Reportagen aus aller Welt

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Seite 9

Die Fernsehreportage (Praktischer Journalismus) - Ulli RothausDie Fernsehreportage (Praktischer Journalismus)
Ulli Rothaus, Bodo Witzke

Taschenbuch, 1. Juni 2003
     Verkaufsrang: 156744      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Fernsehreportagen kennzeichnet der Verzicht auf Inszenierung, die Suche nach dem Authentischen und die Offenheit während des Arbeitsprozesses. Die beiden Fernsehjournalisten beschreiben die Elemente, die eine Fernsehreportage ausmachen und geeignet sind, Nähe, Spannung und Unmittelbarkeit zu erzeugen - bis hin zur Doku-Soap als neuer Form der Reportage.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Quasi das Standardwerk der Fernsehreportage      5 von 5 Punkten
Ohne verkopften Balast, geradlinig formuliert und immer ist die Auseinandersetzung mit dem Genre Reportage zu spüren.

Das Beste in diesem Bereich!!      5 von 5 Punkten
Das Buch beschreibt alle Facetten der Fernsehreportage: Von der Geschichte, über die Planung und die Dreharbeiten bis hin zur Endfertigung. Es ist leicht lesbar geschrieben und gibt viele wertvolle Tipps für die Praxis. Nicht nur für Anfänger.Auch Profis finden hier immer wieder wichtige Anregungen. Niemand, der sich mit der Fernsehreportage beschäftigen will, kommt an diesem Buch vorbei.


Zen-Buddhismus und Zellulitis: Polemiken, Glossen, Satiren und Reimgedichte - Wiglaf DrosteZen-Buddhismus und Zellulitis: Polemiken, Glossen, Satiren und Reimgedichte
Wiglaf Droste

Taschenbuch, November 2005
     Verkaufsrang: 75943      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Dieser Band versammelt eine Auswahl schöner Texte zu politischen, kulturellen und lebensstilistischen Fragen. Sie zeigen ihren Autor als meinungsfreudig, unausgewogen, boshaft, komisch und als Stilisten von barocker Sprachgewalt. Drostes Texte zu diversen Lichtgestalten unserer medialen Öffentlichkeit treffen gewöhnlich ins Schwarze und zielen, wo nötig, auch unter die Gürtellinie.
• Kunstvoll variiert Droste seine Themen, sein Stil ist dem jeweiligen Inhalt angemessen: liebenswürdig und charmant, leichtfüßig komisch, spöttisch oder bitterbös und mit Killerinstinkt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

philosophisches lachprogramm      5 von 5 Punkten
bis vor etwa zwei monaten wusste ich noch garnichts von herrn droste, ausser, dass er freitags eine kolummne in der taz schreibt. habe aber in in letzten wochen alles von ihm an land gezogen, was zu bekommen war und wurde kürzlich sogar beim verlag vorstellig, um sein neuestes buch "kafkas affe stampft den blues" so schnell wie möglich zu bekommen. erste anzeichen eines suchtverhaltens ! ja, ich gestehe, ich wurde süchtig. etwa so, wie man nach thomas bernhard texten süchtig werden kann. kurz und gut: droste ist ein meister aus deutschland, naurgemäß aber nicht der celansche, sondern der mit dem philosophischen lachprogramm.
darum, wer gute laune in herrliche wortfindungen gekleidet, zu lesen beliebt, der kauft die bücher von droste !- egal, ob sie nun von zen oder buddhismus handeln.



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Ich bin doch kein Mörder: Gerichtsreportagen 1989-2004 - Gisela FriedrichsenIch bin doch kein Mörder: Gerichtsreportagen 1989-2004
Gisela Friedrichsen

Broschiert, November 2006
     Verkaufsrang: 77171      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Seit vielen Jahren ist Gisela Friedrichsen Stammgast in deutschen Gerichtssälen, von wo sie seit 1989 für das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL von wichtigen Prozessen berichtet. In ihren Reportagen versteht sie es immer wieder meisterhaft, im Besonderen des jeweiligen Falles dessen Bedeutung für das Recht im Allgemeinen sichtbar zu machen. Mit Ich bin doch kein Mörder legt sie eine Sammlung von Gerichtsreportagen vor, die während der letzten 15 Jahre entstanden sind. Sie berichtet darin von Prozessen, die uns exemplarisch -- unter anderem am Prozess gegen Erich Honecker -- Justitia als "Gefangene der Geschichte" zeigen, oder dabei, wie sie sich an Straftaten Rechtsradikaler abmüht, in welch hässliche Fratzen von Hooligans, Vergewaltigern, Erpressern sie immer wieder blicken muss.

Traurige Schicksale, familiäre Desaster, juristische Kunstfehler, menschliche Abgründe dies- und jenseits der Anklagebank -- von all dem hat Friedrichsen Fallbeispiele parat, mit denen sie uns einen zeitgeschichtlichen Bericht über den Zustand unserer Rechtspflege ebenso gibt, wie detailscharfe Momentaufnahmen unserer Gesellschaft. Auch den Problemen der Rechtsfindung und des Strafvollzugs ist ein eigenes "Gut gemeint, schlecht gemacht" überschriebenes Kapitel des empfehlenswerten Bandes gewidmet. Bestürzende Fälle von Inkompetenz und Anmaßung finden sich darin, aber auch Fälle unvermeidbar erscheinenden Scheiterns bei der Suche nach Gerechtigkeit und der angemessenen Sühne.

"Wie Gisela Friedrichs Reportagen ein Lehrstück zur Moral der Agenten des Rechts sind, schreibt Bernhard Schlink in seinem Vorwort, "so sind sie auch eines zur Moral des Journalisten". Auch sie ist vor allem eine Moral der Sachlichkeit, Gründlichkeit und Sorgfalt. Beim besonders sperrigen Gegenstand des Rechts wird sie oft besonders vernachlässigt. Wird ihr aber genügt und verbindet sich mit der Sachlichkeit, Gründlichkeit und Sorgfalt überdies Sensibilität für die Schicksale der Menschen und die Aufgabe des Rechts, dann ist Gerichtsjournalismus ein Glück für das Gemeinwesen. Gisela Friedrichs Reportagen sind ein solches Glück." Dem können wir uns nur anschließen! -- Andreas Vierecke

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Aufrüttelnd, bewegend - und zu kurz...      5 von 5 Punkten
Mit "Ich bin doch kein Mörder" veröffentlicht Gisela Friedrichsen eine Auswahl ihrer bereits zwischen 1989 und 2004 im "Spiegel" veröffentlichten Gerichtsreportagen. Einziges Manko, um das vorwegzunehmen, bleibt, daß man nach 320 Seiten noch nicht genug hat und gerne weiterlesen möchte. - Die Sammlung ist thematisch gegliedert und bietet so einen Überblick über die spektakulärsten Strafprozesse der letzten Jahre, wie die Verfahren gegen Erich Honecker, den Sedlmayr-Prozess oder die Auseinandersetzung um die Schuld von Monika Weimar geb. Böttcher. Aber nicht allein die großen Prozesse finden hier Berücksichtigung, auch weniger aufsehenerregende Beispiele aus dem deutschen Gerichtsalltag haben hier Eingang - und manchmal möchte man wünschen, Gisela Friedrichsen hätte um die Seelenruhe des Lesers willen darauf verzichtet. Reportagen wie "Sag, dass du Jude bist" (über die brutale Ermordung eines 16jährigen durch Gleichaltrige) oder "Ich sehe ihn noch liegen" (über den vermeidbaren, aber ungesühnt gebliebenen Tod eines Häftlings) hinterlassen unausweichlich Spuren, weil man selten mit solcher Brutalität, Gleichgültigkeit und Blindheit konfrontiert wird. Gisela Friedrichsen scheut sich dabei nicht, eitle Richter - wie im Verfahren gegen Jörg Immendorff - oder auch die Ignoranz der Medien - wie im Verfahren gegen Monika Weimar - zu schelten. Vor allem aber nimmt sie in einer Zeit, in der selbst hochrangige Politiker in Stammtischparolen vom "Wegschließen" einstimmen, auch Partei für die Täter. Aber nicht als blinder "Gutmensch", sondern als Journalistin, die auch für die, die in den Augen der Öffentlichkeit jedes Recht auf Respekt verspielt haben, die Einhaltung des geschriebenen Rechts einfordert - ohne dabei ihre Taten zu relativieren. Ganz groß!


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Unheimliche Heimat: Essays zur österreichischen Literatur - Winfried G. SebaldUnheimliche Heimat: Essays zur österreichischen Literatur
Winfried G. Sebald

Taschenbuch, Januar 1995
     Verkaufsrang: 141208      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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In neun Studien untersucht Sebald den Themenkomplex Heimat und Exil, der für die österreichische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts so charakteristisch ist. Seine Arbeiten setzen im frühen 19. Jahrhundert ein, bei dem nur wenig bekannten Charles Sealsfield und schlagen den Bogen über die gleichfalls vernachlässigten Schtetlgeschichten Leopold Komperts, über den Wiener Fin-de-siècle- Literaten Peter Altenberg, über Franz Kafka, Joseph Roth bis hinein in die Gegenwart, die durch Jean Améry, Gerhard Roth und Peter Handke vertreten ist. All diesen Autoren ist gemeinsam, daß sie an der »Unheimlichkeit der Heimat« gelitten haben bzw. noch immer leiden. Behutsam macht Sebald deutlich, wie oft dieses Leiden an der Heimat sowie die vage Sehnsucht nach ihr für österreichische Autoren zum Thema, wenn nicht sogar Anlaß des Schreibens geworden sind.



Zellgeflüster: Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland - Florianne KoechlinZellgeflüster: Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland
Florianne Koechlin

Broschiert, Februar 2007
     Verkaufsrang: 121462      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Zellen flüstern ununterbrochen mit ihren Nachbarinnen. Gene sind vieldeutig und dynamisch. Pflanzen kommunizieren mit Duftstoffen miteinander, sie lernen und erinnern sich. Sind sie sogar intelligent? Und haben Kühe eine Seele? Die faszinierenden Streifzüge der Biologin Florianne Koechlin durch wissenschaftliches Neuland zeigen ein Bild des Lebens, das sich weit von der mechanischen Utopie des letzten Jahrhunderts entfernt hat: Leben erscheint als ein Prozess von Kommunikation und Austausch in dynamischen Netzwerken. Seit 20 Jahren wehrt sich die Autorin gegen allzu simple Dogmen der Gentechnik, gegen deren Mythen und falsche Versprechen. Aber sie bleibt bei der Kritik nicht stehen, sie fragt nach Gegenentwürfen. Sie erzählt von den Erfolgen indischer Saatgutbäuerinnen und von den innovativen Methoden, die in Kenia gegen Schädlinge bei Tieren und Pflanzen eingesetzt werden. Von dort geht die Reise weiter, zu einem tieferen Verständnis von Leben, mit vielen Interviews, Begegnungen und persönlichen Gesprächen. »Keine Fachbegriffe oder komplizierten Formulierungen, sondern spannende Einblicke in Themen wie Bewusstsein, Intelligenz und Kommunikation in der Natur.« DeutschlandRadio

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Geschwätziges Blümchen...      5 von 5 Punkten
Zellen flüstern ununterbrochen mit ihren Nachbarinnen. Gene sind vieldeutig und dynamisch. Pflanzen kommunizieren mit Duftstoffen miteinander, sie lernen und erinnern sich. Sind sie sogar intelligent? Und haben Kühe eine Seele? Da raunen Tomaten einander im Gemüsebeet "Vorsicht, Schädling!" zu, die Maisblätter laden gefrässige Wespen zu sich ein, wenn sie von Raupen befallen werden - und das alles mittels Duftstoffen.

Die faszinierenden Streifzüge der Biologin Florianne Koechlin durch wissenschaftliches Neuland zeigen ein Bild des Lebens, das sich weit von der mechanischen Utopie des letzten Jahrhunderts entfernt hat: Leben erscheint als ein Prozess von Kommunikation und Austausch in dynamischen Netzwerken.

Seit 20 Jahren wehrt sich die Autorin gegen allzu simple Dogmen der Gentechnik, gegen deren Mythen und falsche Versprechen. Aber sie bleibt bei der Kritik nicht stehen, sie fragt nach Gegenentwürfen. Sie erzählt von den Erfolgen indischer Saatgutbäuerinnen und von den innovativen Methoden, die in Kenia gegen Schädlinge bei Tieren und Pflanzen eingesetzt werden.

Keine Fachbegriffe oder komplizierten Formulierungen, sondern spannende Einblicke in Themen wie Bewusstsein, Intelligenz und Kommunikation in der Natur. Abwechslungsreich und kritisch zeigt uns Florianne Koechlin, welche verborgenen Schätze die Natur uns zu bieten hat.


Betrachtungen eines Unpolitischen - Thomas MannBetrachtungen eines Unpolitischen
Thomas Mann

Taschenbuch, Oktober 2001
     Verkaufsrang: 73436      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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»Die Betrachtungen waren also eine Kampfschrift, aber doch zugleich schon ein leidenschaftliches Stück Arbeit der Selbsterforschung und der Revision meiner Grundlagen... Aber Selbsterforschung ist meist schon der erste Schritt zur Wandlung, und ich erfuhr, daß niemand ganz der bleibt, der er war, indem er sich erkennt.«
Thomas Mann, On Myself


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Streitschrift für Konservative      5 von 5 Punkten
Diese Streitschrift von Thomas Mann ist seit 1918 - dem Erscheinungsjahr - maßgeblich für das Verständnis seines gesamten Werkes bis hin zum DOCTOR FAUSTUS. Nie wieder hat Thomas Mann derart konservative Gedankengänge zu Papier gebracht, die zum Zeitpunkt des Erscheinens primär eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den sogenannten ZIVILISATIONSLITERATEN war - zu denen er auch seinen Bruder Heinrich zählte.

Wer Gefallen an konservativer Literaturkritik findet und einen politisch denkenden Thomas Mann erleben möchte, sollte dieses Werk zu seiner Pflichtlektüre machen. Ein Lesegenuß aller erster Güte - zeitlos spannend geschrieben und gültig. Ein Muß für Thomas Mann-Fans und Verehrer seines Werkes...



Achtung! Vorurteile: Nach Gesprächen mit Harald Wieser und Jürgen Ritte - Peter UstinovAchtung! Vorurteile: Nach Gesprächen mit Harald Wieser und Jürgen Ritte
Peter Ustinov

Taschenbuch, Januar 2005
     Verkaufsrang: 72258      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die Menschheit erlebt gerade eine bedenkliche "Renaissance der Vorurteile", meint Peter Ustinov, und so zieht der große alte Schauspieler in seinem neuen Buch wortgewandt gegen Engstirnigkeiten aller Art zu Felde. Nach aktuellen Beispielen muss er nicht lange suchen. "Der Krieg gegen den Irak wurde auf der Basis von Vorurteilen geführt", schreibt Ustinov. Keiner der von den alliierten Staatschefs angeführten Kriegsgründe habe sich als wahr herausgestellt. Stattdessen seien Tausende von Zivilisten getötet worden: "Ich frage mich, wie schläft eigentlich ein George W. Bush?"

Doch Ustinov widmet sich nicht nur der großen Politik. Die meisten Vorurteile sieht er im Alltag am Werk: der schiefe Blick auf einen ausländischen Mitschüler, das Naserümpfen über die seltsamen Angewohnheiten des Nachbarn, Familienkrach und Kollegenschelte. Das klingt nach erhobenem Zeigefinger, aber der gehört glücklicherweise nicht zu Ustinovs Instrumentarium. Stattdessen massiert der Autor auf gewohnt charmante Weise Zwerchfell und Hirn seiner Leserschaft gleichermaßen und bringt ihr seine Botschaft in heiter-tiefgründigem Plauderton nahe.

Ustinov erweist sich in diesem Buch wieder einmal als übersprudelnder Quell aufschlussreicher Anekdoten. Jedes Kapitel garniert er mit mehreren Episoden aus seinem Leben. Das Hauptthema des Buches gerät Ustinov dabei manchmal etwas aus dem Blick, wenn die Erzähllust mit ihm durchgeht. Im Zweifelsfall ist dem Autor eine witzige Geschichte oder eine gute Pointe allemal wichtiger als das Festklammern an einem roten Faden.

Ustinov hat daher nicht nur ein Buch über Vorurteile geschrieben, sondern auch eine Art konzentrierter Autobiografie. Dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Von einem, der als "Beruf: Weltbürger" angibt, lässt man sich gerne berichten, wie man sich durch Humor, Neugier und eine gesunde Portion Zweifel an vermeintlichen Wahrheiten gegen die Verführungen des Vorurteils wappnet. --Christoph Peerenboom

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 25 Bewertungen)

DAS Buch des vergangenen Jahrhunderts      5 von 5 Punkten
Sir Peter Ustinov zeigt was er wirklich ist:
Einer der größten Philosophen des ausgehenden 20. Jahrhunderts.
Meister Kong Zi würde sich verneigen und ihn einen Edlen nennen!


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Das Schwarzbuch der Bekloppten und Bescheuerten: Dietmar Wischmeyers Logbuch - Dietmar WischmeyerDas Schwarzbuch der Bekloppten und Bescheuerten: Dietmar Wischmeyers Logbuch
Dietmar Wischmeyer

Taschenbuch, 23. Januar 2004
     Verkaufsrang: 130606     

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Lachfaktor: 100. Der Rezensent hat sich gekrümmt an vielen Stellen. Wie alle guten Kabarettisten vermag Wischmeyer unsere Alltagssprache nicht nur täuschend nachzuahmen, sondern sie zugleich in die eisigen Höhen des Absurden zu treiben. Ergebnis: besagter Lachwert.

Meine Favoriten: Der Besuch beim Urologen (Eie der redet! Ich allein kenne drei Ärzte, die genau so, na sagen wir mal, fast genau so daher quarken!) -- und jener durch das gesamte Buch hin in kurzen Abständen ausgefochtene Streit eines Paares über den Namen des erwarteten Nachwuchses (Sie: "Bruce find' ich gut... allein wegen Bruce Willis." Er: "Ein Name wie ein feuchter Rektalabgang, ich hab mich schon immer gefragt, wie man mit so etwas Schauspieler werden kann.")

Wischmeyer gibt den Miesepetrigen, einen, dem alles auf die Nerven geht, kurz: Er gibt Sie und mich, denn (fast) jedem von uns geht (fast) alles dauernd auf die Nerven. Das Leben ist so. Unter der desillusionierten, die Grobheit und das Fäkalwort nicht scheuenden Miesepeter-Oberfläche liegt aber eine, nennen wir es wertkonservative Grundhaltung -- also, der gute alte Moralist.

Lustige Fotos gibt es auch. Besonders gerührt hat mich, dass Wischmeyer auch jene wunderbare Tafel an einem historischen Haus in Görlitz (nun, lieber Alt-Bundesbürger, wo liegt das doch gleich?) entdeckt hat, die auch mein Herz bei jedem Besuch höher schlagen lässt: Ein Club mit dem herrlichen Namen "Hühnerologischer Verein" dankt auf ihr dem Begründer der Deutschen Rassegeflügelzucht. Blöd hingegen: Der gestelzte Titel des Buches! Warum darf so ein Buch nicht einfach heißen: Komische Texte, Band 43? --Michael Winteroll

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Schön abgelacht mitten in der Nacht.      5 von 5 Punkten
Eigentlich wollte ich ins Bett gehen und früh schlafen.
Eigentlich wollte ich nur ein Geschichtchen zum Abspannen lesen.
Aus einer wurden dann mindestens zehn und ich lag im Bett und kriegte den vollen Lachkoller, die Tränen liefen mir herunter, und die Luft wurde knapp. Ich konnte nicht gut einschlafen danach.
Und: wie hat er uns doch wieder alle gut porträtiert!
Wischmeyer ist so lustig, weil er eine Sprache an den Tag legt, die seinesgleichen sucht. Und jede Story hat ihren tieferen Sinn.
Fazit:für Menschen mit Schlafproblemen nur begrenzt zu empfehlen.:-)))

Wischmeyer in Bestform      5 von 5 Punkten
Es geht mal wieder rund im Reich der Bekloppten und Bescheuerten. Wischmeyer ist wieder unterwegs und haut auf alles drauf, was nicht schnell genug weg kann. Und nach jeder Geschichte denkt man dann, wie recht er doch hat. Allerdings sollte er jetzt mal ueberlegen, was Neues zu schreiben, da sich die Geschichten doch irgendwann aehneln, vor allem wenn man die CDs und anderen Buecher kennt. Trotzdem: jedem kritischen Leser unbedingt zu empfehlen.



Gesammelte Werke in fünf Bänden: Gedichte I, Gedichte II, Gedichte III, Prosa, Schriften: 5 Bde - Rainer Maria RilkeGesammelte Werke in fünf Bänden: Gedichte I, Gedichte II, Gedichte III, Prosa, Schriften: 5 Bde
Rainer Maria Rilke

Gebundene Ausgabe, September 2003
     Verkaufsrang: 134668      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 49,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Die vorliegende Ausgabe vereint – auf der Textgrundlage der im Insel Verlag erschienenen Kommentierten Ausgabe – die Hauptwerke Rainer Maria Rilkes in fünf Bänden: Angefangen von Mir zur Feier und dem Cornet über Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge und die großen Sammlungen Neue Gedichte und Der Neuen Gedichte anderer Teil bis zu den Duineser Elegien und den Sonetten an Orpheus, mit denen Rilke Weltruhm erlangte. Ergänzt werden die dichterischen Hauptwerke Rilkes durch eine Auswahl aus seinen Schriften zu Literatur und Kunst. Jeder Band wird begleitet von ausführlichen Nachworten der Herausgeber.

Die Hauptwerke von Rainer Maria Rilke in fünf besonders schön gestalteten Bänden im Schuber
Band 1: Gedichte I Mir zur Feier, Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, Die weiße Fürstin

Band 2: Gedichte II Das Stundenbuch, Das Buch der Bilder

Band 3: Gedichte III Neue Gedichte, Der Neuen Gedichte anderer Teil, Duineser Elegien, Die Sonette an Orpheus

Band 4: Prosa Ewald Tragy, Der Drachentöter, Die Turnstunde, Der Totengräber, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge


Band 5: Schriften Von Kunst und Leben




Imperium. Sowjetische Streifzüge. Die Andere Bibliothek - Erfolgsausgabe - Ryszard KapuscinskiImperium. Sowjetische Streifzüge. Die Andere Bibliothek - Erfolgsausgabe
Ryszard Kapuscinski

Gebundene Ausgabe, September 2000
     Verkaufsrang: 44340      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Was die Sowjetunion war und woran sie gescheitert ist, das hat niemand besser und einleuchtender beschrieben als Ryszard Kapuscinski. In "Imperium" hat der polnische Autor seine "Sowjetischen Streifzüge" seit 1939 versammelt. Nach Stalins Tod bereiste er die ganze Sowjetunion, beobachtete auch den Zerfall des Riesenreiches seit 1989. Kapuscinskis Reportagen lesen sich wie Parabeln der Macht, des Machtmißbrauchs und des Machtverfalls.Ryszard Kapuscinski ist 1932 in der ostpolnischen Stadt Pinsk geboren, die heute zu Weißrußland gehört. (Das war damals, wie er selber sagt, "Dritte Welt").
1945 kam seine Familie nach Warschau, wo er studierte. In den fünfziger Jahren wurde er als Korrespondent nach Asien und in den Mittleren Osten, später auch nach Lateinamerika und nach Afrika entsandt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Das beste Buch seit langem!      5 von 5 Punkten
Für Insider war es nicht verwunderlich, dass Ryszard Kuscinski für den Literatur-Nobelpreis nominiert war. Einem breiteren Publikum ist er als einer der letzten klassischen Reiseschriftsteller durch seine eindringlichen Reportagen aus Afrika und nicht zuletzt aufgrund seines Bucherfolges "Meine Reisen mit Herodot" bekannt.
Was sein Buch "Imperium" über alle bisher erschienenen Publikationen über das System der ehemaligen Sowjetunion heraushebt, ist neben seiner analytischen Schärfe und Beobachtung die Eindringlichkeit der Schilderung, die die vorgefundene Realität fast schon schmerzhaft mit allen Sinnen erfahrbar macht. Man hat nach der Lektüre des Buches fast den Eindruck, als hätte man es selbst erlebt. Dieses Buch bleibt einem für immer im Gedächtnis, während man andere schon beim Zuklappen vergessen hat. Für mich war dieses Buch die Entdeckung des letzten Jahres!


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Zeit zu handeln: Den Werten einen Wert geben - Ulrich WickertZeit zu handeln: Den Werten einen Wert geben
Ulrich Wickert

Taschenbuch, Oktober 2003
     Verkaufsrang: 131096      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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In unserer Gesellschaft sind die kulturellen, politischen und familiären Maßstäbe ins Wanken geraten. Misstrauen, Orientierungslosigkeit und Angst vor dem vermeintlich Fremden wachsen. Ulrich Wickert beschreibt den Zustand der sozialen Wirklichkeit und zeigt Handlungsinitiativen für eine Umsetzung moralischer Werte im täglichen Leben auf. »Nur wer sich zur Gemeinschaft gehörig fühlt, der akzeptiert auch deren Werte und empfindet ethische Regeln als Maßstab des Handelns. Das gibt Halt.« Ulrich Wickert

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein aufrüttelndes Buch, das Pflichtlektüre werden sollte!      5 von 5 Punkten
"Nicht das Gesetz bestimmt die Moral, sondern die Moral bestimmt das Gesetz."
Ulrich Wickert apelliert in seinem neuen Buch an jeden einzelnen Bürger, täglich seine Rechte auf Freiheit, Demokratie und Toleranz einzufordern.
Er schildert den Zustand unserer Gesellschaft, unserer Bürger, die immer noch allzu gerne zum Staat aufschauen, obwohl dieser doch von ihnen geschaffen wurde, um Gemeinschaftsaufgaben zu lösen.

Kritisch setzt er sich mit Politik und Verwaltung auseinander, empfiehlt eine Entrümpelung und Umgestaltung, um die Menschen wieder zu interessieren.
Zur Definition der Werte unserer Gesellschaft zitiert er Philosphen, Bürgerrechtler und Politiker; hinterfragt Moral und Toleranz im täglichen Leben. Er geht den Dingen auf den Grund.

Ein Buch, das aufrüttelt, seine eigenen Werte, sein Lebenskonzept zu überdenken und Eingefahrenes abzustreifen.
Eindringlich zeigt Ulrich Wickert auf, das Politikverdrossenheit und Gleichgültigkeit die Werte unserer Gesellschaft verwässern, die Demokratie zur hohlen Phrase verkommen lassen.
Jeder ist gefragt, sich gemeinnützig und politisch zu engagieren.
"So schwer ist das auch wieder nicht, denn dazu braucht man weder Held noch Heiliger zu sein."



Das Abenteuerliche Herz. Erste Fassung: Aufzeichnungen bei Tag und Nacht - Ernst JüngerDas Abenteuerliche Herz. Erste Fassung: Aufzeichnungen bei Tag und Nacht
Ernst Jünger

Gebundene Ausgabe, Juli 2000
     Verkaufsrang: 42639      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Das Buch, erstmals 1929 erschienen, nimmt unter Jüngers Schriften eine Schlüsselstellung ein, auch gegenüber der späteren, stark veränderten Fassung "Das Abenteuerliche Herz. Figuren und Capriccios" (1938). Es stammt aus der Zeit, als die literarischen Aggressionen dieses Autors noch in engem Zusammenhang mit seiner nationalrevolutionären Publizistik geschahen. Jüngers Nähe und Differenz zu anderen literarischen Bestrebungen, vor allem denen des Surrealismus, werden nirgends so deutlich wie hier.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein abenteuerliches Buch      5 von 5 Punkten
»Das Abenteuer ist ein Konzentrat des Lebens. Das Herz schlägt schneller und der Tod rückt näher heran.« Dieses Zitat ist mir aus dem eigentlichen Erstlingswerk (sieht man von seiner langen Phase der Weltkriegsbewältigung und -verklärung ab) Jüngers am stärksten in Erinnerung geblieben. Das Buch ist heute noch in hohem Maße erstaunlich und ein Hochgenuss für alle, die Kurzbetrachtungen und kurze Anrisse von einem Mann mit dem geistigen Kaliber Jüngers suchen, ohne lange Romane lesen zu müssen. Das Buch ist ungemein anregend, wann immer man es zur Hand nimmt. Grundthema ist nach meinem Gefühl die Sehnsucht nach einem irrationalen, abenteuerlichen Leben - innerlich und äusserlich. Ein Gefühl, das wohl typisch deutsch ist, besonders in seiner Unerfüllbarkeit. Ein abenteuerliches Buch, das sich lohnt.


Wo ist Carlos Montúfar?: Über Bücher - Daniel KehlmannWo ist Carlos Montúfar?: Über Bücher
Daniel Kehlmann

Taschenbuch, Oktober 2005
     Verkaufsrang: 179258      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Im Jahr 2005 veröffentlichte Daniel Kehlmann einen Band mit gesammelten Texten zur Literatur -- Rezensionen, Reden, Essays aus den fünf vorausgegangenen Jahren. Von den 15 Beiträgen des Buches haben es immerhin sieben bis in das Hörbuch geschafft, verzichtet hat man vor allem auf die Rezensionen, etwa zu Büchern von Updike, Vonnegut, Celine oder Hamsun. Dafür gibt es auch einen Text, den man in der Buchausgabe vergeblich sucht: "Voltaire und Starbucks", eine Würdigung der Simpsons-Serie als eines der größten Kunstwerke unserer Zeit.

Dass Kehlmann nicht gerade mit einer sehr angenehmen Stimme gesegnet ist und freilich auch nicht liest wie ein Schauspieler, war noch beim Hörbuch zum Roman Ich und Kaminski fatal, bei Wo ist Carlos Montufar? dagegen stört dieser Umstand kaum. Hier folgt man dem Autor gern zu allgemeinen Überlegungen zur Entwicklung des Romans, dem prekären Verhältnis von Autor und Lektor am Beispiel Raymond Carvers, oder Erfahrungen als Autor, mit seinen eigenen Texten nach deren Veröffentlichung wieder konfrontiert zu werden.

Der längste und interessanteste Text beschäftigt sich mit Kehlmanns großem Bestseller Die Vermessung der Welt, eine Art Sekundärliteratur aus der Hand des Autors, was den Reiz dieses Blicks hinter die Kulissen noch erhöht. Nicht zuletzt gibt es hier die Antwort auf die titelgebende Frage Wo ist Carlos Montufar und warum beim Schreiben biografisch inspirierter Romane manche historische Figur, so wie der Humboldt durch Südamerika begleitende Carlos Montufar, leider unter den Tischen fallen muss. --Christian Stahl

Spieldauer: ca. 130 Minuten, 2 CDs, gekürzte Autorenlesung

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Wahrheitsgetreue Einführung in eher unbekannte literarische Werke      5 von 5 Punkten
Die Autoren und Werke, die Kehlmann hier vorstellt, haben durchwegs mit Politik und Gesellschaftskritik etwas zu tun. Das Buch ist in 19 Kapitel unterteilt, wobei 17 Autoren besprochen werden. Es wird kurz auf den Lebenslauf der Autoren eingegangen und lang auf die Absichten, die der Autor mit seinem Werk verfolgte. Kehlmann lässt seine eigenen Gedanken auch miteinfließen. Dadurch, dass Kehlmann anscheinend sehr belesen und auf literarischem Niveau ein unvergleichliches Wissen besitzt, erhält man eine detaillierte Einführung in die jeweiligen Werke. Teilweise handelt es sich um Autoren, wie Isaiah Berlin z.B., die eher unbekannt geblieben sind und die man eigentlich kennen müsste, wenn man sich mit Philosophie befasst. Auch unbekannte Werke bekannter Autoren kommen zur Sprache, die z.B. nicht ins Deutsche übersetzt wurden, wie Milan Kundera "Jacques und sein Herr". Insgesamt sind diese 17 Rezensionen für Literatur-, Philsophie-, und Geschichteliebhaber sehr hilfreich und informativ. Kehlmann hat einfach den richtigen Überblick und kann sich deshalb auf die Details konzentrieren. Schön, dass es noch so gute Schriftsteller gibt.


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13 unerwünschte Reportagen - Günter Wallraff13 unerwünschte Reportagen
Günter Wallraff

Taschenbuch, September 2002
     Verkaufsrang: 159677      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Wer ist das, der da »ich« sagt? Günter Wallraff wagt sich seit über 30 Jahren in die verschiedensten Rollen, gibt sich immer wieder neue Gesichter, geht an seine Grenzen, erfindungsreich und kompromisslos. Getarnt als Hans Esser enthüllte er in seinem Buch »Der Aufmacher« die Praktiken der »Bild«-Zeitung. Für »Ganz unten« lebte er als Türke Ali am Rande der Gesellschaft. Er teilte das Schicksal von Obdachlosen oder ließ sich...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Interessant und gute (geschichtliche) Bildung      4 von 5 Punkten
13 unerwünscte Reportagen ist eines der ersten Bücher von Wallraff, ende der 1960er Jahre erschienen, und das merkt man.
Es werden Themen wie Rechtsradikalismus, Vergangenheitsbewältigungen aus der Nazizeit und die Antipathie der "linken" (z.B. der Partei der Deutschen Linken) behandelt.
Daneben gibt es auch noch weitere Missstände in den 60ern in Deutschland.
Natürlich sind die meisten heute nicht mehr up-to-date, und die über Linke regt sich heute kaum mehr einer auf, und die NPD ist auch nicht mehr so im Vordergrund, wie damals, aber ich kann sagen, dass mir das Buch im geschichtlichen Bereich geholfen hat.
Als 15-jähriger Schüler weiß ich nun, WIE extrem die Anti-links-Bewegung etc. in den 60ern warern.
Wer sich ein Buch mit Kritik kaufen will, die aktuell ist sollte er von den Reportagen die Finger lassen, wer allerdings sich für die 60er interessiert, und Wallraff gut findet, sollte sich das Buch kaufen, denn schon hier wird der typische Wallraffschreivstil klar: Ich höre etwas über einen Missstand, ok, ich gehe hin, gebe mich als Linker/rechter/SOldat o. sonstiges aus, sammle erfahrungen, und gebe sie der Nachwelt weiter.
Toll...und einmalig


Egon Erwin Kisch-Preis 2004. Schreib das auf! Die besten deutschsprachigen Reportagen - Egon Erwin Kisch-Preis 2004. Schreib das auf! Die besten deutschsprachigen Reportagen

Gebundene Ausgabe, Juni 2004
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Der 26. Egon Erwin Kisch-Preis
Seit 1977 wird der Egon Erwin Kisch-Preis jährlich vom stern für die besten deutschsprachigen Reportagen verliehen. In diesem Jahr wurden 458 Reportagen aus 87 verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen eingesandt. Über die Vergabe am 5. Juni 2003 im Rahmen einer Gala entscheiden in diesem Jahr u. a.: Giovanni di Lorenzo (Tagesspiegel), Andreas Petzold (stern), Iris Radisch (Die Zeit), Peter Sartorius (Süddeutsche Zeitung), Cordt Schnibben (Der Spiegel). Die nominierten Beiträge sind in dieser hochwertigen Buchausgabe versammelt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Glanzstücke der Reportagekunst      5 von 5 Punkten
Die in diesem Band versammelten Journalisten berichten über so unterschiedliche Dinge wie den Tod einer Sahara-Geisel, die Mechanismen der Macht in der Regierung Schröder, einen traumatisierten Vietnam-Veteranen, der zum Mörder wird, die Seelensnöte eines Mannes, der bei seiner Firma illegal mehrere Millionen "ausborgt", die Genialität von Idiot Savants a la "Rain Man" und die Hoffnung von Medizinern, dass bald jeder diese Fähigkeit besitzt, die Entzauberung Tony Blairs sowie den Mythos Suhrkamp (ein sehr ironischer Artikel, da das Interview, das dafür eigentlich notwendig gewesen wäre, nie gegeben wurde). Mehrere Beiträge widmen sich der Situation in Schwarzafrika (die Lebensbedingungen psychisch Kranker und die von Kindersoldaten) sowie die vom Westen geführten Kriege der letzten Jahre (von der NATO getötete Zivilisten in Jugoslawien oder die groteske "Jessica-Lynch-Show" im Irak).
Manchmal hat man den Eindruck, dass schon das gewählte Thema für Aufsehen sorgen dürfte, etwa wenn Manfred Karremann undercover in die Pädophilen-Szene eintaucht und Geisteshaltungen auftut, die noch erschreckender sind, als man sie sich ohnehin schon vorstellt. Aber wie schreibt man eine pfiffige Reportage über ein abstrakteres Thema wie das Dosenpfand? Matthias Geyer und Alexander Smoltczyk gelingt es mit vielen pointierten Sätzen: "Als in der Uno über Krieg und Frieden gestritten wurde, stritt Deutschland über das Dosenpfand. ... In Dänemark hat es wenige Monate gedauert, (es) einzuführen. In Deutschland wird seit zwölf Jahren diskutiert und dekretiert, geblufft, gepokert und gelogen. ... Wenn in Deutschland die Silben `Öko' vor etwas gesetzt werden, dann ist es nicht mehr zu hinterfragen." Der Deutsche sei eben obrigkeitshörig.
Bemerkenswert fand ich Dirk Kurbjuweits Artikel über die "Weltmacht Nike", die von denen einen als das coole Amerika gesehen wird und von anderen als Imperium des Bösen, in dessen Zuliefererfirmen die Arbeiter 16-Stunden-Schichten fahren müssen, mit Amphetaminen auf den Beinen gehalten werden und für jedes Gähnen ein Strafgeld zahlen müssen. Erschütternd ist Annette Ramelsbergers Bericht über die bestialische Ermordung eines Jugendlichen in einem ostdeutschen Dorf, die dort niemanden großartig zu interessieren scheint: "Hört man den Zeugen im Gericht von Neuruppin zu, erscheint es, als wenn viele dieser Menschen nicht einmal wüssten, was gut ist und was böse." Höchst irritierend sind auch die von Cristoph Reuter gesammelten Forderungen israelischer Siedler in Hebron, dreieinhalb Millionen Araber umzubringen, denn diese seien "keine Tiere, aber auch keine Menschen, sondern sowas dazwischen". Vermutlich habe Hitler alle Juden umbringen wollen, weil er erkannt habe, welches die wirklich überlegene Rasse sei.
Am meisten erschüttert hat mich aber eine Reportage, die ohne jedes Blutvergießen auskommt: Sabine Rückerts "Zeit"-Artikel "Der Verdacht". Darin geht es um eine Familie, der das Jugendamt auf das Gefasel einer Nachbarin hin die achtjährige Tochter wegnimmt und über Jahre hinweg dafür sorgt, dass ein Kontakt zwischen den Eltern und ihrem Kind unmöglich bleibt. Als der Verdacht zwei Jahre später in sich zerfällt, will das inzwischen unter Ess-Brech-Attacken und schwerer Neurodermitis leidende Mädchen nicht mehr heim. Die Experten seien sich einig: Was den Betroffenen widerfahren sei, "hätte jeder Familie passieren können. Jeder."
Der "Egon-Erwin-Kisch-Preis 2004": keine leicht verdauliche Kost, aber ein höchst empfehlenswertes Buch.
- Arne Hoffmann -


Die 55 beliebtesten Krankheiten der Deutschen: Im Selbstversuch getestet - Hans ZippertDie 55 beliebtesten Krankheiten der Deutschen: Im Selbstversuch getestet
Hans Zippert

Broschiert, März 2008
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Lesen Sie seine spannenden Erfahrungsprotokolle und dann wissen Sie, welche Krankheit sich für Sie wirklich lohnt und von welcher Sie besser die Finger lassen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Erfreuliche Lektüre für zwischendurch      4 von 5 Punkten
Wer eine satirische Auseinandersetzung mit dem Thema Krankheiten erwartet, den kuriert Hans Zippert schon im Vorwort: Auf der Suche nach einem Verlag, der seine wohl großenteils aus der Zeitschrift Cicero stammenden Kolumnen drucke, sei ihm einfach der knallige Titel "Die 55 beliebtesten Krankheiten der Deutschen" eingefallen und zwei renommierte Verlage hätten sich um die Publikation gestritten.

Folgerichtig werden die mit dem Untertitel "Im Selbstversuch getestet" geweckten Erwartungen durch Sachverhalte bedient wie die Angst vor Tumordiagnose im Rahmen einer Magenspiegelung in dem Text "Krebs". Die exotischen Krankheiten, die Zippert befallen haben, reichen von "Anamnese" über "Tierliebe" bis zu "Kuschelpädagogik" und ergeben eine locker zusammenhängenden Kolumnensammlung.

Zippert schreibt in einfachem, aber bestechend klarem Stil und hält die Lupe des gründlichen Betrachtors auf die Miniaturen des Lebens. In "Massenasselplage" entsteht so schnell eine Verbindung zwischen zoologischen und politischen Aspekten, in "Verspannungen" lässt er sich beim Thema Terrorcamps über die Unbillen des Campings aus.

Die Qualität von Zipperts Texten reicht von naja bis formidabel; über manche Witze habe ich mit weggeworfen, andere hätte auch ein Axel Hacke geschrieben haben können. Insgesamt eine erfreuliche Lektüre für zwischendurch.


Max Goldt, Für Nächte am offenen Fenster, Zweite Folge, 2 Audio-CDs - Max GoldtMax Goldt, Für Nächte am offenen Fenster, Zweite Folge, 2 Audio-CDs
Max Goldt

Audio CD, Oktober 2004
     Verkaufsrang: 28332      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Goldt macht süchtig! Hier gibt es weitere Texte aus dem Tonarchiv des Autors.Für die zweite Folge von Nächte am offenen Fenster stöberte Max Goldt in seinen Archiven und stellte die besten Texte aus den neunziger Jahren zusammen und liest sie natürlich auch als grandioser Sprecher selbst.Neben veröffentlichten und bislang unveröffentlichten Texten mit so schönen Titeln wie Babypflegestäbchen oder Knallfluchtourismus, hat Max Goldt für die Audio-Produktion noch einen besonderen Schatz gehoben: Der Bummelstudent und BOYkottiert GIRLanden waren bislang unveröffentlicht und sind jetzt nur auf diesem Hörbuch vertreten.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

der beste unter den lese-reisenden ...      5 von 5 Punkten
wie man sich fühlen kann, wenn man auf der unterhose OTTO KERN stehen hat (nämlich wie einer, der die wäsche eines toten aufbraucht), was von kleinen lädchen zu halten ist, die nur peruanische selbstgestrickte mützen verkaufen, warum die pfeffermühlen immer größer werden, warum arbeitslose büglerinnen oft "überraucht" aussehen und welche geheimnisse die finnische sprache für uns bereithält (wörter mit vielen y zum beispiel) - dem ist mit dieser Audio-CD geholfen. er wird allerdings nicht über das an der oberfläche liegende belehrt, sondern eher über komplizierte dinge: wie homosexuelle über gießkannen am morgen denken und wozu sie sie nicht gebrauchen können, man erfährt komplett die namen von 21 verhungerten katzen, die auf dem bett ihres längst verwesten frauchens entdeckt wurden, man kann mit darüber brüten, ob tod und sexualität irgendetwas miteinander gemeinsam haben und man entdeckt mitteilungen darüber, was sich für ein belag in kellern von kneipen auf bierflaschen bilden kann - weshalb dringend davon abzuraten ist, den bierflaschenkelch beim glasfüllen mit jener flüssigkeit in berührung kommen zu lassen, die man hinterher trinken will. man wird belehrt, dass goldt manchmal nachvollziehen kann, dass fernreisende zuweilen aus frustration ganze völker unterjochen möchten, dass sie andererseits oft in paris gerade daran als deutsche zu erkennen sind, dass sie mit um die hüfte gebundenem pullover vor straßenmusikanten tanzen, als ob sie im senegal aufgewachsen wären. es wird im besonnen konzipierten belehrungstext von max goldt diskutiert, ob man babys besser mit kuh-tips oder mit fischstäbchen reinigt, man wird mit dem autoren darüber zutiefst traurig, dass viereinhalb millionen menschen "nachts raus" müssen ... goldts erklärungen sind eigentlich in jedem deutschen haushalt unersetzlich ...


Industriereportagen: Als Arbeiter in deutschen Großbetrieben - Günter WallraffIndustriereportagen: Als Arbeiter in deutschen Großbetrieben
Günter Wallraff

Taschenbuch, November 1991
     Verkaufsrang: 28237      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

kurzweilig und aktuell................      4 von 5 Punkten
Durch das Erscheinen von Günter Wallraffs neuen Reportagen im Wochenmagazin DIE ZEIT (2007 / 2008), bin ich auf seine alten (aus den 60er Jahren) aufmerksam geworden. Der Leser merkt hier, dass Wallraff am Anfang steht - textlich weisen seine Berichte noch Defizite im Vergleich mit dem in der ZEIT veröffentlichten Titeln auf. Aber es macht nichts, kurzweilig und unterhaltsam sind sie allemal. Ein Blick zurück (oder auch nicht) auf die "böse" Arbeitswelt; in der Tat scheint sich soviel in den letzten 40 Jahren gar nicht geändert zu haben, wenn man einmal von einer aus dem 2. Weltkrieg stammenden, emotionalen Grundhaltung absieht. Ein wichtiges Geschichtsbuch.

Als Arbeiter in deutschen Großbetrieben      5 von 5 Punkten
Die Industriereportagen von Günter Wallraff sind harte Kost. Auch wenn man gerne geneigt ist zu sagen, heute habe sich doch vieles geändert und das meiste gebessert. Vielleicht auch ein bißchen dank Leuten, wie Günter Wallraff.. In anderen Ländern herrschen immer noch inhumane Produktionsmethoden, deshalb finde ich, das Buch hat genauso noch seine Aktualität wie in den 60er Jahren. Auch in unserer oft sogenannten Leistungsgesellschaft sind genug neue Missstände hinzugetreten, denen sich mal jemand wie Günter Wallraff annehmen könnte: es wäre sicher eine spannende Sache das auf heute zu übertragen. Zu diesem Buch: Die Reportagen sind alle gut lesbar geschrieben und trotzdem ja Stumpfsinn geschildert wird, recht fesselnd. Muss man mal reingeguckt haben

Ein schwarz weißer- Film      5 von 5 Punkten
tja bei diesem Bericht bekommt man in der tat ein mulmiges gefühl.

Nicht erwehren konnte ich mich gegen meinen Eindruck darüber, dass wenn dieses Buch ein film wäre, er aufgrund der Emotionen und Bedrücktheiten garantiert schwarz-weiss gedreht würde.

es wirft fragen auf, die ich mir (leider oder gott sei dank)

nicht selbest beantworten kann, und schärft die sinne und den verstand darüber nach zu denken wie es heutzutage die situation ist. ich befürchte : ebenso.

die schattenseiten des Wirtschaftswunders und des Wohlstandes erfährt man bei diesem buch aus erster reihe.

Alter Bericht und immer noch aktuell?      5 von 5 Punkten
Bei diesem Buch handelt es sich um eines der Erstlingswerke von Wallraff. Obwohl es aus den 1960ern stammt, bekommt man beim Lesen immer noch ein unwohles Gefühl in der Magengegend! Trotz aller Neuerungen an Schichtmodellen und Montagehilfen in allen beschriebenen Bereichen bleibt der Mensch doch oft nur Erfüllungsgehilfe von maschinellen Tätigkeiten - damals, wie auch heute - wie ich finde (konnte ich mir nicht verkneifen - Entschuldigung). Der Autor beschreibt seine Tätigkeiten als einfacher Arbeiter in unterschiedlichen Firmen. Vom Automobilbauer, bis zum Röhrenwerker. Dies ist an sich nichts besonderes, wenn Wallraff nur Beobachter wäre! Wallraff schreibt nicht aus der Distanz, sondern macht sich wirklich zum Arbeiter. Er fühlt und lebt wie die Kollegen, die Ihn täglich umgeben und wird selbst zum einfachen "Malocher", macht allerdings aus seiner politischen Gesinnung keinen Hehl, was in meinen Augen eine Voreingenommenheit zur Sache darstellt.

Fazit: Lesenswert nicht nur für junge Menschen, die sich unter 19XX nichts vorstellen können, sondern auch für alle, die in dieser Zeit in der Industrie gearbeitet haben. Ein Buch zum Nachdenken und Vergleichen zwischen damals und heute.

Ein packender Bericht      5 von 5 Punkten
Ich bin nur durch Zufall auf das Buch gestoßen, kann aber sagen, dass es sich wirklich zu lesen lohnt.

Zum Inhalt:
Diese Buch befasst sich mit der Kehrseite des deutschen Wirtschaftswunders, die auch heute leider noch aktuell ist. Günter Wallraff versteht es die Schwierigkeiten der Arbeiter aufzuzeigen und stellt diese ungeachtet der Kritik der Firmen vor. So sammelte er Erfahrungen in einer Autofabrik, auf einer Werft, in einem Rohrwerk und in einem Stahlwerk. Aufgrund dieser Erfahrungen klagt er die rücksichtslose Ausnutzung der menschlichen Arbeitskräfte in jenen Firmen an.

Dieses Buch profitiert besonders davon, dass der Autor selber unter den gleichen Bedingungen wie die Arbeiter gearbeitet hat und nicht wie andere Reporter nur das Geschehen beobachtet hat. Zwar ist der Text - Ende der Sechziger geschrieben - nicht mehr hoch aktuell, dennoch sind die Aussagen grundsätzlich noch gültig.
Ein gutes Buch, das jeder der Interesse an der Thematik hat lesen sollte.



Berlin - New York: Alle Kolumnen aus der schönen neuen Welt - Alexander OsangBerlin - New York: Alle Kolumnen aus der schönen neuen Welt
Alexander Osang

Broschiert, Mai 2006
     Verkaufsrang: 52703      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Was verbindet den Washington Sniper, Richard Gere und Demi Moore, Raymond Chandler und Harald Juhnke? Leser der wöchentlich in der Berliner Zeitung erscheinenden Kolumnen von Alexander Osang kennen die Antwort. Dass es in dem gleichen Text auch noch um das Verhältnis von Erde und Mond geht, wundert sie nicht. Gerade dafür lieben sie Osang: Er denkt Dinge zusammen, die so niemand in Verbindung bringen würde. Er hat den Blick für die Skurrilitäten des Alltags, die ganz nebenbei ihre Schlaglichter auf größere Zusammenhänge werfen. Die Macken seiner deutschen Landsleute werden, aus der Ferne betrachtet, liebenswert oder noch unerträglicher. Ähnlich ergeht es ihm in seiner Wahlheimat USA.Der dreifache Kisch-Preisträger, der seit vier Jahren als Spiegel-Korrespondent in New York lebt, beherrscht die Kunst, mit der Muschel das Meer zu erfassen, ganz gleich, ob er über Spiegeleier in Berlin-Prenzlauer Berg, eine Cocktailparty in der 42nd Street oder ein Motel in Kentucky schreibt (BIZZ/Cap ital).In Osangs neuem Kolumnen-Band sind die besten Texte der letzten drei Jahre versammelt. Über den amerikanischen Kühlschrank als Beginn der Matrix-Welt ist dort zu lesen, über die Deutschen und ihre Sauna-Leidenschaft, und man erfährt, was die letzte Oscar-Verleihung mit einer Bestarbeiterkonferenz der DDR gemeinsam hatte.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Von Eminem, Sandmännchen und Cindy Crawford      4 von 5 Punkten
Ich habe mir das Buch vor etwa einer knappen Woche gekauft.
Die ersten Seiten habe ich -teilweise- stirnrunzelnd gelesen. Zu viel hat mich an "Reif für die Insel" von Bill Bryson erinnert. Aber nach und nach entwickelte ich eine fast perverse Neugier vor den Fettnäpfchen des Deutsch-Amerikanischen Alltags, in den Alexander Osang da gestolpert ist.
Meine Lieblingskolumne "Denn sie wissen nicht, was sie tun" hat mich in der S-Bahn sogar lauthals zum Lachen gebracht, und mir die Stirnrunzler meiner Mitpendler eingehandelt.

Das Buch ist amüsant geschrieben, und regt teilweise zum Nachdenken an. Hier ein bisschen Politik, da ein bisschen Eminem, nervende, patriotische Vermieter, ausgeraubte Nachbarn.

Jede seiner Kolumnen trägt den Titel eines Filmklassikers, und bezieht sich auf die Fragen und Antworten, die er an sich und seine Leser stellt und kommt so manches mal auf einen kuriosen Punkt.

Ein tolles Buch. Keine scharfe Lektüre, wie man sie von anderen Journalisten gewohnt ist, sondern ein lustiger Blick in das Leben eines Ostberliners, der in den Wilden Westen auszog. Ein Buch, das sich sehr schnell liest, und bei dem man mit jeder weiteren Seite an Begeisterung gewinnt.

Bestes Buch für den Flug      5 von 5 Punkten
Ich verstehe gar nicht, warum es hier keine Rezensionen über dieses wunderbare Buch von Alexander Osang gibt. Ich bin letztes Jahr durch Zufall darauf gestoßen als ich von Düsseldorf nach New York geflogen bin. Während der Lektüre des Buches habe ich mehr über New York gelernt, als mir alle Reiseführer zusammen vermitteln konnten. Herrliche Anekdoten aus persönlicher Sicht über einen Umzug von Berlin nach New York. Alexander Osang finde ich auch immer mal wieder im "Spiegel" mit aktuellen Reportagen aus NY. Absolut empfehlenswert.


"Happy Aua"-Tour 2008: Live-Lesung - "Happy Aua"-Tour 2008: Live-Lesung

Audio CD, März 2008

Verkaufsrang: 192769
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