundert klassische Werke Robert Zimmer Broschiert, 7. Oktober 2009 Verkaufsrang: 51679 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Welches sind die klassischen Werke der Philosophie? Und wie kann man sich ihnen nähern? Robert Zimmer bietet in diesem Band Einstiegshilfen in Form von 100 Artikeln: von den Werken der Vorsokratiker bis zur Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas. Jeder Artikel zeichnet Argumentation und Inhalt eines Werks nach und gibt Hinweise zur Rezeptionsgeschichte. Ein Personen- und Werkregister verknüpft die Artikel und ermöglicht es auf diese Weise auch, durch Querlektüre einen ersten Überblick über die Philosophiegeschichte zu bekommen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Wertvoller Ein- und Überblick 5 von 5 Punkten Dieses Buch bietet sowohl Interessierten, die sich zum ersten Mal mit dem Thema Philosophie beschäftigen, als auch Studierenden der Philosophie eine übersichtliche Zusammenfassung über die wichtigsten Werke der Philosophie von den Anfängen bis zur Neuzeit. Die 100 Basiswerke wurden sorgfältig ausgewählt und präsentieren sich die verschiedenen Denkrichtungen betreffend in ausgewogenem Verhältnis. Endlich ein Buch mit Querverweisen! Auf diese Weise erhält man ein klares Bild der Zusammenhänge und wird das Interesse an Philosophie geweckt bzw. vertieft.
Philosophie-Lesebuch, -Lexikon & Appetitanreger 5 von 5 Punkten Robert Zimmer hat bereits in seinen Büchern wie ' Das Philosophenportal: Ein Schlüssel zu klassischen Werken' eindrucksvoll gezeigt, wie er es versteht, dem Freizeitphilosophen anschaulich die Gedanken der großen Philosophen nahe zu bringen und neugierig auf das Lesen des einen oder anderen Originalwerkes zu machen. Hier wird die Idee konsequent weitergeführt: in Kapiteln von je etwa 2 Seiten Länge gibt Robert Zimmer von 100 wichtigen Werken der Philosophie (etwa 80 verschiedene Philosophen, da einige mit mehreren Werken vertreten sind) einen kurzen Abriß über die Leitidee(n), den zeitlichen, kulturellen & biographischen Rahmen der Enstehung und die Rezeption dieser Werke. Damit gibt er dem philosophisch Interessierten wichtige Hilfestellungen: Ein spannendes und informatives Lesebuch zur Philosophiegeschichte (die Kapitel sind chronologisch sortiert). Orientierungshilfe & Appetitanreger, mit welchem Philosophen man sich gerne weiterbeschäftigen möchte. Ein Lexikon der Philosophen und Philosophiewerke, da das Buch mit zwei Indices versehen ist: eines mit allen in den Texten genannten Philosophen (nicht nur denen, denen ein eigenes Kapitel gewidmet ist) inkl. Lebensdaten sowie eines nach Werken.
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Das Design des Menschen Wolfgang Frühwald, Konrad Beyreuther, Johannes Dichgans Gebundene Ausgabe, 2004 Verkaufsrang: 39605 Die Erkenntnisse der Neuro- und der Biowissenschaften verändern die Welt in kaum nachvollziehbarer Rasanz Die Reichweite der schon heute möglichen biotechnischen Eingriffe in das Leben des Menschen stellt "Fragen einer anderen Art. Die Antworten berühren das ethische Selbstverständnis des Menschen im Ganzen." (Jürgen Habermas) Die Moderne entwirft ein Design des Menschen, das nicht nur die Oberfläche des Körpers, sondern den Körper des Menschen von Innen her verändert. Um Menschenzüchtung oder Therapie (oder auch um beides) geht der Streit, in den inzwischen die Dichter und die Essayisten ebenso verwickelt sind wie die Philosophen, die Theologen, die Neurowissenschaften und die Biowissenschaften. Das "Furchtzentrum" (Durs Grünbein) der Moderne besteht dabei in der Vermutung, dass der Mensch nicht mehr nach dem Bild seines Schöpfers, sondern sich selbst zum Bild geschaffen wird. Welches Bild macht sich der Mensch von sich selbst, damit ihm das Design der uns folgenden Generationen nicht misslingt? Dass in wenigen Generationen Menschen existieren könnten, deren Ursprünge nicht auf ein Elternpaar, sondern auf zwei im Labor gezüchtete Stammzell-Linien zurückzuführen sein werden, ist keine Utopie der fantastischen Literatur, sondern Alltag des wissenschaftlichen Fragens. Die großen Geschichten werden schon heute in bestürzend neuer Weise geträumt und erzählt. Die Texte von Das Design des Menschen sind entstanden für die Vorlesungsreihe der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur an der Universität Mainz.
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Philosophien der neuen Technologien Jean Baudrillard, Hannes Böhringer, Vilém Flusser Taschenbuch, Januar 1989 Verkaufsrang: 56744 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Alle unsere Maschinen sind Bildschirme, wir selbst sind Bildschirme geworden und das Verhältnis der Menschen zueinander ist das von Bildschirmen geworden." (Baudrillard)
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Das große Philosophenportal: Ein Schlüssel zu klassischen Werken Robert Zimmer Gebundene Ausgabe, 1. Dezember 2009 Verkaufsrang: 18851 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Robert Zimmer hat die 'schweren Bücher' leichter verpackt, macht die Kerngedanken des jeweiligen Werkes verständlich, beschreibt den Entstehungsrahmen und stellt die Verbindung zu Leben und Denken des Autors her. So wird auch der ungeübte Leser einen fundamentalen Überblick gewinnen. Die Abendzeitung, München, 18. Dezember 2009
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Philosophenportal 5 von 5 Punkten Wer hat schon Zeit, wenn er es nicht professionell tut, sich mit Philosophen intensiv zu beschäftigen. Herr Zimmer tut es für uns. Er schreibt verständlich zusammenfassend, und er versteht es, Inhalte zu vermitteln. Über ihn führt der Weg zur tieferen Begegnung mit einzelnen Vertretern der Gattung Philosophie.
Hervorranende Einführung in die Philosophie in interessanter Ausgabe 5 von 5 Punkten Die vorliegende Neuerscheinung fasst zwei Bände (Philosophenportal I und II) zusammen und kommt als preisgünstige Hardcoverversion daher. Bei dem Buch handelt es sich um eine sehr gut zu lesende und für den interessierten Anfänger enorm weiterführende Lektüre. Zimmer versteht es, in unakademischer Weise die zentralen Aussagen philosophischer Standardwerke an den Mann zu bringen. Teilweise gibt es Wiederholungen und Bezüge auf zuvor abgehandelte Philosophen, die das Wissen festigen und damit einen enormen Wert bzgl. der Wissensverknüpfung haben. Man verschlingt das Buch regelrecht und ist nach dem Zuklappen des Buchdeckels einen großen Schritt weitergekommen auf dem Wege zum Philosophiekenner! |
Gerechtigkeit als Fairneß: Ein Neuentwurf (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) John Rawls Taschenbuch, 27. März 2006 Verkaufsrang: 78585 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Buchnotiz zu : Die Zeit, 08.05.2003 Ob man nun für "Umbau, Abbau oder Ausbau" sei, ausnahmslos alle Beteiligten am Diskurs um Sozialreformen argumentieren für die unterschiedlichsten Positionen mit dem "Verweis auf Gebote der Gerechtigkeit". So scheint es für Rainer Forst an der Zeit zu sein, den Philosophen John Rawls zu lesen, um endlich zu erfahren, was "politische und soziale Gerechtigkeit" denn eigentlich heißt. Bei dem vorliegenden Band handele es sich um eine Neufassung Rawls' "Theorie der Gerechtigkeit" von 1971, die er zeit seines Lebens weiterentwickelte. Rawls' zentrale Idee sei, "dass die Gesellschaft ein faires System der Kooperation sein solle, das von allgemein geteilten Prinzipien geregelt wird." Diese Prinzipien bedeuten aber nicht bloße "Umverteilung", sondern sollen Strukturen "reiner Hintergrund-Verfahrensgerechtigkeit" herstellen können. Wesentliche Unterschiede zwischen der philosophischen Theorie und politischer Realität sieht Forst darin, dass Rawls verlangt, "wenn Güter ungleich verteilt werden, dann darf dies nur so geschehen, dass es den am schlechtesten Gestellten den größtmöglichsten Vorteil bringt." Gleichzeitig fühle sich Rawls aber auch nicht dazu berufen ein "praktisches Rezept für die Reform des Sozialstaats" zu liefern, aber nach der Lektüre sei einem auf jeden Fall "klarer", wann eine "Art der Politik das Prädikat 'gerecht'" verdiene, resümiert Forst. © Perlentaucher Medien GmbH Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003 Mit seinem letzten Werk hat der 2002 verstorbene John Rawls das Buch beendet, das vor mehr als drei Jahrzehnten seinen Ruf begründete, schreibt Martin Bauer. Denn in "Gerechtigkeit als Fairness" entwerfe er noch einmal, Kritiken aufgreifend und den eigenen Ansatz überdenkend, die Prinzipien seiner Gerechtigkeitstheorie, die er in "A Theory of Justice" erstmals formulierte. Demnach ist die Grundlage für eine gerechte Gesellschaft in den Modalitäten eines ideellen Gesprächs zu suchen, in dem sich die Beteiligten in auferlegter Ungewissheit über ihre eigene Identität und Stellung innerhalb der Gemeinschaft auf eine institutionelle Ordnung einigen. Indem er solchermaßen die "Gerechtigkeit des Gesellschaftsvertrages" mit der "Fairness des Verfahrens" begründe, erweise sich Rawls als Konstruktivist kant'scher Prägung. Bauer hebt hervor, dass Rawls, in Abgrenzung zum metaphysisch umfassenden Ansatz des ersten Buches, "ein praktisch-politisches Plädoyer für einen egalitär akzentuierten Liberalismus" verfasst hat. Er lobt außerdem die Übersetzung des Buches, in dem "jeder Satz argumentativen Scharfsinn, systematische Strenge und bürgerschaftliches Ethos versöhnt". Allerdings - und bedauerlicherweise - sei die Ethik des Amerikaners, die "menschliches Glück und soziale Existenz verwebt" sehen wolle, gegenwärtig passé; die Bürger verlangt es zuallererst nach Sicherheit, und so ist "nicht der milde John Rawls, sondern der trockene Thomas Hobbes der Mann der Stunde", glaubt unser Rezensent. © Perlentaucher Medien GmbH
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Den Liberalismus auf eine zukunftfähige Basis stellen 5 von 5 Punkten John Rawls entwirft in diesem Buch ein völlig neu fundiertes, liberales Gesellschaftsmodell. Jenseits der unmenschlichen Auswüchse radikaler Marktmodelle (wie in Europa des 19. Jahrhunderts oder auch in den sich entwickelnden Staaten der dritten Welt) entwirft Rawls ein Modell, welches die Fairneß ins Zentrum der Überlegungen stellt. Die Fairness fordert insbesondere Zugangsmöglichkeiten aller zu politischen und wirtschaftlichen Institutionen; d.h. die Gewährleistung von Chancen ist sicherzustellen. Dem Staat werden somit anstatt weitgehender verteilungspolitischer Aufgaben, in erster Linie ordnungspolitische Aufgaben zugewiesen. Natürlich werden dabei die wesentlichen Erfolge des Liberalismus wie persönliche Freiheit, Rechtssicherheit und rechtliche Gleichstellung weiterhin betont. Es werden darüber hinaus jedoch auch Grundprinzipien des politischen Konsenses moderner Gesellschaften, insbesondere die Forderung nach Gerechtigkeit in wirtschaftlichen Fragen, welche sich erst nach der Hoch-Zeit des klassischen Liberalismus etablierten, mit aufgenommen. Methodisch lehnt Rawls die wirklichkeitsfernen Modelle der klassischen liberalen Denker wie die 'Urgesellschaft' ab und bezieht sich konsequent auf reale, moderne Gesellschaften. Damit gelingt es ihm, dem Liberalismus ein neues, zukunftfähiges Fundament zu geben, welches ihm erlauben, Antworten auf Probleme moderner Staaten, insbesondere der Überforderung etwa im Bereich Versorgung, zu geben. Insgesamt eröffnet Rawls dem Liberalismus durch seinen Neuentwurf, sich als ein Gesellschaftmodell des 21. Jahrhunderts neu zu etablieren. |
Meister Eckhart. Oder Der Weg zur Gottesgeburt im Menschen. Eine Hinführung Eckard Wolz-Gottwald, Eckard Wolz Gottwald Taschenbuch, 2008 Verkaufsrang: 37356 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Zum Inhalt des Buches: Nach einer einleitenden Vorbereitung der methodologischen Fragen und des historischen Horizonts - die mystische Bewegung im Europa des 14.Jahrhunderts, die Eckhart-Rezeption über die Jahrhunderte hin, die "Problematik" um die Einordnung von Eckharts Lehre in Philosophie oder Mystik - arbeitet die Untersuchung (abweichend von zahlreichen anderen Eckhart-Interpretationen) Eckharts Hinführung zur Gottesgeburt im Inneren der Seele heraus. Dabei zeigt sich einmal mehr, daß in der abendländischen Philosophie und hier insbesondere in der deutschen Mystik Parallelen zur indischen Weisheit und yogischen Lebenspraxis bestehen, die dem heutigen Bedürfnis nach Bewußtseinserweiterung, Integralität und existentieller Selbstverwirklichung voll Rechnung tragen. "Ruhe", "Sammlung" und "Gelassenheit" als die drei Aspekte auf dem Weg zur Gottesgeburt weisen über die Kopfarbeit am Beginn weit hinaus in die Bereiche yogischer Enthaltsamkeit, meditativer Konzentration auf die Einheit mit dem Absoluten und das "Loslassen" allen Verlangens bei gleichzeitigem Sicheinlassen in das göttliche Geschehen, das sich von seinem Wesen her jeglicher Machbarkeit entzieht (Gnade). "Die ganz aus den Eckhartschen Texten - den lateinischen und deutschen - erarbeitete Studie besticht durch ihre Beschränkung auf die zentralen Gedanken des Meisters und ihre nie aufdringliche Interpretationssprache" ("Neue Zürcher Zeitung"). Über den Verfasser: Eckard Wolz-Gottwald, geboren 1957 in Möckmühl (Baden-Württemberg). 1982 erste Forschungsreise nach Indien. 1984 Promotion in Philosophie. Lehrt heute an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster und ist in der Yoga-Lehr-Ausbildung verschiedener Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Ein zentrales Fundament seiner 30-jährigen Studien- und Lehrzeit bildet die Meditationspraxis. Einem breiteren Publikum bekannt wurde er durch seine Bücher zur spirituellen Philosophie in Ost und West. Sein „Yoga-Philosophie-Atlas“ gilt heute als Grundlagenwerk der Yoga-Philosophie. Im Verlag Hinder + Deelmann erschienen von ihm: „Therapie und Spiritualität. Autogenes Training – Meditation – Yoga“ (zusammen mit K.-E. Bühler, 1989) und „Heilung aus der Ganzheit. Ayurveda als Philosophie in der Praxis“ (1991).
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Empfehlenswerte Einführung 5 von 5 Punkten Ich wollte eine gut lesbare und nicht zu verwirrende Einführung in das Denken Meister Eckharts und muss sagen, dass ich bei diesem Buch wirklich fündig geworden bin. Ich lese momentan auch ein anderes Buch, in dem Eckhart zitiert wird und freue mich, dass ich auf der Basis des Buches von Wolz - Gottwald die meiste Zeit verstehe, worum es geht :-). Sich mit Eckhart zu beschäftigen erfordert eine totale Umdrehung des Denkens. Wolz - Gottwald ist darin ein wunderbarer Lehrmeister.Er wird wissenschaftlichen Ansprüchen auch durchaus gerecht. Sicher eine tolle Einführung für Philosphie- und Theologiestudenten. Wer allerdings die Schriften Eckharts im Original lesen und wirklich verstehen will, der besorgt sich sicher besser eine Ausgabe mit umfangreicherem Kommentar. |
Die Regierung des Selbst und der anderen II Der Mut zur Wahrheit: Vorlesung am Collège de France 1983/84 Michel Foucault Gebundene Ausgabe, 15. März 2010 Verkaufsrang: 30408 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die lange erwartete Vorlesung aus Foucaults letztem Lebensjahr konfrontiert Sokrates mit den Kynikern, die strahlende Gründergestalt der abendländischen Philosophie mit den selbsternannten Underdogs des Denkens. In der für seine späten Texte so typischen Mischung aus Radikalität und Abgeklärtheit verfolgt Foucault die letzte große Frage seines Denkens: die Frage nach der parrhesia, nach dem freimütigen, schutzlosen, das eigene Leben aufs Spiel setzenden Sprechen. Lange vor den Manifesten des Nonkonformismus, die die Moderne vor allem unter dem Banner der Kunst und der Revolution hervorbrachte, inszeniert der Kynismus dieses freimütige Sprechen als bewußten Verstoß gegen alle Konventionen, den Philosophen als zerlumpten Außenseiter und die Philosophie als öffentliches Ärgernis. Er stellt sich so in die von Sokrates begründete Tradition eines Mutes, der "Wut, Ärger, Rache und sogar Gerichtsverhandlungen riskiert, um die Menschen gegen ihren Willen dazu zu bringen, sich um sich selbst, um ihre Seele und die Wahrheit zu kümmern". Keine philosophische Schule oder Bewegung hat diesen Mut zur Wahrheit so konsequent radikalisiert wie der Kynismus. Doch nicht nur an den Rändern der offiziellen Philosophiegeschichte fördert Foucault noch ungehobene Einsichten zutage. Auch in den sokratischen Gesprächen selbst markiert er die Punkte, an denen eine neue Lektüre der traditionellen Texte einzusetzen hätte: die Prüfung seiner selbst und der anderen, die für die kommenden Technologien des Selbst von entscheidender Bedeutung war.
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Einführung in die Geschichte der Philosophie Reiner Ruffing Broschiert, 1. Oktober 2006 Verkaufsrang: 34216 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Diese Einführung in die Geschichte der Philosophie wendet sich an Studienanfänger und Leser ohne besondere Vorkenntnisse. Sie stellt die philosophischen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart vor, bietet aber auch einzelne Autorenportraits, die in das Leben, das Werk und den historischen Kontext großer Philosophen einführen. Alle Begriffe und philosophischen Probleme werden genau erläutert, knappe Zusammenfassungen, Abbildungen und Übersichten erleichtern die Lektüre. Ein Sachregister vervollständigt diesen grundlegenden Band.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Gelungener Einstieg 5 von 5 Punkten Ich bin ein Philosophie-Laie, meiner Meinung nach bringt dieses Buch alles auf einen Punkt. Das einzige was ich bedauern muss ist, dass bei der Lektüre der einzelnen Kapitel mir die Leseneugier auf die einzelnen philosophischen Werke die dort behandelt wurden, genommen wurde. Das hat aber damit zutun, dass die Erkenntnisse aus den einzelnen Epochen halt immer wieder neu und "richtiger" verfasst wurden. Mir stellte sich da der Gedanke, wozu die alten lesen wenn die neuen es besser machen ? Ansonsten was die Informationsbündelung und das breite Spektrum betrifft: 5 Sterne.
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Was ist Kritik?: Philosophische Positionen (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Taschenbuch, 20. April 2009 Verkaufsrang: 111647 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was ist und wozu betreiben wir Kritik? Die Frage nach den Bedingungen und der Möglichkeit von Kritik stellt sich immer dort, wo Gegebenheiten analysiert und beurteilt werden, seien es gesellschaftliche Verhältnisse und Institutionen, Selbstverhältnisse oder Objekte der Kunst. So ist Kritik konstitutiver Bestandteil menschlicher Praxis: Handeln beruht auf normativen Unterscheidungen und damit auf der Möglichkeit von Kritik. Wie aber ist das kritische Unternehmen beschaffen? Wie stellt sich in den unterschiedlichen Praktiken der Kritik das Verhältnis von Analyse und Bewertung dar, und wie sind die Maßstäbe auszuweisen, die es dem Kritiker erlauben, eine gegebene Situation als falsch, schlecht, unangemessen oder defizitär zu bezeichnen? Aus unterschiedlichen Perspektiven geben die Beiträge dieses Bandes Antworten auf diese Fragen.
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Lebenswerte Michael Klonovsky Gebundene Ausgabe, 22. September 2009 Verkaufsrang: 127999 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden DIESES BUCH geht der Frage nach, wofür es sich, in einem ganz unpathetischen Sinne, zu leben lohnt. Das heißt keineswegs, dass der Autor nicht auch mal pathetisch wird, weit öfter ist er indes reaktionär und nahezu durchgehend hedonistisch im Sinne der hdon, jener Lust, die den alten Griechen als Voraussetzung der Glückseligkeit galt. Sein Kompendium umfasst Lebenswerte von der Ungleichheit bis zur Selbstironie, von der Gastronomie bis zur Klaviermusik, vom Radfahren bis zu den High-heels. DER VERFASSER, Jahrgang 1962, Roman-autor, Essayist und Journalist, lebt in München und arbeitet als Chef vom Dienst beim Magazin Focus. Zuletzt veröffentlichte er Der Schmerz der Schönheit. Über Giacomo Puccini. www.michael-klonovsky.de
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Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe in 15 Bänden Friedrich Nietzsche Taschenbuch, 1. Mai 2005 Verkaufsrang: 33491 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der "Jahrhundert-Nietzsche" in einer preisgünstigen 15-bändigen Studienausgabe. Als 1980 die Kritische Studienausgabe der Werke und Nachgelassenen Schriften Friedrich Nietzsches zum ersten Mal erschien, war das Wort vom "Jahrhundert-Nietzsche" in aller Munde. In seltener Einigkeit feierten Medien und Wissenschaft dieses unerhörte Taschenbuchereignis, das die Nietzsche-Rezeption grundlegend veränderte: Erstmals wurde der gesamte Nachlaß, der die veröffentlichten Werke an Umfang übertrifft, ohne Fälschungen und Streichungen zugänglich gemacht. Fast 5000 Druckseiten ergaben die Nachlaßmanuskripte, die die beiden italienischen Forscher Giorgio Colli und Mazzino Montinari in jahrelanger Arbeit für die Kritische Gesamtausgabe beim Verlag Walter de Gruyter gesichtet, geordnet und transkribiert hatten. Die KSA, wie die gemeinsame Taschenbuchausgabe von dtv/de Gruyter seither in Kurzform zitiert wird, hat in nun lange Jahre viel dazu beigetragen, daß die fatalen Nietzsche-Legenden zerstört und eine vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit diesem großen Künstler-Philosophen möglich wurde.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Nietzsche (Ich liebe es) 5 von 5 Punkten Ein grossartiges Opus, das sich jeder kaufen sollte der mehr von Nietzsche will. Besonders die ganzen Notizen und kleinen Schriften, sind ein wahrer Genuss für den Geist und dragen immer wieder zur Interlektuellen Erheiterung bei.
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Im Weltinnenraum des Kapitals: Für eine philosophische Theorie der Globalisierung (suhrkamp taschenbuch) Peter Sloterdijk Taschenbuch, 30. Oktober 2006 Verkaufsrang: 136987 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Peter Sloterdijk hat von sich gelegentlich gesagt, er funktioniere "wie ein Schriftsteller, der sich einen Denker ausdenkt, dem immer wieder andere Gedanken zustoßen". In seinem Essay Im Weltinnenraum des Kapitals, den der Popstar unter Deutschlands Philosophen vorab als eine Art Anhang zum dritten Band seiner Trilogie (Sphären angekündigt hat, stößt diesem Denker allerlei Assoziatives zu beinahe sämtlichen Themen zu, die sich rund um die so genannte Globalisierung auftun. Wie in den meisten bisherigen Arbeiten Sloterdijks kommt der Denker mit all dem - zur Freude zumindest des geneigten Lesers - spielerisch zurecht. Und wer Spaß hat an der wieder einmal "großen Erzählung", als die Sloterdijk sein Dichten und Denken insgesamt und für sich genommen auch jedes seiner Teile begriffen wissen möchte, kann aus dem Strom der sprudelnden Assoziationen tatsächlich eine ganze Menge lernen. Etwa über die Zusammenhänge von Kapitalismus und Telepathie, worüber (unter anderem natürlich) das Stück über "Wahn und Zeit" handelt, oder über "nautische Ekstasen", "terranes und maritimes Denken", "Kartographie und imperialen Namenzauber", "Bordgeistliche" oder darüber, was dabei herauskommen mag, wenn man in Gedanken (beinahe) Rainer Maria Rilke auf Adam Smith treffen lässt? Was soll man sagen? Wer als Leser in den Fluten solch fabulierenden Denkens nicht auf Anhieb freudig mit zu schwimmen vermag, ist für das Sloterdijkprojekt, sich in einer als Deutung zu deutenden Welt deutend heimisch zu machen, immer schon verloren. Jene aber, die des freudigen Deutens des Deuters kundig sind, können bei jedem neuen Buch aus seiner Feder sicher sein, dass er sie nicht enttäuschen wird. Und das ist gut so! Und vielleicht vermag die den Glücklichen daraus erwachsende Freude ja sogar jenen Hoffnung zu machen, die sie nicht teilen können. Denn: "Die Kreativen, so heißt es hin und wieder, sind jene, die das Ganze daran hindern, in schädlichen Routinen zu versinken. Vielleicht ist die Zeit gekommen, die Phrase beim Wort zu nehmen." - Andreas Vierecke
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Kontinuum Zivilisationsgeschichte 5 von 5 Punkten Die Titel der Bücher von Peter Sloterdijk mögen den einen schrecken, den anderen anziehen. Sie sind auf jeden Fall erst mal Hintergründig. Das Buch beschäftigt sich mit der Zivilisationsgeschichte der Menschheit, von der Eroberung der Welt auf dem Landwege, über die maritime Eroberung durch die Kolonialmächte (ab Christof Columbus) bis hin zur Globanität unseres modernen Wirtschaftssystems (ab 1945). Zivilisation verdichtet Sloterdijk auf diese drei Epochen sich die Welt untertan zu machen. Klar - bei Sloterdijk schauen wir auch auf die Schattenseiten, die falschen Konditionierungen und die gefühlte Sinnfreiheit. Im Weltinnenraum ist eine sehr kritische Auseinandersetzung mit der Leistung von Zivilisation. Ein herausragendes Buch eines ganz großen Denkers.
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