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Seite 13

Gleichheit für Fortgeschrittene. Jenseits von ""Gier"" und ""Neid - Bernhard H.F. TaureckGleichheit für Fortgeschrittene. Jenseits von ""Gier"" und ""Neid
Bernhard H.F. Taureck

Broschiert, 28. April 2010
     Verkaufsrang: 190139      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Allenthalben wird massiv für soziale Ungleichheit gesorgt und geworben. Taureck hält dagegen und zeigt, dass gesellschaftliche Gleichheit erforderlich und auch möglich ist. Neid und Gier treibt ganze Volkswirtschaften in den Ruin, das wird an der großen Krise der Banken 2008 allzu sichtbar. Aber ist diese Krise nicht auch eine historische Chance? Eine Chance, die die Verteidiger der Ungleichheit übersehen? Eine fortgeschrittene Gesellschaft benötigt ein fortschrittliches Plädoyer für Gleichheit, das bloße Lippenbekenntnisse ablöst.

Die zeitgenössischen Befürworter der Ungleichheit befinden sich auf den Spuren Nietzsches in einer durchaus tragikomischen Situation. Sie verstehen sich tragisch, denn sie reden gegen eine egalitär verblendete Gesellschaft an. Sie erscheinen komisch, da diese Gesellschaft gar nicht egalitär ist. Vielmehr treiben die liberalen Demokratien einen rechtlich-politischen Kalkül der Gleichheit-Ungleichheit. Ihn zu bestimmen wäre hier das Ziel, nicht jedoch ein Klagen über eine im Egalitarismus verblendete und verkümmernde Gesellschaft.

Taurecks neues Buch klärt diese tragikomische Lage der Ungleichheits-Befürworter auf, wie sie im Übrigen auch eine Voraussetzung der seit 2008 manifesten Krise der Wirtschaft und des gesamten politischen Systems der liberalen Demokratien bildet, indem es zugleich über den liberal-demokratischen Kalkül der Gleichheit-Ungleichheit aufklärt.

Das Buch will Wege aufzeigen, wie Gleichheit rechtlich und sozial erweitert werden kann, ohne dabei jenes Gut zu opfern, das die Anti-Egalitaristen bedroht sehen: die Freiheit der Lebensgestaltung eines jeden.

Die angesprochenen Themen finden durch eine Beantwortung folgender Fragen eine Klärung:
Was wird an der gesellschaftlichen Gleichheit bemängelt?
Was soll an die Stelle der Gleichheit treten?
Was ist unter Gleichheit zu verstehen?
Wozu eigentlich gesellschaftliche Gleichheit?
Wie könnte und wie sollte Gleichheit praktiziert werden?




Philosophische Essays - Robert SpaemannPhilosophische Essays
Robert Spaemann

Broschiert, 1994
     Verkaufsrang: 149096      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Aus dem Inhalt:
Natur
Naturtheologie und Handlung
Die Aktualität des Naturrechts
Philosophie als Lehre vom glücklichen Leben
Die kontroverse Natur der Philosophie
Unter welchen Umständen kann man von Fortschritt sprechen?
Moral und Gewalt
Sein und Gewordensein. Was erklärt die Evolutionstheorie?
Funktionale Religionsbegründung und Religion
Ende der Modernität?


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

"Alles Vortreffliche ist ebenso schwierig wie selten." (Spinoza)      5 von 5 Punkten
"Alles Vortreffliche ist ebenso schwierig wie selten." (Spinoza)
-
Wisset, ein erhabner Sinn
Legt das Grosse in das Leben
Und er sucht es nicht darin.
(Friedrich Schiller: Die Huldigung der Künste)
Robert Spaemann (1927-) ist ein Verfechter des Hegelwortes über Philosophie, nämlich "Erkenntnis dessen, was in Wahrheit ist". Nimmt man dieses ernst, ist man weit entfernt von der Behauptung, Philosophen äußern private Meinungen und glaubt ein Leser dieses, hat der Philosoph seine Intention verfehlt. "Was in Wahrheit ist" klingt nach einer Letztbegründung oder einem System sich gegenseitig tragender Selbstverständlichkeiten. Und doch ist Philosophie eben untrennbar vom Bemühen durchzogen, das zufällige standpunktgebundene Denken zu überwinden. Sich einer Sache daher anzunehmen, ist höchste Kunst, redet doch die Sache nicht selbst. Wer redet, ist ein Mensch und dieser versucht sich zu befreien von den Vorurteilen der Zeit und den methodologischen Vorentscheidungen der Wissenschaft. Um zu "reden wie die Wirklichkeit selber", tritt des Menschen "besondere Artung und Schwierigkeit" (Brecht) hervor, seine subjektive Weise, die Sache zu sehen, seine Weise der sprachlichen Übermittlung. Universalität steht seit Platon im Gegensatz, sie bedeutet Entindividualisierung und doch meint Platon nicht diese Konsequenz, vielmehr sieht er die Individualität einer Bildungselite als universalisierte Erfahrung. Glauben wir heute mit Rorty z.B. vernünftige Allgemeinheit entstehe durch Konsens suchenden Dialog oder Diskurs, so wird vergessen, dass der philosophische Diskurs nicht sich an privaten Interessen orientiert, sondern sich an Vorschlägen zur gerechten Lösung von Interessenkonflikten reibt. Es geht also nicht um Meinungen, sondern um Begründungen von Meinungen. Sich an Sokrates erinnernd geht es auch nicht nur um die verallgemeinerte Meinung, dem was man denkt, sondern darum, dass Du und Ich es einsehen. Philosophie steht und fällt mit dem Du und Ich. So verstanden sind Spaemanns Essays ein Dialog mit dem Leser. Eine Schrift gegen das Vergessen, eine Schrift zur Übereinstimmung mit dem Ich und der Natur. Er ist sich mit Spinoza bewusst, dass alles Vortreffliche ebenso schwierig wie selten ist. So begibt er sich an die Themen:
Natur / Naturtheologie und Handlung / Die Aktualität des Naturrechts / Philosophie als Lehre vom glücklichen Leben / Die kontroverse Natur der Philosophie / Unter welchen Umständen kann man von Fortschritt sprechen? / Moral und Gewalt / Sein und Gewordensein. Was erklärt die Evolutionstheorie? / Funktionale Religionsbegründung und Religion / Ende der Modernität?
Subjektiv ausgewählt sollen folgende Abschnitte betrachtet werden, da sie eine gewisse Aktualität haben:
(1) "Natur", hier insbesondere die Frage der Naturbeherrschung als Abkehr von den Zielen der Natur an sich und des Menschen innerhalb der Natur und seiner Zugehörigkeit zu der Gattung. In diesem Sinne ist die Frage der Naturwissenschaft und deren Position interessant beleuchtet.
(8) "Sein und Gewordensein. Was erklärt die Evolutionstheorie?", denn hier unterscheidet Spaemann die Fragen der Evolution zur Würde des Menschen und dem Diskussionseifer um den Evolutionismus. So wie bei Aristoteles zumindest der Löwe existieren muss, um ein brüllender Löwe zu sein, wenn er nicht brüllt macht er was anderes, so ist im Gedankenansatz von logischen Gesetzen zu beachten, dass diese ebenso die Existenz denkender Subjekte voraussetzen. Spaemann führt hin zur Verbindung von Evolution an sich und der Würde des Menschen im Sinne der Religion. Evolutionismus wird wie alle Ismen als Übereifer abgestraft, spätestens dort, wo die Evolutionstheorie mit der Hinzunahme einer Deutung zur Emphase wurde und den stillen Platz der Forschung verlassen hat.
(9) "Funktionale Religionsbegründung und Religion" dienen in einer Weise, die Wissenschaft und Religion insofern verbindet, dass beide um die Kontingenzbewältigung konkurrieren und zwar im Sine der Kontingenzbeseitigung in der Wissenschaft und dem Staunen dort, welches nur der Beginn zur Trivialisierung ist. Religion ent-trivialisiert durch eine Aktivierung des Staunens, durch die Steigerung der Kontingenzerfahrung, durch die Weckung der Sinne für das Wunderbare, für das Arkanum der Natur, dessen Geheimnis die Wissenschaft zu offenbaren wünscht als Verschiebung der Kontingenz ins faktisch Folgenlose. So sind Wissenschaft und Religion in ihrem Resultat gleich, jedoch gegenläufig in den Tendenzen. "Sich zu diesem Sein der Welt im Ganzen selbst noch einmal als zu einem kontingenten Faktum zu verhalten, dass ist Religion", so Spaemann im Sinne Wittgensteins, der das "Gefühl von Welt als begrenztes Ganzes", das "mystische" nannte. Warum letzten Endes alles ist, wie es ist? ist keine Frage, die die Religion löst, aber eine, die durch sie erst entsteht. Fordert denn nicht die Idee, die Welt im Ganzen als kontingentes Faktum zu sehen, die Anitzipation eines Sinnes, der dieses Faktum übergreift? In der Welt selbst deren Sinn zu sehen, der mit den Tatsachen noch nicht abgetan ist, heißt für Wittgenstein an einen Gott glauben.
(10) "Ende der Modernität?" ist eine Frage, die die Zeit mit einem formalen Prädikat betrachtet und ihr eine unendliche Dauer mit einer individuellen Jetztzeit unter dem Prädikat Modern verleiht. Oder aber es ist eine Frage, die rein rhetorischer Art ist und niemals mit Ja beantwortet werden kann, würde doch deren Ende oder ihre Ablösung einem Scheitern gleichbedeutend sein. Ein Ende der Modernen kann es wohl nur geben, wenn sie ein Selbstverständnis mit inhaltlichen Errungenschaften von endlichem Gehalt vorweist, welches es zu bewahren gilt. Das heißt auch, dass es für die Moderne nicht wesentlich ist, modern zu sein, sondern wesentlich ist, ihren immanenten Reichtum um seiner selbst Willen zu schützen. Das geht nur, wenn er einem Bedürfnis entspricht, welches nicht in Bezug auf unsere vordergründigen Bedürfnisse gilt, und gerade darum SINN hat. Weitere Einsichten finden Sie bei Spaemann.
Spaemann bleibt in seinen Gedanken nie an einer Stelle, er negiert, betrachtet neu immer in Hinsicht auf Subjekt und Prädikat und diese jeweils in Negation. Seine Gedanken gehen in jeder Sache hinter das Offensichtliche. Daher insgesamt ein intensives, interessantes und lesenswertes Werk.


Arabisch-islamische Philosophie: Geschichte und Gegenwart (Campus Einführungen) - Geert HendrichArabisch-islamische Philosophie: Geschichte und Gegenwart (Campus Einführungen)
Geert Hendrich

Taschenbuch, 10. Oktober 2005
     Verkaufsrang: 89503      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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12.09.2006 / Neue Zürcher Zeitung: Unübertroffene Meister und andere Denker "Es ist eine Stärke der Einführung, dass immer wieder Verbindungen zu kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der damaligen Zeit hergestellt werden und so die Philosophie im islamischen Raum nicht losgelöst, sondern in ihrem jeweiligen Kontext erläutert wird."

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Arabisch-islamische Philosophie Geschichte und Gegenwart      5 von 5 Punkten
Es war im Juli des Jahres 711 v. u. Z., als zirka 400 Soldaten vom nordafrikanischen Festland kommend, vermutlich in den frühen Morgenstunden an der südspanischen Küste landeten. Dieser Spähtrupp war der Auftakt für die Eroberung Spaniens seitens der Araber, die ein Jahr später erfolgen sollte. Die Expansion der Araber sollte für Europa nicht ohne Folgen bleiben, denn die kulturellen Verdienste der Araber sind bis in unsere heutige Zeit unbestritten. Mit seinem Buch "Arabisch-islamische Philosophie" versucht der promovierte Philosoph Geert Hendrich die Einflüsse und Leistungen der arabisch-islamischen Kultur aufzuzeigen.
Dies gelingt dem Autor auf eine wirklich überzeugende Art, weil er chronologisch vorgeht und die ganze Bandbreite der philosophischen Errungenschaften der arabisch-islamischen Welt vorstellt. Der des Öfteren erhobene Einwand, der Verdienst der islamischen Kultur bestehe in der bloßen Verwaltung bzw. Aufbewahrung antiker Wissenschaften - wie von Hendrich detailliert dargelegt - trifft auf keinen Fall zu. Denn es folgte ein Zeitabschnitt mit einer wahren Flut von Übersetzungen, die nach Ansicht des Autors "die produktivste Phase der arabisch-islamischen Geisteswelt" war. Damit begann der Aufstieg der Wissenschaften in den Bereichen Mathematik, Astronomie, Optik, Chemie, der Medizin und der Philosophie.
Mit dieser Entwicklung wurde ein Prozess in Gang gesetzt, in dem wirtschaftliche Prosperität und Handel gedeihen konnten und in kultureller Hinsicht von einer Blütezeit sprechen können. Im ersten und zweiten Kapitel der Publikation geht es um das Verständnis für die arabisch-islamische Philosophie und um die Fortsetzung der antiken Traditionen. Kapitel drei beschäftigt sich mit der weiteren Entwicklung hin zu einer eigenständig arbeitenden systematischen Philosophie im Islam. Diese Epoche wurde insbesondere vom Neoplatonismus geprägt, deren wichtigster Denker war al-Kindi. Mit ar-Razi, einem Religionskritiker, beginnt der so genannte philosophische Skeptizismus, die die Philosophie über der Religion sieht. Auch wenn zu etwas späteren Zeit (Kapitel 4), dürfen in diesem Zusammenhang ein al-Farabi oder ein Ibn-Sina (Avicenna) nicht unerwähnt bleiben.
Im nächsten Kapitel geht es um einen großen Kritiker Namens al-Ghazali, der zum Beispiel das Recht der Vernunft anzweifelt ihre Grundsätze auf die Religion anwenden zu dürfen. Wie zu Beginn dieses Artikels erwähnt, gehörte Spanien (al-Andalus) seit dem Jahre 711 v. u. Z. zu islamischen Welt und in diesem arabischen Spanien lebten Moslems, Christen und Juden im Großen und Ganzen friedlich miteinander. Die philosophische Entwicklung in al-Andalus war mit dem im Osten der islamischen Welt nicht vergleichbar, betont Hendrich und liefert hierfür auch den Grund: Die Übersetzung antiker Texte beginnt im Osten und durch die Völkerwanderung hatten sich im Westen wenige Schriftstücke erhalten und im übrigen nahmen die der syrischen Sprache mächtigen christlichen Gelehrten eine Art Vermittlerposition ein und diese gab es in Spanien nicht.
Ab dem 12. Jahrhundert spielen auch in al-Andalus Gelehrte wie Ibn Badjdja, Ibn Tufayl und Ibn Ruschd (Averroes) eine wichtige Rolle. Vor allem Ibn Ruschd beeinflusste mit seinen Schriften das europäische Mittelalter. Die nächsten Kapitel beschäftigen sich mit Religionsgelehrten und deren Einfluss auf die Gesellschaft, der Mystiker, die Wissenschaften und die Philosophie und ihr Einfluss auf das europäische Mittelalter. Ferner den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit sowie die Philosophie in der Moderne. Die mit vielen Vorurteilen und Unwissenheit behaftete augenblickliche Debatte über den Islam und um die Bewertung bzw. die Rolle der Religion insgesamt, lassen für Denkansätze der Vernunft und Rationalität keinen großen Spielraum. Das vorliegende Buch räumt mit vielen Vorurteilen über den Islam auf und zeigt auf eine beeindruckende Weise welche Gemeinsamkeiten die christlich-jüdische und die islamische Kultur verbindet, die es doch zu bewahren gilt.
Die Abkürzung v. u. Z. bedeutet vor unserer Zeitrechnung.


Mit Kant am Strand: Ein Lesebuch für Nachdenkliche - Brigitte HellmannMit Kant am Strand: Ein Lesebuch für Nachdenkliche
Brigitte Hellmann

Taschenbuch, 1. Juni 2005
     Verkaufsrang: 26959      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Berühmte Denker und Dichter laden zum Nach-, Mit- und Weiterdenken ein. Eine Entdeckungsreise der besonderen Art.
Was würden Sie tun, wenn Sie Gott wären? Welche Auswirkungen hätte es für die Menschen, wenn Leben auf anderen Planeten entdeckt würde? Haben Freude, Leid, Krankheit, Liebe einen Sinn, und wenn ja, welchen? Wie würde sich das Dasein verändern, gäbe es keine Sprache, Kunst, Gefühle? Ist es wichtig, das Wohl des Ganzen, der anderen im Blick zu haben?
Fragen, viele Fragen sind der Ausgangspunkt des Philosophierens. Berühmte Denker, Naturwissenschaftler und Dichter wie Platon, Buddha, Lao Tse, Kant, Leibniz, Goethe, Schiller, Christian Morgenstern und viele andere laden ein zu einer Entdeckungsreise der besonderen Art.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Erholung      5 von 5 Punkten
Habe ich am Pool gelesen und mich gut amüsiert. Es gibt viele Denkanstöße die umgesetzt werden können.


 Weitere Lesermeinungen


Die großen Philosophen I: Die maßgebenden Menschen / Die fortzeugenden Gründer des Philosophierens / Aus dem Ursprung denkende Metaphysiker - Karl JaspersDie großen Philosophen I: Die maßgebenden Menschen / Die fortzeugenden Gründer des Philosophierens / Aus dem Ursprung denkende Metaphysiker
Karl Jaspers

Broschiert, März 2007
     Verkaufsrang: 152833      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eine Weltgeschichte der Philosophie. Karl Jaspers, einer der großen Philosophen unseres Jahrhunderts, ist der ideale Führer durch die Widersprüche, Möglichkeiten, Glaubwürdigkeiten und Fragwürdigkeiten der philosophischen Lehren der Menschheitsgeschichte. Was die großen Denker der Vergangenheit gesagt und gedacht haben und was wir von ihnen für unser modernes Leben erfahren können.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Guter Überblick.      5 von 5 Punkten
Jaspers`Buch ist eine gute ,auch umfangreiche Einführung in das Leben und Denken großer Männer. Leider ist der von ihm geplante Band II nie erschienen.


 Weitere Lesermeinungen


StatusAngst - Alain De BottonStatusAngst
Alain De Botton

Broschiert, September 2006
     Verkaufsrang: 141738      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Alain de Bottons neues Meisterwerk StatusAngst ist so hilfreich wie vergnüglich zu lesen."Hannoversche Neue Presse, 4.5.2004
"Seine Bücher zu lesen, ist ein einigermassen amüsantes Flanieren in den populär aufbereiteten Gedankenwelten anderer." Simone Meier, Tagesanzeiger, 29.4.2004
"Alain de Botton gelingt das Kunststück, eine Art historischen Feuerwehrleitplan zu erstellen für unsere Wünsche nach Anerkennung und Zuwendung."Annemarie Stoltenberg, Hamburger Abendblatt, 22.5.2004
"Wieder einmal flaniert Alain de Botton durch die Kultur- und Philosophiegeschichte und notiert das, was man sich vielleicht schon einmal dachte, aber niemals so hübsch hätte zusammenfassen können."Stuttgarter Nachrichten, 15.7.2004
"StatusAngst ist eine hübsche Abhandlung über eine Krankheit, die wir alle kennen." Mareen Linnartz, Frankfurter Rundschau, 16.10.2004


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Beruhigend und sehr lehrreich      5 von 5 Punkten
Absolut empfehlenswert! Interessante Aspekte aus Kunst, Philiosophie und Geschichte, die helfen sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen.


 Weitere Lesermeinungen


Romantik. Eine deutsche Affäre - Rüdiger SafranskiRomantik. Eine deutsche Affäre
Rüdiger Safranski

Gebundene Ausgabe, 25. August 2007
     Verkaufsrang: 101976      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Es ist, wie so oft bei diesem Meister der lesbaren Philosophie-Erzählung, ein unterhaltsamer ideenhistorischer Spaziergang." Michael Braun, Der Tagesspiegel, 30.08.07 "Safranski ist einer der kompetentesten und bekanntesten Historiker deutscher Ideen- und Kulturgeschichte." Paul Michael Lützeler, Die Literarische Welt, 01.09.07 "Rüdiger Safranskis großes Romantikbuch beschreibt eine "deutsche Affäre" so mitreißend, als fände sie mitten in unserer Gegenwart statt. ... Safranski ist ein Zauberkünstler, dem man lieber nicht widersteht." Christian Geyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.09.07 "Safranskis "Romantik" ist überfällig - eine aufgeklärt helle, ja heitere Beschreibung eines Sonderwegs. Es ist der Roman des deutschen Geistes." Matthias Matussek, Der Spiegel, 03.09.07 "Rüdiger Safranski macht uns glanzvoll mit der Romantik und dem Romantischen vertraut. Sein grandioses Buch verbindet philosophische Analyse mit anekdotischer Anschauung derart gekonnt, dass wir Seltenes vor uns haben: spannend erzählte deutsche Geistesgeschichte. Einer, der es infolge seiner Belesenheit und seiner Sprachkraft versteht, die Schatzkammer der Geistesgeschichte gangbar zu machen." Ulrich Greiner, Die Zeit, 06.09.07 "Vom Sieg der Fantasie über die Wirklichkeit, vom Unbehagen am Leben in einer entzauberten Welt und von Religiosität als Reaktion auf die Moderne. Von all dem erzählt der Philosoph Rüdiger Safranski in seinem grandiosen Buch über die deutsche Romantik." Denis Scheck, Der Tagesspiegel, 07.10.07

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)

Eine verhängnisvolle Affäre      5 von 5 Punkten
Romantik, in der Tat eine deutsche Affäre, wie der Untertitel lautet und wie Safranski sowohl stilistisch als auch inhaltlich brillant darstellt. Die Lektüre dieses Buches ist keine leichte Kost aber dafür eine echte Delikatesse. Viele Sätze muss man zweimal lesenl, um sie so richtig zu genießen und zu verstehen. Die Romantik sei eine Fortsetzung der Religion mit ästhetischen Mitteln, lautet eine der ebenso geschliffenen wie zutreffenden Formulierungen. Und wie die Religion fehlt es ihr an Bodenhaftung, schwebt der Kopf des Romantikers iin den Wolken. Nur dass er dort nicht mehr in erster Linie Gott entdeckt sondern das eigene Ich.
Zum einen war die Romantik eine Abkehr von einer zunehmend als mechanistisch empfundenen Welt, zum anderen die Resignation vor der Situation in Deutschland, das nach dem Aufruhr der Französischen Revolution und den Napoleonischen Wirren wieder in der Restauration erstarrte und dessen Potentaten sich von ihren Bürgern jegliche politische Einmischung verbaten, notfalls mit Waffengewalt.
Wenn sich aber die Romantik oder besser gesagt, das Romantische, dennoch in die Politik schleicht, wird's gefährlich, macht Safranski unmissverständlich klar. "Das Romantische liebt die Extreme, eine vernünftige Politik aber den Kompromiss."
Nichts ist fataler, als wenn man Träume mit Gewalt in die Realität umsetzen will. Das Ergebnis sind ganz und gar unromantische Alpträume. Die Herren Heidegger und Benn, die den Aufstieg der Nationalsozialisten zu Beginn völlig falsch einschätzten und als Neuanfang begrüßten, könnten Lieder davon singen.


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Kritik der zynischen Vernunft - Peter SloterdijkKritik der zynischen Vernunft
Peter Sloterdijk

Broschiert, 1. März 1983
     Verkaufsrang: 69797      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 20,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Kritik der zynischen Vernunft
OA 1983 Form Sachbuch Bereich Philosophie
Zwei Jahrhunderte nach Immanuel R Kants Kritik der reinen Vernunft (1781) entwirft Peter Sloterdijk in seinem zweibändigen, fast 1000-seitigen philosophischen Essay eine aktualisierte Vernunftkritik: Die Kritik der zynischen Vernunft verquickt auf überaus elegante und stilistisch beeindruckende Weise philosophische Analyse mit Poesie und Polemik und zählt zu den meistverkauften philosophischen Werken des 20. Jahrhunderts.
Aufbau: Die Kritik der zynischen Vernunft besteht aus zwei Teilen: Der kürzere erste Teil (Sichtungen - Fünf Vorüberlegungen) führt in das Thema ein und entfaltet das Begriffspaar des Kynismus und Zynismus. Der zweite Teil (Zynismus im Weltprozess) ist in vier "Hauptstücke" unterteilt: Im "physiognomischen Hauptstück" wird die öffentliche Masturbation des Diogenes von Sinope als protokynischer Akt dargestellt, in dessen Nachfolge Sloterdijk vitalistische und existenzialistische philosophische Strömungen einordnet. Das "phänomenologische Hauptstück" stellt sechs "Kardinalzynismen" ein jeweiliges kynisches Pendant gegenüber: Militärzynismus (Pazifismus), Staats- und Vormachtszynismus (soziopolitische Protestbewegungen), Sexualzynismus (Feminismus), Medizinzynismus (volksmedizinische Selbsthilfetraditionen), Religionszynismus (Emanzipation), Wissenszynismus (Fröhliche Wissenschaft). Zu den Kardinalzynismen treten zwei "Sekundärzynismen": der "Informationszynismus" der Regenbogenpresse und der kapitalistische "Tauschzynismus".
Im "logischen Hauptstück" setzt sich Sloterdijk mit positivistischen, systemtheoretischen und pragmatischen Ansätzen auseinander, um die theoretisch gewonnenen Ergebnisse dann im ausführlichen "historischen Hauptstück" auf die Weimarer Republik anzuwenden, wobei sein Augenmerk besonders der Literatur der 1920er Jahre gilt.
Inhalt: Sloterdijk liefert drei Definitionen des Zynismus: In der ersten, allgemeinen Definition erscheint der Zynismus als "das aufgeklärte falsche Bewusstsein", dessen "Falschheit [...] bereits reflexiv gefedert" ist. Die zweite, historische Definition unterscheidet zwei Formen des polemischen Bewusstseins: den Zynismus "von oben" und den Kynismus "von unten": Der antike Kynismus spiegele den "Drang von Individuen, gegen die Verdrehungen und Halbvernünftigkeiten ihrer Gesellschaften sich selbst als vollvernünftig-lebendige Wesen zu erhalten". Die dritte, phänomenologische Definition beschreibt die Subversion selbsterkorener Wahrheitsinstanzen durch Verweis auf die "nackte" Wahrheit: "Das zynische Denken nämlich kann nur erscheinen, wo von den Dingen zwei Ansichten möglich geworden sind, eine offizielle und eine inoffizielle, eine verhüllte und eine nackte, eine aus der Sicht der Helden und eine aus der Sicht der Kammerdiener."
Als "Konstanten unserer Geschichte" sind Kynismus und Zynismus für Sloterdijk korrespondierende Begriffe, deren Gegenüberstellung die Struktur der Kritik der zynischen Vernunft bestimmt. Die Weimarer Republik als "Gründerzeit der zynischen Struktur der Moderne" dient Sloterdijk als Folie für die Gegenwart: Sowohl 1933 als auch 1983 sind für ihn Daten des Umschlags von einer Zwischenkriegszeit in eine Vorkriegszeit. Nur eine durch Hingabe und Liebe bestimmte "zweite Aufklärung" könne, so Sloterdijks Fazit, den "Zirkel der instrumentellen Vernunft" überwinden.
Wirkung: Selten fand die Publikation eines philosophischen Werks eine so große mediale Resonanz wie die der Kritik der zynischen Vernunft. Dem einhelligen großen Lob seitens der bürgerlichen Presse stand der Totalverriss im Nachrichtenmagazin Der Spiegel gegenüber, was einen "Rezensentenstreit" zur Folge hatte, der die Verkaufszahlen des Werks emporschnellen ließ. Die spätere fundiertere philosophische Auseinandersetzung machte den unbestritten glänzenden Stil des Werks zum Ausgangspunkt für Lob wie Kritik: Allerhöchster Respekt wurde Sloterdijks Belesenheit und seiner "Schopenhauer und Spengler ebenbürtigen" Ausdruckskraft gezollt, ebenso seinem Versuch, gegen das neue zynische "Unbehagen in der Kultur" anzuschreiben. Auf der anderen Seite wurde Sloterdijk als "narzisstischer Selbstdarsteller" attackiert, der "Theorie in Tumult" transformiere. M. F.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Ein herrlicher Steinbruch      5 von 5 Punkten
Es machte sich die Philosophie 1983 wieder auf in die fröhliche Wissenschaft- übrigens auch als Kapitelüberschrift verwendet! Der Kynismus- hier auch das Verspotten des allzu Ernsthaften- bildet die Haltung bei einer blitzgescheiten und höchstbelesenen rasanten und richtig gut lesbaren Runde durch das Figurenkabinett der Philosophie und Literatur, das man aus heutiger Sicht das sloterdijksche nennen kann. Hugo Ball, Erich Kästner, die bis dahin 40 Jahre im Giftschrank verschlossenen Nietzsche, Jünger und Spengler und viele Andere begegnen uns die nächsten 25 Jahre im Werk des vormaligen Poona- Reisenden. Als damals etwas von Aussen Kommender mit Sponti- Image ist der Vielschreiber bis heute höchst umstritten. Es war aber gerade der unabhängige, unverkrampfte Zugang mit anderen Erfahrungen, der eine neue Sicht freiräumte.
Nicht alle seine Werke, gerade die in einem Zeitgeist entstandenen, haben bis heute allerhöchste Relevanz.
Kritik der zynischen Vernunft aber wird bleiben als Auftakt vieler Diskussionen, die sich manchmal erst wieder eine Diskursethik aneignen müssen. Viele Steine des Denkanstosses werden hier gewonnen und eine ganze Generation wurde hier unterstützt in der Freude am Denken- in Zustimmung oder Widerspruch.
Ganz nebenbei ist gerade die Behandlung der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts das kenntnisreichste und beste, was ich zu diesem Thema kenne. Seine Sprache haut er zu Bildern aus dem vollen Stein, dass es eine Lust ist.
Unbedingt lesen und sich nicht schämen , wenn man Spaß oder auch einmal Ärger dabei hat!


 Weitere Lesermeinungen


Wie frei sind wir?: Das Determinismus-Problem - Ted HonderichWie frei sind wir?: Das Determinismus-Problem
Ted Honderich

Taschenbuch, 1995
     Verkaufsrang: 22049      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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"Komplexe Begriffe und Denkvorgänge wickelt er mit traumwandlerischer Sicherheit ab: kein Buch für die Spezialisten, sondern für Juristen, Ärzte, Naturwissenschaftler, Psychiater, Kriminologen, Theologen, Psychoanalytiker - und für den 'Philosophiestudenten in Zeitnot, denn es handelt sich um eine Art Kurzfassung der 644 Seiten meines 1988 erschienenen Buches über die Theorie des Determinismus'. Die Digest-Form lässt manches angedeutet im Raum der Diskussion schweben und verleiht dem Buch einen angenehmen narzisstischen Charme. Ein philosophisch-praktischer Ratgeber zur Lebensführung und zu Problemen wie Ursache/Wirkung, Handeln an sich, Bestürzung und Bejahung oder Strafen. Honderich argumentiert dialogisch, im Dialog mit sich selbst, ein Sokrates, der keinen Gegenüber braucht." - Süddeutsche Zeitung

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Sehr empfehlenswerte Einführung in das Determinismusproblem      5 von 5 Punkten
Ted Honderichs "Wie frei sind wir?" ist ein sehr empfehlenswertes Buch für diejenigen, die eine umfassende, in der Regel sehr gut lesbare Einführung in die Theorie und die Problematik des Determinismus haben möchten. Gerade auf dem deutschsprachigen Buchmarkt gibt es leider sehr wenige (relativ) aktuelle ernstzunehmende Bücher zur Thematik, was sicherlich auf eine auf Informationsmangel beruhende Unterschätzung dieser Lehre zurückzuführen ist. Honderichs Buch stellt in einer facettenreichen und aktuellen Argumentation, bei der Neurowissenschaft und Quantenphysik berücksichtigt werden, Determination und die Idee der Willensfreiheit gegenüber, wobei im Speziellen auch das Problem der Definition von "Freiheit" behandelt wird. Dem Leser sei insbesondere aufgrund etwaiger Übersetzungsmängel die aktive Nutzung des umfassenden Glossars während der Lektüre empfohlen, der verwendete Fachausdrücke klar und prägnant definiert. Zudem sei auf die überarbeitete Neuauflage (2002) in englischer Sprache hingewiesen (ISBN 0199251975), die u.a. ein weiteres Kapitel beinhaltet.

Interessantes Buch, schlechte Übersetzung      4 von 5 Punkten
Die volle Originalausgabe (A Theory Of Determinism) ist das interessanteste Philosophiebuch, das ich kenne. Die deutsche Reclam-Ausgabe ist eine Übersetzung der gekürzten Version, die ich nicht im Original kenne. Dennoch kann ich beurteilen, dass der Stil typisch deutsch erheblich verquaster ist als das sehr gut lesbare Original.


Kant für Anfänger: Die Kritik der Urteilskraft: Eine Lese-Einführung - Ralf LudwigKant für Anfänger: Die Kritik der Urteilskraft: Eine Lese-Einführung
Ralf Ludwig

Taschenbuch, 1. April 2008
     Verkaufsrang: 74000      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Das Schöne und Erhabene, die Wahrnehmung und die Kunst und die Bildung von Geschmacksurteilen stehen im Zentrum dieser letzten von Kants großen Schriften. Mit der Lese-Einführung zu Kants drittem philosophischen Meisterwerk bietet Ralf Ludwig erneut seine bewährte Begleitung in unserer Reihe "Philosophie für Anfänger" an - eine behutsame Hilfestellung zur selbständigen Lektüre.



Die Nikomachische Ethik - AristotelesDie Nikomachische Ethik
Aristoteles

Taschenbuch, 1. Februar 1998
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Niklas Luhmann hat sich einmal mit der ihm eigenen Ironie über die regelmäßig am Ende eines Jahrhunderts auftretenden Ethikwellen mokiert. Auch am Übergang ins 21. Jahrhundert rollt wieder eine Ethikwelle über die philosophische Szene. Man mag darüber spotten. Offensichtlich besteht aber eine Erwartungshaltung der Philosophie gegenüber, Orientierungshilfe bei der Bewältigung grundlegender ethischer Fragen zu bieten.
Das mutmaßlich nach dem Sohn des Aristoteles, Nikomachos, dem Herausgeber dieser Ethikvorlesung, benannte Werk bietet in diesem Zusammenhang einen Ansatz, der bis heute nicht an Attraktivität eingebüßt hat. Aristoteles formuliert keinen Normenkatalog, sondern beschreibt, ausgehend vom menschlichen Streben nach dem Guten, verschiedene Lebensweisen, die es erlauben, dieses Ziel, nämlich das höchste Gut zu erreichen. Dieses liegt nach Aristoteles im tugendhaften Leben. So entwirft auch die Aristotelische Ethik letztlich erstrebenswerte Idealvorstellungen. Ihre Verbindlichkeit ergibt sich aus der Angemessenheit der Tugenden an das Wesen des Menschen. Dem Menschen ist es nämlich gemäß, im Normalfall seines Verhaltens stets die Mitte zu halten zwischen den Extremen. Ferner ist es ihm gemäß, sich in seinen Handlungen von Verstand und Einsicht und nicht von Emotionen leiten zu lassen.
Die Aristotelische Methode, den alltäglichen Umgang mit ethischen Grundbegriffen zu reflektieren und dabei ihrer Vielfalt Rechnung zu tragen, bildet, wie die Debatte um den Kommunitarismus gezeigt hat, weiterhin eine theoretische Alternative zu Versuchen, im Anschluss an Kant ein universal gültiges, formales Moralprinzip auszuweisen und zu begründen. -Jens Kertscher


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Die Nikomachsiche Ethik - Ein Leitfaden für die Postmoderne      5 von 5 Punkten
Circa 322 v. Chr. verfasste der griechische Universalwissenschaftler Aristoteles die Nikomachische Ethik, eine der ersten in Auseinandersetzung mit Wissenschaft und weltlicher Ordnung formulierten Ethiken. Das Werk zeichnet sich durch eine an der Formallogik orientierte sprachliche Exaktheit aus, die es ermöglicht, den Argumenten des Aristoteles Buch für Buch zu folgen.
Das in der Sprachpaxis so geläufige "rechte Maß", welches uns durch den Alltag einer von weltlichen Dingen geleiteten Gesellschaft dirigiert, rührt unter anderem von dieser Ethik.
Wenn sich die moderne (westliche) Welt einen ethischen Leitfaden sucht, dann ist sie nicht schlecht beraten, zumindest ein paar grundlegende Anstöße aus der Nikomachischen Ethik zu entnehmen.
Manchmal ist es sinnvoller einen Blick zurück zu werfen, um sich seiner selbst zu besinnen, als orienterungs- und hiflos, getarnt als esoterischer Hokuspokus in die Zukunft zu blicken.


 Weitere Lesermeinungen


Praxis Spagyrik nach Alexander von Bernus - Christina CasagrandePraxis Spagyrik nach Alexander von Bernus
Christina Casagrande

Broschiert, 23. September 2009
     Verkaufsrang: 112388      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 49,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Verständliches Einsteigerbuch in die moderne Praxis der Spagyrik. Sofort umsetzbare Therapiekonzepte mit Erläuterungen zu Wirkmechanismen und zur Auswahl der Mittel für bewährte Indikationen - in Kombination mit anderen Naturheilverfahren.

- verständliche und zeitgemäße Darstellung
- die wichtigsten Grundlagen zur Spagyrik, beschränkt auf das Wesentliche
- klarer Schwerpunkt liegt auf der Praxis
- Therapie mit bewährten Solunaten (konkrete Angaben zu Mittelwahl und Dosierung)
- Kapitel über ergänzende komplementärmedizinische Methoden.




Emotionsfokussierte Therapie: Lernen, mit eigenen Gefühlen umzugehen - Leslie S. GreenbergEmotionsfokussierte Therapie: Lernen, mit eigenen Gefühlen umzugehen
Leslie S. Greenberg

Gebundene Ausgabe, Oktober 2006
     Verkaufsrang: 136801      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 32,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wut und Freude, Furcht und Scham, Eifersucht und Liebe in uns allen stecken Emotionen, durch die uns deutliche Signale vermittelt werden, wie wir die Welt erleben. Die für Emotionen zuständigen Bereiche unseres Gehirns sind mit Informationen über persönliche Bedeutungen, Bedürfnisse und Werte angefüllt und verarbeiten die in der Welt vorkommenden Muster erheblich schneller als sie der rationale Teil des Gehirns bewusst analysieren kann. Unsere Gefühle ermöglichen es uns einerseits, uns schnell an die jeweilige Umgebung anzupassen, andererseits können sie aber auch ziemlich verwirrend, überwältigend oder verschüttet sein. Mit diesem Buch stellt Leslie S. Greenberg einen neuen Ansatz vor, mit dessen Hilfe TherapeutInnen ihre KlientInnen darin unterstützen können, Verstand und Gefühl in Einklang zu bringen. Während die meisten aktuellen Bücher über Coping-Strategien den Verstand über das Gefühl setzen und in der medizinischen Psychiatrie psychotrope Medikamente verschrieben werden, um Emotionen zu regulieren, wird hier vorgeschlagen, dass KlientInnen aus ihren eigenen körperlichen Reaktionen lernen können, anstatt ihre Gefühle lediglich zu kontrollieren oder zu vermeiden und schließlich einen sinnvollen Umgang mit diesen erlernen. Voll mit klinischen Erfahrungen, praktischen Leitlinien und Fallbeispielen stellt dieses Buch ein empirisch fundiertes Modell vor, das zeigt, wie KlientInnen emotionale Weisheit vermittelt werden kann.



Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral - David HumeEine Untersuchung über die Prinzipien der Moral
David Hume

Taschenbuch, 2002
     Verkaufsrang: 67477      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Gerhard Streminger hat die 1751 erschienene Untersuchung, neu übersetzt, herausgegeben. Seine ausgezeichnete Einleitung ist so umfangreich, dass man daraus ein eigenes Reclam-Bändchen hätte machen können. 'Neue Zürcher Zeitung'

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Hume oder Kant?      5 von 5 Punkten
Diese relativ kleine Schrift Humes ist für eine der wichtigsten Fragen der Ethik von besonderer Bedeutung:
Kant hatte gemeint, daß Klugheitserwägungen niemals genuin moralische Motive sein könnten. Moralische Handlungen müssten allein durch die Überlegung, was richtig ist, motiviert sein. Wahre Sittlichkeit frage - so Kant - nicht nach Lohn und Strafe.
Zwar dachte auch Hume, daß nur gewisse Formen der Motivierung moralisch akzeptabel seien, aber im Gegensatz zu Kant war für ihn die Trennung zwischen Klugheits- und moralischen Erwägungen nicht ausschließlich. Seiner Meinung nach gäbe es nämlich Handlungsmotive, die zu befolgen sowohl moralisch als auch klug sei.
Im Anschluß an stoisches Gedankengut führt Hume in Die Untersuchung über die Prinzipien der Moral aus, daß nur moralische Menschen wirklich glücklich sein könnten, es also in jedes einzelnen klugen Interesse sei, ein moralisches Leben zu führen, wobei >moralisch sein< gerade bedeutet, daß nicht nur die eigenen, rein materiellen und physischen Interessen beachtet werden, sondern auch die Interessen anderer.

Eine der herausragenden Arbeiten zur Moralphilosophie      5 von 5 Punkten
In der 1751 veröffentlichten >Untersuchung über die Prinzipien der Moral< versucht David Hume, eine Ethik ohne jede Religion zu begründen.
Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist das menschliche Mitgefühl; und entscheidendes Motiv, ein moralisches Leben zu führen, ist die Tatsache, dass nur ethische Menschen wirklich glücklich sein können.
Diese kleine Schrift des schottischen Aufklärers, die in einer preiswerten, mehrmals neu aufgelegten Reclam-Ausgabe vorliegt, ist eine der wichtigsten Arbeiten auf dem Gebiet der Ethik.
Dieser Meinung war auch Arthur Schopenhauer: "Aus jeder Seite von David Hume", so meinte dieser in >Die Welt als Wille und Vorstellung


Grundprobleme der Erkenntnistheorie: Von Descartes zu Wittgenstein (Uni-Taschenbücher S) - Gottfried GabrielGrundprobleme der Erkenntnistheorie: Von Descartes zu Wittgenstein (Uni-Taschenbücher S)
Gottfried Gabriel

Taschenbuch, 1. März 2008
     Verkaufsrang: 43911      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Der Bogen neuzeitlicher Erkenntnistheorie wird hier von Descartes "Meditationen" zu Wittgensteins "Über Gewißheit" geschlagen. Berücksichtigt werden neben den Autoren der bewußtseinsphilosophischen Tradition (Locke, Leibniz, Hume, Berkeley und Kant) auch die sprachanalytischen und wissenschaftstheoretischen Transformationen der Erkenntnistheorie im 20. Jahrhundert

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Empfehlenswertes Werk für Einsteiger      5 von 5 Punkten
Was dieses Werk von vielen anderen vergleichbaren Werken für Einsteiger abhebt, ist der durchgängige rote Faden. Es werden die drei Grundprobleme der Erkenntnistheorie zuerst vorgestellt, bzw. mit Descartes hergeleitet. Anschließend wird jedes Problem einzelnd thematisiert, was chronologisch abläuft. Und das wichtigste: Man hat das Gefühl, man lese einen zusammengehörigen Text und nicht drei verschiedene (einzelnd zu jedem Problem). Es findet jedes Mal eine gelungene Überleitung statt, ohne dass der Themenwechsel auffallen würde.
Ich kann also nur eine absolute Empfehlung für alle Studienanfänger geben. Fortgeschrittene sollten das Werk aber natürlich nicht überbewerten, denn man muss schon sagen, dass die Primärquellen natürlich obligatorisch sind. Aber den Anspruch, Primärquellen zu ersetzen hat dieses Werk auch sicherlich nicht gehabt.

Sehr gutes Einführungsbuch zur Erkenntnistheorie      5 von 5 Punkten
Der Autor gibt an, dass das Buch aus Vorlesungen hervorgegangen ist, welche er vor allem an der Uni Konstanz gehalten hat.
Themen:
1. Die erkenntnistheoretische Fragestellung
2. Die Frage nach dem Ursprung der Erkenntnis
3. Die Frage nach der Realität der Außenwelt
4. Transformationen der Erkenntnistheorie
5. "Die richtige Sicht der Welt" (Wittgenstein)
Der Text behandelt die klassischen Autoren der Neuzeit wie Descartes, Locke, Hume, Kant, Carnap und Wittgenstein und ist immer wieder mit Zitaten aus den jeweiligen Werken gespickt, was ich als sehr hilfreich empfinde, wenn man sich später selbst mit den Primärtexten befasst. Es ist ein sehr gut gelungenes und gut verständliches Einführungsbuch zu den neuzeitlichen Positionen der Erkenntnistheorie.


Werkausgabe in 8 Bänden. stw 501-508: Werkausgabe in 8 Bänden: Band 1: Tractatus logico-philosophicus. Tagebücher 1914-1916. Philosophische Untersuchungen: BD 1 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) - Ludwig WittgensteinWerkausgabe in 8 Bänden. stw 501-508: Werkausgabe in 8 Bänden: Band 1: Tractatus logico-philosophicus. Tagebücher 1914-1916. Philosophische Untersuchungen: BD 1 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Ludwig Wittgenstein

Taschenbuch, 23. Oktober 1984
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Preis: € 18,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ludwig Wittgenstein wurde am 26. April 1889 als Sohn des Großindustriellen Karl Wittgenstein in Wien geboren und starb am 29. April 1951 in Cambridge. Er erhielt zunächst Privatunterricht und besuchte ab 1903 eine Realschule in Linz. Er studierte von 1906 bis 1908 Ingenieurswissenschaften an der Technischen Hochschule Charlottenburg und wechselte dann für weitere drei Jahre nach Manchester. Dort forschte er zur Aeronautik. Er begann, sich für philosophische Themen zu interessieren und trat 1912 in das Trinity College in Cambridge. Ab diesem Jahr begann Wittgenstein mit den Arbeiten an seinem ersten philosophischen Werk, der Logisch-philosophischen Abhandlung, die er in einem Tagebuch als Notizen bis 1917 festhielt. Auch während seiner Zeit als österreichischer Freiwilliger im Ersten Weltkrieg arbeitete er daran weiter, bis er das Werk schließlich im Sommer 1918 vollendete. Es erschien jedoch erst 1921 in einer fehlerhaften Version in der Zeitschrift Annalen der Naturphilosophie. 1922 wurde schließlich eine zweisprachige Ausgabe unter dem heute bekannten Titel der englischen Übersetzung veröffentlicht: Tractatus Logico-Philosophicus. Abgesehen von zwei kleineren philosophischen Aufsätzen und einem Wörterbuch für Volksschulen blieb die Logisch-philosophische Abhandlung das einzige zu Lebzeiten veröffentlichte Werk Wittgensteins. 1953 erschein posthum das Werk Philosophische Untersuchungen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Pflichtlektüre für alle Philosophieinteressierten!      5 von 5 Punkten
Die Legenden von Wittgensteins "Mystik" im Tractatus sind Legende, das Werk eine perfekte Überschneidung aus strenger Logik und existenziellem Engagement.
Doch der wahre Geheimtip in diesem Band sind die "Philosophischen Untersuchungen", Wittgensteins zweites großes (posthum veröffentlichtes) Werk, in dem er die "schweren Irrtümer" des ersten Werks korrigieren will und Wege einschlägt, die sowohl Metaphysiker als auch Neopositivisten einige Meter zurück auf den Boden bringt. Besonders zu loben ist dabei sein schnippischer Humor und die Methode, Argumentationslücken in den jeweiligen Redearten aufzuzeigen und die Deutung dem Leser zu überlassen. Wunderbar!


Der Einzige und sein Eigentum - Max StirnerDer Einzige und sein Eigentum
Max Stirner

Taschenbuch, 1986
     Verkaufsrang: 23137      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Max Stirners 1844 veröffentlichtes philosophisches Hauptwerk untersucht gesellschaftliche Institutionen, Ideologien und Ideale wie Familie, Moral und Liebe hinsichtlich ihrer realistischen Umsetzung. Für Stirner sind all diese Ideen in erster Linie Konstrukte, denen der Mensch per se nicht entsprechen kann, was zur Selbstentfremdung führt. Demgegenüber fordert Stirner die uneingeschränkte Selbstmächtigkeit des Einzelnen. Seine Schrift kann heute als weit über seine Zeit hinausreichendes Plädoyer für die Freiheit des Individuums verstanden werden.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Bisherige Rezensionen      5 von 5 Punkten
Die vorliegenden Rezensionen von Stirners Der Einzige und sein Eigentum" sind alle mehr oder weniger positiv. Zu Recht, denn das Buch ist wichtig, einflussreich, spannend und aktuell.
Nur eine Rezension weist auf ein Problem hin: Nicht alle Ausgaben sind empfehlenswert.
Völlig indiskutabel ist die Ausgabe des area-Verlags, auch wenn sie mit Abstand die billigste ist.
Die Ausgabe des area-Verlags enthält weder einen Kommentar noch ein Nachwort.
* Die Ausgabe ist unvollständig, wie Jannis Hallen schon sagte. Es fehlen kommentarlos die wichtigen Vorbemerkungen Stirners, mit denen er unter dem Motto Ich hab`mein Sach' auf Nichts gestellt" das zentrale Thema seines Buches einleitet.
* Die Ausgabe enthält Änderungen im Text, ohne irgend einen Hinweis zu den Editionsprinzipien: Wörter werden groß geschrieben, um interpretierend deren Bedeutung hervorzuheben: Ich hab' mein' Sach' auf NICHTS gestellt (400); Stirners eigenwillige, pointiert eingesetzte Großschreibung des Wortes Ich und überhaupt von Personalpronomen wird nicht übernommen. Der Text wurde bearbeitet nach den Regeln vor der Rechtschreibereform, aber auch das nicht konsequent und fehlerhaft.
* Weit über 100 Fehler, manchmal vier, fünf auf einer Seite (205, 211), verballhornen Stirners Hauptwerk, das 1844 in einer fast fehlerfreien Ausgabe erschienen war: die wenigen Fehler der Erstausgabe von 1844 werden übernommen: falsche Anführungszeichen (146), falsch geschriebene Fremdwörter: Schiboleth (105, 167); Wahre dich statt Wehre Dich; in der Erstausgabe Korrektes hingegen wird falsch geschrieben: (157, 162, 171, 177 u.ö.); an Stelle eines Gedankenstrichs (-) steht ein = (40, 193); griechische Wörter werden ebenso verhunzt (81), wie Namen: Eloots statt Cloots (223). Wörter fehlen : Gedanke durchzieht Reformationsgeschichte [bis] heute. Man versuche einmal diese Stelle zu verstehen: Möglichkeit und Wirklichkeit sollen immer zusammen. Man kann nichts, was man nicht tut, was man nicht kann. Dass Stirner so tautologisch nicht argumentierte, zeigt das Original: Möglichkeit und Wirklichkeit fallen zusammen. Man kann nichts, was man nicht tut, wie man nichts tut, was man nicht kann. (358).
* Durch Scannen der Vorlage in Fraktur-Schrift (Ähnlichkeit des Fraktur-s mit dem -f) gibt es zahlreiche Fehler: Selbstauslösung statt Selbstauflösung (37), resormatorische statt reformatorische (70), aus statt auf (71), über mich hinaufragte statt hinausragte (187), Gr. Heiligkeit statt Sr. Heiligkeit (222), zustießt statt zufließt (222), Weise statt Welfe (261). Da ist statt von Gefäß vom Gesäß (53) die Rede und statt gefühlt wird gesuhlt (61), usw. usf.
Die Reclam-Ausgabe dagegen ist eine seriöse Ausgabe mit einigen Mängeln:
* Das Nachwort ist ideologisch und oft unsachlich; der Herausgeber stellt Stirner als kleinbürgerlichen Gernegroß dar.
* Sie enthält Fehler, z.B. lücken- und fehlerhafte Kommentierung: falsche Auflösung eines anonymen Beitrags: statt Carl Reinhold Jachmann nennt Meyer Carl Witt (EE 115), falsche Jahreszahl: 1842 statt 1844 (EE 162), falsche, fehlende und irritierende Zeichensetzung (EE 35, 162, 258 u.ö.), Übernahme von Fehlern aus der editio princeps (EE 215: Wahre Dich statt Wehre Dich) usw.
Die Ausgabe des Alber-Verlags bietet über 500 Kommentare, enthält eine auf Missverständnisse in der Stirner-Rezeption eingehendes Nachwort und Stirners Reaktion auf die ersten Kritiken an seinem Buch (u.a. von Ludwig Feuerbach), mit der er auf wichtige Aspekte seiner Philosophie verdeutlicht. Auch diese Ausgabe ist nicht völlig fehlerfrei, und sie ist vergleichsweise teuer. Für den,der sich intensiver mit Stirner beschäftigen möchte, lont sich jedoch diese Investition.


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Schopenhauer für Gestreßte: Ausgewählt von Ursula Michels-Wenz (insel taschenbuch) - Arthur SchopenhauerSchopenhauer für Gestreßte: Ausgewählt von Ursula Michels-Wenz (insel taschenbuch)
Arthur Schopenhauer

Taschenbuch, 21. August 2000
     Verkaufsrang: 20968      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Den meisten Ängsten und Nöten, Suppressionen und Anfeindungen kann man bei aller scheinbaren Ausweglosigkeit durch Erkenntnis und Übung sehr wohl etwas entgegensetzen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Und der Leser fühlt sich wie neu geboren      5 von 5 Punkten
Jedem , dem sein Selbst am Herzen liegt, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. "Schopenhauer für Gestreßte" ist eine gelungene Einführung in Schopenhauers (Über-) Lebensphilosophie.
Sehr anschaulich, sehr klar; und für beschauliches Nachdenken und geistiges Sichversenken sind diese augewählten Schopenhauertexte ideal.
Es wird sofort offenbar, dass Schopenhauer ein Freigeist und alles andere als ein Pessimist ( im herkömmlichen Sinne) sondern viel eher Realist war, was sich im Buch sofort bemerkbar macht.
Schopenhauer zeigt seinen Lesern nicht nur Wege zur geistigen Harmonie, sondern vor allem Wege Körper und Geist ( auch im Alltag) in individuelle Harmonie zu einander zu bringen, d.h. rundum zu gesunden und nicht nur geistig zur Ruhe zu kommen. Besonders deutlich werden diese Gedanken und Anliegen Schopenhauers in den Kapitel " Unser Glück hängt ab von dem was, wir sind" und " Der ungeteilte Wille zum Leben" dargestellt. Speziell für die musischen Naturen, aber auch für Songwriter dürfte dieses Buch, wenn nicht gar Schopenhauers Gesamtwerk sehr von Interesse sein, denn das Schopenhauers Sprache melodiös ist, kann keinem seiner Leser entgangen sein, aber was ihn darüberhinaus gerade für gestreßte Mitmenschen zur Wohltat macht, ist sein gleichmäßiger Rhytmus, der fasst schon maßgeschneidert zum jeweiligen Thema erscheint und seine denkerische Stringenz noch zusätzlich unterstreicht.
Äußerst gelungen finde ich auch, die Heraushebung von Schlüsselwörtern, wie z.B. "Sein" und "Haben", sie stellen Verständnishilfen dar und sind wirklich wesentlich, wenn man Schopenhauer recht verstehen will.
Jeder der sich "kultiviert" nennen möchte, kommt um Schopenhauer nicht rum, besonders im deutschen Kulturraum, seine Unmittelbarkeit seiner Einsichten stehen für sich. Ich selber wurde durch dieses Buch zu weiterer Schopenhauer- Lektüre verführt, und kann daher wohl zu recht sagen:
Ein Muß!!!!!!!


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Mit den passenden Schuhen vergißt man die Füße: Ein Zhuangzi-Lesebuch - ZhuangziMit den passenden Schuhen vergißt man die Füße: Ein Zhuangzi-Lesebuch
Zhuangzi, Henrik Jäger

Gebundene Ausgabe, 9. September 2009
     Verkaufsrang: 24400      Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 11 Tagen.

Preis: € 21,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Eines der herrlichsten Bücher Chinas", nannte es Hermann Hesse. Dessen Autor war für ihn ein Meister des Gleichnisses. Dieses Buch hat viele Generationen chinesischer Gelehrter wegen seiner Schönheit begeistert. Sie waren von der kreativen, paradoxen Weisheit und der literarischen Qualität des Textes beeindruckt ein Kaiser meinte sogar, keine Frau könne so schön sein wie dieser Text. Die vorliegende Ausgabe bringt einen Meister des Ostens nahe, der zu den Großen der Weltliteratur und Weltphilosophie gehört. Die Anthologie bietet dem Leser eine Auswahl philologisch fundierter Übersetzungen mit kompetenter Hintergrundinformation und Verständnishilfe. Zum Vorschein kommt ein Text, der gewohnte Denkweisen auf den Kopf stellt. Der Kerngedanke ist: das Leben so anzunehmen, wie es ist, dem zu folgen, was ist. Gleichzeitig geht es um das Eigene - das auch im Bild von den Schuhen zum Ausdruck kommt - einem jeden Menschen passen eben nur die eigenen Schuhe.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Mit den passenden Schuhen vergißt man die Füße      5 von 5 Punkten
Mit den passenden Schuhen vergißt man die Füße, ein Zhunangzi-Lesebuch von Henrik Jäger aus dem Chinesischen übersetzt und in unsere heutige Sprach-Kultur- und Lebenswelt feinsinnig implementiert. Ein ca. 2300 Jahre altes und doch aktuelles Buch, von dessen Inhalt und sprachlicher Schönheit sich Experten und Laien immer wieder neu bezaubern, irritieren und inspirieren lassen können.
Bei den vielen Fragen und Herausforderungen des Lebens und Überlebens hier und heute, der Komplexität sowie des Nicht-Wissen-Könnens und der eigenen Strukturgebundenheit in all dem, hinterlässt das Buch erstaunlicherweise ein Gefühl von Ruhe und tiefem Frieden.
Dabei beantwortet es keine schwierigen existenziellen Lebensfragen, im Gegenteil; der Leser wird ermuntert, eine Haltung zu kultivieren, die ihn in eigener Verantwortung immer wieder neu denken und fühlen lässt. So kann er nach und nach Vertrauen und Sicherheit in sich selbst und seinen Beschreibungen von der Welt entwickeln, sich weiter tapfer, frei und unbeschwert der Pflege des Lebens auf seine eigene Art widmen, zunehmend mit jeder Zelle seines Körpers resonanzfähig werden und angemessen auf Herausforderung und Wandlung antworten.
Ein wunderbares Buch, das mich noch lange begleiten wird.


Das Untier. Konturen einer Philosophie der Menschenflucht - Ulrich HorstmannDas Untier. Konturen einer Philosophie der Menschenflucht
Ulrich Horstmann

Gebundene Ausgabe, 15. Dezember 2005
     Verkaufsrang: 124163      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Ein später Schüler Schopenhauers: Ulrich Horstmann. So bezeichnete der „Spiegel" Ulrich Horstmann in einem Beitrag zur Verleihung des Kleist-Preises: „Mit wahrhaft deutscher Gründlichkeit räumt Professor Horstmann - ein Radikaler im öffentlichen Dienst - die humanistischen Scheinwerfer ab, die den Homo sapiens seit der Antike als „Krone der Schöpfung" erstrahlen lassen. Für Horstmann, einen späten Adepten des Weltvernei-ners Arthur Schopenhauer, hat sich das Gattungswesen Mensch längst als „evolutive Fehlform" erwiesen, die allen wohlgemeinten Korrekturversuchen beharrlich trotzt."

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Das Untier erhebt das Wort.      5 von 5 Punkten
Ohne Falsch wider sich selbst.
Und wohlfeil ist seine Rede noch dazu.
Selten noch erklingt ein so reiner Ton in der betäubenden Stille menschlicher Kakophonie.
Lasst uns nun also dem Ende fröhlich entgegengehen.


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