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Seite 26

Überzeugung in der Politik: Grundzüge einer Diskurstheorie internationalen Regierens - Nicole DeitelhoffÜberzeugung in der Politik: Grundzüge einer Diskurstheorie internationalen Regierens
Nicole Deitelhoff

Broschiert, Januar 2007
     Verkaufsrang: 253616      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die Diskurstheorie von Jürgen Habermas hat in den vergangenen Jahrzehnten in der Politikwissenschaft eine breite Debatte provoziert, insbesondere in der Politischen Theorie und den Internationalen Beziehungen. Dieses Buch führt diese Diskussionen zusammen,um Grundzüge einer Diskurstheorie des internationalen Regierens zu entwickeln. In einer handlungstheoretisch angeleiteten Rekonstruktion der Verhandlungen, die zur Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs geführt haben, identifiziert die Autorin »Inseln« der Überzeugung innerhalb dieser vermachteten Kommunikationsformen, die sich als gelungene Diskurse beschreiben lassen und den Verlauf und das Ergebnis der Verhandlungen folgenreich durchdringen.
Nicole Deitelhoff arbeitet an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und am Zentrum für Interdisziplinäre Technikforschung der Technischen Universität Darmstadt.




Also sprach Zarathustra - Friedrich NietzscheAlso sprach Zarathustra
Friedrich Nietzsche

Broschiert, August 2008
     Verkaufsrang: 215075      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Also sprach Zarathustra ist eines der lebendigsten und umstrittensten Werke der modernen Philosophie. Mit seiner Unruhe und gottlosen Leidenschaft wirkt es über alle Dogmen und Religionen hinweg gerade im 21. Jahrhundert aktueller denn je. Vor allem aber kann man von Nietzsche lernen, dass das Philosophieren keine rein akademische Angelegenheit ist, sondern ein großes Abenteuer, hinter dem sich unsere Sehnsucht nach einem intensiveren, lustvolleren Leben verbirgt.



Die Anderswelt - Jochen KirchhoffDie Anderswelt
Jochen Kirchhoff

Broschiert, 1. Januar 2002
     Verkaufsrang: 245966      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die Anderswelt verführt Sie zu einer suggestiven Meditations- und Denkreise in die kosmischen Tiefen Ihrer eigenen Psyche. Der Philosoph Jochen Kirchhoff erschließt Zustände des Seins, die man sonst für „unsagbar“ hält. Mit einer außergewöhnlichen Klarheit der Sprache macht er die Anderswelt als Wirklichkeit erfahrbar, in der ein anderer Raum, eine andere Zeit, ein anderes Ich wirken. Kirchhoffs Erkenntnis: Wir können nur hier sein und unsere Lebensaufgabe erfüllen, wenn wir akzeptieren, zugleich auch „der Andere“ zu sein. Die Anderswelt ist der auf fesselnde Weise geglückte Versuch, der Parallel-Welt des Transpersonalen jenseits von Drogenerfahrungen sprachlich nahezukommen. Kirchhoff beschreibt Erlebnisse in Zuständen erweiterten Bewusstseins und unterzieht diese einer rigorosen Prüfung durch die eigene Ratio sowie durch Urteile von Menschen, die Ähnliches erlebt haben.
Ein hilfreicher Führer für alle, die ahnen, dass hinter der Wirklichkeit eine andere Wirklichkeit steckt. Und: Ein Arbeitsbuch für alle, die Worte suchen, um ihre Ahnung von einer transmateriellen Realität zum Wissen zu machen




Denker des Abendlandes. Eine Geschichte der Philosophie - Bertrand RussellDenker des Abendlandes. Eine Geschichte der Philosophie
Bertrand Russell

Taschenbuch, Dezember 2004
     Verkaufsrang: 153988     

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Publikationen zur Philosophiegeschichte füllen mittlerweile unzählige Bibliotheken, doch wenn der Literatur-Nobelpreisträger und Philosoph Bertrand Russell eine Geschichte des abendländischen Denkens schreibt, darf man sicher sein, dass es sich um ein Werk ganz besonderer Art handelt: Es verbindet umfassende Information mit von tiefer Humanität geprägter Erzählweise, objektive Beurteilung mit sehr persönlicher und oft pointierter Darstellung. Russell blättert die Entwicklung des philosophischen Denkens anhand der herausragenden Persönlichkeiten der Philosophiegeschichte auf und bezieht dazu stets auch den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrund mit ein. Wer in sachlich bestechender, dabei leicht verständlicher und sehr anschaulicher Weise das Wesentliche erfahren will über Pythagoras, Thomas von Aquin, Spinoza, Descartes, Hume, Galilei, Kant, Leibniz, Fichte, Rousseau, Hegel oder Marx, wird dieses Buch jedes Mal aufs neue gerne zur Hand nehmen. Russell versteht es wie kein anderer, die Leistungen und das Denken großer Gelehrter auf der Grundlage ihrer jeweiligen Gesellschaft zu beschreiben und ihre Bedeutung für unser heutiges Bewusstsein aufzuspüren. Bei aller Gründlichkeit der Darstellung beweist er stets Humor, Witz und einen untrüglichen Blick für das Eigenartige und das Einmalige, so dass man dieses Buch mal mit Spannung, mal mit Schmunzeln - aber immer mit großem Gewinn liest.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Sehr guter und verständlicher Überblick      5 von 5 Punkten
Ich halte Russells Bücher "Denker des Abendlandes" oder "Die Philosophie des Abendlandes" für die gelungensten Übersichten über die Geschichte der Philosophie. Russell schreibt flüssig und klar und schafft einen gute Zusammenfassung der Philosphie von Sokrates bis Mitte des 20-ten Jahrhunderts. Für Einsteiger der Philosophie geeignet, aber auch für jeden, der sich mit Geisteswissenschaften befasst, denn Russell ist eine geeignete Quelle, um Dinge nachzuschlagen. Sehr empfehlenswert.


 Weitere Lesermeinungen


Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie 4 Bde. Sonderausgabe: 4 Bände - Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie 4 Bde. Sonderausgabe: 4 Bände

Taschenbuch, Februar 2004
     Verkaufsrang: 186837      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 99,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das größte allgemeine philosophische Lexikon in deutscher Sprache Die zentralen Begriffe, die großen Theorien, die wichtigsten Philosophen 4.000 Stichwörter Philosophie in 4.000 Artikeln! Was versteht man unter einem Apeiron? Welchen Vorgang beschreibt das Minimalgesetz? Wie wird Situationslogik definiert? Die Enzyklopädie breitet das ganze Wissen der Philosophie aus. Philosophie am Puls der Zeit. Die wichtigsten Strömungen der modernen Philosophie fokussieren sich auf Logik und Wissenschaftstheorie. Die Beiträge reichen deshalb von der klassischen Philosophie über die Erkenntnistheorie, die Theorie der Wissenschaftssprache bis zur Wissenschaftsgeschichte. Weitere Schwerpunkte: Begriffe und Personen aus Physik, Mathematik, Astronomie und Biologie. Nach alphabetischer Reihenfolge sortiert, enthält die Enzyklopädie Sach- und Personenartikel, jeweils mit umfassender Bibliographie, vollständigem Werkverzeichnis und Hinweisen auf vertiefende Sekundärliteratur. Viele Illustrationen und Grafiken erleichtern das Verständnis komplexer Zusammenhänge. Die Enzyklopädie, die erstmals eine Brücke zwischen Philosophie und Wissenschaft schlägt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Dieses Werk begeistert und beflügelt jeden Studierenden      5 von 5 Punkten
Das ursprünglich zwischen 1980 (Band 1) und 1996 (Band 4) erschienene Lexikon liegt nun in einer broschierten Sonderausgabe im Schuber vor. Während man bisher zur Bibliothek fahren mußte, bietet sich nun die Chance, über das darin geballte Wissen ständig verfügen zu können.
Es ist ein Werk nicht nur für Experten mit folgenden Bereichen: klassisches philosophisches Wissen, Wissenschaftstheorie, Logik und naturwissenschaftliche Themen. Ein Vorzug gegenüber anderen philosophischen Lexika ist die Aufnahme von Personeneinträge. Ein weiterer Vorzug ist die Mitarbeit vieler kompetenter Autoren. Die Artikel sind jeweils mit einem Autorenkürzel gekennzeichnet und fallen unterschiedlich aus. Doch Vielfalt der Ansichten ist kein Nachteil. Hauptherausgeber für alle Bände ist Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß, Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Konstanz. Er verbürgt für einheitliche Standards und die hohe Qualität.
Man kann so ein Werk nur nach langer Nutzung oder nach stichprobenartigen einzelnen Einträgen beurteilen. Ich suchte zuerst "Farbe" vergeblich, wurde aber durch "Eigenschaft" mit zahlreichen Verweisen voll entschädigt. Die Verweise auf andere Sacheinträge sind extrem wertvoll. Man muß aufpassen, dass man nicht - ähnlich wie im Internet - von Eintrag zu Eintrag weiterliest. Durch die lange Zeitspanne zwischen den Bänden fehlt das Stichwort für Davidson und Quine lebt noch. Da vermisste ich einen Gesamtindex. Doch umfasst beispielsweise der Eintrag "Frege" mehr als 7 Spalten und schlägt damit das im selben Verlag herausgegebene Philosophen Lexikon klar. "Stegmüller" hat seiner Bedeutung angemessen 3 Spalten Die von mir geprüften Artikeln war auf hohem Niveau aber durchaus verständlich.
Zu loben sind die Literaturhinweise beim einzelnen Eintrag. Bei Personeneinträgen werden sie um ein umfangreiches Werkverzeichnis ergänzt.
Ein Jahrhundertwerk von internationalem Rang liegt damit in einer erschwinglichen Ausgabe für jeden an der Philosophie, Logik oder Wissenschaftstheorie Interessierten vor. Die Begeisterung bei der Arbeit damit beflügelt beim Studierenden (und sicher auch bei manchem Dozenten) die Motivation.

Übersichtlich, präzise und fächerübergreifend!      5 von 5 Punkten
Dieses vierbändige Lexikon ist eine gelungene Umsetzung des ambitionierten Titels: 'Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie'. Die fächerübergreifenden Begriffe werden klar und präzise definiert und sind mit einer hilfreichen Literaturangabe versehen.
Fazit: Sehr empfehlenswert, obwohl teuer!


Die Zukunft der Religion - Gianni VattimoDie Zukunft der Religion
Gianni Vattimo, Richard Rorty

Gebundene Ausgabe, März 2006
     Verkaufsrang: 98836      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Nicht erst seit der vielbeachteten Wahl des neuen Papstes, nicht erst seit den religiös motivierten Terroranschlägen, die die westlichen Demokratien erschüttert haben, und nicht erst seit der Wiederkehr religiöser Fundamentalismen in allen Teilen der Welt wird deutlich, daß die Frage der Religion zu einer Nagelprobe der Zivilisation geworden ist. Doch war die Religion nicht längst überwunden? Die Philosophen Richard Rorty und Gianni Vattimo, die als Vertreter einer dezidierten Metaphysikkritik nicht gerade in Verdacht stehen, dem Christentum das Wort zu reden, stellen die Frage nach der Zukunft der Religion. In pointierten Texten und einem anschaulichen Gespräch gehen sie von der Beobachtung aus, daß die Metaphysikkritik mitnichten zum Verschwinden der Religion geführt hat. Der Tod Gottes gehört der Vergangenheit an, die Religion nicht. Doch gehört ihr wirklich die Zukunft? Oder hat nicht vielmehr eine Verschiebung der religiösen Erfahrung stattgefunden, die eine Metaphysikkritik keineswegs ausschließt? Wird eine Religion ohne Gott kommen? »Was kommt nach dem Ende der Metaphysik? Kann Religion ohne Begründungen, objektive Wahrheiten oder Gott auskommen? Zwei der einflußreichsten Philosophen unserer Tage kommen hier zu einer Antwort zusammen. Gemeinsam bestimmen Vattimos Hermeneutik und Rortys Pragmatismus unsere Vorstellung der christlichen Botschaft, daß die Liebe das einzige Gesetz darstelle, neu.« Nancy Frankenberry

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

"Werde Realist!" (Freud)      4 von 5 Punkten
"Die Zukunft einer Illusion" (Freud,ISBN: 3596104521; vgl. Rez kpoac) ist die schnelle Verbindung, die der Titel dieses Buches schmiedet. Und so finden wir den Zugang über Freud, vielleicht sogar Marx, der empfahl: Eine Situation, die der Illusion bedarf, ist aufzugeben. Endlich erwachsen werden! mag die geheime und doch offensichtliche Botschaft Freuds und Marx' gewesen sein, die auch Rorty und Vattimo prägten, (1) Amerikaner und ohne Religion aufgewachsener Philosoph und Pragmatiker und (2) der aus dem sonnigen Italien stammende katholische Philosoph der Postmodernen. Santiago Zambala führt ein Gespräch zwischen den beiden, in dem klar werden wird, das liebgewonnen Illusionen einen langen Bestand haben und eine Diskussion der verwässerten Rückzugsgefechte posthum Freud insofern Recht geben, dass Positionen in der alten dogmatischen Fassung schwächeln. "Eine Religion ohne Theisten und Atheisten" ist dann auch die Überschrift über die Einführung Zabalas ins Thema, in dem er an die Anfänge zum Polytheismus der Antike zurückgeht. Mit dem christlichen Gott, dem erst namenlosen (Apg 17,23) hat Paulus den Namen bei den Athenern eingeführt und es begründete sich ein Weltbild, zwei Kulturen, Wissenschaft und Religion fochten um die Vorherrschaft. Die Kultur des Westens hat es weiter betrieben, bis Marxismus und Szientismus es vergeblich versuchten, Religion zu eliminieren. Nach der Modernen hatten weder Theisten Gründe Wissenschaft abzulehnen noch die Atheisten die Religion. Ist nicht der Tod Gottes gleichzeitig eine Säkularisierung des Heiligen? fragt Zabala zu Recht. Das vorausgesetzt, wird die moderne westliche Zivilisation in Verbindung mit der religiösen Vergangenheit betrachtet. Es geht also um die Bewahrung des Alten im Neuen. (besser wäre, man nennt es Profanierung, dass Heilige wird in den Alltag zurückgeben, Profanierung löst die Grenze zwischen Heiligen und Säkularen nach Agamben). Ist es so, würde der Mensch in einer postchristlichen (nicht antichristlichen) Zeit nach dem Tod Gottes sich im Sinne der Vergangenheit neu beschreiben (Sartres skriptive Ich), eine Art Selbstschöpfung oder Identitätskonstrukt, wie es die postmoderne Welt im Sinne der Globalisierung ja schon will.

Gott hätte durch die Menschwerdung seine Macht dem Menschen übertragen (im Sinne der Freiheit nach der Wahl im Paradies) und dieser kann nach der Aufhebung der Pflichten gegenüber Gott nach der Aufklärung seinen Pflichten gegenüber der Vernunft nachgehen. Wenn man dieses so betrachtet, verlässt man die früheren Denkzeitalter in ein "Zeitalter der Interpretation" (wie Vattimo sein Essay überschreibt), in dem das Denken von Anliegen bestimmt ist, das eher das Private als die Wissenschaft oder die Religion betont. So vorausgesetzt, ist nicht mehr das Wissen vergangener Tage wirkungsvoll, sondern nur die Bildung im Sinne von Selbstformung im Geiste. Wenn man die Metaphysik so dekonstruiert, dann bleibt Solidarität im Sinne der Aufklärung, Nächstenliebe im Sinne des Christentums und Ironie (nach Rorty) im Sinne der Romantik als Kräfte zur Bildung des selbstbestimmten Ichs. Somit wäre Wahrheit nicht eine Frage der Tatsachen, sondern eine von Aussagen, die im Ende der Metaphysik selbst den Widerspruch von Theismus und Atheismus auflöst und im Sinne der Geschichtlichkeit aller Ideen für Durchlässigkeit sorgt und letztendlich in dem neuen Freiraum sogar für alle eine Wahrheit bietet, die nicht mehr ist, als nur die Erwägung eines Konsenses. Dieser besagt auch, dass die Wurzeln in der Bibel, im Christentum liegen und die Wiederentdeckung der Vergangenheit einen Gottesglauben möglich macht auf Basis einer objektiven Wahrheit jenseits von Religion und Naturwissenschaft, nach Joh 8,32 (und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen)

Stellt man fest, dass Argumente in den Strukturen unseres Gelernten und Festen gelten, aber die Gesellschaft in ihren Polen längst andere Wege geht, dann findet sich hier der Versuch, nichts zu verlieren, in dem Rorty und Vattimo ihre Positionen eigentlich ergänzen. Vattimo kennt seinen Nietzsche (Tatsachen sind Interpretationen), Heideggers Sein und Zeit, Gadamer (Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache) und Rorty erfreut sich der unsystematischen Philosophie, die er gern transferiert in die Fassung eines Gesprächs, eines Dialoges, der die sonstigen philosophischen Wahrheiten eben ersetzt durch dialogische Übereinstimmungen.

Einig sind beide in der Beurteilung der Botschaft, dass das Christentum der Gegenwart geprägt ist durch die Solidarität der Aufklärung, der Nächstenliebe des Christentums und die Ironie der Romantik (innere Sicht und Bestimmung des Ichs). Die religiöse Inspiration der Nächstenliebe und dem Wunsch nach einem "Wir" findet dort jedoch jähen Widerspruch, wo beide einig gehen in der Aussage, dass jedes Gespräch mit dem unaufgeklärten Islam und den Mullahs gegenstandslos sein wird, weil es eben nicht stattfindet. Freuds Realitätsprinzip (1927) findet ungeahnte, gar überraschende Bedeutung im 3. JT


Sozialgeschichte der Malerei: Vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert - Jutta HeldSozialgeschichte der Malerei: Vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert
Jutta Held, Norbert Schneider

Taschenbuch, März 2004
     Verkaufsrang: 200411      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 16,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die detaillierten Analysen der sozialgeschichtlichen Zusammenhänge der Kunst führen dem Leser anschaulich vor Augen, wie die Künstler der verschiedenen Epochen auf die Krisen, Umbrüche und Unsicherheiten ihrer Zeit reagierten, politische Einstellungen und soziale Hoffnungen formulierten und darstellten. Dieses Buch hilft dem interessierten Leser, mehr aus den Gemälden der großen Meister herauszulesen als nur das Offensichtliche.



Das Leben des Voltaire - Jean OrieuxDas Leben des Voltaire
Jean Orieux

Taschenbuch, November 1994
     Verkaufsrang: 83785     

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Kein Roman ist reicher an Ereignissen, phantastischer, spannender, witziger als das Leben von Voltaire, schrieb Le Figaro Litteraire, als Jean Orieux erstmals seine Biographie über eine der glänzendsten wie umstrittendsten Persönlichkeiten des französischen 18. Jahrhunderts vorlegte. Voltaire war in seinem fast ein Jahrhundert währenden Leben immer zugleich Aushängeschild und Skandal seiner Zeit. Voltaires Leben ist ein Tanz auf dem Seil zwischen Ernst und Farce über Gefängnissen und Scheiterhaufen.
Jean Orieux hat die Bewegung dieses Lebens nachgezeichnet. Als ergänzende Lesehilfe enthält der Band ein kommentiertes Personenregister und eine vergleichende Zeittafel, die das Leben Voltaires parallel zu den politischen Ereignissen in Frankreich, den Ereignissen in der Welt und denen des Geisteslebens darstellt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ermüdend      3 von 5 Punkten
Mag sein, dass diese Biographie gut recherchiert ist und auch gut dokumentiert. Mag sogar sein, dass sie auf ihre Art das Leben Voltaires ganz gut wieder gibt. Aber bei Gott, welch eine Prosa, welch schlechter Stil. Der Autor, will er vielleicht verspielt oder gar schelmisch der Art Voltaires nacheifern? Jedenfalls endet sein Vorhaben in einer geradezu aufdringlichen Prosa, die letztendlich nur noch furchtbar ermüdend wirkt. Ist es da erstaunlich, dass der arme Voltaire sozusagen von der ersten bis zur letzten Seite krank ist! - Auf das Werk Voltaires geht der Autor nur äusserst selten und sehr oberflächlich ein.

Der Chefspötter der Aufklärung      5 von 5 Punkten
Der Autor Jean Orieux ist dafür bekannt, dass er in seinen Biografien Stellung bezieht. Und die tritt in dem vorliegenden Werk auch deutlich zu Tage. Er ist auch kritisch gegenüber Voltaire, wenn dieser es mal wieder übertrieben hatte, aber das Werk wird von einer Grundschwingung des Wohlwollens und der Sympathie getragen. Ich konnte damit prächtig leben, denn dieser Stil ließ in keiner Zeile Langeweile aufkommen. Und so las ich die 950 Seiten auch in zwei Wochen, was dem Doppelten meines normalen Pensums entspricht.

Das Internet bietet eine Reihe von Voltaire-Portraits und so beschränke ich mich auf ein paar Positionierungen.

Als Aristoteles seine Theorie der Mitte und der Ausgewogenheit vertrat, scheint er eine Art Voltaire als abschreckendes Beispiel vor Augen gehabt zu haben, denn Voltaire schwankte ständig zwischen den Extremen. Er gab den zuvorkommenden, geistreichen Gastgeber und kurze Zeit später ein im Sterben liegendes Opfer der schlechten Welt. Einige Male ließ er gar verkünden, er sei verstorben, da mal wieder eines seiner oft anonymen Pamphlete detoniert war. Er liebte die Menschen, die ihn verehrten, und verfolgte die, deren Sympathie er verloren hatte.

Er war Deist, überzog aber insbesondere die katholische Kirche mit beißendem Spott, "hielt sich" andererseits einen Jesuiten und ließ sogar eine Kapelle bauen. "Deo erexit Voltaire" (Für Gott erbaut von Voltaire) wurde eingemeißelt und er verkündete, dass diese Kapelle die einzige des Universums (!) sei, die Gott selbst geweiht sei und nicht einem seiner (untergeordneten) Heiligen. Voltaire kannte keinen Mittelweg.

Aber auch das ist Voltaire: solange Friedrich der Große ihm huldigte, übersah Voltaire dessen Kriege großzügig. Als Katharina die Große Ehemann und Schwager umbringen ließ, stufte Voltaire dies als Familienangelegenheit ein, denn Katharina verehrte Voltaire.

Doch als es in Frankreich zu Justizskandalen kam, Calas, Sirvin oder La Barre seien hier genannt, so setzte er Himmel und Hölle in Bewegung, bis die Opfer rehabilitiert waren und teils sogar die Verantwortlichen in Polizei und Justiz zur Rechenschaft gezogen wurden.

"Monieur le multiforme" nannte ihn d'Alembert zu Recht.


Gesammelte Werke: Also sprach Zarathustra. Ein Buch für alle und keinen.: Ein Buch für alle und keinen - Friedrich NietzscheGesammelte Werke: Also sprach Zarathustra. Ein Buch für alle und keinen.: Ein Buch für alle und keinen
Friedrich Nietzsche

Taschenbuch, 24. März 2006
     Verkaufsrang: 118819      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das Buch entstand vor dem Hintergrund der Umbrüche in Philosophie und Wissenschaften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die zum Verlust des Glaubens an Gott führten. Nietzsche bezieht sich im Titel auf den persischen Religionsstifter aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., und deutet damit auf die Funktion seines Zarathustra hin: Ausgehend vom Diktum >>Gott ist tot<< soll dieser den aufgekommenen Nihilismus (Stichwort R S. 818) besiegen, indem er einen neuen Glauben stiftet. Das Werk besteht aus einer Vorrede und den Reden des Titelhelden. Der Prophet Zarathustra, der den Tod Gottes diagnostiziert und den Grund dafür im christlich-griechischen Denken sieht, leidet an den nihilistischen Folgen dieser Entwicklung. Mit 30 Jahren zieht er sich auf eine einsame Berghöhle zurück und entwirft dort seine Lehre vom Übermenschen, der den lähmenden Nihilismus überwindenden soll. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er durch seinen Willen zur Macht befähigt ist, die Umwertung der tradierten moralischen Werte zu vollziehen, um in vollkommener Freiheit seine eigenen Wertvorstellungen wie Selbsterhaltung und Vermehrung von Lebensgefühl zu schaffen. Während die schwachen Menschen sich noch den Geboten eines toten Gottes unterordnen, sucht der Übermensch in seiner Ausrichtung auf die Erde Macht, Vitalität und Stärke zu erlangen, um der Welt einen neuen Sinn zu verleihen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 32 Bewertungen)

Lesens- aber nicht Lebenswert      5 von 5 Punkten
kurz und knapp:
Ein Bollwerk Nietzsches gegen seine damalige Realität. Das Abrechnen mit Allen und Allem. Hochphilosophisches, am besten mit Begleitliteratur zu empfehlen!


 Weitere Lesermeinungen


Was ist Kunst?: Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto - Michael HauskellerWas ist Kunst?: Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto
Michael Hauskeller

Broschiert, Juli 2008
     Verkaufsrang: 102212      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Nie zuvor herrschte eine solche Unsicherheit wie heute hinsichtlich der Frage, welche Dinge als Kunst gelten dürfen und welche nicht. Verdutzt steht man oft im Museum und fragt sich: Sollte dies wirklich Kunst sein? Offenbar wird es von manchen dafür gehalten, sonst wäre es nicht dort, aber wir haben keine Ahnung, warum. Zur Beurteilung fehlt uns ganz einfach der Maßstab, ein Begriff davon, was Kunst ist. Dieses Buch stellt sechszehn verschiedene Theorien vor, die durch die Jahrhunderte der Frage nachgehen, was es mit der Kunst auf sich hat.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

" Die Menge macht den Künstler irr und scheu !" ( Goethe, Tasso)      5 von 5 Punkten
Dr. Michael Hauskeller befasst sich im vorliegenden Büchlein mit der Frage : " Was ist Kunst ?" und stellt 16 Positionen der Ästhetik vor. Zur Sprache kommen die Kunstbetrachtungen von Platon, Aristoteles, solche des Mittelalters, der Renaissance, von Kant, Schiller, Schopenhauer, Hegel, Rosenkranz, Croce, Heidegger, Adorno, Goodman, Lyotard und Danto.
Hinterfragt wird also was Kunst eigentlich ist und es wird verdeutlicht , dass es nach heutiger Sicht keinen allgemein gültigen Kunstbegriff gibt, der für alle Zeiten und Werke anwendbar ist.
Bei Platon und Aristoteles wurde die "Mimesis", die Nachahmung als Grundproblem der Kunst betrachtet, jedoch nicht als Nachahmung einer Naturerscheinung, sondern vielmehr als Abbildung der Ideen ( Platon) oder als Gestaltung in Richtung der Vollendung der Natur( Aristoteles), weil in der Kunst wie auch in der Natur die Form Prinzip des Werdens sei.
Im Mittelalter meinte man in der sichtbaren Schönheit die Schönheit Gottes erahnen zu können. Schön zu sein bedeutete etwas zu beleuchten oder deutlich zu machen , nämlich das ordnungsstiftende Wirken Gottes. Man begriff die Welt als ein einziges großes Licht, zusammengesetzt aus vielen Lampen, in deren Schein das Göttliche sich zeigte. Im gesamten Mittelalter galt die sichtbare Schönheit als ein Bild der unsichtbaren. Alles Helle , Bunte und Leuchtende, glänzende Materialien und strahlende Farben bringen den Lichtcharakter des göttlich Schönen zu Ausdruck.
In der Renaissance wurde einerseits die Natur Mutter der Kunst genannt, aber auch die Erfindung erhielt diesen Rang, wir der Autor verdeutlicht. Der Entwurf wurde als das ursprünglich Künstlerische betrachtet. Er ist gleichbedeutend mit präexistenten Idee im Geist. Aufgrund dieser Idee ergreift der Künstler die Wirklichkeit in reiner Gestalt. Nur deshalb ist Kunst erst natürlich.
Für Kant ist das Schöne mit dem subjektiv bestimmbaren Angenehmen identisch. Was auch immer uns gut gefällt, muss begrifflich bestimmt sein. Das ästhetische Urteil ist bei Kant ein Geschmacksurteil, weil es unabhängig von der Vernunft getroffen wird.
Die Vertreter der Klassik, beispielsweise Schiller , greifen übrigens die Idee der Renaissance wieder auf und knüpfen hier an. Das Universum schenkt uns kein reines Abbild des Ideals. Kunst möchte das Ideal, sprich die wahre Natur darstellen und zwar in der Aufgabe des Zufälligen und im Ausdruck des Notwendigen. Der Künstler ist in der Lage im Besonderen das Allgemeine zu sehen.
Hegel bestimmte das Schöne als das sinnliche Scheinen der Idee.
Im 20. Jahrhundert ist man bestrebt den hergebrachten Kunstbegriff als zu eng abzuschütteln.
Benjamin versteht beispielsweise die Fotographie und den Film als innovative Kunstformen. Die neue Kunst benötigt keine Aura mehr, die Benjamin definiert als " einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie auch sein mag ".
Kunst öffnet sich jetzt ,so der Tenor auch von Heidigger und Adorno, jeder nur denkbaren Form in der Hoffnung oder Utopie einer allgemeinen Veränderung der Erlebensweisen.

Ein hochinteressantes Büchlein! Sehr zu empfehlen!


 Weitere Lesermeinungen


Kurze Geschichte der mittelalterlichen Philosophie - Thorsten PaprotnyKurze Geschichte der mittelalterlichen Philosophie
Thorsten Paprotny

Broschiert, Januar 2007
     Verkaufsrang: 171592      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 11,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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"Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Gott." - Mit Augustinus endet die antike Philosophie, und es beginnt eine spannende Reise von der Schule von Chartres über Thomas von Aquin oder die Scholastik bis hin zum Nominalismus und der Mystik eines Meister Eckhart oder einer Hildegard von Bingen. Immer stehen das Verhältnis und die Versöhnung von Rationalität und Glauben im Mittelpunkt. Fragen, die bis heute die philosophischen und theologischen Debatten bestimmen."Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Gott." - Mit Augus tinus endet die antike Philosophie, und es beginnt eine spannende Reise von der Schule von Chartres über Thomas von Aquin oder die Scholastik bis hin zum Nominalismus und der Mystik eines Meister Eckhart oder einer Hildegard von Bingen. Immer stehen das Verhältnis und die Versöhnung von Rationalität und Glauben im Mittelpunkt. Fragen, die bis heute die philosophischen und theologischen Debatten bestimmen.



Welche Farbe hat die Zeit?: Wie Kinder uns zum Denken bringen - Marco WehrWelche Farbe hat die Zeit?: Wie Kinder uns zum Denken bringen
Marco Wehr

Gebundene Ausgabe, Februar 2007
     Verkaufsrang: 125057      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Ist es immer vernünftig, vernünftig zu sein? Ein höchst originelles und verblüffendes Buch, das Lebenspraxis, Philosophie und Naturwissenschaft in einzigartiger Weise vereint - und uns zu klügeren Menschen macht. Es gibt viele Bücher, die zu erklären versuchen, wie Kinder denken. Dieses Buch ist anders. Es untersucht, wie Kinder die Erwachsenen zum Denken bringen. Denn meist geht es bei dem, was wir von Kindern lernen können, nicht um Faktenwissen, sondern um die Grundfragen der Existenz: um den Nutzen des Nichtwissens, die Chancen, die in Fehlern liegen, und den Umgang mit der Zeit. Mit diesem Wissen können Sie lernen, warum der Mathematiker David Hilbert mit Fragen, nicht mit Antworten die Mathematik revolutionierte, wie die kindliche Begeisterungsfähigkeit es Genies wie Einstein und Mozart möglich machte, ein fast unmenschliches Arbeitspensum zu bewältigen, warum in der japanischen Kriegskunst »kindlicher Anfängergeist« notwendiges Prinzip höchster Meisterschaft ist und warum wirklich gute Prüfer Höchstnoten nur verteilen, wenn der Prüfling an der richtigen Stelle sein Nichtwissen zugibt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Titel & Untertitel sind sehr missverständlich      3 von 5 Punkten
Wenn man das Buch auf den ersten Blick sieht, denkt man vielleicht, man wäre beim Lesen leicht unterhalten, amüsiere sich, erinnere sich an seine eigene Kindheit oder seine eigenen Kinder.
Das ist ein Trugschluss - jedenfalls in meinem Fall.

Das Buch ist durch und durch hochphilosophisch und nachdenklich geschrieben. Es geht hier nicht um ein Frage-Antwort-Spiel zwischen Kind und Erwachsenem, sondern vielmehr über das Philosophieren darüber, was für komplizierte Antworten man parat haben sollte, wenn man eine Kinderfrage gestellt bekommt.

Wehrs Schreibstil ist toll, soviel vorweg. Aber einen Elternratgeber - wie es der Titel vielleicht vermuten lässt - hat er hier nicht verfasst. Er diskutiert vielmehr mit dem - möglichst intellektuell gleichgesinnten - Leser, ob wir beispielsweise in der Lage seien, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Man merkt, dass bei dem Mann ein großes Potential vorhanden ist. Aber vielleicht hätte er besser ein rein wissenschaftliches Buch oder gar ein Lexikon geschrieben. Dies soll keine Ironie sein; ich bin wirklich der Ansicht, dass allein der Titel des Buches und das geplante Genre Schuld daran sind, dass es nie den Leserkreis erreichen wird, den es verdient hätte...

Schade eigentlich!

Eintauchen in das Abenteuer "Kinderfrage"      5 von 5 Punkten
Wo war ich, bevor ich geboren wurde?, Warum heißt der Stuhl Stuhl und nicht Kum?, Bin ich der Einzige, der keine Gedanken lesen kann? und Welche Farbe hat die Zeit? - Fragen über Fragen, mit denen Marco Wehrs Töchter ihren Vater regelmäßig zum Staunen und Grübeln brachten.

Täglich bringen die Fragen der lieben Kleinen ganze Elterngeneration in wahre Erklärungsnot. Anders als viele Eltern schob Marco Wehr die Fragen seiner Töchter jedoch nicht mit einem Dafür seid ihr noch zu klein beiseite, sondern nahm sie zum Anlass für sein wundervolles Buch Welche Farbe hat die Zeit?.

In einem spannenden Streifzug durch den Alltag trifft der Leser auf Chaostheorie, Verhaltensforschung, Philosophie & Co. - immer vor dem Hintergrund kindlicher, aber tief gehender Fragen. Welche Farbe hat die Zeit ist kein Buch, das von den Abenteuern mit den lieben Kleinen erzählt. Im Gegenteil: es untersucht die Abenteuer, in welche Kinderfragen uns Erwachsene stürzen Abenteuer rund um die Grundfragen der Existenz, Abenteuer, die uralte Themen der Philosophie berühren und Abenteuer, die intellektueller nicht sein können.

Marco Wehr hat mit Welche Farbe hat die Zeit? ein höchst anspruchsvolles und originelles Buch über das Wissen und Nicht-Wissen geschrieben. Ein Buch, das alle zu klügeren Menschen macht, die es wagen, in die Tiefen ihrer Gedanken einzutauchen.


Geschichte der Filmtheorie: Kunsttheoretische Texte von Melies bis Arnheim - Geschichte der Filmtheorie: Kunsttheoretische Texte von Melies bis Arnheim

Taschenbuch, Januar 2004
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Kann Film Kunst sein? Und wenn Film die Potenz zur Kunst hat, unter welchen Bedingungen wird Film zur Kunst? Was ist das Material der Filmkunst, welches sind ihre künstlerischen Mittel?

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Filmtheorie - eine Sammlung      4 von 5 Punkten
In diesem Buch sind alle wichtigen Texte zur Filmtheorie zusammengefasst. Von Arnheim, über Balázs, über Eisenstein bis hin zu Pudowkin.

Dieses Buch ist sehr informativ, beschäftigt sich aber vor allem mit dem frühen Film. Wer über den Film im Allgemeinen etwas wissen möchte, ist mit diesem Buch nicht gut beraten. Wer sich allerdings für den frühen Film interessiert, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.

Unter der Kategorie Fachbuch ist es richtig eingeordnet, denn dieses Buch ist ausschließlich für Fachleute und Medien-bzw. Filmstudenten zusammengestellt.

Alles in allem verdient dieses Buch vier Sterne, da hier alle wichtigen Aufsätze gesammelt sind.

Archäologie der frühen Filmtheorie      4 von 5 Punkten
Helmut H. Diederichs ist Archäologe. Seine Ausgrabungsstätten finden sich jedoch nicht in der Steppe oder in der Wildnis, nein, sein Metier sind die Archive und Bibliotheken, deren Sammlungen von Zeitschriften, Mikrofilmen und Büchern, sein Gegenstand: Frühste Formen der Filmpublizistik. Seine Dissertation befasst sich mit dem Ursprung der deutschen Filmkritik in Deutschland, wie sie wurde, was sie ist (ja, was sie überhaupt ist!). Seine Habilitationsschrift beschäftigt sich schließlich mit der Geschichte der deutschen Filmtheorie, wie also die vom einzelnen Film abstrahierte Wahrnehmung, was Film denn eigentlich ist, was ihn ausmacht, wurde, was sie ist.

Mit "Geschichte der Filmtheorie" hat er gewissermaßen seine Quellen auszugsweise, aber auch zum Teil um russische Beiträge zusammengefasst und eine Geschichte der Filmtheorie anhand ihrer Quellen und Dokumente nachgezeichnet. Berücksichtigt wurden vor allem bemerkenswerte, für gewisse Ansätze repräsentative Texte, des weiteren wurden mehrere Texte nach Gegenstand und Fragestellung in Kapitel gefasst und darin chronologisch sortiert. Diskussionen, Fortschritte, gegenseitige Beeinflußungen werden dadurch mithin sichtbar.

Natürlich ist dies kein didaktisches Buch. Vieles, was darin steht, ist längst hinfällig, hinreichend widerlegt oder schlicht geschmäcklerisch oder borniert eitel. Doch darum geht es nicht: Wer filmtheoretische (Er-)Kenntnisse sucht, die vor dem gegenwärtigen Stand der Dinge Bestand haben (oder aber: ohne die dieser kaum begreifbar wäre) ist mit diesem Buch weniger gut beraten. Seine Stärke bezieht das Buch eher daraus, dass erkenntlich wird, aus welchen Diskussionen, Problemfeldern und Fragestellungen heraus sich die Standardpositionen der Filmtheorie ergaben - auch Kracauer und Balasz haben ihre Klassiker schließlich nicht vom Baum gepflückt, sondern sind erst in Lektüren und Gegenpositionierungen zu weiteren Erkenntnissen gekommen.

Wer filmtheoretisch einigermaßen versiert ist, wird an dieser Sammlung jedoch auch über die Erschließung von historischen Quellen hinaus seine helle Freude haben. Es macht unverhohlen Spaß, die unterschiedlichsten, zum Teil auch recht naiven, zum Teil aber auch vor dem Hintergrund ihrer Entstehung schon beeindruckend weitsichtigen Positionen aus ihren Problemfeldern heraus Stück für Stück nachvollziehen zu können. Mithin entsteht durch diese spannende Lektüre ein geschärfter Blick fürs Ganze der Filmtheorie, der begreifen lässt, dass die heutigen Klassiker allenfalls die kanonisierten Eisbergspitzen damaliger Diskussionen darstellen (auch wenn sie sich größtenteils zu Recht als solche etablierten - keine Frage!). Dass die meisten Texte ungekürzt zu lesen sind, manche aber an sinnfälligen Stellen auch Kürzungen erfahren haben, ist zudem erfreulich. Eine ausführliche Einleitung von Diederichs strukturiert die einzelnen Texte zudem auf verständliche Art und Weise und kann als knappe Zusammenfassung auf engem Raume, die das Exzerpieren beinahe schon hinfällig macht, angesehen werden.

Kurzum: Ganz klare Empfehlung also!

Ein kleiner Schwachpunkt dennoch: Der Titel ist etwas unscharf. Ausgehend von der Lektüre könnte man zu der Überzeugung kommen, dass die Filmtheorie fast ausschließlich auf deutschem Mist gewachsen ist und von russischer Seite aus in einigen Teilfragen Ergänzungen erfahren hat. Dem ist natürlich nicht so gewesen, auch andernorts gab es (wichtige) Diskussionen, die der Filmtheorie ihr Gepräge verpassten. Dies unterschlägt eine so bezeichnete Textesammlung jedoch bereits mit den ersten Worten auf dem Umschlag. Dafür einen Stern Abzug, ansonsten: Topp!



Zorn und Zeit: Politisch-psychologischer Versuch - Peter SloterdijkZorn und Zeit: Politisch-psychologischer Versuch
Peter Sloterdijk

Gebundene Ausgabe, September 2006
     Verkaufsrang: 130787      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Unverwechselbares Kennzeichen des Denkens und Schreibens von Peter Sloterdijk ist die Einbettung aktuellster Fragen in ihre lange Geschichte. Dadurch gelangt er zu Neubestimmungen der gegenwärtigen condition humaine, kann sie durch eine bisher unbekannte Perspektive sichtbar machen und unerwartete oder ungewollte Zusammenhänge nachweisen. In seinem neuen Essay geht er auf den Zorn ein, dessen Folgen sich als Kampf, Gewalt, Aggression äußern. Am Anfang des ersten Satzes der europäischen Überlieferung, die mit der Ilias beginnt, steht das Wort »Zorn«. Er gilt dort als unheilbringend – und wird deshalb hoch geschätzt, auch weil er Helden hervorbringt. Wie kommt es, daß Zorn schon relativ bald danach in der Polis nur in eng umgrenzten Situationen zugelassen wird? Wie kommt es in späteren kulturellen Traditionen zur Herausbildung des »heiligen Zorns« und damit zugleich eines ersten Begriffs von Gerechtigkeit? Wie ist eine kommunistische Weltbank des Zorns denkbar? Wie kam es dazu, daß die Gesellschaften mit Gerechtigkeit als Grundwert den Zorn in allen Kontexten ausgeschlossen haben? Und wie ist seiner Wiederkehr zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu begegnen? Peter Sloterdijk formuliert eine Antwort: »Große Politik geschieht allein im Modus von Balanceübungen. Die Balance üben heißt keinem notwendigen Kampf ausweichen, keinen überflüssigen provozieren. Es heißt auch, den Wettlauf mit der Umweltzerstörung und der allgemeinen Demoralisierung nicht verloren geben.«

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Spannender Ansatz - empfehlenswertes Buch      5 von 5 Punkten
Unserer Gesellschaft fällt es schwer, politische Leidenschaften zu verstehen, die einem starken kollektiven Selbstbehauptungswillen entspringen. Gewöhnlich werden sie unter Etiketten wie Fanatismus, Nationalismus, Bellizismus, Extremismus, Fundamentalismus et cetera als unmoralisch, wenn nicht krankhaft abgetan.

Wenn westliche Gesellschaften stets aufs Neue von den jeweils aktuellen Erscheinungsformen solcher Leidenschaften überrascht werden, so liegt dies, dem Philosophen Peter Sloterdijk zufolge, an anthropologischen und psychologischen Fehlannahmen:

Christentum und Psychoanalyse stimmen darin überein, dass sie den Menschen von der Liebe beziehungsweise dem Eros her deuten und dabei den "Thymos", das heißt den Stolz, das Geltungsbedürfnis, den Selbstbehauptungswillen, auch Zorn und Militanz als sündhaft beziehungsweise neurotisch abqualifizieren.

Sloterdijk differenziert den Zorn nach seinen sozialen Erscheinungsformen: Zorn als Explosion (Wutausbruch), Zorn als Projekt (Rache), Zorn in Bankform (revolutionäre Politik). Und dieser letzten Form des Zorns gilt seine Aufmerksamkeit:

"Bankform" heißt, dass der Zorn des ohnmächtigen Einzelnen von darauf spezialisierten Zornagenturen, etwa revolutionären Parteien, gesammelt und in gewinnbringende Projekte investiert wird - analog zum Umgang von Geldinstituten mit den Einlagen des kleinen Sparers, der sich keine Firma kaufen kann, über seine Bank und die von ihr gezahlten Zinsen aber an Großinvestitionen beteiligt ist.

Der Erfolg des Kommunismus (der "Weltbank des Zorns") und der diversen Faschismen (der "Volksbanken des Zorns") beruht darauf, dass sie den Zorn in politisches Kapital verwandelt und mit diesem gewinnorientiert gearbeitet haben.

Kennzeichen der heutigen postkommunistischen Situation ist, dass der Zorn amorph geworden ist: Er erscheint in seiner Primärform, als Vandalismus und individuelle Gewalt, als schwer zu fassende allgemeine Menschenfeindlichkeit, während die Tagesordnung von der erosgesteuerten Konsumgesellschaft diktiert wird.

Eine Zornbank, die den atomisierten Zorn in gesellschaftliche Macht transformieren könnte, ist allenfalls in Gestalt des Islamismus in Sicht. Letzterer verfügt zwar über enormes Destruktionspotenzial, gestützt auf den hohen Jugendanteil muslimischer Gesellschaften (Sloterdijk bezieht sich hierbei insbesondere auf Gunnar Heinsohns Analyse "Söhne und Weltmacht"), ist aber nach Meinung des Autors aufgrund seiner eigenen Rückständigkeit und geringen Anziehungskraft für Nicht-Muslime letztlich zum Scheitern verurteilt.

Sloterdijk nimmt den Leser bereits durch die Sprache für sich ein, in der das Buch verfasst ist: Sie ist präzise, stilistisch ansprechend und gut verständlich.

Indem er den Thymos, und speziell den Zorn, als anthropologische Grundtatsache behandelt - und nicht etwa als krankhafte Verirrung -, legt er den Blick auf die ideologischen Vorurteile frei, die nahezu jeder von uns als Selbstverständlichkeiten verinnerlicht hat, obschon sie alles andere als selbstverständlich sind. Man mag diese Art von Aufklärung als ähnlich ambivalent empfinden wie die von Friedrich Nietzsche oder Thomas Hobbes. Sie hat aber den Vorzug hoher Erklärungskraft, und wer sich ihr nicht stellen will, läuft Gefahr, die Welt durch eine rosa Brille zu sehen.

Seine Interpretation revolutionärer Bewegungen als Zornbanken, die Zornmanagement betreiben, ist ein Geniestreich und gehört in den geistigen Werkzeugkasten jedes ernsthaften politischen Denkers. Dabei deutet er an, dass die "Bank"-Metapher sich auf sozialer Systeme aller Art anwenden ließe, etwa Kunst, Wissenschaft, Recht und so weiter. Ob sich eine Makrosoziologie der Banksysteme entwickeln wird, die sich durch ihr jeweils spezifisches Medium (etwa Geld, Zorn, Wissen) definieren, steht freilich dahin; spannend jedenfalls ist der Ansatz, und empfehlenswert das Buch.


 Weitere Lesermeinungen


Das Ende der Kunstgeschichte. Eine Revision nach zehn Jahren.: Eine Revision nach zehn Jahren - Hans BeltingDas Ende der Kunstgeschichte. Eine Revision nach zehn Jahren.: Eine Revision nach zehn Jahren
Hans Belting

Broschiert, 26. März 2002
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Löst sich die Kunstgeschichte unter dem Ansturm neuer Bildmedien in eine universelle Bildwissenschaft auf? So lautet eine oft gestellte Frage. In der inzwischen modisch gewordenen Diskussion um die Methoden der Kunstgeschichte ist Hans Beltings Essay Das Ende der Kunstgeschichte längst ein Klassiker. Er hat nicht nur entscheidend zum Verständnis der aktuellen Kunstentwicklung beigetragen, sondern zugleich die Einsicht in die Notwendigkeit einer radikal erweiterten...

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Eine Reise wert!      5 von 5 Punkten
Wer sich für Kunstgeschichte interessiert und warum es sie überhaupt (noch?) gibt, wie, warum und weshalb sie entstanden ist und wer sich diese oder andere Fragen zu diesem Thema schon einmal gestellt hat, wird mit diesem Buch auf eine wunderbar erzählte Reise geschickt.

Hans Belting schreibt faszinierend schlau, leuchtend klar und einfach wissend. Ohne große akademische Allüren.



Träume, Traumanalysen und alternative Realitäten: Ein Forschungstagebuch über Bewusstseinserweiterung durch außerkörperliche Erfahrungen, Klarträume und veränderte Bewusstseinszustände - Träume, Traumanalysen und alternative Realitäten: Ein Forschungstagebuch über Bewusstseinserweiterung durch außerkörperliche Erfahrungen, Klarträume und veränderte Bewusstseinszustände

Broschiert, Juli 2008
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Jonathan Dilas gibt Ihnen hier einen exzellenten Einblick in die Welt der praktischen Arbeit, indem er erstmals sein Traumtagebuch mit ausführlichen Berichten vom Rande der vertrauten Realität und aus den Tiefen einer unbekannten und grenzwissenschaftlichen Realität offenbart. Schon seit 1993 hat er immer wieder Erlebnisse aus veränderten Bewusstseinszuständen notiert und festgehalten. Darüber hinaus verrät er praxisnahe Tipps und Tricks, wie man selbst zu derartigen spektakulären Ergebnissen kommen kann. Dies macht das Buch nicht nur für Anfänger interessant - auch Fortgeschrittene können hier neue Techniken und Ideen erfahren. Dass diese Arbeiten zu verändernden (drogenfreien) Bewusstseinszuständen und in fantastische und aufregende Welten führen ist gewollt, denn die Erforschung des Bewusstseins ist ja gerade sein Ziel. Es gibt schon viele Bücher über Träume, Klarträume, Traumanalysen, Astralreisen, außerkörperliche Erfahrungen und Bewusstseinserweiterung, doch manchmal sind di
ese schwer zu verstehen, wenn man gerade erst beginnt, sich auf diesem Gebiet umzusehen. Zudem ist man gerade als Anfänger oft unsicher, ob man alles richtig macht, oder man zweifelt seine Ergebnisse an. - Dieses Buch ist die richtige Grundlage für Ihren Beginn und weitere Fortschritte!


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Forschungstagebuch der besonderen Art      5 von 5 Punkten
Zu Anfang des Buches findet sich eine sehr poetische Einführung über den Weg des Träumers, der sich auf der Suche nach sich selbst der Welt des Alltags und dem Pfad des Träumens gegenübersieht. Darauf folgen eine ganze Reihe persönlicher Tagebucheinträge mit Berichten und Analysen erlebter Erfahrungen aus bewusstseinserweiterten Zuständen, sprich, ein Forschungstagebuch der besonderen Art, das sich um Bewusstseinserweiterung dreht, die mittels luzider Träume und
außerkörperlichen Erfahrungen erlangt wird. Dabei wird der Leser überwiegend an drei metaphysische Erkenntnisse herangeführt, die das menschliche Denken und die Betrachtung der Psyche in einem ganz neuen Licht präsentieren. Nicht nur mit drogenfreiem doch psychedelischem Flair, sondern auch kollektiv werden hier phänomenologisch-orientierte Weisheiten dem Leser verraten und revolutionieren nahezu das Bewusstsein. Der letzte Teil des Buches stellt die Phänomenologie und die Naturwissenschaft gegenüber und differenziert zwischen der Tatsachenforschung der Phänomenologie und dem empirischen Konstruktdenken der hiesigen, wirtschaftsorientieren Wissenschaft. Abschließend folgen einige Praktiken der Dissoziation, um selbst zu solchen erweiterten Zuständen zu gelangen. Menschen mit einer Veranlagung zu psychischen Krankheiten sollten dieses Buch nicht lesen, denn nicht ohne Grund gibt der Autor Jonathan Dilas zu Anfang des Buches die Warnung, dass seine Forschungsergebnisse bewusstseinsverändernd wirken können bzw. das persönliche Weltbild irritieren können.
Fazit: Ein esoterisches Werk ohne Kompromisse, Pflichtlektüre für jeden Menschen, der sich in irgendeiner Form mit der Esoterik und der Bewusstseinserweiterung auseinandersetzt.


Inspirierende Bettlektüre für alle, die nachts mehr als schlafen wollen.      5 von 5 Punkten
Jonathan Dilas' Traumtagebuch ist eine wahre Fundgrube an spannenden Erfahrungen. Der Autor schildert und analysiert viele seiner ungewöhnlichen Erlebnisse: Neben Klarträumen auch außerkörperliche Erfahrungen und geradezu magische Begegnungen. Da bekommt man direkt Lust, sich gleich ins Bett zu legen und auf Traumreise zu gehen. Denn das Buch ist sehr praxisorientiert, man kann sich viel vom Vorgehen des Autors abschauen. Das ist mal was anderes als eine trockene Übungssammlung. Das Buch umfasst neben den Tagebuchaufzeichnungen und einem hilfreichen Glossar auch ein ausführliches Kapitel zum Thema Dissoziation. Darunter versteht der Autor das Gegenteil von Assoziation, also gewissermaßen das Stoppen der Gedanken. Praktischerweise gibt Dilas gleich einige Tipps, wie man diesen Zustand erreicht.
Fazit: Unterhaltsam, spannend, lehrreich - lohnt sich also!


Spiele der Wahrheit. Michel Foucaults Denken - Francois EwaldSpiele der Wahrheit. Michel Foucaults Denken
Francois Ewald, Bernhard Waldenfels

Taschenbuch, Januar 1991

Verkaufsrang: 130147
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Les Justes: Texte et documents - Albert CamusLes Justes: Texte et documents
Albert Camus

Taschenbuch, Januar 1982

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Ästhetik der Inszenierung: Dimensionen eines künstlerischen, kulturellen und gesellschaftlichen Phänomens - Ästhetik der Inszenierung: Dimensionen eines künstlerischen, kulturellen und gesellschaftlichen Phänomens

Taschenbuch, August 2001

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Ästhetik der Installation - Juliane RebentischÄsthetik der Installation
Juliane Rebentisch

Taschenbuch, Mai 2008

Verkaufsrang: 90889
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