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| Reportagen aus aller Welt | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Die Faust im Mund: Essay Georges-Arthur Goldschmidt Gebundene Ausgabe, März 2008 Verkaufsrang: 230705 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Georges-Arthur Goldschmidt ist eine einzigartige Erscheinung im deutsch-französischen literarischen Grenzverkehr. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland ein Autor von Rang, betrachtet Goldschmidt Probleme und Worte ¯mal von unten, mal von oben®. Er entführt uns in literarische Abenteuer, mitten hinein in die Grimmschen Märchen, zum Struwwelpeter, von Pascal und La Bruyère bis hin zu Eichendorff und vor allem: zu Franz Kafka. Die Faust im Mund ist ein Sinnieren mit Geist, Körper und Seele über Sehnsucht, Gewalt, lustvolle Bestrafung und Scham und eine Wiederentdeckung der Liebe zur Muttersprache durch die Welt der Literatur.
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Kasims Zeitreisen: Ein Märchen über die Physik - von Albert Einstein bis Stephen Hawking Stefan Jäger Broschiert, September 2005 Verkaufsrang: 200252 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Endlich... 5 von 5 Punkten Ich finde es toll, wie dieses Buch geschrieben ist. Für mich, der ich immer Angst vor Mathematik und auch Physik hatte. Und dennoch den Kopf voller Fragen. Ich habe schon im ersten Buch von Stefan Jäger: "Cafe Andromeda" voll Begeisterung "geschmökert". Und ich habe so viele Fragen beantwortet bekommen. Das ist wirklich toll. Und ich mag den Schreibstil.
Direkt und leicht. Also ein Buch nicht nur für die Kleinen sondern auch für uns Grossen. Absolut empfehlenswert. So macht Lernen Spass. Und Lesen:-)
Physik von seiner spannenden Seite 5 von 5 Punkten Der Untertitel des Buches verspricht ein Märchen über die Physik und so bringt das Buch dem Leser auch die wichtigsten Entdeckungen der Physik auf märchenhafte Weise nahe. Hier werden einem Wunder vorgeführt, solche die es nur mit und solche die es auch ohne Märchen gibt. Die Wunder der Physik .
Das Buch will und ist aber mehr. Es ist auch eine Geschichte des Reisens. Es nimmt einen nicht nur mit auf eine äußerst interessante Reise durch die Zeit. Es geht genauso durch die Geschichte der Physik, eine andere Kultur und auch ein wenig durch die Probleme Heranwachsender. Wenn es also nicht die Physik ist, die interessiert, gibt es weitere Handlungen, die einen spannend und fesselnd durch das Buch ziehen. Irgendwo im Buch werden die 4 Grundkräfte erläutert. Da gibt es die elektromagnetische Kraft, die schwache und die starke Kraft und die Gravitation. Dieses Buch übt seine ganz eigene Kraft aus, auch diese zieht an und mit. Das hat nichts mit Physik zu tun, sondern mit der erzählerischen Stärke.
Meine letzte Physikstunde ist schon eine ganze Weile her und ich wünschte es hätte einen solchen Physikunterricht gegeben. Sicher hätte ich mehr behalten. Aber vielleicht hätte ich dann dieses Buch nicht gelesen. Was auch schade gewesen wäre.
Der Autor erzählt sicher irgendwann seinem Kind von diesen Wundern und Unglaublichkeiten, alle anderen können Ihren Kindern ja dieses Buch schenken. |
Karl August Varnhagen und die Kunst des geselligen Lebens. Eine Jugend um 1800. Biographischer Essay Hazel Rosenstrauch Taschenbuch, Dezember 2003 Verkaufsrang: 319086 Karl August Varnhagen ist meist nur noch bekannt als Mann seiner berühmten Frau, als "Wittwe" und Nachlaßpfleger der Rahel und ihres legendären "jüdischen Salons". Zu unrecht: er war ein liberaler, kosmopolitischer "homme de lettres", Feuilletonist, Kritiker, Sammler, Briefschreiber, Erfinder der biographischen Geschichtsschreibung; ein Meister der "geselligen Lebens-verhältnisse"; der unbequeme Chronist einer romantischen Generation, die um 1800 in Berlin und anderswo in die europäische Moderne aufbrach und meist im nationalen Biedermeier, in der Resignation oder im Exil endete.
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Das Lob der Torheit Erasmus von Rotterdam Gebundene Ausgabe, November 2005 Verkaufsrang: 171586 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die Weltherrscherin Torheit verkündet die Wahrheit, und sie tut es lachend: Dank ihrer dienstfertigen Zofen - Eigenliebe, Schmeichelei, Vergesslichkeit, Faulheit oder Lust - hat sie das ganze Erdenrund ihrer Macht unterworfen und ist nun Königin selbst über Könige. In diesem Meisterstück vorurteilsfreien Denkens erweckte Erasmus von Rotterdam die ironische Lobrede zu neuem Leben. Mit unübertroffener Leichtigkeit und rhetorischer Eleganz, rhythmischem Zauber und...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Aus voller Seele lachen 5 von 5 Punkten Wenige Texte der Philosophie sind so heiter und so voller wunderbarer grotesker praller Bilder wie dieses. Gerade heute in Zeiten politischer Korrektheit machen die triefenden Gemeinheiten um so mehr Spaß. Da werden unverholen Beleidigungen wie "Greise" und "Vetteln" verwendet und geradezu lüstern die menschlichen Unzulänglichkeiten karrikiert. Man fühlt sich ein wenig wie in einem Bosch-Gemälde. Ja, man vergisst geradezu den kritischen Hintergrund des Textes.
Wenn ich schlecht gelaunt oder niedergedrückt bin, läßt mich der Griff zu diesem Text aus voller Seele lachen. Ich lese es gar nicht um irgendetwas zu lernen oder zu erfahren, sondern alleine der aufheiternden Wirkung wegen. Die wird durch die Tiefsinnigkeit und dem Realismus eigentlich nur verstärkt. Es ist schon ein wenig schade, daß die Fähigkeit zu fröhlichem lauten Lachen, zu derben Späßen, zu Groteskem überhaupt nach der Renaissance so sehr aus der Mode gekommen ist.
Ich will dieses Buch gar nicht im Sinne einer Kanonisierung empfehlen, sondern denke, daß man bei seiner Lektüre einfach mit- und hingerissen werden muß, solange man an einfachem frivolen Spaß, der in Renaissancebildern daherkommt, vergnügen finden kann. Jemand der mit heruntergezogenen Mundwinkeln nur der eigenen Rechthaberei fröhnt, mag dieses Buch als zersetzend empfinden und ablehnen, ich selber habe um so mehr Freude an diesem Text.
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Das erste Buch. Schriftsteller über ihr literarisches Debüt
Broschiert, März 2007 Verkaufsrang: 254024 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Das erste Buch eines Autors ist sein Entrée in die Welt der Literatur.Welche Gedanken und Gefühle bewegen ihn beim Blick auf sein Debüt, dessen Erscheinen zwanzig, dreißig oder sogar fünfzig Jahre zurückliegt? Fast einhundert deutschsprachige Autoren - die Einflußreichen und die Stillen, die Erfolgreichen und die Exzentriker - beantworten diese Frage in persönlichen Texten, die eigens für dieses einzigartige Buchprojekt geschrieben wurden. Entstanden ist ein fesselndes Panorama deutschsprachiger Literatur von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Nach 20 Seiten waren alle Helden tot 5 von 5 Punkten Prima Idee, Autoren zu fragen, was ihnen beim Wiederlesen ihres ersten Buches durch den Kopf geht!
Herausgekommen sind 92 Rückblicke höchst verschiedener Art. Viele Autoren gehen der Frage nach, wie sie zum Schreiben gefunden haben. Einige erzählen, wie sie versuchten, ihr Manuskript an den Verlag zu bringen. Die meisten porträtieren sich als blutige Anfänger und geben Einblicke in ihre damaligen Gefühlslage.
Eine ganze Reihe von Autoren hat sich auch wirklich der Mühe unterzogen, das erste Buch nochmal zu lesen, manche recht kritisch. Da werden Sätze verworfen, Geschichten oder auch gleich das ganze Buch. Das ist lehrreich und oft sehr witzig.
Geschwafelt hat keiner! Im Gegenteil: Ich habe in diesem Buch wunderbare poetische Miniaturen und höchst amüsante Geschichten gefunden.
Eine der Geschichten geht so: Günter Grass beginnt als 13jähriger seinen ersten Roman. Nach 20 Seiten ist er zu Ende, weil bereits alle Helden tot sind.
Lesen!
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Körperheimlichkeiten Johannes Galli Taschenbuch, Dezember 1999 Verkaufsrang: 233569 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Neun aberwitzige Betrachtungen über körpersprachliche Kommunikation im Alltag "Wiewohl der Mensch nach wie vor große Pläne hegt, wie zum Beispiel Hotelketten auf dem Mond zu errichten, ist er mit den etwas kleineren Fragen des vor allem körperlichen Alltags oft heftig überfordert. Ein Fleck auf dem Rock, eine stark verstopfte Nase, oder gar ein überreifer Pickel an gut einsehbarer Stelle bringt den Menschen von heute in eine sehr unausgeglichene Gemütslage. Alles, was den Körper betrifft, scheint für den modernen Menschen eine ziemliche Zumutung zu sein, so daß er keine Mühe scheut, solche Körperlichkeiten zu verbergen, oder um es noch absurder zu formulieren: 'öffentlich zu verheimlichen'." (Johannes Galli im Vorwort)
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Der beherzte Reviervorsteher: Ungewöhnliche Zivilcourage am Hackeschen Markt Heinz Knobloch Gebundene Ausgabe, November 2003 Verkaufsrang: 186053 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden In der sogenannten 'Reichskristallnacht' verjagt ein Berliner Polizeibeamter aus der Synagoge in der Oranienburger Straße SA-Leute, die in den Vorräumen Feuer gelegt haben. Der Mann tut nichts weiter als seine Pflicht: Er schützt ein kulturhistorisch wertvolles Bauwerk vor Brandstiftung, wie er - zur Rede gestellt - seinem obersten Chef, Polizeipräsident Graf Helldorf, erklärt. Der Name des Manne ist Wilhelm Krützfeld. Der Autor ist mit Akribie auf Spurensuche gegangen, hat Zeitzeugen befragt, in Archiven geforscht und eigene Vermutungen angestellt. So entsteht ganz allmählich das Bild eines Mannes, der alles andere als ein Held sein will, aber die oftmals pervertierten preußischen Tugenden der Pflichterfüllung und des Gehorsams auch mit Mut und Nachdenken zu verbinden weiß und dabei bis zuletzt - er bittet 1942 um seine vorzeitige Pensionierung und überlebt den Krieg in Schleswig-Holstein - fest davon überzeugt ist, nichts weiter als seine Pflicht getan zu haben.
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Cioran - Der Ketzer: Ein biographischer Essay Patrice Bollon Gebundene Ausgabe, April 2006 Verkaufsrang: 235373 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Um Ciorans facettenreich geschliffenes, unruhig funkelndes Aphorismenwerk ist es still geworden. Spätestens seit dem Tod des Autors vor zehn Jahren, am 20. Juni 1995, droht die Auseinandersetzung mit den antisemitischen und hitlerfreundlichen Äußerungen des jungen Cioran die mit dem Werk zu überschatten. Patrice Bollons biographischer Essay über den »Ketzer« setzt an genau diesem Punkt ein. Statt Ciorans Jugendblindheit abzudrängen, zeigt Bollon, in welcher kulturellen und politischen Landschaft die frühen Artikel sowie jene verhängnisvolle Schrift über die »Verklärung Rumäniens« entstanden und wie Cioran sich in einer lebenslangen Auseinandersetzung mit ebendiesem Irrtum von den »blutigen Possen« der Utopie und von jedem Glauben zu befreien suchte und so zu dem wurde, der er schließlich war: ein Meister der Klarheit, der Eleganz und der Gelassenheit. Bollons fundiertes, fesselnd geschriebenes Porträt bietet die beste Einführung in Leben und Werk Ciorans, der, am 8. April 1911 im rumänischen Rasinari als Sohn eines Popen geboren, 1937 nach Paris übersiedelte. Anknüpfend an die Tradition der französischen Moralisten, verarbeitete er die eigenen überschwenglichen Anfänge und Abgründe und wurde zu einem der bedeutenden Schriftsteller und Stilisten der französischen Sprache.
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'Ne Nonne kauft 'ner Nutte 'nen Duden. 2 CDs
Audio CD, Februar 2006 Verkaufsrang: 217965 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Aus dem Inhalt: 1. Was sind das eigentlich für Leute, die in der ersten Reihe sitzen? 2. Dem Elend probesitzen. Zwei Texte mit Bob Dylan 3. Metrosexualität, Transparenz und die drei dümmsten Aphorismen von Oscar Wilde 4. Ein gutes und ein schlechtes neues Wort für Männer 5. Was man nicht sagt 6. Ich beeindruckte durch ein seltenes KZ 7. Der Amethyst 8. Die Geburtstagsfeier ("jetzt"-Magazin-Tagebuch 1998). Zwei Texte über das Nennen des Namens 9. Volkstrauertag in Neustadt am Rübenberge 10. Tropfen, Klingeln und die üble Weiterleiterei 11. Die Verachtung 12. Wenn Torte von Menschen bewegt wird
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
nicht empfehlenswert 2 von 5 Punkten nehmt auf keinen Fall diese CDs als Einstieg, wenn ihr sonst noch nichts von Max Goldt gehört habt.
Sie war damals, nachdem ich jahre-, bzw. eher jahrzehntelang seine Werke sehr interessiert verfolgt hatte, für mich quasi sein erstes Audiodokument seit Foyer des Arts. Und es war so eie bittere Enttäuschung, dass ich hinterher keine Lust mehr hatte, ihn live zu sehn.
Die Lesungen wirken auf mich, als wenn dort gar nicht derjenige spricht, der die Texte verfasst hat. Der subtile Humor bleibt häufig auf der Strecke und ich werde das fiese Gefühl nicht los, dass dort ein Mainstreampublikum unterhalten wurde, dem Max nicht viel zutraute.
Vielleicht ist es auch die seltsame, steife Art der Betonung, die mir bei Südniedersachsen (Max Goldt ist aus Göttingen) schon immer schwer gefallen ist. Ich verbinde beim Lesen der Bücher eine andere Stimme mit den Texten, als seine.
Seine Bücher sind durchweg großartig und fallen nur ganz selten in kurzen Momenten in Beliebigkeit und Koketterie ab.
Diesen Eindruck will ich mir nicht zerstören durch Audio-CDs wie diese.
Seine QQ als Hörbuch liegt hier bei mir seit Monaten rum (Geschenk von nem Bekannten) und ich trau mich bisher nicht, da reinzuhören, um nicht ein zweites mal enttäuscht zu werden.
Na, das ging aber schon mal prachtvoller... 3 von 5 Punkten Natürlich ist die Textauswahl insgesamt recht gelungen. Alles dabei: Von typisch Goldt'scher Spottbeißerei, bis hin zu nachdenklichen Texten (z.B. KZ).
Somit gibt es bei diesem Punkt eigentlich nichts weiter zu erwähnen.
Zu kritisieren ist dann aber eines: Die im Studio eingelesenen Texte (drei Stück, alle auf der zweiten CD) sind öde. Die sonst bei Goldt gewöhnten süffisanten Betonungsmuster, welche von den Reaktionen des Publikums immer auch ein stückweit leben, fehlen hier natürlich gänzlich und lassen so ein 18 Minuten Stück schon mal zu einer harten Geduldsprobe werden. Die Betonungen, die Art des Vorlesens allgemein, wirkt zu arg bemüht, ja, ich möchte sagen, geradezu z u ordentlich. Das entspricht nicht dem Inhalt der Texte und nimmt ihnen so ihre Wirkmächtigkeit.
Schade! Ansonsten bleibt die Sammlung aber für alle Goldt-Liebhaber zu empfehlen. Für Einsteiger würde ich dann aber von abraten, da es weitaus bessere Textsammlungen gibt, gerade auch als Hörbuch, denn diese. |
Im Wendekreis der Wende Thomas Maurer Broschiert, 1. Oktober 2007 Verkaufsrang: 90892 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kolumnenschreiben ist eine Langstreckendisziplin mit wöchentlicher Zwischenwertung, und die Sonderprüfung besteht in der Frage: Vertragen es die Texte, die ja meistens aus aktuellem Anlass entstehen, noch gelesen zu werden, wenn der Anlass nicht mehr aktuell ist? Dass im Falle Thomas Maurers die Antwort Ja lautet, bewies schon der 2000 bei Czernin erschienene Band 'Das Hirn muß einen Saumagen' haben. Seither sind sieben Jahre vergangen, sieben Jahre, die zumindest der österreichischen Nachwelt als Ära Schüssel im Gedächtnis bleiben werden. Sieben Jahre aber auch, die Thomas Maurer teils in seiner wöchentlichen Medienmanege-Kolumne im Kurier, teils anderswo schreibend begleitet hat.Und so ist der Sammelband Im Wendekreis der Wende zwar keineswegs nur, aber auch eine retrospektive Bestandaufnahme der schwarzblauorangen Epoche mit all ihren tolldreisten, tristen und tumultösen Aspekten, geschrieben mit Witz, Verve und gelegentlich Wut. Die Texte wurden teils aktualisiert, teils vom Autor kommentiert, und historische, dem Gedächtnis der Gegewart bereits z.T. entschwundene Begriffe wie Verfassungsbogen, Sanktionen oder Theresia Sickl werden in einem eigens verfassten Glossar informativ und leicht fasslich erläutert.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Aufs Korn genommen 4 von 5 Punkten Generell ist zum Inhalt anzumerken, dass mit Ausnahme des Österreich-Lexikon, welches 2001 im Profil erschienen ist, es sich um Texte handelt, die von Mitte 2001 bis Mitte 2007 für seine wöchentlichen Kolumne Medienmanege im Kurier verfasst wurden.
Gleichwohl nicht alle Texte der politischen Innenlandschaft Österreichs gewidmet sind - und hier im speziellen der Schüssel-Ära und der Haider-FPÖ -, ist dies sicher der Leitfaden seines Buches, welches dann zusätzlich mit Kommentaren gespickt ist, die thematisch zwischen Terror, Tratsch und Telekommunikation angesiedelt sind.
Kehlmanns' Zitat auf der Buchrückseite "Lesen Sie dieses Buch bitte. Wirklich. Ich mein's ernst, lesen Sie das!" kann ich mich nur voll und ganz anschließen. |
Brecht frisst Brecht: Neues Episches Theater im 21. Jahrhundert Fritz M. Raddatz Broschiert, März 2007 Verkaufsrang: 302009 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wofür steht Brecht heute? Der Dramaturg und Journalist Frank-M. Raddatz hat die wichtigsten Künstler und Philosophen der Republik gefragt, welche Bedeutung Brecht für ihre Arbeit hat: Heiner Goebbels, Boris Groys, Friedrich Kittler, Armin Petras, René Pollesch, Hans-Jürgen Syberberg, Theodoros Terzopoulos, Samuel Weber u. a. In den Gesprächen wirddeutlich, dass Brechts Überlegungen zum Epischen Theater ein >MotorMotor< des Gegenwartstheaters, Beiträge der bekanntesten zeitgenössischen Künstler und Philosophen zum Thema.
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Demokratischer Abbruch: Von Trümmern und Tabus Daniela Dahn Taschenbuch, März 2005 Verkaufsrang: 250554 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. "Westliche Grundwerte verteidigt man am besten, indem man sie selbst einhält". In ihren jüngsten Essays und Portraits unternimmt Börne-Preisträgerin Daniela Dahn eine kritische Bestandsaufnahme unseres Umgangs mit Recht, Demokratie und Globalisierung. Was ist noch übrig von Freiheit und Gleichheit, von der Glaubwürdigkeit unseres politischen Systems?
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
hoher Informations- und Unterhaltungswert 4 von 5 Punkten Zu Daniela Dahn brauche ich ja nicht viel sagen, das Buch selbst hat mich durch den Stil des Berichtens/Erzählens sehr überrascht. Es werden Bereiche aus Politik und Recht sehr interessant, aber auch sehr kritisch beleuchtet. Stellenweise wurde mir ein Schmunzeln entlockt. Die Darstellungen sind sehr eigenwillig und ich musste stellenweise sehr konzentriert lesen, bin aber manchmal doch nicht hinter den Sinn gekommen, erst nach nochmaligem und nochmaligem Lesen und Überlegen, wie könnte das jetzt gemeint sein. Daher nur 4 von 5 Sternen. Insgesamt empfehle ich dieses Buch aber jedem der sich mit Aspekten der Demokratie in der DDR und Paralellen zur aktuellen Lage auseinandersetzen möchte. Ich habe meine wesentlichen Sichtweisen ein wenig verändern müssen, nach dem ich das Buch gelesen hatte und bin sehr dankar dafür. |
'Wo mir das Lachen zurückgekommen ist'. Auf Reisen mit Ingeborg Bachmann Adolf Opel Gebundene Ausgabe, Juli 2001 Verkaufsrang: 195198 In der Wüste sei ihr "das Lachen zurückgekommen", schreibt die Dichterin Ingeborg Bachmann an den Publizisten Adolf Opel. Mit ihm unternimmt sie im Frühjahr 1964 Reisen nach Prag, nach Ägypten und in den Sudan. Gedichte wie "Böhmen liegt am Meer" und das posthum erschienene Romanfragment "Der Fall Franza" wurden durch die gemeinsamen Fahrten angeregt. Auch in der mehrbändigen Ausgabe ihres "Todesarten-Projekts" und in ihren Briefen finden sich Bezüge zu Ägypten, zur Wüste und zu den Gezeiten des Nils. Da der autobiografische und private Teil des Bachmann-Nachlasses noch auf Jahrzehnte hinaus gesperrt ist - was zu einer Mythisierung der Dichterin, aber auch zu Spekulationen und wildwuchernden Gerüchten beigetragen hat -, kommt den Aussagen des Zeitzeugen Opel, der aus erster Hand und aus unmittelbarem Erleben berichtet, besonderes Gewicht zu. In tagebuchartig aufgezeichneten Erinnerungen spricht Opel erstmals aus, was in der Bachmann-Literatur bisher nur bruchstückhaft - weil eben der Zugang zu Quellen fehlte - oder überhaupt keine Erwähnung fand. Damit liefert der Autor neben dem Zeugnis von der besonderen Empfindsamkeit und Professionalität Ingeborg Bachmanns einen wichtigen Beitrag zur Faktensicherung. Der sich über mehrere Jahre erstreckende Briefwechsel zwischen Bachmann und Opel wird im vorliegenden Band und in einem in nächster Zeit erscheinenden Folgeband dokumentiert.
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Nootebooms Hotel Cees Nooteboom Taschenbuch, Juli 2002 Verkaufsrang: 265500 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden 1996 erzählte der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom in Innsbruck vor Publikum vom Reisen und vom Schreiben. Einmal habe er begriffen, sagte er, "daß ich in dieser Bewegung die Ruhe finden konnte, die man zum Schreiben bracht". Die Rede findet sich in dem wunderschönen Band Nootebooms Hotel mit literarischen, journalistischen und poetologischen Texten der letzten Jahrzehnte wieder, der jetzt bei Suhrkamp erschienen ist -- und Nootebooms Pendeln zwischen Bewegung und Ruhe, Dramatik und Melancholie in der Konzeption des Buchs reflektiert: "Noch immer baue ich an meinem Hotel", heißt es dort, "diesem nicht existierenden Gebäude, das nur in meinem Kopf existiert, dem Hotel der nahen und der fernen Welt, der Stadt und der Stille". Nootebooms Hotel hat viele Zimmer, in denen der Autor in Essays und Interviews zahlreiche illustre Vorbilder einquartiert: Marcel Proust, Mary McCarthy, Umberto Eco, Federico Fellini, Uwe Johnson oder Bruce Chatwin gehören zu den Gästen -- ebenso wie Edward Hopper, der auf seinen Bildern ja auch von der Einsamkeit im Hotelzimmer erzählt. In den anderen Räumen und Zimmern aus Luft hat Nooteboom mit Reportagen, Prosaminiaturen und Betrachtungen sich selber bzw. sein Alter ego breit gemacht. Hier bereitet er sich wohl auf neue, literarische Reisen vor, auf deren Berichte wir schon sehnsüchtig warten. --Thomas Köster
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Nur zu empfehlen 5 von 5 Punkten Ein geniales Buch! Nooteboom versteht es meisterhaft, den Leser mit den unterschiedlichsten Themen zu fesseln. Der niederländische Schriftsteller schreibt faszinierende und nachdenkliche Berichte aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt, berichtet überaus interessant über Begegnungen mit berühmten Autoren und Künstlern und und und... Jede Zeile des Buches hat zweifellos "geistigen Nährwert", beflügelt die Leselust auf seine weiteren Werke und macht neugierig auf bspw. noch nicht gelesene Bücher von Eco, Johnson und Chatwin.
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Die Stimmen von Marrakesch: Ein Klangbuch mit CD's Elias Canetti Gebundene Ausgabe, Oktober 2007 Verkaufsrang: 326493 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden "Die Stimmen von Marrakeschist jenes Buch, durch das Canetti dem Leser so etwas wie ein vertrauter Freund wird und in dem aus allen Schilderungen von orientalischer Großstadtmisere am Rande menschlichen Daseins eine Art Freude an allem Menschlichen (...) erstrahlt," schrieb François Bondy. Er beschreibt seine erste "Begegnung mit Kamelen"; Canetti streift durch die engen Straßen der Stadt; in der Mellah, dem Judenviertel Marrakeschs, beobachtet er die Seidenverkäufer, entdeckt rastlose, unruhige Händler, die mit wenigen Waren unterwegs sind und Winzigkeiten zum Verkauf anbieten. Hier in diesem Buch ist es Anne Bennent, die Canettis Sprache in die mündliche Tradition zurückführt, diese Erinnerungsstücke, Skizzen, Momentaufnahmen erzählt. Zusammen mit Otto Lechners Musik, die für diese Aufnahme komponiert wurde, ersteht ein großes Klangbild dieses berühmt gewordenen Reiseberichts.
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Alle unsere frühen Schlachten: Fußball-Stücke Javier Marias Taschenbuch, April 2002 Verkaufsrang: 266682 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Ein Muss! 5 von 5 Punkten Wer wissen will, was es bedeutet Fan zu sein, der kommt an diesem Buch einfach nicht vorbei!!!!
Anekdoten zu Real Madrid 4 von 5 Punkten Rechtzeitig zur Fußball - WM sind die Verlage auf der Suche nach klingenden Namen, die sich mit Fußball beschäftigen. DTV wurde bei Javier Marías, den meisten durch Mein Herz so weiß" bekannt fündig, der schon seit Jahren Kolumnen zu dem Thema in Spanien veröffentlicht. Nun wurden die europatauglichsten davon zu einem Band zusammengefasst und für den deutschsprachigen Raum publiziert. Das bringt dem Leser einen guten Einblick in den spanischen Klubfußball von den 60er Jahren bis heute und auch eine neue Art Marías zu lesen. Allerdings, was ihm nicht gelingt, ist ein Gefühl für den Fußball zu bekommen, sowie das Nick Hornby in Fever Pitch" mit Arsenal geschafft hat. Bei Marías bleibt sein Lieblingsklub Real Madrid dem Leser fremd, wird nur wie der Anlass für etwas behandelt, das der Leser nicht nachempfinden kann. Vielmehr hat man den Eindruck, dass Marías etwas beschreibt, dass er zwar schätzt und an dem er auch hängt, doch das letzte Herzblut wird hier nicht vergossen. Wer also die wirkliche Faszination des Fußballs literarisch mitverfolgen möchte, der greife zu Hornby.
Supernette Fußball-Geschichten - aber sehr Spanien-Lastig 3 von 5 Punkten Das Buch "Alle unsere frühen Schlachten" von Javier Marias liefert dem, der sich dafür interessiert, einen tollen Einstieg in die spanische Fussballgeschichte der jüngeren Zeit ...Javier Marias schreibt sehr pointierte, kurze Texte über die wichtigesten Fussballereignisse im spanischen und internationalen Fussball der letzten Jahre. Dabei spielen vor allem Real Madrid und seine Widersacher (Barcelona, Valencia) die Hauptrolle. Verständlich natürlich, dass Marias sich auf das eigene Land konzentriert, doch richtig gut werden die Geschichten für uns deutschsprachige meiner Meinung nach erst dann, wenn auch wir eine - evtl. ganz anders eingefärbte - Erinnerung an dasselbe Ereignis haben! So ist es grandios zu lesen, was Marias über das (um) gefallene Tor schreibt, dass im Spiel BVB-Real damals so grandios von Jauch kommentiert wurde, und wie er die Szenen einfach aus einer anderen Perspektive sieht. Diese - jedoch leider nur wenigen - Geschichten, die wohlbekannte Ereignisse aus einer komplett anderen Sicht beleuchten, stellen meiner Meinung nach den wahren Mehrwert des Buches dar. Alles in allem: Es hat eine Menge Spass gemacht, das Buch zu lesen. Typ: Kurzweilige Urlaubslektüre.
Wunderschöne Fußballessays vom spanischen Meisterdichter 5 von 5 Punkten Marias ist einer der bekanntesten Gegenwartsautoren Spaniens und glühender Anhänger der „Königlichen" von Real Madrid. Der vorliegende Band ist eine Textsammlung von Zeitschriften- und Zeitungsartikeln, die Marias im Laufe seines Schaffens zum wichtigsten Thema der männlichen Erdenbevölkerung - Fußball - veröffentlicht hat. In einfühlsamer Weise nähert er sich der Schönheit des Spiels, packt aber eine besonders zynische und spitze Feder aus, wenn er die Korruptheit und Inkompetenz der Vereinsoberen anklagt. Der Spott über den Erzfeind Barca darf natürlich nicht fehlen, frei nach dem Motto „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen". Obwohl es „nur" um Fußball geht, vermitteln die Essays gute Eindrücke über das heutige Spanien. Abgesehen davon, dass Marias ein Meister der Prosa ist und das Offensichtliche in wunderschöne Worte kleiden kann, ist das Buch fast ein Musskauf, denn die spanischen Begriffe und Eigenheiten sind für ignorante Deutsche nicht immer ganz verständlich, aber was soll's?
etwas halbgar 3 von 5 Punkten Spätestens seit Nick Hornbys Fever Pitch scheint es Mode zu sein, daß auch anerkannte Autoren sich zu ihrer Fußballeidenschaft bekennen. So auch Marías als Angehänger des Real Madrid. Marías gehört zu meinen Lieblingsautoren und ich habe bis jetzt jedes seiner Bücher mit großem Genuß gelesen. Leider bliebt bei diesem Buch der Eindruck sehr gespalten. Auf der einen Seite ist das Buch sprachlich gut, wenn auch sehr viel knapper als seine Romane, auf der anderen Seite, bleiben die einzelnen Stücke farblos. Im Grunde handelt es sich bei dem Buch um eine Zusammenstellung verschiedener Kolumnen, die Marías für Tageszeitungen geschrieben hat. Die meisten nehmen nicht viel mehr als zwei oder drei Seiten in Anspruch, so daß das insgesamt recht kurze Buch (138 Seiten) flott gelesen werden kann. Da die Stücke für Tageszeitungen geschrieben wurden, sind sie sehr stark zeitbezogen. Meist geht es um bestimmte Ereignisse an die man sich schon kaum mehr erinnern kann (z.B. das umgefallene Tor im Champions League Spiel gegen Borussia Dortmund) und Mariás hat wenig getan um den Zeitbezug etwas zu lockern. So erfährt man in mehreren Stücken etwas über die WM 1998 in Frankreich (und die Fehleinschätzungen des Autors), aber nur selten blitzt der Geist für das Umfassende auf. Bemerkenswert sind einige autobiographische Bezüge. In fast allen Romanen Marías ist man geneigt den Protagonisten mit dem Autor gleichzusetzen. Hier besteht darüber kein Zweifel und man erfährt etwas mehr über ihn. Allerdings stehen auch diese Bezüge lediglich in einem chronologischen Zusammenhang zu den Ereignissen. Anders als etwas Hornby, der die Erwachsenwerdung durch die Fußballbegeisterung beschreibt. Aufgedrängt hat sich der Eindruck, daß der Verlag (Klett-Cotta) wieder Mal ein Buch von Marías publizieren wollte und dabei etwas die Sorgfalt hat vermissen lassen. Mir wäre es lieber gewesen, wenn man einfach auf einen neuen Roman gewartet hätte. So bekommt man ein etwas halbgares Buch, welches wohl nur für Anhänger des Real Madrid und für Fußballhistoriker (so es sowas gibt) von Interesse ist.
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Max und Moritz: Und andere Lieblingswerke Wilhelm Busch Audio CD, März 2006 Verkaufsrang: 226538 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Wilhelm Busch begleitet uns seit Kindesbeinen. "Max und Moritz", seine erste Bildergeschichte, machte ihn weltberühmt und ist das erfolgreichste Kinderbuch aller Zeiten. Sein Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, sogar ins Lateinische, Altgriechische und in die Blindenschrift. Neben seinen bekannten satirischen Bildergeschichten hat Wilhelm Busch zudem zahlreiche Erzählungen, Gedichte, Reime und Sinnsprüche verfasst. Aus seinem umfangreichen Werk haben Götz Alsmann und Otto Sander nun eine CD mit ihren Lieblingstexten zusammengestellt und exklusiv für tacheles! eingelesen.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Tolle Sprecher von starken Versen 4 von 5 Punkten Wilhelm Busch hat im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche Gedichte, Geschichten, Erzählungen und Sinnsprüche verfasst und zu einem großen Teil auch selbst illustriert. Einen wunderschönen Querschnitt aus dieser Fülle an Werken des 1908 verstorbenen Zeichners und Dichters präsentieren Otto Sander und Götz Alsmann auf dieser CD aus dem Verlag tacheles!/Roof Music. Die Bandbreite der von den Sprechern selbst ausgewählten Lieblingsstücke ist groß und lädt oft zum Schmunzeln ein, macht bisweilen aber auch nachdenklich. Reimen ist durchaus eine Kunst, und Wilhelm Busch hat zweifellos großartige Reime geschrieben.
Eine liebevoll zusammengestellte Produktion, die einen kurzweiligen Schnitt quer durch die zahlreichen Werke von Wilhelm Busch liefert und eine Hommage an einen großen Dichter und Zeichner darstellt. Zwar wird der eine oder andere bekannte Werke wie „Plisch und Plum", „Hans Huckebein, der Unglücksrabe" oder „Die kühne Müllerstocher" vermissen, aber insgesamt sind alle vorgetragenen Stücke so schön, so amüsant, dass die CD ein Hörgenuss ist - wenn auch eher für Fans von Wilhelm Busch. Die Lesung funktioniert dank der ausdruckstarken Stimmen von Götz Alsmann und Otto Sander auch ohne die dazugehörigen Bildergeschichten.
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Deutsches Glück Pascale Hugues Gebundene Ausgabe, 2000 Verkaufsrang: 315145 Die Autorin Pascal Hugues ist eine Grenzgängerin -- im eigentlichen Sinne des Wortes. In Straßburg geboren, arbeitete sie mehrere Jahre lang als Korrespondentin der französischen Zeitung Libération in Deutschland und lebt mittlerweile in Berlin, wo sie u.a. für verschiedene deutsche Zeitungen schreibt. Von dieser Mischung aus Blick von außen und von innen profitiert ihr Buch Deutsches Glück - Le bonheur allemand. Hier geht sie in lesbaren und witzigen Reportagen deutschen Befindlichkeiten nach -- von deutschen Aussiedlern in Russland über Berliner Krabbelgruppen bis zu wendländischen Atomkraftgegnern. Treffsicher nimmt sie Besonderheiten unter die Lupe, die so vermutlich nur von einem Ausländer wahrgenommen werden können. In ihren Porträts versucht sie, dem, was wir Deutschen unter Glück verstehen, näher zu kommen. Was hat es mit den "deutschen Tugenden" wie Fleiß, Ordnung und Disziplin denn eigentlich auf sich? Wieso wird der Umweltschutz in Deutschland so vehement vertreten und praktiziert wie sonst nirgends? Sind die Deutschen in Ost und West wirklich so verschieden oder rühren nicht vielmehr viele Schwierigkeiten daher, dass sie sich so verdammt ähnlich sind? Mit wachen Augen geht die Autorin diesen Fragen nach -- das Ergebnis ist wie ein Fotoalbum, in dem man immer wieder gerne blättert, das einem aber genauso auch Peinlichkeiten vor Augen führt, an die man lieber nicht erinnert werden möchte. Das verbreitet missmutige Selbstbild findet sich durch Hugues "geteilten" Blick humorvoll und erhellend korrigiert. --Ulrike Wagner
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein Muß für alle Deutsch-Franzosen! 5 von 5 Punkten Ich bin selber französin und habe das Buch "Le bonheur allemand" entsprechend auf französisch gelesen ... drin habe ich alles wieder gefunden was ich im deutschen Alltag seit 10 Jahren immer wieder als kleine Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich erlebe. Das Buch ist zum Teil sehr witzig und eine schöne Mischung aus historischen Geschichten, Politik, Alltagsgeschichten usw ... ich habe es sehr genossen und das Gefühl gehabt, daß "sie" (die Autorin) und somit alle Französinen meinen Alltag bzw. meine kleinen Problemchen und die vielen Freuden des Alltagstagslebens in Deutschland teilen! Ich denke, daß das Buch auch für die Deutschen sehr interessant sein könnte ... habe es auf alle Fälle gleich für meinen Mann, der Deutsch ist, bestellt! |
Heute kommt Johnson nicht: Kolumnen 2005-2008 Peter Bichsel Gebundene Ausgabe, August 2008 Verkaufsrang: 334302 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Vom Warten ist in Peter Bichsels Kolumnen immer mal wieder die Rede. Es gibt mancherlei Arten und viele Geschichten dazu, Minutennovellen, Fabeln, Anekdoten. Heute ist es Johnson, der nicht kommt, dessen Platz in der Kneipe, eher zufällig, frei bleibt und an ihn erinnert. Dabei wartet der Erzähler nicht eigentlich auf ihn, Johnson, eher ist es ein Warten an sich - das ihn an einen anderen erinnert, Rolf, auf den er schon lange wartet, ein Gestorbener, der ihm einmal einen wartenden Spatz auf dem Dachfirst gegenüber zeigte und später eine Fabel fast wie von La Fontaine dazu erzählte, die der Schreibende erst nachträglich begreift."Ob Vögel das Warten kennen? Ob Menschen das Warten können? Johnson kommt heute wohl nicht. Es ist Mittwoch, am Mittwoch kommt er selten. Aber auf Rolf warte ich oft, auch wenn ich weiß, daß er nicht mehr kommt."Erneut läßt sich verfolgen, wie erfindungsreich und überraschend der Erzähler jedesmal neu zu einer Kolumne ansetzt, wie er, nicht selten antäusch end und hakenschlagend, zum um so größeren Vergnügen des Lesers ein Ende, Ende auch diesmal, ansteuert und erreicht.
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Ödipus siegt bei Stalingrad Gregor von Rezzori Taschenbuch, Februar 2005 Verkaufsrang: 314817 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen.
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