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Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? Anne Weiss, Stefan Bonner Broschiert, 12. Februar 2008 Verkaufsrang: 71 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin.
Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol.
Und Tamara-Michelle hält den Bundestag für einen Feiertag.
Einzelfälle? Mitnichten. Eine ganze Generation scheint zu verblöden. Der Staatsanwalt von nebenan erzieht seine Kinder mit der Spielkonsole. Germanistikstudenten sind der deutschen Sprache nicht mehr mächtig. Eine Karriere als Popstar erscheint dem Bäckerlehrling verlockender als eine solide Ausbildung.
Dieses Buch geht der Frage auf den Grund, wie es wirklich um die Mütter, Väter und Bundeskanzler von morgen steht. Geschrieben haben es zwei Autoren, die mit der Generation Doof per Du sind. Denn es ist ihre eigene.
Vielmehr ist "Generation Doof" eine oft unterhaltsame, noch viel öfter aber allzu oberflächliche Bestandsaufnahme, die zudem in weiten Teilen überflüssig ist. Über weite Strecken ist "Generation Doof" lediglich eine Zusammenschau dessen, was längst bekannt ist. Stoff für einen pointierten Artikel hätte das sicher noch allemal geboten - aber es musste ja gleich ein ganzes Buch werden. Was dabei herausgekommen ist, ist eine Mischung aus verspäteter Abrechnung mit der so genannten Spaßgesellschaft, Fin-de-siècle-hafter Dekadenz-Klage und voyeuristischer Nabelschau. Spätestens ab der 150. Seite stößt zudem der manierierte Schreibstil auf. Ich vermute, dass die beiden Autoren eifrige Leser der Kolumnen von Oliver Kalkofe und große Bewunderer der "SPIEGEL"-eigenen Headline-Kultur sind: Kein noch so flaues Wortspiel wird ausgelassen, und im ganzen Buch gibt es kaum einen Abschnitt, der ganz frei von flapsigen Kalauern ist. Auf Dauer hemmt das den Lesefluss, und letztlich entsteht der Eindruck eines Buches, das gern schlauer und witziger wäre, als es ist. Auch die Doofheit, die die Urheber (die selbst Teil der "Generation Doof" ist, die sie großzügig als Altersgruppe der 15-45-jährigen fassen) für sich selbst in Anspruch nehmen, wirkt da schnell wie Koketterie. Spätestens an dem Punkt, an dem die beiden dem Urheber eines Web-Postings mangelhafte Rechtschreib-Kenntnisse attestieren, geht der Schuss allerdings kräftig nach hinten los: Man muss vielleicht nicht doof sein, um nicht zu erkennen, dass es sich bei der zitierten Passage um durchaus orthographisch gut wiedergegebenes Schwyzerdüütsch handelt. Es zeugt aber von Ignoranz, wenn das ausgerechnet Zweien nicht aufzufallen scheint, die ihr Geld als Lektoren in einem Kölner Verlag verdienen. Der Spassprediger meint: Schlau betitelte, aber reichlich oberflächliche, triviale Bestandsaufnahme, die zusammenfasst, was wir alle längst geahnt haben. Der um Witzigkeit und Lässigkeit bemühte Stil des Buchs nervt auf Dauer, wirklich Neues habe ich "Generation Doof" nicht entnehmen können (aber vielleicht bin ich dafür ja auch einfach und quasi per definitionem zu doof ... ?) Fazit: Aus "Generation Doof" hätte ein prägnanter, pointierter Zeitschriften-Artikel werden können. Meine Bewertung für den wäre sicher besser ausgefallen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 83 Bewertungen)
Lustig aber Wahrheitsgemäß... 5 von 5 Punkten Ich glaube viele die da darüber nicht lachen können, gehört zum Teil zu dieser Generation Doof! Bei diesem Buch geht die Meinung sehr auseinander. Man sollte sich am besten selbst ein Bild machen und nicht darauf vertrauen was einige hier sagen...
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Happy Aua. Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache Bastian Sick Taschenbuch, 27. August 2007 Verkaufsrang: 425 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Gordon Blue, gefühlte Artischocken, strafende Hautlotion - nichts, was es nicht gibt! Bastian Sick sammelt sie Woche für Woche. Seit er seine Internet-Kolumne »Zwiebelfisch« schreibt, erreichen ihn täglich die mal komischen, mal erschreckenden Entdeckungen seiner Leser und Leserinnen. Diese Fundstücke hat er zusammengestellt und mit Kommentaren versehen. Herausgekommen ist das bizarrste Deutschlesebuch der Welt. Speisekarten sind besonders gefährdet und Werbeprospekte gibt es eigentlich nie ohne. Ein fehlerfreies Hinweisschild ist eine Rarität und die Tageszeitungen liefern uns kostenfrei mit den neusten Nachrichten aus Politik, Kultur und Sport: die kleinen Verschreiber, die falsch gesetzten Apostrophe, die gefühlten Kommas, die missverständlichen Anweisungen und die unfreiwillige komischen Wortkombinationen. Da wird der Müll nicht mehr nach Bioabfall, Glas oder Verpackung getrennt, sondern zwischen Restmüll und Mieter unterschieden. Ganz Afghanistan explodiert, aber es gibt nur 28 Tote. Wo liegt Neupfundland? Bei Schnitel mit Championg und Pharmaschinken vergeht uns der Appetit, aber glücklicherweise nicht der Humor. Das kann natürlich alles aus dem Rudel laufen, aber Bastian Sick hat alle Handycaps, Fluchversuche und andere Mallörs sorgfältig zusammengestellt und auf seine unvergleichliche Art kommentiert. Das war natürlich eine Syphillisarbeit, aber wir werfen ja hier die Säue vor die Perlen. Nach den sensationellen Kolumenbänden »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod« versammelt »Happy Aua« den Stoff, aus dem die Sprache in ihrer falschesten Form ist. Vor diesem Deutschlesebuch kann nur gewarnt werden, hier ist alles falsch und brüllend komisch.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 37 Bewertungen)
Wegen Zu geschlossen! 5 von 5 Punkten Ein kleines Büchlein - viele unterschiedliche Meinungen. Die einen lieben es, die anderen mögen es gar nicht. Ich gehöre zur ersten Kategorie, denn dieses Buch hat mich köstlich amüsiert!
Natürlich ist es nicht so anspruchsvoll oder gar lehrreich wie "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod". Aber das muss es auch gar nicht sein. Happy Aua will einfach nur unterhalten - mit sprachlichen Missgeschicken anderer Leute. Wie gut, dass die Schadenfreude doch die schönste ist!
Denn in der Tat: Ob Gülühwein oder Tittenfisch, es findet sich allerlei Kuriositäten in diesem Buch. Aber was es erst wirklich so amüsant macht, ist die Vorstellung, dass alle Schilder, Plakate und Zeitungausschnitte echt sind.
Es mag zwar eine einfache Unterhaltung sein, aber auch so etwas tut zwischendurch sehr gut. Ich kann Happy Aua jedenfalls wärmstens empfehlen!
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Der Fürst Niccolo Machiavelli Gebundene Ausgabe, November 2007 Verkaufsrang: 1897 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. --Stephan Fingerle
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 41 Bewertungen)
Macht - Wie sie zu handhaben ist 5 von 5 Punkten Eines der ersten Werke, die sich mit der modernen politischen Philosophie beschäftigten. Dieses Buch ist doch sehr verständlich. Wer sich mit dem Wesen der Macht und seiner Nutzung auseinandersetzen will ist gut beraten bei diesem Buch.
Wer allerdings nur kluge Sprüche auswendig lernen will, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Es könnte schief gehen.
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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 2: Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache Bastian Sick Broschiert, September 2005 Verkaufsrang: 1217 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Foto auf der Rückseite zeigt einen wie ein Honigkuchenpferd grinsenden Autor. Kein Wunder. Wurden von Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod doch schon eine Million Exemplare verkauft. Bastian Sick präsentiert nun eine zweite Auswahl seiner so erfolgreichen Zwiebelfisch-Kolumnen, die der ersten in nichts nachsteht. Und man gönnt ihm diese ostentative Fröhlichkeit auch deshalb, weil der Leser bei der Lektüre auch selbst reichlich Gelegenheit zum Schmunzeln und Lachen bekommt. Zum Beispiel über die hier versammelten "Katastrophen mit Apostrophen" oder dialektale Besonderheiten wie etwa die rheinische Verlaufsform: "Dat Chantal ist sich die Haare am Föhnen". Oder die zunehmende Begeisterung auf öffentlichen Schildern für Anführungszeichen. Da kann der Schuss leicht nach hinten losgehen, wenn etwa eine Fluglinie verlautbart: Wir wünschen Ihnen einen "guten Flug". Und natürlich freut man sich auch, wenn Oberlehrer Sick, solchen Sprachverhunzern auf die Füße tritt. Etwa der ärgerlich falsche Gebrauch der Vorsilbe Ex: Wie oft hat man nicht von in der Ex-DDR geborenen Menschen lesen müssen. Folge 2 der Kolumnensammlung bietet sogar noch mehr Abwechslung: Eingestreut sind diesmal Fragen von Lesern, die Sick auf kurzweilige Art beantwortet. Zum Beispiel ob neben der Torschlusspanik auch die immer wieder gehörte "Torschusspanik" sprichwörtlich ist. Wie man "doof" steigert oder ob der Ausdruck "etwas türken" mit den Türken zu tun hat und deshalb als diskriminierend abzulehnen sei. Mit der Sprachkultur in E-Mails beschäftigt sich sogar ein längerer Text, und am Ende des Buches wartet ein kleiner Deutschtest: "60 Fragen aus dem Fundus der Irrungen und Verwirrungen unseres Sprachalltags". Für wahre Zwiebelfisch-Fans fast ein Kinderspiel. Ich habe in Bastian Sicks unterhaltsamer Deutschklasse auch wieder einiges gelernt. Zum Beispiel, dass das vielbenutzte "ausgepowert" eigentlich aus dem Französischen (von "pauvre") stammt. Und endlich hat mir jemand erklärt, was die Abkürzung "lol" bedeutet, die zu viele E-Mails verunziert. "Laugh out loud" -- andererseits eine gute Empfehlung an alle Leser dieses Buches. --Christian Stahl
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 66 Bewertungen)
Wer lernen will - der kann das hier 5 von 5 Punkten Wer wie ich beruflich bedingt richtiges Deutsch schreiben muss und außerdem auch noch die altmodische Verpflichtung fühlt, Grammatik und Orthographie seiner Muttersprache zu beherrschen, kann nur dankbar sein, wenn ihm die typischen Fallstricke konzentriert und unterhaltsam dargeboten werden. Bastian Sicks Werke mögen vielleicht nicht von schillerscher Qualität sein, aber sie sind hilfreich, ohne weh zu tun. Ich habe das Buch z.B. als Pausenfüller bei mir gehabt, mal hier und dort 5 Minuten gelesen oder 10, immer so ein oder zwei Kapitelchen. Das ist unterhaltsam, und hinterher wusste ich mehr. Okay, einiges war mir bereits bekannt, aber ich fand es trotzdem gut, dass es mir noch einmal in aller Klarheit vor Augen geführt wurde.
Ich hatte Teil 1 gelesen, und bekam dann Teil 2 geschenkt. Da hatte ich erst so meine Bedenken, "Schon wieder so etwas Aufgewärmtes". Aber so ist das nicht, es gibt auch hier viele Punkte, die es sich immer wieder lohnt, noch mal in korrekter Form zu verdeutlichen.
Ich kann natürlich korrektes Deutsch auch lernen, indem ich den Duden lese. Das macht aber deutlich weniger Freude :-)) Wer nicht selbst ein Oberlehrer ist und schon alles weiß (oder an allem etwas auszusetzen hat), darf sich das Buch gönnen.
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Sex ist dem Jakobsweg sein Genitiv. Eine Vermessung: Eine Vermessung. Focus Kolumnen Harald Schmidt Broschiert, 1. September 2007 Verkaufsrang: 4313 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Beste an Focus ist zweifellos die Kolumne von Harald Schmidt; und das Beste an den Büchern mit den gesammelten Kolumnen ist, dass man dieses bunte Info-Magazin gar nicht Woche für Woche zu kaufen braucht, um sich von Onkel Harald so unnachahmlich die Welt erklären zu lassen. Das heißt: vor allem die deutsche Welt -- von Ursula Engelen-Kefer und Christian Klar über Winterreifenpflicht und Reichensteuer bis zu Leser-Reporter und Online-Durchsuchung. Und selbst als sich Schmidt während seiner "Kreativpause" zwischen SAT1 und ARD mal die Welt da draußen angesehen hat, blieb Deutschland der satirische Maßstab: "Halbmond über Colon. Am Horizont der karibischen Nacht funkeln die Lichter an der Einfahrt auf der atlantischen Seite des Panamakanals. Es wird gefilmt und fotografiert, aus meiner Sicht ins Stockdunkle hinein. Aber ich bin Laie, und in der digitalen Nachbearbeitung sind sicherlich kleine Wunder möglich. Was das Motiv angeht, wäre es auch auf der Autobahn zwischen Köln und Bonn zu haben, Richtung Wesseling." Nach Warum?, Wohin?, Quadrupelfuge, Avenue Montaigne und Mulatten in gelben Sesseln setzt die neueste Kolumnen-Sammlung Sex ist dem Jakobsweg sein Genitiv. Eine Vermessung schon mal punkto Titeloriginalität neue Maßstäbe (wäre der Abgabetermin etwas später gewesen, schreibt der Autor im Vorwort, "hätte das Buch vielleicht Jesus in Tannöd geheißen. Aber man kann nicht alles haben"). Mag Harald Schmidt zukünftig immer seltener im Fernsehen zu sehen sein -- bald nur noch eine Stunde wöchentlich, die er sich auch noch mit Oliver Pocher teilen muss --, seinen Fans bleibt als Zuflucht immer noch die Kolumne, wo sie seinen in langen Jahren ausgereiften hohen Ton satirischer Gelassenheit und Welterkenntnis genießen können. Ketzerische Gedanken, ob der Meister hier wirklich alles höchstpersönlich formuliert oder sich wie bei seiner Show von einem Autorenteam unterstützen lässt, verbieten sich naturgemäß. Hauptsache man bekommt den anbetungswürdigen original Harald Schmidt-Sound, den man hier gleich 74-mal genießen kann. Und allen, die für die Größe und Herrlichkeit dieses Mannes unempfänglich sein sollten, sei mit seinem ehemaligen Mitstreiter Herbert Feuerstein gesagt: "Ein Buch, das in keinem Haushalt fehlen darf, wo ein Tischbein zu kurz ist." --Christian Stahl
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)
Harald ist der intelligenteste Entertainer ever 5 von 5 Punkten Ich bin ein großer Harald Fan, und das Buch hat mich sehr begeistert.Ich hatte sehr viel Spaß, besonders die Beiträge über das Rauchverbot, und die IT Leute. Super!!!!!!!!!! Daumen hoch!!!!!Unbedingt kaufen, auch als Geschenk.
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Endlich Nichtdenker!: Handbuch für den überforderten Intellektuellen Hannes Stein Broschiert, April 2006 Verkaufsrang: 10382 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie lieben das Denken und haben ein Faible für Witz, Ironie und Widerspruch? Sie Ärmster! Denn langjährige Untersuchungen haben bestätigt, was leidgeprüfte Intellektuelle schon immer geahnt haben: Regelmäßiges Denken zerstört Karrierechancen, macht grenzenlos einsam und führt zu Langeweile. Wie Sie jedem gedankenschweren Ballast für immer entsagen und mit leerem Schädel und vollem Herzen auf die Sonnenseite des Lebens gelangen, zeigt Hannes Stein in seinem Handbuch für den überforderten Intellektuellen. Denn wer hätte das gedacht: Auch Nichtdenken will gelernt sein!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)
"Wer liest, hat offenbar nichts Besseres zu tun und sollte sich schuldig fühlen. 5 von 5 Punkten Deswegen rate ich Ihnen: Schonen Sie Ihre Augen" ... Gehen Sie lieber wieder einmal im Wald spazieren!" ( Hannes Stein)
Das vorliegende Buch ist ein oberironisches Machwerk! Dies wird vom Autor selbstverständlich vehement bestritten...und da Stein ein plietscher Junge ist, begründet er sein Dementi auch schlüssig und dezidiert.
Sein Hauptanliegen ist es offenbar aufzuzeigen, weshalb es sinnvoll ist das Denken einzustellen, denn Nachdenken raubt den Menschen bekanntermaßen die innere Ruhe.
Stein zeigt Wege auf und nennt praktische Beispiele , die dem Leser dazu verhelfen den seligen Zustand des Nichtdenkens langfristig sein Eigen zu nennen
Was überhaupt ist Denken? Der Autor definiert: " Denken ist ein ständiges leises Selbstgespräch - kein Monolog..., sondern ein innerer Dialog.... Dieser innere Streit drängt nach draußen ans Licht der Öffentlichkeit. Er will sich in Gesprächen, Debatten, Diskussionen verwirklichen ; er will die rauchige Luft von Kaffeehäusern atmen und trübe Seminarräume unsicher manchen"( S. 27). All dies führt in der Regel aber zu unerfreulichen Ergebnissen!
Das Nichtdenken hingegen bietet eine Reihe von Vorteilen, wie der Autor offenlegt: die Karrierechancen werden größer, man ist nicht mehr einsam und auch nicht mehr gelangweilt.
Denken heißt letztlich durchschauen. Wer Dinge durchblickt, raubt ihnen ihr Mysterium, ihr Flair, ihren metaphysischen Reiz ( vgl. S.18 ).
Am schlimmsten jedoch ist, das das Denken hässlich macht! Der Verzicht auf intellektuelle Tätigkeit verhindert tiefe, unschöne Furchen im Gesicht. Man kann sich auf diese Weise die ewige Jugend pachten!
Wer aufs Denken verzichtet gewinnt an Kraft, Reichtum, innerer Ruhe, Selbstvertrauen, Mut, Selbstachtung, Gesundheit und Sex ( vgl. S. 22).
Bei solchen Aussichten möchte doch keiner mehr die Stirn in Falten legen, oder? Nur Dumme denken zukünftig noch! Ist ja logisch!
Übrigens zählte Sokrates, Stein erinnert an ihn, zu diesen Dummen. Der griechische Philosoph vertrat die Ansicht das Tugend lehrbar sei und bewies durch üble Haarspaltereien , dass seine Mitbürger über die wichtigsten Dinge noch nie richtig nachgedacht hätten. Natürlich verschaffte er sich dadurch eine Menge Feinde unter den Nichtdenkern. Nur ein Dummer kann so blöd sein sich in eine solche prekäre Lage , wie dieser Sokrates zu schaffen. Im Grunde war er selbst schuld, dass man ihn zwang den Schierlingsbecher zu trinken! Mit seinem Gehabe konnte er unter Nichtdenkern keine Freunde finden. Das hätte ihm klar sein müssen!
Man muss sich bewusst machen, dass man sich vor Leuten wie Sokrates schützen muss. Man muss sich von ihnen abschotten!
Stein weiß: " Bei der Berührung mit dem philosophisch-politischen Feind droht Ihnen gleich von zwei Seiten Ungemach. Erstens können Sie sich zum Widerspruch herausgefordert sehen und dann müssen sie unweigerlich Ihr Hirn gebrauchen. Zweitens aber- und das ist viel gefährlicher- können Sie manche Position revidieren. Sie können feststellen, dass jemand , den Sie eigentlich verabscheuen; Ihnen geistig näher steht als sie zugeben....Kurz und schrecklich , es könnte geschehen, dass sich bei der Lektüre eines Feindautors wie von selbst der Horizont erweitert; und das muss um jeden Preis vermieden werden." ( S. 48) Das geht am besten, wenn man sich bemüht starrsinnig zu sein. ( Siehe Seite 82 -88)
Wenn Ihnen das nicht gelingt, dann trinken täglich am besten Alkohol bis der Nabel glänzt. Irgendwann hören sie dann schon auf zu denken, spätestens , wenn Sie ins Koma fallen!
Streben sie nach Harmonie, identifizieren Sie sich mit Ihrer Volksgruppe, grölen Sie mit der Menge, halten Sie sich für den Größten, reden sie überall mit, konvertieren zu Islam, werden sie drogenabhängig und hören Sie auf Bücher zu lesen, dann geht es Ihnen fortan gut. Alle Welt liebt Sie und Sie finden endlich Ihre innere Ruhe.
Studieren Sie zuvor Hannes Stein und verschenken Sie anschließend das Buch an einen guten Freund. Gehen Sie daraufhin im Wald spazieren und erfreuen sich der denkfreien Zeit, die Ihnen zukünftig bevorsteht.
Hüten Sie sich vor ironischen Menschen, schicken Sie diese schnellstens in die Wüste! " Für den , der mit der Gewohnheit des Denkens brechen möchte, ist Ironie natürgemäß Feindesland. Sie ist das Reich des Bösen, verstrahltes Gelände, das finstere Mordor, in dessen Mitte das schlaflose Feuerauge glüht."( S.77)
Ein sehr empfehlenswertes Buch!
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Älter werden Silvia Bovenschen Broschiert, Mai 2008 Verkaufsrang: 2418 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Älter werden wir alle, von Anfang an, und es gibt keine Aussicht auf Umkehr. Erst, wir sind noch ein Kind, wollen wir es unbedingt, dann, wir sind erwachsen, widerfährt es uns fast unmerklich, schließlich, die Jahre gehen ins Land, kommen die Tage des Rückblicks, auf die Zeit, in der wir die Zukunft noch vor uns hatten. ¯Älter werden® gibt persönlich erzählend, räsonierend und kommentierend einen Rückblick auf das gelebte Leben und einen Ausblick auf möglicherweise Kommendes. Diese erzählten Erinnerungen und gedanklichen Spiele fügen sich zu einem poetischen Bericht über eines der zentralen Themen unserer Zeit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Älter werden einmal anders... 5 von 5 Punkten Der Titel "Älter werden" von Silvia Bovenschen ist einmal ein erfrischend anderes Buch zum Thema "Altern". Es ist völlig subjektiv u. daher auch so authentisch. Die Autorin schildert unter anderem ihre eigene Sichtweise zum Thema "Älter werden" indem sie Rückblenden in frühere Lebensalter macht u. diese der Jetzt-Zeit gegenüber stellt, was die momentanen Befindlichkeiten besonders gut illustriert.
Das Buch ist in kleine "Häppchen" unterteilt, die durch Überschriften neue Gedankenabschnitte markieren, so kann man wunderbar immer mal wieder darin lesen u. das Gelesene wirken lassen, ohne gleich alles von Anfang bis Ende lesen zu müssen.
Besonders bemerkenswert finde ich, daß die Autorin keinen Hehl aus ihrer persönlichen Erkrankung macht, was dem Aspekt des Alterns natürlich noch einmal eine ganz andere Dimension gibt.
Man ertappt sich bei der Lektüre festzustellen einige der von Frau Bovenschen notierten Gedanken so oder ganz ähnlich zu verschiedenen Dingen auch bereits einmal gedacht zu haben, wahrscheinlich ist gerade dieser Wiedererkennungswert in Zusammenhang mit den "fremden" Eindrücken u. Gedanken von Silvia Bovenschen zusammen das Reizvolle an dem Buch.
Es ist ein kleines feines Büchlein, das das Alter einmal aus der miefigen piefigen Ecke herausholt u. ihm frischen Wind via Intellekt einhaucht.
Eindeutig lesenswert, gerade auch für jüngere Leute sehr zu empfehlen !!!
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Drecksbagage: Neue Texte Gerhard Polt Gebundene Ausgabe, April 2008 Verkaufsrang: 14257 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Unvergessliche Figuren hat Gerhard Polt im Lauf der Jahre geschaffen und diese immer wieder variiert. Nun fügt er seinem subversiven Panorama der Gegenwart neue Charaktere hinzu. Zur Sprache kommen u. a. ein "CSU-Sammler", der mit drei Originalbarthaaren aufwarten kann, ein empörter Wirtschaftskrimineller und ein Komponist, der sich von Mozart betrogen fühlt. In Polts störrischen Brandreden geht es immer um nichts weniger als sozusagen alles: um die Geschichte, die so weit zurückreicht, dass man's gar nicht fassen kann, um Weltreiche, die in sich zusammenbrechen, um Sprachverwirrung und um den kleinen Mann, der da immer mittendrin steht und angesichts des heillosen Durcheinanders der Welt nach Worten ringt. Die treffenden Illustrationen stammen von Reiner Zimnik.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Gut aber nicht essentiell 4 von 5 Punkten Ein unterhaltsames Buch, ist aber im Wesentlichen eine Abschrift bereits bekannter Stuecke. Die Stuecke, freilich, die sind fast alle erste Sahne (Menschliche Sau, Unternehmer des Jahres, Kormoran, Der Konservator, Dieser Mozart, Transparenz (das ist die Nummer mit dem Schladerer), etc.), aber mittlerweile leider schon zu oft auf CDs und DVDs, etc. wiederverwendet. Mir hat's Lesen trotzdem Spass gemacht, aber essentiell ist das Buch fuer Fans sicherlich nicht. |
Lassen Sie es mich so sagen: Dombrowski deutet die Zeichen der Zeit Georg Schramm Gebundene Ausgabe, 23. Oktober 2007 Verkaufsrang: 9515 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Den Selbstgerechten ordentlich auf den Schlips treten. Kaum einer kann das hierzulande derzeit besser als Georg Schramm. Wie auf der Bühne, so beweisen seine geschliffenen Pointen in seinem ersten Buch, dass politisches Kabarett der alten Prägung auch heute ein breites Publikum finden kann. In der vorliegenden, kommentierten Best-of-Sammlung deuten drei seiner Figuren die Geschichte jeweils in ihrem Sinn: der Rentner Dombrowski, Oberstleutnant Sanftleben und das sozialdemokratische Urgestein August, die Kabarett-Fans ja bereits von der Bühne kennen. Schramm ist ein Unikum. Als in den späten Sechzigerjahren andere auf die Straße gingen, ging er zur Bundeswehr, arbeitete dann lange als Psychologe. Heute begegnet uns der spät berufene Kabarettist vordergründig als jemand, der mächtig unter Dampf steht, hintergründig als belesener Aufklärer der alten Schule, der von unseren Politikern nicht einfache Wahrheiten, aber ehrliche Wahrhaftigkeit einfordert. Sein Antrieb scheint dabei die schiere Verzweiflung über die abgrundtiefe Gedankenlosigkeit vieler Zeitgenossen zu sein. Besonders nahe steht Schramm sicher seiner eigenwilligsten Figur: Lothar Dombrowski. Dessen Strafpredigten führen von der Paulskirche 1848 über die Ostermärsche der Achtzigerjahre bis in die Altenheime heutzutage. Häufig begegnet uns der renitente Rentner als zorniger alter Mann. Dann wissen Kabarett-Besucher bzw. Leser bisweilen nicht, wo der Spaß wirklich aufhört. Der Witz dabei ist, dass traurige Wahrheiten oft so verdichtet werden, bis sie komisch zu wirken beginnen. Sich selbst beschreibt Dombrowski als protestantischen Atheisten mit preußischer Seele, der wie der alte Fritz einen Rationalstaat anstrebe anstelle eines Nationalstaats. Und Lothar lebt, denn es steht geschrieben: Ich habe all die Jahre Georg Schramm als Pseudonym benutzt. Im realen Leben gibt es nur mich, Lothar Dombrowski. Na, wenn das so ist, dann wünschen wir dem streitbaren Rentner noch viel Schaffenskraft. Denn kritische Geister wie ihn hat unser Land bitter nötig. -- Herwig Slezak
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Revolution 1848 5 von 5 Punkten Mit Schramm ließe sich eine Revolution anzetteln. Ich bewundere Georg Schramm. Deshalb will ichs kurz machen: Die Sendung "Neues aus der Anstalt" und dieses Buch, stehen sich in nichts nach. Sendung und Buch, sind für mich untrennbar, die besten, bissigsten und zugleich realpolitisch durchdachtesten Politshows, die ich in meinem "Fernseh- und Leseleben" je gelesen, gesehen und gehört habe. Da sollten den angesprochenen Figuren, das schlechte Gewissen, die Schädel sprengen. Aber eine Neuauflage von 1848 - leider... Nun gut, so lange es solche genialen Geister wie Schramm gibt, so lange bleibt die Hoffnung, wir Deutschen bleiben nicht ewig so brav in der Anstalt Deutschland -
vor allem nicht so unzurechnungsfähig. Unbedingt kaufen und lesen, lesen, lesen.
Peter A. Bruns
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Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens: Kolumnen Sarah Kuttner Broschiert, 20. März 2006 Verkaufsrang: 2416 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wussten Sie, dass eine Sonnenbrille auf den Augen mehr bringt als eine in den Haaren? Dass Bettwäsche nicht gemustert sein sollte, weil man sonst vom Schlafen abgelenkt wird? Und wussten Sie, dass Sarah Kuttners liebster Steven-Spielberg-Film der mit den zwei Typen ist, die ein Klavier durch die Tür tragen wollen, aber nicht raffen, dass man es quer nicht rein bekommt? Was muss man von der EU-Verfassung wissen? Was sind die besten Schuhe für den Sommer? Und vor allem: Was wird besser? Sarah Kuttner kennt die Antwort auf alle Fragen, die Sie schon immer nicht wissen wollten: Ist Grillen Breitensport oder Brauchtum? Kann man in einem auf Ebay ersteigerten Erbseneintopf wirklich die Silhouette der Klitschko-Brüder nach dem Kampf erkennen? Stimmt es, dass in Berlin Bionadetrinken verboten ist, weil Getränkerecht Ländersache ist, und dass im vorteilhaften Nachttischlampenlicht sogar der Jahreswirtschaftsbericht schöner wird? Mit einer Geschwindigkeit von 1000 words-per-Minute und nach den Regeln der Rechtsprechreform begibt sich Sarah Kuttner auf »Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens«. Vertrauen Sie ihr!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 42 Bewertungen)
Oblateneis 4 von 5 Punkten Ein Buch gefüllt mit Kolumnen im Kuttner`schen Stil... klingt gut und ist sicher auch gut, wenn man es richtig dosiert. Ich habe den Fehler gemacht, alles hintereinanderweg zu lesen und musste leider schnell feststellen, dass sich ein Schema festigt und sich die Art des Schreibens in nahezu jeder Kolumne wiederholt.
Das ist schade, deshalb: Lesen, aber unbedingt mit ein paar Pausen dazwischen.
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Zone 30: Frauen werden nicht älter. Frauen werden besser Birgit Schlieper Taschenbuch, September 2005 Verkaufsrang: 4831 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Frauen zwischen Stimmungshoch und Cellulitistief Wir sind jetzt 30 und kein bisschen weise. Alt genug und doch nicht alt. Und noch immer sind wir uns nicht schlüssig: Sind wir es, die unser Leben aufrollen, oder sind es die Ereignisse, die uns überrollen? Vielleicht sind wir ja auch völlig von der Rolle, kurz: Wir sind in der 30er Zone und wollen alles - nicht sofort, aber für immer. Es sind nicht die großen Probleme, die uns bewegen. Die sind schnell gelöst. Es sind die täglichen Momente, die bewältigt werden wollen - diese Sonntage, diese Samstage und die Zeit dazwischen. Dieses Buch ist kein Ratgeber, keine Bedienungsanleitung, keine Sozialstudie. Für Frauen ist es dieses Ach ja . Für Männer dieses Ach so! .
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Dieses Buch macht einfach Spaß! 5 von 5 Punkten Ich habe dieses Buch selbst zum 30. bekommen und dachte zuerst es sei wieder eines dieser "Spass-Bücher", die zwar mal ganz nett durchzublättern sind, aber anschließend in der Ecke landen. Dem war erstaunlicherweise überhaupt nicht so. Ich habe mich köstlich amüsiert und es nun als "Standard-Geschenk" für alle Mädels etabliert, die in meinem Bekanntenkreis noch 30. werden.
Wirklich zu empfehlen, es macht einfach gute Laune und Lust auf die nächsten 30 Jahre :-)! |
Der weiße Neger Wumbaba. CD
Audio CD, August 2005 Verkaufsrang: 11992 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kinder können nicht zuhören. Und wenn sie es tun, dann schlägt ihnen die Phantasie oft ein Schnippchen, das sie -- oft bis zum Tod -- mit falschen Liedtexten leben lässt. Denn vor allem Kinder sind grausame Verhörer - so wie Frau J. aus Stephanskirchen, die als junges Mädchen felsenfest davon überzeugt war, dass der eigentlich klischeehafte Satz eines mittelmäßigen Seemannslieds (Stürmisch die Nacht und die See geht hoch) tatsächlich Stürmisch die Nacht und die Säge tobt laute. Für den Münchner Autor und Kolumnisten Axel Hacke sind diese Verhörer von teils schrecklicher Schönheit die eigentliche Quelle unerschöpflicher Poesie: Der Verhörende schafft sich gewissermaßen aus der Unverständlichkeit der Welt heraus einen eigenen Kosmos, ein Beweis für die kindlich-dichterische Kraft, die vielen von uns innewohnt, ohne dass wir eigentlich etwas von ihr ahnen, heißt es in dem von Michael Sowa wieder einmal kongenial illustrierten Buch Der weiße Neger Wumbaba. Hackes Meinung nach haben Liedtexter gar die Aufgabe, zum Fehlhören zu animieren. In seiner Kolumne Das beste aus meinem Leben für die Süddeutsche Zeitung erwähnte Hacke einmal einige schöne Exempel für die Freudschen Fehler des Gehörs -- mit der Folge, dass ihn immer neue Zuschriften seiner Leser ereilten, darunter die wirklich überzeugende Umdichtung des Evergreens Der Mond ist aufgegangen von Matthias Claudius, dessen vertonte Gedichtzeilen und aus den Wiesen steiget / der weiße Nebel wunderbar das Gehirn eines Musikenthusiasten folgendermaßen verwandelte: und aus den Wiesen steiget / der weiße Neger Wumbaba. Dieses ungleich größere Zitat ziert nun als Titel ein Buch, die Hackes Originalkolumne sowie seine zahlreichen Nachfolger versammelt. Selbst wenn man sich bei manchen der eingesandten Verhörern etwas ohrenreibend fragt, wie das Hirn derlei phonetisch-semantische Kapriolen zustande bringt, so ist Der weiße Neger Wumbaba doch der beste Beweis für die im Buch aufgestellte These, dass die besseren Liedtexte in den Köpfen der Hörer entstehen. Und das ist auf zauberhafte Weise sicher war. -- Thomas Köster
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 88 Bewertungen)
Tränen gelacht! 5 von 5 Punkten Man lacht ja doch eher in Gesellschaft laut. Selbst ein noch so witziger Fernsehfilm wird, wenn ich ihn allein anschaue, eher amüsiert zur Kenntnis genommen, nicht aber laut lachend. Ganz anders dieses Buch. Ich habe es mir selbst vorgelesen, soweit es überhaupt ging, denn zuweilen musste ich laut lachen und die Freudentränen liefen mir über die Wangen; und immer wieder musste ich die lustigen Verhörer mir selbst laut vorlesen, wiederholen, noch mehr lachen. Wer sich über den Titel aufregt, also wirklich: man kann doch nicht allen Ernstes dem kleinen Kind, das diesem Verhörer unterlegen ist, Rassismus vorwerfen, oder? Und dass genau dieses Bild den Titel des Buches schmücken muss, nunja, man kann darüber diskutieren, aber es ist doch wirklich einer der köstlichsten Verhörer des ganzen Buches. (Habe übrigens Farbige in meinem Freundeskreis, die sich ganz köstlich darüber amüsiert haben, dass der Neger zunächst mal weiß ist !!! und dann auch noch Wumbaba heißt !!!) Ja, das ist ja oft so, dass die in Witzen vorkommenden Gruppen diese selbst am witzigsten finden und komplett witzlose Zeitgenossen meinen, sie davor schützen zu müssen. Als Harald Schmidt einst nach Protesten deutscher Zuschauer seine Polenwitze einstellte, bekam er zahlreiche Zuschriften aus Polen, er solle doch bitte wieder diese lustigen Witze erzählen, über die sich die Polen so amüsiert hätten... Wie auch immer, das Buch ist wirklich lustig und lesenswert. Meine einzige Kritik: es ist sehr klein und dünn, für den Preis dürfte es wahrhaftig etwas mehr Inhalt sein.
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Elektrische Zahnbürsten: Die Zeitzuender - Kolumnen Markus Kavka Broschiert, Februar 2007 Verkaufsrang: 3455 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der MTV-Mann packt aus!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Nicht enttäuscht worden, ganz im Gegenteil 5 von 5 Punkten Aufgrund der vorangegangenen, fast durchweg positiven Rezensionen zu Kafka's Buch ließ ich mich zu einem Spontankauf hinreissen. Ich kann sagen: es liest sich sehr unterhaltsam, flüssig und ist keinesfalls oberflächlich. Absolut mein Geschmack. Einziger Wermutstropfen: Es könnte etwas mehr Seiten haben, denn wenn man sich mal "eingelesen" hat, mag man es gar nicht mehr zuklappen. Werde es gerne weiterempfehlen und bin gespannt auf mehr...
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Egon Erwin Kisch-Preis 2002. Schreib das auf! Die besten deutschsprachigen Reportagen
Gebundene Ausgabe, Juli 2002 Verkaufsrang: 6872 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Alle im Jahr 2002 nominierten Beiträge für den Egon Erwin Kisch-Preis, den der "Stern" jährlich für die besten deutschsprachigen Reportagen verleiht, erscheinen wieder in einer hochwertigen Buchausgabe. Bisherige Gewinner waren unter anderem Peter Sartorius, Cordt Schnibben, Axel Hacke, Wibke Bruhns, Matthias Matussek, Alexander Osang, Christoph Dieckmann, Barbara Supp, Thomas Hüetlin und Stephan Lebert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Definitiv die Besten Reportagen - 5 von 5 Punkten Wenn das Buch endlich draußen ist, kann ich es kaum abwarten, es aufzuschlagen und zu lesen. Mich interessiert immer die gleiche Frage, wie sich Geschichten aus interessanten, oft unerwarteten Perspektiven darstellen. Das interessiert mich jedes Jahr wieder, weil ich oft nach der Lektüre politische, soziale oder kulturelle Sachverhalte ganz anders gesehen habe. Der 2002-Band war eine Ausnahme: Ich lass im Stern die Geschichte "Die Rebellen von Schloss Salem" und dachte, der Autor Jan Christoph Wiechmann kann dafür nur den Preis gewinnen. Ich lese sehr viel Reportagen und diese, da war ich mir sicher, war das interessanteste und außergewöhnlichste, was ich bis dato zu einem merkwürdigen Thema gelesen hatte. Es ist eine Geschichte über Deutschland und diejenigen, die normalerweise die Führungsschicht von Morgen darstellen. Die Elite, die im Internat Salem am Bodensee, für die Zukunft an der Spitze der deutschen Gesellschaft paukt. In dieser Bildungseinrichtung ist man rechts, liberal, vielleicht auch hart, aber nicht rechtsradikal. Dennoch handelt die Geschichte "von Überfremdungsängsten und Tabubrüchen und vom Clash der Generationen."(Die Rebellen von Schloss Salem, S.309) Der Autor fragt sich "Darf man wieder stolz sein, Deutscher zu sein." Diese Geschichte geht spannend weiter und durch den Wandel der Perspektive merkt der Leser, dass sich Deutschland ändert und vielleicht stärker als viele Jahre zuvor - zumindest im Westen. Hier kommt etwas Neues - man muss es nicht unbedingt mögen, aber eine Generation wird von einer anderen abgelöst. Dabei kommt eine links-liberale Einstellung wohl ins Hintertreffen. Vielleicht auch nicht, aber ein Trend ist nicht zu übersehen. Nun hat Jan Christoph Wiechmann den Kisch-Preis nicht gewonnen, sondern den dritten Preis belegt. Mir kommt dieses Ranking etwas sonderbar daher, aber das Buch besteht insgesamt aus interessante Reportagen, so dass eine eins oder eine zwei vor einer Geschichte dem Leser nicht die Lektüre trübt. Mir gefiel auch die Geschichte von Ulrich Fichtner über den Tod eines italienischen Demonstranten während des G7-Gipfels in Genua außerordentlich gut. Warum stirbt ein junger Demonstrant bei einem Gipfel? Warum schießt ein junger Polizist? Mir gefiellen außerdem die zwei Geschichten, die sich mit der baskischen ETA befassen. Weil es sehr schwer ist, in einem anderen Land über eine Bewegung zu recherchieren, die durch ihre Gewalt ohnehin vorverurteilt zu sein scheint. Jeder der Reportagen liebt, sollte dieses Buch lesen und vielleicht in seinem Regal stellen. Es ist sicherlich die aktuellste und vielleicht beste Sammlung deutschsprachiger Geschichten. Ein Wehrmutstropfen ist der Aufbau des Buches, denn die Preisträger stehen nur auf dem Lesezeichen und eine Begründung für diese Vergabe findet der Leser auch nicht, außer dass es eine Liste mit Juroren gibt. Aber im Sinne Egon Erwin Kischs kann der Leser selber entscheiden, wem er den Preis geben würde. Ich hätte wohl eine andere Wahl getroffen, was mich nicht davor abhalten wird, dieses Jahr im Spätsommer nach dem neusten Buch Ausschau zu halten. |
All inclusive. Ein Kabarettist auf Reisen Leo Lukas Gebundene Ausgabe, September 2003 Verkaufsrang: 18006 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Geht ein Kabarettist auf Reisen, dann ist das Animationsprogramm zumindest in seinen Berichten bereits inkludiert. Humor und Fantasie entpuppen sich als wahre Globetrotter, wenn Leo Lukas sie ausschickt, dem Thema Reisen Erheiterndes und Erhellendes abzugewinnen: Von karibischer Touristenabzocke und Geruchserlebnissen auf Kärntner Schihütten wird ebenso kompetent berichtet wie über Flugangst, Zeitvertreib bei Autobahnstaus und infrastrukturelle Tücken der ÖBB. Natürlich leistet sich der unternehmungslustige Kopfabenteurer auch Extratouren, spekuliert über Nutzen und Nachteil von Salzteig und weihnachtlichen Nicht-Beschenkungspakten, oder ruft zur Suche nach Wörtern auf, in denen die Buchstabenfolge "rgschn" wie in "Weinbergschnecke" vorkommt. Der Band versammelt eine Auswahl von Beiträgen, die ursprünglich im österreichischen Reisemagazin erschienen sind. Das lässt sich auch an augenzwinkernden Bezugnahmen des Autors auf seine Stellung als Kolumnist ablesen, der sich gegenüber Wünschen aus der Chefredaktion weidlich Narrenfreiheit herausnimmt und mit erheiternden Aus- und Abschweifungen immer wieder genüsslich das Thema verfehlt. Leo Lukas, unter anderem Kabarettist, Journalist, Regisseur und Science-Fiction-Autor, hat mit dem von Gerhard Haderer illustrierten satirischen Kinderbuch Jörgi, der Drachentöter seinen größten schriftstellerischen Erfolg erzielt. Seinen breit gefächerten Interessen entspricht auch der inhaltliche Reichtum von All inclusive, ein fröhliches Tohuwabohu an launischen Einfällen, fantasievoll ausgeschmückten Anekdoten und satirischen Betrachtungen. Stilistisch reicht das Repertoire vom trockenen Plauderton über ingeniösen Wortwitz bis zu zünftig Gereimtem. Die mit Können gepaarte sprachliche Verspieltheit des Autors sowie sein variantenreicher Humor, der immer wieder für neue Überraschungen sorgt, sind die Hauptgründe dafür, dass sich die Lektüre von All inclusive äußerst kurzweilig gestaltet und für einige Zeit fallweise Fern- oder Heimweh mit der heilenden Kraft des Lachens kurieren dürfte. --Mathis Zojer
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Urlaubslektüre de luxe! Besonders für alle Katholner... ;-) 5 von 5 Punkten In angenehmen Häppchen serviert uns hier Leo Lukas österreichischen Humor der feinsten Sorte - selbst seine Themenverfehlungen (Grüße an die Chefreadrix!) sind einfach genial! Umbedingt lesen!
Le filou autriche 4 von 5 Punkten In Wien domiziliert ein Poet namens Leo, erdichtet Reime in Mono und Stereo, schreibt über Hinz und Kunz und Theo, reist mit der Bahn, mit Flieger, per velo - in heiße Länder nie ohne Körperpflegemittel.Alles Klar? |
Spanientrilogie: 3 Bde Arturo Barea, Joseph Kalmer Taschenbuch, September 2004 Verkaufsrang: 10866 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die "Spanientrilogie" gilt als eines der Hauptwerke der modernen spanischen Literatur und ist die eindringliche Autobiographie eines Mannes und zugleich die Biographie einer Nation. Der erste Roman, "Die Rebellenschmiede", erzhlt von Kindheit und Jugend des Autors zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Spanien - einem Spanien voller Entsetzen, Verwirrung und Hoffnungslosigkeit. Arturo Barea, der Sohn einer verwitweten Waschfrau aus einem Arbeiterviertel, wuchs bei seinem wohlhabenden Onkel und dessen Frau auf. Er erfhrt die sozialen Gegenstze und schildert die Konflikte und Brche einer auseinanderfallenden Gesellschaft. Der zweite Band, "Die endlose Straáe", beschreibt Ehe und Berufsleben in Madrid und berichtet aus dem erbrmlichen Leben eines spanischen Rekruten im Rif-Krieg in Nordafrika. Er zeichnet ein Bild von Spanisch-Marokko in den Jahren zwischen den Kriegen, vom Leben in den Vorposten in der Wste, von den Caf s, den Spielhllen und den Bordellen der Stdte. Er erlebt die H abgier und Unfhigkeit der spanischen Armee, ihre strenge Hierarchie und die Erniedrigung der marokkanischen Bevlkerung vor dem Hintergrund des Aufstiegs Francos. "Die Stimme von Madrid", der dritte Teil, erzhlt von den Jahren 1935 - 1939 und vom Grauen des Brgerkriegs, von politischen Intrigen und dem alltglichen Kampf ums berleben. Auch Russen und Deutsche kmpfen in diesem zerrissenen Land, das Barea mit seiner Lebensgefhrtin verlassen muss; sie gehen zunchst nach Paris und flchten dann nach London. Barea erzhlt mit detailfreudiger Genauigkeit, emotionaler Integritt und bezwingender narrativer Kraft.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Für Spanienfreunde interessant 4 von 5 Punkten Gleich zu Anfang: Ich habe bisher nur den ersten Band der Trilogie gelesen. Aber schon hier lässt sich erkennen, dass Bareas Sprache (zumindest in der deutschen Übersetzung) eher schlicht ist und er seine (Auto)Biographie strikt chronologisch und unspektakulär inszeniert. Außerdem gibt es viele ärgerliche Rechtschreibefehler und fehlende Buchstaben. Aber dennoch hat mir "Die Rebellenschmiede", so der Titel des ersten Bandes, gut gefallen. Man lernt viel über Spanien vor dem (und später auch während des) Bürgerkrieg(es), über die Gesellschaftsordnung zu dieser Zeit (die sich im Grunde kaum geändert haben mag) und über einzelne Schicksale. Ich muss ergänzen, dass es für mich zusätzlichen Reiz besaß, die Straßen und Parks Madrids (hier wuchs der Protagonist = Autor auf) aus einer anderen Perspektive wiederzuentdecken, da ich selbst eine Zet lang dort gelebt habe.
Das Buch ist aber für alle Spanien- und Geschichtsinteressierte empfehlenswert. Gerne auch als Gute-Nacht-Lektüre.
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Der Krapfen auf dem Sims: Betrachtungen, Essays u. a Max Goldt Taschenbuch, April 2003 Verkaufsrang: 46537 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Erst neulich rief mich eine tschechische Freundin an und fragte mich, ob das Wort "Krapfen" in der deutschen Umgangssprache tatsächlich Verwendung finde. Meine bejahende Antwort stieß auf, gelinde gesagt, ungläubiges Unverständnis, wenn nicht blankes Entsetzen: Wie das schon klinge, ein so hässliches Wort -- "Krpf" --, aber naja, das Deutsche eben. Und was will man auch von einem erwarten, der seinen Büchern Titel wie Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau, Die Kugeln in unseren Köpfen oder 'Mind-boggling' -- Evening Post gibt. Dass also der Titel Der Krapfen auf dem Sims nichts, aber auch gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, versteht sich da von selbst. Ebenso, dass es sich hier nicht um einen Roman handelt, sondern um eine Sammlung von Betrachtungen, Essays und anderes, wobei dieses "und anderes" vor allem diverse absurde Fotos nebst erheiternder Bildunterschriften sowie Auszüge aus dem Jetzt-Tagebuch des Autors umfasst. Unnötig anzumerken, dass nicht nur die erwähnten Bildunterschriften, sondern auch sämtliche der in diesem Buch versammelten Texte sehr erheiternd sind. Und das, obwohl der Herr Goldt vieles, was man als Mainstream-Normalo vielleicht sogar schätzt, ziemlich schlechtmacht oder gar explizit: verachtet. Den Jungmänner-Massenzynismus zum Beispiel, oder Leute, die sich mit schlechter Handschrift und der 999 DM Montblanc-Füllfederhalteredition an Büttenpapier zu schaffen machen. Deutsche Art Stylisten (im Gegensatz zu türkischen Friseuren), Gerhard Schröder, Faxe, Diplome auf dem Klo und scheinbar auch Inge Meysel (obwohl er das nicht so deutlich sagt). Immerhin finden sich auch praktische Verbesserungsvorschläge. Kuchen backen sollte man, Barbies und Playmobilmännchen endlich aus der modernen Kunst verbannen, und vor allem: Schulen bloß nicht voreilig mit internetfähigen Computern ausstatten, sondern erstmal wieder das Sprechen und Schreiben üben. Denn: "Wer eine gute Allgemeinbildung hat, sich auch in Fremdsprachen gut ausdrücken kann, der wird mit dem Internet keine Schwierigkeiten haben. Wer nichts weiß und schlecht spricht, wird kaum in Verlegenheit kommen, im Berufsleben seine Internet-Kenntnisse unter Beweis zu stellen." Das Buch müsste dringend ins Tschechische übersetzt werden. Allein schon wegen des Titels. --Anneke Hudalla
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Endlich wieder bissig 5 von 5 Punkten Nach einige eher durchwachsenen Büchern endlich mal wieder ein Volltreffer. Pointiert und bissig kommentiert Goldt die eher kleinen Dinge des Lebens aber auch das Weltgeschehen. Man kommt aus dem zustimmenden Kopfnicken gar nicht mehr raus. Er spricht Dinge aus, die andere oft nicht einmal zu denken wagen.
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Calcio: Die Italiener und ihr Fußball Birgit Schönau Broschiert, Dezember 2005 Verkaufsrang: 8817 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Forza Italia, vorwärts Italien. So feuern Tifosi ihre Nationalmannschaft an. Und nach diesem beliebten Schlachtruf benannte Silvio Berlusconi seine politische Partei. In diesem Sinn erweist sich Bella Italia einmal mehr als Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem Macht und Fußball all zu gerne Hand in Hand gehen: Die Industriellen-Familie Agnelli (FIAT) und Juventus Turin halten sich ewige Treue, Ministerpräsident Berlusconi unterhält eine vergleichsweise junge Liebe zum AC Mailand. Im Ergebnis dominieren heute wie früher die Clubs aus den Industriezentren des Nordens den Calcio der Serie A. Einmal resultierte daraus, dass Fans in Neapel sogar die eigene Nationalmannschaft auspfiffen. Nirgendwo anders berichten sowohl Zeitungen als auch Fernsehen so erschöpfend über Fußball wie in Italien. Wie das fußballverrückte Land wirklich tickt -- davon erzählt dieses lesenswerte Taschenbuch der in Rom lebenden deutschen Journalistin Birgit Schönau. Dabei dreht es sich auch um rechte Gesinnung, kreisende Pleitegeier -- und warum die Mafia nur 2. Liga, also Serie B, spielt. Fußball-Fans erfahren zudem, welch schillernde Stars sich auf dem Stiefel die Schuhe schnürten und warum der vielleicht größte italienische Stürmer aller Zeiten, Giuseppe Meazza, einmal im Pyjama ins Stadion hetzte. Und wenn das nicht wahr sein sollte, so ist es wenigstens gut erfunden, weiß wiederum der italienische Volksmund. Die unterhaltsamen landeskundlichen Reportagen über König Fußball gehen auch in die Tiefe. Demnach respektieren Deutsche die Unparteiischen wie eine staatliche Institution. Gerade deshalb erschüttert laut Autorin Schönau der Fall Hoyzer Deutschland bis ins Mark. Für italienische Fans hingegen sind die Männer in Schwarz -- ganz wie die Staatsmacht -- grundsätzlich der Korruption verdächtig. Deshalb löste der deutsche Schiedsrichter-Skandal südlich der Alpen nur Schulterzucken aus. International einig sind sich alle Anhänger hingegen darin, bei der WM 2006 die eigene Mannschaft wie ein Mann zu unterstützen. Und dafür, dass Deutschland 1990 in Italien den Titel holte, steht für die Squadra Azzura samt Tifosi ohnehin noch Revanche aus. --Herwig Slezak
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Die Seele des Fußballs erkannt! 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist das beste Fußballbuch das ich kenne. Es vereint Faktenreichtum mit Witz und Leidenschaft. Man spürt in jeder Zeile, dass die Autorin schon lange in Italien lebt und den Fußball dort liebt. Trotzdem hat sie sich eine journalistische Distanz bewahrt, die es ihr ermöglicht, Zusammenhänge zu erkennen und zu analysieren. Aus diesem Buch läßt sich viel über Italien lernen, nicht nur über den Calcio. Sechs Punkte, wenn es sie gäbe!
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Überlebnis Ulla Berkéwicz Broschiert, Mai 2008 Verkaufsrang: 64054 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wir wissen, dass wir sterben müssen. Wie aber leben wir mit diesem Wissen? Wie leben wir eingedenk des Todes? Wie leben wir mit dem Tod der nahen Menschen? Weicht man der mit dem Tod einhergehen Angst vor dem Verlust und der Erfahrung des Schmerzes nicht aus, begegnet man dem Unverschmerzten auf den Wegen des Nachdenkens und Erinnerns, öffnet sich das, was nicht mehr ist, auf das hin, was bleibt und bleiben wird. Überlebnis ist ein Buch, das die Trauer durchquert, subjektiv und radikal. "Die einzige Angst, die ich jetzt noch habe, ist die, zu vergessen."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine sperrige, aber nicht uninteressante Lektüre 3 von 5 Punkten In "Überlebnis" beschreibt die Autorin auf sehr persönliche Weise das Sterben "des Mannes", in dem man unschwer Siegfried Unseld erkennt. Manche Stellen in diesem dünnen Buch haben mich sehr berührt und beeindruckt.
Was mir nicht gefallen hat, war die sperrige Erzählweise und die sehr "literarische" Sprache. Auch gleiten vor allem die Krankenhausszenen für mein Empfinden mehr als einmal ins Klischee ab (der "faschistische" Pfleger, die Krankenschwestern). |
Der cartesische Taucher. Drei Meditationen Durs Grünbein Broschiert, 16. April 2008 Verkaufsrang: 33298 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hinter einem großangelegten Werk mit dem noch viel größeren Titel "Le Monde" verbirgt sich das ehrgeizigste Projekt des Philosophen René Descartes: In diesem Werk sollten sämtliche getrennten Wissensfäden zusammenlaufen und ein Gewebe ergeben, so dicht gewirkt, daß damit alles unter der Sonne erklärt wäre. Was den Dichter Durs Grünbein zu diesem cartesischen Universum hinzieht, ist gerade nicht der Triumph nüchterner Rationalität. Das Traumhafte jenes Traumprojekts fesselt ihn, das Phantastische hinter den abstrakten Begriffen, der spekulative Höhenflug, den Descartes sich über seinen naturwissenschaftlichen Hypothesen erlaubt, die Spur des Experimentators durchs Dickicht der allerheiligsten Mysterien - kurzum: das Bildermachen, Fabulieren mit und jenseits aller Methode. Wieviel Mensch steckt in Descartes' reinem Erkenntnis-Ich? Wieviel Anschauung verschwindet in strenger Vivisektion? Ist der Geist nicht dennoch das bewegende Grundprinzip, die causa prima des Universums? Wenn Dante der Descartes der Metapher war, war dann nicht Descartes - der Dante der neuzeitlichen Wissenschaft? Mit seinem Vers-Roman über Descartes (Vom Schnee, 2003) hatte Durs Grünbein eine bezaubernde poetische Version des Themas gegeben. Nun fügt sich ein erzählerisch angelegter Essay in drei Meditationen zur Verteidigungsschrift für einen der meistgehaßten Philosophen. Dabei findet sich am Gegenpol des heliozentrischen Weltbildes zugleich der Ursprung des modernen poetischen Ichs.
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