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Jeder nach seinem Kopf: Die verrücktesten Künstlergeschichten der italienischen Renaissance - Giorgio VasariJeder nach seinem Kopf: Die verrücktesten Künstlergeschichten der italienischen Renaissance
Giorgio Vasari

Gebundene Ausgabe, 15. August 2008
     Verkaufsrang: 254390      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der große Historiker Vasari ist auch ein kluger Erzähler. Dieser Band sammelt die schönsten Anekdoten, Streiche und Parabeln aus der Welt der italienischen Renaiisance- Künstler.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Die kunsthistorische Hintertreppe      5 von 5 Punkten
Nachdem der Wagenbach-Verlag Giorgio Vasaris "Lebensbeschreibungen der berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten" der italienischen Renaissance nach und nach in mustergültig edierten Einzelbänden herausgibt, in Neuübersetzungen, und das auch noch vollständig, gibt's für Interessierte mit schmalem Budget vorab schonmal das Aller-allerinteressanteste in einem bibliophilen Bändchen der "Salto"-Reihe: "Die verrücktesten Künstlergeschichten" nämlich, wie der Untertitel verheißungsvoll und nicht zuviel verspricht. Hier erfährt man in 25 Kapitelchen, manche sind gerade mal eine Seite lang, Kabinettstückchen aus dem Alltag von 25 Renaissance-Künstlern, die man sonst eher beim Elysium-Durchwandeln vermutet als beim Schabernack-Treiben, Privatfehden-Pflegen und Schrullen-Kultivieren.
In erster Linie ist hier nur scheinbar der nicht zuvörderst kunstgeschichtlich interessierte Laie angesprochen. "nur scheinbar" deswegen, weil sich die Herausgeber zwar witzige Anekdoten und schräge Schnurren aus Vasaris Monumentalwerk herausgepickt haben, die mehr über die Künstler als ihre Kunst berichten, aber ein klein wenig wissen sollte man schon über die Renaissance. Schließlich gehörten nicht nur Raffael, Michelangelo, da Vinci und Tizian dazu. Andererseits braucht man kein Kunsthistoriker sein, um seine Freude dran zu haben. Interesse genügt, und weiteres Interesse wird geweckt. Jedenfalls hätten Susanne Müller-Wolff und Klaus Wagenbach sich keine bessere Werbung (sofern die noch nötig ist) für ihre Reihe ausdenken können.
Freilich geht's hier eher am Rande um die Meisterwerke der Renaissance. Aber man erfährt nebenbei schonmal, wer beinahe die Ehre gehabt hätte, Leonardo da Vinci beim "Abendmahl" unwissentlich für den Judas Modell sitzen zu dürfen. Und man erfährt auch, in bester Treppenhaustratsch-Manier, dass und wieso Michelangelo Tacheles reden musste mit dem Papst - der der Faulheit nicht abgeneigte Kollege Sebastiano del Piombo hatte den Papst nämlich schon so weit, dass der die Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle in Öl ausführen lassen wollte. Aber Michelangelo war nicht nur genial, sondern auch stur: "al fresco, o niente!", hört man den Großen förmlich zetern, während man das del-Piombo-Kapitelchen "Es lebe die Faulheit" liest. So jedenfalls male ich mir das inwendige Künstler-Panoptikum aus. Vasaris Schilderungen sind nämlich gar zu anschaulich; und zwar nicht nur, wenn er kolportiert, warum sich Sebastiano del Piombo und Michelangelo Buonarotti unwiderruflich entzweiten: Die Sixtinische Kapelle war schuld! Und wenn's erfunden ist, dann ist's gut erfunden...
Bei amüsanten Schnurren dieser Art könnte man nun denken, es gehe weiter nach Weischedel-Art. Diese Erwartung freilich darf man nicht hegen. Man pirscht sich hier nicht auf der Hintertreppe an die Renaissance-Künstlerfürsten heran. Dennoch gewinnen auch die weniger bekannten von ihnen Kontur in des Lesers Phantasie, zumal wenn es sich beim Leser um einen professionellen Halbgebildeten wie z.B. mich handelt: Andrea del Sarto? Klar doch, das war der, der sich gegen den Rat seiner Freunde unter den Pantoffel stellte, und das trieb ihn zwar sowas von in den Ruin, aber dafür wurde die Menschheit um ein Kunstwerk reicher. Vasari überliefert das alles im feinsten Anekdotenstil. Pietro Torrigiani? - Das war doch die Schlägertype, die dem Michelangelo ein für allemal das Profil verunstaltete. Giovanfrancesco Rustici? Klar doch, Mitglied der "Bruderschaft vom Kochkessel" und der "Laienbruderschaft von der Maurerkelle" mit dem bemerkenswerten Beitrag zur Schlemmerrunde. Auch ne Methode, sich Namen zu merken.
Von wegen "hehrer Sinn und kultiviertes Trachten"! Deftigen Klamauk trieben diese genialen Künstler, dagegen kann keine Abiturienten-Fete anstinken. A propos "deftiger Klamauk": Rosso Fiorentinos gut dressierter Affe eignet sich hervorragend für die unautorisierte Traubenernte beim benachbarten Klosterkonvent, und sein Kapitel bildet einen würdigen Auftakt dieses Bandes. Dass diese Künstler aber auch nie an die Folgen denken: "Nachdem der Konventsvorsteher sich befreit [...] hatte, sagte er Dinge, die nicht in die Messe gehören"... Vasaris vielgerühmter Anekdoten-Stil ist hier wunderbar übersetzt worden, wie man sieht.
Und sooo unnütz ist das Wissen ja nicht, das einem hier vermittelt wird, auch wenn's auf den ersten Blick nach Renaissance-Regenbogenpresse klingt. Schließlich dürfte die ein oder andere Anekdote den ein oder anderen Künstler doch recht pointiert charakterisieren - dies ist freilich reine Spekulation. Dass die Lektüre von "Jeder nach seinem Kopf" fast jedem Kunstinteressierten einen Heidenspaß machen dürfte - das ist keine Spekulation. Wem's keinen Spaß macht, weil's die kultivierten Scheuklappen nicht erlauben... solche muss es auch geben.
So. Jetzt muss ich mal den Herrn Google fragen, was dieser Pantoffelheld, dieser Laienbruder von der Maurerkelle, dieser Affenliebhaber, diese Schlägertype und noch ein paar andere, deren Namen ich ebenfalls garantiert nie wieder verwechseln werde, eigentlich so gemalt haben.


Siebzehn zwo-zwo !: Unwissenschaftliches Schwarzbuch eines Profizockers - Chaim Enzo HaselblattSiebzehn zwo-zwo !: Unwissenschaftliches Schwarzbuch eines Profizockers
Chaim Enzo Haselblatt

Taschenbuch, 2003
     Verkaufsrang: 246808      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Spritzig & originell      5 von 5 Punkten
Nur selten widerfährt einem beim Lesen eines Roulettebuchs das Vergnügen zu lachen. Der spritzige Schreibstil und die originelle Art der Darstellung eines an sich trockenen Themas hat mir nicht nur eine vergnügliche, sondern auch interessante Lektüre beschert. Die Casinobetreiber, allen voran "Onkel Leo Wallner", werden mit diesem Büchel wahrscheinlich keine große Freude gehabt haben, weil der Autor tief ins Nähkästchen greift und Dinge beim Namen nennt, die den Glücksspielbetrieb in einem sehr schrägen Licht erscheinen lassen. Dass da und dort so manches nicht mit rechten Dingen zugehen mag, wird einem beim Lesen des letzten Kapitels bewusst. Immerhin sind uns die Direktoren des Casinos Velden bis heute eine Erklärung darüber schuldig geblieben, wie es sein kann, dass eine angeblich von einem Spieler manipulierte Roulettekugel an einem Kesselsporn magnetisch hängen bleiben kann, wenn nicht auch der Kessel manipuliert ist...
Alles in allem: sehr lesenswert!


 Weitere Lesermeinungen


Wenn Shakespeare und Goethe Bridge gespielt hätten: Ein heiterer Versuch, Dichtern und Schriftstellern, die über Bridge nichts geschrieben haben, zu unterstellen, sie hätten das getan! - Wolfgang HöllrieglWenn Shakespeare und Goethe Bridge gespielt hätten: Ein heiterer Versuch, Dichtern und Schriftstellern, die über Bridge nichts geschrieben haben, zu unterstellen, sie hätten das getan!
Wolfgang Höllriegl

Taschenbuch, März 1999
     Verkaufsrang: 276896     

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Die Idee trägt leider nicht      2 von 5 Punkten
Die Idee, klassische Gedichte umzuschreiben auf das Thema "Bridge" trägt einfach nicht: Das ist m.E. zu gezwungen und wirkt nach ein zwei Exempeln einfach nur monoton. Die "Gedichte" sind wenig besser als die notorischen gereimten Tischreden zu Geburtstagen und Jubiläen (kurzes Bsp.: "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, ein Bridgetisch unterm Birnbaum stand"). Wenig besser sind sie nur deshalb, weil der Verfasser hier tatsächlich nicht nur das Reimschema sondern auch das Versmaß beachtet hat. (Man erkennt den Philologen.)
Gelungen finde ich allerdings die Prosastücke (z.B. eine Parodie auf Conan Doyle oder Kishon).
Leider hat auch der Verlag ein wenig im Satz geschlampt: Gelegentliche Einfügung von Blanks vor (sic!) Kommata führen z.B. dazu, daß einzelne Kommata auf eine neue Zeile umgebrochen werden. Auf S. 36 wird ein Halbsatz von S. 35 wiederholt - auch ein Umbruchfehler.

Tolles Konzept      5 von 5 Punkten
Wirklich einmal eine innovative Idee. Eine Sammlung von Gedichten und Kurzgeschichten rund ums Thema Bridge, die so geschrieben sind, als wären sie von berühmten Schriftstellern verfaßt worden, u.a. J.W.von Goethe, Christian Morgenstern, R.M.Rilke und Ephraim Kishon. Elegant schafft es der Autor, die ganz persönliche Note jedes Autors zu kopieren und erschafft damit tatsächlich die Illusion, diese berühmten Personen hätten sich näher mit Bridge beschäftigt.
Mein persönlicher Favorit: eine Sherlock Holmes - Geschichte im Stile Sir Arthur Conan Doyle's, in dem der Schlüssel zur Aufklärung eines Mordes in den Bridgekarten liegt, die am Tatort noch verteilt auf einem Tisch liegen (wobei hier versierte Bridgespieler einen klitzekleinen Vorteil haben und vielleicht ein klein wenig früher dem Mörder auf die Schliche kommen).
Insbesondere als Geschenk unter Bridgefreunden (oder auch als Preis bei einem Bridgeturnier) uneingeschränkt zu empfehlen!


Vages Erinnern - Präzises Vergessen - Roger WillemsenVages Erinnern - Präzises Vergessen
Roger Willemsen

Broschiert, 3. März 2008
     Verkaufsrang: 183065      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Roger Willemsens Reden sind eindeutig und drastisch, wo er über Folter, Kindersoldaten oder Armut spricht, sie sind ironisch-selbstkritisch, wo er sich mit dem Kulturbetrieb oder dem Reisen in reiferen Jahren befasst, sie sind voller Hintergrund-Informationen und aufklärerisch im besten Sinn, wo er seine Kritik am Fernsehen und anderen Medien auf den Begriff bringt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Vages Erinnern - Präzises Vergessen      5 von 5 Punkten
Wenn Sprache und Leidenschaft sich begegnen, dann entstehen Texte wie die in "Vages Erinnern - Präzises Vergessen" gesammelten. Auch in gedruckter Form wirken Roger Willemsens Reden nachhaltig, was durchaus als rhetorisches Qualitätsprädikat gelten darf. Sie lassen etwas beim Zuhörer/ Leser zurück: Ein Lächeln auf den Lippen, einen Kloß im Hals oder einen einzelnen Satz, der einem noch tagelang nachgeht. Roger Willemsen versteht es, seine Zuhörer/ Leser zu Komplizen zu machen, die, zumindest für die Dauer des Vortrages oder der Lektüre, Anteil an seinen Ansichten und Einsichten haben. Dabei ist die Themenauswahl des Bandes sehr breit gefächert: Sie reicht von einer Kritik der offiziellen Erinnerungskultur, die so oft nur eine institutionalisierte Form des Vergessens ist, über die tiefenpsychologischen Dimensionen der DVD bis hin zu den historischen, ästhetischen und zivilisatorischen Konsequenzen der Beschleunigung bzw. Entschleunigung. Ein Buch, das man auf dem Nachttisch oder in der Handtasche immer griffbereit haben sollte!


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Drei Versuche. Versuch über die Müdigkeit - Versuch über die Jukebox - Versuch über den geglückten Tag - Peter HandkeDrei Versuche. Versuch über die Müdigkeit - Versuch über die Jukebox - Versuch über den geglückten Tag
Peter Handke

Taschenbuch, 23. März 2007
     Verkaufsrang: 254548      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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In den Jahren des weltpolitischen Umbruchs 1989, 1990 und 1991 schrieb Peter Handke drei Versuche über scheinbar alltägliche, -unwichtige- Themen: die Müdigkeit als Zustand höchster Konzentration, die Jukebox, als nach und nach verschwindende Quelle von Erfahrung, und den geglückten Tag, als eine jeden Tag notwendig begleitende Idee.Peter Handke, geboren 1942 in Griffen, Kärnten, lebt in Frankreich. Zuletzt erschien: 'Mein Jahr in der Niemandsbucht'. Mit seinem Aufsatz 'Gerechtigkeit für Serbien. Eine winterliche Reise an den Flüssen Donau, Save, Morawa und Orina' erregte Handke Anfang 1996 erhebliches Aufsehen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Danke Herr Handke für diese Versuche      5 von 5 Punkten
Mein Favorit ist der gelückte tag. Doch alle Drei, sind Texte die mir den Glauben an die Beschreibbarkeit des Menschen jederzeit wiedergeben können.


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Zellgeflüster: Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland - Florianne KoechlinZellgeflüster: Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland
Florianne Koechlin

Broschiert, 15. März 2007
     Verkaufsrang: 208337      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Zellen flüstern ununterbrochen mit ihren Nachbarinnen. Gene sind vieldeutig und dynamisch. Pflanzen kommunizieren mit Duftstoffen miteinander, sie lernen und erinnern sich. Sind sie sogar intelligent? Und haben Kühe eine Seele? Die faszinierenden Streifzüge der Biologin Florianne Koechlin durch wissenschaftliches Neuland zeigen ein Bild des Lebens, das sich weit von der mechanischen Utopie des letzten Jahrhunderts entfernt hat: Leben erscheint als ein Prozess von Kommunikation und Austausch in dynamischen Netzwerken. Seit 20 Jahren wehrt sich die Autorin gegen allzu simple Dogmen der Gentechnik, gegen deren Mythen und falsche Versprechen. Aber sie bleibt bei der Kritik nicht stehen, sie fragt nach Gegenentwürfen. Sie erzählt von den Erfolgen indischer Saatgutbäuerinnen und von den innovativen Methoden, die in Kenia gegen Schädlinge bei Tieren und Pflanzen eingesetzt werden. Von dort geht die Reise weiter, zu einem tieferen Verständnis von Leben, mit vielen Interviews, Begegnungen und persönlichen Gesprächen. "Keine Fachbegriffe oder komplizierten Formulierungen, sondern spannende Einblicke in Themen wie Bewusstsein, Intelligenz und Kommunikation in der Natur." Deutschlandradio Kultur

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Geschwätziges Blümchen...      5 von 5 Punkten
Zellen flüstern ununterbrochen mit ihren Nachbarinnen. Gene sind vieldeutig und dynamisch. Pflanzen kommunizieren mit Duftstoffen miteinander, sie lernen und erinnern sich. Sind sie sogar intelligent? Und haben Kühe eine Seele? Da raunen Tomaten einander im Gemüsebeet "Vorsicht, Schädling!" zu, die Maisblätter laden gefrässige Wespen zu sich ein, wenn sie von Raupen befallen werden - und das alles mittels Duftstoffen.
Die faszinierenden Streifzüge der Biologin Florianne Koechlin durch wissenschaftliches Neuland zeigen ein Bild des Lebens, das sich weit von der mechanischen Utopie des letzten Jahrhunderts entfernt hat: Leben erscheint als ein Prozess von Kommunikation und Austausch in dynamischen Netzwerken.
Seit 20 Jahren wehrt sich die Autorin gegen allzu simple Dogmen der Gentechnik, gegen deren Mythen und falsche Versprechen. Aber sie bleibt bei der Kritik nicht stehen, sie fragt nach Gegenentwürfen. Sie erzählt von den Erfolgen indischer Saatgutbäuerinnen und von den innovativen Methoden, die in Kenia gegen Schädlinge bei Tieren und Pflanzen eingesetzt werden.
Keine Fachbegriffe oder komplizierten Formulierungen, sondern spannende Einblicke in Themen wie Bewusstsein, Intelligenz und Kommunikation in der Natur. Abwechslungsreich und kritisch zeigt uns Florianne Koechlin, welche verborgenen Schätze die Natur uns zu bieten hat.


Das Unmögliche - Georges BatailleDas Unmögliche
Georges Bataille

Broschiert, 19. Juli 2007
     Verkaufsrang: 183406      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,29 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die in diesem Band zusammengefassten Essays zeigen Batailles meisterhafte Fähigkeit, Poesie, erzählerische Fiktion und philosophische Reflexion miteinander zu verbinden. Auch thematisch sind die Aufsätze typisch für sein Gesamtwerk: Tod, Begehren, Wahnsinn, Ausschweifungen, Reinheit, Taumel, Angst und Sturz.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Voller "Haß auf die Poesie"      4 von 5 Punkten
Hier begegnet uns Bataille als der Autor von "Sur Nietzsche" in einer Kompilation, die ursprünglich "Der Haß auf die Poesie" hieß.
Dieser Titel wurde allerdings von niemandem verstanden.
Gegen Ende des dritten Kapitels heißt es: "Ich nähere mich der Poesie: doch um gegen sie zu verstoßen." Bataille knüpft hier scheinbar an das Kapitel "Von der großen Sehnsucht" aus dem dritten Kapitel des Zarathustra an. Hier wird die Unzulänglichkeit der Poesie besonders deutlich.
An anderer Stelle heißt es bei Bataille: "Ich schreibe, wie ein Kind weint: Ein Kind verzichtet ungern auf Gründe, um in Tränen auszubrechen."
Das Buch ist randvoll gefüllt mit verzweifelter Sehnsucht; garniert mit erotischen Anekdoten über den "kleinen Tod". Zwischendurch entsteht eine sprachliche Wucht, die frösteln macht und dabei explizit an Nietzsche erinnert. Das Buch vermittelt ein Erlebnis, ohne zu belehren. Ähnliches gelang in unserer Zeit Bruno Ganz, der für den Film "Der Untergang" in die Rolle Hitlers schlüpfte und diese singuläre Figur plötzlich spürbar machte. In diesem Sinne schlüpft Bataille hier in die Rolle Nietzsche und transformiert ihn in das 20. Jahrhundert und darüber hinaus!


Keiner ist so toll wie wir: Blöde Briten, dämliche Deutsche, frustrierte Franzosen und 36 weitere hoffnungslose Fälle. Die schönsten Vorurteile Österreichs auf einen Blick - Markus HuberKeiner ist so toll wie wir: Blöde Briten, dämliche Deutsche, frustrierte Franzosen und 36 weitere hoffnungslose Fälle. Die schönsten Vorurteile Österreichs auf einen Blick
Markus Huber, Robert Treichler

Taschenbuch, 2001
     Verkaufsrang: 86172      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Wussten Sie schon, dass man Belgier problemlos daran erkennt, "dass sie über der Augenpartie einen schwarzen Balken tragen"? Und dass die Deutschen so aussehen, "als seien sie permanent drauf und dran, einen Weltkrieg anzufangen oder einen jämmerlichen Witz zu erzählen"? Wenn nicht, dann kennen Sie die schönsten Vorurteile Österreichs noch nicht und sollten sich vielleicht das nun erschienene Standardwerk auf diesem Gebiet Keiner ist so toll wie wir zulegen.
"Blöde Briten, dämliche Deutsche, frustrierte Franzosen und 36 weitere hoffnungslose Fälle" werden hier in alphabetischer Reihenfolge von A (wie Albaner) bis Z (wie Zyprioten) präsentiert. Nicht nur über das Aussehen unserer Miteuropäer, auch über die Geografie, Geschichte, Sprache und Kultur ihrer Länder erfahren wir nur Schauerliches. Ob wir dieses tatsächlich längst gemutmaßt haben, wie der Umschlagtext verkündet, muss natürlich dem (Vor-)Urteil der Leser überlassen bleiben.
Auf länderkundliche Exaktheit legen die Autoren jedenfalls keinen Wert, ebenso wenig wie auf politische Korrektheit. Die schamlose Aneinanderreihung der tolldreistesten Vorurteile ist vielmehr erschütternd, nämlich für das Zwerchfell. Frei nach dem Österreicher Sigmund Freud könnte man sagen, dass man sich durch die Lektüre von Keiner ist so toll wie wir eine ganze Menge an psychischem Aufwand erspart. Anders formuliert: Das Buch ist einfach ungemein witzig.
Der humoristische Rundumschlag der Autoren, die hauptberuflich Journalisten sind, erfolgt nach allen Regeln der Kunst. Die Pointen lesen sich flüssig und wirken nie aufgesetzt. Die Grenzen des guten Geschmacks werden zwar übertreten, aber das ohne zu stolpern. So hemmungslos die Miteuropäer auch schlecht gemacht werden, der Wortwitz sinkt nie auf das Niveau von tendenziösen Bierzeltsprüchen. Weitere EU-Sanktionen müssen wir also kaum befürchten, allerdings dürfte klar sein, dass bereits in ganz Europa fieberhaft an neuen Österreicherwitzen gearbeitet wird. Diese werden wir (hoffentlich) mit ebenso viel Humor nehmen, wie wir von den anderen erwarten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. -Mathis Zojer


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 14 Bewertungen)

satire      5 von 5 Punkten
eines der lustigsten bücher, das ich je gelesen habe: aus der sicht von selbstverliebten österreichern werden alle anderen europäischen nationen aufs korn genommen.
was dieses buch so stark macht: eben weil es schonungslos mit vorurteilen spielt, nimmt es auch die vorurteilsbesitzer in den kakao mit hinein, in dem schon die vorbeurteilten sitzen.
das, bitte, ist satire - von der allerfeinsten sorte, veredelt zusätzlich durch sprachliche brillanz.
ganz erstaunlich, dass dieses buch auch missverstanden wurde. natürlich tragen zb in wirklichkeit nicht alle albaner kalaschnikows unterm sakko - das ist ja eh klar! es gehört eben zum wesen der satire, dinge durch übertreibung zur kenntlichkeit zu entstellen.
dringend empfohlen.


 Weitere Lesermeinungen


Marcel Reich-Ranicki antwortet auf 99 Fragen - Marcel Reich-RanickiMarcel Reich-Ranicki antwortet auf 99 Fragen
Marcel Reich-Ranicki

Gebundene Ausgabe, 19. April 2006
     Verkaufsrang: 259928      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Rubrik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung "Fragen Sie Reich-Ranicki" ist längst eine Institution geworden. Mit Spannung werden die Fragen und mehr noch die Antworten erwartet, und natürlich betreffen sie die Literatur: "Was halten Sie von der russischen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts?" - "Sollen wir von unseren Schriftstellern verlangen, daß sie ihre Ansichten zu aktuellen politischen Fragen öffentlich verkünden?" - "Was hätten Sie Thomas Mann gern gefragt?" Die vorliegende Sammlung der 99 interessantesten Fragen an Marcel Reich-Ranicki und seiner Antworten darf durchaus eine kleine Literaturgeschichte und ein demoskopischer Spiegel des literarischen Lebens genannt werden, und sie zeigt eines gewiß: Die Begeisterung für Literatur ist - allen Bedenken zum Trotz - nicht nur auf der Seite des Antwortenden unvermindert groß.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Glänzende Antworten!      5 von 5 Punkten
Seit Februar 2003 antwortet Marcel Reich-Ranicki in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeiten auf Leserfragen rund um die Literatur.
Da diese Rubrik sich inzwischen großer Bekannt- und Beliebtheit erfreut, hat der Insel-Verlag 99 der mittlerweile über 100 Fragen und Antworten abgedruckt.
Was der Leser in diesem Buch findet, scheint mir fast ein wenig die Quintessenz aus einem langen Lese- und Kritikerleben zu sein und es spiegelt Reich-Ranickis grandiose Kennerschaft, seinen glänzenden und akzentuierten Stil und seine unverminderte Lust, sich mit allen Fragen zur Literatur zu beschäftigen! In seinen Urteilen ist er klar und bezieht eindeutig Stellung, gleichwohl man spüren kann, dass er mit den Jahren wenn nicht milder, so doch versöhnlicher geworden ist.
Er verleiht noch einmal seiner großen Leidenschaft Ausdruck und gibt gleichsam einen Überblick, den manch? Literaturgeschichte schuldig bleibt!
Sehr lohnenswert!


Die Wahrheit im Morgenlicht: Eine afrikanische Safari - Ernest HemingwayDie Wahrheit im Morgenlicht: Eine afrikanische Safari
Ernest Hemingway

Taschenbuch, Juli 2001
     Verkaufsrang: 62135      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ernest Hemingways letztes posthume Werk trägt die etwas unglückliche Bezeichnung "ein erdichteter Erlebnisbericht" und ist überschattet von einer kontroversen Bearbeitung und Flickschusterei - aber am Ende erweist sich das alles als nebensächlich. Obwohl dieser Bericht einer Safari im Jahre 1959 in Kenia die Entschlossenheit und Klarheit der besten Hemingways vermissen läßt (The Sun Also Rises, A Farewell to Arms), ist es nichtsdestotrotz ein "echter" Hemingway. Sollen die Gelehrten sich darum streiten, wo Memoiren aufhören und wo Fiktion beginnt - allein der Stil zieht den gewöhnlichen Leser unwiderstehlich in seinen Bann.
In True at First Light gehören die glorreichen Tage der "großen weißen Jäger" bereits der Vergangenheit an, und der Mau-Mau-Aufstand ist längst dabei, europäische Farmer gewaltsam aus Kenias fruchtbaren Gebieten zu vertreiben. Aber für die afrikanischen Gewehrträger, Fahrer und Wildspäher, die seine Safari im Schatten des Kilimandscharo begleiten, bleibt Hemingway eine würdevolle Figur - fast ein Gott. Zwei parallele Ziele treiben die Erzählung voran: Mary, Hemingways vierte und letzte Frau, verfolgt einen gewaltigen, schwarzmähnigen Löwen und ist entschlossen, ihn bis Weihnachten zu töten; währendessen ist Hemingway zunehmend von Debba, einer schönen, jungen Afrikanerin, besessen. Was diesen Roman besonders ungewöhnlich und fesselnd macht, ist die Tatsache, daß Mary alles über Debba weiß und sie als eine Art "Zweitfrau" akzeptiert, obwohl sie keine Gelegenheit ausläßt, ihrem Mann wegen seiner Trinkerei, seiner fehlenden Disziplin im Lager und seiner herablassenden Fürsorglichkeit die Leviten zu lesen.
Wie immer bei Hemingway spielen Atmosphäre und Einstellung eine viel wichtigere Rolle als die Handlung. An einem Punkt beschimpft Mary ihren Mann als "schuldgeplagten Mörder", aber genau das ist die moralische Haltung, die den Jagdszenen ihre Spannung und ihre Schönheit verleiht. "Ich war froh, daß er sich - bevor er starb - auf den hohen, gelben Hügel legte und seinen Schwanz herabhängen ließ," schreibt Hemingway über "Marys Löwen", "mit seinen Pfoten bequem vor sich und seinen Blick über sein Land bis hin zu den blauen Wäldern und dem weißen Schnee hoch oben auf dem Großen Berg gerichtet."
Passagen wie diese - und es gibt viele davon - machen die weitschweifige Struktur des Buches und das gelegentliche Abgleiten in eine reine Selbstbefriedigung des Autors wett. Joan Didion tat True at First Light im New Yorker als "niedergelegte, aber noch nicht geschriebene Wörter" ab; dieses Urteil würdigt die Kraft dieser Wörter jedoch nicht. Der Wert von True at First Light liegt in seiner Offenheit, seiner Nacktheit: Es bietet eine einmalige Gelegenheit, einen Meister dabei zu beobachten, wie er Kunst schafft -David Laskin


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Eines der besten Hemingway Werke      5 von 5 Punkten
Die Wahrheit im Morgenlicht ist eines der besten Hemingway Werke das ich je gelesen habe. Wie in vielen Werken geht es Hemingway um Tiere (z.B. Der alte Mann und das Meer,Tod am Nachmittag). Aber in diesem Meisterwerk hat er sich selbst übertroffen. Die spannende Löwenjagd mit seiner Frau Marry und die außergewöhnliche Schreibweise sind einzigartig! Noch nie wurde eine Tierjagd so spannend und ausführlich beschrieben wie in diesem Band!! Eine volle Kaufempfehlung!!!!!


 Weitere Lesermeinungen


Wozu lesen? - Elke HeidenreichWozu lesen?
Elke Heidenreich, Marcel Reich-Ranicki

Audio CD, 1. März 2007
     Verkaufsrang: 242056      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Was lesen, wie lesen, wozu lesen? Unzählige Male wurde dieses Frage-und-Antwort-Spiel schon inszeniert und aufgeführt; langweilig ist das nie, vorausgesetzt die richtigen Akteure betreten die Bühne - unerreicht seit langem: Marcel Reich-Ranicki und Elke Heidenreich. Diese beiden Kritiker miteinander über Literatur reden und streiten zu hören, ist aus vielerlei Gründen ein Genuss, denn nicht nur lehrreich und mit viel Witz und Selbstironie wird der Zuhörer in die unendlichen Weiten der Literatur entführt, mitunter sind die Dialoge so großartig, dass sie so mancher Autor insgeheim darum beneiden mag.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

BESTE UNTERHALTUNG      5 von 5 Punkten
Selten hat mich ein Dialog so gefesselt ! Beide streiten und lieben sich auf derartig hohem Niveau, dass es einem die Freudentränen in die Augen treibt. Mit einem riesengroßen Respekt voreinander haben Heidenreich und Reich - Ranicki es geschafft, dass ich eine gigantische Bestellung Bücher aufgegeben habe und da dies das einzige Ziel dieser Veröffentlichung war - kann man beide nur beglückwünschen.


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Schwarzes Quadrat: Zwei Poetikvorlesungen - Max FrischSchwarzes Quadrat: Zwei Poetikvorlesungen
Max Frisch

Broschiert, 2. Dezember 2008
     Verkaufsrang: 67574      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Anzukündigen ist die Erstveröffentlichung zweier Texte von Max Frisch:
1981, das Jahr seines siebzigsten Geburtstags, war für Max Frisch biographisch wie literarisch ein ereignisreiches Jahr: Nach der Scheidung von seiner zweiten Frau Marianne lebt er nun in New York - gemeinsam mit Alice Locke-Carey, Frisch-Lesern bekannt als "Lynn" aus der 1975 erschienenen Erzählung Montauk. In Zürich wird an der ETH das Max Frisch-Archiv eingerichtet, und im Sommer und Herbst dieses Jahres entsteht die Erzählung Blaubart. Zur gleichen Zeit schreibt Frisch zwei Vorlesungen, die er Anfang November 1981 in englischer Sprache am City College of New York hält. Beide Vorträge sind eine Reise durchs Werk und zugleich Instrument der Selbstbefragung und -erforschung: Welchen Impulsen folgt der Drang zu schreiben? Was vermag Literatur? Und zu welchem Zweck?
Max Frischs Vorlesungen sind ein Manifest: ein Bekenntnis zur Poesie, die sich nicht abfindet mit dem Machbaren, die nicht lassen kann "von der Trauer, daß das Menschsein auf dieser Erde nicht anders ist". Unter dem Titel Schwarzes Quadrat erscheinen sie jetzt erstmals in deutscher Sprache.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Eine beglückende Lektüre      5 von 5 Punkten
Nach der Scheidung von seiner zweiten Frau lebte der damals siebzig jährige Max Frisch in New York. Im November 1981 schrieb er auf Einladung des City College of New York zwei Poetikvorlesungen in englischer Sprache. Beide Vorträge, die er vor einem jungen amerikanischen Publikum, nicht Studenten der Anglistik oder Germanistik halten sollte, schrieb er mit unglaublichen Elan und wilder Entschlossenheit. Sie sind ein Instrument der Selbstbefragung und Selbsterforschung und beschäftigen sich im Wesentlichen mit der Frage des persönlichen Schreibimpulses: "Warum schreibe ich?"; "Wie habe ich zu schreiben begonnen?" und führt dann zu der gesellschaftlichen Frage: "Was vermag Literatur?".
Sein Vortrag ist unterhaltsam und in keiner Weise subversiv, er belehrt die Studenten in den Vorlesungen nicht, sondern er tut das, was er ein Leben lang getan hat, er stellt Fragen. Durch sein Werk zieht sich diese absolute, unverzichtbare Notwenigkeit eines Gegenübers. Die Sehnsucht nach Kommunikation, die er in einer Vorlesung ganz explizit formuliert. Die Lücken die dadurch entstehen, dass er dieses Gegenüber aufspüren muss, diese schwarzen Löcher, diese schwarzen Quadrate spiegeln die Abgründe. Max Frisch schreibt so, dass es auch für den der liest eine Form der Begegnung mit ihm darstellt. Authentizität in der Literatur, eine sehr alte Poetik Theorie.
Es geht in diesen Vorlesungen um Klärung von Begriffen für die Frisch eigentlich weder Theorie noch Rezept hat. Es geht um die beiden Begriffe Wirklichkeit und Fiktion, wobei er zu der Feststellung kommt, dass die Wirklichkeit Eins zu Eins gar nicht zu beschreiben ist. Die Sprache kann der Wirklichkeit gar nicht gerecht werden, aber die Fiktion kann es. Dieser Unsagbarkeitstopos war das große Thema aller Autoren nach dem Zweiten Weltkrieg, nämlich die Suche nach den unbeschriebenen Zwischenräumen. Heute sind wir bei einem ziemlich bodenständigen Realismus angekommen, weit weg vom Unsagbaren.
Ich fand es eine beglückende Lektüre, dieses klare Bekenntnis zur Fiktion. Fiktion ist das Ganze, wobei Frisch Phantasie und Imagination unterscheidet und die Magie sich erst in der Imagination entfaltet. Die ständige Auseinandersetzung mit der Sprache, die Herausforderung die von der Sprache ausgeht finde ich spannend und das möglicherweise "Altmodische" daran könnte ja möglicherweise die Avantgarde von Morgen sein.
Lassen Sie sich an die Hand nehmen, schreiten Sie mit dem Autor durch diesen außergewöhnlichen Fragenkatalog, lernen Sie dabei die eigenen Erwartungen an Literatur neu kennen, überprüfen oder revidieren. Dieses kleine Bändchen, mit diesen beiden Vorlesungen wird dafür sorgen, dass der Leser wieder anfängt Max Frisch zu lesen, vor allem Prosa und Spätwerk.


frisch zum neu-entdecken      5 von 5 Punkten
Wer wissen will, warum Max Frisch geschrieben hat, sollte dieses Buch lesen.
Es enthält zwei Vorlesungen, die Frisch am 02. und 04. November 1981 am New York City College hielt. Gelesen hat er englisch; im Buch sind die deutschen Original-Typoskripte abgedruckt.
Die erste Vorlesung mit dem Titel "The writers journey: From impulse to imagination" ist ein straffer Spaziergang durch die Beweggründe des Max Frisch als Autor. Nachdem er zunächst erklärt, weder eine Theorie noch ein Rezept für das Schreiben zu haben, entwickelt er die Impulse des Schreibens aus seiner ganz persönlichen Sicht: Schreiben als Notwehr gegen die Erfahrung der Ohnmacht nach dem Krieg, Schreiben als Therapie für den Schreibenden. Schreiben, um sich selbst zu finden in den geschriebenen Worten. Das Erfinden von Geschichten, um der Erfahrung eine Form zu geben - und sie (erst) dadurch für sich selbst erfahrbar zu machen. Und der Prozess des Worte-Findens, des Findens des Rhythmus, der das Gegenteil von Be-Schreiben ist; der Versuch der bestmöglichen Annäherung an das Sagbare.
Die zweite Vorlesung trägt den Titel "The writer and his partners / The function of literature in society." Sie beschäftigt sich mit Fragen wie: Soll der Schriftsteller "politisch" sein; soll er sich einmischen? Bringt es überhaupt etwas, wenn Schriftsteller versuchen, sich einzumischen? Frisch sucht dabei nach Beispielen, in denen schriftstellerisches Wirken verändernd wirkte - und findet nur wenige. Außerdem beleuchtet Frisch das Verhältnis des Schriftstellers zu seinem Publikum. Welche Verantwortung hat der Schriftsteller gegenüber seinem Publikum? Inwieweit wird er gar von seinem Publikum beeinflusst?
Eingerahmt werden die Vorlesungen zum einen von einem Text Daniel de Vins mit dem Titel "Poesie und Utopie". Darin beleuchtet de Vin die Lebenssituation Frischs, in welche die Vorlesungen fallen. So hatte Frisch 1979 nach der Scheidung von seiner zweiten Frau einen Wohnsitz in New York genommen und lebte dort bis 1984 mit Alice Locke-Carey. Das heißt, Frisch lebte in New York, als er die Vorlesungen hielt. An die "Vorlesungen" anschließend berichtet Mark Jay Mirsky über eine Diskussion über die Themen der Vorlesung, die Frisch mit sechs amerikanischen Autoren am 05. November 1981 führte. Frisch wurde von den amerikanischen Kollegen dabei unter anderem zum Begriff der "Utopie" befragt. In dem abschließenden Text "Einmal muss das Fest ja kommen" setzt sich Peter Bichsel u.a. mit Form und Stil der Vorlesungen Frischs und ebenfalls mit Frischs Lebenssituation auseinander. Zur Sprache kommen die Unsicherheit Frischs im Hinblick auf sein aktives Englisch (weswegen er in die Vorlesungen viele (englische) Zitate aus seinen Büchern einstreute, die er von einem Muttersprachler vorlesen ließ), zur Sprache kommt das New York, wie Frisch es sah und erlebte. Und zur Sprache kommt letztlich auch das titelgebende "Schwarze Quadrat", ein Bild von Kasimir Malewitsch.
Fazit: Für Max-Frisch-Freunde, die an den Beweggründen für sein Schreiben interessiert sind, eine klare Kaufempfehlung.


Der Mann: Comeback eines Auslaufmodells - Martina WimmerDer Mann: Comeback eines Auslaufmodells
Martina Wimmer

Taschenbuch, März 2008
     Verkaufsrang: 277083      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Ein witzig zu lesender Stimmungsaufheller und viel gesünder als der Griff in die Pralinenschachtel." (Nürnberger Nachrichten)

"Macht gute Laune und peppt die Stimmung ordentlich auf. Super geeignet, zum selber lesen und zum Verschenken. Beispielsweise an die beste Freundin." (Bayern 3)


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Der Mann - Comeback eines Auslaufmodells      5 von 5 Punkten
ein wirklicher Stimmungsaufheller, dass sogar mein Mann sich
mit einigen Kapiteln identifizieren konnte. Wie schon ihre
anderen Bücher sehr amüsant und mit einem Augenzwinkern ge-
schrieben. Freue mich schon auf weitere Neuerscheinungen -


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Männer sind wie Pfirsiche - Harald MartensteinMänner sind wie Pfirsiche
Harald Martenstein

Audio CD, August 2008
     Verkaufsrang: 237161      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Martensteins Wirkprinzip lässt sich am ehesten veranschaulichen am Beitrag "Über John Lennon". Raubt uns Gesinnungsgenossen noch die Nachricht den Atem, dass der berühmte ZEIT-Kolumnist über den ermordeten Beatle eine Geschichte im Gepäck hat, "die sonst keiner kennt", so erfahren wir zunächst leicht irritiert, dass Martenstein zu mehr und mehr Dingen des Lebens keine Meinung mehr habe. Die sich anschließende Gaga-Episode über sein unziemliches Erscheinen auf einer Redaktionsweihnachtsfeier in völlig überheizten Schneestiefeln, lässt die Enthüllungsstory um das erschossene Genie vollends im Winde verwehen. Das Martenstein-Prinzip! Angekündigtes gibt?s prinzipiell nicht. Was man stattdessen aber bekommt, ist oft erhellender ? zumindest witziger -, als jedes Programm.
Dies haben inzwischen auch seine Auftraggeber in den Redaktionsstuben mitbekommen, wo man über saftige Martenstein-Honorarforderungen nur noch stöhnt, wie Alice Schwarzer bestätigt, die die hier versammelten 60 plus-Kolumnen mit ihrem Vorwort versehen und veredelt hat. Trotzdem, gäbe es diesen Beobachtungsposten mit dem Look eines Althippies nicht, man müsste ihn schnellstens erfinden. Wer schließlich darf mit seinem peinigenden Knie ("Über Mobilat") derart schamlos und seitenfüllend hausieren gehen? Wer das Abseitige und Abschweifende, das Nichtige im ach so Wichtigen so konsequent feiern. Und wer, außer HM, könnte auch nur annähernd auf den Gedanken kommen, Hitler als eine Art Widerstandskämpfer zu betrachten, nur weil dieser den geliebten jüdischen Arzt seiner Mutter verschonte. Martenstein kann ? und darf!
Alice Schwarzer weiß Martensteins "durchgängige Sensibilität für Pornografisches und Menschenfeindliches" zu schätzen. Der Mann macht sich nicht gemein. Boshaft, ja. Bösartig, niemals! Der Blick seiner Kolumnen, in denen für gewöhnlich nach drei Zeilen auf schlitzohrige Weise der Erzählfaden verlorengeht, erfolgt von unten. Eine wunderbare Perspektive, Hochfahrendes und aufgeblasen Eitles zu enttarnen, wie im Falle des empörten "SPIEGEL"-Kulturchefs, dessen Nationalismus-Begriff von Martenstein ungebührlich ausgeleuchtet wurde. Die Renaissance des Bärlauchs, Meditationen über das Wesen des Buddhismus ("Schluritum und mangelnder Ehrgeiz"), in der Abteilung Hypochondrisches wird die lädierte Schulter ausgiebigst beweint. Dann ? wie im tragikomischen Falle des spanischen Urlaubsarztes Dr. Mendoza ? werden fast schon Hemingwaysche Dimensionen sichtbar. Spätestens hier wird klar, welches Erzähltalent sich hier schon seit Jahren an der Kleinstform abarbeitet ?Ravi Unger


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

das Buch ist fast wie neu      5 von 5 Punkten
Das Buch ist schnell geliefert worden. Es ist ein Hardcover und wurde als Mängelexemplar ausgeschrieben. Man kann aber keine Mängel erkennnen und es sieht aus wie neu. für diesen Preis war es ein echtes Schnäppchen.


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Der Kanon. Die deutsche Literatur. 5 Bde: Essays: 5 Bände - Der Kanon. Die deutsche Literatur. 5 Bde: Essays: 5 Bände

Broschiert, 28. März 2006
     Verkaufsrang: 241375      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Der Essaykanon enthält 255 Texte von 166 Autoren, von Luther bis Günter Grass, von Lessing bis Max Frisch, von Leopold von Ranke bis Hannah Arendt, von Beethoven bis Arnold Schönberg, von Max Reinhardt bis Friedrich Dürrenmatt, von Lichtenberg bis Albert Einstein, von Bismarck bis Willy Brandt - Essays über Deutschland und die Deutschen, Aufsätze zur Literatur, Kunst und Musik, Theater- und Filmkritiken, Reden zur Politik und Gesellschaft: die deutsche Kultur und Geschichte in authentischen Zeugnissen.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Was ist Aufklärung?      5 von 5 Punkten
Wenn Sie sich oder Ihren Liebsten etwas wirklich Interessantes schenken möchten, empfehle ich Ihnen die 5 bändige Ausgabe deutschsprachiger Essays zu Politik und Geschichte, Kultur und Gesellschaft, Literatur und Musik, Theater und Film, die Marcel Reich-Ranicki für den geneigten Leser liebevoll zusammengestellt hat. Diesem "Kanon" ist ein Begleitbändchen beigefügt, in dem der große Literaturkenner einführend Kluges zu Essay und Feuilleton äußert und in welchem die Kurzbiographien aller im Kanon zu Wort kommenden Autoren nachzulesen sind.
Zum Gesamtwerk: Es ist bedauerlich an dieser Stelle nicht auf den Inhalt der 255 Essays eingehen zu können, schon die Nennung der Titel würde den Rahmen sprengen!
So viel nur, gleich im ersten Band wird dem Leser Immanuel Kants Essay "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?" entgegengebracht. Hier verdeutlicht der Philosoph, weshalb Aufklärung der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit darstellt und definiert dabei die Begriffe "Unmündigkeit" und "Selbstverschuldung" so präzise, dass am Ende wirklich jedem klar sein muss, was Kant uns allen ans Herz legen wollte.
Schillers Betrachtungen über Anmut und Würde, aber auch über das so genannte Erhabene dokumentieren, weshalb dieser Dichter neben Goethe die denkende Welt so nachhaltig beeindrucken konnte und es immer noch kann.
Heinrich Heines Reflektion "Über den Denunzianten" sollte man lesen und natürlich Büchners Schrift der "Hessische Landbote" zum besseren Verständnis des Vormärz. Theo Herzls "Judenstaat" und Karl Liebknechts "Verhaftung Rosa Luxemburgs" sind für die politische Entwicklung zu Anfang des letzten Jahrhunderts wirklich sehr erhellend.
Einsteins Rede zum 60. Geburtstag von Max Planck "Prinzipien der Forschung" halte ich für ein Lesemuss.
Pflichtlektüre bereits für Schüler sollte sein: Oskar Maria Grafs mutiger Protest "Verbrennt mich! Protest anlässlich der deutschen Bücherverbrennung 1933", aber auch Hannah Arendts "Aufklärung und Judenfrage".
Wenn Sie sich mit dem Inhalt der schönen Kassette erst einmal intellektuell befassen, werden Sie dem alten Kant - er lebt jetzt im Ideenhimmel - und Ihren Mitmenschen eine große Freude machen, denn Sie beweisen dass Sie sich - um Erkenntnis und Aufklärung bemühend - ins neue Jahr aufmachen wollen. Was soll dann noch schief gehen?
Viel Spaß beim Lesen!


Ein großes Werk ist vollbracht      5 von 5 Punkten
Das ehrgeizige Kanon-Projekt des prominentesten deutschen Kritikers Marcel Reich-Ranicki findet mit dem Essay Kanon seinen Abschluss. 50 Bände, 25 000 Seiten, welch eine Sammlung, die Frucht eines langen Lebens mit der Literatur.
Gedichtsammlungen kennt man, wenn auch selten so umfänglich wie die des Kanons, und auch Sammlungen von Erzählungen sind nichts allzu Aufsehen Erregendes, jedoch eine derart umfangreiche Sammlung von Essays ist etwas Außergewöhnliches. Der Begriff Essay ist hier weit gefasst, der Kanon beinhaltet Reden, Abhandlungen, Feuilletons, Kritiken, Artikel und eben Essays, oder, wie Marcel Reich-Ranicki es selbst ausdrückte, "Nichtfiktionale Prosa von hoher literarischer Bedeutung." Ebenso vielseitig wie die Textarten, die im Essay-Kanon aufgenommen wurden, so unterschiedlich sind die Autoren. Philosophen, Komponisten, Schriftsteller, Politiker und Theologen sind hier vertreten, von Luther bis Beethoven, von Goethe bis Brandt. Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, aber sie alle haben Schriften von Interesse, Intelligenz und Bedeutung geschaffen.
Eine unfassende und in ihrer Art einzigartige Sammlung. Verehrung und Dank Ihnen, Herr Reich-Ranicki.


Fotoreportage: Afghanistan Leben & Sehen: Ungewöhnliche Bilder des Alltags, Widersprüche und Kontraste - Veronika PicmanovaFotoreportage: Afghanistan Leben & Sehen: Ungewöhnliche Bilder des Alltags, Widersprüche und Kontraste
Veronika Picmanova

Gebundene Ausgabe, 30. September 2009
     Verkaufsrang: 37899      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 39,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Dies ist ein außergewöhnliches Buch. Die aus Prag stammende, in München und der übrigen Welt arbeitende Mediengestalterin und -Trainerin Veronika Pičmanová gibt in "Fotoreportage Afghanistan Leben & Sehen" die zweieinhalbjährige Erfahrung ihrer vielfältigen fotojournalistischen Tätigkeit (2005-2007) in Afghanistan wieder. Und zwar total. Von der richtigen, lowbudgetgeeigneten Ausrüstung bis zur Strategie von Fotoreportagen, vom Leben und Überleben der Menschen, von den essentiellen Anforderungen an den Reporter, den besonderen Chancen einer Frau in diesem Job und in diesem Land bis zu einfühlsamen Fotos über das Land im Kriegszustand und das Leben der Einheimischen und Besatzer im Ausnahmezustand. Es gibt viele Gründe für ambitionierte Fotografen, dieses Buch zu kaufen, zu mögen, zu schätzen und weiter zu empfehlen. Einer davon ist die gezielt mögliche Spende für die Ausbildung afghanischer Kinder (1 EUR aus dem Buchhandelspreis in Höhe von 39,95 EUR) durch den Käufer. (Jan-Gert Hagemeyer) (digitalkamera.de-Rezension)

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Die etwas andere Sicht auf Afghanistan      5 von 5 Punkten
Ich mag Bücher über die Fotografie, die nicht nur technische Details ausleuchten, sondern mir auch Geschichten zu den Aufnahmen selbst erzählen. Sie rücken Fotos für mich in ein neues, oftmals auch völlig anderes Licht. Am Ende sehe ich zwei Erzählungen: Die, die ich mir beim Betrachten selbst ausdenke und jene, die mir der Fotograf oder die Fotografin zu erzählen hat. In beiden liegt für mich die eigentliche Faszination der Fotografie.
Veronika Pimanová wagt den Spagat Ihre Geschichte über das aktuelle Afghanistan in Wort, Bild und Technik zu erzählen. Den Mut zu diesem Experiment habe ich als Fotografie- und Lesesüchtiger der Autorin und dem Verlag dahingehend honoriert, mir den Titel zu kaufen. Es sind keine "lauten" Aufnahmen, die sich mir sofort auf dem ersten Blick erschließen. Ich muss und möchte verweilen, um die Mimik und Gestik der Portraitierten oder die Szene allgemein zu erfassen. Scheinbar Banales im Bild festgehalten, wird durch die Erläuterung der Autorin für mich zu einer neuen und schlüssigen Erkenntnis. Trotz aller Ernsthaftigkeit der militärischen Auseinandersetzung, die ich mit Afghanistan verbinde, kommt hier und da der für Fotografen typische Humor nicht zu kurz. So werde ich dieses Buch wohl immer mit dem Foto "Joggen bei Nacht" in Verbindung bringen.
Persönlich bin ich mir nicht sicher, ob der Brückenschlag zur Aufnahmetechnik wirklich erforderlich ist. Sicherlich ist dieser Einblick für jene Leser hilfreich, die allein in der Kamera und dem Objektiv das Heil der Fotografie sehen. Unter den kriegerischen Bedingungen, wie wir sie tagtäglich in der Presse vor Augen geführt bekommen, muss es Einschränkungen geben, wie die Autorin auch gleich zu Anfang selbst schreibt. Perfektionismus ist an der Stelle einfach fehl am Platz. Umso mehr ziehe ich vor der Autorin meinen Hut, dieses etwas andere Buch geschrieben zu haben!


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Hans Ulrich Kempski berichtet: Große Reportagen eines legendären Journalisten - Hans Ulrich Kempski berichtet: Große Reportagen eines legendären Journalisten

Gebundene Ausgabe, 19. September 2009
     Verkaufsrang: 268479      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein halbes Jahrhundert lang hat Hans Ulrich Kempski für die Süddeutsche Zeitung über die großen Akteure der deutschen wie der internationalen Politik berichtet, über Staatskrisen, Revolutionen und Befreiungskriege, über Katastrophen, große Wahlkampagnen, erfolgreiche und geplatzte Konferenzen - über "all die großen Spektakel der Weltpolitik", wie er selbst einmal sagte. Unter den deutschen Journalisten der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts hat keiner das Reporterhandwerk so souverän beherrscht wie er. Auf besondere, vorbildhafte Weise verkörperte er zudem den Typus des unvoreingenommenen, fairen Journalisten, der seinen Gesprächspartnern mit Respekt begegnet, der Distanz hält und ohne vorgefasste Meinung an die Arbeit geht. "Wer beobachten will, darf nicht mitspielen" - dieser Maxime verdankte er den Zugang zu vielen Politikern in einem Verhältnis, das von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt war. "Hans Ulrich Kempski berichtet" sammelt Kempski-Reportagen, die über den Tag hinaus, an dem sie auf Seite "Drei" der Süddeutschen Zeitung erschienen, als Zeitdokumente spannend und lesenswert geblieben sind - dank der Ereignisse und der Akteure, von denen sie handeln, und dank der hohen journalistischen Kunst dieses Autors.

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Zeitdokumente      5 von 5 Punkten
Es handelt sich um eine beeindruckende Retrospektive aus 4 Jahrzehnten Geschichte, bezogen auf punktuelle Ereignisse, die teils in Vergessenheit geraten sind, teils über den Tag hinaus Bestand hatten. Die einzelnen Reportagen verlieren auch keinesfalls dadurch an Wert, dass man heute weiss, was nach den Ereignissen oder in ihrer Folge passierte. Kempski war ein Journalist "alter Schule" und seine Berichte sind in eben diesem Stil verfasst: detailreich und präzise, nicht schnörkelhaft sondern geschliffen und häufig pointiert. Sehr lesenswert und eine schöne Abwechslung zu manchem Artikel von heute.


Liebe ist kälter als das Kapital: Stücke Texte Interviews - René PolleschLiebe ist kälter als das Kapital: Stücke Texte Interviews
René Pollesch

Broschiert, 2. März 2009
     Verkaufsrang: 273721      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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René Pollesch ist einer der bedeutendsten Theaterautoren und Regisseure unserer Zeit. Dieses Buch beleuchtet zahlreiche Aspekte seines innovativen künstlerischen Schaffens und versammelt neue Stücke, eine umfangreiche Einführung in die Arbeitsweise des Künstlers, Essays, Interviews, biographische Angaben und ein Werkverzeichnis.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Geschäftsbedingungen zum Runterscrollen      3 von 5 Punkten
Pollesch, René: man mag ihn, oder eben gerade nicht und dann mit Verve, man fühlt in seinen Sätzen des öfteren den Nagel auf dem Kopf, doch in Textform fehlt der Hammer, der ihn ins Gehirn drischt. Nun, Postdramatik at its best hin oder her, wer seine Stücke mit Nachspielverbot belegt und die Ökonomisierung aller utilitaristisch durchtränkten Alligkeit kritisiert, dann aber seine Stücke, die man nun wirklich gesehen haben muss, in Buchform auf den Markt - wir kennen uns doch - wirft, der hat ein bisschen Glaubwürdigkeit verkauft. Unrecht, ich hör dir trapsen, denn da hat ers noch mehr verdient als mancher andere. Doch das Leben ist hart - c'est la vie - die Interviews und Texte sind übrigens sehr gut ausgesucht, aber Herr Pollesch haben etwas verloren, jetzt, da die Liebe nicht mehr ist: Er ist kein Mysterium mehr.
Vielleicht freut er sich ja auch.
Wie nett.


Paperweight: Literarische Snacks - Stephen FryPaperweight: Literarische Snacks
Stephen Fry

Broschiert, 2008
     Verkaufsrang: 123812      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Gedanken sind fry
Frys Radio- und Zeitungsbeiträge sind berühmt-berüchtigt. Er und sein Alter ego Donald Trefusis - allen Lesern des "Lügners" bekannt - plaudern über Margaret Thatcher, Erziehung, Wimbledon, Fernsehen, Langeweile, das Altern, Gott und den Rest der Welt. Witzige Anekdoten wechseln sich ab mit klugen Reflexionen über Theater, Drogen, Politik und Sport und bilden ein Feuerwerk aus Sprachwitz und Intelligenz. "Hoher Spaß- und Spannungsfaktor." (Format)


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Typisch      5 von 5 Punkten
Wenn man Stephen Fry dazu noch als Jeeves (aus Jeevs und Wooster) vor Augen hat, und sich Intonation und Mimik dazu denkt, gehoeren diese kleinen Artikel zu den amuesantesten der letzten Jahre. Mal satirisch, dann wieder witzig, oder auch nachdenklich - auch der 1. Golfkrieg kommt vor. Einziger Nachteil: der nicht uebersetzte Titel. Dass Paperweight auf Deutsch Briefbeschwerer heisst, kann man auf dem Umschlag erkennen. Warum man es dann nicht uebersetzen kann, bleibt das Geheimnis des Verlages.


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Der Hals lügt nie: Mein Leben als Frau in den besten Jahren - Nora EphronDer Hals lügt nie: Mein Leben als Frau in den besten Jahren
Nora Ephron

Gebundene Ausgabe, 1. August 2007
     Verkaufsrang: 112652      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Manche Bücher sollte frau ständig in Griffweite haben, um nach einem nicht zufrieden stellenden Blick in den Spiegel oder auf die Anzeige der Waage Trost zu finden. Ein Buch gefährdet die Figur weniger als das Knabbern kurzfristig glücklich machender Schokolade und ist billiger als eine Faltencreme! Nora Ephron hat so ein kluges Büchlein geschrieben, das notfalls sogar in die Handtasche passt." (BADISCHEN TAGBLATT )

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Erfrischend      5 von 5 Punkten
Schade, dass wir solche Autoren nicht auch in Deutschland haben. Ephron behandelt das Thema Älterwerden durchaus auf ernste Art: der Hals schrumpelt, Zähne müssen ersetzt werden, Freunde sterben, der eigene Tod kommt näher, ob man will oder nicht. Da ist dann nichts mehr mit selbst entscheiden, woran wir Frauen der Neuzeit uns so schön gewöhnt haben, sowohl was unsere Jobs als auch was zukünftige, gegenwärtige oder verflossene Männer angeht. Die Schönheit schwindet, das Ende naht, daran ist nichts zu drehen. Eigentlich ziemlich düster das alles - es sei denn, man betrachtet es mit Ephrons Humor. Der ist subtil und klug, respektlos und gegen den Strich gebürstet. Hilft ungemein! Denn wir erkennen: so wichtig sind wir doch eigentlich gar nicht. In der kurzen Spanne, die uns auf diesem Erdenrund vergönnt ist, sollten wir versuchen, unsere Mitmenschen nicht zu langweilen, sondern gut zu unterhalten. Nora Ephron schafft das, sowohl mit ihren wunderbaren Filmen als auch mit diesem feinen, kleinen Buch.


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