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| Reportagen aus aller Welt | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Trotz allem Mensch sein: Gedichte und Aufsätze Erich Mühsam Taschenbuch, Januar 1984 Verkaufsrang: 62158 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Erich Mühsams wie man ihn besser kaum zusammenstellen kann 4 von 5 Punkten Meine Erwartungen wurden von diesem Taschenbuch bei weitem übertroffen. Eine exzellente Zusammenstellung und Aneinanderreihung von Gedichten und Aufsätzen Erich Mühsams in denen man sein Lebensgefühl und das vieler Zeitgenossen von ihm wiederfinden kann. Schade das es kein Hardcoverbuch ist, so muss ich mir wahrscheinlich bald ein zweites kaufen, da meins nun schon einige Gebrauchsspuren abbekommen hat (durch faszinierte Dauerbenutzung). Ich kann jedem fortschrittlich denkenden Menschen dieses Buch nur empfehlen, da es an heute noch veralteten Fronten im Denken interessante Anstöße für den Geist gibt.
Ein Buch das mich tief berührt hat 5 von 5 Punkten Ich kann Ihnen dieses Buch nur weiterempfehlen. Erich Mühsam zeigt in seinen Gedichten nicht nur die tiefe und unbändige Leidenschaft eines Idealisten, nein, er nimmt die Politik auch stets mit einem humorvollen Augenzwinkern auf die Schippe ("War einst ein Anarchisterich, der hatt den Attentatterich. Er schmiß mit Bomben um sich rum; es knallte nur so: bum bum bum." "Kein Schlips am Hals, kein Geld im Sack. Wir sind ein schäbiges Lumpenpack,..."). Und nicht nur Politik und Gesellschaft werden behandelt sondern auch große Gefühle, Weltschmerz ("...Wo ist, der meines Wesens Namen nennt? Der meine Welt von meiner Sehnsucht trennt? Ich bin ein Pilger der sein Ziel nicht kennt...")und Liebe ("...Vom Himmel hing es dumpf und schwer.Im Morgendämmern ahnte ich dich. Wir schwiegen nebeneinander her,-und unsre Seelen küßten sich..."). Auch die Aufsätze sind schön zu lesen und enthalten einige Weisheiten. Ein großartiger Einblick in das Leben eines bewundernswerten Menschen. |
Über die Dummheit: Vortrag auf Einladung des österreichischen Werkbunds. Gehalten in Wien am 11. und wiederholt am 17. März 1937 Robert Musil Taschenbuch, Januar 1999 Verkaufsrang: 89351 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Robert Musils legendärer Vortrag, den er am 11. und 17. März 1937 in Wien hielt, liegt jetzt wieder als Einzelausgabe vor. Robert Musil: "Wenn die Dummheit nicht dem Fortschritt, dem Talent, der Hoffnung oder der Verbesserung zum Verwechseln ähnlich sähe, würde niemand dumm sein wollen. Das habe ich 1931 gesagt; und niemand wird zu bezweifeln wagen, daß die Welt auch seither noch Fortschritte und Verbesserungen gesehen hat!"Robert Musil, 1880 in Klagenfurt geboren, starb 1942 in Genf. Zu seinen wichtigsten Werken gehören u.a. 'Die Verwirrungen des Zöglings Törless', 'Drei Frauen', 'Nachlass zu Lebzeiten' und 'Der Mann ohne Eigenschaften'.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ganz und gar nicht dumm 5 von 5 Punkten Robert Musil hat 1937 diesen Vortrag über die Dummheit gehalten. Als Schriftsteller geht er nicht wissenschaftlich vor, sondern versucht, dem Begriff Dummheit durch schlichtes Fragen auf den Grund zu gehen. Er stellt heraus, wie schwierig es ist, Dummheit zu fassen, denn jeder, der sich mit der Dummheit beschäftigt, steht in dem Zwiespalt, dass er sich selbst als klug und die anderen als dumm bezeichnen müsste. Eitelkeit ist jedoch eng mit Dummheit verbunden und somit wird dem Klugen, der sich um die Klärung des Begriffes bemüht, Eitelkeit vorgeworfen. Musil nähert sich der Dummheit im Weiteren an, indem er Schimpfworte, Moral, Gewalt, Uteilsvermögen als Konnotationen analysiert und Dummheit bezogen auf die Situation definiert. Vielleicht könnte man als klarste Annäherung an eine Definition festhalten, dass Musil Dummheit als Gefühlsfehler bestimmt.
Das kleine Büchlein hat man schnell gelesen und es wirkt langsam nach. Die Lektüre lohnt sich sehr, weil man seine eigene Dummheit erkennen und dadurch klug werden kann.
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Erwin Pelzig: Was wär` ich ohne mich? Frank-Markus Barwasser Taschenbuch, April 2005 Verkaufsrang: 68423 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Cordhut, rotweißes Hemd und Herrenhandtäschchen - das ist er, Erwin Pelzig, der fränkische Weltphilosoph, der über Tiefkühltruhen, den Dalai Lama und Designer-Söckli nachdenkt. Bei allen Antworten auf die großen Rätsel unseres Lebens bleibt nur eine Frage noch offen: Was verbirgt sich in seinem kunstledernen Herrentäschchen? Erwin Pelzig - Was wär' ich ohne mich? versammelt unter anderem auch die besten Texte aus den zwei Bühnenprogrammen...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Unbedingt lesen 5 von 5 Punkten Selten habe ich so herzhaft gelacht. Am Anfang war ich etwas skeptisch ob lesenderweise Erwin Pelzig rüberkommt, ist er doch geprägt von Cord-Hütli, Handtasche und kariertem Hemd und natürlich seier Gestik und Mimik. Aber ich kann nur sagen Hütli ab vor dieser Leistung. Pelzig lebt auch in diesem Buch. Dazwischen finden sich kurze Vierzeiler, die auf der Bühne sicher nicht so gut rüberkommen. Ich bin restlos begeistert und meine Familie hat beim Abendessen so manchem Bravourstück lauschen müssen. Unbedingt lesen! Humor gepaart mit Weisheiten, wie sie das Leben schreibt. 5 Sterne voll verdient
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'Sag mir, daß Du mich liebst'. Erich Maria Remarque - Marlene Dietrich. Zeugnisse einer Leidenschaft
Taschenbuch, Oktober 2003 Verkaufsrang: 158376 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Im September 1937 begegnet Erich Maria Remarque Marlene Dietrich am Lido in Venedig. Dieses Treffen wird der Beginn einer langen, leidenschaftlichen und dramatischen Liebesbeziehung, die Remarque zu hinreißenden und bewegenden Liebesbriefen motivierte. Remarque war in seiner Liebe zu Marlene Dietrich, von der er sich Ende 1940 wieder zu lösen begann, ohne sie je ganz aufzugeben, der "Schwächere". Die Leidenschaft war durchaus gegenseitig, beide waren berühmt, finanziell unabhängig, hatten Deutschland verlassen und waren sich einig im Hass auf die Nazis. Marlene Dietrich entsprach ganz den Idealen Remarques, setzte ihn aber dauernden Eifersuchtsqualen aus. Werner Fuld und Thomas F. Schneider haben die Briefe Remarques an Marlene Dietrich und die wenigen erhaltenen Antworten gesammelt, kommentiert und eingeleitet. Was die Briefe neben ihrer Passioniertheit in jeder Hinsicht auszeichnet, ist das Spiel mit Kose- und Decknamen, mit, auch in der Diktion, unterschiedlichen Identitäten, so dass das Schöpferische der Liebe und das Liebeserfüllte der Literatur sinnfällig werden.
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Ich sags euch jetzt zum letzten Mal Axel Hacke Gebundene Ausgabe, September 2000 Verkaufsrang: 168215 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Paola. Luis. Bosch. Wem das nichts sagt, der hat was verpasst. Der weiß nichts von Einwohnermeldeämtern, nichts vom "Strudel der Lust", kurz: der kennt das Leben nicht. Paola, Luis, Bosch -- das sind die Fixsterne eines Universums, in das Axel Hacke die Leser der Süddeutschen Zeitung seit einigen Jahren allfreitäglich entführt. Sehr klein kommt einem dieses Universum vor -- und doch enthält es die ganze Welt. Daher stellt Ich sag's Euch jetzt zum letzten Mal nichts Geringeres dar als eine moderne Fassung des "teatrum mundi". Es treten auf: Paola oder Die Liebe. Die Liebe geht verschlungene Pfade. In der stürmischen Anfangsphase kann ein mit Paola verlebter und verregneter Toskanaurlaub dazu führen, dass man fortan bei Regen "immer an Sex denken muss". Wenig später nur gibt die Parkplatzsuche Anlass zu Grundsatzdiskussionen über "Opti- und Pessimisten", lassen wöchentliche Debatten über die optimale Stellung der Wohnzimmermöbel den sehnlichen Wunsch aufkommen, nur "einfach mal wohnen zu wollen". Die Absicht schließlich, Paolas Zuneigung durch ein entsprechendes Geschenk neu zu entfachen, muss, "wenn es weihnachtet", zu Verzweiflungskäufen und dem alljährlich neu gefassten Vorsatz führen, im kommenden Jahr bereits im Januar mit den Weihnachtseinkäufen zu beginnen. Sodann spielt mit: Luis oder Das Göttliche. Wann immer es in Erscheinung tritt, lässt das Göttliche den Menschen überwältigt, macht- und ratlos zurück. Der viereinhalbjährige Luis führt nicht nur ein nächtlich-geheimes Doppelleben, dessen Inhalt sein Vater trotz oder dank des "Babyfons" nicht einmal erahnen kann. Unerklärlich ist auch die mysteriöse Wirkung, die Pulp Fiction, Sexbomb und Der Kommissar auf Luis ausüben. Schließlich: Bosch oder Die Freundschaft, die -- wie zwischen Männern üblich -- immer dann lichte Höhen bzw. abgründige Tiefen erreicht, wenn die Biere gezischt werden, die der Kühlschrank-Freund zuvor auf Trinktemperatur gebracht hat. So ist es also, das Leben: banal, voller Wiederholungen, und vor allem sehr abenteuerlich. Alles, was man zu dieser Erkenntnis braucht, ist dieses Buch. Über Paola, Luis und Bosch. --Anneke Hudalla
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Jesus Beus in Tölz oder Helm essen Butterbrot auf! 5 von 5 Punkten In diesem Buch zeigt Axel Hacke seine Familienbande auf. Der kleine Luis (damals 3 bis 4 Jahre alt) steht in fast allen Geschichten im Mittelpunkt und sorgt für Heiterkeit. Bosch, Hackes alter Freund und Kühlschrank, kommt nicht zu kurz und auch seine Frau ist mit von der Partie und meint, dass er wie ein trauriger Elefant aussieht und schreit auf offener Straße, daß sie fett wird.
All das ist so genial in Kurzgeschichten verpackt, dass ich teilweise für Minuten vor Lachen nicht weiterlesen konnte und immer wieder über bestimmte Textpartien stolperte.
Hackes teilweiser trockener, skurriler Witz kommt sehr gut rüber. Das Buch ist jedem zu empfehlen, der auch schon mit nervigen Anrufern zu tun hatte, siebengescheite Kinder kennt oder zu später Stunde mal über das Leben sinnierend in der Küche sass. Was ich bis jetzt noch nicht kannte ist, dass mich mein Auto beim Bremsen auslacht, aber das kann noch kommen!
Echter Lacherfolg 5 von 5 Punkten Mein Erstkontakt mit Axel Hacke. Lange nicht so gelacht. Normalerweise braucht es da schon eine gehörige Portion Humor bei mir. Die ist in den schönen immer wieder überraschenden Kurzgeschichten satt drin. Was man als leidgeprüfter junger Vater sooo alles erlebt. Danke Axel Hacke;ich bin nicht der Einzige mit nervendem Sohn und brummendem Kühlschranke! |
Der Arbeiter: Herrschaft und Gestalt Ernst Jünger Gebundene Ausgabe, Dezember 2007 Verkaufsrang: 165465 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Aus dem Vorwort zur ersten Auflage 1932 von Ernst Jünger: "Der Plan dieses Buches besteht darin, die Gestalt des Arbeiters sichtbar zu machen jenseits der Theorien, jenseits der Parteiungen, jenseits der Vorurteile als eine wirkende Größe, die bereits mächtig in die Geschichte eingegriffen hat und die Formen einer veränderten Welt gebieterisch bestimmt."
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Leicht zu begreifen, vielleicht deshalb so missverstanden? 5 von 5 Punkten Noch in seinem letzten Interview, vor seinem allzu frühen Tod, sagte Ernst Jünger, dass selbst Geistesgrößen wie Oswald Spengler und Carl Schmitt den "Arbeiter" nicht vrstanden hätten. Wieso sollte es also dem Rezensenten Heck gelingen; er befindet sich da in bester Gesellschaft. Dieser eine Stern beleuchtet dabei nicht das Werk Jüngers....
Einige begreifen das Buch aber doch. Und je mehr Zeit vergeht - typisch für die Texte dieses großen Autors - desto klarer wird die Hellsichtigkeit, seine unnachahmliche Erfassungskunst, was die zukünftigen Entwicklungen unserer Welt angehen. Der Arbeiter steht für das "Titanische", dem Jünger für das 3. Jahrtausend (sehr richtig) einen unvergleichlichen Siegeszug voraussagt. Der Arbeiter als Typus des Kommenden und Herrschenden. Nicht der ausgediente Proletarier ist hier gemeint, sondern die Abermillionen Computernutzer und digitalen Welteneroberer unserer und kommender Tage. Das ist "der Arbeiter".
Und was Jünger hierzu in seinem genialen Essay sagte und prognostizierte (vor fast 80 Jahren!) sollte sich niemand entgehen lassen, der sich mit der Welt ohne ideologische Scheuklappen konfrontiert sehen will.
Der Arbeiter ist das Schicksal unseres Planeten.
Im Reich der Sinne - in der Arche des Verstands. Absolut empfehlenswert!
Widersacher des Lebens 1 von 5 Punkten Sucht man den Moloch, den Geist als Widersacher des Lebens, wie in Ludwig Klages formuliert und vor ihm gewarnt hat, der Arbeiter ist von ihm durchherrscht. Unverblümt will Jünger die Seele des Menschen duch Gestalt ersetzen, das Individuum durch den Typus. Es ist das schlimmster Buch, das ich je gelesen habe und ich habe sie alle gelesen!
In keinster!! Weise stimmt, dass Jünger hier, wie Heidegger meint, Nietzsches Willen zur Macht ausformuliert.
»Pfui selbst zur Schraube zu werden« war Nietzsches Kommentar zum Fabriksklaven und er empfahl Arbeitern, die sonst keinen Unterhalt finden, eher auszuwandern, als sich derart zu erniedrigen.
Von Unmenschlichem zu reden, bin ich sehr vorsichtig, Jünger aber einen Unmenschen zu nennen, würde nur seinen eigenen Anspruch auf den Punkt bringen.
Klaus Heck
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Kreativität: Hohe Erwartungen an einen schwachen Begriff Hartmut von Hentig Taschenbuch, 1. Juli 2000 Verkaufsrang: 114060 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der deutschen Pädagogik ist Professor Hartmut von Hentig seit Jahrzehnten wohl der Bedeutendste -- und zugleich einer ihrer schärfsten Kritiker. Nach Streitschriften wie "Die Schule neu denken" als "Übung in praktischer Vernunft" (1993) liegt hier seine jüngste Attacke vor. Ausgerechnet von Hentig, der mit seiner Bielefelder Laborschule durchaus für Experimente steht (Tierpflege und Kochen gleichrangig neben Rechnen und Schreiben, Zensuren erst in den letzten Schuljahren), ausgerechnet er tadelt nun das Schlagwort der pädagogischen Spielwiesen schlechthin: Kreativität. Doch Hentig ist Humanist. Und er hat etwas gegen Mode-Erziehung. Deshalb betrachtet er die lateinischen Wurzeln des Wortes und notiert mit Abscheu, wie ein an den urmenschlichen Schöpfungsakt gemahnender Begriff pädagogische Konzepte sprachlich tunen soll -- als neues, aber viel zu anspruchsvolles Etikett auf alten Ideen. Hentig berichtet von dem Unterricht an einer "sympathischen Gesamtschule", vorgeführt bei einem internationalen "Kreativitätskongreß". Dort "sah ich nichts", bekundet der 73jährige, "was ich nicht in meiner eigenen Schulzeit auch schon hätte erleben können." Es sei sogar anzunehmen, daß das verschulte Zeichnen und Malen das spontane Zeichnen und Malen verdirbt, "so wie verordnete Lektüre das Lesen und veranstaltetes Spielen das Spiel." Kreativität könne nicht erzeugt werden, sondern passiere. "Spiel ist Spiel, wenn es sich selbst gehört, und nicht dem Einüben von 'problemlösendem Verhalten' oder der 'Erzeugung von Interaktionsbereitschaft' oder der 'Entfaltung und Lockerung der Phantasie'." Hentig liefert auch Sprachkritik und einiges zur Entstehung der Bezeichnung. Dabei deutet er zwar recht anmaßend an, er sei der erste Kritiker des Wortes ("niemand kritisiert es"), zeigt sich aber andererseits unprätentiös bis hin zum Bekenntnis, "weder in der deutschen noch in der amerikanischen Literatur" zur Geschichte der Kreativität "wirklich bewandert" zu sein. Das wäre aber kein Mangel, denn Etymologie ist wahrlich nicht das Hauptanliegen seines Essays. Zu empfehlen ist es allen, deren Glauben an dieses "Heilswort unserer Gesellschaft" noch stark ist. --Frank Rosenbauer
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Kreativität von allen Seiten beleuchtet 5 von 5 Punkten Die Vertiefung in das Thema Kreativität war für mich Neuland, als ich mir unter anderem dieses Werk zugelegt habe. Es war eine sehr gute Entscheidung. Der Autor beleuchtet kritisch die verschiedenen Aspekte und Ansätze Rund im die Kreativität. Gleichzeitig liest es sich flüssig und interessant!
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Der alltägliche Ausnahmezustand. Kongo im Chaos Albrecht Heise Gebundene Ausgabe, 30. August 2006 Verkaufsrang: 94173 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Eine aktuelle Reportage aus dem krisengeschüttelten zentralafrikanischen Kongo. Die Hauptfigur, an der Albrecht Heise seine spannenden Storys aufhängt, ist Hans, der in den siebziger Jahren vor dem deutschen Staatsanwalt in den Kongo floh und dort heute als angesehener Geschäftsmann lebt. Umgeben von Chaos, Krieg und Kriminellen hat er sich in Kinshasa ein neues Leben eingerichtet und hofft, dass die vom Westen erzwungenen Wahlen nun bloß nicht das Ende der Diktatur bedeuten. Denn das wäre gleichzeitig das Ende seiner guten Geschäfte. Entlang dieser ungewöhnlichen Geschichte einer zweifelhaften Karriere beschreibt Albrecht Heise das Land, das mit Europas Hilfe jetzt zur Demokratie finden soll - nach mehr als vierzig Jahren Diktatur. Und er zeigt, woran das Projekt zu scheitern droht: an der Habgier schwarzer und weißer Kriegsgewinnler, an der Naivität und Verzagtheit westlicher Politiker und Helfer, am Fehlen eines Plans zu wirklicher Entwicklung. Dabei kennen kluge Afrikaner durchaus einen Weg zur Rettung ihres reichen Kontinents. Doch damit wäre das gute Leben nicht nur für Hans zu Ende, sondern auch für seine schwarzen Freunde an den Hebeln der Macht.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Unglaublich und doch realitätsnah 5 von 5 Punkten So unglaublich die Geschichte auch scheinen mag: Wer den Kongo kennt, wird schnell merken, daß Heise nah an der Realität bleibt. Ich halte das Werk für eine ausgesprochen gelungene Beschreibung des Zustandes eines Landes, ohne sich zu tief in Politik zu verstricken. Das Buch ist sowohl sehr lesenswert und kurzweilig, wie auch informativ, wobei hier eher das Gesamtbild eines Landes gezeichnet wird - auf eine Auflistung von historischen Einzelheiten und politischen Organigrammen wird glücklicherweise verzichtet. Gerade die lockere Erzählform macht es so lesenswert.
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Der Fürst Niccolò Machiavelli Gebundene Ausgabe, Februar 2007 Verkaufsrang: 174735 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. --Stephan Fingerle
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 42 Bewertungen)
Macht - Wie sie zu handhaben ist 5 von 5 Punkten Eines der ersten Werke, die sich mit der modernen politischen Philosophie beschäftigten. Dieses Buch ist doch sehr verständlich. Wer sich mit dem Wesen der Macht und seiner Nutzung auseinandersetzen will ist gut beraten bei diesem Buch.
Wer allerdings nur kluge Sprüche auswendig lernen will, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Es könnte schief gehen.
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Die Gesellschaft des Spektakels: Kommentare zur Gesellschaft des Spektakels Guy Debord Taschenbuch, November 1996 Verkaufsrang: 132371 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Auf den Punkt gebracht 5 von 5 Punkten Ich erinnere mich an unzählige Momente mit diesem Buch, wie ich sie zugleich auch mit keinen anderen Buch bisher hatte: Kopfschmerzen, gefolgt von drückender Schwermütigkeit, bedingt durch ein unbeschreibliches Gedankenchaos, weil es einfach nicht fassbar schien, was hier zum Ausdruck gebracht wird, bis hin zu einer grenzenlosen Euphorie, darüber, dass hier in Thesen, welche nicht länger als eine Viertelseite sein müssen, mehr zur Sprache gebracht wird, als anderswo in dutzenden Seiten.
Zu verstehen, was hier gemeint und angedeutet wird, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen, doch am Ende einer teils schweren Reise steht vor einem dann ein neues Bewusstsein; und genau dieses Bewusstsein ist das, was den Menschen heutzutage fehlt.
Das Spektakel ist permanent 5 von 5 Punkten Der italienische Philosoph Giorgio Agamben schrieb in seinen "Marginalien zu den Kommentaren der Gesellschaft des Spektakels." das Beunruhigenste an Debords düsteren Prognosen sei vielleicht, mit welchem Eifer der Kapitalismus alles daran setze ihre Richtigkeit zu beweisen. Debord entwickelt in diesem Traktat, ausgehend von Marx Begriff vom Fetischcharakter der Ware, die Kritik einer Gesellschaft deren warenförmige Beziehungen sich den Individuen als Spektakel darstellen. Der Text ist die klarste und in seiner unerbittlichen Logik schärfste Kritik der Postmoderne, geschrieben als, außer in literaturwissenschaftlichen Zirkeln, noch niemand wußte was die Postmoderne war.
Hegel für Arme 2 von 5 Punkten Dieses Standardwerk der 68er Bewegung besticht durch eine kaum zu widerlegende These: Was man gemeinhin recht naiv als "westliche Zivilisation" zu verklären pflegt, ist reines Spektakel. Sprich: Maskerade. Getue. Täuschung. Spiel... Wer zu feig ist, sich auf Hegel einzulassen, der lese Debord. Und wer den Altmeister tatsächlich riskiert hat, der betrachte das Chef d`oeuvre seines Epigonen als wichtige Fußnote. Debord ist schließlich ein Zwerg, der auf den Schultern eines Giganten steht. Aber das ist ja schon mal was. |
Clown. Die Lust am Scheitern Johannes Galli Taschenbuch, Dezember 1999 Verkaufsrang: 128625 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Clown lehrt uns, die Energie des Scheiterns zu nutzen, um damit Kraft und Inspiration zu gewinnen für neue Ideen. Denn nur der Clown in seiner grenzenlosen Spielfreude weiß: In jedem "erfolgreichen" Scheitern liegt bereits der Anfang eines neuen Spiels. Ausdrucksstarke Photos und tiefsinnige Aphorismen begleiten den Leser auf seiner Entdeckungsreise zum Clown. "Dieses Buch hilft dabei, den eigenen Weg zum inneren Clown, der in jedem Menschen schlummert, zu entdecken und zu gehen. Einmal am Tag oder einmal in der Woche oder einmal im Monat ist es ratsam, eine beliebige Seite aufzuschlagen und, rein betrachtend, den Sinnspruch auf sich wirken zu lassen. Die Leserin oder der Leser sollten Worte und Bilder einfach eindringen lassen. Der Clown stößt jedem eine Türe auf und zeigt einen Weg. Ihn zu beschreiten, bleibt jedem selbst überlassen." (Johannes Galli) In jedem Menschen lebt ein Clown, der die natürlichen, menschlichen Impulse hütet. Da die Wahrheit unsagbar ist, spielt sich der Clown hinein. In diesem Buch beschreibt Johannes Galli in prägnanten Sinnsprüchen das Wesen des Clowns, der in frühen Kulturen einen wichtigen Stellenwert innerhalb der Gesellschaft hatte.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Lebenslust 5 von 5 Punkten Ich nehme dieses Buch immer wieder gerne in die Hand, freue mich an den vielen Schwarzweissfotos und erhalte Nahrung für die Entfaltung einer engagierten Konfliktfähigkeit und Gelassenheit. Da wird mir liebevoll-tiefsinnig ein Spiegel vorgehalten, in dem ich mich erkennen kann mir meiner Lebenslust und meiner Begrenztheit. Da kann ich mich ernst nehmen und zugleich ueber mich lachen, weil Johannes Galli mir herzhaft zuspricht:" Im Augenblick des Widerspiegelns bedeutet der Clown: Du bist ungeschickt, aber siehe, ich bin noch ungeschickter!
Macht Lust am Scheitern! 5 von 5 Punkten Der Clown verliert immer - deshalb kann man so wunderbar über ihn lachen und deshalb ist er unbesiegbar. Durch diese wunderbare Lektüre wird bewußt, dass Scheitern eine notwendige - wenn auch nicht hinreichende - Voraussetzung zur persönlichen Weiterentwicklung ist. Die Photos machen Lust, sich selbst die rote Clownnase aufzusetzen. Wer es einmal versucht hat, sieht sich umgeben von Kindern. Endlich ist einer einmal blöder als sie selbst. Ein Meisterwerk der Mimik. Ein wundervolles Buch. |
Warum kriegt der Specht kein Kopfweh?: Geheimnisse des Alltags und ihre verblüffenden Erklärungen Nicola Kuhrt, Irene Meichsner Gebundene Ausgabe, Februar 2008 Verkaufsrang: 170764 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit scheinbar einfachen Fragen eröffnet dieses Buch vollkommen neue Welten. Warum schwimmt der gekochte Knödel oben? Wie zählt man Sterne? Warum zittert Espenlaub? Manche Fragen klingen einfacher, als sie sind. Denn oft geben uns gerade die einfachen, alltäglichen Dinge die größten Rätsel auf. Die Journalistinnen beantworten Fragen, die Sie sich schon immer gestellt haben: intelligent, aber nicht belehrend; hintergründig und amüsant. Nicola Kuhrt und Irene Meichsner zeigen, wie unglaublich spannend die Welt ist und dass wir viel weniger wissen, als wir glauben. Oder wissen Sie vielleicht, warum der Specht keine Kopfschmerzen bekommt?
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Warum gähnen wir? 5 von 5 Punkten Warum gähnen wir? Diese Frage muss ich im Anschluss an meine Schlafbuch-Vorträge oft beantworten - was mich regelmäßig ins Stottern bringt. Denn bislang gibt es nur ein paar mehr oder weniger schlüssige Theorien zum Zweck des Gähnens. Bewiesen ist keine. Die gängigste These ist schlicht falsch: Es sei widerlegt, dass Gähnen beim Ausgleich eines Sauerstoffmangels helfe, schreiben Nicola Kuhrt und Irene Meichsner in ihrer "W-Fragen"-Kolumne, die regelmäßig im Kölner Stadt-Anzeiger erscheint und jetzt in Buchform herausgegeben wurde: "Denn auch ein Baby im Mutterleib gähnt, obwohl es den Sauerstoff ja stetig frei Haus durch die Nabelschnur bezieht."
Andere Theorien besagten, das Gähnen helfe beim Wärmeaustausch, "pumpe kühleres Blut ins Gehirn", rege den Kreislauf an oder sorge für Druckausgleich im Mittelohr. Da muss die Gähnforschung wohl noch etwas nachlegen, um überzeugendere Antworten zu liefern.
Das Buch von Kuhrt und Meichsner, "Warum kriegt der Specht kein Kopfweh", das viele ähnlich knifflige und verblüffende Leserfragen informativ und augenzwinkernd beantwortet, kann ich jedenfalls sehr empfehlen. Oder wissen Sie schon, warum der mittlere Finger immer am längsten ist, wieso nasse Lappen besser putzen als trockene, wie ein Popel entsteht, was ein Tag auf der ISS kostet oder warum Tesafilm nicht auf der Rolle klebt? Hier finden Sie die Antworten.
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Drei Versuche. Versuch über die Müdigkeit - Versuch über die Jukebox - Versuch über den geglückten Tag.: Versuch über die Müdigkeit / Versuch über die Jukebox / Versuch über den geglückten Tag Peter Handke Taschenbuch, Juni 2001 Verkaufsrang: 107623 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. In den Jahren des weltpolitischen Umbruchs 1989, 1990 und 1991 schrieb Peter Handke drei Versuche über scheinbar alltägliche, -unwichtige- Themen: die Müdigkeit als Zustand höchster Konzentration, die Jukebox, als nach und nach verschwindende Quelle von Erfahrung, und den geglückten Tag, als eine jeden Tag notwendig begleitende Idee.Peter Handke, geboren 1942 in Griffen, Kärnten, lebt in Frankreich. Zuletzt erschien: 'Mein Jahr in der Niemandsbucht'. Mit seinem Aufsatz 'Gerechtigkeit für Serbien. Eine winterliche Reise an den Flüssen Donau, Save, Morawa und Orina' erregte Handke Anfang 1996 erhebliches Aufsehen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Versuchen... 4 von 5 Punkten Handke erfindet sich selbst neu. In „Versuch über die Müdigkeit", „Versuch über die Jukebox" und „Versuch über den geglückten Tag", hier in einem Band zu haben, wechselt er Erzählrichtung und -struktur und findet doch wieder zusammen. Während der „Versuch über die Müdigkeit" in Dialog- oder besser Interviewform gehalten ist, behilft sich der „Versuch über die Jukebox" mit einem auktorialen Erzähler. Im „Versuch über den geglückten Tag" verschmelzen diese beiden Ansätze wieder zu einem. Es sind Erinnerungen und aus diesen Erinnerungen und Beobachtungen entstandene Betrachtungen die behandelt werden.Die „Müdigkeit" findet diese als etwas Nichtwahrgenommenes, Nichtbeachtetes, obgleich sie elementar wirken kann und erinnert an Kafka, der nur nach harten Arbeitstagen schreiben konnte. Die „Jukebox" dagegen kreist um Hemmungen, egal ob beim Schreiben oder sonstigen Tätigkeiten und gibt eine wunderbare Beschreibung der Zentralspanischen Stadt Soria ab. Im „geglückten Tag" wird es sehr philosophisch und existentialistisch. Somit sind die drei Versuche voneinander grundverschieden, einen sich aber Erzählform und -stil. Nichts zum ins Bett gehen, aber sehr empfehlenswert.
Gelassen auf die Reise gehen 5 von 5 Punkten Wer gerne mal über seinen Tellerrand schaut und wie der "Taugenichts" in die Welt hinausgeht, wird manches finden und bestätigen, was Peter Handke hier in den drei Versuchen über die Müdigkeit, die Jukebox und über den geglückten Tag erzählt. Die Beschreibung der Wege in die Gegenden Europas, wo es sich lohnt, hinzugehen, die Beleuchtung der Bars, in denen die Menschen beisammenstehen und den Tag besprechen, geglückte Tage, wo auch immer, das alles gibt Stärke und vor allem der Versuch, behutsam auf den Grund der Bedeutungen in unserem (kurzen!) Leben zu kommen, macht Mut, doch diesen und jenen Schritt, diesen und jenen Gedankengang eigenständig zu vollziehen. Nicht immer nur den vorgegebenen Bildern der manipulierten Maßlosigkeit zu folgen, ist schon ein Gewinn und Heinrich Detering hat recht in der Annahme auf der Rückseite des Buches, wenn er sagt, daß Peter Handke das Kunststück fertigbringt, etwas im Leben des Lesers zu verändern. Jedoch für wie lange, darf man da getrost nachfragen. |
Neue Herzblatt-Geschichten Peter Lückemeier Broschiert, März 2008 Verkaufsrang: 200843 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie sind Kult: Die ¯Herzblatt-Geschichten® von Peter Lückemeier in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Woche für Woche von den Fans sehnsüchtig erwartet werden. Schlagfertig und mit trockenem Humor kommentiert er Meldungen, die unser Herz bewegen. Lesen Sie nun aus erster Hand die Wahrheit über das Leben und Treiben der wirklich Reichen und Schönen oder der Möchtegern-Promis. Ob Tatjana Gsell, Prinz Charles oder Tokio Hotel: Nichts Menschliches ist Lückemeier fremd!
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Wer sonst, wenn nicht wir?: Die besten BRIGITTE-Kolumnen Julia Karnick Broschiert, März 2008 Verkaufsrang: 27264 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden »Ich kaufe Schuhe, und nach zwei Tagen prangt ein Kratzer auf der Spitze. Meine neue Sonnenbrille habe ich erst in die Manteltasche gesteckt und dann die Manteltasche in der Haustür eingeklemmt. Auf Stöckelschuhen knicke ich mit dem Sektglas in der Hand um, und kein gut aussehender Mann fängt mich auf « Ob es um die Gründung einer Frauenfußballmannschaft oder um Sex mit halterlosen Wolford-Strümpfen geht: Julia Karnick, Autorin der erfolgreichen BRIGITTE-Kolumne, ist ständig auf der Suche nach der Optimierung ihres Lebens. Die beliebten BRIGITTE-Kolumnen endlich im Taschenbuch.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Lustig, Unterhaltsam, Genial ! 5 von 5 Punkten Ich kenne die Kolumnen von Julia Karnick aus der Zeitschrift "Brigitte" und fand sie immer sehr lustig und unterhaltsam.
Sie bringt Dinge auf den Punkt und stellt Fragen die man selbst wohl auch mal hatte aber nie wirklich öffentlich ausgeprochen hat.
Dieses Buch ist eine Sammlung der Kolumnen und somit schnell und gut zu lesen. Wem hier langweilig wird, dem kann ich nicht weiterhelfen, aber empfehlen kann ich es auf jeden Fall. |
Berliner Orgie Thomas Brussig Broschiert, Mai 2008 Verkaufsrang: 126032 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Liebe gegen Geld? Kommt für mich nicht in Frage! Oder doch? Der Schriftsteller Thomas Brussig ist das Wagnis eingegangen und hat die Berliner Orte der Lust besucht. In dieser fremden Welt der Begierde hat er Tristesse, Poesie, Geschäftssinn und Erotik erlebt. Und was als literarische Reportage begann, entwickelte sich überraschend zum Selbstversuch.
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Darf man über Religion lachen?: Eine Kreuzfahrt von Voltaire über Wilhelm Busch bis zu Joachim Kardinal Meisner Hans Conrad Zander Broschiert, Dezember 2005 Verkaufsrang: 173457 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hans Conrad Zanders meisterhafte Untersuchung über das Komische in der Religion aus dem Jahr 2004 unter neuem Titel endlich als Taschenbuch. »Dies ist der eigentliche und wesentliche Grund für alles Lachen über die Religion: Sie ist vom Himmel aus betrachtet komisch. Teilzunehmen am Lachen der Engel ist aber etwas vom Ergötzlichsten, wozu der Mensch fähig ist. Sagt doch der heilige Thomas von Aquin: In uns lebt nicht allein die Lust der Tiere, sondern auch jene Lust, die wir mit den Engeln gemein haben.« Soweit Hans Conrad Zander, ehemaliger Dominikaner-Mönch, Reporter, Buchautor und selbst ein großer Spötter vor dem Herrn. Für seine These, dass die Religion wesenhaft komisch sei, führt er eine beeindruckende Reihe von Zeugen an: von Erasmus bis Voltaire, von Bocaccio bis Wilhelm Busch. Überraschender noch: Er beruft sich auf die heiligsten Autoritäten der europäischen Kultur: auf Martin Luther und Sigmund Freud, auf George Bernard Shaw und Heinrich Böll. Und so vereinigt Hans Conrad Zander in seinem Buch auf meisterhafte Weise zwei Dinge, die sonst auf Erden zusammen nicht zu haben sind: teuflischen Spaß und göttlichen Witz ...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Oh ja, man darf... 5 von 5 Punkten ... aber es ist gesünder, wenn die angesprochenen Religionsführer auch Spaß verstehen.Wenn ein bewanderter Autor das Lachen in der Religion behandelt, verheißt das anregendes Lesevergunügen und es kam auch tatsächlich ein amüsantes Buch dabei heraus: In verschiedenen Abschnitten wird das Thema Humor in der Religion behandelt. Die Spannbreite ist weit und beginnt mit dem Bericht über die komischen Begebenheit vom Zusammentreffen des Autors mit dem Erzbischof Kardinal Meißner an einem Buffet hinter einer Schüssel Tiramisu. Sie reicht von der Analyse des Witzes in Wilhelm Buschs "Heiligem Antonius" über die Kirchenkritik in dem Roman "Ansichten eines Clowns" bis hin zur wütenden Brandmarkung niveauloser Religionswitzeleien in deutschen Comedysendungen. Natürlich werden in dem Buch auch einige Witze zum Besten gegeben. Ich hatte zum Beispiel bis dato nicht gewußt, daß es beim religiösen Witz eine Unterkategorie "Interfaith-Witze" gibt. Ich las das Buch mit Vergnügen und möchte es als Querdenkerbuch wärmstens weiterempfehlen. |
Essais Michel de Montaigne Gebundene Ausgabe, August 1998 Verkaufsrang: 28463 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Michel de Montaignes Essais, im September 1998 in einer Prachtausgabe herausgekommen, erscheinen nun in Form einer Doppel-CD. Satte eindreiviertel Stunden, gelesen von einem unserer renommiertesten Schauspieler, Otto Sander. Es ist zum Beten schön! Wer war dieser Montaigne, der von Voltaire bis Lessing, ja sogar von Goethe hochgeschätzt wurde? Flaubert legte ihn George Sand ans Herz mit den Worten, "lesen Sie ihn von Anfang bis Ende, und wenn Sie fertig sind, beginnen Sie von neuem". 1533 auf dem Schloß seiner Eltern bei Bordeaux geboren, pflegte der kleine Michel mit seinem deutschen Hauslehrer nur lateinisch zu parlieren, der Grundstein seiner Entwicklung, wie er später berichtete. In Paris studierte er Jura, führte ein Lebemanndasein und kehrte schließlich in seine Heimatstadt zurück, wo er als späterer Bürgermeister äußerst beliebt wurde. Aber im Grunde war dies nicht seine Welt. Dem Menschen in all seiner Rätselhaftigkeit gehörte seine Liebe. Nach ausgedehnten Reisen, Beobachtungen und Liebesaffären erkannte der Humanist Montaigne seine eigentliche Bestimmung. 1571 begann er mit der Niederschrift seiner Essais. Ursprünglich zur eigenen Selbstfindung gedacht, gerieten sie zu einer monumentalen Reflexion über den Menschen an sich. Dies fand naturgemäß nicht nur Freunde. "Geile Worte", "große Geschmacklosigkeiten", geiferten einige Kritiker. Was wunderts, hatte er doch neben solch erhabenen Gedanken über antike Philosophen und den idealen Staat noch reichlich Zeit, sich übers männliche Glied weitschweifig und klug zu äußern. Auch schien ihm die Beobachtung seiner nächtlichen Blähungen oder der Beischlaf mit Schwangeren durchaus erwähnenswert. Völlig vorurteilsfrei und unaufgeregt, als einer, dem nichts Menschliches fremd ist, richtet Montaigne seine Gedanken auf vermeintlich kleine Dinge, die großen Denkern keinerlei Erwähnung wert gewesen wären -- und weist haarklein auf, wo das Leben in Wirklichkeit stattfindet. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)
+ grosse Worte - in wunderbarer Verpackung 5 von 5 Punkten Zunächst zum Äußeren - ein bibliophiles Buch, in blauen Leinen mit goldener Schrift und ein großzügiges Innenleben. Dieses wird unterstützt durch Texte in grossen Lettern, in Anfängen künstlerisch gestaltet. Eben für das Auge.Zum Text: Was hat er nur alles gedacht, dieser M., als er in seinem Turm saß und nichts als schäumende Ideen niederschrieb mit einer Präzision in der Beobachtung und in der Beurteilung, dass wahre Philosophie des Alltäglichen sich nahe ins eigene Innere schleicht. Drei Bücher umfassen die Gedanken, jeweils mit bis zu 57 Essais. Sie beschreiben und beurteilen, besser sie laden ein zur Selbstreflexion der Dinge und Erfahrungen des Lebens, wie Freundschaft, Furcht, Erziehung oder einfach über Bücher. Sie bringen geschichtliches sowie philosophisches. Wer nicht weiter weiss in seinem Denken, wird sogar hier der Hilfe fündig, wenn Montaigne über die Selbstbehinderung des Urteilsvermögen schreibt. Es ist kein Buch, welches man nur so liesst. Es ist Begleiter am Schreibtisch, passend zur Hand und damit einladend zum spontanen Blättern und Lesen. Ob es zu teuer ist? Der Inhalt ist auch in der billigen Version derselbe, aber er verdient es nach ca. 410 Jahren und fortdauernde Aktualität in besonderer Aufmachung den Leser zu erfreuen. Die in seinem Vorwort aufgestellte Behauptung, "es gäbe keinen vernünftigen Grund, Muße für so einen nichtigen Gegenstand zu verwenden", wird am Ende feststellen, dass es Montaignes Koketterie war, die ihn dazu veranlasste. Denn die Widerlegung der Behauptung ist das Werk selbst.
Weitere Lesermeinungen |
Flüchtige Größe. Gesammelte Essays über Literatur und Kunst Joachim C. Fest Gebundene Ausgabe, 1. August 2008 Verkaufsrang: 73142 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit Büchern über das «Dritte Reich» ist Joachim Fest weltberühmt geworden. Doch seine persönliche Vorliebe galt anderen Themen: Literatur, Architektur und Malerei. Sie begeisterten ihn bereits in seiner Jugend, später setzte er sich mit ihnen in kenntnisreichen Beiträgen auseinander «das Beste und Schönste, was er geschrieben hat», findet die Süddeutsche Zeitung. Diese weniger bekannte Seite Fests stellt der zweite Band seiner Gesammelten Essays vor: geistreiche Porträts von Schriftstellern wie Graham Greene und Ernst Jünger, Malern wie Bernhard Heisig und Horst Janssen oder Baumeistern wie Palladio und Schinkel, dazu Überlegungen zur heutigen Bedeutung Goethes, eine scharfsinnige Analyse der ideologischen Wirkungen Richard Wagners, Wegweisendes über den unpolitischen Charakter der Brüder Mann, nicht zuletzt kritische Einwürfe zum zeitgenössischen Theater und zur staatlichen Kulturpolitik. Einmal mehr erweist Fest sich als ein Grenzgänger, der die meisten Fachgelehrten an gedanklicher Originalität und stilistischer Eleganz weit übertrifft.
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Sehr witzig!: Szenen und Bilder Friedrich Karl Waechter Taschenbuch, Oktober 2000 Verkaufsrang: 64507 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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