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| Philosophie | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Zur Kritik der instrumentellen Vernunft Max Horkheimer Broschiert, 1. Dezember 2007 Verkaufsrang: 181840 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Erstmals 1947 unter dem Titel "Eclipse of Reason" erschienen, ist dieses Buch ein Schlüsseltext der Kritischen Theorie. Entfaltet wird ein historischer Prozess, der bereits in der thematisch eng verwandten Dialektik der Aufklärung rekonstruiert wurde: der Untergang einer als »objektiv« begriffenen, wert- und zielsetzenden menschlichen Vernunft. An deren Stelle tritt eine rein formelle, auf bloße Effektivität gerichtete Vernunft, die jede aufs Ganze der Gesellschaft zielende Vorstellung von Glück als sinnlos erscheinen lässt.
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Der Denker auf der Bühne: Nietzsches Materialismus. (Neue Folge, 353) Peter Sloterdijk Broschiert, August 2008 Verkaufsrang: 150198 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Wie das Apollinische das Dionysische zähmt 5 von 5 Punkten P.Sl. nimmt das Erstlingswerk von Nietzsche Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik zum Anlass, über die griechische Götterwelt und ihren Einfluss auf Nietzsche und in Folge auf das Denken zu untersuchen. Nietzsche ergänzt sein Werk mit einem Versuch einer Selbstkritik. P.Sl. sieht im Untertitel den Materialismus Nietzsches. Worum geht es?
Sloterdijk ist philosophischer Essayist, seine Geschichten, Assoziationen des Geistes, bringen mit Nietzsche das Apollionische, das Dionysische und den Willen zur Macht in den Vordergrund. Bisher konnte man die ersten beiden Seinsweisen als reines Gegenüber im Wettbewerb begreifen und vor allem konnte man Nietzsche als dem reinen Zugewandten des Dionysischen zuordnen. Doch fest steht spätestens mit dieser Schrift P.SL, dass die Grenzen des Dionysischen im Apollonischen liegen, ja dass das Apollinische vielmehr in seiner Gesamtheit das Dionysische erst ermöglicht. Es ist eine centaurische Geburt, wie Nietzsche selbst formuliert in dem er sagt, das eine höhere Kultur dem Menschen ein Doppelhirn geben muss, einmal um Wissenschaft, sodann Nicht-Wissenschaft zu empfinden.. Gefühl und Denken sind dem Menschen eigen, Rausch und Traum, damit Ich-Grenzen gesprengt werden aber dennoch ohne das Dasein unter dem Gesetz von Maß, Grenze und schöner Gestalt zu verklären. Sloterdijk jedoch weiß in Ergänzung, dass beide Seiten eine zeitliche Orientierung haben, jedes Ich ist ein im Moment gültiges Ich in der dann zeitlich definierten Gefühls- oder Denklage. Das Apollinische definiert die Grenzen, damit der Mensch an der dionysischen Wahrheit nicht zu Grunde geht. (vgl. Safranski: Wieviel Wahrheit braucht der Mensch?)
Sloterdijk weiß den richtigen und vielleicht nicht häufig definierten Umgang mit Nietzsche herauszustellen. Er weiß mit der Identität umzugehen, zu zeigen, dass gerade der Dionysos in uns das Nicht-Machbare als Grenze und das Machbare als nicht gut genug empfindet und so immer unzufrieden um das fehlende Beste kämpft. Er weiß mit den Wahrheiten zu sich selbst umzugehen, den Weg des Einsamen zu sich oder von sich zu unterscheiden und dennoch das Streben nach Selbsterkenntnis in beiden zu erkennen und in ihrer Bedeutung zu unterscheiden. Wie Nietzsche mag er den Ballast auf dem Wege erkennen und die Notwendigkeit der Auflösung der Dialektik des Weges für den Sich - Suchenden. Wahrheit und Lüge, Unerträglichkeit und Distanz sind Stationen seiner Nietzsche Begleitung. In letzter Instanz wird Wirklichkeit apollinisch zurechtgelegt nach den Kriterien der Erträglichkeit und der Berechenbarkeit. Und in der konsequenten Fortführung gelangt man zum Willen zur Macht, der aber nichts anderes ist, als der Bedarf nach einem selbstbewussten Leben, welches unter furchtbaren Selbstopfern der Wertschöpfung dient und sich mangels Anerkennung selbst verkündet. (vgl.: Der konsequente Wille, Roger Kunert)
Sloterdijk gelingt aber auch noch eines, nämlich das Erstlinkswerk Nietzsches in den Kontext dessen Leben zu bringen. Nicht nur der Zarathustra ist Nietzsche, sondern eben vielmehr ergibt sich in der Betrachtung des Fortschritts des Denkens, des Fühlens, des Ausdrucks durch Sprache im Vergleich seiner Werke ein Gesamtbild. Nietzsche selbst bringt sich an den Rand der Verzweifelung, wenn er über die Grenzen hinaus schreitet und dennoch erkennt er z.B. in der Kunst den rettenden Anker vor einer dionysischen Überspannung. Nichts von dem Reduzierten ist jedoch genug, sodass sein Streben nach immer Höheren ihn letztendlich in die Sphären der geistigen Verwirrtheit für immer katapultiert, weil die erträgliche Wahrheit als notwendiger Schein und Lebensspender niemals ausreichend ist.
Dennoch! Wo Nietzsche optimistisch über Abgründe geht, macht er vor, was es heißt, Zeitgenosse zu sein. Er bejaht den Weltlauf, der ihn zu erdrücken droht und schafft damit Raum für die Bejahung seines Selbst. Er ist Zeuge für das Glück derer, die ohne Hoffnung sind. Nichts anderes ist im Jahre 2006 oder eben in diesem Jahrtausend von Bedeutung.
Die Nietzsche Biographie: Was ist der Wille zur Macht ? 5 von 5 Punkten Was ist der Wille zur Macht bei Nietzsche ? Diese Frage stellt sich Peter Sloterdijk in ‚Der Denker auf der Bühne'. Er beantwortet sie etwas verschlungen; ich interpretiere diese Antwort als eine für Nietzsche wichtige Selbstkontrolle, die Entdeckung von soviel Selbstbewusstsein in sich selbst, so dass man Gelassenheit geniessen kann. Nietzsches ‚Wille zur Macht' bedeutet dann aber, dass man auch soviel Rückrat erarbeitet hat um sich selbst in der Gesellschaft seinen Platz zu sichern um sich auch selbst zu genügen. Nietzsche, so das Fazit von Sloterdijk, hat das allerdings nie geschafft. Er hat sich selbst etwas vorgelogen, etwas vorgemacht. Nietzsche versuchte sozusagen über sich hinauszuwachsen, geistig, um vollkommene Sicherheit zu erlangen über sein Leben, seine Gedanken; er machte sich was vor, in dem er den Erfahrungsgrundsatz allen Lebens völlig ignorierte: Kein Mensch kann die Aktionen anderer vorausberechnen. Es ist unmöglich, geistig, über das eigene Potenzial hinauszuwachsen und das Schicksal herauszufordern - im Sinne: Es ist unmöglich das Schicksal zu besiegen; ich kann mich noch so sehr winden - ich kann die Zukunft nicht vorhersagen! Nietzsche ist wohl daran zerbrochen. Die Determination, der ein Schizophrener nicht entkommen kann und die in seinem Leben kein Ende findet; das war Nietzsches Leben. Anders formuliert: Eine Suche nach dem Punkt der Ruhe der Gelassenheit, die er nie finden konnte und darum logischerweise im schizo-manischen Wahn endete. |
Kinder sind Philosophen Hans-Ludwig Freese Taschenbuch, 13. Februar 2002 Verkaufsrang: 167547 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Von ersten Ahnungen der Rätselhaftigkeit der Welt und der Unergründlichkeit ihres Daseins ergriffen, beginnen Kinder schon früh, "über Gott und die Welt" nachzudenken. Hans-Ludwig Freese gibt in seinem Buch viele Beispiele von "Kinderphilosophie", um dabei erstaunliche Gemeinsamkeiten mit den Ausführungen von "großen" Philosophen zu entdecken. Er gibt den Erwachsenen zudem Hilfestellung, sich auf das Abenteuer eines philosophischen Diskurses mit Kindern einzulassen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Damit die Neugierde nicht verschwindet. 5 von 5 Punkten Nicht nur unter Psychologen ist Freuds Staunen darüber bekannt, daß Kinder bis zum Eintritt ins Schulalter ihre Lebendigkeit und ihr Interesse an allem in der Welt Begegnenden verloren haben. Freud führte dies u.a. auf die drei Denkhemmungen zurück, die den Kindern früh eingepflanzt werden: die autoritäre, die sexuelle und die religiöse. Was an Neugierde und Lebendigkeit übrig blieb, dem wird im Schulunterricht, in dem die Kinder mit entseeltem Wissen überfrachtet werden, der Garaus gemacht.H.-L. Freese kann zeigen, daß bereits mit Kindern tiefsinnig philosophiert werden kann, wenn der Erwachsene sie als gleichwertiges Gegenüber annimmt und selbst nicht von Denkhemmungen blockiert ist. Kinderfragen stoßen oft genug in Bereiche der menschlichen Existenz vor, über die sich der durchschnittliche Erwachsene keine Gedanken mehr macht: Etwa das Gewahrwerden seiner selbst und die Frage, ob man denn wirklich existiere. Ist die Welt auch noch da, wenn ich nicht mehr da bin? Bin ich nicht mehr da, wo bin ich dann? Was ist das Nichts, der Tod? Wenn Gott alles geschaffen hat, wer hat dann ihn geschaffen? Ebenso bedeutsam sind Gespräche über Träume, Tiere und Pflanzen, Ich, Selbst, Identität, Andere, Computer, Sprache, Glück und richtiges Leben, Zeit, Was soll ich tun? - Themen gibt es reichlich. Sie entstehen sowohl aus spontanen Fragen der Kinder, wie aus vorgegebenen Geschichten, Anekdoten, Paradoxien, Rätseln usw. Bereitet man diese Texte kindgemäß auf, wobei man sich vor platten Vereinfachungen Für den psychotherapeutisch tätigen Psychologen ist das vorliegende Buch u.a. von besonderem Interesse, weil ein Philosophieren über das Leben, worin auch moralische Überlegungen ohne moralisierende Besserwisserei enthalten sind, einen beachtlichen Beitrag zur seelischen Gesundheit leistet: "Die Bewußtmachung und Bindung des Heranwachsenden an überpersönliche Werte und Normen verleiht ihm nicht nur Halt und gibt ihm Orientierung in Entscheidungssituationen. Die bewußte und frei gewollte Wertverwirklichung im eigenen Tun verleiht der handelnden Person vor ihr selbst einen Wert; indem sie das Rechte tut, kann sie sich mit sich selbst identifizieren und sich selbst bejahen." (S. 145) Am Mangel eines bewußten ethisch bedeutsamen Wertentwurfes kranken die meisten Patienten der Psychotherapie. Etwas abgewandelt äußerte sich der Psychoanalytiker O. Fenichel zur Bedeutung der Wertorientierung für den Menschen: "Was heißt Lebenswille anderes, als sich durch ein Über-Ich gehalten fühlen?" |
Der lautlose Aufbruch: Frauen in der Wissenschaft Renate Feyl Taschenbuch, Mai 2004 Verkaufsrang: 227547 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In ihrem Buch beschreibt Renate Feyl Frauen, die nicht gewillt waren, sich den gesellschaftlichen Konventionen unterzuordnen.Eher lautlos und aus der Stille heraus bahnten sich diese starken Frauen den Weg in die Wissenschaft. Literarische Porträtsvon Maria Sibylla Merian bis hin zur Mathematikerin Emmy Noether.
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Kulturindustrie Roger Behrens Taschenbuch, Oktober 2004 Verkaufsrang: 96985 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Beschränkte sich die Kritik der Kulturindustrie, die Adorno und Horkheimer in ihrer Gemeinschaftsarbeit ¯Dialektik der Aufklärung® entwickelt haben, darauf, dass sie bloß den Kommerz und Ausverkauf der Kultur monierten? Und erklärten sie die Massen für zu dumm, das Unterhaltungsangebot als stumpfsinnigen Betrug zu durchschauen? Entgegen dieser gängigen Lesart der Kulturindustriethese interpretiert Roger Behrens den Begriff als zentrale Kategorie einer kritischen Theorie der Gesellschaft. Die Kritik der Kulturindustriebewahrt ihre Aktualität angesichts der neueren Entwicklung - Stichwort ¯Popkultur® - als radikale Diagnose einer von der ökonomischen Verwertungslogik bestimmten Gesellschaft. Die kritische Theorie der Kulturindustrie konstatiert, dass von der Kulturindustrie durchaus mehr Befriedigung und Glück erwartet werden darf, als heute dem Publikum vermittelt wird. Das Publikum ist keineswegs zu dumm, um sich mit den angebotenen Kulturwaren zu bescheiden, sondern verfügt über genügend Phantasie, sich eine bessere Welt vorzustellen, die freilich mehr menschliches Glück garantiert als die durch das abstrakte Profitmotiv vermittelte Ideologie der Kulturindustrie. - Nicht die Kultur gilt es abzuschaffen, sondern die Gesellschaft selbst muss verändert werden, um das Recht der Menschen auf gute Unterhaltung zu gewährleisten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
ein strenges medien-kritisches resümee 5 von 5 Punkten roger behrens, der zur zeit an drei deutschen hochschulen lehr-aufträge wahrnimmt, kommt in seiner neuesten veröffentlichung zu dem schluss, dass die einst provokative geste der KUNST "vomterror der realität" längst überholt worden sei. kultur, zur banalen kulturindustrie verflacht, gelänge schon lange nicht mehr der kreative widerstand gegen eine falsche welt. wo früher noch sozialwissenschaft studiert wurde, belege man heutzutage kultur- und medien-management in verbindung mit betriebswirtschaftslehre. dass in den von der unterhaltungs-branche hergestellten produkten "star und diktator als sieger hervorgehen" - dabei beschleiche niemanden mehr ein mulmiges gefühl (schließlich passt es auch zum aktuellsten amerikanischen wählerverhalten); auch da gilt: was als angeblich harmloses computer-spiel begann, wird von der realität überboten; das gilt für die attentats-flieger auf das world-trade-center wie für den schulischen amoklauf in erfurt; der US-soldat im irak lässt sich von passender musik im kopfhörer anpeitschen. der schrecken - er hat sich nicht verflüchtigt, ja das publikum wird dahin-trainiert, kampf-strukturen zu akzeptieren: im hollywood-kriegsfilm (der den wirklichen kriegszügen ideologisch unter die arme greift); im zynischen, auf beiden seiten der kreuzzugs-front betriebenen vorantreiben der tödlichkeit, sei es durch sprengstoff-gürtel, sei es komfortabel per flugzeugträger; in der scheinbar banalen doku-soap im vorabend-TV-programm: während die einen, in urwald oder container gestopft, in ihrer leidensfähigkeit getestet werden, genießt das publikum am bildschirm vom sofa aus "die demütigung des schwachen, die schadenfrohe diskriminierung". dabei darf nicht vergessen werden, dass "mit ähnlichen containern die wohnunterkünfte für niedriglohnkolonnen aus osteuropa zusammengestellt" werden, "auch die abschiebeknäste für unerwünschte migranten. vor ihnen formiert sich der brandschatzende mob der neofaschistischen jugendlichen." zur umkehr scheint keine KUNST mehr aufzurufen, nur zur beschleunigung des hektischen, aggressions-freudigen treibens. man sollte sich durch die kleinheit des büchleins nicht dazu verführen lassen zu glauben, es sei unwichtig. |
David Hume. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten Gerhard Streminger Taschenbuch, Januar 2003 Verkaufsrang: 139542 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden " Imposant..." (Neue Züricher Zeitung)"Staunens- und lesenswert." (Süddeutsche Zeitung)"Would that we had such a book in English! Would taht some wealthy and wise foundation and some painstaking publisher bring out an English version as handsome as the original! Meanwhile, bravo Gerhard Streminger! "(Bulletin of the Hume Society)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Gute Biographie, zugleich Einführung ins Denken Humes 4 von 5 Punkten Gerhard Stremingers Biographie dürfte die umfangreichste deutschsprachige Arbeit zu David Hume sein. Der Untertitel "Sein Leben und sein Werk" ist dabei wörtlich zu nehmen. Im wesentlichen wird Humes Lebensweg sehr ausführlich geschildert, wobei Streminger stark auf die Biographie Mossners zurückgreift, bis in die Kapitelüberschriften. Ganz nebenbei erfährt man einiges über die Geschichte dieser Zeit, aber auch der Religion (eines von Humes Lieblingsthemen, wenn auch negativ betrachtet) in Großbritannien zu dieser Zeit. Stremingers Buch weiß es jederzeit nicht nur zu informieren, sondern auch gut zu unterhalten. Immer mal sind lustige Annekdoten eingefügt, langweilig wied es nie. Dazu gibt es (jeweils chronologisch bei Erscheinen des Werkes) einführende Kommentare zu Humes Schriften. Die fallen zwar manchmal ungewöhnlich lang oder kurz aus, werden aber ihrem überblickartigem Charakter jederzeit gerecht. So ist das Buch auch zugleich auch eine Einführung in Humes Philosophie, wenn auch chronologisch und nicht systematisch. Einige Abbildungen, ein Schriftverzeichnis Humes und eine ausführliche Bibliographie runden das Werk ab.Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch, das sowohl für Hume Freunde wie auch Hume unbekannte Leser zu empfehlen ist. |
Gottes Universum: Nachdenken über offene Fragen Owen Gingerich Gebundene Ausgabe, 30. Juni 2008 Verkaufsrang: 101803 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der neu entbrannten Debatte, in der die Evolution gegen den Gottesglauben ins Feld geführt wird und umgekehrt nach Gottes Spuren in der Evolutionsgeschichte gesucht wird, hat Owen Gingerich, der Professor für Astronomie und Wissenschaftsgeschichte an der Harvard University, in den Noble Lectures von 2006, die nötige Ordnung gebracht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
ein Standardwerk für den Grenzbereich Wissenschaft und Glaube 5 von 5 Punkten Ich habe das Buch in einem Zug ausgelesen. Gingerich macht in überzeugender Weise deutlich, das der Glaube an einen Schöpfer nicht überholt,sondern erst durch den Schöpfungsglauben das Universum einen Sinn bekommt. Widersprüche zwischen Religion und Glauben gibt es für ihn erst dann, wenn beide Seiten ihren Grenzbereich überschreiten.
Gewinnbringend habe ich dieses Buch gelesen, daher kann ich es jedem weiterempfehlen, der sich für die Auseinandersetzung zwischen Wissenschaft und Glaube interessiert. Gingerich beschreibt weise und kompetent das Verhältnis zwischen Naturwissenschaft und Religion.
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Wissenschaftstheorie: Eine Einführung für Pädagogen Herbert Tschamler Taschenbuch, Januar 1996 Verkaufsrang: 247879 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieser Band stellt die Diskussion um den Wissenschaftscharakter der Pädagogik dar. Die in den ersten beiden Auflagen bewährte Grundkonzeption des Bandes in zwei Teilen wurde beibehalten. In einem ersten Teil werden nach der Diskussion des Wissenschaftsbegriffs wesentliche Strömungen der allgemeinen Wissenschaftstheorie dargestellt. Im zweiten Teil werden die grundlegenden wissenschaftstheoretischen Positionen und ihre Ausprägungen in der Pädagogik diskutiert. Dabei wurde die Darstellung in den beiden Teilen um die Position des radikalen Konstruktivismus ergänzt, während die ausführliche Würdigung marxistisch-leninistischer Positionen entfallen konnte. Die gute Resonanz und die hohe Nachfrage nach Abverkauf der zweiten Auflage ermöglichen es Verlag und Autor, dieses bewährte Studien- und Einführungsbuch in erweiterter und überarbeiteter Form wieder aufzulegen. In die neue Auflage konnten viele Anregungen aus der Fachwelt eingearbeitet werden. Dabei ist ein Ziel des Autors, den Leser zur Originalliteratur hinzuführen.
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Derrida. Eine kurze Einführung. CD Uwe Dreisholtkamp Audio CD, Februar 2007 Verkaufsrang: 217627 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jacques Derrida (1930-2004) war ein französischer Philosoph, der als Begründer der Dekonstruktion gilt. Mit dieser an Heideggers Destruktion der Metaphysik und Freud anschließenden Philosophie der Differenz legte er die versteckten Voraussetzungen und Grundlagen der abendländischen Tradition frei und überwand den Logozentrismus in der europäischen Philosophie, indem er das das Problem, etwas von der Tradition Verschiedenes zu denken, wenn das Denken selbst durch diese Tradition geprägt ist, formulierte. Zusätzlich auf dieser CD: PDF-Datei mit tabellarischem Lebenslauf, Werkverzeichnis und weiterführenden Literaturangaben zum Ausdrucken.
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Solidarität oder Objektivität?: Drei philosophische Essays Richard Rorty Taschenbuch, Januar 1988 Verkaufsrang: 228327 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Guter Start für Rorty-Neulinge 5 von 5 Punkten Wer sich in Rortys pragmatischen Relativismus eindenken will, kann dies mit diesem Reclam-Bändchen in gewinnbringender und günstiger Weise tun. Rortys Denken wird in all seinen Facetten in den drei Aufsätzen (besonders interessant: "Freud und die moralische Reflexion") angerissen. |
Einleitung in die Soziologie Theodor W. Adorno Taschenbuch, November 2003 Verkaufsrang: 63594 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Adornos Einleitung in die Soziologie ist die letzte Vorlesung, die er gehalten hat, und zugleich die einzige, von der die Tonbandaufnahmen vollständig erhalten sind. Als Resümee seiner jahrzehntelangen soziologischen Arbeit bietet die Vorlesung aus dem Jahr 1968 gleichzeitig eine Einführung in die kritische Gesellschaftstheorie, an deren Entwicklung Adorno entscheidenden Anteil hatte. Gerade die Soziologie-Vorlesung demonstriert exemplarisch, wofür Kritische Theorie einmal einstand: Die von Max Horkheimer Anfang der dreißiger Jahre für die Arbeit im Institut für Sozialforschung programmatisch erhobene Forderung einer »dialektischen Durchdringung und Entwicklung von philosophischer Theorie und einzelwissenschaftlicher Praxis«, der Adorno in all seinen Arbeiten verpflichtet blieb, bestimmt ihr »inneres Band«, ist ihr ungebrochen lebendiger Impuls. Als Vertreter der Kritischen Theorie und der Frankfurter Schule, als Vordenker der Studentenbewegung, als Essayist, Musikkritiker, Komponist und Hochschullehrer hat Theodor W. Adorno (19031969) die Geistesgeschichte nicht nur der Bundesrepublik entscheidend geprägt. In den suhrkamp taschenbüchern wissenschaft erschienen vor kurzem Adornos Hauptwerke in einer fünfbändigen Kassette.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
gerade heutzutage aktueller denn je 5 von 5 Punkten Es stimmt: Eine Einleitung, wie man sie heute in der modernen Soziologie an den Universitäten zu hören bekommt, ist diese Vorlesung sicher nicht. Aber genau aus diesem Grund wird man bereichert durch das Lesen dieser zu Papier gebrachten Tonbandaufnahmen. Der Logos der Societas, also die immanente Logik der Gesellschaft, ist der Gegenstand der Soziologie. Das ist es, was Adorno als "das Wesentliche" bezeichnet. Auf dieses Wesentliche muss alle Anstrengung in der Soziologie hinauslaufen. Einzelne Teilbereiche aneinanderreihen, ohne ihren Zusammenhang aufzuzeigen, ist für ihn, wie schon damals für Hegel, "schlechte Unendlichkeit" und birgt keine Erkenntnis über unsere gesellschaftliche Totalität. Ohne ein angemessenes Erfassen dieser Totalität bleibt jede spezifische Erkenntnis, wie richtig sie auch für sich genommen sein mag, ungenügend im Licht des Ganzen durch das alles Einzelne vermittelt ist.
Nicht nur ist es ein Vergnügen, Adorno auch mal unmittelbar zu verstehen (was man von vielen seiner Werke nicht wirklich immer behaupten kann) sondern es ist auch eine Freude eintauchen zu können in eine Art Vorlesung, wie es sie wohl nie wieder geben wird an einer Universität.
Keine Einführung in die Soziologie, dennoch lesenswert 5 von 5 Punkten Wer sich von diesem Buch eine umfassende Einführung in die Soziologie verspricht, wird sicher entäuscht sein, es wird keine Einführung in einzelne Teilbereiche der Soziologie, wie z.B. Stadtsoziologie, Industriesoziologie geboten. Vielmehr liefert es eine gelungene Einführung in das Denken der Frankfurter Schule unter Theodor W. Adorno. Leitende These der Vorlesung, die Adorno im Sommersemster 68 an der Uni Frankfurt gehalten hat, ist, "Soziologie soll sich mit wesentlichem beschäftigen". Was ist aber dieses Wesentliche? Es sollen die Grundzüge der Gesellschaft, das Latente beleuchtet werden, dazu bedarf es kritischer Reflektion, die auch die Rolle des Forschers selbst einschließt. Neben der durchaus gelungenen Einführung in die kritische Gesellschaftstheorie ist dieses Buch ein wichtiges Zeitdokument. Es ist die letzte Vorlesung, die Adorno vor seinem Tod 1969 gelesen hat, der Werturteilstreit in der deutschen Soziologie, der auf dem vorherigen Soziologentag ausgefochten wurde, ist Gegenstand der Vorlesungen. Spannungen mit dem Konstanzer Soziologen Ralph Dahrendorf treten hervor, wie auch Unverständnis über die verzerrten Berichterstattung über den Werturteilsstreit. Frage war, was soll Soziologie und was darf Soziologie. Adornos Vorstellung von Soziologie ist die, einer Aufklärungswissenschaft, die helfen soll, eine besseres Leben zu führen. Damit hat Adornos Soziologieverständnis eine gewisse Nähe zur Philosophie, da die Lehre vom "richtigen Leben" genuin eine Philosophische Frage ist. Insgesamt ein Lesenswertes Buch für alle die schon über Vorkenntnisse im Fach Soziologie verfügen und ihre "Adorno-Kenntnisse" aufbessern wollen. Da es sich um die Mitschrift einer Vorlesung handelt, ist dieses Buch leichter verständlich, als viele andere Werke Adornos. |
Der Anfang der Philosophie Hans-Georg Gadamer Taschenbuch, Juli 1996 Verkaufsrang: 216788 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Beschäftigung mit den frühgriechischen Denkern steht seit jeher im Zentrum von Gadamers Philosophieren, an ihnen bewährt sich seine hermeneutische Methode in besonderer Weise. Die hier erstmals auf deutsch publizierten Neapler Vorlesungen von 1988 zeichnen in bewundernswerter Klarheit die Entwicklung des griechischen Denkens nach, wie sie schon von Platon und Aristoteles vermittelt wurde. Der Begriff des Anfangs erhält von daher seine universale Bedeutung für das Wesen der Philosophie.
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Michel Foucault Didier Eribon Taschenbuch, Dezember 2003 Verkaufsrang: 170705 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit Michel Foucault starb 1984 einer der bedeutendsten Philosophen Frankreichs. Wenigen ist es wie ihm gelungen, ihre Zeit nicht nur zu reflektieren, sondern ihr auch das Signum des eigenen Denkens aufzuprägen. Didier Eribon schildert nicht nur Foucaults Leben, sondern wirft auch exemplarische Schlaglichter auf die französische Geistesgeschichte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Didier Eribon mit viel Einfühlungsvermögen 5 von 5 Punkten Aufgepasst: lesen sie dieses Buch nur, wenn Sie es sich leisten können, nach der Lektüre in den nächsten Buchhandel zu stürmen, um dort die Gesamtausgabe Foucaults zu erstehen! Eribon zieht den Leser mit seiner Sprache vollkommen in den Bann; er entwirft das Bild eines Menschen, der man selber gerne wäre oder den man zumindest gerne kennengelernt hätte. Neben der Philosophie, die er im Zusammenhang mit anderes geistigen Strömungen ihrer Zeit schildert, geht er selbstverständlich auch auf das politische Engagement Foucault's ein und beschreibt einen faszinierenden, gesellschaftlich schillernden Menschen. Für Philosophie-Interessierte bietet diese Biographie daher einen guten Einstieg in die kontemporären französischen Strömungen, für alle anderen Leser eine spannende Zusammenfassung der politischen Ereignisse insbesondere der europäischen Nachkriegszeit. |
Vorsokratiker Christof Rapp Broschiert, März 2007 Verkaufsrang: 231806 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit den Vorsokratikern beginnt im sechsten und fünften Jahrhundert v. Chr. die griechische Philosophie. Der vorliegende Band führt mit philosophischem Anspruch, aber in leicht nachvollziehbaren Schritten in das Denken der Vorsokratiker ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Darstellung und Analyse der Thesen und Argumente von Thales bis Demokrit. Später entwickelten Platon und Aristoteles viele ihrer Lehren in Auseinandersetzung mit dem vorsokratischen Denken. Vor allem auf diesem Umweg erlangen die Ideen der Vorsokratiker einen wichtigen Platz in der abendländischen Philosophie. "Die Natur pflegt sich zu verbergen." Heraklit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Die Wurzeln der Philosophie der Antike 5 von 5 Punkten Der Autor Christof Rapp ist Professor für Philosophie der Antike und Gegenwart an der Humboldt-Universität Berlin.
Platons und Aristoteles' Schriften bilden die ersten bedeutsamen philosophischen Konstruktionen, die uns heute weitgehend geschlossen zur Verfügung stehen. Doch beide diskutierten verarbeiteten und verwarfen vieles, was andere Autoren vor Sokrates entworfen hatten: die Vorsokratiker.
Christof Rapp präsentiert der Reihe nach die Mileter (Thales, Anaximander, Anaximenes), Heraklit, Parmenides, die jüngeren Naturphilosophen Empedokles, Anaxagoras sowie die Atomisten Leukipp und Demokrit; einzig der nur beiläufig erwähnte Protagoras wird vemisst. Es eröffnet sich dem Leser eine faszinierende geistesgeschichtliche Entwicklung, die gelegentlich trotz ihres Alters von nahezu 2500 Jahren sehr modern klingt, wi etwa der atomistischen Materialismus des Demokrit. Obwohl unsere Welt der Atome sich praktisch an keines der Gesetze des Demokrit hält, so hat aber das Modell im Wesentlichen noch Gültigkeit. Wenn die teils verschiedenen Interpretationen einzelner Schriften zur Sprache kommen, wird es gelegentlich etwas altphilologisch, doch das dient letztlich der Rezeptionsgeschichte der Werke.
Insgesamt ein hoch spannendes Werk, das aber aufgrund der Vielzahl der vorgestellten Modelle auch stellenweise recht anspruchsvoll ist und ein Nachklingen-lassen einzelner Passagen verlangt. |
Gesucht: Kunst!: Das Phantombild eines Jokers Wolfgang Ullrich Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 218859 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Moderne Kunst findet großen Zuspruch. Doch was steckt hinter der Begeisterung ihrer Betrachter und Käufer, was löst sie aus? Unerschrocken geht Wolfgang Ullrich dieser Frage nach. 'Gesucht: Kunst!' setzt sich dabei mit hehrer Kunst und schnödem Mammon, Kunsterfahrungen zwischen Pessimismus und Euphorie oder der Zählebigkeit traditioneller Topoi ebenso auseinander wie mit den Kriterien für einen unverstellten Zugang zu moderner Kunst. In seinem bislang persönlichsten Buch scheut Ullrich sich nicht, eindeutig Position zu beziehen.
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Bataille zur Einführung Peter Wiechens Taschenbuch, April 1995 Verkaufsrang: 201828 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der JUNIUS-Reihe "Zur Einführung" gibt Peter Wiechens einen pointierten Überblick über das Gesamtwerk Batailles. Vervollständigt wird die Darstellung durch eine repräsentative Auswahlbibliographie sowie eine biographische Zeittafel. Der Philosoph und Schriftsteller Georges Bataille (1897-1962) entwickelte im Anschluß an vielfältige geistige und künstlerische Strömungen seiner Zeit, wie u.a. Surrealismus, Psychoanalyse und Soziologie der Durkheim-Schule, eine "allgemeine Ökonomie" der Verschwendung, der Zerstörung und des Todes. Diese "allgemeine" Fassung der Ökonomie, die Bataille der "besonderen" Ökonomie der Produktion und Akkumulation gegenüberstellte, manifestiert sich auf der Ebene kollektiver wie individueller Erfahrung als ekstatische Grenzerfahrung. Erst in der Überschreitung sakraler oder sexueller Tabus erreicht der Mensch für Bataille eine Form der Souveränität, die ihn nach dem Zusammenbruch verbindlicher, metaphysischer Orientierungen noch einmal mit der Kontinuität des Lebenszusammenhangs verbinden soll. Durch die Beschreibung der sich in der Grenzüberschreitung ereignenden Entmachtung des Subjekts eröffnete Bataille einen Denk- und Erfahrungsraum, der die Autoren der Postmoderne maßgeblic h ins piriert hat. Peter Wiechens zeigt dies exemplarisch anhand der theoretischen Ansätze Foucaults, Derridas und Baudrillards.
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Als Einstein nicht mehr weiter wusste. 4 CDs Horst-Eberhard Richter Audio CD, 1. Oktober 2003 Verkaufsrang: 176420 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Satirisch und ironisch, gleichwohl mit vollem Ernst, lässt Horst-Eberhard Richter die Meisterdenker Konfuzius, Platon, Buddha, Augustinus, Descartes, Marx, Freud und Einstein ein himmlisches Wortgefecht führen. So streiten sie, ob der globalisierte Ultrakapitalismus in weltweitem Chaos enden, ob die technologische Revolution eine schönere neue Welt bescheren oder ob ein gründlicher Sinneswandel die Menschen zur Gesundung ihrer Verhältnisse führen wird.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Handbuch für Zukunftssicherer 4 von 5 Punkten Der Autor Horst-Eberhard Richter lässt große Denker der Menschheitsgeschichte ein Streitgespräch im Himmel über die Zukunft der Menschheit führen: Konfuzius, Platon, Buddha, Augustinus, Descartes, Marx und Freud, moderiert von 'Gastgeber' Einstein.
Das Hörbuch ist eine Art philosophisches Handbuch für alle an der Zukunftssicherung interessierten Bürgerinnen und Bürger. Es ruft gleichermaßen dazu auf, die Vergangenheit zu erforschen und zu kennen, das Positive wie Negative unseres kulturellen Erbes anzunehmen, wie es uns ermahnt, die Chancen der Technologien zu ergreifen und gleichzeitig ihren selbstvergessenen, überheblichen Auswüchsen entschieden entgegen zu treten. Ein Maß für Verträglichkeit oder Schädlichkeit finden wir allein in der Vergangenheit in der Tradition, in der Kultur.
Vor allem aber möchte dieser Beitrag Mut machen und aus Pessimismus und Resignation herausführen.
Die Herangehensweise an das General-Problem »Zukunftssicherung« ist umsichtig, geschickt und modern. Die gegenwärtigen massiven Probleme der abendländischen, westlichen Kultur werden entlang eines roten Fadens erhellt. Die/der ZuhörerIn bekommt Zusammenhänge vor Augen geführt, lernt ganz verschiedene Positionen kennen und wird zu Synthesen angeregt, auf die sie/er womöglich anders nie gekommen wäre. Anzumerken ist, dass Einiges an Vorwissen von der Zuhörerin, dem Zuhörer verlangt wird, will sie/er dem Dialog mit Spannung und Gewinn folgen.
Die verschiedenen Positionen äußern sich mit der Stimme ihres Hauptvertreters zu einem aufgeworfenen Problem. Durch den konsequenten Gebrauch der Perspektive der jeweiligen Schule dieses Denkers lernt der Zuhörer ihre typischen Elemente und Kerngedanken kennen. Mit jeder Figur in der fiktiven Runde verbindet er bald eine bestimmte Denkweise und kann dem Streitgespräch alsbald mit intellektuellem Genuss folgen. Durch keine der Lehren muss sich hindurch gequält werden, sondern immer geht es um konkrete Probleme im Jetzt und Hier, wodurch es spannend bleibt.
Die anderen »Konferenzteilnehmer« haben Gelegenheit, das Gesagte kritisch zu kommentieren - was sie wiederum aus ihrer Perspektive, ihrer Denkschule heraus tun. So werden Vor- und Nachteile einer jeden geistesgeschichtlichen Tradition offen gelegt. Wir als die Zuhörer bekommen ein Feeling dafür, was diese uns heute nützen. Wie urteilen wir bspw. heute über des Kirchenvaters Augustinus' Lehre von der »Ursünde«, die dem Menschen ewig anhaftet und die das Böse beständig neu hervorbringt? Müssen wir uns in Demut und Buße üben, oder sollten wir radikal brechen mit diesem Denken und uns rein wissenschaftlich-positivistisch ausrichten, wie Descartes es vorschlägt, dem die schrecklichen Auswirkungen von Aberglaube und Fanatismus in seiner Zeit deutlich vor Augen standen? Inwieweit eignet sich der Buddhismus als neutraler Vermittler in diesem abendländischen Streit zwischen Geist und Körper? Er, der eine ganzheitliche Weltsicht kennt - männliches und weibliches Prinzip harmonisch miteinander in Einklang bringt, das Spirituelle als wichtigen Bestandteil des Seins nicht unterschlägt, sondern eingehend erforscht? Und inwieweit sollten wir Marx Recht geben, der sich für die unterdrückten Proletarier-Massen einsetzt oder Freud, der die Seelenverfassung der Modernen - und zumeist aus den Reihen des gehobenen Bürgertums - analysiert?
Die Konferenzteilnehmer suchen nach Lösungen für die Misere der Umweltvernichtung und atomaren Bedrohung, die offenbar von keinem internationalen politischen Organ, keiner Regierung, keinem Mächtigen und keiner Bevölkerung auf der ganzen Welt so behandelt werden, wie es ihrem Bedrohungspotential angemessen wäre. Woher diese Passivität? Wo lassen sich hoffnungsvolle Lösungsansätze finden? Die Suche ist keine einfache. Zumindest aber erkennt die von so hoher Warte aus durchgeführte Erörterung zahlreiche Irrwege und Fallstricke.
Ein Beispiel: Die so einfache wie falsche 'Lösung' einer Menschenzüchtung mit Hilfe der Biotechnologie in einem womöglich total überwachenden, technisch hochgerüsteten Staatsapparat werden aufgrund der damit verbundenen seelischen Verarmung zurückgewiesen.
Freilich wird am Ende kein Patentrezept verkündet. Der Gastgeber Einstein schließt mit den Worten:
»Fragt ihr mich nach meinem persönlichen Resümé, so sehe ich für den Menschen, will er die Zukunft seines Geschlechtes sichern, die einzige Chance darin, dass er zwei ganz einfache Einsichten endlich praktisch beherzigt: Dass sein Schicksal mit dem der Mitmenschen in allen Teilen der Erde unlösbar verbunden ist und dass er zur Natur und diese nicht ihm gehört.«
Ein dazu passendes weiteres Zitat lautet: »Woraus zu folgern ist, dass der einzelne Mensch zu jeder Zeit seiner Mitverantwortung für das Ganze inne sein sollte. Daraus allein ergebe sich schon ein entschlossenes Widerstreben gegen alle Formen von Ungerechtigkeit und Gewaltverhältnissen. Ich bin sicher: Sollten die Einzelnen gemeinsam den Weg einer geduldigen und eingehenden Selbstbefragung einschlagen, werden sie in sich genau diese Verbundenheit mit dem Ganzen vorfinden. Denn das Mitfühlen mit noch so fremdem Leben und Leiden ist jedem Menschen als Chance zur Überwindung seiner trostlosen Vereinzelung und zur Bestätigung seiner sozialen Wichtigkeit eingebohren.« |
Vom Nutzen ungelöster Probleme Dirk Baecker, Alexander Kluge Taschenbuch, Januar 2003 Verkaufsrang: 229792 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden IMD 253, 144 Seiten, 12,80 EUR, ISBN 3-88396-186-8 Das Thema der Gespräche zwischen Dirk Baecker und Alexander Kluge ist die Frage, mit welchen theoretischen Mitteln man sich der Bewältigung eines alltäglichen Lebens nähern kann, das seine Fortsetzung aus der Summe kleineren und größeren Scheiterns gewinnt. Jede Intelligenz kompensiert einen Zusammenbruch. Ein Konzern, eine Ehe, eine Schlacht oder eine Wahr-nehmung sind nur möglich, weil sie immer wieder von neuem versuchen, Probleme zu lösen, die nicht zu lösen sind. Eine alte Therapeutenweisheit fordert denn auch, die Probleme eher zu pflegen denn zu lösen, denn dann wisse man wenigstens, woran man sei. Diese Weisheit wird in diesen Gesprächen befolgt, um vom Konzernmanagement über die Ehe bis zur Schlacht und zur Wahrnehmung eines Bewusstseins Phänomene unter dem Gesichtspunkt ihrer unwahrscheinlichen und nur so erfolgreichen Reproduktion zu erkunden. Gedanken von Heinz v. Foerster, Niklas Luhmann, Gregory Bateson, George Spencer-Brown, John v. Neumann, Jean-Luc Godard und anderen werden aufgegriffen, um herauszufinden, mit welchen Theoriefiguren dieses Denken zu entwickeln ist.
Ein Konzern, eine Ehe, eine Schlacht oder eine Wahrnehmung sind nur möglich, weil sie immer wieder von neuem versuchen, Probleme zu lösen, die nicht zu lösen sind.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Best of dctp Nachtclub 3 von 5 Punkten Die Systemdenker nehmen sich mit Sicherheit zu wichtig. Professionelle Zyniker sind sie. Und dieses hier vielleicht das neuste Kind der Populärphilosophie, beschäftigt er sich doch ausschließlich mit aktuellen Themen. Seine Titel sind wie bei Sloterdijk eye-catcher und für Alexander Kluges Sendung hatte er auch eine Dauerkarte. "Was wollen die Roboter?" Dieser Frage geht er in "Wozu Systeme?" nach. Künstliche Intelligenz, hierin folgt er nicht mehr Luhmann.
Diskussionen auf hohem Niveau 5 von 5 Punkten Der unscheinbare Titel verschweigt, dass hier eigentlich zwei Lager aufeinander prallen sollte. Kritische Theorie trifft Systemtheorie-Alexander Kluge auf Dirk Baecker. Beiden gelingt es aber, die in diesem Buch versammelten Gespräche unabhängig von Schlagabtauschen zu führen. Statt dessen entsteht der Eindruck einer Komplettierung bzw. Ergänzung. Allein wegen des im Titel angesprochenen Themas ist ein Kauf alle mal wert. Sind hier doch weitere Informationen zu den im Postheroischen Management (Dirk Baecker) aufgestellten Thesen zu finden. Es zeigt sich, dass Systemtheorie und Kritische Theorie ein gemeinsames Interesse haben können, nämlich das Verhältnis des Einzelnen zu übermächtigen Systemen. |
Der Zen-Weg aus der Depression: Therapeutisch-spirituelle Hilfe zur Selbsthilfe Philip Martin Taschenbuch, März 2000 Verkaufsrang: 81141 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein wunderbar klarer und praktischer Ratgeber, wie buddhistische Weisheit helfen kann, Depressionen zu heilen. Geschrieben von einem Psychotherapeuten, der selbst Zen-Buddhist ist und mit Hilfe seiner spirituellen Praxis die eigene tiefe Depression überwinden konnte. Die hilfreichen Erklärungen aus buddhistischer Sicht und die vielfältigen therapeutischen Ratschläge machen den Zen-Weg aus dem seelischen Tief zugleich zum Ausgangspunkt inneren Wachstums und einer grundlegend veränderten Sicht des Lebens.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Annehmen und Erkunden statt Ablehnen und Fliehen 5 von 5 Punkten Philip Martin schreibt aus eigener Erfahrung. Dies macht das Buch so überzeugend und ehrlich für mich. Er bietet uns keine weiteren Theorien über die Ursachen von Depressionen an, weder psychologische noch biologische. Was er uns anbietet, ist, die Depression mit Hilfe buddhistischer Meditationstechniken tiefer auszuloten. Ein erschreckender Gedanke auf den ersten Blick für jemanden, der den schrecklichen Zustand der Depression beenden möchte. Dahinter steckt die buddhistische Sicht, die Wirklichkeit so zu sehen, wie sie ist und nicht vor dem Schmerz zu fliehen. Beim Erkunden der Depression kann man sich besser und tiefer kennenlernen. Man kann den Sinn der Depression aufspüren und beim Erkunden der darin enthaltenen Gefühle, die Depression erweitern und lichten. Nach und nach ist es so auch möglich Veränderungen zuzulassen.
Dieses Buch ist unbedingt empfehlenswert und der darin beschriebene Weg ist Hilfe zur Selbsthilfe. Aus persönlicher Erfahrung würde ich aber jedem Betroffenen empfehlen, sich auch professionelle Hilfe in Form von Psychotherapie zu suchen. Ohne Erfahrung von eigener Psychotherapie ist das Umsetzen dieses Weges sicherlich schwieriger, wenn nicht gar unmöglich.
Weitere Lesermeinungen |
Erlösendes Lachen. Das Komische in der menschlichen Erfahrung Peter L. Berger Taschenbuch, 4. Mai 1998 Verkaufsrang: 163126 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Berger verzichtet dabei auf einen systematischen (=humorlosen) Aufbau seines Streifzuges. In seinem Vorwort schreibt er, dass man sich dem Komischen nur auf "sorgfältigen Umwegen" nähern könne. Mag sein, dass mancher Umweg allzu ausführlich beschritten wurde - es tut dem Wert dieser Ideensammlung keinen Abbruch. Dem Autoren fehlt jene Verbissenheit völlig, die anderen seiner Zunft sonst zu eigen ist. Da wird nicht "enthüllt", analysiert oder dogmatisiert. Berger sammelt Orchideen. Er scheint sich aber dabei durch seine Belesenheit hauptsächlich an Leser zu richten, denen der geisteswissenschaftliche Diskurs nicht ganz fremd ist. Macht nichts. Gerade die haben's nötig. Theologinnen und Theologen sei besonders der dritte Teil des Buches ans Herz gelegt: "Auf dem Weg zu einer Theologie des Komischen". Mancher Gedanke Bergers darin hat mir als Gemeindepfarrer schon die Predigt gerettet. Am Ende der Lektüre kann das Gefühl entstehen, den Autoren gerne kennenlernen zu wollen, so sympathisch und witzig, wie er schreibt. Aber vielleicht hat man das dann schon. Und apropos witzig: Bergers Buch enthält zugleich einige erzählenwerte Witze!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Fröhlicher Spaziergang durch's semantische Feld des Komischen 5 von 5 Punkten Peter L. Berger ist es gelungen, ein Buch über das Komische in der menschlichen Erfahrung - komisch zu schreiben. Mit seinem zugleich komödiantischen und essayistischen Schreibstil verbindet er m.W. als erster und bislang einziger Denker die Philosophie mit dem Humor. Eigentlich ein Widerspruch in sich selbst.
Berger verzichtet dabei auf einen systematischen (=humorlosen) Aufbau seines Streifzuges. In seinem Vorwort schreibt er, dass man sich dem Komischen nur auf "sorgfältigen Umwegen" nähern könne. Mag sein, dass mancher Umweg allzu ausführlich beschritten wurde - es tut dem Wert dieser Ideensammlung keinen Abbruch.
Dem Autoren fehlt jene Verbissenheit völlig, die anderen seiner Zunft sonst zu eigen ist. Da wird nicht "enthüllt", analysiert oder dogmatisiert. Berger sammelt Orchideen. Er scheint sich aber dabei durch seine Belesenheit hauptsächlich an Leser zu richten, denen der geisteswissenschaftliche Diskurs nicht ganz fremd ist. Macht nichts. Gerade die haben's nötig.
Theologinnen und Theologen sei besonders der dritte Teil des Buches ans Herz gelegt: "Auf dem Weg zu einer Theologie des Komischen". Mancher Gedanke Bergers darin hat mir als Gemeindepfarrer schon die Predigt gerettet.
Am Ende der Lektüre kann das Gefühl entstehen, den Autoren gerne kennenlernen zu wollen, so sympathisch und witzig, wie er schreibt. Aber vielleicht hat man das dann schon. Und apropos witzig: Bergers Buch enthält zugleich einige erzählenwerte Witze! |
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