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Die Stille ist ein Geräusch: Eine Fahrt durch Bosnien Juli Zeh Taschenbuch, Oktober 2003 Verkaufsrang: 17121 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wo wachsen die Melonen? Wie grün ist der Neretva-Fluss? Warum war hier Krieg? Wer hasst wen und wie sehr? Scheinbar naiv sind die Fragen, mit denen Juli Zeh im Sommer 2001 nach Bosnien-Herzegowina aufbricht, ein Staatsgebilde, das nach Abzug der Kriegsreporter nur noch selten in unseren Nachrichtensendungen auftaucht. Obwohl in den vergangenen Jahren wohl über kein anderes Land in Osteuropa mehr berichtet wurde, wissen wir über Bosnien fast nichts. Plötzlich, wenn "die Wirklichkeit andockt an den Begriffen", ist alles anders. Während sich der Krieg auf dem Balkan in Zehs hochgelobtem Romandebüt Adler und Engel als Folie für tiefer lotende Fragen nach dem Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit anbot, verbietet sich die Autorin in ihrer fesselnden Reisebeschreibung wohlfeile politische Wertungen und Analysen. Stattdessen versucht sie, das unbekannte Land mit buchstäblich allen Sinnen aufzunehmen. In radebrechendem "Endepol", einem Pidgin aus Englisch, Deutsch und Polnisch, entlockt sie den Menschen, die ihr begegnen, Geschichte um Geschichte: Dario aus Jajce, Monsieur Pescaran, der melancholische SFOR-Minenexperte, die Bohemiens um den Buchladen "Buybook" in Sarajevo, Jasmin und die Raver-Gemeinde vom X-Café in Travnik. Glänzte die Autorin schon in Adler und Engel mit poetisch kraftvoller Sprache, findet sie -- befreit von den Zwängen der Fiktion -- für Landschaften und Menschen erneut Bilder von betörender Schönheit. Gelegentlich eine Art Hemingway'scher Abgezocktheit, die aus der Feder einer 28-Jährigen fast verschreckt. Juli Zeh allerdings ist zu schlau, um nicht zu wissen, dass der Flirt mit Ruinen-Romantik und Morbidität hart am Kitsch gebaut ist. Am bosnischen Ufer der Drina, jenem Fluss, in dem -- es ist nicht lange her -- verstümmelte Leichen die Turbinen eines Wasserkraftwerks verstopften, der Gedanke an einen früheren Reisenden: "Da drüben auf der anderen Seite stand Peter Handke vor fünfdreiviertel Jahren, entdeckte eine schwimmende Kindersandale und wollte nicht herüberkommen." In Zagreb endet die Reise. Zurück bleibt ein reichlich verbeulter Opel Astra; Olga, die zugelaufene Promenadenmischung, sitzt mit im Zug nach Leipzig. "Ich fühle mich, als wäre das Land durch mich gereist und kehrte nach Hause zurück, während ich übrig bleibe, mit hängenden Armen." Warum war Krieg, und welche Farbe hat die Neretva? Wir wissen es noch immer nicht, aber wir haben vielleicht etwas erfahren über einen vergessenen Fleck in Europa, die Menschen, die darauf leben, über das Schöne und das Schlimme an ihrem Zusammensein. --Niklas Feldtkamp
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 27 Bewertungen)
Köstlich! 4 von 5 Punkten Mit Vergnügen zu lesen. Wenngleich es auch eine Weile gedauert hat, bis ich den Stil - mit manchmal allzu angestrengten Metaphern und sichtbar nachkolorierten Bildern angereicherte Reisenotizen - nicht mehr ebenso anstrengend fand. Wohl auch Geschmackssache. Aber nach ein paar Seiten hat man den Einstieg leicht gefunden. Ging jedenfalls mir so.
Hochlichter:
Köstlich die Szenen mit der "International Crowd", die trocken-blasphemischen Beobachtungen im Wallfahrtsort Medugorje, undundund.
Warnung für nicht-einschlägig-Vorgebildete:
Der eine oder andere wird beim Kauf des Buchs eine andere Erwartungshaltung gehabt haben:
Dass man mehr über die Ich-Erzählerin als über Bosnien erfährt, hat mich persönlich aber überhaupt nicht gestört. Einschlägiges Faktenwissen lässt sich mit ein paar Mausklicks schnell erarbeiten.
Den insgesamt Ein-Stern-Abzug gibt es wegen der angestrengten Metaphern und wegen eines beim Rezensenten tiefsitzenden Misstrauens vor rauchenden Hundebesitzerinnen - nur schwach gemildert von der Tatsache, dass es sich bei dem Vierbeiner um einen Mischlingsrüden handelt.
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Schluss mit lustig!: Das Ende der Spassgesellschaft Peter Hahne Gebundene Ausgabe, November 2004 Verkaufsrang: 25106 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein brisantes, brandaktuelles Thema, das aufrüttelt. Endlich gibt es den viel beachteten Vortrag von Peter Hahne als Buch. Wo immer der Berliner Topjournalist in den letzten Monaten auf Einladung von Kirchen, Wirtschaftsverbänden oder Banken sprach: Die Hallen waren überfüllt, das Presseecho überschwänglich. Das Terrordrama von New York sieht Hahne als Einschnitt in Weltgeschichte und Zeitgeist. Der 11. September 2001 sei das Ende der Spaßgesellschaft und der Beginn einer neuen Suche nach alten Werten. Welche Werte sind es, die tragen, Halt geben und die es zu verteidigen gilt? Peter Hahne liefert eine packende Zeitanalyse und fordert die Rückkehr zu stabilen Werten zur Erneuerung unserer labilen Gesellschaft. Ohne Erinnerung an unsere christliche Herkunft gibt es keine Zukunft. Hahnes Fazit: Holt Gott zurück in die Politik!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 102 Bewertungen)
Überfälliges Buch!! 5 von 5 Punkten "Die Wahrheit richtet sich nicht nach uns, wir müssen uns nach ihr richten." (Matthias Claudius).
Offensichtlich haben einige Rezensenten damit Schwierigkeiten, ansonsten würde dieser längst überfällige Bestseller (die Verkaufszahlen sprechen da eine eigene Sprache!) hier nicht von manchen derartig demontiert. Wurde da ein "wunder" Punkt getroffen?? Insofern halte ich die abgegebenen Wertungen für wenig repräsentativ, denn mir kommt der Verdacht, daß hier überwiegend Kritiker votiert haben. Ich selbst habe das Buch kurz nach Erscheinen gelesen und auch rundherum von vielen, vielen anderen Lesern durchweg positives (!)Feedback registriert. Gleiches erwarte ich auch von Peter Hahnes Neuerscheinung "Suchet der Stadt Bestes".
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Die Essais Michel de Montaigne Gebundene Ausgabe, August 2005 Verkaufsrang: 21937 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Daß ein solcher Mensch geschrieben hat, dadurch ist wahrlich die Lust, auf dieser Erde zu leben, vermehrt worden. Mir wenigstens geht es seit dem Bekanntwerden mit dieser freiesten und kräftigsten Seele so, daß ich sagen muß, was er von Plutarch sagt: "Kaum habe ich einen Blick auf ihn geworfen, so ist mir ein Bein oder ein Flügel gewachsen." Mit ihm, würde ich es halten, wenn die Aufgabe gestellt wäre, es sich auf der Erde heimisch zu machen.« . Friedrich Nietzsche
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Keine Begierde ist natürlicher als die Begierde nach Wissen( Montaigne) 5 von 5 Punkten Der französische Schriftsteller Michel de Montaigne ( 1533- 1592) legte seine Reflexionen über Philosophie, Geschichte, Politik , Literatur. u.a. in seinen " Essais" nieder.
Damit schuf er eine eigenständige Form, die im Gegensatz zu Traktat eine subjektive, lockere, vielseitige Darstellung ermöglichte.
Montaigne knüpfte an den antiken Skeptizismus an, den er dogmatischen Wahrheitsansprüchen entgegenstellte.
Seine " Essais " zeigen Montaigne als typischen Sohn seiner Zeit: ein weltlicher Geist, kritisch, skeptisch - bemüht sich von Vorurteilen frei zu machen - so steht er dem Hexenglauben mit souveräner Verachtung gegenüber.
Im Mittelpunkt seines Denkens steht der Mensch. Der Mensch der Renaissance, befreit von vielerlei Bindungen und im Bewußtsein ungeahnter neuer Räume und Möglichkeiten möchte das Rätsel seiner selbst ergründen.
Was ist der Mensch? Was ist unser Leben?
Seine Reflexionen gehen auf Staat und Politik, auf Geist und Wissen, Erziehung, Tugend und Tapferkeit, aber sie kehren doch immer wieder zurück zu Leben und Tod.
" Leben heisst sterben zu lernen" , so die Worte des Philosophen.
Der Tod scheint Bedingung und Teil unseres Wesens, das Werk unseres Lebens ist unseren Tod zu bauen.
Besonders erwähnenswert sind seine " Essais" mit den Titeln " Was folgt, wenn man zu jemand sagt: Du lügst" und " Von der Reue".
Montaignes Texte sind von großer gedanklicher Tiefe, scharf in der Beobachtung und dabei elegant im Ausdruck.
In seinem Essay " Über Bücher" lässt er den Leser wissen, dass er in Büchern weiter nichts suche, als sich durch einen vernünftigen Zeitvertreib ein Vergnügen zu machen oder wenn er studiere, so suche er nach keiner andern Wissenschaft als der, welche von der Kenntnis seiner selbst handele und die ihn gut leben und sterben lasse. Gerne greife er nicht nach neuen Büchern, weil die alten im Kern mehr Geist zu haben scheinen, wie er sagt.
Seinem Rat folgend, sollten Sie diese " Essais" lesen , denn neu sind die Texte nicht, ob sie mehr Geist haben als derzeit zu Papier gebrachte Reflexionen müssen Sie selbst herausfinden.
Versprechen kann ich, dass Ihnen Montaigne ein wirkliches Lesevergnügen verschaffen wird.
Ein Meisterwerk der Lebensphilosophie! 5 von 5 Punkten Die "Essais" von Montaigne gehören für mich zu den größten Werken der Literaturgeschichte. Sie sind eine Sammlung von in sich abgeschlossenen Betrachtungen zu einem bestimmten Themengebiet. Dabei stellen sie eine Fundgrube der Lebensphilosophie für jeden Interessierten dar. Die Fülle der nützlichen Informationen und Weisheiten ist beinahe endlos und es ist phänomenal, wie jemand viele der wichtigsten Themen des Lebens so anschaulich darstellen kann. Montaignes Werk ist ein Werk über sich selbst, in dem er sich ungeschminkt präsentiert und diese Offenheit macht ihn gerade so sympathisch. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und hat auch keine Probleme über seine intimsten Details zu reden, denn "nichts, was einem Menschen widerfährt, kann unmenschlich sein". Eine absolut befreiende Philosophie! Die Ausgabe enthält nicht den kompletten Text, sondern nur eine gewisse Auswahl. Das ist aber nicht schlimm. Ich habe mittlerweile einen Teil der Komplettausgabe gelesen und festgestellt, dass doch viele Beispiele, die im Text massenhaft verwendet werden, ohne großen Sinnverlust gekürzt werden können. Auf jeden Fall ist diese Ausgabe ein sehr guter Einblick und Überblick über die Essais. Schön ist auch, dass bei jedem verwendeten Zitat, die Quelle angegeben ist. So kann man sehen, welche antike Autoren, dem Autor am Herzen gelegen haben. |
Wind, Sand und Sterne Antoine de Saint-Exupery Taschenbuch, August 1999 Verkaufsrang: 4474 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Erde schenkt uns mehr Selbsterkenntnis als alle Bücher, weil sie uns Widerstand leistet. Und nur im Kampf findet der Mensch zu sich selber. Aber er braucht dazu ein Werkzeug, einen Hobel, einen Pflug. Der Bauer ringt in zäher Arbeit der Erde immer wieder eines ihrer Geheimnisse ab, und die Wahrheiten, die er ausgräbt, sind allgültig. So stellt auch das Flugzeug, das Werkzeug des Luftverkehrs, den Menschen allen alten Welträtseln gegenüber und wird uns zum Werkzeug der Erkenntnis und der Selbsterkenntnis. Antoine de Saint-Exupery.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Grandios 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Antoine de Saint-Exupéry versteht es wie kein Zweiter, Lebensweisheiten und Werte zu vermitteln. Mit seinen anschaulichen Schilderungen gewährt er faszinierende Einblicke in Zeiten, als die Luftfahrt noch in den Kinderschuhen steckte.
Es gliedert sich in folgende Kapitel:
(1) Die Strecke
(2) Die Kameraden
(3) Das Flugzeug
(4) Die Naturgewalten
(5) Das Flugzeug und der Planet
(6) Die Oase
(7) Die Wüste
(8) Der Durst
(9) Die Menschen
Feinfühlig und mitreißend beschreibt er die Erlebnisse, und man kann sich der Magie seiner Leidenschaft nicht entziehen.
Ich bin stets aufs Neue gebannt von der Klugheit, die aus seinen Worten dringt. Verneige mich ehrfürchtig vor dem großen Geist, der dahintersteckt. Ohne den Moralapostel zu spielen, schärft er den Blick für die essenziellen Dinge des Lebens und erwirkt damit eine Rückbesinnung auf humanitäre Tugenden.
Die Erkenntnisse seiner Abenteuer spiegeln sich in 'Der kleine Prinz' wider. Mit seiner Weltanschauung dient er uns als Vorbild und Vordenker. Und auch in 'Wind, Sand und Sterne' setzt er sich selbst zahlreiche, kostbare Sprachdenkmäler.
Ein geniales Vermächtnis an die Menschheit - und ein Appell an die Menschlichkeit.
Schlicht und ergreifend grandios.
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'Mind-boggling' - Evening Post Max Goldt Taschenbuch, Juli 2005 Verkaufsrang: 100898 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Letzte Kolumnen und ausgesuchte Prosa im gewohnt ehrlichen Stil des Titanic-Dichters. "Würde ich mich selber als Essayist bezeichnen, wäre das wohl inhaltlich nicht wirklich falsch, aber es wäre nobeltuende Schleimsprache. Also sag ich Aufsatzschreiber, das ist genau das Gleiche, klingt aber weniger kulturbeflissen im Zahnarztgattinnensinne." Kolumnen Nr. 96-108, Some other Stuff, acht unpaginierte Farbseiten, etliche s/w-Abbildungen sowie zwei Zeichnungen von Katz und Goldt
Max Goldts 13 letzte Kolumnen erschienen von Januar 1997 bis Januar 1998 im Monatsmagazin Titanic. Kolumne 106 war alledings nicht rechtzeitig zum Heftschluss fertiggeworden. An seine Stelle erschienen damals die Texte "Der schwarze Wanderbuhpokal" und "Eine Insel am Rande Europas". Kolumne 106 erscheint somit in diesem Buch das erste Mal! Die beiden Ersatztexte sind daher in den "some other stuff" genannten zweiten Teil des Buches gerutscht, welcher aus zum Zwecke des Vortrags geschriebenen,...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Lesen, lachen, wohlfühlen, nachdenken, selber ausprobieren 5 von 5 Punkten Es wird Zeit für mich keine Max Goldt Bücher mehr zu rezensieren. Ich bin viel zu sehr ein nahezu bedingungsloser Bewunderer der Texte dieses grandioses Autors geworden, um noch objektiv sein zu können. „Mind-boggling" ist eine typische Sammlung Goltscher Aufsätze, Essays bzw. Kolumnen (Goldts Worte am Ende des Buches zu diesem Thema zeigen den gebürtigen Göttinger von seiner ernsteren Seite. Toll!). Folgende Essays haben mir vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben:Ein gutes und ein schlechtes neues Wort für Männer Mademoiselle 25 Watt Affige Pizzen Das sind zeitlose Klassiker des Meisters! Jeder Tag des Lebens kann so interessant, einzigartig und schön sein, wenn man lernt die Welt so zu sehen wie Onkel Max. Würde ich alle Bücher so schnell verschlingen wie die von Max Goldt, bräuchte ich täglich ein neues Buch. In Vorfreude auf das nächste Buch, verbleibe ich mit den besten Wünschen und sage Dankeschön, Herr Goldt! Ein Fan
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Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens: Prosa und Szenen 2002-2004 Max Goldt Broschiert, August 2006 Verkaufsrang: 16510 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was würde wohl die Nachwelt über den inzwischen 46-jährigen, begnadeten Titanic-Kolumnisten Max Goldt so Tolles denken, wenn er stürbe? Natürlich kann man das nicht wissen, aber für die Beantwortung von derlei skurrilen Fragen haben wir ja einen, der sie besser als jeder andere beantworten kann: Max Goldt selbst natürlich. In der wundervollen Erzähl- und Dialogsammlung Vom Zauber des seitlich dran Vorübergehens hat er das getan, mit Hilfe des Mundes eines Freundes, in einer Geschichte mit dem anspielungsreichen Titel Das süße Nichts (Ich weiß noch, über was wir gestern Abend geredet haben), die von wunderschönen Konjunktiven nur so wimmelt. Wenn Max Goldt stürbe, sagt da der Freund, dann würde als toll im Gedächtnis bleiben, dass er eine angenehm ungroße Pfeffermühle besessen hätte und nicht, wie heutzutage beinahe bei allen, ein Ungetüm im Maßstab einer Grabbeigabe aus phallokratischer Vorzeit. Vermutlich wird die Nachwelt an Max Goldt toll finden, was er nach der Tollfindäußerung des Freundes an Erklärungen für die Daseinsberechtigung hässlicher übergroßer Pfeffermühlen auffährt. Wie er aus der Absage, eine wunderbar satirische Weihnachtsgeschichte zu schreiben, eine herrlich ironische Story über Weihnachtsbräuche und die Psychologie satirischer Weihnachtsgeschichten schnitzt. Und wie es ihm immer wieder gelingt, den Finger auf all jene scheußlichen Dinge unserer Alltagswelt zu legen, an denen man in friedlichem Desinteresse und dank der guten baupolizeilichen Bestimmung in Deutschland auch einfach seitlich vorübergehen könnte. Würde der Nachwelt nach Goldts Dahinscheiden nur Vom Zauber des seitlich dran Vorübergehens überliefert werden, so stünde es der Nachwelt gut an zu behaupten, Goldt sei niemals ein begnadeter Kolumnist gewesen. Denn mit diesem Buch hat er sich endlich von diesem einengenden Attribut emanzipiert. Er sollte den Nachgeborenen als begnadeter Humorist und Wortzauberer in Erinnerung bleiben. Dass er das und nichts anderes ist, hat er mit Vom Zauber des seitlich dran Vorübergehens eindrücklich bewiesen. --Thomas Köster
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
ein Sokrates für Deutschland ... 5 von 5 Punkten "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens" - dieses in den Titel emporgekletterte Fragment stammt aus der Besinnung, die Max Goldt bezüglich der lauten Weihnachtsmärkte anstellt, und, stellvertretend für den Rest des Buches, sei einmal die GOLDTsche Weltsicht an der Behandlung dieses Themas durchleuchtet - besonders auch, weil ich dies am 24. Dezember, dem "Heiligen Abend" schreibe, an dem ich das Buch verschenkt habe: MAX schreibt: "Weihnachten ist eine der drei großen Volksschwächen. Die anderen beiden sind Autos und Fußball" - in meiner Heimatstadt Hattingen muss man hinzufügen: und die Verleihung von Ehrenringen. Natürlich folgt man auch in meinem Hattingen dem wachsenden Brauch, wie MAX schreibt "historische Marktplätze für geschlagene fünf Wochen mit billigen Sperrholzverschlägen zu möblieren" - besonders beeindruckt hat mich in Hattingen immer ein "Märchenwald" aus großen, abgeblätterten, stellenweise bei ganzjähriger Lagerung im Bauhof verknickten Blechfiguren - das Rennen aber machte bei mir diesjährig ein Wasserfall auf einem Bildschirm in einer, wie Max Goldt formuliert "Bretterbude mit aufgetackertem Fichtengrün" - ich war angenehm überrascht, dass, anders als in der Nachbarstadt Bochum, nicht auch Samurai-Schwerter verkauft wurden. Wie mag es in Nürnberg, Rothenburg, Straßburg, Hamburg, München sein? In Hattingen auf dem historischen Kirchplatz (16. Jahrhundert) gibt alljährlich die Ehefrau eines städtischen Dezernenten, ganz in Weiß als Engel verkleidet, Geschichten aus der Heiligen Schrift zu Gehör, untermalt von entsprechender Musik. Übertroffen wird dies nur noch von einer Frau Holle, die, ihren dicken Busen durch die Butzenfensterchen eines Fachwerk-Rathauses quetschend, den "Menschenkindern" unten ein paar Kissenfedern zuwedelt. Außerdem gab es auf dem mit Kopfstein im Mittelalter-Touch gepflasterten Marktplatz für in Bussen angereiste johlende Gruppen, rote Blink-Mütze auf dem Kopf, Glühwein in der Hand, Pfeilwerfen auf Luftballons. Ich bin froh, dass durch das Büchlein von Max Goldt bewiesen ist, dass ich nicht der einzige bin, der sich von Weihnachtsbuden nicht so sehr bezaubern lässt, sondern seitlich dran vorbeigehen kann am Bretterwerk, "dank der guten baupolizeilichen Bestimmungen". Max Goldt ist nicht nur Satiriker. Er ist eigentlich Soziologe, nein - Philosoph - so eine Art SOKRATES für Deutschland.
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Im Irrgarten der Intelligenz: Ein Idiotenführer Hans Magnus Enzensberger Broschiert, Dezember 2007 Verkaufsrang: 36351 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Intuitiv heftet man Freunden oder Kollegen schnell den semantischen Orden "hochintelligent" ans Revers, Intelligenz gilt neben Flexibilität und Teamfähigkeit als Kardinaltugend der Gegenwart. Wenn der subjektiv plausible Befund jedoch objektiviert werden soll, stößt man auf seltsame geometrische Figuren, Zahlenreihen und Listen mit Tieren, von denen eines angeblich nicht zu den anderen paßt. In seinem Essay setzt sich Hans Magnus Enzensberger mit der Geschichte und den Tücken der Verfahren auseinander, mit denen Psychologen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts an der Vermessung der Intelligenz arbeiten. Er kommt zu dem Ergebnis: "Wir sind eben nicht intelligent genug, um zu wissen, was intelligent ist."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Für ein bizarr-unterhaltsames Stündchen 4 von 5 Punkten Nicht Treue, Tapferkeit, Weisheit, Demut, Ritterlichkeit, sondern: Flexibilität, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und - vor allem - Intelligenz seien die Kardinaltugenden unserer Zeit. Diese berechtigte Feststellung wird Enzensberger zum Ausgangspunkt einer kurzweiligen Führung durch den "Irrgarten der Intelligenz" für lesende Idioten, will heißen: für die Laien der Intelligenzforschung. (Oder doch für die, denen es an Intelligenz fehlt?)
Enzensberger präsentiert die Abgründe und Absurditäten des Begriffs und der Erforschung der Intelligenz. Demjenigen Laien-Idioten, der ein gesundes Maß an Skepsis den Segnungen der empirischen Wissenschaften gegenüber in sich trägt, vermag dies zwar nichts grundlegend Neues zu vermitteln - denn dass Intelligenz nichts anderes ist als das, was Intelligenztests messen (so zitiert Enzensberger Edwin Boring), dürfte jedem halbwegs raisonablen Menschen aufgehen. Immerhin aber bereitet das Büchlein einem solchen Leser ein bizarr-unterhaltsames Stündchen.
Allen anderen dürfte dieses Stündchen zwar weniger unterhaltsam sein, dafür aber vielleicht wenigstens lehrreich. Und selbst wenn die Intelligenzforschung in Zeiten der Hirnforschung nicht mehr recht en vogue ist, worauf Enzensberger hinweist, so könnte man doch immerhin aus deren Blüten lernen und könnte aufhören selbst welche treiben zu lassen.
Das Buch zu lesen schadet jedenfalls nichts, bestenfalls wird es sogar zum angenehmen Zeitvertreib. Allerdings konnte ich mich, Zeit vertreibend, nicht des Eindrucks erwehren, dass Enzensbergers Werk nicht sonderlich originell ist. Vielmehr wirkt es so, als ob er weite Passagen des Buches zumindest sinngemäß abgeschrieben hätte (z.B. bei dem von ihm zitierten Stephen Jay Gould: The Mismeasure of Man) - auch wenn ich diesen Verdacht mangels Kenntnis nicht belegen kann. Außerdem bemüht sich Enzensberger einigermaßen erfolglos um Ironie.
Denn dass es sich in der Causa 'Intelligenz' um eine ernstzunehmende Angelegenheit nicht handelt, davon kann Enzensberger seinen wohlgesonnenen Leser zwar überzeugen. Trotzdem oszilliert der Text eigenartig zwischen einer zu kurz geratenen Auseinandersetzung und einer unironischen Abrechnung. Es bleibt somit offen, was von Enzensbergers "Essay" zu halten ist: ein "Versuch" ist es wohl, der sich dem Regress und der logischen Stringenz zu entziehen versucht, wie sein Autor zum Ende schreibt. Woran aber sollte man festmachen, ob dieser Versuch gelungen ist? |
Zonenkinder Jana Hensel Taschenbuch, Juni 2003 Verkaufsrang: 74262 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Ich such die DDR / und keiner weiß, wo sie ist", schrammelten die Anarcho-Punks von "Feeling B", nachdem ein gewisser Hans Modrow das, wie es damals hieß, "marode" Staatswesen besenrein an Helmut Kohl übergeben hatte. Seit dem Fall der Mauer war kaum ein Jahr vergangen, und wer damals an der Schwelle von Kindheit und Erwachsensein stand, hatte es wirklich nicht leicht: In den Klassenräumen erinnerten nur mehr helle Flecken an die Bilder von Erich Honecker und Lenin, die Bravo ersetzte Trommel und ABC-Zeitung, die Kaufhalle wurde zum Supermarkt. "Die Dinge hießen einfach nicht mehr danach, was sie waren. Vielleicht waren sie auch nicht mehr dieselben." Im Sauseschritt der neuen Zeit, die schon manch Ältere ins Stolpern brachte, geriet die Kindheit der in den Siebzigern geborenen zu einem "Museum ohne Namen". Den Schlüssel dazu muss dann irgendwann jemand verlegt haben. Fortan hielt man sich besser fern: Betreten verboten! Jana Hensel, 1989 gerade 13 Jahre alt, hat sich fast zehn Jahre später auf die Suche gemacht: Nach längst verschütteten Erinnerungen, nach einer verlorenen Zeit. Sie betritt damit vermintes Gelände, denn noch immer gilt: Wer die DDR anders denn als Unrechtsstaat mit Mauer, Stacheldraht und Stasi in den Blick nimmt, wird als Ignorant oder Ostalgiker gescholten und mit Missachtung nicht unter fünf Jahren bestraft. Doch anders als ihre Eltern oder die letzte "echte" DDR-Generation der heute 35- bis 40-Jährigen starteten die "zwittrigen Ostwestkinder" ohne moralischen Ballast ins Leben. Dank einer anderen "Gnade der späten Geburt" kann Hensel über Fahnenappell und Ferienlager ebenso unbefangen sprechen wie über den langen, steinigen Weg, den ihre Altersgenossen zu den feinen Unterschieden der westlichen Warenwelt, zu den Dresscodes und Floskeln des bundesdeutschen Alltags zurückgelegt haben. Gelebtes Leben geht weder in Anekdoten noch in Spiegel-Stories auf; es will erzählt werden. Genau das tut Hensel, gleichsam naiv, und doch genau, voller Witz und Selbstironie. Ihre Geschichten um Heimat, Erziehung, Liebe und Freundschaft geben jenen, die sich auf Dauer in einer fremden Welt einzurichten hatten, einen verdrängten Teil ihrer Biografie zurück -- weit entfernt von dumpfen "Es-war-doch-nicht-alles-schlecht"-Reflexen. Entstanden ist so das Porträt einer Generation zwischen allen Stühlen: Die "ersten Wessis aus Ostdeutschland", denen ihre wenigen DDR-Jahre im Rückblick immer märchenhafter scheinen, sind längst im Hier und Heute angekommen. "Teil einer Jugendbewegung" wollen sie nicht mehr sein -- das hatten sie schon. Dass die Zonenkinder -- Ballack und Schneider, Gold-Franzi und Ullrich-Jan lassen grüßen -- bislang hauptsächlich auf dem Feld der Leibesübungen zu medialem Ruhm gekommen sind, soll uns nicht wundern. Hier sind die berühmten deutschen Sekundärtugenden, Ausdauer und eiserne Selbstdisziplin, besonders gefragt, die in langen Jahren der Anpassung trainiert wurden. Doch Vorsicht! Die Generation Golf (Florian Illies) sollte sich nicht zu früh freuen: Auch wenn die Zonenkinder in der öffentlichen Wahrnehmung bislang merkwürdig profillos geblieben sind, könnten sie es sein, die die Geschicke des Landes in den nächsten Jahrzehnten entscheidend mitgestalten. --Niklas Feldtkamp
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 127 Bewertungen)
Zonenkinder 5 von 5 Punkten Super Buch. Erinnert mich an mich selbst! Kann ich besonders jedem empfehler der zwischen 1973 und 1978 geboren ist - Ost wie auch West.
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Das Alter Simone de Beauvoir Taschenbuch, 2. Mai 2000 Verkaufsrang: 84210 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Simone de Beauvoirs Buch über das Alter ragt durch die einzigartige Fülle des ausgebreiteten Materials wie durch die Vielfalt neuer Einsichten und Perspektiven unter allen wissenschaftlichen und philosophischen Abhandlungen dieses Themas hinaus. Die beharrliche Leidenschaft der Autorin von 'Das andere Geschlecht', die Besessenheit, mit der sie biologische und kulturhistorische Fakten aufspürt und gesellschaftliche Zusammenhänge aufdeckt, ihr Sinn für das bezeichnende biographische Beispiel, für den Stellenwert historischer Vorgänge und gegenwärtiger Entwicklungen, machen dieses Buch zu einer faszinierenden Lektüre.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
unbedingt kaufen 5 von 5 Punkten Diese Buch sollten alle lesen auch die die glauben im Alter hätten sie keine Probleme.Simone de Beauvoir beschreibt für jeden verständlich die Probleme des Alters und sie zeigt das das Gerede von der Würde des Alters noch nie gestimmt hat. Wer dieses Buch gelesen hat wird das Leben das alte bzw. ältere Menschen führen,mit ganz anderen Augene sehen.
Umfassende Untersuchung des Lebens alter Menschen 4 von 5 Punkten Der sogenannte letzte Lebensabschnitt des Menschen ist ein Thema, welches alles in allem nur auf wenig Interesse stößt, mit Ausnahme von Wissenschaftlern beschäftigen sich meiner Meinung nach nur sehr wenig Menschen damit, was auch ihnen noch bevorsteht. Die speziellen Interessen alter Menschen werden kaum beachtet oder ganz allgemein abgestritten. Gerade in unserer vom Jugendkult beseelten Fortschrittsgesellschaft werden "die Alten" an den Rand des Lebens gedrängt und verschwinden für viele ganz aus dem persönlichen Blickfeld. Simone de Beauvoir befasst sich in Ihrem Essay intensiv mit allen Seiten des Alters bzw. Alterns und schildert dabei sowohl die Sicht von jüngeren auf alte Menschen, als auch die ganz eigenen Erfahrungen von Alten selbst. Dabei wird die Geschichte durchforstet und auch die Situation der Gegenwart kritisch und genau unter die Lupe genommen, auch wenn man anmerken muß, daß dieses Werk aus dem Jahr 1970 stammt und deshalb in einigen Punkten (z.B. aktuelle Situation in Altenheimen der Wohlstandsnationen) überholt ist. Dennoch vermag dieser Essay zu überzeugen, da die Autorin eine enorme Menge an Material gesichtet und in Bezug zu dem Thema komprimiert hat. So finden sich nciht nur Schilderungen des Umgangs mit alten Menschen bei primitiven Völkern, sondern beispielsweise auch Untersuchungen über die Rolle der alter Männer und Frauen in der Literatur verschiedener Zeiten. Dies führt mich auch zu dem einzigen Kritikpunkt, der wohl auch nicht für jeden gelten wird: Mir ist das Werk schlichtweg etwas zu umfangreich. Dennoch war mein Gesamteindruck sehr positiv, das Buch regt zum Nachdenken über die eigene Haltung gegenüber alten Menschen an und meiner Meinung nach sollte diese (einen immer größeren Anteil an der Bevölkerung einnehmenden) Gruppe mehr Aufmerksamkeit und sinnvolle Hilfe bekommen. Simone de Beauvoirs Werk kann helfen, die eigenen Ansichten zu überdenken und zu revidieren. |
Panter,Tiger & Co-Frauen Sind Eitel.Männer?-Nie!
Audio CD, März 2008 Verkaufsrang: 10961 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit spitzer Feder kommentierte Kurt Tucholsky das Verhältnis von Mann und Frau - ideale Texte für den Allroundkünstler Jürgen von der Lippe und der Schauspielerin Astrid Kohrs. Kleine Bosheiten, Zärtliches, Berichte über vermeintliche und reale Seitensprünge, Eifersucht und hitzige Wortgefechte. Die 24 Gedichte und Kurztexte erforschen und beschreiben die Abründe der Seelen von Mann und Frau mit kühlem Witz, Spott und Anteilnahme.
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Wie rede ich mich um Kopf und Kragen: Anecken in jeder Runde Jürgen von der Lippe, Klaus de Rottwinkel Taschenbuch, Mai 2006 Verkaufsrang: 47106 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Jürgen von der Lippe, von seinen Anhängern geliebt, von seinen Kritikern gefürchtet, hat wieder zugeschlagen. Der passionierte Komiker hat zusammen mit Klaus De Rottwinkel ein Büchlein herausgebracht. Der viel sagende Titel Wie rede ich mich um Kopf und Kragen ist ernst zu nehmen. Denn die hier zitierten Witze sind bestens dazu geeignet, die eigene Reputation zu ruinieren, sofern sie in der "falschen" Gesellschaft zum Besten gegeben werden. Eine frauenfeindliche Zote gefällig? Bitte sehr! Eine ebenso umfassende Sammlung männerfeindlicher Witze schließt sich an. Und wenn zwei Männer männerfeindliche Witze dieser Qualität zusammentragen, dann soll das etwas heißen. Zugegeben: Die Leser müssen den Humor der beiden schon mögen. Derb und manchmal schwarz, hart an der Grenze des guten Geschmacks sind sie, so wie die Zuschauer von Lippes Sendungen Wat is? und Geld oder Liebe ihn eben kennen. Gerade in diesem Buch mag der Untertitel Anecken in jeder Runde unbedingt zutreffen. Einer Gruppe von Menschen ist dieses Buch auf keinen Fall ans Herz zu legen: Glühenden Anhängern der katholischen Kirche und des Papstes -- "...dem ruhenden Polen der katholischen Kirche". Die über den Oberhirten gerissenen Witze sind unter Garantie zu deftig und zu derb für sie. Wie holt man bei einer Party hochtrabende Intellektuelle von ihrem hohen Ross? Mit einer Scherzfrage wie dieser: "Wozu ist der Bauchnabel gut? Man kann, wenn man im Bett frühstückt, das Salz für das Frühstücksei hineintun". Die Anrufbeantworter-Texte sind so gut, dass sich die Leser wirklich daran trauen sollten, sie einzusetzen: "Ich sitze neben dem Telefon und höre mir erst einmal an, wer da anruft. Wenn ich nicht rangehe, bin ich vermutlich sauer auf Sie. Ihre Entschuldigung können Sie nach dem Anpfiff aufs Band sprechen. Danke." Unter dem Strich ist das Buch eine ausgezeichnete Anleitung dafür, wie man gewissen Zeitgenossen -- aber eben nur bestimmten -- herrlich auf die Nerven fallen kann. --Corinna S. Heyn
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Auffallen um jeden Preis auf eine konstruktive Art 5 von 5 Punkten Der ultimative Pepp für alle Schüchterne, die gerne 'mal auf besondere Art und weise (positiv) Auffallen möchten ist dieses Buch besondres Geeignet, allerdings sollte man einige Tipps nicht unbedingt allzu ernst nehmen. Es ist keineswegs ein Buch, welches sachlich und unverständlich über Rhetorik berät. Wohl eher ein Buch zum Schmökern, Lachen und evt. auch zum Ausprobieren, allerdings muss man wirklich sehr darauf achten wo man es anbringt, denn einiges ist in der typischen makaberen Art und Weise wie man es von JVdL kennt. Sehr empfehlenswert, denn man kann es imme wieder lesen. Auch die Ansammlung und Zitate von Sprüchen aus der Bibel, Frauenhasser-Sprüche, Männerhassersprüche, Pastorengeschichten usw. lassen mir kaum das Lachen zu unterdrücken.
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Tokio Mo Hayder Broschiert, Januar 2007 Verkaufsrang: 49188 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die junge Studentin Grey ist von einer geheimnisvollen Obsession erfüllt: Mehr als 50 Jahre nach dem Massaker von Nanking im Dezember 1937, wo die japanische Armee innerhalb weniger Wochen 200.000 Menschen gefoltert und umgebracht hatte, reist die Engländerin ins ferne Tokio, um einen der letzten Überlebenden der Geschehnisse aufzusuchen. Von dem chinesischen Professor Shi Chongming erwartet sie den Zugang zu Filmmaterial, das nicht nur die japanischen Gräueltaten dokumentiert, sondern auch ein Rätsel in ihrer eigenen Vergangenheit auflösen soll. Der Professor reagiert abweisend und ist erbost über die aufdringlichen Besuche der jungen Frau. Sie bleibt jedoch hartnäckig und richtet sich auf einen längeren Aufenthalt in der fremden Stadt Tokio ein. Kurz entschlossen quartiert sich die mittellose Grey bei einem amerikanischen Studenten ein, der zusammen mit zwei Russinnen in einem verfallenen Palast wohnt. Svetlana und Irina arbeiten als Geishas in einem exklusiven Nachtclub mit illustrem Publikum. Auf deren Vermittlung hin nimmt sie dort einen lukrativen Job an. Im Nachtclub begegnet sie einem geheimnisvollen alten Mann, dem Mafia-Boss Fuyuki, der die Gesellschaft Greys bald schätzen lernt. Eher durch Zufall erfährt Professor Shi Chongming von Greys Tätigkeit als Geisha und ihrer Bekanntschaft mit dem Yakuza Fuyuki. Nach der Erwähnung Fuyukis zeigt er sich plötzlich an der jungen Studentin interessiert und macht ihr ein Angebot: Sie soll für ihn den Yakuza beobachten, wofür er ihr als Gegenleistung schrittweise Zugang zu dem geheimen Filmmaterial gewähren wird. Nach ihren beiden reißerischen Psychothrillern Der Vogelmann und Die Behandlung überrascht die englische Autorin Mo Hayder mit einem tiefgründigen und erschütternden Roman über die japanischen Kriegsverbrechen in China. Zwar löst sich Hayder nicht ganz von ihren bisher typischen Erzählmustern, die Sex, Gewalt und Tod sehr brutal, ekelerregend bis hin zur Obszönität darstellten. Doch vor dem Hintergrund der japanischen Kriegsgräuel vor und während des 2. Weltkrieges machen solche schonungslosen Schilderungen sogar durchaus Sinn. Die Massenverbrechen der japanischen Armee stellen in Japan nach wie ein Tabu-Thema dar. Um diese prekären Spannungen im ungelösten Verhältnis zwischen Chinesen und Japanern darzustellen, bettet Mo Hayder ihre Handlung geschickt in zwei Zeit- und Erzählebenen ein: hier die mysteriösen Selbstfindungsversuche der jungen Studentin Grey im Sommer 1990, dort die schrecklichen Erinnerungen eines zunächst anonymen Tagebuchschreibers im Jahre 1937. In Tokio ist es Mo Hayder eindrucksvoll gelungen, den lebensnotwendigen Sinn und die Bedeutung von Vergangenheitsbewältigung drastisch zu schildern. Denn ihren tragischen Protagonisten bleibt verwehrt, was Bernhard Schlink einmal für die deutschen Verhältnisse formulierte, nämlich das Vergangene so in Ordnung zu bringen, dass seine Erinnerung nicht mehr auf der Gegenwart lastet. --Christian Koch
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 82 Bewertungen)
der Stoff aus dem Alpträume gemacht sind... 5 von 5 Punkten Wer Mo Hayder kennt und dieses Buch liest der weiss, dass der nächste Alptraum vorprogrammiert ist. Die Schmerzgrenze des Unfassbaren und Erträglichen wird eindeutig mehr als einmal deutlich überschritten. Warum also lesen und sich das antun?
Die andere Seite von Mo Hayder ist unglaublich tief und warm, fast poetisch. Die Charaktere werden mit liebevoller Intensität dargestellt und werden zum Greifen nah, Orte, Gedanken und Empfindungen lassen den Leser immer tiefer emotional mit der Welt von Tokio verschmelzen.
Ich kann jeder und jedem, die oder der eine etwas andere Art der Unterhaltung liebt, nur ans Herz legen: Mo Hayder lesen - vorher aber ein etwas dickeres Fell zulegen :-)
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Urlaubsreif: 43 tolle Reisen Dietmar Bittrich Broschiert, Mai 2008 Verkaufsrang: 10850 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dietmar Bittrich, ausgezeichnet mit dem Hamburger Satirikerpreis, hat auf Reisen alles und das Gegenteil von allem erlebt. In 43 vergnüglichen Urlaubsgeschichten schreibt er darüber mit einer Prise Bosheit und erfrischendem Witz. Er zeigt, wie man auf Reisen geht und trotzdem glücklich wird Passt garantiert noch ins Handgepäck! Denn Leselust schlägt Ferienfrust!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Superlustig 5 von 5 Punkten Ich habe dieses Buch im Urlaub gelesen und herzlichst geschmunzelt, genau .. SOOO ...haben wir es alle schon erlebt .Echt Klasse !!! Fürs Urlaubsgepäck auf jeden Fall das Richtige :O) !
ein Buch ,das die Zeit bis zum nächsten Sommerurlaub überbrückt ... 4 von 5 Punkten Wie immer im November, wenn es draußen ungemütlich wird und alles grau in grau erscheint, träume ich vom nächsten Urlaub, den ich in Gedanken schon plane...
Da fiel mir in meiner Lieblingsbuchhandlung Dietmar Bittrichs Buch "Urlaubsreif" in die behandschuhten Hände und ich griff zu.
Bittrichs Berichte furchtbarer Urlaubserlebnisse helfen gekonnt gegen jegliches Fernweh. Die Ferienwohnung ist extrem preiswert eingerichtet, das Hotel liegt in direkter Autobahnnähe, ungezogene Kinder samt überforderten Eltern mit laisssez-faire-Stil, verlorene Kreditkarten im Ausland, niedliche Tierchen im Hotel - nichts gibt es, was der Autor vom Gummibärchen-Orakel nicht erlebt und urkomisch festgehalten hätte.
Wer will da noch weg?
Viel Spaß bei der Lektüre für Fernwehgeplagte und Urlaubspechvögel!
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Das Dosenmilch- Trauma. Bekenntnisse eines 68er Kindes Jess Jochimsen Broschiert, Oktober 2000 Verkaufsrang: 86112 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Dosenmilch-Trauma ist eine Zeitreise der etwas anderen Art durch eine Kindheit und Jugend, wie sie schlimmer nicht hätte sein können. Aufgewachsen als Kind der beiden einzigen bayerischen 68er (»Mama und Papa hatte ich nicht, ich mußte immer Eberhard und Renate sagen!«), macht Jess Jochimsen klar, warum seine Generation heute so ist, wie sie ist. Was bedeutet es, wenn die Eltern auf Che Guevara und freie Liebe stehen, man selbst aber Wickie und Winnetou als Helden auserkoren hat und La Boum für den Gipfel der Erotik hält? Was wird aus einem, der von Freaks erzogen wurde und eigentlich immer normal sein wollte? Die Stories dieses Buches, mal grotesk, mal liebevoll komisch, verdichten sich zu einem irrwitzigen Roman des Erwachsenwerdens, zu einem präzisen Bild der heutigen Endzwanziger, deren wichtigste Frage nie »links oder rechts?« war, sondern »Geha oder Pelikan?«. Zum aktuellen Tourneeplan von Jess Jochimsen
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)
Erinnerungen an die eigene Blödheit 5 von 5 Punkten Mein Gott wie kompliziert war das Leben in den Teenager-Tagen. Wenn die Angebete nicht mit einem im finsteren Partykeller tanzen wollte und stattdessen ihre unheimlich hässliche Freundin mit einem verkuppeln wollte. Kommt doch jedem der nicht unbedingt bekannt vor oder? In jedem Fall ist das Dosenmilchtrauma ein wunderbares, kurzweiliges Buch, dass von vielen, nicht zusammenhängenden, Geschichten durchzogen ist. Will man sich besser fühlen und einmal lachen bzw. schmunzeln genügt ein Zweiminutenblick in dieses Büchlein. Ideal für lockere Zerstreuung und wirklich witzig.
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Wir schnallen den Gürtel weiter: Eine Essenz aus "Häuptling Eigener Herd" Wiglaf Droste, Vincent Klink Broschiert, Februar 2008 Verkaufsrang: 34296 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Häuptling Eigener Herd« heißt die »kulinarische Kampf(zeit)schrift« des Stuttgarter Sternekochs Vincent Klink und des Berliner Satirikers und Dichters Wiglaf Droste, von der seit 1999 über 30 Ausgaben erschienen sind. In ihr wird »der Lebensmittelindustrie gehörig in die Giftküche« gespuckt, aber es werden auch existentielle Fragen beantwortet wie: »Wo isst Gott?«, »Heißen alle Rinder Ralle?« oder »Macht kochen albern?«. Die besten Beiträge der beiden Urheber versammelt dieser Band.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Letztlich kennt die gute Küche keinen Abfall 4 von 5 Punkten Wiglaf Droste und Vincent Klink schreiben witzig und kenntnisreich, die Geschichten, Gedichte, Rezepte und Zeichnungen harmonieren aufs Allerschönste. Mit ihrer Bodenständigkeit überzeugen sie den letzten Zweifler, dass gute Küche nicht nur was für reiche Prasser ist. Beeindruckt hat mich der Aufsatz von Klink über die "Cucina Povera". Die Küche der Armen hat bei uns Gerichte wie Maultaschen und Krautwickel etc. hervorgebracht,arme italienische Familien ernähren sich dank kreativer Kochkunst trotz billiger Zutaten würde- und genußvoll. Der Hinweis auf das hoffnungslos überteuerte Hühnersuppenpulver aus dem Supermarkt, unserer "Armenküche", lässt die soziale Dimension der Kochkunst ahnen. Einziger Wermutstropfen: das Buch soll eine "Essenz" aus der Zeitschrift "Häuptling Eigener Herd" sein. Diese Zeitschrift besteht überwiegend aus tollen Texte anderer Autoren, so dass die "Essenz" doch letztlich eher Auswahl ist, die sich auf die prominenten Namen beschränkt. |
Das Schwarzbuch der Bekloppten und Bescheuerten: Dietmar Wischmeyers Logbuch Dietmar Wischmeyer Taschenbuch, 23. Januar 2004 Verkaufsrang: 55683 Lachfaktor: 100. Der Rezensent hat sich gekrümmt an vielen Stellen. Wie alle guten Kabarettisten vermag Wischmeyer unsere Alltagssprache nicht nur täuschend nachzuahmen, sondern sie zugleich in die eisigen Höhen des Absurden zu treiben. Ergebnis: besagter Lachwert. Meine Favoriten: Der Besuch beim Urologen (Eie der redet! Ich allein kenne drei Ärzte, die genau so, na sagen wir mal, fast genau so daher quarken!) -- und jener durch das gesamte Buch hin in kurzen Abständen ausgefochtene Streit eines Paares über den Namen des erwarteten Nachwuchses (Sie: "Bruce find' ich gut... allein wegen Bruce Willis." Er: "Ein Name wie ein feuchter Rektalabgang, ich hab mich schon immer gefragt, wie man mit so etwas Schauspieler werden kann.") Wischmeyer gibt den Miesepetrigen, einen, dem alles auf die Nerven geht, kurz: Er gibt Sie und mich, denn (fast) jedem von uns geht (fast) alles dauernd auf die Nerven. Das Leben ist so. Unter der desillusionierten, die Grobheit und das Fäkalwort nicht scheuenden Miesepeter-Oberfläche liegt aber eine, nennen wir es wertkonservative Grundhaltung -- also, der gute alte Moralist. Lustige Fotos gibt es auch. Besonders gerührt hat mich, dass Wischmeyer auch jene wunderbare Tafel an einem historischen Haus in Görlitz (nun, lieber Alt-Bundesbürger, wo liegt das doch gleich?) entdeckt hat, die auch mein Herz bei jedem Besuch höher schlagen lässt: Ein Club mit dem herrlichen Namen "Hühnerologischer Verein" dankt auf ihr dem Begründer der Deutschen Rassegeflügelzucht. Blöd hingegen: Der gestelzte Titel des Buches! Warum darf so ein Buch nicht einfach heißen: Komische Texte, Band 43? --Michael Winteroll
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Schön abgelacht mitten in der Nacht. 5 von 5 Punkten Eigentlich wollte ich ins Bett gehen und früh schlafen. Eigentlich wollte ich nur ein Geschichtchen zum Abspannen lesen. Aus einer wurden dann mindestens zehn und ich lag im Bett und kriegte den vollen Lachkoller, die Tränen liefen mir herunter, und die Luft wurde knapp. Ich konnte nicht gut einschlafen danach. Und: wie hat er uns doch wieder alle gut porträtiert! Wischmeyer ist so lustig, weil er eine Sprache an den Tag legt, die seinesgleichen sucht. Und jede Story hat ihren tieferen Sinn. Fazit:für Menschen mit Schlafproblemen nur begrenzt zu empfehlen.:-)))
Wischmeyer in Bestform 5 von 5 Punkten Es geht mal wieder rund im Reich der Bekloppten und Bescheuerten. Wischmeyer ist wieder unterwegs und haut auf alles drauf, was nicht schnell genug weg kann. Und nach jeder Geschichte denkt man dann, wie recht er doch hat. Allerdings sollte er jetzt mal ueberlegen, was Neues zu schreiben, da sich die Geschichten doch irgendwann aehneln, vor allem wenn man die CDs und anderen Buecher kennt. Trotzdem: jedem kritischen Leser unbedingt zu empfehlen. |
Die Reportage (Praktischer Journalismus) Michael Haller Broschiert, 1. Juli 2006 Verkaufsrang: 52958 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Die Reportage«, der Klassiker der Journalistenausbildung, liegt nun in aktueller Neuauflage vor. Michael Haller hat das Lehrbuch, das Volontäre wie Studierende gleichermaßen nutzen, grundlegend überarbeitet und neueste Trends berücksichtigt. Haller geht zunächst auf die Geschichte der Reportage ein, beschreibt ihre Merkmale und grenzt sie gegenüber anderen journalistischen Darstellungsformen wie dem Feature ab. Systematisch und anhand zahlreicher Beispiele führt er in Themenfindung, Materialbeschaffung und das Schreiben der Reportage ein. Für die Neuauflage wurden insbesondere das Storytelling, neue Erzählmuster für Onlinemedien, die Diskussion über den neuen Journalismus - also literarische Formen durch die junge »Generation Golf« - sowie die Kritik am Borderline-Journalismus neu aufgenommen. In einem Werkstattteil geben renommierte Reporter wie Cordt Schnibben, Hermann Schreiber und Jürgen Leinemann Einblicke in ihre Schreibpraxis. Sie zeigen, wie man ein Thema veranschaulicht, Beobachtungen authentisch darstellt und Sprache sinnlich macht - damit Journalismus lebendiger wird. Michael Haller ist Professor für Journalistik an der Universität Leipzig, Dozent an zahlreichen Journalismusakademien und Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift für Journalismus »Message«. Zuvor war er 25 Jahre Redakteur bei führenden Blättern des deutschen Sprachraums.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Hoher Praxiswert 5 von 5 Punkten Die Neuauflage dieses Klassikers fand ich sehr erhellend und für mein journalistisches Handwerk ausgesprochen hilfreich. Endlich ein Fachmann, der Hintergrundwissen und theoretische Reflexion mit profunder Praxiserfahrung zu verbinden versteht - im deutschen Journalismus mit seinem oft blinden Praxisglauben noch immer eine Rarität. Ueberzeugend fand ich, wie Haller die Erzählformen des Journalismus herleitet, qualitätsprägende Kriterien entwickelt - und praktisch anwendet. Und aufschlussreich fand ich in der Neuauflage die Diskussion des "new journalism" und des us-amerikanischen "narrative journalism". Sozusagen als Nagelprobe funktioniert das Schlusskapitel mit aktuellen "Werkstatt"-Berichten reommierter ReporterInnen. Insgesamt sehr gelungen!
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Das Zöglingsheft des Jean Genet Josef Winkler Broschiert, August 1994 Verkaufsrang: 29581 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Mitreißend geschrieben 5 von 5 Punkten Durch die Schule aufmerksam geworden auf den Dichter und Schriftsteller Jean Genet, landete mein Blick vor etlichen Jahren auf diesem Büchlein und ich mußte es sofort haben. Ich las ein wenig hinein und konnte es nicht mehr aus der Hand legen, bis es tatsächlich zuende gelesen war.Der Grund ist wahrscheinlich, daß Josef Winkler so sehr fasziniert ist von Genet, daß er es meisterhaft versteht, den Leser mitzureißen. Weiterhin ist Genets Leben auch so ungewöhnlich, daß es genausogut eine erdachte Geschichte sein könnte. Fazit: Wer sehr gerne Biographien interessanter Persönlichkeiten liest, sollte diese auf gar keinen Fall auslassen. Dieses Buch macht Lust auf mehr (mehr Biographien und/oder mehr von Jean Genet). |
Nichts als Punk und Pils und Staatsverdruß
Audio CD, April 2008 Verkaufsrang: 20750 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Du mußt Dein Leben ändern: Über das Leben Rainer Maria Rilke Broschiert, September 2006 Verkaufsrang: 23335 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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