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Panter,Tiger & Co-Frauen Sind Eitel.Männer?-Nie! 1 CD
Audio CD, März 2008 Verkaufsrang: 158773 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit spitzer Feder kommentierte Kurt Tucholsky das Verhältnis von Mann und Frau - ideale Texte für den Allroundkünstler Jürgen von der Lippe und der Schauspielerin Astrid Kohrs. Kleine Bosheiten, Zärtliches, Berichte über vermeintliche und reale Seitensprünge, Eifersucht und hitzige Wortgefechte. Die 24 Gedichte und Kurztexte erforschen und beschreiben die Abründe der Seelen von Mann und Frau mit kühlem Witz, Spott und Anteilnahme.
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Paperwight: Literarische Snacks Stephen Fry Broschiert, September 2003 Verkaufsrang: 133064 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Gedanken sind fry Frys Radio- und Zeitungsbeiträge sind berühmt-berüchtigt. Er und sein Alter ego Donald Trefusis - allen Lesern des "Lügners" bekannt - plaudern über Margaret Thatcher, Erziehung, Wimbledon, Fernsehen, Langeweile, das Altern, Gott und den Rest der Welt. Witzige Anekdoten wechseln sich ab mit klugen Reflexionen über Theater, Drogen, Politik und Sport und bilden ein Feuerwerk aus Sprachwitz und Intelligenz. "Hoher Spaß- und Spannungsfaktor." (Format)
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Typisch 5 von 5 Punkten Wenn man Stephen Fry dazu noch als Jeeves (aus Jeevs und Wooster) vor Augen hat, und sich Intonation und Mimik dazu denkt, gehoeren diese kleinen Artikel zu den amuesantesten der letzten Jahre. Mal satirisch, dann wieder witzig, oder auch nachdenklich - auch der 1. Golfkrieg kommt vor. Einziger Nachteil: der nicht uebersetzte Titel. Dass Paperweight auf Deutsch Briefbeschwerer heisst, kann man auf dem Umschlag erkennen. Warum man es dann nicht uebersetzen kann, bleibt das Geheimnis des Verlages.
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Gold Sibylle Berg Taschenbuch, Oktober 2002 Verkaufsrang: 215747 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Geheimnis von Castrop-Rauxel. Sibylle Berg versammelt alle bösen Aufsätze in einem Band und schreibt "Gold" darauf. "Vielleicht sollte irgendwer den Schrott lesen, bevor er ins Blatt genommen wird?", schreibt die zornige Leserin aus einer nordbayrischen Kleinstadt an den Chefredakteur der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT und kündigt erbost ihr Abonnement. 25 Jahre hielt sie dem Blatt nun schon die Treue, aber das ging nun doch zu weit. Lange genug ertrug sie die Beiträge dieser kapriziösen Jungautorin Sibylle Berg. Wen interessiert auch ein Artikel über das Geheimnis von Castrop-Rauxel. Diese nette, ruhige Stadt mitten im Ruhrpott, wo es jetzt überall so grün werden soll. Und mit so viel dufte Kultur in den stillgelegten Fabrikanlagen. Eine überdurchschnittlich hohe Selbstmordrate stört da die Bilanzen, stört "das Virus der Friedlichkeit, der Sauberkeit von Straßen und Geist. Das den Verstand benebelt, Zufriedenheit macht und Angst vor allem Neuen." Oder warum sollte sich ausgerechnet Robert Worcester, Professor an der renommierten London School of Economics, die Absurdität seiner Studie von Frau Berg vorführen lassen, nach der in Bangladesch, das regelmäßig von Wirbelstürmen und Überschwemmungen heimgesucht wird, die glücklichsten Menschen der Welt leben: "Also frage ich die junge Frau in der Warteschlange, ob sie glücklich ist. "Ja", sagt die Frau. Dann erzählt sie, dass sie ihr Kind gestern verloren hat, und dass sie solche Schmerzen hat. Die Frau zeigt mir ihr offenes Bein. Wie soll das heilen in dem Dreck?" Solche und andere Texte aus den letzten Jahren versammelt der Band Gold. Reiseberichte aus Wien und Weimar, Porträts von Gerhard Schröder, Haruki Murakami oder Wiglaf Droste, Szenen von dem Tag, an dem sie sterben wollte. An Sibylle Berg scheiden sich die Geister, und das ist gut so. Die Anarchie des gesunden Menschenverstandes in den Texten der bissigen Feuilletonistin ist nicht immer zu ertragen. Dass dieser jedoch im tagespolitischen Statementgeschäft noch oft genug fehlt, zeigte nicht zuletzt die Rechtsradikalismusdebatte im Sommer 2000. Das Geheimnis von Castrop-Rauxel durfte dabei leider keine Rolle spielen. Damals wäre ein solcher Text Gold wert gewesen. --Jana Hensel
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
wenn das schon das Best of ist, 2 von 5 Punkten dann brauche ich von Frau Berg nix weiter zu lesen. Das Schlimmste an dem Buch ist, dass überall Leserreaktionen abgedruckt sind. Natürlich negative Reaktionen auf Frau Bergs Kollumnen. Sie will damit wohl zum Ausdruck bringen, dass sie da ja SOOOO drüber steht. Bei mir ist allerdings ein anderer Eindruck entstanden. Ich kann nicht bestreiten, dass ich manchmal bei der Lektüre dieses schönen Buches sehr gelacht habe, aber nicht oft genug.
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Im Zeichen des Saturn Susan Sontag, Werner Fuld, Karin Kersten, Kurt Neff Broschiert, Oktober 2001 Verkaufsrang: 111056 Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 6 Tagen. Susan Sontags stimulierende Ideen bei der Betrachtung kultureller Phänomene, ihre analytische Intelligenz, die Leidenschaftlichkeit ihrer Stellungnahmen führen zu oft überraschenden Aufschlüssen über europäische Themen. Die Autoren, über die sie in diesem Buch schreibt - Walter Benjamin, Roland Barthes, Elias Canetti, Leni Riefenstahl, E. M. Cioran u. a. - zeigen die Richtung an, in der sie den Begriff der Moderne aus persönlicher Sicht weiterentwickelt und - auch für Eingeweihte - neu befragt.
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Sieben Wegbereiter: Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts Marcel Reich-Ranicki Taschenbuch, September 2004 Verkaufsrang: 212582 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Was wird bleiben von der deutschen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts? Scharfsinnige Schriftstellerporträts über sieben Genies des zwanzigsten Jahrhunderts. Sieben auf einen Streich: Wer sind die Wegbereiter der modernen deutschen Literatur? Marcel Reich-Ranicki schreibt in seinen Essays über sieben große Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts und deren Werke, die ihn schon in seiner Schulzeit im Berlin der dreißiger Jahre interessiert, irritiert und fasziniert haben: Thomas Mann, Kafka und Brecht und ihre Bedeutung für Epik, Lyrik und Dramatik; die Romanciers Döblin und Musil, den Erotiker Schnitzler und den Feuilletonisten Tucholsky. Reich-Ranicki zeigt in seinen Porträts, daß jene, denen wir Verse und Prosa von höchster Qualität verdanken, allesamt auch schwache Menschen waren, leidend und einsam, gequält von Ehrgeiz und Eitelkeit. Er zeigt ihre Lächerlichkeit, ihre Originalität, doch vor allem zeigt er ihre Größe und Erhabenheit.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Informativ, brillant geschrieben, spannend 5 von 5 Punkten Marcel Reich-Ranicki schreibt über sieben Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts, die neue Wege gesucht und gefunden haben: Arthur Schnitzler, Thomas Mann, Alfred Döblin, Robert Musil, Franz Kafka, Kurt Tucholsky und Bertolt Brecht. Es handelt sich um Aufsätze, Vorträge und Essays, die zwischen 1983 und 2001/2002 entstanden sind. Sie sind hinreißend gut geschrieben, und es ist ein Vergnügen, dem Autor auf seinen Gedankenwegen zu folgen, selbst wenn man mit seiner Beurteilung des jeweiligen Schriftstellers (er ist ein ausgesprochener "Thomas-Mann-Fan") nicht immer übereinstimmt. Wenn man z. B. jedoch bisher, wie ich, eine Abneigung gegen Musils "Mann ohne Eigenschaften" hatte und die Schuld dafür bei sich selbst gesucht hat, etwa daß man sich für nicht genügend gebildet oder zu ungeduldig oder zu oberflächlich hielt, so ist man nach der Lektüre des jüngsten Essays des Bandes glänzend rehabilitiert. Ich habe das Buch in zwei Anläufen durchgelesen!
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Zonenkinder Jana Hensel Gebundene Ausgabe, September 2002 Verkaufsrang: 126045 "Ich such die DDR / und keiner weiß, wo sie ist", schrammelten die Anarcho-Punks von "Feeling B", nachdem ein gewisser Hans Modrow das, wie es damals hieß, "marode" Staatswesen besenrein an Helmut Kohl übergeben hatte. Seit dem Fall der Mauer war kaum ein Jahr vergangen, und wer damals an der Schwelle von Kindheit und Erwachsensein stand, hatte es wirklich nicht leicht: In den Klassenräumen erinnerten nur mehr helle Flecken an die Bilder von Erich Honecker und Lenin, die Bravo ersetzte Trommel und ABC-Zeitung, die Kaufhalle wurde zum Supermarkt. "Die Dinge hießen einfach nicht mehr danach, was sie waren. Vielleicht waren sie auch nicht mehr dieselben." Im Sauseschritt der neuen Zeit, die schon manch Ältere ins Stolpern brachte, geriet die Kindheit der in den Siebzigern geborenen zu einem "Museum ohne Namen". Den Schlüssel dazu muss dann irgendwann jemand verlegt haben. Fortan hielt man sich besser fern: Betreten verboten! Jana Hensel, 1989 gerade 13 Jahre alt, hat sich fast zehn Jahre später auf die Suche gemacht: Nach längst verschütteten Erinnerungen, nach einer verlorenen Zeit. Sie betritt damit vermintes Gelände, denn noch immer gilt: Wer die DDR anders denn als Unrechtsstaat mit Mauer, Stacheldraht und Stasi in den Blick nimmt, wird als Ignorant oder Ostalgiker gescholten und mit Missachtung nicht unter fünf Jahren bestraft. Doch anders als ihre Eltern oder die letzte "echte" DDR-Generation der heute 35- bis 40-Jährigen starteten die "zwittrigen Ostwestkinder" ohne moralischen Ballast ins Leben. Dank einer anderen "Gnade der späten Geburt" kann Hensel über Fahnenappell und Ferienlager ebenso unbefangen sprechen wie über den langen, steinigen Weg, den ihre Altersgenossen zu den feinen Unterschieden der westlichen Warenwelt, zu den Dresscodes und Floskeln des bundesdeutschen Alltags zurückgelegt haben. Gelebtes Leben geht weder in Anekdoten noch in Spiegel-Stories auf; es will erzählt werden. Genau das tut Hensel, gleichsam naiv, und doch genau, voller Witz und Selbstironie. Ihre Geschichten um Heimat, Erziehung, Liebe und Freundschaft geben jenen, die sich auf Dauer in einer fremden Welt einzurichten hatten, einen verdrängten Teil ihrer Biografie zurück -- weit entfernt von dumpfen "Es-war-doch-nicht-alles-schlecht"-Reflexen. Entstanden ist so das Porträt einer Generation zwischen allen Stühlen: Die "ersten Wessis aus Ostdeutschland", denen ihre wenigen DDR-Jahre im Rückblick immer märchenhafter scheinen, sind längst im Hier und Heute angekommen. "Teil einer Jugendbewegung" wollen sie nicht mehr sein -- das hatten sie schon. Dass die Zonenkinder -- Ballack und Schneider, Gold-Franzi und Ullrich-Jan lassen grüßen -- bislang hauptsächlich auf dem Feld der Leibesübungen zu medialem Ruhm gekommen sind, soll uns nicht wundern. Hier sind die berühmten deutschen Sekundärtugenden, Ausdauer und eiserne Selbstdisziplin, besonders gefragt, die in langen Jahren der Anpassung trainiert wurden. Doch Vorsicht! Die Generation Golf (Florian Illies) sollte sich nicht zu früh freuen: Auch wenn die Zonenkinder in der öffentlichen Wahrnehmung bislang merkwürdig profillos geblieben sind, könnten sie es sein, die die Geschicke des Landes in den nächsten Jahrzehnten entscheidend mitgestalten. --Niklas Feldtkamp
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 127 Bewertungen)
Zonenkinder 5 von 5 Punkten Super Buch. Erinnert mich an mich selbst! Kann ich besonders jedem empfehler der zwischen 1973 und 1978 geboren ist - Ost wie auch West.
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Mozart und ich Maarten 't Hart Gebundene Ausgabe, Januar 2006 Verkaufsrang: 210823 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Eine Welt, aus der alle Mühen, Sorgen und Plackereien des irdischen Daseins verbannt zu sein scheinen. So fühlt sich Maarten `t Hart, wenn er Mozart hört. Aus vollem Herzen outet sich der beliebte niederländische Romancier als großer Fan und Bewunderer. Erinnerungen werden wach, Lebensstationen tauchen auf, Himmlisches in allen Tonarten. Bevor Sie beginnen, das Buch zu lesen, sei empfohlen, die CD aufzulegen, sich in die ersten Klänge, Kyrie D-Moll, einzuhören, abzuschalten, in der Zeit zurückzugehen, etwa in die sechziger Jahre, wo andere sich auf die abscheuerregenden Beatles oder die noch abscheuerregenderen Rolling Stones stürzten. Geld hatte der junge Student Maarten `t Hart nicht, Schallplatten waren teuer, an einen Plattenspieler war nicht zu denken. So besuchte er oft erst den einen Freund, der gerne Brahms' Symphonie Nr.2 auflegte, worum `t Hart aber nie von sich aus bat. Er hätte dann bestimmt gemerkt, dass ich nicht so sehr seinetwegen, sondern vielmehr der Musik wegen kam. Mit dem Fahrrad fuhr er später am Abend zum nächsten Freund, der Mozarts Klavierkonzert d-Moll auflegte. Es war, als könnte es auf der ganzen Welt nichts geben, das mit dem Anfang dieses Werkes vergleichbar war. Das ist es, was ein weiteres, eines von so vielen Mozart-Büchern überaus attraktiv und irgendwie auch einzigartig macht: die seltene Komposition, dass ein begabter und beliebter Erzähler seine ganz persönliche Sicht schildert, Leben und Werk eines musikalischen Genies verbindet mit seinem ureigenen Leben und Werdegang, seinen ganz intimen Eindrücken und Gefühlen dieser unsterblichen Musik gegenüber. Das liest sich wie ein Roman, voller zeitgeschichtlicher Tupfer, reich an Zitaten, Bezügen und Hinweisen auf die großen Mozart-Kenner und -forscher, Wissenschaftler und sonstige Koryphäen. Selbst wenn er auch nur ein, nach eigenem Bekunden, Amateurpianist ist, sich schwer tut mit Mozarts sprühenden Läufen, so weiß Maarten `t Hart unendlich viel, ist erstaunlich kenntnisreich, verknüpft persönliche Erfahrung und Erinnerung zu einee gelungenen Mozart- Biographie, ein Porträt der ganz speziellen Art. Bach war es aber, der Mozart lange in Maarten `t Harts Leben verdrängte, warum? Bestens nachzulesen in Bach und ich. Bei Bach drehe sich, so schreibt er, alles um die Liebe zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer. Bei Mozart findet man mehr Liebe, Verliebtheit, Erotik, Sinnlichkeit, Leidenschaft und amouröse Verwicklungen als bei jedem anderen Komponisten. Kein Wunder also, dass der Niederländer in seiner sehr empfehlenswerten Hommage zu dem Fazit kommt: Bach bewundere ich, Mozart liebe ich.--Barbara Wegmann
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Verbeugung vor einem Genie 4 von 5 Punkten Ehrlich gesagt, habe ich das Buch "Bach und ich" nur aufgrund seines Autors gelesen. In seiner unnachahmlichen Art, nähert sich Maarten `t Hart seinem Genie und dessen Werk. Daher habe ich mich besonders auf das Erscheinen des Buches "Mozart und ich" gefreut, dessen Leben und Werk mir wesentlich bekannter ist.
In beinahe andächtiger Weise werden die Klavierstücke, die Arien und die anderen Meisterwerke betrachtet und beleuchtet. Der Autor schildert hierbei -wie es der Buchtitel verheißt- seine ganz persönliche Erfahrung. Nett ist die Anekdote, als Maarten `t Hart immer wieder seinen Bekannten aufsucht, in der Hoffnung, dass dieser bei den Besuchen die Lieblingsplatte auflegt. Um nicht als unhöflich zu gelten, darf er natürlich nicht mit dem Wunsch herausplatzen, und so bemäntelt er mühsam beherrscht seine Gier mit gesellschaftlicher Unterhaltung.
Amüsant ist auch der Versuch, die eigene Weltsicht auf den Musiker zu übertragen. Mit der Begründung, dass kein aufrecht denkender Mensch, der katholischen Kirche angehören kann, wird auch schnell klar, warum sich das sonst so rege Genie sich so schwer getan hat, seinen Beitrag zur geistlichen Musik zu leisten. Ansonsten kommt der bibelfeste Atheist schwer ins Schleudern, wenn er den "Schöpfergedanke" verdrängen soll und mit rein "wissenschaftlichen" Aspekten das Musikwunder "Mozart" erklären möchte. Da kommt sein Argument, dass kein Gott sein Genie so früh wieder hätte sterben lassen, etwas lahm daher, da ein Blick auf die Herkunft und Lebensumstände Mozarts (jüngeres Kind einer großen Familie, unruhige Kindheit, Konflikte mit Familie und Bekannten, unsichere Existenz) erkennen lässt, dass es tatsächlich ein großes Wunder gewesen wäre, hätte Herr Mozart ein hohes Alter erreicht.
Als Geschenk für die Ohren, hat der Autor eine Auswahl getroffen, und wunderbare Klänge auf einer CD vereinigt. So kann man das Gelesene gleich mit dem Gehörten verbinden.
Dieses Buch ist keine Biographie. Es ist ein ganz persönliches Portrait mit wertvollen Einsichten und Ansichten - und mit unvergleichlicher Musik!
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Die Welt, wie ich sie sehe: Autobiografie Giuseppina Manin, Dario Fo, Peter O. Chotjewitz (Übersetzer) Gebundene Ausgabe, 15. August 2008 Verkaufsrang: 209343 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das Leben des Literaturnobelpreisträgers von 1997 ist eines, das sich auf der Bühne abspielt, stets im Rampenlicht. Aber wie jeder Künstler kreiert er auch einen geheimen Ort, einen Ort der Seele. Dieses Buch lädt ein, es uns bequem zu machen, und erzählt Geschichten, die nicht enden: von seiner Kindheit in dem verzauberten Land der Fabulierer, von seinen ersten Erfahrungen in der Kunsthochschule Brera, von der Entdeckung seiner großen Leidenschaft, des Theaters. Und von der verrückten Liebe zu Franca, unvergleichliche Begleiterin seines Lebens. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, mit einer Note von Respektlosigkeit und Ironie, spricht Dario Fo über große und gefährliche Themen, seien es Politik, Komik, Zensur oder Glaube, Religion und soziales Engagement. In der Vergangenheit hat er manchmal falschgelegen, verloren, aber auch gelebt jeden Augenblick und mit voller Kraft.
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Oscar Wilde zum Vergnügen. 'Mein Name ist Prinz Paradox' Oscar Wilde Taschenbuch, März 2000 Verkaufsrang: 201991 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
vergnügliche Lektüre 5 von 5 Punkten Diese kleine Reclam-Büchlein beschreibt auf eindrucksvolle Weise Oscar Wildes "Wit and Wisdom" und verzichtet dabei auf eine biographische Darstellung. In Auszügen aus "Dorian Gray", Theaterstücken und wohl am faszinierendsten, seinen Briefen werden Wildes Gedankenblitze, seine Meinung von Frauen und sein dandyhaftes Wesen lebendig. Ein mit mehreren Porträtbildern versehenes Buch, das sein Geld wert ist! |
Gauner muß man Gauner nennen. 4 CDs
Audio CD, März 2007 Verkaufsrang: 216061 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hier ist, allen Fesseln des bisherigen Tagesgeschäfts ledig, der offensive, kritische und gleichzeitig ironische Journalist Ulrich Wickert in Hochform. Er schreibt über das Land, das er, Kosmopolit, immer noch am besten kennt und das ihm am meisten am Herzen liegt: Deutschland. Wer sind wir Deutschen? Woher kommt unsere Identität, die doch so verschieden ist von der etwa der Franzosen, Angelsachsen oder Holländer? Vor allem aber: Was sind die Werte, auf die es ankommt, damit Deutschland kein "Sanierungsfall" (Kanzlerin Merkel) bleibt? Ulrich Wickert knüpft an seinen Bestseller Der Ehrliche ist der Dumme an und fordert Ehrlichkeit im Denken, und das heißt vor allem auch: die Dinge offen beim Namen zu nennen.
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Mein Europa Juri Andruchowytsch, Andrzej Stasiuk Taschenbuch, April 2006 Verkaufsrang: 25020 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Zwei Essays über das sogenannte Mitteleuropa nennen Juri Andruchowytsch und Andrzej Stasiuk ihr literarisches Doppelportrait einer Landschaft, die sie gemeinsam durchreist haben. Zu Fuß und im Auto zwischen den Beskiden und der Bukowina unterwegs, auf polnischem, slowakischem, tschechischem, ungarischem, rumänischem und ukrainischem Territorium, erschaffen sie Ethnographen, Kartenleser, Reporter und Dichter zugleich ein neues Gelände: das literarische...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Mein Europa 5 von 5 Punkten Dieser Doppelessay stellt den Versuch dar, eine Landschaft, oder besser einen Raum, literarisch zu erfassen und ihn erfahrbar zu machen. Juri Andruchowytsch aus der Ukraine und der Pole Andrzej Stasiuk, die in ihren Ländern zu den wichtigsten lebenden Autoren gehören haben sich dieser Aufgabe gestellt. Was ist Mitteleuropa? Einige deutsche Leser würden jetzt vielleicht auf Deutschland kommen, sie werden in diesen Texten eines besseren belehrt. Mitteleuropa wird von Andruchowytsch und Stasiuk weiter nach Osten verortet, um genau zu sein ist es für sie die Region zwischen Deutschland und Russland. Ein Blick auf die Europakarte zeigt, dass diese Annahme durchaus ihre Berechtigung hat. Und mit Russland im Osten und Deutschland im Westen sind wir auch schon mitten in Andruchowytschs Essay. Er schreibt die Geschichte der Region und ihre Identität aus seiner eigenen Familiengeschichte, wobei er immer wieder auf das Verhältnis von Vergangenheit und Zukunft eingeht. Die bewegte Geschichte der Region Mitteleuropa wird so zur bewegten Geschichte der Mitteleuropäer, deren Geschichte sich zwischen den mächtigen Nachbarn in Ost und West abspielte. Die Zukunft einer Generation ist die Vergangenheit der nächsten, die Geschichte ist die Folge der Schicksale der Menschen und eine Region, eine Landschaft ist zuerst in den Köpfen der Bewohner. Ganz anders geht Stasiuk in seinem Text vor. Für ihn ist Landschaft zuerst und hauptsächlich die Geographie. Der unverwechselbare Charakter den eine Region, ein Raum besitzt, ist es was Stasiuk interessiert. Die Berge, Ebenen, die Luft, die Gerüche, und besonders das Licht prägen dieses Mitteleuropa -schließlich wird der Raum zu einer Art Figur, die ein scheinbares Eigenleben besitzt, in der Menschen geduldet, zu Gast sind. In einer wunderbar poetischen, und dennoch verständlichen Weise bringt uns Stasiuk seine Heimat näher. In der unterschiedlichen Herangehensweise an das gleiche Thema liegt ein zusätzlicher Reiz dieses Bandes. Das Buch lässt einen Einblick in die Befindlichkeiten in die Köpfe und Seelen unserer Nachbarn zu, der trotz der kürze der Texte sehr Ergiebig ist. |
Egon Erwin Kisch- Preis 1998
Broschiert, Mai 2000 Verkaufsrang: 177129 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein Stern-Buch bei Aufbau: Die einzigartige Sammlung der besten zeitgenössischen Reportagen in deutscher Sprache.
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Wind, Sand und Sterne Antoine de Saint-Exupery Gebundene Ausgabe, Dezember 1999 Verkaufsrang: 190561 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Erde schenkt uns mehr Selbsterkenntnis als alle Bcher, weil sie uns Widerstand leistet. Und nur im Kampf findet der Mensch zu sich selber. Aber er braucht dazu ein Werkzeug, einen Hobel, einen Pflug. Der Bauer ringt in zher Arbeit der Erde immer wieder eines ihrer Geheimnisse ab, und die Wahrheiten, die er ausgrbt, sind allgltig. So stellt auch das Flugzeug, das Werkzeug des Luftverkehrs, den Menschen allen alten Weltrtseln gegenber und wird uns zum Werkzeug der Erkenntnis und der Selbsterkenntnis. Antoine de Saint-Exupery.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Grandios 5 von 5 Punkten Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Antoine de Saint-Exupéry versteht es wie kein Zweiter, Lebensweisheiten und Werte zu vermitteln. Mit seinen anschaulichen Schilderungen gewährt er faszinierende Einblicke in Zeiten, als die Luftfahrt noch in den Kinderschuhen steckte.
Es gliedert sich in folgende Kapitel:
(1) Die Strecke
(2) Die Kameraden
(3) Das Flugzeug
(4) Die Naturgewalten
(5) Das Flugzeug und der Planet
(6) Die Oase
(7) Die Wüste
(8) Der Durst
(9) Die Menschen
Feinfühlig und mitreißend beschreibt er die Erlebnisse, und man kann sich der Magie seiner Leidenschaft nicht entziehen.
Ich bin stets aufs Neue gebannt von der Klugheit, die aus seinen Worten dringt. Verneige mich ehrfürchtig vor dem großen Geist, der dahintersteckt. Ohne den Moralapostel zu spielen, schärft er den Blick für die essenziellen Dinge des Lebens und erwirkt damit eine Rückbesinnung auf humanitäre Tugenden.
Die Erkenntnisse seiner Abenteuer spiegeln sich in 'Der kleine Prinz' wider. Mit seiner Weltanschauung dient er uns als Vorbild und Vordenker. Und auch in 'Wind, Sand und Sterne' setzt er sich selbst zahlreiche, kostbare Sprachdenkmäler.
Ein geniales Vermächtnis an die Menschheit - und ein Appell an die Menschlichkeit.
Schlicht und ergreifend grandios.
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Deutsches Theater Benjamin von Stuckrad-Barre Taschenbuch, Oktober 2003 Verkaufsrang: 169104 Knapp vier Dutzend Stationen umfasst Stuckrad-Barres Deutschlandreise. Geografisch reicht sie von München (wo der Autor notgedrungen in ein Waschbecken pinkeln musste) bis Sylt (wo BVSB als investigativer Krabbenpuler bei der Imbisskette Gosch anheuerte), thematisch von Bernhard Jagoda (und dem Ritual der Verkündung der Arbeitslosenzahlen) bis zu Claus Peymann (der sich keine Hose kauft, aber mit dem Autor essen geht). Höhepunkt ist freilich ein kleiner räumlicher Exkurs nach Namibia, wohin der rasante Reporter Christoph Schlingensief folgt. Der Text über Schlingensief gehört vielleicht zum Besten, was über den Apothekerssohn aus Oberhausen, der nicht funktionieren will, je geschrieben wurde. "Manchmal heißt es, Christoph Schlingensief sei gar nichts peinlich. Richtiger ist: Alles ist ihm peinlich, der Verklemmung setzt er Exhibitionismus entgegen und stellt sich zur Verfügung, wirft sich den ersten und zweiten Stein gleich selbst mitten ins Gesicht. (...) Seht her, zeigt er, ich kann es nicht, und das ist nicht schlimm, denn es ist normal." Die fast schon zärtliche Ernsthaftigkeit, mit der Stuckrad-Barre hier über Schlingensief schreibt, lässt erahnen, dass ihn das Thema auch persönlich betrifft. Ist nicht auch Stuckrad-Barres Karriere nach einem Skript permanenter Selbstüberforderung abgelaufen? Als halb kalkulierte, halb improvisierte Selbstinszenierung eines jungen Sprachverfertigers, der in alles hineinstolpert und sich selbst dabei beobachtet, wie er abwechselnd -- und manchmal gleichzeitig -- die Rollen des Medienvirtuosen und des Mediendilettanten spielt. Egomanisch und medien- (also auch: selbst-)kritisch zugleich. "Die Kamera läuft, läuft immer. Und wie andere Menschen in den Spiegel, so guckt Schlingensief auf den Kontrollmonitor: Was machen wir da? Wie sieht es aus, was täuschen wir vor? So wird ein Gespräch mit ihm zur Gegendarstellung, er hilft seinem Gegenüber auf die Beine eigener Sprache; natürlich vergreift er sich dabei immer wieder im Ton und an Sakrilegen." Der Ton. Benjamin von Stuckrad-Barre weiß, was die Musik macht. Und sein Grundton ist sehr oft ein polemischer. Das ist dann gut, wenn Stuckrad-Barre diesen Modus nicht nur zur Selbstaffirmation (und das heißt ja meist: zur Herabsetzung anderer) nutzt, sondern zum Dingfestmachen eines Sachverhalts. Beispiel Kabarett. "Wenn die Kritisierten mit dem Fallschirm in Fußballstadien springen und nichts sagen, bloß "18!" schreien, wenn ihre einzige Wahlkampfidee ist, schwul zu sein und Pandabären zu retten, dann muss doch die Kritik umso ernsthafter sein. Stattdessen ist auch bei Dieter Hildebrandt das Rabattgesetz gefallen, billiger waren die Späße nie." Am besten ist Stuckrad-Barre dann, wenn er sein Kredo ernst nimmt, dass man "die Dinge immer wieder neu überprüfen" müsse. Und wenn er sich mal einen ganzen Text lang nicht nur jede Häme verkneift, sondern in respektvoller Distanz verharrt, wie in dem schönen Text über Manfred Krug. "Seine Menschenliebe und -kenntnis kehrt die Versehrtheit, das Krummnasige, Komischnasige eines jeden um in etwas Liebenswertes, ohne die Basistragik jeder Existenz zu verniedlichen." Da wird es einem fast schon warm ums Herz. Manchmal klingt diese neue Ernsthaftigkeit fast schon rührend sozialdemokratisch, aber diese konstruktive Milde steht Stuckrad-Barre ausgesprochen gut zu Gesicht. Dass er auch das Polemisch-Atmosphärische gut beherrscht, wissen wir ja schon -- und natürlich finden sich auch hier reichlich Beispiele (etwa die Beschreibung eines Hotelzimmers: "diese gewiss lieb gemeinte beigefarbene Keimfreihölle heißt natürlich "Management-Suite" und ist eingerichtet wie das Weltbild von Peter Hahne."). Vielleicht ist jetzt der Punkt erreicht, an dem sich entscheidet, ob Benjamin von Stuckrad-Barre ein talentierter Selbstdarsteller bleibt oder ob aus ihm noch einmal ein großer Reporter unkonventionellen Zuschnitts (à la Alexander Osang) wird: Die Gretchenfrage ist dabei, ob es ihm gelingt, sich selbst in seinen Texten zurückzunehmen und einfach auf seine Beobachtungen zu vertrauen. Die sind nämlich meist so gut, dass sie für sich selbst sprechen und zusätzlicher Kommentierung nicht bedürfen. (Selbiges gilt im Übrigen für die zahlreichen vom Autor selbst geschossenen Fotos, die seine Texte auf kongeniale Weise ergänzen -- und zusätzlich auch als Postkartenserie erhältlich sind.). Aber vielleicht erleben wir derzeit ja auch eine Parallelentwicklung der beiden erfolgreichsten Entertainer der letzten Jahre: Wie sein Vorbild Harald Schmidt hat sich auch Benjamin von Stuckrad-Barre immer mehr vom polemischen hin zum analytischen, ja didaktischen Modus bewegt. Letztes Indiz: seine MTV-Sendung Lesezirkel, in der Stuckrad-Barre als selbst ermächtigte "Undercover-Guerilla der Stiftung Lesen" auftritt. Da ist es nur logisch, dass auch Deutsches Theater mit einem Zitat von Stuckrad-Barres persönlichem Literaturreferenten und Lesezirkel-Dauergast Walter Kempowski endet: "In der Nacht Klavier gespielt, die Kühe, draußen vor dem Fenster, hörten mir zu. Ich brach ab, als ich merkte, daß ich mir wie Chopin vorkam. Außerdem störte es mich, daß auch die Mädchen mir drüben, im anderen Haus, möglicherweise zuhörten und eventuell dächten, ich käme mir wie Chopin vor." --Axel Henrici
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 36 Bewertungen)
Wunderbar ! 5 von 5 Punkten Ich lese BVSB ausgesprochen gerne. Hier wurde das ganze noch bildlich wunderbar untermalt. Ich hatte sehr viel Spass beim Lesen dieses Buches und kann es uneingeschränkt empfehlen :-)
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Über-Empfindlichkeit. Spielformen der Idiosynkrasie Silvia Bovenschen Gebundene Ausgabe, September 2000 Verkaufsrang: 166030 Etwas hat uns für einen kurzen Moment erstarren lassen: ein Geruch, ein Zeichen, eine Bewegung, ein Wort, ein Detail - nicht der Aufregung wert, und doch hat es uns in schrille Aufregung versetzt. Ein Bild, ein Ton, ein Satz - nicht der Beachtung wert, gleichwohl hat es alle Beachtung auf sich gezogen. Jeder kennt diese skurrilen, absurden Abneigungen, jeder hat eigene Formen der Idiosynkrasie, der unerklärlichen Überempfindlichkeiten. Der griechische Begriff der Idiosynkrasie,...
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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod 3. 2 CDs: Noch mehr Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache
Audio CD, November 2006 Verkaufsrang: 163896 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nun ist er da, der dritte Band von Bastian Sick, über das "Schicksal von Dativ und Genitiv, jenen fröhlichen und zugleich tragischen Helden der deutschen Grammatik." Wer die inzwischen legendären Zwiebelfisch-Kolumnen nicht regelmäßig unter SpiegelOnline verfolgt, findet hier Sicks hochkomische Exkurse zu Anglizismen, Kommata, Syntax, Adverbien -- natürlich den Apostrophen -- und diversen anderen Abgründen der deutschen Sprache. Im Vorwort erzählt Sick die nette Anekdote von seinem alten Grammatik-Heft, das ihm kürzlich wieder in die Hände fiel. "Grammatick" stand in Kinderschrift auf das Heft geschrieben. Grund genug für den Autor, darüber zu sinnieren, ob "Grammatick" nicht wirklich etwas mit einem Tick, mit Spinnerei zu tun hat. Hält man sich die letzte Reform der Rechtschreibreform vor Augen, so könnte man meinen, der junge Sick hätte eine Vorahnung davon gehabt, was nicht nur Bildungspolitiker, sondern auch Werbetexter, Dönerbudenbesitzer und Friseure in den kommenden Jahren mit der deutschen Sprache an Schindluder treiben würden. Und so sind seine Kolumnen (auch wenn nicht alles, was er anführt, wirklich neu ist) Balsam für all die Verwirrten, Erbosten und Resignierten, die gerne endlich wüssten, ob nun "Wollappen", "Woll-Lappen" oder vielleicht "Wolllappen" die derzeit korrekte Schreibweise ist. Grandios komisch ist der Band überall dort, wo der ganz alltägliche Sprachwahnsinn nicht ohne Häme dokumentiert wird. Ein schier unerschöpfliches Repertoire scheinen Friseursalons zu haben, die von "My Hair Lady" bis zum "Kopfgärtner" keine Absurdität auslassen. All diejenigen, für die Sick inzwischen eher ein Besserwisser denn der "Deutschlehrer der Nation" ist, seien darauf verwiesen, dass die grammatikalischen Richtigstellungen in der Regel gebündelt am Ende der Kolumne präsentiert werden -- wem das zu viel wird, der blättere einfach weiter. Sick selbst benennt als Zielgruppe: "Grammatikfreunde, Goldwaagenwörterwieger, Stilblütensammler, Dialektbestauner und Anekdotenliebhaber". Zweifellos werden all diese ihm auch über den dritten Band hinaus wohlgesinnt (und nicht etwa wohlgesonnen!) bleiben. -- Henrik Flor, Literaturtest
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 43 Bewertungen)
Manchmal errötet man... 5 von 5 Punkten ...ob seiner eigenen Fehler. Ich hätte nicht gedacht, mit wie vielen Sprachirrtümern man aufgewachsen ist und jahrelang der Meinung war, man drücke sich ordnungsgemäß aus. Es ist unglaublich, wie vieles man wiederfindet und plötzlich merkt "Das wußte ich ja gar nicht!" Ich habe sehr viel gelernt in diesen drei amüsant geschrieben Büchern. Besonders, wenn der Autor von seinen Freunden Sybille und Harry schrieb (die entweder mit besonderem Beharren bestimmte Wörter falsch verwenden bzw. - auch wenn es im Restaurant ist - Fehler der Mitmenschen auf den Punkt bringen) war so viel Spaß im Spiel, daß man oft nur noch laut lachen konnte.
Sehr gut gefallen haben mir auch immer die Gegenüberstellungen von "Falsch" und "Richtig". Endlich konnte man auch einmal Erklärungen dazu lesen, weshalb bestimmte Wörter oder Wortkombinationen nicht richtig sind, welche man jedoch immer so angenommen hatte.
Besten Dank, Herr Sick, für Ihre Bemühungen, den Deutschen ihre eigene Muttersprache in deren Grammatik näherzubringen! Es waren tolle Lern- und Lesestunden!
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Wörter aus 30 Jahren: Reportagen etc Elke Heidenreich Taschenbuch, Februar 2003 Verkaufsrang: 119905 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Mit ansteckender, nie nachlassender Begeisterung und Leidenschaft schreibt Elke Heidenreich seit drei Jahrzehnten über die Dinge und Menschen, die sie faszinieren: Literatur, Städte, Reisen, Schriftsteller, Zufallsbekanntschaften und Berühmtheiten. Klug und amüsant, analytisch und leichthändig!
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Reich mir die Hand, mein Leben 5 von 5 Punkten B ü c h e r. Sie sind das Tor zur Welt. Sie haben Kraft. Lesen. Es ordnet das eigene Leben ein, es erfreut, fasziniert, prägt, bildet, klärt, reinigt und rettet. Da wagt man kaum zu widersprechen. Und möchte hinzufügen. Man sucht sich in den Inhalten. Lesen und schreiben therapiert.Die Quelle der Schäden ist die Kindheit. Schlechte Eltern und Lehrer zerstören die Kinder. Kinder brauchen Achtung, demokratische Erziehung und Rechte, meinte Januzc K o r c z a k, eine echte Autorität. Er, der sich noch hätte retten können, ging mit den Waisenkindern in den KZ-Tod. Die depressive Lyrikerin C h. L a v a n t beschreibt das verlorene Paradies, die Einheit alles Lebendigen. Im Tagebuch schreibt sich H. N i n, aus zerrütteten Verhältnissen stammend, die Probleme von der Seele. 15Tsd. Seiten lang Selbst-Therapie, die ankommt. S. d e B e h a v o i r diskutiert in 300 Liebesbriefen über Filme und Bücher. Elke H. interviewt M. S i m m e l. Sein Schreibmotor ist die Hoffnung auf Sinn. Ein jüdischer u n b e k a n n t e r A u t o r rächt sich an seinem Briefreund, einem ehemaligen Nazi-Mitläufer. Die 70jährige I. F e l t i n e l l i leitet einen Literaturverlag, kümmert sich um 76 Buchhandlungen, 30 Jahre lang nach dem Tod ihres Mannes. Sie ist glücklich, weil sie weiss, was Schmerz ist. Elke H. mag C h r i s H o w l a n d und ermutigt ihn, Skurriles zu publizieren. Oder H a r a l d S c h m i d t. In ihm sieht sie einen unschlagbaren Improvisator, um den ein merkwürdiger Unernst ist. Die M e d i e n sagen uns wie wir den Männern liebenswert sind. Adam schafft sich seine Eva, die das mitmacht, statt sich selbst zu sein. Schön und blond wollen wir sein wie H o l l y w o o d s t a r s oder rehzart wie Audrey. Unsere Freunde sollen aussehen wie James Dean oder Gary Cooper. Ach, im Kino kostet Glück so wenig. Sie hat so eine Königin der Nacht im Flur. Schmal, schön und unsterblich. (Eine S c h a u f e n s t e r p u p p e). Jeder M a n n träumt von der Zauberfee, die sich nach dem Liebesakt in ein Kasten Bier und in 5 Freunde verwandelt. Sie balzen mit ihren Schnickschnackautos, je größer das Rohr, je doofer der Fahrer. Bitte findet mich toll (mit meinem Attrappen-Handy). Ihre T i e r l i e b e kommt von Doktor Dolittle, dem Tierversteher. Und dann ihre Pinguine. Rührend mit einer plastischen Südpol-Beschreibung. Man schmeckt förmlich die Natur, spürt sie. Riecht und hört. Eine A t l a n t i k - K r e u z f a h r t 7 Tage lang als Autorin an Bord, die Bücher signiert und gratis reisen darf. Immer neu ist das Meer, und groß und schön ist die Welt auf der schimmenden Illusion. Man ißt den ganzen Tag. 6 Restaurants, 8 Bars. Unterhaltung rund um die Uhr. Sie hat Lust, mit einem gewissen Herrn Q. zu tanzen. M u s i k öffnet uns die Tür zur Seele. All you need is love. Die Neue Deutsche Welle fällt als Satire beim Rundfunk untern Tisch. Und sie schwärmt von der O p e r . Oh wunderbare, sinnliche, selbstvergessene Verschwendung der Gefühle: Reich mir die Hand, mein Leben. Poesie, Geheimnis, Liebe, Schönheit, Anmut, Unvernunft. Starke Eindrücke. Sie liebt, sie hasst. B e r l i n , nein diese Stadt mag sie nicht. Die Geschädigte schüttet eine Tüte Hass über sie aus. Der Dialekt, die Unfreundlichkeit. Wuff, bark, zack, eens uffn Kopp. Nein, alles ging dort schief. Was ich will, muss ich sofort tun, philosophiert sie in der Schlussgeschichte J e t z t l e b e n . Das beschert Irrtümer, Trennungen und Wechsel, aber man will doch leben vor dem Tod. Morgen kann es aus sein. Also, riskier was. Dann wird dein Ausdruck zufrieden.
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Neues von Gott Funny van Dannen Gebundene Ausgabe, September 2004 Verkaufsrang: 150651 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wenn der Bundeskanzler bei dir im Garten zeltet, Fleisch fressende Uni-Gebäude einen Freund verschlucken, Adolf Hitler dir beim Fußballtraining zuschaut und du die ganze Nacht mit Gott gesoffen hast -- dann bist du mitten drin in Funny van Dannens Welt. Der Liedermacher, Humorist, Schriftsteller und Maler aus Berlin hat für sein zweites Buch 41 lustige, absurde, tiefsinnige, surreale Geschichten geschrieben. Verglichen mit Funny van Dannens musikalischem Werk, das inzwischen ganze sieben CDs umfasst, haben sich die Schwerpunkte hier von tragisch-komischen Alltagsgeschichten um Liebe und Zwischenmenschliches hin zu Surrealismus und Phantasie verschoben. Wer den Humor von Funnys Schallplattenaufnahmen aber mag, wird auch an seiner hier versammelten Prosa jede Menge Spaß haben. --Hanno Güntsch
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)
Warum kann man nicht 6 Sterne verteilen 5 von 5 Punkten Ich finde die Geschichten, bis auf 2 alle hoechst amuesant, irre fantasievoll, witzig, spritzig, zum totlachen, einfach meisterhaft. Ideal um einmal dem Alltag zu entfliehen, kurz, schmerzlos, das Buch liest man in wenigen Stunden. Ich weiss noch, ich habe es auf einem Flug nach Brasilien gelesen und habe lachender und kichernder Weise das ganze Flugzeug unterhalten. Die ganze Klasse wollte wissen was ich da lese. Einfach gut.
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Der Knall Klaus Theweleit Taschenbuch, September 2002 Verkaufsrang: 174091 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
| Ein Ehepaar erzählt einen Witz. CD Kurt Tucholsky Audio CD, Februar 2006 Verkaufsrang: 72597 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
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