|
| Philosophie | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Die Antiquiertheit des Menschen: Die Antiquiertheit des Menschen 1: Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution: Bd I Günther Anders Taschenbuch, April 2002 Verkaufsrang: 176992 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses Plädoyer für den Weiterbestand einer menschlicheren Welt, nein: leider bescheidener: für den Weiterbestand der Welt, habe ich geschrieben, als manche meiner eventuellen Leser noch nicht das gleißende Licht unserer düsteren Welt erblickt hatten. Sie werden erkennen, daß die revolutionäre, oder richtiger: katastrophale Situation, in die sie hineingeboren wurden und in der zu leben sie leider allzusehr gewohnt sind, nämlich die Situation, in der die...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Ein Denkanstoss für jeben 5 von 5 Punkten Auch nach Jahrzehnten hat die Aktualität dieses Buches keineswegs an Bedeutung verloren. Anders zeigt deutlich durch seine überpointiertheit, vor allem in dem Aufsatz über die Bombe der Apoklaypse-Blindheit, wie sehr der Mensch von der Maschinerie beherrscht wird und nicht mehr zu kontrillieren vermag, was er herstellt. Nie zuvor war die Menschheit in der Lage sich auf einem Schlag , ja nicht nur sich, sondern ales Leben auf diesem Trabanten, auszulöschen. Dieses Buch hat mir die Augen in dieser Beziehung mehr geöffnet und einige Denkanstösse gegeben. Auch die anderen Aufsätze z.B. über die industrielle 2.Revolution,bzw über die Rundfunk- und Fernsehwelt, sind allesamt eingetroffen. ein sehr empfehlenswertes Buch!
Nie unantiquierter als jetzt 5 von 5 Punkten Entgegen der Meinung der alles und jedes exkulpierenden Soziologenzunft, der ja nichts Menschliches fremd ist (exemplarisch: Ulrich Beck - "Gerade weil Anders recht hat, ist sein Buch antiquiert") dürfen die Bücher von Günther Anders als allzeit aktuell gelten. Sicherlich müßten einige zeitspezifischen Vokabeln ausgetauscht werden, aber das ist eine zumubare Transferleistung. Ein scharfsinniges Opus von einem Menschenfreund, der sich verzweifelt gegen seine eigene Hoffnung wehrt. Wahrscheinlich in ein paar Dekaden als Prophetie erkannt - wenn es zu spät ist. Aber das ist es ja heute schon. |
Die Spur des Anderen. Studienausgabe: Untersuchungen zur Phänomenologie und Sozialphilosophie Emmanuel Levinas Taschenbuch, Januar 1998 Verkaufsrang: 198928 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Allem voraus geht die Berührung mit dem Anderen. 5 von 5 Punkten Diese Aufsatz-Sammlung zur Phänomenologie und Sozialphilosophie ist die beste Einführung in die Philosophie von E. Lévinas. Darüberhinaus ist es eines der hilfreichsten Bücher zum Verständnis der Phänomenologie insgesamt und speziell der transzendentalen Phänomenologie von Edmund Husserl. Wer mit Husserls Denkweg nicht zurechtkommt, wird durch dieses Buch "mehr Klarheit" erlangen. Die Aufsätze "Intentionalität und Metaphysik", "Der Untergang der Vorstellung" und "Intentionalität und Empfindung" sind zum Verständnis der Husserlschen Ideen unentbehrlich. Auch im Hinblick auf die "Philosophie" von Jacques Derrida ist dieses Buch eine Überraschung. Wieviel Derridas "Philosophieren" dem Denken von Lévinas verdankt wird besonders in dem Text "Die Spur des Anderen" deutlich. Die Philosophie von Lévinas bewegt sich an einer Grenze, diese Grenze ist durch das Heideggersche "Fragen" markiert und offnet das Denken zum "Unendlichen des Anderen" hin. "Die Idee des Unendlichen ist ein Denken, das in jedem Augenblick mehr denkt, als es denkt." Emmanuel Lévinas |
Albert Camus: L'Etranger. Lektüreschlüssel Albert Camus Taschenbuch, Dezember 2004 Verkaufsrang: 64273 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Lektüreschlüssel für Schüler erschließen einzelne literarische Werke. Um eine Interpretation als Zentrum gruppieren sich 10 wichtige Verständniszugänge: - Erstinformation zum Werk - Inhaltsangabe - Personen (Konstellationen) - Werk-Aufbau (Strukturskizze) - Wortkommentar - Interpretation - Autor und Zeit - Rezeption - "Checkliste" zur Verständniskontrolle - Lektüretipps mit Filmempfehlungen - Raum für Notizen
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ideal für den Grundkurs 5 von 5 Punkten Dieser Lektüreschlüßel ist meiner Meinung nach sehr gelungen und hilfreich für den Grundkurs Französisch. Er enthält wichtige Informationen zu Inhalt, Personen, Aufbau und Autor. Außerdem liefert er interessante Interpretationsansätze. Das Heftchen ist kompakt geschrieben und sehr übersichtlich konzipiert. Was jedoch besonderen Lob verdient sind die zahlreichen Vokabelhilfen am Fusse jeder Seite, um so das Verfassen/Vortragen im Französischunterricht zu erleichtern.
Weitere Lesermeinungen |
Epikur Malte Hossenfelder Broschiert, März 2006 Verkaufsrang: 206481 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Epikur (341-270 v. Chr.) zählt zu den meistverkannten Philosophen; seit der Antike steht sein Name stellvertretend für "jemanden, der die materiellen Freuden des Daseins unbedenklich genießt" - zu unrecht. Zwar ist Epikur der Schöpfer des ersten großen hedonistischen Systems - also der Lehre, die das Streben nach Lust zum obersten ethischen Prinzip macht -, aber für ihn geht es nicht etwa darum, Genuß auf Genuß zu häufen: Das Ziel seiner Philosophie liegt vielmehr in der Befreiung des einzelnen von Unlust und damit von Angst, damit er - unempfindlich gegen alle Schicksalsschläge - sein Glück finden möge in innerer Ruhe und Gelassenheit. Damit ist Epikur einer der Begründer des abendländischen Individualismus; indem er die Beherrschung des eigenen Innenlebens lehrt statt Herrschaft über die Natur, bietet er eine echte Alternative zu unserer gegenwärtigen Lebensform. "Wenn wir also sagen, Lust sei höchstes Gut, dann meinen wir nicht die Lüste der Prasser und des Genießens, wie einige Unwissende und Andersdenkende oder Mißverstehende glauben, sondern das Freisein von körperlichem Schmerz und seelischer Aufregung." Epikur.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Vorzügliches Portrait eines großen Geistes 5 von 5 Punkten Malte Hossenfelder ist ein inzwischen emeritierter Philosoph, Gräzist und Latinist, der sich der Philosophie der griechischen Antike verschrieben hatte.
Epikur, 341 auf Samos geboren und 270 in Athen verstorben, war einer der Vordenker der hellenistischen Epoche, die sich geistesgeschichtlich insbesondere durch die Entdeckung und Kultivierung des Individuums auszeichnete. Der Mensch, ausgestattet mit einem freien Willen, betrat die Bühne der Philosophie. Dieser Wille nun gestattete ihm die Formulierung und die Verfolgung seiner eigenen Ziele. Begrifflich geschah dies durch "hedone", die Lust, der Epikur jedoch eine andere Bedeutung verlieh. Lust ist nach Epikur die Freiheit von Unlust, wobei Unlust stets ein Mangel ist wie Schmerz, Unruhe oder Angst. Mit dem modern verstandenen Hedonismus hat das übrigens nichts zu tun. Die Götter (oder das göttliche Prinzip) verbannte Epikur als geistige und ewige Wesen außerhalb der belebten Welten, in denen auch kein göttliches Wirken existiere. Und Aufgabe der Wissenschaften sei es, naturwissenschaftliche Erklärungsmodelle zu entdecken, die Aberglauben und Angst (Gottes-Furcht?) beseitigen sollen und die Götter nach und nach aus dem Alltag zu entfernen.
Man kann sich nun vorstellen, dass diese Ansätze sich im Gegensatz zu den platonischen und aristotelischen Lehren nun absolut nicht von den sich entwickelnden Groß-Religionen vereinnahmen ließen und so entstand in Folge das Zerrbild, das heute noch oft mit dem epikureischen Hedonismus in Verbindung gebracht wird. Historisch verständlich, aber falsch.
Der Autor präsentiert einen spannenden Querschnitt epikureischen Denkens, der natürlich auch die Schwächen seiner Ideen aufzeigt. Doch es ergibt sich ein sich gegenseitiges bedingendes philosophisches und naturwissenschaftliches Modell, das eine hohe Aktualität besitzt. Und so scheut sich der Autor nicht, diese Aktualität aus seiner Sicht zu formulieren und auch aufzuzeigen, wo uns Epikur heute noch etwas zu sagen hat. Das steht ein wenig außerhalb der gängigen Praxis philosophischer Portraits, aber diesem Autor über sein Kathederwissen hinaus Aufmerksamkeit zu schenken und seine Meinung zu vernehmen, empfand ich als Bereicherung.
Da harrt ein großer Denker noch seiner Wiederentdeckung und dieses Buch ist ein ausgezeichneter Einstieg.
religionskritik - seit 2.300 jahren überhört ... 5 von 5 Punkten das schäbige handwerk der religionen und religionsbürokratien, - nämlich dass sie immer wieder mit infiltrierter götter- und jenseits-furcht verhexte menschen erzeugen: dieses marionettenwerk wollte ein epikur durchschneiden. bis in die heutigen tage ("im himmel", so wird dem taliban-selbstmord-attentäter versprochen, "bekommst du sieben frauen zur belohnung") wissen fundamentalistisch-religiöse verhetzungsnetze aberwitzige terroristen zu produzieren, die das betreten des lebens nach dem tode kaum noch abwarten können. der kampf der konfessionen hat sich seit dem 11. september 2001 eminent hochgeschaukelt - zweitausenddreihundert jahre nach epikur und völlig unbeeinflusst von jeglichen erkenntnissen der griechischen philosophie. man könnte an der aufklärungsfähigkeit von philosophie generell zweifeln, sähe man nicht teilströmungen in den gesellschaften durchaus epikuräisches gedankengut aufgreifen. epikur suchte nämlich nicht nur mit großer beharrlichkeit die furcht vor göttern zu entkräften, sondern riet auch zur distanz gegenüber dem politischen leben, das allzuleicht den involvierten korrumpieren könne. stattdessen seien kleine freundeszirkel seelisch gesündere kontaktformen als das ringen um politische posen und hohle parolen. "ein freies leben vermag nicht viel geld zu erwerben, weil die sache nicht leicht ist ohne knechtsdienst beim pöbel oder den mächtigen..." schreibt epikur und ist über das angesprochene besitzdefizit nicht sonderlich entsetzt. "des fleisches stimme: nicht hungern, nicht dürsten, nicht frieren!" - formuliert er andernorts - und da machen uns in der tat manche nicht-westeuropäischen länder beharrlich vor, worauf man alles verzichten kann - und dabei dennoch nicht in kompletter würdelosigkeit versinkt. selbst was epikur von den saboteuren seines ehrlichen denkbemühens immer vorgeworfen wird, die hinneigung zu erotischen genüssen, war ihm zumindest als gefahr völlig bewußt: er predigte als ziel, sich eben gerade nicht in masochistische erbärmlichkeiten hineintreiben zu lassen durch abhängigkeiten von süchten. nicht ein selbstverlust im verfallensein war das ziel, sondern eine in sich ruhende zufriedenheit als gelassenheit. die erreicht man schwerlich im hemmungslosen ausleben von begierden - allerdings auch nicht in giftiger, selbstaggressiver, nonnenhafter, selbstverschuldeter körperfeindlichkeit. eine würdige, angemessene, vielleicht auch durchaus beharrliche gratwanderung, welche vernünftige annehmlichkeiten klug abzuwägen weiß, war epikurs zielrichtung - und insofern ist er immer noch hoch-aktuell und viel zu wenig wirklich bekannt... spöttisches schlusswort (epikur): "man muss erfassen, dass eine lange und eine kurze darlegung auf dasselbe abzielen." ob eine kurze darlegung aber genauso wirkt? wir wollen es hoffen... |
Hat der Mensch einen freien Willen?: Die Antworten der großen Philosophen
Broschiert, 10. Oktober 2007 Verkaufsrang: 198007 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wie frei ist unser Wille? Können wir selbst entscheiden, was wir tun? Und sind wir entsprechend für unser Handeln verantwortlich? Die Antworten der großen abendländischen Philosophen (von Platon bis Sartre), aber auch die Ansichten anderer Kulturkreise und Religionen (etwa des Buddhismus oder des Islam) werden in diesem Band von ausgewiesenen Fachleuten beleuchtet.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Diskussion ohne Gegenwartsphilosophen 4 von 5 Punkten Damit das gleich klar ist, ich hätte auch fünf Sterne geben können. Aber schliesslich siegte der Ärger, dass nur tote Philosophen grosse Philosophen sein dürfen. Nach Sartre ist offenbar Schluss mit grossen Weisheiten. Das mag man so sehen. Aber gerade beim Thema "Freier Wille" stört mich diese Ansicht besonders stark. Denn schliesslich haben die Naturwissenschaften mit ihren Erkenntnissen die Philosophen in den letzten Jahrzehnten herausgefordert. Zumindest im Vorwort oder in der Einleitung hätte ich ein paar Worte zur gegenwärtigen Diskussion erwartet. Soviel zur Begründung der Bewertungseinbusse.
Wem diese Lücke egal ist und die Positionen bekannter Philosophen erfahren möchte, muss dieses Buch jedoch unbedingt kaufen. Denn so gut zusammengefasst, habe ich deren Meinungen noch nie angetroffen. Kommt hinzu, dass auch grundlegende Haltungen wiedergegeben sind. Spezielle Kapitel finden sich zur französischen und deutschen Aufklärung, zur analytischen Philosophie, zum Buddhismus und zum Islam. Die Herausgeber haben sich Mühe gegeben, Autoren zu finden, die nebst grossem Fachwissen auch eine verständliche Sprache mitbringen. Das heisst allerdings nicht, dass alle Texte leichte Kost sind. Aber wer an philosophischen Beiträgen interessiert ist, bringt in der Regel das entsprechende Vokabular zur Entschlüsselung mit.
Mein Fazit: Ein weiteres Produkt aus dem Hause Reclam, das nicht nur durch den günstigen Preis überzeugt. Den Herausgebern ist es gelungen, den am Thema Interessierten den Überblick zu erleichtern. Und wem die komprimierte Schau nicht genügt, findet so viele Quellenangaben, dass ihm der Lesestoff bestimmt nicht ausgeht. Schade nur, dass die Diskussion der letzten Jahrzehnte keinen Platz fand.
|
Kleine Philosophiegeschichte Johannes Hirschberger Gebundene Ausgabe, Oktober 2004 Verkaufsrang: 28287 Noch nicht erschienen. In klarer und verständlicher Weise stellt Johannes Hirschberger in diesem übersichtlichen Standardwerk die Philosophie des Abendlandes vor von der Antike über das Mittelalter und die Neuzeit bis zur Gegenwart. Mit einem ausgeprägten Blick für das Wesentliche beleuchtet er dabei nicht nur die großen Denker und ihre wichtigsten Werke, sondern ordnet ihr Schaffen auch stets in den historischen und philosophiegeschichtlichen Gesamtzusammenhang ein. Ein umfassender und höchst informativer Reiseführer durch die europäische Geistesgeschichte!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Sehr übersichtlich, sehr kompakt 5 von 5 Punkten Das Buch lässt sich optimal als "Nachschlagewerk" verwenden. Kurze, aber sehr informative Infos.
Eher als Gedächtnisstütze empfehlenswert 4 von 5 Punkten In seinem 220 Seiten schmalen Buch schlägt Hirschberger den Bogen beginnend bei den ionischen Vorsokratikern bis hin zur Philosophie der Neuzeit. Sowohl der Epikurismus, der Neuplatonismus, das junge Christentum, die Scholastik, die Renaissance, der Empirismus und natürlich die Aufklärung, um hier nur einige Kapitel zu nennen, werden in den ersten drei Abschnitten gestreift. Das vierte Kapitel behandelt ausschließlich das 19. Und 20. Jahrhundert mit dem Schwerpunkt Deutschland.Hirschberger versucht in seiner Einführung, die Zusammenhänge und Entwicklungen der Philosophie Europas dem Leser nahezubringen und stellt in diesem Kontext eine Auswahl der wichtigsten Personen vor. Die Eckpunkte der einzelnen Stömungen, deren Überschneidungen und Differenzen werden aufgezeigt. Es ist erstaunlich, wieviel Wissen Hirschberger hier auf ein paar Seiten verpackt hat, jedoch sollte der Leser sich bewusst sein, dass es sich hier zu Recht um die KLEINE Einführung handelt. Das bedeutet, daß die Themen nur gestreift werden können und Problemdebatten außer Acht gelassen werden müssen. Als Einführung würde ich dieses Buch nur bedingt empfehlen, eher als Nachschlagewerk oder Gedächtnisstütze. Sicherlich kann der Leser sich einen groben Überblick verschaffen, jedoch schreibt Hirschberger im philosophischen Terminus, der es dem unvoreingenommenen Leser teilweise recht schwer macht, das hier dargestellte Wissen nachzuvollziehen und zu verinnerlichen. Rückbezüge auf vorherige Kapitel sind nicht selten, aufmerksames Lesen wird also verlangt. Wer sich jedoch gleichzeitig in das Thema vertiefen möchte, findet hier eine sehr empfehlenswerte Begleitlektüre, in der grössere Zusammenhänge komprimiert dargestellt sind. Durch die übersichtliche Kapitelgliederung und das Namensregister ist es ebenso möglich, bestimmte Personen in den Kontext einzuordnen und nachzuschlagen. Weiterführende Bibliographie wird nicht angeboten. |
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Ian Hacking Taschenbuch, April 1996 Verkaufsrang: 69476 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Buch für Philosophen und Wissenschaftler, dessen erster Teil (»Darstellen«) die wesentlichen wissenschaftstheoretischen Grundlagen und Ansätze behandelt (Objektivität, Realismus, Positivismus, Pragmatismus u. a.). Der zweite Teil (»Eingreifen«) bietet eine Einführung in die philosophischen Probleme des Experiments und der Beobachtung mit vielen Fallbeispielen aus Physik, Biologie, Chemie. Es zeigt sich, daß Experiment und Theorie voneinander unabhängig sein können. Das hat Folgen für ein adäquates Verständnis des wissenschaftlichen Realismus.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Hochinteressant... 5 von 5 Punkten ...und vielleicht ein Muss für Naturwissenschaftler, die über den Tellerrand ihres Faches hinaussehen wollen. Hacking lässt seine Leser nie über einen eigenen Standpunkt im Unklaren, stellt pointiert und klar die verschiedenen Ansätze dar. Einziger Nachteil ist vielleicht, dass das Buch von 1983 ist, allerdings ist zumindest das Literaturverzeichnis teilweise aktualisiert worden.
Man sollte sich schon ein bisschen mit Wissenschafttheorie und Philosophie auskennen, dann macht dieser Buch aber vor allem Lust auf die Lektüre der einschlägigen Originale, bei mir Popper, Feyerabend etc.
Einführende Lektüre für Philosophen und Naturwissenschaftler 5 von 5 Punkten Ian Hacking schrieb mit diesem Buch einen vielzitierten und wichtigen Beitrag zur Wissenschaftstheorie. Der Text hat seine Stärke in der übersichtlichen Gliederung und der klaren Formulierung. So schafft Hacking es, schwerwiegende philosophische Gedankengänge in einer leicht verständlichen Form zu präsentieren und Realisten, Instrumentalisten und Naturphilosophen gleichzeitig anzusprechen. Seine Anschauungen über die Methoden und die Geltung wissenschaftlicher Erkenntnis sind eine gelungene Einführung in die Philosophie für Naturwissenschaftler und in die Naturwissenschaft für Philosophen. Ein absolut lesenswerter Beitrag der Wissenschaftstheorie. |
Kunst: Eine philosophische Einführung Georg W. Bertram Broschiert, Oktober 2005 Verkaufsrang: 15388 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Hervorragender Einstieg in die Philosophie der Kunst 5 von 5 Punkten Georg W. Bertram schafft es in seinem Buch mit klarer, unverschnörkelter Sprache auch einem Laien die Kunst aus dem Blickwinkel der Philosophie näher zu bringen. Er erklärt warum Kunst niemals Kunst an-sich sein kann, also eine Betrachtung der Kunst in einer vollkommenen Objektivität, sondern zeigt warum Kunst immer nur für-uns sein kann, also immer nur eine Interpretation sein kann, die nur die unsere ist. Gleichwohl gibt Bertram uns nicht die Antwort auf die Frage: "Ja, was is denn also Kunst für-uns?" sondern läßt offen wie wir zu der Antwort auf diese Frage gelangen. Als Hilfestellung führt er einsteigerfreundlich die Theorien Kants, Hegels, Adornos und Heideggers zur Kunst an. Mein Professor für Ästhetik hat mir dieses Büchlein auf meine Frage nach einem Einsteigerwerk empfohlen und ich kann bestätigen: Es ist wirklich gut! |
Phänomenologie zur Einführung Ferdinand Fellmann Broschiert, April 2006 Verkaufsrang: 61922 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Geschichte der Phänomenologie ist die Geschichte der Entfaltung einer Grundidee ihres Begründers Edmund Husserl. So unterschiedliche Temperamente wie Scheler, Heidegger, Sartre und Merleau-Ponty haben sie vorangetrieben - die Enkelgeneration hat sie vornehmlich verwaltet. Ferdinand Fellmann vollzieht die ursprünglichen Intentionen der Disziplin nach und sucht in den nicht unerheblich voneinander abweichenden Positionen den roten Faden. Durch eine unkonventionelle Lesart entrümpelt er die Phänomenologie und hebt jene ihrer Denkformen heraus, an die sich gegenwärtige Fragestellungen anschließen lassen. Im Mittelpunkt steht jene kulturwissenschaftliche Transformation, die die Phänomenologie angesichts der Medialisierung der Lebenswelt als allgemeine Theorie der Medien wieder in den Mittelpunkt rückt.
|
Auf der Suche nach einer besseren Welt: Vorträge und Aufsätze aus dreißig Jahren Karl R. Popper Taschenbuch, Juli 2006 Verkaufsrang: 79456 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Karl R. Popper zählt zu den bedeutendsten Philosophen dieses Jahrhunderts. Sein 'kritischer Rationalismus' und seine 'offene Gesellschaft' haben nachhaltigen Einfluß auf die Philosophie, die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und auf die Politik der westlichen Welt ausgeübt. Der vorliegende Band - vom Autor selbst gestaltet - versammelt zentrale Vorträge und Aufsätze Poppers aus dreißig Jahren. Die Texte faszinieren durch ihre lebendige und klare Sprache. Sie konfrontieren den Leser mit Poppers großen Themen und mit der Vielfalt seines Denkens.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Eine sehr gute Einführung ... ! 5 von 5 Punkten Dieses Buch gibt einen guten und überschaubaren Blick in Herr Poppers Ansichten und Denkweisen! Ich bin beim stöbern zufällig auf dieses Buch aufmerksam geworden. Da ich nur wenig von ihm kannte (und aufgrund der guten mir vorran gegangen Rezensionen) kaufte ich mir dieses Buch. Meine Begeisterung für seine Person und seine Ansichten stieg fast proportional zu der Anzahl der Seiten die ich laß. Schon allein dieses kleine und unscheinbare Buch hat mir bei meinen eigenen kleinen Problemen geholfen. Ich bin gespannt und aufgeregt auf seine anderen Bücher(Werke)! Wer Lust hat die Welt in einem neuem Licht zu sehen und Denkanstöße zu bekommen ist mit diesem Buch gut beraten! Ich wünsche Ihnen viel Spass beim lesen und denken :) Sapere aude!
Weitere Lesermeinungen |
Wen kümmerts? Ramesh S. Balsekar Taschenbuch, April 2001 Verkaufsrang: 60291 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dies ist die essentielle Aussage aus Gesagtem und Geschriebenem von Ramesh Balsekar. Eine umfassende Zusammenstellung der grundsätzlichen Aspekte seiner Lehre des Advaita - gewürzt mit Rameshs persönlichem Stil und Humor. Blayne Bardo ist als Herausgeber dieses Werkes, das er in Bombay in engem Austausch mit Ramesh erarbeitet hat, hoch gelobt worden. Besser kann man Rameshs Worte kaum zusammenfassen. Carmen: "Ramesh, ich versehe einfach nicht, wie Sie sagen Können: Wen kümmert's?!' Damit habe ich gewisse Schwierigkeiten. Es gibt so viel Leid und so viele Menschen, denen egal ist, was mit ihren Mitmenschen geschieht. Manchmal kommt ein Punkt, wo ich es einfach nicht mehr ertragen kann, und da sagen Sie: Wen kümmert's?!'." Ramesh: "Moment mal! Sie verstehen nicht den Kontext, in dem Dieses Wen kümmert's?!' gemeint ist. Der Kontext bezieht sich auf den scheinbar Suchenden, der glaubt, dass "er" oder "sie" diese Suche betreiben - die Suche nach Gott oder Erleuchtung oder was auch immer. Wen kümmert's?!' bezieht sich nicht auf das Leben auf der phänomenalen Ebene. Wen kümmert's?!' bedeutet: Was macht es schon, ob Gott mich auf dem Weg schneller oder langsamer vorankommen lassen will. Wen kümmert's?!' Das ist seine Angelegenheit. Diese Einstellung hat nichts mit dem praktischen Leben zu tun. Ich will damit nicht andeuten, dass die Einstellung zum Leben sein sollte: Wen kümmert's?!' Diese Frage bezieht sich auf die Einstellung des Suchenden in bezug auf den spirituellen Fortschritt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Erleuchtung, ganz grundlos 5 von 5 Punkten Ramesh sagt, was viele möchten, Frieden finden - ganz ohne Grund. Wir sind der Computer, den die Quelle (Gott, DAS) programmiert und konditioniert hat. Es gibt für Ramesh nur ein wirkliches Sadhana (spirituelle Übung), zu erkennen, daß diese Programme, Konditionierungen ohne Handelnden ablaufen. Hierdurch entsteht ganz spontan die Frage nach dem Ich. Ramana Maharishis Frage nach dem „Wer bin ich ?". Die Antwort ist einfach: ES handelt, ES geschieht - ich bin nur Beobachter - lebendes Gewahrsein - Stille, Friede. Ramesh ist Schüler von Sri Nisargadatta Maharaj und faßt dessen Lehre mit praktisch nachvollziehbaren Worten zusammen. Kein Satsang Buch konnte mir bisher die Wahrheit auf so einfache Weise erklären. Ein Buch, das mich aufweckt hat und mich loslassen ließ. |
Cicero: Und die römische Republik Manfred Fuhrmann Taschenbuch, Juni 2005 Verkaufsrang: 114472 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der bedeutende Altphilologe Manfred Fuhrmann, der Anfang des Jahres verstorben ist, hat mit seiner Cicero-Übersetzung auch internationale Maßstäbe gesetzt. Mit dieser Biographie des berühmten römischen Staats-manns und Philosophen krönt Fuhrmann seine langjährige Beschäftigung mit Cicero. Übersichtlich und allgemeinverständlich stellt er nicht nur den Lebenslauf selbst dar, sondern lässt auch den Voraussetzungen von Ciceros Denken und Handeln die notwendige Aufmerksamkeit zuteil werden: dem römischen Staat und seiner Geschichte, der griechischen Rhetorik und Philosophie und den handelnden Personen, die damals die Geschicke Roms bestimmten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
sehr gut lesbare Biografie von Cicero 4 von 5 Punkten Wer sich für römische Geschichte interessiert, wird an diesem Buch nicht vorbeikommen. Ein wenig Vorwissen wird wohl vorausgesetzt, die lateinischen Zitate werden nicht immer oder nur sinngemäß übersetzt. Die Beschreibung der politischen Rahmenbedingungen zur Zeit Ciceros - das Ende der Republik - gelingt gut, aber zu Lasten der Details in der Biografie. Es handelt sich eher um eine Mischung aus Politik und Biografie. Zielgruppe des Buches sind interessierte Laien. Es regt zu weiterem Studium an. Ältere Biografien - z.B. die Biografie im Rowolt-Verlag - haben mir besser gefallen. Jedenfalls korrigiert das Buch den sehr negativen Eindruck, den Mommsen in seiner "Römischen Geschichte" hinterlassen hat. Allerdings kommt keiner an die sprachliche Brillanz Mommsens heran, auch Fuhrmann nicht als Kind seiner Zeit. Geschichte ist heute leider nicht literarisch zu sehen. Meine Empfehlung: unbedingt lesen, auch Schüler ab 16 J. werden Spaß beim Lesen haben. Die Aussagekraft der lateinischen Sprache kommt in den Zitaten gut rüber, auch wenn man nur rudimentäre Kenntnisse hat.
Weitere Lesermeinungen |
Der Sinn des Lebens: Der indische Weg zur liebenden Hingabe Walther Eidlitz Taschenbuch, Januar 2002 Verkaufsrang: 118829 Zahlreiche Menschen erwarten heute von östlichen Weisheitslehren Antworten auf ihre Fragen. Walther Eidlitz kommt in seinem Buch denen entgegen, die die Notwendigkeit erkannt haben, Erkenntnisse und Erfahrungen aus den Religionen des Ostens in unser Weltbild zu integrieren. Ausgehend von der Bedeutung der vergänglichen Welt, der Maya, zeigt er die Struktur des Menschen, der aus einem sinnenhaften und einem geistigen Körper und dem unvergänglichen Kern, dem göttlichen Atma, besteht. Er erläutert die verschiedenen Zustände des menschlichen Daseins und weist die grossen Wege der Befreiung (Karmayoga, Jnanayoga, Nishkamayoga) und zur selbstlos dienenden Gottesliebe in dem Bhaktiyoga. Das Buch ist eine von Sachkenntnis wie innerer Anteilnahme ausgezeichnete Anleitung zur meditativen Lebensweise.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Struktur des Menschen fantastisch beschrieben 5 von 5 Punkten Zahlreiche Menschen erwarten heute von östlichen Weisheitslehren Antworten auf ihre Fragen. Walther Eidlitz kommt in seinem Buch denen entgegen, die die Notwendigkeit erkannt haben, Erkenntnisse und Erfahrungen aus den Religionen des Ostens in unser Weltbild zu integrieren. Ausgehend von der Bedeutung der vergänglichen Welt, der Maya, zeigt er die Struktur des Menschen, der aus einem sinnenhaften und einem geistigen Körper und dem unvergänglichen Kern, dem göttlichen Atma, besteht. Er erläutert die verschiedenen Zustände des menschlichen Daseins und weist die grossen Wege der Befreiung (Karmayoga, Jnanayoga, Nishkamayoga) und zur selbstlos dienenden Gottesliebe in dem Bhaktiyoga. Das Buch ist eine von Sachkenntnis wie innerer Anteilnahme ausgezeichnete Anleitung zur meditativen Lebensweise. Wer die indischen Weisheitslehren tiefer verstehen möchte, findet im "Der Sinn des Lebens" eine enorme Bereicherung. |
Fragen an Meister Arion ( Franz Bardon)
Taschenbuch, Dezember 1997 Verkaufsrang: 109491 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ergänzungen zum Lehrwerk "Der Weg zum wahren Adepten" aus einem Arbeitskreis in Prag Fragen und Antworten über die mentale, astrale und physische Ebene sowie das Akasha-Prinzip.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein kleines Lexikon der Wahrheit, ein Juwel. 5 von 5 Punkten Hier wird kurz essentiell und wesentlich auf die wahre Esoterik eingegangen, in dem die Schüler des Meisters Fragen an ihn stellen, welche dieser mit 100% Kompetenz und Klarheit unmissverständlich beantwortet. Was man in diesem Büchlein an höchst lehrreicher Aufklärung findet, sucht man bei den meisten anderen Esoterikern vergebens. Aufgrund der Kürze von Frage und Antwort eignet sich dieses Büchlein auch sehr gut für "unterwegs" oder als Meditationsvorlage zu einem bestimmten Thema. Sehr empfehlenswert. |
LogOut: Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien Clifford Stoll Taschenbuch, August 2002 Verkaufsrang: 158633 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Clifford Stoll macht sich Sorgen. Große Sorgen. Ihm macht eine Kultur Gänsehaut, in der Computer wie Heiligtümer verehrt werden. "Ich sehe meine Rolle darin," so der Autor, "zu den utopischen Träumen einer digitalen Wunderwelt einige skeptische Anmerkungen beizutragen. Ich möchte eine breitere Diskussion darüber anregen, was Computer uns versprechen und was sie uns nehmen." Seine Skepsis entsteht dabei aus dem Wunsch, unsere technologische Welt menschengerechter zu machen anstatt die Menschen maschinengerechter. Rot sieht er, wenn es um Computer im Klassenzimmer geht. Für Schüler sei es wichtiger, sich grundlegende Fertigkeiten anzueignen. Denn: "Kinder, die nicht kritisch denken können, sitzen ahnungslos vor dem Monitor und verwechseln Form mit Inhalt, Sinn mit Sinnlichkeit und aufgeblasene Wörter mit gewichtigen Gedanken." Auch angeblich unterhaltsame Lernprogramme machen die Situation in seinen Augen nicht besser. Denn "interaktive Sofortbelohnung, mit denen die Edutainment-Produkte locken, fordert die geistige Trägheit und treibt Schülern jegliche Ausdauer, Geduld und Lust am Probieren aus." Und so nimmt seine Kritik ihren Lauf: Da geht es um die liebe Mühe mit der PC-Hotline, über die Vereinsamung durch das Internet und die "Power-Point-Pest". Doch Clifford Stoll spricht nicht als Feind: Er gehört zu den Pionieren des Internets und war schon 1972 am Aufbau des "Arpanet" beteiligt. "Ich glaube, dass auch wir Anhänger der Technologie verpflichtet sind, gegen aufgeblasene Versprechungen und maßlose Übertreibungen vorzugehen", so der Autor. Ein Buch also für alle, die sich kritisch mit Sinn und Zweck der schönen neuen Datenwelt auseinandersetzen möchten. --Gabriele Hilchenbach
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Ein Augenöffner für jeden Computerfreak 5 von 5 Punkten Clifford Stoll regt mit seinem Buch "LogOut" nicht nur zum kritischen Nachdenken über die Rolle der Informationstechnologie in unserer Gesellschaft an, sondern vermag den Leser dabei auch noch zu unterhalten, ja zu fesseln. Der Untertitel "Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien" macht bereits deutlich, dass der Autor die Polemik nicht verschmäht; doch bleibt er aufgrund seines umfassenden Fachwissens stets präzise und glaubwürdig.Das Buch gliedert sich in zwei große Abschnitte: im ersten Teil geht es um die Rolle des Computers in der Schule, während der zweite Teil die ausufernde Allgegenwart von PC und Internet im alltäglichen Leben unter die Lupe nimmt. Ein mir sehr wichtig erscheinender Kritikpunkt von Stoll ist der oft unterschätzte Zeitdiebstahl der Rechenmaschinen: die Zeit, die ich vor dem Monitor verbringe (z.B. um neue Programme zu installieren oder um diese Rezension zu schreiben), fehlt mir anderswo, und wirkt sich letztendlich auch auf mein Sozialverhalten aus. Stoll möchte mit seinem Buch niemanden dazu animieren, seinen Computer gleich aus dem Fenster zu werfen, aber er liefert eine Vielzahl von überzeugenden Beispielen dafür, dass der Einsatz der neuesten Technologie nicht automatisch einen Fortschritt bedeutet.
Weitere Lesermeinungen |
Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit Balthasar Gracian Taschenbuch, Februar 2003 Verkaufsrang: 64917 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Arthur Schopenhauer fühlte sich ebenso wie Nietzsche von den psychologischen Ansichten des Jesuiten Baltasar Gracian, geboren 1601 in Aragon, gestorben 1658 in Tarragona, angezogen und in manchen eigenen Überlegungen bestätigt. Von ihm stammt die deutsche Übersetzung von Gracians erstmals 1647 erschienenem Handorakel."Das Hand-Orakel wird zum Buch einer Taktik, durch die man sich vor der Gesellschaft schützen kann, indem man zum Schein ihre Sprache spricht." (Lexikon der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Philosophische Praxis in Bestform 5 von 5 Punkten Wer sich Ratschläge sucht um weltklugheit zu repräsentieren, ist mit diesem Werk gut beraten. Gracian präsentiert hier seine besten Ideen auf praktischer Ebene, obgleich sie nicht von ihm selbst zusammengestellt wurden. Ein Leitfaden für richtiges Handeln und Denken!
Weitere Lesermeinungen |
Ontologie und Dialektik Theodor W. Adorno, Rolf Tiedemann Broschiert, 18. Juni 2008 Verkaufsrang: 51133 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Adornos Vorlesung von 1960/61 kann für jenes Buch über Heidegger stehen, das Adorno nicht geschrieben hat - und nicht schreiben wollte. Es ist zugleich die verspätete Ausführung eines Projekts, das Walter Benjamin schon um 1930, bald nach dem Erscheinen von Sein und Zeit, verfolgt hatte, ohne es je auszuführen: "den Heidegger zu zertrümmern", wie er formulierte. Für Adorno bedurfte es nicht der Erinnerung an den Plan des Freundes; wie dieser hatte er bereits unmittelbar nach Erscheinen von Sein und Zeit, also längst vor Heideggers berüchtigter Rektoratsrede, reagiert und die Fundamentalontologie abgelehnt. In Heidegger sah er einen eher bescheidenen, darum freilich um so gefährlicheren Denker, der nach dem Zweiten Weltkrieg zu seinem intellektuellen Gegenspieler wurde. Adorno hat Heideggers Denken vielfach der Kritik unterzogen, niemals und nirgends jedoch in der Form der politischen Denunziation, sondern indem er den Zusammenhang des philosophischen Gehalts mit dem politischen aufzeigte: als Plädoyer für Aufklärung und Rationalität.
|
Phänomenologie des Geistes Georg Wilhelm Friedrich Hegel Taschenbuch, Januar 1988 Verkaufsrang: 171808 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wissenschaft der Erfahrung des Bewußtseins, so lautete der ursprüngliche Titel von Hegels erstem, 1807 erschienenen Hauptwerk. Noch während der Buchbindearbeiten wurde er abgeändert in Wissenschaft von der Phänomenologie des Geistes, unter dem das Buch heute bekannt ist. Ähnlich verwickelt wie die Titelfrage und die Entstehungsgeschichte sind Struktur und Aufbau des Werkes, das, wie schon von Zeitgenossen beobachtet wurde, zwischen der Individualentwicklung des zu sich kommenden Bewusstseins und der kollektiven Bildungsgeschichte der Menschheit unproportioniert schwankt. Wollte man den Inhalt bündig zusammenfassen, könnte man vielleicht sagen, dass die Phänomenologie des Geistes darstellen will, wie das absolute Wissen, nach Hegel die vollkommene Übereinstimmung von Wissen und Gewusstem, in verschiedenen Gestalten des Bewusstseins erscheint und an ihnen sich auswirkt. Dieser Weg des Erscheinens, gleichsam die Odyssee des menschlichen Geistes, hat ihr eigenes Bewegungsgesetz, für das Hegel das Zauberwort Dialektik geprägt hat. Jeder erscheinende bewusstseinsmäßige Ausgriff auf einen Gegenstand, in dem Wissen und Gegenstand zur Deckung gelangen sollen, erweist sich als unzureichend, so dass jede Gestalt über sich hinausweist auf eine höhere, neue Bewusstseinsstufe, der sich die Erkenntnis wiederum anzugleichen hat. Erst wenn der Geist sich nicht nur anschaut, sondern sich wissend durchschaut hat, ist das Werden der Wissenschaft in der Philosophie vollendet. Für die Erforschung des menschlichen Selbstverständnisses in der historisch gewachsenen, modernen Wirklichkeit, ist die Phänomenologie des Geistes ein einzigartiges Dokument. Lehrstücke wie die Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft wurden zu einem Schlüsseltext marxistischer Gesellschaftskritik und bilden noch heute einen Anknüpfungspunkt in sozialphilosophischen Debatten. --Jens Kertscher
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Hegels "Phänomenologie des Geistes", u.a. idealistische Naturphilosophie 1807 5 von 5 Punkten Hegel ist Idealist, drei Jahre nach Kants Tod 1804 erscheint die "Phänomenologie des Geistes" (1807). Naturerkenntnis geschieht im INNEREN des menschlichen Geistes, d.h. der menschliche Geist konstruiert in seinem Inneren etwas, das von ihm unabhängig erscheint. Klar, alles was wir sehen, ist in unserem Bewusstsein und rein theoretisch dort auch unseren "Geisteskräften" unterworfen. Wenn wir einen blauen Himmel sehen, könnten wir ihm theoretisch in unserem Bewusstsein eine andere Farbe geben, metallisch grün etwa, aber so funktionen wir nicht. Die Natur, die wir erkennen, erscheint als ein von uns selbst unveränderlicher "Gegenstand". Nun ist Hegel längst kein Konstruktivist, aber er geht solchen Dingen auf die Spur und beschreibt die Phänomenologie des Geistes, wozu er zunächst neben den mehr psychologischen Kapiteln über Bewusstsein und Selbstbewusstsein auch eine Naturerkenntnis-Lehre unter der Überschrift "Vernunft" versucht. Die zweite Hälfte des Buchs geht dann über Geist und Sittlichkeit, Bildung und Religion. Wenn man erst mal nur die erste Hälfte liest, ist es wirklich interessant, welche Fragen man über die Natur aufwerfen kann, wenn man von Naturwissenschaft nicht allzu viel weiß, denn anfangs des 19. Jahrhunderts war nicht gerade sehr viel bekannt, u.a. gab es noch keine Elektrodynamik, Atomphysik, usw. Entwickelt waren etwa Mathematik und Mechanik mit Differential- und Integralrechnung, unklar bleibt lange Zeit die Natur der verwendeten infinitesimalen Größen, und ansatzweise wusste man einiges über die Physiologie von Menschen, Pflanzen und Tieren, einiges über Metalle, Mineralien und einige Chemikalien.
Aus heutiger Sicht ist die Sprache Hegels schwülstig und verdreht, und Hegel ist nun auch nicht Goethe, der wortgewandte Dichter, aber die Sache selbst, über die sich Hegel sehr wortreich Gedanken macht, ist unverändert dieselbe. Wir Menschen heute leben genauso in dieser Welt wie die Menschen damals, umgeben von einer Natur, die wir ebenso gerne verstehen möchten wie auch uns selbst oder den Fortgang der menschlichen Geschichte, was diese antreibt, usw. In der Wissenschafts- und Philosophiegeschichte ist Hegels "Phänomenologie des Geistes" von 1807 eine interessante Zwischenstation auf einem sehr, sehr langen Weg, dessen Ende nicht abzusehen ist.
Weitere Lesermeinungen |
Bataille zur Einführung Peter Wiechens Taschenbuch, April 1995 Verkaufsrang: 206712 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der JUNIUS-Reihe "Zur Einführung" gibt Peter Wiechens einen pointierten Überblick über das Gesamtwerk Batailles. Vervollständigt wird die Darstellung durch eine repräsentative Auswahlbibliographie sowie eine biographische Zeittafel. Der Philosoph und Schriftsteller Georges Bataille (1897-1962) entwickelte im Anschluß an vielfältige geistige und künstlerische Strömungen seiner Zeit, wie u.a. Surrealismus, Psychoanalyse und Soziologie der Durkheim-Schule, eine "allgemeine Ökonomie" der Verschwendung, der Zerstörung und des Todes. Diese "allgemeine" Fassung der Ökonomie, die Bataille der "besonderen" Ökonomie der Produktion und Akkumulation gegenüberstellte, manifestiert sich auf der Ebene kollektiver wie individueller Erfahrung als ekstatische Grenzerfahrung. Erst in der Überschreitung sakraler oder sexueller Tabus erreicht der Mensch für Bataille eine Form der Souveränität, die ihn nach dem Zusammenbruch verbindlicher, metaphysischer Orientierungen noch einmal mit der Kontinuität des Lebenszusammenhangs verbinden soll. Durch die Beschreibung der sich in der Grenzüberschreitung ereignenden Entmachtung des Subjekts eröffnete Bataille einen Denk- und Erfahrungsraum, der die Autoren der Postmoderne maßgeblic h ins piriert hat. Peter Wiechens zeigt dies exemplarisch anhand der theoretischen Ansätze Foucaults, Derridas und Baudrillards.
|
Philosophie des Stattdessen: Studien Odo Marquard Taschenbuch, Mai 2000 Verkaufsrang: 188711 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| |
|

|