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Kontingenz, Ironie und Solidarität Richard Rorty Taschenbuch, Dezember 1992 Verkaufsrang: 45511 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Kontingenz, Ironie und Solidarität plastisch formuliert 5 von 5 Punkten Für Richard Rorty ist die äußere Welt durch die Objekte und Objektivität gegeben und die innere Welt besteht aus den Subjekten, dem Gesellschaftssystem. Der positivistische Ansatz beschreibt somit nur die Außenwelt, während hingegen die innere Welt subjektiv bzw. holistisch ist. Anders ausgedrückt, der Außenwelt wird das buchstäbliche und der Innenwelt das metaphorische zugeschrieben. Laut Rorty besitzen Ironiker kein abschließendes Vokabular. Menschen, die nach der absoluten Wahrheit suchen vergeuden ihre Zeit meint er. Die Wahrheit ist für Rorty eine Frage der jeweiligen Zeit, der Kultur die vorherrscht; so wird der ‚Wahrheit' einfach ein neues Vokabular präsentiert. In seiner Interpretation ist das Leben nicht einem höheren Zweck unterworfen, unterliegt keiner Determination; zumindest wirft er die Frage auf. Er ist der Meinung, dass Bewusstsein eine Sache ist, die sich einfach ergab und dass Sprache kein Medium ist. Er beruft sich auch auf Sigmund Freud mit dem er einer Meinung ist, dass Menschen ‚nicht in Vernunft und Leidenschaften gespalten werden sollten'. Damit schließt sich der Kreis zum oben gesagten, indem die innere Welt eben im wesentlichen subjektiv ist. Rorty teilt die Philsophen in zwei Kategorien. Zum Einen gibt es diejenigen, die die Wahrheit als gemacht bezeichnen und dann diejenigen die sie als entdeckt empfinden. Wahrheit ist für die die sie ‚entdecken' in der Politik und der Kunst nicht möglich. Rorty behauptet, dass Kontingenz nur für den Dichter Realität ist, dass also nur Dichter in der Lage sind in die Zukunft zu sehen; so wie z.b. Henry James, Jules Verne, Albert Camus etc. Alle andere Menschen sind Analysatoren, also Philosophen; für sie existiert nur eine Wahrheit. Ein Metaphysiker ist jemand der eine Frage an die Natur stellt, die er kritiklos stellt; somit ist er nicht an Meta-Konstrukten der Sprache interessiert; die Wörter stellen ‚harte' Fakten und keine Metaphern dar. Das ist die Heideggersche Idee, so Rorty. Ein Ironiker ist dann jemand, der in Metaphern denkt. Solidarische Wahrheiten sind nicht Rortys Freunde; er ist Sokratiker.
der mensch ist ein wesen - das gedemütigt werden kann 5 von 5 Punkten zoon politikon, die griechische definition des menschen - homo sapiens die nachgereichte lateinische - dann kam descartes mit seinem cogito ergo sum - die megaphilosophie der kirche sah nur gotteskinder - die gegenwart scheinbar nur den homo oeconomicus - den aufs berechenbare kaufen reduzierten menschen: mit energischer kraftanstrengung versucht Rorty das steuer dieser festlegungen noch einmal herumzureissen: er meint: mit ratio seien nun nicht alle menschen gleichermassen ausgestattet - den sinn für die aufgaben der gemeinschaft hätten die meisten in der nabelschau sich befindenden philosophen und literaten leider verloren. wenn weder ratio noch politische ethik das menschsein definierten - was bliebe dann? ein tier könne schmerzen empfinden meint rorty- aber der mensch sei dasjenige wesen - das gedemütigt werden könne. egal mit welchem bildungsstand an welchem punkt des globus: dies sei wohl der kleinste gemeinsame nenner. vor allem der berufsstand der journalisten habe sich um die versprachlichung dieses tatbestandes bemüht - und es sei auch seine vornehmlichste aufgabe: denn die opfer hätten - begraben unter demütigungen - nicht mehr die kraft zur entwicklung der notwendigen beschreibenden sprache. nun rorty hat die kraft - und wir vielleicht die kraft sein buch zu lesen? es wäre zu wünschen ...
Philosphie contra Literatur? 5 von 5 Punkten Es reicht eigentlich, sich die englischen online Rezensions-Debatten anzugucken, dann weiß man schon so ungefähr, was einen erwartet: (alte) Philosophie gegen (neue?) Literaturwissenschaft, bei Rorty ein durchaus nicht trockenes Thema. Er räumt tatkräftig mit einigen der alteingesessenen philosophischen Problemen auf (was ihm die Philosophen natürlich verübeln, was hätten sie sonst zu tun?) und entwirft schwungvolle neue Ansätze zum Stöbern und Nachdenken (die Literaturwissenschaftler sind komischerweise begeistert und müssen sich deswegen ihr Laientum und oh solche Ignoranz von ganz, ganz oben vorwerfen lassen!). Rorty stellt die liberale Ironikerin vor, deren Hauptanliegen ist, Grausamkeit aller Art zu vermeiden und dabei trotzdem noch ein bißchen Humor zu wahren - und mit Verlaub, von den sonst so gängigen philosophischen Debatten fühlt man sich schließlich so manches Mal genötigt, sich selbst vor den Kopf zu schlagen... Also volle Punktzahl für Rorty! |
Cartesianische Meditationen. Eine Einleitung in die Phänomenologie Edmund Husserl Taschenbuch, Januar 1995 Verkaufsrang: 16340 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Cartesianischen Meditationen sind aus Vorträgen hervorgegangen, die Husserl Mitte Februar 1929 an der Sorbonne gehalten hat. Bei der Grundfragestellung Descartes' einsetzend, entfaltet Husserl die transzendentale Phänomenologie als "Umbildung und Neubildung" des Cartesischen Programms der prima philosophia im Sinne einer Reform der Philosophie zu einer absoluten Wissenschaft aus absoluter Begründung.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Überlegungen zur Struktur der Philosophie 5 von 5 Punkten Die "cartesianischen Meditationen" des transzendenten Phänomenologen Edmund Husserl beschäftigen sich mit der Struktur des Wissenserwerbs; philosophische Vorbildung in Bezug auf Husserls Konzept der Phänomenologie sind auf jeden Fall hilfreich bei der Lektüre. Der hintergründige Titel deutet das Projekt des Autors an: eine phänomelogische Programmatik ist der Ausgangspunkt dieser kritischen Untersuchungen, einer später herausgegebene und redigierte Sammlung von ursprünglich in französische gehaltenen Vorträgen - trotz des Unteritels aber nicht unbedingt zur Einführung geeignet. |
Gouvernementalität der Gegenwart: Studien zur Ökonomisierung des Sozialen
Taschenbuch, August 2000 Verkaufsrang: 97244 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Sammelband enthält die deutsche Übersetzung von Foucaults Vorlesung La Gouvernementalité von 1978. Er erschließt Foucaults Regierungsbegriff' als Instrument der Analyse aktueller gesellschaftlicher Umbrüche und der neoliberalen Ökonomsierung des Sozialen.
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Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie 4 Bde. Sonderausgabe: 4 Bände
Taschenbuch, Februar 2004 Verkaufsrang: 95026 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das größte allgemeine philosophische Lexikon in deutscher Sprache Die zentralen Begriffe, die großen Theorien, die wichtigsten Philosophen 4.000 Stichwörter Philosophie in 4.000 Artikeln! Was versteht man unter einem Apeiron? Welchen Vorgang beschreibt das Minimalgesetz? Wie wird Situationslogik definiert? Die Enzyklopädie breitet das ganze Wissen der Philosophie aus. Philosophie am Puls der Zeit. Die wichtigsten Strömungen der modernen Philosophie fokussieren sich auf Logik und Wissenschaftstheorie. Die Beiträge reichen deshalb von der klassischen Philosophie über die Erkenntnistheorie, die Theorie der Wissenschaftssprache bis zur Wissenschaftsgeschichte. Weitere Schwerpunkte: Begriffe und Personen aus Physik, Mathematik, Astronomie und Biologie. Nach alphabetischer Reihenfolge sortiert, enthält die Enzyklopädie Sach- und Personenartikel, jeweils mit umfassender Bibliographie, vollständigem Werkverzeichnis und Hinweisen auf vertiefende Sekundärliteratur. Viele Illustrationen und Grafiken erleichtern das Verständnis komplexer Zusammenhänge. Die Enzyklopädie, die erstmals eine Brücke zwischen Philosophie und Wissenschaft schlägt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Dieses Werk begeistert und beflügelt jeden Studierenden 5 von 5 Punkten Das ursprünglich zwischen 1980 (Band 1) und 1996 (Band 4) erschienene Lexikon liegt nun in einer broschierten Sonderausgabe im Schuber vor. Während man bisher zur Bibliothek fahren mußte, bietet sich nun die Chance, über das darin geballte Wissen ständig verfügen zu können. Es ist ein Werk nicht nur für Experten mit folgenden Bereichen: klassisches philosophisches Wissen, Wissenschaftstheorie, Logik und naturwissenschaftliche Themen. Ein Vorzug gegenüber anderen philosophischen Lexika ist die Aufnahme von Personeneinträge. Ein weiterer Vorzug ist die Mitarbeit vieler kompetenter Autoren. Die Artikel sind jeweils mit einem Autorenkürzel gekennzeichnet und fallen unterschiedlich aus. Doch Vielfalt der Ansichten ist kein Nachteil. Hauptherausgeber für alle Bände ist Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß, Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Konstanz. Er verbürgt für einheitliche Standards und die hohe Qualität. Man kann so ein Werk nur nach langer Nutzung oder nach stichprobenartigen einzelnen Einträgen beurteilen. Ich suchte zuerst "Farbe" vergeblich, wurde aber durch "Eigenschaft" mit zahlreichen Verweisen voll entschädigt. Die Verweise auf andere Sacheinträge sind extrem wertvoll. Man muß aufpassen, dass man nicht - ähnlich wie im Internet - von Eintrag zu Eintrag weiterliest. Durch die lange Zeitspanne zwischen den Bänden fehlt das Stichwort für Davidson und Quine lebt noch. Da vermisste ich einen Gesamtindex. Doch umfasst beispielsweise der Eintrag "Frege" mehr als 7 Spalten und schlägt damit das im selben Verlag herausgegebene Philosophen Lexikon klar. "Stegmüller" hat seiner Bedeutung angemessen 3 Spalten Die von mir geprüften Artikeln war auf hohem Niveau aber durchaus verständlich. Zu loben sind die Literaturhinweise beim einzelnen Eintrag. Bei Personeneinträgen werden sie um ein umfangreiches Werkverzeichnis ergänzt. Ein Jahrhundertwerk von internationalem Rang liegt damit in einer erschwinglichen Ausgabe für jeden an der Philosophie, Logik oder Wissenschaftstheorie Interessierten vor. Die Begeisterung bei der Arbeit damit beflügelt beim Studierenden (und sicher auch bei manchem Dozenten) die Motivation.
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Glauben und Wissen Jürgen Habermas Taschenbuch, November 2006 Verkaufsrang: 11455 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Wie ist die Religion in der postsäkularen Gesellschaft einzuschätzen ? 5 von 5 Punkten Der Begriff postsäkulare Gesellschaft ist eine Wortschöpfung des bekanntesten deutschen Philosophen der Gegenwart, Jürgen Habermas. In seiner hier dokumentierten, um die Laudatio von Jan Philipp Reemtsma ergänzten Preisrede Glaube und Wissen zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2001, denkt Jürgen Habermas, an die gerade erst geschehenen Terroranschläge auf die Twin Towers in New York anknüpfend, der Frage nach, wie Religion und Vernunft in einer postsäkularen Gesellschaft zusammenzubringen und philosophisch redlich beschrieben werden können. Er schreibt:
Säkulare Sprachen, die das, was einmal gemeint war, bloß eliminieren, hinterlassen Irritationen. Als sich Sünde in Schuld, das Vergehen gegen göttliche Gebote in den Verstoß gegen menschliche Gesetze verwandelte, ging etwas verloren. Denn mit dem Wunsch nach Verzeihung verbindet sich immer noch der unsentimentale Wunsch, das anderen zugefügte Leid ungeschehen zu machen. Erst recht beunruhigt uns die Irreversibilität vergangenen Leidens jenes Unrecht an den unschuldig Misshandelten, Entwürdigten und Ermordeten, das über jedes Maß menschenmöglicher Wiedergutmachung hinausgeht. Die verlorene Hoffnung auf Resurrektion hinterlässt eine spürbare Leere.
Man spürt, Habermas und die Philosophie sind noch lange nicht fertig mit diesem Verlust. Er mahnt aber nicht nur an die eigene Seite, sondern fordert die Menschen, die religiös denken und die Theologen auf, an diesem Diskurs teilnehmen unter den Bedingungen eines Commonsenses.
Wer mehr von diesem Dialog lesen möchte, sei auf das Gespräch von Jürgen Habermas mit Josef Ratzinger in Tutzing verwiesen, nur kurz bevor jener zum Papst gewählt wurde: Dialektik der Säkularisierung. Über Vernunft und Religion, Herder-Verlag 2005
Glauben und Wissen - kein Gegensatz? 4 von 5 Punkten Religion, ein Begriff, der in aktueller Zeit zu neuer Dimension erwachte, seit die Terrorangriffe in NY und der Islamismus als negative und gewalttätige Ausprägung sich breit machte und in einer Intoleranzwelle westlicher Zeitungen gegenüber religiösen Gefühlen ihren Höhepunkte hatte. Glauben und Wissen sucht daher einen neuen Diskurs, den Derrida auf Capri bereits initiierte.
Habermas beginnt auch mit dem Hinweis, dass aktuelle (9/11/ 2001) Dimensionen und Geschehnisse den Begriff der Säkularität neu beleuchten und die Gesellschaft bewegen, in eine so wie er sagt, postsäkulare Struktur hineinzugehen. Die Diskussion um Gentechnik und die Stammzellenforschung zuvor hat diese Dimensionen bereits hervorgerufen. "Nach seinem Bilde erschuf er sie" so die Bibel über Gott im Erschaffungsprozess, so würde heute die Erschaffung im Reagenzglas ebenso zu betiteln sein. Die Frage, welche Anmaßung sich der Mensch aussetzt, weil die mögliche Freiheit unter religösen Gesichtspunkten nicht von Belang wäre.
Religion und Glauben gewinnt damit in der neuen postsäkularen Gesellschaft an Bedeutung, auch deswegen, weil ein Sinnvakuum aufzuheben ist. Nicht aufgehoben ist dadurch die Trennung von Kirche und Staat, die mit Canossa im Jahre 1077 beginnend vollzogen wurde.
Habermas schafft es auf kurzer Strecke manigfaltige Ideen dem Leser auf dem Weg zu geben, so dass die Verzweigungen zu Kant (Religion und Vernunft), Hegel, Derrida (Die Religion)und den Religionkritikern Feuerbach und Marx interessante Exkurse sind, die zum interessierten Weiterlesen anhalten. Insbesondere für den wunderbaren Zusammenhang in der Geschichte von Philosophie und Religion sei ergänzend Heinrich Heine empfohlen, sicherlich auch Voltaire, der den Deismus im Zuge der Aufklärung vorangetrieben hatte.
Wirklich eine neue religiöse Epoche? 5 von 5 Punkten Die Rede von der "postsäkularen Gesellschaft" (Habermas) wurde in der Öffentlichkeit mit großer Aufmerksamkeit bedacht. Sie deutet auf einen epochalen Wandel, einen Wandel hin zu einer Gesellschaft, in der Religion neu an Bedeutung gewinnt. Doch trifft diese Beobachtung auch zu? Wenn Habermas von der post-säkularen Gesellschaft spricht, muss sie vorher säkular gewesen sein. Ein postsäkulares Zeitalter setzt ein säkulares voraus, andernfalls macht der Begriff keinen Sinn. An dieser Stelle hat die Rede von Habermas eine neue Debatte in Gang gesetzt, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Gab es in den letzten Jahrzehnten nicht sehr viel "Religion" in der Gesellschaft? Hat sich lediglich der (öffentliche) Blick darauf verändert? Es steht an, über "Religion" in modernen Gesellschaften neu nachzudenken, ihre jeweiligen Formatierungen neu zu beschreiben, ohne plakativen Thesen (etwa: Religion und Moderne schlössen sich zwingend aus u.a.) nachzulaufen. Habermas hat - ob so gewollt oder nicht - die Rede vom Bedeutungsverlust der Religion ins Wanken gebracht und das bisher weit verbreitete Paradigma der Säkularisierung in ein anderes Licht gesetzt. |
Foucault. Eine kurze Einführung. CD Bernhard Waldenfels Audio CD, Oktober 2006 Verkaufsrang: 86883 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Michel Foucault (1926-1984), französischer Philosoph und Soziologe, hat mit seinem Werk eine wegweisende Kritik des modernen Diskurses geleistet und, beeinflusst von Marx und Nietzsche, die Machtstrukturen, Kontrollsysteme sowie die Ausgrenzungstechniken der abendländischen Gesellschaft untersucht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
sehr kurz 2 von 5 Punkten Die Laufzeit der CD ist sehr kurz, nämlich 30 Minuten. Darüberhinaus verfällt der Text manchmal (z.B. bei der philosophischen Einordnung von Focault) in bloßes Name-Dropping. Wenn man diese Passagen sowie die Biographie von Focault abzieht bleiben noch c.a. 20-15 Minuten, in denen die Philosophie von Focault vorgestellt wird. Dies geschicht auf Universitärem Niveau (zumal Focault als Denker der Postmoderne weder grundlegend, d.h. ohne Vorkenntnisse zu verstehen, noch einfach ist). Philosophielaien werden aus dem Text kaum etwas mitnehmen.
Fachlich wird die CD wohl richtig sein (schließlich hat den Text ein Prof geschrieben). Der Sprecher beherrscht sein Handwerk ebenso.
Einführung nur für philosophisch Sattelfeste! 3 von 5 Punkten Haben Sie in Philosophie maturiert und wollen jetzt Ihre Kenntnisse zu Foucault vertiefen? Dann werden Sie von dieser CD enttäuscht sein. Sie werden nichts davon haben. Eine Lawine philosophischer Fachtermini, gespickt mit lateinischen und altgriechischen Wörtern ohne Erklärung wartet auf Sie. Nur vom Philosophiestudenten aufwärts zu empfehlen.
Die Aufmachung und die Anbietung in den meisten Buchhandlungen, selbst in Büchershops auf Bahnhöfen, täuscht leichten Zugang vor. Insofern handelt es sich um Täuschung von Kunden.
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Geschichte der griechischen Philosophie. Von Sokrates bis Plotin Luciano DeCrescenzo Taschenbuch, Oktober 1990 Verkaufsrang: 55768 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Philosophiegeschichte einmal anders: Luciano de Crescenzo erzählt, kenntnis- und anekdotenreich, die Geschichte und die Gedanken der Vorsokratiker. Und beweist nebenbei, daß nicht die Philosophie langweilig ist, sondern höchstens die, die darüber schreiben.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Lesenswert! 5 von 5 Punkten Ich habe dieses Buch mehr durch Zufall in einem alten Buchladen entdeckt und gleich mitgenommen.
Es hat mich gefesselt vom Anfang bis zum Schluß.
Letztendlich war es bedauerlich, dass es zu Ende ging!
Es ist so schön locker geschrieben, dass es einfach schön zu lesen war. Ich las es hauptsächlich in der Bahn, auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause und musste gelegentlich laut lachen!
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für griechische Philosophen interessiert.
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Die Falte: Leibniz und der Barock Gilles Deleuze Taschenbuch, Mai 2000 Verkaufsrang: 127290 Die Falte ist für Deleuze der Beitrag des Barock zur Kunst, besonders aber der Beitrag des Leibnizianismus zur Philosophie. Bei Leibniz entdeckt er die Wendungen vom »Falten«, vom »Ein- und Auswickeln« und rekonstruiert daraus eine barocke Metaphysik: Der Vorgang der Perzeption bildet Falten in der Seele, und die Monade ist von innen mit Falten (plis) ausgekleidet; die Materie ihrerseits ist in äußerlichen Faltungen (replis) organisiert. Deleuze macht...
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Paracelsusmedizin: Altes Wissen in der Heilkunde von heute. Philosophie, Astrologie, Alchimie, Therapiekonzepte Olaf Rippe, Margret Madejsky, Max Amann, Patricia Ochsner, Christian Rätsch Gebundene Ausgabe, April 2001 Verkaufsrang: 83882 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Paracelsus (1493-1541), eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Medizingeschichte, hat die abendländische Heilkunst für alle Zeiten geprägt. Homöopathie, Spagirik, anthroposophische Medizin sind ohne ihn undenkbar, aber auch die moderne Pharmazie und Chemie verdanken ihm viel. Nach einer einführenden Darstellung der Grundlagen des paracelsischen Weltbilds geht es in diesem Buch in erster Linie um die praktische Umsetzung seiner Denkansätze in der modernen Naturheilpraxis. Anhand typischer Krankheitsbilder werden die überlieferten Therapieverfahren wie Entgiftung, Immunstimulation und Konstitutionstherapie dargestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei Metallpräparate, aber auch Arzneien aus der Pflanzen- und Tierwelt. Ein besonderes Kapitel befasst sich mit Quecksilber als Heilmittel und Gift. Entgiftungskonzepte zeigen, wie aktuell sein Wissen heute noch ist. Beachtung finden auch die überlieferten Wege der Heilmittelerkenntnis wie die Signaturenlehre und die alchimistischen Vorstellungen zur Herstellung der «wahren Arznei». Zahlreiche Fallbeispiele, botanische Beschreibungen, Tabellen und Rezepte machen das Buch zu einem wertvollen Nachschlagewerk für die tägliche Praxis, aber auch für jeden, der an überliefertem Heilwissen Interesse hat.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Parcelsuswissen, Kräuterkunde und Alchemie 5 von 5 Punkten Ein unglaubliches Werk, dass die Denkweise und Vorangehensweise der paracelsischen Heilkunst dem Leser näher bringt. Denn Parcelsus hatte viele Ansatzpunkte um an den Kern einer Krankheit zu gelangen. Dazu unterschied er fünf mögliche Ursachen von Krankheiten, die der Arzt nicht nur als Kenner der körperlichen Mißstände, sondern auch als Alchemist, Magier und Astrologe deuten musste. Und das hat Olaf Rippe in diesem Buch wunderbar umgesetzt, wie man die einzelnen Entien des Paracelsus in der heutigen Sprache deuten kann und zeigt so neue Wege auf, sich dem alten Paracelsuswissen zu nähern.Ein großes Kapitel über Pflanzensignaturen und wie man intuitiv, das Potential einer Pflanze erkennt, zeigen auf, wie man in früheren Zeiten, als es die moderne Analytik und ein botanisches Erkennungssystem noch nicht gab, sich den Pflanzen näherte. Denn durch die Beschäftigung mit den Pflanzensignaturen und dem Einfühlen in die Pflanze öffnen sich neue Erkenntnisse über Heilwirkung und Anwendungsmögichkeiten in der Kräuterkunde. Eine weiteres Spezialgebiet Paracelsus war die Alchemie und die Beschäftigung mit Metallen. In der Alchemie wird durch Umwandlung wirkungsvolle Arznei hergestellt. Heute wird oft über den "Stein der Weisen" gelächelt. Aber es gibt immer noch Firmen, die nach alten alchemistischen Regeln arbeiten, und die sehr wirkungsvolle Arkana zur Behandlung von Krankheiten herstellen. Und so werden einige dieser Firmen auch in diesem Buch mit ihrer ganz speziellen Arbeitsweise vorgestellt. Ein sehr fundiertes Buch, das nicht nur über Paracelsus und sein Wissen berichtet, sondern dieses in die heutige Zeit überträgt und paracelsisches Wissen für jeden erfahrbar macht. Dabei ist es randvoll mit Therapiekonzepten, homoöpathischen und Kräuterrezepturen zur Behandlung verschiedenster körperlicher und seelischer Ursachen, die einen praktischen Umgang mit dem Wissen von Paracelsus ermöglichen.
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Die fröhliche Wissenschaft Friedrich Nietzsche Gebundene Ausgabe, Februar 2007 Verkaufsrang: 75629 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Diesem Buche tut vielleicht nur eine Vorrede not; und zuletzt bliebe immer noch der Zweifel bestehn, ob jemand, ohne etwas Ähnliches erlebt zu haben, dem Erlebnisse dieses Buch Buches durch Vorreden nähergebracht werden kann.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Philosophisch nicht zu verachte. 5 von 5 Punkten Dies Buch ist wirklich genial. Man kann es nicht nur "so nebenbei lesen", man findet auch genug Tiefe in diesem Buch, wenn man sich darauf einlässt. Nietzsches Gedanken sind oft etwas düster, aber gerade das macht ihn aus. Der Text in diesem Buch: "Der tolle Mensch" in dem es heißt: "Gott ist tod" dürfte eines der bekanntesten Texte Nietzsches sein und auch beim mehrmaligen Lesen dieses Textes ist er immer noch so schön, wie beim ersten Mal. Das Buch ist sehr zu empfehlen!
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Cicero: Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten Marion Giebel Taschenbuch, November 2004 Verkaufsrang: 103710 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Kurz-Biographie von hohem Wert 5 von 5 Punkten Dieses ganz unverdächtig daherkommende kleine Büchlein erweist sich tatsächlich als echte Perle. Es bietet eine Darstellung der Zeitumstände und des Lebens Ciceros von beispielhafter Klarheit, die zumindest jeden Studenten der Alten Geschichte in Entzücken versetzen sollte. Die Urteile zu dem Redner, Politiker, Philosophen und zu dem Menschen Cicero geben die aktuelle Forschung wieder, die Cicero wieder in höherem Maße gerecht wird. Dies geht der Autorin bei aller gebotenen wissenschaftlichen Sachlichkeit (und durch das Format bedingten Knappheit) mit um so größerer Leichtigkeit von der Hand, als sie sich ihres Gegenstandes mit einer unverhohlenen Sympathie anzunehmen vermag, die sich auf den Leser überträgt.
Sehr guter Überblick 5 von 5 Punkten Ich persönlich brauchte eine kurze Biographie die man innerhalb von einer Woche lesen konnte und mir eine Übersicht über das Leben und Werk des Marcus Tullius Cicero vermittelte... Dieses Buch hat all diese Ansprüche erfüllt, jetzt bleibt nur abzuwarten wie meine Geschichtsklausur ausfällt. :-)
Gelungene Kurzbiographie 4 von 5 Punkten Marion Giebel hat in die 140 Seiten des Werkes eine erstaunliche Fülle von Informationen gepackt. Zudem enthält das Buch viele Abbildungen, die dem Leser auch einen visuellen Eindruck der Protagonisten der römische Politik zur Zeit Ciceros vermitteln. Die zahlreichen Zitate Ciceros, in kursiver Schrift hervorgehoben, geben einen Einblick in seine Redekunst. Das Lesevergnügen wird jedoch durch die kleine und enge Schrift getrübt.
Ideal für einen kompakten Einstieg 4 von 5 Punkten In diesem Buch, das eine obligatorische Empfehlung in Lateinseminaren ist, gibt Marion Giebel auf nur etwa 140 Seiten einen umfassenden Überblick zu Ciceros Leben und seinen Schriften, und lockert den faktengeladenen Text mit Bildern zur römischen Geschichte auf. Dadurch erhält man, zu der Fülle an Informationen über Cicero, auch noch einen Einblick in die römische Kultur. Da Marion Giebel Cicero auch in seinen Beziehungen zu Caesar, Antonius und anderen Persönlichkeiten seiner Zeit darstellt, erhält man gleichzeitig einen ersten Einblick in die Zusammenhänge römischer Geschichte. Bemerkenswert sind die teilweise recht umfangreichen Cicero Zitate, die einen ersten Einblick in die Texte geben und zudem hilfreich für Übersetzungen sind. Man sollte allerdings beachten, daß sie zum Teil recht freie Übersetzungen bieten und daher nur als inhaltliche Hilfe fungieren können. Abgerundet wird die Biographie durch eine Zeittafel, eine übersichtlich gegliederte Bibliographie und einen kurzen Anhang mit Zitaten zur Cicero-Bewertung durch die Nachwelt. Alles in allem ideal für einen ersten Einstieg und zudem noch preiswert. (Dies ist eine "Amazon.de Campus"-Studentenrezension.)
Guter Einstieg 4 von 5 Punkten Für mich, der eigentlich nur in die römische Geschichte reinschnuppern wollte, ist dieses Buch der Anfang gewesen. Schwungvoll und interessant wird hier die Person "cicero" in das Rom seiner Tage eingebunden. Sehr interessant war die Erläuterung seiner Beziehung zu Caesar. |
Ästhetische Theorie Theodor W. Adorno Taschenbuch, 13. Dezember 2005 Verkaufsrang: 163451 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Quantensprung vom Unwissen im Wissen der Wissenschaft. 5 von 5 Punkten Kann es eine Ästhetische Theorie aus wissenschaftlicher Sicht geben? Oder ist eine Theorie der Ästhetik selbst immer nur ästhetisch, also ein Kunstwerk? Ist demnach also die Wissenschaftssprache keine Sprache, die der Kunst und damit der Ästhetik beikommen kann? Gibt es also eine Fachsprache der Ästhetik überhaupt? Überhaupt der Wissenschaft, wie die Erkenntnistheorie von Carnap über Popper zu Thomas S. Kuhn durchaus bezeugt? Was ist, wenn nicht? Wird die Wissenschaftssprache damit nicht selber ästhetisch, also Kunst? Sozusagen lart pour lart als die einzig wirklich mögliche Form von Wissenschaft? Was sagt uns Quantentheorie und Relativitätstheorie dazu, wo uns das Kartesianische Weltbild aus den Fugen gerät und keiner mehr weiß, ob Zeit und Raum in der Form, wie wir sie kennen und Kant sie als eherne Formen der Wahrnehmung bestimmt hatte, überhaupt noch universale Gültigkeit haben? Ist dann nicht alles irgendwie nur noch lart pour lart? Und zu welchem Zweck? Welchem Endziel? Welchem Telos? Adornos Ästhetische Theorie ist eine Theorie der Ästhetik, die selber ästhetisch oder zu Kunst sich längst schon zerstoßen hat. Sie ist freies Fließen von Begriffen (Heraklit) und reiner Vorgriff auf das, was wir heute wissen oder wissen können: dass wir nichts sicher wissen, also alles immer wieder nur offen ist. Sie ist damit mehr, als sie scheint und weniger, als sie sein könnte. Sie ist ein unüberholbares Monumentalwerk, das sich aus dem Kenntnisreichtum und der Sprachkunst eines der großen Philosophen unserer Zeit nährt. Daher sollte niemand glauben, dass er dieses Buch wirklich lesen oder verstehen kann. Aber er kann es genießen. Zumal er es kaufen kann. |
Ästhetik des Erscheinens Martin Seel Taschenbuch, Mai 2008 Verkaufsrang: 111504 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Man kann zum Himmel blicken, um in Erfahrung zu bringen, ob es bald regnet, oder aber, um den Anblick einer besonders dramatischen Wolkenformation zu bewundern. Die Fähigkeit zum ästhetischen Empfinden begleitet den Menschen fast permanent und zeichnet ihn aus. Aber wie unterscheidet sich ästhetische von nichtästhetischer Wahrnehmung? Fragen wie diese rund um die Bedingungen und Formen ästhetischer Rezeption stehen im Zentrum von Martin Seels neuem Buch. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte der Ästhetik als philosophische Disziplin von Baumgarten bis Adorno versucht sich Seel auf mehr als 180 Seiten am ambitionierten Entwurf einer Theorie der Ästhetik, die den Begriff des Erscheinens in ihren Mittelpunkt stellt. Denn gemeinsam sei allen ästhetischen Objekten, dass sich ihr "Erscheinen von ihrem begrifflich fixierbaren Aussehen, Sichanhören oder Sichanfühlen mehr oder weniger radikal abhebt". Neben der urphilosophischen Aufgabe der Begriffsklärung und -definition beschäftigt sich Martin Seel aber auch mit ganz konkreten und aktuellen Beispielen moderner und postmoderner Kunst: mit der Objektkunst eines Duchamp, der Sprache einer Jelinek, Regisseuren wie Marthaler oder John Woo oder der immer wieder diskutierten Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Gewalt. "In der Wahrnehmung der unfaßlichen Besonderheit eines sinnlich Gegebenen gewinnen wir eine Anschauung der unverfügbaren Gegenwart unseres Lebens." -- Die Sprache von Seels Werk ist leider durchweg zu komplex und schwerfällig, als dass sie dem Leser auch ästhetisches Vergnügen bereiten könnte. Das ist schade, weil dieses an sich spannende Thema dadurch wohl einem Fachpublikum vorbehalten bleiben wird. Und doch gilt für die Ästhetik des Erscheinens das gleiche wie für frühere Bücher des Gießener Philosophen (wie beispielsweise Versuch über die Form des Glücks: Wer sich mit diesem Bereich der Philosophie befassen möchte, wird an der ebenso grundlegenden wie gründlichen Auseinandersetzung Seels kaum vorbeikommen. --Christian Stahl
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Martin Heidegger zur Einführung Günter Figal Taschenbuch, Januar 2007 Verkaufsrang: 98981 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der JUNIUS-Reihe "Zur Einführung" gibt Günter Figal einen pointierten Überblick über das Gesamtwerk Martin Heideggers. Das Werk Martin Heideggers (1889-1976) ist selten gelassen aufgenommen worden. Es hat vielmehr zu heftigen Debatten, etwa um Heideggers Engagement für den Nationalsozialismus, geführt. Diese Kontroversen haben das Verständnis seiner Philosophie womöglich eher verstellt als erhellt. Günter Figal entwickelt aus der Lektüre des...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Außergewöhnlich wertvoll 5 von 5 Punkten Diese Einführung in die Philosophie Martin Heideggers kann ich nur als gelungen bezeichnen. Günter Figal bemüht sich darum, ein grundlegendes Verständnis der Philosophie Heideggers zu erarbeiten; dazu scheut er keine, wohlgemerkt notwendigen, Exkurse, wie etwa zu Aristoteles, dessen Denken auf fundamentale Bereiche Heideggers Philosophie starken Einfluss ausgeübt hat: man kehrt auf dem Weg zu Heidegger in so mancher Raststätte ein, um sich zu stärken. Bemerkenswert, dass Figal es schafft, nicht übermäßig in Heideggersche Diktion zu verfallen, sondern sich diese für relevante Stellen aufhebt, wie zum Beispiel zur Erläuterung von Zitaten. Auch läßt er die Frage nach der Stellung Heideggers zum nationalsozialistischen Regime Hitlers, die immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen unter Wissenschaftlern geführt hat, keinesfalls aus. Er schafft es, die Entwicklung die Heidegger in dieser Hinsicht durchlaufen hat, anschaulich zu machen. Dieses Buch kann ich denjenigen uneingeschränkt empfehlen, die der, auch bei dieser Einführung nötigen, anspruchsvollen Denk- und Lesarbeit nicht abgeneigt sind. Anderenfalls bleibt das Buch ungelesen im Regal. |
Warum Denken traurig macht: Zehn (mögliche) Gründe George Steiner Gebundene Ausgabe, 13. September 2007 Verkaufsrang: 24838 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Anwesend waren Traurigkeit, tristitia oder tristesse in George Steiners Prosa seit jeher: als Gedanke, Thema und Gestimmtheit. Nun aber stellt er sie, von Schelling ausgehend, in den Mittelpunkt einer Meditation über Glanz und Elend der Reflexion. Grundiert ist alles Denken durch Schwermut, die in jedem Gedanken vernehmbar bleibt und sich fortpflanzt so die von Steiner gewählte kosmische Analogie wie das Hintergrundrauschen als Echo des »Urknalls «. Zweiflerisch ist dieses Denken und durchdrungen vom Gefühl seiner Vergeblichkeit. Es ist unberechenbar und heillos individuell, verschwenderisch und kreisschlüssig, eingeschränkt in den Grenzen der Sprache, axiomatisch, neurophysiologisch determiniert. Es ist, als »Großes Denken«, weit entfernt von Mehrheitsentscheidungen und allgemeiner Anerkennung. Es ist aussichtslos, führt schließlich auf nichts. Und doch ist es die einzig menschenwürdige Anstrengung. George Steiners Schrift ist eine Variation in zehn Sätzen auf ein Thema von Schelling, das Produkt einer persönlichen Ästhetik, ein Stück Gedankenmusik, ein logisches Gedicht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Aller tiefgründigen Dinge sind Zehn! 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist tiefgründig und regt zum Nachdenken an!
Und beim zweiten Mal lesen versteht man Dinge, die beim ersten Lesegenuß noch gar nicht auffielen!
Sehr empfehlenswert!
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Adorno. Eine kurze Einführung. CD Hermann Schweppenhäuser Audio CD, Oktober 2006 Verkaufsrang: 90246 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Theodor W. Adorno (1903-1969), Musikwissenschaftler und Philosoph, hat mit Max Horkheimer zusammen die aus dem Institut für Sozialforschung in Frankfurt/M. hervorgehende Kritische Theorie begründet, die sich auf die Analyse von "Paradoxien der kapitalistischen Modernisierung" spezialisiert hat.
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Aus Sicht des Gehirns Gerhard Roth Taschenbuch, September 2003 Verkaufsrang: 133613 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Buch versucht, mit Hilfe der Erkenntnisse der modernen Neurobiologie und Hirnforschung Fragen zu beantworten, die seit jeher Philosophen, Einzelwissenschaftler und alle denkenden Menschen beschäftigt haben: Sind wir Menschen einzigartig? Wie entsteht unsere Bewußtseinswelt? Können wir die Welt erkennen, wie sie ist, oder nehmen wir nur Konstruktionen unseres Gehirns wahr? Auf wen sollen wir hören: Verstand oder Gefühle? Wer oder was formt uns: Gene, das...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Der freie Wille ist Illusion 5 von 5 Punkten Mystiker verkünden es seit Tausenden von Jahren: Der freie Wille ist Illusion. Die einzige Freiheit des Menschen besteht darin, daß er glaubt, er sei in seinen Entscheidungen frei. Dasselbe gilt für den Glauben, das >Ich< sei "mehr als ein Bündel von unterschiedlichen Ich-Zuständen". (S. 142) "Aus der Tatsache", so Dr. Gerhard Roth, "daß es einen Zustand >ich denke< gibt, folgt nicht zwingend, daß es ein Ich gibt, das denkt." (S 139) Wer den wissenschaftlichen Beweis der Neurobiologie braucht, um >Ich< und >freien Willen< als "nützliche" Illusion begreifen zu können, dem sei diese auch dem Laien gut verständliche Lektüre wärmestens empfohlen.
Weitere Lesermeinungen |
Gesammelte Werke, Bd.1, Wahrheit und Methode Hans-Georg Gadamer Taschenbuch, September 1990 Verkaufsrang: 106261 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Nun ist gewiß praktische Philosophie nicht selber solche Vernünftigkeit. Sie ist Philosophie, das heißt, sie ist eine Reflexion, und zwar über alles, was menschliche Lebensgestaltung zu sein hat. Im selben Sinne ist die philosophische Hermeneutik nicht selbst die Kunst des Verstehens, sondern die Theorie derselben. Aber die eine wie die andere Form von Bewußtmachung steigt aus der Praxis auf und bleibt ohne sie ein bloßer Leerlauf. Das ist der besondere Sinn von...
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Fremde sind wir uns selbst Julia Kristeva Taschenbuch, April 2008 Verkaufsrang: 67219 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Ästhetik der Inszenierung: Dimensionen eines künstlerischen, kulturellen und gesellschaftlichen Phänomens
Taschenbuch, August 2001 Verkaufsrang: 158668 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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