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Das entfesselte Wort. Nietzsches Stil und seine Folgen Heinz Schlaffer Gebundene Ausgabe, August 2007 Verkaufsrang: 188197 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine brillante Analyse Friedrich Nietzsches, der mit der Macht des virtuosen Wortes wie kaum ein anderer auf das 20. Jahrhundert gewirkt, es geistig geprägt und politisch aufgeheizt hat: Heinz Schlaffer analysiert die stilistischen, die grammatischen und sogar die typographischen Besonderheiten von Nietzsches Sprachrevolution: Nietzsche überschreitet die Regeln der Syntax, lädt seine Prosa auf mit Mitteln der Poesie, etabliert den Spruch als Kunst- und Denkform und schafft sich in Zarathustra zugleich eine Maske und ein Megaphon. Elegant und verständlich geschrieben, ist dies ein Buch für jeden, der wissen will, was Stil ist - und wie er wirkt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
"Aus Bestand und Potential der deutschen Sprache entwickelte Nietzsche seine besondere Sprache ... 4 von 5 Punkten ... das unerhörte, noch nie gehörte Wort. Hätte er die Wortwelt nicht mit so faszinierenden Eigenschaften ausgestattet, sie hätte nicht so lange, so großartig und mit so katastrophalen Folgen gegen die Zahlenwelt behaupten können."
So die überraschende These des Literaturwissenschaftlers Heinz Schlaffer. Anhand einer Passage aus >>Der Fall Wagner<< erläutert Schlaffer was Nietzsches Stil eigentlich ausmacht. Jene Passage ist mit sehr viel geschickt gewählt, da sie einerseits für Nietzsches Spätwerk typisch ist und andererseits sehr viel Material zur Stilbeschreibung enthält. Akribisch wendet sich Schlaffner den einzelnen Komponenten des Stils zu, arbeitet deren Zustandekommen, Einsatz in der Textpassage und Wirkung aus und vergleicht diese Merkmale mit dem zeittypischen Stil. Dies ist wirklich sehr gut gelungen und sehr stichhaltig, obwohl ich persönlich nicht davon überzeugt bin, dass Nietzsche seinen Stil in dem Grade bewusst instrumentalisierte, wie es der Schlaffner nahelegt.
Kapitel 12, ein wenig geschmacklos >>Sein Kampf<< betitelt (ich denke, wenn man diese Kapitelbezeichnung verwendet sollte man sich der daraus resultierenden speziellen Problematik ein wenig detailierter widmen) leitet dann den Teil des Buches ein, in dem die historische Wirkung Nietzsches auf die Entwicklung und im Besonderen der 'Führergestalten' des 20ten Jahrhunderts (hauptsächlich anhand von George und den Faschisten). Die Parallelen die aufgezeigt werden sind wirklich sehr aufschlussreich und habe ich zumindest in dieser Form noch nicht gelesen. Es ist durchaus erstaunlich zu welch unterschiedlichen Ergebnissen die Beschäftigung mit Nietzsche im Bezug auf seine Person führt. Hier kommt er viel viel 'negativer' weg als zum Beispiel bei Safranksi. Schaffer schafft es sich trotz einer offensichtlichen Hochachtung vor Nietzsches Stil sich dessen Inhalten sehr kritisch zu nähern, gerade da er den Stil so geschickt vom Inhalt auftrennt und den Blick auf die 'nackte' Aussage der Passage erlaubt. Hauptkritikpunkt meinerseits ist eigentlich nur der Umfang der Arbeit (was für den Autor spricht); ich hätte sehr gerne weiter gelesen. So kann bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich den Kauf für lohnenswert empfinde. Ich zumindest habe sehr viel neues gelernt und einige interessante Ansatzpunkte für weitere Beschäftigung mit dem Thema erhalten. Also auf in höhere Regionen ... |
Platon zur Einführung Barbara Zehnpfennig Taschenbuch, Juni 2005 Verkaufsrang: 149376 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der JUNIUS-Reihe "Zur Einführung" gibt Barbara Zehnpfennig einen pointierten Überblick über das Gesamtwerk Platons.Die Geschichte der Philosophie lässt sich nur von ihrem Anfang her begreifen. Wer sich mit Philosophie beschäftigen will, kommt an Platon nicht vorbei. An Platon scheiden sich die Geister - nicht nur hinsichtlich der Bewertung, sondern bereits hinsichtlich der richtigen Auslegung der Platonischen Philosophie hat es in der Philosophiegeschichte Kämpfe gegeben, deren Heftigkeit Rückschlüsse auf die Bedeutung des Umkämpften erlaubt. Barbara Zehnpfennig sucht in ihrer Einführung nach dem Platon jenseits der Vorurteile. Ein kommentierender Gang durch Platons Gesamtwerk spürt der inneren Systematik von Früh-, Mittel- und Spätwerk nach. Sie stößt auf einen Philosophen, dem es gelingt, einen Denkweg zu eröffnen, der aktueller ist denn je. Kapitel Was not tut Kapitel I Das Leben (Siebter Brief) Kapitel II Das Frühwerk: Tugend Kapitel I Das mittlere Werk: Aufstieg Kapitel Das Spätwerk: Rückstieg Kapitel V Was bleibt (Siebter Brief) Barbara Zehnpfennig, geb. 1956; Studium der Philosophie, Soziologie, Germanistik und Geschichte in Berlin; 1983 Promotion; ab 1984 Lehrtätigkeit an der Freien Universität und der Hochschule der Künste in Berlin; ab 1991 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Politikwissenschaft der Universität der Bundeswehr Hamburg, seit 1999 Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Passau. Arbeitsgebiete: politische Philosophie, antike Philosophie und deutscher Idealismus, amerikanische Verfassungstheorie, Nationalsozialismus.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Vielseitig gelungene Einführung 5 von 5 Punkten Plato geht es in der Suche nach dem guten Leben um Tugend, nicht um Eigennutz. Er macht das bildlich deutlich in seinen bekannten Gleichnissen. Der Aufstieg zur Erkenntnis ist mühsam, mühsamer noch der Wiederabstieg in unserer Welt, in der Schatten für die Wahrheit, Schein für Sein gehalten wird. Auch dem Subjektivismus der Gegenwart schleudert er einen mythologisch verzierten Objektivismus entgegen. Diese Stoßrichtung wird blendend und stringent herausgestellt. Die Lektüre stöt zum Nachdenken über die eigene Existenz an, ist Wissensvermittlung und Meditationswerk in einem. Nur der These, Plato habe gebe nur dem guten, nicht dem Leben an sich eine Würde, würde ich wiedersprechen wollen.
Immer noch aktuell 4 von 5 Punkten Viele der einzelnen Stichpunkte und philosphischen Gedanken der alten Griechen lassen sich ohne Umformungen in das Jahr 2003 importieren. Die Gedanken von Sokrates über Politiker-- aktueller denn je!Auch für den, der was für die Allgemeinbildung tun will, ist dieses Buch empfehlenswert. (Beispiel: Woher kommt der Begriff "Drittes Reich"). Jetzt weiß ich es und war wirklich erstaunt, dass die Nazis Gedanken aus dem 12.Jahrhundert ausgenutzt haben. Alles in allem empfehlenswert aber nicht als Bettlektüre geeignet. |
Sokrates. Eine kurze Einführung. CD Günter Figal Audio CD, Oktober 2006 Verkaufsrang: 172024 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sokrates (um 469-399 v.Chr.) gilt als Urvater der Philosophie und einer der Hauptgestalter des abendländischen Denkens, der erstmals das vernünftige Begreifen des menschlichen Denkens erstrebte. Angeklagt der Missachtung der Götter, zog der Freund der Weisheit den Tod einem Leben ohne Wahrheit vor.
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Unsere postmoderne Moderne Wolfgang Welsch Taschenbuch, Januar 2002 Verkaufsrang: 151385 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Unsere Postmoderne Moderne" ist der Klassiker der Postmoderne-Literatur und erscheint in 6. Auflage. Das Buch von Wolfgang Welsch ist zuerst 1987 aufgelegt worden. Fast ohne Änderungen hat es mehr als eineinhalb Jahrzehnte Teilnehmern von Vorlesungen, Seminaren, Ausstellungen und allgemein an der kulturellen Entwicklung Interessierten als Leitfaden und Überblickswerk gedient und wird von ihnen sicher weiter genutzt. Der Autor rekonstruiert in dem Buch die Geschichte des Ausdrucks und entwickelt einen Begriff von Postmoderne, der sich bezüglich der Literatur, der Architektur und der anderen Künste ebenso bewährt hat, wie er neuere Entwicklungen der Wissenschaftstheorie reflektiert, soziologische Fragen aufnimmt, Veränderungen in der Lebenswelt diagnostiziert und die philosophischen Dimensionen des Themas durchleuchtet. Der allzuoft diffuse statt präzise Postmoderne-Diskurs, der in Beliebigkeit und Indifferenz abzugleiten drohte, ist durch Wolfgang Welsch präzisiert worden. Er blickt als Philosoph über die Grenzen seiner Disziplin hinaus und gibt ein Gesamtbild unserer Zeit. Er tut das in der Form eines Pluralitätskonzepts, das Unterschiede nicht tilgt, sondern freigibt und verteidigt. Seine Version von Postmoderne ist problembewußt. Am Ende entwickelt er eine Vernunftkonzeption, die - nach Jahren der Vernunftkritik und als Ausweg aus ihr - mit Pluralität im Sinne von Vernünftigkeit und Gerechtigkeit umzugehen erlaubt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Umfassendste Darstellung der Postmoderne-Problematik 4 von 5 Punkten Wenn man sich über die Postmoderne informieren möchte und dies auf wissenschaftlichem Niveau, kommt man an Welschs Buch nicht vorbei. Es ist die umfassendste und gründlichste Darstellung der Postmoderne-Problematik. Jedoch verkürzt Welsch diese auf die Explikation und Weiterentwicklung des "präzisen Postmodernismus", der die theoretische Konzeption des postmodernen Denkens verkörpert. Gegen diesen setzt Welsch den "diffusen Postmodernismus" als unreflektierte, unkritische Auffassung der Freiheit des Stils in Kunst, Architektur, Literatu, Medien etc. Dieser diffuse Postmodernismus der Beliebigkeit wird von Welsch nicht weiter dargestellt. Doch ist dies keinesfalls ein Manko des Buches, da diese Form von missverstandener Postmoderne in Feuilletons und in den Medien gepflegt wird und dort am richtigen Ort ist. Welschs Buch zielt auf eine Revision moderner Traditionen und modernen Denkens ab und formt eine radikalisierte Moderne, also eine auf das kritische und aufklärerische Potenzial beschnittene Moderne, die Welsch "postmoderne Moderne" nennt. Er macht klar, dass es sich bei der Postmoderne keineswegs um eine Epoche handelt, sondern um eine revidierte Form der Vernunft. Mankos des Buches sind die großzügige Zitierweise, das unkritische Umgehen mit Lyotard und der starke Akzent auf der Architektur. Seitenweise stellt Welsch Theorien, Aufsätze etc. von Wissenschaftlern vor, ohne diese als sinngemäße Zitate inkl. Literaturangabe kenntlich zu machen. Lyotard ist der große Held über weite Teile des Buches, obgleich dessen Postmoderne-Konzepte von Welsch doch bedeutend modifiziert wird. Und die Auseinandersetzung mit der Architektur zerreißt das Buch, und man weiß nicht, ob es bei Welschs Konzept der "postmodernen Moderne" ein ästhetisches Konzept ist oder eine Modellierung einer Denkform. Dennoch, gemeinsam mit Welschs hervorragender Textsammlung inkl. ausführlicher Bibliographie zur Postmoderne-Diskussion in "Wege aus der Moderne" ist dies ein Standardwerk zur Postmoderne.
Philosophisch-soziologische Einführung über die Postmoderne 4 von 5 Punkten Der Begriff der 'Postmoderne' hat sich als eine Möglichkeit erwisen, die Entwicklungen und Eigenheiten der heutigen Zeit zu beschreiben und zu erklären. So ziemlich alles ist dabei schon einmal mit dem Konzept 'Postmoderne in Verbindung gebracht worden: die Architektur, die soziologische Gesellschaftstheorie, die Wissenschaftstheorie, die Philosophie etc.. Zusätzlich wird der Begriff mittlerweile auch im nicht-akademischen Alltag, wie z.B. in den Medien gerne verwendet. Trotzdem scheint vielen Menschen nicht klar zu sein, um was es sich bei 'Postmoderne' eigentlich handelt. Das Buch von Wolfgang Welsch gibt hier die Möglichkeit auf einem verständlich Niveau einen Einblick in die Thematik zu gewinnen. Nach einer allgemeinen Definition des Begriffs 'Postmoderne', wird dieser in den verschiedenen gesellschaftlichen und philosophischen Zusammenhängen erläutert. Gerade Sozialwissenschaftlern, die sich für den Ansatz von Ulrich Beck ('Risikogesellschaft') begeistern können, werden hier interessante neue Aspekte eröffnet. Welsch vertritt dabei eine Perspektive, welche die Postmoderne als eine Vortsetzung der Moderne (mit anderen Mitteln) versteht. Dabei wendet er sich gegen eine oft vertretene pessimistische Einschätzung der Entwicklungen, und versucht stattdessen diese eher im Sinne einer Chance zu begreifen. Fazit: das Buch ist meiner Meinung nach wirklich sehr interessant geschrieben und gut verständlich. Gerade für Nicht-Philosophen bietet sich hier die Möglichkeit einen umfassenden Überblick über Fragestellungen der 'Postmoderne' zu erhalten. Auch der Preis für das Buch erscheint mir bei einem gelungenen Layout sehr attraktiv. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) |
Gelassenheit Martin Heidegger Taschenbuch, März 2003 Verkaufsrang: 47821 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Buch enthält zwei Texte: - Gelassenheit: Die Rede wurde bei der Feier zum 175. Geburtstag des Komponisten Conradin Kreutzer am 30. Oktober 1955 in Meßkirch gehalten. - Zur Erörterung der Gelassenheit - Aus einem Feldweggespräch über das Denken: Ist einem1944/45 niedergeschriebenen Gespräch zwischen einem Forscher, einem Gelehrten und einem Lehrer entnommen.
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Seneca Marion Giebel Broschiert, Juni 1997 Verkaufsrang: 88785 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Lucius Annaeus Seneca wurde vor rund 2000 Jahren geboren. Als stoischer Philosoph, Tragödiendichter, Erzieher und Minister ist er eine der vielseitigsten Gestalten der Antike. Unter Kaiser Caligula verfolgt, unter Claudius verbannt und von Nero zum Selbstmord gezwungen, gab er der Nachwelt die Frage auf, ob und wie man philosophisches Denken und politisches Handeln vereinen kann. In seinen brillanten Essays weist er den Weg zur inneren Freiheit und Seelenruhe, zum -Leben gemäß der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr guter Überblick 5 von 5 Punkten Diese Monographie über Seneca, geschrieben von Marion Giebel, bietet einen sehr umfassenden Überblick über das Leben des Philosophen Seneca, der Stoiker war, sich jedoch auch intensiv mit der Ethik des Epikureismus auseinander setzte. Das Buch präsentiert Seneca in seinen verschiedenen Lebens- lagen und geht auch ausführlich auf seine Werke (Apocolocyntosis, Epistulae morales,...) ein. Gleichzeitig wird ein sehr guter Überblick über das 1.Jh. n.Chr. mit der julisch-claudischen Kaiserdynastie und ihren kleinen wie großen "Skandalen" geliefert.Sehr empfehlenswert! geliefert |
René Descartes Dominik Perler Broschiert, März 2006 Verkaufsrang: 204479 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. René Descartes gilt als "Vater der modernen Philosophie". Als Begründer des modernen Rationalismus hat er den Status eines allseits anerkannten Klassikers der Philosophiegeschichte. Die vorliegende Einführung betrachtet Descartes in der ganzen Breite seines umfangreichen Werkes: nicht nur Erkenntnistheorie und Metaphysik, sondern auch Naturphilosophie, Wissenschaftstheorie und philosophische Anthropologie. Dabei wird sowohl der historische Kontext wie auch die Wirkungsgeschichte...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Ein Verfasser mit Überblick 5 von 5 Punkten Der Verfasser dieser Einführung ist Inhaber des Lehrstuhls für Theoretische Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Schon seine Habilitation verfasste er über "Repräsentation bei Descartes". Heute ist eines seiner Schwerpunkte der Skeptizismus in Spätmittelalter und früher Neuzeit. Seine sprachliche Kompetenz und seine stetige Beschäftigung mit Descartes erlauben ihm an der primärliteratur zu arbeiten (sämtliche Übersetzungen aus dem Lateinischen, Französischen und aus dem Englischen hat er selbst verfasst) und eine umfassende Kenntnis der Werke Descartes zu erwerben. Nur so war es dem Autor möglich eine Einführung zu schreiben, die Descartes nicht von vornherein als Erkenntnistheoretiker oder Metaphysiker abstempelt und nur Aspekte eines Ganzen hervorhebt, sondern Descartes als ein Ganzes (auch als Naturphilosoph, Wissenschaftstheoretiker, und Anthropologe)zeigt. Dabei beleuchtet der Verfasser Descartes einerseits von einer analytischen Philosophiegeschichte (Argumentationsstrukturen werden sichtbar), und andererseits von einer Wissenschaftsgeschichte heraus (Theorieentwicklung wird im historischen Kontext gezeigt). Mir gefällt vor allem, dass der Autor Descartes Argumentationsstrukturen deutlich und wesentlich darstellt, und bei deren Erklärung die historische, wie aktuelle Kritik anwendet. Dabei wird aber stets versucht Descartes Gedanken zu klären. Die Diskussion wird durch diese Kritik nicht abgewürgt, sondern im Gegenteil regt sie an, Descartes Werk immer als ganzes zu sehen. Der Text ist leicht zu lesen.Folgende Kapitel werden behandelt: -Descartes im Kontext -Methodologie -Naturphilosophie -Erkenntnistheorie und Philosophie des Geistes -Metaphysik -Anthropologie und Ethik -Descartes in der Wirkungsgeschichte und heute
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Quarks, Quanten und Satori Peter Russell Gebundene Ausgabe, April 2002 Verkaufsrang: 167175 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Welt ist eine Scheibe... ...und am Rand kann man runterfallen! Klar, stimmt nicht doch vor nicht allzu langer Zeit war dies die vorherrschende Weltsicht, und nachdem Kopernikus und Galileo bewiesen hatten, dass die Erde rund ist, dauerte es noch einige Jahrhunderte, bis sich die neue Sichtweise, das neue Paradigma etablieren konnte. Nicht anders ist es heute. Oder haben Sie sich etwa schon an die Vorstellung gewöhnt, dass es in Wirklichkeit keine Materie gibt, sondern alles aus Bewusstsein besteht? In seinem Buch Quarks, Quanten und Satori Wissenschaft und Mystik: zwei Erkenntniswege treffen sich beweist Peter Russel, dass wir uns heute mitten in einem neuen Paradigmenwechsel befinden, der alles in Frage stellt, was wir bisher für die Wahrheit gehalten haben. Beginnend mit Plato rollt er die Entwicklung der Wissenschaft vor uns ab, und führt uns Schritt für Schritt von der Relativitätstheorie und dem Raum-Zeit-Kontinuum bis an den Punkt, wo die Aussagen der Physiker mit denen der Mystiker und Philosophen deckungsgleich sind. Die so genannten Erleuchteten, sagt Russell, sind Menschen, die das neue Paradigma für sich persönlich verwirklicht haben. Sie wissen nicht nur, dass alles Bewusstsein ist und es keine Zeit gibt (wie die Wissenschaft bewiesen hat), sondern sie nehmen es wahr. Sie leben in einer anderen Welt, einer wahreren Welt, die zutage tritt, wenn die alten, überholten Vorstellungen als falsch durchschaut werden. Russell lässt uns an seiner eigenen Entwicklungsgeschichte teilhaben und baut in seinem Buch lauter tragende Brücken zwischen der Wissenschaft und dem Göttlichen. Diese Brücken kann der Leser voller Entdeckerfreude überqueren, und sie bringen ihn der Wahrheit so nahe, dass er wenn er es zulässt am Ende des Buches die Welt mit neuen Augen sieht.
Peter Russell beweist hier, dass wir uns heute mitten in einem neuen Paradigmenwechsel befinden, der alles in Frage stellt, was wir bisher für die Wahrheit gehalten haben. Beginnend mit Plato rollt er die Entwicklung der Wissenschaft vor uns ab und führt uns von der Relativitätstheorie und dem Raum-Zeit-Kontinuum bis an den Punkt, wo die Aussagen der Physiker mit denen der Mystiker und Philosophen deckungsgleich sind. Die so genannten Erleuchteten, sagt Russell, sind Menschen, die...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Großartiger Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Mystik 5 von 5 Punkten Der Autor ist sowohl Naturwissenschaftler mit abgeschlossenem Studium in Physik und experimenteller Psychologie als auch erfahrender Mystiker. Auf dieser Basis verbindet er die beiden Welten in seinem Buch und zeigt mit verständlichen Worten, wie sich Materie, Bewußtsein, Geist und das Göttliche in einer neuen wissenschaflichen Sichtweise vereinen lassen. Das Buch eröffnet eine neue Weltsicht und schafft damit auch rationalen Skeptikern einen Zugang zur Spiritualität.
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Werkausgabe: Spuren: Bd 1 Ernst Bloch Taschenbuch, 1985 Verkaufsrang: 58081 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
meisterliche erzählkunst ... 5 von 5 Punkten "das halbe, in dem wir sind, kann von außen leicht gestört werden..." schrieb bloch in seiner wohl poetischsten publikation SPUREN. wie wahr: von diesem kleinen bändchen habe ich mich in 30 jahren immer wieder ablenken lassen - und kam doch bloch-sei-dank immer wieder darauf zurück: weil mir die geschichten einfach nicht aus dem kopf gingen: vom kätzchen, das sich tapfer nachts wehrend dem viel größeren metzgerhund an die kehle sprang, so dass er des morgens in einer großen blutlache gefunden wurde - das vermeintlich (nach all dem nächtlichen spektakel) gefressene kätzchen saß pfotenleckend auf einem baum. eine david und goliath-variation. oder die geschichte vom zirkusbären (von bloch bei klabund aufgeklaubt), der, 1914, samt seinen besitzern auftrittsverbot erhielt, weil außer krieg damals alles andere verboten war. der schausteller erhielt eine art 1-euro-job in einem gaswerk - zuwenig, um für ausreichend bärenfutter sorgen zu können. das bärchen starb. da warf sich die frau des schaustellers über die kleine leiche - und sah aus wie "seni an der leiche wallensteins". eine traurig machende geschichte vom aufeinanderprallen großer politik und kleiner überlebenswelt. mutgebender jene anekdote über den erfinder der dampfmaschine, stephenson: der rannte vergebens hinter dem ersten zusammen-konstruierten kessel auf rädern hinterher, welcher immer rasanter werdend auf eine kurve zustrebte. der kessel fuhr geradeaus und explodierte an einer hauswand. "der pfarrer wurde irrsinnig", berichtet bloch spöttisch und fährt dann mutgebend fort: "stephenson hatte alles verstanden und baute eine neue maschine, auf geleisen und mit führerstand." was stephenson für die eisenbahn, das scheint bloch für das erzählen kleiner unvergesslichkeiten geleistet zu haben ...
Spurenweise Erkenntnis... 5 von 5 Punkten Dieses kleine Büchlein habe ich vor vielen Jahren begonnen zu lesen und jetzt beendet, es geht „Spuren" der Erkenntnis in Dichtung und wahrem Leben nach, um daraus philosophische Erkenntnisse abzuleiten oder zu illustrieren. In ganz kleinen Happen kann man querbeet oder nacheinander der eigenwilligen Sprache und Gedankenwelt Blochs folgen. Ein Beispiel auch von mir aus dem Büchlein, es ist gleich der erste Aphorismus: „Zu wenig. Man ist mit sich allein. Mit den anderen zusammen sind es die meisten auch ohne sich. Aus beidem muß man heraus." - Alles klar? Sehr lesenswert, wenn auch viele Geschichtchen uns heutigen verschroben vorkommen mögen. (22.10.04)
Diesen Spuren sollte man folgen 5 von 5 Punkten Es ist genau das richtige Buch, um auf den immer wieder frischen Spuren weiter und weiter zu laufen in die Gedankenwelt von Ernst Bloch hinein: „Man erzählt, ein Hund und ein Pferd waren befreundet. Der Hund sparte dem Pferd die besten Knochen auf, und das Pferd legte dem Hund die duftigsten Heubündel vor, und so wollte jeder dem anderen das Liebste tun, und so wurde keiner von beiden satt. Das gibt genau ein Elend noch zwischen sich nächsten Menschen wieder, vorab verschiedenen Geschlechts, wenn sie nicht aus ihrem eigenen Haus können ..." Gut - oder? |
Der Diskurs des Radikalen Konstruktivismus
Taschenbuch, Januar 2003 Verkaufsrang: 207822 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Alles Wesentliche zum Konstruktivismus hier! 5 von 5 Punkten Das beste, tiefsinnigste und thematisch vollständigste Buch zu radikalen Konstruktivismus, in dem Kapitelweise alle großen Vordenker dieser Philosophie zu Worte kommen: Schmidt, Varela, von Foerster, Roth, Maturana und noch etliche andere. Es war das erste Buch, das ich zu diesem Thema gelesen habe, und ich hatte hinterher das Gefühl, mit den anderen Konstruktivisten mitreden zu können
gute einführung in die v erschiedenen anwendungsfelder 2 von 5 Punkten prinzipiell eine erschöpfende einführung in die verschiedenen felder, in die der radikale konstruktivismus anwendung gefunden hat. problematisch ist nur der extrem fremdwörterlastige stil, siegfried j. schmidts, der meiner ansicht nach nur der wissenschaftlichen anmutung des textes dienen soll. daher nur zwei sterne.
Klassischer Einführungstext! 5 von 5 Punkten Nach einer Einführung von Schmidt kommen Vertreter anderer Wissenschafts-Disziplinen zu Wort. Es ist erstaunlich, wie rasch der radikale Konstruktivismus in die verschiedenen Disziplinen "eingedrungen" ist (wenn man das so nennen darf) und welche guten Ergebnisse dabei herauskommen. Am erstaunlichsten jedoch: selbst in den als erzkonservativ beschriebenen Rechtswissenschaften sind erste Rezeptions-Ergebnisse zu verzeichnen. Das wird hier eindrucksvoll dargestellt! |
Eltern. Kleine Philosophie einer riskanten Lebensform Dieter Thomä Taschenbuch, 20. Februar 2002 Verkaufsrang: 140852 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Das Denken erweitern! 5 von 5 Punkten Welches Buch kann das schon? Aus dem alltäglichen Erleben der Familiensituation hebt uns der Autor auf eine spielerisch- philosophische Ebene. Schafft Zusammenhänge, die wir vorher nie in dieser Art gedacht haben. Läßt uns den Alltag neu erleben und an- denken.Unbedingt empfehlenswert- und keineswegs riskant zu lesen! |
Kant zur Einführung Jean Grondin Taschenbuch, August 2007 Verkaufsrang: 185170 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. Immanuel Kant (1724-1804) bedeutet eine Zäsur in der abendländischen Geistesgeschichte. Seine »Kritik der reinen Vernunft« (1781) hat auf Epoche machende Weise die Frage nach der Möglichkeit von Metaphysik im Zeitalter der Wissenschaft gestellt. Diese Frage wurde im Allgemeinen besser verstanden als Kants Antwort. Für viele blieb nämlich ungewiss, ob Kant der Metaphysik den Todesstoß versetzen oder ob er sie von Grund auf erneuern wollte. Jean Grondin sieht die Antwort in der kantischen Wende zur praktischen Vernunft und legt einen Schwerpunkt seiner Einführung auf die Aktualität des Konzepts von Freiheit als Selbstgesetzgebung.
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Mit sich selbst befreundet sein: Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst Wilhelm Schmid Gebundene Ausgabe, August 2004 Verkaufsrang: 139325 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Harmonie im ICH 5 von 5 Punkten Das is doch wahre Philosophie, auf dem Weg zu sich selbst sein.
Wilhelm Schmitd gibt wertvolle Tipps für eine Lebenskunst im Zeitalter der Globalisierung.
Der Leser wird vor einem spiegel gestellt und mit denkanstößen über sich selbst versorgt .
Das Buch ist nicht nur was für Anfänger, sonder auch was für erfahrene Philosophen , denn W.schmidt verweist oft auf seine philosophischne Quellen und zitiert andere Philosophen in einem sprachlich gelungen Kontext .
Zwar wiederholt sich W.Schmitd des öfteren ,jedoch merk man beim lesen wieviel Mühe sich der Autor bei diesem Werk gegeben hat .
Was mir besonders gut gefällt ist die Art wie W.schmitd mit seinem Leser umgeht ,er fordert ihn nicht auf etwas zu machen ,sonder stellt ihn stehts vor einer wahl die er selbst treffen muss .
Alles in allem ist das Buch wirklich ein wichtiges Werk mit Fragen die sich jeder mal gestellt haben mus, deshalb kann ich diese Buch weiter empfehlen ,falls man sich selbst was Wert ist .
Blöder Titel - gutes Buch 4 von 5 Punkten Mit sich selbst befreundet sein, das klingt nach muffiger siebziger Jahre Selbsterfahrung, Cellulite geplagte Frauen die ihr Frühstück therapeutisch nachtanzen und danach versunken linksherum im rechtsdrehenden makrobiotischen Müsli rühren. In diesem Sinne ist das Buch reinster Etikettenschwindel.
Verständlich und trotzdem mit wissenschaftlichen Anspruch, beschreibt Schmid, Möglichkeit zu sich selbst vorzudringen. Er beobachtet stark und bringt Selbverständlichkeiten treffend und sprachlich schön auf den Punkt. (Mein Lieblingsatz: Alltag ist der Ausnahmezustand der zur Regel geworden ist).
So kurzweilig und heutig kann Selbsterfahrung sein.
Nebenbei: ich habe das Buch mit Gewinn parallel zu Parmuks "Das schwarze Buch gelesen". Im Prinzip geht es da um genau das Selbe, nur in Romanform.
Gescheitert und doch nicht 3 von 5 Punkten Das Buch ist wunderschön aufgemacht, es ist sicherlich interessant, aber ich bin daran gescheitert. Mag sein, dass das an mir liegt, wahrscheinlich, aber die niedergelegten Gedanken nachzuverfolgen überforderte mich. Jedenfalls, wenn man dieses Buch nicht regelrecht studieren will, sondern nur einfach lesen. So habe ich mich um mich selbst gekümmert und es zur Seite gelegt. Den Versuch war es wert.
Macht Mut 5 von 5 Punkten Bisher das beste Buch von Wilhelm Schmid. In diesem Buch führt er seine Philosophie der Lebenskunst weiter aus. "Mit sich selbst befreundet sein" handelt von der Sorge um sich selbst. Mir hat es gut gefallen. Sollten Wir uns doch auch um uns selber kümmern.
Der Knigge für den Umgang mit sich selbst 5 von 5 Punkten Wilhelm Schmid hat sich der Neubegründung einer Philosophie der Lebenskunst verschrieben. Nach dem beachtlichen Erfolg von „Schönes Leben?" (2000) legt er jetzt mit seinem neuen Buch über die Selbstfreundschaft ein gleichermaßen kenntnis- als auch erkenntnisreiches Werk über den Umgang des Menschen mit sich selbst vor. Autarkie, Askese und Ekstase sind für Schmid zentrale Begriffe; Autonomie, Wahl, Freiheit, Sinn, Glück, Fülle und Aufmerksamkeit einige andere. Auch der Angst kommt einige Bedeutung zu: In ihr sieht der Autor sogar den Anfang aller Lebenskunst. Warum? Weil im selben Maß, wie sich der moderne Mensch seine Freiheit nimmt und von alten Bindungen löst, auch die existenzielle Angst wächst. Darin liegt die Widerspruchsnatur des Begriffes, solange nur von der Befreiung von und nicht vom Freisein für etwas die Rede ist. Vor diesem Hintergrund formuliert Schmid eine provokant klingende These: Ausgerechnet die Moderne und das in ihr ausgesetzte Individuum sind weitaus labiler als es angesichts ihrer fast grenzenlos scheinenden Omnipotenz und lärmig vorgetragenen Hybris scheint. Getreu dem delphischen Motto „Erkenne dich selbst" kreisen Schmids Gedanken in sich weitenden Ringen um dieses unbekannte Wesen, dem unsere Fürsorge gelten soll. Dabei zeigt sich: Es ist nicht leicht, eine Beziehung zu sich selbst aufzubauen, noch dazu eine freundschaftliche; einerseits, weil dem Ich sein Selbst meistens ziemlich fremd ist, andererseits auch deshalb, weil das Ich oft etwas darstellt, das weniger eine ausbalancierte Einheit darstellt, als vielmehr eine in verschiedene Fragmente gespaltene und zwischen diesen hin- und hergerissene Erscheinung. Schmid widmet seine Achtsamkeit den Ausprägungen dieses Selbst in vielerlei Formen, zum Beispiel dem elektronischen Subjekt, wie es sich uns fortschreitend im von E-Mails und E-Government geprägten „E-Life" gegenübertritt. Entscheidend aber in diesen Zeiten ist die Beschäftigung mit dem zentralen Problem der postindustriellen Gesellschaft: Keine Arbeit zu haben. An diesem Punkt hat eine Philosophie, die sich am Leben der Menschen orientiert und sich vor dem Begriff Lebenshilfe nicht scheut, einen ersten Härtetest zu bestehen. Wie steht es um die Lebenskunst und das schöne Leben in diesen hart(z)en Zeiten? Unter anderem, so Schmid, „gerät die Sorge um sich zur Sorge um Arbeit", ist also eine der Ausdrucksformen der Selbstsorge. Eine Selbstverständlichkeit? Ja, und das nicht nur im bürgerlichen Sinne, denn schließlich steht mit dem Lebensunterhalt das Leben an sich in Frage. Geld und Besitz sind insofern als sinnvoll zu erachten, als sie einem nicht nur die Existenzgrundlage verschaffen, sondern auch das Verfügen über Möglichkeiten und jene materielle Sicherheit, die notwendig ist, um die Existenzangst nicht völlig ausufern zu lassen. Worauf es Schmid jedoch ankommt, ist den Begriff der Arbeit nicht nur auf den materiellen Aspekt und die Erwerbsarbeit einzuengen. Deshalb führt er hier den Begriff der Lebensarbeit ein, als einem umfassenden Tätigsein auf den verschiedenen Baustellen des Lebens: „Arbeit ist all das, was ich in Bezug auf mich und mein Leben leiste, um ein schönes und bejahenswertes Leben führen zu können." Und er zählt auf: die Arbeit an Freundschaft, Familienarbeit, Bürgerarbeit, Muße als Arbeit und - last and least - auch die Erwerbsarbeit. Eingebettet in den ideellen Zusammenhang der Lebensarbeit erscheint das Geldverdienen nur als ein Teil dieser zu leistenden Lebensarbeit. Arbeitslosigkeit kann eigentlich nur in diesem letzten Punkt eintreten, denn an Gelegenheiten, in den anderen genannten Bereichen tätig zu werden, wird es ein Leben lang nicht mangeln. Insofern geht auch der immanente Sinn der Arbeit nicht verloren, denn es wäre fatal, ihn nur an den Begriff der Erwerbsarbeit zu koppeln, welche ihn ohnehin oft genug - Überforderung, Entfremdung, Mobbing, innere Kündigung, Burnout, Depression - skrupellos korrumpiert. Hilft uns das? Nicht direkt. Wer nicht weiß, wovon er morgen seine Miete bezahlen soll, wird sich zunächst nur schwer mit solchen Gedanken trösten können. Unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem ist um die Arbeit als Grundlage der Produktion materieller Ressourcen herum organisiert. Wir sind damit aufgewachsen und viele Jahre darauf vorbereitet worden, in diesem System unsere Rolle zu spielen und darauf unsere eigene Existenz aufzubauen. Sinn ergibt sich hauptsächlich aus unserem ökonomischen und materiellen Erfolg. Lässt sich daran etwas ändern, ohne das System selbst in Frage zu stellen? Nicht sofort. Wenn überhaupt, dann nur über den langwierigen Weg einer allmählichen Einübung anderer Sichtweisen: über Askese und Meditation. Was Schmids Philosophie der Lebenskunst auszeichnet ist, dass sie nicht bei der bloßen Behauptung einer selbstgestalteten, bejahenswerten Existenz stehen und somit utopisch bleibt, sondern bedenkenswerte Vorschläge - nicht „Rat-Schläge" und Rezepte - für die Entwicklung und Verwirklichung anderer, eigener Einstellungen gibt. Alle Ausarbeitungen zu diesen Themen sind geprägt von einem tiefen Verständnis für die Bedingtheit der menschlichen Existenz. Viele Sätze sind Balsam für die gehetzte und geschundene Seele, die offen oder uneingestanden nach Erlösung vom Terror moderner Lebens-, Arbeits- und (Re-) Produktionsbedingungen lechzt, also nichts so sehr wie Ruhe, Frieden und Glück herbeisehnt. Schmid vertritt die pragmatische Romantik einer anderen Moderne. Angetrieben von der Notwendigkeit der Selbst- und Seelsorge trägt er seine „Predigten" vom schönen Leben bis in den hintersten Winkel des Thüringer Waldes. Dabei pflegt er einen essayistischen und oftmals poetischen Stil, frönt der Lust an der Kunst der Formulierung und Wortschöpfung („cyberhaft - zauberhaft"), reichert die meist kurzen Kapitel mit anschaulichen Beispielen und Fällen aus der Gegenwart an und lockert sie gelegentlich, dort wo es angebracht erscheint, auch mit etwas Heiterkeit auf. Erstmals begegnet einem der Verfasser in seiner Schrift gelegentlich auch ganz persönlich. All das zusammen macht dieses Buch über seinen Gehalt hinaus besonders lesbar. Aber, um das berüchtigte Haar im epikureischen Süppchen nicht zu übersehen: Wohin kommen wir, wenn jeder sein eigenes kocht und auslöffelt? Wohin führt diese Selbstbeschäftigung? Bleibt sie reiner Selbstzweck? „Ist Selbstbeziehung Egoismus?" - Nein. Je aufmerksamer Schmid sich den Ausprägungen und Aspekten des Selbst zuwendet, desto klarer wird, dass die Beschäftigung damit sehr schnell vom Ich zum Wir, der Welt und schließlich auch weit darüber hinaus führt. Die Beziehung zum Selbst wird umgehend zu einer Bezogenheit auf die Anderen. Schmid wird nicht müde, die so verstandene Selbstfreundschaft deutlich von der Selbstsucht abzugrenzen. Er darf sich dabei ebenso auf das christliche Gebot der Nächstenliebe stützen, die ursprünglich die Selbstliebe voraussetzte, wie auch auf Adolph Freiherr von Knigge. Dieser leitete seine oft falsch verstandenen Schrift von 1788 „Über den Umgang mit Menschen" mit einem Kapitel über den Umgang mit sich selbst ein und formulierte darin: „Die Pflichten gegenüber uns selbst sind die wichtigsten und ersten, und also der Umgang mit unserer eigenen Person weder der unnützeste noch uninteressantes." Die Philosophie der Lebenskunst ist ein lebensfreundliches Korrektiv zur oft eher lebensfeindlichen Ausprägung moderner Sichtweisen und Verhältnisse. Das hat nichts mit krampfhaftem Positivdenken zu tun, denn das Unschöne, Schmerzliche und Leidvolle, die Krankheit, Trauer und Melancholie, die Niederlage, das Versagen und die Niedergeschlagenheit werden von diesem Wissen um das Lebenkönnen, das auch ein Wissen um das Sterbenmüssen , nicht ausgeschlossen. Auch über den Tod hinaus lässt sich dieses Selbst letztendlich denken und erfährt dadurch seine größtmögliche Weiterung. Schmid: „Jedenfalls ist eine solche Vorstellung von Transzendenz ein möglicher Gedanke des Selbst, unabhängig davon, ob dem eine Wirklichkeit entspricht." Diese Öffnung des Selbst für das ganz Andere eröffnet die Möglichkeit der Überschreitung seiner Grenzen, vielleicht sogar für die Überwindung des Selbst und dessen endlichem Verzicht. Angesichts dieses uns alle bevorstehenden Endes ergeben sich Antworten auf die Fragen nach dem Glück und dem Sinn schließlich fast von alleine. Und in dem Moment, in dem das Leben endlich in seiner ganzen Fülle in den Blick des Selbst gerät, findet die alle Selbstbezogenheit ihr Ende. |
Willensfreiheit zwischen Philosophie, Psychoanalyse und Neurobiologie Christian Eggers, Nicola Erny, Matthias Franz, Bernd Nitzschke Broschiert, 1. November 2007 Verkaufsrang: 224255 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Frage der Willensfreiheit hat eine leidenschaftliche Debatte in der Öffentlichkeit entfacht, seitdem Hirnforscher behaupten: "Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun." Der freie Wille ist zwar nirgendwo in unserem Nervensystem zu orten, doch können wir uns unsere menschliche Existenz schwerlich ohne ihn denken und müssen ihn in unserem Handeln sogar voraussetzen. In der Auseinandersetzung von Philosophie, Psychoanalyse und Neurobiologie geht es um das Zentrum unseres abendländischen Selbstverständnisses.
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Hegel. Eine kurze Einführung. CD Klaus Düsing Audio CD, Oktober 2006 Verkaufsrang: 99064 Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen. Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) war der wichtigste und letzte Philosoph des deutschen Idealismus. Aufbauend auf Heraklits Dialektik hat er diese Methode entscheidend weiterentwickelt und zu einer Geschichtsphilosophie ausgebaut, die in den folgenden Jahrhunderten größte Bedeutung gewann.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Hegel, Eine kurze Einführung 1 von 5 Punkten Als Hörtext völlig ungeeignet. Selbst für Hörer mit Vorwissen über Hegel dürfte diese CD eine totale Überforderung sein. Viel zu hoch angesetzt, viel zu abstrakt, voller philosophischen Jargons und nicht einmal Informationen über Hegels Leben. Ärgerlich! |
Grosses Wörterbuch Philosophie Grundwissen von A-Z
Broschiert, Juni 2006 Verkaufsrang: 87254 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. In rund 1.300 Stichwörtern werden neben allgemeinen Grundlagen der Philosophie Begriffe aus den folgenden Rubriken besprochen: Logik, Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ontologie, Ethik und Ästhetik.
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Gevierteilt Emile M. Cioran Taschenbuch, März 1991 Verkaufsrang: 127168 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
"Ewigkeit ist die Beseitigung des Vergänglichen," (Cioran) 5 von 5 Punkten -
Emile M(ichel) Cioran,: mit rumänischem Namen Emil Mihai C., * 1911 in Rèõinari bei Sibiu (Hermannstadt) im ungarischen Teil der Habsburgermonarchie, heute Rumänien, + 1995 in Paris.
Indem er sich gegen jede Form von Systemen wendet, spricht er einem Individualismus das Wort, das erst im entgrenzten Erleben zu sich selbst findet. Auch wenn C.s Leben und Werk tiefe mystische Züge tragen, entscheidet er sich zwischen den zwei Möglichkeiten, der Verzweiflung angesichts der Erkenntnis philosophisch zu entkommen: der Mystik und dem Skeptizismus, für den letzteren. Dieser Schritt kommt für ihn einem »Erkennen ohne Hoffnung« gleich. Dabei richtet sich sein Skeptizismus nicht allein gegen Sprache, Philosophie, Geschichte und Religion, sondern in einem beinahe selbst zerstörerischen Duktus auch gegen sich selbst. Im Laufe der Jahre entwickelt sich C.s Philosophie auf eine stoische Position zu, deren Mittelpunkt die Beschäftigung mit dem von Leid, Tod und dem Bösen geprägten Dasein des Menschen bildet. Aufgrund seiner Ideen und seiner eigenwilligen Persönlichkeit kann C. als bedeutendster Skeptiker und radikalster Kulturkritiker des 20. JH angesehen werden.
Wohin bewegt sich der Mensch? Strebt er einem bibel-ähnlichen Paradies entgegen, dem er dem christlichen Mythos nach einst entsprungen sein soll, wo er sich aber zu Tode gelangweilt und deswegen "eine wirkliche Sehnsucht nach der Hölle" (S.62) entwickelt hat?
In "Gevierteilt" geht Cioran dieser Frage nach und präsentiert dem Leser seine bitter schmeckende Antwort: Unaufhaltsam bewegt sich der Mensch auf das Ende des geschichtlichen Prozesses, also seinen Untergang, zu. "Wir können die Ewigkeit nur begreifen, indem wir alles Vergängliche, alles, was für uns zählt beseitigen." Eben, auf die Erde geworfen mit dem Zwang zu entscheiden, ist der Mensch verurteilt, zur Tat und zum Wagnis. Diese kann er nur erreichen, wenn er den Zuschauer in sich erstickt. So wie alte Nationen und Kulturen sich in einer herrlichen Erstarrung haben feiern lassen können, ist der moderne Mensch aus der langsamen Geschichte in eine keuchende katapultiert. Von den guten Dingen innerhalb der Zeit wird er nahezu nichts mehr haben, er wird sich vor "neuen Trugbildern niederzuwerfen" haben. Den Vorwurf der fatalen Schläfrigkeit, den die griechische Antike noch abbekam, wird die moderne Welt nicht mehr erhalten. Im Gegenteil, sagt Cioran: "Bald wird in Gärten der ganzen Welt die Schlussstunde schlagen."
In "Der Memoiren-Freund" findet er den Zusammenhang von Verstand und Gefühl und wünscht, dass niemand die Erfahrung machen werde: "den Verlust des Gefühls und den Schmerz, es nicht entbehren zu können." Denn der souveräne Verstand lehnt sich gegen alle Werte auf und führt zum "Verlust des Gefühls".
"Was uns zugrunde richtet, nein, was uns zugrunde gerichtet hat, ist der Hunger nach einer Bestimmung, nach einem Schicksal; und wenn uns diese Schwäche, dieser Schlüssel des geschichtlichen Werdens, ruiniert hat, wenn sie uns zunichte gemacht hat, so hat sie uns gleichzeitig gerettet, indem sie uns am Zusammenbruch Geschmack finden ließ und den Wunsch nach einem Ereignis weckte, das alle Ereignisse überragen würde, nach einem Schrecken, der alle Schrecken überragen würde." (S.47) Man kann daraus nur folgern, Überlebensstrategien sind einzustellen. Und so folgt die "Dringlichkeit des Schlimmsten", nämlich die Schöpfung völlig unter Kontrolle zu haben, aber eben mit dem Wissen, "je mehr Macht der Mensch erwirbt, desto verwundbarer wird er." Leben ist eben für Cioran nur eines: die Vorbereitung auf den Untergang. Und so sind die aphoristischen "Ansätze zum Taumel" zu verstehen. Einige Beispiele:
"Wenn der Tod nicht eine Art Lösung wäre, hätten die Lebenden gewiss irgendeinen Weg gefunden, ihn zu umgehen."
"Ein Buch muss Wunden aufwühlen, sogar welche verursachen. Ein Buch muss Gefahr sein."
"Der Tod ist der Zustand der Vollkommenheit, der einzige, der für einen Sterblichen erreichbar ist."
"Im Zoo. - Alle Tiere benehmen sich zurückhaltend, außer den Affen. Man spürt, dass der Mensch nicht fern ist."
Cioran pflegt den starken und übertriebenen Nihilismus. Er prägt das Leichte des Sterbens, des Nicht-Seins und den Selbstmord. er regt damit an, und zwar den inneren Widerspruch, des Ausrufs, des möglichen Schreis, dass es so nicht geht. Und somit hilft er zum Leben durch Widerspruch.
Lesen Sie die anderen Bücher ((Rezensionen, Der Absturz in die Zeit, Die verfehlte Schöpfung; Vom Nachteil, geboren zu sein). So erhalten Sie einen kleinen Vorgeschmack auf große Wortkunst im kritischen Skeptizismus.
Pessimismus zum Gernhaben 5 von 5 Punkten In gewohnter Weise gibt sich Cioran seinem Pessimismus und seiner Gesellschafts- und Menschheitskritik hin, ohne dabei den Leser selbst zu betrüben. In dem enthaltenen Essay „Nach der Geschichte" wird ein kluger Weg zur Selbstsucht des Menschen gezeigt, allein an einer Sprachspielerei. Die vielen Aphorismen sind zeitweise sehr konstruiert, zu konstruiert, treffen aber oft genau auf den Punkt und kreisen um Verzweiflung und Lebensunlust, Krankheit und Tod, wirken aber bis ins Letzte heiter. Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht, auf jeden Fall sollte man sich auf ihn einlassen.
Gevierteil ist ein herausragendes Martyrium 5 von 5 Punkten In "Gevierteilt" erreicht Cioran die unterkühlteste Erhitztheit seines literarischen Schaffens. Die Sätze sind noch lapidarer als in seinen anderen Schriften; so geschliffen und formvollendet jedoch, scheinen manche in ihrer Schlichtheit förmlich zu explodieren, auf dass Ciorans geistige Eingeweide umhergeschleudert werden: ist man zartbeseitet, wird einem unwohl, ist man bereits geistig abgebrüht, wird man bekehrt. Cioran erzaehlt von der logischen, geistigen Entwicklung ins Martyrium, dass einen jedoch nicht heilig, sondern lächerlich werden lässt. In "Gevierteil" liesst man einen der wenigen wahren - existentiellen, "europäischen" Mystiker.
Gevierteil ist ein herausragendes Martyrium 5 von 5 Punkten In "Gevierteilt" erreicht Cioran die unterkühlteste Erhitztheit seines literarischen Schaffens. Die Sätze sind noch lapidarer als in seinen anderen Schriften; so geschliffen und formvollendet jedoch, scheinen manche in ihrer Schlichtheit förmlich zu explodieren, auf dass Ciorans geistige Eingeweide umhergeschleudert werden: ist man zartbeseitet, wird einem unwohl, ist man bereits geistig abgebrüht, wird man bekehrt. Cioran erzaehlt von der logischen, geistigen Entwicklung ins martyrium, dass einen jedoch nicht heilig, sondern lächerlich werden lässt. In "Gevierteil" liesst man einen der Wenigen wahren - existentiellen, "europäischen" Mystiker. |
Das sokratische Gespräch
Taschenbuch, September 2002 Verkaufsrang: 52347 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Email ans Universum Robert Anton Wilson Broschiert, 15. Mai 2008 Verkaufsrang: 192183 Noch nicht erschienen.
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Philosophie der Menschenrechte zur Einführung Christoph Menke, Arnd Pollmann Broschiert, April 2007 Verkaufsrang: 155109 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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