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Klarheit, Ordnung, Stille: Was wir vom Leben im Kloster lernen können Petra Altmann, Anselm Grün Gebundene Ausgabe, August 2007 Verkaufsrang: 43762 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Immer mehr Menschen zieht es für eine Auszeit ins Kloster. Sie suchen dort genau das, was der Titel dieses Buches verspricht: Klarheit, Ordnung und Stille. Drei Dinge, die oft in unserem hektischen, lauten und überfrachteten Alltag fehlen. Das Buch von Pater Anselm Grün und Petra Altmann zeigt Wege auf, wie man sie auch außerhalb der Klostermauern zurückgewinnt und zu Bestandteilen des täglichen Lebens machen kann. Dazu bietet Klarheit, Ordnung, Stille tiefere Einblicke in das monastische Leben und lässt Zisterzienserinnen des Klosters Waldsassen und Benediktiner des Klosters Münsterschwarzach zu Wort kommen. Es wird deutlich, dass jeder von den jahrhundertealten Ordensregeln profitieren kann, denn die feste Struktur von Tag, Monat und Jahr und der Rhythmus von Arbeit und Gebet, von Aktion und Kontemplation sind absolut zeitgemäß. Und die klösterliche Welt ist kein weltfremder Ort, an dem nur perfekte Menschen leben. Auch hier gibt es Schwächen, Konflikte und Probleme. Das Buch ist wie ein Dialog zwischen Anselm Grün und Petra Altmann aufgemacht. Zu den Überschriften Der Rhythmus des Lebens, Aus sich selbst schöpfen, Das Miteinander, Den Körper achten und Leib und Seele Gutes tun berichtet zunächst der Pater aus der klösterlichen Erfahrungswelt. Anschließend überträgt die Journalistin dies ins profane Berufs- und Privatleben und stellt dabei auch Übungen vor, die helfen, das Gelesene praktische umzusetzen. Wie in einem richtigen Dialog kommt es dabei vor, dass die gleichen Dinge zweimal gesagt werden, was dem Wert und dem Nutzen der Lektüre jedoch keinen Abbruch tut. Untermalt wird der Text von meditativen und inspirierenden Fotografien, die die Schönheit der Klöster zeigen und ihre Bewohner liebevoll porträtieren. -- Dagmar Rosenberger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Für alle Menschen, die in Einklang mit sich selbst kommen möchten, 5 von 5 Punkten haben der Benediktinerpater Dr. Anselm Grün und die Journalistin Dr. Petra Altmann ein Buch verfasst, dass sich mit der Lebensweise im Kloster auseinandersetzt, deren Zweck darin besteht größtmögliche Klarheit, Ordnung und Stille zu erzielen, um auf diese Art in Harmonie mit sich und anderen leben zu lernen.
So wird empfohlen die Fastenzeit dazu zu nutzen sich körperlich und auch seelisch zu reinigen.
Um dem grauen November mental zu entfliehen möge man mit Duftölen meditieren, sich gedanklich ans Meer begeben oder der sommerlichen Sonne in der Fantasie entgegen gehen.
Pater Anselm schlägt vor im Jahr ( den Kirchenfesten nicht unähnlich) immer wieder Highlights zu setzen, um sich immer auf etwas freuen zu können.
Bewusst möge man sich viel in der Natur aufhalten und die Jahreszeiten wahrnehmen. Grünkraft, so die Autoren, ist lebenswichtig für uns alle. Menschen, die sich zu wenig im Freien aufhalten, fühlen sich irgendwann ausgelaugt und voller Kummer.
Die Autoren schlagen feste Tagesstrukturen vor, weil diese einerseits Zeit ersparend sind und damit Lebensqualität erhöhen, zudem der Seele inneren Halt zu geben vermögen.
Auch solle man sich bemühen " im Fluss" zu bleiben, d.h. nicht zu lange über einer Sache brüten, sondern sich bei allem Tun Zeitlimits zu setzen.Auf diese Weise lassen sich Aufgabenberge im Vorfeld vermeiden.
Die Autoren zeigen detailliert , wie man einen idealen Tagesplan gestaltet und stellen die These auf, dass Chaos grundsätzlich krank macht.
Es ist notwendig äußeres Chaos zu beseitigen, um zur inneren Ordnung und damit Ruhe zu gelangen. Hier empfehlen die Autoren einen Pflichtenplan aufzustellen, durch den man sich Oasen der Ruhe schaffen kann.
Grün konstatiert, dass viele Menschen , die dort wo sie sind ,Verwirrung stiften. Das eigene innere Chaos wirke sich immer auf die Mitmenschen aus. Die negativen Emotionen der anderen vermischen sich mit den eigenen. Von daher ist es notwendig die eigene Seele zu reinigen.
Wer zu sich selbst finden möchte muss annehmen, loslassen, eins werden, neu werden. Es gilt der Frage nachzugehen, was wichtig und unwichtig ist, was gut tut und was schadet? Hass schadet immer, weil Hass die eigene Seele zerfrisst.
Wichtig auch ist sich von Ängsten zu befreien um Energie zu gewinnen.
Die Autoren werben für Momente der Besinnung. Man möge Emotionen nicht verdrängen, sondern sich aktiv mit ihnen befassen, nur so kann Ruhe in die Seele einkehren.
Um morgens besser und fröhlicher aufzustehen empfiehlt das Autorenteam ein Morgenritual, denn Rituale erleichtern generell den Umgang mit sich selbst und mit anderen. Auch hier berichtet Anselm vom klösterlichen Leben und zeigt, wie sinnstiftend persönliche Rituale dort sind.
Ruhepole, wie man sie beim Lesen findet, werden heute als Bibliotherapien angeboten und zeigen , dass das Lesen auch meditativen Charakter haben kann.
Seinen Mitmenschen zuzuhören, sie dadurch zu achten , ab und an zu schweigen um sich für Verborgenes zu öffnen, sich Schweigephasen zu gönnen, sind Methoden um zu sich und anderen einen tieferen Zugang herzustellen und zu einem besseren Miteinander zu gelangen.
Bei allem gilt es aber auch sich abzugrenzen und die Grenzen Dritter zu akzeptieren. Nur so lassen sich langfristig Konflikte vermeiden.
Es ist wichtig eigenes Handeln immer wieder zu hinterfragen , insbesondere auf den Punkt hin, ob man seinen Nächsten respektiert.
Wer Freunde haben möchte, muss offen sein und mit anderen lachen können.
Wer selten lacht, neigt zu destruktivem Verhalten.
Körperliche Bewegung ist wichtig um den Geist fit zu halten, gleichwohl ist auch genügend Schlaf erforderlich um zur innerer Ausgeglichenheit zu gelangen.
Um sich wohl zu fühlen, benötigt man neben all diesen Faktoren genügend Luft und Licht. Wer längere Zeit im Dunkeln lebt, wird depressiv.
Klöster wecken und schärfen die Sinne, so liest man und genau das möge man auch außerhalb der Klostermauern anstreben.
Die tägliche Nahrungsaufnahme soll bewusst gepflegte Esskultur implizieren, dem ein Zeitblock für Fastentage entgegengesetzt wird, der dazu führen soll, dass man sich von unnötigem Ballast befreit.
Die 17 Gesprächspartner von Dr. Altmann in der Benediktinerabtei Münsterschwarzbach und in der Zisterzienserinnenabtei Waldsassen dokumentieren auf den vielen Fotos durch ihr positive Ausstrahlung, dass man gut beraten ist, Verhaltensmuster des klösterlichen Lebens in den persönlichen Alltag zu übernehmen.
Sehr empfehlenswert!
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Das große Buch der Hildegard von Bingen: Bewährtes Heilwissen für Gesundheit und Wohlbefinden
Gebundene Ausgabe, 1. Februar 2007 Verkaufsrang: 42734 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hildegard von Bingen (1098-1179) war Universalgelehrte, Prophetin und Künstlerin zugleich. Die Benediktinerin überlieferte ein enormes Wissen um die heilsamen Kräfte der Natur und die Möglichkeiten, sie sinnvoll zu nutzen. Die Kräuterkunde der Hildegard von Bingen, ihre Gesundheits- und ihre Ernährungslehre - in diesem Band sind sie alle vereint. Anregungen zur gesunden Ernährung, hilfreiche Behandlungsvorschläge bei den verschiedensten Beschwerden und zahlreiche Hildegard-Rezepte machen das Buch zu einem wertvollen Nachschlagewerk für alle, die sich für ganzheitliche Naturheilkunde interessieren.
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Super Fensterbilder XXL für Winter & Weihnachten: Alle Motive im Riesen-Format Gabriele Erdmann Broschiert, September 2005 Verkaufsrang: 94155 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Super-Fensterbilder aus Papier & Karton im XXL-Format für die ganze Wohnung. Tolle Motive: Schneemann, Eskimo, Eisbär, Engelschor, Lebkuchen-Lokomotive, Nikolausstiefel, Weihnachtsmann, Christbaum und vieles mehr Alle für Eines: Einzelne Motive zu fröhlichen Gruppenbildern wie Winterlandschaft oder Heiligabend zusammenfügen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Zweigeteilte Meinung 3 von 5 Punkten Diese Buch ist meiner Meinung nach zweigeteilt. Zum einen sind darin sehr süße Motive enthalten, welche man vorher noch nicht gesehen hat, auch werden Kleinigkeiten zur Dekoration genutzt, auf die man vorher selbst nicht gekommen wäre. Auch sind sie relativ einfach zu basteln, auch unter Umständen gut für Kinder geeignet, denn die Motive bestehen meist aus wenigen Einzelteilen. Jedoch muss man auch sagen, das dieses Buch von den Anleitungen her ein wenig mangelhaft ist. Auf den Vorlagebören fehlen manchmal die gestrichelten Trennlinie um bei abzeichenen genau erkennen zu können um welches Teil des Motives es sich handelt. Auch stimmen die Vorlagen manchmal nicht mit dem gezeigten auf der Vorlage überein und man muss sich selbst seine Teil denken. Für Leute die Lust haben sich manchmal ihren eigene Teil zu denken ist dieses Buch eine lustige Anregung für Winter und Weihnachten. |
Meine Taufe: Erinnerungs-Album Elmar Gruber Gebundene Ausgabe, Januar 2007 Verkaufsrang: 70272 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieses wunderschöne Album mit vielen Seiten zum Selbstgestalten, aber auch Texten, die die Symbole des Taufritus erklären und den weiteren Lebensweg des Kindes begleiten, wird lange Zeit die schönen Erinnerungen an das Fest der Taufe und die guten Wünsche der Gäste festhalten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
schönes Album, jedoch wenig freie Seiten für Fotos 3 von 5 Punkten Das Album ist wunderschön gestaltet, aber ich hätte mir mehr freie Seiten zum Einkleben der Fotos gewünscht.
Da die gezeichneten Rahmen für die Fotos oftmals nicht den Foto-Standardmaßen entsprechen, wird das Einkleben teilweise erschwert. |
Die Gesetze des Denkens und Glaubens: Sie werden, was Sie denken und glauben. (Grenzwissenschaften/Esoterik) Joseph Murphy Taschenbuch, 15. Februar 2007 Verkaufsrang: 74325 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit Hilfe dieses faszinierenden Buches des bekannten Autors gelingt es jedermann, die in ihm schlummernden seelischgeistigen und emotionalen Kräfte zu mobilisieren und zielbewußt einzusetzten.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Eines der klarsten Bücher zum "Positiven Denken" 5 von 5 Punkten Ich war eben überrascht über die teilweise erheblich negativen Stimmen "Die Gesetze des Denkens und Glaubens" von Joseph Murphy betreffend.Der vierfache Doktor war ja selbst Prediger, und in den USA hat das Christentum einen völlig anderen Stellenwert als bei uns. Die zahlreichen Bibelzitate wirken auf die meisten Deutschen eher abstoßend. Murphy beschreibt die Gesetze des Denkens und Glaubens aber als unabhängig von der jeweiligen Religion bzw. überhaupt einer Religionszugehörigkeit. Das Buch beinhaltet klare Gesetze, die in erster Linie nicht auf ein dickes Bankkonto und einen schnellen Wagen abzielen, sondern auf die Transzendenz des polarisierenden Denkens und ein Leben in Harmonie. Wunscherfüllungen sind erst der nächste Schritt. Wer mit esoterischem Gedankengut nichts anzufangen weiß, für den ist dieses Buch nichts. Wer sich aber ernsthaft mit dem "Postiven Denken" beschäftigt, wird dieses Buch immer wieder gerne zur Hand nehmen, und jedes Mal neue Weisheit und Spiritualität entdecken, die sich in den verschiedenen Beispielen versteckt.
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Die Amish-People: Überlebenskünstler in der modernen Gesellschaft
Broschiert, Januar 2008 Verkaufsrang: 126136 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Als ob sie aus einer anderen Welt kämen, aus einem anderen Jahrhundert, - die Amish People erscheinen mit ihrer Einheitskleidung altmodisch, sie fahren mit Pferd und Buggy, elektrische Geräte sind verboten. Und doch leben und überleben sie in der modernen amerikanischen Gesellschaft des 21. Jahrhundert und ihre Anzahl wächst stetig. Der Soziologe Peter Ester hat mit diesen merkwürdigen Leuten gelebt und erzählt die Geschichte dieser traditionell-religiös geprägten Gemeinschaft. Er schildert, wie sich die Amish als Wiedertäuferbewegung vor 200 Jahren von ihren deutschen und schweizerischen Glaubensbrüdern abspalteten und nach Amerika auswanderten, wo sie sich als Bauern niederließen. Die einfache Lebensweise fast ohne Hierarchie, die Bibel als Orientierung und die ständigen Kompromisse mit der "Außenwelt" haben das überleben der Amish bis heute gesichert. Auch über ihre Zukunftschancen handelt dieses Buch. Innenansichten einer Touristenattraktion - Wie die Amish People ihre einfach e Lebensweise bewahren und die Herausforderung der modernen Gesellschaft bestehen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
spannend, informativ, klar! 5 von 5 Punkten Peter Esters Buch hat mich wirklich fasziniert, es ist fesselnd und informativ, ohne "trocken" zu sein.
Nach einem kurzen Abriss über die historische Entwicklung der Amish folgt die Beschreibung der Religion, der Kultur und der sozialen Struktur. Das dritte Kapitel befasst sich mit den Problemen der Amish bei der Abgrenzung gegenüber der modernen, in ihren Augen "verwerflichen" Gesellschaft. Im letzten Kapitel werden mögliche Zukunftsprognosen für die Amish angeboten, die sehr gut nachvollziehbar sind.
Wer dieses Buch gelesen hat, kann von sich behaupten, dass er schon einen sehr guten Einblick in die Welt der Amish hat.
An Peter Esters Buch hat mir besonders gefallen, dass er trotz der sachlichen und neutralen Darstellung sehr wohl auch Kritik anklingen lässt: Die Amish werden gemeinhin für ihren "ursprünglichen" und streng gläubigen Lebensstil bewundert, wünschenswerte Eigenschaften wie Bescheidenheit, Gemeinschaftssinn und Aufrichtigkeit werden ihnen - natürlich oft zu Recht - zugeschrieben. In den Staaten sind sie regelrechte Touristen-"Attraktionen".
Ester verschweigt aber nicht, dass die Amish in Konfrontation mit der modernen Welt sehr oft zu fast paradoxen Kompromissen neigen: So ist es den Amish nicht erlaubt, mit dem Auto zu fahren. Sie dürfen aber in fremden Autos mitfahren. Sie dürfen selbst nicht telefonieren, sondern nur (über ein Gemeinschaftstelefon) Gespräche nach "außen" führen - was vor allem die Kaufleute unter den Amish, für die das Telefon bei Kundenkontakten unentbehrlich ist, dazu zwingt, dieses Verbot sehr erfinderisch zu umgehen.. Es gibt unzählige Beispiele für solche fragwürdigen Kompromisse, und in meinen Augen wird die Grenze zwischen religiöser "Standhaftigkeit" und schlichter Starrköpfigkeit bzw. "Augenauswischerei" schon überschritten.
Alles in allem: Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen!
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Theaterstücke für die Weihnachtszeit Susanne Enders, Peter Enders, Johannes Eucker Ringeinband, April 2004 Verkaufsrang: 70429 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wieder einmal auf der Suche nach einem grundschulgerechten Advents- oder Weihnachtstheaterstück? Und zwar eines, das nicht kitschig oder schon völlig abgegriffen ist? Ein Stück, das ohne größeren Aufwand einstudiert werden kann und obendrein allen Beteiligten und den Zuschauern große Freude macht? Dieser Band bietet Ihnen mehrere neue Theaterstücke für die Weihnachtszeit, die in der Grundschule erfolgreich erprobt wurden. Alle Stücke sind fertig aufbereitet mit Drehbuch , Tipps zum Einstudieren sowie kopierfähigen Vorlagen für Kostüme und Requisiten.
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Lichtstrahlen 2009: Stille vor Gott
Broschiert, Juli 2008 Verkaufsrang: 17238 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die tägliche Bibellese bietet mehr als nur eine Auslegung der Tagestexte. Beim Jahresthema 2009 geht es um die Stille Zeit: Was sagt die Bibel zur Stillen Zeit? Was bedeutet es, still vor Gott zu sein, zu ihm zu kommen? Wie kann ich die Stille Zeit, meine persönliche Zeit mit Gott, gestalten? Jede Woche startet mit einem Gedanken / einem Vers zum Thema. Zu jedem behandelten biblischen Buch gibt es eine übersichtliche Einführung.
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Mut zur Endlichkeit: Sterben in einer Gesellschaft der Sieger Fulbert Steffensky Broschiert, März 2007 Verkaufsrang: 11247 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In einer Gesellschaft, in den Sinn durch Effektivität und Rentabilität ersetzt ist, haben es die Palliativstationen schwer. Wissenschaftliches Renommee erlangt man mit medienwirksamen Operationsmethoden und mit aufwendiger kurativer Hightech-Medizin, nicht aber mit der aufwendigen Pflege von Sterbenden. Es könnte sein, dass gerade die Hochleistungsmedizin, wenn sie einmal in Gang gebracht ist, ein Sterben in Würde verhindert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein beeindruckendes Buch über das meistverdrängte Thema unserer Wirklichkeit - das Sterben und den Tod 5 von 5 Punkten Jung sein, schön sein, erfolgreich sein - diese Maxime unserer angeblich so modernen Gesellschaft hat sich erfolgreich in fast jede Menschenseele eingenistet. Die impertinente Werbung, der immer stärkere soziale Druck und vieles andere mehr machen es den Individuen schwer, von diesen Schönheits- und Gesundheitsidealen wirklich unabhängig zu werden. Den meisten hilft auch die Erkenntnis nicht weiter, dass dieser ganze Kult um Jugend und Gesundheit letztlich nichts anderes ist als Todesverdrängung.
Hilfreich sind deshalb für den kritisch und selbstkritisch bleibenden Zeitgenossen Bücher wie das vorliegende von Fulbert Steffensky, einem Theologen, dem es in seinen Büchern gelingt, eine eigene, so vorher schon lange nicht mehr beschriebene Form einer genuin protestantischen Spiritualität zu entwickeln.
In "Mut zur Endlichkeit. Sterben in einer Gesellschaft der Sieger" übersetzt er zunächst alte paulinische Erkenntnis aus dem 8. Kapitel des Römerbriefs in eine moderne Sprache:
"Der Versuch, sein eigener Lebensmeister zu sein, sich selber zu erjagen und sich in der eigenen Hand zu bergen, führt in nichts anderes als in Vergeblichkeit und Zwänge. Der Zwang, sich selber zu gebären und sich durch sich selbst zu rechtfertigen, führt in Verzweiflung und in den Kältetod. Das, wovon wir eigentlich leben, können wir nicht herstellen: nicht die Liebe, nicht die Freundschaft, nicht die Vergebung, nicht die eigene Ganzheit und Unversehrtheit. Man kann sich nicht selbst beabsichtigen, ohne sich zu verfehlen. Man kann sich nicht selbst bezeugen, ohne der Verurteilung zu verfallen. Gnade ist also nicht der Differenzbegriff zwischen dem großen Gott und dem kleinen Menschen. Gnade heißt Befreiung von dem Zwang, sein eigener Hersteller zu sein."
Der alte aber auch der schwerkranke, dem Sterben entgegensehende Mensch "hat seine Stärke verloren. Er kann sich nicht mehr in der eigenen Hand bergen, er muss sich aus der Hand geben. Er ist angewiesen und bedürftig geworden."
Der Glaube daran, dass Gott das Zerbrochene ansieht und den Zersplitterten sich zuneigt, wirkt den gesellschaftlichen Ganzheitszwängen entgegen:
"Wer an Gott glaubt, braucht nicht Gott zu sein und Gott zu spielen. Er muss nicht der Gesündeste, der Stärkste, der Schönste, der Erfolgreichste sein. Er ist nicht gezwungen, völliger Souverän seines eigenen Lebens zu sein. Wo aber der Glaube zerbricht, da ist dem Menschen die nicht zu tragende Last der Verantwortung für die eigene Ganzheit auferlegt."
Und so kommt ein ganz neues Leiden schon in junge und gesunde Menschenleben hinein: Totalitätserwartungen an das Leben, die Liebe und die eigene Leistung programmieren ihr Scheitern. Steffensky plädiert deshalb für sogenannte "Inseln der Deutlichkeit", gebaut und unterhalten von Menschen und Kirchen, die sich als Christen zeigen. "Was sich verbirgt, stirbt." An diesen Inseln könnte sich eine Gesellschaft deutlich werden, die, indem sie den Tod, das Sterben und das Scheitern verdrängt, ihm nur umso mehr Macht zusteht.
Und:
"Der Mensch ist, weil er sich verdankt, das lehrt Paulus in jenem Kapitel des Römerbriefs( Römer 8). Die große Grundfähigkeit des Lebens ist der Dank. Der Dank lehrt uns, das Leben zu lieben."
"Wer weiß, dass er sich verdankt", sagt Steffensky am Ende, "ist des Lebens fähig, vielleicht auch des Sterbens."
Das einzige, was an diesem wunderbaren Buch nicht zu empfehlen ist, ist sein Preis. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass sein solches 44- seitiges Heft, kleiner als ein Briefumschlag, 12 Euro kosten soll.
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Abschied vom Kinderglauben: Ein Kursbuch für aufgeklärtes Christsein Wolfgang Pauly Broschiert, August 2008 Verkaufsrang: 66052 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Den christlichen Glauben verantwortungsvoll und aufgeklärt in der Moderne zu leben und seine zentralen Inhalte kritisch zu reflektieren: Darum geht es in diesem Buch. Der Autor sucht nach kreativen neuen Möglichkeiten der Interpretation, die existenzielle Fragen der Menschen von heute beantworten und dem differenzierten Weltbild der Moderne gerecht werden.
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Der eigene Gott: Von der Friedensfähigkeit und dem Gewaltpotential der Religionen Ulrich Beck Gebundene Ausgabe, 17. März 2008 Verkaufsrang: 40830 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Alle Weltreligionen sehen sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts radikalen Transformationen ausgesetzt, alle Weltreligionen ebenso wie alle kulturellen Schöpfungen und Symbole existieren gleichzeitig nebeneinander und stehen meist, herausgelöst aus ihren zeitlichen und räumlichen Kontexten, offen für eine allgemeine Verfügbarkeit, für fundamentalistische oder individuelle Aneignungen. Globalisierung bietet nicht nur die große Chance für die Weltreligionen, sich aus den territorialen Bindungen der Nationalgesellschaft und des Nationalstaates zu lösen und ihre transnationalen Dimensionen, Netzwerke und Imaginationen von "Gemeinschaft" neu zu entdecken und wiederzubeleben. Zugleich werden auf diese Weise auch wechselseitig die Monopolansprüche in Frage gestellt. Die Weltreligionen sehen sich dazu gezwungen, im grenzenlosen Raum massenmedialisierter Öffentlichkeit und Nachbarschaft miteinander konkurrieren und kommunizieren müssen. Das post-säkulare Zeitalter hat den Modernitätsstreit zwischen Religionen und Säkularismen zu überwinden zugunsten einer Zivilisierung der Zivilisation (die geistliche Einheit des Menschengeschlechts verpflichtet die Bevölkerungen unterschiedlichen Glaubens, einen "gemeinsamen Pfad" zu finden). Wie steht der Einzelne, als religiöser oder als nicht-religiöser Bürger, wie stehen Christen, Juden und Muslime zum "Geist" der Weltgesellschaft?
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
"Auf Gott verzichten, heißt auf den Menschen verzichten."(Lou von Salomé) 5 von 5 Punkten Ulrich Beck (1944-) ist Professor für Soziologie und Politik an den Universitäten München und London. Seine Sicht auf die Welt-Risikogesellschaft wie auf die Individualisierung in den Gesellschaften sind anerkannte Werke und ebenso lesenwert. Wie er die Moderne und die reflexive Moderne auch unter den Aspekten der Freiheit behandelt, lesen Sie in vielen seiner Werke. Den Grundthesen bleibt er treu, es ist die Soziologie, die den Menschen im Kontext der Gesellschaft und Gesellschaft unter dem Aspekt der kosmologischen Veränderung betrachtet. Globalisierung und demographischer Wandel sind nun nur zwei genannte Aspekte, die aus soziologischer Sicht betrachtet, Religion in ein neues Feld rücken. Beck verweist eindeutig darauf, dass die Soziologie kein Anrecht auf Religion und Theologie beansprucht, sondern dass die Wissenschaft sehr wohl die Religion als Teil des gesellschaftlichen Gemeinwesens zu betrachten hat. Religion zeigt sich damit zunächst als Subjekt in dem Sinne, dass in dem Begriff immanent ein Regelwerk festgelegt ist, welches die Zugehörigkeit definiert. Religiös sein dagegen meint nichts anderes, als ein Gefühl von tendenzieller Zugehörigkeit zu einer unbestimmten Gruppe. Damit werden zwei Punkte klar, die den okzidentalen Bestimmungshorizont erreichen: Monotheismus in der mosaischen Ausprägung definiert ein Entweder-oder als Religion und damit eine bestimmte Zugehörigkeit unter dem Merkmal: Glauben. Der Vernunftgedanke spätestens seit Aristoteles sagt, dass es keinen Widerspruch geben darf, A und nicht-A können niemals gemeinsam sein. Tertium non datur. In dieser Klarheit muss nun die Frage der zukünftigen Gesellschaft gestellt werden, die nicht nur Religion als ortsgebundene Art des Spiritualismus kennt. Vielmehr wird Kosmologie, Globalisierung und Migration den soziokulturellen Anteil mit dem Geburtsland vermischen. Es wird nicht mehr den arabischen Muslimen allein geben, sondern eben auch den deutschen Muslimen wie den deutschen Juden etc. Dieses gilt weltweit, wie die USA als Schmelztiegel aller Völker und deren Ansichten bereits erlernen mussten.
Mit der Aufklärung hat sich die Vernunft, das Denken an sich über den Glauben gestellt. Über 200 Jahre haben die Religion in eine neue Fassung bringen können, die eben in der Trennung von Wissenschaft und Religion eine Emanzipation durchmachte und sich als ihr Vorteil nun auf die ursprünglichen Werte und Ziele zu konzentrieren hat und dieses auch kann. Diese Gruppe lebt von den Mitgliedern und den Sinn-Suchenden. Das ursprüngliche Dilemma der Kirche, Antworten auf Fragen der Wissenschaft wie der Spiritualität haben zu müssen, ist zumindest für die Ungläubigen und Atheisten auf den Staat übergegangen. Der Staat ist nun in der Aufgabe, beides tun zu müssen und wird mit allen Unwägbarkeiten rechnen müssen.
Gerechnet hat man möglicherweise nicht mit einem Wiedererstarken der Religionen und doch liegt es in der Logik selbst. Findet man eben die Antworten nicht, wird die Botschaft des Mehrs an Angeboten im Spirituellen, im Religiösen gesucht und mittlerweile gefunden. Kirche und Religion waren von Anfang an global, es ist ihnen in die Wiege gelegt wonach die Gesellschaften kosmologisch Ausschau halten. Gleichzeitig wird deutlich, dass die zunehmend verbesserte Kommunikationsstruktur und mediale Präsenz egal aus welchem Land zu welcher Zeit Empathien ermöglicht, Tsunamis begleiten lässt oder gar den herannahenden Tod als letzte Frohe Botschaft eines Papstes, endlich bei Gott sein zu dürfen. Diese Vielfalt emotionaler Betroffenheit erzeugt ein Gefühl von Religion, mehr jedoch von Religiosität. Damit wird das alte mosaische Entweder-oder des Monotheismus in ein Sowohl-als-auch transfiguriert und die Formel des Dichters Rimbaud "Ich ist ein anderer" gewinnt neue Bedeutung. Wie asiatisches Denken und Fühlen niemals dem aristotelischen Geist zustimmten konnte, sondern immer noch mehr hinter den Dingen sah, ist nun auch der Mensch in der Vielheit von Angeboten aus der Einheit des Glaubens heraus und wird sich seinem eigenen Gott zuwenden. Die soziologische Individualisierung in globalen Gesellschaften wird auf die Kristallisierung eines eigenen Gottes hinauslaufen und dort die spirituellen Bedürfnissen voll befriedigt finden.
Beck sieht jedoch auch, dass in der historischen Gegebenheit die Deutlichkeit jeder Religion eine Rolle spielen wird. Der Zorn auf den Zornbanken Sloterdijks ist permanent vorhanden ( Sloterdijk; Zorn und Zeit, 2006 ) und damit abrufbar. Wenn also Wahrheit in jeder Religion ihre Bestimmung finden muss, kann nur eine darüberliegende Instanz für Wahrheit und Religionsbestand sorgen: Frieden. Beck ruft auf in dieser sich veränderten Zeit nicht auf Religion zu verzichten, sondern in Anerkenntnis eines religiösen Eifers ( Sloterdijk; Gottes Eifer, 2007 ) welcher Art auch immer, friedensbereit und friedensfähig zu werden, wenn nicht gar zu bleiben. Die Friedensfähigkeit jeder Religion muss über die Gewaltbereitschaft jeder Religion gestellt werden. Das kann nur die jeweilige Religion selbst.
Dieses Credo vielleicht als Ergebnis einer sehr interessanten Diskussion über Religion, Religiosität, Individuum und Gesellschaft in den Facetten von Glauben und Fundamentalismus. Die reflexive Moderne findet Mittel und Wege, individual polytheistische Züge zuzulassen. So wie die Welt sich eine Zukunft aus dem Gedanken des Klimas vorstellt, so vielleicht auch eine aus dem Gedanken des Friedens. "Zum ewigen Frieden" schrieb Kant 1799 aus dem Geiste der Vernunft. Bis heute gibt es kein Werk mit dieser Botschaft. Ob man es Beck zuschreiben wird? Aus dem Geiste des "eigenen Gottes? "
Eines steht fest, die Tage sind nicht gezählt, Feuerbach, Marx, Nietzsche, Weber und Freud haben einen wertvollen Beitrag geleistet zum Zauber der Welt. Die Diskussion um das, was außerhalb der Gesellschaft, des Ichs liegt, wird auch in Zukunft Bestand haben. Rorty / Vattimo haben ihren Dialog über Die Zukunft der Religion, 2006 geführt. Ein lesenswertes Essay. Becks Vision der Vermischung von global kosmologischen Möglichkeiten ähnelt dem Gedanken Rortys, wenn dieser von einer Kultur ohne Zentrum, 1993 spricht. Dass der Mensch das metaphysische Denken aufgäbe zu Gunsten einer reinen Vernunft, scheint dennoch so sicher, als wenn er das Atmen aufgäbe, weil ihm die Luft zu unrein erscheine
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"Inwieweit Wahrheit durch Frieden ersetzt werden kann, entscheidet über die Fortexistenz der Menschheit" (209). 5 von 5 Punkten Marx, Feuerbach, Nietzsche, Freud und Max Weber waren sich einig: Die Tage der Religion, des naiven Glaubens an einen allmächtigen Schöpfer, der mit einer Geringschätzung des Diesseits zu Gunsten des Jenseits einhergeht, sind gezählt. Vor knapp 100 Jahren veröffentlichte Max Weber seine Säkularisierungstheorie, gemäß welcher der unaufhaltsame Prozess der Modernisierung unweigerlich zum Ende der Religion, zu einer "Entzauberung der Welt", führen würde. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts müssen wir feststellen, dass das Konzept des Religiösen aktueller, wirkungsreicher, sendungsbewusster und auch gefährlicher denn je ist. Es gibt heutzutage kaum einen Konflikt, der nicht auch mit einer religiösen Komponente versehen ist. In seiner Darstellung "Der eigene Gott" analysiert Ulrich Beck, warum der fortschreitende Modernisierungsprozess nicht zwangsläufig in einer religionsfreien Gesellschaft münden muss und was heute zu geschehen hat, um das Gefahrenpotential der Religionen einzudämmen.
Hier zunächst einmal die von Beck in seinem Buch vertretene Kernthese: "Der eigene Gott, so meine These, ist nicht mehr der alleinige Gott, der das Heil diktiert, indem er die Geschichte an sich reißt und zu Intoleranz und Gewalt ermächtigt. Mit dem religiösen Melange-Prinzip kommt das humane Prinzip eines subjektiven Polytheismus zur Geltung, der mit dem Polytheismus der Antike nicht zu verwechseln ist [...]. Denn derart individualisierte Formen einer religionsgrenzenüberschreitenden Mischreligiosität gewinnen nicht zuletzt als Widerstand gegen das institutionelle Beharren auf Absolutheit an Anhängerschaft" (86). Säkularisierung, so Beck, führt eben gerade nicht zum Untergang von Glauben und Religion, sondern zur "Herausbildung und massiver Verbreitung einer Religiosität, die zunehmend auf Individualisierung verweist" (46).Was abnimmt, ist der an eine Institution gebundene Glaube, der für sich selbst einen Anspruch auf Absolutheit erhebt. Was zunimmt, ist eine Religiosität, die sich aus einem Menschen selbst herausbildet und an keine institutionellen Dogmen gebunden ist. Um diesen entscheidenden Punkt zu verdeutlichen, unterscheidet Beck zwischen dem Substantiv "Religion", welches sich durch ein absolutes "Entweder-Oder" definiert, sowie zwischen dem Adjektiv "religiös", das sich durch ein das jeweils andere Anerkennende "Sowohl-als-Auch" auszeichnet. Der eigene Gott gehört zur Domäne des Religiösen, des "Sowohl-als-Auch" (vgl. S. 70f.). An anderer Stelle formuliert Beck prägnant: "Religiös sein, ist nicht mehr ohne weiteres an das Entweder-Oder der Religion, an die Autorität der Kirche gebunden; es definiert vielmehr die Einstellung des Individuums zu Gott" (137).
Im abschließenden Kapitel "Frieden statt Wahrheit" untersucht Beck, was geschehen muss, um im 21. Jahrhundert friedliche Koexistenz auf unserem Planeten zu ermöglichen. Das Haupthindernis hierfür, so Beck, liegt im Beharren von verschiedenen Gruppen darauf, im alleinigen Besitz einer wie auch immer gearteten Wahrheit zu sein. Drastische formuliert Beck: "Inwieweit Wahrheit durch Frieden ersetzt werden kann, entscheidet über die Fortexistenz der Menschheit" (209). Die gefährlichsten Gruppierungen seien Fundamentalisten jedweder Gesinnung, die Frieden immer zu Gunsten ihrer Interpretation der Wahrheit bereit sind, zu opfern.
Fazit: Beck vertritt hier einen höchst interessanten Ansatz, den er verständlich und auf hohem Niveau begründet. "Der eigene Gott" ist ein wichtiger Beitrag in der derzeitigen Diskussion um Terror, Fundamentalismus und die Rolle der Religionen im Zeitalter von Massenvernichtungswaffen. Allen an der Thematik Interessierten sei an dieser Stelle Peter Sloterdijks Darstellung Gottes Eifer: Vom Kampf der drei Monotheismen empfohlen, die ebenfalls im Verlag der Weltreligionen erschienen ist.
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Vegan. Über Ethik in der Ernährung und die Notwendigkeit eines Wandels Kath Clements Taschenbuch, 2008 Verkaufsrang: 19256 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein schlüssiges Plädoyer für eine vegane Ernährungsweise, von der Menschen, Tiere und Mitwelt profitieren können.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Solides Basiswissen 5 von 5 Punkten Es gibt nicht viel zu sagen: Das Buch beschreibt auf eine sehr gute Art und Weise die Notwendigkeit einer veganen Ernährung. Nebenbei werden zu allen wichtigen Nährstoffen Informationen geliefert. Auch beruft sich dieses Buch ausschließlich auf Fakten und keine Vermutungen. Sämtliche Informationen sind schlüssig und logisch: Eine ganz klare Kaufempfehlung.
Zu der Rezensensentin "Sarah Langer "literaturgeier"" sei folgendes gesagt: Offenbar hat diese Person das Buch nicht gründlich gelesen. Es wird an keiner Stelle in dem Buch geschrieben, dass der Körper Vitamin B12 herstellen kann. Ganz klar wird hier die Notwendigkeit einer Aufnahme ausserhalb des Körpers (Nahrung) aufgeführt (inklusive veganer Lösungsmöglichkeiten).
Desweiteren schreibt die Person: "Veganer sind gefährdet nach Jahren an einem Vitamin B12-Mangel zu leiden". Bei einer abwechslungsreichen Ernährung ist das allerdings kein Problem. Beispielsweise finden sich in sehr vielen veganen Soja-Produkten (SojaJoghurt, Sojamilch, Sojakako, Soja Vanillemilch usw.) B12 Zusätze. Es gibt auch noch andere Quellen für B12, die ich jetzt hier allerdings nicht nenne, da dies eine Rezension ist(bei Interesse Buch lesen oder Internet nutzen). Auch auf das Thema "Babys und Kleinkinder mit einer veganen Ernährungsweise" sind bereits viele Veganer eingegangen. Hier hilft ebenfalls eine Quellensuche.
Verzehrer von Leichenteilen (Fleisch) sind aufgrund der oftmals geringeren Folsäureaufnahme viel stärker von einem B12 Mangel gefährdet.
Um zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Wer sich für die vegane Ernährungsweise interessiert sollte dieses Buch unbedinngt lesen.
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Spirituelles Wörterbuch Sanskrit - Deutsch Martin Mittwede Gebundene Ausgabe, 2003 Verkaufsrang: 17415 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das vorliegende "Spirituelle Wörterbuch" liefert nicht nur wörtliche Bedeutungen, sondern auch Erläuterungen zu Religion und Mythologie, zu Philosophie und Ethik. Es versucht damit, den Zugang zur indischen Kultur zu erleichtern und das Verständnis für die Vielfältigkeit ihrer Traditionsströmungen zu fördern.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch 5 von 5 Punkten Dieses Wörterbuch ist für alle, die sich mit Yogaliteratur befassen eine wertvolle Hilfe zum Verständnis der Sanskritausdrücke. Zugunsten einer leichteren Lesbarkeit verwendet der Autor eine vereinfachte Transkription der Sanskritausdrücke, in der nur für die langen Vokale a, i und u Sonderzeichen verwendet werden. Doch ist dadurch die eindeutige Identifikation der Begriffe in jeder Hinsicht gewährleistet. Das Wörterverzeichnis ist mit Bedacht zusammengestellt und enthält eine umfangreiche und perfekte Auswahl von spirituellen Sanskritwörtern, die für den "normalen" Leser mehr als ausreichend ist. Für jemanden, der sich in wissenschaftlicher Hinsicht mit der Sanskritliteratur beschäftigt, ist dieses Buch jedoch nicht geeignet und wohl auch nicht gedacht. |
Warum überhaupt Religion?: Der Gott der Richard Dawkins schuf Peter Strasser Broschiert, März 2008 Verkaufsrang: 35014 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie nennen sich selbst The Brights . Sie sind stolz darauf, Atheisten zu sein. Sie haben ein Credo: das naturalistische Weltbild, mit dem sie alles Übernatürliche und Mystische bekämpfen. Der bekannteste Helle Kopf ist Richard Dawkins. Sein Buch Der Gotteswahn gilt mittlerweile als Meilenstein des Neuen Atheismus.Das ist intellektuell alarmierend. Denn der Prozess, den Dawkins gegen die Religion im Allgemeinen und die Existenz Gottes im Besonderen anstrengt, stützt sich auf teils fadenscheinige, teils misslungene Argumente, auch auf Polemik und man sollte es nicht verschweigen Unwissenheit. Aber Dawkins zornige Haltung passt in eine überhitzte Konfrontation zwischen wissenschaftlichen Realisten und religiösen Fundamentalisten . Dabei orientieren sich beide Seiten an einem Religionsverständnis, das im weitesten Sinne mythologisch ist.Demnach wird das, was Transzendenz meint, in pseudo-empirischen Begriffen erläutert. Es geht um das Jenseits. Gott wird als allmächtiger Herrscher ged acht. Er liefert das Weltdesign, wirkt Wunder und richtet die Menschen. Im Gegensatz dazu leitet sich jedes aufgeklärte Verständnis von Transzendenz aus den Alltagskonzepten der Wahrheit und Wirklichkeit, des Guten und Vollkommenen her. Alle diese Konzepte sind religiös sensibel . Denn sie formen ein Modell des absolut Realen, das unabhängig von menschlicher Perspektive und Endlichkeit, als absoluter Horizont unseres Erkenntnis- und Erlösungsstrebens existiert. Es erfordert einen letzten Existenzgrund , einen guten Anfang .Dawkins vernachlässigt die Frage, ob eine zuinnerst säkularisierte Gesellschaft, deren Mitglieder religiös unsensibel wären, überhaupt denkbar sei. Wie sich indessen zeigen lässt, gibt es eine Fülle metaphorischer Hinweise dafür, dass eine solche Gesellschaft gar nichts Humanes mehr hätte, angefangen beim egoistischen Gen bis hin zu den Alpträumen einer Golem-, Cyborg- oder Matrix-Welt. Der Gott, der zu Dawkins Naturalismus passt, müsste ironisch genug ein Super dämon hinter dem Schleier unserer Immanenz sein, vergleichbar dem Teufelsgott, der im gnostischen Mythos die Welt erschafft.
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Hildegard von Bingen - Gesunde Ernährung Hildegard von Bingen Gebundene Ausgabe, 1. September 2005 Verkaufsrang: 54152 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Ernährungslehre der Hildegard von Bingen ist auch heute wieder von erstaunlicher Aktualität. Schon Hildegard verwies auf die besondere Wechselwirkung zwischen einer gesunden Ess- und Trinkkultur und der seelisch-geistigen Befindlichkeit des Menschen. Neben einer ausführlichen Erklärung der Lebens- und Heilmittelkunde Hildegards enthält dieser Band zahlreiche Anregungen für nahrhafte kulinarische Genüsse, die gesunde Ernährung zu einer Lebenseinstellung machen. 12,5 x 18,5 cm
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Perlen und Säue: Ein freches Ratebuch über biblische Redensarten Werner Tiki Küstenmacher Broschiert, Mai 1997 Verkaufsrang: 93931 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ist Ihnen etwas zu hoch? Geht Ihnen ein Licht auf? Kommen Sie auf keinen grünen Zweig? Dann befinden Sie sich (ohne es zu ahnen) inmitten der Bilderwelt biblischer Wortspiele. Bevor Sie alt und grau werden (1. Samuel 12, 2), sollten Sie auf lockere Art und Weise Ihr Sprachgefühl auf Herz und Nieren prüfen (Psalm 7, 10). Ein munter bebildertes Bibel-Quiz der ganz besonders unbeschwerten Art, denn Sie können sich hier auch einen Ast lachen, sich sauwohl fühlen oder mit jemand Schlitten fahren - fieserweise enthält die launige Sammlung neben 40 Bibelbildern auch 120 Redensarten, die ganz und gar nicht aus dem Buch der Bücher stammen.
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Ein amüsantes Buch über biblische Sprichwörter 5 von 5 Punkten Den Arbeiten Küstenmachers begegnete ich zum ersten Mal in einer Ausstellung. Ich war beeindruckt, mit welch einfachen Zeichnungen er liebevolle und witzige Figuren darstellt, und mit welch prägnantem Witz er Bibelinhalte und Kirchengeschehen liebevoll auf die Schippe nimmt und dadurch auch zum Nachdenken anregt.Ich wollte mir dann unbedingt ein Buch von „Tiki" kaufen und entschied mich nach langem Überlegen für das Ratebuch „Perlen und Säue". In ihm sind je Seite vier Bilder aufgeführt, die jeweils eine Redewendung illustrieren. Der Leser darf erraten (oder in der Bibel nachlesen), welcher dieser vier Redewendungen aus der Bibel stammt. Bevor ich dieses Buch kaufte, war mir gar nicht bewußt gewesen, wie viele Sprichwörter aus der Bibel stammen, und zum Teil knobelten wir zu mehreren Personen, welcher Spruch nun der richtige sei. Beispiel: Welcher der folgenden Redewendungen stammt nun aus der Bibel? A) Sein Herz ausschütten B) Den Verfolger abschütteln C) Jemanden mit Lob überschütten D) Aus dem Ärmel schütteln (Die Lösung steht bei 1. Samuel 1, 15.) Das Buch eignet sich meiner Meinung nach gut, um die Bibel auf leichte Art und Weise zu beschnuppern. Aber auch Nicht-Bibelinteressierte werden eine Menge Gründe finden, um „sich einen Ast zu lachen". |
Heilende Religion: Überwindung der Angst Eugen Drewermann Broschiert, Oktober 2007 Verkaufsrang: 7930 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Das Gegenteil von Glaube ist nicht Irrtum oder Unglaube, sondern Angst. Aus dieser Sicht zeigen die wichtigsten Texte Drewermanns das Zentrum seines Denkens. Ein neuer Zugang zur Bibel und ein überraschender Blick auf Symbolgeschichten, Mythen und Märchen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Heilung durch Angstabbau 5 von 5 Punkten Wie schon Sören Kierkegaard, so beschreibt auch Eugen Drewermann in diesem Buch die Angst als ein Phänomen, das aus dem Mangel an Vertrauen zu Gott entspringt.
Es handelt sich um Aufsätze, die von Joachim Kunstmann im Einvernehmen mit Drewermann zu einer sinnvollen Ganzheit zusammengefügt wurden, wobei der Doppeltitel die zwei Facetten der einen Idee von Drewermann darstellt. Wesentlich ist der Zugang als Exeget von Stellen des Alten und Neuen Testaments. Drewermann zeigt auf, wie jede Religion einerseits durchaus Angst erzeugen kann, aber speziell die biblische Botschaft im rechten Verständnis eigentlich von Angst befreien und durch diese Befreiung eine heilende Wirkung auf den Menschen ausüben kann. Er zeigt auf, wie der Mensch, gemäß dem biblischen Bild vom Sündenfall, "das Bild von Gott in sich von einem gütigen in einen grausamen und sinnlos verbietenden verwandelte" (31) und der Mensch dem gemäß Angst vor Gott hatte, wie er aber gemäß biblischer Bilder des Heiles von dieser krankmachenden und sündhaften Angst befreit werden kann und schließlich auch in therapeutisch wirksamen religiösen Riten wie der Eucharistie verwandelt werden kann: "Das Schuldgefühl des Depressiven ergibt sich aus dem Empfinden, nur rauben und stehlen zu können; das Sakrament aber will ihm, entgegen seiner Angst, von Gott her versichern, dass ihm sein Dasein von Grund auf geschenkt ist und dass ihm freiwillig gegeben wird, was er sich gewaltsam anzueignen meint." (116)
Wer bisher vielleicht den rechten Durchblick durch die Literatur von Drewermann noch nicht gefunden hat, der erhält diesen vielleicht durch die im vorliegenden Buch nach einem roten Faden vorgenommene Auswahl aus seinen Werken, welche sowohl für Drewermann charakteristisch als auch vom Leser gut nachvollziehbar ist.
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Der blockierte Riese: Psycho-Analyse der katholischen Kirche Manfred Lütz Taschenbuch, August 2001 Verkaufsrang: 122411 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Konstruktive Kritik ohne Polemik 5 von 5 Punkten Ein gutes, witzig geschriebens Buch, das ohne ideologische Scheuklappen, jedweder Art, versucht ein konstruktiv kritisches Bild der Katholischen Kirche zu zeichnen. Lütz' Ansatz einer psychoanalytischen Betrachtungsweise ist originell und bietet zahlreiche interessante Perspektiven, die für eine Diskussion sehr anregend sein können. Das Buch ist dabei nicht der Weisheit letzter Schluss- will es seinem Verständins nach auch gar nicht sein. Vielmehr will es insbesondere Katholiken zum Nachdenken und zu einem gesunden Maß an Selbstkritik anregen. Denkanstöße dazu liefert es allemal.
Spannende Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche mit der Hilfe der Systemtheorie 5 von 5 Punkten Ich habe mit Hilfe dieses Buches von Manfred Lütz sehr gut verstanden, warum die katholische Kirche als soziales System so handeln muß, wie sie handelt. Lütz zeigt auf, wo die Blockaden dieses Systems "kath. Kirche" aufgebaut sind, so daß wir auch als Laien gezielter handeln und argumentieren können.
Ein Nebeneffekt dieser Lektüre war es, daß ich die Systemtheorie endlich auf einer leichten und unterhaltsamen Art und Weise sehr gut verstanden habe, und zwar so, daß ich die Systemtheorie als theoretische Grundlage für meine eigene Dissertationsarbeit gewählt habe - dafür ein herzliches Danke an Herrn Lütz, ihr Buch hat eine nachhaltige Wirkung für mich.
Lütz lässt raus 2 von 5 Punkten Manfred Lütz - katholischer Theologe und Chefarzt eines psychiatrischen Krankenhauses - lässt es endlich mal raus: die katholische Kirche ist blockiert, weil sie von innen und außen unter dem Dauerfeuer der Kritik steht: Zölibat, Unfehlbarkeit des Papsttums und viele andere Themen bewegen die Medien und die Kirchenmitglieder. Um sich aus dieser Situation zu befreien, solle die Kirche sich - das ist die Hauptthese des Buchs - ressourcenorientiert befreien, das heisst: sich mehr auf ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten als auf ihre Begrenzungen besinnen.In rhetorisch-rasantem Stil fegt Lutz über alle Probleme weg. Geschichtliche Erläuterungen, Rückblenden, kurze theologische Exkurse, die sich wie in einer Collage oder einer dynamisch vorgetragenen Rede aneinander reihen, können allerdings kaum verdecken, dass es sich bei seiner hemdsärmeligen Apologetik der aktuellen kirchlichen Positionen und Strukturen im Grunde genommen nur um eine Art psychologisch verbrämte Ignoranz handelt. Zwar sind einige seiner Gedankengänge durchaus originell und gesellschaftliche Entwicklungen scharfsinnig beobachtet, sein Buch ist aber an jeder Stelle meilenweit von einer Analyse (Untertitel) oder sogar zu einer „Therapie" (wie er es im letzten Teil seines Buchs nennt) der katholischen Kirche entfernt. Es ist bleibt offen, ob Lütz auch tatsächlich etwas mehr als nur ein wenig von der historischen Dimension der Kirche, die er ständig beschwört, begriffen hat. Wäre es so, müsste klar sein, das die Kirche nicht Institution ist, sondern Institution geworden ist - als Produkt von politischen, religiösen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen. In mehr als einhundert, in seinem kurzweiligen Stil hinflatternden Seiten gewinnt Lütz allen Details aktueller (also geschichtlich gewachsener) kirchlicher Praxis Begeisterung ab und verteidigt sie gegen jedes rationale Argument. Dies nimmt zum Teil unfreiwillig-komische Züge an, wenn er beispielsweise die Heiligen als Vorbilder preist und dem Leser gleichsam die Berührungsängste mit Heiligen dadurch zu nehmen versucht, in dem er beschreibt, wie „unheilig" sich manche von ihnen aufgeführt haben. Kirchliche Hierarchie bietet in seinen Augen den Vorteil, dass sich das „kleine Licht" um die „größeren Zusammenhänge" eben einfach nicht zu kümmern brauche. Schuldgefühle, die subalterne Mitglieder der Hierarchie entwickeln, wenn „die da oben" Fehlentscheidungen treffen, bezeichnet Lütz in diesem Zusammenhang als „ineffektiv", da sie ja nichts bewirken. Daher solle man bitte keine Gewissensbisse entwickeln... Ich glaube, man würde Lütz' Buch zu viel Aufmerksamkeit schenken, wenn man jede seiner Denk-Kapriolen analysieren und richtigstellen wollte. Mit seiner Ablehnung jeder differenzierten Problemdiskussion und mit seinen ironisch-arroganten Rundumschlägen gegenüber vielen anderen Autoren disqualifiziert sich Lütz als ernstzunehmender Gesprächspartner für Leute, die an der Verbesserung bestimmter kirchlicher Praktiken und Sichtweisen interessiert sind. Das Buch richtet sich offenbar an jene eher unkritischen Katholiken, deren Zustimmung zu jeder offiziellen kirchlichen Meinungsäußerung feststeht, bevor sie geschrieben wird. Sie finden hier kurzweilig präsentiert, was sie hören wollen. Alle anderen finden hier wohl eher Vorurteile gegenüber dieser „blockierenden" Minderheit bestätigt, die gern aus Denkunwilligkeit eine Tugend macht.
Anregung zum Nachdenken trotz großen Streitbedarfs 4 von 5 Punkten Der selbstgewählte Anspruch des vorliegenden Buches ist ein doppelter: Zum einen soll eine Einführung in die moderne Psychotherapie gegeben werden, zum anderen wird die katholische Kirche als Patient wahrgenommen und psychotherapeutisch durchleuchtet. Beide Aspekte werden mit einander verbunden, um systemische und lösungsorientierte Sichtweisen zu präsentieren, mit deren Hilfe sich Krisen effizient bewältigen lassen. Die katholische Kirche bietet sich als Patient dieser Behandlung in besonderer Weise an: Sie ist bekannt, die "älteste noch bestehende Großinstitution der Welt" und befindet sich derzeit in einer sehr schwierigen Lage, wie nicht zuletzt in Österreich besonders augenscheinlich wird. Lütz konstatiert, daß ihn die katholische Kirche derzeit an eine Alkoholikerfamilie erinnere, die schwierigste Familienkonstellation überhaupt: Spaltungen, Depressionen, Abwertungen, Überverantwortlichkeit, Rollendiffusionen, Überlastung aller Beteiligten. Eine ausführliche Diagnose dieser problematischen Situation findet in der ersten Hälfte des Buches statt. Die kontinuierlichen Diskussionen über Zölibat, Frauenpriestertum, Sexualmoral und Demokratisierung werden als Anlässe für eine "Problemtrance" ausgemacht: Man redet nur noch über die Probleme, statt sich mit den Lösungen zu befassen. Ansätze, die es der Kirche ermöglichen sollten, sich aus ihrem weitgehend selbstverursachten Dilemma zu lösen, stehen im Mittelpunkt der zweiten Buchhälfte. Ausgangspunkt ist dabei für Lütz, daß die katholische Kirche durch kirchliche Gemeinschaft, Bekenntnis, Gottesdienst und Sozialengagement nach wie vor Lebenssignale aussendet. Damit sind zugleich aber auch die Ressourcen für eine erfolgversprechende Therapie vorhanden. Die Kirche muß sich immer wieder bewußt machen, daß sie kein Selbstzweck ist, sondern eine Aufgabe (und damit auch Ressourcen) auferlegt bekommen hat. Dieses Buch hat viele Widerhaken. Während die Einführung in die Methoden der Psychotherapie vorwiegend informativ ist, reizt gerade deren Anwendung auf die Kirche zum Widerspruch. Stundenlang könnte man mit dem Autor streiten! Und gerade hierin - in der Anregung zum Nachdenken und zum eigenen Argumentieren liegen der besondere Reiz und der große Wert des Buches.
hilfreich,konstruktiv, ein absolutes MUSS 5 von 5 Punkten Dieses Buch sollte jeder interessierte Katholik gelesen und danach griffbereit haben. Es steckt voller Fakten und guter Argumente zur offensiven und positiven Verteidigung der kath.Kirche. Der innerkirchliche Leidensdruck durch "Flügel- kämpfe" kann abgebaut und in positive Energie umgewandelt werden. Das Buch ist wissenschaftlich fundiert und trotzdem unterhaltsam geschrieben. Hr. Lütz hat,so erscheint es mir, den Kern und das Wesen unserer Kirche begriffen. Danke für dieses Buch, Hr.Lütz.
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Pater Pio: Lebensgeschichte eines Heiligen Gabriele Amorth Taschenbuch, August 2008 Verkaufsrang: 40344 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Pater Pio hatte als Fünfzehnjähriger zwei Visionen: Er wurde aufgefordert, als tapferer Krieger gegen einen Riesen zu kämpfen, der so groß war, dass er mit seiner Stirn die Wolken erreichte. Er hatte Angst und lehnte ab, aber der Engel drängte ihn: «Beginne den Kampf mit Vertrauen, kämpfe mutig, ich werde dir zur Seite stehen.» Der Zusammenprall war furchtbar, aber der Riese wurde besiegt. Das ganze Leben von P. Pio wurde zu einem täglichen Kampf gegen Satan. In einer zweiten Vision wurde ihm «eine große Sendung» verheißen, vermutlich die Stigmata, die von ihm gegründeten Gebetsgruppen und sein Krankenhaus. Der Schweizer Kardinal Charles Journet schrieb: «Stigmata haben den Zweck, uns auf erschütternde Art an die Leiden des für uns zu Tode gequälten Gottes zu erinnern sowie an die Notwendigkeit, für die gesamte Kirche zu leiden und zu sterben, bevor sie in die Herrlichkeit eingehen kann. Stigmen sind eine blutende und zugleich glänzende Predigt.» Der Heilige hatte die 1200-Betten-Klinik, die ausschließlich mit Spenden finanziert worden war, als «Tempel des Gebetes und der Wissenschaft» nach den modernsten Gesichtspunkten zur Heilung von Leib und Seele errichten lassen. Der Heilige wusste, dass man zuerst den Leib heilen musste, um die Seele erreichen zu können. Dieses Krankenhaus liefert den schönsten Beweis dafür, dass Pater Pio kein weltfremder Mystiker war, sondern durchaus ein Mensch, der die Segnungen der modernen Technik und Wissenschaft zu schätzen wusste, um die Leiden der Menschen zu lindern. Seine Heiligsprechung am 16. Juni 2002 war die größte, die Rom je erlebt hat. Johannes Paul II., der ihn heilig sprach, hat ihn als Pilger besucht und war als Papst an seinem Grab. Gabriele Amorth, der berühmte Exorzist von Rom, hatte während 26 Jahren P. Pio oft besucht und kannte seine Spiritualität und seine mystischen Erlebnisse. Seine «Lebensgeschichte eines Heiligen» ist kurz, aber meisterhaft. Vieles weist bereits darauf hin, dass Pater Pio als der größte Heilige des zwanzigsten Jahrhunderts in die Geschichte eingehen wird.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Kompakte und informative Biographie 5 von 5 Punkten Geschrieben wurde dieses hervorragende Büchlein von einem Exorzisten, der sich notwendigerweise mit christlicher Spiritualität und dem Wesen der Engel und Teufel auskennt, was im Falle Pater Pios sehr wichtig ist, denn sein Leben war nicht nur ein fortwährendes Beten, sondern auch ein andauernder Kampf gegen den Satan und dessen Dämonen. Die Biographie bezeugt eine tiefe Zuneigung des Autors zu seinem geistigen Vater Pater Pio und vermittelt alles Wichtige in kompakter und informativer Form, wobei größter Wert darauf gelegt wird, nicht in Polemik zu verfallen oder unkritisch und blindgläubig zu sein. Vervollständigt wird die Biographie durch das reichhaltige Hintergrund- und Kircheninsiderwissen des Autors, wodurch er so manche Ereignisse um den Pater näher beleuchten kann. Sehr schön auch die vielen Photos des Paters.
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Der Islam, Arbeitsblätter für den Religionsunterricht Rita Prostmeier, Ferdinand R. Prostmeier Broschiert, April 2006 Verkaufsrang: 63199 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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