Reportagen aus aller Welt

Inhaltsangaben
Kurzbeschreibungen
Zusammenfassungen
Seite 16

Die Frühschriften - Karl MarxDie Frühschriften
Karl Marx

Gebundene Ausgabe, August 2004
     Verkaufsrang: 226488      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 22,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Gerade die Schriften des jungen Marx, die seine geistige Entfaltung bis zum "Kommunistischen Manifest" aufzeigen, haben in der Marxismus-Diskussion seit den dreißiger Jahren eine immer größere Bedeutung erlangt und der Entwicklung der Kritischen Theorie entscheidende Impulse gegeben. Das berühmte Fragment "Nationalökonomie und Philosophie" erschien 1932 zuerst in dieser Kröner-Ausgabe.

Der Band enthält alle Etappen, die der junge Marx durchläuft, bis er als Dreißigjähriger das Kommunistische Manifest verfaßt. Gerade die in dieser Zeit entstandenen Schriften eröffnen den geistesgeschichtlichen Horizont, ohne den der "Historische Materialismus" in seiner wahren Bedeutung nicht zu erfassen ist.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Marx jung wild und genial      4 von 5 Punkten
Wer, abgestoßen von dem Volumen des "Kapitals", glaubt, in den Frühschriften werde die Essenz Marxscher Gedanken diskussionsfertig dargelegt, hat nicht unrecht und wird doch enttäuscht werden. Die zentralen Entwicklungen der Theorie enthält dieses Buch sehr wohl, in Diskussionen mit Marxisten wird man nach der Lektüre jedoch auf Unverständnis stoßen. Der erste Teil des Bandes ist hauptsächlich der Auseinandersetzung mit Hegel gewidmet, es sind die im Detail nicht sonderlich interessanten Auseinandersetzungen eines hochbegabten jungen Mannes mit seinem geistigen Übervater, die aber bereits das neue Leitmotiv tragen: Das Messen der Ideologie an der Realität. Die folgende Phase bis zur Veröffentlichung des Kommunistischen Manifests ist zweifellos die interessanteste. Marx versucht immer wieder, die Wendungen der Geschichte auf den Punkt zu bringen - polemisch, anmaßend, oft genial und immer pointiert. Es erweist sich dabei als richtige Entscheidung der Herausgeber, auch nicht redigierte Texte wie "Nationalökonomie und Philosophie" aufzunehmen, denn gerade hier, wo die Argumentationen nicht "wasserdicht" gemacht werden müssen, zeigt sich Marx' Fähigkeit, historische Ereignisse wie die Reformation in ihren Auswirkungen auf das Lebensgefühl der Menschen zu erfassen - was man heute als Psychohistorie bezeichnen würde. In Auseinandersetzungen mit anderen revolutionären Denkern bezieht Marx doppelt Position: Einerseits gegen eine pessimistische, verzweifelnde Haltung - etwa im Streit mit Max Ruge, wo er regelrecht rabiat wird, als dieser Marx' große Hoffnungen anzweifelt - und andererseits gegen Phantasten, die am Schreibtisch schöne neuen Welten entwerfen (Proudhon). Marx geht dabei von der Frage aus: Was braucht der Mensch für ein glückliches Leben? Er argumentiert psychologisch, anthropologisch und philosophisch: Das ist der Marx, an den Denker wie Erich Fromm oder Gilles Deleuze angeknüpft haben. Wer allerdings Marxisten mit solchen Argumenten begegnet, sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, er würde unmaterialistisch denken. Fazit: Ein Buch, das einem das faszinierende Welt- und Geschichtsverständnis von Marx in seiner Entwicklung erschließt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Das nächste große Ding: Neues von den Fronten des Fortschritts - Kathrin PassigDas nächste große Ding: Neues von den Fronten des Fortschritts
Kathrin Passig, Holm Friebe

Broschiert, Juli 2007
     Verkaufsrang: 172714      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen


Trendspotting im kapitalistischen Chaos


Elektronische Wasserkocher mit Internetanbindung, Dusch-Joghurts oder der "Aromapod". Zukunftsmusik oder Hirngespinste? Kathrin Passig und Holm Friebe stöbern in den dunkelsten Trendecken und lesen die Zeichen unserer Hightech- und Design-gesteuerten Gegenwart. Ihre Kolumne bringt Abwegiges und Absurdes aus der Welt des Fortschritts mit trockenem Humor virtuos auf den Punkt.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Nepper, Schlepper, Powerseller      3 von 5 Punkten
Anhand von 35 Kolumnen aus unterschiedlichen Lebens- und Produktbereichen durchwühlen Passig und Friebe unseren Warenkorb und karikieren einige Fundsachen mit Zynismus und trockenem Humor.

Der von den Autoren beanspruchte Blick in die Zukunft wird leider eher selten gewagt und vor allem dem begeistert-kritischen Nutzer von Internetdiensten wird hier wenig Neues erzählt.

Der "Modernisierungsflüchtling" wird mit Freude die teils absurden Strategien der Marketingabteilungen zur Kenntnis nehmen und sich in seiner Rolle bestätigt fühlen. Für trendbewusste Menschen ist dieses Buch eine unverzichtbare Lebenshilfe, um die absatzfördernden Tricks von Herstellern zu entlarven und nützliche von weniger nützlichen Produkten zu unterscheiden.

Alles in allem hängt der Wert der Lektüre sehr von der persönlichen Lebens- und Konsumeinstellung ab.

Meine persönliche Wertung: 3 Sterne, da mir vieles schon bekannt war. Ansonsten eine nette und mitunter amüsante Lektüre.


Allegro ma non troppo. (Wagenbach SALTO): Die Rolle der Gewürze (insbesondere des Pfeffers) für die wirtschaftliche Entwicklung des Mittelalters / Die Prinzipien der menschlichen Dummheit - Carlo M. CipollaAllegro ma non troppo. (Wagenbach SALTO): Die Rolle der Gewürze (insbesondere des Pfeffers) für die wirtschaftliche Entwicklung des Mittelalters / Die Prinzipien der menschlichen Dummheit
Carlo M. Cipolla

Gebundene Ausgabe, März 2001
     Verkaufsrang: 196478     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Ein Scherz, ein geistvoller sogar. Eine Satire? In Maßen. Viel Ironie auf jeden Fall. Tiefere Bedeutung dagegen kaum.

Ihr Neffe plant Geschichte zu studieren? Ihre Liebste hat das Staatsexamen bestanden? Sie suchen ein Präsent für den Lieblingslehrer nach dem Abi-Stress? Mit diesem eleganten Ganzleinen-Bändchen aus der Salto-Reihe werden Sie Freude bereiten.

Der Wirtschaftshistoriker Carlo M. Cipolla macht sich lustig. Weniger über die menschliche Dummheit als vielmehr über die eigene Wissenschaftsdisziplin, den Jargon und die Systematisierungssucht von Wirtschafts- und Sozialhistorikern. Und in dem am Anfang des Büchleins stehenden Stückchen mit dem gravitätischen Titel "Die Rolle der Gewürze für die wirtschaftliche Entwicklung des Mittelalters" lässt er den Leser über eine Kulturgeschichtsschreibung grienen, die im Stande ist, unverfroren aus disparatesten Nachrichten große historische Bilderbögen zu schnipseln.

Wir erfahren im Vorwort: Beide Produkte müßiger Stunden (unwillkürlich sieht die Fantasie einen langweiligen Kongressnachmittag vor sich und stellt sich den Autor kritzelnd zwischen umgekippten Kaffeebechern vor) waren ursprünglich nur zur Erheiterung von Freunden gedacht. Aber dann liefen sie jahrelang in Abschriften und Kopien unter den Historikern Europas und Amerikas um. Die führen offensichtlich ein trauriges Leben. Schon ein wenig leichthändiger Unernst (allerdings von einem Könner dargeboten) vermag sie aus dem Häuschen zu bringen.

Aber: 70 Prozent aller Ironien, sagen Untersuchungen, werden gar nicht als solche erkannt, sondern für bare Münze genommen. Vielleicht also versteht manche Leserin, mancher Leser gar nicht, dass hier der Autor dem Mittelalter den Pfeffer bloß scherzhalber unter das scholastische Hemd bläst? Vorsicht also, Ihrem Studienanfänger-Neffen schenken sie das Buch vielleicht doch besser erst einmal nicht! --Michael Winteroll

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

IQ schützt vor Dummheit nicht      5 von 5 Punkten
Eine amüsante, aber einleuchtende Theorie zur menschlichen Dummheit. Egal, ob man eine Gruppe von Professoren untersucht, oder eine Gruppe von Busfahrern, das Mass an Dummheit ist konstant. (Er benennt dieses Mass gemeinerweise mit einem grossen Sigma für Stupiditas. Ergo: Sigma ist konstant).

Cipolla sagt aber auch im Detail, wie er das mit der Dummheit meint: Wer der Gesellschaft schadet, ist dumm, wer ihr nützt ist klug, und wer nichts schadet oder beiträgt, über den brauchen wir nicht zu reden. Allerdings ist so der Autodieb neutral, denn er zerstört nichts (in erster Näherung).

Ein Muss in der heutigen Diskussion um Intelligenz.

Dummheit mit Pfeffer      5 von 5 Punkten
Dem Titel sieht man es nicht an, das Buch enthält zwei wesentliche kulturgeschichtliche Beiträge.

Wir werden darüber aufgeklärt, dass unsere westliche Zivilisation im Wesentlichen auf der aphrodisierenden Wirkung von Pfeffer beruht (!).

Das wirklich verblüffende sind aber die Grundprinzipien der menschlichen Dummheit, ein Muss für jede(n), der menschliche Kontakte pflegt ...



Futebol: Fussball: Die brasilianische Kunst des Lebens - Alex BellosFutebol: Fussball: Die brasilianische Kunst des Lebens
Alex Bellos

Broschiert, Dezember 2005
     Verkaufsrang: 132499     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Nichts ist in Brasilien so populär wie Fußball und nichts wird so obsessiv und leidenschaftlich diskutiert. Alex Bellos erzählt die Heldengeschichten der großen Spieler, von Siegen und Niederlagen, die die Nation erschütterten. Nach "Ballfieber" von Nick Hornby endlich wieder ein Buch über Fußball, das auch nicht fußballbegeisterte Leser in seinen Bann ziehen wird..

Brasilien ist nicht arm an Fußballtriumphen. Aber ein entscheidender fehlt. Seine Bewohner können schreien und heulen, das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 1950 hat Brasilien nicht gewonnen. Kaum ein anderes Spielergebnis hat einen so starken und fortwährenden Einfluß auf das Seelenleben einer ganzen Nation gehabt. "Für mich ist jenes Spiel immer noch Gegenwart. Die Geschichte ist nicht zu Ende", stöhnt Isaías. Er war 1948 am Bau des Maracanã...


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Brasiliens Fußball ins Herz geschaut!      5 von 5 Punkten
Dieses Buch über den brasilienischen Fußball ist von einer unglaublichen Detailkenntnis geprägt. Der Autor hat wirklich aller erdenklichen Facetten berücksichtigt (gleich im ersten Kapitel geht es um Brasilienprofis auf den Färöern!). Herausgekommen ist ein spannendes Sittengemälde eines riesigen Landes und seiner alles überstrahlenden Leidenschaft, dem Fußball. Ein Muß für Fans!

tolle Fußballkultur-Studie über Brasilien!      5 von 5 Punkten
Alex Bellos
Futebol.
Fußball. Die brasilianische Kunst des Lebens

Critica Diabolis 122
Aus dem Englischen von Norbert Hofmann

Mit zahlreichen sw Abbildungen
Paperback, rd. 400 Seiten

Edition TIAMAT / Verlag Klaus Bittermann



BUCH-REZENSION

Edition TIAMAT hat in den letzten Jahren wiederholt bewiesen, dass dieser innovative Verlag bei seinen Produktionen größten Wert auf Authentizität und damit eine unverfälschte Darstellung legt. Neuestes Beispiel hierfür ist die Kulturstudie von Alex Bellos mit Namen "FUTEBOL - Fußball. Die brasilianische Kunst des Lebens". Der echte Fußball-Kultur-Anhänger ist über die Jahre zunehmend vorsichtig geworden. Die pervertierte Kommerzialisierung des Fußball nimmt immer unerträglichere Auswüchse an. Sport-Journalismus mutiert mehr und mehr zum Small-Talk-Gewäsch à la DSF-Doppelpass. Umso wichtiger ist es, dass Verlage wie Edition TIAMAT Hofberichterstattung gänzlich ablehnen. Auch mit dieser -endlich in deutscher Sprache- vorliegenden Neuerscheinung des gleichnamigen britischen Sportbuches, setzen die Berliner Verleger Maßstäbe in kritischer Sportberichterstattung. Distanz und heißes Fußballherz sind kein unüberwindlicher Gegensatz. Das beweist Alex Bellos in jedem der 15 Kapitel.

Der Autor zeichnet ein umfassendes Portrait Brasiliens, auch über den Fußballs hinaus. Er gibt dem Leser eine geographische Einordnung an die Hand und skizziert die typischen Charaktereigenschaften einzelner Regionen und Menschen. Im Anhang erfährt man Wissenswertes zum Hintergrund und zur Entstehung der größten Clubs und findet eine Statistik zur brasilianischen WM-Geschichte sowie ein "Rezept" zum Herstellen eines Fußballs im Dschungel. Schließlich erklärt Bellos die Entstehungsgeschichte der Nationaltrikots, deren Entwürfe wir auf dem Cover bewundern dürfen. Bellos sieht aber auch über die Grenzen des Landes hinaus. Er bereist Europa und besucht auf den Faröer-Inseln drittklassige brasilianische Profi-Fußballspieler namens Marcelo, Messias oder Marlon auf. Wir erfahren viel über deren enttäuschte und erfüllte Hoffnungen im fernen und kalten Nordeuropa. Brasilen besitzt quasi eine Fußballindustrie mit über 20.000 Profis, so, dass einige ihr Glück auch in unteren transatlantischen Ligen suchen müssen.
Spannend sind seine Beschreibungen der Ursprünge des Fußballs in Brasilien mit dem rasanten Aufstieg ab 1894. Wer weiß hierzulande schon, dass auch Deutsche einige Vereine im Land des Zuckerhutes entscheidend mitgeprägt haben? Bis in den Urwald ist der Fußball-Sport vorgedrungen und treibt Fanatiker zu völlig abstrusen Verhaltensweisen beim Neubau von Stadien in unwirtlicher Landschaft. Gleiches gilt für das größte Fußballturnier der Welt, welches mit einer Schönheitsköniginnenwahl kombiniert wird oder für die gesellschaftspolitische Bedeutung der Endspielniederlage von 1950 gegen Uruguay. Das skurrile Verhältnis von Karneval und Fußball wird ebenso erhellend beleuchtet. Oft wirken die Geschichten zunächst unglaubwürdig, fast erfunden, sind jedoch Ausdruck einer für Europäer völlig fremden Begeisterungsfähigkeit, die über das für uns oft entscheidende "Siegen" weit hinaus geht. Bellos lässt die großen Fußballlegenden auferstehen, ohne dabei in Ehrfurcht zu erstarren. Er schaut hinter die Fassade großer Sportler und wir erkennen nicht selten deren Alltagsuntauglichkeit. Gerade das macht das Buch so menschlich und einzigartig.

Fazit: das Werk ist fachlich sauber recherchiert und spannend geschrieben. Zu einer Zeit in der wahrer Sportjournalismus zur Randerscheinung verkommt, ist das Buch ein echter Gewinn, um den Spaß am Spiel mit der einstigen Lederkugel zurückzugewinnen.



Wozu lesen? - Elke HeidenreichWozu lesen?
Elke Heidenreich, Marcel Reich-Ranicki

Audio CD, März 2007
     Verkaufsrang: 230898      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Was lesen, wie lesen, wozu lesen? Unzählige Male wurde dieses Frage-und-Antwort-Spiel schon inszeniert und aufgeführt; langweilig ist das nie, vorausgesetzt die richtigen Akteure betreten die Bühne - unerreicht seit langem: Marcel Reich-Ranicki und Elke Heidenreich. Diese beiden Kritiker miteinander über Literatur reden und streiten zu hören, ist aus vielerlei Gründen ein Genuss, denn nicht nur lehrreich und mit viel Witz und Selbstironie wird der Zuhörer in die unendlichen Weiten der Literatur entführt, mitunter sind die Dialoge so großartig, dass sie so mancher Autor insgeheim darum beneiden mag.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Großes Theater      5 von 5 Punkten
Zwei der ganz Großen, ganz Intelligenten, ganz Belesenen - und vor allem ganz Unterhaltsamen. Wunderbar, wie die Heidenreich und "der Papst" Reich-Ranicki einander liebevoll beharken, kabbeln, in den Haaren liegen. Und dabei immer höflich-charmant miteinander umgehen ("Aberrr, ich bitte Sie, LIEBSTES Mädelchen...!").

Ach ja, ganz nebenbei: Der Inhalt der "literarischen" Gespräche ist auch allemal hörenswert. Nicht nur beim ersten Abspielen.


 Weitere Lesermeinungen


Die Wirklichkeit ist Schatten des Wortes. Aufsätze und Briefe - Bruno SchulzDie Wirklichkeit ist Schatten des Wortes. Aufsätze und Briefe
Bruno Schulz

Taschenbuch, September 2000
     Verkaufsrang: 252358      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,50 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Als vor über dreißig Jahren die Erzählungen von Bruno Schulz zum ersten Mal in Deutschland erschienen, war man sich über seinen Rang sofort einig: er ist einer der ganz großen Erzähler der Weltliteratur. Ein geistiges Gesamtportrait des Maler-Dichters der polnischen Avantgarde aber entsteht erst durch seine inzwischen aufgefundenen Briefe, Essays, Rezensionen und Skizzen. In ihnen lässt sich der Lebensweg des zur literarischen Erneuerung entschlossenen und fähigen Künstlers eindringlich nachvollziehen. Ein ausführlicher Anhang mit Zeugnissen von Freunden und Zeitgenossen, eine Lebens- und Werkchronik sowie Nachworte des akribischen Suchers und Herausgebers Jerzy Ficowski ergänzen die Erkundungen. »Es blieb sehr viel übrig, nämlich fast das gesamte Werk dieses genialen Menschen, fast seine gesamte gestorbene Welt, empfangen in dieser märchenhaften, wunderbar deformierenden und uns dadurch bereichernden Phantasie, die tausendmal reicher war als die gewöhnliche Phantasie . . . «(Andrzej Szczypiorski)

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein purer Extrakt der Dichtung      5 von 5 Punkten
Angenommen, man wüßte sonst nichts von Bruno Schulz, man kennte weder „Die Zimtläden" noch „Das Sanatorium zur Todesanzeige", man hätte noch nie irgendeine seiner Zeichnungen gesehen, und man stieße nun unversehens auf seine in diesem Band gesammelten, diversen Aufsätze und Rezensionen sowie auf seine nur unvollständig erhaltenen Briefe: Was erführe man über ihn, was für ein Bild machte man sich wohl von ihm? Zweifelsohne ein ziemlich ausführliches. Die äußeren Umstände seines Lebens lassen sich in den Briefen nämlich in klaren Umrissen erkennen: 1892 in einem jüdischen Elternhaus als das jüngste von drei Kindern geboren, wurde er nach dem Ersten Weltkrieg in seiner nunmehr wieder polnisch gewordenen Heimatstadt Drohobycz an einem staatlichen Gymnasium zunächst Zeichen-, später auch Werkslehrer. Dies war für ihn noch die einfachste Art und Weise, seine Familie (die Schwester, eine Cousine und einen Neffen) mit zu ernähren, die auf seine Unterstützung und die seines Bruders Izydor angewiesen war. „Einfach" soll aber nicht „ausfüllend" oder „beglückend" heißen: Oft genug klagt er über die „krüppelige Lehrerei", die ihm das Leben versauerte. Alle Anwandlungen, Drohobycz zu verlassen, sei es, um nach Warschau oder auch nur Lemberg zu ziehen, scheiterten, schließlich blieb er zeit seines Lebens Lehrer in Drohobycz - bis auf das letzte Jahr während der deutschen Besatzung. Das Abhängigkeitsverhältnis von seiner Familie wurde erst recht unlösbar, als der Bruder im Januar 1935 plötzlich und unerwartet starb. Auch ein lang gehegter Heiratsplan mit seiner Braut Józefina Szeliñska zerschlug sich 1937 endgültig. Bruno Schulz, der Deutsch in Wort und Schrift perfekt beherrschte, hatte sich gegen Ende des Ersten Weltkrieges einige Monate lang in Wien aufgehalten. Eine zweite Auslandsreise führte ihn im August 1938 nach Paris und wurde zu einer großen Enttäuschung. Es folgten zwei Jahre sowjetische Besatzung, wo er noch als Lehrer arbeiten konnte. Bis am 1. Juli 1941 der deutsche Einmarsch in Drohobycz erfolgte. Bruno Schulz geriet in Abhängigkeit des Gestapo-Offiziers Felix Landau, für den er Wandfresken ausführen mußte. Schließlich wurde er am 19. November 1942 von Karl Günther, einem SS-Mann und Rivalen Landaus, auf offener Straße erschossen. Dieser letzte Abschnitt findet zwangsläufig keinen Niederschlag mehr in den Briefen, die ansonsten über die äußeren Lebensdaten weitgehend Aufschluß geben. Zweifelsohne war Bruno Schulz' Drohobyczer Alltag kein erquicklicher. Oft genug klagt er, wie depressiv er sei, wie ungeeignet die Verhältnisse, in denen er lebte, zum künstlerischen Schaffen gewesen seien. Zum einen. Zum anderen spricht er aber auch in einem Brief an Witold Gombrowicz von der „schillernden Ambivalenz meines Wesens" bzw. seiner „Janusköpfigkeit", und trotz aller depressiven Zustände machte er auf die meisten Menschen, die ihm nahestanden, z.B. auf seine Braut Józefina Szeliñska, immer wieder den Eindruck, als sei er „ein purer Extrakt der Dichtung". Entgegen allem Anschein und unabhängig davon, wie depressiv er sich auch fühlen mochte, war er möglicherweise gar nicht so schwach, wie er sich ausnahm. Um mit Józefina Szeliñska zu sprechen: „Dabei war ich mir durchaus darüber im klaren, daß von uns beiden nicht er, sondern - wider allen Schein - ich die schwächere Seite war. Er hatte die Welt seiner Kunst, seiner hohen Regionen, ich hatte nichts". Tatsächlich ist diese eine angesprochene „Welt seiner Kunst, seiner hohen Regionen", so ungenügend er ihr auch leben mochte, eine weitgefaßte. In die Welt des Bruno Schulz - in seinen Seelenzustand, in seinen geistigen und literarischen Horizont sowie in die Bedingungen seines Schaffens als Schriftsteller und Grafiker - gewähren die erhaltenen Briefe, Essays, Rezensionen und sonstigen Skizzen aufschlußreiche Einblicke. Bereits zu seinen Lebzeiten war Bruno Schulz in Polen ein bekannter und anerkannter Autor, der mit Stanis³aw Ignacy Witkiewiecz und Witold Gombrowicz einen regen Austausch pflegte. Unter den deutschsprachigen Schriftstellern, zu denen er in besonderer geistiger Nähe stand, seien Rilke, Kafka und Thomas Mann herausgehoben. Aber auch französische Autoren wie Marcel Proust oder Jean Giono wußte er zu schätzen. Unter all den erhaltenen Briefen sei insbesondere auf einen an Witkiewicz hingewiesen, in dem Bruno Schulz ihm höchsteigene und wesentliche Anschauungen darlegt. Ihnen zufolge leidet der Mensch unter einem doppelten Verlust: dem seiner mythologischen Anfänge und dem der Kindheit. Hier setzt aber die Kunst an, deren Rolle es ist, zu den verschütteten Quellen, so weit wie möglich, zurückzufinden. Die Rolle der Kunst sei die „einer Sonde, die ins Namenlose hinabgelassen wird. Der Künstler ist ein Apparat, der Vorgänge in einer Tiefe registriert, in der Werte geschaffen werden". Hierin liegt wohl die Haupttriebfeder von Bruno Schulz' Schaffen, in diesen Anschauungen der gedankliche Unterbau zu den „Zimtläden" sowie zum „Sanatorium zur Todesanzeige", die tatsächlich und wahrhaftig als „ein purer Extrakt der Dichtung" anzusehen sind. Unter anderem auch deswegen, weil die künstlerische Umsetzung der ihnen zugrundeliegenden Anschauungen ans Vollkommene heranreicht.


Derrick oder Die Leidenschaft für das Mittelmaß: Streichholzbriefe 1990 - 2000 - Umberto EcoDerrick oder Die Leidenschaft für das Mittelmaß: Streichholzbriefe 1990 - 2000
Umberto Eco

Gebundene Ausgabe, August 2000
     Verkaufsrang: 248889      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Ironisch und intelligent, scharfsinnig und unterhaltsam - ein neuer Band mit den berühmten Glossen, Parodien und Geschichten Umberto Ecos. Gibt es etwas deutscheres als den Kommissar Derrick, die vollkommene Verkörperung von Durchschnittlichkeit, Phlegma und Beamtentreue, die das Fernsehen je sah ? Und doch hat der Mann im unauffälligen Zwirn eine internationale Karriere gemacht, die kein Kulturkritiker jemals für möglich gehalten hatte. Wer sonst als Umberto Eco, der...

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein Sack voll kluger Gedanken      4 von 5 Punkten
Ich hatte Umberto Eco bisher ausschließlich als Romanautor von "Der Name der Rose" und dem "Foucaultschen Pendel" kennen und schätzen gelernt. Doch auch als Kommentator und Satiriker ist Eco unsagbar gut.
Ob er nun über Derrick, seinen ersten Teddybär, den Kosovo-Krieg, Bossi, MS-DOS oder den Tod schreibt, er trifft zumeist den Nagel auf den Kopf. Seine Artikel sind teils witzig, teils ironisch, zuweilen belehrend und hilfreich, niemals aber uninteressant.
Der einzige Nachteil ist, dass die meisten Artikel zu Beginn der 90er Jahre verfasst wurden und somit leider nicht mehr ganz zeitgemäß sind. Doch vielleicht ist ja auch das Zurückerinnern an Fragen, die uns vor 10 Jahren beschäftigt haben eine sinnvolle Betätigung. Wenn man sich mit Umberto Eco zurück erinnert, ist es zumindest eines garantiert: Es wird unterhaltsam.


Enzyklopädie der Alltagsqualen: Ein Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen - Hannes SteinEnzyklopädie der Alltagsqualen: Ein Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen
Hannes Stein

Gebundene Ausgabe, Februar 2006
     Verkaufsrang: 212210      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Das Leben ist eine Zumutung, und auch noch eine verdammt kurze. Von solchen hübschen Paradoxien lebt Hannes Steins Enzyklopädie der Alltagsqualen und nimmt sich die Freiheit zu einem unterhaltsamen Rundumschlag: Da werden Autofahrer ebenso aufs Korn genommen wie Fußgänger und Radfahrer, alle vier Jahreszeiten bekommen ihr Fett weg, ebenso Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und Frauen und Männer sowieso, die Arbeit natürlich, aber genauso die Arbeitslosigkeit. Statt 122 Beiträge hätte diese Enzyklopädie leicht ein Vielfaches enthalten können, so gut beherrscht der Autor die hohe Kunst des Grantelns (gebürtiger Münchner, aufgewachsen aber in Salzburg, wo das dann eher "Raunzen" heißt), die sich naturgemäß gegen jeden und alles richten kann.

Schon in seinem Endlich Nichtdenker hat der Journalist Hannes Stein bewiesen, wie man aus Klischees und persönlichen Abneigungen witzige Satire produziert. Dass er dabei manch offene Tür einrennt, liegt in der Natur der Sache ("Alle hassen die Deutsche Bahn, das ist indessen kein Grund es nicht auch zu tun."). Originell und lustig sollte es halt sein, was dem Autor überwiegend gelingt. Etwa wenn er sich den Produktionsprozess von Gebrauchsanweisungen ausmalt: Ein höllischer "Dämon" erstelle zunächst einen "Urtext", welcher sich "wie eine Mischung aus Brockhaus und Heidegger liest". Sodann werde der Text von einem Norweger ins Arabische und von einem Japaner ins Englische übersetzt, "...der Computerexperte gibt dem Ganzen den letzten Schliff."

Neben Anlass zum Lachen bietet das Buch auch reichlich Gelegenheit, sich über den Autor und seine Überheblichkeit zu ärgern (was ja auch Spaß machen kann), weil er den Mund sehr voll nimmt bei seinem Parforceritt durch das weite Feld der Vorurteile und Abneigungen. Dan Brown-Fans etwa sollten Seite 35 vielleicht lieber überblättern. Anderen wird soviel Bosheit dagegen Freude bereiten: "Seine Plots wurden im Windkanal getestet, ob sie auch haarsträubend genug sind. Seine Dialoge haben offenbar Ölsardinen im Zustand geistiger Umnachtung verfasst. Im Vergleich mit ihm nimmt sich sogar Michael Crichton wie ein erfindungsreicher Schriftsteller aus..." --Christian Stahl

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Der Autor ist zu intelligent und sieht zu genau hin! Das geht gar nicht! Nicht jeder mag so was! Logisch!      5 von 5 Punkten
Hannes Stein hat ein "Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen " verfasst, dass sich hochironisch mit den täglichen Alltagsqualen auseinandersetzt, alles andere als jammerlappig daherkommt und dezidiert verdeutlicht , dass unser Leben , so wie es sich in der Regel gestaltet, eigentlich eine Zumutung ist !
So liest man zum Beispiel zum Thema Erfolg:
" Wenn man dabei ertappt wird, wie man Schecks fälscht, alten Tanten die Handtasche klaut oder sich an bewaffneten Banküberfällen beteiligt, ist das zwar peinlich , aber so schlimm auch wieder nicht. Lässt man sich aber dabei erwischen , dass man Erfolg hat, handelt es sich um ein echtes Malheur. Da kann man nur noch so stammeln und bescheiden tun; da kann man im Schlabberlock herumlaufen und jeden Monat einen Millionenbetrag an die Caritas überweisen - es wird nichts helfen. Der Erfolgreiche hat das größte Verbrechen begangen , er hat sich an der Gemeinschaft versündigt. Er hat sich gewagt, sich aus dem dunklen Kartoffelsack des Kollektivs zu befreien. Das muss geahndet werden. Der Abbruch der sozialen Kontakte ist das Mindeste, worauf sich der Erfolgreiche gefasst machen muss: Frühere Kollegen werden ihn nicht mehr grüßen, ehemalige Geliebte werden ihn nicht mehr anrufen, sogar Familienmitglieder werden ihn schneiden. Gewiss gibt es daneben noch jene Möchtegernaufsteiger , die glauben sie könnten an seinem Erfolg teilhaben, wenn sie sich einschleimen. Aber erstens sind sie nicht sehr zahlreich und zweitens merken sie schnell, dass ihre Hoffnungen trügerisch sind, dass sie also nicht in seinem Schlepptau ganz nach oben gelangen können. Daraufhin pflegen die Möchtegernaufsteiger, sich aus falschen Freunden in harte und schonungslose Feinde verwandeln: Sie werden versuchen, dem Erfolgreichen mit haarsträubenden Lügengeschichten zu schaden. Wenn ihnen das nicht gelingt, wird sich ihre Wut bis zur Besinnungslosigkeit steigern......." Ein kluger Beobachter dieser Stein, nicht wahr? Die Rezensionstexte zum Buch sprechen Bände! Stein ist übrigens sehr erfolgreich und weiß wovon er spricht!
In seinen Betrachtungen lässt der Autor, der Philosophie studiert hat, wirklich nichts aus. Er schreibt u .a . über das Älterwerden ebenso ungeschminkt und zielsicher , wie über Frauen und Freunde, über Gefühle und über das Gewissen aber auch über Personen wie Giorgio Agamben, Foucault , Peter Sloterdjik,( der ihm seine kleinen Seitenhiebe sicher nicht krumm nimmt, denn er ist selbst hochironisch), sowie über unseren großen Nobelpreisträger Günther Grass . Hannes Stein stellt die rhetorische Frage, weshalb Grass immer noch ernst genommen wird. " Wieso gilt dieser Angehörige der Generation HJ als das gute Gewissen Deutschlands und nicht als moralischer Bankrotteur? " Selten habe ich so punktgenau eine Antwort auf diese Frage , die sich in jüngster Zeit ja viele Zeitgenossen gestellt haben, gelesen.
Schallend gelacht habe ich über seine Betrachtungen zum Thema Kondome, die mit dem Satz enden. " Das Oberhaupt der katholischen Kirche ist kompromisslos gegen Kondome. Der Mann versteht eben etwas von Sex. " Stein schreibt Bemerkenswertes über Männer und resümiert: " Es gibt nicht viele Männer , die weder ekelhaft noch feige sind, doch ihre Existenz ist unbestreitbar. Man nennt sie Trappistenmönche." ( Nur zu Erinnerung, Hannes Stein ist keine Frau, sondern offensichtlich ein Nestbeschmutzer !)
Das Buch hat wirklich einen großen Unterhaltungswert, setzt aber voraus , dass der Leser sich locker macht, denn Hannes Stein schafft es jedem den Spiegel vorzuhalten.

Stein sieht die Menschen so wie sie sind und liebt sie trotzdem!
Sehr symphatisch!

Empfehlenswert!

PS: Schmallippige Menschen , die keine Ironie verstehen, sollten die Finger von diesem Buch lassen. Die Texte veranlassen solche Personen zumeist wütend in den Tisch zu beißen. Das kann Zahnschmerzen zur Folge haben. Also Vorsicht!


 Weitere Lesermeinungen



Venedig. Eine Einladung - Herbert RosendorferVenedig. Eine Einladung
Herbert Rosendorfer

Broschiert, 21. April 2008
     Verkaufsrang: 249615      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Dringende Einladung: Besuchen Sie Venedig - solange es noch steht! Reiseführer: Herbert Rosendorfer. Noch gibt es Venedig, diese Stadt, die längst zum Traum ihrer eigenen Schönheit und zum Wunder einer »Inszenierung« des Lebens geworden ist. Seine aktualisierte und überarbeitete Einladung, Venedig zu besuchen, versieht Herbert Rosendorfer jedoch mit dem Appell: »Dringend«! Obwohl die chemiedurchsetzten Wasser der Lagune und die Korruption, die die Gelder zur Rettung versickern lässt, ihr arg zusetzen, gibt es sie noch: Venedig, diese Stadt, die sich Stadtgründer auch in ihren kühnsten Visionen nicht hätten vorstellen können. Herbert Rosendorfer nimmt uns mit auf die verschlungenen Wege ihrer Entwicklung und Topographie und führt uns in die Einzigartigkeit ihrer Symbiose aus Natur, Geschichte und Reichtum ein. Er zeigt das Doppelgesicht Venedigs: die Unwirklichkeit dieser Stadt, die ihre Bedeutung schon vor 200 Jahren verloren hat, und die Kunst gewordene Wirklichkeit ihrer Paläste, Kirchen und Museen. »Venedig sehen und sterben«, war das Motto früherer Besucher. Rosendorfers Buch verwandelt es in die Mahnung: »Venedig sehen, bevor es stirbt«.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ich bin beleidigt      2 von 5 Punkten
Ob "Venedig ist schon untergegangen" (S. 8; 9. Auflage S. 10) eine Art Motto sein soll, wird zwar nicht so richtig klar. Aber immerhin: Angelesenes (meist mit Hinweis auf die Quelle) - mehr aus der Geschichte Venedigs, als aus der Gegenwart - wird neu erzählt. Dagegen ist ja nichts zu sagen, wenn es lesbar und ehrlich ist.
Jeder Lehrer weis allerdings - und jeder kluge Schüler weis, dass es jeder Lehrer weis, Abgeschriebenes erkennt man an den Fehlern, die mit plagiiert werden: Nun seien wir gerecht: Hinter dem Zusatz zur Mitteilung, dass der Turm von San Marco am 14. Juli 1902 - "Ohne Vorwarnung?" (S. 21; 9. Auflage S. 24) - einstürzte, steht wenigstens ein Fragezeichen. Bezeichnenderweise fehlt hier jeglicher Bezug auf eine Quelle (nebenbei: "Harry's New York Bar", die übringens "Harry's Bar" heißt - HARRY PICKERING war aus Boston, gab es zu dieser Zeit noch nicht). Wo hat also der Autor abgeschrieben? Bei PETER CORNELIUS MAYER-TASCH, der im "Diario Veneziano" noch entschiedener behauptet, der Turm sei "ohne die leiseste Vorankündigung" eingestürzt (S. 69) nicht, denn dessen Broschüre erschien ja erst 2007. Also stammt der Irrtum wohl eher von einem jener guide-books, die es zurecht verdienen, verschwiegen zu werden.
Aber für wie dumm kann ein Autor mich als Leser halten, indem er annimmt, ich glaubte ihm, dass der wichtigste Turm von Venedig am belebtesten Platz der Stadt an einem Sonntag Vormittag gegen viertel vor 10 Uhr ohne Vorwarnung einstürzen kann, ohne dass dabei eine größere Anzahl von Menschen zu Schaden kommt? Wie kommt es, dass der - mangels Vorwarnung - anzunehmenden Opfer niemals jemand gedacht hat? Wie kommt es, dass der Autor (oder mindestens sein Lektor) sich diese Fragen nicht vorgelegt haben? Das Mindeste was man erwarten kann, ist doch, dass der Autor mal in der Zeitung der folgenden Tage nachschaut, bevor er solchen Unsinn weiterplappert! Das hat GERHARD TÖTSCHINGER (Nur Venedig ist ein bissl anders. Wien/München 2002) getan und der zitiert auch ausführlich S. 78ff aus der "Gazetta" vom 15. Juli 1902. Der klärt allerdings auch nicht auf, was es mit den Photographien vom einstürzenden Turm auf sich hat, bildet eine davon S. 79 (es gibt eine ganze Serie solcher Fotos) ab und schweigt sich ansonsten darüber aus. ROSENDORFER dagegen schreibt irgendwo ab: "Die Bilder sind eine Fälschung." Na, da will er mich doch wirklich für dumm verkaufen! Dumm genug, dass ich sein Buch gekauft habe! Wenn die Bilder eine Fälschung sind, ist doch höchst interessant, wie z.B. das FOTO-STUDIO ZAGO das gemacht hat. Gab es keine öffentliche Reaktion auf diese Photos? Der Photograph wird doch wohl als guter Christ oder Jude oder überhaupt als anständiger Mensch (die soll es ja sogar unter Atheisten geben) irgendwann nach dem prächtigen Geschäft gebeichtet (ich hoffe, das gibt es auch bei Muslimen; Buddhisten und Hindi haben ja anstelle dessen die Wiedergeburt) haben!
Was ist von einem Autor zu halten, der solchen sich aufdrängenden Fragen nicht nachgeht? Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr geht mein Wohlwollen, mit dem ich dieses Buch zunächst gelesen habe, in Zorn über: Ich bin zutiefst beleidigt, wie wenig der Autor vor mir als Leser hält! Da fallen weitere Fehler (z.B. S. 23, 30, 54, 64, 74, 75, 76; 9. Auflage: S. 26, 34, 59, 70, 81, 83, 84), die nach 8 bzw. 9 Auflagen (2005/2009) immer noch nicht beseitigt sind, gar nicht mehr ins Gewicht!
Man verschone mich mit solchen Autoren!
Ausnahmsweise habe ich, weil die neueste Auflage zeitgleich mit dieser Rezension erschienen ist, die 8. Auflage aus dem Jahr 2005 mit der des Jahres 2008 verglichen. Seltsam ist, daß die Auflage von 2008, bei der nur einige unwesentliche Sätze hinzugefügt worden sind und keinerlei Fehler korrigiert wurden, im Impressum S. 91 als 1. Auflage 2008" bezeichnet wird. Soll hier verschleiert werden, daß diese Broschüre seit 1993 - ich vermute mal - völlig unverändert immer wieder nachgedruckt wird?


Jedem das Seine - Henryk M. BroderJedem das Seine
Henryk M. Broder

Taschenbuch, März 1999
     Verkaufsrang: 134729      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen



Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Broder kann man blind kaufen      5 von 5 Punkten
Denn er hat - wie auch auch in diesem Buch beweist, einen unnachahmlichen Humor, der viele sprachlos und mit offenem Mund zurückläßt. Schreib noch viele Bücher, Henryk!


Radio Kaminer: 1LIVE Klubbing Hörbuchedition - Radio Kaminer: 1LIVE Klubbing Hörbuchedition

Audio CD, Februar 2008
     Verkaufsrang: 266339      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Spießeridylle? Gartenzwergbiotop? Nein der Schrebergarten ist das letzte wahre Paradies auf Erden. Und der perfekte Ort, um allerlei Abenteuer zu erleben. Wladimir Kaminer, Inhaber von Parzelle 118 in der Kleingartenkolonie Glückliche Hütten , äußert sich hinreißend komisch über Apfelernte, Hummeln und Rhabarberkompott, deutschen Vorschriftswahn und viele interessante Bekanntschaften.Auf unvergleichliche und unterhaltsame Weise liest das kreative Multitalent Wladimir Kaminer seine Texte selbst vor.



Rain - W. Somerset MaughamRain
W. Somerset Maugham

Taschenbuch, Februar 1999
     Verkaufsrang: 207556      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 2,60 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Der Autor hielt 'Rain' für seine beste Kurzgeschichte, setzte sie an die Spitze seiner 'Collected Short Stories'; viermal wurde sie verfilmt. Eine regendurchpeitschte Südseegeschichte im Missionarsmilieu mit tragischem Ausgang, Menschen in psychologischen Grenzsituationen und in einer fremden, exotischen Welt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

An interesting story      4 von 5 Punkten
You get to know the two couples, Mr. and Mrs. Macphail and Mr. and Mrs. Davidson, first. They are on a boattrip in the Pacific. The Davidsons, severe missionaries, want to convert the natives on the iles of Samoa. But before they reach their destination, they have to make a forced stop at Pago-Pago, because of an infectious disease. During their stay there, they share a little flat with the Macphails.
Later Mr. Davidson wants to convert a prostitute, Miss Thompson. And a suicide happens. Who? And at last, why?
Somerset Maugham wrote a good psycological story, which you must read attentively.


 Weitere Lesermeinungen


Ein eigenes Zimmer - Virginia WoolfEin eigenes Zimmer
Virginia Woolf

Broschiert, Januar 2007
     Verkaufsrang: 216622      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Mit ihrem berühmten Essay zum literarischen und politischen Feminismus ist Virginia Woolf zu einer Symbolfigur der Frauenbewegung geworden. Ihr leidenschaftlicher Appell an die Frauen, sich energisch wirtschaftliche, soziale und künstlerische Eigenständigkeit zu verschaffen, hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Klassiker des Feminismus      5 von 5 Punkten
Warum haben Frauen so wenig gute Literatur verfasst? Die Frage beantwortet Virginia Woolf so profan wie einleuchtend: Sie haben nie ein eigenes Zimmer gehabt. Anlässlich zweier Vorträge im Jahr 1928 in den ersten und einzigen Frauencolleges Großbritanniens ging die Autorin dem Problemfeld Frauen und Literatur nach. Die Männer, so ihr Befund, hätten den Frauen stets den Zugang zu Bildung verwehrt, sie absichtlich dumm gehalten, auf Hausarbeit und Kindererziehung reduziert und ihnen keinen Freiraum gelassen, geschweige denn die Möglichkeit gegeben, selbst Geld zu verdienen. Um als Schriftstellerinnen kreativ und erfolgreich zu sein, bräuchten Frauen a) eigenes Geld und b) ein eigenes Zimmer. Das sind Woolfs Minimalforderungen. Ihr brillant geschriebener Essay lotet das Phänomen der weiblichen Unterdrückung aus, spürt Literatinnen nach und stellt schließlich die Androgynitätsthese in den Raum: Der perfekte Dichter müsste männlich und weiblich zugleich sein. Ohne militant feministisch zu sein, ist der Essay der Anker- und Startpunkt der Frauenforschung und der feministischen Literaturkritik.


 Weitere Lesermeinungen


Strübel & Passig: Kolumnen - Ira StrübelStrübel & Passig: Kolumnen
Ira Strübel, Kathrin Passig

Broschiert, Dezember 2007
     Verkaufsrang: 253719      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die legendären Taz-Kolumen von Ira Strübel und Kathrin Passig endlich als Buch!¯Nachdem am vergangenen Dienstag die Rentnerin Eleonore K. an einer MarzahnerSupermarktkasse von zwei Jugendlichen auf brutalste Weise bewusstlos geräuspertwurde, als sie den fälligen Betrag von 14,12 Euro durch zeitlupenträgesZusammenkratzen von Ein- und Zwei-Cent-Stücken begleichen wollte, hat diefraktionsübergreifende Antigewaltkommission des Bundestags nun ein Papier zurGewaltbekämpfung vorgelegt. In Berlin herrscht ungewohnte Einhelligkeit: Sokann und darf es nicht weitergehen.® (Ira Strübel)¯Ich bin mit dem Internet noch nicht ganz zufrieden. Ich finde, man orientiert sichdort zu sehr an zweifelhaften Zielgruppen und zu wenig an mir.® (Kathrin Passig)In den Jahren zwischen 2001 und 2003 schrieben Ira Strübel und Kathrin Passig inder Taz-Kolumne ¯Strübel&Passig® über das Leben im 21. Jahrhundert an und fürsich. Die Kolumne entwickelte sich schnell zum Liebling der Massen, wurde allerdingsdennoch we
gen einer ¯Seitenreform® eingestellt. Das bedauert nicht nurdie taz bis heute. Nun erscheint endlich ein Best Of dieser Kolumnen in Buchform,ergänzt durch die schönsten Kolumnen, die Strübel und Passig für die ¯Wahrheit®-Seite der taz verfasst haben.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

ein einziger großer Lesespaß      5 von 5 Punkten
Nachdem ich bereits früher ihre Kolumnen in der "taz" genossen hatte, habe ich mich schon Monate vor seinem Erscheinen auf dieses Buch gefreut. Und meine Erwartungen waren berechtigt: Diese Texte gehören für mich zum Witzigsten, was ich seit langem gelesen habe. Der trockene, intelligente Humor erinnert ein wenig an Max Goldt, die Schreibe der Autorinnen ist bei einer bemerkenswert ausgefeilten Sprache hochsympathisch und die Inhalte verlocken immer wieder zu begeisterter Zustimmung. Meine persönlichen Highlights sind die Essays "Wunschzettel 2002" (immer noch aktuell) sowie "Nicht vergessen - hier muss noch ein Titel hin!". Für mich hat der Verbrecher-Verlag damit eines der besten Bücher des Jahres 2007 herausgegeben. Klare Leseempfehlung.


Und sie schämeten sich nicht. Vol. 1 - Joachim FernauUnd sie schämeten sich nicht. Vol. 1
Joachim Fernau

Audio CD, 29. August 2007
     Verkaufsrang: 238182     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

"Das Schönste an Fernaus Geschichte des deutschen Liebeslebens ist - neben dem munteren und gar nicht prüden Ton - der deutliche Abstand zu jeder Art von 'Sittengeschichte'." Münchner Abendzeitung Warum ist die Nacht das lichteste Kapitel der germanischen Geschichte? Weshalb wechselte man vom Minnesang so schnell zum Minnedienst? Was verbarg sich hinter der Prüderie des Biedermeier? Diese und viele andere Fragen beantwortet Joachim Fernau mit großem erzählerischen Elan, mal als geistreicher Provokateur, mal al fröhlichfrivoler Geschichtenerzähler, immer kenntnisreich und zum Vergnügen des Lesers. Die funkensprühende Geschichte des deutschen Liebeslebens - ein Muß, nicht nur für Fernau-Fans.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Eine fantastische Liebes-Geschichte der Deutschen      5 von 5 Punkten
In seinem einzigartigen Stil beschäftigt sich Fernau auch in diesem Werk wieder mit der Geschichte der Deutschen - nur ist dies eine "Geschichte der Nächte" - es geht um die Beziehung von Mann und Frau über zwei Jahrtausende hinweg. Die Idee ist genial - denn, abgesehen davon, dass die Liebe ohnehin ein ergiebiges Thema ist, hat sich der jeweilige Zeitgeist der Epochen immer auch auf die Betten ausgewirkt.

2000 Jahre Geschichte geben Einiges her. Das fängt mit dem aufgeregten Bericht eines Römers an, der im Wald einen Hünen von Germanen sein Weib nehmen sah, geht über Badehäuser, Liebe in Klöstern, deftige Bauernhochzeiten, Minnegesänge, Casanova bis zum Mutterkult von Hitler und Teenie-Sex der 68er (das Buch ist von 1958 und wurde 1968 mit einem Nachtrag versehen). Und auch wenn Fernau es höchstens im Nachwort vorsichtig ausgedrückt hat - angefangen bei der Verteufelung der Lust durch die Kirche über vorgegebene Rollenverteilungen bis hin zur heutigen völligen Reizüberflutung ist eine Sache immer mehr auf der Strecke geblieben: die Natürlichkeit im Zusammenleben der Geschlechter.

 Weitere Lesermeinungen



Und jetzt?: Politik, Protest und Propaganda - Und jetzt?: Politik, Protest und Propaganda

Broschiert, Juni 2007
     Verkaufsrang: 246615      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Ökonomie und Regierung folgen träge ihren Imperativen, die Mühlen der Reform mahlen langsam, Ohnmacht und postpolitische Resignation machen sich breit. Manchmal flackert zwar im öffentlichen Bewußtsein das Politische auf, doch protestierende Studenten und populistische Präsidenten lösen Standardreaktionen aus: abgeklärten Zynismus und naive Euphorie. Auch wenn sich die Diagnose vom »Ende der Geschichte« plausibel anfühlen mag, politisierte Konsumenten, Medienaktivisten und Gewerkschafter versuchen, sie mit neuen Formen der Politik zu widerlegen. In anschaulichen Fallstudien bietet Und jetzt? eine Bestandsaufnahme über Propaganda und Protest am Beginn des 21. Jahrhunderts. Reportagen und Interviews werden ergänzt durch Gespräche mit Gegenwartsdiagnostikern wie Ulrich Beck und Michael Hardt.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Und jetzt? Buch lesen!      5 von 5 Punkten
Wer an aktueller Politik und der Zukunft interessiert ist, findet Antworten in diesem Buch "Und jetzt?". Es ist ein informatives Werk für uns zusammengetragen und aufbereitet. Wie eine grosse Wochenendausgabe einer Zeitung brauchen wir es nur lesen.

Wie sind Parteien und Gewerkschaften, mit ihren abnehmenden Mitgliedern bei zunehmender Globalisierung noch zu retten? Diese Frage, wie auch eine Klärung was sind Nichtregierungsorganisationen, findet der Leser in teilweise komplexen Texten vor und es erfordert manchmal die volle Konzentration beim Lesen. Aber es lohnt sich.

Sehr informativ sind die Beiträge unterschiedlicher Autoren über Protestformen Frankreichs, gegen Hartz IV und das World Economic Forum (WEF). Der Einzelne ist doch nicht so einsam und hilflos wie es manchmal scheint. In einem Beitrag werden Beispiele für Veränderungen grosser Konzerne durch verändertes Konsumverhalten gegeben. Wie sind weltweite Unternehmen in ihrem Fehlverhalten durch gezielte Massnahmen verändert worden. Bei Interesse, kann das vorliegende Buch auch im politischen Unterricht verwendet werden. Es steckt voller Überraschungen und Anleitungen.
Schließlich, Medien heute und Alternativwege einer Information über das Internet oder die Erklärung was sind Yes Men, kann in einem Beitrag nachgelesen werden. Die Form im vorliegenden Buch, mit einer Einführung, Texten und Beiträge unterschiedlicher Autoren die Themen aufzuarbeiten, halte ich für sehr gelungen.
Martin Ludwig, Gessertshausen


Geschichte eines Landarztes - John BergerGeschichte eines Landarztes
John Berger

Gebundene Ausgabe, August 1998
     Verkaufsrang: 272898     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

John Berger und Jean Mohr haben vor über dreißig Jahren das tägliche Leben eines englischen Landarztes beobachtet, photographiert und aufgeschrieben. Ihr Buch ist das einzigartige Zeugnis einer vergangenen Zeit und einer ganzheitlichen Medizin, in der die Menschlichkeit noch im Mittelpunkt stand, und das Portrait eines bewundernswerten Mannes.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Nachdenken über einen Mann, der Glück gehabt hat      5 von 5 Punkten
John Bergers und Jean Mohrs Foto-Essay wurde 1967 zum ersten Mal veröffentlicht, und bereits damals ahnten die Autoren, dass Dr. John Sassall einer der letzten Landärzte alten Stils sein würde. Sassall ist mehr als nur ein Allgemeinmediziner; für seine Patienten, unterprivilegierte Landbewohner, ist er Arzt, Vertrauter, Beichtvater und Freund. Berger schriebt über ihn, er trenne die Krankheit nie von der Gesamtpersönlichkeit des Patienten, und glaube nicht an "professionelle Distanz"; vielmehr müsse er dem Patienten nah genug kommen, um ihn als Person in Gänze anerkennen zu können.
Das Buch heißt im englischen Original "A Fortunate Man. The Story of a Country Doctor" und der Leser mag sich fragen, was genau Dr. Sassall zu einem Mann macht, der "Glück gehabt hat". Und wie müsste man selbst arbeiten, um in seinem Beruf Erfüllung zu finden?
"Geschichte eines Landarztes" ist ein nachdenklich stimmendes Buch; die schönen Fotografien verstärken noch die meditative Wirkung vieler Prosa-Passagen.


 Weitere Lesermeinungen


Einstein trifft Picasso und geht mit ihm ins Kino: oder die Erfindung der Moderne - Ernst Peter FischerEinstein trifft Picasso und geht mit ihm ins Kino: oder die Erfindung der Moderne
Ernst Peter Fischer

Broschiert, November 2006
     Verkaufsrang: 243186      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Einstein und Picasso sind sich in Wirklichkeit nie begegnet - nicht im Raum jedenfalls, in der Zeit schon. Sind Raum und Zeit aber nicht untrennbar ineinander verschränkt? Und war es nur Zufall, daß Einstein und Picasso den Weg in die Abstraktion zur selben Zeit beschritten? Ernst Peter Fischer nützt ein fiktives Gipfeltreffen mit Einstein und Picasso zu Raum, Zeit, Kunst und Wissenschaft, um zu erklären, wie Kunst und Wissenschaft in der Raum-Zeit-Welt zusammenkommen und was das bedeutet. Und auf besonders raffinierte Weise erklärt er dabei, wie die Moderne entstanden ist.



Im Lichte Indiens - Octavio PazIm Lichte Indiens
Octavio Paz

Gebundene Ausgabe, Januar 1999
     Verkaufsrang: 191005      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Indien am Ausgang des 20. Jahrhunderts. Der Nobelpreisträger Octavio Paz - als Dichter und Essayist in den Kulturen des Orients wie in denen des Okzidents gleichermaßen zu Hause - sucht nach einer ganz persönlichen Antwort auf die Fragen, die ihm dieser faszinierend vielschichtige Subkontinent und seine unermeßliche Wirklichkeit aufgeben.
"Dies Buch ist nicht die Frucht des Wissens, sondern der Liebe." Octavio Paz




Nachrichten von Büchern und Menschen 2. 9 CDs: Sieben originale Radio-Essays - Arno SchmidtNachrichten von Büchern und Menschen 2. 9 CDs: Sieben originale Radio-Essays
Arno Schmidt

Audio CD, Oktober 2006

Verkaufsrang: 241685
Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen.

Preis: € 34,90
(versandkostenfrei nach D, CH und A, ,
 Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren



 


Vorige SeiteSeiten:
 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15  16  17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 
Nächste Seite