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| Philosophie | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Philosoufflé: Ein geistreiches Spiel mitder Philosophie Sven Ortoli, Michael Eltchaninoff Gebundene Ausgabe, September 2008 Verkaufsrang: 202929 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Die Philosophie ist eine Zutat, auf die ein Abendessen in guter Gesellschaft nicht verzichten kann. Und wer beim Tischgespräch brillieren möchte, den wird dieses »Philosoufflé« mehr anregen als prickelnder Champagner: Entschuldigen Sie eine Verspätung charmant mit der Ausrede, Ihr Mann (oder Ihr Hund) sei leider Situationist, und beleben Sie gerne schon den Aperitif mit Metaphysik. Bei der Lammkeule lässt sich trefflich über anstehende Renovierungsarbeiten sprechen, mit der Tarnung von Jacques Derridas Dekonstruktion wird keiner Ihre kleinen Sorgen bemerken. Nehmen Sie vom Dessert ruhig zweimal und empfehlen Sie dabei allen, doch wieder Epikur zu lesen. Und wenn die Situation irgendwie eskalieren sollte, zitieren Sie Erasmus: In jedes Essen gehört ein Schuss Wahnsinn.
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Kompakt & Visuell Philosophie Stephen Law Broschiert, 23. Januar 2008 Verkaufsrang: 80070 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses handliche Nachschlagewerk aus der Reihe "Kompakt & Visuell" führt fachkundig und äußerst unterhaltsam durch das Abenteuer Philosophie. Modern und sehr leserfreundlich bebildert und gegliedert, bietet das Buch einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Philosophie und über ihre verschiedenen Disziplinen, Schulen und Strömungen und gibt einen faszinierenden Einblick in das "Handwerk" von Philosophen. Interessante Alltagsbeispiele, nützliche Vergleiche und klare Analysen bieten ungewöhnlich leichten Zugang zu abstrakten und komplexen Theorien. Die wichtigsten Philosophen und ihre Ideen, von Siddharta über Kant bis zu Jürgen Habermas, werden in chronologisch geordneten Profilen ausführlich vorgestellt. Wissen kompakt in bewährter DK-Qualität - spannend und fundiert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr spassiges Buch für Interessierte 5 von 5 Punkten Habe das Buch jetzt im Prinzip schon durchgelesen (man liest das Buch normal nicht von vorne nach hinten, sondern hangelt sich interessegemäß durch die Querverweise) und bin verhältnismässig begeistert. Zwar enthält das Buch auch sehr viel grundlegendes, sogar so viel so grundlegendes, dass ich manche Sachen davon schon als Kind ohne Bücher oder anderen Einfluss im Kopf hatte (z.B. Zirkelschlüsse, Spiegelrätsel, etc). Dennoch werden hier die korrekten Begriffe gebraucht, manches noch aus einem anderen Licht aus gesehen und vor allem immer sehr ansprechend gestaltet - auch viele Lösungsansätze findet man. Vor allem ist es interessant welche berühmten Philosophen welche Meinungen zu bestimmten Themen (die Themen erstrecken sich über soziale, wissenschaftliche und religiöse Themen - eigentlich alles) hatten. Ich habe durch das Buch sehr interessante neue Denkansätze bekommen und vor viel über die Geschichte der Philosophie gelernt. Auch das Kapitel über die Werkzeuge der Philosophie ist sehr interessant - sieht man doch an sich selbst und anderen wie diese einfachsten Regeln immer wieder außer Acht gelassen werden.
Das ist hier natürlich kein abschließend behandelndes Philosophie Nachschlagewerkt, aber für einen gemütlichen Tag auf der Hängematte die perfekte Lektüre.
Natürlich muss für dieses Buch grundlegendes Verständnis und Begeisterung vorhanden sein. Wer nicht versteht, warum es Menschen gibt die sich Jahrhunderte lang über das Thema "Ist dieser Stuhl vor mir wirklich existent?" den Kopf zerbrechen ist wohl auch für die meisten anderen Themen in diesem Buch nicht geeignet. |
Die Analyse des Geistes Bertrand Russell Broschiert, Dezember 2004 Verkaufsrang: 121670 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was charakterisiert den Geist im Gegnsatz zur Materie? Wodurch unterscheidet sich die Psychologie von der Physik? "Ich werde Sie im Verlaufe dieser Vorlesungen zu überzeugen versuchen, dass der Geist nicht so geistig und die Materie nicht so materiell ist, wie man für gewöhnlich glaubt", beschreibt Bertrand Russell (1872-1970) das Anliegen dieses Buches. "Die Analyse des Geistes" ist aus Vorlesungen entstanden, die Russell in London und Peking gehalten hat. Die englische Originalfassung erschien 1921 in London. Bertrand Russell, geboren 1872, schrieb sein erstes Buch über die deutsche Sozialdemokratie (1896) und viele weitere gesellschaftskritische und philosophische Studien. 1950 wurde seine "Philosophie des Abendlandes" im Europa Verlag auf deutsch veröffentlicht. Im selben Jahr erhielt Russell den Nobelpreis für Literatur. Er starb 1970 in Wales.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ein Lesegenuß 5 von 5 Punkten Russells bestes Buch ist o.k, obwohl je nach Geschmack auch andere seiner Bücher nicht nachstehen. Aber ,wer hat schon alle seine Bücher gelesen?
Ich glaube, es sind um 70.
Weitere Lesermeinungen |
Ethik und Interesse Norbert Hoerster Taschenbuch, November 2003 Verkaufsrang: 80049 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Das aufgeklärte Interesse: e i n wesentliches heuristisches Prinzip der Ethik 5 von 5 Punkten Norbert Hoerster hat ein außerordentlich klares und lohnendes Buches zum Problem einer säkularen und metaphysikfreien Begründung der Moral vorgelegt. Hoerster bereitet das Terrain für seine Argumentation sorgfältig vor. Das Gewissen ist wegen seiner auf mangelnder Reflexion beruhenden Fehlbarkeit und Wandelbarkeit als moralische Instanz unzureichend. Rationale Wünsche werden definiert: Es sind solche, die der Betreffende unter Berücksichtigung aller für ihn relevanten Umstände hat. Für den Status von Normen werden eindeutig nachvollziehbare Abgrenzungen vorgestellt: Existenz, Akzeptanz, Geltung, subjektive und íntersubjektive Begründung bzw. Begründbarkeit. Dann folgt eine konzentrierte Kritik verbreiteter ethischer Positionen. Naturrechtsdenken und Intuitionismus sind leichte Opfer entlang bekannter Argumentationslinien. Kants kategorischer Imperativ wird sowohl wegen seiner inhaltlichen moralischen Leere kritisiert, als auch weil er seinerseits als Gegenstand der Erkenntnis ohne Voraussetzung weiterer subjektiver Interessen nicht erweisbar sei. Daß Universalisierungsprinzipien wesentliche heuristische Mittel moralischer Abwägungen sind, wird in diesem Zusammenhang unterbewertet, was sich später bei der Kritik an Hares Utilitarismus wiederholt. Habermas' Diskurstheorie hält Hoerster zu Recht vor, daß Konsens weder eine notwendige, noch eine hinreichende Bedingung für Erkenntnis sei und den erzielten Ergebnissen somit auch keinen Objektivitätscharakter, ja nicht einmal eine überzeugende intersubjektive Begründung verschaffen könne. In der Diskursethik liegt tatsächlich die Gefahr, daß die Einhaltung des von ihr geforderten Verfahrens für begründungsrelevanter gehalten wird als stichhaltige Argumente. Man sollte ihr allerdings eins zugute halten: Sie löst zwar nicht das Begründungsproblem der Moral, aber sie steht für unterstützenswerte moralische Forderungen an unsere argumentativen Auseinandersetzungen: Respektierung der Autonomie der Diskussionsteilnehmer, Gleichberechtigung, Fairness. Schließlich präsentiert uns Hoerster die von ihm für überzeugend gehaltene Art einer intersubjektiven Moralbegründung: Normen sind dann intersubjektiv begründet, wenn sie in jedermanns aufgeklärtem Interesse liegen. Dies läßt sich etwa von einem allgemeinen Tötungsverbot oder einem allgemeinen Diebstahlsverbot behaupten. Daß Hoerster selbst nicht so ganz glaubt, sich hiermit auf hinreichend sicherem Boden zu bewegen, wird in einigen kleinen Passagen deutlich: "Die letzte Basis der rationalen Vertretung von Moralnormen ... besteht in einem Wünschen oder Wollen, nicht in einem Erkennen oder Wissen." (S. 183) Ein Individuum kann "ein Interesse daran haben, gewisse Normen zu akzeptieren, weil sie der Verwirklichung eines bestimmten selbstgewählten Lebensideals dienen." (S. 203) Damit sind wir bei des Pudels Kern: Der Moral"generator" der interessenfundierten Ethik benötigt, wie andere oben erwähnte wertvolle heuristische Prinzipien der Ethik eine kleine "Infusion" von Werten und moralischen Haltungen, damit er so richtig in Gang kommt. Sonst nämlich fallen den Leuten die allereigenartigsten Ausnahmen ein, die sie bei den eigentlich in ihrem aufgeklärten Interesse liegenden Normen gerne machen möchten. Juden oder Antikommunisten umzubringen geht vielleicht nicht allzulange gut, aber Gesellschaften, die die Ausnahme vom Tötungsverbot auf vermutete oder tatsächliche Schwerverbrecher beschränken sind von altersher bis heute stabil.
Klar gedacht, stringent argumentiert, verständlich formuliert 5 von 5 Punkten Norbert Hoerster ist auch mit diesem Buch ein großer Wurf gelungen. Wer sich für Ethik interessiert, sich aber keine "Imponierprosa" (Johannes Gross), wie sie von deutschen Philosophen so gerne erzeugt wird, zumuten möchte, sollte es unbedingt lesen. Es wird der Leserin oder dem Leser sogleich deutlich werden, dass Hoerster keineswegs ein Blender, sondern ein sehr sorgfältig arbeitender Autor ist, ein Autor, von dem man allemal viel lernen kann.
selbstbetrug? 5 von 5 Punkten n. hoerster versucht, ich betone, versucht zu klären, wie eine moralnorm begründet werden kann, und zwar aus einer position heraus, die nicht von oben herab, die nicht metaphysisch, die keine objektive richtigkeit, die keine allgemeingültigkeit von vorneherein voraussetzt, vorgibt oder in anspruch nimmt. es lohnt sich das buch zu lesen, um eine andere sicht der dinge zu bekommen, denn damit eröffnet man sich ein horizont, welches den lieben herren der heutigen modernen moralaposteln die waffen aus der hand nehmen könnte. eine grundlegend rationale und kritische haltung, auch gegenüber n.hoerster, ist sicherlich angebracht, aber alles einfach zu verurteilen ist wahrscheinlich nicht sinnvoll. der mensch sollte aufhören sich selber zu betrügen, und meinen, dass die subjektiven interessen ihn nicht leiten würden ...
Eine solide Ethikkonzeption 5 von 5 Punkten Norbert Hoerster ist ein viel verleumdeter Ethiker, wie man ja auch hier sehen kann. --
Er hat in diesem Buch ein Ethikkonzept entfaltet, das er absetzt gegen die anderen neuzeitlichen Grundkonzepte: die Positionen von Kant und Habermas, und gegen den Utilitarismus, auch in der regel-utilitaristischen Variante Peter Singers, die in den letzten Jahren ja zu zweischneidiger Berühmtheit gelangte durch die Hetze, mit der Singer in der deutschen Öffentlichkeit überzogen wurde.
Dagegen stellt er die Grundidee, dass das ausdrückliche - oder vermutliche - Interesse des handelnden oder erleidenden Subjektes als Maßstab für die ethischen Überlegungen grundlegend ist. Ja, er definiert sogar das ethische Subjekt als ein Wesen, dass Interessen hat oder aktuell haben kann - daraus ergeben sich bedenkenswerte Folgerungen. So wird die Autonomie des Subjektes und seine Eigenart respektiert. Die Verbindlichkeit einer solchen Konzeption ergibt sich letztlich auch - wie so viele andere Ethikkonzepte - aus der Goldenen Regel.
Hoersters Argumentation wird in verständlicher und präziser Sprache präsentiert - auch der philosophische Laie kann von der Lektüre profitieren. Sicher muss man nicht mit allem einverstanden sein, was der Autor schreibt - jedenfalls ist seine sachbezogene Kritik weit entfernt von gehässiger Polemik.
Die hier vorgestellten Argumente sind in ihrer Allgemeinheit sicher einer weitgehenden Zustimmung fähig; in den etwas anwendungsbezogenen Büchern ist das nicht immer so. Seine Auffassungen zur Abtreibung sind zwar logisch - so weit ich sehe - konsistent, aber sie sind recht weit entfernt von dem, was in unserem Kulturkreis als vertretbar empfunden wird.
Aber Philosophie ist eben auch das Versuchsfeld für exotische und zuweilen extreme Anschauungen - soweit argumentiert und auf Gegenargumente mit eigenen Argumenten reagiert wird, ist das das philosophische Unternehmen in Aktion. Bloß weil dabei eine Position herauskommt, die einem abstrus vorkommt oder Bauchschmerzen macht, ist diese Position keinem Denkverbot unterworfen. Dann muss man das eben aushalten, nachdenken, den Fehler in der unliebsamen Sicht finden und dagegen argumentieren. Wer nicht mehr argumentiert, sondern Propaganda macht, gehört nicht mehr in den Kreis der Philosophen. Nicht-Philosophen haben ja schon Sokrates auf dem Gewissen, weil er ja so schrecklich unsittliche Sachen vertreten hat. Und auch so manch andere Philosophen sind aus heutiger Sicht durchaus diskutabel, zu ihrer Zeit waren sie verfolgt, geächtet oder geringgeschätzt. Wenn es keine Freiheit in der philosophischen Diskussion mehr gibt, dann ist zu befürchten, dass nirgends mehr Platz ist für Gedanken-Experimente. --
Allein schon wegen der knappen und doch ergiebigen Darstellungen der Positionen, gegen die er argumentiert, ist dieses Buch gut als in die ethische Diskussion einführende Lektüre geeignet. Aber darüberhinaus wird hier vorgeführt, wie man eine eigene Position in einer bereits sehr ausdifferenzierten Diskussion einführen kann. Auch das ist ein gutes Beispiel für Einsteiger.
Gut, dass so etwas trotz der einseitigen Propaganda gegen den Autor bei Reclam erscheint. |
Geh den Weg der Mystiker. Meister Eckharts Lehren für die spirituelle Praxis im Alltag Peter Reiter Gebundene Ausgabe, Oktober 2003 Verkaufsrang: 88634 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Meister Eckhart für den Alltag ist nichts für zarte Nerven oder für Leute, die Gott nach ihren selbst gemachten Regeln dienen, ihre Pflicht erfüllen und ein genormtes Leben leben wollen. Noch nie war Mystik so spannend, so aufregend! Zeitgemäß, lebendig und alltagsorientiert vermittelt Peter Reiter die Lehre des größten deutschen Mystikers. Schritt für Schritt begleitet er den Suchenden an den Ort, wohin der alte Meister schon seine Zuhörer führte: zur unmittelbaren Erfahrung des All-Eins-Seins - inmitten der Welt, im Hier und Jetzt! In allen Lebensbereichen kann das Göttliche geahnt, gefühlt und erfahren werden. Der Weg zum Ziel führt mit entsprechenden Übungen über verschiedene Etappen wie Widerstand aufgeben, die Welt annehmen, Verantwortung übernehmen, Altes bereinigen, Bewerten und Verurteilen sein lassen, mit Trauer und Leid umgehen, die Liebe leben, Mitgefühl mit allem Sein und mit heiterer Gelassenheit leben. Die gelungene Kombination aus praktischer Lebenshilfe, Originaltexten und allgemein verständlicher Interpretation ermöglicht die optimale spirituelle Orientierung im Alltag - unabhängig von fragwürdigen Gurus und konfessionellen Dogmen!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
GOTT, der HERR, ist bereits im Hier und Jetzt erfahrbar!!! 5 von 5 Punkten "Geh den Weg der Mystiker. Meister Eckharts Lehren für die spirituelle Praxis im Alltag" von Peter Reiter ist eine großartige Anleitung nach dem großen deutschen Mystiker Meister Eckhart für ein tiefes kontemplatives (= beschauliches) Gebetsleben.
GOTTES Liebe und Nähe läßt sich bereits im Hier und Jetzt erfahren, in der Stille, im liebevollen Aufmerken auf SEINE Gegenwart und im Schweigen.
Dieses wunderbare Werk vermittelt dem Leser einen wertvollen Einblick in die überaus große Tiefe christlicher Mystik und eines zutiefst erfüllenden christlich-kontemplativen Gebetsweges.
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Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten: Eine Einführung für Wirtschaftswissenschaftler (Ba Kompakt) Martin Kornmeier Taschenbuch, Januar 2007 Verkaufsrang: 57390 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Angesichts der Vielzahl an Publikationen zum Thema ist einer Neuerscheinung nur dann Erfolg beschieden, wenn man sie in einer Marktlücke ansiedelt. Die Positionierung dieses Buches lässt sich insbesondere an folgenden Kriterien festmachen: - fundierte Aufarbeitung des Wissensstandes, ohne dabei den Blick für das Wesentliche zu verlieren, - starker Bezug zur Praxis des wissenschaftlichen Arbeitens durch Veranschaulichung der Ausführungen anhand zahlreicher konkreter Beispiele, - unmittelbare Anwendung der Erkenntnisse durch Tipps und Hintergrundinformation, - übersichtliche Darstellung durch 57 Abbildungen und Tabellen sowie durch zahlreiche „Kästen“ (z.B. „Wissen“, „Schlagwort“, ‚Food for thought’, „Praxis“, „Rückblick“). Das vorliegende Buch ist im Zuge der Vorbereitung von „Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten“ entstanden – einer Veranstaltung (Vorlesung, 2. Semester) im Rahmen des Curriculum zur Erlangung des Bachelor of Arts (B.A.). Dieses Werk erfüllt demzufolge die im Lehrplan gestellten Anforderungen und - erklärt die wesentlichen wissenschaftstheoretischen Grundpositionen (z.B. Realismus, Empirismus, (Kritischer) Rationalismus, Konstruktivismus), - gewährt einen Einblick in die Funktionsweise des Wissenschaftsbetriebs und in die Betriebswirtschaftslehre als anwendungsorientierte Erfahrungswissenschaft, - erläutert anhand zahlreicher Beispiele sehr ausführlich die wesentlichen wissenschaftstheoretischen Grundbegriffe und Konzepte (z.B. Definition, Hypothese, Theorie, Erklärung usw.), - vermittelt die grundlegende Kompetenz in den wesentlichen Methoden der empirischen Sozialforschung, d.h. Vorgehensweise, Erhebungstechniken (z.B. Befragung, Experiment) usw., so dass die Studierenden im Rahmen ihrer Studien- bzw. Diplomarbeit eigenständig wissenschaftlich arbeiten können. Zur Zielgruppe von „Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten“ gehören v.a. Dozenten und Studierende, die sich mit dem entsprechenden Lehrinhalt auseinandersetzen – sei es an Universitäten, Fachhochschulen oder an Berufsakademien. Außerdem sei die Publikation all jenen empfohlen, die sich diesem „harten Stoff“ sehr gerne mit einer – wie ich hoffe – leicht verdaulichen Lektüre nähern wollen. Jedenfalls folgt das Lehrbuch dieser Philosophie: „Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten“ ist konkret, kompakt, leicht verständlich und – wegen der zahlreichen Beispiele und Bezüge zur „wissenschaftlichen Realität“ – direkt umsetzbar.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr gutes Einführungswerk 5 von 5 Punkten Kornmeier gelingt eine sehr gute Einführung in die Wissenschaftstheorie, insbeondere aus dem Blickwinkel der Betriebswirte. Hervorzuheben ist die gute Strukturierung des Buches, welche das Verständnis des Themas erheblich erleichtert. Ohne eine Vielzahl von Autoren lesen zu müssen, bekommt man einen gelungenen Überblick über das Thema. |
Philosophien der neuen Technologien Jean Baudrillard, Hannes Böhringer, Vilém Flusser Taschenbuch, Januar 1989 Verkaufsrang: 14988 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Alle unsere Maschinen sind Bildschirme, wir selbst sind Bildschirme geworden und das Verhältnis der Menschen zueinander ist das von Bildschirmen geworden." (Baudrillard)
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Die Pest Albert Camus Taschenbuch, Januar 1999 Verkaufsrang: 175707 Die nordafrikanische Stadt Oran wird von einer Pest heimgesucht. Camus baut anfangs die Spannung gekonnt auf, kann sie jedoch nicht durchhalten. Vielmehr stehen -- während die Pest so vor sich hintümpelt -- einige Stadtbewohner im Schlaglicht des Nobelpreisträgers Camus. Die Stadt wird hermetisch abgeriegelt und Camus schildert die Reaktionen und Bemühungen der Bürger. Die Epidemie schafft die absolute (?) Gerechtigkeit. "Aber wenigstens sitzen alle im selben Boot" (S.220). Keine(r) kann ihr entkommen. Keine(r) kann aber auch der Bürokratie entkommen. Beide gleichen sich. "Aber es war so, als habe die Pest sich auf ihrem Höhepunkt gemütlich eingerichtet und verrichte nun ihre täglichen Morde mit der Präzision und Regelmäßigkeit eines guten Beamten" (S.267). Die Pest bringt das Wirtschaftsleben zum Erliegen und schafft so die Erwerbslosen, die zu niedrigeren Arbeiten (Organisation der Isolation, Bestattung) eingesetzt werden. Der Fortschritt zu mittelalterlichen Pestepidemien besteht in der Führung von Karteikarten über die Toten (S.199). Camus geißelt mit der Pest alle Ideologien und die Bürokratie. Doch diese Botschaft geht auf Kosten von Spannung, Handlungsdichte und Detailtreue. So schreibt er z.B. von einer kleinen Stadt (S.82), mit zweihunderttausend Einwohnern (S.90), die später, nach all den Toten, auf "einige hundertausend Menschen" (S.213) zunimmt. Lesenwert, doch keineswegs so mitreißend, wie ich es mir vorstellte. Herbert Huber
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 37 Bewertungen)
"Und ich werde mich bis zum Tod weigern, diese Schöpfung zu lieben, in der Kinder gemartert werden" (247). 5 von 5 Punkten Zuerst sind es nur die Ratten, die zu Hunderten auf offener Straße verrecken. Schon bald jedoch geht es den Menschen nicht anders. Jämmerlich und qualvoll sterben sie in ihren Wohnungen, was, soweit man dem Erzähler folgen möchte, auch schon den einzigen Unterschied zwischen Mensch und Tier ausmacht: "Die Ratten sterben eben auf der Straße und die Menschen in ihrem Zimmer" (44).
In den vierziger Jahren wird die in Algerien gelegene Stadt Oran von der Pest heimgesucht. Um ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern, lässt die Stadtverwaltung die Stadt hermetisch abriegeln; keiner darf mehr rein oder raus. Tausende von Menschen befinden sich nun über Monate hinweg in einer Extremsituation und müssen um das fürchten, was sonst als gegeben hingenommen wird: Die eigene nackte Existenz. Wie verhalten sich Menschen in solch einer Extremsituation? Diese Frage bildet den Kern von Albert Camus Roman "Die Pest", welcher erstmals 1947 erschienen ist. Im Zentrum der Geschichte stehen der Arzt Bernard Rieux sowie der Einzelgänger Jean Tarrou. Von Berufs wegen hat Rieux mit vielen Pestopfern engen Kontakt und wird mit den unterschiedlichsten Verhaltensweisen konfrontiert ebenso wie Tarrou, der ihm zur Seite steht. Der Mensch, nur auf sich selbst zurückgeworfen, erkennt, daß das, was er meinte, das ihn ausmachen würde, doch nur ein Konstrukt, eine Illusion war: "Ehemänner und Liebhaber, die das größte Vertauen in ihre Gefährten hatten, entdeckten, daß sie eifersüchtig waren. Männer, die sich in ihrer Liebe für leichtfertig hielten, wurden beständig. Söhne, die bei ihrer Mutter gelebt und sie kaum angesehen hatten, lasen den Grund für ihre ganze Besorgnis und Reue aus einer Falte ihres Gesichts ab, die sie in ihrer Erinnerung verfolgte" (81).
In vielen von Camus Schriften und Romanen wird das Theodizeeproblem, also die Frage, wie ein gütiger und allmächtiger Gott Leid zulassen kann, angesprochen. "Die Pest" bildet da keine Ausnahme. Und der Erzähler bezieht bezüglicher dieser Frage klar Stellung. Im Angesicht eines sterbenden Kindes, welches stundenlang vor den Augen der eigenen Eltern und der machtlosen Ärzte verreckt, schließt er:
"Und natürlich hatte der Schmerz, den diese Unschuldigen erdulden mußten, nie aufgehört, ihnen als das zu erscheinen, was er in der Tat war, nämlich ein Skandal" (242). Es ist Bernard Rieux, der das Credo des Menschen in der Revolte auf den Punkt bringt: "Ich habe eine andere Vorstellung von der Liebe. Und ich werde mich bis zum Tod weigern, diese Schöpfung zu lieben, in der Kinder gemartert werden" (247).
Camus ist nach Jean-Paul Sartre der einflussreichste Vertreter des Existentialismus. Camus prägte vor allem den Begriff der Absurdität der menschlichen Existenz. Damit umschreibt er das Missverhältnis zwischen dem menschlichen Verlangen nach Transzendenz sowie dem dröhnenden Schweigen des Universums auf dieses Verlangen. Und diese Absurdität wird auch im Roman verdeutlicht. Manche Menschen sterben, manche überleben und hinter diesem Fakttum verbirgt sich nichts anderes als die pure Gleichgültigkeit eines sinnentleerten Universums: "Aber was heißt das schon, die Pest? Es ist das Leben, sonst nichts" (348).
Fazit: "Die Pest" fasziniert ihre Leser seit mittlerweile mehr als 60 Jahren. Wie kaum jemand anderem gelang es den Existentialisten, ihre Philosophie packend und verständlich zu fiktionalisieren. Der Roman ist ein Muss für jeden, der an der abendländischen Philosophie des vergangenen Jahrhunderts interessiert ist.
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Eristische Dialektik oder Die Kunst, Recht zu behalten. In 38 Kunstgriffen dargestellt Arthur Schopenhauer Gebundene Ausgabe, Januar 2002 Verkaufsrang: 135790 Das klassische Lehr- und Übungsbuch, um in allen Diskussionen Sieger zu werden und zu bleiben. 38 Kunstgriffe lehren, wie man den Gegner dialektisch in die Ecke spielt und ggf. aufs Kreuz legt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Zum schmunzeln.... 5 von 5 Punkten .... Schopenhauers Eristik hat MICH oft zum schmunzeln, zuweilen zum lauthals lachen gebracht. Man darf dieses Büchlein nicht als Ratgeber oder Gebrauchsanleitung lesen. Vielmehr seziert Schopenhauer - und karikiert damit - sämtliche Varianten von miesen respektive unsachlichen Tricks in Disputen, und das wahrlich treffend, dass man ums Lachen nicht herum kommt. Die Sprache ist für Otto Normalverbraucher sicher gewöhnungsbedürftig, aber hat man sich einmal da hineingefunden, ist es ein erheiternder Lesespaß. (und die griechischen bzw lateinischen Einwürfe muss man einfach hinnehmen, oder: ANnehmen.
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Die zehn Gesichter der Angst: Ein Selbsthilfe-Programm in 7 Schritten Hans Morschitzky, Sigrid Sator Taschenbuch, August 2002 Verkaufsrang: 115136 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Keine Angst vor der Angst! Angst vor Spinnen, vor Krankheit, vor anderen Menschen, Angst vor der Angst vielfältig sind die Formen und Spielarten der menschlichen ängste, und groß ist der Leidensdruck, der für viele Frauen und Männer damit verbunden ist. Dieses praktische Handbuch stellt die zehn wichtigsten Angststörungen im überblick vor und vermittelt in Fallbeispielen und Fragebögen ein anschauliches Bild zur Selbstdiagnose. In einem neuen, aufgrund von jahrelanger klinischer Erfahrung für dieses Buch entwickelten Anti-Angst-Training für zu Hause erhalten Betroffene wie auch Angehörige in sieben aufeinander abgestimmten Schritten Anleitungen, Tipps und übungen zur Selbsthilfe.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Angst lebt von der Vermeidung 4 von 5 Punkten Angst ist ein wohl jedem bekanntes (und ganz natürliches!) menschliches Gefühl. Sie wird unabhängig von Alter, Geschlecht oder kultureller und gesellschaftlicher Prägung empfunden, wenn auch unterschiedlich in Art und Intensität. Vielleicht gibt es deswegen so viele Fachbücher zu diesem Thema. „Die zehn Gesichter der Angst" ist ein verhaltenstherapeutisch angelegtes Selbsthilfebuch, ein „Ratgeber für Betroffene und Informationsquelle für Interessierte". Es ist leicht verständlich geschrieben und sehr übersichtlich gegliedert. „Erkenne, was du hast." und „Schaue, was du tun kannst" sind die Leitsätze zweier gleich umfangreicher Teile des Buches: Im ersten Teil beschreiben die Autoren Angst als Grundempfindlichkeit des menschlichen Seins und „Urinstinkt", als oftmals biologisch sinnvolle, schützende Reaktion und Kraft, die auch positiv genutzt werden kann, manchmal als gelerntes und dann auch wieder verlernbares Gefühl. Sie unterscheiden deutlich zwischen gesunder, natürlicher und krankhafter Angst und stellen zehn verschiedene Angststörungen vor. Die Autoren beschreiben diese zunächst anhand von Beispielen sehr anschaulich und liefern dann Erklärungen und Hintergründe. Mit Hilfe von Fragebögen und Checklisten werde ich als Leser jeweils dazu angeregt, meine eigene Betroffenheit zu hinterfragen, Ängste zu erkennen und zu beurteilen.Für dieses Buch spricht weiterhin sein zweiter, praktischer Teil, in dem die Autoren den Leser ( auch durch viele positive Formulierungen ) vor allem zu zweierlei ermutigen: -der Angst gegenüber standzuhalten, statt vor ihr zu flüchten, ihr Schritt für Schritt zu begegnen, sich mit ihr zu konfrontieren und auseinanderzusetzen, um sie letztlich zu überwinden.... -alles aktiv in dem Bewusstsein zu tun -, dass „man" manches erst dann versteht, wenn man es verändert hat. In ihrem 7-Schritte-Programm zeigen die Autoren Wege auf, wie der Betroffene sich ganz konkret selber helfen und welche Hilfen er überdies in Anspruch nehmen kann. Ziel des Buches ist für seine Autoren „der mündige Patient", „der um die Art seiner Probleme Bescheid weiß und in der Lage ist, für sich die nötige Unterstützung zu organisieren". Für alle, die den Ausführungen im Buch offen begegnen und aktiv werden wollen, halte ich dieses Ziel für realistisch und erreichbar! Für die erew BIBLIO-KOM Christina Schulz
Nimmt die Angst vor der Angst 5 von 5 Punkten Als Betroffene von Angststörungen wurde mir dieses Buch von einem Bekannten nahegelegt. Es ist sehr einfühlsam und verständlich geschrieben und enthält viele Informationen und Sichtweisen, die den meisten Betroffenen so sicher noch nicht durch den Kopf gegangen sind. Ausserdem hat es mir geholfen, von dem Gedanken weg zu kommen, dass ich verrückt bin und alleine mit meinen Sorgen und Ängsten da stehe. |
Wege zum Bild: Ein Lehrkonzept für künstlerisches Gestalten Ulrich Klieber Gebundene Ausgabe, Februar 2007 Verkaufsrang: 15599 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Wege zum Bild« ist kein Lehrbuch für Gestaltung im klassischen Sinne, sondern möchte durch eine Fülle von Beispielen einen Weg zur eigenständigen künstlerischen Gestaltung aufzeigen. Vielfältige, farbig illustrierte Aufgabenstellungen werden als Angebot, Hilfestellung und als Katalysator verstanden. Durch das freie Erproben verschiedener Arbeits- und Handlungsstrategien sollen die Wahrnehmungsfähigkeit und der souveräne Umgang mit dem Material, mit Linie, Fläche und Farbe geschult werden. Die breite Palette der gezeigten praktischen Arbeiten macht deutlich, wie vielfältig die künstlerischen Lösungswege sind. Sie lädt zum Experimentieren mit verschiedenen Materialien ein, vor allem aber zum Überschreiten der Grenzen der Malerei. Neue Generation der Gestaltungslehre, außergewöhnliche Anregungen zum Entwickeln individueller Gestaltungsideen, mit zahlreichen Übungen und reichhaltigem Anschauungsmaterial.
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Freiheit und Pflicht: Thomas Hobbes' politische Theorie. Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2005 Quentin Skinner Broschiert, März 2008 Verkaufsrang: 160957 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Quentin Skinner ist einer der weltweit bedeutsten Historiker der politischen Theorie und Ideengeschichte, der es wie kaum ein anderer versteht, systematische Einsicht mit historischer Genauigkeit zu verbinden. Davon zeugen auch seine Frankfurter Adorno-Vorlesungen aus dem Jahr 2005, die nun als Buch vorliegen. Gedanklich geschlossen und rhetorisch brillant, erläutert Skinner darin Hobbes`Lehre von der Freiheit nicht nur als Angelpunkt einer philosophischen Theorie von klassischem Rang, sondern auch und vor allem als polemische Intervention in die politischen Debatten seiner Zeit. Mit leichter Hand zeichnet er die Entwicklungen und Brüche dieser Lehre nach, korrigiert einige etablierte Überzeugungen der Hobbes-Forschung und läßt die politischen Motive hinter den philosophischen Argumenten hervortreten. Hobbes` Lehre erscheint so als kraftvoller Beitrag zu den politischen Auseinandersetzungen des siebzehnten Jahrhunderts und zu den aktuellen Debatten um Staat, Politik und Freiheit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Hobbes Reloaded 5 von 5 Punkten Quentin Skinners in gedruckter Form vorliegender Vortrag über Thomas Hobbes politischer Theorie des Gesellschaftvertrages als Ausdruck des Schutzbedrüfnisses des im Natuzustand ungehemmt egoistischen Wolfes Mensch räumt mit gängigen Klischeevorstellungen und Denktraditionen auf, die Hobbes als Theoretiker des absolutistischen Obrigkeitsstaates und geistigen Apologeten "faschistischer" Staaten vereinnahmt haben.
Ausgehend vom Paradoxon der menschlichen Natur als größten Feind der menschlichen Natur zeigt der Autor das grundlegende realistische Hobbesche Theorem als Ausdruck einer Denktradition auf, die vom attischen Kritias über Hobbes, Kant, Nietzsche, Spengler, Gehlen und Schmitt reicht, welche entgegen dem späteren Rousseauischen harmonischen Naturzustand mit dem "edlen Wilden" autonomer Vernunft die Zähmung des Egoismus unter einem Souverän als Verhinderung des ewigen bellum omnioum contra omnes vor der Folie der Religionskriege seiner Zeit begründet hat.
In seiner komplexen Ausdeutung zeichnet Skinner die Kongruenz von Macht und Herrschaft in der Monarchie und Demokratie nach, die den Menschen nicht vom Gesetz befreit, welches befolgt werden muss, damit der Souverän Sicherheit garantieren kann.
Damit besteht Freiheit darin, eine Regierung zu haben, die anarchische selbstzerstörerische Freiheit gegen Sicherheit eintauscht, wobei der gedachte Gesellschaftsvertrag Freiheit als Fehlen physischer und psychischer Hindernisse an sich garantiert, soweit der(monarschische, aristokratische und demokratische Souverän) diese nicht durch Gesetz regelt. Freiheit bedeutet somit nicht Teilhabe an der Regierung, sondern Gehorsam als Tausch und Äquvivalent von Sicherheit. Damit existiert eine Wechselbeziehung von Schutz und Gehorsam, die endet, wenn der jeweilige Souverän Sicherheit nicht garanitert.
Ein lesenwertes Buch, welches der Hobbes Forschung neue Impulse gibt.
Unbedingte Kaufempfehlung.
Mensch, Freiheit und Macht 5 von 5 Punkten Quentin Skinners im Rahmen der Adorno-Vorlesungen gehaltener und nun publizierter Vortrag über Hobbes' politische Theorie ist offenbar das Aktuellste und Beste, was es zur Thematik gibt. Dies vor allem deswegen, weil in klarer und griffiger Weise die üblichen Verkürzungen des Geschichts- und Sozialkundehalbwissens, Hobbes stünde eben für eine simple absolutistische Staatstheorie, die sogar späteren Diktatoren die Türen offen hält, in den vollständigen rechtsphilosophischen und anthropologischen Kontext gesetzt werden. Skinner erörtert, worin für Hobbes Freiheit besteht und welche Spielräume sie hat: Ihrer sind in der absoluten Monarchie mehr, als gemeinhin angenommen, in der Demokratie weniger als behauptet oder erhofft. Schlüssig hergeleitet wird die Entstehung des Staates aus dem existentiellen Bedürfnis nach Schutz im Akt von Vertrag oder Unterwerfung. Endet der Schutz, sind die wohl oder übel eingegangenen Verpflichtungen gelöst. Hobbes resp. Skinner befreien die Staatstheorie von Illusionen und schönen Arabesken; sie entkleiden gewissermaßen den Kern aller Souveränität, die auf Macht basiert. Insofern ist natürlich auch demokratische Freistaatlichkeit wesentlich Herrschaft. Die ca. 130 Seiten sind schnell gelesen und belohnen mit dem Gewinn einer klaren Sicht auf das Verhältnis von Individuum, Freiheit, Staat und Macht. - Von dort aus könnte gleich zu einem der Schlüsselwerke Carl Schmitts übergegangen werden, der sich immer wieder auf seinen Gewährsmann Hobbes berief. |
Die Geburt der Philosophie im Garten der Lüste: Michel Foucaults Archäologie des platonischen Eros Wilhelm Schmid Taschenbuch, Juli 2008 Verkaufsrang: 10172 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Die Liebe, das Verlangen, die Lüste kaum etwas hat die Menschen mehr fasziniert als der Eros. Aber mit der angenehmen erotischen Erfahrung gehen seit jeher unangenehme Irritationen einher: Wie lassen sich die überbordenden Lüste mäßigen?
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Gelassenheit Martin Heidegger Taschenbuch, März 2003 Verkaufsrang: 89022 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Buch enthält zwei Texte: - Gelassenheit: Die Rede wurde bei der Feier zum 175. Geburtstag des Komponisten Conradin Kreutzer am 30. Oktober 1955 in Meßkirch gehalten. - Zur Erörterung der Gelassenheit - Aus einem Feldweggespräch über das Denken: Ist einem1944/45 niedergeschriebenen Gespräch zwischen einem Forscher, einem Gelehrten und einem Lehrer entnommen.
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Ästhetische Erfahrung und literarische Hermeneutik Hans Robert Jauß Taschenbuch, Mai 2007 Verkaufsrang: 17451 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Was heißt ästhetische Erfahrung? Wie hat sie sich in der Geschichte der Künste manifestiert? Welches Interesse kann sie angesichts der gegenwärtigen Situation der Kunst für uns gewinnen? Das sind die zentralen Fragen dieses epochalen Buches und Klassikers der Rezeptionsästhetik. Der erste Teil des Buches begründet die These, daß sich ästhetische Erfahrung in drei Grundfunktionen - der Poiesis, der Aisthesis und der Katharsis - phänomenologisch beschreiben und historisch erfassen läßt. Der zweite Teil skizziert eine Funktionsgeschichte von Frage und Antwort. Der dritte Teil schließlich setzt mit einer Problemgeschichte des Horizontbegriffs und des dialogischen Verstehens ein und erläutert die Paradigmen der Vermittlung literarischer und lebensweltlicher Horizonte.
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Die maßgebenden Menschen: Sokrates, Buddha, Konfuzius, Jesus Karl Jaspers Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 45087 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Jaspers traf eine ungewöhnliche Auswahl für den Beginn seiner großen Philosophiegeschichte: Sokrates, Buddha, Konfuzius und Jesus - zwei haben nie eine Zeile geschrieben, von den anderen beiden ist kein Satz sicher belegt. Ihr Rang in der Menschheitsgeschichte aber war für Jaspers einzigartig.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Ein massgebendes Buch! 4 von 5 Punkten Sehr nüchtern und sachlich, aber nicht langweilig, schildert der berühmte Philosoph Karl Jaspers in diesem Werk Lebenswandel, Weltbild, Ideologie und Biographie der vier massgebenden Menschen Buddha, Konfuzius, Jesus und Sokrates. Die Auswahl der vier massgebenden Menschen hätte man besser kaum treffen können. Der Einzige, der die gleiche Tragweite, wie diese Personen hatte, wäre vielleicht Mohammed gewesen, doch gegen den entschied sich Jaspers bewußt, wie er im Buch erläutert.Das Buch ist sowohl für Einsteiger, als auch für erfahrene Leser geeignet. Für Einsteiger, da es in leicht verständlicher Sprache geschrieben ist. Für Erfahrene, weil es trotz seiner Kürze von knapp 200 Seiten sehr viele interessante Informationen bietet. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch. Lesenswert!
Weitere Lesermeinungen |
Ästhetisches Denken Wolfgang Welsch Taschenbuch, Oktober 1990 Verkaufsrang: 121904 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ästhetisches Denken 4 von 5 Punkten Welsch bezieht sich zunächst auf die Dialektik von Ästhetik und Anästhetik, die in Form gesellschaftlicher Artefakte wie Einkaufszentren zu finden sind. Im nächsten Schritt gibt er zu erkennen, wie von der ästhetischen Wahrnehmung, die postmoderne Philosophie gespeist wird. Dem letzten Drittel widmet Welsch den daraus entwachsenden Optionen gesellschaftlicher Veränderung. Freilich merkt man hier das Zuckrige an, das so vielen dieser Lebensmittel anhaftet. Die Fähigkeit der Künstlerin Cindy Sherman in ihren Bildern Perfekt sich selbst als völlig unterschiedliche Personen zu Dieses Buch ist ein schmeckender Müsliriegel. Für eine vollwertige Mahlzeit reichen die „Cerealien„ in Form von niedergeschriebenen Vorträgen nicht ganz und dennoch ist es nahrhafter als manches Buch, aus dem Bereichen Philosophie, Soziologie oder Kunsttheorie, die sich als vollwertig anbieten und sich bei der Verdauung als verkochtes Mensaessen zu erkennen geben. zeigen, mag zur Avantgarde gehören. Das Konzept das Welsch daraus ableitet - multipler Identität als Gegenbewegung zur rigiden Moderne - scheint angesichts zunehmender Fragmentierung der Lebenszusammenhänge von einem etwas unkritischen Optimismus genährt. Und trotz- oder gerade deswegen ist Welsch's „Ästhetisches Denken„ eines der inspiriensten Bücher zurzeit. |
Das Versprechen der Schönheit Winfried Menninghaus Broschiert, 13. September 2007 Verkaufsrang: 41434 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Die Macht der Schönheit ist die Macht eines ihrer Wahrnehmung eingeschriebenen Versprechens. Menninghaus Studie untersucht elementare Bestimmungen dieses Versprechens und Eckdaten seiner Geschichte bis zum heutigen Kult von styling und shaping. Sie widmet sich aber auch der Kehrseite von Schönheit und deren möglichem Scheitern. Warum müssen die Protagonisten antiker Schönheitsmythen meist früh sterben? Warum ist die Schönheit des Pfaus zugleich ein Hindernis für diesen? Was also verheißt die Schönheit? Was ist ihr Versprechen? Die Studie kombiniert die Lektüre von Schönheitsmythen mit einer umfassenden Sichtung evolutionstheoretischer Studien zur Funktion ästhetischen Unterscheidens, einer Neubestimmung von Theoremen der philosophischen Ästhetik und geschichtlichen Perspektivierungen von Schönheitseffekten. Winfried Menninghaus ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr lesenswert! 5 von 5 Punkten Winfried Menninghaus widmet sich der Schönheit beziehungsweise, wenn man dem etwas irreführenden Titel des Werkes glauben schenken darf dem 'Versprechen der Schönheit'. Was also darf man sich darunter genau vorstellen? Menninghaus untersucht auf Grundlage der Evolutionstheorie einschließlich deren weiterentwicklungen und Freudscher Psychoanalyse die Entstehung, Bedeutung und Auswirkung der Schönheit an sich und ihre Auswirkung auf die heutige Schönheitsrezeption. Formal eingerahmt (durch Kapitel 1 und Ahnung) wird diese Untersuchung durch Betrachtungen der Adonis-Mythe, die auch immer wieder Anlass für Vergleiche ist. Kapitel 2, 3 und 4 widmen sich der detaillierten Betrachtung der evolutionstheoretischen Erkenntnisse zur Ausbildung von Schönheitsmerkmale auf Grund ihrer sexuellen Funktion und der Darstellung der von Freud zum Thema gemachten Annahmen. Nach einem Kapitel über 'Sexuelle >>Wahl<< und philosophische Ästhetik' widmet sich Menninghaus den Ergebnissen einer Fülle von Studien der emprischen Schönheitsforschungen. Danach geht es an die Synthese, quasi die Aufarbeitung der Faktenlage anhand der aktuellen Verhältnisse um im achten und letzten Kapitel den Kreis zu Adonis zu schließen.
Es ist Menninghaus erstaunlich gut gelungen die vielen, relativ unterschiedlichen Theorien in seinem Werk zu verarbeiten. Hervorragend hebt deren Gemeinsamkeiten heraus, scheut aber auch keinen Moment umzulässige Vereinfachungen aufzudecken. Das führt natürlich dazu, dass das Werk keine geschlossenen Darstellung abgibt, was meiner Meinung nach anhand der Breite des Themas schlichtweg auch nicht möglich ist. Besonders gelungen ist meiner Ansicht nach Kapitel 7, in dem Menninghaus mit viel Scharfsinn und großer Exaktheit Phänomene des heutigen Schönheitskultes untersucht und zu einigen sehr interessanten Erkenntnissen kommt.
Die Einrahmung in die Behandlung der Adonis-Mythe erscheint allerings nicht zwingend notwendig. Einem Spiegel-Artikel über Menninghaus habe ich entnommen, dass der frühe Tod des Adonis gerade (oder trotz) seiner überirdischen Schönheit erst Anlass für eine derart detaillierte Beschäftigung mit dem Thema war. In so fern ist der Bezug natürlich verständlich, aber wie erwähnt zwingend notwendig erscheint er kaum (lesenwert ist er allemal).
Wer sich mit dem 'Versprechen der Schönheit' auseinander setzen will, muss allerdings bereit ein bisschen Zeit zu investieren. Es ist zwar sehr angenehm gekonntes Deutsch zu lesen, aber Menninghaus geht hier wenig kompromisslos vor und lässt jeden wissen, dass er Akademiker ist. So verständlich mir der Gebrauch von allerlei Fremdwörtern noch einscheint finde ich es allerdings ein wenig arrogant griechische Ausdrücke stumpf nicht zu übersetzen. In die selbe Richtung geht wohl auch die konsequente Missachtung der neuen Rechtschreibung (wobei ich nicht weiß, ob dies vom Verlag vorgegeben ist). Abgesehen von diesen standesdünkelbedingten kleinen Kritikpunkten kann ich aber jedem, der bereit ist ein wenig Zeit zu investieren die Lektüre nur empfehlen. Eine Investition, die sich lohnt. |
Über den Staat Jean Bodin Taschenbuch, Januar 1976 Verkaufsrang: 66004 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Über das höchste Gut und das größte Übel / De finibus bonorum et malorum Marcus Tullius Cicero Taschenbuch, August 1989 Verkaufsrang: 80195 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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