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| Reportagen aus aller Welt | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Suchers Leidenschaften: Simone de Beauvoir: Eine Einführung in Leben und Werk
Audio CD, 23. Oktober 2007 Verkaufsrang: 295617 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Simone de Beauvoir (1908-1986) gilt als eine der wichtigsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Mit ihrem philosophischen EssayDas andere Geschlechtschuf sie einen feministischen Grundlagentext von bis heute ungebrochener Gültigkeit und wurde auch durch ihren freiheitlichen Lebensstil zu einer Identifikationsfigur der Frauenbewegung. Engagiert, originell und höchst persönlich führt C. Bernd Sucher, der bekannte Kritiker und Journalist, zusammen mit der Schauspielerin Angela Winkler durch Leben und Werk dieser großen Schriftstellerin und Philosophin.
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Reporter der Hölle. Kriegsberichterstatter im 2. Weltkrieg Georg Schmidt-Scheeder Gebundene Ausgabe, Februar 2003 Verkaufsrang: 243194 Journalismus extrem Niemand hätte nach 1945 geglaubt, dass noch einmal Journalisten bei ihrer Arbeit in einem Kriegsgebiet den Tod finden würden. Und doch ist es geschehen. Der Krieg in Afghanistan hatte kaum begonnen, da fielen die ersten Reporter, die ihn dokumentierten. Georg Schmidt-Scheeder arbeitete als Bildreporter einer großen Tageszeitung. Als 1939 der Krieg begann, wurde er in Uniform gesteckt und als Kriegsberichterstatter ins Feld geschickt. Seine seinerzeit...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Der Krieg aus Sichtweise eines Kriegsberichterstatters, der sehr vieles erlebt hat 5 von 5 Punkten Ein Buch, dass leider viel zu wenig Beachtung gefunden hat bisher. Gespickt mit sehr vielen Infos die bislang unbekannt für mich waren, habe ich es zweimal gelesen um alle Infos herauszuholen!
Für alle die wissen möchten, wie es möglich ist, dass heute noch Kilometer an Filmband, Bergweise Berichte und Photos vorhanden sind, oder darauf zurückgegriffen werden kann (oder teilweise noch immer nicht bearbeitet und ausgestrahlt wurden).
Ohne die damalige/aufwendige Arbeit der Propaganda Kompanien wären heute keine Doku im Fernseh zum Thema WK II (unterlegt mit Bild/Filmaufnahmen) möglich.
Eine andere Spezies Soldat, die aber nicht minder gefährdet waren wie alle anderen auch und auch teilweise direkt in vorderster Linie ihr Leben verloren haben.
Ein Buch, dass ich sofort in meine Lieblingsbücherliste mitaufgenommen habe (und zu recht nach meiner Meinung).
Fesselnd - authentisch - eindrucksvoll 5 von 5 Punkten Der Autor versteht es, seine Erfahrungen als Kriegsberichter fesselnd zu schildern, ohne dabei in gängige Klischees zu verfallen, wodurch er eine besondere Authentizität erreicht. Es wird dabei deutlich, wie der Propagandaapperat des Dritten Reiches funktionierte, um damit dem deutschen Volk eine gewünschte "Wahrheit" zu präsentieren. Das Buch liest sich eher wie ein Roman und weniger wie ein Fachbuch. Die regelmäßig eingefügten Fotos dokumentieren den Inhalt und sind gut ausgewählt. Es ist zwar ein historisches Buch, angesichts des "Embedded Jorunalism" und anderer Abarten der Beeinflussung medialer Berichterstattung jedoch von ungebrochener Aktualität. In Zeiten multimedialer Kommunikation und einer zunehmenden Verzerrung der Realität(en) bekommt die Thematik zudem eine vollkommen neue Dimension. Dieses Buch ist jedem Leser zu empfehlen, der die "Kunst" der propagandistischen Beeinflussung erfahren will, ohne dabei in die Tiefen kommunikationstheoretischer Tiefen versinken zu müssen. Das Buch bietet nur begrenzte Wissenschaftlichkeit aber ein hohes Maß an Unmittelbarkeit. |
Du bist mein Augenstern. Was die Zeit aus Ehen macht Ursula Lebert, Stephan Lebert Taschenbuch, Januar 2004 Verkaufsrang: 144423 Gibt es ein Geheimrezept für die Liebe? Wie sieht eine gute Ehe aus? Mitte der 70er Jahre porträtierte Ursula Lebert in viel beachteten Reportagen junge Eheleute. Dreißig Jahre danach forschte ihr Sohn Stephan nach, was aus diesen Paaren und ihren Idealen geworden ist. »Ein faszinierendes Dokument über die Ehe, wie sie wirklich ist.« Emma »Nur eines kann dieses fesselnde Buch nicht bieten: ein Rezept für dauerhaftes Glück.« Darmstädter Echo »Die Bilanz? Es scheint nicht bewiesen zu sein, dass die Unterbringung von immer mehr Eheschließungen in immer weniger Lebensläufen das Gesamtgewicht des Glücks in der Welt vermehrt ...« Süddeutsche Zeitung
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Klasse! 5 von 5 Punkten Da ich selber in dem Buch vorkomme (wenn auch nur am Rande, in erster Linie gehts ja um meine eltern) finde ich das Buch natürlich sehr interressant! *g* Nein, im ernst es ist einfach sehr interressant mal hinter die kullissen zu schauen und zu sehen was für unterschiede es geben kann bei der "EHE". Ehe ist numal nicht gleich Ehe und es ist überraschend, schön bzw traurig zu sehen, was die zeit so überdauert und was nicht! einfach selber lesen! Es lohnt sich!
Weitere Lesermeinungen |
Die blassen Herren mit den Mokkatassen Herta Müller Gebundene Ausgabe, August 2005 Verkaufsrang: 278350 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein literarisches und ein optisches Vergnügen, Gedicht und Collage zugleich: Aus Zeitungsausschnitten und Bildern setzt Herta Müller ihre Texte zusammen, so dass jedes einzelne Gedicht zu einer ebenso verspielten wie künstlerisch konsequenten Collage wird. Ein wunderbares, unvergleichliches Buch, das zeigt, zu welchen spielerischen Formen die poetische Phantasie finden kann.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Beschwingte Poesie 5 von 5 Punkten Selten hat man Herta Müller derart verspielt und beschwingt erlebt - auf den ersten Blick, denn bei intensiverem Reflektieren der Texte erkennt man die oftmals erschütternde Tiefenstruktur.
Zutiefst poetische Bilder und sprachspielerische Textkollagen kombiniert mit aussagekräftigen, bisweilen rätselhaften Bildcollagen ergeben ein wunderbares Buch, das auch im Sinne eines "Bilderbuches" ein Genuss ist.
Um einen Vorgeschmack auf "Die blassen Herren mit den Mokkatassen" zu geben, sei an dieser Stelle ein (kürzerer) Text zitiert:
mir tickt die WOLKE
durch den Kopf und die Stadt
sitzt krötenstill morgens vor
meinem Mantelknopf
Wunderschöne Sprachbilder in einer tollen Ausstattung.
Ansehen, lesen und genießen.
Einladung zum Wortspiel und zur Sinnsuche 4 von 5 Punkten Aus Zeitungsschnipseln in Wortlänge oder kürzer und Bildern klebte Herta Müller knappe, nicht mehr als zwanzigzeilige Gedichte zusammen. Die bunten Collagen laden ein zur Sinnsuche, sind ein Auftrag an Leser, die Botschaft inner- und auch außerhalb der Gedichte in neuen Verbindungen zu suchen. Denn man sollte nicht nur Wort für Wort von oben nach unten und links nach rechts lesen: auch eine Kombination von Wörtern nach Schriftgrößen, Schrifttypen, Hintergrund- und Papierfarben ist möglich und genauso sinn-voll wie jede andere Leseart. Es wäre nicht ein Buch von Herta Müller, die sich bisher vor allem mit ihrer Banater Heimat, familiärem oder gesellschaftlichem Druck und politischer Bedrohung auseinandersetzte, könnte man nicht auch in den Collagen ihre Lieblingsthemen erkennen: Väter, Mütter, Amtspersonen, anonyme Autoritäten stehen am Beginn der Gedichte und ziehen die Gedanken der Autorin (oder der Leser?) an sich. „Die blassen Herren mit den Mokkatassen" sind in ihrer Vielfalt keine einfache Lektüre, aber auch nicht einmalig - jede weitere Lektüre einer Collage eröffnet neue Möglichkeiten der Gedankenkombination. |
Radio Kaminer: 1LIVE Klubbing Hörbuchedition
Audio CD, Februar 2008 Verkaufsrang: 47249 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Spießeridylle? Gartenzwergbiotop? Nein der Schrebergarten ist das letzte wahre Paradies auf Erden. Und der perfekte Ort, um allerlei Abenteuer zu erleben. Wladimir Kaminer, Inhaber von Parzelle 118 in der Kleingartenkolonie Glückliche Hütten , äußert sich hinreißend komisch über Apfelernte, Hummeln und Rhabarberkompott, deutschen Vorschriftswahn und viele interessante Bekanntschaften.Auf unvergleichliche und unterhaltsame Weise liest das kreative Multitalent Wladimir Kaminer seine Texte selbst vor.
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Berliner Schule: Michael Nast und Oliver Korittke lesen Großstadtkolumnen
Audio CD, Juli 2008 Verkaufsrang: 144168 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Meistgelesener MySpace-Blog, Kultautor in Rekordzeit: Michael Nasts Großstadtkolumnen sind Momentaufnahmen, die nicht nur das neue Berlin perfekt in Worte fassen. „Ob wir wohl in Michas nächster Geschichte auftauchen? – Tja, liebe Cindy, das kannst Du haben.“ Nett und zynisch, cool und spießig, witzig und tragisch, gut und böse – wer Michael Nasts Großstadtkolumnen liest, weiß, dass das noch nie Gegensätze waren. In seinen Geschichten von Berliner Nächten und Beziehungsstress, von Agenturen und Ostlertum, von Ikea-Flausch und Astrologen-Trash kommt so mancher schlecht weg – und so mancher findet sich darin wieder. Jeden Montag beschreibt er in seinem Blog auf MySpace das wahre Leben. Inzwischen ist Nast der bekannteste deutsche MySpace-Blogger, zehntausende Leser warten sehnsüchtig auf seine nüchtern abgehobenen Momentaufnahmen, zu den Lesungen strömen Hunderte von Fans. Gelesen werden die Großstadtkolumnen von dem Schauspieler Oliver Korittke und dem Autor höchstselbst. Nast und Korittke sind befreundet, und das merkt man ihrer gemeinsamen Inszenierung der nett-bösen Geschichten in dieser sehr authentisch wirkenden Session durchaus an. Die leicht ironische Distanz indes, die die Kolumnen so erfolgreich macht, wird konsequenterweise beibehalten.
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Über Spiegel und andere Phänomene Umberto Eco, Burkhart Kroeber Taschenbuch, November 2001 Verkaufsrang: 245936 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Narziß beugt sich übers Wasser. Auf der blanken Oberfläche erscheint sein Bild. Er lehnt sich zurück, das Bild verschwindet, nichts zeugt vom Geschehenen. Das Spiegelbild: kein Zeichen, behauptet Eco. Dem Semiotiker zerfällt die Welt in Zeichen, und wo er keine entdeckt, muß er die Diskrepanz zumindest erklären. Die Lektüre dieses zentralen Essays lohnt nicht nur für Narziß ... Eco versammelt in diesem Band von »Gelegenheitsschriften« Aufsätze zur Ästhetik, Analysen diverser Phänomene der populären Kultur, kritische Textinterpretationen, philosophische und semiotische Schriften. Das Themenspektrum reicht von den Formen der Darstellung, experimenteller und avantgardistischer Kunst, Massenmedien und Literatur bis zu möglichen Welten der Science-fiction, detektivischer Phantasie und Täuschung. Ecos semiotischer Ansatz, mit dem er so souverän hantiert wie ein Kartograph mit dem Zirkel, erweist sich dabei immer wieder als überraschend.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sammlung von Blickwinkeln 4 von 5 Punkten Dieses Buch beinhaltet eine Sammlung von Aufsätzen Eco`s quer durch die Jahrzehnte. Seine Gedanken geben Mut genauer hinzuschauen und nachzudenken, machen auf vieles noch nie zu vor Gesehenes aufmerksam. Es ist spannend.... Dieses nicht ganz einfach zu lesende Buch ist ein Buch zum Durcharbeiten aber mehr noch zum Durchdenken. |
Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802 Johann Gottfried Seume Taschenbuch, Juni 1997 Verkaufsrang: 89358 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Johann Gottfried Seumes Bericht von seiner meist zu Fuß zurückgelegten Reise nach Sizilien ist Reiseliteratur der ganz besonderen Art. Seine Route führte von Leipzig über Wien, Laibach, Venedig, Rom und Neapel nach Syrakus und wieder zurück über Mailand, Zürich und Paris. Ein unmittelbar wirkendes, authentisches Bild ist entstanden, das nicht nur schöne Landschaften und die atmosphärische Leichtigkeit italienischen Lebens, sondern auch Einblick in...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Ein abenteuerlicher Spaziergang 5 von 5 Punkten Am 6. Dezember 1801 bricht Johann Gottfried Seume zu einem Spaziergang auf, der in die Literaturgeschichte eingehen wird. Viele glauben nicht, dass der nur 1,55 m große Mann lebendig zurückkehren wird. Schließlich führen die 6000 Kilometer, die er von Leipzig bis ins sizilianische Syrakus und zurück zu bewältigen hat, durch Gegenden, die von Straßenräubern unsicher gemacht werden und für die zählt ein Menschenleben wenig. Aber Seume ist nicht nur Gelehrter, sondern auch ein erfahrener Soldat, und lässt sich nicht abschrecken. Bis zur berühmt gewordenen Reise war sein Leben von unglücklichen Umständen geprägt; jetzt will er es noch einmal wissen. Nach eigenem Gutdünken besichtigt er Städte und Sehenswürdigkeiten und beweist dabei durchaus Mut zur Lücke. Meist zu Fuß unterwegs und in eher armseligen Wirtshäusern logierend, begegnet er Menschen, die die Kutschenfahrer seiner Zeit nie zu Gesicht bekommen. Was er sieht, analysiert er mit wachem, kritischem Verstand. Deshalb kann er am Ende seiner Reise einen Bericht aus ungewöhnlicher Perspektive abliefern, der nicht nur seine Zeitgenossen fasziniert, sondern auch heute noch Menschen dazu inspiriert, ihren Reisezielen mit offenen Augen und mit aufgeklärtem Verstand zu begegnen.
Ein Reisetagebuch als politische Kritik 4 von 5 Punkten Die Reise Seumes von Leipzig nach Syrakus und zurück ist eine Art früher Reisejournalismus. Während Goethe sich auf seiner Italienreise als Künstler wiederentdeckt, interessiert sich Seume für die politische Realität Italiens und die Lebensverhältnisse seiner Bewohner. Er will Italien zwar auch als einen der geographischen Orte klassischer Bildung aufsuchen, aber weder als Reiseführer noch als Bildungslektüre ist das Buch gedacht. Ihn interessieren militärische, ökonomische, landwirtschaftliche und politische Belange. Er sucht Gründe für die Rückständigkeit Italiens und kritisiert sie, was er mit den verwandten Verhältnissen in Deutschland nicht hätte tun dürfen - der damalige Leser wusste das natürlich. Italien ist in der Zeit der napoleonischen Kriege noch mehr als sonst ein unruhiger Ort; einer der Seume viele interessante, aber auch bedrohliche Begegnungen ermöglicht: Er trifft sich mit vielen bedeutenden Geistern der Zeit, kommt mit Maultiertreibern, Lohndienern und Mitreisenden Kontakt und wird einmal - mit dem Messer an der Kehle - ausgeraubt. Seume geht die 3000 km nach Syrakus - mit einem Schlenker über Paris - zu Fuß, um einen näheren Bezug zum Land aufzubauen. Interessant sind aber nicht nur seine Darstellungen, sondern auch die Technik des Reisens: Wieviel Gepäck kann man mitnehmen? Wie sorgt man dafür auf dem ganzen Weg Bekannte zu treffen? Was ist damals ein Reispass? Der heutige Reisende erkennt erstaunlich viele Parallelen, gewinnt aber auch ein Gefühl für den Wandel des Reisens in den letzten 200 Jahren. Als politischer Schriftsteller ist Seume interessant und - zumal durch seine spannende Lebensgeschichte - sympathisch, seine maßvoll über das Buch verteilten Verse sind dagegen schauerlich. Die zahllosen, dem modernen Leser kaum verständlichen Anspielungen Seumes auf politische, mythologische und künstlerische Dinge werden in einem reichhaltigen Anhang erläutert. |
Japanische Gegenwartsliteratur: Ein Handbuch Irmela Hijiya-Kirschnereit Taschenbuch, 2000 Verkaufsrang: 88187 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Einheimische Traditionen und Einflüsse aus dem Westen prägen gleichermaßen die japanische Literatur der Moderne. Das Handbuch gibt Einblick in die vielgestaltige literarische Landschaft der japanischen Gegenwartsliteratur, ihre Entwicklung, ihre gesellschaftlichen und kulturellen Hintergründe. In ausführlichen Essays und mit umfangreichen Bibliografien werden zehn ihrer wichtigsten Autorinnen und Autoren vorgestellt.
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Capri Alberto Savinio Taschenbuch, Mai 2001 Verkaufsrang: 279698 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Alberto Savinio erzählt eine kurze Reise auf die Insel Capri und vermittelt dabei ein Bild von den verschiedenen Örtlichkeiten, diversen Sehenswürdigkeiten und dem touristischen Treiben ebenso wie von der weit in die Antike zurückreichenden Geschichte der »Ziegeninsel«. Ein Text voll witziger Exkurse, Abschweifungen und phantasievoller Erfindungen und zugleich ein Glücksfall des »literarischen Spaziergangs« an einen der Sehnsuchtsorte des gebildeten...
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Der Aufstand gegen die sekundäre Welt: Bemerkungen zu einer Ästhetik der Anwesenheit Botho Strauß Taschenbuch, April 2004 Verkaufsrang: 104632 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dieser Band versammelt fünf der wichtigsten Schriften des Künstlers, der immer schon auf Verschiebungen im Gesellschaftsgefüge theoretisch reagiert hat. Darunter die Rede zum Büchner-Preis, der Essay über George Steiner und die Hommage zu Peter Steins sechzigstem Geburtstag.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Denk-Ausflüge eines konservativen Vorboten 4 von 5 Punkten "Der Hauptmangel der Philosophie liegt darin, dass sie zu erträglich ist..." schrieb einst Emile Michele Cioran. Der Hauptmangel der Literaten und Stücke-Schreiber liegt darin, dass sie zu gefällig sind, möchte man hinzufügen. Nicht aber Botho Strauss. Knurrig wie ein Cioran oder Adorno höchstselbst, beißt er giftig in alles, was uns heilig ist oder in der Schublade für Tabus im Dunkeln schlummert. Mit Essays über Borchardt und Stein, "anschwellende Bocksgesänge" und Zeiten ohne "Vorboten" zerrt Vorbote Botho Strauß unseren Illusionen die Kleider vom Leib. Eine reaktionäre Haltung wird ihm zuweilen nachgesagt, besonders von den enthusiasmiertesten Vertretern der Multi-Kulti-68er-Bewegung. Seine neuesten Äußerungen beschäftigen sich denn auch ernüchtert mit der Integrationsproblematik. Dies ist nur logische Weiterentwicklung eines unbeirrt selbständigen Denkers. Mit Texten über "Beginnlosigkeit" oder "Wohnen, Dämmern, Lügen" hatte Strauß schon immer bewiesen, dass er zur Kristallisation nicht nur des essayistischen Formulierens, sondern auch des Denkens verlässlich fähig ist. In der Publikation "Angelas Kleider" hatte Strauß zwar nicht über Angela Merkel, aber immerhin über eine Frau geschrieben, die andere Leute sammelt (und auslöscht) wie Käfer. So entzündet sich sein Denken stets immer mehr am gekippten Gleichgewicht als dass er an irgendeiner aufgestellten Fassadenwelt ergebnislos abglitte. Der Berliner Autor und Literaturwissenschaftler Thomas Oberender hat Strauß einmal als "Gebärdensammler" bezeichnet: In der Tat, es gilt immer nicht nur das Gerede, sondern auch das Getue zu durchschauen. Für diese Art von Röntgen-Fähigkeit hat man Strauß zu schätzen. Wölfe, die bloß mit dem Wind heulen, gibt es schließlich genug.
Zwang zur Revision 5 von 5 Punkten Die Straußsche Essaykunst ist so tief ambivalent wie die Form, die von ihr benutzt wird. Sie ist hyperbolisch und wahr, sie taucht den Geist in schwindelerregende Bildkaskaden und erzeugt fulminante Evidenzen, die keineswegs durch Strauß' radikal-kulturkritischen Impetus beeinträchtigt werden. Dieser stellt durchtragendes Thema und Überzeugung seines dramatischen und, hier: essayistischen Schaffens dar, das den Anspruch auf poetische Eloquenz und wissenschaftliche Wahrheit vollauf einlöst. Der sich von einem klaren argumentativen Gedankengang sich absolut lösende Duktus fordert ein unnachgiebiges und forschendes Lesen, das kritisches Denken evoziert und Wiederlesen einfordert. Wenn Strauß vom gesellschaftlichen Zwang des sekundären Molochs spricht und sich als "Außenseiter-Heros" in die Position des Unbefleckten, des der virtuellen Welt Entgrenzten wirft, dann herrscht für den Leser nur ein bewusster Zwang unter vielen unbewussten, nämlich der Zwang zur reflektierter Revision der jeden "aktuellen Anlaß" überdauernden Interpretamente Botho Strauß'. |
Verdammt zum Glück. Der Fluch der Moderne. Ein Essay Pascal Bruckner, Claudia Stein Taschenbuch, Dezember 2002 Verkaufsrang: 287643 "Seid glücklich! Gibt es, so liebenswürdig dieser Satz klingt, einen paradoxeren, schrecklicheren Befehl? Wie soll man wissen, ob man glücklich ist? Wer legt die Norm fest? Warum muß man es sein, weshalb wird die Empfehlung zu einem Befehl? Und was soll man denen antworten, die kläglich eingestehen: Ich schaffe es nicht?" Das Glück, unsere uralte Sehnsucht, ist zum Werbeslogan verkommen und das Glücklichsein zum gesellschaftlichen Pflichtprogramm geworden. Ein Leben lang jagt der moderne Mensch ihm nach, wohl wissend, daß seine Nichterfüllung einem persönlichen Scheitern gleichkommt. Wie aber konnte eine so große Idee der Aufklärung sich in ein Dogma, in einen für alle verbindlichen Katechismus verwandeln? Pascal Bruckner schrieb mit dieser brillanten Beobachtung der Welt, in der wir leben, das Gegenstück zu seinem vielbeachteten Essay "Ich leide, also bin ich".
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehr zu empfehlen 5 von 5 Punkten Die Lektüre dieses Buches hat jede Minute Spaß gemacht, weil Bruckner auf intelligente, unterhaltsame und anregende Weise unser heutiges "Glücksdilemma" herleitet aus der Freiheit, unser Leben und dessen Inhalte selbst zu bestimmen. Dabei streift er nicht nur Disziplinen wie Philosophie, Soziologie und Literatur, sondern macht auch an aktuellen Beispielen deutlich, in welche Situation uns diese Freiheit, wir selbst also, gebracht hat. "Verdammt zum Glück" ist tatsächlich ein Essay und für jene, die dieses Genre mögen und an der Thematik interessiert sind, ein Glücksgriff. |
Und jetzt?: Politik, Protest und Propaganda
Broschiert, Juni 2007 Verkaufsrang: 97834 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ökonomie und Regierung folgen träge ihren Imperativen, die Mühlen der Reform mahlen langsam, Ohnmacht und postpolitische Resignation machen sich breit. Manchmal flackert zwar im öffentlichen Bewußtsein das Politische auf, doch protestierende Studenten und populistische Präsidenten lösen Standardreaktionen aus: abgeklärten Zynismus und naive Euphorie. Auch wenn sich die Diagnose vom »Ende der Geschichte« plausibel anfühlen mag, politisierte Konsumenten, Medienaktivisten und Gewerkschafter versuchen, sie mit neuen Formen der Politik zu widerlegen. In anschaulichen Fallstudien bietet Und jetzt? eine Bestandsaufnahme über Propaganda und Protest am Beginn des 21. Jahrhunderts. Reportagen und Interviews werden ergänzt durch Gespräche mit Gegenwartsdiagnostikern wie Ulrich Beck und Michael Hardt.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Und jetzt? Buch lesen! 5 von 5 Punkten Wer an aktueller Politik und der Zukunft interessiert ist, findet Antworten in diesem Buch "Und jetzt?". Es ist ein informatives Werk für uns zusammengetragen und aufbereitet. Wie eine grosse Wochenendausgabe einer Zeitung brauchen wir es nur lesen.
Wie sind Parteien und Gewerkschaften, mit ihren abnehmenden Mitgliedern bei zunehmender Globalisierung noch zu retten? Diese Frage, wie auch eine Klärung was sind Nichtregierungsorganisationen, findet der Leser in teilweise komplexen Texten vor und es erfordert manchmal die volle Konzentration beim Lesen. Aber es lohnt sich.
Sehr informativ sind die Beiträge unterschiedlicher Autoren über Protestformen Frankreichs, gegen Hartz IV und das World Economic Forum (WEF). Der Einzelne ist doch nicht so einsam und hilflos wie es manchmal scheint. In einem Beitrag werden Beispiele für Veränderungen grosser Konzerne durch verändertes Konsumverhalten gegeben. Wie sind weltweite Unternehmen in ihrem Fehlverhalten durch gezielte Massnahmen verändert worden. Bei Interesse, kann das vorliegende Buch auch im politischen Unterricht verwendet werden. Es steckt voller Überraschungen und Anleitungen.
Schließlich, Medien heute und Alternativwege einer Information über das Internet oder die Erklärung was sind Yes Men, kann in einem Beitrag nachgelesen werden. Die Form im vorliegenden Buch, mit einer Einführung, Texten und Beiträge unterschiedlicher Autoren die Themen aufzuarbeiten, halte ich für sehr gelungen.
Martin Ludwig, Gessertshausen |
Die Wiederkehr des Neuen. FUNDUS Band 163 (Fundus-Bücher) Beat Wyss Gebundene Ausgabe, 21. Februar 2007 Verkaufsrang: 269032 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der Genuss des Schönen ist Zustimmung zur Welt. Und damit haben die Intellektuellen in der Tradition der Moderne ihre liebe Mühe. Sie können sich (zu einem nietzscheanischen Jasagen) durchringen, das aber in der praktischen Umsetzung nicht selten etwas asketisch Verspanntes hat. Dem herkömmlich modernen Intellektuellen ist das Schöne nicht subversiv genug. Wie müsste dessen Genuss denn beschaffen sein? Gibt es einen ästhetischen Hedonismus, eine Zustimmung zur Welt der Sinne, die nicht bloss in der Nachfrage affirmativ verdoppelt, was der Markt der Medien schon im Angebot hat?
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Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens. 2 CDs
Audio CD, März 2005 Verkaufsrang: 195409 Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 6 Tagen. Was würde wohl die Nachwelt über den inzwischen 46-jährigen, begnadeten Titanic-Kolumnisten Max Goldt so Tolles denken, wenn er stürbe? Natürlich kann man das nicht wissen, aber für die Beantwortung von derlei skurrilen Fragen haben wir ja einen, der sie besser als jeder andere beantworten kann: Max Goldt selbst natürlich. In der wundervollen Erzähl- und Dialogsammlung Vom Zauber des seitlich dran Vorübergehens hat er das getan, mit Hilfe des Mundes eines Freundes, in einer Geschichte mit dem anspielungsreichen Titel Das süße Nichts (Ich weiß noch, über was wir gestern Abend geredet haben), die von wunderschönen Konjunktiven nur so wimmelt. Wenn Max Goldt stürbe, sagt da der Freund, dann würde als toll im Gedächtnis bleiben, dass er eine angenehm ungroße Pfeffermühle besessen hätte und nicht, wie heutzutage beinahe bei allen, ein Ungetüm im Maßstab einer Grabbeigabe aus phallokratischer Vorzeit. Vermutlich wird die Nachwelt an Max Goldt toll finden, was er nach der Tollfindäußerung des Freundes an Erklärungen für die Daseinsberechtigung hässlicher übergroßer Pfeffermühlen auffährt. Wie er aus der Absage, eine wunderbar satirische Weihnachtsgeschichte zu schreiben, eine herrlich ironische Story über Weihnachtsbräuche und die Psychologie satirischer Weihnachtsgeschichten schnitzt. Und wie es ihm immer wieder gelingt, den Finger auf all jene scheußlichen Dinge unserer Alltagswelt zu legen, an denen man in friedlichem Desinteresse und dank der guten baupolizeilichen Bestimmung in Deutschland auch einfach seitlich vorübergehen könnte. Würde der Nachwelt nach Goldts Dahinscheiden nur Vom Zauber des seitlich dran Vorübergehens überliefert werden, so stünde es der Nachwelt gut an zu behaupten, Goldt sei niemals ein begnadeter Kolumnist gewesen. Denn mit diesem Buch hat er sich endlich von diesem einengenden Attribut emanzipiert. Er sollte den Nachgeborenen als begnadeter Humorist und Wortzauberer in Erinnerung bleiben. Dass er das und nichts anderes ist, hat er mit Vom Zauber des seitlich dran Vorübergehens eindrücklich bewiesen. --Thomas Köster
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
ein Sokrates für Deutschland ... 5 von 5 Punkten "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens" - dieses in den Titel emporgekletterte Fragment stammt aus der Besinnung, die Max Goldt bezüglich der lauten Weihnachtsmärkte anstellt, und, stellvertretend für den Rest des Buches, sei einmal die GOLDTsche Weltsicht an der Behandlung dieses Themas durchleuchtet - besonders auch, weil ich dies am 24. Dezember, dem "Heiligen Abend" schreibe, an dem ich das Buch verschenkt habe: MAX schreibt: "Weihnachten ist eine der drei großen Volksschwächen. Die anderen beiden sind Autos und Fußball" - in meiner Heimatstadt Hattingen muss man hinzufügen: und die Verleihung von Ehrenringen. Natürlich folgt man auch in meinem Hattingen dem wachsenden Brauch, wie MAX schreibt "historische Marktplätze für geschlagene fünf Wochen mit billigen Sperrholzverschlägen zu möblieren" - besonders beeindruckt hat mich in Hattingen immer ein "Märchenwald" aus großen, abgeblätterten, stellenweise bei ganzjähriger Lagerung im Bauhof verknickten Blechfiguren - das Rennen aber machte bei mir diesjährig ein Wasserfall auf einem Bildschirm in einer, wie Max Goldt formuliert "Bretterbude mit aufgetackertem Fichtengrün" - ich war angenehm überrascht, dass, anders als in der Nachbarstadt Bochum, nicht auch Samurai-Schwerter verkauft wurden. Wie mag es in Nürnberg, Rothenburg, Straßburg, Hamburg, München sein? In Hattingen auf dem historischen Kirchplatz (16. Jahrhundert) gibt alljährlich die Ehefrau eines städtischen Dezernenten, ganz in Weiß als Engel verkleidet, Geschichten aus der Heiligen Schrift zu Gehör, untermalt von entsprechender Musik. Übertroffen wird dies nur noch von einer Frau Holle, die, ihren dicken Busen durch die Butzenfensterchen eines Fachwerk-Rathauses quetschend, den "Menschenkindern" unten ein paar Kissenfedern zuwedelt. Außerdem gab es auf dem mit Kopfstein im Mittelalter-Touch gepflasterten Marktplatz für in Bussen angereiste johlende Gruppen, rote Blink-Mütze auf dem Kopf, Glühwein in der Hand, Pfeilwerfen auf Luftballons. Ich bin froh, dass durch das Büchlein von Max Goldt bewiesen ist, dass ich nicht der einzige bin, der sich von Weihnachtsbuden nicht so sehr bezaubern lässt, sondern seitlich dran vorbeigehen kann am Bretterwerk, "dank der guten baupolizeilichen Bestimmungen". Max Goldt ist nicht nur Satiriker. Er ist eigentlich Soziologe, nein - Philosoph - so eine Art SOKRATES für Deutschland.
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Der sizilianische Karren. Impressionen aus einem bewegten Leben Leoluca Orlando, Moshe Kahn Gebundene Ausgabe, Februar 2004 Verkaufsrang: 187302 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Impressionen aus einem bewegten Leben könnte der Untertitel lauten zu den fünfzig kurzen Geschichten des ehemaligen Oberbürgermeisters von Palermo. Leoluca Orlando erzählt darin von seinen beeindruckenden Begegnungen mit den Großen aus Kultur und Politik und von Begebenheiten rund um den Globus. Sie sind das mitreißende Zeugnis seines weitreichenden Engagements, denn der unerschütterliche Glaube an das Gute und das starke Vertrauen in die Zivilcourage bilden den Kern von Orlandos Erzählungen. In einem Hotelzimmer in Rom streitet er sich mit Fidel Castro darüber, wie man den Papst zu begrüßen hat. Mit dem Fischer Peppuccio unterhält er sich auf dem Markt über den Wert der sizilianischen Sprache, und mit Hans Georg Gadamer kann er nicht mithalten, wenn dieser an seinem hundertsten Geburtstag zwei Liter Rotwein trinkt. Er erzählt von Unstimmigkeiten mit Leonardo Sciascia, von Morden, von grappa, vino rosso und von der omertà. Orlandos Erzählen erinnert an die sizilianische Tradition des leichtfüßigen Fabulierens und ist doch nie nur erfunden.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Geschichten einer beeindruckenden Persönlichkeit 5 von 5 Punkten Leoluca Orlando liefert dem Leser mit den Geschichten in dem Buch "Der sizilianische Karren" einen hervorragenden Einblick in sein außergewöhnliches Leben. Dem Leser seiner Autobiographie "Ich sollte der Nächste sein" werden einige Anekdoten bereits bekannt vorkommen, aber die Geschichten in dem vorliegenden Buch bieten einen noch viel weitergehenden Einblick in das, was das Leben von Leoluca Orlando wirklich ausmacht, in seinen außergewöhnlichen Mut, in seine Überzeugungen, in seine Standhaftigkeit, seinen Charakter, seine Ehrlichkeit und vor allem in seine Menschlichkeit. Und so erfährt man in dem Buch auch viel über seine Mitmenschen und Wegbegleiter, er geht hart ins Gericht mit seinen Gegnern, wovon er viele hat, sicherlich nicht nur bei der Mafia, aber von allen anderen schreibt er sehr herzlich, geradezu liebevoll. Und so hat Leoluca Orlando zwar ein außergewöhnliches Leben geführt, aber doch nie den Kontakt zu den einfachen Leuten verloren. Solche Leute sollte es mehr geben, nicht nur in der Politik. Vielleicht kann Leoluca Orlando ja durch sein Buch dazu beitragen, daß sich seine Leserinnen und Leser wieder auf die von ihm vertretenen Werte besinnen, auf die zwei Räder des sizilianischen Karren, Recht und Kultur, und vor allem auf die Menschlichkeit. Getragen von dieser Hoffnung wünsche ich diesem hervorragenden Buch möglichst viele Leserinnen und Leser!
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Das Leben der Fußgänger: Feuilletons 1933-1938 Sebastian Haffner Gebundene Ausgabe, Februar 2004 Verkaufsrang: 47280 Schon während seiner Schulzeit hatte der 1907 geborene Raimund Pretzel begonnen, Dramen, Gedichte und Erzählungen zu schreiben. Was sich wie ein Textanfang von Loriot liest, bezeichnet nichts weniger als die ersten literarischen Fingerübungen einer politischen Journalistenlegende. Die kaum bekannten literarischen Frühversuche Sebastian Haffners, wie er sich ab 1939 nannte, fanden in Gestalt von Feuilletons statt. Mit seinen Alltags- und Menschenbildern, die er in den Jahren 1933 bis 1938 unter anderem in der linksliberalen Vossischen Zeitung veröffentlichte, setzte er die Tradition seiner Vorgänger Tucholsky und Kästner eindrucksvoll fort. Unter der Rubrik "Die lieben Mitmenschen" porträtiert Haffner den Mitreisenden als Quälgeist, dessen einziger Lebenszweck die Störung ist. Im nächsten Feldversuch erforscht er die nicht weniger lästige Spezies der "Fensteröffner und Fensterschließer", die in den Zügen dieser Welt als nervende Variante des Ersteren auffällt. Harmlose Reisebeobachtungen mischen sich mit Großstadtporträts und menschlichen Lasterhaftigkeiten und Marotten in sämtlichen Spielarten. Dann wieder befallen Haffner fast schon seherische Visionen einer sich zunehmend verdüsternden Welt. Angesichts der Zeit, in der diese Geschichten entstanden, so wundert sich das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, erstaune deren unpolitischer Charakter: "Musste man sich wirklich Gedanken machen, was nun männlicher sei, Kaffee oder Tee, während Hitler seine Eroberungszüge plante?" Gegenfrage: Hätte Haffner als Regimekritiker auch nur einen Tag (journalistisch) überlebt? Gerade als Feuilletonist genoss er die Freiheit, seinen Alltagsbetrachtungen in Maßen einen politischen Stachel zu verpassen. Trotz Zensur sind die Spitzen, die immer wieder auf das Unrechtsregime zielen, kaum zu überlesen. Die 71 zumeist zweiseitigen Kurzprosaperlen, können in ihren besten Momenten und ihrer messerscharfen Menschenbeobachtung durchaus mit Hemingways Shortstories konkurrieren. Im Sommer 1938 war Schluss. Haffner emigrierte nach England. Nach dem Krieg heimgekehrt, war eine Wandlung in ihm vorgegangen. Er hatte seine Bestimmung gefunden. Es begann das Leben des scharfzüngigen politischen Kolumnisten, wir wir ihn über seinen Tod hinaus noch heute schätzen. Eine umso bereicherndere Erfahrung, einmal in die Wurzeln dieses großen Journalistenlebens geleuchtet zu haben. --Ravi Unger
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eloquent, geistreich, witzig. 5 von 5 Punkten Dieses Buch enthält eine Sammlung von Zeitungsartikeln und hat daher kein durchgängiges Thema, keinen roten Faden. Es eignet sich deshalb weniger dazu, es in kurzer Zeit wie etwa einen spannenden Roman zu verschlingen. Dazu ist der Inhalt auch zu anspruchsvoll - oft will die gelesene Abhandlung erst einmal gedanklich verarbeitet sein, bevor man sich der nächsten widmet. Dadurch werden Lesepausen unvermeidlich. Für jemanden, der viel und gerne liest, empfiehlt es sich vielleicht, dieses Buch "häppchenweise" parallel zu einem anderen, schneller lesbaren Buch zu lesen; für denjenigen, der nur unregelmäßig zum Lesen kommt, ist es bestens geeignet.
Natürlich wird niemand von allen Artikeln in gleicher Weise begeistert sein. Die Perlen muss sich jeder selber suchen; das lohnt sich aber. Es ist ein bisschen wie mit Harald Schmidt (damals, auf Sat1): die genialen Momente entschädigen für alle mittelmäßigen Passagen und dominieren schließlich das Gesamtbild.
Zum Inhalt: ihn thematisch einzugrenzen, ist kaum möglich. Die Artikel sind elf verschiedenen Kategorien zugeordnet, wie "Die lieben Mitmenschen", "Marotten und Laster", "Stil, Mode, Lebensart" usw. Die meisten Artikel befassen sich mit den Details des Alltags. Scheinbar banales ("Die Kunst, sich beschenken zu lassen") wird zum Veranschaulichen menschlicher Wesenszüge genutzt, tatsächlich banales ("Die Fensteröffner und die Fensterschließer") mit viel Ironie zu einem grundsätzlichen Problem aufgebauscht. In meinem Lieblingsartikel "Kleines Credo" sinniert der Autor darüber, dass man entweder Geschmack oder eine Weltanschauung haben kann, niemals beides. Was er selbst hat, daran lässt Haffner keinen Zweifel - er macht fast alles zu einer Frage des Stils (aus einer Abhandlung über die Unterschiede zwischen der französischen und der deutschen Esskultur: der Deutsche "isst nicht, er tankt"). Weitere Glanzpunkte sind die - wirklich nützlichen - Tipps für das Verfassen von Briefen und grandiose Betrachtungen über "Männliche Eitelkeit".
Der (kleinere) ernstere Teil, den es in dieser Textsammlung auch gibt, handelt hauptsächlich von juristischen Fragen, die hier für den Laien verständlich behandelt werden (Haffner ist studierter und promovierter Jurist). Es werden unter anderem Vor- und Nachteile von Schwur- und Schöffengerichten abgewogen und Missstände und Kuriositäten des damaligen Ehescheidungsrechts dargestellt. Was Letzteres betrifft, ist der Autor seiner Zeit voraus. Die Änderungen, für die er plädiert, werden zum Teil in den 1970er Jahren eingeführt. Andere Visionen des Autors, etwa die "Welt ohne Autos", sind bisher nicht Realität geworden.
Wen spricht dieses Buch an? Ich denke alle, die an sprachlichen Glanzlichtern, unkonventionellen Standpunkten (die aber nie verbissen, sondern heiter verfochten werden), einem Gespür für kulturelle und zwischenmenschliche Feinheiten oder historischen sowie künstlerischen Exkursen ihre Freude haben.
Festzuhalten ist vielleicht noch, dass viele der Artikel zeitlos sind. Man muss die damalige Epoche nicht erlebt haben, um die Texte heute unterhaltsam oder sogar informativ zu finden. Wer über ein gewisses historisches Hintergrundwissen verfügt, wird aber manches entdecken, was als politische Anspielung verstanden werden kann. |
Die postnationale Konstellation: Politische Essays Jürgen Habermas Taschenbuch, Oktober 1998 Verkaufsrang: 250879 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 'Fluß und Grenze' ist das suggestive Bild für die neue Konstellation der Grenzüberschreitungen. Deren wichtigste Dimension bildet die wirtschaftliche Globalisierung, die gegenwärtige eine neue Qualität annimmt. Jürgen Habermas untersucht in seinem neuen Buch die Auswirkungen dieses vielgestaltigen Prozesses auf die Zukunft der Demokratie. Er fragt nach den möglichen Konsequenzen für Rechtssicherheit und Effektivität des Verwaltungsstaates, für...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wege aus der Globalisierungsfalle 5 von 5 Punkten In dieser Essaysammlung aus dem Jahr 1998 beschäftigt sich Habermas mit der Frage, wie eine den Bedingungen der "postnationalen Konstellation" angepasste Demokratie künftig aussehen könnte und zu gestalten wäre. Habermas beobachtet eine Umkehr der Allianzen zwischen "zufriedenen Markteuropäern" und national orientierten "Euroskeptikern", welche an einem status quo festhalten, der einer entfesselten Globalwirtschaft einen eklatanten Mangel an demokratischer Legitimation gegenüberstellt. Durch das weitgehende Fehlen global wirksamer Institutionen, welche gegenüber dem schrankenlosen Kapitalverkehr soziale und ökologische Standards wirksam einfordern, so Habermas, rekultiviert sich ein neuer Fatalismus, welcher die Einteilung der Gesellschaft in "Leistungsträger" und "Versager" als naturgesetzlich annimmt.Diesen politikwissenschaftlichen Gedanken wird eine historische Replik zum Seinsverständnis der deutschen Nation im Vormärz vorangestellt. Auf einer Tagung im Jahre 1846 wurden von bekannten Juristen, Philologen und Historikern (welche damals alle noch unter "Germanisten" liefen) Kriterien erörtert, welche als einigende Momente zur Konstitution einer deutschen Nation mobilisiert werden konnten. Die Teilnehmer, unter ihnen Mitglieder der Göttinger Sieben und spätere Paulskirchenabgeordnete ( u. a. Dahlmann, Gebrüder Grimm, Gervinus), stiessen schon bald an ihre Grenzen: Weder abstrakte Kriterien wie "gemeinsame Kultur", noch "Sprache" konnten schließlich realpolitisch umgesetzt werden. Dem Selbstverständnis der "postnationalen Konstellation" in einem vereinigten Europa entspräche eine demokratische Legitimation durch allgemeine Menschenrechte. Gedanken an eine "Weltverfassung" oder zumindest einer Europäischen Verfassung klingen hier an. Die Realität gibt Habermas hier Recht: Der Europäische Verfassungskonvent unter Vorsitz von Giscard d'Estaing arbeitet an einem solchen historischen Projekt. Dem Selbstverständnis der Moderne (oder Postmoderne, je nach Ansicht) entspricht auch ein "Begriff der Autonomie" des Individuums. Dieses stellt Habermas in dem Abschnitt "Zwei Konzeptionen der Moderne" heraus: Das erste Konzept beschreibt die postmodernistische Umformung der vernunftzentrierten Moderne, welche sich selbst ad absurdum geführt hat. Die von der Kritischen Theorie beklagte "instrumentelle Vernunft" hat hier die verübergehend linear aufklärerische ratio zum neuen Herrschaftsinstrument degradiert. Während nun Postmodernisten das Konzept der Moderne darauf hin aufgegeben haben, erklärt die Kritische Theorie seine Wiedersprüchlichkeiten aus der anhaltenden Konfrontation der "Kreisprozesse von System und Lebenswelt". Hier sind wir bei originär habermas'scher Sprache angelangt, welche an Adorno anknüpft: Solange der Dualismus von System und Lebenswelt besteht, und private sowie öffentliche Räume von Tauschbeziehungen und Bürokratie beherrscht sind, wird sich die dialektische, neue Herrschaftsstrukturen ständig reproduzierende Aufklärung immer wieder neu wiedersprechen und damit auch das Konzept der Moderne unschlüssig machen. In der Sprache der Kritischen Theorie ist dies der "intersubjektivistische Ansatz". Besteht in dem Ideal eines grenzenlosen Universalismus und einer uneingeschränkten Autonomie des Individuums ein Konstituens einer künftigen Weltgesellschaft, so ergeben sich aus der potentiellen Möglichkeit des Klonens von Menschen neue Wiedersprüchlichkeiten, welche Habermas in drei Repliken als Argumente gegen das Klonen anbringt, und damit diesen Band enden lässt. Wesentlich ist hier das sklavische Verhältnis des Klons zu seinem Erzeuger, welcher ihm seine Autonomie schon vor seiner "Entstehung" nimmt. |
Gesamtausgabe: Gesamtausgabe 12. Deutschland, Deutschland über alles: Bd. 12 Kurt Tucholsky Gebundene Ausgabe, September 2004 Verkaufsrang: 202272 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
| Gesamtausgabe: Gesamtausgabe 2. Texte 1914-1918: Bd. 2 Kurt Tucholsky Gebundene Ausgabe, September 2003 Verkaufsrang: 139951 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
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