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| Reportagen aus aller Welt | Inhaltsangaben Kurzbeschreibungen Zusammenfassungen | |
Rasender Stillstand Paul Virilio Taschenbuch, Februar 2002 Verkaufsrang: 255978 In seinen Essays Krieg und Kino und Der negative Horizont hat Paul Virilio zwei Aspekte seines Generalthemas dargestellt: die Verwandlung der Filmkamera in eine Waffe, die Umformung von Wahrnehmung in einen aggressiven Akt und den Ablauf und die Gesetze der Menschheitsgeschichte als Beschleunigungsprozeß, der heute, im Zeitalter gigantischer Informationsnetzwerke, auf seinen Endpunkt zurast. Der vorliegende Essay beschreibt den drohenden Endzustand dieser gewalttätigen Beschleunigung in der allesbeherrschenden Telekommunikation. Der Wahn, dank elektronischer Telekommunikation überall und jederzeit dabeizusein, die Verführung der simultanen Teilhabe an allem, die Erfahrung der geschichtslosen Augenblicklichkeit im Beobachten: Virilio hat diesen Zustand als mediale Ghettoisierung, als elektronische Apartheid, als Koma diagnostiziert. Der rasende Stillstand einer Gesellschaft, die Zeit und Raum hochtechnologisch beherrscht, aber damit an der Auslöschung ihrer selbst arbeitet.
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Das Element des Elephanten: Wie mein Schreiben begann Hanns-Josef Ortheil Taschenbuch, September 2001 Verkaufsrang: 131043 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. In seinem autobiographischen Großessay beschreibt Ortheil, weswegen die Sprache ihn von Kindheit an faszinierte. Ähnlich wie es Jean-Paul Sartre in seinem berühmten Buch "Die Wörter" für sich beschreibt, ist auch Ortheil zum Schreiben auf die denkbar lustvollste Weise verurteilt. Das Element des Elephanten ist das "überaus einleuchtende Selbstporträt eines großen Dichters" (Die Zeit)
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Lob der Reiselust Nicolas Bouvier Gebundene Ausgabe, April 2007 Verkaufsrang: 257076 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Nicolas Bouvier erschliesst uns die Lebensgeschichten der Schweizer »Weltenpilger«, zu deren Familie er sich selbst zählt. Er schildert das Schicksal namenloser Auswanderer, das Leben von Persönlichkeiten, die wie er an claustrophobia alpina litten Thomas Platter, Paracelsus, Jean-Jacques Rousseau zum Beispiel. Er zeichnet mit der Begeisterung und dem Scharfblick des unermüdlichen »Bildersammlers« das Porträt von Persönlichkeiten, die, vom Fernweh getrieben, über die Meere reisten, von orientalischen Märchen-erzählern oder von Schriftstellergefährten. Wenige Jahre vor seinem Tod schildert er seine Begegnungen von unterwegs, erinnert sich an Schriftsteller, die ihn geprägt haben, und lässt uns teilhaben an seiner »Erfahrung der Welt«. »Bücher sind wie Wein. Manche müssen jung genossen werden, weil sie nicht das Zeug zum Altern haben. Anderen gibt man eine gute Prognose, um Jahre später feststellen zu müssen, dass die Zeit sie doch verdorben hat. Am erstaunlichsten aber sind jene Bücher, die bei ihrem Erscheinen verhalten wirken und ihre ganze Bedeutung erst Jahre, wenn nicht Jahrzehnte später entfalten. Eine von diesen seltenen Überraschungen ist zweifellos das Werk von Nicolas Bouvier.« Die Weltwoche
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Wunderbarer Weltentdecker 5 von 5 Punkten In »Lob der Reiselust« erschliesst uns Nicolas Bouvier die Lebensgeschichten der Schweizer Weltenpilger, zu deren Familie er sich selbst zählt. Er schildert das Schicksal namenloser Auswanderer, das Leben von Persönlichkeiten, die wie er an claustrophobia alpina litten ? Thomas Platter, Paracelsus, Jean-Jacques Rousseau zum Beispiel. Er zeichnet mit der Begeisterung und dem Scharfblick des unermüdlichen »Bildersammlers« das Porträt von Persönlichkeiten, die, vom Fernweh getrieben, über die Meere reisten, von orientalischen Märchenerzählern oder von Schriftstellergefährten. Wenige Jahre vor seinem Tod schildert er seine Begegnungen von unterwegs, erinnert sich an Schriftsteller, die ihn geprägt haben, und lässt uns teilhaben an seiner »Erfahrung der Welt«.
Dieses Buch ist pure Anregung und feinster Lesegenuss!! |
Gesammelte Vorurteile Henry L. Mencken, Helmut Winter Gebundene Ausgabe, 2000 Verkaufsrang: 145851 Mencken, der temperamentvoll und provozierend über öffentliche Moral, die Todesstrafe, das Rechts- und Erziehungswesen, Populärpsychologie und immer wieder über die Rolle von Kunst und Literatur sinnierte, fuhr seinerzeit mit Blitz und Donner in so manche stickige öffentliche Debatte in den zwanziger Jahren, und selbst wenn seine Ansichten bisweilen fragwürdig waren - wie er sie ausdrückte, daran ergötzen wir uns noch heute.
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Tokio Mo Hayder Audio CD, April 2007 Verkaufsrang: 219550 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ein unaussprechliches Geheimnis treibt die englische Studentin Grey nach Tokio: Hier hofft sie, den Schlüssel zu einer Tragödie zu finden, die sie seit Jahren verfolgt. Ein Filmausschnitt, der Gräueltaten japanischer Soldaten im chinesischen Nanking 1937 zeigt, soll die Lösung des Rätsels enthalten. Doch der Besitzer des Films, ein chinesischer Wissenschaftler, ist nur unter einer Bedingung bereit, ihr die Bilder zu zeigen: Grey soll ein mysteriöses Elixier aufspüren, das sich in den Händen des gefährlichsten Mannes von Tokio befindet, doch auch die Geschichte dieses Elixiers ist mit Blut getränkt - und zudem eng mit Greys eigener Tragödie verknüpft ...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Schaurige Faszinaition 5 von 5 Punkten Die Geschichte spielt sowohl in den 90er Jahren in Tokio, als auch Ende der 30er Jahre in Nanking, China.
Eine von allen für verrückt gehaltene junge Engländerin versucht die Wahrheit über die japanischen Kriegsgreueltaten in Nanking herauszufinden und reist hierzu zu einem berühmten Professor nach Tokio, der einen geheimisvollen Film über diese Zeit besitzen soll. Dieser ist jedoch noch bereit ihr den Film zu zeigen, wenn sie ihm im Gegenzug die geheimnisvolle Medizin eines skrupellosen und gefährlichen jap. "Mafia"bosses besorgt.
Sophie Rois liest hervorragend einen schaurig und teilweise ekelhaften Roman, dem es an Spannung nicht fehlt. Die Faszination der geschilderten Perversionen hält den Hörer in seinem Bann. Die geschilderten Greueltaten sind jedoch keine abstoßenden Schilderungen um ihrer selbst Willen, oder um durch den Schock des Ekels auf sich aufmerksam zu machen, sondern notwendige Bestandteile einer Geschichte über uns fremde Kulturen, deren kriminellen Vereinigungen für uns hoffentlich unvorstellbare Verbrechen begehen.
Hörenswert, aber nichts für junge Ohren. |
Eigene und fremde Bücher, wiedergelesen Philip Roth; Bernhard Robben Gebundene Ausgabe, 15. September 2007 Verkaufsrang: 188439 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wie wäre es, wenn man sich Kafka in Auschwitz vorstellte, fragt sich Roth in einem ergreifenden Aufsatz über einen der Schriftsteller, die ihn am meisten geprägt haben. In den hier versammelten Aufsätzen und Interviews aus den Jahren 1961 bis 1985 würdigt einer der bedeutendsten lebenden Schriftsteller wichtige Autoren, die sein eigenes Schreiben geprägt haben ebenso wie Kundera, den Roth überhaupt erst im englischen Sprachraum bekannt gemacht hat. Und er schreibt aus geraumem zeitlichen Abstand über seine eigenen Bücher, wie "Mein Leben als Mann" - dem Rosettastein in seinem Werk.
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Philip Roth lädt in seine Welt der Bücher ein 5 von 5 Punkten Seit fast 50 Jahren meldet sich der Amerikaner Philip Roth regelmäßig mit seinen kleinen und großen Prosawerken zu Wort und sicher kennen viele Portnoys Beschwerden", die Roth mit durchaus gewagten Worten als Begleitlektüre zur sexuellen Revolution der Amerikaner in den 60er Jahren schrieb. Auch sein Leben als Sohn eines jüdischen Vaters hat Roth literarisch verarbeitet und so finden sich in seinem Werk neben Romanen auch immer wieder autobiographische Stoffe. Und sein alter ego, der Schriftsteller Nathan Zuckerman, begleitet ihn seit fast 30 Jahren durch mehrere Bücher, die ihm nach dem National Book Award, dem Pulitzerpreis und anderen hohen Ehrungen nun endlich auch den Nobelpreis einbringen sollten. Mit seinen von Altersweisheit durchdrungenen und vor politischem Engagement schier berstenden Romanen hat er das Kunststück fertig gebracht, sowohl Leser als auch Literaturkritik zu überzeugen. Beim Hanser Verlag ist gerade sein wunderbares Buch mit Interviews und Aufsätzen zu eigenen Büchern und denen von literarischen Zeitgenossen erschienen, das vor gut 30 Jahren erstmals veröffentlicht und hier in der überarbeiteten Ausgabe vorliegt. Eigene und fremde Bücher, wiedergelesen" (Reading myself and others) ist der Blick zurück auf eine beeindruckende Karriere, auf Erfolge und Niederlagen und auf die Stellung der Literatur in der amerikanischen Gesellschaft und besser als Philip Roth kann über diese Thematik kein anderer Autor schreiben.
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Durst Hunger Müde Elke Naters, Sven Lager Taschenbuch, Dezember 2006 Verkaufsrang: 259250 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Neue Eltern braucht das Land! Eine Liebeserklärung ans Familienleben Stammen die Drip-Paintings an der brandneuen Tapete etwa von Jackson Pollock? Nein, Lilly hat nur mal kurz ihren eingetrockneten Füller ausgeschüttelt. Der kleine Jakob hat indes beschlossen, seine Rotznase nicht ins griffbereite Taschentuch zu entsorgen, sondern in ein frischgewaschenes T-Shirt. Wieso riecht es unterm Bett eigentlich nach angegammelter Salami? Schneller Tatortwechsel: Lilly spitzt ihre Buntstifte gerade in eine chinesische Teetasse mit Kakaoresten ... Ein erschütternder Lagebericht aus der Kampfzone Kinderzimmer.
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Weißbuch Raoul Schrott Gebundene Ausgabe, September 2004 Verkaufsrang: 144564 Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 6 Tagen. Nach "Hotels" und "Tropen" der neue große Gedichtband von Raoul Schrott: Gedichte über die Liebe. Eingetragen in ein Logbuch der Reisen zur See und zu Land und geschrieben in einer ebenso kunstvollen wie leichtfüßigen Sprache. Raoul Schrott zeigt, wie spannend und voller Geschichten Gedichte sein können. So dass man mit ihnen eine ganze Welt in der Tasche hat.
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Nachrichten von Büchern und Menschen 1. 12 CDs: Elf originale Radio-Essays Arno Schmidt Audio CD, Juli 2003 Verkaufsrang: 274626 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Arno Schmidt, der große Schürfer und Wünschelrutengänger im Reich der seinerzeit missachteten Bücher, war der Erfinder einer dialogischen Radioessayistik und hatte in Alfred Andersch, Hans Magnus Enzensberger und Helmut Heißenbüttel die richtigen redaktionellen Förderer seiner Arbeit. Die Radioessays beschäftigen sich mit Klopstock ebenso wie mit dem "letzten Großmystiker" Karl May, mit Ludwig Tieck oder mit James Joyce. Selten ist so...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Hochwertiger wird Radio nie mehr 5 von 5 Punkten Diese Essay-Sammlung ist mir wertvoller als ein Semester Literaturgechichte. Doch, Germanisten: Vorsicht! Schmidt - bekannt querköpfig - nimmt die gängige Lehrmeinung erstmal als Provokation, wirft zunächst einmal die Denkmäler von ihren Sockeln, um dann wieder in auserwählten Puzzlestücken die Literatur-Heroen zusammenzukitten. Erst nach dieser Sezierung versieht Schmidt sie mit dem gebührenden Blattgold, auf dass sie mehr glänzen als je zuvor. Von Arno Schmidt verfasst, redigiert von H.-M. Enzensberger, Regie: Martin Walser. Hochwertiger war Radio seitdem wohl nie mehr. Mehr davon! Allerdings sollte doch zumindest für Studenten der Preis ein wenig angemessener für eine Zweitverwertung sein. |
Derrick oder Die Leidenschaft für das Mittelmaß: Streichholzbriefe 1990 - 2000 Umberto Eco Gebundene Ausgabe, August 2000 Verkaufsrang: 303877 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Ironisch und intelligent, scharfsinnig und unterhaltsam - ein neuer Band mit den berühmten Glossen, Parodien und Geschichten Umberto Ecos. Gibt es etwas deutscheres als den Kommissar Derrick, die vollkommene Verkörperung von Durchschnittlichkeit, Phlegma und Beamtentreue, die das Fernsehen je sah ? Und doch hat der Mann im unauffälligen Zwirn eine internationale Karriere gemacht, die kein Kulturkritiker jemals für möglich gehalten hatte. Wer sonst als Umberto Eco, der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein Sack voll kluger Gedanken 4 von 5 Punkten Ich hatte Umberto Eco bisher ausschließlich als Romanautor von "Der Name der Rose" und dem "Foucaultschen Pendel" kennen und schätzen gelernt. Doch auch als Kommentator und Satiriker ist Eco unsagbar gut. Ob er nun über Derrick, seinen ersten Teddybär, den Kosovo-Krieg, Bossi, MS-DOS oder den Tod schreibt, er trifft zumeist den Nagel auf den Kopf. Seine Artikel sind teils witzig, teils ironisch, zuweilen belehrend und hilfreich, niemals aber uninteressant. Der einzige Nachteil ist, dass die meisten Artikel zu Beginn der 90er Jahre verfasst wurden und somit leider nicht mehr ganz zeitgemäß sind. Doch vielleicht ist ja auch das Zurückerinnern an Fragen, die uns vor 10 Jahren beschäftigt haben eine sinnvolle Betätigung. Wenn man sich mit Umberto Eco zurück erinnert, ist es zumindest eines garantiert: Es wird unterhaltsam. |
Gesammelte Werke in neun Bänden: Auf Reisen 4. Frühe Reportagen und Reisegeschichten: Bd. 7 Cees Nooteboom, Susanne Schaber Gebundene Ausgabe, August 2005 Verkaufsrang: 298107 Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 6 Tagen. Mit den beiden abschließenden Bänden der Werkausgabe vervollständigt sich nun das Bild dieses Autors, der zu den vielseitigsten unter den Großen unserer Tage gehört, systematisch wie chronologisch: Band 7 folgt dem jungen Nooteboom, Reporter und Kolumnist für mehrere Tageszeitungen, auf seinem Weg quer durch die Welt; Band 8 führt durch sein schier unendliches Archiv, das einen noch kaum gehobenen Schatz von Essays und Feuilletons birgt.
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Die Wut und der Stolz Oriana Fallaci Gebundene Ausgabe, August 2002 Verkaufsrang: 101155 Einer unbändigen Springflut gleich, die sich um Dämme und Deiche nichts schert, überspült einen dieses Fanal der Grande Dame der italienischen Literatur. Oriana Fallacis Wutausbruch über die Blindheit und Ignoranz der Europäer -- speziell ihrer italienischen Landsleute -- vor der muslimischen Terrorbedrohung birgt sehr viel Sprengkraft in sich. Die Wortwahl, die Syntax, der ganze Duktus dieser Anklage erhebenden "Predigt" (Fallaci) entwickeln eine suggestive Gewalt des Wortes, der man sich kaum entziehen kann. Das Ziel der Autorin ist es dabei nicht, wissenschaftlich zu analysieren, warum es zu den Terrorangriffen des 11. Septembers 2001 kam. Vielmehr rüttelt Fallaci auf, provoziert, prangert an. Bereits in der Einleitung "An den Leser", die auch viel über den Seelenzustand der an Krebs erkrankten "Exil-New-Yorkerin" aussagt, schafft es die gebürtige Florentinerin, den Leser zu packen -- und nicht wieder loszulassen. Freilich gelingt der Autorin dies auch, indem sie gnadenlos pauschalisiert, zuspitzt, weglässt (zum Beispiel die gemäßigten Interpretationsrichtungen des Islam) und sich gegen Kritik immunisiert: "Ich weiß, dass ich nicht verstanden werde." So entsteht ein subjektiv gefärbtes Kulturkampf-Panorama, das sie aus vielen persönlichen Erlebnissplittern alltäglicher Erfahrungen und nicht alltäglicher Begebenheiten zusammensetzt. Die tagtägliche Unterdrückung der islamischen Frau wird darin genauso abgebildet wie Erkenntnisse über Söhne Allahs aus vielen Interviews, die Fallaci als Journalistin führte -- zum Beispiel mit Arafat. Ihre Gleichsetzung des Gefahrenpotenzials, das von Bin Laden ausgeht, mit dem Hitlers oder Mussolinis sowie die attestierte Gefahr eines "umgekehrten Kreuzzugs" des Islam gegen die westliche Welt hat in Italien heftige Kontroversen ausgelöst (z.B. in Briefe gegen den Krieg). Da "die Wahrheit" in den Worten der langjährigen Kriegsberichterstatterin "nicht notwendig in der Mitte liegt", sondern "manchmal ganz auf einer Seite ist", verwundert dies nicht. Auch in Deutschland wird dieses heikle Buch eine heftige Kontroverse auslösen. --Dr. Manfred Schwarzmeier
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 74 Bewertungen)
Recht hat sie ja........ 5 von 5 Punkten Ein ganz persönliches Buch, ein notwenigdes Buch.
Und wenn man sich in die Welt umschaut, 6 Jahren nach dem Sturz der Twin Towers muss man Oriana Fallaci mehr und mehr recht geben. Der Terror die seinen direkten Ursprung findet im islamischen Religiösen Fanatismus hat jetzt auch Europa erreicht.
Ich bin davon überzeugt dass es in den kommenden zehn, zwanzig Jahren leider noch viel viel schlimmer kommen wird. Es wird eine Unmenge Terror geben: Hunderte von Selbstmordanschläge, Attentate, Bomben, und Schiessereien. Wir werden ganz nah, so nicht am eigenen Leib empfinden wass diese Verrückten mit uns vor haben: die Welt soll sich ihrer Herrschafft beugen. Eine art von weltweitem Iran oder Afghanistan-unter-der-Taliban.
Muslime sind einfach Nazis mit Bärte. Nur sind sie schlimmer als die Nazis. Denn es gibt mehr Muslime als es je Nazis gab und auch hat Hitler nie Atombomben gehabt. (Iran und Pakistan). Letzteres, das Nuklearwaffenzeug im händen der Mullahs und Imame (Iran und Pakistan), ist eine Tatsache die uns allen angst machen sollte aber in der BRD interessiert dass kein Schwein..unglaublich!!! Naja, wenn wir doch alle zusammen geköpft werden sollen: Herr Ober, noch mal'n Bier, bitte sehr. Und noch'n Korn dazu. Na dann prosit.
Weitere Lesermeinungen |
Sämtliche Werke, 18 Bde. u. 4 Supplement-Bde., Bd.19: Fassungen III (Zweite Abteilung - Essays IX) Ernst Jünger Gebundene Ausgabe, September 1999 Verkaufsrang: 194672 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 5 Tagen. der Supplement-Band I enthält: Autor und Autorschaft, Nachträge zu Autor und Autorschaft, Notizblock zu 'Tausendundeine Nacht', Die Schere, Gestaltwandel, Eine Prognose auf das 21. Jahrhundert. In den Nachträgen zu Autor und Autorschaft sind auch noch nicht in Deutsch erschienene Aufzeichnungen enthalten.
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Kann gestern besser werden? Essays zum Bedenken der Geschichte Jörn Rüsen Gebundene Ausgabe, Dezember 2002 Verkaufsrang: 272575 Die Geschichte steht in der bewegten Zeit unserer Gegenwart ständig zur Disposition unserer Deutung. Die vier Essays dieses Buches nähern sich auf unterschiedliche Weise diesem Thema. Sie werfen die alte Frage nach dem Endzweck der Geschichte in der neuen Perspektive einer Ethik des historischen Denkens auf. Dabei treten zwei aktuelle Fragen in den Vordergrund: diejenige nach neuen Dimensionen der historischen Identität, insbesondere der des werdenden Europas, und diejenige nach einem Horizont des historischen Denkens, in dem es den globalen und interkulturellen Herausforderungen der Gegenwart erfolgreich begegnen kann.
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Mal langsam: Lüttje Lagen aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung Hans-Peter Wiechers Gebundene Ausgabe, September 2008 Verkaufsrang: 350922 Gewöhnlich versandfertig in 4 bis 6 Tagen. Eins, zwei, drei! Im Sauseschritt ... soll die Zeit ruhig laufen, hpw läuft nicht mit. Der Autor geht sein eigenes Tempo und will nicht schneller sein als ... eine Rolltreppe vielleicht. Nur wer so sachte durch den Tag flaniert, kann Gedanken aufsammeln, den Menschen beim Leben zuschauen und daraus hintersinnige Geschichten machen. Im zweiten Glossenbuch des HAZ-Redakteurs erfährt man auch ein paar neue Dinge aus seinem Privatleben. Zum Beispiel, wie es kam, dass hpw kein berühmter Schauspieler wurde.
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Einzelheiten I & II. SPIEGEL-Edition Band 24 Hans M. Enzensberger Gebundene Ausgabe, 30. Dezember 2006 Verkaufsrang: 231329 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Hans Magnus Enzensbergers kritische Essays über Medien, Poesie und Politik werden unter dem Titel "Einzelheiten I & II" hier in einem Band zusammengestellt. Der Büchner-Preisträger äußerte sich zu seinen Texten 1962 so: "Die kritische Position hat nicht Bewältigung oder Aggression im Sinn. Kritik, wie sie hier versucht wird, will ihre Gegenstände nicht abfertigen oder liquidieren, sondern dem zweiten Blick aussetzen: Revision, nicht Revolution ist ihre Absicht."
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Bis ins Eismeer: 12 Reportagen von den Einwohnern der Welt zwischen Polarkreis und Kaukasus
Gebundene Ausgabe, Juli 2007 Verkaufsrang: 142681 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Erlesen 5 von 5 Punkten "Europa erlesen", heißt in schöner Zweideutigkeit die Reihe des Wieser-Verlags aus Klagenfurt, in der Thomas Brunnsteiners Reportagenband "Bis ins Eismeer" erschienen ist. Ein Buch, das ich schon wegen seiner liebevollen Gestaltung gern in die Hand genommen und es bei der Lektüre nicht bereut habe.
Brunnsteiner bewegt sich mit seinen insgesamt zwölf Reportagen im Grenzbereich von Journalismus und Literatur, ein wenig erinnern sie an die von Kisch. Er schreibt nicht über die große Politik, auch nicht über wichtige Ereignisse oder Sensationen, er schreibt über den Alltag der Menschen in den von ihm bereisten Ländern. Und das ist der schwierigere Part, den er auf eine immer auch unterhaltsame Weise meistert.
Die "Versager und Verweigerer der schönen, neuen Konsumwelt" leben noch in den Dörfern Lapplands, schreibt er in seinem ersten Beitrag und genau die porträtiert er vorzugsweise: einen "Kinderbieger" in Lappland, einen Illegalen in Moskau, einen Chauffeur in Baku und er selbst versucht sich als blinder Passagier auf einer Fähre nach Stockholm. Er zeichnet von diesen Begegnungen ein subjektives und doch präzises Bild, eines, das für sich selbst spricht. Er mag diese Menschen und nimmt sich die Zeit, sie kennen zu lernen - eigentlich eine Selbstverständlichkeit für eine guten Journalisten, die so selbstverständlich in diesem Geschäft dann doch nicht ist.
Insgesamt habe ich auf diesen 200 Seiten ein interessantes Stück Europa erlesen und: Den Namen Thomas Brunnsteiner werde ich mir merken.
Die literarische Reportage 5 von 5 Punkten Heute, da die Medien immer stärker auf Wirkung statt auf Inhalte setzen, erweist sich dieses kleine, feine (Reportage-)Buch als absoluter Glücksfall. Thomas Brunnsteiner, der für Zeitungen wie die Neue Züricher Zeitung schreibt, reist durch die Welt und erzählt in seinen Reportagen das Ungesagte, das Hintergründige. So entstehen poetische und arachische Bilder. Und aus Ländern werden literarische Orte. Das Buch erweist sich als Kostbarkeit. Und dem Verleger ist es zu danken, dass er ein Format und einen puren, klassischen Drucksatz gewählt hat, das unterstreicht die schöne Seltenheit. |
Lüge und Ironie. Vier Lesarten zwischen Klassik und Comic Umberto Eco Taschenbuch, Oktober 2002 Verkaufsrang: 56673 Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 6 Tagen. Vier Werke, bzw. Autoren und Themen liegen den vier in Zwischen Lüge und Ironie zusammengefaßten Aufsätzen von Umberto Eco zugrunde: Alessandro Manzonis Roman Die Verlobten, der Cagliostro-Mythos in Zusammenhang mit dem Grafen Saint-Germain, die Arbeiten des italienischen Humoristen Achille Campanile und der erste Corto-Maltese-Comic von Hugo Pratt. Eco überführt anhand dieser vier Beispiele die Sprache. Er überführt sie der Verschleierung, der Lüge, des Machtmißbrauchs und der Ironie. Und stößt in seiner Beweisführung auf die verschiedensten Beweggründe für deren Einsatz, die gleichzeitig komplexe Muster auf Seiten der Autoren wie der Rezipienten aufzeigt. Wie zum Beispiel die Wirkung und Definition des Komischen oder die Lüge der Sprache, wenn es darum geht, durch verbale Zeichen zu lügen, im Gegensatz zu den natürlichen Zeichen der Menschen, wie Mimik oder Haltung. Und Sprache vermag es auch durch ihre Lügen, Mythen zu gebären, die die Menschen beeindrucken und in ihren Bann ziehen, wofür auch die Geschichte unzählige Beispiele zu zitieren vermag, beziehungsweise bei Eco der Cagliostro-Mythos steht, an dessen Grab heute noch Blumen niedergelegt werden. Nicht zuletzt sind diese Lügen ein Handwerkszeug im Dienste unserer Unterhaltung. Natürlich ist dieses Buch, wie zum Beispiel auch schon Einführung in die Semiotik, eine empfehlenswerte Literatur für Literatur- und Kommunikationswissenschaftler. Eco arbeitet eng an den Quellentexten, so daß er seine Erkenntnisse nicht nur wissenschaftlich darstellt, sondern in einer sehr erfrischenden und durchaus unterhaltsamen Form. So daß Zwischen Lüge und Ironie nicht nur Akademikern ans Herz gelegt werden kann, sondern auch denjenigen Lesern, die den Umgang mit Sprache und Wörtern, insbesondere den gedruckten, besonders schätzen und reflektieren wollen. --Susanne Solau
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Derrick oder Die Leidenschaft für das Mittelmaß. Neue Streichholzbriefe Umberto Eco Taschenbuch, Juli 2002 Verkaufsrang: 252889 Ironisch und intelligent, scharfsinnig und unterhaltsam - ein neuer Band mit den berühmten Glossen, Parodien und Geschichten Umberto Ecos. Gibt es etwas deutscheres als den Kommissar Derrick, die vollkommene Verkörperung von Durchschnittlichkeit, Phlegma und Beamtentreue, die das Fernsehen je sah ? Und doch hat der Mann im unauffälligen Zwirn eine internationale Karriere gemacht, die kein Kulturkritiker jemals für möglich gehalten hatte. Wer sonst als Umberto Eco, der...
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein Sack voll kluger Gedanken 4 von 5 Punkten Ich hatte Umberto Eco bisher ausschließlich als Romanautor von "Der Name der Rose" und dem "Foucaultschen Pendel" kennen und schätzen gelernt. Doch auch als Kommentator und Satiriker ist Eco unsagbar gut. Ob er nun über Derrick, seinen ersten Teddybär, den Kosovo-Krieg, Bossi, MS-DOS oder den Tod schreibt, er trifft zumeist den Nagel auf den Kopf. Seine Artikel sind teils witzig, teils ironisch, zuweilen belehrend und hilfreich, niemals aber uninteressant. Der einzige Nachteil ist, dass die meisten Artikel zu Beginn der 90er Jahre verfasst wurden und somit leider nicht mehr ganz zeitgemäß sind. Doch vielleicht ist ja auch das Zurückerinnern an Fragen, die uns vor 10 Jahren beschäftigt haben eine sinnvolle Betätigung. Wenn man sich mit Umberto Eco zurück erinnert, ist es zumindest eines garantiert: Es wird unterhaltsam. |
Schwabinger Krawall: Irrwitzige Geschichten aus der Münchner Vorstadt Michael Sailer Broschiert, November 2007 Verkaufsrang: 327400 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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