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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von den Anfängen bis zum Mittelalter. 5 CDs Ernst H. Gombrich Audio CD, September 2006 Verkaufsrang: 482 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 29 Bewertungen)
Geschickt verdichtet und verknüpft 4 von 5 Punkten Das Erste was auffällt ist die Aussprache. Christoph Waltz hat einen Dialekt und eine Betonung, die schon sehr ungewöhnlich, auch teilweise abgehackt ist. Kombiniert mit einer holprigen Wortwahl und Formulierung (z. B. 'nach dem Osten' statt 'nach Osten' oder 'wiewohl' statt 'obwohl'), muss man sich etwas reinhören und meine Kinder waren teilweise etwas irritiert.
Wenn man der CD zuhört, so fällt vor allem die Kunst auf, durch direkte Ansprache der Kinder ("Du"), durch kindgerechte Zwischenfragen, Verknüpfungen, punktuelle Details und zusätzliche Erläuterungen z. B. von geschichtlichen Redewendungen das für die meisten eher trockene Thema 'Geschichte' spannend und locker zu vermitteln.
Dass Schwerpunkte gesetzt werden müssen, die Kontinente Afrika, Australien und Amerika ganz fehlen und auch aus der alten Welt viele Etappen und Herrscher übersprungen werden müssen, ist völlig klar und der Länge nach angemessen. Die ausführliche Schilderung der Lebensweise der Ritter und des höfischen Lebens erscheint demgegenüber jedoch eindeutig zu lang. Aber die Kinder stört es nicht, weil das Thema Ritter natürlich immer gut ankommt.
Das neutral dargestellte Kapitel über die Ursprünge und Grundpfeiler des Islam ist (gerade heute) sehr interessant und wichtig.
Die eindeutig christliche Weltanschauung des Autoren (jenseits der historischen Bedeutung von Kirche, Rom und den Päpsten) kommt in diversen Kapiteln deutlich herüber.
Darüber hinaus kann ich den guten Rezensionen der Vorredner nur zustimmen und sprare mir eine Wiederholung.
Also: Solch ein Werk ist für alle jungen Zuhörer (und auch älteren Zuhörer, die ein Grundwissen auffrischen wollen) eine spannende und lebendige Art, Geschichtswissen zu vermitteln.
Kurz und knackig und dennoch sehr informativ 5 von 5 Punkten Rezension zum Hörbuch
Ein bisschen misstrauisch war ich ja schon, als ich das Hörbuch für meinen Sohn (10 Jahre) gekauft habe - misstrauisch hinsichtlich der Frage ob ein Kind die gesamte Geschichte der Welt wirklich verstehen und sich auch einprägen kann, wenn sie nur vorgelesen wird und man dazu noch ohne jegliche Bilder oder sonstiges Anschauungsmaterial auskommen muss.
Nachdem Junior das Hörbuch irgendwann mal durch hatte und es mit einem "echt cool" klassifizierte, war ich selbst so neugierig geworden, dass ich mich ebenfalls zu diesem akustischen Geschichtskurs hinreißen ließ und ich bin absolut begeistert.
Diese Hörbuchausgabe umfasst 5 CDs mit fast 6 Stunden Hörzeit. Erzählt wird die Geschichte der Menschheit bis ins Mittelalter (Dieser erste Teil der "kurzen Weltgeschichte" endet mit dem Aufstieg der Städte im späten Mittelalter). Der Gelehrte Ernst Gombrich hat sie 1935 eigens für junge Leser in einer leicht verständlichen und bilderreichen Sprache verfasst und sie vor seinem Tode noch einmal aktualisiert, was bedeutet, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse z.B. aus der Zeit der Neandertaler und der Vormenschen eingearbeitet worden sind.
Die Geschichte ist perfekt komprimiert, wichtige Ereignisse und Entwicklungen der Menschheit sind ebenso aufgegriffen wie interessante Kleinigkeiten des Alltages, und dabei beweist Gombrich, dass man die Menschheitsgeschichte durchaus sehr spannend und anschaulich schildern kann ohne die Leser (bzw. hier die Hörer) mit ausufernden Jahreszahlen zu erschlagen oder sie mit einem Wust an Namen zu überfordern. Der Schauspieler Christoph Walz liest mit warmer, sympathischer und ein bisserl wienerisch klingender (;o)) Stimme vor. Der Hörer wird über die freundschaftliche Du-Anrede als Beteiligter und Mitdenken-Müssender in das (Hör)Buch aktiv einbezogen.
Fazit:
Ein leicht verständliches, sehr unterhaltsames und ausgesprochen informatives Hörerlebnis, das nicht nur für Kids sondern auch für Erwachsene hervorragend geeignet ist, z.B. wenn man mal ganz nebenbei sein historisches Wissen auffrischen möchte.
Großartig!!! 5 von 5 Punkten Dieses (Hör-)Buch ist uneingeschränkt empfehlensert.
In einfacher und klarer Sprache gelingt es Gombrich die Geschichte und vor allem die Zusammenhänge von der Entstehnung der Erde bis heute zu erzählen. Obwohl das Buch für junge Leser gemacht ist, kann es auch ein Erwachsener mit großem Gewinn lesen. Waltz liest das Hörbuch sehr lebendig und macht es so sehr unterhaltsam.
Meiner Meinung nach eines der besten und gelungendsten Geschichtsbücher, die es gibt.
Etwas antiquiert und mottig 2 von 5 Punkten Ich bin vom Hörbuch nicht so begeistert - inhaltlich ist es schon bemerkenswert, wie viel Interessantes aus der Geschichte hier vermittelt wird (jedoch scheint mir die Auswahl historischer Anekdoten zu geschichtlichen Ereignissen manchmal sehr willkürlich), und leider ist der Stil des Vorlesers auf die Dauer ziemlich ermüdend. Kurze Pausen (z.B. durch ein kurzes musikalische Zwischenstück) gäben dem Zuhörer an vielen Stellen die Möglichkeit, über grad Gehörtes bzw. die teilweise eingebauten Fragen auch nachzudenken. Aber der ununterbrochen vorgetragene Lesetext gibt einem diese Möglichkeit nicht. Auch ist der immer wieder auftauchende Hinweis auf Gott und Glauben für atheistische Hörer störend und für deren Kinder verwirrend. Und letztendlich ist die Sprache des Originalbuches inzwischen doch recht antiquiert und einige historische Ereignisse werden heute anders gelehrt bzw. interpretiert - hier hätte dem Hörbuch sehr gut getan, hätte man das Werk von Gobrich doch sowohl sprachlich als auch inhaltich aktualisiert. Alles in allem also schade, dass man auch diesem guten Buch nicht ein aktuelles, gutes Hörbuch gemacht hat - ich kann es nur recht bedingt empfehlen.
Danke 5 von 5 Punkten Ich muss mich an dieser Stelle bei allen vorherigen Rezensenten bedanken. Denn nur auf Grund der guten Bewertungen dieses Hörbuchs habe ich diesen Titel erworben. Ich bin ein ziemlicher Geschichtlaie, da in meiner Schulzeit der Geschichtslehrer nicht wirklich der beste seiner Zunft gewesen ist. Daher wollte ich schon immer ein "Einsteigerwerk" für Geschichtsinteressierte kaufen und der Kauf dieses Hörbuchs war einfach ein Volltreffer. Dieses, von Ernst H. Gombrich geschriebene Buch eignet sich keinesfalls nur für die ganz jungen Leser. Ich bin in eine neue alte Welt eingetaucht und habe mich von der Geschichte fesseln lassen. Alles scheint so einleuchtend, ist leicht verständlich und nie oberlehrerhaft. Danke Ernst H. Gombrich für dieses wundervolle Buch, Danke Christoph Waltz für die wunderbare Kunst des Vorlesens und Danke an alle Vorrezensenten für den kleinen Schubs, der mich dieses Werk kaufen ließ.
Weitere Lesermeinungen |
Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Renaissance bis heute. 4 CDs Ernst H. Gombrich Audio CD, September 2006 Verkaufsrang: 1611 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Genial 5 von 5 Punkten Der erste Teil ist für Kinder noch besser zu hören, doch dieser hier hilft auch den Eltern, sich fit für Nachfragen zu machen.
Auch werden die Geschichtskenntnisse unabhängiger davon, wie mehr oder weniger interessant der diesjährige Geschichtslehrer war. Beim Wiedererkennen der Stichworte horchen sie schon auf, und das Wesentliche kann im Gedächtnis bleiben, ohne sture Paukerei.
Lernen mit viel Spaß 5 von 5 Punkten Ein Freund von uns ist Lehrer und hat uns die Hörbuchreihe von Gombrich empfohlen. Er setzt sie selber im Unterricht ein und ist vom Lerneffekt absolut überzeugt. Unser Sohn hat zum Geburtstag die erste CD gekriegt und hört sie tatsächlich richtig gerne und immer wieder. Nun wird er zu Weihnachten sein Wunschbuch "Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten" (er ist Fußball verrückt) und die zweite Reihe bekommen. Wird ihm sicher wieder viel Freude machen und er wird was lernen, da sind wir sicher!
Hervorragendes Geschenk für Kinder ab 8 Jahren! 5 von 5 Punkten Ich habe früher mit Begeisterung das Buch von Gombrich verschlungen. Aber aus meiner Erfahrung heraus als Geschichtslehrer weiß ich mittlerweile, dass man Kinder heutzutage ruhig auch mit anderen Medien für das schöne Themengebiet der Geschichte begeistern kann. Und da ist diese Hörbuchreihe ein wunderbares Beispiel. Und da mein Neffe mittlerweile im richtigen Alter ist, bekommt er die Hörbücher zu Weihnachten - und zusätzlich als pädagogische Unterstützung das Buch "Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten". Denn über den Fußball kriegen wir ihn auch zum Lesen... :-)
Mord und Totschlag 3 von 5 Punkten Die "Kurze Weltgeschichte" ist prinzipiell eine gute Idee, wir (Kinder und Erwachsene) haben die ersten 4 CD}s im Auto mit großem Interesse gehört. In der 2. Staffel zeigen sich jedoch eindeutige Längen, interessante Personen der Zeitgeschichte kommen teilweise zu kurz, dafür werden Mord und Totschlag unnötigerweise ausgebreitet, so daß einem das Hörvergnügen manchmal vergeht. Deshalb nur 3 Sterne, 3,5 wären wohl eher angebracht, aber die gibt es leider nicht.
Hervorragende Fortsetzung 5 von 5 Punkten Wer den ersten Teil dieses Hörbuchs kennt, weiß von der hohen Qualität nur gutes zu berichten. Der zweite Teil fügt sich nahtlos an. Natürlich werden hier Themen der etwas neueren Geschichte erzählt, für jüngere Kinder ist der erste Teil daher viel besser geeignet. Ägypten und das alte Rom fazinieren da einfach mehr. Wer aber wissen will, wie es weitergeht, braucht einfach diese Fortsetzung.
Von der französischen Revolution bis zum dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts, dem 2. Weltkrieg, werden hier dem geneigten Zuhörer Fakten und Hintergründe erklärt.Daher empfehle ich Eltern mitzuzuhören, Sie werden überrascht sein, was Sie alles nicht (mehr) wußten. Für Hörbuch-Fans ein MUß. |
dtv-Atlas Weltgeschichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart Werner Hilgemann Broschiert, Juni 2008 Verkaufsrang: 1368 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Weltgeschichte ? 3 von 5 Punkten Der Titel des Buches lautet Weltgeschichte,
es sollte wohl eher heissen:
Geschichte von Europa, Asien und Nordafrika.
Die Geschichte Amerikas, mit den Hochkulturen der Maya, Azteken, Inka...,
wird kaum erwähnt, ich habe nur ganze 4 Seiten gefunden ..unter Entdeckungen.
Zur Info, die Geschichte Amerikas begann vor vielen tausend Jahren und
verdient etwas mehr als diese kurze Erwähnung. Ebenso der Rest der Welt, Australien,
die Pazifik-Region u.s.w.
Deshalb nur 3 Sterne, da das Buch nicht komplett die "Weltgeschichte" beschreibt.
Perfekt zum Nachschlagen - auch im Studium 5 von 5 Punkten Selten ein so kompaktes Werk gesehen, was sich für den Schüler, Studenten und auch den Lehrer zur Unterrichtsplanung eignet. Verschiedene Verschaulichungen und Darstellung, seien es ein Verfassungsaufbau Roms oder eine Rüstungsdarstellung des II. WK, erleichtern das Verständis für die Geschehnisse der Zeit.
Das historische Nachschlagewerk schlechthin 4 von 5 Punkten Da Geschichte nun einmal nicht ohne Chronologie auskommt, ist der DTV-Atlas nach wie vor neben dem Ploetz das unverzichtbare Kompendium für alle, die in irgendeiner Form mit Geschichte zu tun haben, sei es nun als Schüler, Student, Lehrer oder auch interessierter Laie. Wie alle Bände der DTV-Atlanten-Reihe stößt der DTV-Atlas Geschichte da an seine Grenzen, wo ein Thema vertieft erarbeitet werden soll. Insofern erspart auch er nicht das Lesen zusammenhängender Texte in dickeren Büchern. Besonders hervorzuheben ist schließlich die Tatsache, dass es den DTV-Atlas Geschichte als Nachschlagewerk seit einiger Zeit in einem Band (Von den Anfängen bis in die Gegenwart) gibt, was die schnelle Orientierung und Handlichkeit erheblich verbessert hat. Aufgrund der durch die Chronologie vorgegebenen Struktur des Werkes ist die Informationsbeschaffung mühelos und mit wenig Zeitaufwand verbunden. Warum also "nur" 4 Sterne für diesen Klassiker? Das Problem liegt gelegentlich bei den historischen Karten zu den einzelnen Themenfeldern: Insbesondere Schüler haben zum Teil Schwierigkeiten mit der Interpretation der nicht immer übersichtlichen und mitunter auch mit Details überladenen Karten. Hier gibt es als Alternative durchaus Besseres. Es exisitieren historische Atlanten zu den unterschiedlichsten historischen Themen, welche allerdings nicht immer preisgünstig, aber auch nicht zu teuer, zu haben sind (z.B. der Historische Atlas Deutschland). Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist jedoch bei dieser Ausgabe in einem Band insgesamt völlig in Ordnung.
Mehr als die Summe seiner Teile 5 von 5 Punkten Eigentlich muss man über den "dtv-Atlas Weltgeschichte" nicht mehr viel sagen: Er informiert in handlicher, übersichtlicher Form über wesentliche historische Zusammenhänge von der Steinzeit bis zur deutschen Wiedervereinigung. Die chronologische Darstellung anhand von illustriertem und tabellarisch kommentiertem Kartenmaterial, Graphiken, Diagrammen, Stammbäumen usw. macht vieles in kurzer Zeit anschaulich, und dank dem Register findet man schnell das Gesuchte, egal ob es sich um Personen, Ereignisse, Entwicklungen von Staaten und Staatsformen oder anderes handelt.
Außerdem wird auch die Geschichte außereuropäischer Kulturen ausführlich berücksichtigt; die Geschichte Chinas, Japans und des vor-kolumbianischen Südamerika wird ebenso informativ dargestellt wie die vorkoloniale afrikanische Geschichte -- und das ist bei Überblicks-Darstellungen ja leider nicht die Regel.
Wie gesagt: Der "dtv-Atlas Weltgeschichte" informiert über wesentliche Zusammenhänge und Entwicklungen. Tiefergehende Darstellungen und Analysen kann man in diesem Rahmen nicht erwarten, genausowenig Hinweise auf weiterführende Literatur -- oder der Band wäre fünfmal so dick...
Aber gerade wenn man sich schnell und umfassend über bestimmte Ereignisse, historische Entwicklungen, Epochen oder Personen informieren will, ist dieser "Atlas" kaum zu schlagen, und genau das ist auch die Absicht seiner Herausgeber.
Diese Ausgabe vereinigt die beiden Bände der "Weltgeschichte", die sonst die Geschichte bis zur bzw. ab der Französischen Revolution getrennt behandelten. Die beiden Bände sind ungekürzt, also seitengleich und mit identischem Text enthalten, nur das Seitenformat ist erfreulicherweise deutlich größer.
Das Standardwerk in einem Band 5 von 5 Punkten Der dtv-Atlas Weltgeschichte gehört zu den Klassikern der Geschichtsbücher. Im Original eigentlich zweibändig, liegt das Nachschlagewerk nun auch in einem Band vor. Das Buch deckt die Menschheitsgeschichte von der Altsteinzeit bis zur Neuzeit (2006) ab. Die Idee hinter dem Werk ist die Verknüpfung von Karten mit historischen Fakten, um Geschichte anschaulich wiederzugeben. So ist auf fast jeder Doppelseite links eine farbige Abbildung und rechts der dazugehörige Text, der dank sinnvoller Gliederung und Hervorhebungen übersichtlich gestaltet wurde. Die Kompaktheit ermöglicht nur die stichwortartige Aneinanderreihung von Fakten. Gewisse wichtige Ereignisse oder Situationen werden aber zusammenfassend (z.B. nach Ursachen oder Folgen) dargestellt. Das richtige Buch, um schnell etwas nachzuschlagen und Ereignisse nicht isoliert zu betrachten, sondern im weltgeschichtlichen Kontext einzuordnen. |
Die kürzeste Geschichte allen Lebens: Eine Reportage über 13,7 Milliarden Jahre Werden und Vergehen Harald Lesch, Harald Zaun Gebundene Ausgabe, März 2008 Verkaufsrang: 9645 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Schnelldurchlauf mit Schwächen 3 von 5 Punkten Lesch schreibt populär, kurz und bündig- leider oft zu kurz und vor allem ohne Bildmaterial, welches dies Buch gut abgerundet hätte. Natürlich kann im Netz jederzeit Bildmaterial geladen werden. Doch bei der Bettlektüre stets ins Netz zu gehen ist nicht immer erste Wahl. Meines Erachtens ist Ditfurths "Im Anfang war der Wasserstoff" eine fundiertere, anspruchsvollere, ausladendere und anschaulichere Lektüre. Auch die beiden Herren haben sich oft an Ditfurths Gliederung und seinen Aufbau gehalten. Nett, aber nicht umwerfend.
Zwei Haralds schreiben unterhaltsam über eine interessante Materie 5 von 5 Punkten Das Buch liest sich sehr gut. Es hebt sich von der Masse sowohl durch seinen unterhaltsamen Schreibstil als auch durch originelle Ideen ab. Zu nennen sei hier etwa das sich über (fast) sämtliche Seiten erstreckende Daumenkino, welches einen begrenzten Zeitstrahl der Lebensentwicklung darstellt. Weiterer Pluspunkt: Die Kapitel sind auch separat, also ohne die aus den vorhergehenden Abschnitten erworbenen Vorkenntnisse, verständlich zu lesen. Sehr zu empfehlen.
Die Kürze ist nicht zu kurz gekommen 3 von 5 Punkten Im Spannungsbogen zwischen Absichten der Autoren und der Erwartungen der Leser muß sich ein solches Buch bewegen. Das ist schwierig. Ich muß zugeben, meine Erwartungen waren auf "höher" eingestellt. Mir war klar, daß von den Autoren her nicht unbedingt die molekularbiologische Seite der Evolution im Vordergrund stehen würde. Aber das Runterrattern von Fakten ohne (tiefergehende) Erläuterungen mag zwar im Sinne der Autoren oder des Verlages gewesen sein, hat mich aber nicht überzeugt. Daß die Dinosaurier ausgestorben sind auf Grund eines Meteoreinschlages, habe ich eigentlich schon vorher gewußt. Die Erläuterung, weshalb man sich jedoch so sicher sein kann, daß dem so war, das hat mir gefehlt. Und das ist es, was ich durchgehend an diesem Buch vermisse: Erläuterungen bzw. Begründungen zu den Fakten. Wenn das fehlt, dann bleibt wenig haften. Schade. Ich kann nicht sagen, was mir gefehlt hätte, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte.
Dr. Friedrich wörndle
munterer Schnelldurchlauf 4 von 5 Punkten Lesch und Zauner wagen auf ca. 220 Seiten einen Schnellabriss der Entwicklung unserer Welt vom Urknall bis zur griechischen Kultur. Schwerpunkte sind dabei die astronomische Entwicklung bis zur Entstehung unserer Erde (die ersten 100 Seiten) sowie die kulturelle Entwicklung der Menschen. Die Jahrmillionen dazwischen werden überwiegend nur kurz anhand der Dinosaurier angerissen. Vermisst habe ich paläogeographische Karten sowie den deutlicheren Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Lebewelt, der Veränderung des Klimas und der Entstehung der Kontinente, Gebirge usw.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, der Stil ist locker, gegen Ende zu allerdings manchmal albern, wenn es z.B. zu den Griechen heißt: "Beflügeln das mediterrane Klima, die sonnenreiche Umgebung, der Rotwein, das Olivenöl, der kristallklare Blick zu den Sternen deren intellektuelle Weitsicht?"...
Postiv am Ende des Buches Überlegungen zum "Warum".
Fazit: kurzweiliger Überblick für Laien
Vom Urknall bis zum Homo sapiens 5 von 5 Punkten Die kürzeste Geschichte allen Lebens zu erzählen ist ein gewagtes Unternehmen, aber dem doppelten Harald ist es wirklich gut gelungen. Ich habe das Buch gekauft, um eine Vorstellung zu bekommen, wie das Universum tatsächlich entstanden ist und sich entwickelt hat. Durch die neuen Erkenntnisse der Naturwissenschaft ändert sich das Bild der Evolution ja ständig. Habe Harald Lesch immer gerne dabei zugesehen, wie er bei Alpha Centauri die Welt erklärt, und in dem Moment immer den großen Aha-Effekt gehabt: Aha, so war das! - Leider konnte ich stets am nächsten Tag nicht mehr wiedergeben, was ich da genau so gut verstanden hatte. Das Buch kaufen und lesen schien mir deshalb eine gute Idee. Und es war wirklich eine wirklich gute Idee, denn 13,7 Milliarden Jahre der Entstehung und Entwicklung des Lebens werden mir amüsant, spannend, verständlich und klar nahe gebracht. Und als Plus gibt es das evolutionäre Daumenkino unten rechts&
Die wissenschaftliche Evolutionsgeschichte ist mindestens so wunderbar wie die Schöpfungsmythen!
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Zwischen den Fronten. Erlebte Weltgeschichte Peter Scholl-Latour Gebundene Ausgabe, Oktober 2007 Verkaufsrang: 4286 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
Endlich mal Klartext! :-) 5 von 5 Punkten Endlich mal bekommt man die Weltpolitik so, wie sie ist - und nicht
so, wie sie nach Meinung der PoliticalCorrectness-Ideologen zu sein
hat.
Nach den ewigen öffentlich-rechtlichen Polit-Talkshows, wo sich die
Hofberichterstatter dieses Staates die Bälle zuspielen, ist dieses
Buch eine echte Erholung.
Unbedingt empfehlenswert!
Absolut lesenswert 5 von 5 Punkten Toll. Jede Seite ein Genuß. Ein echter Scholl-Latour. Wenn der mal stirbt, werden ihn die heutigen gleichgeschalteten Quoten-Zwerge nicht mehr ersetzen können.
Weltreise mit Hindernissen 5 von 5 Punkten Ehrlich gesagt habe ich mich noch nie mit Büchern über Politik oder Religion beschäftigt und es ist wohl auch nur einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass ich dieses Buch in die Hände bekommen habe, aber ich muss sagen, es hat meinen Durst nach mehr Büchern von PSL geweckt!
Trotz vieler fremdsprachigen Satzteilen die nicht alle im Detail erklärt sind, bin ich begeistert von der Art und Weise wie er seine Erlebnisse im Weltgeschehen wiedergibt und schlussendlich noch zusammenfasst. Es ist leicht erkennbar, dass er ein sehr gebildeter Mann ist und gerade für einen jungen Studenten wie mich ist es nicht immer Leicht seine Texte auf anhieb zu verstehen. Allerdings tragen seine Charakterisierungen von Staatschefs, Staaten, Religionen und Religionsführern dazu bei sich ein Bild über die Welt zu verschaffen, welche aus einer Art 3. Person Perspektive gesehen werden kann.
Ich finde das Buch im Großen und Ganzen echt spitze! Gut geschrieben, informativ und ich werde mir auch noch andere Bücher vom Autor besorgen und diese mit Vergnügen in meine Seele lesen!
Meinen Vorgängern nichts hinzuzufügen, ausser 5 von 5 Punkten dass man die Bildteile in den Kapiteln vertauscht hat. Asienkapitel mit Orientildern und Orientkapitel mit Asienbildern. Macht aber nix, PSL Analysen bleiben trotzdem unangefochten gut.
Unbequeme Wahrheiten - und ihre Grenzen... 4 von 5 Punkten PSL ist inzwischen eine "persona non grata" und kann es sich leisten, als journalistisches Urgestein seine eigene Meinung frei und unabhängig zu publizieren. Und wir sollten genau hinhören, was er uns zu sagen hat. Deswegen müssen wir seine Meinung ja nicht in allen Details teilen!
Man legt das Buch aus der Hand und ist erst einmal ein bisschen benebelt, ob der vielen Details. PSLs Sprache ist streckenweise umständlich-ausladend; er zelebriert geradezu viele Spezialausdrücke, die, hätte er sie weggelassen, an den Kernaussagen seiner Essays gar nichts geändert hätten. Aber sei's drum: man lasse sich von diesen Petitessen nicht wirklich benebeln! Hier erleben wir einen Zeitzeugen, der viele Ecken der Welt mit ihren Prominenten mehrfach besucht hat, sich nicht von den "Schmidtchens" aufhalten ließ und so im Laufe langer Jahre Entwicklungslinien aufspürte, die anderen Leuten eher abgehen. Aus allen Zeilen ist PSLs Bemühen herauszulesen, auf seinen Begegnungen stets authentische Informationen zu bekommen, oft gegen gezielt ausgestreute Irreführungen offizieller wie inoffizieller Stellen - und er war hierbei in vielen Fällen sehr erfolgreich. Schon allein dafür steht ihm große Hochachtung zu!
So präsentiert er uns allen einige unbequeme Wahrheiten: generell wird eine Wahrheit ja nicht dadurch unwahr, indem sie von Leuten ausgesprochen wird, die wir vielleicht nicht mögen. Eine davon lautet: NATO raus aus Afghanistan! Eine andere, eher unausgesprochene: wir sollten aufhören, uns die Welt so zu denken, wie wir sie gerne hätten - unbedingt richtig (Stichwort Heiligendamm)!
Aber PSL zeigt uns auch die Grenzen einer inzwischen historisch gewordenen geopolitischen Denkweise auf, und das eher unfreiwillig. In einer Zeit, in der Entfernungen nicht mehr zählen, alle Ereignisse auf unserem Planeten quasi zeitgleich präsent sind und das Bewusstsein wächst, dass wir alle auf demselben Raumschiff wohnen, werden derartige Denkweisen eher anachronistisch und gefährlich - obwohl (oder gerade weil) noch viele Prominente (Putin, aber nicht nur er) diese Denk- und Betrachtungsweise teilen.
Und so erklärt sich auch manche scheinbare Widersprüchlichkeit in seinem Werk: die fragile EU sei eher unbedeutend, die Demokratie habe vermutlich ausgedient, Europa sei eh nur ein asiatisches Anhängsel, nur die großen Persönlichkeiten zählen...
PSLs Beschreibungen dieser Persönlichkeiten aber sind eher abschreckend, Vorbilder sind es keine; die Demokratie hat innerhalb Europas wirksam die Abgrenzungen der Vergangenheit aufgehoben; dass man in langen Konferenzen um kleinkarierte Details feilscht und Kompromisse aushandelt, ist ja eine Konsequenz daraus. Vielleicht ist der eher lockere Zusammenschluss der EU - Staaten ja gerade ihre Stärke?
Um den ganz normalen Wahnsinn der vergangenen europäischen Jahre zu illustrieren: da ist eine qualitativ gute Abbildung der Herren Kohl und Mitterand zu sehen, wie sie sich in Verdun über die Gräber der sinnlos Gestorbenen im 1. Weltkrieg die Hände halten. Daraus ließe sich ein sehr polemisches Plakat zimmern, unterlegt mit dem Originaltitel einer britischen Boulevardzeitung (die PSL zitiert): "Die Deutschen müssen das Töten wieder lernen!" Ja, Herrgott nochmal - haben die noch immer nicht den Kanal voll!?? Haben wir nicht die EU, damit dieser sinnlose Irrwitz endlich mal aufhört, nach Jahrhunderten bewusster Irreführung, falschem Glauben und Verblendung!? Und vielleicht nicht nur in Europa?
Man versteht dies erst, wenn man erfährt, dass PSL als ehemaliger Klosterschüler offenbar konditioniert wurde für große Gesten, große Rituale, großes Theater, großes Kino - und großen Glauben. So schwärmt er ganz offen für das alte katholische, lateinische Messe - Ritual, und so zitiert er André Malraux, der für das 21. Jh. eine Rückkehr des Religiösen prophezeit hatte. Vielleicht stimmt das ja - obwohl die großen Religionen weltweit auf dem Rückzug sind und eher die obskuren Gruppierungen zweistellige Zuwachsraten haben (Neuapostolische Kirche,...). Aber, wie sagt uns PSL auch: große Imperien kommen und gehen...
Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders - spätestens dann, wenn den zuviel gewordenen Menschen in dieser unserer Welt die Energie knapp wird und, frei nach Berthold Brecht, "das Fressen vor die Moral" kommt. Hierüber liest man eigenartigerweise gar nichts in diesem Buch - zumindest nichts über ein plötzliches Energie-Absturz-Szenario, sondern höchstens über die Jagd nach dem "Petroleum", die durch Hegemonialansprüche motiviert ist...
Fazit: Auf jeden Fall lesenswert - und auf jeden Fall ein Gewinn!
Weitere Lesermeinungen |
dtv - Atlas Weltgeschichte 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart Hermann Kinder, Werner Hilgemann, Manfred Hergt Taschenbuch, September 2006 Verkaufsrang: 14167 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie beginnt mit dem Leben in der Steinzeit vor rund einer halben Million Jahren und endet im ereignisreichen Jahr 1990, in dem neben vielem anderem die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist -- die Geschichte der Menschheit, die der dtv-Atlas Weltgeschichte" in zwei Bänden vermittelt.. Dazwischen liegen Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen, Kriege und Revolutionen, technische Entwicklungen -- eben alles das, was uns Menschen ausmacht. Das Lexikon präsentiert mit sehr kompakten und auf den Punkt genau formulierten Einträgen eine aussagekräftige Übersicht aller wichtigen Daten, Ereignisse und Personen der Weltgeschichte, optisch so aufgebaut, daß man das Gesuchte rasch findet. Dazu tragen insbesondere auch die vielen farbigen Schaubilder bei. Vor allem Kartenmaterial, aber auch Graphiken zur Klärung bestimmter Sachverhalte wie der Organisation der UNO erleichtern das Verständnis und heben den dtv-Atlas über sonstige, rein textgestützte Nachschlagewerke hinaus. Der Aufbau der Bände folgt dem zeitlichen Ablauf unserer Geschichte, zusammengefaßt zu thematischen Schwerpunkten wie dem antiken Griechenland, dem Zeitalter Napoleons oder den beiden Weltkriegen. So kann man je nach Bedarf schnell eine historische Epoche mit ihren wichtigsten Eckdaten erfassen oder anhand des sehr umfangreichen Personen- und Sachregisters bestimmte Ereignisse nachschlagen. Auch in dieser nunmehr 32. Auflage, die auf der 1991 erschienenen, 25. überarbeiteten Edition basiert, stellt der dtv-Atlas ein hervorragendes Nachschlagewerk dar, das man jedem nahelegen kann, der mit historischen Daten zu tun hat. Denn wer kann sich schon jedes Ereignis unserer umfangreichen Geschichte merken? Und wenn man ein solches Lexikon zur Hand hat, muß man das ja eigentlich auch gar nicht.--Joachim Hohwieler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Praktisches Nachschlagewerk 5 von 5 Punkten Der dtv Atlas zur Weltgeschichte informiert in Band 2 in knapper, aber sachlich korrekter Form über den Ablauf der menschlichen Geschichte von der Französischen Revolution bis zur Neuzeit. Band 1 hat den Zeitraum von den Anfängen der menschlichen Geschichte bis zu der Französischen Revolution als Thema. Inzwischen sind die beiden Bände Klassiker und das zu Recht. Natürlich können diese handlichen Bücher keine tiefgehenden Analysen einzelner Epochen liefern, dafür ist die Themengebiete ja viel zu komplex. Aber um sich schnell über Details, Abläufe, Grenzverläufe und ähnliches zu informieren, sind die beiden Bände ungeschlagen. Ausführliche Register ermöglichen eine schnelle Suche und die knappen, knackigen Texte bieten einen schnellen Überblick über die entsprechenden Epochen. Interessant auch immer wieder die Einschübe zu Religion, Kultur, Staatsaufbau, etc. Es werden eben nicht nur Jahreszahlen genannt, sondern auch in kurzer Form über die Lebensumstände referiert. Wer mehr wissen will, muss dann natürlich auf weiterführende (Fach-)Literatur zurückgreifen.Wer Band 2 erwirbt, sollte auch Band 1 in Erwägung ziehen, alle Aussagen über Band 2 gelten auch für Band 1. Fazit: Klein, praktisch, sauber recherchiert und aufgebaut. Sehr empfehlenswert.
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dtv-Atlas zur Weltgeschichte 1. Von den Anfängen bis zur Französischen Revolution Hermann Kinder, Werner Hilgemann Taschenbuch, Februar 2007 Verkaufsrang: 37635 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Sie beginnt mit dem Leben in der Steinzeit vor rund einer halben Million Jahren und endet im ereignisreichen Jahr 1990, in dem neben vielem anderem die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist -- die Geschichte der Menschheit, die der dtv-Atlas Weltgeschichte" in zwei Bänden vermittelt.. Dazwischen liegen Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen, Kriege und Revolutionen, technische Entwicklungen -- eben alles das, was uns Menschen ausmacht. Das Lexikon präsentiert mit sehr kompakten und auf den Punkt genau formulierten Einträgen eine aussagekräftige Übersicht aller wichtigen Daten, Ereignisse und Personen der Weltgeschichte, optisch so aufgebaut, daß man das Gesuchte rasch findet. Dazu tragen insbesondere auch die vielen farbigen Schaubilder bei. Vor allem Kartenmaterial, aber auch Graphiken zur Klärung bestimmter Sachverhalte wie der Organisation der UNO erleichtern das Verständnis und heben den dtv-Atlas über sonstige, rein textgestützte Nachschlagewerke hinaus. Der Aufbau der Bände folgt dem zeitlichen Ablauf unserer Geschichte, zusammengefaßt zu thematischen Schwerpunkten wie dem antiken Griechenland, dem Zeitalter Napoleons oder den beiden Weltkriegen. So kann man je nach Bedarf schnell eine historische Epoche mit ihren wichtigsten Eckdaten erfassen oder anhand des sehr umfangreichen Personen- und Sachregisters bestimmte Ereignisse nachschlagen. Der dtv-Atlas stellt ein hervorragendes Nachschlagewerk dar, das man jedem nahelegen kann, der mit historischen Daten zu tun hat. Denn wer kann sich schon jedes Ereignis unserer umfangreichen Geschichte merken? Und wenn man ein solches Lexikon zur Hand hat, muß man das ja eigentlich auch gar nicht.--Joachim Hohwieler
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Praktisches Nachschlagwerk 5 von 5 Punkten Der dtv Atlas zur Weltgeschichte informiert in Band 1 in knapper, aber sachlich korrekter Form über den Ablauf der menschlichen Geschichte von den Anfängen bis zur Französischen Revolution. Band 2 dann von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart. Inzwischen sind die beiden Bände Klassiker und das zu Recht. Natürlich können diese handlichen Bücher keine tiefgehenden Analysen einzelner Epochen liefern, dafür ist die Themengebiete ja viel zu komplex. Aber um sich schnell über Details, Abläufe, Grenzverläufe und ähnliches zu informieren, sind die beiden Bände ungeschlagen. Ausführliche Register ermöglichen eine schnelle Suche und die knappen, knackigen Texte bieten einen schnellen Überblick über die entsprechenden Epochen. Interessant auch immer wieder die Einschübe zu Religion, Kultur, Staatsaufbau, etc. Es werden eben nicht nur Jahreszahlen genannt, sondern auch in kurzer Form über die Lebensumstände referiert. Wer mehr wissen will, muss dann natürlich auf weiterführende (Fach-)Literatur zurückgreifen.Wer Band 1 erwirbt, sollte auch Band 2 in Erwägung ziehen, alle Aussagen über Band 1 gelten auch für Band 2. Fazit: Klein, praktisch, sauber recherchiert und aufgebaut. Sehr empfehlenswert.
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Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: So ist es mit der Erinnerung. Mit ihr leuchten wir hinunter in die Vergangenheit Ernst H. Gombrich Broschiert, September 2005 Verkaufsrang: 6598 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 29 Bewertungen)
Geschickt verdichtet und verknüpft 4 von 5 Punkten Das Erste was auffällt ist die Aussprache. Christoph Waltz hat einen Dialekt und eine Betonung, die schon sehr ungewöhnlich, auch teilweise abgehackt ist. Kombiniert mit einer holprigen Wortwahl und Formulierung (z. B. 'nach dem Osten' statt 'nach Osten' oder 'wiewohl' statt 'obwohl'), muss man sich etwas reinhören und meine Kinder waren teilweise etwas irritiert.
Wenn man der CD zuhört, so fällt vor allem die Kunst auf, durch direkte Ansprache der Kinder ("Du"), durch kindgerechte Zwischenfragen, Verknüpfungen, punktuelle Details und zusätzliche Erläuterungen z. B. von geschichtlichen Redewendungen das für die meisten eher trockene Thema 'Geschichte' spannend und locker zu vermitteln.
Dass Schwerpunkte gesetzt werden müssen, die Kontinente Afrika, Australien und Amerika ganz fehlen und auch aus der alten Welt viele Etappen und Herrscher übersprungen werden müssen, ist völlig klar und der Länge nach angemessen. Die ausführliche Schilderung der Lebensweise der Ritter und des höfischen Lebens erscheint demgegenüber jedoch eindeutig zu lang. Aber die Kinder stört es nicht, weil das Thema Ritter natürlich immer gut ankommt.
Das neutral dargestellte Kapitel über die Ursprünge und Grundpfeiler des Islam ist (gerade heute) sehr interessant und wichtig.
Die eindeutig christliche Weltanschauung des Autoren (jenseits der historischen Bedeutung von Kirche, Rom und den Päpsten) kommt in diversen Kapiteln deutlich herüber.
Darüber hinaus kann ich den guten Rezensionen der Vorredner nur zustimmen und sprare mir eine Wiederholung.
Also: Solch ein Werk ist für alle jungen Zuhörer (und auch älteren Zuhörer, die ein Grundwissen auffrischen wollen) eine spannende und lebendige Art, Geschichtswissen zu vermitteln.
Kurz und knackig und dennoch sehr informativ 5 von 5 Punkten Rezension zum Hörbuch
Ein bisschen misstrauisch war ich ja schon, als ich das Hörbuch für meinen Sohn (10 Jahre) gekauft habe - misstrauisch hinsichtlich der Frage ob ein Kind die gesamte Geschichte der Welt wirklich verstehen und sich auch einprägen kann, wenn sie nur vorgelesen wird und man dazu noch ohne jegliche Bilder oder sonstiges Anschauungsmaterial auskommen muss.
Nachdem Junior das Hörbuch irgendwann mal durch hatte und es mit einem "echt cool" klassifizierte, war ich selbst so neugierig geworden, dass ich mich ebenfalls zu diesem akustischen Geschichtskurs hinreißen ließ und ich bin absolut begeistert.
Diese Hörbuchausgabe umfasst 5 CDs mit fast 6 Stunden Hörzeit. Erzählt wird die Geschichte der Menschheit bis ins Mittelalter (Dieser erste Teil der "kurzen Weltgeschichte" endet mit dem Aufstieg der Städte im späten Mittelalter). Der Gelehrte Ernst Gombrich hat sie 1935 eigens für junge Leser in einer leicht verständlichen und bilderreichen Sprache verfasst und sie vor seinem Tode noch einmal aktualisiert, was bedeutet, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse z.B. aus der Zeit der Neandertaler und der Vormenschen eingearbeitet worden sind.
Die Geschichte ist perfekt komprimiert, wichtige Ereignisse und Entwicklungen der Menschheit sind ebenso aufgegriffen wie interessante Kleinigkeiten des Alltages, und dabei beweist Gombrich, dass man die Menschheitsgeschichte durchaus sehr spannend und anschaulich schildern kann ohne die Leser (bzw. hier die Hörer) mit ausufernden Jahreszahlen zu erschlagen oder sie mit einem Wust an Namen zu überfordern. Der Schauspieler Christoph Walz liest mit warmer, sympathischer und ein bisserl wienerisch klingender (;o)) Stimme vor. Der Hörer wird über die freundschaftliche Du-Anrede als Beteiligter und Mitdenken-Müssender in das (Hör)Buch aktiv einbezogen.
Fazit:
Ein leicht verständliches, sehr unterhaltsames und ausgesprochen informatives Hörerlebnis, das nicht nur für Kids sondern auch für Erwachsene hervorragend geeignet ist, z.B. wenn man mal ganz nebenbei sein historisches Wissen auffrischen möchte.
Großartig!!! 5 von 5 Punkten Dieses (Hör-)Buch ist uneingeschränkt empfehlensert.
In einfacher und klarer Sprache gelingt es Gombrich die Geschichte und vor allem die Zusammenhänge von der Entstehnung der Erde bis heute zu erzählen. Obwohl das Buch für junge Leser gemacht ist, kann es auch ein Erwachsener mit großem Gewinn lesen. Waltz liest das Hörbuch sehr lebendig und macht es so sehr unterhaltsam.
Meiner Meinung nach eines der besten und gelungendsten Geschichtsbücher, die es gibt.
Etwas antiquiert und mottig 2 von 5 Punkten Ich bin vom Hörbuch nicht so begeistert - inhaltlich ist es schon bemerkenswert, wie viel Interessantes aus der Geschichte hier vermittelt wird (jedoch scheint mir die Auswahl historischer Anekdoten zu geschichtlichen Ereignissen manchmal sehr willkürlich), und leider ist der Stil des Vorlesers auf die Dauer ziemlich ermüdend. Kurze Pausen (z.B. durch ein kurzes musikalische Zwischenstück) gäben dem Zuhörer an vielen Stellen die Möglichkeit, über grad Gehörtes bzw. die teilweise eingebauten Fragen auch nachzudenken. Aber der ununterbrochen vorgetragene Lesetext gibt einem diese Möglichkeit nicht. Auch ist der immer wieder auftauchende Hinweis auf Gott und Glauben für atheistische Hörer störend und für deren Kinder verwirrend. Und letztendlich ist die Sprache des Originalbuches inzwischen doch recht antiquiert und einige historische Ereignisse werden heute anders gelehrt bzw. interpretiert - hier hätte dem Hörbuch sehr gut getan, hätte man das Werk von Gobrich doch sowohl sprachlich als auch inhaltich aktualisiert. Alles in allem also schade, dass man auch diesem guten Buch nicht ein aktuelles, gutes Hörbuch gemacht hat - ich kann es nur recht bedingt empfehlen.
Danke 5 von 5 Punkten Ich muss mich an dieser Stelle bei allen vorherigen Rezensenten bedanken. Denn nur auf Grund der guten Bewertungen dieses Hörbuchs habe ich diesen Titel erworben. Ich bin ein ziemlicher Geschichtlaie, da in meiner Schulzeit der Geschichtslehrer nicht wirklich der beste seiner Zunft gewesen ist. Daher wollte ich schon immer ein "Einsteigerwerk" für Geschichtsinteressierte kaufen und der Kauf dieses Hörbuchs war einfach ein Volltreffer. Dieses, von Ernst H. Gombrich geschriebene Buch eignet sich keinesfalls nur für die ganz jungen Leser. Ich bin in eine neue alte Welt eingetaucht und habe mich von der Geschichte fesseln lassen. Alles scheint so einleuchtend, ist leicht verständlich und nie oberlehrerhaft. Danke Ernst H. Gombrich für dieses wundervolle Buch, Danke Christoph Waltz für die wunderbare Kunst des Vorlesens und Danke an alle Vorrezensenten für den kleinen Schubs, der mich dieses Werk kaufen ließ.
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Weltgeschichte Manfred Mai Broschiert, November 2006 Verkaufsrang: 4352 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Schläfst du im Geschichtsunterricht regelmäßig ein? Dann ist dieses Buch über 5 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte dein Rettungsanker! Fünf Millionen Jahre Menschheitsgeschichte zwischen zwei Buchdeckeln, ist das nicht furchtbar öde? Ganz im Gegenteil! Lies es und du wirst Geschichte garantiert nie mehr langweilig finden! Auf 200 Seiten wird radikal aufgeräumt mit dem Irrtum, Geschichte sei etwas Abgeschlossenes, Vergangenes, und du erlebst, wie Geschichte unseren Alltag bestimmt. Seit wann gibt es eigentlich das Rad? Oder die Wasserleitung? Den Rechtsstaat, die Demokratie? Seit wann werden die Meere befahren, wieso gibt es verschiedene Sprachen? Warum führen Gruppen von Menschen immer wieder Kriege gegeneinander? Wozu sollen wir uns heute noch damit befassen, wer Karl der Große war? Oder Cäsar, oder Napoleon? Alle diese Fragen und noch viele mehr werden von Manfred Mai in diesem beeindruckenden Buch beantwortet. Und dafür, wie er das macht, kann man ihn gar nicht genug loben! Er bringt das unglaubliche Kunststück fertig, das riesige Wissenspaket Weltgeschichte in 50 kurze, anschauliche Zeit-Kapitel zu verpacken. Er vermittelt nicht nur Fakten, sondern erzählt spannend und bildhaft. Du kannst jeweils das nachlesen, was du gerade wissen willst. Du kannst dich aber auch an deinen Lieblingsplatz zurückziehen und das ganze Buch auf einen Ritt durchschmökern. Das ist eine aufregende Zeitreise von der Steinzeit bis zu den ägyptischen Pyramiden, quer durch das römische Weltreich bis in die Burgen und Städte des deutschen Mittelalters. Du wirst hinter die chinesische Mauer blicken, du nimmst teil an den großen Revolutionen der Neuzeit und du erlebst die Erhebung der afrikanischen Völker gegen die koloniale Herrschaft ebenso wie die Befreiung Europas von der barbarischen Nazidiktatur. Dieses historische Wissen ermöglicht dir das Verständnis aktueller Ereignisse und die Erkenntnis, dass auch alles, was wir heute erleben, zum Prozess der Weltgeschichte gehört. Wissenserwerb als Abenteuer, spannend wie ein Superkrimi. Wow! Übrigens dürfen auch Geschichtslehrer dieses Buch benutzen und mal gucken, wie Ex-Lehrer Manfred Mai seinen Lesern Geschichtsunterricht erteilt! --Urs Umsand
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
WIE GESCHICHTE SPASS MACHEN KANN 5 von 5 Punkten Manfred Mai hat ein Geschichtsbuch geschrieben, das sich von allen einschlägigen Schulgeschichtsbüchern unterscheidet. Es ist verständlich geschrieben, spannend wie ein Krimi, konzentriert sich auf das Wesentliche und bezieht Position.
WELTGESCHICHTE von Manfred Mai ist auch für ältere Semester geeignet, die ihr Schul- und Zeitungswissen noch einmal auffrischen möchten.
Mai ist ein glänzender Erzähler, der es versteht, komplexe historische Sachverhalte auf das Wesentliche zu reduzieren ohne sie zu verfälschen.
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Mit der Ölwaffe zur Weltmacht. Der Weg zur neuen Weltordnung F. W. Engdahl Gebundene Ausgabe, 31. Oktober 2006 Verkaufsrang: 49011 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)
Wirtschaftspolitische Betrachtung der letzten hundert Jahre! 4 von 5 Punkten Man hat schon so einiges von Engdahls Buch gehört, immer wieder jedoch, dass es einem mehr Verständnis für unsere derzeitige politische Weltordnung und Machtpolitik ermöglicht. Diese Einschätzung kann ich voll und ganz bestätigen.
Engdahl beginnt sein Buch mit dem britischen Empire im 19. Jahrhundert und der Abschaffung der Korngesetze, geht weiter über den ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik, um dann die Entwicklung der letzten ca. 50 Jahre ausführlich zu beschreiben, speziell natürlich die Politik der USA und der globalen Finanz- und Ölinteressen (wobei im Einzelnen sehr genau drauf eingegangen wird, wer zu welchem Zeitpunkt für was einstand) und deren Auswirkungen auf die Welt und die (teils selbst geschaffenen) Krisen. Zwar heißt das Buch "Mit der Ölwaffe ...", allerdings scheint das Öl dabei manchmal in den Hintergrund zu geraten. Stattdessen liefert Engdahl dann eine Darstellung der finanziellen Machenschaften verschiedener Gruppen/Staaten und zeigt deren Folgen. Ich persönlich habe diese wirtschaftspolitische Betrachtung begrüßt, denn auch - oder gerade - sie führt zu so vielen Aha-Effekten. Am interessantesten waren dabei die Ausführungen zum Internationalen Währungsfonds und die Ausbeutung der Entwicklungsländer über Umschuldungskredite und dergleichen, sowie die Ausführungen zum Ende der Sowjetunion und der letzten zehn Jahre amerikanischer Machtpolitik. Engdahl stopft dass Buch teilweise mit Fakten, dennoch behält man immer den Überblick und kann den Darstellungen stets folgen.
Bei all den positiven Sachen gibt es dennoch einige Negativpunkte. Zum einen fiel mir bei diesem Buch in erhöhtem Maße auf, dass es so einige Rechtschreibfehler gibt und zudem Worte vergessen wurden. Das ist aber verschmerzbar und zudem inhaltlich bedeutungslos. Schlimmer hingegen ist, dass der Autor bei seiner umfassenden Darstellung der letzten hundert Jahre die 12 Jahre der Hitlerdikatur ausspart. Er schreibt zwar so einiges über die Finanziers, die Hitlers Aufstieg ermöglichten, beginnt im darauf folgenden Kapitel aber schon mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Natürlich weiß ich, dass Neues (sprich anderes als die standardgeschichtliche Darstellung) über die Hitlerzeit nicht einfach mal so erscheinen kann. Dennoch: gerade mit dem was Engdahl in den übrigen Kapiteln über die Machenschaften verschiedener Gruppen schreibt wäre es sehr interessant gewesen, ähnliche Ausführungen über die Zeit des Nationalsozialismus und den dahinter stehenden höheren Interessen zu lesen. Ein dritter Kritikpunkt ist, dass mir die Quellenbasis des Autors manchmal arg dünn erscheint. Einige Dinge hätte man doch gerne erläutert oder zumindest eine präzise Quellenangabe gehabt. Dass mag nun einem wissenschaftlichen Anspruch nicht reichen, aber wer deshalb (negative) Rückschlüsse auf den Inhalt zieht, fehlt doch weit daneben. Sicher mögen einige Details verkehrt bzw. einseitig dargestellt sein, wer jedoch das große Gesamtbild, das Engdahl malt, einfach als Verschwörungstheorie abstempelt, der hat meiner Ansicht nach nicht verstanden oder will nicht einsehen, dass die Welt von Finanzinteressen geleitet ist, von dem Streben nach immer mehr und höherem Profit auf Kosten der großen Masse.
Lange Rezension, kurzer Sinn: Wer Engdahls Buch nicht liest, verpasst einen immensen Erkenntnisgewinn.
100 Jahre Krieg um Öl 5 von 5 Punkten "Nichts hat die Geschichte der letzten 100 Jahre so geprägt wie der Kampf um die Kontrolle der Weltölreserven."
Dieses Buch ist eine erstklassige, alternative Fassung der Weltgeschichte etwa 1850-1992 aus der Sicht des Öls und der anglo-amerikanischen Vorherrschaft. Lesen Sie es, und Sie werden viele Vorgänge auf dieser Welt mit anderen Augen sehen. "Die Weltwirtschaft hängt am Öl-Hahn", und wer ihn öffnet oder schließt, bestimmt maßgeblich das Weltgeschehen. Ohne Öl fällt die Wirtschaft in das Zeitalter der Dampfmaschine zurück, bleibt jede Armee der Welt einfach stehen, ist jeder Krieg verloren. Britische Öl-Interessen als Säule des britischen Weltreichs - Blut für Öl bereits als Kriegsgrund im Ersten Weltkrieg - Inszenierte Putsche in Nahost - Geplante Öl-Krise 1973 - Hintergründe der Irak-Kuweit-Krise 1990. Dieses Buch ist voller provokanter Thesen.
Engdahl ist ein texanischer Öl-Unternehmer, der später Journalistik studiert hat und mit seiner Recherche begann. Entsprechend gut sind alle Inhalte mit mannigfaltigen Quellenverweisen belegt. Für mich ist dies eines der zentralen Bücher, um die Konflikte der Welt besser zu verstehen.
Super Einstieg zum Aufwachen 5 von 5 Punkten Engdahls Buch habe ich bereits in den 90ern gelesen, konnte aber damals alters-und interessenbedingt die Tragweite noch nicht einschätzen. Engdahl gibt einen hervorragenden Überblick über die Kräfte, welche wirklich unsere Welt leiten und was man in gleichgeschalteten Massenmedien niemals erfahren wird.
Zum Vorwurf der Ausklammerung 1933-45: Sicher berechtigt, aber ich glaube Engdahl wollte das Buch auch in der BRD veröffentlichen dürfen und war somit gezwungen seine Erkenntnisse aus dieser Zeit auszuklammern.
Zum Vorwurf der "Unwissenschaftlichkeit": dieses Mittel wird von Zeitgenossen immer gerne eingesetzt. Das erspart Ihnen, Dargestelltes widerlegen zu müssen. Gleichzeitig werden handfeste Beweise verlangt.
Ferner ist es so eine Art Prämisse heutiger "Soziologen", dass "die Welt zu komplex ist, um nach eindeutigen Erklärungen zu suchen", um es vereinfacht auszudrücken. Einen befreundeten Soziologen habe ich in wildem Sreitgespräch gefragt, ob er denn überhaupt ein Weltbild habe. Darauf hin musste er natürlich "Ja" sagen, alles andere wäre wohl zu peinlich. Dann wies ich daraufhin, warum zu all den Thesen (z.B. a la Engdahl) denn bitte nie Antithesen kommen, immer nur in Infragestellungen, welche meist auch noch sehr schwammig und phrasenbehaftet sind. "Dann nenne mir doch mal die Thesen und Argumente Deines Weltbildes!" fragte ich. Darauf hin folgte nur eine verlegene Geste ohne verbale Antwort.
Gehirnwäsche 1 von 5 Punkten Wissenschaftler haben die Aufgabe, wissenschaftliche Erkenntnisse aus ihrer Arbeit in populärer Form in die Gesellschaft weiterzugeben (in der Wissenschaftstheorie nennt man das Dissemination oder Diffussion). Dies ist eine verantwortliche Aufgabe. Es sind dabei auf jeden Fall wissenschaftliche Standards einzuhalten, um sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit nicht fehlinformiert oder manipuliert wird (wegen der Arbeitsteilung können sich die Nichtwissenschaftler ja nicht selbst aus den Originalquellen informieren).
Was Prof. Engdahl hier betreibt, ist eindeutig Verschwörungstheorie und Desinformation mit dem Ziel, die Leser einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Um dies zu erkennen, genügt ein Blick auf die Methode seiner Darlegungen. Drei Beispiele, die das Buch als unwissenschaftlich erweisen:
1. Das Post-hoc-ergo-propter-Prinzip: Engdahl stellt historische Ereignisse in der Zeitachse dar und suggeriert -oft mit mit dunklen Andeutungen-, dass das spätere Ereignis (post hoc) wegen des zeitlich vorhergehenden (propter hoc) eingetreten sei. Das ist aber Unfug, weil zu einem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang viel mehr gehört als nur das zeitliche Vorher-Nachher.
2. Vermischung von Hörensagen und Tatsachenbehauptung: Es wird irgendein Journalist (z.B. Seymour Hersh) zitiert, der irgendwo etwas behauptet hat, ohne dass diese Behauptung kritisch hinterfragt würde (kann das zutreffen, welche Interessen verfolgt der Autor usw.). Ein Absatz später verkauft Engdahl diese journalistische Meinung als Tatsache, die felsenfest im Meer der bösartigen Mächte steht.
3. Keine Widerlegung des "Verdachts": Da bei Engdahl alles geheim und ferngesteuert ("Clique") abläuft, ist eine Beweisführung mitunter schwierig. Aber er konstruiert dann zumindest einen "Verdacht", der aus seiner Sicht "bis heute nicht ausgeräumt" ist. Ich bin immer davon ausgegangen, dass ein Verdacht bewiesen werden muss, und nicht, dass ein Verdacht widerlegt werden muss. Wenn Leute wie Engdahl an die Macht kommen sollten, werden wir die Verdächte wieder ausräumen müssen (wie bei den Hexenprozessen). Dann: Gute Nacht!
Summa summarum: Engdahls Buch verfolgt nicht das Ziel der Aufklärung. Um Öl, Rohstoffe und Märkte sind schon immer Kriege geführt worden - traurig aber wahr und vor allem bekannt. Die USA sind nicht auf dem Weg zur alleinigen Supermacht - seit 1990 sind sie dort angekommen. Der Energiehunger der Industriestaaten wird durch jeden Leser dieses Buches mit angefacht - Konsequenz: weg vom Öl, aber schnell!
Was auf uns alle zukommt ! 5 von 5 Punkten Dankensweise hat der Kopp Verlag nun eine um neue Fakten aktualisierte Auflage des Engdahl Buches herausgebracht. Bei der Lektüre kann einem Angst und Bange werden-zu ähnlich sind die bei Engdahl geschilderten Ereignisse vor dem Ersten Weltkrieg zwischen England und dem deutschen Kaiserreich und heute USA und China.Auch ist dem Leser völlig klar ,dass der Iran nun an der Reihe ist von seinen Ölreseven "befreit " zu werden,egal ob er die Bombe baut oder nicht.Der berühmte Investment Berater Marc Faber schrieb, dass nicht die Kriege die Rohstoff ( Öl) Preise in die Höhe steigen lassn, sondern die steigenden Rohstoffpreise lassn Kriege entstehen. Das Buch erklärt warum und ist Warnung und Prohezeiung zugleich
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Der Untergang des Abendlandes Oswald Spengler Gebundene Ausgabe, Januar 2007 Verkaufsrang: 105450 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)
und es lässt einen doch wieder los. . . 3 von 5 Punkten Ja, Herr Spengler hat ein Mammutwerk geschrieben, das aus seiner Zeit betrachtet, visionär war und uns neue Erkenntnisse brachte.
Doch bei allem Lob stolpere ich bei ihm immer wieder über Stellen, die dermaßen daneben sind, dass ich das Buch irgendwann zur Seite legte:
Beispiele: Über Mann und Frau (S.961 ff.) "Der Mann ... begreift die Kausalität, die Logik des Gewordenen nach Ursache und Wirkung. Das Weib aber ist Schicksal, ist Zeit... Eben deshalb bleibt ihm (dem Weib) das Kausalprinzip ewig fremd." und weiter unten: "Der Mann führt Schlachten ... Das Weib erringt seinen Sieg im Wochenbett. ... Deshalb verachtet das Weib diese andere Geschichte, die Politik des Mannes, die sie nie versteht, von der sie nur weiß, dass sie ihr die Söhne raubt."
Auch wenn das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen ist, zeigt es ein Frauenbild was exemplarisch ist für die dogmatische Argumentation des Herrn Spengler durch das ganze Buch hinweg. Alles ist einfach so, weil er irgendwelche Zusammenhänge sieht und andere ignoriert, so kann er über das Wesen von Millionen Menschen mit einem Satz urteilen, Geschichte nach seinem Gutdünken nochmal völlig re- und weginterpretieren, völlig undifferenziert, ohne kritische Abgrenzung zur Realität. Die Macht der Halbwahrheit ist hier sehr deutlich zu spüren, denn man muss sich im wahrsten Sinne des Wortes "aus seinem Bann lösen", Abstand zu seinen Thesen gewinnen.
Irgendwann auf diesen 1200 Seiten wird man dieser Art der Weltvereinfachung einfach überdrüssig, kann nicht mehr von Dingen lesen, die offensichtlich aus massiv tendenziöser Überinterpretation von Fakten im Lichte einer einzigen, der Spenglerschen, Wahrheit so zurechtgebogen wurden.
Wer also auch die Einseitigkeit dieser Argumentation nicht mag, den kann ich beruhigen: Man muss Herrn Spengler nicht gelesen haben, um sich Gedanken über den Untergang oder Fortbestand des Abendlandes zu machen.
Fels in der Brandung 5 von 5 Punkten "Das ist der Untergang des Abendlandes" pflegte meine Oma zu sagen, wenn im Fernsehen Berichte über die "Achtundsechziger" - die heutige Politikergeneration - erschienen. Der Titel von Spenglers Buch ist zu einem geflügelten Wort geworden, das den Bekanntheitsgrad seines Werkes bei weitem übertrifft. Schade eigentlich, dass Spengler heute überwiegend negativ beurteilt wird. Er hat den Versuch einer umfassenden vergleichenden Geschichtsbetrachtung unternommen, allein dieser Selbstanspruch macht ihn schon lesenswert. So oder so, historische Analysen sind immer relativ und Ansichtssache. Woran jedoch der Wert eines Historikers gemessen werden kann, ist seine Fähigkeit, auf Grund seiner Betrachtungen der Vergangenheit eine zutreffende Analyse der Gegenwart und eine Prognose für die Zukunft erstellen zu können. Und dies kann Spengler brillant. Generationen von Kritikern und Abschriftstellern haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Schwächen seiner morphologischen Betrachtungsweise herauszustellen. Doch letzten Endes können sie nicht an der Tatsache vorbei, dass Spengler in seiner Vorhersage Recht behalten hat. Die von ihm so genannte "Fellachenkultur" als Zukunftsbild der aufgeklärten Gesellschaft ist tatsächlich eingetroffen - und wir sind Teil von ihr. Vielleicht ist dies der Grund, warum Spengler immer wieder angegriffen wird? Aus der Vielzahl historischer Werke ist "Der Untergang des Abendlandes" wie ein Fels, dem auch der schmutzige Wind politisch verzerrter Urteile nichts anhaben kann. Absolut lesenswert und eine gute Alternative zur Bundeszentrale für politische Bildung.
Ein gigantisches Werk und Zeugnis echter denkerischer Kraft 5 von 5 Punkten Wie sehr Oswald Spengler für mich zu den Hellsichtigen, ja Propheten zählt, messe ich allein an der Tatsache, dass seit dem Erscheinen dieses Werkes kein deutscher Historiker auch nur annähernd ähnlich brilliant auftrat. Weder im Denken noch in der Sprache, kann diesem Giganten einer von ihnen das Wasser reichen. International betrachtet verhält es sich ebenso. Das Werk Samuel Huntingtons -Kampf der Kulturen- zeigt, wie tief und selbstverständlich das Werk Spenglers in der globalen Denkerklasse rezipiert wurde und wird.
Ein in Deutschland vehement verleugneter Autor, von den mediokren Lehrplan-Technokraten für Höhere Schulen totgeschwiegen, vom Mittelmaß in der Wissenschaft beständig geschmäht: dies ist auch eine Bestätigung von Spenglers Aussagen, dass der Westen, die abendländische Kultur (die Faustische, wie er sie nennt) auf abschüssigem Gelände operiert. Wo wahre Größe fehlt, da satteln die Pygmäen ihre Ponys. Immer wieder widmet er sich den Sitzdenkern, wie er sie nennt, den Akademikern, die die Geschichte der Menschheit auf einem Zeitstrahl herauf und herunter fahren sehen - wie die rote Flüssigkeit in einem Thermoterglas.
Spenglers Morphologie der Weltgeschichte führt die Sitzdenker ad absurdum. Das haben sie ihm schon vor rund neunzig Jahren nie verziehen. Oswald Spenglers Werke (lesenwerter Einstieg in sein Denken: Der Mensch und die Technik, ein 80-Seiten-Essay) fehlen in keiner Regierungs-Bibliothek. John F. Kennedy hat die Exemplare geordert, die noch heute in der Bibliothek im Weißen Haus stehen.
Die dümmlichen Versuche, diesen Mann in die Nähe der Nationalsozialisten zu rücken, wollen nicht enden. Doch wen kümmerts denn? Hier haben wir einen Philosophen, verstorben 1936, den diese Gesellschaft (wieder)entdecken muss und wird. Es beruhigt im Grunde, was dort steht. Man ahnt dann wenigstens, wo die Reise hingeht, wo unsere Zivilisation enden wird. Wenn wir uns umblicken, wissen wir zugleich, dass der Prozess bereits im Gange ist. Das hat nichts mit Kulturpessimismus zu tun, das Wort ist viel zu klein für das, wofür uns Spengler die Augen öffnet.
Vieles, was er vor neunzig Jahren verfasst hat, ist genau so eingetreten -ein Grund mehr für seine Neider und Verleumder sich aufzuregen und ihn mit kleinkarierten Kritiken zu überziehen.
Ein Spengler-Zitat: Das Gegenteil von vornehm ist nicht arm, sondern gemein.
Kaufen Sie dieses Werk, es wird Sie nie mehr los lassen!
Verdrängen als Ausflucht 5 von 5 Punkten Spengler macht in dem Werk den Versuch, wie er gleich im Vorwort ankündigt, Geschichte nicht mehr nur rückwärts zu schreiben als Befassung mit Vergangenem, sondern nunmehr erstmals vorwärts als Prognose des Zukünftigen. Methodisch bedeutet dies für Spengler die bisher dagewesenen Kulturen zu identifizieren und in ihren Jugend-, Reifungs- und Alterungsprozessen zu vergleichen. Die dabei erkennbar werdenden Gesetzmäßigkeiten werden als universell erkannt, woraus die Berechtigung abgeleitet wird, sie auch auf die Entwicklung von in ihrem Lebenszyklus noch nicht abgeschlossenenen oder zukünftigen Kulturen anzuwenden und schließlich deren noch ausstehende Stadien vorherzusagen.
Spengler deckt dabei frappierende Parallelen zwischen den bereits abgelaufenen Hochkulturen auf und macht für das Abendland, der einzigen derzeit im Lebenszyklus befindlichen Hochkultur, bereits 1917 (mit dem zweiten Band 1923) Voraussagen, die zwischenzeitlich durch die reale Entwicklung auf das Trefflichste bestätigt wurden und immer noch bestätigt werden. Um so unverständlicher ist die nahezu vollkommene Stigmatisierung dieses so bedeutenden Philosophen. Von Adorno stammt der Ausspruch, die Verdrängung Spenglers wirke als Ausflucht. Man habe Spenglers unliebsamen Ein- und Aussichten nichts entgegenzusetzen, also versuche man ins Vergessen zu flüchten.
Der Spengler-kundige Leser indes macht in den tagesaktuellen Debatten häufig Spenglerianisches Gedankengut aus, welches in seiner Urheberschaft unbenannt bleibt. So referierte beispielsweise eine große deutsche Tageszeitung anläßlich der Preußen-Debatte zwei Sichtweisen und stellte sie gegenüber. Die erste stammte von Sebastian Haffner und wurde als solche benannt. Die zweite war Oswald Spenglers Position und wurde nur dem Inhalt nach wiedergegeben.
Dem an Fragen der Globalisierung und des Wirtschaftsliberalismus interessierten Leser sei insbesondere auch Spenglers Schrift "Preußentum und Sozialismus" empfohlen.
GELEBTE WAHRHEIT 5 von 5 Punkten Ein alter Schinken aus der Weltkriegszeit verkündet den Untergang seiner eigenen Kultur, wird anfangs bejubelt, später belächelt und bald darauf zum philosophischen Sondermüll erklärt. Schwarzmalerei. Analogie-Naivität. Herrisches Vokabular. Die Kunst des Totsagens kann so einfach sein.
Dennoch empfehle ich dieses Buch als Genußmittel.
Wer auf der Suche nach einer Geschichtsphilosophie ist und sich vor allem für die Wahrheit interessiert, tut gut daran, sich über die Unzulänglichkeiten Spenglers zu beklagen und es dabei zu belassen; wer jedoch eine weitere Quelle der Inspiration aufstöbern will, sollte seine Wünschelrute bei Seite legen und hier mit beiden Händen schöpfen.
Der vielbeschworene Kulturpessimismus kann dem Autor nur von Leuten vorgeworfen werden, die von seinem Werk lediglich den Titel kennen. Spenglers Empfinden für epochale Mentalitäten, Weltbilder und Zeitgeister zeugt von einem tiefen Verständnis des Fremden und gerät zeitweilig sogar zur Schwärmerei, auf jeden Fall aber sollte diese Arbeit als ungeheure Pionierleistung gewürdigt werden.
Spengler erzählt die "Geschichte der Wahrheit" und meint damit die gelebte Wahrheit innerhalb verschiedener Kulturen. Die ganze Erfahrung des In-der-Welt-Seins, die Innerlichkeit mit der man Religion und das Wissen um die Welt erlebt, die jeweilige Mentalität mit ihren emotionalen und kognitiven Fesseln, all das bezeichnet Spengler mit dem schönen Wort "Seele". Eine kulturgebundene Seele kann der Vergangenheit angehören und dennoch "wahr" sein, in dem Sinne wie auch die moderne Mathematik lehrt, daß durchaus mehrere in sich stimmige Axiom-Systeme unabhängig voneinander existieren können. Der ehemalige Mathematiklehrer Spengler betont dementsprechend die Bedeutung - nicht etwa der Mathematik - sondern des mathemathischen Denkens als ein Paradebeispiel für grundsätzliche kulturelle Unterschiede.
Spengler unterscheidet acht große Kulturkreise - etwa die apollinische, magische oder faustische Kultur - und findet deren authentischen Ausdruck unter anderem in Architektur & Kunst, Literatur & Sprache, Philosophie & Wissenschaft und interessanterweise auch im Geschichtsdenken. Als Kulturphilosoph entwirft der Autor erhellende, zum Teil strahlende Interpretationen menschlichen Wirkens. Selbstbewußt bewegt sich Spengler auch auf dünnem Eis, und mitunter möchte man meinen, er versuche übers Wasser zu laufen.
Die Kritiker haben es leicht.
Aber es handelt sich hier um eines der letzten großen Gemälde der Geschichtsphilosophie und solcher Art Kunstwerke ist nicht mit "wahr oder falsch" beizukommen. Für den einen oder anderen besitzt ein kühner Gedanke, der sich als falsch herausstellt, durchaus seine Berechtigung.
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Zeitfalle: Der Code der Weltgeschichte, Zeitschleifen und geheime Retuale, Schatten über dem Weißen Haus, Lady Di mal zwei, Projekt Fatima, Zeitfragtale und der Maya- Kalender Grazyna Fosar, Franz Bludorf Gebundene Ausgabe, April 2005 Verkaufsrang: 23104 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Phantastische "Zeit"-Reise! 5 von 5 Punkten Wir stecken in einer Zeitfalle - als Indiviuen über unsere DNA, als Menschheit über den Code der Weltgeschichte.
Ich konnte mir zunächst so gar nichts darunter vorstellen. Aber anhand der Fallbeispiele von unvollendeten Ritualen (Kennedy-Familie, amerikanische Präsidenten, Fatima-Prophezeiungen, um nur einige zu nennen) ist klar geworden, daß unsere Zeit nicht linear verläuft, sondern daß es progressive und rekursive Zeitvariablen gibt. Es werden auch Zeitdichte, -länge- und -tiefe erklärt. Besonders fasziniert haben mich die Erläuterungen zum sogenannten Kennedy-Fluch und die gleichzeitige Zeitschleife der "20 Jahre-Präsidenten". Das ist in diesem Buch so detailliert erklärt worden, daß jeglicher Zweifel auf der Strecke bleibt. Die unvollendeten Rituale der Vergangenheit wirken bis heute nach...
Unglaublich war auch die Schilderung der 3 Fatima-Prophezeiungen von 1917 und was der vor einigen Jahren verstorbene Papst damit zu tun hatte, der zum damaligen Zeitpunkt noch nicht einmal geboren war. Der Inhalt dieser Prophezeiungen (es soll sogar eine 4. geben, die von einem der Kinder in hohem Alter noch aufgeschrieben wurde) betraf ganz offensichtlich in gravierendem Maße die Weltgeschichte... Ein Krimi ist NICHTS dagegen!
Im letzten Kapitel wird auch der Maya-Kalender, der am 21. Dezember 2012 "aufhört", erklärt. Dieser über 5000 Jahre währende Kalender besteht aus 20 Maya-Glyphen (Kins), die für bestimmte Zeitqualitäten stehen. Diese werden detailliert analysiert, und man erkennt plötzlich die Bedeutung von bestimmten wichtigen Geschehen der Vergangenheit. Erst wurde der Zyklus stärker (mit mehr Aktivierungspunkten), später wieder schwächer (die Aktivierungspunkte reduzieren sich). Der letzte große Maya-Zyklus begann vor ca. 400 Jahren und wird in nicht allzu ferner Zukunft enden... Was geschah damals, was wirkte in diesem Zyklus und weshalb wird er beendet werden? Dies erklären die Autoren so anschaulich, daß die Aha-Erlebnisse überhaupt nicht mehr aufhören! :-)
Fazit: Alles wird gut!
Zeitlos - die relative Zeit 5 von 5 Punkten Fosar und Bludorf zeigen anhand von Beispielen aus der Geschichte, dass sich Biographien und Schicksale von teilweise Jahrhunderte voneinander getrennten Personen sich auf unheimliche Weise ähneln und wiederholen. Womit dies alles zusammenhängt, gelingt den beiden Wissenschaftlern Fosar und Bludorf auf nüchternem Wege zu erklären. Gleichzeitig bestätigen sie hierdurch im Umkehrschluss alte, mystische Weisheiten. Somit vereinen sie die rationale mit der esoterischen Weltsicht zu einer ganzheitlichen Anschauung.
Die Lebendigkeit der Zeit 5 von 5 Punkten Zeit ist etwas Selbstverständliches für jeden von uns. Wer denn meint, sie existiere lediglich als ein sachlich toter Faktor, den man an jeder Uhr ablesen kann, wird eines Besseren belehrt. Hier wird dem Leser eine äußerst gründliche Recherche über ihre sehr lebendige und vielschichtige Natur geboten. Anhand der wissenschaftlichen Entdeckungen vieler ihrer Einzelbestandteile wird genauestens dargestellt, welche praktischen Auswirkungen der Umgang der Menschen mit der Zeit bis heute hat. Unterschiedlichste bekannte geschichtliche Abläufe und Zusammenhänge erscheinen durch die lebendige und spannende Schilderung der Autoren in einem völlig neuen Licht: Wir sind keinesfalls der Zeit ausgeliefert, sondern offensichtlich ihr sogar sehr aktiver Gestalter. Die Zeit reagiert auf ihre eigene Weise darauf. Sogar einmal geäußerte Absichten privater Natur wirken sehr lange fort und haben mit ihrem rituellen Charakter eine unglaublich starke Auswirkung über unsere eigene Lebensspanne hinaus. Dies kann dann durchaus zum "Schicksal" für andere Menschen werden. Die Autoren machen deutlich, welche starke, gestaltende Kraft der eigene Wille hat und wie wichtig der bewusste, gewissenhafte Umgang damit ist. Dieses Buch regt auf sehr praktische, anschauliche Weise dazu an, mit eigener Zeit bewusster umgehen zu können, statt sich ihr womöglich ausgeliefert zu fühlen. Viel Vergnügen beim Lesen dieser spannenden Reise durch die Zeit!
Brillante Betrachtung des Phänomens Zeit 5 von 5 Punkten In diesem Werk hat es das Autorenpaar wieder einmal geschafft, den Leser mit faszinierender Betrachtung aus unkonventioneller Perspektive von Seite zu Seite zu fesseln und zu begeistern. Das Buch wirft ein völlig neues Licht auf die Natur des Phänomens Zeit und auf bestimmte Mechanismen, die damit zusammenhängen, die teilweise schon die ältesten Kulturen der Menschheit, wie zum Beispiel die Maya kannten und anwendeten. Es zeigt unter anderem auch die Bedeutung, Funktion und Macht von Ritualen auf, die die Zeit bzw. Ereignisdimensionen entscheident prägen und mitgestalten. So üben unter anderem unvollendete Rituale eine verheerende Kettenreaktion aus, die in Anbetracht der fraktalen, (selbstähnlichen) Beschaffenheit der Zeit solange wirksam bleibt, bis dieses Ritual vollendet wurde. Das Werk zeigt diese Begebenheiten anhand von vielen Fallbeispielen und Geschichten auf, die damit in direktem Zusammenhang stehen. Sehr zu empfehlen, es langweilt den Leser nicht eine einzige Sekunde lang. Unbedingt kaufen, bzw. lesen!!!
Zeit und Schicksal 5 von 5 Punkten Niemand weiß so recht, was eigentlich die Zeit ist. Im Buch "Zeitfalle" geben die Autoren das neueste Wissen über die Zeit. Sie schildern dieses Wissen allerdings nicht in abgehobener, wissenschaftlich trockener Form, sondern anhand faszinierender Beispiele aus der Weltgeschichte und von Schicksalen bekannter historischer Persönlichkeiten. Besonders interessant ist der Aspekt der schicksalhaften Wiederkehr von Ereignisstrukturen, die mit der Unterbrechung von Ritualen oder dem gezielten Einsatz von Ritualen zu tun hat. Man sehe und staune: Man trifft derlei Dinge nicht nur in der Politik, sondern auch in Familienschicksalen wie bei den Kennedys oder Spencers, sogar im Vatikan, was mit Johannes Paul II. begann und sicherlich mit Benedikt XVI. seine Fortsetzung finden wird. Gefesselt hat mich auch das Kapitel "Schatten über dem Weißen Haus", wo die Autoren zahlreiche Todesfälle unter US-Präsidenten in überzeugender Weise mit einer alten Indianerprophezeiung aus dem 19. Jahrhundert in Verbindung bringen. Was am meisten überrascht: Man liest hier keine Spekulationen, sondern alle Daten sind akribisch recherchiert und objektiv überprüfbar. Für den Leser persönlich bringt das Buch eine wichtige Erkenntnis: Man sollte das, was man im Leben anfängt, vorsichtshalber auch ordentlich zu Ende führen. Sonst könnte man wirklich in eine Zeitfalle geraten! Ein Buch für jeden Menschen, der offen und bereit ist, sein Weltbild zu erweitern.
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Banken, Brot und Bomben - Band 1 Stefan Erdmann Gebundene Ausgabe, Januar 2005 Verkaufsrang: 18598 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
sehr gut geschrieben - regt zum Nachdenken 4 von 5 Punkten ... auf diese Buch gekommen bin ich übrigens durch Jan Van Helsing.
Er verweißt ja des öfteren auf diese Lektüre.
Vieles in diesem Buch mag wirklich stimmen,
manches wird wirklich stimmen,
manches auch nicht.
Das die "Reichen" die Welt regieren, war mir auch schon vorher bekannt.
Jedem den dieses Thema interessiert, kann ich das Buch aber nur empfehlen.
Unfassbar... 5 von 5 Punkten Unfassbar, was hier manche Leser schreiben und wie offensichtlich hier Autoren zerrissen werden. Ich bin ueberzeugt, dass einige die Buecher ueberhaupt nicht gelesen haben und einfach nur aus boeser Absicht den Auroren zerreissen. Beide Baende zusammengafasst hat der Autor hier sehr nachvollziehbar dargelegt, wie geheime Gesellschaften und Hintergrundmaechte seit Jahrhunderten arbeiten. Und das funktioniert, wie man sehen und lesen kann ja bis heute ausgezeichnet. Man liest zwischen den Zeilen vieler Rezensionen sehr deutlich wessen Geistes Kind diese Menschen sind, wie unwissend, leichtglaeubig und naiv sich hier innere Wut und Unwissenheit vermischt und ausdruck findet - leider...!. Was mir an Stefan Erdmann und seinen Publikationen besonders auffaellt und gefaellt ist, dass er ja dazu auffordert kritischer zu sein und die Dinge in Politik und Geschichte mehr zu hinterfragen. Auch betont er doch immer wieder ausdruecklich keinen Wahrheitsanspruch auf seine Thesen zu erheben.
Auch gefaellt mir sein spirituellen Ansatz, insbesondere in den Schlussbetrachtungen seiner Buecher, die im uebrigen sehr gut und fluessig zu lesen sind. Alles in allem 5 Sterne fuer ein Gesamtwerk, dass, auch wenn Fragen zurueckbleiben, sehr viel in mir aufgewuehlt hat. Aber was waere ein Buch schon wert, wenn es nicht Fragen ausloesen wuerde...
Manipulativ und wissenschaftlich fragwürdig 1 von 5 Punkten Ein Zitat John F. Kennedys, welcher behauptete: "Der größte Feind der Wahrheit ist nicht die Lüge - absichtsvoll, künstlich, unehrlich -, sondern der Mythos - fortdauernd, verführerisch und unrealistisch.", sollte über die beiden Bände von Herrn Erdmann ein großes Fragezeichen ausbreiten. So schafft er es, mit seinen eindrucksvollen Worten an die dunkle Seite jedes Menschen zu appellieren. Seine Behauptungen sind so ungeheuerlich, daß sich viele Leser offenbar von seinen Schlußfolgerungen überzeugen lassen und meinen, sie hätten das "wahre Böse" der Welt nun erkannt, einer Welt die durch eine "imperialistische Weltverschwörung" gelenkt wird. Es ist unterhaltsam, sich von den faszinierenden Themen des Buches fesseln zu lassen, nur sollte sich jeder Leser skeptisch fragen: "Können diese ungeheuerlichen Behauptungen stimmen?". So scheint es in meinen Augen verfehlt, von diesen Büchern als "wissenschaftliche Untersuchungen" zu sprechen. Nicht nur eine wirklich primitive Ausdrucksweise, übersät mit fadenscheinigen Imperativen, welche immer zum "Erkennen!" und "Verstehen, was wirklich in der Welt vor sich geht!" aufrufen, sondern auch Schlußfolgerungen und Annahmen, welche so erstaunlich sind, daß man Ihnen mit einer Bandbreite vom Schmunzeln bis zur Entrüstung entgegentreten sollte, deuten auf eine rätselhafte Motivation des Autors hin. So ist eine Absicherung der Quellen teilweise mehr als fragwürdig, da im Literaturverzeichnis die überwiegende Anzahl der Veröffentlichungen der Rubrik Belletristik entstammt - sollte ein auf solchen Quellen fundiertes Buch als "wissenschaftliche Untersuchung" gehandelt werden? Ist der Verfasser wirklich jemand, der an einer wissenschaftlichen Ergründung der Themen interessiert ist? So scheint nicht nur dies den Anspruch zu verneinen. Darüberhinaus nimmt der Autor an, daß eine Weltverschwörung, basierend auf der Regentschaft "jüdischer Weltbanken" das gesamte Geschehen der Welt gezielt manipuliert und argumentiert diesbezüglich mit teilweise lächerlichen "Beweisen". So unterlaufen laut S. Erdmann seit dem Mittelalter Geheimgesellschaften, wie die Freimaurer und Illuminaten gezielt konstitutive Strukturen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen - Warum man davon nie etwas hört? Der Autor hat auch hierfür eine Antwort: Da diese Brüderschaften das einflußreichste Mittel, die Medien, auch unter Ihre Kontrolle bringen konnten, schirmen sie jede Berichterstattung über sich selbst natürlich ab. So beleuchtet der Autor die Weltkriege als "von außen gesteuert und gewollt" sowie von "jüdischen Weltbanken" finanziert, um ihren Reichtum und ihren Einfluß zu mehren. Sollten diese Behauptungen noch keine Skepsis beim Leser hervorgerufen haben, so können Sie sich gleich im kommenden Kapitel davon überzeugen, daß die Bundesrepublik Deutschland ja gar keine Existenzberechtigung besitzt, da ihr rechtlicher Status nach der Wiedervereinigung nicht mehr fortbestehe. So beansprucht der Autor die östlich der Oder-Neiße-Linie angrenzenden Gebiete als reine verwaltungstechnische Makulatur sowie offenkundige Täuschung der deutschen Bevölkerung und behauptet, die Wahlen in Deutschland wären nichtig, da seiner Ansicht nach die Bevölkerung in den ehemaligen Ostgebieten immer noch dem deutschen Territorialgebiet angehöre, jedoch keine Wahlberechtigung besäße. Diesen nicht existierenden Status erkennend, gründete sich nach Herrn Erdmann im Jahre 1999 (!) die "Kommissarische Reichsregierung (KRR)" in Berlin, welche der "Vertretung des Rechtsstatus der nach wie vor gültigen Verfassung von 1918" nun nachkommt. So werden diese Zusammenhänge durch eine abgedruckte Korrespondenz zwischen dem Außenministerium der USA un der "KRR" sowie durch ein Interview mit einem angeblich ehem. Führungsmitglied der "KRR" nicht nur versucht zu belegen, darüberhinaus soll die "KRR" in der USA bereits eine Botschaft eingerichtet haben und diplomatisch tätig sein. Sind diese Behauptungen glaubwürdig? Ist der geäußerte Zusammenhang belegbar? In weiteren Kapiteln behauptet der Autor, die gesamten Regierungsstrukturen durchschaut zu haben. Alle Organe seien von Brüderschaften infiltriert und würden den Leitsätzen ihrer Orden treu bleiben. So benutzt nach S. Erdmann die Regierung beispielsweise das Fernsehen, um durch langwellige über die normale Fernsehübertragung modulierte Signale das Bewußtsein der Menschen zu beeinflussen und sie gefügig zu machen. Weitere Ausblicke führen in furchterregende Spekulationen über den dritten Weltkrieg, welcher laut Autor natürlich auch in weiser Voraussicht geplant und finanziert wird, durch die Anfangs genannten Weltbanken und die hinter allen Vorgängen in der Welt stehenden Drahtzieher.
Jeder, der diese Bücher lesen möchte, sollte den dort niedergelegten Ergebnissen oder Behauptungen mit der nötigen Skepsis entgegentreten. Ohne die Bedeutung der Inhalte dieser Bücher in Frage zu stellen, ist zu hinterfragen, warum diese Bücher in einem so überzeugend-manipulativen Wortlaut verfaßt sind, die dem Leser die Möglichkeit aus der Hand nimmt, sich über ein eigenes persönliches Ergebnis Gedanken zu machen. Mit nötiger Skepsis sollten Zitate über diese beiden Bücher, wie "Dieses Buch öffnet Ihnen die Augen!" usw. bewertet werden. Die mit diesen Zitaten implizierte Behauptung, in diesen Büchern würden durch wissenschaftliche Untersuchungen Wahrheiten aufgedeckt werden, läßt sich in keiner Weise bestätigen. Es handelt sich lediglich um ein durchaus unterhaltsames und auch fesselndes Buch aus der Rubrik "Verschwörungstheorien".
Eine grosse Fleissarbeit 5 von 5 Punkten Eine grossartige Fleissarbeit von Stefan Erdmann. Der Autor hat es verstanden hier verschiedene Themen mit einem roten Faden zu verbinden. Sehr objektiv, aber vorallem, bei diesen problematischen und politischen Themen, auffallend neutral und leicht verstaendlich geschrieben. Sehr lesenswert!!
Gut und Böse erkennen! 5 von 5 Punkten Prädikat: Sehr wertvoll! Mir wurden durch das Buch in sehr vielen Themen die Augen geöffnet. 1000 Wörter könnten diese Buch nicht beschreiben.Einfach nur lesen anstelle sich die Meinung durch die Massenmedien zu bilden. Danke Herr Erdmann.
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Der Brockhaus Geschichte: Personen, Daten, Hintergründe Wolfgang Dietz, Michael Schaaf, Holger Sonnabend, Norbert Wolf Gebundene Ausgabe, November 2005 Verkaufsrang: 80070 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Dass Brockhaus-Lexika verlässliche Informationen liefern, muss nicht eigens betont werden. Auch mit dem völlig neu erarbeiteten Brockhaus Geschichte wird man diesbezüglich sehr zufrieden sein. Zufrieden sein wird man auch hinsichtlich der Aktualität dieses einbändigen Schwergewichts: Auf den knapp 1.000 Seiten erfährt man alles, was man zu geschichtlichen Daten, Fakten und Personen bis in die jüngste Gegenwart wirklich wissen sollte. Auch so manches darüber hinaus, und dies nicht nur bezüglich der Welt-, sondern auch der Kultur- und der Alltagsgeschichte. Über das Erscheinungsdatum hinaus aktuell gehalten wird auch die Liste mit Weblinks, die die Redaktion bereit stellt. Neben den über 4.000 Stichwortartikeln sowie den zahlreichen Fotos und Grafiken, Landkarten, Tabellen und Infokästen mit sorgsam recherchierten Hintergrundinformationen wurden zu 24 Schlüsselthemen doppelseitige Sonderartikel aufgenommen. Solche Artikel widmen sich etwa den Themen Arbeit, Energie, Familie, Herrschaft, Krieg, Liebe oder Recht. Der Band besticht, wie sämtliche bisher vorliegenden Bände der neuen Sachlexika-Reihe, sowohl durch seinen Inhalt (wozu auch die richtige Stichwortauswahl gehört) als auch durch sein leserfreundliches und frisches Layout. Dies alles zusammen macht den neuen Geschichtsbrockhaus nicht nur zu einem rundum gelungenen und sehr empfehlenswerten Nachschlagewerk, sondern auch zu einem lehrreichen Lesebuch, in dem man gerne schmökert. Da lässt es sich leicht verschmerzen, dass diesem wie den übrigen Bänden der Sachlexika-Reihe keine CD-Rom beiliegt, wie sie etwa der dreibändige Brockhaus Naturwissenschaft und Technik bietet. --Andreas Vierecke
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Ein ausgezeichnetes, detailliertes und zugleich übersichtliches Geschichtswerk 5 von 5 Punkten Der "Brockhaus Geschichte" ist ein riesiges und sehr detailliertes Nachschlagewerk, und sollte mit seiner breitgefächerten und zugleich übersichtlichen Zusammenstellung eigentlich in keiner Historikbibliothek fehlen.
Das Buch ist doppelt so teuer wie ein neuerschienenes Buch, was aber durch den riesigen Buchinhalt auch gerechtfertigt ist, da man ja eigentlich mit diesem Werk eine Zusammenstellung von vielen einzelnen Büchern vor sich hat.
Sehr schön sind auch die Illustrationen und die Listen von Staatsregenten und deren Titeln, die in diesem Buch zu finden sind,
insbesonders die offiziellen Titel der Oberhäupter Deutschlands und des heiligen Römischen Reiches der Deutschen Nation.
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Aufstieg und Fall der großen Mächte: Ökonomischer Wandel und militärischer Konflikt von 1500 bis 2000 Paul Kennedy Taschenbuch, Dezember 2000 Verkaufsrang: 28600 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Lesermeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)
Ein wichtiges Buch für politisch Interessierte 4 von 5 Punkten Ein wichtiges und faktengeladenes Buch, das für alle an der Geschichte und der Politik
Interessierten zur Pflichtlektüre gehören sollte. Es ist flüssig geschrieben, wenn auch
manche Kapitel eine Straffung vertragen könnten. Paul Kennedy beschreibt die politischen
und wirtschaftlichen Entwicklungen und militärischen Auseinandersetzungen zwischen 1500
und 1986. Das Buch liefert viele Indizien für die These, dass die Macht und der Einfluss
von Staaten im wesentlichen durch Ihre Ökonomie (und den Erfolg derselben) bestimmt
werden.
Dies ist zwar eigentlich nicht überraschend, trotzdem ist das Buch lesenswert,
da es die angesprochene Geschichtsperiode vollständig unter dem betreffenden Blickwinkel
ausleuchtet. Da gibt es viel zu lernen: Wer weiß beispielsweise, dass die Feldzüge
Friederichs des Großen im Siebenjährigen Krieg von Großbritannien finanziert wurden?
Kennedy erzählt dabei die Geschichte nicht nach, sondern gibt jeweils nur einen groben
Überblick über die Geschehnisse, um sich dann wieder den Analysen der betroffenen
Staaten zuzuwenden. Eine gewisse historische Grundbildung sollte man also mitbringen, um
Nutzen aus dem Buch ziehen zu können.
Das Buch schließt mit einer Darstellung der Potentiale und Fallstricke der mächtigsten
Nationen im Jahr 1986, wobei einige der Ausführungen aus heutiger Sicht als prophetisch
bezeichnet werden können. Aber wegen der kurze Zeit später erfolgten politischen
(Mauerfall) und wirtschaftlichen (Internet, Kommunikation, Globalisierung, ...)
Umwälzungen ist es heute nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Die Analysen der Zeit
bis 1986 bleiben trotzdem spannend und lehrreich.
Dennoch bleiben inhaltliche Kritikpunkte: Ersten gibt Kennedy keine Gründe an, warum
Kriege überhaupt geführt werden. Er scheint sie irgendwie als "gegeben" hinzunehmen, sie
"passieren" irgendwie. Eine Betrachtung der Interessengruppen innerhalb der Nationen findet
nicht statt und damit fehlt eine wesentliche inhaltliche Triebfeder für die
Entscheidungsfindung für oder gegen Kriege. Zweitens geht er nur auf die Wirkungskette
Wirtschaft bzgl. Macht ein, nicht aber auf den Einfluss, den Gesellschafts- und Staatsform
dabei haben. Kann es z.B. sein, dass gerade Großbritannien u.a. deshalb so erfolgreich
war, weil hier frühzeitig eine Revolution erfolgte und daher das Bürgertum und seine
Fähigkeiten eine ideale Voraussetzung hatten sich zu entfalten? Ist nicht gerade die
feudale Gesellschafsstruktur Russlands Schuld an seinem langen Rückstand vor anderen
Nationen? Man wird den Eindruck nicht los, dass nur ein Teil des Puzzles gelöst ist,
viele wichtige Bausteine bleiben im Dunkel.
Moderner Klassiker 5 von 5 Punkten Man kann historische Monographien vielleicht generell in solche unterteilen, die aus der Perspektive des Zaunkönigs geschrieben sind, um Einzelprobleme zu erörtern und solche, welche aus der Perspektive des Adlers geschrieben sind, um die großen Zusammenhänge zu untersuchen. Beide haben selbstverständlich ihre Existenzberechtigung. Es steht ausser Frage, dass Kennedys Werk zur zweiten Kategorie gehört. Es ist von vorneherein als ein sehr mutiges und gewaltiges Unterfangen anzusehen, die Geschichte der letzten 500 Jahre in einer Monographie zu untersuchen. Dies ist hier meisterhaft gelungen, wobei man sich jedoch eine Einschränkung vergegenwärtigen muss, die der Titel des Buches "Aufstieg und Fall der grossen MÄCHTE" bereits nahelegt. Es geht primär um MACHTpolitik, weniger sozialgeschichtliche Fragestellungen. Ökonomischen Fragen wird hohe Bedeutung eingeräumt, jedoch immer im Hinblick auf die Machtfundamente der jeweils entscheidenden Akteure, die bis in unsere Zeit nun mal die modernen europäischen Nationalstaaten waren. Zweite "Einschränkung": Das Buch ist 1987 geschrieben und die Entwicklungen der Folgejahre können somit nicht berücksichtigt werden. Gerade das macht die Prognosen des Autors über den relativen Abstieg der grossen Mächte, den er sowohl für die UdSSR als auch für die USA vorhergesagt hat, jedoch überaus faszinierend. Was die Zukunft der USA angeht, hat Paul Kennedy seine Meinung, wie ich finde zu Unrecht, mittlerweile geändert. Lobenswert sind auch die überaus umfangreichen Zitat- und Literaturangaben des äußerst spannend geschriebenen Buches. Noch einmal: Wem Detailfragen zur Entwicklung des russischen Eisenbahnnetzes am Herzen liegen, der liegt hier nicht richtig. Wer jedoch eine, meiner Meinung immer noch unerreichbare Einführung in die Geschichte der Neuzeit sucht, wird hier fündig. Wenn ich nur ein Buch auf eine einsame Insel mitnehmen könnte, so wäre es dies.
Zyklentheorie nicht auf neuestem Forschungsstand 3 von 5 Punkten Der amerikanische Historiker Kennedy hat 1987 - also zwei Jahre vor dem Zerfall der UdSSR - ein sehr interessantes Buch über den Aufstieg und Fall großer Mächte vorgelegt. Er argumentiert im Sinne der sogenannten "Zyklentheorie" der sogenannten Neo-realistischen Schule in den Internationalen Beziehungen dar. Ausgehend von einem wahrgenommenen Verfall der amerikanischen Hegemonie während der 70-ger Jahre (Stichwort: Vietnam, Watergate) und dem Problemdruck, den das sowjetische Imperium seit Ende der 1970-ger Jahre offensichtlich in die Krise taumeln ließ (und dann 1991 zu seinem implosiven Zerfall führte), gewannen Studien an Interesse, welche Gesetzmäßigkeiten im Zerfall der Imperien analysierten. Gerade jetzt, nach Ende des Ost-West-Konfliktes und dem weltweit wahrgenommenen amerikanischen Hegemonieanspruch unter Präsident George Bush jr. dürfte diese Studie erneut auf Interesse stoßen, da sie ganz eindeutig die Begrenztheit von Imperien aufzeigt und damit aufzeigt, dass längerfristig nur eine multipolare oder bipolare Weltordnung, jedoch keine Macht alleine herrschen kann. Dies haben jüngst Joseph S. Nye mit seinem "Paradox der amerikanischen Macht" , Charles Kupchan mit seinem Buch: "Die europäische Herausforderung" oder Peter Bender: "Weltmacht Amerika : Das neue Rom" gezeigt. Insbesondere Bender zieht in seinem Werk direkte Parallelen zwischen dem heutigen Amerika unter Bush und der antiken Weltmacht Rom. Beginnt in der Weltgeschichte eine längere Vorherrschaft Amerikas oder geht sie - wie Kupchan meint - zu Ende? Um solche Einschätzungen historisch zu untermauern, sind Werke wie das vorliegende von Paul Kenney von großem Interesse. In Anlehnung an G. Modelski: Long Cycles in World Politics (1987) untersucht Kennedy die Frage, warum insbesondere das zersplitterte Europa im 19. Jahrhundert aufstieg und benennt primär wirtschaftliche und handelspolitische Gründe dafür. Wie Modelski betont auch Kennedy die Hegemonialstellung der europäischen Mächte Portugal, Niederlande, Großbritannien und der USA. Der jeweilige Hegemonialstaat war dann in der Lage, eine Weltordnung zu schaffen, die weitgehend den eigenen Interessen entsprach, bis dessen Macht zerfiel und er durch eine neue Großmacht abgelöst wurde. Erklärungen für diesen konstatierten zyklischen Verlauf gibt es bislang nur in Ansätzen. Michael Zürn fast im "Lexikon der Politik" zutreffend zusammen, dass gesellschaftliche Verkrustungen, überzogene Konsumorientierungen und vor allem wachsende Kosten, das jeweilige Imperium zusammenzuhalten, den Niedergang der Imperien und ihre Ersetzung d |
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