Reportagen aus aller Welt

Inhaltsangaben
Kurzbeschreibungen
Zusammenfassungen
Seite 22

Das Leben der Fußgänger: Feuilletons 1933 - 1938 - Sebastian HaffnerDas Leben der Fußgänger: Feuilletons 1933 - 1938
Sebastian Haffner

Taschenbuch, April 2006
     Verkaufsrang: 214174     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Schon während seiner Schulzeit hatte der 1907 geborene Raimund Pretzel begonnen, Dramen, Gedichte und Erzählungen zu schreiben. Was sich wie ein Textanfang von Loriot liest, bezeichnet nichts weniger als die ersten literarischen Fingerübungen einer politischen Journalistenlegende. Die kaum bekannten literarischen Frühversuche Sebastian Haffners, wie er sich ab 1939 nannte, fanden in Gestalt von Feuilletons statt. Mit seinen Alltags- und Menschenbildern, die er in den Jahren 1933 bis 1938 unter anderem in der linksliberalen Vossischen Zeitung veröffentlichte, setzte er die Tradition seiner Vorgänger Tucholsky und Kästner eindrucksvoll fort.

Unter der Rubrik "Die lieben Mitmenschen" porträtiert Haffner den Mitreisenden als Quälgeist, dessen einziger Lebenszweck die Störung ist. Im nächsten Feldversuch erforscht er die nicht weniger lästige Spezies der "Fensteröffner und Fensterschließer", die in den Zügen dieser Welt als nervende Variante des Ersteren auffällt. Harmlose Reisebeobachtungen mischen sich mit Großstadtporträts und menschlichen Lasterhaftigkeiten und Marotten in sämtlichen Spielarten. Dann wieder befallen Haffner fast schon seherische Visionen einer sich zunehmend verdüsternden Welt.

Angesichts der Zeit, in der diese Geschichten entstanden, so wundert sich das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, erstaune deren unpolitischer Charakter: "Musste man sich wirklich Gedanken machen, was nun männlicher sei, Kaffee oder Tee, während Hitler seine Eroberungszüge plante?" Gegenfrage: Hätte Haffner als Regimekritiker auch nur einen Tag (journalistisch) überlebt? Gerade als Feuilletonist genoss er die Freiheit, seinen Alltagsbetrachtungen in Maßen einen politischen Stachel zu verpassen. Trotz Zensur sind die Spitzen, die immer wieder auf das Unrechtsregime zielen, kaum zu überlesen.

Die 71 zumeist zweiseitigen Kurzprosaperlen, können in ihren besten Momenten und ihrer messerscharfen Menschenbeobachtung durchaus mit Hemingways Shortstories konkurrieren. Im Sommer 1938 war Schluss. Haffner emigrierte nach England. Nach dem Krieg heimgekehrt, war eine Wandlung in ihm vorgegangen. Er hatte seine Bestimmung gefunden. Es begann das Leben des scharfzüngigen politischen Kolumnisten, wir wir ihn über seinen Tod hinaus noch heute schätzen. Eine umso bereicherndere Erfahrung, einmal in die Wurzeln dieses großen Journalistenlebens geleuchtet zu haben. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Eloquent, geistreich, witzig.      5 von 5 Punkten
Dieses Buch enthält eine Sammlung von Zeitungsartikeln und hat daher kein durchgängiges Thema, keinen roten Faden. Es eignet sich deshalb weniger dazu, es in kurzer Zeit wie etwa einen spannenden Roman zu verschlingen. Dazu ist der Inhalt auch zu anspruchsvoll - oft will die gelesene Abhandlung erst einmal gedanklich verarbeitet sein, bevor man sich der nächsten widmet. Dadurch werden Lesepausen unvermeidlich. Für jemanden, der viel und gerne liest, empfiehlt es sich vielleicht, dieses Buch "häppchenweise" parallel zu einem anderen, schneller lesbaren Buch zu lesen; für denjenigen, der nur unregelmäßig zum Lesen kommt, ist es bestens geeignet.

Natürlich wird niemand von allen Artikeln in gleicher Weise begeistert sein. Die Perlen muss sich jeder selber suchen; das lohnt sich aber. Es ist ein bisschen wie mit Harald Schmidt (damals, auf Sat1): die genialen Momente entschädigen für alle mittelmäßigen Passagen und dominieren schließlich das Gesamtbild.

Zum Inhalt: ihn thematisch einzugrenzen, ist kaum möglich. Die Artikel sind elf verschiedenen Kategorien zugeordnet, wie "Die lieben Mitmenschen", "Marotten und Laster", "Stil, Mode, Lebensart" usw. Die meisten Artikel befassen sich mit den Details des Alltags. Scheinbar banales ("Die Kunst, sich beschenken zu lassen") wird zum Veranschaulichen menschlicher Wesenszüge genutzt, tatsächlich banales ("Die Fensteröffner und die Fensterschließer") mit viel Ironie zu einem grundsätzlichen Problem aufgebauscht. In meinem Lieblingsartikel "Kleines Credo" sinniert der Autor darüber, dass man entweder Geschmack oder eine Weltanschauung haben kann, niemals beides. Was er selbst hat, daran lässt Haffner keinen Zweifel - er macht fast alles zu einer Frage des Stils (aus einer Abhandlung über die Unterschiede zwischen der französischen und der deutschen Esskultur: der Deutsche "isst nicht, er tankt"). Weitere Glanzpunkte sind die - wirklich nützlichen - Tipps für das Verfassen von Briefen und grandiose Betrachtungen über "Männliche Eitelkeit".

Der (kleinere) ernstere Teil, den es in dieser Textsammlung auch gibt, handelt hauptsächlich von juristischen Fragen, die hier für den Laien verständlich behandelt werden (Haffner ist studierter und promovierter Jurist). Es werden unter anderem Vor- und Nachteile von Schwur- und Schöffengerichten abgewogen und Missstände und Kuriositäten des damaligen Ehescheidungsrechts dargestellt. Was Letzteres betrifft, ist der Autor seiner Zeit voraus. Die Änderungen, für die er plädiert, werden zum Teil in den 1970er Jahren eingeführt. Andere Visionen des Autors, etwa die "Welt ohne Autos", sind bisher nicht Realität geworden.

Wen spricht dieses Buch an? Ich denke alle, die an sprachlichen Glanzlichtern, unkonventionellen Standpunkten (die aber nie verbissen, sondern heiter verfochten werden), einem Gespür für kulturelle und zwischenmenschliche Feinheiten oder historischen sowie künstlerischen Exkursen ihre Freude haben.

Festzuhalten ist vielleicht noch, dass viele der Artikel zeitlos sind. Man muss die damalige Epoche nicht erlebt haben, um die Texte heute unterhaltsam oder sogar informativ zu finden. Wer über ein gewisses historisches Hintergrundwissen verfügt, wird aber manches entdecken, was als politische Anspielung verstanden werden kann.



Der Laut seines Namens: Reisen durch islamische Welt - Cees NooteboomDer Laut seines Namens: Reisen durch islamische Welt
Cees Nooteboom

Gebundene Ausgabe, Oktober 2004
     Verkaufsrang: 252134      Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.

Preis: € 10,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Cees Nooteboom ist viele Jahre seines Lebens unterwegs gewesen, hat sich als Reisender Prfungen und Erfahrungen ausgesetzt, die seine Existenz als Schriftsteller auf besondere Weise beeinfluát, ja gepr„gt haben. Dabei hat es ihm die arabische Welt schon in jungen Jahren angetan, und so hat der Autor, der "das Sehen" zu seinem "Spezialgebiet gemacht" hat, nicht nur in Erz„hlungen und Reportagen, in Feuilletons und Glossen, sondern auch in Gedichten und poetischer Prosa auf Eindrcke reagiert, die ihm das arabische Gegenber geboten hat.
In Der Laut seines Namens schreibt Nooteboom ber eine Begegnung in und mit Marrakesch, eine Reise durch den Atlas, eine ganz besondere Nacht in Tunesien sowie ber das so eigene und eigenwillig sch”ne "Mondland Mali", ber Erlebnisse in D”rfern und St„dten, die uns bis vor kurzem unbekannt waren, aber auch ber Erfahrungen mit dem - arabischen - Fremden vor der eigenen Haustr, zum Beispiel in Amsterdam. Cees Nooteboom nimmt uns mit hinein in seine A benteuer, und es ist an uns, den Lesern, den Weg mit ihm, dem Schriftsteller, zu teilen. Oder, wie Goethe es gesagt hat: "Der Weg ist begonnen, vollende die Reise."


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Eintauchen und entdecken      4 von 5 Punkten
Cees Nooteboom reist in seinem Werk quer durch die islamische Welt. Mit seiner faszinierenden Art ermöglicht er dem Leser einen wirklichen Einblick in den "oriental way of life". Für Leute die sich mit diesem Thema befassen oder es tun wollen ist dieses Buch ein unbedingtes MUSS. Für manche Leser kann das eine oder andere Kapitel etwas langwierig sein aber, das ist dann Geschmackssache der LeserIn.


Die Reisen des Sir Peter. 2 CDs: Alle Geschichten von unterwegs - Peter UstinovDie Reisen des Sir Peter. 2 CDs: Alle Geschichten von unterwegs
Peter Ustinov

Audio CD, Mai 2004
     Verkaufsrang: 237673      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Sir Peter ist eigentlich immer unterwegs. Er steht in Reykjavik auf der Bühne, inszeniert eine Prokofjew-Oper am Bolschoi Theater in Moskau, gastiert mit seiner One-Man-Show in Berlin und feiert Weihnachten unter Palmen am thailändischen Strand. In Rom hält er eine Rede zur feierlichen Neueröffnung der einst unter Kaiser Nero erbauten Villa Aurea, bei der Ankunft in New York wundert er sich über die Frage, ob er einen gewaltsamen Sturz der US-Regierung beabsichtige, vor dem Sommerpalast des Maharadscha von Mysore spielt er Elefanten-Polo und in Südafrika begegnet er Nelson Mandela.
Peter Ustinov unterwegs: ein Feuerwerk skurriler Beobachtungen, pointierter Weisheiten und liebevoll-boshafter Einblicke in die Eigenarten verschiedenster Völkerschaften


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Hörenswert - und bedenkenswert      5 von 5 Punkten
In einer dichten und überaus vielschichtigen Sprache ist dieses Hörbuch ein bedenkenswertes und wertvolles Stück Zeitgeschichte, dargestellt durch einen Mann, der niemals Probleme damit hatte, seine Meinungen klar und deutlich zu sagen.



 Weitere Lesermeinungen


Achtung! Vorurteile. CD: Gelesen vom Autor - Peter UstinovAchtung! Vorurteile. CD: Gelesen vom Autor
Peter Ustinov

Audio CD, März 2004
     Verkaufsrang: 219746      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die Menschheit erlebt gerade eine bedenkliche "Renaissance der Vorurteile", meint Peter Ustinov, und so zieht der große alte Schauspieler in seinem neuen Buch wortgewandt gegen Engstirnigkeiten aller Art zu Felde. Nach aktuellen Beispielen muss er nicht lange suchen. "Der Krieg gegen den Irak wurde auf der Basis von Vorurteilen geführt", schreibt Ustinov. Keiner der von den alliierten Staatschefs angeführten Kriegsgründe habe sich als wahr herausgestellt. Stattdessen seien Tausende von Zivilisten getötet worden: "Ich frage mich, wie schläft eigentlich ein George W. Bush?"

Doch Ustinov widmet sich nicht nur der großen Politik. Die meisten Vorurteile sieht er im Alltag am Werk: der schiefe Blick auf einen ausländischen Mitschüler, das Naserümpfen über die seltsamen Angewohnheiten des Nachbarn, Familienkrach und Kollegenschelte. Das klingt nach erhobenem Zeigefinger, aber der gehört glücklicherweise nicht zu Ustinovs Instrumentarium. Stattdessen massiert der Autor auf gewohnt charmante Weise Zwerchfell und Hirn seiner Leserschaft gleichermaßen und bringt ihr seine Botschaft in heiter-tiefgründigem Plauderton nahe.

Ustinov erweist sich in diesem Buch wieder einmal als übersprudelnder Quell aufschlussreicher Anekdoten. Jedes Kapitel garniert er mit mehreren Episoden aus seinem Leben. Das Hauptthema des Buches gerät Ustinov dabei manchmal etwas aus dem Blick, wenn die Erzähllust mit ihm durchgeht. Im Zweifelsfall ist dem Autor eine witzige Geschichte oder eine gute Pointe allemal wichtiger als das Festklammern an einem roten Faden.

Ustinov hat daher nicht nur ein Buch über Vorurteile geschrieben, sondern auch eine Art konzentrierter Autobiografie. Dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Von einem, der als "Beruf: Weltbürger" angibt, lässt man sich gerne berichten, wie man sich durch Humor, Neugier und eine gesunde Portion Zweifel an vermeintlichen Wahrheiten gegen die Verführungen des Vorurteils wappnet. --Christoph Peerenboom

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 25 Bewertungen)

DAS Buch des vergangenen Jahrhunderts      5 von 5 Punkten
Sir Peter Ustinov zeigt was er wirklich ist:
Einer der größten Philosophen des ausgehenden 20. Jahrhunderts.
Meister Kong Zi würde sich verneigen und ihn einen Edlen nennen!


 Weitere Lesermeinungen



Gesammelte Werke in neun Bänden: Essays und Feuilletons: Bd. 8 - Cees NooteboomGesammelte Werke in neun Bänden: Essays und Feuilletons: Bd. 8
Cees Nooteboom

Gebundene Ausgabe, Dezember 2006
     Verkaufsrang: 287468      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 42,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Mit den beiden abschließenden Bänden der Werkausgabe vervollständigt sich nun das Bild dieses Autors, der zu den vielseitigsten unter den Großen unserer Tage gehört, systematisch wie chronologisch: Band 7 folgt dem jungen Nooteboom, Reporter und Kolumnist für mehrere Tageszeitungen, auf seinem Weg quer durch die Welt; Band 8 führt durch sein schier unendliches Archiv, das einen noch kaum gehobenen Schatz von Essays und Feuilletons birgt.



Über den geheimen Widerstreit meiner Sorgen: Wege zur Selbsterkenntnis - Francesco PetrarcaÜber den geheimen Widerstreit meiner Sorgen: Wege zur Selbsterkenntnis
Francesco Petrarca

Taschenbuch, Mai 2004
     Verkaufsrang: 282975      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Francesco Petrarca (1304–1374) ist neben Dante und Boccaccio der größte italienische Dichter. In seinem Leben fällt der stete Wechsel zwischen »vita activa« und »vita contemplativa« auf. Diese Zerrissenheit bezeugt vor allem eine seiner wichtigsten Schriften: das Secretum oder Über den geheimen Widerstreit meiner Sorgen. In der Fiktion eines dreitägigen schonungslosen Gesprächs mit Augustinus, der zentralen Identifikationsfigur Petrarcas, versucht er an einem entscheidenden Punkt seines Lebens, die Abgründe und Widersprüche der eigenen Seele zu erforschen. Entstanden ist so einerseits einer der persönlichsten Texte der Weltliteratur, andererseits ein zeitloses Dokument, das auch heutigen Lesern Denkanstöße und Erkenntnis ihrer selbst zu vermitteln vermag. Der Herausgeber hat die Übersetzung aus dem Jahr 1910 gründlich überarbeitet und erschließt durch Kommentar und Nachwort ein Werk, das uns eigentlich schon immer vertraut sein müßte.



Immer für Sie da!: Hilfreiche Geschichten und Gedichte - Fritz EckengaImmer für Sie da!: Hilfreiche Geschichten und Gedichte
Fritz Eckenga

Broschiert, September 2007
     Verkaufsrang: 259328      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Um heil durch den Alltag zu kommen, brauchen wir Menschen feste Regeln und klare Ordnungen, also z. B. regelmäßige Mahlzeiten, immer was Sauberes zum Anziehen - vor allem aber: die klaren Ansagen von Experten. Experten wie Fritz Eckenga, der eine 1-A Lebens- und Orientierungshilfe gibt zu so sensiblen Themen wie Urologie und Nächstenliebe, Gebissrenovierung, Muttersprache Deutsch, Rhythmische Sportgymnastik und Erotik, Hochdruckreiniger und Hund und Haufen.



Wenn man einen weißen Anzug anhat. 2 CDs - Max GoldtWenn man einen weißen Anzug anhat. 2 CDs
Max Goldt

Audio CD, März 2003
     Verkaufsrang: 295879      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 20,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Lange Zeit haben wir geglaubt, der Umzug Max Goldts von Berlin nach Hamburg Ende der 90er-Jahre habe seinen Kolumnen nicht gut getan. Erlebt man, haben wir uns bestürzt gefragt, in Hamburg nichts Skurriles und Bemerkenswertes mehr? Ist Berlin tatsächlich das bessere Pflaster für einen grotesken Alltag? Denn jedes Mal, wenn das Satiremagazin Titanic einen neuen Text Goldts publizierte, legten wir ihn enttäuscht zur Seite und sehnten uns nach kleinen Meisterwerken wie jenen, die in den Sammelbänden Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zwittau (1993) oder Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker (1994) stehen.

Nach der ebenfalls fulminanten Blütenlese Der Krapfen auf dem Sims (2001), die teils stark überarbeitete Kolumnen aus Titanic, Der Rabe und jetzt enthielt, ist nun mit Wenn man einen weißen Anzug anhat allerdings ein weiteres, versöhnliches, wenn auch schmales Buch in bester Goldt-Manier erschienen, das an gute alte Zeiten anknüpfen kann, aber auch neue, leisere Töne anschlägt. Auch die literarische Form ist anders: Während Goldts Kolumne "Aus Onkel Max Kulturtagebuch" das hier angestrebte Genre lediglich im Titel trug, so hat der Autor mit diesem Tagebuch-Buch nun Neuland betreten. So kommt es, dass Goldt aus sehr subjektiver Tagesperspektive über die Anschläge auf das World Trade Center im September 2001 mit den "Dekorationsadjektiven" der Sensationspresse ebenso reflektieren kann wie über die Lachgewohnheiten von Lesungsgästen beim Name-Dropping (und deren Unterwanderung) oder die Eigenheiten einer "superkackekligen" Literaturkritik. Nur die für Goldt typischen Bilder mit ihren originellen Unterschriften fehlen schmerzlich.

Endlich wieder ein Goldt-Buch, denken wir, das man vergnügt, angeregt und gut unterhalten bis zum Ende lesen kann. Und was lesen wir am Ende, als biografische Notiz? "Lebt in Berlin." Also wieder umgezogen. Das erklärt natürlich alles. --Thomas Köster

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 19 Bewertungen)

Skuriles, Lustiges, Nachdenkliches      5 von 5 Punkten
Mal wieder Skuriles, Lustiges, Nachdenkliches von Max Goldt.
Diesmal vielleicht mit Schwerpunkt auf letzterem, aber natürlich wieder sehr unterhaltsam. Seine Gedanken um 11.9., aber auch zum Film Amelie...klingt komisch, aber beide fand ich klug.


 Weitere Lesermeinungen



Avenue Montaigne / Quadrupelfuge - Harald SchmidtAvenue Montaigne / Quadrupelfuge
Harald Schmidt

Broschiert, Juni 2006
     Verkaufsrang: 116984     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Der preiswerte Harald-Schmidt-Doppelpack Im Jahr 2002 erschien Harald Schmidts »Quadrupelfuge«. Inhalt: 98 Kolumnen. Im Jahr 2004 erschien Harald Schmidts »Avenue Montaigne«. Inhalt: 77 Kolumnen. Nun, 2006, kommt der Doppelband: 175 Kolumnen. Das ist ein Argument. Und: Selbst wenn Sie eines der beiden Bücher bereits besitzen, bekommen Sie für das zweite die doppelte Menge, und das alte können Sie über ebay weiterverkaufen. Hinzu kommt: Man liest die alten Texte mit neuen Augen. Wer erinnert sich denn noch, dass Papst Benedikt XVI mal Kardinal Ratzinger hieß oder dass sich Deutschland fast nicht für die letzte WM qualifiziert hätte. Und der Begriff »Bonusmeilen« ist auch im Nebel versunken. Der Kauf dieses Doppelbandes kommt also einer Frischzellenkur für das Gedächtnis gleich, auch ein Argument.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Gedanken eines "weißen" Mannes      5 von 5 Punkten
Zugegeben.... Harald Schmidt verfügt über genügend Wissen um Mitreden zu können.

Wie er selbst sagte, muss man zwei, drei Schichten Wissen über alles verfügen, falls doch jemand an der Oberfläche kratzt.

Doch er prahlt nicht mit diesem Wissen. Er verpackt es in witzige Episoden.

Der nicht so gescheite wird mit Namen und Ereignissen konfrontiert, die Interesse wecken.

Was ist Errata? Wer ist Jason Robards? und was haben die Aktien mit Zeichnen zu tun?

Das alles wird spielerisch erklärt. Wird es zu Oberlehrerhaft nimmt sich Harald selbst den Wind aus den Segeln, indem er über sich selbst sinniert und lacht.

Das macht ihn und auch dieses Buch unheimlich sympatisch.

Die FOCUS-Kolumnen wecken Interesse am Wissen, am Lesen, am Auseinandersetzen mit Dingen um einen herum.

Wer Schmidt nur als Spaßmacher sieht, wird überrascht sein.

Unbedingt zu empfehlen!!!!!


 Weitere Lesermeinungen


Die Reisen des Sir Peter: Alle Geschichten von unterwegs - Peter UstinovDie Reisen des Sir Peter: Alle Geschichten von unterwegs
Peter Ustinov

Taschenbuch, Dezember 2003
     Verkaufsrang: 231718      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Sir Peter ist eigentlich immer unterwegs. Er steht in Reykjavik auf der Bühne, inszeniert eine Prokofjew-Oper am Bolschoi Theater in Moskau, gastiert mit seiner One-Man-Show in Berlin und feiert Weihnachten unter Palmen am thailändischen Strand. In Rom hält er eine Rede zur feierlichen Neueröffnung der einst unter Kaiser Nero erbauten Villa Aurea, bei der Ankunft in New York wundert er sich über die Frage, ob er einen gewaltsamen Sturz der US-Regierung beabsichtige, vor dem Sommerpalast des Maharadscha von Mysore spielt er Elefanten-Polo und in Südafrika begegnet er Nelson Mandela. Peter Ustinov unterwegs: ein Feuerwerk skurriler Beobachtungen, pointierter Weisheiten und liebevoll-boshafter Einblicke in die Eigenarten verschiedenster Völkerschaften.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Wollte Peter Ustinov die US-Regierung stürzen?      4 von 5 Punkten
Natürlich nicht - trotzdem bekam er diese Frage bei der Einreise in die USA in New York gestellt!
Das konnte natürlich nur passieren, wenn man immer unterwegs war wie Peter Ustinov. Das Multitalent schrieb auch Bücher. In diesem nun sind Texte gesammelt, die Ustinov 1993 bís 2002 für den "European" (London) und den "Kurier" (Wien) verfasste.
Er schreibt über alles und jedes (gerne auch über sich selbst - besonders über seine Rolle als Spendensammler für die Unesco), und dabei entstehen leicht lesbare, aber oft ganz schön tiefgründige Texte, garniert mit viel Altershumor und -weisheit.
Auch an diesen Texten merkt man, um wieviel die Welt der Kultur ohne Peter Ustinov ärmer ist!


 Weitere Lesermeinungen


Die unanständige Gelehrtenrepublik: Wissen, Libertinage und Kommunikation in der Frühen Neuzeit - Martin MulsowDie unanständige Gelehrtenrepublik: Wissen, Libertinage und Kommunikation in der Frühen Neuzeit
Martin Mulsow

Gebundene Ausgabe, Mai 2007
     Verkaufsrang: 158461      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 29,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Neue Sicht auf die Wissenschaftsgeschichte
Ideengeschichte mit Hilfe der historischen Anthropologie
Zur Rolle von Polemik, Spiel und Satire
Mit Literaturverzeichnis und NamenregisterFrechheit oder Freiheit? Was galt als respektlos, ketzerisch oder obszön? Und was wurde als akademische Freiheit toleriert? Acht Essays decken die Spielräume auf, die Gelehrte der Frühen Neuzeit nutzten, um neues Gedankengut zu entfalten. Ein faszinierender Blick auf die Ideengeschichte.




Ohne Stimme: Reden zugunsten des Volkes der Roma und Sinti - Günter GrassOhne Stimme: Reden zugunsten des Volkes der Roma und Sinti
Günter Grass

Taschenbuch, Dezember 2000
     Verkaufsrang: 223259      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die Gitanes, Gypsies oder Zigeuner finden in Günter Grass einen engagierten Fürsprecher, der mit seiner 'Stiftung zugunsten des Romavolkes', mit Auftritten vor dem Europarat und der Europäischen Investitionsbank Partei für diese größte Minderheit Europas ergreift. In den Reden 'Wie ich Stifter wurde', 'Ohne Stimme' und 'Zukunftsmusik oder Der Mehlwurm spricht' will er sie Rom und Sinti neu ins Bewußtsein der deutschen und Europäer rücken. Er fordert für das vergessene Volk Sitz und Stimme in europäischen Parlamenten und tritt für Romanes als Unterrichtssprache ein.



Die Ameisenzählung - Daniel GlattauerDie Ameisenzählung
Daniel Glattauer

Gebundene Ausgabe, 2001
     Verkaufsrang: 301694     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Daniel Glattauer schreibt für die österreichische Tageszeitung Der Standard, unter anderem Kolumnen. Über die österreichischen Befindlichkeiten, die Alltagsabsurditäten, über die unfreiwillige Komik des Lebens.

Im vorliegenden Buch findet man 219 dieser Kommentare aus der Zeit zwischen 1995 und 2000. Es ist ein Buch, das einen schmunzeln lässt und bei so manchem (österreichischen) Leser wohl ein Aha-Erlebnis auslöst ("Ach, ja, das war damals aktuell."). Die meisten der Kolumnen jedoch sind von immer währender, und nicht nur österreichischer, Aktualität: Sei es, dass Glattauer den österreichischen Tourismus aufs Korn nimmt ("Solange es unter den Wirten Märtyrer gibt, die sich trotz Gästeallergie und Bettvergabe-Trauma nicht zu schade sind, den Betrieb aufrechtzuerhalten, muss man sich um den österreichischen Fremdenverkehr keine Sorgen machen.") oder die zunehmenden Germanismen, die sich ins österreichische Sprachbild drängen ("Bisher fanden wir mit 'bislang' gerade mal eben das Auslangen. 'Gerade mal' hat uns mal eben gerade noch gefehlt."), sei es die ewige Unzufriedenheit mit dem Wetter, das nicht eben neue Gerangel um das gerade aktuelle Männer- ("Weichmännerschwemme")-Bild oder die Fitnesswelle ("Die Leute schalten beim Laufen das Hirn aus und vergessen daher stehen zu bleiben.").

Die Geschichten sind von leichter Hand geschrieben, für Freunde der feinen Ironie und für Sprachgourmets. Glattauers Fazit: "Dinge von Belang (etwa fünf Prozent) werden durch stereotype Breittretung mit dem steten Hinweis auf ihre Wichtigkeit -- banal. Müssen wir wirklich immerzu darüber schreiben? Dürfen wir uns nicht auch einmal den restlichen 95 Prozent zuwenden, den aufwühlenden Belanglosigkeiten des Alltags?"

In diesem Sinn: Lassen Sie sich das Buch auf der Zunge zergehen, möglichst in kleinen Happen, auf dass es Ihnen wohl bekommen möge -- denn zu viel auf einmal verdirbt den Appetit. --Lisbeth Legat

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Wunderbare Kommentar mit Pfiff :-)      5 von 5 Punkten
Ich hatte "Gut gegen Nordwind" gelesen und da ich den Schreibstil des Autors sehr ansprechend fand, dieses Buch gegriffen.
Und es ist köstlich. Die kurzen Kommentare zum Alltag sind einfach genial. Man muss einfach schmunzeln, weil man sich absolut selbst wieder findet.
Er verpackt die Wahrheit in einen Hauch aus Spaß und clevere Wortwahl.
Gerade das Kommentar "Maus will es wissen" über das Telefonieren mit dem Handy in einer vollen U-Bahn ist absolut köstlich. Denn jeder kennt diese Situation, wenn alle zuhören. Oder auch "Sterbende Sterne"... zum Kreischen..
Au jeden Fall lesen!! :-)


 Weitere Lesermeinungen



Prima ist der Klimawandel auch für den Gemüsehandel - Fritz EckengaPrima ist der Klimawandel auch für den Gemüsehandel
Fritz Eckenga

Gebundene Ausgabe, 8. September 2007
     Verkaufsrang: 161770      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Wenn die Zukunft in finsterer Ungewissheit liegt, lohnt der erhellende Blick in den Nahbereich der Gegenwart. Denn gleich nebenan flackert die Funzel der Freude und lässt uns teilhaben an den komischen Formen der Daseinsbewältigung: Kamerad Mitmensch hat sich den Erfordernissen der Zeit angepasst und geht jetzt als humanoide Klimakatastrophe. Die Hirnschmelze schreitet voran, der Alkoholspiegel steigt unaufhörlich, und aus dem Sprachschlot heraus wird emittiert, was die Restgrütze hergibt. Da tut Dichtung Not! Ein weiteres Mal hat Fritz Eckenga für den lesenden Teil der Menschheit ein reichhaltiges Protokoll seiner Beobachtungen und Sofortmaßnahmen ausgearbeitet und präsentiert neben seiner gewohnt stabilen Dichtung nun erstmals auch extrem belastbares Bildmaterial. Eckengas neues Buch warnt vor hybridgetriebenen Umweltengeln (z.B. Sigmar Gabriel), enthält Ökokata-Strophen (etwa zu Vielfruchtmutationen) und bietet versförmigen Verbraucherschutz in den Problemzonen »Glaube«, »Liebe«, »Hoffnung«.



Theoretische Schriften - Friedrich SchillerTheoretische Schriften
Friedrich Schiller

Broschiert, September 2008
     Verkaufsrang: 104952      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Bis heute ist das Urteil über Schillers Ästhetik kontrovers geblieben. Gegner und Bewunderer stimmen indes darin überein, daß diese Schriften kennen sollte, wer an Fragen der Kunst interessiert ist. Dieser Band umfaßt alle theoretischen Schriften Schillers, ediert sie nach den Erstdrucken oder Handschriften und erläutert sie in ihrem Zusammenhang untereinander wie auch nach ihren geschichtsphilosophischen Grundlagen und gesellschaftskritischen Motiven. Der Kommentar erläutert den inneren Zusammenhang des Werks, seine geschichtsphilosophischen Grundlagen und gesellschaftskritischen Motive.



Essais - Michel de MontaigneEssais
Michel de Montaigne, Brigitte Trübenbach

Audio CD, Februar 2006
     Verkaufsrang: 277935      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Michel de Montaignes Essais, im September 1998 in einer Prachtausgabe herausgekommen, erscheinen nun in Form einer Doppel-CD. Satte eindreiviertel Stunden, gelesen von einem unserer renommiertesten Schauspieler, Otto Sander. Es ist zum Beten schön!

Wer war dieser Montaigne, der von Voltaire bis Lessing, ja sogar von Goethe hochgeschätzt wurde? Flaubert legte ihn George Sand ans Herz mit den Worten, "lesen Sie ihn von Anfang bis Ende, und wenn Sie fertig sind, beginnen Sie von neuem".

1533 auf dem Schloß seiner Eltern bei Bordeaux geboren, pflegte der kleine Michel mit seinem deutschen Hauslehrer nur lateinisch zu parlieren, der Grundstein seiner Entwicklung, wie er später berichtete. In Paris studierte er Jura, führte ein Lebemanndasein und kehrte schließlich in seine Heimatstadt zurück, wo er als späterer Bürgermeister äußerst beliebt wurde. Aber im Grunde war dies nicht seine Welt. Dem Menschen in all seiner Rätselhaftigkeit gehörte seine Liebe. Nach ausgedehnten Reisen, Beobachtungen und Liebesaffären erkannte der Humanist Montaigne seine eigentliche Bestimmung.

1571 begann er mit der Niederschrift seiner Essais. Ursprünglich zur eigenen Selbstfindung gedacht, gerieten sie zu einer monumentalen Reflexion über den Menschen an sich. Dies fand naturgemäß nicht nur Freunde. "Geile Worte", "große Geschmacklosigkeiten", geiferten einige Kritiker. Was wunderts, hatte er doch neben solch erhabenen Gedanken über antike Philosophen und den idealen Staat noch reichlich Zeit, sich übers männliche Glied weitschweifig und klug zu äußern. Auch schien ihm die Beobachtung seiner nächtlichen Blähungen oder der Beischlaf mit Schwangeren durchaus erwähnenswert.

Völlig vorurteilsfrei und unaufgeregt, als einer, dem nichts Menschliches fremd ist, richtet Montaigne seine Gedanken auf vermeintlich kleine Dinge, die großen Denkern keinerlei Erwähnung wert gewesen wären -- und weist haarklein auf, wo das Leben in Wirklichkeit stattfindet. --Ravi Unger

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

+ grosse Worte - in wunderbarer Verpackung      5 von 5 Punkten
Zunächst zum Äußeren - ein bibliophiles Buch, in blauen Leinen mit goldener Schrift und ein großzügiges Innenleben. Dieses wird unterstützt durch Texte in grossen Lettern, in Anfängen künstlerisch gestaltet. Eben für das Auge.

Zum Text: Was hat er nur alles gedacht, dieser M., als er in seinem Turm saß und nichts als schäumende Ideen niederschrieb mit einer Präzision in der Beobachtung und in der Beurteilung, dass wahre Philosophie des Alltäglichen sich nahe ins eigene Innere schleicht. Drei Bücher umfassen die Gedanken, jeweils mit bis zu 57 Essais. Sie beschreiben und beurteilen, besser sie laden ein zur Selbstreflexion der Dinge und Erfahrungen des Lebens, wie Freundschaft, Furcht, Erziehung oder einfach über Bücher. Sie bringen geschichtliches sowie philosophisches. Wer nicht weiter weiss in seinem Denken, wird sogar hier der Hilfe fündig, wenn Montaigne über die Selbstbehinderung des Urteilsvermögen schreibt. Es ist kein Buch, welches man nur so liesst. Es ist Begleiter am Schreibtisch, passend zur Hand und damit einladend zum spontanen Blättern und Lesen.
Ob es zu teuer ist? Der Inhalt ist auch in der billigen Version derselbe, aber er verdient es nach ca. 410 Jahren und fortdauernde Aktualität in besonderer Aufmachung den Leser zu erfreuen.
Die in seinem Vorwort aufgestellte Behauptung, "es gäbe keinen vernünftigen Grund, Muße für so einen nichtigen Gegenstand zu verwenden", wird am Ende feststellen, dass es Montaignes Koketterie war, die ihn dazu veranlasste. Denn die Widerlegung der Behauptung ist das Werk selbst.

 Weitere Lesermeinungen



Der Leserbiefschreiber: Tatwaffe "Erika" - Der Leserbiefschreiber: Tatwaffe "Erika"

Gebundene Ausgabe, August 2005
     Verkaufsrang: 187557      Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

Preis: € 14,80 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Die Geschichte eines einfachen Bürgers, der nichts weiter tut, als kritische Leserbriefe zu schreiben, und damit eine beispiellose staatliche Jagd auslöst.Magdeburg, im Mai 1961. Rudolph Winkler, Prokurist der renommierten Musikalien- und Buchhandlung Heinrichshofen blättert nach Feierabend im "Neuen Deutschland". Ihm fällt ein Beitrag auf, in dem ein junger westdeutscher Autor namens Peter Hamm die Bundesrepublik als "militaristisch" bezeichnet und gleichzeitig die "Meinungsfreiheit" in der DDR hervorhebt. Winkler, ein ruhiger Zeitgenosse, der sich um Politik nur nebenbei schert, ärgert sich. Er schreibt mit seiner Schreibmaschine einen langen Brief an Peter Hamm, in dem er ihn aus seiner Sicht über die Zustände in der DDR und die Kontrolle der Presse aufklärt. Winkler verweist zum Schluß darauf, daß er es eben dieser Zustände wegen nicht wagen dürfe, den Brief mit eigenem Namen zu unterzeichnen.
Peter Hamm hat diesen Brief nie erhalten; er wurde von der Stasi abgefangen. In den nächsten Jahren schreibt Winkler noch zwölf weitere "Leserbriefe" - teils an die "Magdeburger Volksstimme", teils an SED-Organisationen. Alle Briefe werden abgefangen bzw. von der Redaktion an die Stasi weitergereicht, die dann, 1965, nach dem 13. Brief, eine beispiellose Jagd auf den anonymen Briefschreiber beginnt ...




Vom Küssen der Kröten und andere Zwischenfälle. Gesammelte Glossen - Vom Küssen der Kröten und andere Zwischenfälle. Gesammelte Glossen

Audio CD, Februar 2008
     Verkaufsrang: 41344      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Kröten küsst man nicht - man schluckt sie als unangenehme Wahrheiten hinunter. Doch die Glosse verhält sich zur Wahrheit so, als müsste ihr Autor dauernd Kröten schlucken. In diesem Sprachzoo existieren seltsame Wesen: lupenreine Gasprom- Demokraten und Problembären wie Bruno und Stoiber. In seinen Glossen sieht Hellmuth Karasek der Zeit beim Vergehen zu und versucht, wenigstens die Komik festzuhalten.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Zeitreise mit Karasek      3 von 5 Punkten
Er ist wohl der bekannteste deutsche Literaturkritiker nach Marcel Reich-Ranicki, doch Hellmuth Karasek greift auch genauso gern selber zur Feder. Aber es sind in letzter Zeit eher weniger Bücher, sondern seine wöchentlichen Kolumnen im Hamburger Abendblatt" und in der Berliner Morgenpost", die Hellmuth Karasek zum Schreiben veranlassen. Diese Kolumnen stehen nun auch in direktem Zusammenhang mit Karaseks neuestem Buch Vom Küssen der Kröten und andere Zwischenfälle", denn das Buch enthält jene Kolumnen von Ende 2005 bis Ende 2007.
Die Lektüre dieser kurzen Texte kommt einer kleinen Zeitreise gleich, denn da Karasek in seinen Kolumnen immer aktuelle Themen pointiert kommentiert, wird der Leser an Vorfälle erinnert, die er schon fast vergessen hatte.
Bundesinnenminister Otto Schily hat einen neuen Rekord in der Sportart Rhetorik (Reden mit offenem Mund als Dauerdisziplin) aufgestellt. Vor dem Visa-Untersuchungsausschuß hat der Senior (72) fünf Stunden und 18 Minuten kontinuierlich geredet. Ungedopt und nur unter Zuhilfenahme von Schlucken stillen Wassers."
Karaseks Humor ist manchmal nicht gerade von Nettigkeiten dominiert - um nicht zu sagen, er kann ganz schön beißend sein -, aber letztendlich ist es ja genau das, was den Leser reizt. Doch Vorsicht, die jeweiligen Lesestücke umfassen jeweils keine zwei Seiten, so daß der Lesegenuß leider nie lange anhält.

Kurzweilige Glossen erzählt vom Autor persönlich !!!      5 von 5 Punkten
Eigentlich bin ich jemand, der fast schon zusammenzuckt, wenn er hört, daß auf einem Hörbuch der Autor persönlich liest, weil ich die Erfahrung gemacht habe, das sehr häufig ein hervorragender Autor noch lange kein hervorragender Interpret, wenn auch der eigenen Texte, ist.
Ganz anders verhält es sich allerdings im hier vorliegenden Fall bei dem von mir sehr geschätzten Hellmuth Karasek. Da er ein begnadeter Erzähler ist u. man ihm sehr gerne zuhört, ist es kein Wunder, das es ein reines Vergnügen ist, sich seine gesammelten Glossen "Vom Küssen der Kröten und andere Zwischenfälle. Gesammelte Glossen" auf dieser CD von ihm persönlich erzählt, anzuhören.
So wie Hellmuth Karasek seine Texte vorträgt, hört es sich eben nicht wie vom Blatt abgelesen an, sondern so, als ob er es dem Leser persönlich erzählt, was natürlich eine ganz andere Qualität hat, als von irgendeinem Sprecher interpretiert.
Kurzum, dieses Hörbuch ist ein reines Hörvergnügen, das ich nur jedem wärmstens empfehlen kann.
Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn bald ein zweiter Teil erscheinen würde.


Schöne Literatur. Essays - Martin MosebachSchöne Literatur. Essays
Martin Mosebach

Gebundene Ausgabe, März 2006
     Verkaufsrang: 212002      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren oder bestellen

Martin Mosebach ist seit langem einer der bedeutendsten Essayisten und Kritiker in der deutschsprachigen Literatur. Sprachlich virtuos und mit einer umfassenden, beeindruckenden Kennerschaft verfolgt er Literatur und Kunst, aber auch Politik und Religion - in Aufsätzen, die immer unzeitgemäß sind, überraschend und gegen den Strom. Eine große Verteidigung des Romans, der Kunst und des Denkens gegen alle Moden des Zeitgeistes.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Profund, intellektuell- einfach klasse!      5 von 5 Punkten
Der gelernte Jurist und Georg-Bücher-Preisträger 2007 Martin Mosebach, Jahrgang 1951, ist nicht nur ein großer Romancier, sondern auch ein begnadeter Essayist und Kritiker. In seinem Band "Schöne Literatur" versammelt der Autor insgesamt 19 Aufsätze, in denen er sich sprachlich, formal und stilistisch auf eine ganz und gar großartige Art und Weise mit verschiedenen Bereichen der deutschsprachigen Literatur auseinandersetzt. Da ist zum Beispiel der Text über Shakespeare's "Sommernachtstraum und Kleists "Penthesilea", in denen Mosebach über die Einsilbigkeit der Kleistschen Dichtung und ihren Verwandschaften mit Shakespeare's Komödie nachdenkt. Oder das Essay zum hundertsten Geburtstag Heimito von Doderers, wohl Mosebachs größtem Dichter-Vorbild: Mit ungeheurem Sachverstand und einem riesigen Wissen ausgestattet, begibt er sich daran, von Doderers Leben und Werk zu beschreiben und ihn literarisch sowie literarhistorisch zu verorten - manch Germanist sollte sich an diesem der deutschen Literatur akademisch völlig Unbedarften ein Beispiel nehmen!
Es ist keine seichte Unterhaltung, aber das ist ohnehin nicht Mosebachs Sache. Der Band fordert den Leser, er kostet Zeit, man muss sich mit ihm beschäftigen. Aber es lohnt: Selten wurde man intellektuell so beglückt, selten schloss man einen Essayband derart geistig glücklich und berauscht. "Schöne Literatur" ist ein Schatz im 'feuilletonistischen Wirrwarr' des kulturellen Niederganges unserer Zeit und ist
d r i n g e n d s jedem empfohlen, der sich auf geistvolle Art und Weise zu beschäftigen pflegt.


Goethe Werke  Hamburger Ausgabe Bd 1: Werke, 14 Bde. (Hamburger Ausg.), Bd.12, Schriften zur Kunst: Bd. 12 - Johann W. von GoetheGoethe Werke Hamburger Ausgabe Bd 1: Werke, 14 Bde. (Hamburger Ausg.), Bd.12, Schriften zur Kunst: Bd. 12
Johann W. von Goethe, Erich Trunz

Gebundene Ausgabe, Januar 1981

Verkaufsrang: 160428
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,90
(versandkostenfrei nach D, CH und A, ,
 Versandbedingungen s.o.)
  In einen Einkaufswagen
  Bei Amazon weiterinformieren



 


Vorige SeiteSeiten:
 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21  22  23 24 25 26 
Nächste Seite