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| Reisen | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Aufbruch und Abenteuer Lydia Potts, Uta Fleischmann, Marianne Kriszio Taschenbuch, 1995 Verkaufsrang: 545613 Dr. Uta Fleischmann ist als Lehrbeauftragte an der Universität Oldenburg und als freiberufliche Kommunikationstrainerin tätig. Sie publizierte eine Werkbiographie über Sophie Mereau-Brentano, zahlreiche Autorinnenportraits sowie Aufsätze über reisende und schreibende Frauen.
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Im Goggo um die Welt: Eine Traumreise in den 50er Jahren Peter Backhaus, Marlotte Backhaus Gebundene Ausgabe, 10. September 2007 Verkaufsrang: 83386 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit Nierentischen und skurrilen Partysnacks entdecken die Deutschen ihre 50er-Jahre wieder. Sie verkörpern eine Zeit der Unschuld und des unerschütterlichen Glaubens an eine fortschrittliche Zukunft. Das Goggomobil gehört dazu. Allerdings war es kein Vehikel, mit dem ein Globetrotter von heute oder Abenteuerreisende zu einer Expedition aufbrechen würden. Aber genau das haben zwei junge Leute Ende der Fünfziger getan. In diesem einzigartigen Nostalgiebuch begleiten wir Peter und Marlotte - die selbst in der wüstesten Wüste und der wildesten Wildnis den Eindruck erweckt, als sei sie geradewegs einem Modemagazin entstiegen - rund um die Welt und erfreuen uns an ihrem heiteren, naiven Blick auf die erstaunlichen Dinge, die sie erlebten. Der Original-Ton von Marlotte Aue / Peter Backhaus in den schon damals während der Reise geschriebenen Berichten (erschienen im Goggomobilmagazin) wird erhalten, ergänzt durch Texte aus Film & Interviews. Gleichzeitig bietet das Buch aber auch einen Blick hinter die Kulissen der Heilen-Welt-Berichte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Eine Traumreise 5 von 5 Punkten ich habe das Buch gekauft, da ich selbst ein Goggo besitze und bin von der Schönheit der Fotos in diesem Buch total überrascht! Manchmal sind die Fotos, auf denen meist das Auto mit Besitzerin zu sehen sind so unglaublich schön, so dass ich manchmal an der Echtheit gezweifelt habe. Die ganze Geschichte ist so unglaublich, so dass es nur schwer vorstellbar ist, dass das Ehepaar über 4 Jahre mit Ihrem Auto alle Kontinente tatsächlich bereist hat. Besonders schön sind die kulturellen Unterschiede zu sehen, die vor 60 Jahren noch deutlicher ausgepägt waren als heute. Alles in allem ein tolles Buch über eine unglaubliche Reise! Als Leser hat man nur noch einen Wunsch, die eigene Weltreise per Auto zu starten!
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Reisen in die Hölle und andere Urlaubsschnäppchen P. J. O'Rourke Gebundene Ausgabe, April 2007 Verkaufsrang: 421316 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Volle Deckung, diese Lektüre führt auf vermintes Gelände. Denn beim Mars, mit seinen Reisereportagen aus Krisengebieten bedient der US-Autor ein fürwahr seltenes Genre. Wenn also im multikulturellen Bosnien die Serben auf Kroaten schießen, steckt Patrick J. O?Rourke mittendrin. Dabei macht der Amerikaner den Unterschied zwischen den verfeindeten Gruppen daran fest, dass Serben den orthodoxen Gottesdienst nicht besuchen, während Kroaten der katholischen Messe fernbleiben. Die in die Mangel genommenen bosnischen Muslime hingegen beten fünf mal am Tag nicht gen Mekka. Fast ein Markenzeichen: Der Autor lässt sich auf fremdem Terrain gerne von heimischen Fahrern kutschieren. So führen seine heiklen Missionen ins Affenhaus Nahost, an libanesische Strände und zum Ursprung der Autobombe nach Nordirland. Leser lernen mexikanische Revolutionen und albanische Pyramiden kennen sowie koreanische Inbrunst und tansanische Bürokraten fürchten. Ausflüge nach Hongkong sowie pazifische und karibische Inseln stehen ebenso auf dem Programm. Der aufmerksame Beobachter O?Rourke lässt den täglichen Wahnsinn vor allem in den frühen Texten für sich selbst sprechen. Immer wieder beißt der Autor pointiert zu und nur selten daneben. Dankenswerterweise reibt der wirtschaftsliberale Amerikaner dem Leser keinerlei tagespolitische Weisheiten unter die Nase, wohl aber grundlegende Gedanken und pragmatische Zweifel. Und so bleiben seine Reisereportagen aus 20 Jahren als zeitlose Dokumente aussagekräftig, auch wenn sich die Situationen in den besuchten Gebieten seit Beginn des neuen Jahrtausends verändert haben mögen. Der Eichborn-Verlag publiziert in der Reihe "Die Andere Bibliothek" besonders lesenswerte Werke. Band 262 mit O?Rourkes Reportagen gehört zurecht dazu. Zwar mutiert der Autor in den jüngeren Texten hie und da zum Schlauberger. Doch unter dem Strich bringt sein Buch den tagtäglichen Irrwitz einfach auf den Punkt, steckt dabei voll hintergründigem Humor, ohne weder den Ernst der Sache zu vergessen noch zu Moralisieren. Zu guter Letzt mahnt O?Rourke seiner praktischen Art gemäß all jene, die ein Lokal besuchen: "Vergessen Sie nicht das Trinkgeld für den Mann, der mit vorgehaltener Pistole darauf besteht, ihr Auto zu bewachen." -Herwig Slezak
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Man soll lieber einen Freund verlieren als eine gute Pointe 4 von 5 Punkten Der erste Bericht ist auch der beste. Der amerikanische Journalist O'Rourke fährt 1984 mitten in den Bürgerkrieg im Libanon. Er nimmt sich ein Auto mit einem einheimischen Fahrer und Übersetzer und fährt quer durch die Linien der Drusen, Christen, Schiiten, Syrer, Israelis und sonstigen Milizen und schreibt alles auf, was er an absurden Ritualen so finden kann. Das liest sich ungewöhnlich lustig für einen Bürgerkrieg, zumal für einen, in dem das Entführen von amerikanischen Journalisten gerade schwer in Mode kommt. Und O'Rourke hat eine unnachahmliche Art, die schrägen Ergebnisse verdrehter, menschlicher Überzeugungen zu beschreiben. Nein, Bürgerkrieg ist nicht lustig. Menschliche Verrücktheiten schon. Und vielleicht ist ja Humor auch die einzige Art, mit der Situation im Nahen Osten klar zu kommen. "Die jungen Leute" ... "brauchen dringend unser Mitgefühl und unser Verständnis. Oder eine Fünfunddreißig-Zentimeter-Granate vom Schlachtschiff New Jersey." Auch in den folgenden Berichten findet sich viel zum Schmunzeln. Allerdings hat man den Eindruck, dass O'Rourke auch mal wissentlich Unsinn schreibt, wenn es sich dann nur lustig lesen lässt. So sieht Bosnien im Krieg überraschend oft so aus wie der Mittlere Westen in den USA. Auf der anderen Seite ist es oft faszinierend zu lesen, wie der Autor mitten in den schlimmsten Krisen wieder Oasen der Normalität aufspürt, in denen die Menschen sich mit ungewöhnlichen Mitteln am Leben erhalten und die ganze Umgebung einfach ignorieren. Mit seinen Texten war der Autor offenbar so erfolgreich, dass er über mehr als zwanzig Jahre durch die Welt reisen konnte, wobei er viele der Krisengebiete persönlich kennen lernen durfte. Der Leser folgt O'Rourke nach Nordirland, nach Mexiko, Südkorea, Albanien, Tansania (der längste und aus meiner Sicht schwächste Text), nach Hongkong und Guadeloupe. Und man merkt, wie der Autor über die Jahrzehnte des Berichtens über menschlichen Wahnsinn und Blutvergießen langsam etwas müde wird. Es muss ja nicht mehr die vorderste Frontlinie sein, aus der man berichtet. In einem der letzten Artikel lamentiert er dann über den 2. Weltkrieg im Pazifik auf Iwo Jima und über die Tatsache, dass sich hier ja gebildete Menschen in den Tot stürzten. Das liest sich dann nicht mehr lustig, sondern desillusioniert. Das ganze ist wie üblich bei der Reihe in ein schönes Buch gebracht worden mit einem schwarzen, soliden Einband. Für Fans der Anderen Bibliothek sei allerdings noch gesagt, dass zumindert einer der Berichte bereits in einem anderen Buch der Reihe veröffentliche wurde - der Artikel über Nordirland findet sich auch in "Nie wieder! Die schlimmsten Reisen der Welt."
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Reise um die Erde durch Nord-Asien und die beiden Oceane in den Jahren 1828 bis 1830. Band 3: Historische Beobachtungen Adolph Erman Sondereinband, Oktober 2009 Verkaufsrang: 605852 Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 11 Tagen. Der dritte Band des Reiseberichts von Adolph Erman aus dem Jahre 1848 erzählt von der langen und strapazenreichen Reise auf die Halbinsel Kamtschatka im Jahre 1829. Dieser Band enthält darüber hinaus im Anhang den Atlas und alle Erläuterungen zur gesamten Reise.
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Atempause: Ein Traum wird wahr - ein Jahr Auszeit vom Alltag. 50000 Kilometer von Köln nach Kapstadt Joachim von Loeben Broschiert, November 2008 Verkaufsrang: 315117 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Auch große Dinge beginnen ganz klein: In der Düsseldorfer Altstadt entdeckt Joachim von Loeben ein Plakat, das sein Leben verändern wird: Abgefahren - Ein Paar reist mit zwei Motorrädern 16 Jahre lang um die Welt. Am nächsten Morgen beschließt von Loeben, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen, sich im hektischen Betrieb unserer Leistungsgesellschaft einfach mal eine Atempause zu gönnen. Im Sattel seiner Africa Twin durchquert er den afrikanischen Kontinent von Nord nach Süd. Fast immer auf sich alleine gestellt, lernt er Afrika fernab aller Klischees und Postkartenromantik kennen. Er durchquert glühende Wüsten, eiskalte Gebirge und feuchte Regenwälder. Er trifft Menschen unterschiedlichster Hautfarbe und Abstammung, deren Gastfreundschaft und Herzlichkeit seine bisherigen Wertmaßstäbe in Frage stellen. Von Loeben begreift aber auch, dass auf diesem Kontinent Traum und Tragödie eng beieinander liegen. Als von Loeben ein Jahr und 50.000 Kilometer später nach Deutschland zurückkehrt, ist er ein anderer Mensch. So sehr haben ihn die zurückliegenden Erlebnisse und Erfahrungen geprägt. Eine Rückkehr in den alten Beruf, zu den früheren Freunden ist schwierig geworden. Sein Leben wird deshalb wohl einen anderen Lauf nehmen. Wohin auch immer es ihn führen wird - er freut sich schon darauf.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Von einem Glückspilz der auszog... 3 von 5 Punkten Hier schreibt ein echter Glücksritter von seinen Reiseerlebnissen. Relativ unvorbereitet (Fahrpraxis, techn Fähigkeiten am Motorrad) startet er einen Wahnsinnstrip. Leider nicht immer so ganz spannend geschrieben. Das Buch liest sich aber trotzdem gut weg. Seine (privaten) "Liebesabenteuer" stehen mir ein wenig zu offen da. Ansonsten ein liebenswertes Buch für den Nachttisch!
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Das russische Wodkameer und andere Geschichten. 2 CDs: Lesung aus Jerofejews Der Mond ist kein Kochtopf
Audio CD, 1. März 2006 Verkaufsrang: 485653 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Jerofejews Seelenstriptease entlarvt die konventionelle Reiseführer-Prosa als leeres Wortgeklingel." (Neue Zürcher Zeitung)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine Reise von Russland (Moskau) in den Westen 5 von 5 Punkten Wo fängt der "Westen" an, kurz hinter Moskau in Richtung Grenze, in der Ukraine, in Weißrussland oder beim Betreten von Brest auf polnischem Gebiet? Vielleicht ist ja der Westen auch erst in Belgrad spürbar? Auf der CD "Das russische Wodkameer" gibt der bekannte russische Autor Viktor Jerofejew eine Reisebeschreibung der besonderen Art ab. Je weiter sich der Russe von der Heimat entfernt um so ambivalenter erscheint ihm alles Westliche und um so zwiespältiger wird er selbst gesehen... Russland und die Befindlichkeiten der russischen Seele, nichts ist so schwer für einen Westler zu begreifen und zu erfahren, doch Dank Viktor Jerofejew hat man nun die Möglichkeit ganz nah zu sein, wenn der Russe reist und sich auf die philosophische Suche macht, auf der Suche nach dem Ort wo der Westen für den Russen beginnt. Ich habe gelacht, geschmunzelt und geweint, fast so als hätte ich selbst Wodka getrunken, denn der Russe wird misstrauisch beobachtet, wenn er denn reist. Doch am schönsten ist es, wenn man dem Autoren, stellvertretend durch den Sprecher Thomas Thieme zuhört, wenn er so daher erzählt, als Autor, Philosoph und Kenner seines Russlands. Was er so alles zu hören bekommt ist teils "starker Tobak", doch Russland ist nicht weich und wenn sich etwas mit unverbrüchlicher Härte in die russische Seele gegraben hat, dann ist es der Wodka. Der Autor schildert seine Reiseeindrücke frei und ungebrochen, man merkt ihm den russischen Humor an und auch den Tiefgang seiner Seele, seine Beschreibung dessen was alles Russische bewegt, ist klar und faszinierend zugleich. Eine Hör-CD der besonderen Art, ein Stück Geschichte und ein Reiseerlebnis wie es wohl so nie wiederkehren wird. |
Reisen ans Ende der Welt. Das größte Abenteuer des Mittelalters. 1325 - 1353 Ibn Battuta Gebundene Ausgabe, August 1991 Verkaufsrang: 494697 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert entstanden berühmte Reiseberichte vieler islamischer Geografen, die in Mitteleuropa nahezu unbekannt blieben. Diese Aufzeichnungen vermittelten der Welt ein Bild der von ihnen entdeckten Länder, wie es bis nach Marco Polo nicht besser gezeichnet werden konnte. Ibn Battuta, ein Pilger, Abenteurer, Diplomat und Richter aus dem arabisch-islamischen Bereich lieferte mit seinen Aufzeichnungen den wohl eindruckvollsten Bericht über die Welt des Mittelalters. Als Battuta im Jahr 1325 aus seiner Heimatstadt Tanger zur Pilgerfahrt nach Mekka aufbrach, ahnte er nicht, dass seine Reisen ihn - in modernen Maßen gemessen - rund 120.000 Kilometer um die Welt führen würden, und das in 27 Jahren. Er bereiste Kairo, Palästina, Syrien, Mekka, Bagdad, Persien, Jemen, Indien, China und viele Orte mehr. Hans D. Leicht präsentiert in dem von der Edition Erdmann herausgegebenen Buch eine Auswahl der Reiseberichte Battutas. Den größten Raum nimmt die wichtigste und zeitlich längste Reise - der Besuch und Aufenthalt in Indien wie auch die Fahrt nach China - den größtem Raum ein. Die Berichte beeindrucken durch große Sachlichkeit, von der Blumigkeit islamisch-arabischer Sprache ist hier nichts zu lesen, denn Battuta ging es allein darum, seine Erlebnisse und Eindrücke aus anderen Ländern festzuhalten, dabei jedoch keine literarische Großtat zu vollbringen. Mit dem spannenden und hochinteressanten Reisebericht Ibn Battutas hat Hans D. Leicht uns Lesern einen der interessantesten kulturhistorischen Quellen des Mittelalters zugänglich gemacht, ein Muss für all diejenigen, die sich für frühe Entdeckungen und Abenteuer interessieren. -Katja Klenk
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Das dreifach Fremde... 5 von 5 Punkten Ich meine, dass man seinen Geist nicht bilden kann, wenn man nicht gelegentlich zu Originalquellen greift - Philosophie erschließt sich nicht nur aus Sekundärliteratur, empirische Wissenschaft nicht bloß aus Populärdarstellungen und Geschichte nicht nur aus Geschichtsbüchern. Eigenes Denken schult sich an eigenständiger Betrachtung. Ibn Battuta eröffnet dem historisch interessierten Laien die Möglichkeit, den "jungfräulichen" Reiz einer Originalquelle zu entdecken und sich dabei zugleich zu unterhalten. Unserer Neugier und Lust am Abenteuer entgegen kommt dabei nicht nur der abenteuerliche Inhalt des Reiseberichts sondern auch das "dreifach Fremde", dem wir in ihm begegnen: Ein Reisender aus einer fremden Kultur schreibt in einer uns fernen (und darum fremden) Zeit über Länder, die uns, wie ihm damals, auch heute noch fremd sind. Wenn das Studium des Unvertrauten und das Einnehmen unvertrauter Perspektiven das eigene Urteilsvermögen fördern, dann auch Ibn Battutas Bericht. Bedauert habe ich während des Lesens lediglich, dass im hier rezensierten Buch nur eine stark gekürzte Version des Originals vorliegt, die sich auf die Reisen Battutas ins ferne Asien beschränkt. Ich hätte z.B. auch gerne erfahren, welchen Eindruck der muslimische Reisende vom damaligen Byzanz hatte, in das er auch gekommen war. Das ändert aber nichts an der wunderbaren Kurzweil, die ich bei der Lektüre empfunden habe.
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Ein Kajak im Gepäck Maria Coffey Broschiert, 1999 Verkaufsrang: 654450 Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2000 Der Untertitel, warnt "F.L.", suggeriert, dass die Autorin allein unterwegs gewesen ist, tatsächlich sei sie jedoch mit ihrem Ehemann gepaddelt. Dieser "Etikettenschwindel" stört "F.L." aber weniger als die "kühle Distanz", mit der die Autorin von ihren abenteuerlichen Reisen berichtet. Sie behaupte, dass all ihre Werte in Frage gestellt worden seien, mitteilen könne sie diese Erfahrungen leider nicht. "Ein Adventure-Bericht", notiert "F.L." kühl. © Perlentaucher Medien GmbH
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein faszinierender Reisebericht 5 von 5 Punkten Die Autorin versteht es nur durch die Schilderung, ohne Effekthascherei durch künstlich erzeugte Spannung den Leser so zu fesseln, daß er das Buch nur mit Widerwillen weglegen wird, bis er es nicht ausgelesen hat. Gerade die scheinbar kühle Erzählweise fasziniert und liefert einen guten Einblick in die Gewohnheiten der Menschen, denen sie bei dieser Reise mit dem Faltboot sehr nahekommen. |
Long Way Down. The Illustrated Edition Ewan McGregor, Charley Boorman Gebundene Ausgabe, 4. September 2008 Verkaufsrang: 490237 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 'A great book' BELLA
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
a must read 5 von 5 Punkten a must read for any Ewan McGregor fan and also for biker although very different to Long Way Round it again was a pleasure to kind of take part in the trip
Fesselnd 5 von 5 Punkten Ein fesselndes Buch, das ich in knappen zwei Tagen durchgelesen habe. McGregor und Boormann beschreiben ihre Eindrücke einer Motorradreise von der Nordspitze Schottlands an die Südspitze Afrikas. Man hat das Gefühl ganz dicht dabei zu sein. Es gibt lustige Momente und nachdenkliche und bedrückende. Man bekommt einen Eindruck von den körperlichen Strapazen, die solch eine Reise in solch - teilweise extremen - klimatischen Bedingungen mit sich bringt. Aber man erfährt auch, daß die Erfahrungen dies wieder ausgleichen. Ein Buch, das auch für nicht Motorradfahrer sehr lohnend ist. |
Long Way Down: John O'Groats to Cape Town Ewan McGregor, Charley Boorman, Ewan MacGregor Taschenbuch, 22. Oktober 2007 Verkaufsrang: 405013 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 'A great book' BELLA
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
a must read 5 von 5 Punkten a must read for any Ewan McGregor fan and also for biker although very different to Long Way Round it again was a pleasure to kind of take part in the trip
Fesselnd 5 von 5 Punkten Ein fesselndes Buch, das ich in knappen zwei Tagen durchgelesen habe. McGregor und Boormann beschreiben ihre Eindrücke einer Motorradreise von der Nordspitze Schottlands an die Südspitze Afrikas. Man hat das Gefühl ganz dicht dabei zu sein. Es gibt lustige Momente und nachdenkliche und bedrückende. Man bekommt einen Eindruck von den körperlichen Strapazen, die solch eine Reise in solch - teilweise extremen - klimatischen Bedingungen mit sich bringt. Aber man erfährt auch, daß die Erfahrungen dies wieder ausgleichen. Ein Buch, das auch für nicht Motorradfahrer sehr lohnend ist. |
Fremde Länder, neue Freunde: Vom Suchen und Finden der Freundschaft auf Reisen Don George Broschiert, März 2007 Verkaufsrang: 52711 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Du bist irgendwo im Ausland, sprichst die Sprache nicht, hast deinen Geldbeutel verloren oder sogar geklaut bekommen, und du besitzt weder Geld noch Papiere. Kurz bevor du hysterisch wirst, steht auf einmal dieser Fremde vor dir und rettet dich - aus nur einem einzigen Grund: Güte. Er gibt dir den Glauben an das Gute im Menschen zurück. Dieses Buch handelt von solchen unerwarteten Geschenken und wie sie unser Leben verändern." Isabel AllendeWir alle haben sie schon erlebt: die überwältigende Erfahrung, im Ausland neue Freunde zu finden - ob mit Hilfe einer Landkarte, der richtigen Übersetzung eines Worts oder einer passenden Münze für den Fahrscheinautomaten. Der vorliegende Band versammelt die schönsten Reiseerlebnisse in Originalbeiträgen: von Dave Eggers, Tim Cahill, Simon Winchester und über zwanzig weiteren Schriftstellern von Rang.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Sitten, Strolche und Salvatoren 4 von 5 Punkten Ach welch herrliches Buch! Da kriegt man so richtig Reiselust. "Fremde Laender, neue Freunde" ist so ein Buch das man ebensogut zu Hause lesen kann um sich Apetit zu machen wie an einem Brunnen auf irgend einer Plaza, um sich auf den gerade begonnenen Urlaub einzustimmen. Die Kurzgeschichten sind super geschrieben, da merkt man halt gleich dass hier gestandene Autorenprofis am Werk waren, und nicht irgendwelche Moechtegern-Schriftsteller. Das tolle an den Geschichten sind die meist abgefahrenen Erlebnisse und die absolut schraegen Voegel. Wir alle kennen das: Die Wirklichkeit ist oft so absurd, dass man es sich gar nicht ausdenken koennte, und genau das merkt man diesen Kurzgeschichten an: Das sie teilweise viel zu surreal sind um erfunden zu sein und schon deshalb wahr sein muessen. Da geht es aus der Irrenanstalt entlaufene, gemeingefaehrliche Killer die Anhalter mitnehmen, die aber gar nicht merken mit wem sie da durch die Gegend fahren, um Rikschafahrer mit Mathe-Professur, liebe Militaers in Uganda, viele nette Menschen die einfach eine Freundlichkeit erweisen und einige anstrengende Zeitgenossen, die einen so zwangsbegluecken dass man danach erst recht Urlaub braucht. Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, schon alleine deswegen weil es Vorurteile abbaut.
Toll zum träumen 5 von 5 Punkten Ein ganz wunderbares Buch, wenn einen wieder mal das Fernweh plagt. Man lernt mit jeder Geschichte neue Menschen kennen, befindet sich in Gedanken in einer anderen Welt. Super! |
Long way down. Von Schottland nach Kapstadt. Reisebericht Ewan McGregor, Charley Boorman Gebundene Ausgabe, November 2007 Verkaufsrang: 310897 Motorrad-Junkie Ewan McGregor und sein Kumpel Charley Boorman wollen es noch einmal wissen: Nach ihrem abenteuerlichen Trip rund um die Welt Long Way Round geht es nun vom nördlichsten Punkt Großbritanniens, dem kleinen Nest John O'Groats in den schottischen Highlands, schnurstracks südwärts nach Kapstadt in Südafrika.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Ewan McGregor- Fan 5 von 5 Punkten Als Fan sind die beiden Bücher "Long Way Round" und "Long Way Down" ein Muss. Toll zu lesen, was die beiden Schauspieler auf ihren Touren erlebt haben.
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Gast bei fremden Freunden: Eine Weltreise à la Scherf Henning Scherf Broschiert, 9. September 2008 Verkaufsrang: 32625 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Henning Scherf, Dr. jur., geb. 1938, trat mit 25 in die SPD ein und zog 1975 in die Bremer Bürgerschaft ein. Er war lange Jahre Bildungs-, dann auch Justizsenator und wurde schließlich 1995 Bürgermeister. Im November 2005 übergab er das Amt an seinen Nachfolger. Er ist verheiratet, hat drei Kinder, ist mehrfacher Großvater und lebt in Deutschlands berühmtester Wohngemeinschaft.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
schmales Büchlein 4 von 5 Punkten Meine Mutter wünschte sich dieses Buch zum Geburtstag. Als ich es in der Hand hatte, war ich etwas enttäuscht, ich hatte mehr Buch erwartet. Es war aber genau richtig. Da ich das Buch selber nicht gelesen habe, meine Mutter sich aber sehr darüber gefreut hat gibt es 4 Sterne. |
Augen-Blicke: Momentaufnahmen einer Reisenden Hannelore Börgel Taschenbuch, 2002 Verkaufsrang: 786466 Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 12 Tagen. Hannelore Börgel ist seit Mitte der siebziger Jahre unterwegs in Afrika, Asien und Lateinamerika, bereiste vom Amazonas bis zu den Philippinen eine Vielzahl von Entwicklungsländern, oft von den Hauptstädten bis weit ins Hinterland hinein. Sie beobachtete, befragte, war zu Gast in den Familien und sammelte eine Fülle von Eindrücken und Informationen über das Leben der Menschen und über die politische Entwicklung der einzelnen Regionen. Einige Länder besuchte sie mehrmals, stellte Vergleiche an zwischen dem Gestern und Heute. Wie in einem Tagebuch fasst sie ihre prägnanten Darstellungen ab, vermittelt uns Zeitgeschichte und Hintergrundwissen.
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Himmelbett und Höllenangst: Dreizehn Hotels, die Geschichte machten Erich Follath Gebundene Ausgabe, September 2003 Verkaufsrang: 596358 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hotels sind Orte der Begegnung: Hier treffen Geschichte und Geschichten aufeinander, hier wird manchmal Weltpolitik geschrieben. Der langjährige Korrespondent, Autor und 'Spiegel'-Journalist Erich Follath porträtiert dreizehn außergewöhnliche Hotels aus eigener Erfahrung. Seine "Menschen im Hotel" sind Staatsmänner, Starreporter und Statisten, Anstifter von Kriegen wie Opfer von Intrigen. Graham Greene und Fidel Castro spielen dabei ebenso wichtige Rollen wie Maos Witwe, Menachem Begin und Wladimir Putin.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Lust auf mehr 5 von 5 Punkten Ein schnörkellos brillantes, wort- und geistreiches Buch über Hotels, die unserer trostlosen Zeit der Standardisierung (um nicht zu sagen Gleichschaltung) des Reisens trotzen. Über des Autors Begegnungen mit ungewöhnlichen und manchmal auch skurrilen Menschen, die viel über das jeweilige Hotel zu erzählen wissen. Einzige Kritik: warum wurden so geschichtsträchtige Hotels wie das Gästehaus Petersberg oder das Waldorf Astoria nicht berücksichtigt? Vielleicht ja das nächste Mal. Das Buch macht auf jeden Fall Lust auf mehr.
Können Hotel-Beschreibungen spannend sein? 5 von 5 Punkten Hatte ich bisher nicht gedacht, doch der Autor von Himmelbett und Höllenangst hat mich vom Gegenteil überzeugt. Ich kannte schon das letzte Buch von Follath (Oberammergau-Passionsspiel-Krimi)und habe auch viele seiner Spiegel Reportagen gelesen. Dass Follath investigativ ist, dass er scharfsinnig und zugleich kreativ und witzig schreibt, war mir sowieso bekannt. Aber dass man 13 Kurzportraits von Hotels dermassen spannend gestalten kann, ist mir neu. Fairerweise muss hinzugefügt werden, dass die Hotels oft nur ein Aufhänger sind, und dass Themen aufgegriffen werden, die weit über Hotel & Travel hinausgehen. Anhand ungewöhnlicher Geschichten und mit Hilfe von noch ungewöhnlicheren Persönlichkeiten wird die politische Entwicklung in den jeweiligen Ländern auf eine sehr persönliche Weise dargestellt. Sehr zu empfehlen, dieses Buch ist Reiseliteratur vom Feinsten! |
The Man Who Ate the World: In Search of the Perfect Dinner Jay Rayner Taschenbuch, 30. April 2009 Verkaufsrang: 30324 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 'Thoroughly entertaining and often hilarious' - Heston Blumenthal 'Laugh out loud funny' - Charles Spencer, Guardian 'A witty world tour of gastronomic culture from Las Vegas to Tokyo and everywhere worth visiting in between' - Scotland on Sunday 'Brilliant' - Observer 'A genuine book... not a collection of recycled articles, but a piece of vivid food and travel writing based on research' - Observer Review
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Spuren am Himmel: Mein Lebenstraum Bertrand Piccard Gebundene Ausgabe, Dezember 2007 Verkaufsrang: 603286 Gewöhnlich versandfertig in 9 Tagen. Als neunjähriger Junge stand Bertrand Piccard in Cape Kennedy und verfolgte den Start der Apollo-Mission. Seit damals wußte er, was er wollte: die Welt von oben sehen. Er versuchte den Traum vom Fliegen für sich in allen Spielarten wahrzumachen. Mit einem Ultraleichtflugzeug, als Fallschirmspringer, als Gleitschirmflieger eroberte er den Himmel - bis er schließlich den perfekten Weg fand, seine Sehnsucht zu stillen: Ballonfahren. Schon sein Vater Jacques und sein Großvater Auguste waren weltberühmte Abenteurer, die im Meer und in der Luft die Grenzen der Biosphäre erreichten. Bertrand Piccard erzählt, wie er ihnen nacheifert, wie er lernt, Wagnisse einzugehen und sich selbst zu vertrauen. Sein Buch handelt nicht nur vom Fliegen, von der Faszination, sich von der Erde zu lösen, sondern ebenso vom Mut, seinen Traum zu leben und sich selbst zu finden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Träume werden wahr! 1 von 5 Punkten Frei wie ein Vogel fliegen zu können, dem Alltag und der Welt (ent)fliegen zu können, wer hat sich das nicht schon auch einmal gewünscht? Piccard als gebildeter Sohn einer High-Society Familie hat sich in Aussteigermentalität diesen leidenschaftlichen Traum wahr gemacht. Der Autor beschreibt, wie ihn dieser sein ganzes Leben bestimmende Traum mitgerissen hat, für den er alles bereit war zu opfern und dies auch getan hat. Er beschreibt die unglaublich starken Leidenschaften und Emotionen, die ihn davongerissen haben und man meint, er habe beim Schreiben alles ein zweites Mal durchlebt. Der Leser wird ebenso förmlich davongerissen, insbesondere, wenn auch er sich mal gewünscht hat, zu Fliegen. Der Autor beschreibt alle existenziellen Situationen sehr eindringlich, in die er zwangsläufig im Rahmen seiner Flüge geraten ist und man verfolgt mit Spannung, wie er sie meistern wird und ob er die stets neuen Herausforderungen und Grenzen die er sich neu setzt wohl meistert und überwindet. Die starken Emotionen, Leidenschaften, Gefühle und existentiellen Erfahrungen reißen den Leser mit. Als Erfahrungs- und Erlebnisbericht ist dieses Buch - insbesondere für Flieger und solche, die es werden wollen oder davon träumen- wärmstens zu empfehlen. Als nachteilig allerdings erweist sich, dass der Autor das Bemühen zeigt, eine Lebensphilosophie zu vermitteln, die zweiffellos kein Thema eines Erlebnisberichtes sein kann und in großen Teilen nicht durchdacht ist. Mich hat es sehr gestört, dass der Autor versucht, ohne recht darüber nachgedacht zu haben, zu belehren, und in einem sich -selbst- auf -den Thron -heben auf die Kleingeister des Bürgertums herabsieht, die seines Erachtens für derartigen Erfahrungen oder Gedankengänge weder offen, noch willens oder in der Lage sind. Als Erlebnisbericht eines Extremsportlers zweifelsohne lesenswert und spannend - als kläglicher Versuch der unkritischen, aufdrängenden Vermittlung von Lebensweisheiten jedoch zweifelsohne erbärmlich. Insgesamt ein leidenschaftliches Buch mit allen Vor- und Nachteilen.
Stillt die Erfüllung von Träumen die Sehnsucht? 5 von 5 Punkten "Denn wenn wir in unserem Leben die Höhe verändern wollen, müssen wir unbedingt auch all unsere vorgeblichen Sicherheiten, unsere Paradigmen, unsere Dogmen und anderen festgefügten Überzeugungen über Bord werfen. Wir müssen uns selbst in Frage stellen, unsere eingefahrenen Denk- und Verhaltensmuster verändern und uns neuen Ideen öffnen, die uns eine andere Wahrnehmung erlauben.... Die Höhe zu wechseln hieße, eine neue innere Freiheit zu entwickeln, unsere panische Angst vor dem Unbekannten loszuwerden und die Illusionen zu begraben, wir könnten selbst über die Richtung der Winde bestimmen...." Neben vielen anderen Textstellen, die an dieser Stelle ebenso würdig wären zitiert zu werden, hat mich diese am meisten berührt. Piccard führt den Leser auf den vorhergegangenen 230 Seiten zu dieser Essenz. Eine Essenz, die er aus den Erlebnissen seines bisherigen Lebens gezogen hat. Das Buch erinnert mich sehr an eine Biografie, die Biografie eines Mannes, der im Leben diverse Höhen und Tiefen erlebt hat - sowohl als Flieger und Ballonfahrer als auch als Mensch. Wir lernen Bertrand als kleinen Jungen in Amerika kennen, erfahren wie er auf der Suche nach Abenteuer gepackt wird vom Drachen fliegen und hier recht bald große Erfolge erzielt. Wie er mit seinem Ultraleichtflugzeug nicht nur über Monaco und dem Poseidontempel in Griechenland seine Kreise zieht sondern ebenso erstaunliche Eindrücke über den Malediven im indischen Ozean beschreibt. Die Bilder, die Piccard in Worte fasst, erscheinen vor dem inneren Auge des Lesers und führen ihn weg in paradiesische Gefilde. Doch so neidisch man auf diese Erlebnisse sein kann, auch sie haben ihre Schattenseiten, die vielleicht, weil die Erlebnisse so berauschend schön, umso schmerzvoller sind. Und auch diese hält uns Piccard nicht vor. Haben doch vielleicht gerade diese, ihn in seinem Leben auch entscheident geprägt und lehrreiche Impulse gebracht. Es verwundert nicht, dass dieses Buch keine reine Beschreibung seiner Flugabenteuer ist, sondern erheblich mehr. Verwoben in die Erlebnisse sind Gedanken und Erkenntnisse über das Leben selbst und über uns Menschen, die wir immer wieder versuchen das Leben zu meistern, indem wir es mit wahnsinniger Kraftanstrengung kontrollieren wollen. Man merkt, dass Piccard nicht nur Pilot ist, sondern ebenso Psychiater und Philosoph und viele seiner sorgsam eingewobenen Gleichnisse haben mich tief bewegt. Dabei bleiben sie doch gleichzeitig so allgemeingültig, dass sie jeden Leser ganz individuell ansprechen werden und somit jeder für sich seine persönlichen Erfahrungen darin wiederfinden wird. Piccard's Fliegerkarriere erlebt wohl die drastischste Veränderung nachdem er beschlossen hat, diese aufzugeben. Durch Zufall? wird er gefragt, ob er nicht an einem der größten Ballonrennen der Welt - der Überquerung des Atlantiks - teilnehmen möchte. Aus dieser Erfahrung, die er hochspannend und ausführlich auf 64 Seiten schildert, und dem damit verbundenen Sieg, wird die Idee der Erdumrundung im Ballon geboren. Auch hier geht es dann nicht ohne Schwierigkeiten, die er uns auf den folgenden Seiten auch nicht verschweigt, ja mit denen er vielleicht sogar wächst, um bei seinem dritten und letzten Anlauf, dieses Abenteuer letztendlich als erster auf der Welt gemeinsam mit Brian Jones zu bestehen. All denen, die eine reine Sachschilderung der Flugkünste, ob mit Drachen, Ultraleicht oder Ballon, erwarten, sei abgeraten dieses Buch zu lesen. All denen, die sich mit dem Leben an sich auseinandersetzen, die Abenteuer mögen und fasziniert davon sind, welche Auswirkungen Abenteuer auf die menschliche Psyche haben, sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ein faszinierendes Buch, das uns ans uns selbst heranführen kann und uns zeigt, was tiefe Sehnsucht bewegen kann. "Seit diesem Augenblick akzeptierte ich es, keine Antworten zu finden, ich akzeptiere es, im Zweifel zu verharren und das Unbekannte von meinem Innern Besitz ergreifen zu lassen. So geht es mir nun plötzlich sogar besser ohne Sicherheiten! In diesem Zustand ist es leicht, einer Spur am Himmel zu folgen, auch wenn ich überhaupt nicht weiß, wohin sie mich führen wird. Das große Fragezeichen, das so drohend vor mir stand, eröffnet mir nun kurioserweise ungeahnte Horizonte." |
Von Pol zu Pol mit Michael Palin Michael Palin, Basil Pao Gebundene Ausgabe, 1993 Verkaufsrang: 708957 Das Tagebuch einer Weltreise, genauer: einer Längengrad-Weltwanderung. Vom Nordpol zum Südpol ging die Fahrt möglichst entlang des 30. Längengrads, möglichst ohne Flugzeug, dafür per Schiff, Zug, Lastwagen, Floß, Schneemobil, Bus, Kahn, Fahrrad, Ballon, Jeep und Pferdewagen. Michel Palin und sein Team waren länger als 5 Monate unterwegs, sie durchquerten 17 Länder.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Kennen Sie Ihr nächstes Urlaubsziel? 5 von 5 Punkten Nicht nur, dass ich Zeit meines Lebens (immerhin 16 Jahre) davon geträumt habe, um die Welt zu reisen und fremde Länder einmal anders als ein normaler Tourist kennenzulernen, nein, ich bin auch noch ein ausgesprochener Michael Palin Fan. Dieses Buch fesselt sofort durch die liebevolle Art des Autors, der genau weiß, was den Leser interessiert. Eine gute Mischung aus Information und Geschichte der bereisten Länder, Humor, Beschreibung von Land und Leute und nicht zuletzt dem Alltag der Menschen, die diese schwere aber einmalig schöne Reise auf sich genommen haben, lässt einen nicht mehr los. Man gerät ins Träumen, wenn Palin die Sonnenuntergänge am Nil beschreibt und hält den Atem an, wenn es durch die reißenden Ströme des Zambesie in einem Schlauchboot hinab geht. Noch ein Tip: Ich habe das Buch in englisch gelesen, es ist nicht schwer!!
Eine gelungenes Reisetagebuch mit einigem engl. Humor 4 von 5 Punkten "Von Polo zu Pol" ist ein leicht zulesendes Reisetagebuch, indem man so manch interessanten und kuriosen Dinge aus anderen Ländern kennenlernt. Der britische Humor Palin's trägt außerdem noch dazubei das es nie "Durchhänger" beim Lesen gibt. Ich kann dieses Buch sowohl an Fan's von Reiseberichten, als auch an Freunde des britischen Humors weiterempfehlen. Beide werden garantiert auf ihre Kosten kommen ! |
Große Entdecker: Die bedeutendsten Pioniere aller Zeiten
Broschiert, März 2011 Verkaufsrang: 616763 Noch nicht erschienen.
| Reise um die Welt mit Captain Cook Heinrich Zimmermann Broschiert, März 1981 Verkaufsrang: 660734
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