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Seite 21

Asimov's Science Fiction 55 - Isaac AsimovAsimov's Science Fiction 55
Isaac Asimov, Friedel Wahren

Taschenbuch, 2000
     Verkaufsrang: 1189602     

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Die Seele des SF: Kurzgeschichten
Entgegen allen Unkenrufen - SF lebt und ihr Herz aus kurzen, knackigen Stories schlägt kraftvoll. Asimovs Science-Fiction-Sammlung in der Folge 54 bietet ein breites Themenspektrum an sechs Kurzgeschichten aus der SF-Szene, mit bekannten Namen. Die Kurzen haben Kick, bringen zum Lachen, machen nachdenklich und stimulieren das Hirn. Science Fiction in der Urform.
Nancy Kress (In grellem Licht) beschreibt in "Dampfschiffsoldat an der Informationsfront" Allan Haller und seine Familie. Sie haben keinen festen Wohnsitz, leben unter der "MaxEffiz-Maxim" (maximale Effizienz) und sind ständig in Bewegung - auf der Suche nach der neuesten Investitionsmöglichkeit an der Informationsfront. Connie Willis, Autorin des vielbeachteten Bestsellers To Say Nothing of the Dog reinterpretiert in "Die Seele wählt ihre Gesellschaft selbst. Invasion und Aversion" auf umwerfende Art zwei Gedichte von Emily Dickinson , die sie mit H.G. Wells Krieg der Welten vermischt.
Bruce Sterling (Distraction : A Novel) lässt in "Taklamakan" zwei actionbesessene Hightech-Großstadtdiebe in einer absurden Aktion eine chinesische Generationsschiffsimulation in der Wüste erkunden. Der bisher wenig bekannte David Marusek beschreibt in einem Brief an den SF-Verleger Gardner Dozois die unglaubliche und komische Geschichte eines Menschen, der mit ihm als SF-Autor unsterblich werden will: "Yurek Rutz, Yurek Rutz, Yurek Rutz". Terry Bisson (Talking Man) stürzt sich mit "Der Hochzeitstermin" in die wahnwitzigen Widersprüche der Chaostheorie, mischt sie mit viel Hackerspaß und virtueller Physik - und alles für eine Hochzeit. Greg Egan macht sich im Hinblick auf sein Hard SF-Werr Diaspora in "Ozeanisch" beinah untypisch Gedanken über Religion und Erwachsenwerden auf einer fremden Welt. Die Wahlberlinerin Monika Angerhuber beschließt die Sammlung mit einem traurigen japanischen Märchen: "Mottenflügel. Ein japanisches Gespenstermärchen".
Die Mischung ist gelungen und kurzweilig, genau richtig für die Geschichte zwischendurch, um neue Autoren kennen zu lernen und schwer erhältliche Werke alter Meister zu lesen. Ein großes SF-Lesevergnügen. -Wolfgang Tress


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Qualitativ hochstehend      4 von 5 Punkten
Auch die vielgelobte Ausgabe 54 des renommierten Magazins "Asimovs Science Fiction" enthält Kurzgeschichten von ganz unterschiedlicher Stoss- und Geschmacksrichtungen. Qualitativ sind sie fast allesamt hochstehend, was für dieses Magazin nicht immer selbstverständlich ist. Je nach Geschmack wird man dieser oder jener Geschichte den Vorzug geben. Mir persönlich haben Terry Bissons absolut schräger "Hochzeitstermin" und Greg Egans kontemplativer "Ozeanisch" am besten gefallen, während ich dem in Rezensionen geradezu gefeierten "Yurek Rutz" von David Marusek rein nichts abgewinnen konnte... Insgesamt eine gute Empfehlung für Sci-Fi-Kurzgeschichtenfreunde.

Asimovs Erben erreichen ihr Vorbild nicht      2 von 5 Punkten
Die 7 Kurzgeschichten dieses Buches gehen zumindest ansatzweise in die Stilrichtung des Meisters. Allerdings blitzen lediglich in "Taklamakan" und "Yurek Rutz..." Elemente eines Asimov`schen Erzählstiles auf. Die Geschichten "Mottenflügel" und "Ozeanisch" sind zwar fesselnde Erzählungen, die jedoch eher in ein anderes Genre passen. Die restlichen Geschichten wirken zum unfertig und wenig unterhaltsam. Insgesamt eine wenig gelungene Sammlung unter diesem Titel.


The Art of Star Wars. Episode 2. Angriff der Klonkrieger - Mark Cotta VazThe Art of Star Wars. Episode 2. Angriff der Klonkrieger
Mark Cotta Vaz

Gebundene Ausgabe, Mai 2002
     Verkaufsrang: 588263     

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Die ganze Faszination des zweiten Teils der Sternenkriegersaga in einem Hochglanzband der Extraklasse. Zahlreiche Fotos, Risszeichnungen und Skizzen aus den Designerstudios der Star Wars Macher. Außerdem viele Hintergrundinformationen und Storys rund um die Filmsets und Dreharbeiten. Und als besonderes Extra Das komplette Epsidode II - Drehbuch aus der Feder des Star Wars Masterminds George Lucas! Ein Muss für jeden echten Star Wars Fan!

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Für Liebhaber von Obi Wan und Co. ein unverzichtbarer Bildband!      5 von 5 Punkten
Im Vergleich zum Sciencefiction-Action-Popcorn-Mega-Blockbuster-Kino-Spektakel "Star Wars Episode I" nimmt sich der Nachfolger doch eher ein bisschen dunkler aus. Diesem Eindruck trägt auch der Bildband "The Art of Star Wars Episode II - Angriff der Klonkrieger" von Mark Cotta Vaz Rechnung. Er besticht durch einen insgesamt größeren Anteil an Farbzeichnungen, die dem Film entsprechend weitgehend in Dunkelblau, Rotbraun und Schwarz gehalten sind.
Vom Aufbau her ist aber die Verwandtschaft zum Vorgängerband "The Art of Star Wars Episode I - Die dunkle Bedrohung" und Nachfolgeband "The Art of Star Wars - Episode III - Die Rache der Sith" unverkennbar. Auch hier beherrschen handgemachte Zeichnungen das Buch. Wieder sind diese mit Anmerkungen zur Motivation der Zeichner, zu den Entwicklungsstadien der Zeichnungen und gegebenenfalls zu von George Lucas in Auftrag gegebenen Änderungen versehen. Die Kommentare sind allerdings im Bildband zur Episode II um einiges ausführlicher geraten. Zudem kommen auch die Zeichner selbst oft zu Wort, aus dem Amerikanischen von Michael Nagula übersetzt.
Was diesen Band noch wesentlich interessanter macht, ist der zusätzliche Abdruck der ersten Original-Drehbuchfassung von George Lucas und Jonathan Hales. Die vor Kitsch triefenden Dialoge zwischen Anakin und Padmé kann man sich so noch einmal genüsslich zu Gemüte führen. Wird vorher mit Filmsequenzen gegeizt, so finden sie sich hier, jeweils als optischer Beleg der einzelnen Drehbuchstellen.
Die Kombination von Zeichnungen und Originaldrehbuch macht "The Art of Star Wars - Episode II Angriff der Klonkrieger" für Liebhaber von Obi Wan und Co. zu einem unverzichtbaren Bildband!


 Weitere Lesermeinungen


Das Tal der Spinnen - Herbert G. WellsDas Tal der Spinnen
Herbert G. Wells

Taschenbuch, August 1997
     Verkaufsrang: 856009     

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Vierzehn der besten phantastischen Erzählungen aus dem großen Oeuvre des H. G. Wells hält dieser Band bereit: Vierzehnmal eintauchen in die Gefilde des Schreckens, aber auch des Skurrilen, Seltsamen und Wunderbaren. 'Im Tal der Spinnen' oder 'Im Reich der Ameisen' sollte sich niemand aufhalten, dem sein Leben lieb ist, und auch der Dämon, der Mr. Pollock zu Tode jagt, ist zu meiden. 'Das unerfahrene Gespenst' dagegen erweckt eher unser Mitleid, und 'Der Zauberladen' ist zwar unheimlich, aber nicht tödlich. Einen Blick in die Zukunft gewährt 'Die Tür in der Mauer', doch die Geschichte von gestohlenen Körper entpuppt sich als Schreckensversion. Und wie ein Nachtfalter einen Forscher in die Gummizelle bringt, ist immerhin äußerst merkwürdig. Wer also der Angstlust frönt, das Leseabenteuer such oder einfach einmal den berühmten H. G. Wells kennenlernen möchte, darf sich auf die Lektüre freuen.H(erbert) G(eorge) Wells wurde am 21. September 1866 in Bromley / Kent geboren und starb am 13. August 1946 in London. Nach einer Kaufmannslehre absolvierte er ein naturwissenschaftliches Studium mit Prädikatsexamen; nach nur wenigen Jahren als Dozent lebte er als freier Schriftsteller. Sein Gesamtwerk umfaßt etwa hundert Bände. Zu Weltruhm gelangte er mit seinen Romanen und Erzählungen, die ihn als Begründer der modernen Science Fiction, als genialen phantastischen Utopisten und als kritisch-humorvollen Gesellschaftssatiriker ausweisen.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Der phantastische Wells      4 von 5 Punkten
Wells als Autor phantastischer und unheimlicher Erzählungen - so habe ich ihn erst durch diesen Band kennengelernt. Eindrucksvoll fand ich "Der Zauberladen", durchaus eine Geschichte für Kinder, die übrigen Texte sind in ihrer Qualität recht schwankend. Aus der ersten Erzählung z.B. bin ich nicht ganz schlau geworden...


Alexanders langes Leben, Stalins früher Tod und andere abwegige Geschichten. Erzählungen und Berichte aus Parallelwelten - Erik SimonAlexanders langes Leben, Stalins früher Tod und andere abwegige Geschichten. Erzählungen und Berichte aus Parallelwelten
Erik Simon

Taschenbuch, 1999
     Verkaufsrang: 157099     

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Weltbekannte Autoren der Gegenwart spekulieren darüber, wie unsere Welt wohl aussähe, wenn historische Schlüsselereignisse anders verlaufen wären.

Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

des lesers langes leiden.....      1 von 5 Punkten
mit alternate history tut heyne sich einfach schwer. der untertitel abwegige geschichten aus parallelwelten jedenfalls ist äußerst zutreffend. die auswahl dieser geschichten ist zwar weniger ungeschickt als die des ersten bandes (wenn napoleon...), kann aber dennoch nicht als gut bezeichnet werden. es gibt wesentlich besser zusammengestellte anthologien des genres - allerdings nicht in deutscher sprache - und an denen muß man dieses buch messen. dem geneigten leser sei daher empfohlen, sich mit diesem buch nicht weiter aufzuhalten, und - solange er/sie auf eine brauchbare deutsche übersetzung wartet, derweil die zahlreichen amerikanischen titel zu dem thema zu sichten. auf dem deutschen markt existiert zwar eine kleine auswahl von titeln zu dem thema (etwa von niall ferguson: virtuelle geschichte), aber es handelt sich dabei um spekulationen von historikern, und nicht um belletristik. empfehlenswert dennoch, was ich von diesem titel weniger behaupten kann.

Spektakuläre Geschichten aus der Parallelwelt      5 von 5 Punkten
Wenn es anders gekommen wäre,... ... wenn Alexander der Zweite jung gestorben wäre, ... Wenn Gustav Adolf von Schweden russischer Zar geworden wäre, ... Wenn Thälmann 1934 nicht Reichstagspräsident geworden wäre,
diese und andere Themen verleiten zum Lesen, besonders um seine Kenntnisse in der Alternativgeschichte, die bekanntlich so stattgefunden hätte, wenn sie es hätte, aufzufrischen. Das Buch behandelt auf merkwürdige Weise unsere Erfahrungen. Eigentlich wäre alles anders, ohne daß sich wirklich etwas geändert hätte. Erik Simon sammelte Geschichten von Autoren aus vielen Ländern und vielen Zeiten, von der Antike bis zur Gegenwart. (unter anderem: Titus Livius, Imperium Romanium, James Thurber, USA, Gundula Sell, Deutschland, Karsten Kruschel, DDR, Wjatscheslaw Rybakow, UdSSR, Iris Monke, Vereinigte Bergrepublik und viele andere. Ein schönes, lesenswertes Buch. O ja, und die Rechtschreybung wäre ganz anders reformiert worden.


Die Betoninsel. Roman. ( Phantastische Bibliothek, 283) - James Gr. BallardDie Betoninsel. Roman. ( Phantastische Bibliothek, 283)
James Gr. Ballard

Broschiert, November 1995
     Verkaufsrang: 871188     

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Es gibt besseres von Ballard      3 von 5 Punkten
'Die Betoninsel' ist einer der unbekannteren Romane des unglaublich produktiven SF-Autors J.G. Ballard, welche eine moderne Robinsonade thematisiert, als der Geschäftsmann Robert Maitland auf dem Weg nach Hause auf einem Autobahnteilstück verunglückt und auf einer etwa 10 Meter tiefergelegenen Verkehsinsel strandet. Alle seine Versuche, die vorüberkommenen Fahrzeuge auf sich aufmerksam zu machen, sind zum Scheitern verurteilt und als Maitland bei einem verzweifelten Versuch die Autobahn zu erreichen, angefahren wird und körperlich nicht mehr in der Lage dazu ist, zu fliehen, beginnt für den Antihelden der Kampf ums Überleben. Doch er ist nicht allein...die Prostituierte Jane und ein geistig behinderter Tramp hat es ebenfalls (gewollt?) in die Einöde verschlagen.
Natürlich ist der Roman aus heutiger Sicht in Zeiten von Mobilfunk und GPS etwas antiquiert, schafft es aber zu Beginn dennoch, den Leser durch die teils absurde Ausgangslage zu fesseln. Der schwer verwundete Maitland gleicht einem modernen Robinson Crusoe in Mitten der Zivilisation, der auch in seinem vorherigen Leben stets zwischen Ehefrau und Geliebter gependelt ist. Maitlands Orientierungslosigkeit ist also nun nur eine konkrete körperliche und spätestens als sich zwischen den drei Gestrandeten ein Intrigenspiel um die Macht auf der trostlosen Insel spinnt, weiß auch der Leser nicht mehr so recht, ob die Figur wirklich fliehen möchte oder sein immer wieder hinausgezögerter Aufenthalt auf der Insel nicht die eigentliche Flucht ist.
'Die Betoninsel' beginnt gut und versprüht anfangs einen Cast Away-Charme, der auch durch Spannung zu überzeugen weiß. Doch in dem Moment, als die zwischenmenschlichen Beziehungen und Machtspiele anfangen, die zentrale Rolle des Romans zu spielen, vergeht leider auch das Interesse des Lesers. Das liegt zum einen an den teils kruden Figuren, die mehr als Karikaturen erscheinen, zum anderen an der aufgedrängten Psychologie Maitlands, die dem Leser die Sichtweise dieses Charakters fast schon aufdrängt, ohne ihn selbst am Decodierungsprozess zu beteiligen.
Fazit
-
'Die Betonnsel' ist keine Pflichtlektüre für Ballard-Fans, insbesondere für diejenigen nicht, die eher auf die phantastischen und utopischen Erzählungen stehen. Dieser Roman liest sich nach vielversprechendem Beginn eher als Parabel für Zivilisationsmüdigkeit, eine Müdigkeit die sich auch auf den Leser niederschlägt, verliert er doch mit fortlaufender "Handlung" (eigentlich gibt eine solche gar nicht) das Interesse an dem Roman. Nichtsdestotrotz ist der Roman aber auch nicht wirklich schlecht, sondern solider Durchschnitt.

Großartige Psychostudie!      4 von 5 Punkten
Ein Mann kommt mit seinem Auto von der Schnellstraße ab und stürzt über die Böschung. Er ist zum Glück unverletzt jedoch muß er sich immer mehr eingestehen, daß er sich in einem Alptraum befindet - gestrandet auf einer Verkehrsinsel mehrere Meter tiefer als der Straßenbelag, aussichtslos ein Entkommen. Sogar die Hoffnung auf Suchtrups kann er vergessen, da er sein Privatleben so geregelt hat, daß er einfach keinem fehlt. Und wenn einer der Fahrer der vorbeifahrenden Autos einmal nach unten Blickt und ihn entdeckt, so erntet er nur Abscheu, da man ihn als Landstreicher betrachtet.
Doch dann kommt die Wendung und mit ihr die vermeintliche Rettung, die jedoch immer mehr zu einer kafkaesken Sitation wird, was den Alptraum nur noch verstärkt. Seine Persönlichkeit verändert sich. Für die Flucht von der Insel sind ihm alle Mittel recht und sind sie auch noch so grausam.
Letztendlich gleitet er immer mehr in eine vom Irrsinn getriebene Ambivalenz die ihren Höhepunkt im grandiosen Schluß erfährt.

Faszinierendes Science-Fiction-Psychogramm      4 von 5 Punkten
Die Romane des britischen Science-Fiction-Autors James G. Ballard sind dann am Besten, wenn sie um die Themen Zivilisation und Zivilisationsmüdigkeit kreisen und von der selbstgewählten Regression des modernen Menschen in eine vorzivilisatorische Wildheit erzählen. "Die Betoninsel" ist einer dieser Romane. Auch wenn er nicht so gelungen ist, wie Ballards monolithisches "The High Rise" (auf deutsch: "Der Block" bzw. "Hochhaus"), so zeigt der Roman doch den faszinierenden Einblick in die Psyche eines Mannes, der durch einen Autounfall auf einer zehn Meter tiefer gelegenen Betoninsel strandet, aus eigener Kraft nicht mehr von dort flüchten kann (oder will er es etwa gar nicht?), und sich langsam aber sicher immer mehr mit dem Zustand arrangiert, auf der Verkehrsinsel heimisch einrichtet und so zu einer Art Robinson Crusoe des 20. Jahrhunderts wird. Eine Wendung erfährt der Roman dann aber, als der Mann entdeckt, daß er gar nicht der einzige ist, der hier wohnt.
Ballards Roman eröffnet einen faszinierenden Blick in die bizarreren Bereiche menschlichen Empfinden und Verhaltens. Auch wenn "Die Betoninsel" nicht sein bestes Werk ist, so ist der Roman doch ein großer Wurf. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)


Ren Dhark, Sonderbände, Ex - Werner K. GiesaRen Dhark, Sonderbände, Ex
Werner K. Giesa

Gebundene Ausgabe, 2000
     Verkaufsrang: 897257     

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Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Reichlich Zufälle      3 von 5 Punkten
Auf 190 Seiten werden die Folgen der galaxisweiten Hyperschockwelle für den Nebenschauplatz Sternenbrücke beschrieben. Handlung: Abschuß des einzig funktionstüchtig gebliebenen S Kreuzers durch 20 Tel Raumer. Kaperung eines Xe Flash von den Tels auf Mone, mit der stillen Duldung des neu angekommenen Wer Ral Torr, mit unzulänglichen Mittel. Rettung der hilflosen Wissenschaftler von der schrumpfenden Station Zwitt und letztlich Evakuierung von Planet 1. Das Ganze für meinen Geschmack mit "zu vielen" Zufällen. Zusammen mit reichlich Wortgeplänkel zwischen den Akteuren nur zwei, wegen dem günstigen Preis dann aber doch drei Sternchen.


Ren Dhark. Sonderband 20. Das Nano-Imperium - Manfred WeinlandRen Dhark. Sonderband 20. Das Nano-Imperium
Manfred Weinland

Gebundene Ausgabe, März 2003
     Verkaufsrang: 961357     

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Der Amphi Vonnock, den es in einen Wächterroboter der Mysterious verschlagen hat, ist auf der Suche nach seinem Volk und auf der Jagd nach den Qoorn, jenen gnadenlosen Meistern der Nanotechnik, denen es beinahe schon gelungen ist, die Amphis auszurotten. Vonnock geht seinen schwersten Gang - doch er findet unerwartet Hilfe bei seinem Kampf gegen das Nano-Imperium.
REN DHARK-Autor Manfred Weinland ist einer der profiliertesten Köpfe in der deutschen SF-Szene.




Schumann Forschungen / Robert Schumann und die französische Romantik: Bericht über das 5. Internationale Schumann-Symposion: BD 6 - Schumann Forschungen / Robert Schumann und die französische Romantik: Bericht über das 5. Internationale Schumann-Symposion: BD 6

Gebundene Ausgabe, 7. Januar 1998
     Verkaufsrang: 1477902     

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Mit dem Thema des 5. Internationalen Schumann-Symposium 1994 wurde erstmals ein Forschungsbereich gewählt, der nicht auf Schumann allein bezogen ist, sondern eine bewußte europäische Ausweisung zur Musikkultur der westlichen Nachbarnation beinhaltet. Unter dem Motto "Phantastik und Virtuosität" ließen sich wesentliche Gemeinsamkeiten subsumieren, die Schumanns Verhältnis zu französischen oder in Paris wirkenden Komponisten wie Berlioz, Liszt, Chopin, Herz und Meyerbeer kennzeichnen. Im Blickpunkt der Beiträge stehen Schumanns Besprechungen französischer Musik, seine persönlichen Bekanntschaften und Briefwechsel, gegenseitige Widmungen von Werken, aber auch unterschiedliche literarische Orientierungen der Komponisten, die zurückgehende Rezeptionen Schumannscher Werke in Frankreich und die zunehmende Distanzierung von Tendenzen französischer Musik bei Schumann selbst. Der Bericht wird vervollständigt durch die Dokumentation eines Roundtables "Zum Quellenwert von Originalausgeben", in dem auch das projektierte Schumann-Werkverzeichnis erstmals vorgestellt werden konnte.



Die Zukunft der Gutenberg-Galaxis: Tendenzen und Perspektiven des Buches - Werner WunderlichDie Zukunft der Gutenberg-Galaxis: Tendenzen und Perspektiven des Buches
Werner Wunderlich, Beat Schmid

Broschiert, 8. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 636691      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 28,00 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert trifft die GutenbergGalaxis auf die sich immer rascher ausdehnende digitale Galaxis. Die Digitalisierung bringt neue Medien wie das EBook oder neue Formate wie OnlineLiteratur hervor. Sie erfasst auch Bibliotheken sowie Archive. Neue Verlagsmodelle, neue Vertriebs- und Handelsformen, neue Märkte entwickeln sich weiter. Der Band widmet sich der Rolle des Buches in dieser veränderten Mediensituation und greift aktuelle Fragen und Probleme der betroffenen Branchen, Organisationen und Institutionen auf.
Mit Beiträgen von Gunhild Kübler, Christoph Bläsi, Wulf D. Lucius, Rainer Kuhlen, Vincent Kaufmann, Wolfgang Schmitz u.a.


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

eine umfassende Anthologie      5 von 5 Punkten
Das Internet, funktioniert bereits heute als kollektive soziale Intelligenz, in der Tat ein bereits beschrittener Weg, der kaum noch umkehrbar ist. Mittlerweile sind unzählige Menschen abhängig vom Internet, ja hauptberuflich mit dem World Wide Web verbunden. Der gesunde Mittelweg ist, einen Kompromiss zuzulassen und das Internet zu nutzen, ohne benutzt zu werden. Das aber unser komplex gewordenes Leben nur noch auf eine schriftlose Zivilisation zugeht, wage ich zu bezweifeln. Die Schrift ist ebenso wie das Buch ein unabdingbarer Garant für Intelligenz, Weiterbildung und den Fortbestand unserer Zivilisation. Des Rätsels Lösung ist sicher die perfekte Symbiose beider Medien. Unsere Welt wird sich in noch ungeahnten Bahnen weiterentwickeln, noch nicht einmal Zukunftsforscher wagen eine weite Sicht in die künftige Entwicklung. Die Autoren dieser bemerkenswerten Anthologie beschreiben diese Entwicklung für Verlage, Buchdruck und Buchhandel und ist für jeden eine interessante Lektüre, der sich für das Medium Buch interessiert.


Wenn Napoleon bei Waterloo gewonnen hätte. Und andere abwegige Geschichten - J. C. SquireWenn Napoleon bei Waterloo gewonnen hätte. Und andere abwegige Geschichten
J. C. Squire

Broschiert, 1999
     Verkaufsrang: 824201     

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Eins vorweg: In diesem Band sind Essays und Schriftstücke von völlig unterschiedlichen Personen gesammelt, die größtenteils nicht mal Schriftsteller sind. Deshalb kann man dieses Buch genausowenig pauschal bewerten wie eine Sammlung von Kurzgeschichten. Das einzige verbindende Element ist, das sie alle mehr oder minder spekulativ sind. Die Autoren haben einfach den Gedanken "Was wäre, wenn ..." auf die Weltgeschichte bezogen. Mit Science-Fiction-Literatur hat das nur im weitesten Sinn etwas zu tun, denn kaum einer der Aufsätze ist literarisch gestaltet. Wenn man erzählende Literatur erwartet, sollte man von dem Buch also die Finger lassen. Das soll allerdings nicht heißen, dass diese Chose per se langweilig wäre. Im Gegenteil, einige sind recht interessant, zum Beispiel die Story die darüber fabuliert, was passiert wäre, wenn Napoleon nach seiner Niederlage nach Amerika entkommen wäre. Dagegen sind auch absolute Schlaftabletten darunter, zum Beispiel ein Beitrag Winston Churchills oder ein Aufsatz über einen alternativen Lebenslauf Lord Byrons. Es hängt wohl auch zum Großteil davon ab, ob man einen inhaltlichen Bezug herstellen kann, d.h. ob man überhaupt im Detail weiß, von was die da fabulieren. Ich habe zum Beispiel so geringe Kenntnisse von der politischen Situation nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, dass mir der Artikel über Lincoln einfach vom Inhaltlichen her verschlossen blieb.
Bei anderen ist es einfacher, denn alle haben den gleichen Fehler: Sie vereinfachen viel zu stark. Eine entscheidende Wendung der Weltgeschichte zieht innerhalb kurzer Zeit so weite Kreise, dass man unmöglich eine weitere Entwicklung prognostizieren kann. Zum Beispiel: Im ersten Weltkrieg besiegte Hindenburg die Russen bei Tannenberg in Ostpreußen. Man kann allerdings nicht sagen: Hätten die Russen diese Schlacht gewonnen, wäre ein großer Teil des Reiches 70 Jahre lang unter kommunistischer Herrschaft gewesen. Im Gegenteil - dann hätte das deutsche Oberkommando wohl nie Lenin nach Russland gebracht, der Kommunismus wäre nie in dieser Form entstanden. Aber man muss auch berücksichtigen, wie die Westmächte reagiert hätten, die USA, einige Schlachten an der Westfront wären völlig anders verlaufen, Adolf Hitler wäre nie eingezogen worden, hätte nie eine Verwundung davongetragen, der Versailler Vertrag hätte nie in seiner Form bestanden usw. Dabei wird einem schnell klar, dass Geschichte ein ähnlich chaotisches System wie das Weltklima ist. Ein Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien kann theoretisch Jahre später einen Orkan in China auslösen, einzig auf Grund der Bewegung eines Luftmoleküls das wiederum in Wechselwirkung mit anderem steht. Deshalb halte ich es auch für grundfalsch, Geschichte als große, unvermeidbare Entwicklungen zu verstehen, die sich in der ein oder anderen Form ereignen müssen. Mann kann bestenfalls mit Strömungen herumexperimentieren, die aus der menschlichen Natur ableitbar sind. Wenn man die arbeitende Bevölkerung unterdrückt, wird sie sich wehren, und sowas wie Kommunismus entsteht. Druck erzeugt Gegendruck. In dem Maßstab bleibt der Sachverhalt übersichtlich, wenn man aber versucht abzuwägen, warum sich Lenin und nicht Trotzki durchsetzte, sind so viele Variablen zu berücksichtigen, dass man auch einfach vom Zufall reden kann. -Christian Plötz


Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gedanklich einfach mal rumspinnen      5 von 5 Punkten
Nun ja, dass es keine historisch wertvolle Literatur ist, hat ja keiner behauptet. Aber es ist durchaus interresant um mal gedanklich etwas rumzuspinnen. Ausserdem sieht man da wieder mal, an welch seidenen Faden die Geschichte hängt.


 Weitere Lesermeinungen


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Sondereinband, Juni 1987

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Ren Dhark, Sonderbände, Türme des Todes - Conrad ShepherdRen Dhark, Sonderbände, Türme des Todes
Conrad Shepherd

Gebundene Ausgabe, 2001

Verkaufsrang: 940719

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Ren Dhark. Sonderband 15. Die Kolonie - Uwe H GraveRen Dhark. Sonderband 15. Die Kolonie
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Gebundene Ausgabe, Februar 2002

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Gefahr im Weltall. Der Kampf ums Überleben in der Galaxis - Steven CaldwellGefahr im Weltall. Der Kampf ums Überleben in der Galaxis
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Gebundene Ausgabe, Januar 1982

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